WWW Anzeiger. Preis viertcljöhrig 1 st. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die ^ost bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzletberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. Freitag den 17. März 1871. Bestellungen auf den Giestenee Anzeiger» bei allen Post-Expeditionen un^> den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für den Monat März zu 20 fr. 16. März. Der „K. Zig." wird aus Berlin unterm 12. März geschrieben: Die interessanteste Nachricht des Tages, die allerdings noch nicht zuver- lässig bestätigt werten kann, ist der im Gegensatz zu den bisherigen Angaben in unterrichteten Kreisen auftretente Zweifel, ob wirklich der aus Elsaß-Lothringen fütlente Schuldenantheil von ter Kriegsentschädigung von 5 Milliarden Franken abgerechnet wird. Die 5 Milliarden müßten danach baar entrichtet werden. Der Werth der Eisenbahnen und die Abfindung der Ostbahngesevschaft würden allerdings besonders gerechnet. Die Angaben über den Schuldentheil haben folgenden Verlauf gehabt. Die Frage dieser etwaigen Abrechnung war in der Presse angeregt, ohne daß eine Losung unternommen wurde. Ein Reuter'scheS Telegramm aus London meldete darauf in bestimmter Weise, der Schuldenantheil von etwa einer halben Milliarde werde abgerechnet. Hiesige officivse Correspon- d.nzen berichteten bald darauf AehnlichcS. Auffällig war nur, daß von fran zbfischer Seite, wo man ein Interesse daran hatte, den Vorthcil der Abrechnung hcroorzuheben, über diesen Puntt Schweigen beobachtet wurde. Jetzt heißt es an hiesigen gewöhnlich unterrichteten Stellen, Preußen habe bei den Unterhandlungen 6 Milliarden gefordert. Man habe sich wegen des Schulvenantheils über die Grundlage ter Berechnung nicht einigen können, und, um das auezugleichen und zugleich einen Beweis von Mäßigung zu geben, sei Preußen auf 5 Milliarden herabgegangen, so daß Elsaß-Lothringen außerdem schuldenfrei blieben.- Die Angabe, wie erwähnt, bedarf noch osficieller Bestätigung, muß aber spätestens bei den Verhandlungen in Brüssel zur Wahrheit gelangen. Durchaus bestritten wird, daß Preußen ursprünglich 10 Milliarden gefordert und daß cs auch Nancy verlangt habe, wie das die Freunde des Herrn Thiers verbreiten, um glauben zu machen, daß dieser viel herabgcmindert habe. — Von den 200 Millionen, wllche die Stadt Paris gezahli, so wie von der Kriegsbeute, hat Baiern bekanntlich ein Achtel erhalten. Daraus war das Gcrücht entstanden, Baiern »tlde auch von den 5 MilliardkN ein Achtel erhalten. Man wollte dies indessen Ong den schon angeführten Gründen bezweifeln. So viel ist klar, daß bei der Dcrrheilung auch die großen Kosten und Leistungen für die Küstenvcrthcidigung berechnet werden müssen, zu welchen Baiern nicht beigetragen hat. Ucber die angebliche Abtretung von We>ßenburg an Baiern liegen noch immer widersprechende Angaben vor. Die osficiöse Straßburger Zeitung tritt den desfallsigen Gerüchten beharrlich entgegen. Man weiß ondrrweitig nur, daß Baiern in einer früheren Phase wegen der wenigstens thcilweisen Rückerstattung der Entschädigung von 1866, so nie des an Preußen damals abgetretenen kleinen Gebietes Wünsche geäußert hatte, worauf es geheißen habe, es werde sich das in anderer Weise regeln lassen. Näheres wird abzuwarten sein. Die Polizei, resp. Verwaltungsbehörden, sowie die Geistlichen, N bbiner re. sind angewiesen worden, streng darauf zu halten, daß solche männliche Personen, welche zur Verheirathung resp. Begründung eines eigenen Haushalts schreiten wollen, zuvor den Nachweis der erfüllten Militärpflicht führen und die Militär, pflichtigen, welche sich verheirathen oder ansäßig machen wollen, bevor sie ihrer Militärpflicht genügt haben, auf die Vorschrift dcS §. 43 der Ersotz-Jnstruction des Norddeutschen Bandes aufmerksam zu machen, nach welcher die erfolgte Der- heirothung eines Mtlitäipflichtigen in der Regel eine Berücksichtigung nicht be- gründet, auch aus solchen durch dieselben herbeigesührten Umständen ReclamationS- gründe nicht entnommen werden können. Um jede Entschuldigung der Unkenntniß ihrer Vcrbindlia keiten bezüglich der Ableistung des Militärdienstes und zugleich die Behauptung der nicht 'erfolgten Verweisung auf die gesetzlichen Vorschriften von vornherein gänzlich auSzuschließen, sollen künftig mit den betreffenden Mi- litärpflichtigen in Bezug hierauf besondere Verhandlungen ausgenommen werden. (Post.) M. In der englischen Presse begegnen wir noch immer ganz bestimmten