4Wgeu •«WtaÄtal* m Oambut n<_ skdrr. ‘ llklchrß foi -“-•uftoi Arbeiten ( • .'* l" Mär,: Clln-Wbit^ 'mms jum intr Einher. rt MnC in 4 Acta t Löhne, 5; imbtt l - 2ik7r.tr dcichäsNM * LchlchmaLmn^v T m (Girücn. •‘7 :-K §lbrvar 1871. jur Herrn und gtu iTnrHritb. trtcnmalt: ; und VarcrlM Hing. i* n - tfm RumB 3 k 17Miß MH $£■: . m c£ni Intn fr ’ rirft’-in brorgt rin- M, Giav« llll (’onip. , fc—rt fl Die#® (Oll'pM _w Gitßcner Anzeiger. Preis vierteljährig 1 fl- 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. vrpeditton : Canzleiberg ?it B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. srv. ao. Donnerstag den 16. Februar 1871. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger L aud) Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Crpedikion abbolen lasien, erhalten denselben für die Monate Februar und März 1871 zu 40 fr. Amtlicher T h e i 1. Nr. 6 des Bundes-Gesetzblattes des Deutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 7. Februar 1871, enthält: (Nr. 612.) A^Höchster Erlaß vom 27. Januar 1871, betreffend die Erhöhung des auf Grund des Gesetzes vom 21. Juli 1870 durch eine Anleihe iu beschaffenden Betrags von 80 auf 105 Millionen THaler. (Nr. 613.) Allerhöchster Erlaß vom 29. Januar 1871, betreffend die Ausgabe verzinslicher Schattanweisungcn im Betrage von 2,020.900 Thalern. Berichtigung. Gießen, den 13. Februar 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen- v. Starck. Verzeichnis über die Verteilung der Großh. Landgestütsbeschäler in die Landgeftütsstationen für daö Jabr 1871. Berstadt- Ugolin. Rothbraun. 16 Faust 3 Zoll groß. Starker, großer Wagcnschlag. Anglo-Normann, vom Halbblutbeschäler Essence und Ugolin aus dem Gestüt du Pin. — Don-Juan. Dunkelkaftanicnbraun. 16 Faust 1 Zoll groß. Mittelgroßer starker Reit- und Wagcnschlag. Anglo-Normann, vom J5albblutbeschäler Pledie und Se- ducteur. beide aus dem Gestüt du Pin. Tüdelsbeim. Oladialeur. Dunkclkaslanienbraun. 16 Faust 2 Zoll groß. Großer, starker und gedrungener Wagcnschlag. Anglo-Normann, vom englischen Halbblut- beschaler Sioher und einer Stute von dem Beschäler Priniemps in dem Gestüt du Pin. — Jai. Glanzrapp. 16 Faust 2 Zoll groß. Großer, veredelter Wagenschlaa Anglo-Normann, vom Dollblutbeschäler Vandermulin und Regnier aus dem Gestüt du Pin. kngelrod. Penkam. Rapp. 16 Faust 1 Zoll groß. Mittelgroßer Reit- und Wagenschlag. Anglo-Normann, vom Dollblutbeschäler Penkam im Gestüt St Lu und der Halbstute Ins. — Ren^ou. .tiirschbraun. 16 Faust groß. Gedrungener Reit- und Wagenschlag. Anglo-Normann, voin Dollblutbcschäler Renton und der Stute l)oy cn • Grünberg. Javelot. Rolhbraun 16 Faust 2 Zoll grob. Mittclgrobcr, edler Reit- und Wagcnschlag. Anglo Normann. vom Haldblutbcschäler llllcha und «in»--, beide aus dem Gcilüt du Pin. - Intaet Tunkelbraun. 16 Faust 1 Zoll grob Edler 3ieü - und leichter Wagcnschlag. Anglo-Normann, vom Halbblukbeschäler Sabreur und der anglo-normannnchcn Stute berbinette, diese Tochter von Pledje aus dem Gestüt du Pin. Hirzenhain. Favori. Rothbraun. 16 Faust groß. Gedrungener Reit- und Wagcnschlag. Anglo-Normann, vom Halbblutbeschäler Ursin im Gestüt St Lo und von Tochter i>e9 Gabalunzy. — Debardeur. Schwarzbraun. 16 Faust 1 Zoll groß. Veredelter Wagenschlag. Anglo-Normann, vom Dollblutbeschäler'Debardeur im Gestüt St. Lo und der Stute Badette, Tochter von Hrouzo aus demselben Gestüt - Dieder-Wöllstadt. Uzel. Schwarzbraun. 16 Faust 2 Zoll groß. Starker Neil- und Wagenschlag. Anglo-Normann, vom Hakbölmbeschaler Ute! im Gestüt St Lo und eimr vexedelten normannischen Stute. - UmberL Kirschbraun. 16 Faust 2 Zoll groß. Mittelgroßer, eleganter, veredelter starker Reit- und Wagenschlag. Anglo-Normann, vom Halbblutbeschaler Umbert und Cormesan, beide aus dem Gestüt du Pin. w B t d er-Ofleiden. Heros. Kirschbraun. 16 Faust 3 Zoll groß. Großer, veredelter Wagenschlag. Anglo-Normann, vomHalbblutbeschäler Chesee und der original-englischen Stute Dancrö, der Beschäler aus dem Gestüt du Pin. — Argen^-s. (Prämienhengst). Dunkelkastanienbraun. 16 Faust 1 ^oll groß. Veredelter Reit- und Waaen- schlag. Anglo-Normann, vom Halbblutbeschäler Or im Gestüt du Pin und einer Tochter des Pegasus. 0 Romrod. Kirschbraun. 16 Faust groß. Mittelgroßer starker Neitschlag. Anglo-Normann, vom Dollblutbeschäler Isignz nu5 dem Gestüt St Lo und einer veredelten normannischen Stute. — Jean-Bart. Dunkelrothdraun. 16 Faust 3 Zoll groß. Starker, großer Wagenschlag. Anglo-Normann, vom Halbblutbeschäler Ursin und larare aus dem Gestüt du Pin. — Dorus. Kirschbraun. 16 Faust groß. Edler Rcitschlag. Anglo-Normann, vom Halbblutbeschäler Dorus im Gestüt du Pin und der anglo-normannischen Stute Vandarina. Schlitz. Fra-Diavolo. Dunkelkastanienbraun. 16 Faust 2 Zoll groß. Edler Rcitschlag. Anglo-Normann, vom Dollblutbeschälcr Historien und der Stute Lisoile, Tochter vom Beschäler Kleber im Gestüte du Pm. — Necken Rothbraun. 