Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Lost bezogen vierteljährig t kl. 27 tt. Sricheint täglich, mit Au-» nähme Montags. Expedition: Lanzleiberg Lit. B. Nr. 1. Ne. 2«R. und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Freitag kn 17. November 1871. Amtlicher T b e i K. Gießen, am 13. November 1871. Betreffend: Correspondenz in Zollvereinssachen, insbesondere: in Angelegenheiten der Volkszählung. Das Groh Herzog iiche Kr ei samt Gießen an die Grichherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Vom Bundesrath des Deutschen Reichs sind bezüglich der Correspondenz in Zollvereinssachen, insbesondere in Angelegenheiten der Volkszählung, folgende Beschlüsse gefaßt worden: 1) Der amtliche Schriftwechsel in den gemeinschaftlichen Zollangelegenheiten zwischen den Behörden und Beamten der Staaten des früheren Norddeutschen Bundes einerseits und den Behörden und Beamten in Bayern, Würtcmberg, Baden und Südheffen andererseits, ist portofrei. 2) Der gedachte Schriftwechsel zwischen den Behörden und Beamten verschiedener Staaten des bisherigen Norddeutschen Bundes ist portofrei. 3) Der gedachte Schriftwechsel zwischen den Behörden und Beamten desselben Bundesstaates des früheren Norddeutschen Bundes ist portopflichtig. 4) 5) Die gedachten Sendun^n innerhalb Südheffen sind portofrei, ebenso die gedachten Sendungen zwischen den Behörden Und Beamten in dem nördlichen Theile von Hessen einerseits und Südheffen andererseits. 6) Die nach Punkt 1, 2 und 5 portofreien Sendungen müssen zur Begründung der Portofreiheit mit der äußeren Bezeichnung: „Zollvereinssache" versehen sein. Wir weisen Sie an, in vorkommenden Fällen nach diesen Vorschriften zu verfahren. In Verhinderung des Kreisraths : Kekulö, Kreisassessor. i Oesterreich unter dem Grafen Beust. Fünf Jahre hindurch hat der nunmehr entlassene Reichskanzler Graf Beust die Leitung der österreichischen Staatsangelegenheiten in der Hanv gehabt, ohne irgend ein nennenswerthes Resultat erz elr zu haben. Beust wollte die Welt mrt großen Thatcn überraschen, er wollte in olle schwebenden Angelegenheiten entschei- denv eingreifen, uno doch hat er toecer der auswärtigen noch der inneren Politik eine bestimmt ausgeprägte Richtung zu geben vermocht. Oesterreich befindet sich seit Jahren in fortdauernder Verfaffungs- und Ministerkrisis, und besitzt es darum bei einer gewaltsamen Erschütterung nicht die Widerstandskraft, welche erforderlich ist, um auch unter Umständen einem Kriege mit Ruhe entgegensehen zu können. Es ist dies zum großen Theil eine Folge von den Illusionen, denen sich Graf Beust sowodl in der inneren als äußeren Politik fortwährend hingegeben. Der Reichskanzler glaubte den Schwerpunkt der Politik von Oesterreich nach Deutsch- land verlegen, einen süddeutschen Bund stiften und mit Hilfe Frankreichs schließlich die Schöpfungen des Jahres 1866 zertrümmern zu können. So sandte er bei- spielswei e unterm 4. April 1869 eine Depesche bezüglich der Bildung eines süd- deutschen Bundes an den Grafen Ingelheim in München und den Grafen Ehoteck in Stuttgart, worin er wörtlich schreibt: „Es ist Ew. erinnerlich, daß ich im Monat November 1867 die Eindrücke, die ich unmittelbar vorher persönlich zu Paris empfangen hatte, offen und mit warmem Eifer für die Zwecke der Sicherstellung des Friedens dem Fürsten v. Hohenlohe und dem Freiherrn v. Barnbuler witthrilte. Ich bezeichnete den Südbund als wünschenswerth u. s. w." Als später der deutsch-französische Krieg auöbrach, hätte Beust gern für Napoleon III. Partei genommen, um die Verluste des Jahres 1866 mit Zinsen einzuholen. Aber der Umstand, daß Südveutschlond gegen Napoleons Erwartung sich mii aller Entschiedenheit auf Vie Seite Preußens stellte, rieth zur Vorsicht, und es wurde zunächst nur eine theilweise Kriegsbereitschaft der österreichischen Armee unter dem Vorwande der bewaffneten Neutralität angeordnet. Wenn dann schlnßlich alle kriegerischen Gedanken aufgegeben wurden, so war dies nicht das Verdienst des Grafen Beust, sondern des St. Petersburger Cabinets, das eine Note nach Wien schickte, die das Interesse betonte, welches alle europäiichcn Staaten daran hätten, daß der Krieg zwischen Deutschland und Frankreich lokalisirt bleibe, und mit der bestimmt ausgesprochenen Bemerkung schloß, Rußland werde jedes Unter- nehmen einer nicht betheiligten Macht, dos daraus abzielte, den Krieg zu einem allgemeinen zu machen, als einen casus belli betrachten. Deutschland hat also durchaus keine Ursache, sich über den Sturz des Grafen Beust zu beklagen, der, wenn er auch an den Vereinbarungen in Gastein und Salzburg einen hervorragenden Antheil gehabt, trotzdem ein französisches Bündniß angenommen haben würde, wenn er sich davon Vortheile versprochen hätte für die Schwächung der deutschen Machtstellung, die heute trotz aller Versicherungen vom Gegentheil noch immer das