1 zu- tf 24 26 , 15 » 19 , lb st- 28 fr. knm. we!^ iiflften Tank l nmMfl. MerRicker Mnsivmha Lmmfanische • Ueta bm it in felgen: 00 fl. - fr. 2t ’ 30' 21 , 30, mite. il/e-rAtt unb mir , II »barg. Bern. Dienste«. dmeltag n. iilcl vierttljLhrig 1 fl. 12 fr. M Brtngerlohn. Durch di« Gost bezogen vierteljährig 1 fL 27 fr. Oltßentr Anztiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition : Canzletberg eit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis chiefen. Ur. 63. Mittwoch den 15. März 1871. Bestellungen auf ven Gietzener Anzeiger bei allen Post-Expeditionen un^ ben Land-^ostboten entgegen genommen. Abonnenten, melcke den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für den Monat März zu 20 kr. M. Die Kriegsentschädigung. Die fünf Milliarden Francs, welche unseren heutigen Gegnern neben der Verbalstrafe an Territorialavlretung als Geldbuße für ihre freventliche Provokation des Krieges auferlegt sind, beziehungsweise die Aufbringung derselben macht den Franzosen wohl kaum so viel Kopfschmerzen, wie uns biederen und gründlichen Deutschen die Verwendung dieser Summe, deren formidable Ziffer unsere besten Rechenmeister uns an allerlei Erempeln begreiflich zu machen suchen. Neuerdings hat ein hoffnungsvoller Dase ausgerechnet, daß, wenn die Ver- thrilung der Kriegecontribution nach denselben Grundsätzen erfolgte, welche bei der Kriegsbeute in Anwendung kamen, Norddeutschland ohne Hessen 3815 Millionen Francs oder 1017,3 Millionen Thaler, Bayern 650 Mill. Fr. oder 173,2 Mell. Thaler oder 303,2 Mill. Gulden rheinisch, Württemberg 240 Mill. Fr. oder 64 Mill. Thaler oder 112 Mill. Gulden, Baden 190 Mill. Fr. oder 50,7 Mill. Thaler oder 88,7 Mill. Gulden, Hessen 105 Mill. Fr. oder 28 Mill. Thaler oder 49 Mill. Gulden erhalten müßte. Auf jeden Kopf der Bevölkerung entfielen dann 34,6 Thaler, auf jede Familie 173 Thaler. Wir wollen den offenbaren Unrichtigkeiten dieser Rechnung ihrer ziemlich willkürlichen Zahlengruppirung hier nicht weiter nachspüren, weil wir das ganze Exewpel für ein durchaus mäßiges halten. Wir theilen auch nicht die Furcht des großen Volkswirths Faucher, die Zahlung der Kriegsentschädigung werbe das ftnbnzielle Gleichgewicht Deutschlands stören, indem sie den normalen Caffenbestand jedes einzelnen Deutschen unverhaltnißmäßig erhöhe und ihn so zur Angewöhnung kivcS übeiflüßigen und schädlichen Luxus verleite. Sollten die Besorgnisse des Herrn Faucher eintr'ffen, so müßte zunächst der Eassenbestand in der Tasche jedes Einzelnen von uns zunächst auf das Normale gebracht werden, d. h. Jeder müßte im Stande fein, seine nothdurstigsten Ledensbedürfmffe baar bcstreiten zu fbnntit> Uun daß dies jetzt bereits der Fall ist, toi re selbst Herr Faucher trotz seiner großen vKkSwirthschaftlichen Gelehrsamkeit nicht behaupten wollen. Wir sind vielmehr der Ansicht, daß ter deutsche Nationalreichthum durch die fünf Milliarden Kriegsentschädigung wenig gefördert wird, baß das Volk als solches gar keinen Vottheil von derselben hat. Ziehen wir von der Summe von 133373 Millionen preußischer Thaler, so riesig groß dieselbe auch auf den ersten Blick erscheint, zunächst die Schulden ab, welche Deutschland zur Führung des Krieges contrahiren mußte, kapitalisiren wir ferner die verlorene Arbeitskraft in Form von Jnvalibengehältern unb Pensionen für die Hinterbliebenen der Gefalle- mn, bringen wir weiter in Anrechnung die Kosten des verbrauchten Kriegsmaterials unü der nothwendig gewordenen Umgestaltung der Armatur des deutschen Kriegs- Heeres, endlich die Entschädigung für das vernichtete Privateigenthum unb der stichigen Verluste im Gefolge des Krieges, bann werben wir uns gratuliren können, wenn wir alle diese unbedingt nothwenbigen Ausgaben mit jenen fünf Milliarden zu bestreiten im Stande sind. Bleibt jedoch wider Erwarten ein namhafter Betrag übrig, desto besser — die Furcht vor sybaritifchem Luxus soll uns so lange nicht gruselig machen, bis nicht alle diejenigen Institutionen in unserem öffentlichen Leben geschaffen sind, welche wir mit vollem Rechte vom Staate verlangen dürfen. Mir wollen heute nicht daran erinnern, wie viel noch für das öffentliche Schulwesen und für die Rechtspflege zu thun ist, wir wollen vorerst nur den Blick hinlenken auf unsere Chausseen und Vicinalwege, die sich im allgemeinen in einem geradezu jämmerlichen Zustande befinden, auf die weiten Distrikte im Osten unseres Vaterlandes, welche der ungenügenden Eisenbahnverbindung wegen von Jahr zu Jahr immer mehr verarmen. Zur Hebung dieses schreienden Nothstanbes sind noch Millionen über Millionen auszuwendcn. Es geht keine Session der Kammern ins Land ohne dir stereotypen Klagen wegen ungenügender Betriebsmittel der Eisenbahnen, die Frachttarife und bas Personengelb auf den Schienenwegen sind viel zu hoch für die heutigen Verhältnisse, die erbärmliche Einrichtung der Eisenbahn-Personen- befördcrung, die im verflossenen Winter greller denn jt zu Tage trat, gibt uns dem Spotte des Auslandes preis. Das blutige Zerstörungswerk des Krieges ist vollbracht, der Friede mit seiner erwerbenden Thätigkeit