16 Faust 2 Zoll groß. Mittelgroßer Wagenschlag. Anglo-Normann, vom Halbblutbeschäler ISecker und einer anglo-normannnchen Stute. v Darmstadt, den 22. Januar 1871. Großherzogliche 2andgestütö -Direction. Freiherr van der Capellen. Politischer T d e i 1. heit schließen, daß nicht blofl die deutschen Bedingungen vollendet klar und gemäßigt vorliegen und daß es sich dabei nur um Dinge handelt, welche ganz allein von der freien Disposition Deutschlands und Frankreichs abhängen und, da sie kein fremdes Recht berühren, auch fremde Einmischung ausschlicßen; sondern auch, hat mit surchlbarcn Opfern die freie Wahl über seine zukünftige Lage erkauft; das Recht als Republik mit Deutschland zu verhandeln und Republik zu bleiben, tOnn cs fü will. Mit diesem Gewinn trösten sich die Besten der Ration und dieser Gewinn wird nicht mehr von Deutschland in Frage gestellt. Der Reichskanzler mußte Napoleon als eine Möglichkeit conscrvircn; Napoleon ist vi.llcich» bis in den December hinein zu demonstrativ conservirt worden; seither ist er aber für daS deutsche Interesse verschollen und kann bei den jetzigen Verhandlungen Ehrgeiz der Orleans, ChambordS und der Nopoleoniden pariren wird, die sich in Cif Nationalversammlung eindrängen, und schon den Unterschied von „republikanischen" und „rovalift'sch^n" Wahlen aufgebracht haben. Wenn es den ehrgeizigen gelingt, die Frage um die Regierungsform vor diese jetzige Nationalversammlung zu bringen, so sind unsere ganzen FriedenShoffnungen verloren. Wenn viese Versammlung zu irgend etwas Anderem benützt werden kann, als daß sie dem Be- dürfniß Frankreichs nach Frieden mit Deutschland den nationalen Ausdruck giebt, die Grundlage dazu annimmt, einige Männer, wie JulcS Favre, als provisorische Regierung einsetzt und zur Ausführung dieses Friedens legitimirt, so hat unsere Armee nur drei Wochen auSgeruht und den schwersten Theil der Jahreszeit ohne besondere Beschwerden überdauert Deshalb hängt eigentlich in diesem Augenblick Alles davon ab, daß Jules Favre, dessen redliche Seele seine französische Natur überwunden hat, sich mit dem deutschen Reichskanzler verständigt, und dieses einfachste Programm zugleich mit den klaren Forderungen Deutschlands vorlegen kann. Von diesen Verhandlungen, welche zwischen Graf Bismarck und Jules Favre seit Abschluß des Waffenstillstandes stattfinden, wissen wir nichts. Dennoch könntn wir aus dem, was bereits geschehen ist, wohl mit Eicher- Die Gegner des Friedens wissen dies recht wohl; darum suchen sie dieses üilifoche zu verwirren. Die Nation bat freilich mit sicherem Instinkt den Ver- Vltrvngsversuch Gambelta's abgeschlagen, während sie Favre und seine Freunde Mt; allein noch steht immer in Frage, ob sie auch ebenso sicher den zudringlichen Deutscher Friede mit der franzöfischen Republik. Ueber die FriedenSaussichten äußert sich die „Poft" folgendermaßen: „Die kage der Dinge in Frankreich ist endlich einfach geworden, und zwar nur dadurch laß Frankreich jetzt gewiß weiß, daß es unterlegen ist und Voß es keine einzige Möglichkeit steht, um mit Erfolg weiter kämpfen zu können. Darauf allein rubt lit Hoffnung des Friedens. Kann diese einfache Erkenntniß nicht zum Mittel sunct aller Brrathungen der zusammentretcnden Nationalversammlung gemacht trrben, so haben wir umsonst gehofft. Bei der Natur unseres Feindes gehörten, um das Einfache zu fassen, dazu i'ckt bloS ein Feldzug, in welchem wir niemals geschlagen wurden, sondern über- ß^upt Ereignisse, welche noch niemals degewesen sind. Die Wunder von Sedan 110 Metz reichten noch lange nicht aus, sie bezeichneten nur die Gefangennahme Kaisers und der Armee als Metier. Die Eernirung von Paris war für die ^kanzosen nur ein Victor Hugo'fcher Roman, den sie heldenhaft spielten; der .^uber, welcher große Heere an der Loire und Somme erscheinen ließ, konnte neue lnvorzaubern, oiy wenn die ersten geschlagen und zertrümmert fein mochten, l^lies das war pHch schon dogewefen; sogar die Helventhaten des Werder'schen l^rps hätte diS^ranzosen nicht erschüttert; nur das für unmöglich Gehaltene Ifat ihnen eie Atlgen auf: die Gefangennahme von ganz Paris, und das in der (^schichte geradezu unerhörte Herauswerfen von 100,000 Mann aus dem eigenen "kiCe, in einem Zustande, wie 1812, und in die mitleidigen Hände eines kleinen itütralen, in Frankreich jederzeit unterschätzten Freistaats, der Schweiz. ,_______ _________________UMW/ Uno doch ist diese Ernüchterung noch so neu, daß jeden Augenblick und daß deutscherseits wohl erwogen ist, was Frankreich verlangen kann. Frankreich r^ch scheinbar kleine Dinge ein Rückfall herbeigeführt werden kann und daß es f 111 c -1- “ "* - — -• fton als Unglück zu betrachten ist, weil Garibaldi mit heiler Haut sich rückwärts mcentriren konnte. politisch so wenig in Frage kommen, als die Orleans, und wenn er in Frage kommt, höchstens insoweit, daß uns Frankreich Vie Sorge für seine Ernährung abnimmt. Nur die freie Wahl über sein künftiges Schicksal kann Frankreich trösten über den Verlust an Land und Leuten, welchen die Gegenwart fordert. Und offenbar hat Gras Bismarck diese Seite der Aufgabe in seiner präcisen Weise aufgefaßt; er hätte sonst nicht so ernst gegen den Versuch Gambetta's, Frankreich in der freien Wahl ein Joch aufzulegen, protestirt; er könnte sonst nicht die Wahlen in Lothringen und im Elsaß zulaffen. Die elsässischen Abgeordneten müssen für den Frieden mit Deutschland stimmen und stimmen dadurch zugleich für ihre Abtretung an Deutschland. Wir suchen nur den Frieden mit Frankreich; was es nach dem Frieden aus sich selbst machen will, geht uns nichts an. Eine französische Republik wäre für uns nicht gefährlich, sondern allein für England; denn dort allein würde sie Nachahmung finden und Zustände erzeugen, welche sich dem kurzsichtigen englischen