Gießener Anzeiger Anzeige- und Anrtsötatt für den Kreis Hießen 1871 Samstag dm 18. Februar Rr «2 Gießen, am 11. Februar 1871. Echo du Parlament" zufolge für den Einzug neue Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Preis vierteljährig 1 fL 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Brodpreise vom 18. bis 24. Februar 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 21 ,r. 2 Pfund gemischtes Brod 10'/- kr. 4 Pfund Roggenbrod 18 kr. 2 Pfund Roggenbrod S kr. Betreffend: Das Landgeslüt, nunmehr die Untersuchung der als Beschäler zu benutzenden Hengste von Privatpersonen für 1871. • • t Uniformen erhalten haben. Aus Versailles wird dem „Daily Telegraph" vom 10. dS. telegraphirt: Der Einzug der deutschen Truppen, welche abdetachirt werden, um die Häuser längs der Straßen auf der Linie des triumphirenden Durchzuges zu besetzen, wird am 19. Mittags stattfinden. Der Kaiser wird am 22. noch Paris gehen und zwar per Eisenbahn von Versailles; von der Pariser Station wird er sich dann nach den Tuilerien begeben, um dort mit seinem Hose und den Generälen seiner Armee ein Gabelfrühstück einzunehmen. Darauf wird Se. Majestät eie Belage- rungsarwee inspiciren, welche mit klingendem Spiel und fliegenden Fahnen aus dem festgesetzten Wege durch Paris morschiren wird. Nach dem Triumphzuge kehrt der Kaiser nach Versailles zurück, um dort zu übernachten, stattet aber der Haupt- stadt Tags darauf einen abermaligen Besuch ab. Seine Rückkehr nach Deutschland ist für die letzte Woche dieses Monats in Aussicht genommen. Dies sind die gegenwärtigen Anordnungen; sollten sich aber die Tuilerien während der für die Vorbereitung in Aussicht genommenen drei Tage nicht wohl für den Empfang des Kaisers herstellen lasten, dann wird derselbe sich wahrscheinlich nach dem Palais de l'Elysee begeben. Glaubwürdiger Information zufolge, welche sowohl den preu- ßischen Polizeibehörden, als auch mir von Privatquellen zugegangen ist, steht während des Aufenthaltes des Kaisers in Paris oder während des Tnumphzuges der Truppen keine Kundgebung Seitens der Pariser zu besorgen. Alle gegenwärtig vor Paris liegenden Truppen sind verstärkt und wieder auf ihre volle Kriegsstärke ........ Viele Regimenter haben für ihren Einmarsch neue Uniformen bekommen. Die neuen Verstärkungen sind meist ungewöhnlich schöne Leute, selbst für die Preußen, und die Landwehr ist geradezu in wunderbarem Zustande. Das vierte Corps ist unter Ordre für Chartres. Die 22. Division, General Wittich, ist soeben hier eingetroffen, wo Verstärkungen für sie bereit waren. Sobald der Frieden proclamirt wird, werden sofort alle Lantwebr-Znfanttrieregimrnter und die Rescrve-Cavallerie und Artillerie nach Hause geschickt und entlassen werden. Die Linie wird in den annectirten Provinzen und denicnigen Tbcilen Frankreichs bleiben, welche bis zur Zahlung der Kr'kgskesten besetzt bleiben sollen. Die Garnisonirung der Festungen von Elsaß und Lothringen wird etwa 60,000 Mann hältniffen mit Leichtigkeit anzuschmiegen. So viel man, bei der von allen Seiten etngehaltenen strengsten Jteferte, über die B ehandlungen der Londoner Konferenz erfährt, so ist der Verlauf ein allseitig befriedigender, und läßt mit Zuversicht auf ein, die aufgetauchte Gefahr im Oriente dauernd bannendes Resultat hoffen; ungeachtet dessen sind die Verhandlungen noch nicht so weit gediehen, daß der Schluß der Londoner Conferenz schon für die nächste Zeit in Aussicht zu nehmen wäre. Insbesondere ist auch die Frage wegen der Neutralistrung des schwarzen Meeres zwar auf der Tagesordnung der Conserenz, doch bisher noch nicht in formelle Discufsion gezogen worben. Es wird von den verschiedensten Seiten behauptet, daß die deutsche Armee am 19. ds. Mts. in Paris einrücken wird. Mehrere Pariser Blätter theilen schon die Straßen mit, durch welche die Sieger ziehen werden. Rach der „Patrie" werden die deutschen Truppen bei ihrem Einzuge den folgenden Weg emhalten: m.'.'ii rr Wruillu. Avenue de la Grande Armee, Avenue des Champs Elysees, erfordern. . Die Ehrenbezeugungen für General v. Werder in Suddeutschland nehmen unveränderten Fortgang. Wie die „Karlsr. Ztg." mittheilt, hat der dortige Ge- mkinverath auf Antrag der Städte Lahr und Offenburg beschlossen, gemeinschast- lich mit den Gemeinden des Landes, die sich weiter anschließen, eine badische I Ehrengabe für den General v. Werder zu erstreben. Oberbürgermeister Lauter hat in diesem Sinne schon eine Aufforderung an die Gemeinden im Lande erlassen und ea werden darauf hin wohl zahlreiche Anschlußcrklärungen rinkommen. Nunmehr hat derselbe auch eine Gabe vorgeschlogen, dahin gebend: von einem bedeutenden Künstler em Schlachtengemälde aus der Gegend von Belfort in Oel auS- führen zu lassen, im Hintergrund etwa das Schloß Mömpelgard, im Vordergrund । Werder mit seinem Generalstav in Porträtähnlichkcit. Dies Original würde dem ' General Überreicht, nachdem Photographien davon in so großer Zahl entnommen : würden, daß im Rathhause einer jeden Gemeinde, welche Theil genommen hat an , dem Dankeswerke, zum ewigen Gcdachtuiß au General v. Werder und unsere . .hAbiidun T.ruvven ein Exemplar ausbewahrt werden könnte. an die GroßherMlichen Dürgermri-tkreiln des Kreises. Indem wir Sie benachrichtigen, daß der untersuchte Privathengst der Pächter Gebrüder Putt) zu Londorf, von Farbe Sckim- mel 10 Jahre alt, znm Bedecken von Stuten für 1871 tauglich befunden, und deshalb mit Erlaubnistschein zum Bedecken versehen worden ist, beauftragen wir Sie, darüber zu wachen, daß neben diesem Hengst keine weiteren Hengste von Privatpersonen zum Bedecken von Stuten für 1871 verwendet und die Eigenthümer solcher Hengste, welche mit Erlaubnrßfchein nicht vergehen sind, remohngcachtel aber ihre Hengste zum Bedecken benutzen, zur Anzeige gebracht werden. v. Starck.