Ziel der österreichischen Politik bildet. Die Plebiscitfrage ist in Frankreich wieder einmal zum Gegenstand lebhafter Eiöiterungen geworren. Die Bonapartisten und die Radical.n verlangen gleichmäßig, daß das Volk selbst über die künftige Regierungsform Frankreichs befragt werden solle, und in einzelnen Organen wird behauptet — natürlich nur, um die gegenwärtige Regierung in Verlegenheit zu setzen — daß Herr ThierS der sNatiottalversammlung nach ihrer Wiedereröffnung einen bezüglichen Antrag stellen werde. Begreiflicherweise wird von verständigen politischen Organen die Gelegenheit nicht vorüber aelass«», um d,m Suflrage universel den Krieg zu machen. Die Berufung auf das Volk sei aber eine scheinbar Huldigung, man der DotkS- souveranetät vorbringe, währenv man tn Wahrheit nur mit dem Volkswillen sein Spiel treibe, denn es sei ja begreiflich, daß bei Befragung de« Volkswillens Alles auf die Fragstellung ankomme, wobei gewiß nicht zu erwarten ist, daß die Macht, welche sich im Besitz befindet, der Frage eine ihr nicht dienliche Fassung geben werde. Bei schärferem Zusehen möchte sich vielleicht ergeben, daß das Suflrage universel das Mittel ist, die Theorie der Volkssouveränetät, wie sie in Frankreich verstanden wird, ad absurdum zu führen; denn wenn die Souveränetät das Attribut aller Stimmberechtigten eines Landes ist und der Volkswille sich durch die Majorität dieser Stimmberechtigten ausdrückt,- so ist selbstverständlich, baß jede Entscheidung nur eine Entscheidung auf Zeit sein kann, weil da- Stimmverhältniß durch Nachwuchs und Abgang der Stimmberechtigten jeden Augenblick wechseln muß. Will man also dem Souverän der Zukunft nicht vorgreifen, also dessen Souveränetät beeinträchtigen, so muß .das Suflrage universel in wiederholter Uebung bleiben, welche wiederum nur willkürlich, v. h. unter Beschränkung ter Souveränität an bestimmte Termine, gebunden werden kann. In Summa: die Volkssouveränetät, welche sich durch das Suflrage zum Ausdruck bringen will, kommt auf diesem Wege dahin, sich selber aufzuheben. Indessen kommt es jetzt in Frankreich sehr wenig auf die theoretische Seite ver Frage an; die Parteien, welche jetzt an das Suflrage universel appelliren, wissen sehr gut, weshalb sie es thun und wissen noch besser, wie sie sich mit einem Votum, wie sie es zu erzielen wünschen, abfinden würden. Aber so weit sind sie gar nicht! Jedenfalls aber wissen die Radikalen und Bonapartisten, daß sie der Volks» eitelkrit nicht wirksamer schmeicheln können, als dadurch, daß sie sich scheinbar vor seiner Souveränetät beugen: und, indem sie ihre Sache vertrauensvoll in die Hände der Nation legen, Üben sie Captalio benc>olentia, gegen welche die öffentliche Meinung doch nicht unempfindlich bleibt, wahrend sie sich zugleich mißtrauisch und beleidigt von der gegenwärtigen Regierung unv den Parteien abwenbet, die ihr die Huldigung versagen. Auf diese Wirkung aber scheinen es die Bonapartisten hauptsächlich abgesehen zu haben, und der BonapartiSmuS, welcher es bekanntlich so schr liebt, sich selber zu copiren, dürste sich auch in diesem Falle hauptsächlich durch eine bereiterprobte Erfahrung bestimmen lassen. Wir übersehen wahrlich nicht den ungeheuren Unterschied in der Lage de- jetzigen Frankreichs und derjenigen, welche dem Staatsstreich des 2. December vorherging; aber zwischen der damaligen Nationalversammlung und der jetzigen ist die Aehnlichkeit groß genug und wenn der BonapartiSmuS etwa auf einen neuen Staatsstreich sinnen sollte, so hat er jetzt ebenso wie damals das rechte Mittel gewählt, um die Nationalversammlung in Verwirrung zu stürzen und In der Volksmeinung zu discrevitiren. Als nämlich damals die in ihrer Mehrheit monarchisch gesinnte Nationalversammlung nach Ablauf ihrer Ferien am 4. November 1851 wieder zusammentrat, überraschte sie der Prinz Präsident mit einer Botschaft, welche die Wieder» Herstellung des allgemeinen Stimmrechts verlangte, und sie wird jetzt bei ihrer Wiedereröffnung die von dem Prinzen Napoleon eingelegte Appellation und die Volksabstimmung vorfinden. Die Nationalversammlung von 1851 wies die Zumuthung des Prinzen Louis Napoleon ebenso zurück, wie die jetzige jeden Gedanken an ein Plebiseit zurückivktsen wird; denn jene wie diese denkt nicht daran, durch Maffenagitation an das Ziel zu gelangen und es ist daher selbstocrstänclich, daß die jetzige Na- tionalversammlung ebenso wie die von 1851 wegen ihres Widerspruchs gegen eine der Volksgewalt schmeichelnde Forderung dem schlimmen Ras dec Reaktion verfallen werde. Um so mehr, als die Majorität der jetzigen Nationalversammlung gerade so wie jene unter dem gespannten Derhältniß zu der radikalen Minorität leidet. Damals widersetzte sich die Bergpartei dem Anträge, welcher für Vie Volksvertretung das Recht verlangte, im Nothfall die Hilfe der bewaffneten Macht für sich in An- spruch nehmen zu