Be- Hauptungen über ein zwischen Preußen und Rußland bestehendes Bündniß, und doch sind diese Behauptungen vollständig aus der Luft gegriffen, wie leicht einzusehen ist, wenn man sich nur die Mühe gibt, die Dinge mit unbefangenem Auge zu betrachten. Eine derartige Abmachung konnte schon aus dem Grunde nicht bestehen, weil Rußland gar nicht in der Lage war, wäbrend des deutsch.französi- scheu Krieges eine zahlreiche Armee außerhalb seiner Grenzen zur Verwendung zu bringen. Run wirb aber doch Niemand behaupten wollen, der Verlauf des Krieges habe zu einer wesentlichen Stärkung der russischen Macht beigetragen; ganz im Gegentheil, die Ausführung aller eventuellen Pläne Rußlands dem Abendlande gegenüber ist durch den Machtzuwachs Deutschlands in Folge dieses Krieges geradezu zur Unmöglichkeit geworden. England möge sich also über seine Allianz- besürchtungen beruhigen; Rußland wirb in Zukunft an ben europäischen Angelegen, heilen keinen entscheidenben Antheil mehr nehmen können. DoS Vorrücken Ruß- lanes in Mittelasien nach Indien hin wirb dadurch allerdings nicht gehemmt werden können, allein in dieser Beziehung wirb Deutschlanb für sich niemals einen aktiven Einfluß zu gewinnen suchen, sondern stets passiver Zuschauer bleiben. Nachdem für die Besatzung der neu erworbenen LandeStheile ein neues Armeekorps und zwar das fünfzehnte formirt ist, zählt die deutsche RetchSarmee nicht 17 Armeekorps, wie stets behauptet worben, sondern achtzehn einschließlich des Gardecorps. Der Fortschritt, den Deutschlanb auf dem militärischen Gebiete seit dem Jahre 1866 gemacht hat, ist ein wahrhaft ungeheurer. Preußen hatte damals 18 Divisionen, beute gebietet der deutsche Kaiser über mehr als noch einmal soviel, nämlich über 37 Divisionen. Wenn Deutschlanb auf anderen Gebieten der Staatsverwaltung ähnliche Resultate aufzuweisen hätte, so würde die deutsche Nation nicht nur die mächtigste, sondern auch die freieste und glücklichste dieses Erd- theils sein. Leider bleibt aber in Bezug auf die innere Entwicklung des deutschen Reiches noch viel zu wünschen übrig. Hoffentlich wirt der deutsche Reichstag alle Anstrengungen machen, um Deutschland den Ruhm nicht vorzucnthalten, daß es in Bezug auf echte Civilisation und wahre Humanität allen anderen voranstehe. Von Seiten der drei Landesuniversitäten Bayerns wird für den Deutschen Reichstag ein Antrag vorbereitet, so schnell als möglich die medicinischen Prüfungen für ganz Deutschland noch dem bisherigen Norddeutschen PrüsungsmobuS zu regulircn, so daß von nun an jeder deutsche Student seine Studien und Examina an jeder beliebigen deutschen Hochschule beginnen und vollenden kann, womit zugleich auch die Freigabe der ärztlichen Praxis für ganz Deutschland verbunden fein soll. In ihrem Abendblatte erzählt die „N. Z. Z." vom 12. März: „Als ferneren Beitrag zur Zeitgeschichte theilen wir aus dem französischen Bulletin an die Jnttrnirlen, welches im Verlage des demokratischen „Volködlatt von Zürich" erscheint, folgende Stelle mit: V Gcw'ß sind auch wir Schweizer noch nicht am Ziele unserer Wünsche. Mit der Gründung unserer Eidgenossenschaft im Jahre 1308 bestanden wir einen ununterbrochenen Kampf mit den Feinden der Freiheit, unv die Geschichte der Schweiz bildet so zu sagen eine fortlaufende Reihe von Schlachten und Zusammenstößen mcht nur gegen die äußeren Feinde, sondern auch gegen diejenigen im Innern. Der große Kampf unserer Tage liefert sich heute zwischen Arbeit und Capital, zwischen Socialismvs und Bourgeoisie, und fein großes Ziel ist die Befreiung des vom Druck des Großkapitals erstickten Arbeiters. Diese gleiche Frage beschäftigt heute die ganze Welt. Ihr, unsere Freunde, seht also wohl, daß unsere Interessen auch die Euren sind; cS handelt sich nur varum, sich zu verständigen. Vor Allem vergessen wir niemals die Devise: „Einigung giebt Kraft!" v las Journal des DkbatS vom 12. März meint: „Der Besiegte von Sedan hat sich nicht darein ergeben können, die Vertreter Frankreichs feine Absetzung aussprichcn zu sehen. Er hat gegen diese der öffentlichen Moral und der gesunden Vernunft gegebene Genugthuung protestirt. Napoleon III. bildet sich ein, Frankreich habe für den Ge angcnen von Milhelmshöhe noch immer diese fatale Eingenommenheit, wie für den Gefangenen von Ham. Er vergißt, daß zwischen den plcbiscitären Voten, an welche er erinnert und gegen welche er sich erhebt, ein wahnwitziger Krieg liegt, welcher mit einem verbrecherischen Leichtsinne