'-koncnte ijl wir uns vor- Lcfjelbe findet hr, irmflabt, M ln Gesang Lereinsdiener igt P. $Dit stand. fMfa b"ger. '’umhnjr ie6tn durch . Iah« '8»Nst tes 'ne (Sc(b: ^•X tat in '^uheilen, letsch von en, und Buchhändlers u machen sei. k a l d e r. 'er nicht er- ubigung: Her. irei/t, rnilcheßnz n-, >l pagnie. «en, urken, PreiS Lterteljährtg 1 fl 12 fr. mit Brtngerlohn. Durch die Poft öszogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglick, mit Ausnahme MontagS. Expckttion: Canzleiberg Ltt. B. Rr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 111 SamstaHn 13. Mai 1871. BefteUunge« auf den Gießener Anzeiger Amtlicher T h e i l. ' - Polizeiliche Bekanntmachung. Den mit Hunden getrieben werdende» Unfug betreffend. f$on mehrmals Menschen beschädigt worden sind); sie setzen sich, ohne Rücksicht ans die schwachen Tinerei auf U^Wagen nm^'anch ihre Person Senat bergauf, zu fahren, - sie reizen dabei bie Hunde zu anhaltendem Gebelle an; - Viele lassen ihre Lunde mr BeläsiwunaÄuder» k 5 Hundefu hrwerte anzutragen. 7) 8) 9) 2) 3) 4) Hätten IM“"»"*'«« IfiÄÄÄI* "** «*ww»* -«»*-« M. >« «-«. W°- 1) die mit Hunden bespannten Fuhrwerke dürfen innerhalb der Stadt und in deren Nähe nur im SLritt Uhren • s r/Yr Fuhrwerks muß nebenher gehen und die Hunde in der Gewalt haben und durch Lcitseile lenken - IL gll^cr etneS Wen "* W «*>' •“ S. N. ,» M B-.d.-p, S 9SÄSSSTS "»*•»“»-«-««*«•« .......... di-Mchs.» 1,1 ** •* »XÄ"™,“8",.“’“1 I" »I- -»« We«. dich,,» D,„- .Uf ««.,114, ,i,4-n»u, «,,„ Weiter wird noch Folgendes in Erinnerung gebracht: 8 5 IS 5 SÄ % SR s L 2 ifiSSäÄ«e" L ÄZLfii lös» 5»Ä • *** * ÄSSSSK Ä?S HÄ **•" "" "" *. -» »«* S. 367 M. wer lausige Hündinnen frei auf ben Straßen herumlaufeu läßt, verfällt nach Art, 257 des Polizeistrafaesckes in eine (Strnfp w« 9 fe »WÄS Ä 8L Bi- TÄKf*-*"w *****to»-.« LL*wj 6r* ®'^en' beU W" 3Äal 187L Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. ■11 ■■ ■II। ___ ____________ _______ Nover. Politischer T h e i l. i Die europäische Situation und die Erfordernisse der deutschen Politik. IV. ^.Schluß.) Um die Gefahren zu beseitigen, welche uns von Rußland her drohen, bleibt uns also nichts weiter übrig, als uns durch die Verbrüderung Deutschösterreichs mit dem deutschen Reiche diejenigen Mittel zu verschaffen, welche ein hinreichend starkes Gegengewicht ^egen den nordischen Koloß abgeben, so daß lttzterer nun und nimmer die Macht erlangt, Deutschland zu vergewaltigen, unser Vaterland um die Früchte seiner heroischen Anstrengung in den letzten Kriegen zu bringen. Deutschland allein ist trotz seiner vortrefflichen Wehrverfaffung, trotz seiner Million Soldaten doch nicht stark genug, um auf die Dauer den militärischen Anstrengungen der übrigen Mächte gewachsen zu bleiben. Ohne eine Macht- erweiterung Deutschlands würde dieses in fünfzehn Jahren 90 Millionen Russen, 40 Millionen Oesterreichern und 40 Millionen Französin sich gegenüberstehen sehen, während es selber noch nicht die Ziffer von 50 Millionen erreicht hätte; mit einem Worte, unsere Lage würde eine sehr bedrohliche sein, wenn wir nicht schon jetzt darnach streben wollten, die deutsche Bevölkerung Oesterreichs für uns zu gewinnen. Die Kraft, welche wir durch diese Vereinigung erlangen, gibt uns die Fähigkeit, auch die Grenzen Rußlands zu bestimmen, diesem Reiche ein kategorisches Halt zuzurufen bei seinem Vorbringen gegen den Westen. Rußland wird erst dann davon absteheu, die slavischen Völkerstämme zu Einer großen Familie zu vereinigen, wenn es die völlige Unmöglichkeit eines solchen universal-monarchischen Vorgehens klar erkennen muß. Wenn Finnland mit Schweden wieder vereinigt, Congreßpolen von Rußland abgezweigt, Ungarn und Rumänien an der Donau wesentlich erstarkt sein werden, Griechenland und Serbien vergrößert und zu vollständig unabhängigen Staaten sich herauggebildet haben werden, dann erst ist die Gefahr des Panslavismus vorüber. Zwar ist diese Gefahr im gegenwärtigen Augenblicke noch nicht vorhanden, aber eben deshalb, weil sie erst später an uns herantritt, müssen wir uns schon jetzt darauf vorbereiten, ihr zu begegnen; wir müssen unser Haus schon jetzt einzurichten suchen, daß alle Stürme, die in kom- Wender Zeit ce bedrohen, ihm nichts anthun können. Das erste Eeforderniß der deutschen Politik ist mithin, daß wir uns zu, Oesterreich in ein Verhältniß setzen, welches uns gestattet, dessen Kraste für un6| unschädlich, sondern für unsere Interessen nutzbar zu machen; ist UNS dies gelungen, bann dürfen wir unsere Zukunft als völlig gesichert betrachten. n , ®le »Provinzial-Corresp." enthält einen langen Artikel über die Friedens. Verhandlungen in Frankfurt a. M-, der mit folgenden Sätzen schließt: „Die Ver° hanb ungen in der alten deutschen Reichsstadt werden hoffentlich von entscheidender Bedeutung für das definitive Friedenswerk sein; man darf überzeugt sein, daß Fürst s"" persönliches Ansehen zu dem Zwecke erneut einsetzt, um alle Zweifel und Bedenken, welche gegenüber ben Präliminarien noch möglich erscheinen konnten, m n'J“ bef£lt'flen »üb somit die möglichen Friedenögrundlagen von Versailles als Bestimmungin des wirklichen Friedens zu gestalten und denselben allseitig und voll anzubahnen, da cS sich nicht um die Beseitigung einzelner Schwierigkeiten letzt handeln kann. Jules Favre ha, bei den Waffenstillstands- und bei ben Frikbensverhandlungen im Januar und Februar