können und jetzt machen dle Radikalen mit den Bonapartisten gemeinschaftliche Sache, indem sie, ebenso wie diese, die Entscheidung über die künftige VerfaffungSform einem Plebisc.t anheim geben wollen. Wie gesagt: Wir verkennen nicht den großen Unterschied zwischen 1851 und 1871, und darum wollen wir auch aus der analogen Stellung der jetzigen und damaligen Nationalversammlung, gegenüber der öffentlichen Meinung, keine weiteren Schlüffe ziehen; aber überraschen würde es uns nicht, wenn der Bonapartismus die von ihm geschaffene Situation auch diesmal auszubeuten versuchte. Zum Gelingen eines solchen Versuchs würden ihm heut freilich ebenso sehr die Werkzeuge fehlen, wie ihm der feste Entschluß zu gebrechen scheint. Der Musikdirektor Gustav Reichardt, der bekannte Componist des Liedes: „Was ist des deutschen Vaterland", hat die deutschen Musikalienverleger aufge- socvert, zur Gründung einer musikalischen Abtheilung auf der Straßburger Universitätsbibliothek beizutragen. f Nach den nunmehr zum Abschluß gelangten B.'rathungen über die künftige russische HeereSorganisation wird die gesammte Armee Rußlands nach der Durch- sührunz der lltzteren 50,000 Offiziere und 1,653,009 Mann stark sein. Von dieser Gesammtsumme kommen auf die Truppen des europäischen Rußlands 32,000 Offiziere und 1,352,000 Mann. Die Gesammtzahl der Bataillone beträgt 1293, die der Eskadronen 280 und die der Geschütze 2574; davon kommen auf die Armee des europäischen Rußlands 1129 Bataillone, 260 Eskadronen und 2287 Geschütze. Da das jährlich der Armee zufließende Contingent in Zukunft 150,000 Mann betragen wirb, so wird bei gesetzlicher Dienstzeit von 15 Jahren die für das Heer disponible Mannschaft sich auf 2,250,000 Mann belaufen. — Diese Zahlen können uns jedoch nicht erschrecken, denn für jetzt, und menschlichem Ermessen nach auf Jahrzehnte hinaus, ist der eine Factor, welcher in den Kriegen der Neuzeit eine so große Rolle sp'elt, die Intelligenz der Massen, den abendländischen Heeren gegenüber, noch immer ein so geringer, daß selbst eine fortgesetzte numerische Steigerung der Wehrkraft keinen Anlaß gibt, sich „sorgenvoller Russenfurcht" hinzugeden. Ein Wort des größten russischen Feldherrn, welches General Annenkoff ln seiner Broschüre über den deutsch-französischen Krieg citirt, um den Unterschied der kämpfenden Heere zu bezeichnen, wird für Rußland und seine ost- lichen Nachbarn noch auf lange Zeit hinaus Geltung haben, das Wort Sawsroff'S: für einen Gebildeten gibt man uns drei Ungebildete: drei zu wenig, gib uns fünf, gib uns zehn! Gegenwärtig stehen übrigens blvs dreißig Divisiv,,*n an der W.sthätste dcs russischen N^lcys, von denen mindestens zehn Divisionen zur Besetzung Polens, Finnlands u. f. w. nothwenvig zurückbleiben müssen, so daß also nur höchsten- zwanzig Divisionen im Felde zur Verwendung kommen könnten. Marburg, 8. November. Die „Mark. Ztg " schreibt: „Das f. Unter» richtS-Mlnisterium hat zum Bau eines botanisch - pbarmakognostlschen Instituts im hiesigen botanischen Garten eine Summe von 11,000 Thalern bewilligt." Kassel, 9. November. Nachdem schon längere Zrit die Zufuhr von Kohlen sehr gering war und selbst die außerordentlichen Mittel zur Abhülfe vergeblich angewendet wurden, war die hiesige Gasanstalt heute nicht mehr in der Lage, für den ganzen Consum das Gas liefern zu können, und mußte, um wenigstens den Bedarf der Prioatconsumenten befriedigen zu können, die Stadtbeleuchtung zu einem großen Theil durch Petroleum Herstellen. Die Ursache dieser Calam tät liegt, nach der „H. M.-Z.", in der Unzulänglichkeit des vorhandenen Eisenbahn-Trans- portmaterials, in Betriebsstörungen der Eisenbahnen, endlich in der Einwirkung der im Anfang dieses Monats stattgefundenen Militär-Transportzüge. Berlin, 13. November. Lebhaft wird eine, beim Reichstag jetzt eingebrachte Petition Berliner Studirender, betreffend die rechtliche Sonderstellung der Studi- renden besprochen. Die Petenten wünschen die Initiative des Reichstages zu Gesetzen, welche einerseits die akademische Gerichtsbarkeit vollständig ausheben, andererseits das VereinigungSrecht der Studirenden gegen Uebergriffe der akademischen Behörden sichern, durch Stellung der studentischen Vereine unter das allgemeine Vereinsrecht; 2) daß der Reichstag dem Reichsgesetze über die Freizügigkeit auch bei den Universitäten Geltung verschaffe. Die Petition ist in sehr umfassender Weise motivirt und namentlich die Verletzung des Dereinsrechtes und des Frei- zügigkeitSrechtkS für Studirende nachgewiesen durch die im verflossenen Semester Seitens des akademischen Senats zu Berlin geschehene Consiliirung resp. Exklusion von 16 Studirenden in Folge der Auflösung des studentischen Ausschusses. S.hr scharfe Streiflichter werfen die Motive auf die Rechtsungleichheit der Studirenden, in der Gesetzgebung über Injurien und Duelle. Die principiellen