Stettin. £250,000. 1,635. ^80. ®0OO. •181,651. ©iefecn H nborf, Etzbach, urg a. b. £)., ach, ttfg-Göns, tpf. l H’H Reifert, 12 fr. nnab, Tan 4 mit ben be- dn Hamburg- über die Häsen m We Amt- uefünfte, Erl» ls jun■ irticn- lvilontzgefahr |B mann. Hoismann. ----—* l ficeiii- re. Pl-, ipajnit- ,»eN' J|«18 ttertelläWg 1 ft 12 ft. B ■ A. 4U 4« 4AA /M A aaa «rschcint täglich, mit Hu«< m- -kingnl-hn. Durch di. S B -HU 67 Hl nlrOS^I "°hm- Montags. •*ir»T* MPliyilliL ,AlljnmL ...... Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Ue. MO. Freitag den 14. Juli ~ ,871. BefteMrrgen auf den Gießener Anzeiger d-n Amtlicher Theil. Bekanntmach u n g. Betreffend: Anmeldung und Prüfung der einjährig Freiwilligen. Diejenigen Militärpflichtigen, welche als einjährig Freiwillige dienen wollen und im Großherzogthnm Hessen nach §. 20 der Militär-Ersatz-Jnstruction vom 26. März 1868 (Regierungsblatt Nr. 21) gestellungspflichtig sind, haben ihre Anmeldung schriftlich, unter Berücksichtigung der §S- 148, 149, 151, 152, 153, 154 und 155 der erwähnten Militär - Ersatz - Instruction bis zum 10. August dieses Jahres bei der unterzeichneten Commission einzureichen, falls sie sich der im September d. I. stattfindcnden Prüfung zu unterziehen beabsichtigen. Der Meldung sind b e i z u l e g e n : a) ein Geburtszeugniß (Taufschein), b) eine beglaubigte Einwilligung des Vaters oder des Vormundes, c) ein Unbescholtenheitszcugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) von dem Director, beziehungsweise Rector der betreffenden Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute aber von der Polizei-Obrigkeit auszustellen ist. Bei Nichtbeobachtung der bestehenden Vorschriften, oder Einreichung des Gesuchs nach dem angegebenen Termine, kann die Zulassung zu der nächsten Prüfung nicht stattfinden. Diejenigen, welche auf die ergangene Meldung den Berechtigungsschein nicht zugeschickt erhalten, baben demnächst zur Prüfung zu erscheinen, da eine specielle Einladung hierzu nicht erfolgt. Der Prüfungstermin, sowie das Local, worin dieselbe vorgenommen wird, kann erst später bekannt gemacht werden. Die unterzeichnete Commission macht außerdem auf folgende Bestimmungen aufmerksam: Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst darf nicht vor'dem vollendeten 17. Lebensjahre und muß bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. Februar des Kalenderjahres nachgesucht werden, in welchen: das 20. Lebensjahr vollendet wird. Mit der Anmeldung um Zulassung zum einjährigen Militärdienst ist die Aufgabe des Rechts, an der Loosung-Theil zu nehmen, verbunden. Ausnahmsweise kann der durch die versäumte rechtzeitige Anmeldung verloren gegangene Anspruch durch die Resolution der Ersatzbehörden dritter Instanz wieder verliehen werden, wenn der betheiligte Militärpflichtige noch nicht an einer Loosung Theil zu nehmen verpflichtet war, oder vermöge seiner Loos- Nummer disponibel geblieben ist. In letzterem Falle darf diese Vergünstigung indeß nur dann eintreten, wenn der dcßfallsige Antrag vor der zweiten Aushebung, bei welcher der betheiligte Militärpflichtige zu concurriren hat, formirt wird. Gesuche um Wiedcrverleihung der durch versäumte rechtzeitige Meldung verloren gegangenen Berechtigung sind an die zuständige Kreis - Ersatz - Commission zu richten. Darmstadt, den 5. Juli 1871. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige: Pabst. Strecker. Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden des Kreises Gießen für 1872. Das Großher mögliche Kreisamt Gieße n an die Grohherzoglichcn Bürgermeistereien. Die Stellung der rubricirten Voranschläge ist nunmehr zu beginnen und damit so vorzuschreiten, daß die Einsendung bis 30. August d. I. unfehlbar erfolgen kann. Außer den bestehenden allgemeinen Vorschriften — abgedruckt in den §§. 469 bis 497 von Küchlcr's Handbuch — sind auch die in unserem Ausschreiben vom 25. Juni v. I. bezüglich der Einnahmeüberschüsse getroffenen Anordnungen, welche zu den vorigen Voranschlägen vielfach außer Acht gelassen wurden, genau zu befolgen. Indem wir sodann auf unser Amtsblatt Nr. 8 vom 17. Mai d. I. Hinweisen, wonach die anderweit redigirten Formularicn zu benutzen sind, machew wir schließlich noch darauf aufmerksam, daß dießmal die neuen Maaße zur Anwendung kommen und in den betreffenden Beilagen und dem BerathuuasproltXM somit die erforderlichen Rcductionen vorgenommen werden müssen. IP-” v. Starck. 13. Juli. werden soll, deren EinrichtungS- und Unterhaltungskosten auf den Etat zu bringen Pnd. Gleichzeitig ist sobald als thunlich die Eröffnung eines etwa fechsmonat- lichrn akademischen CursuS auf der Artillerie- und Ingenieurschule zu Berlin für solche Offiziere de« GardecorpS anbesohlen worden, welche während des Feldzuges 4870/71 ohne O fizierexamen zu ihrer Charge gelangt sind. Nach Beendigung ^er dikSjährigen Lchrcurfe auf den Kriegsschulen hat die Heranziehung der den andern Armeecorps angehörenven Offiziere der betreffenden Kategorie zu den dazu Irgend geeigneten Kriegsschulen aus etwa sechs Monate zu erfolgen. Wie nach dem Kriege von 1866, so auch jetzt, sind vom Kaiser Geschütz- ' nd Douceurgrlder für die im Feldzuge 1870/71 eroberten Trophäen ausgesetzt. Die darüber erlassenen Bestimmungen lauten: 1) Für jedes feindliche Geschütz, welches in off.ntr Feldschlacht oder im offenen Gefecht während seines Gebrauchs bei feindlicher Gegenwehr mit stürmender Hand genommen worden ist, erhält das otegiment, welchem die Eroberer der Trophäe angehört haben, 60 Dukaten. 