Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Hießen Nr. 11 Freitag den 13. Januar 1871 > Gießen, den 9. Januar 1871. fIsenburg, t»; r t n a d n i, ). :r » Preis vierteljähng 1 0. 12 fr. mit Brtngerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. j[|U VOGLER w t ** 1B; , U; L y n ck e r, Großherzoglicher Rentamtmann. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiber« Lit. B. Nr. 1. Kriegsgefangenschaft fällt, während die Seeleute frei pasflren dürfen. Gambetta ist bereit, diese widerrechtlich gefangen gehaltenen SchiffScapitäne gegen französische Ofsiziere auszuwechseln, was deutscherseits abgelehut werden mußte, um nicht die auf kranzösischer Seite zu steigern. Als Repressalie sind eine Anzahl französischer Rotabeln dafür in Haft genommen. Graf (Lhaudordy versucht die Halt bcr Capitäne von Handelsschiffen damit zu rechtfertigen, daß dieselben von Preußen zu Kriegszwecken hätten verwendet werden können. Dann würden alle krieg-fähigen Bürger, wenn sie auch nicht im Heere stehen, der Gefangenschaft unterworfen, weil sie doch einmal Soldat werden könnten, und jeder französische Bürger müßte in die deutsche Gefangenschaft wandern, weil die Pariser Regierung eine Erhebung in Masse ungeordnet hat. Chaudordy beruft sich für die unge- buhrliche Behandlung der deutschen Seeleute darauf, daß preußischerseits zu einer Betheiligung der Handelsmarine an dem Seekriege eine Aufforderung erlassen und eme Prämie für die Aufbringung von Schiffen in Aussicht gestellt sei. Dieser Einwand ist deshalb nicht stichhaltig, weil einmal nicht die Aufbringung von Handels-, sondern von französischen Kriegsschiffen prämiirt worden ist und andererseits es albern ist, Jemand für Handlungen bestrafen zu wollen, die er möglicherweise einmal unternehmen könnte. Auf französische Handelsschiffe war es bei jener Verordnung, wie sich deutlich genug aus dem Wortlaut derselben ergiebt, gar nicht abgesehen. Wir empfehlen dem Herrn Chaudordy, sich einmal die nord- amerikanischen KriegSartikel von 1863 anzusehen, um daraus zu lernen, wie Kriegsgefangene in humaner Weise behandelt werden müssen. (K.Z.) In der „Kreuzzeitung" veröffentlicht ein wahrscheinlich hochgestellter, v. M. unterzeichneter Militär vor Paris „Svldaten-Gloffcn", in denen der Sieg der deutschen Truppen der eisernen Disciplin derselben zugeschrieben wird. v. M. schreibt: „Alles liegt jetzt umgekehrt als 1792. Jeder von uns fühlt: der Schlachten- gewinner ist die Disciplin! dies Festhalten bis zum letzten Mann, — weil es be- fohlen ist! Die beiden Katastrophen, die von St. Privat und Gravelotte und die von Sedan, haben es bewiesen. Am Tage von Gravelotte wurde Metz ge- nommen; das fühlten damals Wenige, j^tzt weiß es ein Jeder von uns; und kein Heer der Welt ohne unsere eiserne Disciplin hätte diesen Tag so zu Ende 1 eine Leistung, wie sie mir in der Weltgeschichte nicht bekannt ist. 1 Aber noch viel hervorstechender in Bezug auf die Disciplin ist der Tag von Sedan. Richt diese Schlacht hat das kaiserliche Heer uns überliefert, sondern die Front- veränderung von zwei großen Armeen war das besiegende Moment. Wer die Schwierigkeiten kennt, die eine Achsschwenkung von sieben Armeecorps fast im Angesicht des Feindes in sich faßt, ohne daß ein gordischer Knoten daraus wird, der wird bewundernd vor der HeercSmaschme stehen, der solch' ein kühner Gedanke zugetraut werden kann. Wie jämmerlich würde seine Verwirklichung ausgefallen sein, wenn er mit undisciplinirten Truppen auSgesührt werden