Gegner dcS Duells werden als völlig schutzlos hingkstellt. „Die Stellung der letzteren", heißt es u. A., „ist eine um so schwierigere, als das Duell von der vorgesetzten Behörde gewisser Maßen protegirt wird. Hat doch das lönigl. preußische Unterrichts- Minist rium in dem Reskript vom 1. Februar 1870 ein vollständiges Reglement darüber ausgestellt, wie in den Verbindungen das Duell zu vollziehen sei; eine Staatsbehörde erläßt ein Reglement für eine durch den Staat mit Strafe bedrohte Handlung." t Berlin, 14. November. Der Oberpräsident v. Möller, der augenblicklich hier anwesend ist, hat eine längere Unterredung mit dem Fürsten B smarck gehabt, welche den Letzteren von der unfehlbaren Richtigkeit seines vor einem Jahre in Bezug auf die Verwaltung des neuen Reichslandes vorgeschlagenen Verwaltungssystems überzeugt haben soll. t Berlin, 14. November. Wie zu Anfang des Krieges sich unter den hiesigen Kaufleuten eine ganz ungerechtfertigte Agitation gegen Annahme außerpreußi- scher Kaffenschrine geltend machte, so beginnt jetzt unter den kleineren Händlern eine B wegung gegen Annahme der Zinscoupons an Stelle baarer Zahlung zum vollen Nennwerthe. Das Hauptmotiv zu vieler plötzlich aufgttauchlen Frage bietet wohl das Unwesen, w-lches mit den sogenannten „wilden" Coupons getrieben wird, sodann die technische Unvollkommenheit dieser papiernen Werthzeichen, welche Fäl- fchungen und Bttrügereien Thür und Thor öffnet, und endlich die Unmasse mucr Coupons, mit denen in der jetzgen Aera des Actienschwindels der Markt überschwemmt wird und für den kleinen Mann außerhalb jeder Controle stehen. Um allen Verlusten in dieser Hinsicht vorzubeugen, verlangte eine gestern in dieser An- gelrg-'nheit hier zusammeng tretene V rsammlung wohl nicht mit Unrecht, als Minimum der staatlichen Fürsorge die Anordnung, daß Gesellschaften, welche ZinS- couponS ausgeben, in allen Haupt- und größeren Piovinzialstädten EinlösungS- stellen errichten. UebrigenS wird diese einmal angeregte Frage im Fluß bleiben und eine gewählte Commission demnächst einer größeren Versammlung Vvsschläge zur Abhilfe unterbreiten, sei eS, daß man zur Selbsthilfe schreiiet, und Coupons nur noch gegen Damno in Z'hlung nimmt, sei es, daß man an den Handelsminister resp. Reichskanzler pellt onirt, oder ein Abkommen mit der Post, ähnlich dem PostmandatSwesen, zur Einlösung der Zinecoupons inscenirt. DaS Generalpostamt richtet an alle Betheiligten das dringende Ersuchen, auf den nach Frankceich gerichteten Feldpostbrief n neben den sonst erforderlichen Angaben des Trupventhcils ic. fortan auch den Standort dcS Adressaten bestimmt zu bezeichnen. Mit dem 1. December gewinnt dieses „Ersuchen" die reglementsmäßige Kraft. Auf Verfügung des Provinzial-Schul - Collegiums wird am Tage der bevorstehenden Volkszählung der Unterricht in den höheren Lehranstalten ausfallen. t Berlin, 14. November. Parlamentarisches. Die Abgg. Erhard, HauSmann, haben nachstehende Interpellation an den Reichskanzler gerichtet: 1) Ist dem Herrn Reichskanzler bekannt, daß im Fürstenthum Lippe-Detmold durch eine landesherrliche Verordnung vom 6. September 1871 die Bestimmungen des deutschen Strafgesetzbuchs verletzt worden sind? 2) Ist dem Herrn Reichskanzler ferner bekannt, daß Abheilungen des deutschen ReichSheereS im Fürstenthum Lippe-Detmold ohne vorgehende Reqilsition der zuständigen Polizeibehörde zum Einschreiten gegen dortige Staatsangehörige gebraucht wurden? 3) Welche Schritte gedenkt der Herr Reichskanzler gegenüber diesem, den Bestimmungen der §§. 2 und 66 Der ReichSoerfassrng zuwiderlaufenden Vorgehen der fürstlich Lippe'sch.n Regierung zu ergreifen? Der Motivenb?richt ist tragikomisch. So erzählt derselbe ad 2: Am 26. September 1871 ist im Bereiche des fürstlichen Amtes Lage eine aus Jagdpächtern und Vorständen der umliegenden Ortschaften bestehende Jagdgesellschaft in dem an der Dttmold - Lager Chaussee belegenen Wirthshause „Der Ellerkrug" genannt, von einer aus gegen 80 Mann bestehenden Abteilung des in Detmold garnifonirenven 55. Regiments unter Leitung des Hauptmanns Kronemeier, sowie des Lieutenants v. Pape umzingelt und den so Eingeschlossenen bei etwaigem Versuche, sich zu entfernen , mit „sofortigem Niederschießen oder Durchstoßen mit den Bayonnetlen" gedroht worden. Der Wirth des Kruges verweigerte sowohl die Durchsuchung seines Hauses als auch die Herausgabe Der Jagdgewehre, so lange nicht ein schriftlicher Befehl der zuständigen Polizeibehöide beigebracht wcrde. Unter Fortsetzung der „Cernirun," sandte Der Hauptmann Kronemeier eine OrDonnanz an das Amt Lage mit dem Ersuchen, um Ausfertigung des Befehls. Nach Verlauf mehrer Stunden kehrte Die Ordonnanz mit Der Nachricht zurück, Daß Das Amt Lage polizei- licbcs Einschreiten und den Erlaß des nachgesuchten Befehls ablehne. — Ein anderer Passus erzählt, wie ein harmloser Bürger ohne