Wnitonbiutiu #B ' des Henn Säfc "»iefn, „k : 14» htt' bi'» .hrt* Publik"" ;s i;Ä Löbach. et^T gail, iidjhnifl M ' Sein Zier. aiser.“ s-Jrtira- (hr'onon^# p ioffmdffo. arl jpcffmonr. jMW'. itMimtnii icil)C. M. d°s f* Mti’ti Zahl . den 20. V .afrr* UM " ''/.‘.v auf ' V-'-M >L '?! "*£ jfll »lll Preis vierteljährig 1 fl. 12 h. mit Bringerlohn. Durch bt< Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gitßnier AnZlger. Erscheint täglich, mit Aus. nähme Montags. Expedition: Canzletberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Rr. 187. Dicnstlig dm 15. Augnst_________________ 1871. Amtlicher T h e i l. Betteffmd: Den Zustand des Faffelwesens im Kreise Gießen. Gießen, am 4. August 1871. Das Groh herzogliche 3ir ei samt Gießen an die Grohherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehend thcilen wir Ihnen das Resultat der Besichtigung mit, welche dnrch die von dem landwirthschaftlichen Bezirksverein bestellten Commissionen im laufenden Jahre vorgenommen wurde. m ersehen daraus , daß der Zustand des Fasselwesens nicht ganz so befriedigend befunden worden ist, wie im vorigen Jahre. Es fanden sich im Ganzen 73 Ochsen gegen 77 Ochsen im vorigen Jahre. Unter jenen 73 Ochsen wurden bezeichnet 15 als sehr gut gegen 27 in 1870, 37 als gut gegen 35 in 1870, 15 als tauglich gegen 11 in 1870, 6 als untauglich gegen 4 in 1870. I" mehreren Gemeinden ist die Zahl der Ochsen im Verhältniß zum Viehstand zu gering und mußte dies bereits wiederholt bemerkt werden. An diejenigen Großherzoglichen Bürgermeistereien, denen nach dem Ergebniß der Besichtigung eine besondere Tätigkeit obliegen wird, richten wir die erforderliche spezielle Verfügung, Ihnen Allen aber empfehlen wir fortgesetzte, beziehungsweise erhöhte Achtsamkeit auf diesen wichtigen, den Wohlstand der Gemeinden sehr nahe berührenden Gegenstand. v. Starck. Resultat * der im Jahre 1871 stattgehabten Besichtigung der Fasselochsei des Kreises Gießen ♦ § N a m e n Beschreibung der Ochsen Gutachten der Com- Mission. Nam e n Beschreibung der Ochsen. Gutachten der Commission. —-----------• ;WCS II der Gemeinden des Eigen- thümers. des Halters. Race. | Alter, 1 Jabrc. Bemerkungen. E Q der Gemeinden. des Eigen- thümers. des Halters. Race. Alter, Jcibre. | Bemerkungen. 1 Albach Ludwig Euler Vogelsb. 2 tauglich. 23 Lang Göns Konrad Müller VIII. Vogclsb. r>/- gut. 2 Allendorfa.d. Lahn Gemeinde Johs. Amend II. Bastard Vogelsb. 5 zu alt. Johannes Velten I. Joh. Georg Jünger H 3 4 sehr gut. gut. 3 Allendorfa.d. Lda. Wilhelm Klicbe ii 3’2 gut. Gut gehalten. 24 Leihgestern Johannes Dern II. 4 gut. 4 Alt-Buseck u Ludwig Mühlg Kasper Becker VI. n 3 3 gut. gut. Gut gehalten. Gut gehalten. Georg Dern IV. 11 2 gut. Muß bester gehalten werden. S Annerod u Heinrich Philipp Kahl Pfeffer II. 11 ii 4 r sehr gut. sehr gut. Sehr gut gehalten. Der 2. Ochse fehlt. 25 Lich Balthasar Häuser Philipp Zinimermann Berner 3 31/2 gut. sehr gut. Gut gehalten. 6 Bersrod Ph- Hof- Jacob Sommerlad III. ii 2 tauglich. Derselbe Berner 2 gut. Beuern mann III. Bastard. 7 Gemeinde Heinrich Arnold II. If 2'/2 sehr gut. Gut gehalten. Derselbe Vogclsb. 21/4 gut. Burkhardsfelden 11 Jac. Sommerlad III. If 2 tauglich. Derselbe ff 2 gut. 8 Ludwig Wallbott If 1V2 tauglich. Ein 2. Ochsen ist 26 Lollar Gemeinde Heinrich Fuchs Vogclsb. 2__ tauglich. Daubringen nöthig. Bastard. 9 Gemeinde IKarl Braun If 3 gut. If Christian Rohrbach Vogelsb. 3 gut. 10 Dorf-Gill n Michael Sames If 3 gut. Der 2. Ochse fehlt. 27 Mainzlar If Ludwig Kreiling 11 2 sehr gut. Gut gehalten. 11 Ebcrstadt Fürstliche Gutsverwaltung Shorton 2 gut. 28 Münster V If Kaspar Müller II. 2 gut. Gut gehalten. u. Bern. Hartmann Albert Vogelsb. 2i/2 gut. Bastard. e Bastard. Dieselbe Berner 21/2 gut. 29 Nieder-Bcssingen Gemeinde ^Heinrich Lotz II. Vogelsb. 2 sehr gut. Der 2. Ochse fehlt. 12 Ettingshausen Bastard. 30 Ober-Bessingen Hans Georg Roth u 3 sehr gut Gut gehalten. Michael Keil Wlttwe Vogelsb. 