wieder über uns gekommen. Möge die deutsche Bundesverwaltung dabei sich zunächst ein Vorbild nehmen an den herrlichen Commu- nicationswegen, welche sie in Frankreich vorfand, sowie durch Ergänzung des SchienennetzeS, Ablösung sämmtlicher Privateifenbahngesellschaften und (Überführung tc« Eigenthums derselben aus den Bund den Ansprüchen der Zeit zu genügen suchen, — denn die möglichste Ueberwindung der Entfernungen ist die Vorbedingung zur Entfaltung von Handel und Wandel. Wie lange die Occupation der französischen GebietStheile dauern wird, hängt von den Verhältnissen in Frankreich und von der Erfüllung der Zahlungsverbindlichkeiten ab, welche Frankreich in dem Friedensschlüsse übernommen hat. Darnach Verden sich auch die verschiedenen Occupotionsstadten richten. In dem nächsten Stadium soll, den neuesten Bestimmungen zufolge, die Occupation in der Weise |ur Ausführung gelangen, daß die Nordarmee, d. i. das 1. und 8. Armeecorps unter Göben, die Lanbestheile an der untern Seine besetzen; von dem Einfluß der Aabe in die Seine bis zum Cote d'or wird die Armee des Prinzen Friedrich Karl ihre Aufstellung nehmen. Den linken Flügel der Aufstellung bildet die bisherige Südarmce unter Manteuffel, jedoch wird bas zumeist aus Landwehren zusammengesetzte 14. Armeecorps aufgelöst und an seiner Statt das 5. Armeecorps zur Ergänzung der Südarmee beigegeben werden. Das 7. und 12. Armeccorpr sind zur Disposition des großen Hauptquartiers gestellt und sollen im Centrum der ganzen Aufstellung ihre Position nehmen. Die in diesem Occupationsstadium gebildete große Linie wird sich mithin von Rouen bis nach Dijon hin auS- vehnen. Die Garnisonbataillone, sowie die interimistischen Besatzungstruppen sind bereits ausgelö't; ebenso ist die DeSarmirung der Festungen wie der Küstenbefestigungen schon in diesen Tagen angeordnet worden. Die durch die Zeitungen laufende Nachricht, daß die bisherige Truppen- inspection von Mainz von der hessischen Division gestellt werden soll, ist nur insoweit begründet, als das hessische Kontingent bloS ein einziges Regiment zu der Besatzung von Mainz abgibt, während die beiden übrigen Regimenter nach wie vor aus der preußischen Armee entnommen werden. Der „A. A. Ztg." wird aus Madrid geschrieben: Wie gefährdet immer noch die Lage dcr Regierung ist, beweist der neuliche Mordansall auf den HanbelS- trinifler Ruiz Zorrilla, der im engsten Zusammenhang mit dem früheren Mordanfall auf den Minister des Innern Sagasta und mir der Ermordung Prims steht. Niemand zweifelt mehr an dem Bestand einer Verschwörung, welche d.e Beseitigung aller Staatsmänner zum Zweck hat, die für die Thronerhebung Amadeo'S gewirkt. Da Vie Verbrecher stets unentdeckt und ungestraft bleiben, so kann sich der politische Meuchelmord frier zu Land noch zu einer nationalen Einrichtung empc-, schwingen. So ist es aber auch begre flich, daß das Gerücht von der Mitschuld höchstgestellter Männer tote Serrano und Montpensier sprecht. Gonzalez Bravo hat es für nöthig gehalten, in öffentlichen Blättern die Anschuldigung zu- rückzuweisen, daß er die Mörder Prims gedungen habe. Gonzalez legt eben jetzt wieder einen neuen Beweis seines Muthcs ab, indem er hierher kommt und sich um einen Sitz in den Cortes bewirbt. Man erinnert sich, welche Verlegenheit dieser unermüdliche Kämpfer der Moderados den Unionisten fünf Jahre hindurch in der Kammer bereitet hat; er dürfte auch jetzt den vereinigten Progrefsisten und Unionisten genug zu schaffen machen. Aus dem Felde. In den 180 Tagen, in welchen das Kriegsdrama wirklich spielte, haben die deutschen Heere (56 mehr oder minder bedeutende Gefechte bestanden, 17 größere Schlachten geschlagen, 26 fiste Plätze genommen, 11,650 Offiziere, 363,000 Mann Gefangene gemacht, über 6700 Geschütze und 120 Adler oder Fahnen erbeutet. Die deutschen Heere haben demnach in jedem der sechs Monate wirklicher Kriegsführung durchschnittlich 26 Gefechte unb 3 Schlachten durchkämpft, 4 Festungen genommen, 1950 Offiziere unv 60,500 Mann gefangen und 1110 Geschütze und 20 Adler ober Fahnen erbeutet. Es kommen somit beinahe auf jeden Tag des Krieges ein Gefecht, auf jeden neunten Tag eine Schlacht, auf jeden sechsten Tag eine eingenommene Festung; ferner cuf jeden Tag an Kriegsgefangenen 65 Offiziere und 2070 Mann, an Geschützen 38 Stück, an Fahnen oder Adlern eine rt(p. einer auf je zwei von drei Tagen. Versailles, 7. März. Die Abreise des Kaisers sand in aller Stille statt. Die Stunde war den sranzösischen Behörden gegenüber geheim gehalten worden, und nur ein paar hundert Einwohner von Versailles hatten sich vor der Neuvelle Presccture versammelt, um den Monarchen scheiden zu sehen, der seit fünf Monaten unter ihnen gelebt hat. Eine Menge deutscher Osficicre jedoch hatten sich eingefunden, und als der Kaiser mit seinem Wagen unter dem Bogengang her- votkam, wurde er mit begeistertem Hoch empfangen. Die Officiere in voller Gala-Unifotm schwenkten ihre Helme und Federbüsche in die Lust und riefen: „Es lebe unser Kaiser, hoch!" Von der Präfectur bis zum Stadtthor waren die Straßen von Truppen, die mit ihren