s. n Stande, ftti M ÄS* n ®“rantü 1 ÖQi Ämj, Jt (618) icmnii, * «gen, erneute in ofteuan- (631) alüii. Preis vierttljährig 1 ft 12 fr. mtt Vrtngerlohn. Durch die Lost bezogen vierteljährig . 1 fl. 27 fr. Gießener Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Eanzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsßkaü jur den Kreis Kielen. Nr. 62. Dienstag den 1 März 1871. rttef werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch VCjirUllliyVll ullj vrn IVHpvIUr bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.^ Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpeditron abholen laffm, erhalten denselben für den Monat März zu 20 fr. Amtlicher T h e i l. Bekanntmcchun g. Den vermieten Soldaten Wilhelm Wilke betreffend. Der Soldat Wilhelm Wilke vom 64. König!. Preuß. Jnfanteve-Regiment, welcher sich in der Nacht vom 2. zum 3. d. Mts. aus dem hilsigit» akademischen Hospital entfernt hat, ist trotz sorgfältigen Nachsocschens bis jetzt nicht wieder aufgefunden worden. Wer über dessen Aufenthaltsort Auskunft geben kann, oder wer dissm Leiche finden sollte, wird ersucht, uns, oder dec nächsten Ortspolizeibehörde, Anzeige davon zu machen. Demjenigen, welcher dense.'ben lebend einbringt, wird eine Belohnung zugesichert. Gießen, den 11. März 1871. Großherzogliches Kreiöcunt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: Kekul 6, Kreisaffeffor. Gefundene Gegenff an de: Mehrere große und kleine Schlüssel, ein Thürdrücker, ein kleines Messerchen, ein Portemonnaie mit 3 Heller, ein Geldtäschchen von Iuchtenleder, eine Photographie aus einem Medaillon. Die Eigcnthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder spater zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. Zugelaufen: En junger Jagdhund, weiß von Farbe, mit.gelben Flecken und schwarzen Ohren. Gießen, den 13. März 1871. Grotzherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. KM. Nißenbmg. jaxoleon Hl, in in votier iriö. ngek ucM ule, icwit bö verf^i arten .udroth. Politisch 13. März. M. „Uns aber und Unseren Ncchsolgern an der Kaiserkrone v olle Gott verleihen, allzeit Mehrer des deutschen Reichs zu sein, nicht an kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiete nationaler Wohlfabrt, Freiheit und Gesittung". So schloß Kaiser Wilhelm seine Proclamation an daS deutsche Volk vom 17. Januar, in welchem er die Annahme ter Ka-serkrone anzeigt, und gerade dieser PoffuS war es, welcher in allen deut- schetl Gauen die lebhafteste Zustimmung, die freudigste Anerkennung fand, da man in demselben eine Gewähr dafür erblickte, daß dem Volke der Lohn für seine be tingungelose Hingabe in der Stunde der Gefahr durch freiheitliche Entwickelung ter inneren Zustände, durch reichhaltige Förderung des materiellen Wohls nicht vorenthalt.n werden solle. Die Kreuzzeitung ist jedoch anderer Meinung, denn in ihrem Leitartikel vom 9. d. stellt sie den korrupten Satz auf, Deutschland werde die volle Frucht des über Frankreich errungenen Sieges erst dann genießen, wenn cs sich neben den staunenswerthen Waffenerfolgen auch seiner Befreiung von den „liberalen" französischen Ideen bewußt werde, und daß dies recht bald geschehe, klhofft das feudale Blatt aus der heutigen Discretirung der Republik und der Lolksfouverainetät in Frankreich. Man kann diesem Gebühren der Kreuzzeitung nicht ernst und nicht früh genug entgegentreten, damit es nicht nach wenigen Jahren wie vor einem halben Eäculum heiße: man solle doch endlich einmal aushören, von der Ausopferung des Volkes in dem Franzofenkriege zu reden. Das Volk wird seinem Heldenkaiser, seinen verdienstvollen Generalen und Ministern nie vergessen, was sie Großes für das Vaterland vollbracht haben; aber ebenso wird im Munde der Enkel fortleben, durch welche Großthaten das deutsche Volk sich die Anwartschaft auf den unge- binderten Ausbau seiner politischen und wirthschaftlichen Freiheiten erwarb, und es wird sich diese Errungenschaft nicht von einer kleinen absolutistischen Partei verkümmern lassen. Es ist eine durch nichts gerechtfertigte Unterstellung der Kreuzzeitung, daß Deutschland die französische Nation als seine politische Lehrmeisterin anerkannt habe. Das deutsche Volk hat in den langen Jahren der Erniedrigung Deutschlands eine politische Reife erlangt, welche es befähigt, seine Angelegenheiten selbst- ständig zu ordnen, ohne auf den Beifall des Auslandes zu rechnen; es wendet stch ab von allen radikalen Bestrebungen, stellt sich voll und ganz auf den Boden ves neuen deutschen Kaiserthums, den es ohne Hintergedanken acceptirt, und ist fest entschlossen, auf dieser gegebenen