Gewehr meuchlings von einer Militärpatrouille „aufgehoben" und staute pede gen Dctmold transportirt worden ist, während eine andere blutdürstige Militärpatrou lle einen harmlosen Bauersmann, Der auf seinem eigenen Grund und Boden nach einem in Die Höhe geworfenen Packcte Tabak Wette schloß, mit großer strategischer Schlauheit abfing und „unter militärischer Bedeckung" ebenfalls gen Detmold tranSpoitirte. Alle diese Daten geben jedenfalls Stoff zu einem hochkomischen Roman, Der ohne Zweifel im Reichstage seinen Meister finden wird, und trotz aller Uebergriffe gehört dem deuischen Vaterlande Lippe-Detmold das Verdienst, durch das Schwingen seines altpatriotifchen Zopfes einige Abwechselung in Die Monotonie der RIchStagSsphäre gebracht zu haben. t Berlin, 14. November. Vielen Mannschaften Der Reserve und Landwehr, die nicht immer beim Truppentheile waren, sondern sich zeitweise getrennt von demselben auf CommandoS, in Lazarcthen, auf Dem Marsche, in G.fangenschaft rc. befanden, sind auf erhobene R ciamationen noch nachträglich berechnete Competeuzen an Marsch- und Verpflegungsgeloern rc. durch Vermittelung Der LandwehrbezirkS- Commandos zugegangen. An letztere BehörDe sind alle Gesuche in Dergleichen Angelegenheiten ausschließlich zu richten. In hiesigen parlamentarischen Kreisen circulirt das Gerücht, daß die Ernennung des Generals Stosch zum Reichsmarineminister in Aussicht stehe. Wit weit dasselbe sich Der Wahrheit nähert, ließ sich noch nicht constatiren. Saarburg bti Trier, 9. November. Die am Tage selbst abgehaltene Hubertusjagd hat ein recht besricdigenDcS Resultat ergeben. Gestern Morgen nun zogen unsere Jäger, trotz des Regenwetters, bei welchem man eher hätte fischen alS jagen mögen, nach Oberleuken (feit ein'ger Zeit auch häufig Wolfsleuken genannt), um für dieses Jahr Die Wolfsjagden zu eröffnen. Erlegt wurden dabei auch für Den Anfang zwei Wölfe, ein Wolf und eine Wölfin, welche gestern Abend hier eingrbracht wurden. Nächstens soll auch wieder gegen die Sauen zu Felde gezogen werden, die immer noch für Den LanDmann in zu großer Anzahl vorhanden sind. Aachen, 12. November. Der Kaiser Hot unserer KarlS-Schützen-Gilde zwli französiicke Geschütze nebst Zubehör als Geschenk überwiesen. Wien, 14. Nov. Gras Andrassy und Graf Lonyay wurden heute beeidet. Andrassy ist zum Vorsitzenden des gemeinsamen MinisterrathrS ernannt. Die Publikation des betreffenden kaiserlichen HanDschreibens erfolgt morgen. Wien, 15. Nov. Die heute erschienene amtliche „Wiener Zeitung" veröffentlicht em kaiserliches Handschreiben vorn 14. November, durch welches Gras Andrassy zum Minister des kaiserlichen Hauses und der auswärtigen Angelegenheiten ernannt und gleichzeitig mit dem Vorsitze im gemeinsamen Ministerrathe betraut wird. Wien, 15. November. Der hiesige russische Gesandte Nowikoff soll gutem Vernehmen nach durch den gegenwärtigen rulsiichen GesanDten bd Der Piorte, General Jgnaticff, ersetzt werDen. — Graf Beust hat Die ihm zugedachte Widmung eines NationaldankeS abgclehnh. krhrt morgen lebten 2J0tn Ulthtilttn6o° zufalllMlNttt^ Myol Mtli. I .MitltlrlMi^t bin^r alifnitlki'ao | ftrtiqt, von alb | Abmchftluntz bicl 477/ 1 noch ohne (Sieg Dich! I flrif^beiifiniiiij I ber qu. Kriegs Die 1 I Bngt erst fp. Gieße 4900) D Togen statt: 1) ra 2) , $ 4) b) 6) 7) 10) 11) Rodheim '4904) Wch, ve im« »; ‘V11*- sä: n ■ ? über. M.D ü'i'- • ,bgcdal"°k^ öL» ö“d iß9j er ha"k ... gurten •/ »tW 0* tie Sauen I >ip< vel' "'S ®" ''' «5 2 - Börsfnnachrichten. 15. November 1871. Preuss. 41/20/q Oblig. 100 */2 Frankf. 31/2% Obi. 871/4 Nase. 4i/2o/0 Obi. 985/ö Kurhess. 4% „ 92 Gr. Hess. 5/2 GaUzien 2581/2 Oest. Creditact. 307 Actlen. 5% östr. F. St. E. B. 3911/2 Lombard. Bahn 201 Ladwigsh.-Bexbach 194 Maxbahn 142>/2 Bayer. Ostbahn 145'/2 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 176l/2 Oberhessen w 79>/2 Prioritäten. 3% öster.Stsb.-Prior. 585/g 3°/0 öst. s. Lombard 79y4 3% Livorneser 36l/2 5% Tosoaner 56'/, 5% Elisabeth.-Prior. 813/< do. II. Emiss. 79>/4 Aiileheiinlooeie. Kurh. 40 Thlr. Loose 693/4 Nassau 25 fL 42>/2 4% bayr. Präm.-Anl. 1123 4 Ansbacher 7 fl. — 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 7OV4 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 36% Oestr. fl. 250 v. 1854 76' 2 1858r Prioritätsloose 1831/2 1860r Loose 86 t/4 1864r „ 138 Braunschweiger 19 Stadt Florenz 84 Weetieel. Amsterdam k. S. 987/g Augsburg k. S. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 96 Brüssel k. 8. 93 Hamburg k. S. 873/- Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1’778 Lyon k. 8. 911/4 Paris k. 8. 91 */< Wien k. 8. 100 ditto m. 8. _ ditto 1. S. _ Disconto 4% Geldsort en. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53-55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Buss. Imper. 