Ministerium heute noch verbergen und die Rache für dasjenige übernehmen würden, was England an uns gefrevelt hat. Für uns ist vorerst nichts wichtig, als daß wir mit Der französischen Republik den Frieden unterhandeln, und indem wir für unsere Sicherheit sorgen, Frankreich durch volle Freiheit seiner Selbstbestimmung ehren, wie es eine selbstständige große Nation verlangen kann. In dieser Form der Verhandlung läge nicht nur der Frieden, sondern auch die Möglichkeit einer Versöhnung." eDte bereits angekündigte Proklamation Napoleon's an die französische Nation lautet": „Franzosen! Vom Glücke verlassen, habe ich seit meiner Gefangennahme jenes tiefe Stillschweigen beobachtet, welches die Trauer des Unglückes ist. So lange sich die Armeen gegenüber gestanden, habe ich mich eines jeden Schrittes, jedes Wortes enthalten, welches Zwiespalt Hervorrufen konnte. Heute, bei dem tiefen Unglück des Landes, kann ich mich nicht länger in Schweigen hüllen, ohne gefühllos für feine Leiden zu erscheinen. In jenem Augenblicke, als ich gezwungen war, mich gefangen zu geben, konnte ich in keine Verhandlungen über Frieden ein- treten. Da ich nicht frei war, so hätte es den Anschein gewonnen, als seien meine Entschließungen durch persönliche Rücksichtnahme bictirt. Ich überließ der Regentschaft in Paris, welche sich inmitten der Kammern befand, die Pflicht zu entscheiden, ob das Interesse der Nation die Fortsetzung des Kampfes erheische. Trotz der unerhörten Unglücksfälle war Frankreich nicht besiegt, unsere festen Plätze standen noch aufrecht, Paris war im Zustande der Vertheidigung. Der weiteren Ausdehnung der Unglücksfälle konnte Einhalt gethan werden, aber während alle Blicke gegen den Feind gerichtet waren, brach in Paris die Insurrection aus, die Volksverwaltung wurde vergewaltigt, die Kaiserin bedroht. Eine Regierung in- stallirte sich auf dem Stadthause und das Kaiserreich, welchem die Nation soeben zum dritten Male ihre Zustimmung gegeben hatte, wurde durch Diejenigen gestürzt, welche berufen waren, es zu vertheidigen. Meinen gerechten Unmuth unterdrückend, rief ich mir za: Was liegt an der Dynastie, wenn das Vaterland gerettet werden kann? Und anstatt gegen die Verletzung des Rechtes zu protestiren, richtete ich den heißesten Wunsch auf den Erfolg der Nationalvertheidigung. Die patriotische Hingebung, welche alle Claffen, alle Parteien bewiesen, erfüllte mich mit Bewunderung. Aber jetzt, wo der Kampf unterbrochen und die Hauptstadt nach Helden- müthigem Widerstande gefallen ist, wo jede vernünftige Aussicht auf den Sieg verschwunden, jetzt ist es Zeit, von Jenen, welche die Gewalt usurpirt, Rechenschaft zu verlangen für bas unnöthig vergossene Blut, für die aufgehäuften Ruinen, für die verschleuderten Hilfsquellen des Landes. Das Schicksal Frankreichs kann nicht einer Regierung ohne Mandat überlassen werden, welche, indem sie Die Verwaltung desorganisiere und nicht eine jener Autoritäten bestehen ließ, welche ihren Ursprung dem Stimmrechte verdanken. Eine Nation kann einer Legierung nicht lange Gehorsam schenken, welche kein Recht hat, zu befehlen. Ordnung, Vertrauen und sicherer Friede wird nur dann erzielt, wenn das Volk befragt worden ist über jene Regierung, welche am meisten befähigt ist, das Vaterland von den Leiden zu befreien; unter den feierlichen Umständen, in welchen wir uns befinden, ist cs nöthig, baß Frankreich einig fei in seinen Bestrebungen, Wünschen und Entschließungen. Dies ist das Ziel, welches alle guten Bürger bestrebt sein müssen, zu erreichen. Wag mich anbelangt, gebeugt durch so viele Ungerechtigkeiten und bittere Enttäuschungen, so will ich heute nicht jene Rechte in Anspruch nehmen, welche ihr mir vier Mal in 20 Jahren freiwillig übertrugt. Angesichts unseres Unglücks ist fein Raum für persönlichen Ehrgeiz. Aber so lange nicht das Volk, in regelmäßigen Wahlen versammelt, seinen Willen kundgegeben hat, wird eg meine Pflicht sein, als wahrhafter Repräsentant der Nation mich an dieselbe zu wenden und zu sagen: Alles ist unberechtigt. Nur eine aus der Volkssouveränetät entsprungene Regierung, welche über den Egoismus der Parteien sich zu erheben vermag, kann eure Wunden heilen, eure Herzen der Hoffnung und eure entweihten Kirchen euren Gebeten wieder eröffnen und Arbeit, Einigkeit und Frieden in den Schooß des Vaterlandes zurückfuhren Wilhelmshöhe, 4. Februar 1871. Napoleon." (Nach einer Mittheilung des „Etoile beige" ist in den Straßen von Brüssel ein Mauer- anschlag mit Der Unterschrift Des StaatSraths Conti (CabinetSchef des Exkaisers) angeheftet, welcher Die Erklärung enthält, Daß Die Dort verkaufte Proklamation Napoleons 111. gefälscht sei und Der Urheber Der Fälschung gerichtlich verfolgt werben soll. — Ob vieS bie obige ist, ist nicht zu erkennen.) Darmstadt, 13. Febr. Ueber die Erderschütterungen vom Freitag empfangen wir ferner Berichte aus Rothenberg bei Hirschhorn, Neunkirchen, Reichenbach, Groß-Hausen, Lorsch, Neu-Isenburg und Hirzenhain am Fuße des VogelöbergeS, welche sämmtlich darüber übereinstimmen, daß Der Morgens halb 6 Uhr beobachtete Stoß an Intensität alle bisher beobachteten übertraf. In Reichenbach schlugen die Glocken an, und in mehreren Orten des Thals fielen Steine von den Schornsteinen auf Die Feuerherde; ebenso von einem Schlot der Ultramarinsabrik Marienberg Der aus Sandstein bestehende Kranz. In