Grundlage sowohl den Gelüsten der Abso lvtisten wir der Particularisten entgegen zu treten. Die gegenwärtig gepflogenen Verhandlungen über verschiedene Modificationen der preußisch.hessischen Militärconvention vom 7. April 1867 haben, wie die »Franks. Ztg." aus guter Quelle erfahren haben will, bis jetzt zu folgenden Re- fultalen geführt: Hessen begibt sich der ihm durch die Convention zugestandenen Selbstständigkeit der Militärverwaltung; das Kriegsministerium kommt in Wegfall. Aus den vier Jnfanterteregimentern der Division, welche seither nur zwei Bataillone zählten, werden alsbald nach dem Eintreffen der Truppen aus dem Felde drei Regimenter zu je drei Bataillonen (2 Musketier- und 1 Füsilierbatatllon) formtet. er Th eii. Das 2. Infanterieregiment, als das jüngste der hessischen Jnfantcrieregimenter, wird aufgelöst und feine beiden Bataillone zur Formation der dritten Bataillone kcS seitherigen 1. uno 3. Infanterieregiments verwendet. Das seitherige 4. Infanterieregiment erhalt sein drittes (Füsilier-) Bataillon durch das gleichfalls zur Auflösung kommende 2. Jägerbataillon. — Wie ferner verlautet, liegt es nicht in Absicht, die hessische Division mit der badrschen zum achten deutschen Armeecorps zu vereinigen; sie soll vielmehr in ihrem seitherigen Verbände als geschlossene Division b- im elften ArmeccorpS verbleiben. — PreußischerseitS wurde die Stellung eines hessischen Infanterieregiments zur Garnison von Mainz gewünscht, und hat sich der Großherzog für das vor dem Krieg in Darmstadt in Garnison befindlich gewesene 4. Infanterieregiment entschieden. Auch über die Festung Metz sollen neue Bestimmungen getroffen worden sein, welche aus München vom 8. März gemeldet werden. Nach ihnen soll Metz eine gemischte Besatzung erhalten, nämlich je eine Brigade preußische und bayerische Infanterie mit der entsprechenden Artillerie. Von Bayern kommt das 4. und 8. Infanterieregiment, welche bisher in Germersheim und Landau lagen, dahin. — Nach einem beim sächsischen Kriegsministerium eingegangenen Telegramm aus le Vert-galant vom 8. März ist das 6. Infanterieregiment Nr. 105 bereits an jenem Tage nach dem Elsaß abmarschirt. Der Regimentsstab, das 1. und das 2. Bataillon kommen nach Schlettstadt, das 3. Bataillon nach Straßburg. Ueber die Gründe, welche die Aufsehen erregende Abreise des Freiherrn von Arnim von Rom herbeigeführt hatten, gibt der Correspondent des „Daily News" in Rom folgende Aufschlüsse: Freiherr von Arnim, der sich während seines langen Aufenthaltes in Rom mehr als einmal der clericalen Partei sehr zugethan bewiesen harre, wurde von dieser sehr hochgeschätzt und ausgezeichnet, da sie offenbar große Dinge von Preußen erwartete. Aber unmittelbar nach dem Eintreffen der piemontesischen Prinzen und dem Besuch, den der Freiherr ihnen abstattcte, war es mit der Freundschaft zu Ende. Der Erzbischof von Posen wurde angewiesen, vom König Wilhelm die Abberufung seines römischen Gesandten zu verlangen, und die bevorstehende Abreise dieses Diplomaten wurde in den clericalen Kreisen bereits angekündigt und besprochen, ehe er selber etwas davon wußte. Antonelli und seine Freunde sind jetzt vor Vergnügen ganz berauscht, sie glauben einen großen Sieg errungen zu haben; in Wirklichkeit aber haben sie nur die Anerkennung der Occupation Roms von Setten Preußens beschleunigt. Freiherr v. Arnim wird erst einen definitiven Nachfolger erhalten, wenn die Hauptstadt Italiens definitiv nach Nom verlegt worden »st, und zwar in der Person des jeweiligen preußischen Diplomaten, welcher das Berliner Eabinet am Hofe Victor Emanuels vertritt. Wenn Cardinal Antonelli übrigens Bischöfe und Monsignori nach allen Höfen zu schicken gedenkt, deren Vertreter dem italienischen Prinzen Besuche gemacht haben, dann hat er viel zu thun. Erst am 27. Februar, mitten in der Fastenzeit, war der größere Theil des diplomatischen Corps der Einladung der Prinzessin Margherita gefolgt und trugen als Zeichen der Höflichkeit für die Prinzen den Stern vom heil. Mauritius und heil. Lazarus. Der russische General Annenkoff, der der deutschen Armee attachirt ist, hat soeben eine Broschüre veröffentlicht, in der er sich der Aufgabe unterzieht, die Ursachen der Erfolge der deutschen Armee klar zu legen. Nach seiner Ansicht beruht ihre Ucbcrlegenhett vor allem auf einem moralischen Princip: das ist das Ord« nungSgefühl, die Ausbildung, die strenge Pflichterfüllung. Der General siehtmter Anderem einen Beweis dafür in der Mobilmachung, Vie mit staunenSwerther Snel- ligkeit vor sich ging. In höchstens zehn Tagen war eine Million Menschen mter den