9 42 — 44 Dollar in Gold 2 24'/2—25*/2 Pesth, 15. Nov. Das amtliche Blatt veröffentlicht die Ernennung des Grasen Lonyoy zum ungarischen Ministerpräsidenten, sowie die Bestätigung sämmt' licher ungarischer Minister in ihren Stellungen. — In einem von demselben Blatte publicirten kaiserlichen Handschreiben wird dem Grafen Andraffy anläßlich seiner Enthebung von dem ungarischen Ministerpräsioium der Dank des Kaisers für die ausgezeichneten Dienste ausgesprochen, die er dem Monarchen, Ungarn und der Monarchie geleistet habe. Paris, 15. Rov. Der „Agence HavaS" zufolge hat der Polizeipräfcct Valentin seine Entlassung gegeben. Nachfolger desselben würde Cresson werden. — Der diesseitige Botschafter am österreichischen Hofe, Marquis de Bannevtlle, kehrt morgen nach Wien zurück. — Der BegnadigungScommissson sind in den letzten Tagen die Proceßacten von etwa zwanzig durch die Kriegsgerichte »er- urtheilten Communisten zugegangen. Die Commission wird morgen zu einer Sitzung zusammentreten. — Die Gerüchte von auf Corflca auSgrbrochenen Unruhen werden Lementirt. Ntwyork, 14. November. Auf dem von Stettin hier eingetroffenen Schiffe „Franklin" kamen während dcr Fahrt 41 Todesfälle in Folge der Cholera öorJ Local-Notizen. Gießen. Ueber die Tyrvltr. Familie Gifibinger, die sich hier producirt, meldet die ^Mittelrheinische Ztg " aus Wieebadni: „Wir glauben auf die (wirkliche) Tyrvler Familie (SifL büiflcr aufmerksam machen ;u müssen, welche seit einigen Wochen hier gaftirt und deren kunstfertige , von allem Unpassenden freie Vorträge dem Publ kum eine überraschende und erfreuliche Abwechselung bitten." — Möge vorstehendes der Künstler-Familie hier zur Empfehlung dienen. Mllgemeiner Anzeigen Besondere Bekanntmachungen. 4777) Die rückständigen Communalsteueru pro 1871 können in den ersten drei Zahltagen : Samstags, Dienstags und Donnerstags, noch ohne Kosten zur Stadlkasie bezahlt werden. Gießen, den 9. November 1871. Der Stadtrentmeister: _____________________________ Enders. Bekannt m a ch u u g. Diejenigen im Kreise Gießen wohnenden Militärpersonen, welche in Folge ihrer Theilnahme an dem Feldzuge gegen'Frankreich zur Verleihung der Kriegsdenkmünze für (Kombattanten berechtigt sind, haben sich innerhalb 14 Tagen bei dem Bezirksfeldwebel Hainbach in Gießen behufs Empfangnahme der qu. Kriegsdenkmünze persönlich anzumelden. Die Kriegsdenkmünze für Nicht-Combattanten am Combattanten-Bande, welche die in einem Ersatztruppenteile gestandenen Militärpersonen erhalten, gelangt erst später zur Ausgabe. Gießen, den 12. November 1871. Großherzogliches Landwehr - Bezirks - Kommando Gießen. Franck, Major. 4900) Die Gerichtstage in Nodheim pro 1871 und 1872 finden an folgenden Tagen statt: 1) im Monat Deccmber 1871 den 7., 8. 4., 5. und 9., 2) „ Januar 1872 „ If 6., 3) „ Februar „ ff 8., 9. w 10-, 4) „ März If ff 7., 8. M 9., 5) , April II ff 11., 12. ff 13., 6) „ Mai 16., 17. ee 18., 7) , Juni y ff 13., 14. ff 15-, 8) , Juli K y 11, 12. ff 13., 9) „ September m ir 12., 13. If 14-, 10) „ October ft u 10, 11. ff 12., 11) v November ff II 7., 8. ff 9. Rodheim, am 11. November 1871- Königliches Amtsgericht, Klingelhöff Abthcilung II. er. FeitgeboteneS. 4904) Daö Weiß-, Kurz- u. Wolleuiaaren-Lager von Wolters I^eo, Seltersweg vis-ä-vis dec Reuen Anlage, empfiehlt in schönster Auswahl: Herren-, Damen- nnd Kinder-Wasche, Baschliks, Capuzm in Wolle lind Cachemir, Damen- nnd Kinder- Hüte, Fichus, Shäwlchen, Palatins k., Unterhofen nnd Jacken, wollene Kinderhöschen, seine Wollgarne, Ledcrschürzen in allen Größen, Gummischnhe, Winter- und ächte brüsseler Glace-Handschuhe, Jette- Armbänder und -Ketten, Nadeln ic., Astrachan- und Krimer Muffe mit BoaS, von 1 fl. 45 kr. an bis zu den feinsten. Weißwaaren werden auch auf Bestellung nach Maß schnell und solid billigst arigefertigt.___________________________________________________ Pchttmaren - Kiger von Georg Schultheis, Kürschner, Marktstraße, empfiehlt bei herannahender Saison sein aufiS Reichholtigste onsgcstattete Lager in allen Arten selbstversertigter Mode- und Reise-Pelze unter Garantie zu den dilliftsten Preisen. Umänderungen und Neparaturen werden schnell und solid ausgeführt. (4890) 4901) Wegen baldiger GeschäflSverändenmg verkaufe meine sämmilichen Waarenvorrälhe zmn Kostenpreise, jedoch nur gegen Baar aus. Julins Landauer. s Braunkohlen vom Hkssenbllicker Hammer werden prompt besorgt. Größere Parihien zu ermäßigten Preisen. Schwaab. empfiehlt Booiiekiimp of Maag-Biller ä Flasche 15, 20 und 30 Sgr., Julius Wallach. 