angefangen, einer noch unbegreiflicheren Dummheit geführt, mit in der Geschichte unbekannten Niederlagen endigte. Bei der Präsidenten-Wahl am 10. Deeember 1848 war er für Frankreich nur der Neffe und der Erbe Napoleon'S I.; beim Plebiscit, welches das Kaiserreich wieder herstellte, war das Kaiserreich feierlich durch den Erwählten vom Decembrr als das Symbol des Friedens bargestellt. Jetzt bedeutet der Name Bonaparte für Frankreich nur ewiger Krieg, Niederlage, Invasion und Zerstückelung des erworbenen und durch die Bourbonen, die Republik und Louis Philippe bewahrten Bodens. Kann Napoleon III. sich selbst noch wirklich so täuschen, um zu glauben, daß sein Name, welcher allein schon Niederlage bedeutet, irgend einen Schein der Popularität besitzt?" x Der General Bourbaki hat zwei Tage in Lyon zugebracht. Er war von seiner Frau, seinem Arzt, zwei Adjutanten und einem Felrprediger begleitet. Er ist wieder ganz hcrgestellt. Es ist jetzt vollständig erwiesen, daß Gambetta in Tours ein schwarzes Eabinet errichtet hatte. Demselben stand ein „Pr^vot Ei- vil" vor. Das Dokument, worin derselbe ermächtigt wird, das Briefgeheimniß zu verletzen, lautet, wie folgt: Kriegs-Ministerium. Herr Diitrö, der der Residenz der Regierung atta- chirte Prövot Civil, ist ermächtigt, auf der Post die Auslieferung aller Briefe zu requiriren, deren Adresse er angibt. Tours, 17. November 1870. Der Minister des Innern und des Krieges. Es scheint also, daß unter Gambetta in dieser Hinsicht das nämliche Sy- stem verfolgt wurde, wie unter dem Kaiserreiche. Damals gab die Post auch nur Briefe heraus, wenn die Polizeibehörde die Adressen angeben konnte. Die Eröffnung der Briefe mußte zu jener Zeit immer auf der Post selbst geschehen und ihr ein höherer Postbeamter und der Delegirte des Polizei-Präfecten oder ver Gerichtsbehörden anwohnen. Unter Gambetta machte man jedoch kürzeren Prozeß; man lieferte einfach die Briefe an den Eivtl-Prosoß ab. Die französische Regierung hat strenge Maßregeln gegen die angeordnet, welche gegenwärtig fremden Tabak in Frankreich verkaufen. Während des Krieges wurde nämlich eine Masse Tabak eingeschmuggelt, der jetzt überall, namentlich auf den Straßen von Paris verkauft wird. -• Die Entwaffnung der Do- gefeN'Armee hat begonnen. Die italienische Legion wurde in Macon entwaffnet. lieber die Persönlichkeiten der Diplomatie, welche Frankreich bei den Fric- DenSunterhandlungen zu Brüssel vertreten werden , meldet die V6rit6: Die erste derselben, Baron Baude, ist der Jüngste unter ihnen. Er war lange Zeit erster Secretär der Gesandtschaft in London unter dem Fürsten de Latour d'Auoergne. Er ist Weltmann und geistreich und stellt sehr gut den Typus eines vollendeten Diplomaten dar. Er ist kalt, correct, zurückhaltend und, wie man sagt, von großer Festigkeit und seltener Geradheit. Seine politischen Ansichten nähern ihn den Anhänqern der constitutionellen Monarchie. Der Genera! Caille ist für den Theil der Verhandlungen, welche sich auf die GränzreguUrung beziehen, auser- sehen. Seine Erfahrung in dieser Sache ist bewährt. Er ist mehrere Jahre lang Präsident der Commission gewesen, welche die Gränzen zwischen Frankreich und Spanien fcstaestellt und diese Arbeit vor etwa drei Jahren zu Ende gebrach« hat. Herr de Goulard ist ein persönlicher Freund des Herrn Thiers, Generalrath des Departements des Gard und den Legitimisten nicht abhold. Er hat über einige der schwierigsten Fragen, die zur Verhandlung kommen werden, eingehende Studien gemacht. Der vierte Vertreter endlich, Herr Declercq, ist allge- mein bekannt; seine Werke gelten in allen Kanzleien von Europa als Autoritäten. Dem „Standard" wird von seinem Korrespondenten in Florenz geschrieben , daß die Nachricht von dem Friedensschluß und der theilweisen Occupation von Paris seitens der siegreichen deutschen Armee mit einer kühlen Gleichgültigkeit ausgenommen wurde, die in seltsamem Kontrast zu den Wehklagen steht, welche die ersten Niederlagen der Franzosen einem großen und einflußreichen Theile der italienischen Presse entrang. „D.e Leute" — sagt der Korrespondent — „fangen an, Vic ganze Sache leidenschaftslos und von einem stritten italienischen Gesichtspunkte aus zu betrachten, und je genauer ihr Studium des Gegen^ standes in seinem ganzen Wesen wird, desto peremptorischer wird die Schlußfolgerung, daß, sobald Italien es unternahm, die päpstliche Schwierigkeit beizu- legen, es ihm oblag, sich das Wohlwollen, und wenn möglich, den aktiven