Waffen. Dabei ist Alles so genau vorbevacht, daß in dem gegebenen Agn- blick weder ein Jrrthum, noch ein Schwanken, noch ein RecurS nach Berlinvor- komme. General Annenkoff erzählt zum Beweise seiner Angaben Nachsteheoes: Letzten Sommer wollte ein ausländischer General dem Grasen Moltke seineAuf- Wartung machen. Da die Mobilmachung begonnen hatte, fürchtete der Bescher, nicht vorgelaffen zu werden. Er täuschte sich. Nicht nur öffnete» sich ihr die Thüren, sonvern der berühmte Chef des preußischen Generalstabes, der Dot| von Natur sehr schweigsam ist, ließ sich sogar zu einer langen Unterhaltung hrbei. Da der General unbescheiden zu sein fürchtete, wollte er sich entfernen, abertzraf Moltke hielt ihn mit den Worten zurück: „Ich habe meine Ferien." Der 3er- faffer der Broschüre ist ferner erstaunt darüber, daß die Belagerungsarmee rotz des harten Vorpostendienstes vor Paris ihre Uebungen und Manövers jeden Dag fortsetzte und daß man wie in gewöhnlichen Zeiten Revue hielt. Wie ein großer Theil der französischen Preffe in den letzten Tagen, so predgt auch der „Gaulois" einen Kreuzzug des unerbittlichen Haffes gegen die Deutscher, die es je wieder wagen sollten, in Frankreich ihren bleibenden Ausenth ilt zu sichln. Darin schreibt Herr Sarcey: „Möge man uns doch wohl verstehen: wenn wr die Deutschen vertreiben wollen aus diesem Frankreich, welches sie geplündert, verwüstet und mit Blut gedüngt haben, wenn es uns am Herzen liegt, gegn sie eine Liga zu organisiren, die von Havre nach Marseille geht, wenn wir jli von unserer Gastfreundschaft auSschließen, so geschieht das nicht allein auS einem engherzigen Rachegeiste. Ja, ohne Zweifel, es ist Haß in unserer Angelegenhit, es liegt viel Haß darin. Und wen, großer Gott, wären wir denn berechtigt zu hassen, wenn wir uns nicht von einem unüberwindlichen Groll beseelt fühlten gegen jene Barbaren, welche, nachdem sie unser flaches Land geplündert, nachdm sie unsere S:ävte verbrannt, nachdem sie uns ausgehungert und ruinirt, uns noh oen demüthigenosten, den verderblichsten Vertrag aufgebürdet haben, den Frankreich je erduldet hat! Ja, wir hassen sie, wir hassen sie aus tiefem Herzen, und das »aben sie nicht qestohlen. Das ist sogar das Einzige, das sie bei uns nicht gestohlen haben. Aber''es ist nicht der Haß allein, der uns beseelt. Es ist besonders und vor Allem die Torge für unsere Sicherheit... Die Philosophen wollen, daß wir ihnen ihre Beleidigungen verzeihen; sei es darum, wir verzeihen sie ihnen. Wir verlangen aber, daß sie uns keine anderen zufüzen. Weil wir der Viper nicht die Zäyne ausbrechen können, so wollen wir sie wenigstens vom Hause fern halten. Das ist's, was ich den Aposteln der Toleranz zu antworten hatte." Die Vernunft wird hoffentlich wieder in ihre Rechte eintreten. Die Deutschen in London beabsichtigen, binnen kürzester Frist eine großartige Friedensfeier zu veranstalten. Die einleitenden Schritte sind bereits geschehen; ein großer Festausschuß, welcher alle Claffen des hiesigen Deutschthums vertritt, ist gewählt worden, und die Feier selbst — welche durchaus nicht politischer Natur sein soll — wird in ächt deutscher Weise in einem ächt deutschen Local, der Turnhalle, abgehalten werden. Aus Konstantinopel wird dem „Journal de Sl. PeterSbourg" geschrieben, daß sich in der letzten Zeit eine bemerkenswerthe Veränderung in der Haltung der ottomanischen Regierung zu erkennen gegeben habe. Die Pforte bewege sich viel selbstständiger und freier in der Wahl ihrer Vertheidigungsmittel und g-horche nicht mehl' so leicht den vcrschicvcnrtt Natyschtügen, Vic ipr Sv» aiUn Odrcn rc^ theilt werden. Diese Veränderung erkläre sich dadurch, daß Vie Türkei, wie sie sich nach vem Krimkriege vom russischen Einfluß befreit sah, so auch jetzt nach den Niederlagen Frankreichs der Vormundschaft sich entledigt sieht, welche vie Westmächte und namentlich Frankreich über sie sich angemaßt haben. Darmstadt, 11. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnäoigst geruht, am 9. l. Mts.: D m Königlich Preußischen Minister-Präsidenten, Minister der auswärtigen Angelegenheiten und Kanzler des deutschen Reichs, Grafen von BiSmarck-Schön- hausen, und vem Königlich Preußischen General der Infanterie und Chef des großen Generalstabes der Armee, Grafen von Moltke, oaS Großkreuz des LudewigS- Oroens zu verleihen. Darmstadt, 11. März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben heute folgenden Trgesbefetzl zu erlassen geruht: An Mein Leibgarde-Regiment. Heute sind es zwei und ein halbes Jahrtzundert, seitdem Mein Ahn, der höchstselige Landgraf Ludwig V., in Der Errichtung der „Fürstlichen Leib-Com- pagnie" vie erste Grundlage zur Entstehung des Regiments schuf. Wenn es Mir auch nicht vergönnt ist, diesen bedeutungsvollen Tag in Eurer Mitte zu verbringen, so will Ich ihn doch nicht vorübergehen lassen, ohne Euch Meine innigsten Glückwünsche zu seiner Feier auszusprechen. Eine rhumoolle, thatenreiche Geschichte hat das Regiment in dem Wechsel der Jahrhunderte durchlebt, sich immer gleichbleibend in Den Stürmen Der Zeiten in Allem, was Die soldatische Ehre verlangt — in Treue, Gehorsam und Tapferkeit! in williger Hingebung für Fürst und Vaterland! Auch in diesem blutigen Feldzüge war es vem Regimente vergönnt, Durch diese altbewährten Tugenden Des hessischen Kriegers Meine vollste Anerkennung zu erwerben und em ruhmreiches Blatt seiner Geschichte zuzufügen. In wenigen Tagen sind eS 50 Jahre, daß Ich dem Regimente angehöre und mit Der innigsten Zuneigung und Liebe, Die Ich als Mitglied und Kriegs- Herr für dasselbe empfinde, sage Ich ihm Meinen Dank für die vortreffliche Gesinnung , Treue und Hingebung, welche eS bei allen Gelegenheiten Mir und Meinem Hause bewiesen hat. Ich halte Mch fest überzeugt, daß Das Regiment Diese Tugenden auch bis in die fernsten Zeiten sich zu bewahren wissen und niemals ablassen wird, sich feines wohlverdienten Rufes und seiner unbefleckten Ehre würdig zu zeigen. Um demselben einen Beweis Meiner Wohlgewogenheit zu geben, verleihe Ich als Anerkennung feines seitherigen Verhaltens und als Erinnerung an den heutigen Eprentag Den Fahnen Des Regiments Mein Militär-Verdienstkreuz. Möchte es ihm vergönnt sein, noch viele ssolche Tage begehen und dabei stets mit gltichberechtigtem Stolze auf seine Vergangenheit zurückschauen zu können! (gez-) Ludwig. Darmstadt, 11. März. Se. Majestät der deutsche Kaiser haben unterm 28. v. M. vem General-L-eutenant Prinzen Ludwig, Großherzozliche Hoheit, Commandeur Der Großherzoglichen (25.) Division, den Orden pour le m£rile und dem Hauptmann Kattrein, Compagniechef im 4. Infanterie-Regiment, daeiserne Kreuz erster Claffe zu verleihen geruht. M. Berlin, 9. März. Nach einer Abwesenheit von 7 Monaten und 8 Tagen traf heute früh der Reichskanzler Graf Bismarck mit dem Frankfurter Courierzuge um 7*/2 Uhr, anscheinend im besten Wohlsein, hier wieder ein. In feiner Begleitung befanden sich Der Geh. LegationSrath v. Keudell, die Legation-- räthe Bucher und Graf Hatzfeld und Der Generallieutenant v. Bismarck-Bohlen. Auf dem Bahnhofe hatten sich zum Empfange kaum 20 Personen eingefunden, Darunter die Gräfin Bismarck nebst Tochter, der Minister des Innern, Graf Eulenburg, und mehrere höhere Beamte des Reichskanzleramtes. Der Aufenthalt auf Dem Bahnhofe war von beschränktester Dauer; ein HänDedruck Der Gattin, Der Tochter und Dem Grafen Eulenburg, ein flüchtiger Gruß Den übrigen Herren, Dann fuhr der freudestrahlende Reichskanzler mit der Familie von dannen. — Unter Den Reiseeffecten befand sich u. a. eine große Kiste mit Lorbeerkränzen und Blumensträußen, welche von dem begeisterten Empfange auf Den Stationen unterwegs zeugte. , Berlin, 9. März. Telegraphische Depeschen werden von heute ab wieder in allen vor Beginn Des Krieges zugelassenen Sprachen und auch in Chiffren befördert. Die in Folge des Krieges angeorvnete Beschränkung des telegraphischen ÄerkchrS nach und von Frankreich bleibt bis auf weiteres dagegen noch in Kraft. Die während des Krieges angeorvnete Beschränkung veS Verkaufs Der Generalstabskarten ist nunmehr wiever aufgehoben worDen. Berlin, 10. März. Für die so überaus schwierige Beförderung der fron» zösischen Gefangenen einerseits und Der Diesseitigen Armee in ihre Garnisonen andererseits — trifft das Kriegsministerium Die umfassendsten Vorbereitungen, um keine Störungen eintreten zu lassen. So sind jetzt sämmtliche Eisenbahn - Direc- rionen aufgefordert worden, anzugeben, wieviel Transportmittel sie zu Dem Zweck zur Verfügung stellen können, ohne Den Personen- und Güterverkehr zu sehr zu beschränken. Die von hier abzulaffenden Züge sollen Gefangene und die rückkeh- renden Deutsche Soldaten in Die Heimath bringen. Die Wagen sollen jedesmal vor ihrer Benutzung gereinigt und desinsicirt werden. Sämmtliche Gefangene werden vor ihrer Entlassung noch einer ärztlichen Untersuchung unterworfen, um Die Verbreitung ansteckender Krankheiten auf der Reise zu verhüten. Das.Schicksal, der so viel angefeinveten alten Berliner Gerichtslaube — vulgo Geruchslaube — ist durch die von den Stadtverordneten mit sichtlicher Schadenfreude votirte Annahme des kürzlich erwähnten Magistratsanlrags endgil- tig entschieden. Das