__ -------------------------- « Z zz* . * Al werdÄi noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch Bestellungen mir den Gießener Anzeiger bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten welche »en Anzeiger dei »e, E-pedMon nddoien Inffen, -ed-tten denselben für dle Mönche F-brn-r und März 1871 zu 40 kr. __________________________________ 17. Februar. Ischen Soldaten sollen dem Die Nationalversammlung zu Bordeaux ist jetzt, soweit die Lage Frankreichs Uniformen piesen Ausdruck zuläßt, Herrin ihrer Geschicke geworben. In der zweiten Sitzung am 13. Februar erklärte Jules Favre Namens seiner Collegm in Paris und Bor» deaux, daß die Regierung der nationalen Vcrtheidigung ihre Gewalt in dle Hände der Volksvertreter lege. Aus dem Beschluß der Versammlung wird somit eine neue gesetzmäßige Gewalt hervorgehen, wahrend die Regierung vom 4. September zugleich der Ueberraschung, der Noth des Augenblicks und dem Auftreten der bewaffneten Dolkshaufen von Paris ihren Ursprung verdankte. Gleichzeitig, während die Regierung vom 4. September resignirte, hat auch Garibaldi derselben seine Demifsion als Oberbefehlshaber der Vogesenarmee ein- gereicht, welche auch von der Regierung im Augenblick ihres eigenen Hinfcheidens mit einer Danksagung für geleistete Dienste angenommen wurde. Der Mann, der bisher als Vertreter des Krieges bis zum Aeußerstcn galt, ist somit von der Bühne getreten und hat der Nationalversammlung allein die Verantwortung für ihre Beschlüsse überlassen. Garibaldi hat zugleich dem Präsidenten der Versammlung schriftlich gemeldet, daß er aus das Mandat, mit welchem er von mehreren Departements beehrt worden sei, verzichten müsse. Er will somit der bevorstehenden Entscheidung persönlich ganz fern bleiben. Die in Wien circulirenden Gerüchte über die ernstlich erschütterte Stellung des Reichskanzlers Grafen Beust entbehren bis zur Stunde jeder haltbaren Grundlage, wenngleich auch von anderer Seite erneuert versichert wird, daß Graf Beust ...... die ihm durch die Entstehungsgeschichte der neuen cisleithamschen Regierung der- gebracht worden, selben gegenüber naturgemäß angewiesene strenge Reserve festzuhalten vollkommen entschlossen ist. Allmählig hält man es in Wien indessen doch noch für möglich, daß Graf Beust sich schließlich eines Besseren besinnt und den Versuch macht, ob er, der sich schon mit so vielen cisleithanischen Ministerien abgefunden, nicht auch mit diesem auskommen könne. Die eine Chance, das Cabinet Hohenwart zu stürzen, hat Graf Beust freilich nicht und so müßte er, wenn er überhaupt zu bleiben sich entschließt, schon so viel Selbstverleugnung besitzen, sich diesem Cabimtte zu accommodiren, eine schwere Aufgabe, selbst für einen aalglatten Diplomaten, wie Gras Beust, von dem man immer behauptete, er wisse sich allen neuen Der- Kil. Käse; für 912,009 Fr. Sutter, für 63,000 Fr. Eier, für 71,000 Fr. Kuh- unv Hammelfleisch, 66,000 Kil. Schweinefleisch und Charcuterie; 13,0091 für In diesen feierlichen Augenblicken allgemeiner Aufregung beschlossen die in großer Versammlung vereinigten Nizzarden einstimm-g gegenwärtige Adresse, um Ihnen ihre Gesinnung und Herzensgefühle öffentlich auszusprechen. General! Traurig ist die Gegenwart, noch trauriger die Zukunft, und Sie wissen so gut wie wir, wie betrübt und niedergeschlagen Ihre Vaterstadt über eine Regierung ist, welche die Bürgschaft aller Rechte und Freiheiten fein sollte. Wir, General, begeben uns unter den Schutz Ihres großen Namens, da das Unglück des gemein- fchaftlichen Vaterlandes, wenn nicht aufhören, und doch einen Augenblick der Ruhe gönnen sollte. General! Wir sind nicht erst von heut'Ihre Freunde; wir zählen Ihre Freunde unter unseren Kindern, unter der glühenden Jugend, welche mehr als einmal Ihnen auf das Feld der Ehre folgte, angethan mrt dem rothen Hemde und all unsere Greise sind Verehrer Ihres Namens, Ihrer Haltung. Und wir erinnern Sie daran, General, damit Sie uns nicht mit denen zusammenwerfen, welche gestern noch Ihre größten Gegner, heut' Ihren Namen benützen, um ihr Vaterland besser unterdrücken zu können, aber dabei sich vorbehalten, morgen die Principien der Republik zu verleugnen und zum alten Despotismus zurück- zukehren. Das grausame Geschick einer erbärmlichen Politik hinderte und zahlreich ' Ihren Schritten zu folgen, an Ihrer Seite zu kämpfen; Sie verstehen uns, General, und unser Schweigen vermag mehr als unsere Beredtsamkeit, Ihnen unser Inneres zu enthüllen, Ihnen all unseren Schmerz zu zeigen, vaß wir blöd Zu- schauer bleiben mußten eined so fürchterlichen Kampfes, auf dessen Schlachtfeldern Sie Ihrer Ruhmesstrahlenkrone neue Lorbeeren zugefügt haben. General! Die Nizzarden haben einstimmig, noch ehe die Municipalcommifsion Ihnen das Mandat gab, Sie als ihren Vertreter für die neue Nationalversammlung in's Aage gefaßt. Sie kennen unsere Gefühle; aber wir wenden und gleichwohl an Ihr Herz, damit Sie, angesichts des Unglücks Ihres Vaterlandes, mitten in r~ jung den Schmerzensschrei