Seitengewehren bewaffnet, eingefaßt. Der Kaiser, in einfacher Feldmütze und Pelzrock stieg Punkt 83/4 Uhr in den offenen, von 4 Pferden gezogenen Wagen, und sobald er die Stadt verlassen, wurde die deutsche Flagge auf dem Präsecturgebäude eingezogen; bald daraus wurde die französifche Flagge an ihrer Statt ausgehißt. Eine Abtheilung deut- scher Soldaten ging indessen sofort, um die Trikolore einzuzichen, und diese ver- fchwand denn auch bald, nachdem sie etwa eine halbe Stunde lang über dem Gebäude geweht hatte. Ein Besuch in den Räumen, welche der Kaiser, fein zahlreicher Stab und die Mitglieder des Hoshaltes so lange Zeit inne gehabt hatten, zeigte keinen sehr glänzenden Anblick. Mit Ausnahme der drei Zimmer, vie Oer Kaiser selbst inne gehabt hatte — ein Schlafzimmer, Arbeitszimmer unv Ausspruchszimmer, alle im linken Flügel, die in guter Ordnung waren — sah es in Den kostbaren Räumlichkeiten, Vic erst kurze Zeit vorher mit einem Kostenaufwande von 20,000 L. restaurirt worden waren, sehr traurig aus. Zerstört war kaum etwas worden, aber fast Alles war ganz verdorben. Die Bewohner von Versailles zeigen nur wenig Jubel ob der Abreise des Kaisers und des Kronprinzen, welche beide von allen Klaffen der Bevölkerung in hohem Ansehen gehalten werden. Auch scheint der bevorstehende Abzug der Garnison sie nicht sonderlich zu erbauen, denn diese hat während der Besetzung ungeheuer viel Geld in der Stadt verzehrt. (Daily Tel.) •*4 Dem 5. Jägerbataillon (Garnison Görlitz) ist wegen seiner hervorragenden Tapferkeit der Ehrennahme „Kaiserjäger" beigelegt worden. Das Bataillon ist bestimmt, beim Einzuge in Berlin unter den Ersten vertreten zu sein. Paris, 7. März. Ein Anschlag an der Börse fordert die in Frankreich naturalisirten Deutschen, sowie die Oesterreicher, welche dieses Institut besuchen, im Interesse ihrer persönlichen Sicherheit auf, ihre Legitimationspapiere stets bei sich zu führen. Kein Wunder, denn noch gestern ließ das „Mot d'ordre" folgenden Hitzartikel los: „Die Deutschen fangen wieder an, an die Börse zu kommen. Letzten Freitag sah man ihrer drei, welche Noten nahmen und Aufträge gaben. Der edle Wechselagent Böranger hatte die Ehre, diese Aufträge auszuführen. Alle diese Deutschen sind barfuß nach Paris gekommen; sie haben hier eine gute Aufnahme und einen unglaublichen Credit gesunden. Natürlich machten sie nichts als Prellereien. Inde Fortuna." Hieran schließt das Organ Roche- fort's eine lange Liste deutscher Bankiers, Stern und Erlanger an der Spitze, welche es der öffentlichen Entrüstung empfiehlt. „Daily Telegraph" meldet, die Armeen, welche Frankreich bis zur vollständigen Zahlung der Kriegsentschädigung besetzt halten sollen, würden die Nordarmee und die Südarmee heißen. Das Hauptquartier der letzteren werde in Dijon sein. Wie dem „Frkf. Journ." gemeldet wird, sollte die Uebergabe der Festung Bitsch am 7. März erfolgen. Die Garnison zieht unter klingendem Spiel mit allen Handwaffen ab. Nur das zur Festung gehörende Material bleibt zurück. Das Cernirungscorps wird in Paradestellung die tapferen Vertheidiger des Platzes vorüberziehen lassen. Das Verhältniß zwischen den beiderseitigen Truppen ist das freundschaftlichste von der Welt. Der bekannte Cremer, welcher unter dem Kaiserreich Capitän war und von Gambetta zum General befördert worden, hat folgenden Tagesbefehl erlassen; Soldaten! Lothringer und Elsäßer. Ich komme, um euch mein letztes Lebewohl zu sagen. Ich bin nicht mehr euer General. Der berühmte General Leflü, der Minister dessen, was man den Krieg nannte, hat mich durch den General de Polhos, einen der Sieger von Mentana, ersetzt. Ich bin das Opfer bonapartistifcher, elericaler und legitimistischer Jntriguen. Man hat mich ver- urtheilt, ohne mich anzuhören. Eure Brüder, eure Kinder werden die preußischen Insignien und Abzeichen tragen; die Vettern von Bismarck werden euren Schwestern zulächeln. Wir müssen bleiben, was wir sind. Lebt wohl, aber auf Wiedersehen. Wie ihr, bin ich Republikaner; ich habe eine Flinte, ihr habt die euren. Im Augenblick der Gefahr werdet ihr mich an eurer Seite finden, um den Eindringling zu bekämpfen; wenn ich nicht als euer Führer kämpfe, so werde ich als Soldat kämpfen. Brüder! Man gibt uns auf; wir können uns aber allein vertheidigen. Schwören wir alle Tod den Preußen, Tod den Ver- räthern und Feiglingen, die uns verrathen und überliefert haben. Es lebe die Republik! Tod den Preußen und den Feiglingen! Darmstadt, 13. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden, wie wir vernehmen, sich am Mittwoch zur Begrüßung Seiner Majestät des Kaisers und Königs, Seiner Kaiser!. Hoheit des Kronprinzen Friedrich Wilhelm, sowie Ihrer König!. Hoheiten der Prinzen Kar! und Albrecht von Preußen, Höchstwelche für Ihre Rückkehr, statt Karlsruhe, die Route Saarbrücken gewählt haben, nach Bingen begeben und die Höchsten und Ho-hen Herrschaften über Mainz nach Frankfurt begleiten, woselbst Dieselben im Großherzoglichen Palais auf der Zeil absteigen und Nachtquartier nehmen werden. Ihre GroßherzoglichKöniglichen Hoheiten der Prinz und die Frau Prinzessin Karl, sowie die Frau Prinzessin Ludwig werben zur Begrüßung der hohen Kaiserlichen und Königlichen Verwandten am Mittwoch Mittag in Frankfurt eintreffen und des Abends wieder hierher zurückkehren. Seine Königliche Hoheit der Großherzog wird am Donnerstag Seinen hohen Gästen das Geleite bis Gießen geben. (D.Z ) Darmstadt, 13. März. Ueber eine neue Formation der Großherzoglichen Division sind, wie uns versichert wird, noch keine Verhandlungen eingeleitet, und ist also auch oie Auflösung dieses ober jenes Truppentheiles noch nicht in Betracht gezogen. Richtig ist nur, baß die früher bezeichneten drei Bataillone nach Mainz in Garnison kommen werden. -l Aus dem Felde erfahren wir, baß vie Division am 5. sich in Marsch setzte und das Hauptquartier am Abend dieses Tages sich in Herbault befand. Am 6. wurde das Hauptquartier nach Marchenoir und am 7. nach Binar (sämmtlich im Arrondissement Blois gelegen) verlegt, woselbst die Division den Rasttag hatte. Am 9. wurde der Marsch bis Patay (Arrond. Orleans) fortgesetzt. Am 10. ging es über Chevilly in die Gegend von Pithivier, wo die Division wieder einige Ruhetage haben wirb, fo daß dieselbe schwerlich vor dem 26. in Troyes ein- tresfen wird. Saarbrücken, 11. März. Aus Schloß Ferneres wird unterm ll. gemeldet: Nach der am 7. März stattgehabten großen Heerschau bei Villiers hielt der Kaiser an die versammelten Kommandeure der bayerischen, sächsischen und württcmbergi- schen Truppen folgende direct an den Kronprinzen von Sachsen gerichtete Ansprache : „Es gereicht Uns zur besonderen Genugthuung und Freude, heute auch einen großen Theil der Maasarmee und der dritten Armee am Schluffe dieses glorreichen Krieges versammelt und nach so vielen blutigen und entscheidenden Schlachten in einer so vortrefflichen Verfassung gefunden zu haben. Mit Stolz kann derjenige Theil der Truppen, welcher auf diesen blutgetränkten Feldern gefochten, bas Zeugniß derselben für ihre Tapferkeit, für ihre Ausdauer und da- rum für ihren Sieg in Anspruch nehmen. Gleichzeitig mit unseren Siegen über den Femd haben wir aber auch in unserem Vaterland einen Erfolg erreicht, der so schnell und so vollständig kaum vorauszusehen war, denn Deutschland ist gc- eintgt und hat Mich an seine Spitze berufen. Jetzt wird es darauf ankommen, tm Frteden den Bau weiter zu führen, dessen Grundstein auch Sie mit Ihrem Blute und Ihrer Treue gekittet. An den Erfolgen der deutschen Waffen haben lLure Konigl. Hoheit als Corps- und Armeecommandeur, unterstützt von Ihrem konigl. Bruder Georg, einen eben so großen als wirksamen Antheil. Möge Ihnen und den commandirenden Generalen von der Tann und von Obernitz, Mein Händedruck auch Meinen Dank und Meine volle Anerkennung aussprcchen. Leben Sie Alle wohl bis auf Wiedersehen in der deutschen Heimath v München, 11. März. Der König hat dem Kriegsminister Fehrn, v. Pranckh das Großkreuz des Militärverdienstorbens verliehen. v Augsburg, 10. März. Der „Augsburger Abendzeitung" wird aus München vom 9. Marz geschrieben, die preußische Regierung habe auf eine vertrauliche Anfrage aus Rom unzweideutig zu verstehen gegeben, es wäre ihr unerwünscht, wenn der Papst sein freiwilliges Asyl in eine Stadt der Rheinprovinz Verlegen wollte. Zürich, 11. März. Die Friedensfeier der Deutschen in Zürich wurde gestern Nacht in ganz unerhörter Weise gestört. In Folge specieller Einladung durch besondere Einladungskarten hatten sich gegen tausend Deutsche, Herren und Damen, in dem großen Saale der Tonhalle versammelt, um in traulichem Kreise die Neubegründung des deutschen Reiches zu feiern. Nachdem der Festpräsident, Professor Wislicenus, ein Hoch auf das deutsche Reich und das deutsche Volk', Professor Johs. Scherr ein Hurrah dem deutschen Heere gebracht hatte, und nachdem einige Festlieder vorgetragen worden waren, drang plötzlich eine Schaar von 40 internirten Officieren mit Waffen nach Sprengung der geschloffenen Thüre auf die Gallerie, wo die Musik und seitwärts den Saal entlang die Damen Platz genommen. Ungeheure Aufregung: die Männer zerbrechen die Stühle und die Musikpulte und stürzen den Eindringlingen entgegen, treiben sie in blutigem Kampf die Treppe hinab und zum Lokal hinaus. Außen rings um die Tonhalle hatte sich eine ungeheure Volksmenge angesammelt, welche mit den Franzosen im Einverständniß war. Der wüthende Pöbel stürmte nach allen Thüren heran, um in den Saal zu dringen, die deutschen Arbeiter und Stu- deuten leisteten tapferen Widerstand. Endlich kam Militär und besetzte die Ein- gänge, aber was konnten 200 Mann gegen 8000 ihrer wüthenden Landsleute ausrichten? Mit Mühe sie zurückhalten! Die wüthende Menge unterhielt nun fünf Stunden lang ein unausgesetztes Steinbombardement gegen die Fenster der Tonhalle; schutzlos flohen die Damen von einer Ecke zur andern, man schob Tische und Bretter vor, um sie vor den herabfallenden Steinen zu schützen. Erst gegen zwei Uhr Morgens verlief sich die Menge und die Versammlung konnte unter militärischer Escorte truppweise sich in ihre Privatwohnungen zurückziehen. Zehn Deutsche sind durch Säbelhiebe und