alte Gerümpel verschwindet von seiner jetzigen Stätte des Anstoßes und AergernisseS, um als Wahrzeichen längst vergangener Tage an einem anderen Orte von den Todten wieder aufzuerstehrn. Kiel, 6. März. Das Marine-Obercommando erläßt soeben die folgende Bekanntmachung: „Die Ausräumung der Hafensperre bei Friedrichsort hat begonnen, und werden die verschiedenen Hindernißmittel, aus Dem dieselben bestanden, mit aller nui möglichen Beschleunigung beseitigt werden. Der Fortgang dieser Arbeiten ist indessen zum Theil von der Witterung abhängig, und was speciell die Torpedos betrifft, so kann das Aufnehmen derselben aus technischen Gründen nur allmählich erfolgen. Für jetzt und bis auf Weiteres darf ein Ein- oder Auslaufen bei Nacht überhaupt gar nicht stattfinden, und die Passage bei Tage muß sich innerhalb des mittleren durch Boten und Flaggen Deutlich bezeichneten Fahr- wassers halten, wo Lorpevos, welche sich durch Den Stoß entzünden, nicht gelegt worDen sind. Von morgen den 7. März ab wird wiederum ein Wachtkanonen- boot bei Laboe stationirt sein, welches die auslaufenden Fahrzeuge warnen und anweisen wirv. Bis auf Weiteres werden auch die Lootsen zum Durchführen durch die Torpedolinien noch von der Marine gestellt werden. Weitere Bekanntmachungen behalte ich mir vor, sobald die in diesem Augenblicke und für die nächste Zeit noch uothwendigen Beschränkungen der Schifffahrt vermindert oder gänzlich aufgehoben werden können. Helot, Contreadmiral." Straßburg, 8. März. Der „Niederrh. Kur." berichtet: „Da die Eisenbahnen im Elsaß und Deutsch-Lothringen Der Verwaltung ves Staates übertragen werden sollen, so ist bereits ein vollständiger Organisationsplan für diese Verwaltung ausgestellt. Es wird hierdurch ermöglicht, die bezeichneten Eisenbahnen zu jeder Zeit zu übernehmen. Die Oberleitung dieser Bahnen wird nach Straßburg kommen. — Im „Moniteur officiel du gouvernement de la Lorraine“ wird aufgefordert, Die von Der deutschen Regierung auferlegten Directen und indirecten Steuern sofort einzuzahlen, bei Strafe der angeordneten militärischen Execution." Telegraphische Depeschen. A Berlin, 10. März. Wie man vernimmt, wird das Werder'sche vjer- zehnte Armeecorps aufgelöst, die Landwehrtruppen entlassen. Die übrigen Armee- corps der Linie werden vorläufig sämmtlich Stellungen diesseiis der Seine ein- nehmen. 4- Leipzig, 11. März. Soeben, 7 Uhr Abends, traf Der Kronprinz von Sachsen hier ein. Auf dem Bahnhofe wurde derselbe von den Behörden festlich empfangen. Nach der Ansprache des Bürgermeisters Koch erwiderte der Kronprinz, er müsse vie Ehrung seines eigenen Verdienstes ablehnen und könne nur Der genialen Oberleitung und Der Tapferkeit des Deutschen Heeres, des trefflichsten in Europa, rühmend gedenken. Die Stadt war glänzend illuminirt; am Abend fand Die Fest- Vorstellung im Theater statt, wo dem Kronprinzen ein Lorbeerkranz überreicht wurde. z + Bern, 11. März. Die Commission zur Vorberathung Der Bundesver- fassungSrevifion beschloß, Daß Der JesuitenorDen und die affiliirten Gesellschaften nirgenDS in der Schweiz Aufnahme finden Dürfen; jeDe Wirksamkeit in Kirche und Schule soll ihnen verboten und die Gründung neuer so wie Die Wiederherstellung alter Klöster untersagt sein. 4- Bern, 11. März. In Zürich fand gestern eine Wiederholung Der Ruhe- störungen statt unv Die Tonhalle, wo Deutsche das Friedensfest feierten, wurve neuervings von Volkshaufen belagert und gestürmt, die Germania zerstört und deutsche Fahnen zerrissen. 30 Verhaftungen sind vorgenommen, Darunter die von 16 französischen Mobiloffizieren. Des Nachts fand ein Sturm der Volksmenge auf Die Strafanstalten statt, um Die Gefangenen zu befreien. Das Militär feuerte. Der Sturm wurde abgewiesen, einige Unschuldige in Häusern gegenüber verwundet und getövtet. Die Deutschen, welche Den Schutz des Norddeutschen Gesanvten angerufen haben, hatten sich in bestimmten Localen versammelt, um etwaigen Angriffen zu begegnen. Zur Aufrechterhaltung Der Ruhe ist ein Bataillon auf- geboten. Illi *r a: Ml ft 3^' > W Bk D'"®* Stjirfi« W iü trmüDen« Apten M Es slnv rose «tianh A lichung vrS Augenblick/ dir Cttvitju Asfeinbltt bi fint ernannt letzten Mq Picard, 5av . Mt M 1 + PM Brr Hchechii £ 882) Künftig soll im Dift Heimer Weg menb, folger 18 Stcckei 86 , 66 „ 1715 Wellen 65 stack ■ 16 Siam 532 Sind Lich, an Mai «ti vergeben we Termin h April d.J., des Unterzei« chem Tage l siegelt einM Die naher «ureau der । Einsicht auf. Die Ausn Atder Kö WkserHghn t Wa8 inne Mel, ain . Hot den ‘jßg M greif 17 2100 16 Ctir, s W Ä H Ker wr $ Hub 1,81.t.l '• ®«f Ql r kill, 'w ,4>w 0,1 ®atti. ‘*'n t«tti ^nntn. ^"zrn uni 100(0 unten LI * lsH«n b ^"phisch^ •$ *0 Äraft, >sS der ®{1 3 der (ran. Garnisonen liaagen, u0 53fa: Dir«: 1 dem 3$(j i« sehr || 1 die rüLch Dm jeüeliat ( TcsanM werfen, ii ichlslaube - mt ßchllilje, irngs rnbzil. i Ställe N er Tage n die folgtet! jcnntn, m1 i, mit flt- frr Arbck 'fO die Loi- inM am Oker tu«» Tage muj «les Mt gelez, idtifanooto- warnen int DarLßjr« lere Munt- nah für dir ninvert ot« i die Eifel!' I Überträge!! iese DttsaV enbahnen |U i Stra^arg -aineu wirf nD inttnw n 6rtcM* trtnW cMtilit11' er Sei« 0,1 AroW'I,c: »khsew i^1* trrÄrr^i nr rer^ In i«fl£ sank Nr em«’” , •** ^ererherM ( na vtt $ i* i . i, ff; .»ater t|(' Jen •*{ Wechsel. 70 Oberhessen 2 2 Wellen Strickmaschinen 778) Die erwartete feine Strickma- ^Echen- * K7rt,.fp nherhalb Wnc für baumwollene Garne ist jetzt Der Anfang ist auf h QUC^ eingetroffen und werden alle in dieses IV rttlhtA 1 I T4> __ - ’ - 1 —, . .. . 886) Kartoffeln, 891) Hol^versteigerunq. Stecken Buchen-Scheidholz, Di- 223 10 93 Stecken meistbietend versteigert werden. Theodor Frauck’sche 684) 1 Kiefern- 5200 17 2100 46 Wellen Stecken 11 5 23 120 13 5 16 123 Range: 155V4 142V2 71 11150 258 Wellen Cubikfuß Kiefern- „ Buchen-Prügelholz, Kiefern- „ Buchen-Stockholz, Holzversteiqerunq. Mittwoch den 15. März, 5i/r 4 2Vt 157 5Vr 1 6i/2 l3/< 220 6025 20 40 25 Aetien. Oest. Creditact. 2471/2 5O/o östr. F. St. E. B. 3721/4 Lombard. 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Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsteret Lich. 882) Künftigen Montag, den 22. d. Mts., Morgens 9 Uhr, soll im District Hard, auf dem Muschen- beimer Weg am Licher Feld zusammenkommend, folgendes Gehölz versteigert werden : 18 Stecken Buchen-Scheidholz, „ 86 „ Buchen- u. Eichen-Prügelholz, 66 „ .... Stockholz, 1775 Wellen Buchen-, Elchen- und Tannen- Reisholz, 65 starke und geringe Stämme Ercken- Bauholz von 2668 Cubikfuß, 16 Stämme Tannen - Bauholz von 437 Cubikfuß, 532 Stück Tannen-Stangen von 401 Cubikfuß. Lich, am 13. Marz 1871. Fürstliche Oberförsteret Llch- Eigenbrodt- der Sandkaute. Wieseck, den 11. März 1871. Großherzogliche Bürgermeffterei Wieseck. Lang. Holzversteisterunsten. 893) In der Freiherrlich von Rabenaui- schen Oberförsteret Rabenau sollen^ 1) Donner st ag den 16. März aus den Districten Odenkopf, Odenberg und Baubolz - Versteigerung. 854) Donnerstag den 16. März Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Londoner Gemcindewalde, Distrikt Rückenstall: 10 Eichen-Stämme von 7 bis 13 Zoll mittlerem Durchmesser und bis zu 40 Fuß Länge, zusammen 211 Cubikfuß enthaltend, 228 Kiefern- und Lärchen-Stämme von 6 bis 141/2 Zoll mittlerem Durchmesser und bis zu 70 Fuß Länge, zusammen 9564 Cubikfuß enthaltend, an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. „ , _ Die Zusammenkunft ist im District Rücken- stall, am Wege von Nordeck nach Wermertshausen. Londorf, den 10. März 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Londorf. Weber. Holzversteiqerung. 879) Freitag den 17. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Wiesecker Gemeindewalde, Districten Clause, Teufelspitz und Hunds- 81/2 „ Kiefern- „ 1850 Wellen Buchen-Reisholz, 883) Donnerstag den 16. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewalde, stritten Buchberg und Gellacker: Stämme Eichen - Bauholz mit Cubikfuß, EichemStangen mit 38 Cubikfuß, Buchen- „ „ 45 „ Fichten- „ ,, 64 „ Wellen Buchen-Reisholz (Durchforst.), „ Eicken- „ „ verschiedenes Weichholz 2) Dienftag den 21. März l I. aus dem Districte Eibschenhain: Buchen-Scheidholz, „ Reisholz, Eichen - Durchforstungs- Reisholz, Eichen-Stämme, 234 Cubikfuß enth., Nadel- „ 207 „ Stangen, 200 Haufen Reisholz. Die Zusammenkunft ist am Wetzlarer Weg bei Nr. 206. Schmitte, den 11. März 1871. Die Verwaltung. fuß, sowie Stück Nadelholz - Stamme von 7 und 8 Zoll Durchmesser und 30 bis 31 Fuß Länge, mit 27 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im District Buchberg. Groß-Buseck, den 13. März 1871. Großherzo liche Bürgermeisterei Groß-Buseck. Wagner. von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Freiherrlich v. d. Hoop'schen Walde bei Rodheim nachoerzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 25 Stecken Buchen-Scheid- u. Prügelholz, Feilgebotenes. 889) Saat-Erbsen, „ Linsen, „ Wicken billigst bei H. E. Jughardt, Marktplatz. 820) Stroh, Dickwurzeln, Spreu und Hammelwolle zu verkaufen bei Chr. Vogt, Kirchenplatz. Vaihingen a/C'., ein noch nicht übertroffenes Mittel fleaen Husten, Brnftschmer;e», Heiserkeit, Halsbeschwerden :c-, empfiehlt in Orig.nalpackctcn * 14 ""^arlHoffmann. Prioritäten. ZO/o öster. Stsb.