3 sehr gut. 31 Ober-Hörgern Gemeinde Johs. Alles IV. n 4 gut. Garbentetch Konrad Sann 2 gut. Heinr. Eckhard Helmes Berner 2 */2 gut. 13 Kaspar Wallbott VII. ii 5 untaugl. Ist sofort abzu- Bastard. schaffen. Bei der 32 Oppenrod Jacob Balser Vogelsb. Vogelsb. I1/2 untaugl. Größe d. Viehstan- 33 Reiskirchen Philipp Balser I. 3 tauglich. des müssen 2 Och- Bastard. 14 Gießen Ludwig Klinket ii IV2 gut. I en gehalten werben. Wachsthum ver- Rödgen Ludwig Mengel VogelSb. 13/4 tauglich. Nur zum Sprunge für Rinder zulässig. 2’/z tauglich. sprechend. 34 Heinrich Schmidt I. Vogelsb. Berner. 3 gut. Gut gehalten. Groß-Buseck Derselbe H Derselbe l'/r gut. Gut gehalten. 15 Eberhard Pfeffer l’/.i gut. Nur zum Sprunge 35 Ruttershausen Gemeinde Ludwig Moos Vogclsb. 3 gut. Gut gehalten. Tillmann Walter für Rinder zulässig. 36 Staufenberg If Heinrich Grölz IV. Vogelsb. 2 tauglich. Vogelsb. 3 tauglich. Schlecht gehalten. Bastard. Bastard Steinbach ff Ludwig Kraft II. Vogelsb. 3 gut. Philipp Schwalb Berner 4 untaugl. 37 Kaspar Hofmann M 3>/2 gut. Bastard Derselbe If 2’/r gut. 16 Groß-Linden Johs. Dern II. Vogelsb. 2 sehr gut 38 Treis a. d. Lda. Gemeinde Heinrich Becker III. Vogelsb. 5 zu alt. Zohs. Feller Vogelsb. l3/4 tauglich. Klein — zum Bastard. Bastard Sprunge für Rinder zulässig. n Konrad Kehr III. Vogelsb. Bastard. 5 untaugl. Zu alt. Grüntngen Ludwig Keßler Vogelsb. 2 gut. 39 Trohe Christoph Schmidt Berner. 2 sehr gut. Sehr gut gehalten. 17 Heinrich Euler If 3 V2 ehr gut. Sehr gut gehalten. 40 Watzenborn und Johanneö Häuser IV. Vogclsb. 2Vz sehr gut. Bei der Grüße des Wilhelm Bender II. If 2 gut. Der 2. Ochse fehlt. Steinberg Georg Schmidt II. 11 4 gut. Vichstandes ist die 18 Hattenrod Wilhelm Albohn 31/2 gut. Anschaffung eineS 19 Hausen Kaspar Atzbach's Wwe. If 2«/2 tauglich. Muß besser gehalten Wicseck 3. Ochsen nöthig. 20 Heuchelheim werden. 11 Heinrich Balser 1. Vogelsb. 4 gut. Gut gchalten. Johs. Lcmmcr II 3 tauglich, tauglich. KaSpar Schmidt If 3 ehr gut. Gut gehalten. Philipp Germer II 3 Könnte besser ge- Der 3. Bulle fehlt; Johs. G Gemeinde ernandt Joh. Gg. Jung VII. halten sein. oll angeblich sofort 21 Holzheim Vogelsb. Bastard Vogelsb. 3 2V2 gut. gut. 42 Winnerod Pachter Brennemann Holland. 3 sehr gut. angcschaffr werden. Sehr gut gehalten. Dieselbe Konrad Zciß VI. 3-/2 gut. 22 Klein-Linde.» Philipp Knz -vastard Vogelsb. 4'/2 tauglich. Alsbaldige Anschaf Bastard ung eines schöne- rcn jünger. Ochsen erscheint für geboten (gez.) Bornemann. Bürgermeister Gerlach. Krebs Lndw. 9 icbc. Wagenbach. l)r. Winckler. j In Heidelberg wird Anfangs nächsten Monats eine Commission von Buchhändlern aus den einzelnen deutschen Staaten zusammentrcten, welche der Vorstand des Buchhändler-Börsenvereins zusammenberufen hat, um eine nach Gründung des deutschen Reiches nothwendig gewordene gemeinsame Literatur - Convention des deutschen Reiches mit den fremden Staaten zu berathen und festzustcllen. Das Ergebniß der Berathung wird dem Reichskanzleramte unterbreitet werden, welches vom Börsenvorstande eine eingehende Darlegung aller Mängel und wünschens- werthen Aenderurgen der bestehenden internationalen Verträge zum Schutze der literarischen Produktionen erbeten hat. Die möglichste Beschleunigung der Aufhebung der ZollvereinSgrenze gegen das Elsaß bildete in letzter Zeit einen der hauptsächlichsten BerathungSgegenstände in der Finanzverwaltung. Auch sind über den Stand der Schulanstalten in Elsoß- Lothringen weitere Erhebungen angeordnet und Revisionen an Ort und Stelle schon in der Ausführung begriffen, lieber diese Ermittelungen sollem dem Reichskanzler so bald als möglich eingehende Berichte unterbreitet werden. Gleichzeitig hat man auf eine Förderung der Angelegenheit wegen Neubegründung der Universität Straßburg Bedacht genommen, so daß auch dieser Punkt in naher Zu- kunst einer Lösung entgegensieht, wie sie den im Reichstage laut gewordenen Wünschen entspricht. f Bayern hat nun endlich nach vielem Ringen seinen Minister des Auswärtigen erhalten, den Grafen Hegnenberg-Dux, einen ausgesprochenen Partlkulari- sten, welcher