Werfen mit den Biergläsern verwundet, drei lebensgefährlich; von den Franzosen blieb ein Sergeant für todt auf dem Platze und wurde röchelnd fortgetragen; zwei OfficierSmützen und Degen wurden erbeutet und im Triumph von den verwundeten Kämpfern der Gesellschaft vorgezeigt. (D. Ztg.) Telegraphische Depeschen. △ Berlin, 12. März. Betreffs der Kriegsgefangenen, welche den an Deutschland abgetretenen Gebieten Frankreichs angehören, sind Anordnungen ge- troffen worden, welche auf die verschiedenen Kategorien Rücksicht nehmen. — E- sollen nämlich Diejenigen von ihnen, welche an dem bisherigen Ort ihrer Inter- nirung oder Beschäftigung zu verbleiben wünschen, gegen protokollarische Erklärung ihres Wunsches sofort in Freiheit gesetzt werden, falls kein polizeiliches Bedenken im Wege steht. Diejenigen, welche sich in ihre Heimath begeben wollen, sollen ebenso behandelt werden wie die gegen Revers entlassenen Offiziere; sie sollen auf den Etappenwegen sofort befördert werden, mit der Maßgabe, daß sie sich nach Eintreffen in ihrer Heimath bei den Ortsbehörven müden. Endlich' werden Diejenigen, welche in französischem Militärdienst zu bleiben gedenken, wie die andern Kriegsgefangenen den Bestimmungen des Friedensvertrages gemäß behandelt. 4 + Wiesbaden, 13. März. Marschall Mac Mahon ist heute nach Paris abgereist. v + Zürich, 12. März, Nachts. Gestern Abend wurde an die hier internirten Franzosen ein Bulletin vertheilt, worin von den Socialisten zum Vorgehen gegen t-ic Bourgeoisie aufgefordert wird. Heute Nachmittag fanden bedenkliche Ansammlungen statt, wurden aber sofort durch Truppen zerstreut. Die Straßen sind sehr belebt. Zu einem Conflict ist es nicht gekommen. Zwei Bataillone St. Galler rückten heute Nachmittag 5 Uhr in die Stabt ein. Bis zum Abgänge des Tcle- gramms herrschte vollständige Ruhe. 4 + Zürich, 12. März. Der eidgenössische Commiffär Bing ist gestern Abend in Zürich angekommen. Des Nachts wiederholten sich die Unordnungen. Vor dem Rathhause fand eine Zusammenrottung statt, die jedoch gesprengt wurde. Um Mitternacht fand ein Angriff auf die Strafanstalt statt, welcher von dem Militär- posten daselbst abgeschlagen wurde. Die Truppen feuerten in die Ruhestörer, wodurch 9 verwundet und 2 getödtet wurden. △ Paris, 11. März. Die „Semaine finaneiere" meldet: „Nach den UNS über den Stand der Bank von Frankreich zugegangenen Mittheilungen soll sich die totale Summe der in Circulation befindlichen Banknoten heute nicht über zwei Milliarden belaufen. — Börse geschäftslos. Schlußeourfe, Rente 51. Paris, 11. März. Börse geschäftslos. Schlußcourse: Rente 51. Emprunt 51,75. Italiener 53,95 ; Staatsbahn 787—357 (?) Der „Se- matne finaneiere" zufolge beträgt die Gesammtsumme der umlaufenden Noten nunmehr nicht ganz 2 Milliarden. △ Paris , 12 März. Französische Truppen sind in Versailles eingezogen. Die Deutschen haben die Stadt geräumt; sie befanden sich in der letzten Nacht noch auf der Halbinsel Gennevillers (nördlich vom Mont Valerien). General Wnoy hielt eine Revue ab und legte den Truppen die kritischen Zustände in yarig dar; es lei Pflicht, die Unordnungen in Paris zu unterdrücken. — Ein Decret Thiers löst die gesummte Specialarmee auf. — Thiers reist Montag nach °b. Er gab heute noch ein diplomatisches Diner und empfing Nigra und Paris, 12. März. Man meldet, das Haus Rothschild habe beschlossen, keine deutschen Commis mehr zu beschäftigen, d. h. in Paris. Es wird sie ohne Zweifel nach feinen deutschen Sucursalen, nach England, Italien rc. schicken. Das „Journal des DebatS" meint, man möge die Deutschen durch Elsässer er* ft/”* llibt es nicht genug Elsässer, um alle Stellen damit zu versehen. Allein man muß sich mit ihnen begnügen, denn die Deutschen werden nicht länger mehr geneigt sein, Frankreich zu nützen, so wenig wie die Franzosen gewillt sind, ihre Dienste in Anspruch zu nehmen, + Puris, 12. März. Das . Journal officiev" veröffentlicht eine Verordnung Bu oy s vom gestrigen Tage, der kraft des ihm durch den Belagerungszustand übertragenen Rechtes sechs Journalen zu erscheinen verbietet, nämlich Mot d'ordre, Ens du peuple, Carricaturc, Pere Duchcne, Vengeur und Bonche de fer. Außer- bem wacht er bekannt, daß bevor der Belagerungszustand aufgehoben sei, keine neuen politischen Journale ausgegeben werden dürfen. Der Verordnung geht eine lit K.v r flWofe i! entlang k J» Mbtn t tm rinz- uj ^lche mit tc "c nach Q[|r "er und Letzte die 6c 'en Land-Ir? unterhielt Senßn. n. man fyj schien. 