sollte. Auch der Geist eines Moltke würde dies EhaoS niemals haben entwirren können. Und nach solchen Riesenresultaten verlangt Gambetta, daß wir an die Macht seines undisciplinirten Lever en mässe glauben sollen? — Hier stehen wir schon lange Wochen thatenlos unter Dein Granathimmel von Paris. Schweigend wie die ^-phynx liegen wir in einem eisernen Ringe um dies große Babel, nur unsere Zähne zeigend, wenn man in diesen ZanberkreiS hinein geräth, — wie mir ein Gefangener von Le Bvurget sagte: „Votre öcrasement avec la crosse de fusil est tcrrible!“ Auch dieser Act der Disciplin, — „schweigend, aber wachsam Tag und Nacht" — ist nicht zu unterschätzen. Keine Milizarmee würde dies je leisten. Ganz Deutschland wartet auf das Bombardement — Manche murren. Die Geschichte wird anders darüber denken, als das ungeduldige Publikum, und sehr zum Lobe des jetzigen Verfahrens. Mit der Ruhe eines Löwen, der groß- müthig den Weg wählt, auf dem nichts gebeugt wird als die Kraft der Eingeschloffenen, warten wir ruhig unsere Zeit ab, — eine Rolle, die uns durch drei gleich große Factoren gestattet ist: unsere Disciplin, die Ehauffecn Frankreichs n. ^bne. Bekanntmachung. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der Großherzogl-che FinanzacceM Roth von heute an bis auf SBeitereö frmacbtiflt ifl, für die Großherzogliche Rentamtskaffe Gelder zu empfangen, Auszahlungen zu leisten und gültig für ihn wäh- rend seines Urlaubs zu quittiren. ° 0 ' ö 1 ' 1 12. Januar. Von den verschiedensten Seiten, schreibt man der „S. Z.," werden Klagen erhoben über den Mangel an Eisenbahnwagen für die Bedürfnisse de« Handel« und der Industrie, welcher letzteren an einzelnen Orten die Kohle für die Fabrik- thäligkeit zu fehlen beginnt. Besonder« im deutschen Südwesten sind die Adern de« Eisenbahnverkehrs in'« Stocken gerathen. Wo liegen die Ursachen dieser Er- scheinnng? In Folge de« Kriege« sind allerdings viele Eisenbahnwagen den Aus. gaben des Friedens entzogen worden. Die Beförderung der Truppen, der Co- lonnen, de« Proviants, ter Fourage, der Munition und der Gefangenen fessel, Lausende der genannten Wagen auf den bestimmten Routen in und nach Frank- reich. Der Krieg macht insofern sein Hauptrech, au den Eisenbahnen geltend. Aber dadurch wird der Mangel an Beförderungsmitieln aus den Eisenbahnen allein nicht erklärt. Die Ursache dieser Erscheinung soll, abgesehen von den Krieg«, bedürfnissen, nach den Mittheilungen sachkundiger Männer mit darin zu finden sein, daß sich zur Zeit weit über tausend Achsen deutscher Bahnen lediglich zu dem Zwecke in Frankreich befinden, damit den Parisern für die Zeit de« völligen Ausgezehrtseins ihrer Lebensbedürfnisse Proviant vor die Thore "gebracht werden könne. Wir fragen hier: Wie soll es gerechtfertigt werben, daß Eisenbahn. Direktionen die Interessen unserer Fabrikindustrie, unserer Dampfschifffahrt, unse- re« Holz- und Getreidehandel« den Rückfichten auf einen trotzigen, hvchmüthigen und verblendeten Feind unterordnen, der un« für solche übertriebene Humanität garij sicher keinen Dank wissen wird? Wird durch diese Fürsorge die Capitulation von Pari« nicht verzögert? Oder werben die Pariser Machthaber, welche ohne diese Fürsorge, sich minkcstens 14 Tage vor der voraussichtlichen völligen Er- schöpsung der Munb- und Brennvorräthe der Stadt ergeben müßten, nicht im Widerstande bi« zum Tage der völligen Erschöpfung, selbst bi« zum Bcrzehrtsein les letzten Pferdes und des letzten Brode« bestärkt werben, wenn sie „fahren, daß von uns, ihren freundlichen Feinten, dafür gesorgt ist, baß sie im Augenblicke der höchsten Roth in unseren Linien Magazine zur Stillung tes Hunger« finden? Vertreter dieser keankhasten Humanitätsrücksicht mögen nicht vergessen, baß Sährenb brr 14 Tage eine Verzögerung Per Uebergabe mancher edle brutsche kann ein Opfer ter Strapazen und ber feindlichen Kugeln werden kann zu unsten einer Bevölkerung, die in uns, welche Zärtlichkeiten wir auch immer den artfern erweisen, trotzdem nur Barbaren erblicken. Die Art und Weise, wie französischersefts die Kriegsührung zur See auf. itt, entspricht genau dem Verfahren, welche« die Pariser Negierung ber National- rtheibigung für den Landkrieg adoptirt hat. Hier wie dort die Nichtachtung Ihr durch da« Völkerrecht begründeten Usance. Es ist ein Grundsatz desselben !daß die aufgebrachten Kauffahrteischiffe des Gegner« erst bann in den Besitz des Gegners gelangen bürfen, nachdem ein Prisengericht sich für die Zulassung der Wegnahme ausgesprochen hat. Die französischen Kriegsschiffe haben diese Bestimmung meisten« ignorirt, obgleich die Llokade der Nord- und Ostseekstste, wie au« d>n eigenen Berichten de« „Journal vsficiell" zu erkennen ist, keine thatsächliche, pirksame, im Sinne der Pariser Declaration von 1856, sondern meistens eine hngirte, eine Papierblokate war. Die Schiffe konnten in zahlreichen Fällen gar Nicht am Einlaufen in die Häfen verhindert werden, nichtsdestoweniger wurden lie Eonfequenzeu einer wirklichen Blokade vor. den Kreuzern gezogen. Die Zer- horung p„ genommenen Schiffe war ein Aet brutaler Gewalt und ist Völker- lichilich gar n;d)t durch die Phrase zu entschuldigen, daß Häsen zur Ausnahme ’tr tö'ri c" 92dte gewesen seien. Der nordamerikauische Bürgerkrieg rr '■,7, 65 &at Veranlassung zu eingehenden Erörterungen über die Unzu- ,'Hj. , Cu|,< Verfahren« gegeben, welche bei Elark Papers read before Ilie l lundical soeiely, London 1864, nachgesehen werden kann. E« ist ferner erwiesen, i mannfdlaften in Stelen Fällen wie Verbrecher behandel« und in ' H'langNisse geworfen sind, obgleich nur die Besatzung der Kriegsschiffe in r** in (Giffifn. --alt.) ? «Hüllrrin ; |# -Mer, «... Äi KllS'Sl’sfcÄÄ SatfÄrÄ" b" nm ®.rn 30. D.,,mbm 1870. Gieß?t den 10. Januar 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ' . In Verhinderung des Kreisraths: Kekule, Kreisassessor. W**' « ''1 Ablauf a ^Zahlungsfrist ■' Urizaiilimgen . e -' unimem der r'x dlJUDgsrath ist Ml -ljr Rethnung 'E Einhaltung »'■nidcht, als die 1l innerhalb “’l. eintritt ohne 1095. 1096. I 2164. 2249. 4228. 4229. 4238. 4239. 7522. 7523. .. , ^pntgetSuM siute • 'i rnrritt riirn mit • versehe- grillt IRullfr« " der f tp* 6 vm» und die Eisenbahnen Mitteleuropas. Versagte nur einer dieser Faktoren den Dienst, wir hätten diesen milden Weg der Rache nicht wählen können; aber keiner dieser drei versagte, und deshalb waren wir der allerdings wahrhaft imponiren- den Leistung der Franzosen — die Verproviantirung von Paris — überlegen: wir konnten warten, und wenn nicht alle Zeichen trügen, werden wir bald aus- gewartet haben. Ich will aber doch hoffen, daß die Pariser sich Eins überlegen. Wenn heute Paris fällt, so gehören wohl wenigstens noch 14 Tage dazu, ehe wir unseren eisernen Ning öffnen können. Ehe alle Forts von uns besetzt sind, alle Waffen abgeliefert, alle Minen entladen, die Kasernen — die Waffenplätze de- Inneren — besetzt, die Gefangenen sortlransportirt, die Straßen geräumt, — vorher können wir bei dem