an der durch die Versailler Verträge erworbenen Position streng fest- halten und insbesondere der nationalen Richtung sich widersetzen wird, die auf die Einziehung der Gesandtschaftsposten in Paris, Wien u. f. w. hindrängt. Graf Hegnenberg-Dux tst vor Allem Bayer, wenn auch kein Ultramontaner; er neigt sich zur Mittelpartet hin, welche die thatsächlichen Verhältnisse anerkennt, aber dem deutschen Einheitsstaate entschieden feindselig gegenübersteht. Das Hauptorgan der Deutschenfresser in Paris ist das „Siecle", und sein Hauptapostel ist Vilbort, der in Todesängsten vor den Deutschen zu schweben sich den Schem gibt und sich bei seinen Argumentationen genau derselben Sprache bedient, wie die „Pekinger Staatszeitung", wenn sie gegen „die rothborstigen Barbaren" donnerte. „Die Deutschen erscheinen wieder in Parts", klagt Vilbort, „sie sind liebenswürdig, sanft, einschmeichelnd geworden wie vor dem Kriege; alles, was sie wollen, ist, daß man sie ihr Glück in Paris versuchen lasse." Es folgt ein sehr plumper Ausfall gegen den „Eroberer Wilhelm, diesen unversöhnlichen Feind des demokratischen Frankreich" u. s. w., auf die deutsche Politik und auf die deutsche Nation. Wir wollen darüber kein Wort verlieren; Vilbort spricht nicht wie ein zurechnungsfähiger Mann, sondern wie ein beschränkter, durch Leidenschaftlichkeit verblendeter und verbissener Mensch, der den Franzosen durch große Worte über ein Land zu imponiren sucht, das zu kennen er sich den Schein gibt. Als Stylprobe möge der Schluß dieses neuesten Aufrufes an die Franzosen dienen: „Wir vertreiben ihn s,den Deutschen) von unserem Herde wie von unserem Herzen; wir betrachten den Deutschen nicht als einen freien Mann, sonvern als einen Va- fallen, der unter dem Sporn des Feudalbarous sich krümmt, gleichviel, ob dieser Kaiser, König, Herzog oder Markgraf ist; und indem wir unsere Sache vertheidi- gen, welche die aller Nationen ist — denn sie ist die Sache des Rechtes —, behandeln wir ihn, wie mau jeden, Souverain oder Volk, behandeln muß, der seinem Vortheile und Ehrgeize die Grundprincipien der modernen Gesellschaften opfert: dieses Princip, kraft dessen jeder Mensch oder jede Gruppe von Menschen im 19. Jahrhundert sich an das, was man Vaterland nennt, gebunden fühlen durch eine Macht, die höher als alle Verträge ist, indem sie alle Eroberungen verabscheut, und die unzerstörbar ist, weil sie die Gerechtigkeit ist." Welch hohles Geschwätz! In Noisy-le-Grand bei Paris kam es am vorletzten Sonntag zu einer blutigen Schlägerei zwischen deutschen Truppen und einer Bande Herumstreicher. Letztere wurden fast alle festgenommen. Dor den französischen Friedensrichter ge- führt, stellte es sich heraus, daß kein Einziger aus Noisy-le-Grand war, sondern alle zu den sogenannten „RodeurS de la Barriere", die unter der Commune eine .so hervorragende Rolle gespielt, gehörten. Alle deutschen Garnisonen in der Um- gegend von Paris, die von Varenue, St. Hilatre, St. Maux, Joinville-le-Pont u. s. w., sind verstärkt worden. Es kamen in den verschiedenen Orten ungefähr 5000 Mann an. Meaux hat auch 1300 Mann Verstärkung erhalten, da dort auf einen deutschen Offizier, der in den Straßen spazieren ritt, ein Pistolenschuß abgefeuert wurde. Die Civildelegationen, welche den deutschen Truppencorps in den verschiedenen noch besetzten Departements beigegeben waren, sind seit dem 31. Juli aufgehoben. Die Mittheilungen, welche bisher diesen Beamten gemacht wurden, müssen in Zukunft an die Civilcommission der OccupationSarmee in Com- piegue gesandt werden. Die Nachrichten über den Aufstand in Algier sind herzzerreißend. In der Provinz von Constantine nehmen die Feuersbrünste überhand. Die unermeßlichen Wälder von Chillalo sind in Brand gesteckt, ebenso wie die von Bjebel-Belain. Auch die Wälder im nördlichen Theile sind nicht verschont worden, und in der Umgegend von Bona verbreitet der TribuS der Bent-Salah überall Feuer und Verwüstung. Viele Distrikte find von Marodeuren heimgesucht und nur in dem von Constantine