Beistand des protestantischen DeutjchlandS zu sichern." lieber die Unruhen, Vie am 1. März in Algier ausbrachen, erfährt bas „Journal de Genese", daß nach einem Feste, bas die Eingeborenen hielten, ein? Schaar über den Posten am RegierungSgebäade mit Stöcken Herste! und nicht ohne Mühe von den Soldaten zurückg tcikben wurde. In anderen Straßen kam es gleichfalls zu unruhigen Scenen. Die Israeliten wurden beschimpft, geprügelt, ihre Läden geplündert; in anderen Läden wurde, was man nicht stahl, in Staub und Schmutz umhergeschleist. Endlich wurden die Truppen der Sache Meister und nahmen zahlreiche Verhaftungen vor. Viele dieser Araber waren bewaffnet- In der Straße Bab-Agun wurde auch geschossen und ein Araber dabei getödtet. Abends war es in der unteren Stabt zwar ruhig, aber alle Läden waren ge- schlossen. Man sprach von einigen Todtungen und vielen Verwundungen, die bei diesen Plünderungen und Raufereien erfolgten. Die „Situation" ist auf manche der alten Freunde Napoleon's nicht gut zu sprechen. So erzählt sie allerlei von „ce bon Mr. Prim“ bei Gelegenheit der bekannten Mission des Herrn von Keratry nach Spanien. Die pikanteste Stelle lautet: „Als Entgelt für die Mitwirkung von 100,000 Mann hatte Herr von Keratry Spanien 50 Millionen baar, 50 Millionen in drei Monat.», die Anerkennung der Integrität von Cuba durch dle Vereinigten Staaten und 20 Panzerschiffe angeboten. Marschall Prim aber antwortete, er habe sich über Frankreich zu beklagen; und dies am Tage nach dem Tage, wo bas Geld Frankreichs sür ihn Alles gethan hatte; er habe einen Vertrag mit Preußen geschloffen, unb enblich sei der Narr Olozaga der einzige Mann in Spanien, der mit Freuden die Republik in Frankreich errichtet sähe." Der Protest des Kaisers Napoleon wirb von dem alten Anhänger bes Kaiserreichs, dem „Daily Telegraph", sehr kühl kritisirt. Das genannte Blatt, welches Napoleon III. in den Tagen seiner Macht mit schmetternden Posaunen- tönen des Lobes zu begrüßen pflegte, findet diese letzte Aeußerung weder politisch noch würdig und bemerkt, der Gefangene auf Wilhelmshöye schade sich durch den Protest nur selber, indem er die allgemeine Aufmerksamkeit auf Die Tharsache lenke, baß Frankreich lhm und allen seinen Werken gründlich entsagt habe. In Rom werden die Reibungen zwischen den Klerikalen unb Liberalen immer ernster. Die Straßenunruhen haben sich am Sonntag erneuert. Auch unter der Jesurtenparler herrscht große Aufregung; sie verargt bem Pupste Die kürzlich stattgehabte Abhaltung eines Konsistoriums unb Ernennung von Bischöfen; er hätte dieses Geschäft in der Eigenschaft eines Gefangenen, als Den man ihn vor Europa Darstellen will, gleich feinem Vorgänger unter Dem ersten Napoleon in Fontainebleau der Congregation dei brevi überlassen sollen. Aus dem Felde. Die Uedergabe Des Forts Jffy an die Franzosen schildert Der Korrespondent i Der „Daily-Telegraph" wie folgt: „Am Abend vor Der Uebergabe, Den 6. d., i zünDete Die aus Dem 87. Regiment bestehende deutsche Garnison aus den Kanonen- S löffelten, Artilleriematerial, Ladestöcken und anderen Gegenständen, die sich nicht des Transports verlohnten, den Franzosen aber von Nutzen fein konnten, ein großes ( Freubenfeuer an. Das Bataillon bildete ein Carrü um das Feuer und sang D>e f „Wacht am Rhein". Am Morgen zeigten Die Franzosen ihre Bereitschaft an, das Fort zu übernehmen, und Die Garnison zog mit Hinterlassung eines Piatz- ! majors, eines Artillerieoffiziers und eines P.quets ab. Genau in demselben Augen- l blick, als Der französische Officier sich nahte, wurde Die Deutsche Flagge eingezogen. . Auf Dem weißen Thctl trug sie die Inschrift „Fort Jssy, 1871". Sie wurde sorgfältig eingepackt, um im Osficiercasino Des 87. Regiments aufgehängt zu wer- i Den. Da aber auch Das 88. Regiment in Jssy gelegen, machte dasselbe ebenfalls i seinen Anspruch auf die Flagge geltend. Dre beiden Regimenter streiten sich nun t um Die Reliquie, unD hoffentlich wird das Salomoni|che Urtheil Des Brigade- $ generalö acceptirt werden, Der cntschieDen Hut, baß die Flagge in zwei Stücke t zerschnitten werde und jedes Regiment Die Halste erhalten solle." > Aus NheilNs wird uns gemeldet, daß am 6. v. auf Dem Dortigen Kirchhofe unter entsprechenden Feierlichkeiten em Denkmal für die in jener GegenD ge- 1 fallenen deutschen Soldaten eingeweiht wurve. Das Franctireurwesen erhält sich t in der Dortigen Gegend trotz des Friedensschlusses, Denn noch am 3. b. M. wurde f ganz in Der