erle. ,ni6, daß gcofe und daß und 'erring) iriifn l9m°4tcife ni in ,, ^den, w,i^ Nm. Hülfsvereins. Trümpfe, m Hand gestrig (1378) lljtit trif das Kruftbonblü! will, M. .tcuptni bitft Fabm unb mehr bic Gmf juliub Wallach. M r Weine. Preis riecteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post oczogcn vierteljährig i fl. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint raglrch, mit LiuS- nahnie Montags. Expedition : Canzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsötatt für den Kreis Kiefen. Nr. SS» Donnerstag den 13. April 1871. iimiTiwnn'iTiriifiw mmBWirwiiBMiiiiiTTBMwirwniMwiTri!iTiriMrirwrmwffiiii«iiMiii .......imw^^mihi m . । —_____ ---------- . U ---- Bkfteüiingei- auf »en GieKener Anzeiger Abonnenten, welcbe den Anzeiqer bei der Erpedition abbolen lassenerhalten denselben für 1 fl. pr. Quartal. A m t l i ch e r T h e i l. B e k a n n t m a ch u n g. Für dis Wahlperiode 1871/73 sind die nachstehend Genannten zu Bürgermeistern beziehungsweise Beigeordneten ernannt worden. Gießen, den 6. April 1871. Großherzogliches Kreisaml Gießen, v. Starck Gemeinden. Z u - und Vornamen Gemeinde n. Z u - und Vornamen der Bürgermeister. | . der Beigeordneten. der Bürgermeister. der Beigeordneten. Albach....... Allendorf a. d- Lahn Allendorf a. d. Lda. . . Alt-Buseck ..... Annerod...... Bersrod...... Beuern...... Burkhardsfelden . . . Daubringen..... Dorf-G'll..... Eberstadt...... Ettingshausen .... Ggrbenteich..... Gießen...... Groß-Blkftck .... Grüningen..... Haltenrod..... Hausen..... Heuchelheim.....1 Balse-, Philipp. Volk H., Wilhelm. Wagner, Eberhard. Wagenbach VII., Johannes. Engelhard II., Johannes. Bücher, Ludwig. Otto, Johannes. Arnold II., Christian. Hämmerle II., Wilhelm. Knöpper, Martin. Görlach IV., Philipp Sommer 11., Heinrich. Schwarz, Johannes. Vogt, Heinrich Balthasar. Wagner XL, Christoph. Leidich, Wilhelm. Menget, Christian. 3D em, Ludwig. Jung II., Philipp. Lenz, Wilhelm. Gümbet I., Ludwig. Wallenfels II., Heinrich. Hofmann II., Philipp. Hammel 111, Heinrich Hainbach, Johannes. Arnold II , Conrad. Albach IV., Johannes. Schäfer, Ludwig. Schmidt, Philipp. Weil, Conrad. Opper, Conrad. Hinderländer 11., Heinrich. Felsing, Ludwig Theodor. Bücking, Ludwig. Althaus, Caspar. Bingel, Christian Ernst. Petri IV., Henrich. Schmandt, Georg. Kröck VI., Daniel. Holzheim..... .sslem-Linden . . . Lang-Göns .... Leihgestern .... Lich ...... Lollar ...... Mainzlar .... ' Münster..... Nieder-Bessingen . . Ober-Bessingen . . Ober-Hörgern . . . Oppenrod .... ‘ Reiskirchen .... Ruttershausen mit Kirch berg...... Staufenberg . . . Steinbach .... Drohe .... Wieseck..... Winnerod .... Jäger IX., Peter. Weigel V., Philipp. Weil IV., Anton. Heß XVI., Johannes. Jhring, Conrad. Geißler I., Friedrich Vogel V., Johannes. Heß I., Conrad. Roth V., Johannes. Sehrt IX., Johann Heinrich. Alles II., Johannes. Petri, Johannes. Jünger IV., Heinrich. Klinket IL, Ludwig. Vogel V., Heinrich. Horn 11., Ludwig. Schwarz, Georg. Lang 11., Johannes. Laux I, Wilhelm. Theis, Johannes. Rompf X., Johannes. Wagner V., Johannes. Zimmer II., Philipp Jacob. Schadeck HL, Heinrich. Klingelhöfter, Ludwig. Gont.um I., Georg. Weiß 1., Georg. Sehrt VII, Johann Heinrich. Müller V., Heinrich. Weller, Ludwig. Stumpf IL, Philipp. Schön IL, Ludwig. Fischer I., Johannes. Nikolaus, Georg. Rau, Johannes. Müllep, Daniel. Schmidt, Heinrich. Politischer Tbeil. ie IS, nrqrn, fr- rl Hoffmcmn. d^ckckm nicr - 2hawls, billig 'naße Nr- WA »Lager- At !-rstr«s nßmil P’1 Ittbl beI .,n F. Pe^" Je f.ibil bejsge« |«fd> 3^ KitNor. M _ bcr llkUkste" ,.hci!ll0ß/Ul v-k; Qpflfft, M. Bilder aus dem ersten deutschen Reichstage. I. Die Adreß-Debatte. In allen Parlamenten benutzen die verschiedenen politischen Parteien die Adreßvebatte dazu, um ihre Kräfte gegeneinander zu messen. Aber im ersten deut- scheu Vollparlament, nach einem glorreichen, nationalen Kriege, in welchem alle Parteien in patriotischer Hingebung wetlenern, hätte man bei der Berathung einer Adresse an den deutschen Kaiser nur die Vtr gegenwärtigen Entwickelung Deutschlands entsprechende Eintracht und Harmonie aller Parteien erwarten müssen. Doch in diese Harmonie der ganzen Nation sollten schrille Mißtörn hineinklingen aus dem Geschrei derjenigen, welche das römische Kalserthum deutscher Nation, wie es im Mittelalter bestanden hat, heute wiederherstellen mochten. Wir wollen nur hier rin treues Bild der hervorragenden Redner, welche an Dieser Debatte sich betheiligt haben, zeichnen. Freilich sollen in diesem Bilde mehr di- Personen der Redner und die Art ihres politischen und oratorischen Auftretens dargestellt werden; über den sachlichen Inhalt der Reden können sich ja die Leser genugsam anderweitig unterrichten. Zuerst brach der hannover'sche Lanvesdircctor, Herr v. Bennigsen, eine Lanze für den Adreßentwurf der Majorität, v. Bennigsen ist ein hochgewachsener Mmn mit einem frischen Gesicht, das von einem dunklen Vollbart umrahmt ist; er hat eine Hohe Stirn; seine Kleidung ist schwarz. Sein Vortrag klingt angenehm, wie bei allen Rednern aus Hannover, die unjtre deutsche Muttersprache am edelsten zum Ausdruck bringen, v. Bennigsen spricht zwar nicht hinreißend mit jugendlich Mühender Begeisterung, aber seine Rete ist ein woblgclügter Bau von Gedanken, und tiefer Bau ist in echt deutschem Style aufgesührt, und es fehlt auch nicht hie orakorische Ornamentik. Nach ihm trat der Groß-Kopsta der klerikalen Partei, Herr Dr. Reichen- lperger (Crcseld) auf, um den Adreßentwurf seiner Parteigenossen zu vertheidigen. Rcichensperger, dessen Gesicht von einem grauen, regelmäßig herablaufenden Backen- bart umrahmt ist, hat eine geistvolle und energische, aber etwas verbissene Physio- gnsmre, einen scharfen, fast stechenden Blick; nur spärliches, dunkelgraucs Haar be-i leckt sein Haupt; auf keiner hohen, gewölbten, von Furchen durchzogenen Stirn scheinen stets juristische Gedanken zu thronen. Er spricht mit einer gewissen, staats- männischen Gewandtheit, und versteht es, n^ch Art der alten Sophisten, mit spitzfindigen Deduktionen seine Gegner ad absurdum zu führen. Er ist neben Herrn j. Savigny, welcher letztere eine merkwürdige Aehnlichkeit mit dem Malzextract- ^abrifnnten Johann Hoff hat, unstreitig die bedeutendste juristische Capacitä't der acholischen Fraktion, ja vielleicht des ganzen Reichstages. Der Abgeordnete Schulze-Delitzsch, welcher den Standpunkt der Fortschrittspartei zur Adresse darlegte, hat, obgleich ein Sechziger, doch noch eine groß- geistige Frische und Rüstigkeit, die sich in seinem lebendigen, volltönenden Vortrage ausprägt. Er ist untersetzt und kräftig gebaut; sein Gesicht, aus dem ein kleiner hellgrauer Spitzbart neugierig hervorguckt, hat einen gewissermaßen prosaischen Ausdruck, der seinen durchaus praktischen Bestrebungen konform ist. Er gestikulirt etwas zu viel beim Sprechen, und ist niemals im Stande, die plastische Ruhe wahrhaft großer Redner nachzuahmen. Nun kommen wir zu dem interessantesten Redner des ersten deutschen Reichstages, dem Bischof von Mainz, Freiherrn v. Kttteler. Ketteler ist unstreitig einer ter befähigtsten und kenutnißreichsten Streiter der katholischen Kirche in Deutschland, und hat auch bekanntlich die Arbeiterfrage mit großem Talent im Interesse der katholischen Kirche zu lösen versucht. Der Herr Freiherr ist ein robuster, hochgewachsener Mann mit strengem, imponirendem, tief ernstem Gesicht, dessen markirte Züge, hervorstehende Backenknochen und tiefliegende, ungemein scharfblickende Augen die Energie des nie lächelnden Mannes bekunden. Die Form seines Gesichts ist eine ovale, die Farbe eine frisch rothe. Er trägt einen schwarzen, bis oben zuge- knöpiten Priesterrock, sein Gesicht ist glatt rasirt, sein Haupthaar grau mehrt, sein sonores, weithin vernehmbares Organ, hat etwas vom Ernst des Mittelalters, und erinnert tn Den tiefen Akkorden an d^s Miserere. <£r spricht ruhig und gemessen; er scheint ofe Ausdrücke zu zählen und zu wägen und versteht es mit einer großen, vielleicht jesuitischen Gewandtheit, seinen Gegnern den Schein dis Unrechts aufzubürden und sich und seine politischen Freunde als Vorkämpfer der Freiheit und Gerechtigkeit hinzustellen. Die ungewohnte Art der Beeedtsam- keit Dieses parlamentarischen Bischofs verfehlt auch nicht des Eindrucks, und daher wenden sich Die Redner Der verschiedenen Parteien vorzugsweise gerade gegen seine Ausführungen. Nach Ketteler ergriff der Vorpostenführer Der Nationalliberalen Partei, Herr Miquel, das Wort. Er ist ein gewandter Redner, Der Die schneidigsten Waffen nicht verschmäht, um Den Gegner zu Boden zu strecken. Miquel ist im Zenith seiner Manneskrast; sein Gesicht ist von einem schwarzen Bart rings umrahmt; aus Den großen, klugen Augen strahlt ein milDer, freundlicher Glanz. Miquel ist gleichsam Die Inkarnation der nationalen EinheitSidee. Der Advocat Dr. Völk r:uS Augsburg ist Den Berlinern nicht ganz unbekannt, Denn er hat dort in großen Partcivcrsammlungen der Fortschrittspartei ich^n gesprochen. Er ist ein echter Volksredner; ihm kommt es nicht sowohl auf die Tiefe bleibend wirkender Gedanken, als vielmehr auf den packenden, im gegenwärtigen Augenblick Die Zuhörer fortreißenden Vortrag an. Völk ist von kleiner Statur, aber ungemein kräftigem Körperbau. Sein Haupt ist nut lang herab, wollendem Haar geschmückt; sein Gr sicht mit einem starken, woblgepflegtem, demo- k-atisch gestutztem Bart. Seine ungemein lebhafte Mimrk, sein unruhiges Gcberdcn. spiel, mit dem er feine oratoriscden Keulenschläge begleitet, erinnern an Die Athenischen Volksversammlungen und ihre Redner. Seine Rede wurde bisweilen vom Lärm der Clerikalen unterbrochen; nur der Bischof v. Kette.er begnügte sich mit einem bedenklichen Kopfschütteln; oder sollte dies bischöfliche Kopfschütteln vielleicht wie der weilend graue Regenschirm des Schloffermeisters Strobel in den Berliner Klosterversammlungen eine veraoredete Parole gewesen sein? Der Landrath v. Oheimb versucht im Namen der conservativen Partei die Herren Clerikalen zu widerlegen. Dieser Redner ist mit einem nur sehr schwachen Organ ausgerüstet, und eö fehlt ihm auch jede vratorische Begabung. Er hat eine lange hagere Gestalt; ein kleiner gelber Schnurrbart bedeckt seine schmale Oberlippe, spärliches gelbes Haar sein Haupt; er trägt einen dunkelgrauen Rock, und macht den Eindruck eines wohlgeschülttn Bureaukraten. Der stets sprungfertige Graf Bethusy-Huc ließ sich sodann als Sprecher der Freiconservativen vernehmen. Er spricht rasch und lebhaft, doch fehlt seiner Retn die begeisternde Kraft; auf seinem spitzwinkligen Gesicht prägt sich eine gewisse Mattigkeit aus; er spricht gewöhnlich vom. Platz aus, und prcoocirt fast regel, mäßig den geistreichen Windthorst zu persönlichen Bemerkungen. Ihm folgte unmittelbar sein künftiger Jünger, Dr. Wrndthorst (Meppen) — er will nämlich bei dem Herrn Grafen Bethusy-Huc ein Privatcolleg über Geschichte hören —, einer der schlagfertigsten Redner des Reichstages. Windtyorst, weiland Minister tes Königs von Hannover, ist ein sehr tüchtiger Jurist und von bedeutender staatsmännischer Bildung. Er scheut sich nicht, mU dem ihm, wie keinem anderen Redner, stets zu Gebote stehenden beißenden Witz Personen und Dinge durchzuhecheln, wodurch er ja oft das hohe Haus in Heiterkeit versetzt. Er versteht eS aber auch wie Keiner, seinen Gegnern in geschickter Weise Behauptungen unterzuschi'ben, die sie nie aufgest llt, oder die wirklich aufgestellten mit einem komischen Gewände zu umkleiden, damit sie der ernsten Wirkung verlustig gehen. Winvthorst ist gleichsam der parlamentarische Franctireur der Clerikalen, denn ihm ist auch die irreguläre Kampfesweife eigenthümlich, er legt den Gegnern gern einen Hinterhalt und ist durchaus nicht wählerisch in den Waffen, mit denen er sie bekämpft. Windthorst «st von kleiner Statur; sein Gesicht hat erwäg schalkhaftes; die Augen suchen sich hinter der blauen Br'lle zu verstecken. Er liebt es, fortwährend Notizen zu machen, wenn seine Gegner sprechen; und es wäre wahr- haftlg interessant/ einen Einblick in dieses welfische Notizbuch zu nehmen. Die Natur hat Herrn Windthorst einen etwas breiten Mund verliehen, gleichsam um ihm an- zudeuten, daß er manches Ersprießliche sprechen werde. Gerne Kleidung ist durchweg dunkelgrau, vielleicht verschmäht er die schwarze Farbe, damit, um mit dem Grafen Renard zu reden, der welfische Schalk aus der Kutte noch hervorgucken könne. Sein spärliches Haar hat eine hellgelbe Farbe. Windthorst besteigt fast nie die Tribüne, sondern begnügt sich damit,' vom Platze aus seine vratorischen Wurfgeschosse zu schleudern. Mrt der Schilderung dieses piquanten Reichsboten wollen wir nun die heutige Skizze abschließen; doch sollen recht bald auch andere hervorragende Abgeordnete zu einer unfreiwilligen Sitzung für diese Parlamentsbilder eingeladen werden. Gießen. Seine Majestät der.deutsche Kaiser haben nachbenannten Offizieren und Mannschaften der Großherzoglichen (25.) Division dcs eiserne Kreuz 2. Claffe zu verleihen geruht: vom zweiten Jnfanteri.regiment dem Major und Bata,llonS- Commandeur Anton Keller, Deu Sergeant Johannes Fiöhlic., dem Corpora! Franz Preuschen, dem Corporal Adam Weiß, dem Corporal Heinrich Heboel, dem Musketier Heinrich Geisel. Darmstadt, 11. Avril. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 6. April den wirklichen Geheimenruth, Präsidenten des G.summt-Ministeriums und Minister des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern sowie des Innern, Dr. Reinhard Carl Friedrich Freiherr von Dalwigk zu Lichtenfels, auf sein Nachsuchen und unter Bezeigung der Allerhöchsten vollsten Zufrievenae't mit feiner langjährigen treuen und ausgezeichneten Dienstführung in den Ruhestand zu versetzen, an demselben Tage: 1) den wirklichen Geheimenrath, Minister der Justiz und Präsidenten des Staatsraths, Dr. Friedrich Freihern v. Lindelof, gleichzeitig auch zum Minister des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern und 2) den wirklichen Geheimenrath Friedrich Georg von Bechtold zum Präsidenten des Ministeriums M Innern zu ernennen. Darmstadt, 10. April. Seme Großherzogliche Hoh. Prinz Ludwig von Hessen ,st deute nach Beendigung seines Urlaubs nach Donjeux abgereist, wo sich das Hai-^tquartier ter Division befindet. München, 10. April. Die münchener Noiabelnversammlung beschloß heute eine Adresse an den König mit dec Bitte, die gefährlichen Folgen Der Unfehlbar- keuslehre abzuwehren, ihre Verbreitung in öffentlichen Blldungsanstalten zu verbieten und das Verhältniß zwischen Kirche und Staat neu zu regeln. London, 10. Avril. Die „Times" meldet aus Versailles vom 9. April Nachmittags: Die Ursache der Nichtversolgung der errungenen Vortheile liegt in Dem fast völligen Mangel der DiSciplirk der Regierungstruppen. — Thiers empfing am Freitag eine Anzeige des Fürsten Bismarck, daß, wenn bis zum 14. d. Mts die Ruhe nicht wieder hergestellt fei, Die deutsche Armee in Paris einrücken werde und Dann Paris so lange besetzt halten werde, bis die Ruhe in ganz Frankreich wieder hergestellt sei. — Die Commune hat inDtiect durch Die Vermittlung der Gesandten Englands, Italiens und Amerikas eine Vermittlung nachgesucht, aber ohne Erfolg. — Eine Deputation Der Pariser Kaufmannschaft an Die Regierung zu Versa ls war ebenfalls ohne Resullat. — Die Insurgenten wurden gestern Morgen aue Den Barrikaden von Neuilly wieder vertrieben. Auf der Südseite von Paris fineet heute Artilleriegefecht statt. Ein schneller Erfolg ist aussichtslos. Telegraphische Depeschen. △ Paris, 10. April, Nachts. Die Schlußrente am Ostermontage 51.50. Es bcr'fd)t völlige GefchäflSstagnation. Das Amtsblatt publicirt eine abermalige Vertagung der für heute anberaumt gewesenen Wahlen zur Commune, weil beule die Wähler bet Der Nationalgarde unentbehrlich seien. Die offieiellen Be- richie über die heutigen Verluste geben 225 Mann als tobt und 435 als verwundet an. △ Paris, 10. April, Nachts. Das Bombardement, welches von Seiten der Regierungstruppen vom Mont Valerien gegen Das Maillotthor und die En.einte von Paris gerichtet wurde, hörte mit Einbruch Der Nacht auf. Die Truppen von Versa lies konnten sich in Den höchst unfähig vorgeschobenen Stellungen nicht behaupten und zogen sich Daher zurück. Die FöDeristen befestigten wieder das Maillotthor und Bongla Reine. Die deutsche Garnison zu St. Denis wurde um 5000 Mann von der Garde verstärkt. A Paris, 10. April, Nachts. Thiers ließ durch Die Delegirten den 23er- theidigern von Paris erklären, daß er bereit sei, behufs ihres Manifestes zu um terhandeln. Darauf hin gingen heute am Ostermontage Schölcher, Bonvallet, Lafonds und Desonnas nach Versailles, um alldort vorläufig einen Waffenstillstand und Festsetzung der Wahl von Dtlegirtcn für beide Partheien zu erwirken. A Versailles, 10. April. Die Situation unverändert. Favre erhielt von Den Deutschen Die Erlaubniß, die Garnison von Paris auf 150,000 Mann zu erhöhen. A London, 10. April. Nach einem Dem „Daily Telegraph" ^gegangenen Telegramm sandie Die Commune abermals eine Gesandtschaft an Thiers, um eine Versöhnung anzubahnen. iffl Will W WlsUß. GubM ~if flU§ Dienen DN GMindemiMvN' .Wsdorst dm 8- r I *.S'£ Iwd«1"9“’ ______ ArbMl'Mckl 1365) Donnerstag 1 Morgens iollcn auf dem M Mebende Bauarb. Meisterung in Accor ■ Maurerarbiitcn, om Ammeraibeiten, ^reinerardeiten, Lchlossmubeiteu, Wcißbmderarbeitcn, xatflieferung Wastcrarbeiien Wubttchen, Kahren' sehen derselben, ver ssictzcn, den 8. Apri Körner. Kckn-Kauholz 1361) Donnerstag der von Morgen- !Ukr.indcmWaldgirr piftriettn Klöppelstro smlh: Eichen-Bauftä ,.M Durchmesser un? J Uifinn dergl. von -1 Messer und 25 bis 3u 11 mm 9185 Cubikfuß, r 1 Die ^Qmmenfunfi I Morgens um 9 W. I Waldgirmes, den - WMzett N »ii h Allgemeiner Anzeiger. Brennholz - Aeftrung. 1333) Freitag den 14. d. Mts-, Vormittags 10 Uhr, soll in der Universitäts-Canzlei die Lieferung deS für die verschiedenen Universitäts-Anstalten und dnS Gymnasium dahier im Winter 1871/72 erforderlichen Brennholzes — ca. 270 Stecken — an den Wenigstfordern- den vergeben werden. Gienen, den 4 April 1871. Großherzogliches Universitäts-Rentamt. Der bestellte Viear: Schmitt, Univ-Ger.-Actuar. Bekanntmachung. 1362) Donnerstag den 13. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewalde, District Sch lieb e>-g : 18 Gramme Eichen-Bauholz mit 242 Cu- bikfnß, Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Ladung. 1390) Nachdem Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen des nach Amerika entwichenen Mühlenbesitzers Ludwig Weimar zu Gießen, früher in Beuern, den förmlichen Coneurs erkannt hat, find Forderungen und Ansprüche jeder Art an dieses Vermögen Montag den 5. Juni l. j , Vormittags 9 Uhr, nebst etwaigen Vorzu scechten bei Meidung stillschweigenden Ausschlusses von der Masse dahier anzuzeigen und zu begründen. Im Termin soll zugleich die Güte versucht, ein Massepfleger und Gläubigeraus- schuß bestellt und über die Versilberung der Masse, sowie die Richtigkeit unb Rangordnung der Gläubiger verhandelt und beschlossen werden und wird von allen nicht erschienenen od A nicht gehörig vertretenen Gläubigern Beitritt zu den Beschlüssen der Mehrheit unterstellt. Gießen, den 4. April 1871. Großherzoaliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Becker, ________Stadt dichter. Stadtger.-Asscssor. Oeffentliche Anffordern g. 1391) Christoph Wagner von Beuern hat mit der Mehrzahl seiner bekannten Gläubiger em Arrangement abgeschlossen. Unter G»,tattung der Acteneinsichi m der Registratur des unterzeichneten Gerichts werden die unbekannten Gläubiger desselben aufgefordert, etwaige Einwendungen gegen das Arrangement sogewiß binnen 14 Tagen von heute an dahier vorzubringen, widrigenfalls dasselbe bestätigt und in Vollzug gesetzt werden wird. Gießen, den 5. April 1871 Großherzogliches Landgericht Gießen. ; Bötticher, A- Bramm, Landrichter. Landger.-Assessor. I Vexstsi^et'Utt^eu. 1404) Dienstag den 18. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, lassen auf dahiesigem Rathhause die Erben des Schlossermeisters Ludwig Weber dahier die denselben gehörige Flur Nr. lUKlftc. V750 3 Hofraithe in der Sonne, freiwillig versteigern. Zugleich soll das sämmtliche Schlosserhandwerkszeug, wenn sich Liebhaber dazu finden, mitoerfteigert werden. Nähere Auskunft über dasselbe ertheilt der Vornmnd Schreinermeister Weber ba= hier. Gießen, den 12. April 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ______Sem ml er, Qrtsgeri chtsmann. yolzversteigetung in der König!. Oberförsterei Köitigsberg. 1405) Donnerstag den 20. April l. %, Vormittags 9 Uhr, werden in dem Königlichen Staatsforste „Thalberg" 1^8 Stück Eichen-Stämme von 32 bis 77 (Zentimeter Durchmesser, 100 Raummeter Eichen-Scheidholz, 93 „ „ Knüppelholz, 2200 Wellen „ Reiser, 144 Raummeter „ Stockholz und 3 Buchen-Scheidholz, unter den im Versteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich dein Meistgebote ausgesetzt werden. Steigliebhaber, welche das Holz vor der Versteigerung einzusehen wünschen, wollen sich deßhold an den Königlichen Waldwärter Seibel zu Wilsbach wenden. Die Versteigerung beginnt im Holzschlage bei Nr. 1 des Eichen-Stammholzes. Zahlungsfrist bis 30. September d. I. Heichelheim, den 10. April 1871. Der Königliche Oberförster: Neuenhagen. 11403) Montag den 17. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, isollen in dem Hause des Schreinermeisters !Weber in den Reuenbäuen die zum Nach- llaß der Sophie Nickolai gehörigen Mobilien und sonstiges Hausgeräthe meistbietend versteigert iverden. Gießen, den 12. April 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Sem ml er, Ortsgerichtsmann. I 1392) Die Lieferung her Stoffe zu den jzyleidungsstücken für arme Confirmanden, ,bestehend in: i schwarzem Tuch, schwarzem Lustre, Flanell u>ch Futter, soll Freitag den 14. l. Mts, Vormittags 10 Uhr, im Bürgerhospital dahier versteigert werden. Gießen, am 11. April 1871. Der Rechner: Wittich. 35 Stämme Buchen - Werkholz mit 404 Cubikfuß, 53 Stecken Buchen-Scheidholz, ^0 „ , „ Prügelholz, 41 „ ,, Stockholz, 2650 Wellen „ Reisbolz, 2550 „ Nadel- versteigert werden. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im District Sckllieberg. Groß-Buseck, am 7. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck. W a 0 ii e r. Holzverstelgerung m der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1394) Künftigen Montag, den 17. d. Mts., Morgens 9 Uhr, »Langberg", zunächst dcm Muhliachier Hof und dem Nonnenrökher Feld anfangend, folgendes Bau-, Werk- und Nutzholz versteigert werden: 58 Stämme Eichen-Bauholz von 738 Cubikfuß, 986 Stämme schönes Fichten-Bauholz von 29383 Cubikfuß, 123 starke Eichen-Stangen von 420 Cubikf-, 863 starke Fichten-Stangen „ 7066 „ Alsdann wird Dienstag den 18. d. Mts., Morgens 9 Uhr, Hierselbst anfangend, folgendes Brennholz versteigert: 63 Stecken Vucken-Prugelholz, 99 „ Eichen- „ meistens 9Ä9 Fuß lang, 242 „ Buchen-, Eichen- u. Tannen- Stockholz, 13250 Wellen Buchen-, Eichen- u. Tannen- Reisholz. Lich, am, 10. April 1871. Fürstliche Oberförsterei Lich. Eigenbrodt. [ienn BermieN hÄ,n! | twrben. & aud fix * e schArzc Th stürze Ze W»n;es $i 11399) •Ä, ” 9 11 *"« »s » 9' N\ ö«> «ifc liVi* kd'°r- empfing U. b. ffiii “ ""'idtti wm, “ ä4ai ftranfrtij) ! JtIlaitllsnj 6lr übt, ai 611 ^'äitruaj t? »urten g,ß„, । ’ ^kr Eütseiii lfl 'sl ausßchtölor. umontügr 51.50. rt kille abermaliji Jiommunt, im[ £•« officieflen 8i- udO 435 als vli« richt- voo Seitti -iiloitbor unt tu 9b(bt auf. Di: '^lschobkncn Slt! ''mAkll btWgtc oisoll zu Sl. Dm dtgirien ttn $t» Nalliftße- zu ui' 14er, ISonoaflü, nntn ©aJenjtiO- htikll zu trwiiltn ^rvrr tlhirlt wi 50,000 Mau« zi Holzversteigeiunq in den Gräflich Solms-Lanbach'schen Waldungen. 1339) Versteigert werden: Montag den 17. April l I. im Districte H i r s ch r o t h, nach Zusammenkunft um 9 Uhr Vormittags an der Linnes- wiese: 430 Stecken Buchen-Scheidholz, 180 „ „ Prügelholz, 80 „ „ Stockholz, 284 „ „ Reisholz. Laubach, am 4. April 1871. ______Thun, Graft. Oberförster. B a u b o l z. 1393) Samstag den 15. d. Mts., um 2 Uhr, sollen im Schulhause zu Wismar 50 Eichen- und 6 Buchen-Stämme, circa 3000 Cubikfuß, in Stücken bis 152 Cubikfuß, aus verschiedenen Districten des Wismarer Gemeindemaldes versteigert werden. Krofdorf, den 8. April 1871. Ter Bürgermeister: Colnot. Arbeitsversteigerung zu Lang Göns. 1365) Donnerstag den 13. April, 7 Zimmerarbeiten, L-chreinerarbeiten, Schlosserarbeiten, Weistbinderarbeiten. Kalklieferung 24 44 24 36 21 40 36 12 28 Pftasterarbeiten Steinbrechen, Fahren und Auf- setzen derselben, vcranschl. zu 150 „ — „ Gießen, den 8. April 1871. Körner, Bczirksbauaufseher. Morgens^um 10 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Lang-Göns nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeiten, veranschl. zu 76 ft. 29 fr. 41 » Feilgebotenes. 1408) Zwiebeln sind fortwährend noch zu haben, sowie ausgezeichneten Limburger- und Schweizer-Käse, billigst oei G g. Schmehl, am Brand. Portland - Gement, frische Sendung, empfiehlt (1347)I. G. D. Bapst. Tuffsteine für ^am Staate Indiana als Knotenpunkt der Eisenbahnen in raschem Aufblühen und bereits eine derb, deutendsten Handelsstädte der vereinigten Staaten, hatte im Jahre 1870 circa 21,000 Serien, steuerbares Grundeigentum von über Doll 18 0000 und ein Jahreseinkommen von über Doll. 225,000. Der Magistrat der Stadt hat am 2C. October 1870 eine Steuer, speciell zur Zinszahlungdwl! sagten Bonds der gegenwärtigen Apleile bestimmt, ausgeschrieben. Die Anleihe wurde zur Subvention der Evansville Carmi und Paducah Eisenbali auf circa üi 1465," consol,d,rt) verwendet. Die Schuld dieser Stadt beläuft sich inclusive oben genannte? Anleihe Doll. 850,000 7% City of Evansville Bonds (850 Stück ä Doll. 1OOO1 100,000 im Jahre 1890 " » - - K »■ ® fc; 3; I Betreffend: . I>O1I. 100,000 7% County of tiallalin Bonds (1OO Stück ä Holl. 1OOO) findet am fi-4. April a. c. zum Course von SO% und Vergütung der laufenden Zinsen statt (der Dollar ä fl, 21/2 gerechnet) bei F. E. Fwld Ar Comp. in Frankfurt a. M. » tickriider Jacobs Abz in Amsterdam. den 19. Aprica. 8cUbfcsi,Se?ZtSind gezeichncten Bcträge «'« Caution zu hinterlegen. - Der Bezugstag der zugcthellten Beträge ist auf werden ^“^rfchXnX®^‘“"r.verhiiltnissmäsaige Reduction sämtlicher Zeichnungen ein; bei der Zutheilung der Evansville-Bor.* L grosscie Zeichnungen thunhehst gleichmässig auf die verschiedenen Jahrgänge vertheilt. c.na T« EmtrCrCI\ dT acfin':tivcn Obligationen werden von den betreffenden Zeichnungsstellen Interimsscheine ausgeo-eben welche snäte- stens am 15. Mai a. c. kostenfrei gegen die Original-Stücke umgetauscht werden. ausgeoeöen, welche^spate Gallatin County hatte im Jahre 1870 eine Bevölkerung von 12,000 Seelen; das steuerpflichtige Grundeigenthum ist im Werthe von Doll 6,000,000/bei den geringen Ausgaben der County auf kaum ein Drittel seines Wcrtlics taxirt. Die ganze Schuld der County beträgt voll 275,000; durch die Constitution des Staates Illinois sind die Schulden der Counties auf fünf Procent vom Werthe des jeweiligen steuerpflichtigen Grundeigentums limitirt. Der Staat Illinois verpflichtet sich laut Gesetz vom 16. April 1869 die Steuern zur Bezahlung der Zinsen und des Kapitals zu collectiran und aus den so reservirten Steuern Zinsen und Kapital, bei Verfall, zu bezahlen. - Exemplare des betreffen den Lrcsetzes können bei den Zcichnungsstellen entgegengenommen werden. Die obenerwähnte Anleihe wurde zur Subvention der St. Louis und South Lastern Eisenbahn emittirt. Die Subscription auf 77 sowie auf ANLEIHE DER STADT EVANSVILLE «IW [im Betrage^ . 121 Kontur »ber ri ö* **••*«£■