4897) Specialität für I Flitterschliettl-Maschinell. cn. 4000 Stück toer^en jährlich von mir abgeseßt, wodurch billigste Preise ermöglicht und Garantie für beste Construction gegeben ist. Auf schriftliche Anfragen prompte Auskunft und illustrirtcs Preisverzeichniß. Heinrich Lanz, Maschinenfabrik. )(QAG)(QAO)räAO),Q*ß' /QA£?) (QAß) 3Aö'/OaC /a/£7\,QA47 •aA^(QAG)(QAG id1 ^S30) @inc vorzügliche 4521) Lachs-Forellen, geräuchert Handwerker - Nahmaschine 31"1! pr Stnck von 9 bis (System Grovcr 8t «akcr). ' *2 «««e, pr. öhict von 4 bis 8 kr., in neuer welche sich namentlich snr Sendung empfehlen einen Schneider besonders I. A. Dusch SShue. eiauet, steht preiswüidia ----------------- Ml , 4774) Buchen unb Sietem«örcntiw ,^11 Verkauft n. Näheres oei holz, in Stecken und flctngenindbt, em- der Orved. d. Bltts. [PfB'lilt S. Katzenstein, ° 1 Holzhandlung. 4894) Nr. 2’ von zu billigen und festen Prämien. Firma Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ. - Druckerei (Fr. «br. Pietsch) in Eichen. 00 QQ 4775) Ein Zimmer mit Bett ist zu ver miethen bei S- Katzenstein, Holzhandlung. PH. Zimmer in Lich, Agenten der Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft, zugleich Agenten der Magdeburger Hagelversicherungs- Gesellschaft. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Restauration Dabnstcin Freitag d e n 17. November: National - Concnt der Tyroler-Familie Gisibinger. Anfang halb 8 Uhr. — Entree ä Person 6 fr. Die ,/3 in Mn u" dadurch nichi Druljchlanb u Oud) die Pech Stellung väh neunen di^lo von der Ange Ostreich ur j Den 30 Moinn vkrrvendkt n>e Mselbuhn, d Wege, 3) u dielet Tihiene; gewaltigen S schm jtiijlt v Handelsplätze gefüllt welden nach Lollendu mit den gesan sten Bollwerke find durch dil und der Mos« der einen Fe I können. Die r artigen, noch nämlich durc i Besatzung ftll kugeln einen . | einer Cigarre, öderen gro^e Orfini KnmpsanSlar Entringen in diesem T unt> der Aus stehend ongq wenig über ( allein über d geschützt. Di Regung ring Mittelrauin b wendungsart W soll im, W Annähk! iu gestatten. !" D««jig Ih «r-i antirm Mtaoln Wtn. Di-, 1° yogtn Um ««4*;; Warme Bäder von Cnlcr & Köhler. 4772) Wir bringen hiermit unsere Bäder zur gefälligen Benutzung in Erinnerung mit dem Bemerken, daß sämmtliche Zimmer geheizt sind. Gleichzeitig ersuchen wir unsere geehrten Abonnenten, die noch rückständigen Badekarten gefälliest verbrauchen zu wollen, indem dieselben nur noch für dieses Jahr Gültigkeit haben und vom !♦ Januar 1872 an neue Karten ausgegeben werden.. Gwßen, im November 1871. Bezugnehmend auf vorstehende Anzeige, empfehlen wir uns zur Annahme Versicherungs-Anträgen für genannte Gesellschaft und sind zu jeder über dieselbe gewünscht werdende Auskunft gerne bereit. Echternach 8? Haustein in Gießen, M. Hammerschlag jr. in Treis a. d. Lumda, Lebensversichkrungs-Gesellschafl. Velsicherungßbestand am 30. Juni 1871: 10,005 Policen über fl. 23,987,385 Capital und fl. 25,169 Rente. Neue Anträge in den Monaten Juli, August und September: 539 über sl. 1,396,973 Capital und fl. 1164 Rente. Basel, den 1. October 1871. Die Direktion. Zur Annahme von Versicherungs-Anträgen, sowie zu jeder Auskunfts-Ertheilung, empfiehlt sich Carl Schulze, Haupt-Agent der Basler Lebensversicherungs-Gesellschaft. g Schutt kann auf meinem Bauplatz am Seltersberg gegen Vergütung abgeladen werden. Julius Hoch. Die G u r t e n k u u b e.. Die Nr. 45 bringt folgende Beiträge: Das Haideprinzeßchen. Erzählung von E. Marlitt. (Fortsetzung.) — Altgriechische Poesie in deutscher Kunst. Mit Abbildung: Der Zauber der Circe. Probe aus „Homer's Odyssee" von Friedrich Preller. — Weinprobe und Weinoersteigerung. — Vom „klugen Mann" in Thüringen. Von Rem- hold Sigismund. — Aus der gebildeten Affenwelt. Mit 3 Abbildungen: Der Spaziergang der Madame Pompadour; hinter den Coulissen; — der Mandrill als Träger der französischen Civilisation. Nach der Natur gezeichnet von H. Leutemann. — Blätter und Blüthcn: Ungedrucktes Document aus dem Jahr 1815. — Wilhelm Bauer's Submarineschule und Pensionat am Bodensee. — Boct's Brieskasten. An die Dummen, welche nicht alle werden. (Fortsetzung.) — Lulustein auf dem Exercirplatz bei Saarbrücken. Von G- A. Mit Abbildung: Ern deutscher Denkstein für französische Prinzenthaten. Nach der Natur ausgenommen von G. Arnould. — Kleiner Briefkasten. Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser (£entrdl-tiiui’dii für Snfcidtc bestens empfohlen. , o , Die uns übergebenen Annoncen werden sofort direct an dle verr. Wertungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalpreisen der Zertungs-Cx- peditionen berechnet. Kostcnvoranschläge gratis und umgehend. m Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. Jaeger'sche Buch-, Papier - und Landkarten-Handlung Frankfurt a. M., Domplatz Nr. 8. | Magdeburger Feurrvcrficheruugs - Gesellschaft. Vollständig begebenes Grundkapital acht Millionen fieben- hundertfünfzigtaufend Gulden. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir dem Herrn Kaufmann M. Hammerschlag jr. in Treis a. d. Lva. eine Agentur unserer Gesellschaft übertragen haben. Unsere im Kreise Gießen schon früher errichteten Agenturen in Gießen (Herren Echternach & Haustein) und in Lich (Herr Ph. Zimmer) bleiben auch ferner bestehen. Frankfurt a. M., im September 1871. Die General - Agentur. H. Hahn 8$ Sohn. iß Mt i Dem 5 4874) Zwei aneinanderstoßende möblirte Zimmer find zu oermiethen bei Aug. Nauheimer. | !Mt |ei| in a?