Reichenbach bemerkte man bei mittlerem Barometerstand und ruhiger Luft ein elektrisches Flimmern am südlichen Himmel. In Schönberg will man in derselben Richtung ein solches wie aus dem Berg hervorkommend gesehen haben. In Lorsch stürzten mehrere Schornsteine ein. Die bereits außer Bett befindlichen Leute konnten sich nicht aufrecht halten, und riefen einige derselben um Hülfe. Auch gestern und in letzter Nacht wurden mehrere Erdstöße beobachtet, von welchen Der gestern Morgens um y211 Uhr unD der von heute früh 3/46 Uhr Die stärksten waren. Bei Dem erstgenannten Stoße beobachteten wir genau die Richtung von Nord nach Süd, inoem in dem nach Norden gelegenen Saale un* serer Officin zuerst Die Fenster erklirrten und erst nach einigen Secunden Lampen und sonstige Gegenstände in unserem Saale nach Süden in schwingende Bewegung geriethen. Ein Beobachter im Freien theilt uns mit, daß das bei dem Stoß ver- nehmbare Geräusch diesmal nicht ein dumpfes Dröhnen, sondern mehr ein metallischer Klang, gleichwie von einer Militärmustk herrührend, gewesen sei. Die Stäbe eines EisengelanderS, vor dem er sich gerade befunden, seien in immer rascher rotirende Bewegung gerathen. Der Stoß von heute früh war weniger heftig und währte etwa 3 Secunden. Die Richtung war dieselbe wie bei dem vorgenannten. Von einem heute Nacht stattgehabten Erdstoß, der dem letztgenannten an Stärke gleichkam, vermögen wir die Zeit nicht genau anzugeben; derselbe möchte gegen i/23 Uhr sich ereignet haben. Frankfurt. Da viele französische Geschäfte in Paris beschlossen haben, keine Deutsche mehr anzustellen, so hat, wie wir vernehmen, eine Anzahl hiesiger Firmen, welche mit Paris Geschäfte machen, beschlossen, ihre CorresponDenz mit Den dortigen Häusern nur deutsch zu führen. Berlin. Es flieht wenige Familien, denen der jetzige Krieg nicht ein oder das andere schwere Opfer gekostet hätte, aber gewiß hat keine so schwere Opfer zu beklagen, wie die des preußischen Obersten v. Werd Hern, denn dessen sechs Söhne, Die als Offiziere Dienten, sinD auf Dem FelDe Der Ehre umgelommen. Berlin, 10. Febr. Die Repartition Der von Der Stadt Paris zu zahlenden Contribution von 200 Millionen Francs, auf 63 Millionen Thaler abgerundet, ist der „Corresp. St." zufolge der Art erfolgt, daß der nordoeutsche Bund 50 Millionen erhält, während 13 Millionen auf die süddeutschen Staaten fallen. Düsseldorf. Die Stadt Düsseldorf hat dem Generalstabschef der kronprinz- lichen Armee, Generallieutenant v. Blumenthal, das Ehrenbürgerrecht verliehen. Leipzig, 9. Febr. Auch die GemeinDebehörden der Stadt Leipzig haben, wie mitgetheilt, den Grafen Bismarck uns Moltke das Ehrenburgerrecht verliehen. München, 11. Febr. Zu Vertretern Bayerns im deutschen Bundesrath hat der König ernannt: 1) Den Staatsminister Der Finanzen v. Pfretzschner, 2) Den Staatsminister Des Handels und der öffentlichen Arbeiten v. Schlör, 3) den Staatsminister der Justiz und des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten v. Lutz, 4) den außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Bayerns am Berliner Hofe Freiherrn Pergier v. Perglas, 5) den Obersten unv Referenten im Kriegsministerium Theodor Fries unD 6) Den Ministerialrath des HanDelsministeriumS Georg Berr. — Der Letztere war bisher bayerischer Bevollmächtigter beim Zollbundesrath. Aus Lyon vom 4. D. wird der „JnDependance" gemeldet: „Das Corps des Generals Cremer, welches sich auf Gex zurückzog, war gezwungen, wegen Der Terrainschwierigkciten 40 Kanonen vernagelt zurückzulaffen. Brest. In den bei Lanvernau angesammelten, für Paris bestimmten Schlacht« viehheerDen ist Die Rinderseuche auSgebrochen. Die Thiere fallen so zahlreich, daß es unmöglich geworden ist, Dieselben einzuscharren; die Cadaver werden daher auf Kriegsschiffe verladen und von dort ins Meer versenkt. Aus Beutimiglia, 10. Febr., 1 Uhr 55 Min. Nachm., erhält die „A. A. Z." von unbekannter Hand nachfolgenDeS italienisch abgefaßte Telegramm: „Nizza ist in Revolution. Viele Verwundete. Die Bevölkerung belagert die Präfectur und verlangt den Anschluß an Italien unter Dem Rufe: „Es lebe Deutschland!" Telegraphische Depeschen. △ Bordeaux, 12. Febr. Jules Favre ist hier angekommen. △ Bordeaux, 12. Febr. Heute um 3 Uhr wurde die vorbereitenDe Sitzung Der Nationalversammlung eröffnet; anwesend waren 250 bis 300 Deputirte. Benoit d'Azy führte als Alterspräsident Den Vorsitz. Er betonte, Daß Die gegenwärtigen Umstände eine sofortige Constituirung Der Versammlung erheischten, wenn auch Dieselbe noch nicht vollzählig sei. Seine Worte wurden allseitig beifällig ausgenommen. Emanuel Arago bemerkte, Die definitive Constituirung könne nicht vor einigen Tagen erfolgen, da die Protokolle über die Wahlen erst einzulaufen beginnen und die Resultate von 28 bis 30 Departements, insbesondere von Paris und den vom Feinde besetzten Departements, noch nicht bekannt seien. Der Präsident brachte Den Antrag auf sofortige Constituirung Der Versammlung zur Abstimmung und wurde derselbe ohne Widerspruch angenommen. Jarcy schlug vor, die Wahl eines definitiven Bureau's solle erfolgen, sobald als Die Hälfte Der Mitglieder anwesend seien. Der Ernst Der gegenwärtigen Lage gestatte nicht, Die gewöhnlichen Regeln zu befolgen. Der Alterspräsident beantragte, Die vier jüngsten Mitglieder zu Secretären zu ernennen. Hierauf folgte eine kurze Debatte, an welcher sich Garnier-Pages und Dupont beteiligten. Dalot betonte, daS Land wüßte, daß eine gesetzmäßige Gewalt an seiner Spitze stehe. Girard ver- theidigte ebenfalls die sofortige Ernennung Der Secretäre. Der Antrag des Präsidenten wird angenommen und Castellare, Tanneguy-Duchatel, Wiron unD de Remusat roerDen in Das Bureau berufen. Die Versammlung vertagt sich hieraus auf morgen 1 Uhr Nachmittags. Die Sitzung wird alSDann in Dem gewöhnlichen Sitzungssaale stattfinden. 