d. I. bewiesen, daß er sich über cit Uge Frankreichs und die sich daraus ergebenden Nothwendlgkeiten keinen Lauschungen mehr hingibt; er wird seinen Patriotismus gewiß auch jetzt dadurch bewahren, daß er ohne weiteres Zögern die Schritte thut, welche zu Frankreichs Rettung vor noch tieferem Fall unerläßlich sind." - Worin können nun diese Schutte bestehen? Einmal, in der Ausbietung aller Mittel und Kräfte, um den Pariser Ausstand zu dämpfen, in der Hauptstadt Ruhe und Ordnung herzustcllen sodann in der pünktlichen und gewissenhaften Erfüllung der Friedenspräliminarien' Was den ersteren Punkt anbelangt, so ist der französischen Regierung eine Frist 0e|tcUt, innerhalb wrlcher sie spätrstens Herr der Situation geworden sein muß. Hat sie sich unfähig erwiesen, bis zu jenem Zeitpunkte in der Hauptstadt die Be- Dingungen einer geregelten Verwaltung herzustellen, so werten die deutschen Truppen in Die Hauptstadt be« Feindes einziehen, nachdem die französischen Truppen sich vorher hinter die im Friedensverirage vorgezeichnete Linie hinter die Loire zurück- gezogen haben. In diese Alternative gestellt, wird selbstverständlich Herr Thier- allen Jntriguen entsagen und Die krampfhaftesten Anstrengungen machen, um seinen Truppen Den Sieg Uber Die Aufständischen zu verschaffen. Gleichzeitig muß die Versailler Regierung den Friedensvertrag perfect werden lassen und, wofern sie die Räumung Der Pariser Fort- und den Abzug de« größten Theils der deutsche» Truppen erlangen will, eine halbe Milliarde Francs zahlen. Nach dem, was au« Franlfurt nach Berlin gemeldet, soll Jules Favre die Ucberzeugung ausgesprochen - Versteig, ( AlNsver {1993) Dienstag dm ) zwar von konservativer Seite, ein gleicher Antrag eingebracht wurde. von 31 r l°lren sowie auf das thringen nicht erst Wirksamkeit treten halb oeff.lben den der That schwer, L r T bcrlin, 10. Mai. Deutscher Reichstag. Die heutige 32, Plenarsitzung lungen. Dann tritt da- Hau- sofort in die Tagesordnung ein. 1) Zweite Lesung de- Antrag- Wigger- auf Erlaß eines Gesetze-, betreffend die Caution-pflicht periodischer Druckschriften rc. in Verbindung mit dem Berichte zu lassen, findet nicht bloS im Reichstage, sondern auch außerlebhaftesten Beifall. Einem unbefangenen Politiker wird es in Gründe dafür anzugeben, warum denn die Elsässer, die doch des nächsten Jahre- zur Ableistung der Militärpflicht heran- V h' p t (f V flE ü n + Paris, K I pordtkij es heijt, e i muiie erschnakn. I bvrlh Wllunung bi cht gut AMHliui, Die Versaillrr jhrit. Der Zchnl deselbrn devorileyenk W und tert« \ heute uiP geschossen, schwach. + Versailles, Musischen dauer jiMrimckt. Da- lich geräumt. + Versailles, ständischen bauert t j Da- Kort Vanvee- ! itr Truppen nahm t । 100 AufMdische §ti Vormittagc 'erden auf dem Mh s solgmde Arbeiten öffe ckn, als: der Petitionscommtssion über mehrere einschlägige Petitionen. — Dr. Volk beantragt dazu, an Stelle beS WiggerS'schen Entwurfes nachstehendem Gesetze zuzustimmen: „Einziger Artikel. Die Vorschriften der Landesgesetze, welche 1) die Herausgeber von Zeitungen oder Zeitschriften zur Stellung einer Caution verpflichten, 2) die Entziehung der Bcfugniß zum selbstständigen Betriebe eine- Gewerbes im Falle einer durch die Presse begangenen Zuwiderhandlung vorschreiben oder zulassen, werden aufgehoben." — Wiggers: Daß die ZeitungScautionen und die Entziehung des Preßgewerbes gemeinschävlicher Natur find, werde nicht nur vom Hause, sondern auch vom BundeSrathe anerkannt, es handle sich nur noch um die Formation der Abhilfe, und ziehe er zu Gunsten des Völk'schen AntragS den seinigen zurück. Nach den neulichen Auslassungen des Präsidenten des Bundeskanzleramts sei zwar wenig Aussicht auf ein Entgegenkommen der Regierungen vorhanden; trotzdem empfehle er dringend die Annahme des vorgelegten Entwurfs, da sich diese Materie mit Leichtigkeit von der zu erwartenden generellen Regelung der Preßangelegenheiten trennen lasse. — Dr. Völk empfiehlt die Annahme seines Antrags, der den fingeregten Gedanken besser präcisire wie der WiggerS'sche. Ist die Presse materiell mehr entlastet, dann wird sie den unteren Schichten des Volkes mehr zugänglich, dieses wird politisch mehr gebildet und die heutigen Wahlbeein- flussungen werden aufbören. — Dr. Biedermann wünscht die rechtzeitige Veröffentlichung des Reichspreßgesetzentwurfs, um die Stimme der öffentlichen Meinung darüber zu hören. — Müller (Görlitz) spricht für den Völk'schen Antrag. — Dr. Windthorst: Das Schlimmste für die Presse sind nicht die Cautionen, sondern die polizeilichen Beschlagnahmen, und da nur ein einheitliche- Preßgesetz den vorhandenen Uebelständen abhelfen kann, stimme ich gegen den Antrag Völk. — Im gleichen Sinne erklären sich v. Oheimb und Römer (Württemberg), während Dr. Löwe, v. Kardorff und Lesse für den Antrag Völk sprechen, der schließlich in namentlicher Abstimmung mit 221 gegen 37 Stimmen zur Annahme gelangt. Mit gleicher Majorität wird angenommen der Antrag der Petitionscommisston: „Die vorliegenden Petitionen, soweit sie die Aufnahme von Bestimmungen über die Presse in die Verfassung beantragen, durch Annahme der Verfassung für erledigt zu erklären, im übrigen aber den Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage in der nächsten Session den Entwurf eines für das ganze Bundesgebiet geltenden Preßgesetzes vorzulegen", und der Antrag de- Dr. Biedermann: „den Reichskanzler zu ersuchen, den betreffenden Entwurf eine« Reichsgesetzes über die Presse auch der öffentlichen Kritik rechtzeitig vorher zu unterbreiten." 