Nizza's ertönen lassen. Ein Mann des Krieges, benutzen Sie jede Gelegenheit, gegen den Krieg zu protestiren, und wenn Sie groß waren in den Schlachten Amerika's und Italiens, waren Ste eC nicht minder als Vorsitzender des Friedenscongressed in Genf. Wie Sie auch über den gegenwär- Ligen Krieg denken mögen, wir bitten Sie, der Nationalversammlung anzuzetgen, vaß Nizza im Namen der Menschlichkeit und im Interesse der Republik selber den Frieden wünsche; wir bitten Sie, Ihre Collegen an unser heiliges Nationalitätsrecht zu erinnern, dem Sie Ihr ganzes rühm- und entbehrungsvolles Leben ge- Gießen. Von befreundeter Hand geht und folgender Aufruf von Sacra- mento zu, welchen wir nicht verfehlen, unfern Lesern mitzutheilen: An die Deutschen in Sacramento und Umgegend. Landsleute! Noch einmal werdet Ihr aufgefordert — und diesmal bringen- der denn je, — dem Hülferuf ded alten Vaterlanded Gehör zu schenken und einen Theil Eures Überflusses der Noth des kämpfenden Vaterlandes zu opfern. , Seit unserer ersten, in der Erregung des Augenblickes der Kriegserklärung und der ersten Schlachten gemachten Sammlung, ist Schlag auf Schlag, -sieg Fische, die in Der Halle verkauft wurden. Von Den LonDoner Blättern bringt Der „Daily Telegraph" Angaben aus Berlin über die deutschen Friedenöbedingungen, Deren Bestätigung abzuwarten fein wird. Es würden Demnach verlangt werden Abtretung des Elsaß und sechdzig deutscher Quadratmeilen von Lothringen mit Einschluß von Metz; eine (Kontribution von anderthalb Milliarden Tdaler für Kriegslasten; etwa 30 Millionen für gekaperte Kriegsschiffe; einige 40 Millionen für Die aus Frankreich ausgewiesenen Untertanen, und einige Millionen Rente für eine beschränkte Reihe von Jahren für Die deutschen Invaliden und die Hinterbliebenen Der Gefallenen. Die „Straßburger Zeitung" vom 15. Febr. theilt mit: „Soeben geht die Nachricht ein, daß Belfort sich ergeben hat. Die Besatzung erhält freien Abzug. Die Stadt wird morgen von unfern Truppen besetzt." Ed ist auffällig, daß diese wichtige Nachricht durch den Telegraphen nicht weiter befördert worden ist. Da noch immer keine officielle Bestätigung vorliegt, dieselbe jedenfalls auch erst nach vollendetem Abschluß des Capitulationdvertraged erfolgen kann, scheint gestern Seitens Ded französischen Commandanten Die Einleitung von Verhandlungen betreffs Uebergabe Der Festung begonnen worDen zu fein. Heute Dürfte Dann Der Capitulationdvertrag abgeschlossen werden und tm Laufe des heutigen TagS noch widmet haben. Der Brief Ded Fürsten Karl hat auf Die Rumänen einen geradezu verblüffenden Eindruck gemacht. Die größten Schreier sind plötzlich verstummt, und wissen vorläufig nicht, was sie im gegebenen Falle thun sollen. Zwar ist das Schreiben bereits in den nichtöffentlichen Sitzungen der Kammerabtheilungen zur Sprache gekommen, ohne aber ein Ergebniß ober einen Entschluß herbeizuführen. Selbst Die Zeitungen wissen nicht, was sie sagen sollen. Die beiden bedeutendsten, „Romanul" und „Pressa", schweigen über Den Brief bis jetzt gänzlich. „Terra" — Das Blatt Des wüthenvsten Gegners Des Fürsten — hat ed für zweckmäßig erachtet, fürs erste nicht mehr zu erscheinen. Die „Trompetta" giebt sich Den Anschein, als ob sie Den Brief für apokryph halte, und nur Die „Gazetta De Sera" fordert von Der Regierung eine Erklärung im Amtsblatt: ob Der Brief echt fei, oder nicht. Im Allgemeinen bat Der Brief eine gute Wirkung hervorgebracht. Vielen sind Die Augen aufgegangen über Die grenzenlose Verwirrung und Die ungeheuren Nachtheile, welche eine Abdankung Des Fürsten Karl für das Land zur Folge haben würde; und selbst Die Republikaner, welche ihre Hoffnung auf die französische Republik gesetzt hatten, um in gewohnter Weise Frankreich nachzuahmen, begreifen, daß sie mit ihren Berechnungen schmählich in Die Brüche gerathen sind. — Wad Die Londoner Conferenz in Der rumänischen Frage beschließen wird, muß abgewartet werden. Um dies mit Ruhe und einiger Würde thun zu können, würde die Regierung am liebsten Die Kammer nach Hause schicken; aber das geht nicht an, weil Das Bedürfniß nach einer Anleihe für Den Staat nachgerade zu einer brennenden Frage geworden ist und die Regierung ohne Zustimmung der Kammer keine Anleihe machen Darf, ohne dieselbe auch keinen Credit finden würde. — An Stelle des zurückgetretenen Agenten Stege wurde Th. Rosetti zum rumänischen Eisenbahncommissär in Berlin ernannt. (A. Z ) erlangen." (Lebhafter Beifall ) Die „France" sagt: Wir wissen nicht, ob Herr Gambetta — dec gewesene Held — in Wirklichkeit abgefttzt ist. Aber wir zögern keinen Augenblick — nach Den Informationen Der Regierung —, ihn von Rechts wegen für abgesetzt zu „klären. Wir verbinden natürlich mit dieser Absetzung Die der Herren Cremieux, GlaiS-Bizoin und Fourichon, Unterzeichner des revolutionären DecretS von Bordeaux. Es Darf so leiDenschaftlichen Menschen, welche Die VvlkSsouveränctät be- leiDigen, inDem sie Dieselbe lähmen, nicht mehr erlaubt sein, Die Depositoren irgend eines TbeileS Der öffentlichen Gewalt zu bleiben. Die Adresse Der italienischen Partei in Nizza an Garibaldi, welche Anlaß zu Den Tumulten gab, von welchen Der Telegraph bereits berichtete, lautet nach Der „A. A. Z." : General! Kriegsnachrichten. WährenD der Belagerung Der Stadt Paris erhielten Die N UionalgarDisten bekanntlich V/j Frcs. Den Tag und 75 Cent. Entschädigung für Die Frauen; Jene FrcS. Löhnung