tückischen Charakter, den die Verzweiflung im Einzelnen zur Geltung bringt, eS nicht wagen, unseren Einzug mit klingendem Spiel zu halten; denn die Erfahrung hat uns Vorsicht gelehrt. Erst dann wird Paris von unserer eisernen Umarmung befreit werden, also auch dann erst von uns die Mittel zu seinem Unterhalt erhalten können. Bis dahin muß dle Bevölkerung noch auf ihre Ernährung bedacht sein." Nach einer Mittheilung der Wiener „Presse" hatte die Pforte^beschlossen, vor Beginn einer Action gegen die arabischen Aufständischen den Scheik Emir Elgendi als außerordentlichen Commissär an dieselben zu senden, um einen friedlichen Ausgleich zu versuchen. Inzwischen fand, nach einem Telegramm desselben Blattes, bei Suleimanie im Irak ein großer Kampf zwischen den Aufständischen und zwei Brigaden Infanterie statt. Erstere sollen geschlagen sein. Auf beiden Seiten werden große Verluste beklagt. Die „Straßburger Ztg." schreibt: „Wenn das neue deutsche Reich noch während seines Entstehens auf den Suprematie-Anspruch Frankreichs stößt, so wird es zur Existenzfrage für da-Reich, diesen übermüthigen Anspruch mit voller Wucht für immer zu vernichten. Zu diesem Zwecke aber muß nicht nur das zweihundert- jährige Machtbewußtsein Frankreichs von Grund aus erschüttert, sondern auch die materielle Macht Frankreichs soweit verkürzt und unsere militärische Stellung zu diesem Lande derart verbessert werden, daß unsere Sicherheit gegen den franzö> fischen Uebermuth von dem Willen und den wechselnden Regierungssormen des schlimmen Nachbar- unabhängig ist. ' Der „Moniteur universel" vom 5. Januar äußert sich also: „Je mehr wir die militärischen Berichte lesen, die uns von Paris zugegawgen, um so mehr wer- den wir von der Aufrichtigkeit überrascht, wodurch sie sich^auSzeichnen: keine Verkleinerung unserer Verluste, keine Uebertreibungen derjenigen des Feindes, nichts als Wahrheit in der ganzen strengen Einfachheit." Man lügt, daß es kracht, und dann kommt das officielle Organ Gambetta'S und preist d e Einfachheit und Lauterkeit dieser Berichte! Diese „Einfachheit' schließt natürlich nicht aus, daß der Moniteur betheuert, die französischen Kanonen seien besser als die preußischen und die Provinz werde Paris schon retten, nur müsse man cö an Opfern auf dem Altar des Vaterlandes nicht fehlen lassen. Der „Moniteur" veröffentlicht folgenden Brief Garibaldi'S: „Autun, 30. December 1870. Ich habe nie so sehr, tote jetzt gewünscht, dreißig Jahre jünger zu sein. Ich betrachte diesen Krieg als den wichtigsten meines Lebens und bin wahrhaft vergnügt, zu sehen, daß die Sache der Republik eine so günstige Wendung nimmt. Am schließlichen Erfolge habe ich n e gezweifelt und heute zweifle ich weniger als je. Der Geist der Bevölkerung lebt wieder auf und Leute jeden Alters eilen mit bewundernswürdiger Begeisterung zu den Waffen. Wie Sie sehen, ist meine Hand schwach; aber wenn ich ruhe, bin ich doch recht kräftig und ich kann selbst zu Pferde sitzen." Kriegsnachrichten. Hauptquartier Versailles, 6. Jan. In der vergangenen Nacht gaben die Fort-, insbesondere der Valerien, ein so heftiges Feuer, wie ich es in der 31/2- monatlichen Belagerung noch nicht stärker gehört habe. Man schien von dem Beginn des Bombardements an feindlicher Seite unterrichtet zu sein, denn als am 5. gegen 7 Uhr Morgcn- unsere Pionntere die letzten Reste der Bäume ein- hauen wollten und im Begriff standen, unsere unter den Augen des Finde- in St. Cloud errichtete Batterie zu demaskiren, eröffneten die