2) Erste Lesung des Antrags Lasker auf Erlaß eines Gesetzes über die geschäftliche Behandlung eines ungewöhnlich umfangreichen Gesetzentwurfes. Der dem Anträge beigefügte Gesetzesvorschlag bestimmt, daß ein von der Regierung vorgelegter Gesetzentwurf von ungewöhnlich großem Umfange nach der ersten Lesung - unter Zustimmung des Bunde-raths einer Commission zur Vorberathung über- ■ wiesen wird, die nach Schluß der Session ihre Arbeiten fortsctzt und dem Plenum । der nächsten Session, sofern die Legislaturperiode nicht zu Ende gegangen ist, da- i Product ihrer Beratungen zum verfassungsmäßigen Beschluß vorlegt. — Lasker . wotivirt seinen Antrag dahin, daß durch Annahme desselben in den meisten Fällen die Sessionen abgekürzt werden könnten und trotzdem da- Zustandekommen größerer i Gesetzentwürfe mehr als bisher ermöglicht sei. Natürlich müsse der Bundesrath : in jedem einzelnen Falle seine Zustimmung geben, da ohne dessen Commiffare die Commission kaum arbeiten könne, und ebenso müßten die Commisstonsmitglieder : Diäten erhalten, weil sonst die Wahl stets aus Berliner Mitglieder fallen würde. — Dr. Windthorst (Meppen) gegen den Antrag, der nicht bloß eine Geschäfts- , ordnung-frage, sondern hauptsächlich eine VerfassuugSfrage sei. Durch die Com- ; misston werde die Continuität des Parlaments geschaffen, die bei dem Einkammer- 1 system sehr gefährlich sei, denn nicht immer würden so erleuchtete Männer wie jetzt hier sitzen. (Heiterkeit.) Auch die Zerbröckelung de- Princips der Diäten- iosigkeit sage ihm nicht zu, obwohl er dasselbe für die Dauer nicht durchführbar erachte. Weiter halte er eS für bedenklich, einzelne Mitglieder des Hauses zu Berufsabgeordneten heranzubilden, und da- würde die unmittelbare Folge der Annahme des Antrags sein. — Dr. Braun (Gera) widerlegt die VerfassungS» bedenken des Vorredners damit, daß auch im preußischen Abgeordnetenhause, und Meistbietenden verkauft worden. _______________________ t Darmstadt, 9. Mai. Durch allerhöchste Entschließung vom 1. l. Mts. haben des Großherzogs Königliche Hoheit den wirklichen Geheimerath und Präsidenten des Ministeriums des Innern von Bechtold von den Functionen eines Direktors und Mitglieds der PrüfungS - Commission für das Justiz» und Verwaltungsfach zu entheben und an dessen Stelle den Oberappellations- und CassationSgerichts- rath Dr. Otto Zentgraf zum Dircctor der genannten Commijsion, den Ministerial- rath Wilhelm Neuling aber zum Mitglicde derselben zu ernennen geruht. Ferner haben Seine Königliche Hoheit an demselben Tage den Notar für den Notariatsbezirk Wöllstein, mit dem Amtssitze in Sprendlingen, Ferdinand Albert von Stain» metz temporär bis zur Wiederherstellung feiner Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen und den Gerichtsaccessisten Heinrich Bayerthal aus Oppenheim zu seinem Nachfolger zu ernennen geruht. Darmstadt, 9. Mai. Mid Allerhöchster Ermächtigung Sr. K. H. des Groß. Herzogs ist der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft die Genehmigung zur Erbauung einer Verbindungsbahn zwischen der Riedbahn und der Bahnlinie Mainz- Darmstadt einerseits und der Bahnlinie Darmstadt-Aschaffenburg andererseits unter dem Vorbehalt ertheilt worden, daß die fragliche Bahn nur für Militär- und Gütertransporte benutzt werben darf. Eine Personenbeförderung — abgesehen von Militärzügen — wird daher auf dieser Bahnverbindung nicht stattfinden. Darmstadt, 10. Mai. Das „M. Journ." veröffentlicht folgenden, ihm aus Saucourt (Haute-Marne) unterm 5. Mai zugegangenen Bericht: „Nach einem Aufenthalte von beinahe sechs Wochen verläßt die Hessische Division heute ihre Standquartiere in dem Departement der Haute-Marne und bezieht solche in dem Departement der Vogesen, vielleicht nur auf kürzere Zeit; von der deutschen Grenze sind wir nicht sehr weit mehr entfernt. Das Generalcommando des 9. Armee» corps (General von Manstein) kommt nach Plombieres, dem berühmten Badeorte; da- Commando der Hessischen Division nach Remiremont, einer Stadt von etwa 7000 Einwohnern. In den letzten Tagen fand in den Standquartieren eine Inspektion der einzelnen Regimenter durch S. Gr. H. den Prinzen Ludwig statt. Die Truppen machten durch die Präcision, womit sie alle Hebungen ausführten, sowie durch ihr kräftiges körperliches Aussehen den besten Eindruck." Frankfurt, 11. Mai. In unserer Stadt hat gestern ein weltgeschichtlicher Akt seinen Abschluß gefunden. Die seit dem 7. zwischen dem Fürsten Bismarck und Jule- Favre und deren diplomatischen Begleitern gepflogenen Verhandlungen führten gestern (2^ Uhr Nachmittags) zur Unterzeichnung des definitiven Friedens. W.nn, wie ein officiöses Blatt meldet, Fürst Bismarck nur in der Absicht hierher gekommen war, Schwierigkeiten zu ebnen, so ist allerdings das günstige Resultat der Verhandlungen überraschend. Wenn die Nachricht von dem so unerwartet rasch erfolgten Resultate, das dem weiteren Kampfe zwischen den zwei großen nachbarlichen Nationen ein endliches Ziel setzt, allgemein freudigen Widerhall finden wird, so dürfen auch wir noch spcciell uns freuen, daß gerade Frankfurt die Stätte ist, wo dieser bedeutungsvolle internationale Akt, den die Weltgeschichte mit dem „Frieden von Frankfurt am Main" bezeichnen wird, vollführt wurde.' Frankfurt, 