erfreut man sich einiger Sicherheit. Wendet man stch aber nach Nordosten, so beginnen die Feuersbrünste wieder, und bet Collo verfinstern dichte Rauchwolken die Luft und verhindern die Aussicht auf's Meer. Die sonst so belebten Straßen von Biskra und Batna sind höchst unsicher. Nur in der Umgegend von Scherschel ist der Aufstand vollständig niedergeworsen. Die Deputirten von Algerien erhalten Briese, die man für romanhafte Erfindungen halten würde, stammten sie nicht von den Maireö und den Muntcipalräthen der verwüsteten Gegenden. An manchen Stellen waren die Truppen ganz in der Nähe der Araber. Die Soldaten verlangten weiter nichts, als gegen die Empörer zu marschiren, und die verzweifelnden Einwohner baten dringend um Schutz für ihre Ansiedlungen, der die Führer der Detachements gaben keinen Befehl dazu. Es fehlt durchaus "c kJ1 „ in Algerien, aber die Mehrzahl der Offiziere ziehen aus Aerger über dle Unterdrückung der Bureaux es vor, die Colonisten mit Plünderung und Brand überzogen zu sehen, als daß die militärische Verwaltung von der bürgerlichen verdrängt werde. Die Befehle, welche der Viceadmiral Gueydon gegeben Hat, sind fast gar nicht ausgesührt worden. Allerdings ist General Lallemand vom Kriegsminister zuruckgerufen worden, aber wenn einmal die Regierung die Genug- thuung habe- wird, ihre Befehle aulgeführt zu sehen, so werden die Karmen »er. brannt, die Ernten zerstört, die Colonisten ermordet ober rutntrt sein. Der Aufstand von 1871 ist ein Todesstreich für die Colonisation. Dazu kommt, daß die Ernennung des Herzogs von Chartres zum Escabronschef bei den afrikanischen Jägern d e bonapartistischen Offiziere in lebhafte Unzufriedenheit versetzt hat. Von der andern Seite hat die Thatsache, daß gewisse von Gambetta ernannte Offiziere abgesetzt worden sind, viele Offiziere in Unruhe gesetzt, welche Ursache haben, um die Beibehaltung ihrer Stellen besorgt zu sein. So ist die Versailler Regierung bei der Armee ebenso verkannt, wie bei der Pariser Bevölkerung. t Berlin, 11 August. Gegen die von den Verwaltungsbehörden beliebte Art und Weise der Ausführung des Gesetzes, betreffend die Gewährung von Beihilfen an bedürftige Reservisten und Landwehrmänner sind, wie ich höre, Unsummen von Reklamationen bei den Oberpräsidenten der einzelnen Provinzen eingegangen, welche auf's Deutlichste für die große Unzufriedenheit zeugen, die in den beteiligten Familien durch die vom Gesetzgeber nicht im Entferntesten gewollte rigorose Auslegung des Gesetzes wachgerufen worden ist. — Ohne Zweifel wirb diese Angelegenheit, sowohl im nächsten Reichstage wie auf den Einzellanbtagen, zu sehr erregten Debatten Veranlassung gehen. Die Wohnungsnoth in B.rlin ist zum Gegenstand eingehender Erörterungen im Ministerium des Innern gemacht worden; der Polizeipräsident hat bestimmte Vorschläge zur Abhilft derselben eingereicht, die jetzt sehr eingehend geprüft werden. Ich kann bei dieser Gelegenheit nicht unterlassen, die herzlose Weise zu kennzeichnen, in welcher mitunter die socialen Verhältnisse der Hauptstadt diSkutirt werden. So behauptete beispielsweise die „Deutsche ReichS-Corr." neulich alles Ernstes: der Miether habe gar nicht darnach zu fragen, ob die Miethe für die betreffende Wohnung nicht etwa zu hoch sei, er müsse vielmehr ganz froh sein, wenn er für sich und seine Familie noch ein Unterkommen finde. — Bekanntlich hat aber die WohnungSnoth ihren Grund nicht blos allein in dem thatsächlichen Wohnungs- mangel, sondern nicht mmder in den theuren Miethspreisen, die vornehmlich durch die Inspiratoren der „Deutschen ReichS-Corr.", den in Industrie machenden (ä la Rumänien) freiconservativen Herren Graf Renacd und Cousorteu, mit Hilfe bcS auf ein Jahrhundert hinaus berechneten neuen Bebauungsplans künstlich in die Höhe geschraubt werden. t Berlin, 11. August. Ich schrieb Ihnen vor einigen Tagen, die Behörden seien auf'S Aengstlichste bedacht, in dem schwebenden Manrerstrike nach keiner Seite hin Partei zu ergreifen, und schon aus diesem Grunde