cur der S.ine liegen- den 2 Kanonenboote ein lebhaftes Feuer. Gleichzeitig schwärmten mehrere Bataillone Linientruppen hervor und wollten den Versuch machen, unsere Regimenter zu durchbrechen, al- unsere Batterien eine so heftige Kanonade eröffneten, daß sich die feindlichen Bataillone in wilder Flucht zurückzogen. Um 8 Uhr 15 Minuten wurde das Signal zum Beginn des Bombardements gegeben, und sofort sandte unsere Artillerie, die auf den längst ersehnten Augenblick mit Ungeduld gewartet hatte, ihre Geschosse in die feindlichen Batterien, die das Feuer nur schwach erwiderten. Unsere Artillerie hatte bei Meudon und St. Cloud Aufstellung genommen, um von diesen Punkten aus die südlichen Forts Jssy, Vanvreü und Montrouqe beschießen zu können. Die Lafetten der Geschütze sind für ein Feuer bis auf 11,000 Schritt Distanz construirt, so daß es uns gelingen wird, die weittragenden Geschosse selbst in die Häuser von Paris hineinsenv.n zu können. Al- unsere Art llerie mit Erfolg gegen die feindlichen Batterien das Feuer zwei volle Stunden unterhalten hatte, sollte sich eine eigenthümliche Scene absp>elen. Um 10y2 Uhr Vorm. toutbe plötzlich auf der feindlichen Seite die weiße Par- lamentarflagge aufgehißt und in Folge dessen sofort auf beiden Seiten das Feuer eingestellt. Angestellte Nachforschungen ergaben, daß es ein in Pari- sich auf- haltender amerikanischer Oberst gewesen sei, der unbemerkt zu den äußersten Vor- posten gelangt sei und die weiße Fahne aufgehißt habe. Nach Beendigung dles.s Zwischenfalls wurde aus unserer Seite die Beschießung wieder ausgenommen. Un- serer Artillerie, welche mit großer Präciston schoß, gelang es, starke V.richanzungen bei den Forts Jssy und Montrouge einzuschießen, so baß die Schanzkörbe immer wie Spreu in der Luft zerstoben. Für den 4. war bereits die Befchießang der Südsorts in Aussicht genommen gewesen, dieselbe mußte ober des stark sich bemerkbar machenden Nebels halber an diesem Tage unterbleiben. Die Forts hören auf unsere Vorposten zu beunruhigen, da sie ihr Augenmerk nur aus unsere Batterien zu richten haben, nur der Mont Valerien laßt sich noch vernehmen, und hat gestern in Ville d'Avray eine Villa in Brand geschossen, die durch die von unseren Soldaten geleistete Hülfe vom Flammentode gerettet wurde. Der König wohnte den Operationen von Ville d'Avray aus bei. Der Verlust auf unserer Seite beträgt ungefähr 20 Mann, von denen leider 3 Osstztere tobt sind. (Schw. M.) Versailles, 6. Jan. Gestern also, früh Morgen- um 8 Uhr, begann die Beschießung der Südfront von Paris und der vier vor derselben gelegenen Fort- von Jssy, Vanvres, Montrouge und Bicötre. Schon am Tage vorher war das Bombardement in Aussicht genommen, aber die nebelige Witterung verhinderte am zielen, und so unterließ man das Unternehmen und verschob es auf den ersten schönen Tag. Dennoch hatte man schon in der vorhergehenden Nacht alle die kleinen Ortschaftm occupirt, welche wie Bas Meudon, Fleury u. s. w. zwar im Feuerbereich unserer Vorpostenkettcn lagen, aber der Fort- und ihrer Nähe wegen von den Unseren unbesetzt gehalten worden waren und die nicht selten von französischen Streifpatrouillen durchzogen wurden. Die Besetzung der genannten Ortschaften geschah indeß ohne Schwierigkeiten. Für den ersten Tag eines Bombardements ist dem Artilleristen schönes, klares Wetter durchaus vonnöthen. Hat derselbe jedoch erst einmal die Wirkungen seines Geschützes erprobt, hat er ihm darauf diejenige Richtung gegeben, welche für seine Zwecke erforderlich ist, so hindert ihn weder Nebel, noch Regenschauer und Schneegestöber, mögen sie ihm noch so sehr die Aussicht benehmen, seine Feuerarbeit mit dem besten Erfolge fortzu» setzen. Das Geschütz ist einmal gerichtet, die Zielpunkte sind gegeben, die Messungen sind genommen und dann geht es „comme sur des rouleltes“. Wie ich höre, hat man alle Ursache, mit den Resultaten dieses ersten Beschießungstages durchaus zufrieden zu sein. Die Fort- VanvreS und Bicetre erwiederten, scheint es, unser Feuer von Anbeginn nur mit sehr geringem Eifer, dem der geringe Erfolg entsprach. Fort Jssy allein blieb uns mit einiger Energie wenige Schüsse schuldig und wurde dabei von Montrouge wenigstens einigermaßen accompagnirt. Dem Vernehmen nach sollen schon die ersten Schüsse unserer Positionsgeschütze die Kasernementsgebäude in Jssy in Hellen Brand geschossen, refp. zerstört haben. Nähere Nachrichten über die anderweiten Erfolge fehlen noch. Es war ein schöner, frischer Wintermorgen, an dem man begonnen, aber es blieb nur ziemlich kurze Zeit völlig nebelfrei, so daß trotzdem das Emschießen seine besonderen Schwierigkeiten gehabt haben mag. Hier in Versailles hörte man den sonst Alles überdröhnenden Schall der Festungsgeschütze nicht in jener übcrwältig'Ndcn Weise, auf die wir uns gefaßt gemacht. Aber die Richtung des Windes war durchaus conträr und schon die letzte Nacht zeigte uns, was wir an Ohrenschmauß für die nächsten Wochen zu erwarten haben. Unsere Verluste an diesem ersten Beschie- ßungstage sind sehr gering. Sie belaufen sich auf der ganzen Linie an Todten und Verwundeten bis jetzt auf nicht mehr denn 12 Mann. Prinz Albrecht Vater, der bekanntlich zum Neujahrsfeste hierher kommen wollte, ist auf der Reise von Vendome nach V rsailles in Maintenon erkrankt. Der König sandte ihm sofort seinen Leibarzt, Dr. Lauer, der die Krankheit des Prinzen für ein ziemlich heftiges rheumatisches Fieber erklärte. Jetzt ist der Prinz, der als Führer der vierten Cavalleriedivision in diesem Feldzuge und namentlich an der Loire Vie ausgezeichnetsten Dienste geleistet, ganz außer Gefahr und beinahe wieder hergestellt. Der Kön'g hat ihm in Anerkennung seiner Unermüdlichkeit und der wiederholten Bravour, die er an der Spitze seiner Reiterdioision an den Tag gelegt, den Orden pour le mörite „mit Eichenlaub" verliehen. — Die Verpflegungscommission der Stadt Vrrsallles scheint sich noch nicht bemüssigt zu haben, auf die Zahlung des verfallenen Strafgeldes, für Nichttinrichtung des ihr vor acht Wochen in Auftrag gegebenen Provisionsmagazins aus freien Stücken einzugehen. Seit gestern ist daher die geforderte Summe um die Hälfte erhöht worden und den Mitgliedern oer betreffenden Commission zunächst eine Extra-Einquartirung mit voller 23er- pflegung in's Haus gelegt worden. Die Herren der Municipalverwaltung von Versailles scheinen durch die königliche Gnade, die ihnen anfänglich die Kriegs- contribulion von 40,000 Fr. erlassen, einigermaßen verwöhnt zu sein und es ver- geffen zu haben, daß sie nicht die unumschränkten Herren des Landes sind. Es war daher an der Zeit, mit Strenge gegen Leute vorzugehen, die so gar wenig Verständniß für die wahre Lage der Dinge bezeugten und denen möglicherweise sogar die Gambetta^'chkn Telegramme den Sinn etwas umnebelt hatten. Straßburg, 8. Jan. Der Civilcommissär Regierungspräsident v. Kühlwetter macht Folgendes bekannt: „Der Unterpräfect zu Mölsheim, sowie die Vorsteher Der künftigen in der Bildung begriffenen Kreise