berechnen sich vom 25. September 1870 bis 1. Januar 1871 auf 43 Millionen. Die JnDependance Beige fügt hinzu: „Dies konnte man recht wohl Die Nationalwerkstätten Der Verthcidigung nennen." Der Temps gibt eine Liste Der Verluste, welche Die Civilbevölkerung von Paris während des 22tägigen Bombardements erlitt. Ist diese Liste vollständig, so hat Paris verloren 31 Kinder, 23 Frauen und 53 Männer, also 107 Personen, welche auf Der Stelle todt blieben, unD 276 Verwundete, welche bald nach Der Verwuydung starben (36 KinDec, 92 Frauen und 148 Männer). Im Ganzen wurden ge- toDtet oder schwer verwundet: 67 Kinder, 115 Frauen und 201 Männer, also 383 Personen vom Civil. Der wenigst blutige Tag des Bombardements war Der vom 22. auf Den 23.; Die blutigsten Die vom 9. auf Den 10., vom 13. auf Den 14. unD vom 15. auf Den 16. Ian., an welchen Die Zahl Der Opfer 30 überstieg. Die erste Bombe schlug in Die Enceinte von Paris ein am Nachmittag Des 5. Jan. hinter Dem Fort VanvreS, Der erste Civilist warD in Der Rue Fermat 14 hinter Dem Kirchhofe Montparnaffe getbDtet; das erste Kind am Tage vom 5. auf Den 6.; an Diesem Tage wurDen außerdem gctÖDtct eine Frau und Drei Männer und verwundet 3 Frauen und 1 Mann. In Betreff Der Verpflegung von Paris ist zu bemerken, daß im Durchschnitt während Der Drei Jahre 1867—1869 in runDcn Zahlen Der tägliche Bedarf war: 357,000 Kil. Rind-, auf Sieg, Uebergabe auf Uebergabe gefolgt. Das deutsche Schwert, zum ersten Male feit Jahrhunderten von einem ge« nialen Arme gelenkt, bricht mit wuchtigen Hieben Die wälsche Phalanx an allen Ecken und Enden, und siegedgekcönt, ohne nur ein einziges Mal in der Siegeslaufbahn gehemmt zu fein, Donnert jetzt Das mächtige Heer, über Dem stolz Die Deutsche Fahne weht, an Den Thoren Der Hauptstadt Ded Erbfeindes. Fast siegedberaufcht, sind wir nur zu geneigt, über Dem Jubel und dem Ruhm unseres Erfolges die schreckliche Noth zu vergessen, Die unausbleiblich in Den Fußtapfen Ded Kriegdgotted, sowohl auf Seiten Der Besiegten, als auch der Sieger folgt. Die Opfer waren schrecklich: Wörth, Forbach, Gravelotte, Mars la Tour, Seoan unD Metz haben Ströme Des edelsten deutschen Blutes gekostet. Und wer weiß, wie Viele, Viele noch mit ihrem Gebein der Besiegten Erde Düngen müssen, ehe ein Durch die Folgen feiner eigenen Arroganz fast wahnsinnig gewor- Dened Volk Den vernichtenden und nutzlosen Kampf aufgiebt und sich der unab- weislichen Nothwcndigkeit fügt. Aber Die Wittwen und Waisen unserer gefallenen Helden sind da, sind in Noth, sind hungrig, ohne Kleidung, ohne Feuer, ohne schützende Heimath, ohne Beschützer und Ernährer, Den strengen Winter mit Kalte, Schnee und Eis vor sich, und ihnen muß geholfen, ihrem Elend und ihrer Noth gesteuert werden! Uno sollen wir in fernen Landen, Die wir unbeDingt Die ersten Früchte Deutscher Einheit, deutschen Ruhmes und Deutscher Nationalität ernten werden __ sollen wir, Die wir reich mit Allem, wad Dad Herz begehrt, gesegnet sind, Die wir sicher vor den Schrecken Ded Krieged und seinen Nöthen sind, sollen wir kalt und ruhig zusehen und die Hände in den Schooß legen, wahrend un ere Brüder für und kämpfen? Nein! und abermals Nein! Es ist unsere heilige Pflicht, zu geben, zu lindern und zu helfen und mit unserem Uederflusse heilenden Balsam auf die schrecklichen und tiefen Wunden des Krieges zu legen. Deßhalb gebt Alle, fühlt, daß endlich der große, langersehnte Augenblick gekommen, Daß Ihr mit Stolz auf Euere Nationalität, Euer Vaterland weisen könnt, und zeigt durch reichliche Spenden Euere Dankbarkeit Denen gegenüber. Die mit Ihrem Herzblute Die Wiedergeburt Deutschlands besiegelten. Gebt mit oem freudigen Bewußtsein, auch Euer Scherflein zu dem germanischen Riesenbaue beigetragen zu haben, Damit auch Ihr, obgleich ferne von Der alten $etmatb, nn Geiste Theil habt an Der großartigen Zukunft, Die Dem einigen fraftigen Deutschland, Dem Herzen und Lenker Europa'S, bevorsteht. Gebt des Wunsches des sterbenden Kriegers halber, Der, zum letzten Male Dad brechende Auge öffnend, mit sinkender Stimme Pen Namen Der verl die officielle Mittheilung Darüber aud Verfailled kommen. Bordeaux, 13. Febr. Die Nationaloersammlung ist beute Nachmittag 2 Uhr eröffnet worden. Der PräsiDent teilte mit, Daß Die Kammer, wie im Jahre 1849, in 15 Bureaux eingekeilt toürDe, Die Prüfung Der Vollmachten solle erfolgen, sooald Die Umstände es erlaubten. Der PräsiDent verlas sodann ein Schreioea Garibaldi's, worin letzterer sagt: „Als letzten Der Republik erwiesenen Dienst ging ich nach Bordeaux, wo die Vertreter des Landes tagen, allein ich verzichte auf Dad Mandat, welches verschiedene Departements mir antrugen." Hierauf ergreift JuleS Favre das Wort, um Namens feiner Collegen in Paris und Bordeaux zu erklären, daß Die Regierung Der nationalen VertheiDi- gung Die Gewalt in Die Hände Der Volksvertretung niederlege. „Als wir Die Last Der Regierung, fuhr Der Redner fort, auf und nahmen, hatten wir keine andere Absicht, als Die Gewalt, Die wir unter Den damaligen Umständen übernommen hatten, in Die Hände Der Nationalversammlung zurückzulegen. Wir hoffen, Dad Land, belehrt Durch Dad Unglück, roerDe gelernt haben, seine Klagen zurück- zudrängen, und Die Bedingungen für eine normale Existenz wieder finden. Wir treten nunmehr völlig zurück, überlassen Alled Ihrer Entscheidung und erwarten au jyr uumu mit Vertrauen Die Bildung einer neuen