Nähe Der Stadt eine Abteilung von 2 Officieren und 32 Wehr- l leuten überfallen und dabei 1 Officier und 3 Wehilcute getödtet. Mehrere der t Mörder sind bereits gefänglich eingezog n. Die französische Artilleriesch^e, die sich bisher in Metz befand, wirb nach c Bourges verlegt, wo bekanntlich die französischen Kanonengießereien sind. Der Fürst von Lusignan hat, dem Beispiele Cremieux' folgend, oie Summe ji von 200,000 Franken für die Kriegskosten unterzeichnet c Der „Frkf. Ztg." wirb aus Kaiserslautern vom 13. März gemeldet, daß der Kommandant von Bitsch sich abermals geweigert haben soll, die Festung zu übergeben. Wie man in militärischen Kreisen erzählt, will er die Befehle Der Republik nicht anerkennen, sondern sich nur einem Macbtgcbot Des Kaisers unterwerfen, von Dem er Den Auftrag zur Verteidigung des Platzes erhalten. Man darf auf Dieses Resultat Der noch schwebenden Verhandlungen gespannt sein; das Verhältniß ist das abnormste, was man sich nur denken kann. 1 Gießen, 11. März. Um einen kurzen Ueberblick von den Geschäften einer größeren Etappe in diesem Kriege zu bekommen, dienen am besten folgende Zahlen- angaben. Bis zum 4. b., wo die Züge nach Frankreich sistirt wurden, sind 1455 Mil'tär-Züge von hier nach Frankreich befördert worden und etwa 1070 Züge brachten aus Frankreich Kranke, Verwundete, Gefangene und Kriegsbeute, 427,900 Mann wurden bis heute auf Staats-Kosten in Der Militär-Speise-Halle auf hie- sigem Bahnhofe mit warmer Kost oder Kaffee verpflegt, außerdem nahm am 5. September Kaiser Napoleon mit seinem zahlreichen Gefolge in Den Fürstlichen Zimmern hiesigen Bahnhofs auf Staatskosten als Kriegsgefangener das erste Diner auf deutschem Boden ein; etwa 3800 Kranke nahmen Die zur Etappe Gießen gehörigen Lazarethe auf, 4540 Depeschen gingen bis jetzt bei hiesiger Etappen-Commandantur ein und 4610 Depeschen gingen von Derselben ab. Heute trafen die ersten Z ige mit unfern siegreichen Truppen hier ein und wurden in Der festlich geschmückten Halle gespeist, währenD die Militär-Musik mehrere Stücke vortrug. Gießen. Das Generalpostamt macht Folgendes bekannt: Da die Heimkehr der auf französischem Gebiete un) in den neu erworbenen Landestheilen stehenden Landwehrbataillone, Reserve-Jägerbataillone, Reserve-Cavallerie-Regimenter, Re- seroe-Batterien und Der Ersatzbataillone derjenigen Regimenter, welche nicht zur Besetzung Der neuen Provinzen bestimmt sind, nahe bevorsteht und, während die Truppen sich aus dem Marsche befinden, die Möglichkeit regelmäßiger Auslieferung von Post-Sendungen an dieselben sehr beschränkt ist, so empfiehlt es sich, die Ad- ftndung besonders von Gelbbriefen an Oififtere uno Mannschaften Der gedachten Truppentheile so lange auszufetzen, bis dieselben wieber nach ihren Friedensorten zurückgekedrt sind. Das Publikum wird ersucht, bis dahin von Der Einlieferung von Geldbriefen Abstand zu nehmen. Berlin. Für Ueberlassung der Fenster während Der bevorstehenDen Einzugsfeierlichkeiten werden Unter Den Linden so enorme Preise geboten, Daß Dieselben Die kühnsten Erwartungen Der Vermiether bei Weitem übertreffen. Uns sind Fälle bekannt, in Denen für je ein Fenster, an welchem kaum Drei Personen Platz haben, 200 Thaler bezahlt worden sind. — Wie hiesige Zeitungen erzählen, traf in Diesen Tagen in einem Hotel Unter Den LinDen eine englische Familie ein, welche mit Dem Bemerken, daß ihr Aufenthalt in Berlin zwei Monate Dauern würde, Die besten Zimmer in Der ersten Etage verlangte. Als der Hotelbesitzer hierauf Dic Erklärung adgad, daß für Die Tage Des Einzuges Der Truppen bereits feit October v. I. über die Zimmer verfügt fei, wurden ihm allein für diese Zeit 1000 Thaler geboten. Natürlich war Der Wirth an fein früher gegebenes Wort gebunDen. M. Berlin, 14. März. Mit gesichertem Frieden unD scheinbar auch mit erwachendem Frühling beginnt Die Strikelust unter Den Berliner Arbeitern sich wieder gewaltig zu regen, gerade als hätten sie in Der kaum überstandenen Sturmund Drangperiode des Krieges massenhaft Reichthümer aufgespart, von Denen sie während Der freiwilligen Unthatigkeit zehren könnten. Die Weißgerber feiern wegen Lobndifferenzen feit Samstag, die Weber haben in mehreren größeren und kleineren Werkstätten heule Mittag das Schiff in Ruhestand versetzt, Zimmeileutc unD Schuhmacher treffen Anstalten, einen höheren Lohnsatz refp. kürzere Arbeitszeit zu erzwingen — Dem politischen FrirDen scheint Der sociale Krieg in allen Ge- werken folgen zu