2) Für jedes feindliche Feldzeichen, sei es eine Fahne, eine Standarte oder ein anzumelden. Die Ansprüche werden durch das Kriegsministerium unter Znzrehung des großen Generalstabes geprüft und allerhöchsten Orts zur Entscheidung gebracht. 4) Die Geldbeträge, welche den Regimentern demnächst zuerkannt werden, sind nicht an die einzelnen Betheiligten zu verth-ilcn, fcntcin verbleiben dem Regiment, welches die Zinsen so zu verwenden hat, dag dieselben sowohl dem OssiziercorpS als den Mannschaften des Regiments dauernd zu Gute kommen. Falls diese Beträge die Summe von 500Thaler bei einem Regiment nicht erreichen, bleibt demselben überlassen, auch das Kapital in dem angcdeuteten Sinne zu verwenden. — Diese Bestimmungen finden jedoch nur auf die norddeutschen Truppentheile Anwendung. Rach den am 2. Juli abgeschlossenen Nachweisungen der Belegung mit Kriegsgefangenen im Bereiche des L—12. Armeecorps befanden sich zur Zeit in Nord- veulschland noch intcrnirt in den Provinzen Preußen 9 Offiziere und 8138 Mann, Pommern 11 Offiziere und 10505 Mann, Brandenburg 25 Offiziere und 1485 Mann, Sachsen 11 Mann, Niedcrschlesien und Posen 13589 Mann, im übrigen Schlesien 94 Mann, Westfalen und Nicderrhcin 14721 Mana, in der übrigen 9. Juli v. I., nach welcher in den Räumen der früheren öcolc d’applicalion de l’arlilleric et du gänie in Metz am 1. Januar 1872 eine KriegSfchule eröffnet . , 13. Juli. Adler, welches in offener Feldschlacht oder im Gefecht im Kampfe genommen, erhält Der deutsche „Reichsanzeiger" publicirt eine allerhöchste CabinetSordr'' vom das Regiment, welchem die Eroberer angehöt haben, 40 Dukaten. 3) Etwaige Ansprüche hierauf haben die Truppen auf dem Instanzenwege dem Kriegsministerium Rheinyrovinz 1253 Mann, im Bezirke des 9. Corps und zwar in Hamburg 23 Mann, in der Provinz Hannover 56 Mann, in Hessen 1 Offizier und 3 Mann, und im Königreich Sachsen 3 Offiziere und 240 Mann. Seit genanntem Tage sind aber die Kriegsgefangenentransporte so beschleunigt worden, daß sich von den oben angeführten 49 Offizieren und 50107 Mann nur noch ein sehr geringer Theil in Deutschland befindet. Die Evacuirung der Festungen und der Rücktransport der französischen Kriegsgefangenen werden somit am 20. Juli als beendet anzu- sehen sein, und sich alsdann nur noch kranke und inhaftirte französische Offiziere und Mannschaften in den Bezirken der ersten zwölf deutschen ArmeecorpS befinden. Wegen der Kranken hat die „Societe de SecourS" durch Baron Mondy und Sonte Secrurier hier bereits Verhandlungen anknüpfen lassen, um den Rücktransport derselben in sogenannten Krankenzügen zu veranlassen. Wie man erfährt, beabsichtigt die Staatsregierung, mit dem 1. Jan. des nächsten Jahres dem Artikel 33 die Reichsverfassung in Elsaß,Lothringen betreffend, mit einigen unwesentlichen Modifikationen Gesetzeskraft zu geben. Dieser Artikel handelt von der Gemeinsamkeit der Zoll- und Handelsverhältnisse im deutschen Reiche. Es können darnach alle Gegenstände, welche im freien Verkehr eines Bundesstaates befindlich sind, in jeden andern Bundesstaat ciugeführt und dürfen in letzterem einer Abgabe nur insoweit unterworfen werden, als daselbst gleichartige innere Erzeugnisse einer inneren Steuer unterliegen. Diese Bestimmung der Reichrver- fassung würde also auch in Bezug auf den Verkehr zwischen den Bundesländern und dem neuerwordenen Reichsgebiet in Kraft treten. Die Verhandlungen zwischen der Londoner Post und dem Reichs-General- Postamt zu Berlin sind dem Abschlüsse nahe, um das Porto für die via Belgien und England beförderten Briefe zwischen Deutschland und Amerika von 4 auf 3 Groschen herabzusetzen, mithin dasselbe dem Satze über Hamburg gleichzustellen. Die Linie über England würde dadurch zu dem Vorzüge, die meisten Verbindungen zu gewähren, auch den Vortheil des billigen Porto's erlangen. Es ist als gewiß anzunehmen, daß aus Anlaß des bevorstehenden Einzuges der sächsischen Truppen in Dresden der Kaiser den Kronprinzen von Sachsen zum General-Feldmarschall ernennen wird. Den Kronprinzen des Deutschen Reiches begrüßt die „Times" mit folgendem Willkommen: Er ist der Erbe einer Krone, die sowohl die älteste, wie die neueste und mächtigste auf dcm Festlande ist. Jahrhunderte sind verflossen, seitdem eine einzige Person das concentrirte Gewicht des Deutschen Kaiserreichs repräsentiren konnte. Deutschland verspricht überdies, in seiner Zukunft größer als in seiner Vergangenheit zu sein. Es bietet die einzige solide Hoffnung für kontinentale Ordnung und fortschreitende Civiltsation, inmitten wogender Nationalitäten und ruheloser Träume. Die Macht, Gutes oder Böses zu thun, die eines Tages in den Händen des