gesetzmäßigen Gewalt." Redner kündigte Der Nationalversamm-lfodann an, Daß Die Minister, um Den Gesetzen Achtung zu verschaffen, so lange auf ihren Posten verbleiben würden, bis Die neue Regierung gebildet worden wäre, und bat um die Erlaubmß, auf seinen Posten zurückkehren zu Dürfen, um seine schwierige unD heikle Aufgabe zu erfüllen. Jules Favre schloß folgendermaßen: „Ich erwarte Ihr Urtheil mit Vertrauen und hoffe Denjenigen, mit welchen wir unterhandeln, mittheilen zu können, daß Dad Land im Stande sei, feine Pflicht zu erfüllen. Der Feind soll wiss.n, Daß wir für Die Ehre Frankreichs sorgen; er wird auch wissen, daß ed ganz Frankreich ist, welches sich gemäß Der Bestimmungen Der Convention nunmehr zu entscheiden hat. Die Verlängerung Ded Waffenstillstandes ist wahrscheinlich nothwendig. Verlieren wir keinen Augenblick. Denken wir an Die Bedrängnisse unseres vom Feinde besetzten Landes. Ich hoffe, Die Regierung kann auf Ihren Beistand zählen, um Den nöthigen Aufschub zu 1 M E All vit 1,1,1 ffi« t«lf«w Oda-Bk^ ft.,6t, ***,£' '2i" JSi*«* L 10 W. ■jJule btiiul1 'Mm Wfm MD «Mn, A"jühl G- wji titi taraue d- M umnwfot la| Sih » tzald ttt IHM I“ rffiirlti 91116 9,io11 . A Paris, 1 I D r.itno» cn jschirm, wonach 1 iPam gegen die v iwcrden. A hmbllki Wahlen: Du Pari taber ichiverllch wir lWiederausnadin Dti i sch in Der Häven : quartkrd hinsichtlic 1 baß sie nicht jetzt, • Men, lein TW Wäl, Rl'^nzlar Liitattilelchreiher lischen Philißrrth tragen, Die Hebung wiever eil kunsl ju machen: einer Äergötlerun, llchheilig-ei! der Mernen engl 1 ihre Thaten t I Svrik gehört vor f 1 dage hat unD Der 'Mläust. Mm ,l*meM98m Vvm. welche Dai to?it lieber wären, 1 Nungtn Der gr !^(872^e Über Di, tA Nh nnebmbar ^gkr Don * hu,, ,%.O00 g*' । ML' sscri' I Tut tn°z» .. Haia nv cinu •txi d nf^ . * ;,i S---S' 8111 Rt 7l,ooo^ "Vs i°°"> 'm a'Q,Cntn d LU. «ft* S'd> 6« , f,,(' 1)1U1 k “IN, l a°t j . !>" '♦"« 9-ätre • wwalujn bi. '' :anit tälln t» 1 r,zi not * ^1:f ' •il1arT# ®.t io ■ drr 8o3aa(J|C| Heu« sobü« ta ÄtiiHif tnoitit« 1 ta|ti, afldn lir amrogtn.1 " ’mh 6oÜtjta ii l:: Hilf» Lnihkiti- ^|t ,IH eir tit |rz- Ititci »ir !ri# 5*-i Uiui:ta üdkk- l|i.egci. D i hojski, fflie r.ajta jurii- i t t:rr iaht Du : RZ ut troirtti v? Sein füntigti i TT^awti, so Uiy :: ^t rerttn »ffi, i p Urin, a» sei« i.:i ic^dMraa^a: ■ ti s.t irdita b:i •:tN fn, |rtit VHi »n jrsifrt’ibi fergtr ♦ .‘jiij rn LrKo [< flrri^rrflag » Vr f.-vi tajtablii a t«M. Wfe muiti p efTlll :o- r.nt» F SJ?ä “ * trs»«-** -°°- ' ' ,i| «ii « iRi" . f.uttl il,g^ ^.rrr oder .,j '■'N*1®,1,- iirtt i ‘ „I tu '** . rt 0*1,ttlllS >: g(!^ ;l ilt l"5 »| > ,! ' IN4'*1 <111 »m luge hat und der auf eine Vermehrung des Heeres um circa 19,000 Mann hin- au«läuft. Wie groß denken sich die Engländer die Wagfchale, in welche sie diese imposante Kriegsmacht werfen wollen? Wir gestehen, daß uns die 2>/, Millionen hfund, welche das ermähnte halbe Armeecorps kosten soll, im Falle eines KriegrS mit lieber wären, als die 19,000 mit fammt den Sympathien ihrer Landsleute. 4- Versailles, 16. Februar, Mittags. Mit Rücksicht auf die eifrigen üüllungen der Franzosen im Süden und auf Die Einberufung der Allersclasse ,°n 1872 wurde bei der gestrigen Verhandlung Jule, Favte's mit dem Grafen x<,marck Über die Foptdauer des Waffenstillstände« nur eine Verlängerung von G o Am 19. Februar: j .ft bin, 16. Fkbr. Heute früh ttanden an vielen Orten der St^dt mehr ober minder zahl- Gruppen vor einem Maueranfchlag, auf welchem in großen Bucbftaben als telegraphische Depesche daS Wort „Friede" zu lesen war. Viele hiedur» erfreute G.müther fanden sich durch den ferneren Inhalt deS PlacateS unangenehm enttäuscht. Derselbe handelte von der beab|tdmgfen Festlichkeit einer hiesigen Gesellschaft. Wohl nicht ohne Ursache gab sich der Unwrll^ deS Publt- cumS über diese den Zeitumftänden wenig angemessene Mystification in lebhaften Rügen zu erkennen. — Gestern Nachmittag hatte auf dem hiesigen Eentralbahnhofe ein Dienstmädchen daS Unglück, aus einem circa 30 Fuß hoben Fenster durch ein Glasdach auf den Perron zu stürzen. Die lebensgefährlich Verletzte wurde sofort nach dem Hospitale befördert. Gebt der Menschlichkeit, 6er Pflicht halber, damit Ihr einen Theil Der Vogesenarmee zwischen EhalonS für Saone und Marou campirt, commanbirt von Cif -pH, Dem Lande, da- Euch Leben gab, da« Euch ernährte Eanzio mit Dtm Hauptquartier in Bourg en Presse. schuld adtrag , d>-, ' • + Brüssel, 15. Febr. Der Telegraph meldet au« Versailles: Die Abliefe- "n° Riffen, daß die Stimme, die sich an das warme deutsche Herz und die rung der Waffen der Garnison von Pari« ist vervollständigt worden und betragt ^,nD bt6 deutschen Volkes für eine wahrhaft gute und nationale brache jetzt: 200,000 Gewehre, 1400 Kinonen und eine nicht genau constatirt Z h ° nvet n^e ungehön bleibt und ro^r sprechen daher mit der vollen Zuversicht reichen von Wallbüchsen. Da« Manifest Napoleon'« bringt hier eine Ungünstige Wirkung 5 Tagen bewilligt. △ Paris, 15. Febr. Affy, Chef der Internationalen Arbeiterverbindung, ß zum Deputirten gemacht. △ Bordeaux, 15. Febr. Die „Gironde" (deren Redacteur Lavertuzou ß) sagt: „Das vollständige Resultat der Wahlen beweist in glänzender Weise len Erfolg der coaliirten Parteien. Die allgemeine Abstimmung hat ein sou- nraines Verdict gesprochen, vor welchem wir uns mit Schmerz, aber tiefer Achtung lägen. — ,, -s- Bordeaux, 15. Febr. Die Versammlung fährt fort mit den Wahl- Prüfungen. Am Schluffe der Sitzung verkündete der Präsident, vatz die Kammer morgen eine Regierung constituiren werde, welcher die Aufgabe zufallen werde, ii Namen der Versammlung und des Landes zu unterhandeln, fei es, daß der fcntDe annehmbar oder die Fortsetzung des Krieges nothwendig sei. △ Bordeaux, 15. Febr. Die mobilistrte Rationalg irde des Departements ttr Basses Pyrenees ist zur Bewachung der National-Versammlung aus dem tagrr von St- Medard hierher befehligt. Der Gesundheitszustand in Bordeaux ii schlecht; mehrere Deputirte sind erkrankt. + Dieppe, 14. Febr. Es wurde von hier eine Deputation nach Rouen ^schickt, um die Zurücknahme der Contribution zu bewirken, dies ist ihr aber so rtnig gelungen, wie den Deputationen der benachbarten Städte. Dieppe hat 100,000 Fr. baar und eine Million in Wechseln auf London bezahlt. Ein nach Itr Mauth geschicktes Detachement, das sich der dortigen Cassenbestande bemächtigen jellie, fand nur 69 Fr. A Lyon, 15. Febr. Das hiesige „Petit Journal", das die allgemeine Ltimmung gut charaktertsirt, schreibt: „Wir sind g'wiß, daß Bismarck die Bedungen der Legislative erleichtern und Concejsiouen von genügender Erheblich- tit machen wird, damit der Friede aufrichtig sein und Frankreich trotz seines Un- fc—HtikUr** meldet dir Actien. Oest. Creditact. 2401 > 5% östr. F. St. E. B. 360 Lombard. Bahn 172 Lud wigöh.-Bexbach 1641 4 Maxbahn 109 Bayer. Ostbahn 124^ Hess. Ludwigsb.-Aot. 135 Alsenzbahn-Actien Sä1/* Oberhessen „ 663/s Prioritäten. 3°/q oster. Stsb.-Prior. 553/i 30/0 öst. s. Lombard 73 30/0 Livorneser 3l3/* 50/0 Toscaner 50 5% Elisabeth.-Prior. 771/2 •lo. II Emiss. 75t 1________ Anlelieiialoose. Kurh. 40 Thlr. Loose 65 Nassau 25 fl. — 40/0 bayr. Präm.-Anl. 108 Ansbacher 7 fl. 12 4% badische Loose 1O73/| Badische fl. 35 Loose 6O‘/2 Oestr. fl. 250 v. 1854 70 1858r Prioritiitsloose 155 1860r Loose 77* 'N 1864r n 117 < 4 Braunschweiger 163 4 Stadt Madrid 2V/g Börseunachrichtea. 16. Februar 1871. Preuss. 4V3 % Oblig. — Frankf. 3l/2°/o Obi. 807/g Nass. 4Vauo Obi. 9P/4 Kurhess. 4% n 82 V2 Gr. Hess. 5% Obi. 101 Vr n n 4O/o n 93'/. n n 3t/a0/0 n - Bayer. 50/0 » — n 4‘/2% Ijührige 92Vg „ 40/g 1 jährige 86V. Würtemb. 4V2% Obi. 9IV2 Baden 4V3°/o Obi. o. E. L. 92 Oesterr. Silberrente 557/ig „ Papierrente 47Vs „ 5°/o M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 98 „ n 1882r 953/4 n n 1885r 95 n r 1««7r 94 Vs Spanier, neuest. 3% dO'/s ertDet nie ungehört bleibt und w>r sprechen daher mit der vollen Zuversicht reichen von ^Zauvuchlen. Das Manifest vtapoieon s unngi y.rr eine --------- Wl ' - durch Zuwendung von Geldmitteln und entsprechenden hervor. 4- Brüssel, 15. Febr. Aus Versailles von gestern wird gemeldet: Die Pariser Presse ist sehr aufgeregt über die Frage wegen Einzuges der Deutschen. Siecle siehr einen blutigen Zusammenstoß voraus. Die anderen Blätter rathen der Bevölkerun i in den Häusern zu bleiben und Trauerfahnen auSzuhängen. Das eomite des Deuqcpen Tannars-yonos. △* London, 15. Febr. Laut Telegramm aus Paris von sikstern sind alle Nieder-Beerbach, 13. Febr. Durch die bis heute noch nachgefolgten Erd- Vorverhandlungen in B.zug auf den Friedensichluß beendet. In Bordeaux ist Mr von welchen der gestern kurz vor 11 Uhr wahrend des Gottesdienstes der ein Comit^ erwählt, welches nut der deutschen Regierung unterhandeln soll. Der b-fiiaste war sind b'S j?tzt hier 21 Schornste.ne eingestürzt; auch hat der Kirch. Entwurf des FriedenS-Tractats ist mit Bismarck und Moltke festgestell., um eine !Lm "nen M-rkiichen Riß bekommen (Aus Obee-B^'bach empfangen wir-——................ l>" .......'^„na^Ne ",,rv d.e Belaaeruna«. jlfitfeiaQ« Die Nachricht, Daß Dafelbsi Der ErDsioß vom «onnlag Vormutazs 10 llbr 10 Min. ein sehr heftiger unD finge cnDauernDcr gewesen fei, fo Daß die feute beinahe veranlaßt waren, Die Kirche zu verlassen. — Die Gefammiheit Der jtu|f sotliegenDen Nachrichten erweist, Daß Die ErDstöße Diesmal in einer östltche- nn Lime al« 1869 am heftigsten verspürt werben ) ^orfdjz 13. Fevr. Au« verfchieDenen Theilen De« Lance« werben Erfchutte- wnien'gemelDet, wrlckie in Den letzten Tagen stattgesunben haben. Auch hier aingen Dieselben nicht unbemerkt vorüber, un» scheint nach Den eingelaufenen Be- lichlen der erste am 10. Februar, des Morgens um 6 Uhr erfolgte Erdstoß vielleicht gerade in Lorsch sich am heftigsten geäußert zu haben. Es wurde eine ärgere Anzahl Gebäulichkeiten theils mehr, tde.lö minder erheblich beschädigt, Ivic dies daraus hervorgeven mag, daß nur die Zahl bcr ganz oder zum Theil ringcstürzten Schornsteine vierzig und einige beträgt. Der Einsender glaubt hier nicht unerwähnt lassen zu dürfen, daß in der fraglichen Nacht ein Fremder aus Grotz'Gerau sich dahier aufhielt, nach dessen Versicherung keiner der vielen innerhalb der letzten zwei Jahre zu Groß-Gerau verlpürten Erdstöße dem hier ver- spiiiten gleich gekommen sei. Wechsel. Amsterdam k. S. IOOVa Augsburg k. S. 997/8 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 97 Cöln k. S. 104’/8 Hamburg k. S. 88 */b Leipzig k. S. 105 London k. S. 1191/8 Lyon k. S. — Paris k. S. — Wien k. S. 953/8 ditto m. S. — ditto 1. S. — Disoonto 312% G. Geld*orten. Pr. Cassen-Soh. 1 447 b-45Vs Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 45-47 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankenst. 9 30—3 t Engi. Sover. 11 55—59 Kuss. Impor. 9 45—^47 Dollar in Gold 2 27—28 511) In Nr. 82 in den Neuen-Bäueni 521) Gin zweiter Hausknecht, nicht unter • / «VYi__-> „u..x r*;rr» rfcnmiftp 90 ^oftren. mirb in einem hteftnen Gastbnk M Ac. $ in Wir brint Feilgebotenes Vorstellung für Kinder statt, bei welcher i sich auch Erwachsene gut unterhalten werden . 495) Stocfhol;, Die W HAASENSTEIN VOGLEK Zeitungs-Annoncen-Expedition in Frankfurt am Main desgl. 4 14 Gießen: 16 Stecken ge- 5 - 25% » 172 86 388 1 2 Versteigerungen Holzversteiqerung. : Ord.- K. 103/4 24 Prügelholz, Stockholz, Reiser, 35 36 37 38 39 40 41 515) lasse Asiellun( SMcken, Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, 6 7 8 9 10 11 12 13 Eichen-, Buchen- und mischtes Scheitholz, dergl. Prügelholz, „ Stockholz, „ Reiser, Ans n , ziinehmeii ist. 518) Die rückständigen Pachtgelder und Kapitalzinscn für das Jahr 1870 können bis Ende dieses Monats noch ohne Kosten zur Universitätskassc bezahlt werden. Gießen, den 16. Februar 1871. Großherzogliches Universitäts-Rentamt. Der bestellte Vicar: Schmitt, Univ. - Gerichts-Actuar. ist ein kleines Logis an eine stille Familie zu vermiethen und Mitte April zu beziehen. Auch ist daselbst ein kleines möblirtes Zim- merd)en an einen ruhigen Herrn zu ver- E Albach Nendorf Ziilendoif Abchui« 'Hnntiob Arrsrod feuern Eimkhar Taubrii Dorf-6 Eberstal Ektingsl Garbenl 372) Ein vermieth chnetder Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. desgl. Prügelholz, desgl. Stockholz, 460 Schichten dergl. Reiser, größtentheils zu Fachgerten brauchbar, verkauft werden. Der Anfang wird mit dem Stammholz gemacht und mit dem Brennholz Nachmittags 1 Uhr fortgefahren. Hungen, den 9. Februar 1871. Fürstliches Rentamt. Demme. fnttpiben wcken MküNNtmäWg v' ti.nneiob iuzwijcbkll Wn, den 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25- Wohnung versteigern. Fellingshausen, den 16. Februar 1871. Christian Gerlach Wittwe. S»? *’ 27 fr. Holzversteigerung in dem Fürst!. Thiergarten bei Hungen. 426) Donnerstag den 23. d. M-, Morgens 10 Uhr, kommen 182 Stück Eichen-, Buchen- und gemischte Stämme, meist geringeren Durchmessers, zusammen 4486 Cubikfuß enthaltend , und Freitag den 24. d. M. ebendaselbst: 170 Stecken Bucken- rc. Sckeitholz, 105 23 156 Besondere Bekanntmachungen. Die Vergebung der Zinsen aus der Lony'schen und den v. Krug'- schen Stiftungen. 517) Bewerber um die in der Kürze zur Vertheilung kommenden Zinsen aus den vorbemerkten Stiftungen haben sich in den näcksten 14 Tagen bei uns anzumelden. Gießen, den 15. Februar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. zum öffentlichen Verkauf. Hungen, den 8. Februar 1871. Fürstliches Rentamt. Demme. 26 27 28 Theater in Giehen. Sonntag Nachmittag 3'/2 Uhr findet eine Der Gräf von St. Germain. Schauspiel in 5 Akten von Prix. Abonnements-Billete werden bei Henn Weißbücher nicht mehr ausgegeben; bitte die noch ausstehenden Billette gefälligst benutzen zu wollen. Montag den 20. Februar 1871: Therese KroueS. Charakterbild mit Gesang in 3 Akten. Die Direction. Holzversteigerung im Fürstlichen Herrngarten bei Villingen. 427) Dienstag den 28. d. M-, Morgens 10 Uhr, sollen im obigen Distrikte 68 Eicken-Stämme, ca. 4200 Cubikfuß, unter denselben 20 starke Stämme von 70 bis 280 Cubikfuß, sodann: Behufs worben । wdd)f b Me $ Grob-H Groll' Grunin - Mtfnti Ntn )ruchdf ')olzhch Klein-Li ^W't( wd) mi| fcltn An-h Aplin Sr tz ©itjtn 1575 Wellen „ Reisholz, 10 Eichen-Bau- und Werkhstz-Stamme von 9 bis 17 Zoll Durckmesser und 10 bis 50 Fuß Länge, 320 Cubikfuß enthaltend, . 1285 Fichten« Stangen von 1 bis 3 Zoll Durchm. und 25 bis 45 Fuß Länge, 804 Cubikfuß enthaltend. Die Zusammenkunft ist im District Roth- erden. Albach, am 15. Februar 18/1. Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. Holzversteiqerung. 492) Montag den 20. d. Mts., des Morgens um halb 10 Uhr, soll in dem Fürstlich Solms-Braunfelsischen Essiggurken, j Sardellen, ( in guter Qua- Häringe, t lität, Limburger Käse,' empfiehlt Fr. Schwaab. Montag den 20. Februar, Morgens 10 Uhr, ich mein Wagnerholz, bestehend circa 450 Felgen, 400 Speichen, 100 Fichtenstangen von 30 bis 40 Fuß Länge, sowie nock; sonstiges Wagnerholz, in meiner Langenwald bei Dors-Güll nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 240 Stück Eicken- u. Fickten-Stammholz, 5500 Cubikfuß enthaltend, worunter viel Wagner-Werkholz sich befindet, 2 Ambosklötze, 120 Sckichten Eichen-Reiser, zu Fachger- Holzversleiqerunst. 508) Montag den 20. Februar d. I., von Vormittags 10 Uhr an, soll im Alt-Busecker Gemeindewalde, District Struth, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: 2 Eichen-Stämme mit 18 Cubikfuß, 72 Fichten „ von 5/r Uhr: Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Central-Bureau für Inserate &CU 3) fe™ im 11 Cüb er ß eb en en Annoncen werden sofort direct an die betr. Zei- tungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalpreifcn der Zeitungs-Expeditionen berechnet. Kostcnvoranschläge gratis und umgehend. „ Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst gün stigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Recy nung franco. Jaeger'sche Buch-, Papier - und Landkartcn-Handlung Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8. grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Neuerwall, 50 ; 5034) Die lir. Steffan sehe Augenheilanstalt in Frankfurt a. M. (Krögerstraße 8 und Sachsenhausen Dreikönigsstraße), aufis Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkraitte auf Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeltlich. ten sich eignend, 3 Stecken Eichen-Werkholz, Buchen- u. Eichen-Scheitholz, 20 Jahren, wird in einem hiesigen Gasthof zum baldigen Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d, Bltts. miethen. ____________ 421) Im Cafö Ebel ist ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und Zubehör, pr. 1. Mai beziehbar, zu vermiethen. Vermischte Anzeigen. 522) Ein tüchtiger Arbeiter findet bei guter Bezahlung dauernde Beschäftigung. Carl Gutbub, Schuhmachermeister. 498) In Lit. D. Nr. 39 wird ein Mädchen gesucht, das kochen kann und alle häuslichen Arbeiten versteht. 459) Ein Mädchen, welches im Flicken und Weißzeugnähen gründlich erfahren ist, wünscht noch einige Tage in der Woche besetzt zu haben. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. S68) Jl fle ift en Pt und g 367) Eil nniethen bei Annoncen Bekanntmachungen aller Art befördert prompt in fämmtlichc deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 5-25°/0 Kosten-Ersparniß die Annoncen-Expeditton von E. Schlotte in Bremen. 496) Feinstes Blüthcnmehl stets zu haben bei x___________Fr. Schwaab. 501) .Fertige Moir^eschürzen in reicher Auswahl bei 516) Montag den 20. Februar, Vormittags 9 Uhr anfangend, soll in dem Albacher Gemeindewolde, District Rotherden, nachfolgendes Holz versteigert werden, als: 19^/4 Stecken Buchen-Sckeidholz, Prügelholz, Pfarr-Conferenz der Decanate Gießen und Groß-Linden künftigen Mittwoch den 22. Februar, Vormittags um 10 Uhr. Gießen u. Groß-Buseck. Landmann. Strack. S ! Jlatcnt - fett ! zum Erweichen und Geschmeidigmachen jeder Art Leder, Schuhe und Stiefel, pr. Pfund 32 fr., fablicirt von Ernst Hermes, __Materialist. 523) Bei Ludwig Ncidcl in Heuchelheim sind zwei 8 Monate alte Eber zu verkaufen. 400) Sechs Rohrsrühle und drei Paar Fensterläden find in Lit. B. Nr. 116 zu verkaufen. 61) Häckselmaschinen, Dickwurzmühlen, Oelkucher- brecher der verschiedensten neuesten Construction, stets vorräthig M Georg Nenzel (Maschinenfabrik.) 520) Zwei Familienlogis, jedes mit 3 Zimmern, Küche, Keller und Holzplatz, sind zu vermiethen in Lit. D. Nr. 201. 525) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. A. Becker, Afterweg. 526) Einige (größere und kleinere) freundliche Familienwohnungen vor dem Neuenweger Thore sind an ruhige Miether zu vergeben. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 445) Ein Laden nebst Wohnung in einer der Hauptstraßen der Stadt ist zu vermiethen, sowie ein gut erhaltener Wiener Stutz-Flügel, ist billig zu verkaufen durch Chr. Vix, am Neuenweger Thor. 345) Eine tüchtige Köchin wird für eine Restauration in Marburg zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes.__ 513) Ein braves Mädchen vom Lande wird gegen guten Lohn zum sofortigen ($in; tritt in Dienst gesucht. Näheres bet bet Exped. d. Bltts.__ 471) Ein braves Mädchen kann den 25. März bei mir in Dienst treten. ________________________ L. Labroisse. 497) Ein kräftiger Junge wird unter günstigen Bedingungen in die Lehre gesucht von Bürstenmacher Winter, in Gießen. 26 30 60 310 „ desgl. Reisholz. Die Zusammenkunft ist beim Pflanzgarten. Griedel, den 14. Februar 1871. Fürstliches Rentamt. Menge!. 510) Der dritte Stock in unserem neuen Hause in der Alicenstraße ist mit nöthigem Zubehör zu vermiethen. Adami & Schwaab. 500) Ein Logis von 3 Zimmern, Küche, Kammer und sonstigem Zugehör ist zu vermiethen und den 1. Mai beziehbar. H. M. Jughardt. 188) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net ist zu vermiethen bei Alexander Meyer. 509) Ein Logis, bestehend in 4 bis 5 Zimmern nebst Zugehör, sowie ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, im April beziehbar, ist zu vermiethen bei Wittwe Strauch, vor dem Seltersthor. 364) Am Seltersberg sind zwei freundliche möblirte Zimmerchen für einen Herrn zu vermiethen. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. Vermiethungeu. 514) Ein Zimmer ebener Erde, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen. Näheres bei Wittwe Hedderich, Seltersweg. 4911) In dem H ast'schen Hause in der Schloßgasse ist der seither von Herrn von St. George bewohnte zweite Stock anderweit zu vermiethen. D o r n s e i f f. 512) ‘ In einem neuen Hause vor dem Neuenweger Thor ist der mittlere Stock zu vermiethen und im April beziehbar. Zu erfragen bei Posamenteur Kattrein. 159) In meinem Hause ist ein Familienlogis von 7 Zimmern, 3 Kammern nebst allem Zugehör" zu vermiethen und vom 28. März an zu beziehen. Frau Advocat Wießell. 519) Lager in allen Sorten (Prüfen, Linsen u. Bohnen, für Wiederverkäufer zu billigen Preisen, bei Friedrich Bender, Holzgraben 2, Ecke der Haasengasse, Frankfurt a. M. 6063) Textor'sches Flaschenbier vorzüglicher Qualität, frei in's Haus geliefert, pr. Flasche 7 fr., von L. Textor, im Darmstädter Haus. Gummi - Elasticum Auflösung, Stiefel, Pferdegeschirre, Spritzenschläuche wasserdicht, weich und mild zu machen, pr. Glas 12 fr-, verfertigt von Ernst Her m e s, (475)_____________Materialist. 316) Der Unterzeichnete offerirt beschlagene Flößhölzer in allen Dimensionen, sowie auch Hochkant, den Cubikfuß frei Bahnhof hier zu 20 fr. Zimmerarbeiten übernehme pr. laufenden Fuß zu l‘/2 fr. S. Katzenftein (Holzhandlung.) V 354) ( md Zuge tooi zi 1369) C bei ,62) E ethen be 29 30 31 32 33