6j “Ölung faß n jurück^ äsera ter»:: für tobt ar 'N und Drgr er Gesell^ nähere Begründung vorauf, worin gesagt ist, daß eine freie Regierung nicht möglich sei, wenn täglich die Blätter ungestraft den Aufstand und den Ungehorsam gegen die Gesetze predigen, daß die Arbeit nicht in alter Ordnung wieder hergestellt werden kann, so lange die Journale geradewegs zu Empörung und Plünderung anffordern. Diese Verordnung ist den sechs betroffenen Blättern gestern bekannt gemacht worden. Ein neuer Zwischenfall wird nicht gemeldet. Laut „Electeur libre" würde Banneville als Botschafter nach Wien gehen. Der Gesundheitszustand von Parts hat sich erheblich gebessert. Im Laufe der Woche war die Zahl der Todesfälle 2993, 507 weniger als in der Woche vorher. A Bordeaux, 12. März, 5 Uhr. Die „France" sagt, daß ThierS' Rede dazu beitragen wird, die Einigung der monarchischen Parteien zu beschleunigen. — Der „Francais" meldet, daß die Verwaltung der Telegraphie am 15. ds. MtS. nach Paris abgehen wird. — Die noch hier befindlichen Minister haben heute die Stadt verlassen, bis auf Thiers und Grevy, die morgen abreisen. A Brüssel, 12. März. Nach dem „Nord" befindet sich Palikao in Ar- cachon, wo er die Besuche vieler Deputirten erhält. A Brüssel, 12. März. Der „ProgröS de Lyon" sagt: Holländische Ban- kier's offerirten einen Vorschuß von zwei Milliarden unter der Bedingung, daß Frankreich die republikanische Regierungsform beibchalte. — Der Pariser „Soir" meldet, Gambetta wolle eine Broschüre publiciren, worin sämmtliche von ihm erlassenen Depeschen enthalten seien. V △ London, 12. März. Das bonapartistische Organ „l'Jnternational" meldet: Napoleon's Aufenthalt in Chiselhurst ist nur vorübergehend, er gedenkt sich vielmehr in Böhmen niederzulaffen. A London, 13. März Die „Daily News" berichtet aus Paris, 12. März: Rothschild und Fould schlossen sich der antideutschen Liga an. Die Regierung soll beabsichtigen, einen Zoll auf Rohmaterial, besonders auf Gewebe, zu legen. V + London, 13. März. Zu der auf heute anberaumten Conferenzsitzung war der französische Vertreter gestern noch nicht eingeladen. Der Kaiser Napoleon wird nicht vor Donnerstag in Chiselhurst erwartet. △ Prag, 12. März. Gestern fand hier ein größerer Exceß czechischer Studenten statt, welche 2 deutsche Professoren auspfiffen und sie verhöhnten. A Pest, 12. März. „Naplo" versichert aus bestinformirter Quelle, die Nachricht von einem preußisch-russischen Bündnisse sei erfunden. Börscnuachrichten. 13. März 1871. Actie«. Oest. Creditact. 248 V2 5% östr. F. St. E. B. 3743/4 Lombard. Bahn 1703/s Lud wigsh.-Bexbach 169^/2 Maxbahn 112*/4 Bayer. Ostbahn 128 f/4 Hess. Ludwigsb.-Act. 141 Alsenzbahn-Actien 851/4 Oberhessen „ 793/4 Wechsel. Amsterdam k. 8. 100t/4 Augsburg k. 8. 997/a Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97 Cöln k. 8. 1047/g Hamburg k. 8. 88‘/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1193/4 Lyon k. S. — Paris k. S. 9 43/g Wien k. 8. 951/4 ditto m. S. — ditto 1. 8. — Disconto 31/2% G. Prew 41/2 ff g Oblig. 943/4 Frankf. 3V2% Obi. 81 Vs Nass. 41/20,0 Obi. 94‘/4 Kurhess. 4% » 85 V< Gr. Hess. 5% Obi. 10P/b n n 4O/o „ 93 „ n 31/20/0 „ - Bayer. 5°/0 n — „ 4l/2% 1jährige 96 V2 „ 4% 1jährige 903/4 Würtemb. 4V2% Obi. 945/b Baden 4y2o/o Obi. o. E. L. 94< 2 Oesterr. Silberrente 551/2 „ Papierrente 475/s „ 5°/o M. steuert. — Amerik. Bonds 1881r 993/4 n 1882r 96 ’/2 „ 1885r 96 , 1887r 96i/8 Spanier, neuest. 3°/o 29V2 Prioritäten. 3u/o öster. Stsb.-Prior. 553/ö 3°/o öst. s. Lombard 73 3% Livorneser 313/4 5% Toscaner 507/8 5% Elisabeth.-Prior. 78 do. II. Emiss. 75*/2 CeldMorten. Pr. Cassen-Soh. 1 447/q-451/8 Sächs. „ — DivrCässen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 45—47 n doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 51—56 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 27—28 Engi. Sover. 11 54—58 Rass. Impcr. 9 45—48 Dollar in Gold 2 27—28 AnleheiialooBe. Kurh. 40 Thlr. Loose 641/2 Nassau 25 fl. 37V2 4% bayr. Präm.-Anl. 107i/2 Ansbacher 7 fl. 12>/g 4% badische Loose 108 Badische fl. 35 Loose 60 Oestr. fl. 250 v. 1854 70 1858r Prioritätsloose 157i/2 lK60r Loose 773/4 1864r „ 1163/4 Braunschweiger 163/4 Stadt Madrid 2V/8 Aetlen. Frankf. Bank 1337/s Frankf. Vereins-Kasse 104 Darmst. Bankact. 328 V2 Wien Bankactien 691 Galizien 241 AlLgemeiuer Anzeiger» 46 fl. 7Vr kr. fl. 44V2 kr- 9 32 fl. 133/4 kr., U om beit Erben des verstorbenen Herrn Poststall- 26,3, 352,/iooz 3627z 100 (876) XXXIX 14) 15) XXXIX getrennt, 1445 DÄlftv. Acker daselbst, 132,5, 133 Acker daselbst, mit Haferklee, 817 137, 138 2118 QÄlftr. Acker über dem Schäferbrunnen, 1198 □JWftr. Acker, auf den Weg, und 1170 lUKlftr. Acker an der Warte, rechts 2187 □Älftr. Acker unter dem Wie- XVIII XXII XXIII XXIII XXIII XXIII XXIII XXIV XXV 3112 1008 1267 5) 6) 7) 8) XXXIX XL! XLII XLIV XLIV XLV 4 36 9) 10) 11) 12) 13) 16) 17) 18) 19) 20) 21) 91, 92 73 'klchk brn t ltnungeo [ bann. — L ihm Z.ilki tyr (Mrim St# tenfu »offen, solla it sollni ar fit ÜL wttbcn Luit die aM rhmell. t «ach $Jril III III v XVIII Acker am Schlangenzahl, Acker daselbst, am Zollstock, Acker am halben Zehnten, rechts vom Schützgesbrunner Weg, 54 lUKlftr. Acker daselbst, n 8 )t :c .0 rit he zu )ea eist ri- zu- am ten (er- DÜ lß lbek 118, 119, 120, 121 dem Aulweg, 113,5, 114,5, 115,5 secker Weg, 61) Häckselmaschinen, Dichwurzmühlen, Oelkuchen- brecher der verschiedensten neuesten Construction, stets vorräthig bei Georg Nenzel l s o bei ) m i st nd chc I!, ld Vevmiethungen. 912) Bei Frau Dr. Hanstein ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu ver- miethen. __________ 918) Ein möblirtes Zimmer zu vermie- then bei GärtnerS ch aum, Seltersthor. 755) Eine aus 5 Piecen bestehende Familienwohnung ist zu ver- miethen bei Professor Noack. Auch können 1—2 möblirte Zimmer an einen einzelnen Herrn vermiethet werden. 919) In einer freundlichen Gartenwohnung ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 899) In Lit. D. Nr. 61 ist ein möblir- tes Zimmer zu vermiethen. 662) In meinem Nebenbause ist der mittlere Stock, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Magd- und Bodenkammer und allen Bequemlichkeiten, von Herrn Gymnasial- Lehrer Dr. Schmidt bewohnt, nebst einem Stück Garten zu vermiethen und den 1. Juni zu beziehen. H. Becker, Neue Anlage. 905) Ein neuer Laden nebst Wohnung gleicher Erde ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei__________Wilh. Nagel. 782) Ein Familienlogis ist zu vermiethen in Lit. A. Nr. 130, Asterweg. 805) Ein schönes Zimmer ohne Möbel in der Alicenstraste zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 865) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen in der K a tz e n st e i n ’ scheu Besitzung vor dem Asterweg. Vermischte Anzeigen. B e k a n ii t in a ck u n g. 904) Alle verfallenen Pfänder müssen bis zum 25. d. Mts. eingelöst oder pro; longirt werden, widrigenfalls dieselben öffentlich versteigert werden. Gießen, den 14. März 1871. _________________K. Grün ebaum. 915) Zimmcrgesellcn, welche selbstständig arbeiten, werden gesucht. Zu erfragen in der Turnhalle. 900) Ein braves Mädchen findet Stelle in Lit- C. Nr. 159__________________________ Strohhüte werden zum Waschen, Färben u. Fa^on- niren angenommen. (760) Wilhelmine Fuhr. Bürger-Club. Generalversamm tun g den 18. März 1871, Abends 8 Uhr, wozu die Tagesordnung im Locale der Gesellschaft zu ersehen ist. (847) Der Vorstand. Filz-, Stroh- n. Seidenhiite jeder Art, werden gewaschen, gefärbt, neu fa?onnirt und rasch besorgt von Hutmacher Julius Werner, (862) am Kreuz. 752) Eine perfecte Köchin, gesetzten Alters, welche sich auch der Hausarbeit unterzieht, wird auf sofort gesucht von .L. Busch Wittwe. Z Strohhüte zum Waschen und Faconniren werden angenommen und pünktlich besorgt bei A. Rothenberger, Lindenplatz. 895) Zwei Schreincrgesellen können Arbeit erhalten. Auch kann ein braver Junge, der das Schreinergeschäft zu erlernen wünscht, in die Lehre treten bei Ph. Bauer, Mühlgasse. 885) Ein anständiges Mädchen, welches noch einige Tage zu besetzen hat, wünscht gern Beschäftigung zur Aushülfe im Waschen und Putzen, sowie in der Gartenarbeit. Zu erfragen in der Exped. d. Bltts. 894) Schneidergkscllen werden gesucht von Joh. Becker, Asterweg. tUllcim: Die soeben erschienene Nr. 24 |;= SA enthält: 2 = Der Generalstabschef des Kronprinzen von Preußen. Mit dem Porträt des Generals von Blumenthal. — Die letzten Falkenburger. (Forts.) Erzählung von F. Boden- stedt. — General von Goeben bei St. Quentin. Originalzeichnung von Fr. Kaiser. — Lazareiherinnerungen einer deutschen Frau. I. Durch die Brust geschossen. — Eine Waldidylle im Winter. Von Karl Stieler. — Die neue elsässische Dichterschule. Von einem Elsässer. — Die Generäle von Hin- dersin und Kamccke, eine der Südbatterieen vor Paris inspicirend. Für das Dabeim gezeichnet von O. Fikentscher. — Die Eisenbahn und der Krieg. Von Max Allihn. — Am Familientische : Der siebenstündige Kampf bei St. Quentin. Zu dem Bilde von F. Kaiser. — In den Südbatterieen vor Paris. Zu dem Bilde von O. Fikentscher. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E. Heinemann, I. Ricker. Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, Neuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11 ; Markt, 17, Königshaus ; Kronprinzstrasse, 1 B ; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. HAASENSTEfN dc yOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition.) in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. $ The Greshain. Englische Lebensverlicherungs - Gesellschaft in London. Die Gesellschaft übernimmt zu festen und billigen Prämien Lebensversicherungen und vertheilt in dreijährigen Perioden 80 Procent ihres Gewinnes unter die mit Ge- winnantheil Versicherten. Resultate des am 30» Juni 1870 abgelaufenen 22teu Geschäftsjahres: Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherungssumme von Fcs. 46,218,200- eingereicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 3552 für eine Versicherungssumme Fcs. 41,415,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die Ge- sammtzahl der Versicherungs-Verträge auf 23,945, für eine Total - Versiche- rungs - Summe von Fcs. 236,579,375 gestiegen. P« ämiencinnabme: Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 Cs. für neue Prämien, wodurch sich mit dem Zinscrträgniß von Fcs. 1,363,488. 45 Cs. für angelegte Capitalien eine Gesammt - Brutto- Einnahme von Fcs. 10,459,425. 45 Cs. ergibt. Für Todesfälle wurden einschließlich Bonus (Gewinnantbeil) Fcs. 3,470,084. 70 Cs. ausbezahlt und nach Bestreitung aller Ausgaben die verzinslich angelegten Capitalien um Fcs. 4,324,045. 50 Cs. vermehrt. Der Gesammt-Neservefond beträgt Fcs. 33,690,359. 3 Cs. Für die letzten 3 Jahre kommen Fcs. 1,000,000 an die mit Gewinnantheil Versicherten zur Vertheilung. Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: C. Bernn in Darmstadt, sowie von dem Agenten der Gesellschaft in Gießen: S. Flörsheim. Palmkngsrten - Gesellschaft zu Frankfurt a. M. Hockenheimer Landstrasse Mr« ilO« Eröffnung her Jdiumtlidjcn GrscUsüMsrüumk, der Restauration und der Grossen Frülijaliis-Aiissteiliing von ISiunieii und Pflanzen. Beginn der Ausstellung und der Restauration am 16. März 1871 Mittags 12 Uhr. Täglich Nachmittags und Abends Concerte der Staßny'schen Capelle. Eintrittspreis 30 Kreuzer per Person, für Kinder die Hälfte. Actiouäre und Abonnenten haben täglich, jedoch nur gegen Vorzeigung ihrer Karten freien Eintritt. Der Palmengarten ist von 8 Uhr Morgens an geöffnet. Die Restauration ist den Herren I. Cristoph und F. Dervill6 übertragen. (902) Der Verwaltungsrath. § Das Hessische Wochenblatt erscheint wöchentlich 2mal zu Ortenberg in Oberhessen zu dem enorm billigen Preise von 29 Kreuzer vierteljährlich. Obgleich es erst seit Neujahr seinen 2. Jahrgang begonnen, zählt es doch bereits zu den oerbreit elften Blättern in Hessen- In allen 3 Po- vinzen des Großherzogthums und auch in angrenzenden Gebieten wird es gelesen und zählt seine Freunde und Mitarbeiter unter den hervorragendsten Persönlichkeiten unseres Landes. Seine Tendenz ist keine buchhändlerische Geschäftstendenz, die nur nach Gewinn fragt; seine Absicht ist vielmehr lediglich die, dem Volke, das zum Lesen der großen Zeitungen weder Zeit noch. Geld hat, ein möglichst billiges und gutes, gewissenhaft re- digirtes Blatt in die Hand zu geben. Man sieht es dem Blatte, namentlich bei der sorgfältigen Auswahl seines Feuilletoninhaltes an, daß es nach dem Grundsätze handelt: „Für das Volk ist nur das Beste gut genug." Aus seinen regelmäßigen politischen Rundschauen, wodurch es den Lesern einen dankenswerthen Ueberblick über die Tagesbegebenheiten bietet, geht hervor, daß das Blatt einen sehr gediegenen politischen Standpunkt einnimmt und auf den ewig wahren christlichen Grundsätzen ruht, aus denen allein das Heil des Individuums wie der Gesellschaft und der Völker sich erbaut und die kein Mensch und kein Volk ungestraft verläßt. Das Blatt ist durchweht von einem frischen und erhebenden patriotischen Geiste. Alle», die ein gutes und billiges Volksblatt suchen, können wir darum das „Hessische Wochenblatt" bestens empfehlen. Kriegs- und Friedensnummern der Gartenlaube. Die Nr. 11 bringt folgende Beiträge: Die Zuwider-Wurzen. Eine Geschichte aus den bayrischen Bergen. Von Hermann Schmid. (Fortsetzung.) — Werder und seine Braven. Mit General v. Werder's Portrait. Originalzeichnung von Adolph Neumann. — Eva Ein Frauenbild aus dem vorigen Jahrhundert von Albert Fränkel. (Schluß). — Hermann, Fürst von Pückler-Muskan. Erinnerungen von Paul Wesenfeld. (Schluß). — Um Paris herum. Von Friedrich Gcrstäcker. IV. Die Brücke von Stores. — Zwei Illustrationen: Died enhofen am Tage nach der Capitu- lat ion, am 25. November 1870. Nach der Natur ausgenommen von Chr. Sell; — Rue Royale in der Stadt St. Cloud, am 16. Februar 1871. Nach der Natur ausgenommen von unserem Feldmaler F. W. Heine. — Was ist der Krieg? Gedicht von A. B. — Deutschlands Siegesdcnk. Gedickt von Einil Ritterhaus. Com- ponirt von C. Wilhelm. — Blätter und Blüthen: Unsere sächsischen Soldaten. Von Fr. Gerstäcker. — Von der Südgrenze des Reiches. Von A. — Siegesdank. — Für die Freunde des Priesters Herrn Braun. — Für die Verwundeten und die Frauen und Kinder unserer unbemittelten Wehrleute. Einladung pnii Abonnement auf die Frankfurter Presse. Erscheint 2 Mal täglich (in 2V2 Folio-Bogen). Abonncmentsprcis r pro Quartal hier in Frankfurt a. M. 2 Gulden (ohne Bringerlohn). Auswärts tritt der Postaufschlag und das PostbesteÜgeld hinzu. Die „Frankfurter Presse", das einzige Blatt nationaler Tendenz in Frankfurt, erfreut sich eines fortdauernden Aufschwungs und großer Verbreitung hier und in ganz Süddeutschland. Dem Handelstheil wird besondere Aufmerksamkeit und Pflege gewidmet. Vollständiges Coursblatt- Prompte Börsen- und Productenberichte aus allen Hauptplätzen. Verloosungslisten. Der „Frankfurter Presse" wird ein tägliches belletristisches Beiblatt unter dem Titel „Museum" beigegeben. Die Crpedition der „Frankfurter Presse". 32k>) Für die Vaterländische Feuer - Versicherunqs - Attien- Gesellschast zu Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'scken Univ.-Druckerei (Fr. Chr- Pietsch) in Gießen. .(dl*1*1* Vw* 1 fl-21 5ir. 6. 'M'1 Äomei Ttt Die Inletts lässig btiiä, unUfr$Wfl füflrnN abgerechnet -Der Wertb allerdings bi .genten Äetl 'Presse ongni Tebgranm < -ton etwa tii 'd-rizen Krick :zWtt Sei lhetmzuhebk! an hiesigen jungen 6 M t'ie Äruntle und zugleich den hnabge Angabe, toi bei tcn D toirb, daß verlangt Hai zu machen, toüehi tit' lannüid) ei tonte auch aus tcn j Derrheiluni berechnet r angebliche! Angaben v beharrlich e Phase toegi 1866, so iMßert hat Win lassen. Tie $ ffnb angitotz v'lche zur teobtn, zur Ochligen, Wlitärpflich Norttkl hkirathu^ Zrnntet, aulj g'linte nicht *^rtr Verbind Dehauptu ?c! vornherei