sollen. Zimmerer und Schuhmacher haben sich zwar das Wort gegeben, vorläufig auf friedlichem Wege das gesteckte Ziel anzustreben; wer aber den qewaltthätigen Character zu beobachten Gelegenheit hatte. Der diesen an und für sich berechtigten Bestrebungen durch Die socialistischen Umstürzler aufgedrückt wird, Der kann sich kein Hehl darüber machen, Daß wir wiederum massenhaften Arbeitseinstellungen entgegengehen. Die naturgemäß Das Elend Der arbeitenDen Klassen nur noch vergrößern. Welcher Art die friedlichen Bestrebungen sind, konnte man gestern Abend in der Versammlung Der Schuhmacher beobachten, wo Der Altmeister, als er einigen unberechtigten Ausführungen sachlich entgegentreten wollte, mit „schlagenden" Gründen zur Ruhe verwiesen wurde. Zur Zeit des feierlichen Einzuges der Truppen in Berlin werden Mitglieder der russischen Kaiserfamilte Hierselbst anwesend sein. Nach Dem Fiasco, welches der Magistrat in Betreff Des allgemeinen deutschen Ehr.nbürgerbrieses an Die Grafen Bismarck und Mvltke erlitten, geht jetzt Die gemischte Deputation Der hiesigen sta'Dtischen BehörDen mit Dem Plane um, Die Errichtung von Marmordenkmälern Der Grafen Bismarck und Moltke im Innern Des Berliner Rathyauses zu beantragen. j Berlin. Der Kaiser wird, nach Den jetzt endgiltig festgesetzten Anordnungen, am Freitag ( 17.) Abends zwischen 8 unD 9 Uhr hier eintreffen. Die Kai- serin reist ihrem hohen Gemahl am Freitag Mittag bis Weimar entgegen. ‘v A" Abend Der Friedensfeier wurde das hiesige Rathhaus von zusammen 34,260 größeren und kleineren Flammen illuminirt, Die etwas über 210,000 Ku- bikfuß Gas confum'.rten und einen Kostenaufwand von 352 Thaler verursachten. Die bengalische Beleuchtung des Thurm.s kostete ungefähr ebenso viel. Der Schießstandwächter Wilke auf dem Bürgerichießplatz in Schöneberg bei Berlin ist in Den Besitz eines Gewehrs unD 25 dazu gehörigen Patronen gekom- men, Die einem gefallenen Soldaten Der Bourbaki'schen Armee abgenommen worden sind. Beim Probiren hat sich nun als unzweifelhaft herausgestellt, daß Die Patronen Cxplvsionskugeln enthalten. Gewehr und Patronen sollen Dem Ministerium zur Unt rsuchung und Feststellung des ThatbestandeS eingereicht werden. Beide tragen englische Fabrikstempel. >t Die Energie, welche Der Schweizer BunDeSrath in Der Unterdrückung Der Unruhen in Zurich an Den Tag legte, hat hier sehr befriedigt. Der Gesandte des Deutschen Re-.cheS in Bern, General v. Röder, dessen Schutz von den Deutschen angerufen wurde, hat Der eidgenössischen Regierung gegenüber Die zuverstcht- i'rdc Erwartung ausgesprochen, daß die Schweiz, wie in allen Stadien des letzten Krieges, so auch gegenwärtig die strengste Neutralität beobachten werde. Wien. Dem „Vaterland" wird aus Bregenz, 8. März, telegraphisch gemeldet: „Gestern Abtnd halb 6 Uhr stürzte der Schloßberg bei Hohenems ein. D'e zwei Hauptstraßen des Dorfes, Die Kirche unD 900 bis 1000 Einwohner ÜnD mit Schutt unb Steinen bedeckt. Man arbeitet fleißig an Der Ausgrabung Der Verunglückten." gping an Vie vitß slltz soal't Üfiir Die Drüni Hie R-giktun Mcil-e- einen Welch» sich st weiß, als Den MMbcr zn Prag, Den Piosessor üung tt6 Le Meilen laflt 8* imit grchm Ochmrst ilt Ht MM lver Mlisati ' frbniat ij 1 jn Ende zrz M soch \\ so wurde d. ‘Mprityen W beeri ^kieralgouvei wiö den stävt! MN 1 ♦ Mi« «,l" ' In»1, 6 , M fl'"® » al H al & äuir'*1 :t«» S--l- lü’Mäilt tttl «»ittitlt tie mit jtojt, । “»'«einten g 4 Ve, "“«B U«6 j, * Bjr + ™'" 1® in *■ ,'"8'W«tn i Wnh l 'i 'n die.H, IsS le iten. $ M 26. Dec- gljiehnng mil liernad) । Kiiezes b:ob( * Wmdiz tSleligfeit ui Die DtP?f^ redit Deutsch deutschen M |jU befestigen- siaatlichen 3« l ogar, lvas in Herst, 8 “’äA 132 " Bs ■«litt. 1 lnn; km üWltn ich» dir -h. r Stacht« rteteneortn tri« D« •*; n« w Hrutk rden in rtrt Siu* itn nB« jt|t Mi S" Btn, dir kl- jniini W :t Hiilllkchr n Ürhtndts °Wtr, R;. k.n-cht jur dir , göcrti«' Seg'°' 210,000 Ä* rffür|6i|(l in Einjnz-, iß dirDi s sind ßallk ^latz habni, af in titfa Le mit du die brüll e Erklär^' eobrr v. j T-alee gr- atm. ae *, 4 „ Papierrente 471/2 „ &0/0 M. steuert. — Amerik. Bonds 1881 r 99r*, b „ 1882r 96 V2 „ „ 1885r 96 n „ 1887r 96% Spanier, neuest. 