11. Mai. lieber den Friedensabschluß verlautet: Die Kriegs» entschädlgung von fünf Milliarden bleibt, die Zahiunqsfristen werden verkürzt, die Occuprtionsfristen verlängert. Eine Zahlung von 500 Millionen erfolgt 30 Tage nach der Einnahme von Paris. Für Abtretung dec Bahnen in Elsaß-Lothringen eine Entschädigungssumme von 800 Millionen gefordert, schließlich wurden 300 Millionen vereinbart. schon im Beginn _ , „ . gezogen werden sollen, nicht auch an der Reichsvertretung theilnehmen sollen. Diese politische Gemeinschaft wirb unzweifelhaft für die moralische Eroberung der Elsässer die erfolgreichste Propaganda machen. Die elsässische Fraktion im Reichs- tage würde doch sicherlich nicht mit der polnischen Fraktion gemeinschaftliche Sache machen und gerade dadurch Europa einen Beweis geben von der außerordentlichen Anziehungskraft des deutschen Reichs auf die ehemaligen deutschen Reichslande. Man scheint in dem besiegten Frankreich bezüglich der während des Krieges weggenommenen Schiffe sehr viel rascher von Entschluß zu sein, als in dem sieg, reichen Deutschland. Während unsere höchsten Autoritäten noch im Zweifel dar» über sind, ob und welche Schiffe in natura wievergegebcn werden sollen, welche Schiffe und von wem in Gelb zu ersitzen sind, und während weitschichtige Verhandlungen immer wieder als Grund für die verzögerte Regelung der gesammten Rhedereientschädigungsangelegenheit gelten müssen, hat die französische Admiralität sich in ihrem Entschluß nicht beirren lassen, mit dem Verkauf eines Theils der aufgebrachten Prisen munter vorzugehen. In Cherbourg sind, wie der „Hamb. Corresp." unterm 9. Mai meldet, dieser Tage drei deutsche Schiffe, „Julius", „Sydenham" und „Ernst Merck" (letzterer für 81,680 Fr.) öffentlich an den Blanckenburg: Seine politischen Freunde (die Conservativen) seien entschiedene Gegner des Antrags; es empfehle sich in viel höherem Maße, wenn die Abgeordneten weniger Anträge und Amendements einbringen und das Hau- sich nöthigen- falls währenb der Commifsionsberathungen auf längere Zeit vertagt. — Nachdem noch Dr. Schwarze (Dresden) für den Antrag Lasker gesprochen, w-rd derselbe einer besonderen Commission von 14 Mitgliedern zur Vorberathung überwiesen. Schluß 373 Uhr. Nächste Sitzung Freitag 1 lj/3 Uhr. München, 8. Mai. Unsere Lage hat sich bis heute nicht verändert. Eine Entschließung des Cultusministcrium- in der katholisch-kirchlichen Streitfrage ist noch nicht erfolgt. Die Spannung, mit welcher man den von der Regierung zu ergreifenden Maßregeln entgegensieht, wächst von Tag zu Tag. Inzwischen mehren sich die Kundgebungen für die Adresse der Mufeumsoersammlung einer- und für die Erklärung der Münchener Stabtpfarrer andererseits. Das Comite der sogenannten Altkatholiken hat jetzt die am 10. April beschlossene Adresse an Se. Maj. Den König sammt den bisher eingelaufenen Beitrittserklärungen dem CultuS- Ministerium mit einem Begleitschreiben übergeben. Bis zum 4. Mai war die Adresse von mehr als 12,000 Männern unterzeichnet. Der Erklärung der Münchener katholischen Stadtpfarrer haben sich ferner angeschloffen die Geistlichen der Dekanate Wemding, Friedberg, Landshut, Oberföhring und des Landkapitels Frankenthal. Paris, 9. Mai. Zwischm der Commune und dem Centralcomite ist eine Einigung erzielt worden. Das Centralcomite behält die Oberleitung über die Militärbehörden. Rossel ist Mitdirector. In Cherbourg wurden die während des Krieges genommenen deutschen Schiffe öffentlich versteigert. Versailles, 8. Mai. Aus Paris wird gemeldet, daß das Haus Call dem Wohlfahrtsausschüsse erklärt habe, es besitze kein Metall m:hr, um Bomben zu gießen. — Die Geschützerichter bei der Artillerie der Föberirtcn verlangten und erhalten jetzt eine Löhnung von 20 Franken per Tag. London, 10. Mai. Der „Times" wirb aus Philadelphia unterm 9. d. gemeldet: Der Senat ist auf morgen zusammenberufen, um die Beschlüsse der ■*ä's jlytOTli 6"r* „ ,W, W" “ Enttaro, 8- 1 Belgrad, <• UHWrW, KeiiftmitiNl) W8»«d"l8°-'l H P'1’' i1 Oberhaut vrr W ! ^-Obtt^M' . Aauim revollnt ur haben, daß das Eine und das Andere innerhalb vier Wochen ermöglicht werdeni eröffnet Präsident Dr. Skmson um 11 Vi Uhr mit kurzen geschäftlichen Mitthei- kann, d. h. baß der Aufstand unterdrückt und 500 Millionen Francs an Deutsch- ' ..... f w----- land gezahlt werden können (welcher Punkt auch in dem nunmehr abgeschlossenen Friedensvertrag seine Erledigung gesunden hat). Der Antrag der Fortschrittspartei, die Reichsverfassung in Elsaß und Lo- am 1. Januar 1874, sondern bereits am 1. Januar 1872 in ! Maurerarbeit am m zu 5 fl. 4: 2) Weitzbinderarbelt ÄKÄ’ Öi „test’, »ut M brWrjoM, M ■--------------------------------------------- Hchechi Mc? den 16 fainbeai?°fW: Frankfurt, 11. Mai. Nach Unterzeichnung des definitiven Friedens verließ gestern Abeav 7 Uhr Jules Favre unsere Stadt. Fürst Bismarck folgte am gegen 6 Uhr einer Einlrvung des Herrn Oberbürgermeisters Dr. Mumm, m dessen Wohnung er von den Spitzen der Behörden und des Hanvelsstmdes vegrutzt toarDe. Fürst Bismarck zeigte eine außerordentliche Liebenswürdigkeit. -auf kaum vollzogene große Ercigniß waren Alle tief bewegt. S der, nebenbei bemerkt, in hiesiger Stadt alle alten Bekannten und Meun e aussuchte, Die ihm als preußischen Bundestagsgesandten nahe standen und rln v" ebte Zeiten versetzte, gab auch seinen Gefühlen am 10. Mai , . . '“.t- . UnD 1 fcm Toast Der alten KrönungSstabt Deutschlands Frank- furt der FnevensstaDt vom 10. Mui 1871. - Heute Morgen um 8 Uhr reiste Fürst ^smarck mtt oer Hanauer Eisenbahn nach Berlin ab. >7. Pmcnl.chk-j.-n haben auf das Tinienfaß und di- F-d-rn, welche bei der Uaterzeichuung des Friedens uer>v-nb-t wurden, sowie auf das »m, >n welchem Fürst B.smarck schlref und den Sessel, worin er fa|, namhafte Summen geboten. " 8 y 1 il ' ' 9 few’ 3 feit m. 7 Q|n 11 -— Aotz Ä J Li 11ÄÄ >°" »tti. zvzu. ; i) Mt ‘>oa t>tr» e>nt< '»nm uu^ nut 1 nut noch En Antrages Bun« ‘f9»rungtn 1 Regelung *mt (einte ^'iche. H dr« Votkt- 5Ö^lbftin. 'e öetöjtnb 'n Mkinuna Antrag. — sondern rh den vor- -- 3m )' wahrend chließlich in Dt gelangt, tommifiicn: unjtn über für erledigt 'tage in der 'nden Prej. sSkaozür zu le auch der über die gf nrfe«. Der g'ttuug vor« ulen Lesung thung über« fern Plenum gen ift, daS . - Lasker eisten atu giötztrn LundeSrath immifait die onrrnitglieder fallen viirde. Dt Geschäft«- ech die dom- i Einkarnmer' Männer wü der Diäten- durchführbar I Hause, jll ft Folge der Verfassung«' tenhaufe, und re. - ’ÖD n ttlltii™1 die ii°S"rd' ßch noihigt»' _ Schrein rP rrrselbr üdertvitsea- .,i" >» 'L M dd« th ,ta ttnH^ ... «y ivert. f^ine irertfrage iß sdegierung iu .schea arhrtS intr- ««’f"' B.tt t« rt e- ®11' r- «•»£ SSjI Prr $»«”' jMtltP"“* E,«Mission zu ratisiciren. Der Vertrag wird den Namen „Vertrag von Washington" führen. — Zum Schiedsrichter in der St. Juan - Angelegenheit ist der deutsche Kaiser gewählt. Nom, 7. Mai. In mehreren politischen Cirkeln wird ein Protest vorbereitet, der gegen eas Verbot der Polizeibehörde gerichtet ist, welche die den 30. April angesetzken Demonstrationen unterdrückte. Florenz, 7. Mai. Nach der Versicherung des Ministers des Aeußern, Dinosta, hat derselbe an die accreditirten Gesandten im Auslände eine Circular» depesche gerichtet, in der er sich beklagt über die Beleid.-gung, welche der italienischen Regierung durch die von dem Papste empfangenen Deputationen Englands, Oesterreichs, Bayerns und Belgiens widerfahren sei. Dieser Schrift ist zur Erläute» rung der Text der Adresse an den Papst betgesügt. Cattaro, 8. Mai. Der Staatspräsident und Vicepräsident erhielten den russischen Stanislausorden. Belgrad, 7. Mai. „Jedinstvo" meldet, daß der Sultan den russischen An- dreasorden, der Großvezier den Alexandernewsky-Orden erhalten haben. Constantinopel, 9. Mai. Es gelang der Pforte, den Patriarchen für die Losung der bulgarischen Kirchenfrage zu gewinnen. Der Exarch wurde von dem Patriarchen geweiht und erhält durch denselben den Berat. Der Patriarch bleibt Oberhaupt der Kirche. Der bulgarische Congreß opponirt gegen die Octroirung eines Oberhauptes. — In Serbien ist ein Aufstand ausgrbrochen. Der Kratemtschi- Stamm revoltirt und belagert Diakovitz auf das Energischste. Telegraphische Depeschen. 4- Paris, 10. Mai, Abends. Das Commune-Mitglied Allix ist verhaftet Worden; es heißt, er sei verrückt geworden. Cluseret sollte heute vor t>cr Commune erscheinen. Das Journal Bermorel's berichtet, die Commune habe gestern durch Abstimmung beschlossen, Rossel zu verhaften, es wurde jedoch dieser Beschluß nicht zur Ausführung gebracht, und Rossel ist noch in seinem Amte. Die Versailler errichteten gestern Batterien bei Jssy gegen die Wälle von Paris. Der Zustand des Forts von DanvreS ist sehr schlecht und die Räumung desselben bevorstehend. Die Verbindungslinie der Födcrirten zwischen dem Dorfe Jssy und Vanvres soll noch gesichert sein. Die Batterie von Montretout hat heute nicht geschossen, der Mont Valerien nur selten. Das Feuer im Westen war schwach. + Versailles, 10. Mai, Abends. Die Kanonade gegen die Positionen der Aufständischen dauert fort. Favre und Pouyer Quertier werden morgen hier zurückerwartet. DaS Fort Vanvres hat sein Feuer eingestellt und ist wahrscheinlich geräumt. + Versailles, 11. Mai. Die Kanonade gegen die Positionen der Aufständischen dauert immer fort; sie hat bereits zerschmetternde Wirkung gcthan. DaS Fort Vanvres ist noch von den Aufständischen besetzt. Ein Bataillon unserer Truppen nahm diese Nacht eine Barrikade vor Bourg la Reine, wobei etwa 100 Aufständische getödtet und 43 Gefangene gemacht wurden. △ Constantinopel, 10. Mai. Die Antwort des Khedive wurde von Moer Pascha hierhergebracht. Die erzielten Resultate sind: Die Auslieferung der Armstrongkanonen, die Beschränkung des ArmeebestandeS auf nicht über 18,000 Mann. Der Conflict über die erhöhten Steuern hat in Folge der mit dem Abgesandten des Sultans stattgefundencn Verhandlungen einen acuten Charakter an- genommen. — Die Uebergabe des russischen Ordens an den Sultan hat unter großem Pompe stattgehabt. — Unter den Christen herrscht große Erbitterung. △ Constantinopel, io. Mai. Mithav Pascha ist, um dem Aufstand in Irak cm Ende zu machm, mit einer Expedition nach dem Gebiete des Nezar- stammes abgegangen. Die Expedition wird von Nasis Pascha befehligt. (E i n g e s a n d t) * i Es soll ganz kürzlich an namhafter Stelle hier, wirVlauben gern, in unbedachter Welle behauptet worden fein, das alte Judenthum habe das Gebot „Liebe Deinen Nächsten roie Dich selbst", nicht gekannt; erst mit dem Chriftenthum sei es in die Welt gekommen. Dem entgegen erlaubt man sich, aus 3. Buch Moses Cap 19 Vs. 18 hinzuweisen, wo es ausdrücklich steht, und auf Vs. 35 desselben Capitels wo sogar geboten ist: „Du sollst den Fremdling lieben wie Dich selbst; denn Ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Aegyptenland." Und nicht blos jenes Gebot selbst, sondern sogar seine bekannte Erklärung „was Du willst, daß man Dir thue, thue auch Andern", gehört nicht dem Christen- thume, sondern dem älteren Judenthume an. Schon Rabbi Hillel, der mehr als 100 Jahre vor Christus gelebt hat, erwiederte einem Heiden, der muthwillig zu ihm sagte er wolle das Judenthum annehmen, wenn man es ihn lehren könne, so lange er auf einem Beine stehe: „Das will ich, mein Sohn: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, oder was Du nicht willst, daß Andere Dir tbun, thue ihnen auch nicht: das ist der ganze Inhalt des Gesetzes; alles Andere ist nur seine Erklärung. Gehe hin und forsche weiter." Dieser, das Schriftgebot erläuternde Satz findet sich auch bereits rm Tohias Cap. 4, Vs. 16, welches Buch ebenfalls älter ist als das Chnstentbum. Daher nochmals suum cuique. Frischbäckrr ; u G i r ß e n. , . Sonntag den 14. Mat. Emil Noll in der Löwengasse, Wilhelm Hartmann rn der Neustadt und Jakob Vogt in der Wallthorstraße. rmriWorw-l I ■ I1L., .. — farWFrFTTf?W-aM^..i—ü tl M tM Kirchliche Anzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Am 14. Mai- ! Morgens: Pfarrer vr. Seel. ) Nachmittags: Pfarrer Landmann. Am Himmelfahrtöfcste, den 18. Mai. Morgens in der Sladtkirche: Pfarrer Landmann. Nachmittags in der Friedhofskirche: Parrer Dr. Seel. Die Pfarrgeschäste für die Woche vom 14. bis 20. Mai besorgt Pfarrer Dr. Seel. Allgemeiner Anzeiger. L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Ruhrkohlen £- Buchen-Werkholz, Stecken Wellen Wagner. .Dünner, Viehsalz in Säcken, ä 100 Pfd lunb 50 Pfd., empfiehlt Emil Pi stör. 2 19 104 20 31 3375 Scheidbolz, Prügelholz, Stockholz, Neisholz, ist -ur bestimmten 1950) Vucernev, rothen und weisten Kleesamen, GraSsamen, künstliche 3) Pflasterarbeit am Wege hinter dem Friedhöfe, veranschlagt zu 200 fl., 4) Stein- und Sandfahren daselbst, veranschlagt zu 88 fl., 5) Grabenarbeiten, Steinklopfen rc. daselbst, veranschlagt zu 195 fl. Trais a. der Lda., am 11. Mai 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Trais a. d. Lda. ArbeitSversteigerung. 1992) Montag den 15. Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Nathhause zu Trais a. d. Lda. nachfolgende Arbeiten öffentlich wenigstneh- mend in Accord gegeben werden, als: 1) Pflasterarbeit am Wege nach dem Friedhöfe, veranschlagt zu 108 fl, 2) Stein- und Sandfahren daselbst, veranschlagt zu 50 fl. 42 fr., versteigert werden. Die Zusammenkunft , _ Stunde im Districte selbst. Groß-Buseck, am 11. Mai 1871. Grobherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck. sollen in dem hiesigen Gemeindewalde, Di- ftrict Hoherberg: " Stämme Eichen-Baubolz, ©cifarbeit, auf's Feinste gerieben, roth, gelb, braun, weiß, grün, blau rc>, von 16 bis 36 fr- das Pfund; ferner alle Sorten trockene Farben, Terpentinöl, Leinölfirnis zum Einölkn, sämmtliche Ingredienzien zum Wichsen der Fußböden, Pinsel und Firnisse in allen Sorten, Prima Cöluer Leim, Land-Leim, sowie alle übrigen Material- und Farbwaaren zu möglichst billigen Preisen, empfiehlt (1986) Ernst Hermes. Versteigerungen. Arbeitsversteigerung. 1993) Dienstag den 16. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, «erden auf dem Rathhause zu Beuern nachfolgende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben, als: 1) Maurerarbeit am Backhause, veranschlagt zu 5 fl. 42 fr., 2) Weibbinderarbeit an der Kirche, veranschlagt zu 31 fl. 33 fr., 3) Weißbinderarbeit an den Schulgebäuden, veranschlagt zu 22 fl., 4) Schreinerarbeit im ersten Schullokal (Anfertigung von Subsellien), veranschlagt zu 44 fl. 51 fr., 5) Steinsahren, Steinsetzen, Steinschla- aen rc. zur Unterhaltung der Ortsstraßen und Wege, veranschl. zu 237 fl. Beuern, den 12. Mai 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Beuern. I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Holzversteigerung. 1983) Dienstag den 16. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, Feilgebotenetz. 1996) Ccmcnt und Stukkatur-GypS empfehlen____________Flick & Kröll. 2002) Ein Sessel steht zu verkaufen. Näheres bei der E^ped. d. Vltts. für Schmied- und Ofenbrand, sowie auch Braunkohlen, werden sowohl in ganzen und halben Waggonladungen, als auch in kleineren Particen, abgegeben von _____________Georg Unverzagt. Künstliche Düngemittel der chemischen Fabrik Griesheim auf Lager bei I. G. D. Bapst. (1978) 1149) Marinirte Holländische Vollhäringe, pr. Stuck 6 fr., empfehlen I. A. Busch Söhn e. 1 Georg Vogt, Seltersweg, empfiehlt seine Baumwoll-, Kittel- und Druckzeuge, sowie fertige Arbeits- und Metzgerkittel und blaue Hemden; ferner für Damen Tuch., Lustre- und Druckzeug-Jäckchen, Alpacca- und Kattun-Stepp- rocke, weiße Shirting-, bordirte und Zupfelzeug-Nocke, Crinolinen und Corsetten. Auch empfehle ich eine große Auswahl von Glace- und Sommer-Handschuhen, Kragen und Manschetten, sowie Shlipse für Herren und Damen u. s. w. I Carl WriBcl Seltersweg C. 101, empfiehlt sein reichhaltiges Lager in: Flanellhemden, Unterjacken, Unterhosen in Wolle, Baumwolle und Seide; Glace- und Sommer-Handschuhen; Weißwaaren, Hosenträgern, Socken, Halsbinden, Kragen und Manschettenknöpfen; Brochen, Ohrringen, Zahnbürsten und Seife rc. Z H. Rüb samen« Mäusburg Lit. D. Nr. 9, empfiehlt sein Lager in Herrn-Wäsche, als: Hemden in Leinen und Shirting, Kragen und Manschetten, Chemisetten, wollenen Hemden, Jacken und Unterhosen, Sommer-Unterhosen und -Jacken, Glace-, Wildleder- und Sommer-Handschuhen; das Neueste in Shlipsen und Cravatten, Hosenträgern, Socken, Kragen- und Manschetten-Knöpfen, sowie Papier-Kragen, -Manschetten und -Chemisetten zu 18 fr. pr Dutzend, in reicher Auswahl. 1987) Chocolade - Wurm - Pastillen bei Carl Hoffmann. Kochherde atls den anerfannt besten Fabriken und Eisenwerken, für Haus- haltungs- und Gasthofs-Gebraueh, Ocfcu in großer und mannigfaltigster Auswahl, Baugcgeilstände von Eisen in jeder Art, (Hrab-Einfassungen und Kreuze, O)nrtctuiiöbcl, Bettstellen, Portland-Cemeiit n. gebrannten Cchpö (1977) empfiehlt I. G. D. Bapst. 1997) Alle Arten Pumpen, fertig aufgestellt, bei Flick & Kröll. 1980), Tafel-, Dessert- und Tranchir - Bestecke , sowie alle Haushaltungs-Gegenstände, soweit sie das Messerschmiedefach betreffen, empfiehlt in großer Auswahl I. Schellenderg, Seltersweg. 1990) Stückstecken empfiehlt S. Katz en st ein (Holzhandlung.) 1963) Ein noch gut erhaltenes (Klavier ist wegen Ntangels an Raum billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl.» Markt und Australien Caspar Brckrr, Rr. 11- Reitzzeuge Scfteä'" Sthtfimb'- Wir ei Vermischte Anzeigen empfehlen Flick & Neuer Turnverein. o? 7) Seifenfabrik. (2004) kann abgeladen werden bei ötpUU (1989) Th- Lotz Wittwe. Redaction, Druck und Verlag der Brsihl'schm Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 1. 2. 3. 4. 5. 6) Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, an die Troß WngOO Lcipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. HAASENSTEINdcVOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, 1947) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei Georg Busch, am Kreuz. Ein Regensc dividendc-Coupon Die Eigenth später zu Gunsten Gietzm, de 1591) Fertige Hemden für Eonfirman- den (Knaben), sowie sonstige Leibwäsche für Mädchen, empfehlen G eschw. H e erz, Neuenweg. uMg* Hobelbank zrr kaufen gesucht von Gebr. Kaufmann, Handelsgärtner am Neuenweger Thor, empfiehlt den Herren Gartenbesitzern und Blumenfreunden seine, zur Auspflanzung in's Freie geeigneten Sortimentspflanzen; namentlich macht er auf ein Sortiment gefüllte Pelai*£^onia zanale (Geranium), sowie ein reiches Sortiment i?uclisia5 Sommergewächse, niedrige, welche sich zur Teppich- Gärtnerei eignen, in schönen und kräftigen Pflanzen, aufmerksam. 'Tk Für Auswanderer . zt,. ?03) Die Haupt-Agentur von C. W. Dietz am tn Gießen expedirt wöchentlich mehrmals mit den Dampf- und Segel-Schiffen nach allen Häfen von Amer Preise billigst, Behandlung anerkannt reell. Programm: Lieder für Sopran, Alt, Tenor und Baß, von M. Hauptmann- Violin-Concert mit Clavierbegleitung, von M. Bruch. Solostücke für Pianoforte: a) Burleska, von A. Scarlatti. b) Gavotte, von S. Bach. c) Thema mit Variationen, von G. F. Händel. Lieder für Sopran, Alt, Tenor und Baß, von H. Esser. Sonate für Pianoforte iCis-moll), von L. v. Beethoven. a) Präludium und Fuge für Violine allein, von S. B a ch. b) Abendlied für Violine mit Clavierbegleitung, von R. Schumann. Solostücke für Pianoforte: a) Rondo in Es-dur, von C. M. v. Weber. b) „Duett", Lied ohne Worte v. F. Mendelssohn. c) Fantasiestück in C-moll, von E. Deurer. 1940) Sonntag den 14. Mai. Im festlich decorirten Leib'schen Saale des Gesangvereins „Sängerkranz", zum Besten der Vereinskasse zur Unterstützung der Angehörigen unserer im Felde stehenden und gebliebenen Soldaten des II. Jnf.-Regiments» Anfang präcis 8 Uhr. Eintritt ä Person 18 kr. (ohne der Wohlthätigkeit Schranken zu setzen.) Programms sind im Saale aufgelegt. Neber Sparkassen. 1982) Sparkassen haben die Bestimmung., einmal kleinere Capitalien zu sammeln, dann aber durch Verleihen von Geld Credit zu gewähren, zu helfen, wo Roth ist. Wie die Sparkasse von Greß-Duseck diese ihre Bestimmung auffaßt, das lehrt folgender Fall. — Ein Mann entlieh bei dieser Kaffe gegen entsprechenden Einsatz 1400 fl. am 30. November 1870 und versprach, diese Summe alljährlich mit 5 pCt. vom Hundert zu verzinsen. Im April 1871 forderte der Rechner der Sparkasse vom Darleiher die Zinsen von den Monaten November und December 1870 mit Frist von acht Tagen und mit dem Anfügen, daß sie des Vücher- schlusses wegen nothwendig. Der Darleiher berief sich auf seine Obligation, wonach er nur Jahreszinsen zu vergüten habe. Der Rechner drohte ihm sofort mit Kündigung des Kapitals, wenn er die verlangten Monatszinsen nicht alsbald entrichte, und ließ die Kündigung noch an demselben Tage folgen. Danach cedirte dieser Rechner für sich die Obligation an einen ihm vom Darleiher präsentirten Dritten. — Es bedarf keines Commentars, was an dem Vorgehen des Rechners der gedachten Sparkasse rechtswidrig und tadelnswerth ist. Das Publikum, welches aber noch Darlehen bei jener Kasse aufnehmen will, wird gut thun, sich durch einen geeigneten Zusatz vor ähnlichen Vorkommnissen zu schützen. — Hingt 1 Städte du« bn IM zu beralher w das Glück < Mn. So M Mhtify in dn M ttt Pchrb Es ist nat zusauMnbkrusrn Abu cs ist unzv M stch mit nm gespielt haben, dem Bewußtsein l'gen Bürgnkeieg dritte Macht in kriegen und ihre ^ie wollen vermt ß So faßt m h und schnellsten JnÖ stehen in der et ^prechung eingi *'« den W' Ä m,t ein?m Ren Unter Wirthsehafts - Groffnung. 1994) Einem geehrten Publikum hiermit zur Nachricht, daß ich bei meiner Küferei ^auch eine Wirthschaft errichtet habe. Für gute Speisen und Getränke, sowie reelle Bedienung, werde ich bestens besorgt sein. Karl Culer. fe'""9 M 0 8’itit 9i"‘ b-nr tn» a 6 SS»; -idL I« N •• »rn grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Neuerwall, 50; 1991) Eine vollständige, fast noch neue Ladeneinrichtung steht billig zu verkaufen bei August Montanus. des Gießener Concert-Vereins Montag den 15. Mai 1871, Abends 6 Uhr, im Club-Saale, unter gütiger Mitwirkung der Herren Robert Heckmann, König!. Sachs Hof-Concertmeister aus Leipzig und August Scheuermann, Gr. Hess. Hofpianist ans Darmstadt, sowie des academischen Gesangvereins. Vermischungen. l™) In Lit. A. Nr 161 oor dem Wall- ryor im dritten Stock ein möblirtes Zimmer zu vermiethen, ^015) In meinem Vordcrhause ist eine «n0 ' bestehend aus vier Küche, Magd- und Bodenkammer, Waperlettung und allen Bequemlichkeiten , von Fräulein Windecker bewohnt, zu vermiethen. H. Becker, Neue AMaäe' 1585) Eine kleine möblirte Stube ist m vermiethen Wallthorstratze Vit. g( Nr, 227. 1859) 2 bis 3 ineinandergehende Zimmer sind an einen einzelnen Herrn zu vermiethen Markt Lit. A. Nr. 3. Generalversammlung Samstag den 13. d. Mts., Abends V29 Uhr, — im Caf6 Mosler, Wir müssen um recht zahlreichen Besuch derselben dringend bitten, da einige Fragen von Wichtigkeit besprochen und die in Folge des Krieges bisher verschobene Vorstandswahl vorgenommen werden soll. Der Vorstand. 1948) Ein braves, tüchtiges Mädchen, welches kochen kann und die Hausarbeit versteht, wird gegen guten Lohn auf Johanni gesucht von Pfarrer Dr. Seel. 1806) Ein Zimmer ist an eine einzelne Person zu vermiethen bei Glaser Herdt, Asterwcg. 1935) Das von Herrn Dr. Baur bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und Anfangs September zu beziehen. Ph. Schlatter. 1958) Ein Familienlogis , bestehend aus 3 bis 4 Zimmern und Zugehör, ist in Lit. A- Nr. 191 zu vermiethen und Anfangs August zu beziehen. 1951) Ein Laden nebst Wohnung ist in Lit. D. Nr. 86 zu vermiethen. 1949) Zwei ineinandergehende Zimmer, mit oder ohne Möbel, sino zu vermiethen Neuenweg B. 194. 1965) Eine Familienwohnung von 5 Zimmern und Zugehör, sofort beziehbar, ist zu vermiethen bei A- Wallenfels, hinter der Kirche. 1957) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Bäcker Rühl, am Rathhaus. Mognntia, Versicherungs - Gesellschaft in Main). < r- 2005) Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden, Blitzschlag und Explosion: Mobrlien, Maaren, Fabrik- und Ackeraeräth, Getreide und Vieh zu festen, billigst gestellten Prämien. 6 Die Aufnahme von.Versicherungen wird durch die Agenten der Gesellschaft be- reüwllllgst bewirkt, insbesondere durch Gg. PH. Fillmann in Gießen, Hch. Moll in Allendorf a. d. Lda., B. Stephan I. in Groß-Buseck, 3- Pirr in Groß-Linden, PH Schleenbecker in Heuchelheim, I. Kämmerer in Lich, Z. Henrich, Geometer in Lang-Göns, Balth. Seibert in Wieseck. in großer Auswahl empfiehlt I. Schellen berg, ____________________Seltersweg.______ Patent-Kochherde der Heidelberger Fabrik und alle sonstigen Herde neuester Construction, — Oefcn, Kessel, Baugegenstände aller Art, — Krippen, Tröge in Lung- u. Sandstein, (1953) empfiehlt Emil Pi stör. 1443) Gebrauchte Eisenbahnschienen, eiserne Tragbalken, Säulen und sonstige Baugegenstände aus Eisen und Guß empfehlen Flick & Kröll. 1808) Feste Salz-, Efsig- und kleine Tafel-Pfeffergurken empfehlen I. A. Busch Söhne. 6063) Textor'sches Flaschenbier vorzüglicher Qualität, frei in's Haus geliefert, pr. Flasche 7 kr., von L. Textor, _________________im Darmstädter Haus 1998) Decimalwaaaen, Haushaltungswaagen, neue geaichte Bundesaewichte 2000) Sonntag den 14. Mai: Lonrrrt auf der „Schönen Aussicht/ Entree ä Person 6 kr. 1961) In die Hirschapotheke wird ein zuverlässiger Hausbursche gesucht. 1988) Ein Kindermädchen wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 1538) Ein braver Junge wird sogleich oder zu Pfingsten unter günstigen Bedingungen in die Lehre gesucht von Georg Volckner, Kupferschmied. 1332) Junge Leute von 14 bis 18 Jahren finden Arbeit in der Lampensabrik von Müller & Kauffmann. 1968) Zwei Schreinergescllen finden dauernde Arbeit bei Kaspar Jung IV., Klein-Linden. Zur gefälligen Beachtung. 806) Havanna-Ausschuß, pr. Mille 32 fl., pr. Stück 2 fr., eine gute Ambalema-Cigarre (Handarbeit) pr. Mille 16 fl., pr. Stück 1 fr., empfehlen (806) I. A. Busch Söhne. 1793) Brauermalz, beste Qualität, in jedem Quantum, stets vorräthig in der Brauerei von Fr. Textor auf der Hardt bei Gießen. 1444) Röder'sche Patent-Kochherde, sowie verschiedene andere Sorten von Herden in schöner Auswahl, empfehlen _____________________Flick & Kröll. 1843) Einige Tausend Stück Falzziegeln sind käuflich abzugeben bei P. Ruckstuhl, Dachdeckermeister, _______________ Neuenweg.__________ 1999) Ein gebrauchter Ambos, Blasbalg und Schraubstock ist billig abzugeben. Auskunft giebt die Exped. d. Bltts. 1970) Ein noch gut erhaltener Kinderwagen ist zu verkaufen bei Gustav Windecker, _____________________Neue Anlage._____ 1985) Ein einspänniger Wagen, noch in gutem Zustande, steht aus der Hand zu verkaufen auf der __________Badenburger Mühle. 2003) Das Gras von einem Stück Wie- sengrund, worauf nicht gebleicht wird, ist zum Grünfutter oder zu Heu und Grummet zu verkaufen bei I. Balser, mittlere Bleiche.