Gab wrrot ^^jUgfn berab.- Prets rikLteliährig 1 ft 12 fr. mit Brnrgerlohn. Durch die Vast bezogen vierteljährig fL 27 fit. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Aus, nähme MontagL. Expedition: Canzleiberg 8it. B. Nr. 1. iyubr. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. Dienstag den 14. November 1871. BefteLlMtgen amf Kem Gießener Anzeiger Land-^oftboten entgegen genommen.^ Womreuten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate November und December zu 40 fr. Nr. 9, ", Zagd- eiaichlageiide vahl. «uch l unb umge- stets prompt l-Lckranke, Gtijelei Lus- "ager aus der m Lktkersivkg. aslhkttkn und -, Astragan-, ; ferner sehr sstsveran- n,. - eise abzi- janj vkli nnb aiartiW» W jtfer Branche dmM dich W--r« an bei tieib-MamS, rtfrien, rcturen 75NgtM Jahre ffe. , neu erbauten d( crastagnett« :ung- 'Taodtfl- , zhirlioß' sw Amtlicher Theis. Gießen, am 9. November 1871. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes wegen der Kriegsleistungen und deren Vergütung. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Unter Bezugnahme auf die Ihnen mitgetheilten «usschreiben Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 28. December 1870 ju Nr. M. d. I. 12080, und 17. Juli 1871, zu Nr. M. d. I. 7524, fordern wir Wie auf, die Liquidationen über die Leistungen der Gemeinden wahrend des Kriegs (mit Ausnahme der Kriegsfuhren) in doppelter Ausfertigung und unter Anschluß der dauiaeböriaen Belege längstens bis zum 1. December l. I. an uns einzusenden. a In Verhinderung des Kreisraths: Kekul 6, Kreisassessor. Politischer Theis. 13. November. Ein längerer Artikel der „Allgem. Ztg." unter der Aufschrift: „Das neue Bayern im neuen Reich" rühmt an dem Ministerium Hegnenbcrg-Lutz, daß cs durch seine entschiedene nationale Haltung wie durch die von ihm in ter Kirchen- frage eingenommene feste Position das Möglichste gethan Hobe, um das Mißtrauen zu zerstreuen, welches der bayerischen Regierung von Seiten der liberalen und nationalen Presse Bayerns seit der schweren Versa'umniß der Kammerauflosung im vorigen Herbst entgegengetretcn war. Die Einziehung einer Anzahl bayerischer Gesandtschaften, der prompte Anschluß an wichtige Theile der Gesetzgebung des norddeutschen Bundes, endlich die nationale Haltung der bayerischen Mitglieder des BundeSrathcs seien ein sprechenlLer Beweis, daß die bayerische Negierung die Idee der nationalen Einheit mit principieller Sicherheit festhalte und nicht daran denke, überall, wo sie eS nur ohne Verletzung einer formellen Pflicht vermöge, dem Particularismus zu fröhnen. Das Manifest endlich, das der CultuSminister von Lutz in der Kirchenfrage erlassen habe, fei eine politische That ersten Ranges, von welcher die ultramontane Partei heute noch so niedergeschmettert sei, daß man wohl sehe wie diese Partei der großen Worte nur denen fürchterlich ist, welche sich eben fürchten, nicht denen, die wissen, was sie wollen, und wollen, was sie wissen. Daß die Regierung des größten katholischen Staates in Deutschland die Initiative zu der nothwendigen Trennung von Kirche und Staat ergreife, das beweise einen mächtigen Fortschritt der Idee des modernen Staates, und daß die Regierung, die das thut, zugleich eine offene und entschieden nationalgestnnte ist, das zeuge von Neuem, wie unzertrennlich unsere nationale Einheit mit unserer geistigen' Freiheit zusammenhänge. t In militärischen Kreisen wird versichert, daß der General v. Podbielskv, der in der Leitung des allgemeinen Kriegsdepartements durch Generalmajor von Stiehle ersetzt wird, zum großen Generalstab übergehen und dem Feldmarschall von Moltke zur Disposition gestellt werden. Eine auffällige Erscheinung ist cs jedenfalls, daß einzelne deutsche Kleinstaaten aus Furcht vor einem Anfall an Preußen ihre Effenvahnen zu veräußern sich beeilen. Braunschweig hat vor einiger Zeit die Staatseisrnbahnen an eine Aktiengesellschaft verkauft, mit der Absicht, für den Fall eines Anfalls an Preußen sich das Kaufgeld als Provinzialfond zu referviren. Aehnliche Motive scheinen in Anhalt obzuwalten, denn nur so läßt sich die Mittheilung erklären, daß über die Umwandlung der anhaltinischen Saline Leopoldshall in eine Aktiengesellschaft ver- handelt werde und wird als Kaufpreis die Summe von 7i/2 Millionen Thaler genannt. Bekanntlich soll bis auf Weiteres vom 1. December d. I. ab bei allen mit der Post zu befördernden Packeten die Signatur die wesentlichen Angaben der Adresse enthalten, so daß nöthigenfalls das Packet auch ohne den Begleitbrief bestellt werden kann. Sollten in der ersten Zeit nach dem 1. December noch Packetc zur Annahme vorgelegt werden, welche von den Absendern aus Unkenntn'ß der ergangenen Bestimmungen, anstatt mit der vollständigen Adresse nur mit Buchstaben oder Zeichen adressirt sind, so haben nach einer Anweisung des Generalpostamts tie Postanstaltcn zwar die Absender auf die Unvollständigkeit der Signatur auf- merksam zu machen, die betreffenden Packetc aber nicht von der Beförderung zurückzuweisen. Namentlich soll während der UebergangSzcit den Aufgebern, ohne Erhebung besonderer Vergütung, Gelegenheit gegeben werden, mangelhafte Signaturen gleich auf der Post zu vervollständigen. Auf Die Landleute soll hierbei besonbers Rücksicht genommen werden. Die „N. A. Z." enthält folgenden von der Rcdaction selbst als officiös bezeichneten Artikel: Die Mittheilung, welche darauf aufmerksam machen sollte, daß es nicht im Interesse der Befestigung friedlicher Zustände liege, wenn das freundliche Entgegenkommen Deutschlands so mißverstanden und auf solche Quelle zurück- gefübrt würde, wie dies von Seiten eines Pariser Blattes geschehen war, hat die französische Presse zu keinem tigeren Nachdenken als darüber bewogen, ob diese Mittheilung mehr oder weniger aus Regierungskreisen stamme. Wollte doch der ernste Inhalt eine größere Beachtung finden. Er verdient sie auch in der Form nnes einfachen Zeitungsartikels. Denn eine Wahrheit bedarf nicht erst einer Autorisation, um Geltung zu beanspruchen. Und wahr ist es, daß die französische Presse nicht im Sinne des Friedens wirkt, wenn sie jedes Entgegenkommen Deutschlands mißdeutet oder gar auf eine Einmischung anderer Mächte zurückführt, die insgesammt weise genug sind, aller Einmischung in das, was nur uns und Frankreich angeht, sich zu enthalten. In dem westfälischen Kohlenrevier werden die Klagen über Kohlennoth immer lauter. Der Hauptgrund hierfür liegt darin, daß cs namentlich auf den bergisch-märkischen Eisenbahnen an den nöthigen Verkehrsmitteln mangelt. Der Güterverkehr nach und über Belsort ist bis auf Weiteres wieder ein- gestellt und können nur Zufuhren für die deutsche Armee Beförderung finden. Das EntlassungSgcsuch des Grafen Beust ist angenommen; der bisherige Reichskanzler wird Botschafter in London und ist zum Mitgliede des Herrenhauses auf Lebzeiten ernannt. Die „N. A. Z." constatirt heute an hervorragender Stelle, daß der wichtige Personenwechsel zwischen Beust und Andrassy auf Erfordernisse der inneren Lage Oesterreichs zurückzusühren ist und die auswärtige Politik von dieser Wendung Dtr Dinge unberührt bleibt. Was namentlich die sreundnachbar- lichen Beziehungen Oesterreich-UngarnS zu Deutschland anlangt, so sei die Erwartung auszusprechen, daß dieselben unverändert fortdauern werden. Der Präsident der französischen Republik, Herr ThirrS, befriedigt jetzt seine militärischen Neigungen durch Abhaltung von Revuen, militärischen Rundreisen rc. Man schiebt ihm die Absicht zu, auf Lebenszeit Staatsoberhaupt zu bleiben und feine Erbschaft den Orleans in die Hände zu spielen. Die Uebersiedelung der Regierung nach Parts ist noch immer nicht entschieden und ist doch offenbar nicht zu umgehen. Inzwischen kann Paris seinen alten Gang noch nicht wiederfinden. Viele Wohnungen stehen leer und die Miethen sind mindestens um 20 Procent gesunken. Es macht sich Mangel an Kleingeld bemerklich und die Regierung sucht der Noth durch kleine Bankzettel zu steuern. Gambetta hat ein Journal gegründet, in welchem er ein Bündniß mit Rußland predigt, um desto eher Rache an Deutschland zu nehmen. Die Bonapartisten setzen ihre Wühlereien fort, scheinen aber mit den Enthüllungen innehalten zu wollen, die bis jetzt so sehr zu ihrem eigenen Nachtheile ausgefallen sind. Der „Francais" veröffentlicht aus Anlaß des Jules Favre'schen BucheS: ,.Rom und die französische Republik", folgendes Entrefilet: Man versichert uns, daß Graf d'Harcourt, unser Gesandter in Rom, in sehr strenger Weise die Art verurtheilt, in welcher H.rr Jules Favre in seinem Buche über Rom seine Depeschen veröffentlicht und selbst entstellt habe; namentlich diejenige, in welcher er die Worte des Papstes bezüglich seiner verlorenen Provinzen mitgetheilt. Noch mehr, die diplomatische Welt Frankreichs und des Auslandes ist sehr erregt ob der In» biscretionen, welche der ehemalige Minister der auswärtigen Angelegenheiten mit so unbegreiflicher Leichtfertigkeit begangen hat. Man muß sich daher auf ernste Berichtigungen gefaßt machen, und der staatsmännische Ruf des Hrn. Jules Favre scheint aus diesem Zwischenfall nicht vergrößert hervorgehen zu sollen. Gegen die von der italienischen Regierung verfügten oder noch zu erwarten. Unruhe des Hauses das Wort, dann wird der Antrag mit allen gegen die Stirn- Local-Notizen. men der klerikalen und konservativen angenommen. Schluß 4 Uhr. Nächste Sitzung Sonnabend 12 Uhr. Berlin 0. Nov. Mit dem Scanval, welchen die brutalen Ausfälle Bebel's gestern im Reichstage hervorgerufen haben, wird der beabsichtigte Zweck wohl im Wesentlichen erreicht sein. Einigermaßen unwillkommen war indessen dem Urheber doch wohl die Rede Lasker's, tue dem Bewunderer der Pariser Commune einmal in derber Weise heimgelcuchtet hat. Solche, namentlich auf das Ausland berech» nete Scenen wirbeln nicht einmal mehr viel Staub auf. Man ist durch die Lausanner Friedenscongresse, und wo sonst in der rohesten Weise ähnlich declamirt, beziehentlich geschrieen wird, an die Methode jener Leute, die gern für schrecklich gelten möchten, schon gewöhnt, und ihr schlimmstes Fiasco besteht, darin, daß sich Niemand vor ihnen fürchtet. Die eintönigen Wiederholungen desselben widerwärtigen Unsinns machen einen ermüdenden Eindruck und man kann schon aus ästhetischen Gründen nur denjenigen dankbar sein, die sie zum Schweigen bringen. ■[ Berlin, 11. November. Mit dem 1. Januar tritt bekanntlich die neue Maaß und Gewichtsordnung in Kraft. Die bayerische Regierung hat beim Bundes» rath den bestimmten Antrag gestellt, daß Bayern sein eigenes Feldmaaß behalten möchte, weil Neueinführungen mit einem Kostenaufwande von etwa 1 Million Gul- Den verbunden wären. Die Bundesregierungen haben dies Verlangen abgelehnt, sie sind dagegen dahin schlüssig geworden, daß die neue Maaß- und Gewichts« ordnung in Bayern erst mit dem Jahre 1878 eingesührt werde. Anderseits ist den Bayern der Wunsch einer eigenartigen Eichung der Bierseidel nachgegeben worden. , v . t Berlin, 11. November. Die bei der stetig zunehmenden Steigerung der für die Unterhaltung der Personenposten aufzuwendenden Kosten mit der Einnahme an Personengeld in ein richtiges Verhältniß zu den Ausgaben zu bringen, ist eine Erhöhung des Personengeldes angeordnet worden. Wien, 11. November. Der Kaiser überraschte den Grafen Beust heute durch einen halbstündigen Besuch. Der Gemeindcrath von Trplitz verlieh dem Grafen Beust das Ehrenbürger- recht und die Universität entsandte eine AbschiedS-Deputation an denselben. Pesth 11. November. Pesti Naplo meldet: Im gestrigen Ministerrathe theilte Aadraffy mit, daß er das Ministerium des Auswärtigen übernommen habe. Bei der Frage, wer nun sein Nachfolger werden solle, sprachen sich sämmtliche Minister nach eigener Ansicht wie nach herrschender Parteistimmung für die Minister» Präsidentschaft Lonyay's aus. Andraffy erklärte, er habe sich in gleichem Sinne gegenüber dem Kaiser geäußert und mit seiner Ansicht die volle Billigung desselben gefunden. Diese Erklärung des Ministerraths wurde sofort Lonyay telegraphisch mitaetheiit, welcher heute eintreffen soll. Bern 11. November. Der Nationalrath hat mit großer Mehrheit die Commission/anträge, betreffend die Centralisation des schweizerischen Militärwesens in den Händen des Bundes, angenommen. Paris 11. November. In politischen Kreisen wird versichert, daß der berühmte Staatsmann Guizot die Functionen eines außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers von Frankreich zu Berlin annchmen werde. den Expropriationen geistlicher Häuser, Kloster und frommer Stiftungen ist von 1 den Vertretern jener Gesellschaften ein Protest an die Gesandten frembet> SM) e beim Papste eingereicht worden. Es wird in lenem sehr langen Schriftstück her- vorgehoben, daß die besagten Anstalten ohne Unterschied in Rom einen internationalen praeter haben und dem Papste zur Erfüllung seiner ooersten Hirten- pflichten unentbehrlich sind. So weit die letztere Behauptung begründet ist, wird die italienische Regierung, welche durch die Garantiegesetze sich die Hande gebunden hat, nicht umhin können, sich große Rücksichten aufzulegen Sie stoßt be. der bezüglichen Gesetzesvorlage, an deren Ausarbeitung sie beschäftigt ist, auf große Schwierigkeiten und hat den ebenso sachkundigen wie gemäßigten Professor Bonghi zur Hilfeleistung nach Rom kommen lassen. Wie rufsische Blätter berichten, ist bei den in der Umgegend von Kasan ansässigen Tartaren, die sich äußerlich zur russischen Staatskirche hatten, eine starke Sehnsucht nach dem Islam erwacht, dem ihre Vater durch List oder Gewalt abwendig gemacht wurden. Sie kommen zu ihren orthodoxen Pfarrern und er laren ihnen, sie hatten stets im Geheimen die Gebräuche der muhawedamschcn Religion beobachtet und nur äußerlich zur orthodoxen Kirche gehört; sie könnten ihre-An- hänglichkeit an die Religion ihrer Väter nicht länger geheim halten und hatten daher die Absicht, öffentlich zu ihr zurückzukehrcn. Diele Erklärung haben schon Über 7000 Tartaren abgegeben. Die orthodoxen Geistlichen haben von ledern derartigen Fall bei der Staatsanwaltschaft Anzeige gemacht und die gerichtliche Bestrafung der Abtrünnigen beantragt, da nach dem russischen Gesetz der Ab^ll vom orthodoxen Glauben als ein schweres Verbrechen betrachtet wird. Die Regierung hat sich bis jetzt von Gewaltmaßregeln gegen die abtrünnigen »artaren fern gehalten, weil sie fürchtet, daß in Folge davon die muhamevanische Agitation nur noch größere Dimensionen annehmen und auch unter den Mordwinen, £{cbu» Waffen und anderen früheren muhawedanischen Völkern, die ebenfalls nur in den BevölkerungSlisten als Bekenner des orthodoxen Glaubens figunren, Verbreitung finden möchte. Doch werden bei fortgesetztem hartnäckigen Widerstände der Tartaren Executivmaßregeln seitens der Regierung gewiß nicht auöbleiben. («irftni 13 November. Nachdem die Siraßenbeleuchtungsansialten in der letzten Zeit mehrmals beschädigt'worden, sind in der Nacht von Freitag auf Samstag wiederum zwei „wiffen- schaftlich gebildete Laternenputzer", die mehrere Straßenlaternen zu frühe.gelöscht hatten, gefaßt worden. Damit die Einwohner die Helden naher kennen lernen, welche sich mr Zerstören fremden EigenthumS und im unbefugten Löschen der so nöthlgen und wohlthaNgen Straßenbeleuchtung auSzeichnen, soll deren Nameu künftig veröffentlicht werden. + Berlin, 9. November. Deutscher Reichstag. 18. Sitzung. Präsident Dr Siwson eröffnet die Sitzung um I2V4 Uhr. Am Tische des BundeSrathS: Minister Delbrück, v. Lutz, v. Pfretzschner, v. Mittnachl, Generalpostdirector Stephan, Geh. Rath Dr. Michaelis u. A. Der Präsident theilt mit, daß die Interpellation des Abg. Richter tn der nächsten Sitzung beantwortet werden wird. — Dor Eintritt in die Tagesordnung nimmt das Wort der Abg. Bebel. Er wolle es dem Urtheil der öffentlichen Meinung überlassen, ob es gerechtfertigt war, daß ihm gestern das Wort entzogen wurde: aber Protest wolle er einlegen gegen diese Maßregelung auf Grund einer Geschäftsordnung, welche das Haus in demselben Augenblick selber verletzte. Der 43 der Geschäftsordnung schreibe vor, daß vor einem Beschluß auf Ded Wortes der betr. Redner zweimal zur Ordnung gerufen werden muffe, der Präsident habe ihn aber nur zweimal unterbrochen, doch nicht zur Ordnung gerufen. Redner erinnert zur Bekräftigung seiner Ansicht an einen gleichen Vorfall mit dem Abg. Liebknecht in der letzten Session des Norddeutschen Reichstags. ®räfioent. Er hab- dem Abg. Bebrl gestern zweimal gesagt, er verletze die Dih- nunfl des Hauses; das halte er gleichbedeutend mft einem Ordnungsruf, fei levoch Der Abg. Bebel anderer Meinung, so möge die Sache zur Herbeiführung eines Beschlusses des Hauses an die Geschäftsordnungscommission verwiesen werden, Dieser Vorschlag wird angenommen , nachdem Bebel erklärt, die gestrigen Unterbrechungen nicht als Ordnungsruf aufzufaffen. Auf der Tagesordnung steht: 1) Dritte Lesung des Gesetzentwurfs, betr. die Einführung dur Gewerbe» Ordnung in Württemberg und Baden. — Wird ohne 'Debatte nach Den Beschlüssen der zweiten Lesung genehmigt. 2) Dritte Lesung der Uebersicht Der Einnahmen und Ausgaben des Norddeutschen Bundes für das Jahr 1870 und des Gesetzes über die Verwendung der Ueberschüffe ans dem Bundeshaushalt des Jahres 1870. — Wird ebenfalls oZae Debatte definitiv nach den Beschlüssen Der zweiten Lesung nebst Den dazu angenommenen Resolutionen genehmigt. m 3) Erste und zweite Lesung Des Antrags Lasker und Genossen, an Stelle der Nr. 13 des Art. 4 Der Deutschen Verfassung zu setzen: „Die gemeinsame Gesetz- otbung über Das gejammte bürgerliche Recht, das Strafrecht und Das gerichtliche Verfahren, einschließlich der Gerichtsorganisation." Miquel empfiehlt Die Annahme dieser Verfassungsänderung. Wie eine gemeinsame deutsche Sprache, existlre em gemeinsames deutsches Recht, zur Zeit seien aber noch Drei verschiedene Rechtsgebiete vorhanden: das Landrecht, das gemeine deutsche Recht und der Code Napoteon. — Diesem Zustande müsse ein Ende gemacht, ein gemeinsames deutsches Recht geschaffen werden, da auch das preußische Landrecht, dieses Recht des aufgeklarten Absolutismus, nicht mehr genüge. — Reichensperger (Krefeld). Der Antrag achte nicht Den Zug des germanischen Volkes nach Jndmidualistrung, er fei der Lust zur Centralisation entsprungen, und deshalb stimme er gegen denselben. Was bleibe Denn Der Souveränetät Der LanDeSregierungen übrig, wenn ihnen Die Justizhoheit genommen werde, was nach Der Annahme Des Antrags mit einem Federstrich geschehe? Hüte man sich doch, in französische Fußtapfen zu treten, nachdem man gesehen, wohin dort das Centralisiren und Unifiziren führte. (Beifall tm KeiUrum.) —. Dr Friedenthal. Hier handelt es sich nicht um Centralisation oder Decentra- lisation, sondern um gerechte Abwägung dessen, was dem Reiche und was den Einzelstaaten zukommt. Das Haus möge durch Annahme des Antrags den ersten Grundstein zu einem nationalen Rechte legen. - v. Helldorf halt es für sehr be- Denklich, den einzelnen Regierungen die Autonomie auf dem Gebiet des Rechts zu tauben. — Herx (Nürnberg) für den Antrag, um die Buntscheckigkeit des Rechts- wefens in den Kleinstaaten und namentlich in Bayern aus der Welt zu schaffen. Man habe von Hintergedanken bei dem Anträge gesprochen; nun wohl, das gebe er zu. Sein Hauptgedanke bei der Unterstützung des Antrags sei Der gewesen, daß es auf diese Weise am leichtesten fei, zu Der obligatorischen Civilehe zu gelangen. (Oho!) Er hoffe, daß alle liberalen Elemente nach dieser Erklärung den Antrag auf's Kräftigste unterstützen werden. (Lebhafter Beifall.) Dr. Schüt- tinger (bayerischer klerikaler) wendet sich gegen die Ausführungen des Vorredners , und sucht nachzuweisen, daß das Bedürfniß zu Dem Anträge fein erhebliches sei. ! __ Frhr. v. Stauffenberg (Bayern) für Den Antrag; die Partei des Vorredners habe von jeher den Fortschritt der Gesetzgebung in Bayern verzögert, am liebsten! ganz verhindert. — Zur zweiten Lesung nimmt nur Dr. Mohl unter lebhafter! Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Lcnlral-Burmu für Inftraic beften|)tCemun§Ieüi)ergebenen Annoncen werden sofort dircct an ^e betr. Zeitungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalpreisen der ZeitungS-^x- peditionen berechnet. Kostenvoranschläge gratis und umgehend. m Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst gum fügen Beoingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. Jaeger'sche Buch-, Papier - und Landkarten-Handlung- Frankfurt a M., Domplatz Nr. 8. __ Börsennachrichten. 11. November 1871. Preuss. 41/2% Oblig. 100% Frankf. 3V2o/o ObL 86Vz Nass. 41/2% Obi. 983/4 Kurhess. 4% „ 92 Nr. Hess. 5% Obi. 103^4 „ „ 4o/o „ 96i/4 „ , 3i/30/0 » 9U/2 Bayer. 5% T 1001/4 „ 41/2 % 1jährige 100 „ 40/o 1jährige 95 Wiirtemb, ^1/2 % Obi. 993/4 Baden 4i/2o/o Obi. 0. E. L. 993/ö Oesterr. Silberrente 575/g „ Papierrente 49 Amerik. Bonds 1881r 993/4 „ „ 1882r 963/4 _ 1885r 97 „ „ 1887r 97 Spanier, neuest. 3% 313/4 Aetien. Frankf. Bank 138 Frankf. Vereins-Kasse 120 Darmst. Banka et. 437 Wien Bankaktien 799 Galizien 259 Oest. Creditaot. 3031/2 AetScn. 50/0 östr. F. St. E. B. 393 Lombard. Bahn 1997/s Ludwigsh.-Bex.baoh 195 Maxbahn 1431/2 Bayer. Ostbahn 145 Rhem-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Aet. 175 Oberhessen w 791/4 Prioritäten. 3O/o öster. Stsb.-Prior. 581/2 30/0 öst. s. Lombard 791/2 3% Livorneser 373/4 5% Toscaner 57^4 5% Elisabeth.-Prior. 811/2 do. II. firniss. 791/4 Anleäaensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 693/4 Nassau 25 fi. 42 40/0 bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 12 4% badische Loose 111 Badische fl- 35 Loose 70 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 363/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose 184 1860r Loose 86 1864r n 139 Braunschweiger 191/4 Stadt Florenz 83i/8 Weclieel. Amsterdam k. S. 99 Augsburg k. S. 993/4 Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 96 Brüssel k. S. 927/s Hamburg k. S. 88 Leipzig k. S. 105 London k. S. 1173/4 Lyon k. S. 91 Paris k. S. 91 Wien k. 8. 100 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 4 %__________ Geldaorten« fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 45—47 Russ. Imper. 9 42— 44 Dollar in Gold 2 24 V2—25 Vs - i I I UligemeinerA« zeige« 4838) Die neuesten Muster von Petroleum-Lampen in Das 4362) und billigst hergestellt. o «rg Witlich. 58-59 .immer agel, vom Ein Haufen ^lnhmilt zu ver- \ 4795) Ein Haufen M ) crjfoufen in Lit. A. Nr. 132. 4803) Bückinge zum Backen Bermiethungen 3619) Eine Wohnung im Borderhause, cjtr Mehrdrii die Nilitüivkfeii- ratz bn bv . l-ko Stiaorteo iiuh rreNk. 4820) Künftigen Mittwoch, den 15. des Nachmittags um 1 Uhr, soll die Planirung eines Waldweges tm District Wehrholz, veranschlagt zu 410 fl., und die Anfertigung zweier Durchlässe, veranschlagt zu 70 fl., an Ort und Stelle ver- kommen und empfehle ich solche zur gefälligen Ansicht. Wilh. Orbig, am Kreuz. 4789) Bnchen-Schcidholz, in Stecken und kleingemacht, Steinkohlen, Braunkohlen, vom Hessen-Brücker Hammer und Wester-Wald, 4834) Montag den 20. November 1871, von Vormittags 9 Uhr an, WerfteiKeeuKgen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. teigert werden. Ruttershausen, den 9. November 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinkel. 480-1) Frische Schellfische und Kablianen bei I. A. 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ArbeitsVeriteiKerUNg. ^ grauer antiker BronceT Porzellan, Glaö und Alabaster sind ange- für i fl. 45 fr. zu bekommen ist. . _ , • Dieses Buch wurde selbst ven llcgle- stllb üllßCfülllllKH btt ■ —‘ ----------------- r""i 3. A. Busch Söhne. . . I 4844) Cramer'iches J^zdpulvcr, soll in dem Gießener Stadtwalde DistriciP^Eckrot, Lefauckeux - Patrone», " Stolzenmorgen, nachverzeichnetes Holz offeni- unb 20 Propfen rc., bei lick versteigert werden, als: । Emil Pi stör. 1910 Wellen Nadel-Reisholz, i----- —---- gRSSS** —--«-Kch«, E M männer, SSM ” ' Vogt- • • ~ ■.....t--e^—-** Pelzwaareu - Lager von H. Nübsamen, Mäusburq Lit D. Nr. 9, empfiehlt Muffe, Boas, Äraflctt, muffe. Mützen rc. rc., sowie alle in dieses Fach enckchtagenve Artikel in elegantester, neuester und reichhaltigster Auswahl. Auch werden neue und alte Sachen nach Wunsch nuflefertu3t und >'UM- ändert, sowie alle in's Kürschnerfach emschlagende Artikel stets prompt 4809) Ein möblirtes Zimmer ist zu ücr^ micthen in Lit- D- Nr. 27.___ 4818) Ein unmöblirtcs Zimmer zu vermiethen bei Briefträger ^rapp^ Besondere Bekanntmachungen. d« 1“- NZ«°ttant°u am Combattanten-Bauie, welche die in einem Ersatztruppentheile gestandenen Miliiärpersonen erhalten, aelanat erst später zur Ausgabe- Grohherzogliches Landwehr-Bezirks-Commando Gießen. Gießen, den 12. November 1871. Franck, Major. -------^7) Die rückständigen Communalstent'rn pro 1871 können in de» ersten drei Zahltagen l Samstags, Dienstags und Donnerstags, noch ohne Kosten zur Stadtkasse bezahlt werden. Der Stadtrentmeister: Gießen, den 9. November 1871. Enders. 4363) Flanell-Hemden, Unter-Jacken und -Hosen, Socken, Leibbinden Knaben-Jacken und -Hosen, wolleue shaw s Shutts und Leinen-Hemden, Kragen, Manschetten, Cheimsetlen, Uiace Wildleder- und Buckskin-Handschuhe empfiehlt m rEa^ger^Auswah 4787) Ein Familienlogis ist zu dcv^ mietben. Wallthorstraße 'Nr. 79. 4836) »Sieben frcundschaftövoNe Fa- milicnlogis" sind zu micthen. — Weiden- gasse- —______ 4806) Ein Zimmer zu vermiethen. Neuenweg Lit. B- -llr. 139. __ 4846) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Neuenweg B. 191. 533) Ein neues Haus ist ganz oder auch getrennt sogleich zu ver- jmiethen bei Dr. Königer. v»nt W 16' & •* in Gießen und . , 4) mit 6 Mltrn. 3 Smrn 2 Masch. Korn und 10 fr. Grundzins an die Regie- rungsrath Heerth'schen Erben, modo ( Buchhändler Wilhelm Hener zu und . I Frau Pfarrer Lobstein zu Vs- Rühl hat mittelst Urkunden bescheinigt, daß er den größten Theil der Interessenten bezüglich deren Berechtigung adgekaust, er vermag solchen Nachweis dagegen nicht zu liefern bezüglich des C- W, Eckstein in Am- fteream, der Erben der ^ohannette Hens^ ler und der Rathschost Hastlfchen, Erben von Gießen, welche als Erben der Ursprung- licken Berechtigten bet diesen Grund lasten 1 ÄB betbeiltßt sind. Uevrigens hat i derselbe hinsichtlich solcher wahrscheinlich» gemacht, daß sie auf ihre Anspruche verzichtet, daß er wenigstens an sie seit Jahren schon keinen Grundzins entrichtet, daß ste auch keinen von ihm gefordert, und um endlich । i die Löschung dieser Reallasten in den öffentlichen Büchern herbeiführen zu können, wer- den hiermit auf Antrag Ruhls alle Die- ienigen, welche noch Ansprüche an oben gedachte Grundlasten zu bilden haben hiermit aufgcfordert, solche sogewlß binnen drei Monaten von heute an bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, widrigemalls die oben genannten Reallasten als erloschen erklärt und deren Löschung in den öffentlichen Bücher angeordnet werden wird. Gießen, den 1 - October 1871. Großherzogliches Landgericht Gießen. Bötticher. ----------—--------k CV ; Dieses Buch wurde seiosi VN 4825) Dienstag den 14. November d. "3‘z nmgen als wahrhaft nutzbringend und reell Vormittags 9 Uhr, empfohlen. sollen in dem früheren .P^ndhauslocalr dahier eine Theke, für einen Muth oder----------------- - Kaufmann geeignet, sowie ein Regenfaß, (Sfcrfcil m@k6«, den loAliooember 1871. Kuchen-Sorte, I. Oualität, fmb «b Sttiüon verniietben Feilgedotenes. ^uttcrschneiömaschinen, ä 25—50 fl-, Nnbenfchneidcr, Dccimal-, Haushaltungs- und Vich- waagen rc., empfiehlt (4843) ___Emil Pistor. Zwetschenhonig in guter Qualität empfehlen (4752) I. A. Busch Söhne. Mttchverkäüfl IS'lf)) Mittwoch den 15. d. Mts. anfangend, iff täglich frische Milch z» haben tm Haufe des Schneidermeisters % Retter, Seltersweg, Lit. C. Nr. 168.__________ 4519) Patent - Korksohlen, qeaen falte und n a i i c Füße, nut Wolle und Rofihaaren,^empfchlen bestens I- A. Busch Löhne. iLager in acht' 'italienischen Teigwaaren, als: rMaccaroni, Dermicellis und Suppcnteige. Eiergemüfe- ? und Eierfuppcnnudeln. 6197) Die Specerei ■, Material- und Chocolade, Arrac, < Rum, Cognac, $ Punschessenze, Malaga,^ Madeira, Sherry, < Kirschwaffer und femfte> holländische Liqueure. Estrasein. Birnengele'e.« Julienne, Farbwaaren - Handlung Jtalicnischc Maronen. < (getrocknete Franzosensuppenkräuter). von Champignons, Trüffeln, Sardine* i ------------ Emil Fischbach A nudle, Caviar, $ Blockchocolade. Mixed-Pickles. in Condcnsirte Milch von Würfelzucker. Giessen der Anglo-Swiss Condensed Milk - Comp. in Cham § Nofinen, (Korinthen, (Seltersweg) (Schweiz). 5 Mandeln, Citroncn, Bade-, Fenster- und 5 Cttronat, Orangeat, 5 gestoßenen Zimmet und empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Pferdcschwämme. ^gefUßeneRaffinade. Brünellen, — Tafelmandcln, § Reisstärke.^ • Tafclrofinen. Rk. ü' und y Commis-Gesuch. * in Frankfurt am Zlain, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock« $ Stuttgart, ei n 3001 r Für die hc Ä o (M h CQ 00 Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, in !d n fteuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. -Di hat jttzl endli Stanvbild vr Hause unD ra werten war, fant) um 111 Karl und Fr lung bei. gt Präßdentrn d gäße reservirt „Ein' feße B an die Stadt des Dbtibiirg thrfurchtsvoll dir Freute" Berlin, Herren, hat \ den hat vou deutschen 5U um dem Wir to diese v treten. Frei! Wortes, un gewagt, das deutschen V, Schöpfungen Wir; Schiller betr einem hiesigen Ladengeschäft Stelle finden. Näheres bei der Exped. d. Bltts. in ein hiesiges Fabrikgeschäft zu baldigem Eintritt gemcbt. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. Experimerttäl-Vmtrag irr der kleinen Mnla. zeigt hiermit seinen lieben Mitgliedern und Freunden an, daß er wieder eine Verloosung zum Besten der Armen in unserer ^Ltadt veranstaltet habe und dabei auf ihre thatige Unterstützung hoffe. Loose zu 6 kr. sind bei den Mitgliedern des Vorstandes zu haben und freundliche Beiträge zur Verloosung nehmen sie mit dem größten Dank in Empfang. Sie sind überzeugt, daß sie ihre stille Wirksamkeit nicht aufgeben dürfen und daß sie keine Fehlbitte thun bei Allen, die ein Herz für die verlassene und verborgene Armnth habend Der Vorstand des Frauenvereins. Donnerstag den 16. November 1871, Abends präcis 6 Uhr, im Clnb-Sasle, unter gütiger Mitwirkung von Fräulein Therese Lenheim aus Gotha und Herrn Concert- melfter I. 9t. Rauch aus Frankfurt a. M. IVB. Der (Eintritt findet nur gegen Vorreiaung der Eintrittskarte statt. lNr- lM- btrg. $om2. (Nr- (Nr tzichm The Gresham. Englische Lebensverslcherungs - Gesellschaft in London Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und O^erhessische Eisenbahn, sowie sammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Annoncen aller Art werden täglich befördert und zu den Originalpreiscn der Zeitungen berechnet durch das Annoncen-Bureau der Jakger'scheu Anchhniiäluiig, Frankfurt a. M. Bei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. ,it M W«m 1 st-1 Warme Bäder von Enlcr & Köhler. 4772) Wir britißen hiermit unsere Bäder zur gefälligen Benutzung in Erinnerung mit dem Bemerken, daß sämuttliche Zimmer geheizt sind. Gleichzeitig ersuchen wir unsere geehrten Abonnenten, die noch rückständigen Badekarten gefälligst verbrauchen zu wollen, indem dieselben nur noch für dieses Jahr Gültigkeit haben und vom 1. Januar 1872 an neue Karten ausgegeben werden. Gießen, un Rovemver 1871. 4845) Ein Hühnerhund ist mir zugelaufen. Joco b Belz, bei Frau Sch man, Stockhausgasse. Vermischte Anzeigen. Mrrhcsiische Kesrllschast für Natur- und Hrillumlie. 4839) Dienstag den la. November (statt Mittwoch den 15. Novembrr), Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula des Uninelfttätsqebäudes. Herr Mechaniker Schmidt aus Dresden wird über verschiedene Gegenstände der Physik einen Vortrag mit Experimenten halten. Auch Nichtmitglieder werden zur Theilnahme eingeladen. Eintrittsgeld 18 kr. pr. Person. Der Vorstand. die der Gern iu machen h L, M sieben, un •«Otutfo Wung M Mehr c »«n Schille “M nicht i Wt das, und rra ÖD1 Meißen i T)enn ®,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die Ge- Mmmtzahl der Versicherungs - Verträge auf 23,945, für eine Total - Versiche- rungs - Summe von Fcs. 236,579,375 gestiegen. I Prämieneinnahme : Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 Cs. für Prämien, wodurch sich nut dem Zinserlrägniß von Fcs. 1,363,488. 45 Cs. PF A--n0e e-0Äe Kapitalien eine Gesammt - Brutto - Einnahme von Fcs. 10,459 425. 40 iLS. ergibt. ’ ß Renten- und Leliensverstcherungs-Anstalt zu Darmstadt. I. Versicherung steigender Renten, auf Gleichberechtigung und Erbver- bruderung beruhend, wobei volle Einlage von 100 fl., sowie in jüngeren Altersklassen Theileinlagen von 10 i is 60 fl., und Nachzahlungen von 5 fl. an zulässig sind. Die jährliche Rente einer vollen Einlage von 100 fl. kann bis zu 150 fl. anwachsen; sie beträgt bereits 1871 für die Jahresgesellschaften von 1844 1845 1846 in den ältesten Klassen......53 fl. 9 fr. 23 fl. 25 kr. 30 fl. 15 fr. Eine neue Jahresgesellschaft, die 14., ist in Bildung begriffen; Beitrittserklärungen dazu werden baldigst erbeten. II. Lebensversicherung, und zwar die Versicherung sowohl von Kapita- lien auf den Todes- und Lebensfall, und zu Ausstattungen, als auch von Leibrenten, Wittwenpeusionen u. s. w. Die Versicherungsbeiträge sind gering und der Versicherte ist zu keinerlei Nachzahlung verpflichtet. Außer der rechnungsmäßigen, noch um 10 pCt. verstärkten und vollständig sicher gestellten Prämien-Reserve ist das bedeutende, in steter Zunahme begriffene, Rentenkapitaloermögen für alle aus dem Lebensversicherungsgeschäft entstehende Verbindlichkeiten der Anstalt haftbar. Formulare zu Anträgen auf Renten-, Lebens- und anderen Versicherungen, sowie Statuten, Prospecte und etwa gewünschte Aufschlüsse bei den Agenten der Anstalt: A. Balser, Buchbinder zu Gießen. W. Blum, Lehrer zu Groß-Bnseck. C. Bolp, Gemeindeeinnehmer zu Lich. 4760) Eine Köchin und ein Kindermädchen Rfntto-oT't werden auf Weihnachten zu.miethen gesucht. | ’ Zu erfragen Seltersweg C. 185, im Ge-i schä tslocale. ° ^allen* ___________________________________ i Genf, 1 Erstes Eoneert des Giestener Cancert-Vereins 48473 (f. f f ■ HAASENSTEiN^-VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, Bekannt m a ch u n g. .inn .-Die Zunahme von Inseraten für den öffentlichen Anzeiger'findet in der Expedition dieses Blattes, Ztetenplatz Nr. 3-, statt. Außerdem kann dieselbe jedoch auch durch die Annoncen-Expeditiou von Rudolf Mofse in Berlin und deren aus- ?L^MeF'llalen bewirkt werden, da die letztgenannte Expedition zur Bequemlichkeit des größeren Publikums, namentlich auswärts, sowie zur Abkürzung des dessallsigen Geschäftsverkehrs von der unterzeichneten Redaction COHh'dCtlirf) bftwlhniid^ fiflt linb Dcr))f(id)tct ijt, geeignete Annoncen zudem Originaltarif- Preise von 2Vr Sgr. pro Zeile zu sammeln und an uns abzuführen. Die Redaction deö Deutschen Reichs-Anzeifters und Köniql. Preußischen Staats-Anzeigers. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung empfehle ich mich zur Entgegennahme von geeigneten Annoncen für den „Deutschen Reichs- und Kgl. Preuss. Staats-Anzeiger.“ Rudolf Hesse, Berlin, officieller Agent sämmtl. Zeitungen, ferner domicilirt in Hamburg, Breslau, Halle a. <1. S.. Leipzig, Frankfurt a. M., Miinclien, Aürnbers, Prag, Wien, Zürich, Strasshnrg.. 4841) Verflossenen Samstag ist bei mir riu braun - seidener Regenschirm stehen geblieben und kann derselbe wieder in Empfang genommen werden. I. Eid mann Wittwe. 4835) Josef Rüdiger und seine Schwester bitten um Bestellungen zum Krautschueiden im „D a r m st ä d t er H a u s." Red-ction. Druck und Verla« der Brüh loschen Unw.- Druckerei"tKr. Hr. Pietsch) in Gießen.