-Prior. 553/ö ZO/o öst. s. Lombard 73 3°/0 Livorneser 313/4 5% Toscaner 553/4 5% Elisabeth.-Prior. 78 du. II. Emiss. 75i/2_______ Änlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 64*/2 Nassau 25 fl. 37>/2 4% bayr. Präm.-Anl. 1O75/q Ansbacher 7 fl. 121/g 4% badische Loose 108 Badische fl. 35 Loose 60 Oestr. fl. 250 v. 1854 70 1858r Prioritätsloose 157 */2 1860r Loose 775/g 1864r n 1163/4 Braunschweiger 163/4 Stadt Madrid 217/s Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 447/8-45V8 Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58i/2—59i/2 Pistolen . . 9 45—47 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 10 St. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankens!. 9 27—28 Engi. Sover. 11 55—59 Rass. Imper. 9 43 — 48 DoUar in Gold 2 27—28 rothe und weiße, in jedem beliebigen Quantum, pr. 200 Pfd. 4 fl. 15 fr., bei H. E. Jughardt, Marktplatz. 840) Bei Unterzeichnetem steht ein Kinderwägelchen zu verkaufen. Hermann Herbert. Main - Weser - Bahn. Bekanntmachung. 881) Vom 1. Juli b. I. soll die An- und Abfuhr der (Nüter nach und von dein Bahnhofe der Main-Weser- Bahn zu Gießen im Wege der Submission anderweitig vergeben werden. Termin hierzu ist auf Montag den 3. April d.J, 10 Uhr Vormittags, im Bureau des Unterzeichneten anberaumt, bis zu welchem Tage die Offerten portofrei und versiegelt einzureichen sind. , Die näheren Bedingungen liegen tn dem Büreau der Güterexpedition zu Gießen zur Einsicht auf. Die Auswahl unter den Submittenten bleibt der Königlichen Direction der Main- Weser-Bahn vorbehalten, jedoch erfolgt der Zuschlag innerhalb 4 Wochen. Cassel, am 11. Marz 1871. Der Ober-Güterverwalter. ________gez. Anthes. Holzversteiqerung in den Waldungen der Frau Ge- neral Freifrau von Notdeck zur Rabenau. 880) Dienstag den 21. März d. I., werden im District Struth bei Beuern, ca. 1 Stunde von der Eisenbahnstation Groß-Buseck und 2 Stunden von der Station Gießen entfernt, versteigert: 43 Stecken Buchen- und 31 Stecken Eichen-Scheidholz, 2L'/r Stecken Buchen- und 10 Stecken 'opf, versteigert werden: ‘ Stecken Buchen-Scheidholz, „ „ Prügelholz, 890) Gute rothc Früh- und Spät- Kartoffcln sind zu verkaufen bei PH. Flett, Teufelslustgärtchen. 629) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen im Darmstädter Haus. 888) 18 Ctr. Hcu sind zu verkaufen bei S- Hanauer, m Langsdorf. 864) Ein Häuschen, welches seither in meiner Backsteinfabrik benutzt worden, ist auf den Abdruck zu verkaufen. Jacob W i ß n e r, Ziegler. 836) Ein am Wismarer Weg gelegener Garten ist zu verkaufen ober auch zu verpachten. Näheres bei Carl August Faber, Marktplatz. 816) Eine Kaute Mist ist zu verkaufen Neuenweg Lit. B- Nr. 194. Borsennachrichten. 11. März 1871. Preus> 4*/2 % Oblig. 943/4 Frankf. 3V2% Obi. 81 Vs Nass. 4i/2o,g Obi. 941/» Kurhess. 4% « 851/4 Gr. Hess. 5% Obi. 1017/e « A 4°/o " 03 « A 31/2% » - Bayer. 5°/o t> — fl 41/2% 1jährige 961/2 A 40/o 1jährige 90 Würtemb. 4V2 % Obi. 943/4 Baden 41/2% Obi. c. E L. 943 4 Oesterr. Silberrente 5 >3/g n Papierrente 47 V2 „ 5% M. steuert. — Amerik. Bonds 1881r 100 „ „ 1882r 96'/2 n „ 1885r 95V8 n 1887r 96 Spanier, neuest. 3% 29 V2 A «iiitdi 11 März. Die Bewegung ist im stete» Wachsen begriffen und action-weise zum Sitz der Nationalversammlung gewählt wurde Em Theil der biesi'ae Rrmeruna befürchtet noch weitere Unordnungen. Der Bundesrath hat Linken der Affemblee will Mandatniederlegung. - Rochefort ist in Bordeaux an ° , Orcuvation Zürich« beschlossen und sendet sofort 4 Bataillone Infanterie und einer Halsentzündung Horben. 2 Batterien Dabin ab. Befehligt werben die Truppen Durch Oberst Eouard Salis. △ Wie», 11. Marz. Fürst Metternich wird hier »wartet. «i^ e da nösstfcher Commiffär begibt st» sofort nach Zürich. A Genua, 10. März. Ein von Jeloerton commandirtes englische» Ge- 6n + z, März. D?e hiesigen Blätter wiDerrusen die Nachricht, daß schwader trifft demnächst im mittelländischen Meere ein. «ochefort gestorben sei. Derselbe ist nur schwer erkrankt. Bis Mittag war vom Montmartre und den übrigen Faubourgs nichts Neues zu melden. Im übrigen Pari» ist Alles ruhig. Da« Kriegsgericht hat über die Affaire vom 31. Oetober erfannt und Blanqui in contumatiam zum Tode, FlourenS, Levreau und Cpnll >u rwei Jahren Äefängniß und Goupii zu sechs Monaten verurtheilt, die Uebn- L aber freigesproche». Binop hat über 40,000 Mann der Loirearmee, welche die neue Garnison von Pari« bilden, Heerschau gehalten. A Paris, 9. März, Nachts. Abgefehen von mäßigen Demonstrationen faulenzender Müßiggänger, welche Tag« über auf dem Bastilleplatz stattsinden, berrscht vollständige Ruhe. Aurelles de Paladine« und Picard beobachten gegen die BarrikaDenhelDen in Belleville und auf dem Montmartre eine Politik der äußersten Zögerung. Sie beabsichtigen dieselbe durch Langweile und Nichtangriff >u ermüden und gefügig zu machen. Leider zahlen imperialistische und socialistische Agenttn den Wtd°erspänstigcn täglich 2 Fr. Die Geschäftslosigkeit ist allgemein. E« sind höchsten« 500 Einspänner in Circulation. . + Bordeaux, 10. März. Henri Rochefort ist gefährlich an der Kopf, roie erkrankt. Der Zustand des General« Ehangarnier ist besorgnißerregend. A Bordeaux, 11. März. Assemblee. Thier« verlangt, daß die Bcroffent. lichung De« Rapport« der Finanzcommission vertagt werde, damit sich in einem Nuaenblick, wo Geldbewilligungen nothwendig seien, nicht die Aufmerksamkeit auf die Creditzustände Frankreich« richte,. Auf Verlangen Thier«' vertagt sich d.e Assemblee bis zum 20. März nach Versailles. — Zu Bevollmächtigten nach Brussel sind ernannt: Baude, Gesanvter in Athen, Generale Caille und Coulard, welche letztere Mitqlieeer der Assemblee sind. A Brüssel 12. März. Die „Jndependance" meldet vom 11. d.: ThierS, ^ica^, Favre und Simon würden dcmissioniren, wenn Versailles nicht tranS- Amsterdam k. s. 1001/4 Augsburg k. S. 09 Vs Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 97 Cöln k. S. 1047/8 Hamburg k. 8. 88V4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1193/4 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 941/4 Wien k. 8. 953/8 ditto m. 8. ditto 1. 8. — Disconto 31/30/0 G. Großer Ausverkauf! 677) Wkgm Geschästsverändkrung sehe ich mich veranlaßt, mein Tuch-, Buckskin- und Manufaetur- waarcn-Lager gänzlich zu Fabrikpreise!! auszuverkaufen. Muster werden während dem Ausverkauf nicht ausgegeben. Gießen, den 1. März 1871. August Montauus. Vermiethungen. 680) Ein Logis von 3 Zimmern und sonstigem Zugehör ist zu vermiethen bei _____________K- Gerlipp, Kirchenplatz. 865) Ein mödlirtes Zimmer zu ver- miethen in der K atzen st ein'schen Besitzung vor dem Asterweg. | 846) Mein Bcttfcderreinigungs - Geschäft, sowohl in als außer dem Hause, > bringe ich in empfehlende Erinnerung. ________Frau Sauer, Neuenweg 134. 752) Eine perfecte Köchin, gesetzten Alters, welche sich auch der Hausarbeit unterzieht, wird auf sofort gesucht von L. Busch Wittwe. 178) In einem neuerbauten Hause außerhalb der Stadt ist der mittlere Stock und ein Mansarden-Logis zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 863) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen in Lit. C. Nr. 159, Löwengasse. 782) Ein Familienlogis ist zu vermie- then in Lit. A. Nr. 130, Asterweg. 837) Ein großes und ein kleines Logis ist zu vermüthen bei __Schmied Unverzagt. 770) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer sofort zu vermiethen ______________Bäcker Vogt, Wallthor. 421) Im Cast Ebel ist ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und Zube hör, pr. 1. Mai beziehbar, zu vermiethen. Vermischte Anzeigen. 885) Ein anständiges Mädchen, welches noch einige Tage zu besehen hat, wünscht gern Beschäftigung zur Aushülse im Waschen und Putzen, sowie in der Gartenarbeit. Zu erfragen in der Exped. d. Bltts. 894) Schneidcrgcscllen weiden gesucht von Zoy. Becker, Asterweg. Filz-, Stroh- ii. Skidcnhüte jeder Art, werden gewaschen, gefärbt, neu fa^onnirt und rasch besorgt von Hutmacher Julius Werner, (862) am Kreuz. 785) Schutt kann auf meinem Baugrundstück abgeladen werden und vergüte ich einen einspännigen Wagen mit 12 fr., einen zweispännig.n mit 18 fr. Arnold Müller. AnMagenkramps, Verdauungsschwäche re. re. Leidenden wird das fast 50 Jahre segensreich wirkende Dr. med. Doeeks'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exp. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. Doecks, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (896) 843) Ein starkes reinliches Kuchenmädchen wird gegen hohen Lohn gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 823) Ein braves Dienstmädchen wird gegen guten Lohn für Haus- und Gartenarbeit auf Ostern oder zum sofortigen Eintritt gesucht. Zu erfragen Weidgasse Lit. B. Nr. 98. 892) Schutt, auf unserem Bauplatze, Alicenstraßc, abgeladen, bezahlen wir mit 12 fr. für den einspännigen und mit 18 fr. für den zweispännigen Wagen. Müller nzitlle ® jikdeS tin|dm l'ines iibeißü Btrrn Kaach- Lin^lncn voi iiv? SW (ti H jktz! ivollsvnfM Wir1 ldie fünf Ml solches gar 11333% M Wlick krjcheir .Krieges ront Korin von 3 "" Stellt bt Les ft;, "'S, . "i"arife u * 3«tai J'ti btt uii( Mlnn d.» '!