jetzigen Prinzen liegen mag, ist unermeßlich, und der Erbe der Führerschaft der germanischen Race erfreut sich einer Combiuation von Ehre und Verantwortlichkeit, die selten ihres Gleichen hat. Wir mögen stolz darauf sein, daß der Prinz durch seine Heirath in gewissem Grade einer der Unsrigen geworden ist, und die Enkel der Königin Viktoria wie die des Königs von Preußen diese hohe Befiimmuug theilen werden. Eine solche Stellung macht namentlich in der Jetztzeit größere Anforderungen an ihren Inhaber, und eine- Manne- Eigenschaften müssen allerdings hervorstechen, um deren Glanz zu erhöhen. — In dem dem Prinzen gewidmeten Willkommen wird jedoch eine Würdigung seiner persönlichen Verdienste größeren Einfluß als die Ansprüche seiner Stellung haben. Er tritt in unsere Mitte al- der Held militärischer Errungenschaften, die in der Weltgeschichte unübertroffen dastehen, wenn überhaupt ihres Gleichen haben, und er hat diese Ehren nicht durch blos formellen Dienst, sondern durch die Kraft der Fähigkeit und der Energie gewonnen. Der Kronprinz war kein Ehren-Feldmarschall in dem letzten gigantischen Kampfe. Allerdings von einem tüchtigen Stabe unterstützt, war er persönlich für die großen Operationen, mit denen er beschäftigt war, verantwortlich. Der Prinz hat überdies ebensoviel Ehre durch seine Güte wie durch seine Tapferkeit im Kriege eingeerntet. Er ist nicht einer der Hauptleute, denen ihre Soldaten bloße Krieg-instrumente sind. Er ist einer von Denen, die außer einer verlorenen Schlacht nicht- mehr als eine gewonnene betrübt. Seine Soldaten wissen, daß in ihren Gefahren sein Herz für jeden der Ihrigen schlug, und seine Gegner habe« seinem edelmüthigen und gütigen Benehmen freimüthig gehuldigt. Das von den französischen Zeitungen vielfach besprochene Manifest des Grafen von Chambord lautet wie folgt: Franzosen! Ich bin in eurer Mitte! Ihr habt mir die Thore Frankreichs geöffnet, und wie hätte ich mir das Glück versagen können, mein Vaterland wieder zu sehen? Dennoch will ich nicht durch eine längere Anwesenheit neuen Vorwand tu einer Erregung der ohnehin schon so sehr verwirrten Gemüther geben. Ich ver^E. ö^° dieses Chambord, welches ihr mir gegeben habt, und dessen Namen ich mit Stolz getragen habe — vierzig Jahre lang auf den Wegen der Verbannung. -^"dem ich weggehe, halte ich es für meine Pflicht, euch zuzurufen: Ich scheide nk§t von euch! Frankreich weiß, t^jdUkm qngcbörc. Ich ka.r.n nicht vergessen, daß dar monarchische^.Mä chte Erbschaft der Natron ist, noch kann ich mich te^-^iigl'cn entziehen, die jenes Recht mir auferlegt. Diese Pflichten werde ich erfüllen. Dafür lege ich das Wort eines Ehrenmannes und eines Königs ein. Mit Gottes Hilfe werben wir zusammen und, sobald ihr wollt, eine den Bedürfnissen das Staates entsprechende Regierung gründen auf breiter Grundlage, administrativer Decentralisation und lokaler Autonomie. Als Bürgschaft für diese öffentlichen Freiheiten, welche jede christliche Nation beanspruchen kann, werden wir euch verleihen das allgemeine Stimmrecht in ehrbarer Ausübung und die Controls der beiden Kammern. Wir werden die nationale Bewegung vom Ende des letzten Jahrhunderts in unsere Hand nehmen, indem wir derselben ihren wahren Charakter verleihen. Eine Minorität hat sich gegen die Wünsche des Lande- erhoben und, ausgehend von jener nationalen Bewegung, eine Periode der Entsittlichung durch die Lüge und der Zersetzung durch die Gewalt eingeleitet. Ihre verbrecherischen Gewaltthaten haben einer Nation die Rerolution aufgezwungen, welche nur nach Reformen verlangte, und haben sie zu einem Abgründe gedrängt, in welchem sie unlängst untergegangen wäre ohne die heroischen Anstrengungen unserer Armee. Es sind gerade jene arbeitenden Klassen, jene Werkleute des Felde- und der Städte, deren Loos den Gegenstand meiner lebhaftesten Beschäftigung und meiner liebsten Studien gebildet hat, die am meisten von der socialen Unordnung gelitten haben. Frankreich aber, das so grausam von Leiden ohne Beispiel heimgesuchte Frankreich, wird sich sagen, daß man nicht zur Wahrheit kommt, indem man einen Jrrthum mit einem anderen vertauscht, und daß man über ewige Nothwendigkeiten nicht mit kleinen Au-kunftsmittelchen hinwegkommt. Frankreich wird mich rufen und ich werde kommen, mich ihm ganz zu weihen, mit meiner Ergebenheit, meinem Principe und meiner Fahne. Gelegentlich dieser Fahne hat man von Bedingungen gesprochen, die ich nicht übernehmen kann. — Franzosen! Ich bin bereit, meinem Lande zu helfen, sich von seinen Trümmern zu erheben und seinen Rang in der Welt wieder einzunehmen. Aber ein Opfer kann ich nicht bringen: das meiner Ehre! Ich bin ein Kind meiner Zeit und will cs sein. Allem, was die Größe unserer Tage ausmacht, spreche ich meine Verehrung au-, und welches immer die Farbe war, unter der unsere Soldaten marschirten, ich habe ihren Heldenmuth bewundert und dem Himmel gedankt für alles Neue, was ihre Tapferkeit dem Ruhmesschatze Frankreich- zubrachte. Kein Mißverständniß, keine Zweideutigkeit darf zwischen euch und mir herrschen. Nein, mag immer Unwissenheit oder Leichtgläubigkeit von Privilegien, von Absolutismus oder Unduldsamkeit, und — was weiß ich? — von Zehnten, feudalen Rechten, Hirngespinusten, mit welchen die kühnste Verleumdung euch schrecken möchte, — ich meinerseits werde nicht abstehen, das Banner Heinrichs IV., Franz I. und der Jungfrau von Orleans hochzuhalten. Unter dem Banner ist die nationale Einheit hergestellt worden, unter ihm haben eure Väter, von den meinigen geführt, dieses Elsaß und Lothringen erobert, Provinzen, deren Treue der Trost in unseren Leiden sein wird. Jenes Banner hat die Barbarei in Afrika besiegt, das Zeugniß abgelegt von den ersten Waffenthaten der Prinzen meiner Familie. Dieses Banner rgirb auch die neue Barbarei besiegen, von der die Welt bedroht ist. Ich werde es ohne Furcht der Tapferkeit unserer Armee anvertrauen. Sie weiß, daß dasielbe immer nur auf dcm Wege der Ehre vorangetragen worden ist. Ich habe e- als ein heiliges Vermächtniß von dem alten Könige, meinem Ahn, erhalten, der im Exil gestorben ist; es ist für mich immer unzertrennlich von der Erinnerung an mein fernes Vaterland gewesen. Wie es über meiner Wiege geflattert hat, so soll es auch auf meinem Grabe stehen. In den glorreichen Falten dieses Banner- ohne Makel werde ich euch Ordnung und Freiheit wiederbringen. Franzosen! Heinrich V. kann das weiße Banner Heinrich'- IV. nicht verlassen! Chambord, 5. Juli 1871. Chambord. Wiesbaden, 11. Juli. Die Generalversammlung der Taunusbahn lehnte es mit 412 gegen 1 Stimme ab, auf die Regierungsvorlage wegen Ankaufs der Bahn einzugehen. Sodann wurde dem VerwaltungSrathe eine Commission bei- gegeben, um in weitere Verhandlungen in dieser Frage mit der Regierung einzutreten. t Berlin, 11. Juli. So lange der Aufenthalt des Kaiser- in Ems dauert, ist von hier aus ein besonderer Courierdienst nach dem dortigen Hoflager einge- richtet; die Couriere werben täglich mit dem um 10 Uhr Abends nach Köln über Kreiensen abgehenden Courierzuge abgefertigt, und sollen um 11 Uhr 15 Minuten l Vormittags am nächsten Tage in Ems eintreffen. Berlin, 11. Juli. Der Eintritt des früher« BundeStag-gesandten in Frank- urt, v. Savigny, bekanntlich der Sohn des ehemaligen berühmten Rechtsgelehrteu und JustizministerS v. Savigny, in die Centrumsfraktion hat in unseren gouverne- mentalen und Hof-Kreisen gleich von Anfang an eine gewisse Sensation erregt. Herr v. Savigny, unstreitig ein äußerst begabter Staatsmann und den preußischen Interessen stets sehr ergeben, hat seinerseits auch gar kein Hehl daraus gemacht, daß die Differenzen, welche zwischen ihm und dem Fürsten Bismarck herrschten und die schließlich zu einer nicht gerade zarten Behandlung des feinfühligen Diplomaten von Seiten des Reichskanzlers führten, den Grund gelegt haben zu seiner gegenwärtigen, der Regierung feindlichen Haltung innerhalb und außerhalb des Reichstages. Es hat daher an Bemühungen von Seiten hochstehender Beamten nicht gefehlt, zwischen dem Fürsten Bismarck und Hrn. v. Savigny eine Versöhnung herbeizuführen, welcher der Letztere sich durchaus nicht abgeneigt zeigte. Diese Bemühungen werden unzweifelhaft von Erfolg fein und sich schon in der nächsten Zeit dadurch kundgeben, daß Hr. v. Savigny seinen Austritt au- der CentrumS- fraktion erklären wird. Berlin, 12. Juli. Die „Prov. • Corresp." sagt in einem Artikel über dke innere Entwickelung in Frankreich, nachdem sie hervorgehoben hat, daß die Stellung der jetzigen französischen Regierung sich inzwischen wesentlich befestigt habe, Folgeil des: Deutschland wird der neuen Entwickelung des großen, an äußern Gütern so reich ausgestatteten Nachbarlandes mit voller Ruhe und unbefangener Theilnahrne folgen. Der innere Aufschwung Frankreichs wird uns keine Sorge bereiten, D» wir gleichzeitig mit voller Zuversicht den. stetigen und kräftigen inneren Aufschwung des neuen deutschen Reiches erwarten dürfen. Um so aufrichtiger wird der Wunsch in ganz Deutschland sein, Frankreich in der ernsten inneren Wiedergeburt nicht bloß den eigenen Ferdin, sondern auch ein ehrenvolles Verhältniß zu den übriger Mächten wiedrrsiäden möge, welches ihm um des gemeinsamen Friedens und der gemeinsamen Culturentwickelung willen überall gern gegönnt würde. Die „Prov.« , E^resp." theilt ferner mit, daß die Zahlung der ersten halben Milliarde in vollem Gange begriffen und zum größten Theil bereits ausgeführt fei, und daß zufolge der Bestimmungen des Friedensvertrags nach der Zahlung der ersten halben Milliarde . die Departements Somme, Seine inferieure und Eure von den Occupationötruppen geräumt würden. Berlin, 12. Juli. Der Kronprinz wird am 13. d. in Gravesend eintreffen und den 14. früh in Antwerpen landen. Von dort fährt der Kronprinz über Köln nach Frankfurt, wo derselbe übernachtet und trifft am 15. d. Abends in München ein. Der Aufenthalt in München wird muthmaßlich zwei Tage dauern. Auf der Rückreise wird der Kronprinz den Majestäten in Ems bezüglich Koblenz einen kurzen Besuch abstatten. — Der „Reichsanzeiger" publicirt das Dotation«- gefetz. Dresden, 11. Juli. Heute Vormittag hat der Einzug der Truppen Hierselbst stattgesunden. Der König erschien um 11 Uhr an der Spitze der Truppen- aufstellung und beauftragte den Divisionär, den Truppen bekannt zu geben, taj Der Kaiser den Kronprinzen von Sachsen zum Feldmarschall ernannt habe, und überreichte dem Kronprinzen zugleich den Marschallstab. Der Jude! der Truppen und des zahllosen Publikum- war unbeschreiblich. Dem Dcfil6e wohnten neben dem Könige der Großherzog von Hessen, Prinz Karl Theodor von Bayern unö der Herzog von Genua an. München, 9. Juli. Der König hat den Commandanten de- 2. Armee- corp-, General v. Hartmann, in den Freiherrnstand erhoben. (N. C.) München, 11. Juli. Da- Pfarramt von St. Ludwig, welches vom Univel' sitätssenat darum angegangen worden ist, das (siiftungsmäßige) Traueramt für idcn verstorbenen Prof. Zenger abzuhalten, hat den Bescheid gegeben, diese- Ver- 5 2-" -H W 3* am,, I tion beßrüfi Straft! wirt" tf J «orben. W tanntosüung- „Kolitis gehörigen, wd fragen an «m bi« ihre w M »ehmen IHM, sitzen bti Hd Gerichte un» Frieden-»"" Wege zur al LcrpjWung sichen Heere FriettnSverttt für die veutch Elellvertretuin der französisch bezahlt »"der richte verbleib feindlichen Tn Der Kreit-Di Bern, abschlägig gez Dal grsaMte Paris, tiit: „Hn>a 1 eingeschifft w Amazone von geschlagen; giernng um i ßtive Meldun Prozeß von L provocateur । Nr. 26 verhi daraus durch unter dem N nant unter d zu Schulden 4 ", daß der stattsindenden sur das ®(fd △ ?fli UMn Deputi 1) 2 5 V« Bel 2963) Dj, W i« ©iti «13: L 4R 55 145 2 6 "ich ««f c* ••tote 8 5) 6) 7) . 10 $$ ui b D 8 »' Abgeordneten der Linken sympathisch empfangen. Wie verlautet, dürfte die Aufpersönlichen Vorstellungen des Erzbischofs Dupanloup und anderer bedeutender 74 Oberhessen zu Schulden kommen. lien, als: 1) Farbmaarcn - Handlung 2 i Blockchocolade. Fettgebotenes in Würfelzucker. Reisstärke. Sx>:xxxxxx> 4) 5) 6) 7) 8) 9) auaubabii kfnic egen 8nfauf< tti Q'oaimiffion hi. Kcgnrung einp* I in Sv- bauert, 1 Hcflrgn ringe- I naä> Avin ühi i Uhr 15 Minuln 55 145 2 6 Giessen (Seltersweg) 12) 13) sollen 14) empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Lager in ächt italienischen Teigwaaren, als: Maccaroni, Vermiccllis und Suppenteige. Act len. Frankf. Bank 137 Franks. Vereins-Kasse 108 Darmst. Bankact. 364>/z Wien Bankactfen 736 Galizien 236 Conceptpapier, Deckelpapier, kleines Packpapier (Handpapier), großes Packpapier (Hand- Entschluß ist gefaßt. Ich kann der französischen Nation meine Gesinnungen nicht verbergen und bin entschlossen, sie ihr durch ein öffentliches Manifest kund iu thun. „ △ London, 12. Juli. Die „Times" schreibt, daß man in den ofsiciellen Regionen mit Befriedigung die Lage Frankreichs sich von Tag zu Tag verbessern sieht. Die französische Regierung kann jetzt in der Assemblee mit Sicherheit auf eine Majorität von 500 Stimmen rechnen. Rosinen, Corinthen, Mandeln, Citroncn, Zitronat, Orangeat, gestoßenen Zimmet und gestoßene Rafsinade. Eicrgemüse- und Eicrsuppennudeln. Versteigerungen. Bekanntmachung. 2963) Die bei Großherzoglichem Hofgericht zu Gießen für das Jahr 1872 erforderlichen Schreib- und Siegel-Matena- Tafelrnandeln, Tafelrosinen. Julienne ? (getrocknete Franzosen- suppenkräuter). ferungsbedingungen eingesehen werden können, abzugeben. Gießen, den 11. Juli 1871. Die Großherzogliche Hofgerichts-Kanzlet- Jnspection daselbst. Ford ach. 2945) Tapeten und Borden in der reichhaltigsten Aus- wähl und zu den bistigsten Preisen bei^rück. Actieiio Oest. Creditact. 2675/q 5% östr. F. St. E. B. 3875/s Lombard. Bahn 1655/s Lud wigsh.-Bexbach 183 Maxbahn 1251/2 Bayer. Ostbahn 129 3/4 Hess. Ludwigyb.-Act. 1543/< Rhein-Nahebahn-Act. 38 */2 Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 44^-45^ Sachs. n — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 ■ - doppelte 9 44—46 Holl. fl. lOSt. 9 54-56 Ducaten . . 5 35—36 20 Frankens!. 9 20—21 Engi. Sover. 11 55—56 Russ. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 2 25—26 von Emil Fischbach papier), 5 „ Maculaturpapier, 1000 Stück Federkiel, 80 Gros Stahlfedern, 6 Dutzend Bleistifte, 25 Pfund feines Siegellack, 18 „ ordinäres Siegellack, 6 „ Oblaten, in einer Gesammtlieferung, sowie 30 Stück zweiklingige Federmesser und 6197) Die Spcccrei -, MalerinI- und 2907) Fliegenpapier, pr. Bogen IV2 kr-, im Buch billiger, FUegenleim in Töpfchen, “ 6, b und 9 kr., Aecht persisches Insektenpulver, pr- Paquet 3, 6 und 9 kr., Wanzentinctur, pr- Pfd- 24 rr Ernst Hermes, Materialist. 15) 60 Pfund Kordel, ebenfalls in je einer Lieferung auf dem Soumissionswege vergeben werden und sind Lieferungsanträge mit Preisangabe __ gehörig bezeichnet und versiegelt Samstag den 1). September 1871 bei der unterzeichneten Stelle, wo die Lie-! empfehlen seiNkir Djia, »- p" 6en(alion erch. !b ttn prtufcifote taraui gemachl itf hnrschten unl hligen Diplomaten 1 |U (tim «halb tti 9trid}l' :tr ©tarnten ai-I - rint Dnschvni irigt pißte. Diks< ;Cn in ter nächsie« flUl rer (Senlruoi- ;B Irtifd üter fft ib tag tit 6ttüung ß'iat habe, W11 äufeern so nlener orge bereite»' W r wirt ter Dietetßebnrt in ten «wf Der Jrw-1 iRifliirtein yfiD Wj „UbenW'^ Decupationitrup^ Local-Notizen. * (Sieben 13- Juli. Ein btklagenswerther Fall ereignete sich gestern in dem nahegelegenen Dorlar. Einwohner aus Dudenhofen, welche über der Lahn, in der Nähe von Dorlar Wiesen besiden waren mit Hcumachen beschäftigt unv fuhren nach Beendigung desselben mit einem Nachen über die Lahn zurück. Ungefähr in der Mitte deS noch stark angeschwollenen FluffeS schlug der Nachen plötzlich um, und nur mit Mühe retteten sich einige davon, sechs jedoch sollen ihren Tod im Wasser gesunden haben. *Ein Akt barbarischer Rohheit ereignete sich am Abend deS EinzugStageS unweit Lollar. Der Lehrer von Salzböden nebst Frau und einer 14jährigen Tochter fuhren am Abend genannten TaqeS auf einem Bauernfuhrwerk nach Hause. In der Nähe von Lollar gesellten sich 4 Bauern- bunche von Daubringen zu ihnen und verlangten von dem Kutscher mttgefahren zu werden. Dieser erklärte da der Wagen schon mit sechs Personen belastet war, keine Wetteren mehr aufnehmen zu wollen und ht.b aufdaS Pferd ein. Der eine von diesen Lümmeln hieb nun dem Kul.chcr mit einem Eichenstock über den Kopf, daß der Stock zersprang wahrend em^anderer. «»t dem AuSruf' Was ihr wollt uns nicht mitnehmen", einen zwte Fäuste großen Ehauffeestem aufraffte und mit voller Kraft nach dem Wagen warf, wo er das auf demselben sitzend«' Mädchen gerade auf die Stirn traf, daß der Schädel zersprengte. Die Unholde «« ffernlen gch hieraus, wahrend das arme Kind in die hiesige Klinik gebracht wurde, wo es am 11. d. MtS. in Folge der Verletzung verstarb. Die Leiche wurde gestern nach Salzböden verbracht, wahrend der Mörder hinter Schloß und Riegel sich befindet. ! Neue Matjes-Härmfte lemokeblen I. A. Busch Söhne. (2371) Versteigerung eines Faffel- ochfen. 2950) Montag den 24. Juli d. I-, des Vormittags 11 Uhr, soll ein abgängiger fetter Fasselochse, der Gemeinde Ruppertsburg gehörend, an den Meistbietenden versteigert werden. Ruppertsburg, am 10. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Ruppertsburg. Wagner. Telegraphische Depeschen. /X Paris 11. Juli, 5 Uhr Nachmittag«. Die finanziellen Journale zeigen au, daß der Verwaltung,r.th der Lombardischen Bahnen beschloß, in der morgen staitfindendrn Generalversammlung die Vertheilung einer Dividende von 15 Proc. für da« Geschäft,j-hr 1870 zu beantragen. A Paris 12. Juli. In der Aff-mdle- hat feit Montag mit den andern ncacn Deputirlen auch Gambetta seinen Platz eingenommen. Er wurde von viele» 4 Ries Briefpapier in Folio, Mittelschreibpapier, Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Straftlttira. 10. Juli. Gestern sind von dem französischen Gouvernement wieder 15 Millionen Franken (diesmal in Gold) an der Bank dahier eingezahlt "°'^WeißnMrg,8^Juii. Das „W-iß-nb. Wochenbl.» bringt folgend- Be. Thcc, Vanille, > Cbocolade, Arrac, £ Rum, Cognac, Punfchcfsenze, Malaga,? Madeira, Sherry, ? Kirschwasser und feinstes holländische Liqucure. S Extrasein. Birnengeleex Italienische Maronen.) Champignons, < Trüffeln, Snrdines ' 11 1’Niiille, Caviar, ' Mixed- Mickles. Condensirte Milch von' der Anglo-Swiss Condensed, Milk-Conip. in Cham > (Schweiz). Bade-, Fenster- und Pferde schwämme. Brünetten, kanntmachung. U|ntrjebe un6 Gerüchte betreffend. Don mehreren Kreis-An- gehörigen, welche der französischen Armee al« Einst°h-r angehort haben, sind An- tt-a-n an mich gerichtet worden, ob sie im französischen Heere s°-tb,-n-n mutzten, bi/ihre Einstands-Dienstz-it abgelauftn sei, wobei sie angegeben haben, d-tz st- von mehreren Seiten aufgeforvert worden seien, zum slanzostsch-n H-e» ru-uckza. kehren, da sie sonst zwangsweise abgesührt wurden. Nachdem ich die Betheil gten schon bei ihrer persönlichen Anfrage auf di. Abgeschmackthe.t d.eser tendenziottn Gerüchte und Ausstreuungen aufmerksam gemacht und sie auf die Bestimmung de« Fri-d-n«»ertr-ge« vom 10. Mai 1. I. »erwiesen habe, will ich auch auf dlesem W ae zur allgemeinen Beachtung h-rvo,heben, datz nach dem Sr..d°nsv-rlrag-,-d- V-rpflichtung der Elsäff-r und Deutsch- Lothringer, ihre Militard.enste im sranzo- fischen Heere fortzusetzen, weggefallen ist, unv daß gemäß Art. 4 Ziffer‘ 2 Ve Frievensvertrages ^ven au- Elsaß und Lothringen gebürtigen Soldaten, welche sieb für die deutsche Nationalität entschieden haben, der Betrag ihrer AnwerbungS-und StellvertretungS-Prämie, so weit sie hierauf durch ihre blSherlge Dienstlelstung in der französischen Armee Anspruch haben, von der französischen Regierung zurück- bezahlt werden wird. Jene Persönlichkeiten aber, welche solche beunruhigende Ge- rüchte verbreiten oder veranlassen, will ich hiernüt vor Fortsetzung ihres deutschfeindlichen Treibens ernstlich gewarnt haben. Welßenburg, den 7. JuU 18 . Der KreiS-Director: Volkheimer." p , t 3 Bern 10. Juli. Da Frankreich 2 Millionen auf die Jntermrungskosten abschlägig gezahlt, beschloß der Bundesrath, die Hanofeurrwaffcn ausgenommen, da- gesammte Kriegsmaterial der französischen Ostarmee zuruckzuerstatten. (W 3Ö ö <ßör;d tz Juli Die „Liberte" meldet mit bewundernswerther Kaltblütigkeit: „Etwa'1500 Frauenspersonen sind soeben an Bord der Nereide nach Cayenne eingeschifft worden. Schon neulich waren 2d00 auf d*« Dampfern Ceres und Ama one von Toulon Kbgegangen. Viele von diesen Frauen schienen äußerst nieder- geschlagen; mehrere versuchten sich zu tödten." Die ,/Dente dringt in die Re- gierung um nähere Aufklärungen über diese ebenso unzlaublich klmgende als po- sitive Meldung. — Bcaury, jene anrüchige Persönlichkeit, welche in dem Bomben- prozeß von BloiS figurirte und der Polizei des Kaiserreichs jedenfalls als Agent provocateur gedient hatte, ist soeben bei seinerMaitleffe m derRued^Vaugirard Nr. 26 verhaftet worden. In BloiS zu 20jahrigcr Hast verurtheilt unD kurz darauf durch die Revolution vom 4. September in Freiheit gesetzt, biente Deaury unter dem Namen Camille Levy erst in der mobilen Garde und dann als Lieutenant unter der Commune; in beiden Stellungen ließ er sich zahlreiche Betrügereien fruwen hier PP'V li>! 1’"*’ «bc l"' rn®n® . Triit;*1 i> ,.fc( lvoh""" *»** , 2 $r*el mm ff Senat Gewalt anwendcn wollen, um feine -a i aj wi i b,» rvr»htf*nfd Dnvnnlouv und anderer bedeutender —2 «$s"_5-"±*Srs Sä iTO"««»'*,!•« an dle Regierung m t • m Dc der die Beichte der Graf entschieden Wiederstanb entgegen gesetzt haben. Er habe geäußert, wein worin der Gottesbicnst abgehalten werden könne. ro Labtnnvmf I cE-ifAi.. ,cr - - c - r.. hnn meine lNeünnunaen nickt d.« stirbknden Prvf. Z-nger °ng(hort hat, wurde vom erzvischoflrchen Ordinariat arstkrn suvvendirt, weil er sich in eine Verschwärung -ing-laff-n habe, welche d-n Prvf Wenger um d-n Segen der wahren katholischen Sakramente gebracht hatte. Wenn er sich nicht binnen Monat.srist unterwirft, soll «nut der Excommunica. tton bestraft werden. Sich zu unterwerfen fallt dem Mann natürlich nicht ein. Lu* Borsennachri^hten. 12. Juli 1871; Preuss. 4V2°/o Oblig. 97 Fraukf. 3V2% Obi. 82'/4 Nass. 41,2®/o Obi. 97 Kurhess. 4% n 873/4 Gr. Hees. 5% Obi. 102 > n 4% n 923/4 „ n 31/2% n - Bayer. 5% » .lQQ7/s « 4‘/2°/o 1jährige 987/8 n 40/g 1jährige 923/4 Wiirtemb. 4V2% Obi. 973/8 Baden 4‘/2% Obi. o. E. L. 96'/z Oesterr. Silberrente 56 Vb „ Papierrente 473/4 „ 50/0 M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881 r 99V< „ 1882r 96V2 „ n 1885r 96’/4 „ —-4887r 98 V4 Spanier, neuest. 3% 31Vr Wechsel. Amsterdam k. s. 991/4 Augsburg k. S. 9978 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 9678 Brüssel k. s. 931/2 Hamburg k. S. 873/4 Leipzig k. S. 93 London k. S. 118 Lyon k. S. — Paris k. 8. 943/4 Wien k. 8. 95 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 31-0/0 G._______ Vermischte Anzeigen 1616) Borsdarfcr Aepfel- ®6tj'u(!eenb'enbcnfcIben bci ber gE’3eb-b- ®[t,§ teilt in bekannter Güte emvfeb-—________________________ Wein in bekannter Güte empfeh —-----------------------—— viy xj ^)'unnciu nui .^ugtyor, jiDijajen Neue GuilltaÄl-Datent- «“WofiiiibSettereitbor, ober bereu sRöbe, " Viu zwiswen letzt unb 1. October beziehbar, wirb Laden I. Gg. Schröder in Darmstadt, sowie von den Herren: Durch 3 - 23% 1802) In meinem Nebenhause ist der untere Stock, von Hrn. Windecker bewohnt, bestehend aus 5 Zimmern, Küche und allen Bequemlichkeiten, zu vermiethen und im August beziehbar. H- Becker, Neue Aiklage. 2941) Eine freundliche Familienwohnung von 4 bis 5 Zimmern mit Zugehör, zwischen 2958) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen in Lit. A. Nr. 132. 5™n Vö'ck in Gießen, Lehrer Vogel in Londorf, SS. Dietz in Kestrrch bei Alsfeld, B. Stern Sohn in Bellersheim. Leise Ansmge! 2964) Warum verschmäht sogar der Zapfenstreich seinen Weg durch die Wallthorstraße zu nehmen, oder ist diese Straße für's Militär verboten seit dem Einzug? 2939) Zwei ineinandergehende Stuben sind zu vermiethen in Lit- A. Nr. 130/ Asterweg. j . 2937) Schilf-Heu zum Verpacken sucht Georg Schäfer, Uhrenhandlung. 2966) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neustadt D. 57. | , jß^scretion i uurd aus das strengste beobachtet, die I einlaufenden Offertbriefe werden uner- 8 öffnet an die betreffenden Reflectanten, ohne deren Namen vreiszugeben, pünkt- & !,^st und ohne Prooisionsüerechnung ig übermittelt. The Gresham. Enillllche Kbensvertzcherungs - Gesellschäft in London. Wohnungs-Veränderung. 2944) Meinen geehrten Kunden hiermit die ergebene Anzeige daß >ch vom Heutigen an mein Geschäft in das Krailina'scke Haus am Kreuz, Lit. B. Nr. 203, verlegt habe. Gießen, den 12. Juli 1871. Wilhelm Orbiq. welche alle bis jetzt bekannten Fenstctverschlnß-Mdrn in jeder Hinsicht übertreffen, empfiehlt die Fabrik von Wilh. Tillmanns, (1942) in Remscheid. Auswanderer nach Amerika rdert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster I. M. am Rathlu I Bettwachs, stets in bester Güte, vorräthig bei Ernst Hermes. Von Frankfurt a. M. , direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In - und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Hosse, Annoncen-Expedition 45 Zeil, Jranlifurt a. M. m 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten-Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch", „Figaro." auf längere Zeit zu rniethen gesucht. Schriftliche Offerten mit Preisangabe befördert die Exped. d. Bltts. nnter Nr. 2941. langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande jedem Auswanderer die beste Auskunst zu ertheilen. p. 8. Wechsel für Amerika werden zum Tagescourse baldigst besorgt. (618) Auffordern n g. ober Gestorbenem die vorn Staate feine besondere Unterstützung erhalten, vielmehr aill den einmaligen Gnadengehalt angewiesen sind, Unterstützungen zu verabreichen Ev werden deßhalb aus all' den Orten, aus welchen Einlagen in die hiesige Kasie gemacht find alle Personen, welche glauben, auf Grund obigen Beschlusses Ansprüche aus Untersetzungen machen zu können, aufgefordert, unter Darlegung ihrer Verhältnis durch die Bürgermeistereien oder durch die Pfarrämter, jedenfalls aber von Letzteren beglaubigt, ihre Gesuche bei dem unterzeichneten Vorstande einzureichen 8 Die Herren Geistlichen und Bürgermeister werden gebeten, dies zur Kenntniß der Interessenten bringen zu wollen. 6 nnuniB ocr Allendorf a. d. Lumda, am 12. Juli 1871. Für den Vorstand des Spar- und Vorschußvereins Allendorf a. d. Lumda • Der Director Weber, Pfarrer. Resultate des am 30. Juni 1870 abqelaufenen 22tcn Geschäftsjahres: Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherunas- 'umme von Fes. 46,218,200. emgereicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 3552 für eine Perstcherungssumme von Fes. 41,415.425 angenommen wurden, hierdurch ist die toc- 'ammtzahL der VersicherungS - Verträge auf 23,945, für eine Total - Berücke' rungs - Summe von Fes. 236,579,375 gestiegen. P^micncinnahme: Fes. 9,095,937, einschließlich Fes. 1,454.210. 20 Cs für sti!- 'Wodurch sich mit dem Zinscrttägniß von Fes. 1,363,488. 45 Cs. 45 (5§nErgibt ®apitallen c‘ne Gesummt - Brutto - Einnahme von Fes. 10,459,425. 70 Kd. wurden einschließlich Bonus (Gewinnantheil) Fes. 3,470 084 blusgahm bi, °«.ch Sn8dt^ 1", b-'r«gt FcS. 33,690,359. 3 CS. sicherten jur Vertheiluna^ b" fommcn 8C§' 1.000,000 an bie mit Gewinnantheil Ver- Prospecte unb alle weiteren Ausschlüsse werben ertheilt von ber General-Agentur für bas Großherzogthum Hessen- fnm. Y* ?fVn« in Darmstadt, lomie von dem Agenten der Geselftchaft in Gießen: __________ ______ Flörsheim. . 2965) Ein Pfandschein, Nr. 6618, ist — verloren worden. Der redliche Finder wird 2968) Kautschuk-Kämme in großer Auswahl empfiehlt zu Fabrikpreisen ___________Georg Petri, Neuenweg. 2969) Steinkohlen, sowie! Braunkohlen vom Hessenbrückenhammer, empfiehll in größeren und kleineren Parchim Dan. Wirth's Nachfolger. Th. Gcilfus. Werrmethungrm. 662) In meinem Nebenbause ist der mittlere Stock, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Magd- und Bodenkammer und allen Bequemlichkeiten, von Herrn Gycknasial- Lehrer Dr. Schmidt bewohnt, nebst einem Stück Garten zu vermiethen und sogleich' zu beziehen. H- Becker, Neue Anlage. | 2954) In Lit- A. Nr. 131 auf dem Aster-! weg sind 2 Stuben nebst einer geeigneten; Schuhmacherwerkstätte zu verm'ethen. 2967) Zwirnzö'pfe in den modernsten! Dessins empfiehlt Georg Petri, Neuenweg. Die Gesellschaft übernimmt zu festen unb billigen Prämien Lebensversicherungen . "ertheilt m breaahrigen Pcnoben 80 Procent ihres Gewinnes unter d e mit Ge- winnantheil Versicherten. " Schlesische Fcuet-Verslchm!Nsis-Gtscllschast in Breslau, Grund-Capital ft. 3,230,600. 1294) Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Geaenstände aller Art zu festen und mäßigen Prämien unter liberalen s^binaunaen gegen Feuers- unb Explosions-Gefahr. Dingungen Transputt-Vkrsichnunö. Spirgstglzg-Vkrsichkrunq . r. Prospecte unb Antragsformulare werden verabfolgt von der General-Agentur für das Großherzogthum Heften: ü n bei Annoncen. s . Bebanntmrichmrgln aller Art i befördert prompt m sämmtliche deutsche unb auslänbische Zeitungen, Lokalblätter I uild Fach-Zeitschriften mit 3-23°/g Kosten-Ersparniß | die Annoncen-Expedition von E. Schlotte in Bremen. Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. =0^1^51181 wirb Jedermann Rath ertheilt, welche Zeitungen für jeben einzelnen Fall sich als erfolgreich erwie- 2902) Eine kleine Familienwotniing 8il| 5erbm^"alle Annoncen vermiethen bei Sehreiner Volp. | sorgfältig abgefaßt unb 2802) Eine freundliche | Wohnung (auf Wunsch mit I Dafflhß Kosten bie Inserate nur Stallung) ist anderweit zu Vermiethen bei iS _ dieses Institut als E. Pitt ha». I Central-Stelle — 8 aller existirenben Zeitungen besondere Vortheile von denselben genießt. Das 18 Renornrn« der Firma bürgt für solide — s Bedienung. len I. A. Busch Söhne. 1990) Stückstcekcn empfiehlt S- Katzenstein (Holzhandlung.) (1366) (a. 40,1V.) Wrtv ein Gut, ein Hans, Hotel rc. kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, IHm* einen Posten zu besetzen hat oder einen solchen sucht, Wirr irSenb etwas in eine beliebige Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichligt, wende sich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Messe, officiellen Agenten sämmtlicher Zeitungen des In- und Auslandes, a. M. Zeil 45. SRebaction, Druck unb Verlag ber Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.