3% 293/4 4- Wien, 14. März. In Der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses beantwortet Der MinisterpräsiDent die Interpellation Fux' und Genossen, betreffend Verbot Der Feier Der Deutschen Siege folgenDer Maßen: „Die Untersagung ü(( Feier ging von mir im Einoerständniß mit dem gesammten Ministerium für Dje jm Reichstage vertretenen Königreiche und Länder aus. Die Untersagung zündet sich auf die allgemeine Verpflichtung der politischen Sicherheitsbehörden, ?vr die Aufrechthaltung Der öffentlichen Ordnung zu sorgen, auf die beoorsteben- den polizeilichen Vorschriften und speciell auf das Gesetz vom 15. Nov. 1867 ÜM bas Versamwlungsrecht. Im vorliegenden Falle mußte die Regierung von tem ihr zustehenden UntersaguugSrecht um so mehr Gebrauch machen, als die öffentliche Meinung in der Presse und in der Bevölkerung sich bereits sehr ent- schieden gegen eine solche Feier ausgesprochen hatte, Gegen-Demonstrationen be- [eite angeordnet waren und schließlich genügende Erfahrungen darüber Vorlagen, wohin derlei nationale Kundgebungen in unserem von so verschiedenen Volksstämmen bewohnten Staate führen. Die Regierung hat cS bereits als eine ihrer vorzüglichsten Aufgaben erklärt, das österreichische Bewußtsein in der Bevölkerung möglichst zu beleben. Sie wirb mit ollen gesetzlichen Mitteln jedem Versuche Actlen. Oest. Creditact. 249l/2 5u/o östr. F. St. E. B. 3791 2I Lombard. Bahn 17O3/4 Ludwigsh.-Bexbach 16972 Maxbahn 112 Bayer. Ostbahn 128 Hess. Ludwigsb.-Aot. 1411 4 Alsenzbahn-Actien 851 4 Oberhessen „ 69 1/4 Prioritäten. 3u/q öster. Stab.-Prior. 553/ti 30 0 öst. s. Lombard 73 3°/q Livorneser 317/a 5°/0 Toscaner 5O3/4 5% Elisabeth.-Prior. 78-i/8 do. II. Emiss. 75i/2_________ Aiilelienslooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 645/e Nassau 25 fl. 37t/2 40/0 bayr. Präm.-Anl. 107% Ansbacher 7 fl. 12Vs 4% badische Loose 1073/4 Badische fl. 35 Loose 60 Oeatr. fl. 250 v. 1854 70V. 1858r Prioritatslooae 157 1860r Loose 77- h 1864r „ II6V2 Braunschweiger 16 1 4 Stadt Madrid 217/e Hörseanacürichten. 15. März 1871. Freust- 4V2° 0 Oblig- 94- < Frankf. 3i,2U q Obi. 815 h Nass. 41/2° 0 Obi. 94 Kurhess. 40/o „ 85l/4 Gr. Hess. 59/o Obi. 1017/s Munition zu verseben. A Rom, 14. März. Die Stadt hat zum Erstenmale Den DoppelgeburtS- tag des Königs und des Kronprinzen gefeiert. Der Letzt-rc hiett eine Revue über Die Nationalgarben ab. Am Abend fand eine Illumination statt. — Dupanloup bat sich dem Dogma der Unfehlbarkeit unterworfen. — Die Eröffnung Der maritimen Ausstellung in Neapel rourDe auf Den 10. April vertagt. schen Ursprungs bewähren. mtaeäentreten V die öffentliche Meinung künstlich ln .«igegeng.se,,. Richtung zu A Straßburg, 15. März. Di- „Straßburger Zeitung" sagt: Die Be° Ifiten Di- Deutung welche bi- Interpellanten der Depesche de« Grasen Beust fürchiunzen, die man hinsichtlich der Bierbrauerei hier bat, sind mindesten« über- «um 26 Dec 1870 geben ist eine ganz unrichtige. Ich setzte mich in Vieser trieben, Frankreich wird schwerlich so bald im Stande fern, feinen Bedarf an Buchung mit dem Minister De« Aeußern in« Einvernehmen und ich erwiedere gutem Bi-r selbst zu erzeugen, und wenn -« früher schon au« Bayern, der Rhein, biernach daß die Neutralität, welche von der Regierung während de« letzten prooin, und von Wien her sich mit Bier versah, so wird e« auch in Zukunft sich Kriege« biovachtet wurde, nur dann einen inneren Werth behaupten und Die ohne Zweifel wieder an die Straßburger Brauerei wenden, mit der -« so lange »olle Würdig ng rückhaltloser Loyalität beanspruchen kann, wenn ihr eine g wisse in Geschäftsverbindung »and Stetigkeit über die Kri-g«dauer hinaus verliehen wird. In diesem Sinne gab A Muhlhäusett, 14. Marz Die der neuen Muhlhaufer Zeitung der- d,e Dep-sche vom 26 Deeember dem Gedanken Ausdruck, da« Selbstbestimmung«, öffentlichte, das Hausiren mit Druck,chryten betreffend- Prasecturalverorvnung vom rrwt Deutschlands beiüalid) seiner Neugestaltung anzuerkennen und mit dem 24. Februar bat wie eine Bombe unter die vielen hiesigen Z-itungs-erkauser ein- bratschen Kaiserreiche die b-sten, freundschaftlichsten Beziehungen anzubahnen und geschlagen. Die Menge, die sich de« Zeitungsverkaufs in den Straßen bemächtigt in befestigen Diese Beziehungen können die gewissenhafte Wahrung der in der hatte, war offenbar zu groß, unv es wird gut fein, wenn mehr Ordnung in Diesen staatlichen Individualität beider Theile liegenden Pflichten nicht stören, fl- fordern Handel kommt und nicht jede« offenkundige Lugenblat, auf der Straße verbrette, sogar, was insbesondere die österreichisch-ungarische Monarchie anbelangt, die zar- werden kann. , te e sorgfältigste Auffassung des Nationalitaten-PrinripS, welche allein die Emi- A Zadcrn, 14. Marz. Eine