* ki bei (1366) (a. 40, IV.) | Gut, ein Haus, Hotel rc. Vvt 1 kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, einen Posten zu besetzen hat Uni oder einen solchen sucht, lUrr irgend etwas in eine beliebige Ivl V Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoncen-Expedition | von Rudolf 111 osse, Leihbibliothek »n Gustav Oehler in Frankfurt a. M. Zeil 38. Ueber 80,000 Bände, deutsch, französisch und englisch; Romane und wissenschaftliche Werke. Zur Ausgleichung des j 2 Anzahl erschwerten Umtausches ®anke l™^koiinenient Sonach kostet bei beliebigem Umtausch (von 4 Bänden an) monatlich jeder Band 10 kr. Vermischte Anzeigen, i 4890) Am vergangenen Samstag ist im Promenadehause eine Pelzmütze abhanden gekommen. Der Inhaber derselben wird gebeten, dieselbe bei Herrn Th. Lony da- | selbst abzugeben, andernfalls er im Anzeigers veröffentlicht werden wird. I1 4883) Ein schwarzer Dachshund mit! gelben Läufen und Auaenrändern, grau-! weißer Brust, auf den Namen „Erdmanns hörend, welcher früher dem Johann Jakob Kamm in Rolshausen gehörte, wird seit dem 9. l. Mts. vermißt. Der etwaige Finder wird gebeten, den Hund gegen eine gute Belohnung an den Jäger Elms-, Häuser in Friedelhausen abzugeben. Vor, Ankauf wild gewarnt. > 4855) Das zum Seibert'- schen Schuldenwesen gehörige Gasthaus zur „Germania^, am Exercirplatz gelegen, ist unter sehr günstigen Bedin-i gungen aus mehre Monate zu vermicthen und sofort zu beziehen. Gießen, den 12. Rov. 1871. Der Massecurator: M. Pilger. 300h Für tue Vaterländische Feuer - Vcrsicherunns - Attien- Geseltschast ju Elberfeld ermittelt der Unterzeichnete Versickerungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr ----- F. Hoffmann. a: Carl Hoffmann. 4903) Diejenigen Inhaber von Actien der jüngeren Kegelbahn-Gesellschaft, welche dieselben noch nicht augemelvet haben, werden ersucht, dies bis ultimo d. Mts. bei Unterzeichnetem zu bewerkstelligen, da die betreffenden Stücke sonst bei der demnächstigen Ausloosung unberücksichtigt bleiben. In Austrag des Vorstandes: Koch, am Nahrungsberg. 4852) Ein goldenes Medaillon, rund, zwei Brustbilder auf einer Photographie enthaltend, wurde am Sonntag auf dem Wege vom Bahnhof nach den Neuenbäuen verloren. Dem Wiederbringer bei der Exped. d. Bltts. eine gute Belohnung Vermierhungk». 4902) 5 bis 6 Zimmer, Küche rc. und Garten, den 21. December oder früher, in der Alicenstraße zu oermiethen. ___________ E aquoin. 4798) Ein schönes möblirtes Zimmer zu vermiethen. D- Sch mall, Schloßgasse. 4898) Durch die Versetzung des Herrn Gensd'armen Arzt ist dessen Logis (für 72 fl. jährlich) zu oermiethen und bis zum 1. December zu beziehen. H. Hoffmann, Buchbinder. Zur Beachtung! 4863) Diejenigen Leute, welche meine Frau seither beschäftigt haben, möchte ich bitten, dieselbe künftig nicht mehr meiner Haushaltung zu entziehen. L- Heifert. 4905) Heute wurde die Post von Norden um 11 Uhr 30 Minuten am Wallthor ausgegeben, also 3 Stunden nach Ankunft des Zuges._____________ 4866) Ich beabsichtige ungefähr 1000 Ctr- neue Wallnüsse anzukaufen und bitte um Muster pr. Cassa-Offerten. I. F. Krösing Sohn, Stettin. osficiellen Agenten sämmtlicher Zeitun- 8 gen des In- und Auslandes, Frankfurt a. Zeil 45. Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, | Wien, Prag, Hamburg, Zürich. wird Jedermann Rath 6 ertheilt, welche Zeitungen | für jeden einzelnen Fall g sich als erfolgreich erwie- | sen haben: werben alle Annoncen 8 sorgfältig abgefaßt und l für einen augenfälligen z Druck hergerichtet; Ttafplhft kosten die Inserate nur dasselbe, wie in den Zer- s tungs-Expeditionen, da \ dieses Institut als k Cculral-Stelle aller existirenden Zeitungen besondere i Vortheile von denselben genießt. Das | Renomm^ der Firma bürgt für solide? Bedienung. liiscretion wird auf das strengste beobachtet, die! einlaufenden Offertbriese werden uneröffnet an die betreffenden Reflectanten, | ohne deren Namen preiszugeben, pünktlichst und ohne Prooisionsberechnung übermittelt. 4865) Kinder- und Puppen-Wagen empfehle in neuer Sendung billigst. Louis Senner, Seltersweg. •891 •■»!£ Ä 4*8 V-Mßa-, -,,ug,A H-q s>nvox m, usqvq nk »qn 6 HusöaoM cp>ivv; P1?W alp,>;vnsaoxx (088^ 4t-03) Bückinge zum Lacken sind angekommen bei I. ?l. Busch Söhne. 4861) Wachstücher, zum Belegen von Corridoren u. s. w, empfiehlt in allen Dessins Louis Senner, Seltersweg. 4889) Eine große Quantität hübscher Buxbanm ist billig zu verkaufen. Mäus- burg Lit. D. Nr. 16. 4519) Patent - Korksohlen, gegen kalte und nasse Füße, mit Wolle und Roßhaaren, empfehlen bestens I. A. Busch Söhne. 4854) Zwei noch gute Zugpferde sind in hiesiger Stadt zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts.