^mtfctorcn 6eJ S*'* *» PreiS vierteljährig 1 P- 12 h- mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Oießmer Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS. Expedition : Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kiefen. Nr. 39. Mittwoch bcn 15. Februar 1871. werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch -Stfteuungen tlllT oen LvlCj^ItCT bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abbolen lassen, erhalten denselben für die Monate Februar und Marz 1871 zu 40 kr. " 3n: und 8ui. m9e $ut Vermittlung • i'rcüifion etn " kie, für tie vrn ngk» Der Samt von do ässe, 't kl 45. ki. (webnrg. V\ Jl|iTO.u •n 6iln-9XinW liebe zollcmtlit S. Jtlee, am $!< ihiizüge. . Amtlicher T h e i r. Bekannt m a ch u n g. Das Departements-Trsatz-Geschäft für 1871 betreffend. Das Departements-Ersatz-Geschäft für 1871 wird im Kreise Gießen Donnerstag den 9., Freitag den 10 nnd Samstag den 11. Marz d. I. stattfinden. Es haben sich an den genannten Tagen vor der Großherzoglichen Departements-Ersatz-Commisjion im Bezirk der I. (49.) Infanterie-Brigade jedesmal von 8 Uhr Vormittags an in dem Rathhanssaale zu Gicsten zu gestellen: Donner ft ag den 9. März d. I. die durch die Zkreis-Ersatz-Commifsion für dauernd unbrauchbar erklärten Militärpflichtigen; die zur Ersatz-Reserve II. Classe und zur Ersatz-Reserve I. Elaste dcsignirten Militärpflichtigen ; die von den Truppentheilen vor beendeter Dienstzeit entlassenen Soldaten; die von den Truppentheilen abgcwiesenen einjährig Freiwilligen. F r e i t a g d e rr 1 9. M ä r z d. I. > die mit Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst versehenen Militärpflichtigen, welche im Jahre 1851 und früher geboren sind und noch nicht eingetreten sind, bezw. sich noch nicht zum Eintritt gemeldet haben, mit Ausnahme der durch die Departements-Ersatz Eommission zuruckgestellten Studirenden der Theologie; die vorzugsweise und primo loco einzustellenden Militärpflichtigen; die für brauchbar erklärten im laufenden Jahre zur Loosung zugelasseuen Militärpflichtigen bis zur Loosungs-Rummer 87. S a m st a g den 11. Mär z d. I. die für brauchbar erklärten im laufenden Jahre zur Loosung zugelastenen Militärpflichtigen von Loosungs-Rummer 88 an. Die Disponibel« aus den Jahren 1870 und 1869 haben nicht zu erscheinen. Ebenso haben nicht zu erscheinen die von der Kreis-Ersatz Commission wegen augenfälliger körperlicher Gebrechen für unbrauchbar erklärten und wegen zeitiger Ticnstunfähigkeit, Körperschwäche, Kleinheit rc. zurückgestellten Militärpflichtigen. Wenn Reclamationen erhoben worden sind, so haben diejenigen Familieng.'jeder, welche reclamiren und diejenigen, um deren Arbeitsunfähigkeit es sich handelt, sich persön'ich vor der Großherzoglichen DepartcmentS-Ersatz-Eommission einzufinden. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien werden besondere Ladungen für die Militärpflichtigen k. H. zugchen, welche den Betreffenden unverzüglich zuzustellen sind. Der TZollzug der Ladungen ist innerhalb 8 Tagen anzuzeigen. Sollte eine Ladung nicht vollzogen werden können, so ist der Grund hiervon berichtlich anzuzeigen und ist, wenn ein Militärpflichtiger von seinem bisherigen Wohnorte wcggezogen ist, zugleich anzugeben, wohin derselbe verzogen ist. Die Großherzoglichen Bürgermeister haben an ben Tagen, an welchen Militärpflichtige lhrer Gemeinden zur Vorstellung kommen, selbst anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, daß die Letzteren rechtzeitig zur Stelle sind. Gießen, den 1. Februar 1871. Der Civil-Vorsitzende der Meis-Ersatz-Commission des Kreises Gießen. I- V.: K e k u l 6, Kreisassessor. PtrtooeM®* I n 111. CL LH- 4» >, hS gebend'• LU »U' ° Si£ba. J*/ SS? Ab^ ribeod: wli uTa. arm. Gießen, den 10. Februar 1871. Das Groß herzogliche Stadtgericht Gieße» an die Großherzoglichen Ortsgerichte des Bezirks. Betreffend: Die Ausführung dcS Gesches über die Portofreiheitcu im Gebiete des Norddeutschen Bundes, — hier die Aversionirung der von den Großherzoglichen Behörden in Rordhesscn zu zahlenden Porto- :c. Beträge. Sie wollen alsbald und längstens binnen 8 Tagen berichten: 1) welche von Ihnen von der Contirung und welche von den Dienstfreimarken während des Jahres 1870 Gebrauch gemacht haben, wenn Sie etwa, der zwischen der Postverwaltung und den einzelnen Gemeinden fortbestehenden Verträge über Zahlung einer Aversionalsumme ungeachtet, in die Lage kamen, Porto für Dienstbriefe bezahlen zu müssen; 2) welche Beträge in solchen Fällen für dienstliche, frankirt abgegangene und frankirt oder unfrankirt angekommene Sendungen, sei cs an Porto oder Bestellgeld oder Recommandationsgebühr oder Landbriefbestellgeld während des Jahres 1870 von Ihnen aufgcwcndet werden mußten. _____Muhl.............................. ..... P o l i t i s el> e r T k e i l. 14. Februar. Bisher wurde die Geschichte des neueren Oesterreich seit dem Ausgleich des Jahre- 1867 von dem Kampf der Deutschen und Ungarn um die Hegemonie aus- gefüllt. Die Magyaren hatten durch den Ausgleich zwar gewonnen, die bisherige deutsche Suprematie gestürzt und zugleich die Finanzkräste der westlichen Reichs- bälste ihrer eigenen nationalen Organisation dienstbar gemacht. Allein die Erinnerungen der deutschen Oberherrlichke't lebten noch in Wien und wurden im Herrenhaus des Reichstags gepflegt und mit Entschiedenheit ausgesprochen. Die deutschen Mitglieder des Abgeordnetenhauses stöhnten über eine Art von finanzieller Leibeigenschaft, in welcher die deutschen Kronländer zu den Ungarn ständen; beide Häuser mahnten demnach die Magyaren vor zu großer Ucberhebung und noch die neuesten Erfolge in der letzten Delegationssisston waren von strengen Warnungen tor übertriebener Ausnutzung des Ausgleichs begleitet. Beide Hegemonien, die alte und die neue, waren aber ihrerseits gleichzeitig ton einer dritten ausstrebenden und von beiden nletergehaltenen Macht bedrängt, hi slavischen. Herrn v. Beust, dem früheren Verehrer und Pfleger der Triasidee, satte es nahe gelegen, aus den Slaven eine dritte Gruppe zu bilden, welche den Zwist der Deutschen und Magyaren hätte mäßigen und eine Art von Gleichgewicht zwischen beiden Herstellen können. Es ist Nichts dergleichen geschehen und aus der Mitte der Slaven erhebt sich nun der Ruf: Drehen wir die Sache um, stürzen wir die jetzigen Hegemonien, ergreifen wir dic Zügel und drücken wir Oesterreich den slavischen St»mpel auf. In diesem Sinne wollen sich dic Prager „Narodnt Listy" das neue Mini- sterium gesull.n lassen, wenn es (zunächst in der westlichen Reichs halste) mit der deutschen Centralisation aufräume. Die gleiche Erhebung der Slaven in Ungarn wird der Zukunft überlassen. Das genannte Blatt schreibt: Das Cabinct habe durch dic Amnestie gezeigt, daß cs wisse, was sich schicke, ab A u Jniolgr Mattern Der 5 stehenden SM sio reichlich ein. MdsMtn toc Soldaten Cyrr»! Mt werden fa Mje Sendung ljfr ab und fair ^""iger TQtMam M«n, als । EWrn für von tfl, Je(t9r, ?:l »»« Sei ^'7» hui , üien nja^i T4»" M h fe* ■ ’s»»: (AZ.) Telegraphische Depeschen t Maßregeln nach der Beendigung desselben be- und die L Die Kontribution der Stadt Paris ist gestern 12. Febr. In Lille hat die monarchische Liste mit 195,000 12. Febr. Aus Paris sind folgende Nachrichten vom 10. d. A Brüssel, 12. Febr. hält die Wahl nachstehender Kandidaten für ringe langt: Der „Klecteur libre rri « RA i Bekanntmach u n q den ersten folgenden in l: st. 15 fr. t 4 c) V V 4 i 10 3 3 30 30 30 Abend unsere frohen Ordre gesetzt 30 30 obgleich darüber werden, mir zur mit 86 noch bis a) b) 0 g) nii i9(l w,< nt des Waffenstillstandes dingen. + Versailles, bezahlt worden. △ Bordeaux, die Gaben waren so viele, daß Wagen auf Wagen sie herbeibrachte, und vierzig französische Kriegsgefangene zur Hilfe commandirt waren, kam N die Nacht herbei und mußte die Ladung bei Fackelschein vollendet lit Begleitung der ganzen Sendung wurde mir allein übertragen und 6-ilfe 4 Soldaten beigegeben und betrug dieselbe jetzt acht Waggons leeren und einer Menge kleinerer Kisten und Kasten aller Art, die sich der Befehl zum Einquartieren kam. Kaum aber war dies geschehen und Soldaten, die seit zwei Tagen keine Verpflegung erhalten hatten, in der Erwartung, solche endlich zu finden, da kam plötzlich mittelst Depesche die zur schleunigen Weiterreise, die auch durch Allarmblasen sofort ins Werk wurde. Eine Kompagnie mußte sogar vom nächsten Orte, wohin sie ins zur Stunde der Abfahrt fortwährend vermehrten. Am 29. December, Morgen- 10 Uhr, traf der Zug ein, dem meine 8 Wagen angehängt wurden. Derselbe enthielt 1100 Mann Ersatztruppen des 35. Regiments, denen noch 200 Mann unserer hessischen Division beigefügt wurden. Um 11 Uhr Abfahrt unter Zuruf und lauten Begrüßungen der zahlreich vertretenen Einwohner Darmstadts und ver Umgegend; in Mannheim erster Aufenthalt, dann an diesem Tage noch weiter bis Weißenburg, es wurde in den Wagen übernachtet; den folgenden Tag bis Bischweiler. Am dritten Tage (Sylvester) hielten wir den ganzen Tag über bei Horth, dann noch Weiterreise bis Hochselden. Der 1. Januar war kein guter Tag für uns, denn die Mannschaft stand vom Morgen an zum Einsteigen bereit, bis am in der I. Klasse der höheren Mädchenschule bei Herrn Mitprediger-Vicar Freien sehn ec . - . und für den englischen Unterricht daselbst in der Zwischenklasse der höheren Mädchenschule bei demselben Lehrer und für den englischen Unterricht in der II. Klasse der höheren Mädchenschule bei Herrn Lehrer Curschmann und für den englischen Unterricht in der III. Klasse der höheren Mädchenschule bei Herrn Lehrer Schmidt in der IV. Klaffe der höheren Mädchenschule bei Herrn Lehrer Felsing in den Schulen bei den Herren Lehrern Drescher, Schäfer, Römer, Ubrich, Lips, Müller und Zu na ..........................- . Bericht ihr (meine Sendung nach Frankreich zur Begleitung Oer Liebesgaben für die Angehörigen unserer Division insbesondere ves II. Regiments, von E h. R ü b sa m e n. Infolge eines gegen Ende des vorigen Jahres in den verschiedenen KreiS- Wätkrn der Provinz veröffentlichten Aufrufes „Ein Ehristgeschenk den im Felde sehenden Soldaten unseres 2. Regiments" trafen die Liebesgaben von allen Seiten jo reichlich ein , daß wir drei Eisenbahn-Waggons damit füllen konnten. Durch Ärldspenden war dem Komitö die Möglichkeit gegeben worden, auch für diejenigen Soldaten Ehristgeschenke anzukaufen, die aus der Heimath mit solchen nicht bedach! werden konnten. Ich wurde von dem Komite mit der Aufgabe betraut, die A-nze Sendung ihrer Bestimmnng zuzuführen, ging darauf am 21. December von litt ab und kam unter günstigen Umständen Vormittags in Darmstadt an. Nach sclgsältig eingezogenen Erkundigungen überzeugte ich mich jedoch bald, daß es einiger rathsam sei auf das Gerathewohl mit meinen Wagen in die Welt hinein jo fahren, als vielmehr dem in Darmstadt sich bildenden großen Transport von vkvcsgaben für alle Theile unserer Division sich anzuschließen, der am 29. De- ctmbtr von da abgehen sollte. Nach aus dem Hauptquartier in Orleans einge- tiofcnen Telegrammen sollte ote vereinigte Sendung nach Lagny dirigirt und von Do aus von Seiten der Division durch Fuhrcolonnen abgeholt werden. Am 28. Ittember begann Morgens die Verladung am Exerzierplatz in Darmstadt, und il [UiglhM® ar fit ß» I® ne tu «P nrch moäri rrtfci lK, gesichert: Victor Hugo, Garibaldi, Quinet, Gambetta, Saiffet, Pothian, Rochefort, Schoelcher, Foigneaux, Locroy, Sauvage, Dorian, Delescluze, Marc Du- fraietie, Henri Martin. „Soir" fügt noch folgende hinzu: Kournet, Köchin, Thiers, Roger, Vckel. Paris gewinnt eine friedliche Physiognomie. Auf den Boulevards sieht man zahlreiche Spaziergänger. 4- Brüssel, 13. Febr. „Jndependance" meldet: Der König hat dem Komite zur Unterstützung der in Paris lebenden belgischen Untertanen 10,000 Francs überwiesen. — Prinz Napoleon ist hier angekommen. + Berlin, 13. Febr. (Sitzung des Herrenhauses.) Das Herrenhaus nahm ohne Discussion den Gesetzentwurf betreffend den Bau einer Eisenbahn von panau nach Offenbach rc. an, nachdem der Handelsminister denselben befürwortet hatte. Alsdann wurde der Gesetzentwurf betreffend das Expropriationsverfahren in ter Provinz Hannover und Frankfurt a. M., sowie das Gesetz betreffend Jn- hemm'tätsertheilung bezüglich der Ausführung des Gesetzes vom 9. März 1867 (jnOemnität wegen Eisenbahnanleihe) in der Fassung des Abgeordnetenhauses Angenommen. Es folgte hierauf die Erledigung von Petitionen. + Berlin, 13. Febr. Es verlautet, der Kaiser werde Anfangs März nach Berlin zurückkehren, um den Reichstag persönlich zu eröffnen. Die Armeccom- vanvanten blieben auch in diesem Falle bis nach Beendigung des Krieges in zrarkreich; unter welchen Verhältnissen dies geschehen, wird der weitere Verlaus Stimmen gesiegt, Die republikanische erhielt nur 47,000. Ehangarnier ist aus Siüffel in Lille angekommen, um sich mit den anderen Deputaten nach Bordeaux |U begeben. Der neue Präfect von Lille, Herr Hendle, ist nach Pans gegangen. Quartier geschickt worden war, wieder herbeigeholt werben. Mir aber wollte eS scheinen, als ob unsere Reise viel zu langsam von statten gehe, und darum beschloß ich mit einem andern Herrn, der ebenfalls Wagen mit Liebesgaben an unserem Zuge anhängen batte, vorauszueilen bis Ranzig und dort zu versuchen, ob uns nicht ein besonderer Zug bewilligt, oder auf andere Weise die Möglichkeit gegeben werden möchte, schneller als bisher weiter zu kommen. Wir fuhren also mit dem Postzug unserem Zuge voraus, langten Nachts 1 Uhr in Nanzig an, überzeugten uns aber bald, daß all unsere Bemühungen umsonst sein würden; doch versprach man uns, unfern Zug, sobald er eingetroffen sein würde, sofort weiter zu befördern. Mit großer Mühe und viel Lauferei gelang es mir hier noch, eine Depesche an Se. Großh. Hoheit den Prinzen Ludwig nach Orleans abzuschicken mit der Nachricht, daß ich mit meinem Zuge in 3 bis 4 Tagen in Lagny eintreffen würde. Aber erst nach dreitägigem Warten kam endlich unser Zug in Nanzig an, und konnten wir dann andern Morgen-, nachdem ich die Nacht bei 14° Kalte im Wagen zugebracht hatte, Die Reise fortsetzen. Kaum waren wir an Toul vorüber, als ich durch das Pfeifen einiger Wagenachsen erschreckt wurde, und auf Der nächsten Station stellte sich heraus, daß einige Achsen meiner Wagen heiß waren. Man wollte diese Wagen sofort auSsetzen, allein durch vieles Bitten gelang es mir doch noch bis Litry mitzukommen. Hier aber war jeder Versuch, meine Wagen zusammen zu behalten, vergebens; Die beiden mit heißen Achsen, Die, wie ich horte, seit 5/4 Jahren nicht revidirt worden waren, wurden ausgesetzt, Die andern gingen nach KhalonS weiter. Ich blieb natürlich in Ditry zurück mit sechs Mann von unserer Begleitung. Bei der Untersuchung der Wagen zeigte sich übrigens, wie leicht Unglück hätte entstehen können, wenn dieselben noch weiter mitgenommen worden wären, denn die Achsen waren durch Die Erhitzung sehr angegriffen und das Unterfutter derselben verbrannt. Es war gut, daß zwei vorräthige Wagen vorhanden waren, die mir an Stelle Der ausgesetzten zur Verfügung gestellt wurden; allein das "UmlaDen war keine leichte Arbeit, zumal Da meine Mannschaft Der Kälte wegen nicht recht zugreifen wollte, so Daß ich genothigt war, mich nach anderer Hilfe umzusehen. Meine Weiterreise hing nun wieder vollständig vom Zufalle ab, und Dieser führte desselben HagS noch einen Artillerie-Pack herbei, von dessen Kommandant ich trotz aller Hindernisse von Seiten Der Bahnbeamten Die Erlaudniß erhielt, meine zwei Wagen anzuhängen. So kamen wir noch glücklich in Khalons an, wo ich müde und erschöpft im Hotel Dicu ein gutes Quartier fanD. aber kaltes Zimmer und schlechtes Bett, Dessen ich sehr beDurfte. Des andern Morgens Weiterreise dis Epernay; hier neuer Unfall. Ein mit 24-Pfündern beladener Wagen brach unt mußte um* geladen werden, und ehe ich mich versah, waren meine beiden Wagen in ein sog. todteS Geleise geschoben worden. Ich kann unmöglich beschreiben, welche Mühe und welches Bitten eS mich kostete, bis sich Die dortigen Herren Bahnbeamten bewegen ließen, mich mit dem Artillerie-Park weiterziehen zu lassen, uns ich empfand hier sehr lebhaft Die Folgen davon, daß man in Darmstadt versäumt hatte, mir einen Geleitschein mitzugeben, da man wohl voraussetzte, der ursprüngliche Zug werde bis Lagny zusammenbleiben. Wir gelangten desselben TageS noch bis Meaux und Dann am folgenden, am 7. Januar, also nach neuntägiger Fahrt endlich in Lagny an. Thorigny und Lagny, zwei freundliche Städtchen auf beiden Seiten Der Marne, sind von ihren Einwohnern gänzlich verlassen und fast zerstört. Was von Häusern noch übrig ist, ist zu Spitälern eingerichtet ober wird Den durchziehenden Truppen, die hier übernachten müssen, als Quartier angewiesen. Hier herrschte ein reges Leben und Treiben, Denn Alles, was von der Armee kommt oDer zu ihr gehl, wird hier verladen, so auch alle Gefangenen und Kranken; Tausende von Wag.n kommen und gehen täglich. Hier fand ich denn auch im Bahnhofe meine von Vitry aus vorausgegangenen sechs Wagen wieder, erfuhr aber zugleich, daß unter den massenhaft aufgestapelten Vorräthen schon seit 10 Tagen, auch die bereits im September von Darmstadt abgegangenen Liebesgaben noch lägen und ihrer Weiterbeförderung entgegensähen, was mir für die Losung meiner eigenen Aufgabe eine keineswegs günstige Aussicht eröffnete. , (Fortsetzung folgt.) tl k frenfiinj ter $(i# irrrt: Loche» eint u eu.-rieht. Len 8cii riui, trän vottrazrr r4t bL:l t\t rein fall.* fltinitte, (er :;hnrä|t Kllk uc . .«eigejlefli wortti t/e frr eure öerrchM i ÜUtnft fiat tv; iiuliifonity ek die gift ; ;:t| «ttels LklM 1 Ifi Wtl ut Hch ,- :,Krnch ter Koner** rjiifrän ho tu K t;t Lotbemtq ■ ;ing gtgtkn, «io /i llrbrt m Km- * ti zetzl ttrftlk 6 5 477) Die Schulgelder aus den städtischen Schulen und der Realschule pro IV. Quartal 1870 können Zahltagen: Dienstags, Donnerstags und Samstags, ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasse bezahlt werden. Zugleich wird bemerkt, daß das Schulgeld für jeden einzelnen Schüler beträgt: in der Fortbildungsklasse (höhere Mädchenschule» Klassenführer Herr Schulinspecior Vigelius . ufccft & 1 jat - । iio ■* aP * kN 1 titnt — eine Auszeichnung seltenster und ehrendster Art zu Theil. Der Ober- tefehlShaber Der dritten Armee, Kronprinz Friedrich Wilhelm, überschickte Dem Jubilar durch seinen Generalstabschef, Generallieutenant v. Blumenthal, Der von hm Oberquartiermeister Oberst v. Gottberg unD Dem Major v. Treffow begleitet ifor einen Lorbeerkranz mit folgenDer Widmung: „Seinem verehrten KriegS- gllLhrten General v. Hartmann zu feinem Geburtstage im Feldlager vor dem dcsikgten Paris." General von Blumenthal gab überdies feinen persönlichen Ge- fü^Ien dadurch Ausdruck, daß er in einer Ansprache Die Verdienste des Jubilars pries und Dabei besonders betonte, wie er wünsche, Den so bewährten General vech recht lange an Der Spitze Des zweiten Korps zu sehen. (A.Z.) a r. t t W* ‘‘/•j/scictn W Kn sirtii • •/ tu s-'i m. w zuste- Brste" Bäcker Kuhn, am Kreuz. bei I-, Ronner Wellen um Zoll 1490 CO zum Wohnungs - Vcrändt'rnng Gummi - Clasticum- i 50 8 und und und Weichholz-Stöcke, Fcnsterlä 4000 Buchen-, Eichen- u. Weichholz-Wellen.! verkaufen. der im 3(ihre 1870 in de» Pfarreien des Decanats Grosi-Linden erhobenen Collerten. Bemerkungen. b c Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. track, Decan. 161 550 Stockholz, Reisholz, Durchm. und 11 bis 35 Fuß Länge, Fichten-Stamm von 7 Zoll Durchm. und 50 Fuß Länge, Eichen-Stangen von 4 bis 5 Zoll Durchm. und 15 bis 20 Fuß Länge, Fichten:Stangen von 4 bis 5 Zoll 474) Ein möblirtes Zimmer vermiethet Wern Hard Brück, Flügelsgasse. 16 7275 725 45 Stiefel, schlauche mild zu h) in der Realschule . . i) in der Vorschule derselben Gießen, den 13. Februar 1871. 489) Ein Logis ist zu vermiethen bei Eniil Rödel, Flügelsgasse. 260 bis 270 Stecken Buchen-Scheid- Prügelholz, 90 bis 100 Stecken Eichen-, Nadel- Weicbholz-Prügel, 90 bis 100 Stecken Buchen-, Eichensoll in dem Steinbacher Gemeindewalde, District Ameisentopf, nachverzeichnetes Holz öfsentlich^versteigcrt werden, als: 161' 4 Stecken Kiefern-Prügelholz, 443) Häckselschncider mit kleinem und großem Schwungrad, Strohbänke, roh und beschlagen, sowie Nübenschncider, vor- und rückwärts schneidend, empfehlen unter Garantie zu den billigsten Preisen Flick & Kröll. 316) Der Unterzeichnete offerirt beschlagene Flößhölzer in allen Dimensionen, sowie auch Hochkant, den Cubikfuß frei Bahnhof hier zu 20 tr. Zimmerarbeiten übernehme pr. laufenden Fuß zu 1 /2 fr. S. Katzen st ein tHolzhandlung.) 483) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen und kann sogleich bezogen werden 400) Sechs Rohrstühle und drei Paar Fensterläden sind in Lit- B. Nr. 116 zu hende am 1. März l. 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