4- Bern, 13. Febr. Der „Bund" meldet: Die Berichte aus den Cantonen ergeben 1798 internirte Offiziere, 79,789 Mannschaften und 10,000 Pferde. General Herzog ist ermächtigt worden, zwei Brigaden Der Grenzbesatzung zu entlassen. 4- Brüssel, 14. Febr. Der „Etoile beige" bringt folgendes Verzeichnis der Pariser Wahlergebnisse: Louis Blanc, Garibaldi, Rochefort, Gambetta, Pyat, Saisset, Thiers, Quinet, Schoelcher, Joignaux, Pothnan, Dorian, Henri Martin, Micage, Locroy, Arnoud, Delescluze, Dufraiffe, Peyrat, Langlois, Littre, Affy, Floquet, Milliere, Arth. Arnould. Der Ballottage werden unterworfen: Favre, Cochin, Gambon, Raue, Malon Greppo, Ulrich Flonvielle, Faidherbe, Cremieut und Asigne. Es wurde Befehl erteilt, Berezowski freizulaffen. 4- Brüssel, 14. Febr. Die deutsche Gesandtschaft zeigt an, daß sie nicht mehr im Stande sei, Paffirscheine nach Frankreich zu erteilen. △ London, 14. Febr. Ein Telegramm aus Bordeaux meldet: Das Parlament ernennt nach der Präsidentenwahl eine Commission von Drei Mitgliedern, welche nach Versailles gehen soll. Die Wahlprhfungen werden hierauf fortgesetzt. Nach Rückkehr Der Deputation von Versailles soll über Den Friedensvertrag verhandelt unD im Annahmefalle Das Parlament vertagt und in Paris wieder eröffnet werden. sibN oöuu ft. N: ..sä* . s ten Eich Mr in W {rrrn J b 201 3 Vechej * ■ b, SÖ>,e|,F‘ «ft K ... Myfi SÄ SÄ 492, 'Wer i m /W * ”al .r r Di b"l ' »HS DS * « l.tn , EM« Win |ut d 1 wir ccn biMi M" *X® Dm« i>™*, lote Satin W Inert v- Wsiatung zu ü tuung mgenomm totrttn, um tint lltitung ns H' Meint Ausgabe i (5 Sollen unte tdjwierigt«, da u iso daß allt ®eg iDtn mußten. Ktslnve, beim \ uin Aolgt von 6 ßhauSthür wegge anit Ttvolt zuu Waggons auf), Mtihe zmisih.'N I Mgenivtlttt so i . Zelle anweifen, war man vor 2 Im uns an tim Utauntvlin gk-i Lchildwache Dabi teanS und erjidi 11.5 Wagen zusai k ckgen. Da tr ciwnto ttns Orleans per A litint Wagknvtts !Transporte mit wno M nur urum machen, n Seriell und öi unD da ich mich M^ggons fein ä ^tleanö unv erf M« mit einer unserer & fllU£b meinen $Iq Mieten unD ha. über Ql Ihr, n ■ "tn J’xt »gtio-vri Gießen, im Februar 1871. Rübsamen. Ul ^Imtorgetreiji Wechsel. Oberhessen k 66 3i 2o o G. • zmchten unv hatte vre ^enugtyuung, zu erfahren, oatz-perr ^osimann leiegrapgqty 1 In r'^.au[tragt tooröen sei, Die vorgeschlagene Verbindung zwischen Lagnv unv (Sorbnl n Feilgebotenes CO 479) zuste- soll die der (Gemeinde Daubringen ! in guter Qua- ArbeitSversteiqeruilg. kaufen. nm k. k. k. k. k. k. k. Wien ditto ditto Disconto Braunschweiger 163 4 Stadt Madrid 217 N 8. S. 8. tND'tkü S'jnteose 601 Ernst Hermes, Materialist. k. 8. k. 8. in. 8. 1. 8. Iastdverpachtuiist. Mittwoch den 22. d Mts., Nachmittags 2 Uhr, Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Cöln Hamburg Leipzig I London tadln: „Das : gkjruza, wrgtit tc 5 5tB) derirlb, 8. 1001 4 8. 997 8 8. 105 8. 97 S. 1047 Q 8. 88' h Aellen. Frankf. Bank 1301/4 Franks. Vereins-Kasse 102'2 Darmst. Bankact. 317 Wien Bankactien 693 Galizien 231 soweit sie nicht gleich mitgenommen werden konnten, besonverS unsere schweren Kisten, vom Bahnhof in das uns zum Magazin angewiesene Haus in Lagny; dann wurde geladen, was nur möglich, und was vor allen Dingen am nötigsten war, wie z. B. die Bekleidungsgegenstände für die Division und die Kisten für den Stab, und damit setzte sich der aus 28 Wagen bestehende Train in die Richtung nach Corbeil in Bewegung. In dem Zeitraum von 14 Tagen dürfte auf diesem Wege der ganze aufgehäufte Vorrath von Lagny nach Orleans geschafft worben sein, während nach der alten Route bei 35 Wagen gewiß 8 Wochen oder noch längere Zeit dazu erforderlich gewesen wäre. Auf Befehl Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Ludwig übergab ich nun Herrn Calculator Hoffmann fämmtliche noch in Lagny liegenden Vorräthe zum Weitertransport und reiste in die Heimath zurück voll Bebauern, baß es mir nicht vergönnt war, meine mitgebrachten Gaben unseren Solbaten, namentlich denen des zweiten Regiments, selbst austheilen zu können. Wenn ich meinem Berichte noch einen Rath an die Angehörigen der im Felde stehenden Soldaten zusügen darf, so ist es der: bei Absendung von Gaben diese recht gut zu verpacken, die Adressen deutlich darauf zu schreiben und keine Gegenstände einzupacken, die leicht zerbrechlich sind ober ververben. Die Absender können dann versichert sein, baß vie Gaben in die rechten Hände kommen oder daß sie dieselben wieder zurückerbalten. 15 Wagen zusammen seien; ich möge nur einstweilen meine Vorräthe unter Dach trügen. Da entschloß ich mich, selbst nach Orleans zu gehen, um dem Divisions- tsmmando den Plan vorzulegen, die Sendungen statt wie bisher von Lagny nach »,Q (jQO,CDC iol auf dahiesigem Rathhause die den Fried- ch Furckel's Eheleuten gehörige ... IO.VUV cJtlftr. . 30 Stecken desgl. Prügelholz, 60 „ desgl. Stockholz, 310 „ desgl. Reisholz. Die Zusammenkunft ist beim Pflanzgarten. Griedel, den 14. Februar 1871. Fürstliches Rentamt. Menge l. Bericht meine Sendung nach Frankreich zur Begleitung der Liebesgaben für die Anaebörigen unserer Division, insbesonvere des II. Regiments, von CH. Rübfamen. (Fortsetzung und Schluß.) 400) Sechs Nohrftühle und drei Paar Fensterläden sind in Vit. B. Nr. 116 zu verkaufen. hende am 1. März l. I. leihfällig werbende Feld- und Waldjagd aus unserem Bureau auf weitere 6 Jahre meistbietend verpachtet werden. Daubrinaen, am 13. Februar 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Daubringen. H ä m m e r l e. (Eingesandt.) Theater. Als ein Ereignis in der diesjährigen Theatersaison dürfen wir wohl die am Freitag und zwar zum Benefiz für Herrn Di ehe stattfindende Aufführung von Lesfing'S „Minna von Barn Helm" betrachten. — Dec Benefiziant bekundet durch die Wahl gerade dieses Stückes eine durchaus würdige Richtung seines Geschmackes und wollen wir, dem Kunstsinne unseres Publikums vertrauend, hoffen, ban es durch zahlreichen Besuch seiner Anerkennung Ausdruck geben möge. — DaS die Aufführung selbst betrifft, so hören wir auS zuverlässiger Quelle, daß auf dieselbe der größte Fleiß verwandt wird, um daS Werk des klassischen Meisters würdig über die Gummi - Gdasticum- Auftösnng, Stiefel, Pferdegeschirre, Spritzen- schläucbe wasserdicht, weich und mild zu machen, pr. Glas 12 fr., mi bfineatfR 54la): ialti *c t:j Uxt rrrten t^cr Frankfurt a M. E. DZolfg. Tertvr. Q dir,1.1 ran; kn Datfj’.ant l1 ?i4t*. .. Op(e^en Angst unv Aufregung, die ich nie vergessen werbe. \ lität, Limburger Käse,' empfiehlt F r. Scbwaa b. Nuhrkohlen. 233) Ich habe gute Mischkohlen täglich in Wagenladungen ü 200 Ctt abzug den. machen jeder Art Leder, Schuhe und Stiefel, pr. Pfund 32 fr., fabricirt von Ernst Hermes, Materialist. 496) Feinste- XBliiibcnntcbl stets zu Ihaben bei Fr. S cb w aa b. Die Zusammenkunft ist in der Synagoge zu Groß-Bnseck. Rödgen, am 11. Februar 1871. In Auftrag: L- Hahn, Bezirksbauaufseher. 1 öti Dberjeg unt ta 6 ' itnalttth tu her b^rn^fr öesol- 'h 12 Hofraithe auf dem Asterweg, gibt 463/< kr- Rente, sittlich meistbietend versteigert werden. tüetzen, den 14. Februar 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Ortsgerichtsmann. NB. Nach Nachrichten von Lagnv sind am 6. Februar bereits 5 Eolonnen abgegangen und erwarte ich täglich Bericht von der letzten Colonne. Actien. Oest. Creditact. 2405/g 5% östr. F. St. E. B. 365'/^ Lombard. Bahn 1733/i Ladwigsh.-Bexbach 164 Maxbahn 1083/< Bayer. Ostbahn 124 Vs Hess. Ludwigsb.-Act. 135 Vr \Jsen/bahn-Aßtien 85* } kein Mangel war. Am 18. Januar Nachmittags gelangte ich nach - Kleans unv erfuhr zu meiner Freude, daß Herr Calculator Hoffmann am Tage ^'"'^vvkher mit einer Colonne von 26 Wagen nach Lagnv adgegangen fei, um einen .r* :,l3|fil unserer Vorräthe zu holen. Dem Divisionscommando legte ich alsbald cä meinen Plan vor, eine ständige Colonne zwischen Lagny und Corbeil ein- . ...-‘n $ engten und hatte die Genugtuung, zu erfahren, daß Herr Hoffmann telegraphisch -'in r. Schlör, 3] ^rschngiei Ämißa 953 s Orleans per Achse zu besorgen, wozu für jede Tour 10 Tage erforderlich waren, eine Wagenverbindung zwischen Lagny und Corbeil einzurichten, unv von da die Transporte mittelst Eisenbahn nach Orleans gehen za lassen, welcher Weg hin tno zurück nur drei Tage in Anspruch nimmt. Ich konnte diesen Vorschlag da- nom machen, weil ich in Erfahrung gebracht hatte, daß der Verkehr zwischen - ci?r 4 Ccrbeil und Orleans jetzt wieder mittelst Lokomotiven hergestellt werden könne, r ' 'm: ta ich mich nachher auch auf der Reise Überzeugte, daß an Lokomotiven unv Holzversteiqerunq. t-K) Montag den 20. d. Mts., des Morgens um halb 10 Uhr, d in dem Fürstlich Solms-Braunfelsischen kcvzemwald bei Dorf-Güll nachverzeichnetes offeutlid) versteigert werden: w 5tücf 0 ich en- u. Ftchten-Stainmholz, 5500 Cubiksuß enthaltend, worunter viel Wagncr-Werkholz sich befindet, V Ämbosklötze, 11 Schichten Etchen-Reiser, zu Fachger- ten sich eignend, _v Stecken l^ichen-Werkbolz, ! latent - .M ! zum Erweichen und Geschmeidisi- Waggons auf), blieb nichts weiter übrig, Reih« zwischen die Schienengeleise aufzustapeln und bei dazu noch eintretenvem^ RcgkNwetter so gut als möglich zu verwahren. Ich ließ mir nämlich französische ßflte anweisen, mit denen ich die Kisten rc. zudeckte. Bei aller Wachsamkeit aber^ var man vor Schaden keinen Augenblick sicher, und ich konnte nicht vermeiden, tag uns an einem Tage eine Kiste mit Stiefeln erbrochen, am folgenden ein Faß! Lraintwein gestohlen, am dritten abermals eine Kiste aufgebrochen-wurde, obgleich Cchilvwache dabei stanv. In meiner Roth telegraphirte ich nochmals nach Orleans und erhielt alsbald die Antwort, eine Colonne werde abgchen, sobald nur hilft! “.'■'•’l »h. Prioritäten. 3°/0 öster. Stsb.-Prior. 56 3°/0 öst. s. Lombard 47 3°/0 Livorneser 315/g 5U 0 Toscaner 50 5% Elisabeth.-Prior. 77V< do. II. Emiss. 813 4 Von Lagny aus, wo ich auch Herrn Calculator Hoffmann aus Darmstadt traf, der jene Gabensenvung vom September hierher begleitet hatte, telegraphirte ich abermals nach Orleans und bat um Sendung einer starken Wagenkolonne, '< möty, tzjer ein Fuhrwerk unmöglich aufzutreiben war. Unsere Lage war um so pein- (iAer, da hier sehr häufig Diebstähle vorkamen, so daß wir unsere Güter durch ^en- him hoppelte Wacheposten mußten schützen lassen, unv da man uns von Seiten der ' d'Mztr Hi,. Nabaverwaltung fortwährend drängte, unsere Wagen zu entladen, ohne daß wir ' *" mii zn.iu» h.^ton mnhtn mit nnft>r<>r Mnsse ttnn Nnrräthen nud wie sie unter 482) Freitag den 17. Februar, Nachmittags 1 Uhr, soll die Fertigung eines Pfahlspaliers ; ben israelitischen Friedhof zu Groß Buseck ^ öffentlich wenigstnehmend in Accord gege ...1Z i" Lunchten. In Orleans, wo ich Gelegenheit harte, einige Söhne Gießens zu / IltluA ^Dirchen, war natürlich meines Bleibens nicht lange, da es mir darum zu thun 3 ;ie •1 »ar, mit Herrn Hoffmann zugleich oder früher wieder in Lagny zu sein. imr M ( Am 20. Jan. kam ich wieder in Lagny an unv einige Stunden später die ".. . - r rin I'-'Wagenkolonne. Zunächst brachten wir nun mittelst Fuhrwerk unsere Vorräthe, , .....IglMI■■■................. ■» £ llfl tetcitt, t* i di--- Beefteiqeruugen. *.1. l :<» l11" "' ISl, Donnerstaa bin 30. März d. I., 11 Nachmittags 2 Uhr, tteldisorteii. Pr. Cassen-Soh. 1 44“ j-455 Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 46—48 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 10 8t. 9 54—56 Uucaten . . 5 37—39 20 Frankens!. 9 30'/z—311 3 Engi. Sover. 11 55—59 Russ. Imper. 9 47—49 Dollar in Gold 2 27 — 28 Raths gewußt hätten, wohin mit unserer Masse von Vorräthen u»d wie sie unter ten obwaltenden Verhältnissen zusammenhalten. Wir suchten das Ausladen von Tag zu Tag zu verschieben, lebten aber in dieser ganzen Zeit in einer fonwährea- ... vtll .... ö, ' ' 5'7" Es traf zwar nach drei : 10 (eA| Jagen eine Colonne von 42 Wagen ein, allein leiver nicht für unsere Sendung, |Onr?rn für die schon länger hier liegenden, von September und früher, und da ' ' su zMii, vif Ocn beständigen Aufforderungen auszuladen und den damit verbundenen Dro- N obgcruntei’ duigen nicht länger mehr widerstehen konnten, faßten wir den Entschluß, uns em / -'4)i tzullb Haus anweisen zu lassen, um darin unsere Vorräthe unterzubringen. Ein Haus ' faQtn. ließ sich leicht finden, aber es fehlte wieder am Nöthigsten, nämlich an Mitteln, 'r - trr frcnpnni die Sachen dahmzuschaffen. Da erbot sich der Führer jener Wagenkolonne, Frei- ■ -tjfrnif v«. Herr v. Lersner, mir drei Wagen und Drei Pferde zurückzulaffen, um damit unsere VuSladung zu bewerkstelligen. Mittlerweile war die Verladung der älteren Sen- bunß vorgenommen, und da noch 4 Wagen leer blieben, konnten diese benutzt k 1 Inerten, um einen Theil unserer neuen Sendung mitzunehmen, der auch unter Be- gkitung des Herrn Calculator Hoffmann am 15. Januar in Orleans ankam. Mine Aufgabe war nun, das Uebrige in Sicherheit zu bringen, wobei ich von 6 Soldaten unterstützt wurde. Das Geschäft der Ausladung war aber ein sehr schwieriges, da unsere Wagen hinter einem andern Zug im zweiten Geleise standen, so daß alle Gegenstände über den vorderen Zug binübergereicht und gehoben werten mußten. Einen Transport nach Dem Lagerhaus brachten wir glücklich zu verfertigt von (475)__ 495) Essiggurken, Sardellen, Häringe, Preuss. 4Vzd o Oblig. — Frankf. 3';2O/o Obi. 81 Nass. 4*/2 J i) Obi. 91' b Korhess. 4% „ 82',» Gr, Hess. 5J q Obi. 1" 11 . ft ft 40/0 . 93'/4 » « 3'/2o/o , - Bayer. 5% „ — « 4'/2o/o 1jährige 92'/2 „ 40/0 1jährige 86 Würtemb. I'/zO/o Obi. 911 2 Baden 4‘/20/0 Obi. c. E. L. 91* Oesterr. Silberrente 55i/2 n Papierrente 477/s „ 5% M. steuert*. — Amerik. Bonds 1881r 98'/g „ 1882r 953 g „ n 1885r 95 „ n 1887r 95 Spanier, neuest. 3% 30Vis h ltd wjj Id k , i * * i f»** K .)<«*. P *** t«- jfrf*1 * afcrtfN j, . Mt td ” . fi/n' 6 __.. fj,nn flWdfb# bPM Bühne gehen iu lassen. Das Stück an und für sich dürfte dem größeren Theile des Publikums Äiande, beim zweiten aL er erfaßt fa?O z s Ps \ oui ber tz^eture woh! bekannt sein, und halten wir es für überfiüssig, über dasselbe nach irgend llt Folge von Erschöpfung und einen unserer Wagen wurde uns gar Chroa6 hinzu;ufügen, außer der Bemerkung, daß auch in Rücksicht auf die gegenwärtigen Zeit- HauSthÜr weggestohlen. So aller Hilfsmittel baar und auf der andern Seile IVerhältnisse bie Wahl eine gan^ vortreffliche genannt werden darf, und umsomehr, als Herr Dietze, Bit Gewalt turn Ausladen gezwungen (man schlug uns sogar die Schlösser der der sich als fleißiges und streb,ameö Mitglied unserer Bühne durchaus bewährte, den jetzigen Feld- * ala unsere Norrätbe in ein<*r (anaen zug zum Theil mitgemacbt und sein Benefi; also ein doppeltes Interesse rege macht. Hoffen wir L-r- ."V..,alfo, berj der ;w-ile Sitel d-s Stück.s „Eoldat-nglück" dem B-ncsi,i->nten ein gute« Omen fei. 452) Bei Adolf Mannberger Wittwc, wohnhaft bei Herrn Schlosfermctster Lehr-Bestellungen erbitte ich an mich oder den mund auf dem Neuenweg, ist ein noch Herrn im guten Zustande befindliches Küfer- (f D. ScvtOV. Ql*. Werkzeug aus freier Hand billig zu ver-s richten. g Mein Tuch und Bukskin Lager, zu billigen und festen Preisen, empfehle bestens. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pistor. 61) Häckselmaschinen, Dickwurzmühlen, Oelkuchen- brecher der verschiedensten neuesten Construction, stets vorräthig bei Georg Nenzel (Maschinenfabrik.) Vermiethuugen. 483) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen und kann sogleich bezogen werden bei Bäcker Kuhn, am Kreuz. 474) Ein möblirtes Zimmer vermiethet Wernhard Brück, Flügelsgasse. 494) Eine Mansarden-Wohnung mit 4 Zimmern, Küche und Zugehör ist im Ganzen oder auch getrennt bis zum 1. April zu vermiethen. PH. Bauer, ___________________Mühlgasse Nr. 72. 455) Ein neues Haus ist ganz oder auch getrennt sogleich zu vep. mielhen bei Dr. Königer. 421) Im Cafs Ebel ist ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und Zubehör, pr. 1. Mai beziehbar, zu vermiethen. 159) In meinem Hause ist ein Familienlogis von 7 Zimmern, 3 Kammern nebst allem Zugehör zu vermiethen und vom 28. März an zu beziehen. Frau Advocat Wießell. Vermischte Anzeigen. 497) Ein kräftiger Junge wird unter günstigen Bedingungen in die Lehre gesucht von Bürstenmacher Djinter, ______________________in Gießen._________ 297) Ein zuverlässiger Pferdeknecht kann gute Stellung erhalten und sogleich emtre^ ten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 493) Ein zuverlässiges Mädchen sucht Stelle als Schenkamme. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________________________ 486) Wir suchen einen Commis zum sofortigen Eintritt. _______Gebr. Homberger & S ö hne. 345) Eine tüchtige Köchin wird für eine Restauration in Marburg zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. dieses Blattes.____________________________' 498) In Lit. D. Nr. 39 wird ein Mädchen gesucht, das kochen kann und alle häuslichen Arbeiten versteht. 490) Unterzeichnete empfiehlt sich hiermit im Fcdcrnputzen. Christine Weber, wohnhaft bei L ud w. W e l ck e r, Judengasse. Z Lhkilter in Gießen. Freitag den 17. Februar 1871. Abonnement suspendu. Zum Benefiz für Herrn R. Dictze. Zum E r sr e n m a l e: Minna von Barnhelm, oder: Das Soldstknglück. Lustspiel in 5 Acten, von Gottlieb Ephraim Lessing. Zu dieser meiner Benefiz-Vorstellung erlaube mir, ein kunstsinniges Publikum ganz ergebenst einzuladen. Hochachtungsvoll Robert Dietze. | Daheim | Die Rr 20, die neueste Kriegs- AN nummer, enthält: 3 = Der Generalinspecteur der preußischen Artillerie. Mit dem Porträt des Generals von Hindersin. — Die Helden der Arbeit. (Fortsetzung.) Roman von M. v. Schlägel. — Pariser Luftballonfahrten. Mit drei Illustrationen: Der Luftballon in der Schneewolke; in der Nacht über der belagerten Riesenstadt; der Sturz in's Meer. — Vor und um Paris. VIII. Von Georg Hiltl. — Am Familientische: Geflügelte Hausarme. Zu dem Bilde: Gedenket der Vögel im Winter! Von F. Specht. — Vorpostenablöfung bei Paris. Zu dem Bilde von O- Fikentscher. — Des deutschen Reichs Kleinodien. Mit Illustration. Preis pro Rümmer 2* 2 Sgr Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E. Heinemann, I. Ricker. Lebensversicherungstmnk f. D. in Gotha. 341) Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt im Jahre 1870 waren durchaus günstiger Art. Es sind derselben wiederum 2373 neue Mitglieder mit einer Versicherungssumme von 5,133600 Thlr. beigetreten, wodurch nach Abzug des mäßigen Abgangs' die Zahl der Versicherteü auf 36,400 Pers., die Versicherungssumme auf 68,100000 Thlr., der Bankfonds auf ... 17,000000 Thlr. gestiegen ist. Die Einnahme an Prämien und Zinsen betrug etwa 3,150000 Thlr. Für 786 Sterbefälle, einschließlich der wenigen durch die Kriegsversicherung veranlaßten, wann 1,380,000 Thlr. zu vergüten, — ein Betrag, der wesentlich unter der rechnungsmäßigen Erwartung steht und den Versicherten eine abermalige gute Dividende in Aussicht ftelli In diesem und den nächsten vier Jahren werden über Drei Millionen Thaler vorhandene reine Ueberfchüsse an die Versicherten vertheilt, was für das Jahr 1871 eine Dividende von 34 Prozent, für das Jahr 1872 eine solche von 37 Prozent ergibt. Durch eine neue Einrichtung in der Prämienzahlung wird der Zutritt zur Bank wesentlich erleichtert. Versicherungen werden vermittelt in Gießen durch Buchhändler A. Ricker. Büdingen „ Ortseinnehmer Louis Höhlev. Lich „ Lehrer H. K. Walz. Marburg „ Oscar Ehrhardt. Sendungen zur Hessischen Division. Unsere Expedition Nr. 12, welche wir heute, unter gütigem Beistände des Großh. Etappen-Commandos Darmstadt, von hier absandten, bestand aus 2200 Collis an einzelne Soldaten, und aus einer allgemeinen Liebesgabe von 2500 Liter Rum. Da es ungewiß ist, ob wir noch eine folgende Expedition abgehen lassen, so bitten wir, uns, bis auf gegentheilige Bekanntmachung, keine Päckereien mehr zugehen zu lassen. Darmstadt, den 11. Februar 1871. Das Comite zur Verpflegung Hessischer Feldtrnppen. «Ohly. Blumenthal. Kriegs- und Friedensnnmmern der Gartenlaube. Die Nr. 7 bringt folgende Beiträge: Pulver und Gold. Den Mittheilungen eines Offiziers nacherzählt von Levin Schücking. (Fortsetzung.) — In den Ruhmes- hallen Frankreichs. Von Hermann Küchling in Versailles. Mit Illustration: der deutsche Weihnachtsbaum in den Ruhmeshalleu von Versailles. Nach, der Natur ausgenommen von Otto Günther. — Wie Mühlhausen französisch wurde. | Von Venedey. — Um Paris herum. Von Friedrich Gerstäcker. I. — In den Batterien | vor Paris. Von unserem Feldmaler F. W- Heine. Mit Abbildung: Beim Batte- ■ rieb au vor Paris. Nach der Natur ausgenommen von dem Verfasser. — Blätter I u. Blütben: Ein Jägerstücklein vor Paris. Von R- L . . . g. — Goethe in Straß- I bürg. Von A. Fr. — Graf Moltke als Lieutenant. — Kleiner Briefkasten. Wir halten lei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser (£cnti°Dpän6i8e $ Wt UH (tt ^muiantoj