sei die in der letzten Sonntagsnummer der Gesellen colportirte Nachricht sehr unwahrscheinlich, die Meister würden im Laufe dieser Woche den Forderungen der Gesellen nachgeben müssen, weck die für die Negierungsbauten gewährte Verzögerungsfrist von drei Wochen mit dem vorigen Sonnabend verstrichen ist. In der That ist diese Nachricht auch nichts weiter als eine Agitationsente; die Regierung denkt nicht nur daran, die Meister zu drängen, sondern hat sich nach dem ersten darauf gerichteten, aber vollständig mißglückten Versuche auf streng neutralen Boden zurückgezogen. Als nämlich zu Anfang des Strikes der Maurermeister Lorenz als Unternehmer des Umbaues der Porzellanmanufactur bei Charlottenburg sich weigerte, den bekannten Gesellenrevers zu unterzeichnen, that dies der den Bau leitende königliche Regierungs- und Baurath Möller auf eigene Hand, setzte Lorenz außer Accord und übertrug die Arbeiten einem andern Meister. Schon am nächsten Tage verlangten aber die Gesellen bei zehnstündiger Arbeitszeit eine Lohnerhöhung um 5 Sgr. pro Tag, und als Hr. Möller dieserhalb bei der Ministerialbaubehörde um Instruction nachsuchte, erhielt er eine gehörige Rase und die Weisung, den Bau nöthigenfalls ruhen zu lassen. Das geschieht seitdem auch. — Welcher Dank Überhaupt bei der Parteiergreifung für die Socialdemokratie zu ernten ist, mußte gestern die Daubitz'sche Staatsbürgerzeitung, welche seit dem Zerwürfniß mit ihrem früheren Redakteur Held auffällig mit den socialistischen Arbeitern kokettirt, in einer Versammlung der Tischlergeftllen erfahren. In bekannter anti-chevaleresker Weise wurden sämmtliche Zeitungen, mit Ausnahme des „Socialdemokrat" geschmäht und des Verraths an der Arbeitersache geziehen; der Reporter der Daubitz'schen Staatsbürgerzeitung suchte das von ihm bediente Blatt vor dem generellen Ver- dammungsurtheil zu retten, bekam jedoch die Antwort, diese Zeitung tauge ebenso wenig wie die anderen, denn mit ihrem Liebäugeln nach den Arbeitern hin suche sie nur Abonnenten zu gewinnen. So ganz unrecht ist dieser Ausspruch allerdings nicht. Die von einzelnen Prvinzialbehörden an das Ministerium des Innern gerichtete Anfrage, ob der Zuzug von Maurergesellen nach Berlin gefördert oder zurückgehalten werden solle, ist dahin beantwortet worden, daß die Staatsbehörden als solche sich jedweder Einmischung in diese Angelegenheit zu enthalten haben. Einerseits haben die Behörden keine Veranlassung, den Maurermeistern neue und willige Arbeitskräfte zuzuführen, anderseits liegt ihnen nicht daran, das Proletariat, d. h. die Partei der Unzufriedenen in Berlin, künstlich zu verstärken. Der Strike der Maurergesellen soll, nach Angaben der Faiseurs, bis jetzt die fabelhafte Summe von 30,000 Thlr. verschlungen haben. Berlin, 12. August. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht ein Gesetz, betreffend die Bestellung des BundeSoberhandelSgerichtS zum obersten Gerichtshof für Elsaß-Lothringen, ferner einen allerhöchsten Erlaß, betreffend die Bezeichnung der Behörden und Beamten des deutschen Reiches sowie die Feststellung des kaiserlichen Wappens und der kaiserlichen Standarten. Berlin, 12. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." bringt einen Artikel über die Reise des Kaisers, in welchem sie schreibt: Der Augenblick werde geschichtlich denkwürdig bleiben, wo der König von Bayern im eigenen Lande den deutschen Kaiser zuerst begrüßt und damit seiner Ergebenheit für die nationale Sache und seiner Verehrung für das Oberhaupt der Nation einen neuen Ausdruck verliehen habe. Die Herzlichkeit der Begrüßung müsse dem deutschen Volke eine Gewähr sein für die nationale Gesinnung der Fürsten und ihre festgegründete Eintracht; in dem herzlichen Familienverkehr des Kaisers mit dem österreichischen Kaiser aber liege die Bürgschaft für die Befestigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Staaten, ein Moment, das von den friedliebenden Elementen der Bevölkerung der beiden Nachbarreiche mit höchster Befriedigung willkommen geheißen werden Dürfte. Ischl, 12. August. Die Begrüßung der Monarchen war äußerst herzlich. In Wels umarmte Kaiser Wilhelm den ihn erwartenden österreichischen Kaiser, ' *4 du 6r. um d.e bt( ilbeit'n beliebte l.