Compagnie württembergische Infanterie, die auna an Die Stelle politischen WlDerspruchs zu setzen vermag. Die Regierung früher hier einquartirt war, kam aus Frankreich zuruck, um wteDerum auf kurze lick sich somit bei Der Erlassung Des Verbotes nur von Der Pflicht Der Fürsorge Zett hier unD in Mauermünster einquartirt zu werDen. Die braven Deutschen iür die Ordnung und den Frieden im Innern der diesseitigen ReichShälsre leiten. Truppen batten sich hier ein ehrendes Andenken erworben. Viele Fenster wurden Die Regierung ist der vollsten Ueberzeuzung, daß die Regierung des d-utfchkn geöffnet und die Mannschaft begrüßt, und wo sie früher einquarttrt waren, .Inge- Reiches einen weit höheren Werth der Freundschaft eine« Staates beilegen dürfte, laden, doch ja einen Besuch abzustatten. K . welch» sich selbst zu achten und die Ordnung im Innern aufrecht zu erhalten lvtiß, al« Den Sympathieen einer Regierung, die sich selbst diesen ersten Aufgaben gegenüber zu schwach erweisen würde." Prag, 10. März Gegen Diejenigen czechtschen Studenten, welche gestern den Professor Linker beim Beginne des Vortrages insultirtcn und in Der Aohal taug des Vortrages störte«, hat der Univcrsiläterector Die strengste Untersuchung Weclisei. 1 Amsterdam k. s. 1001/4 1 Augsburg k. S. 997/8 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 97 Cöln k S. 1047, Hamburg k. S. 88 */4 Leipzig k. S. 105 London k. S. 119% Lyon k. S. — Paris k. S. 94i,2 Wien k. 8. .951/4 ditto m. S. — ditto 1. S. — Disoonto 318o/o G. tieldsorteei. Pr. Cassen-Soh. 1 447.b-451/& Sachs. „ — Div. Gassen -A. Pr. Friedrdor 9 58—59 c Pistolen . . 9 45 -47 n doppelte 9 48— 50 Holl. fl. 10St. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—37 2 20 Frankenst. 9 27—28 Engi. Sover. 11 54 — 58 Hass. Impe r. 9 45 48 Dollar in Gold 2 27 — 28 Versteigerungen. Holzversteiqerunq. 1'49) Donnerstag den 23. und Freitag den 24. März L I., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Freiherrlich von Zwterlein'- schen Försterei Winnerod, in den Districten Äuchwald, Eichwald, Petersgrund u. Burg, nachstehende Holzsortimente, als: 225 Stecken Buchen-Schtfidholz, 43 „ „ Prügelholz, 132 „ „ Stockholz, 1 EichenScheidholz, 3 „ „ Prügelholz, 3 „ „ Stockholz, Allgemeiner Anzeiger. 19 Stecken Nadel-Prugelholz, H'z „ Stockholz, 21360 Wellen Buchen , Eichen^ und Nadel- Durchforstungsholz, 100 Stück Eichen , Buchen und Nadel- Stämme von 4 bis 20 Zoll Durch messer und 15 bis 80 Fuß Länge öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusam i'cnfunft ist in dem Frciherr- lich von Zwierlein'schen Hof dahier. Winnerod, am 15. März 1871. Sänger, Förster. Feilgebotenes. 950) Brat Bückinge sind wieder ein getroffen. I- A- Busch Söhne. Restles Kindermehl (farine lactee ) ai$i Ersatz der Muttermilch. Haupt-Niederlage für Oberheffen zu G i e H e n in der pirsch- apotbeke vou l>r. Hempel. Preis der Schachtel, ä ein Pfund, fünfundvierzig Kreuzer. (876) Kl) .tzäckselmasckinen, Dickwnrznrühlen, Oelkucken- bredber der verschiedeusten neuesten Constrnetion, stets vorrätdiq bei Georg Renzel (Maschinenfabrik.) Großer Ausverkauf! 677) Wegen Geschästöveränderung sehe ich mich veranlaßt, mein Tuch-, Buckskin- und Manufaktur- waaren-Lager gänzlich zu Fabrikpreisen auszuverkaufen. S** Muster werden während dem Ausverkauf nicht auögegeben. : d-» 1, Mir, IS7I August Moutauus. Z Uhland’s Tecliiiictiin ZU Frankenberg bei Chemnitz in Sachsen. Maschinenbauschule in Verbindung mit Maschinenfabrik, Industrieschule, Vorbereitung z. Freiwilligen-Examen, Pensionat. bildet in kurzer Zeit Maschinenlechniker, Werkführer, Monteure, Müller, Gewerbtreibende und Industrielle jeder Art praktisch und theoretisch aus. Beginn des Cursus den 15. April. Pro- specte versendet gratis die Direction. Referenzen. Comm.-Rth. Ritt. etc. Job. Zimmermann, Maschfabr., Chemnitz; Prof. Dr. Carl Bock, Leipzig; Prof. Br. Rud. Wagner, Würzburg; Prof. Dr. K. 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Nachm. ______7W____ 1140 445 Nur bis Nidda (Bad Salzhansen) gebend: Abds. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Cbr. Pietsch) in Gießen. (Ar. 6 Die bt; sowie für Kal Gießen, Mit xn'ifliiigen ii für diejenige! für diejenige» h'ir diejenige Ztaates, Di De Dit Hnjse hü t Baykln eine Object, wie scheint man, trr bayeris^k Setlojsen Wiek Reiches bleibe gerechte Aayetns noch in ihi l Benn ton, so häg, W ^Dleinun, ton fogt »der jeten $ Unter to SechM uringlitytit «J Viesen bet «Mir und i