örue8 von Bki. ^mummen |{" ^"Stgangrk!, tfn bklhkiljgtkn " "Svrose Auz. ^tl't •Ungelegen- i1 Wt erraten Jtfr Erörterungen rcl btflivllilr ftrprüft vridkii. " Ifnnjti^ntD, J;rt wtten. So EroSkS: der =r tit bklrkßtnbt fnn, trenn er für bat aber die iitn Wobnnngr. rernebohtb durch »a-.ntkn (äh i, mu Htife tkS 1 K-Klich io die logen, he 8t- mnke »ach feiner he ii der legten die fridlni »alhgrtu uglfriji von hfl M! iß tiefe dich rrofr oichi 1« •trief gfri^titfü/ ■<3 jurDdgtjogfn. all Unitrnebnitt teegnu. den bt* latente kvmzücht ti| M^tt Ittort l^e vn« KbrMuz °° :3:«n• •* fL»M 221?*' ^ieM F‘ ifrfd 6bfT •■fÄ* u"‘ S»* * Weelisel« L 8. k. 8. 795/8 Oberhessen Spanier, neuest. 3% 315/g j S 927/8 96V» 8. 8. 8. 8. k. k. k. k. 871/g 105 1173/g k. k. k. k. Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto steuerf. — 1881r 1007/* 1882r 971/, 1885r 97 1887r 97 8. 991/i 8. 993/4 8. 105 8. 96 3. 927/8 Actleii. Frankf. Bank 139 Frankf. Vereins-Kasse 108 Darmst. Bankact. 388 Wien Bankactien 735 Galizien 234 n 5% M. Amerik. Bonds Actlen. Oest. Creditaot. 276 5O/o östr. F. St. E. B. 4031/4 Lombard. Bahn 174 Ludwigsh.-Bexbach 187 Maxbahn 1331/4 Bayer. Ostbahn 1333/4 Hess. Ludwigsb.-Act. 156 Rhein-Nahebahn-Act. — Paris, 12. August. Der Muniripalrath von Pari« genehmigte gestec« ein Anlehkn im Betrag von 350 Millionen Franc« mit allen gegen eine Stimme. London, 12. August. Alexander Cockburn ist von der Königin gemäß den Bestimmungen des Washingtoner Vertrage« zum Schiedsrichter Englands in der Alabamafrage ernannt worden. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bet W. Klee, am Markt. m. 8. — L 8. - 3140/0 G. Geldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 45-451/, Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 55—57 Ducaten . . 5 36—38 20 Fraukenst. 9 18*/2—19i/2 Engi. Sover. 11 48—50 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25—26 Prioritäten. 3O/o öster. Stsb.-Prior. 58'/, 3°/o öst. s. Lombard 741/8 30/0 Livorneser 343/8 5O/o Toscaner 54*/g 5% Elisabeth.-Prior. 783/4 do. II. Emiss. 84___________ Änlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 671/4 Nassau 25 fl. 41 4°/o bayr. Präm -Anl. 1115/e Ansbacher 7 fl. ll5/8 40/g badische Loose 1101/3 Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 77 1858r Prioritätsloose 1751/g 1860r Loose 873/g 1864r n 137 Braunschweiger 181/4 Stadt Florenz 83*/2 Börsennachrlchten. 12. August 1871. Preuss. 41/2 °/q Oblig. 99 */2 Frankf. 3i/,o/o Obi. 83 Nass. 4i/2o/g Obi. 98i/2 Kurhess. 4% „ 911/4 Gr. Hess. 50/0 Obi. 103 , n 40/0 „ 951/4 n » 3»/,% „ - Bayer. 5% n 101 Vg „ 4Va % 1jährige 991/8 „ 40/g 1jährige 93'/4 Würtemb. 4i/2% Obi. 881/4 Baden 4i/2% Obi. c. E. L. 981/4 Oesterr. Silberrente 581/4 „ Papierrente 493'8 feer ihn zu den deutschen Erfolgen beglückwünschte. In Gmünden begrüßte der Erzherzog Salvator und die Landgrästn Louise den hohen Reisenden. In Ischl empfing die Kaiserin den hohen Gast höchst liebenswürdig, worauf in der kniser- lichen Villa da« Diner im engsten Kreise Statt fand. Gestern Abend und heute früh machte der Deutsche Kaiser, begleitet vom Grafen Crenneville, den hier wei- lenden Mitgliedern der Hohen Aristokratie Besuche, darunter der Prinzessin von Holstein, der Herzogin von Mecklenburg und der Fürstin Radziwill; während dessen war in der kaiserlichen Villa das Diner, wozu die gesummte kaiserliche Familie und die oben genannten Herrschaften nebst nächster Suite, so wie die sämmtliche Suite de« Deutschen Kaiser« zugezogen waren. Kaiser Wilhelm saß zwischen der Kaiserin und der Großherzogin von Mecklenburg. Nach dem Diner Cercle; dann nach 5 Uhr fand die Abreise Statt, wobei der Kaiser Franz Joseph seinem Gaste bis Strobel in sechsspänniger Equipage da« Geleite gab. Die Haltung der Bevölkerung war allenthalben eine sympathische; da« Wetter war da« schönste. Lemberg, 7. August. Der Osts.'Ztg. wird von hier geschrlkven: „Von den deutschen Professoren v-r hiesigen, der Poloniflrung überlieferten Universität haben die Herren Rapaport, Dr. Kergel und Roeßlcr ihr Lchramt bereits tret’ willig niedergelegt und Lemberg verlassen, die Herren Lienemann und Handel sind tm Begriffe, denselben Schritt zu thun, und die Herren Kotter und Pazdzicra sind um ihre Penflonirung eingekommen, nach deren Erlangung sie dem vom Deutschenhaß aufgeregten Lande ebenfalls so schnell als möglich den Rücken wen- den wollen. Auf diese Weise werden fast sämmtliche deutsche Lehrstühle der Uni’ versität, deren Polonisirung nach ministerieller Bestimmung innerhalb einer drei jährigen Frist allmählich rrfolgen sollte, aus einmal vacant. So erwünscht Vieser unvorhergesehene Umstand unfern polnischen Deutschensressern auch ist, so muß doch jeder, der mit den polnischen Verhältnissen einiger Maßen bekannt ist, voraussehen, daß daran« für die Regierung ernste Verlegenheiten und für die Universität schwere Nachtheile erwachsen müssen. Es handelt sich nämlich um die schwer zu lösende Frage, woher die Regierung oder vielmehr die galizische oberste Schulbehörde die nöthigen polnischen Lehrkräfte nehmen soll, um den plötzlichen Abgang der größten- theils in ihrem Lehrfache ausgezeichneten deutschen Professoren sofort wieder zu ersetzen. Die Schulbehörde hat schon eine Umschau nach geeigneten Professoren polnischer Nationalität gehalten, aber zu ihrem großen Leidwesen kaum einige blutjunge Docenten ausfindig gemacht, die erst vor Kurzem die Schulbänke verlassen haben und daher wenig befähigt sind, ein wissenschaftliches Fach gründlich zu bemänteln. Der Mangel an ernstem wissenschaftlichem Streben ist von jeher die schwache Seite der Polen gewesen, und wa« sie aus wissenschaftlichem Gebiete ßc- leistet haben und noch leisten, ist nur eine schwache Nachahmung der deut,chen Wissenschaft, ungeachtet sie dieselbe nicht zu schmähen wissen." 3366) Portland - Cement, frische ©en-- rTn11 hJ? bnä roufnle^abr verpäch et jdung, Cern en t - Platten für Vorplätze, tenben für da« laufende Jahr verpachtet Oefen. .iSerde mitPorrellau Wilh. Orbig, am Kreuz. sorgt. Emil Piftor. bei Neue boll. Nollhäringe empfiehlt (3413) Regultrfüll Oefen, Herde mit Porzellan und Patent-Herde, Pumpen, fertig aufgestellt, empfiehlt I- G- T>. Bapst- 3412) Mein Lager in allen Sorten ächt amerikanischer Nähmaschinen bringe tch in empfehlende Erinnerung. Auch werden Reparaturen jeder Art pünktlich besorgt- E- Eichenberg Emil Fischbach, Seltersweg. Versteigerungen. Verpachtung von Weiden- Nutzungen. 3400) Mein Lager aller Arten Petroleum-Lampen mit Rund- und Flachbrennern, einzelner Lampencheile, als: Brenner, Füste, Vasen, Milchglasschirmc, Kugeln und Tulpen, Cylinder, Dochte, sowie Dochtscheeren, Papierschirm-, Papierschirmhalter nud Cplinderwifcher re., bringe in empfehlende Erinnerung. Reparaturen und Umändernngen an Lampen werden billigst be> Emmilchesstge. 3293) L'estragou, ä la ravigotte^ feinste Weinessige empfehlen I. A. Busch Söhne. Strickmaschine». 3159) Außer der Anfertigung aller Sorten wollener und baumwollener Strumpfe werden auch solche zum Austricken jetzt wieder angenommen. I. A. Busch Söhne. Frankfurt a. M, Große Eschenhcimerg. 41. _ _ Englische stlasitte Thonröhren für Eisenbahn-Durchlässe, Canal- und Wasserleitungen stets einige Tausend Fuß 3-, 4", 6", 9", 12", 15", 18", 24" englisch Durchmesser vorräthig, sowie Bogen-Verbindungs- 3407) Donnerstag den 17. August, < Vormittags 9 Uhr, soll der Korbweidenschnitt aus den fiskalischen Pflanzungen an der Lahnstrecke von, Gießen bis Heuchelheim an die Mcifibie- Feilgebotenes. 3411) Portland-Cement, frische Sendung, alle Sorten Herde, Füllrcgulir-, Mantel-, CoakS- und andere Oefen in allen Größen, Bauartikel jeder Art, fertige Ho belbänke rc. Liikstnick's medirinischr Mebrv beliebigen Form und Größe, und zwar bnLKf™ in ben Stand gesetzt, prompt und Gießen, den 14. August 1871. _________August Nauheimer, Maurermeister. M Krämpfe (Fallsucht) heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie J>r. O. Killiscli in Berlin je z ISeuenburgerstrasse 8. — Schon Hunderte vollständig geheilt. (2970) Restauration Dahnstein. 3416) Mittwoch den 16. August, Nachmittags 5 Uhr - Großes Militär -Concett, Entrse ä Person 12 kr. Um geneigten Zuspruch bittet B. Werminghoff. „«IW*. 1 st-v ______________________nn Wittwe. bei Th. Lony, Promenadehaus. 3369) K^ine ^kamrlifN lind: 2 Uhren und 7 Geldpreise, t J Samstag den 12. August 1871, Wohnung ist zu vermiethen von 7 Uhr Abends an. 16@rMen „Jp® Lit. A. Nr. 6 wird ein zu- ahV» mge§r.reaufmäbc^en oder Frau gegen gute Bezahlung gesucht. ~.3408) Einem verehrten Publikum hiesiger •^Unb- ,U1.n0e9ent> die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Dachdecker und verspreche bei geneigten Aufträgen reelle und pünktliche Bedienung. Heinrich Röhlich, Dachdecker, Flügelsgasse Nr. 90. Erster Platz für Herren, ( | « h „ Damen, J Ein Herrenbillet für 3 Tage" „ 10. - St-hxlatz.....| m _ 18 Cqulpagen pcr Tag fl.K«. — und für jede Person darin fl. 2. — Reiter fl. 2. 30. Dammtliche Karten find sichtbar zu tragen. Vsrmiethungen. 3295) In Lit. E- Nr. 78, Universitätsstraße, ist der dritte Stock, bestehend in 2 Zimmern, 2 Cabineten rc., zu vermieden und den 1. November, auf Verlangen auch früher, beziehbar. 3415) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Christian Vo gt. 3410) Die-Wohnung in dem Brauhof- garten, bestehend aus 3 Zimmern, Cabinet, Keller, großem Boden rc., ist an eine stille Familie zu vermiethen und den 1. October Pferde-Wettrennen in Franksnrt a. M. am 19., 20. und 21. August 1871, Nachmittags halb 4 Uhr, am Forsthans. i» Jtennen mit Preisen, zusammen im Werthe von ca. Thlr 13 500 Eintritts - I»reise r Flechtenkranke und Brustleidende heilt »r. Iochheim in Darmstadt, Lud- wtgsplatz._________________ (2478) 3383) Auf eine gute Hypothek sind 900 fl. auszulethen. Näheres bei Ehr. Vix, Neuenweger Thor. Vermischte Mnzeigen. 3401) Für den Bau der Wasserleitung zu Frankfurt a. M- werden tüchtige Maurer und Erdarbeiter gesucht. Dieselben finden bei hohen Accordsätzen dauernde Arbeit auf zwei Jahre, und ist für ihre Unterbringung an Ort und Stelle gesorgt. Anmeldungen in beliebiger Anzahl auf dem Bauplatz an dec Friedberger Warte bei Frankfurt a- M.___(61 /VIII.) 3390) Ein in allen häuslichen Arbeiten erfahrenes Mädchen sucht eine Stelle als- n « « °^cr Ql!f .Michaeli. Näheres bei Frau Pn na’ila?lVer Neustadt, im früheren Loos scheu Höfchen. 3376) Am vergangenen Freitag vor acht Au^siVh!" fccm ^bge nach der „Schönm Aussicht ein brauner Damenstrohhut ver- Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine pute 93elob-- nung an die Exped. d. Bltts. abzugeben.* 3382) Ein Mädchen aus anständiger Familie, welches in allen Arbeiten gründlich erfahren ist, sucht eine Stelle. Näheres zu erfragen in Lit. D. Nr. 136 vor dem Neustadter Thor. 3364) Gute Arbeiter werden gesucht von M. Nagel, Schuhmacher. 3403) Der obere Stock meines Hauses ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. _________________________Louis Lotz. 3404) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen in Lit. A. Nr. 227. 3267) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Ehr. Reiber, Kreuz. 3021) Das seither von Frau Pfarrer Kreckmann im Darmstädter Haus bewohnte Logis ist im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen und do in 1. October an zu beziehen.______________________________ 3405) Gut möblirte Zimmer, mit und ohne Cabinet, werden vermiethet von ________ E. Eichenberg. 1 3372) In dem neuerbauten Hause der Katz en stet n'schen Besitzung sind zwei neu 1 eingerichtete Familienwohnungen zu ver- I miethen und sofort zu beziehen. Reflectan- ! ten wollen sich in meine Wohnung bemühen. B. Katzenstein, I Neustadt Nr. 205. I 3392) Ein möblirtes Zimmer zu ver- | miethen. Wallthor Lit. A. Nr. 152. 3270) Ein möblirtes Zimmer ist sofort I zu vermiethen. Neuenweg B- 194.