nehmen fortan den Titel „KreiS- Director" als Amts-Bezeichnung an." Die Tragweite dieser kurzen Notiz brauchen wir wohl nicht erst in's Licht zu setzen; eS ist damit einfach gesagt, daß die Civil» Verwaltung des Elsasses bereits nach preußischem Muster und zwar dem KreiS- ordnungentwurfe entsprechend, der in Preußen erst noch Gesetzeskraft erlangen soll, eingerichtet wird. Aus Lothringen, 7. Jan. Don den mit Preußen befreundeten Mächten haben sich in letzter Zett häufig Offiziere nach unseren vor Paris stehenden Cer- Nirungstruppen begeben, um Zeuge dcS großartigen militärischen Schauspieles der Heschitßung dieser Stadt zu sein. So weilen mindestens acht bis zehn russische Offiziere verschiedener Grade, dann auch mehrere englische Offiziere im Haupt- quartiere, während österreichische, italtensche und belgische daselbst nicht anwesend sind. Eigenthümliche Gäste waren aber neun japanische Offiziere, zum Theil sehr hohen Ranges, die der Kaiser von Japan eigens nach dem preußischen Heere ge- sandt hatte, um dort militärische Studien zu machen, und die daselbst sehr gut aufgenomnvn worden sind. Sie trugen Civtlkleidung und passirten auf der Rückkehr von Versailles jetzt Nancy. Ihr Begleiter und Dollmetscher war ein früherer englischer Offizier; die Japaner, sehr intelligent aussehende Männer, die ein richtiaes Verständntß zeigten, sprachen sich im höchsten Grade anerkennend über Die Wirkung der preußischen schweren Geschütze auS und meinten, daß deren Geschossen fe ne Festung widerstehen könne. Ungeheure Massen von Munition werden jetzt täglich von Preußen auf der Eisenbahn bis nach Lagny vor Paris gebracht und von Dort durch Artillerie-Fuhrwerke abgeholt. (K. Z.) Es haben sich in Basel wohlthätige „internationale" Bureaux gebildet zu dem Zwecke, zwischen den im Feindeslande befindlichen verwundeten oder unver- wundettn Kriegsgefangenen Auskunft und Beziehungen zu vermitteln. Dieselben machen ihre Acress.n bekannt: 1. Zur Vermittlung der Correspondenz zwischen diesen Gefangenen und oeren Angehörigen, und zur Uebermachung von Geldsendungen erbietet sich: „DaS Jnsormationsbureau der internationalen Agentur in Basel (Casino)." 3. Zur Übersendung von Packeten erbietet sich: „Das Internationale Hülfs-Comttä für Kriegsgefangene in Basel (Kohlenberggasse 24)." Basel, 28. December ib70. Für die Agentur: Für das Gefangenen-Comttö: A. Vischer - Sarasin. Dr. H. Christ-Socin. Brüssel, 10. Jan. Man versichert, daß die Belagerung von Givet bevor- stehe. Preußische Plänkler sind bereits in Vireux (etwa 1 */2 Meile südwestlich von Givet) erschienen. „Etoile beige" meldet, daß 80 Kanonen vor Longwp eingetroffen sind. Brüssel, 10. Jan. Der „Etoile" meldet, daß 80 Kanonen vor Longwy eingetroffen sind. Brüssel, 10. Jan. Die „Jndep." berichtet in ihrer Correspondenz aut Bordeaux vom 3. d.: „Zwischen den Generalen Trochu und Ducrot giebt sich Telegraphische Depeschen. Privatdepesche des Gießener Anzeigers. Unser Cvrrespondenz-Bureau meldet uns, daß in Paris am haben gestattet, Niedergeschlagenheit. Versteigerungen. zum bei Vermiethungen. Als eines der vor^üglichllen (6317) wigsplatz. then bei W. Rühl Erben, Seltersberg. k r »ixt **; i Gießen, den 10. Januar 1871. an der um (i Uhr eröffneten Casse und vorher (von Donnerstag an) (93) I 77) In Vit. D. 9tr. 79 ist ein Familienlogis, sofort beziehbar, zu vermiethen. t n n d n 11 23 956 209 die Flucht. Der an den Festungsmauern bis jetzt angerichtcte Schaden war unerheblich, jedoch herrscht in Folge der Beschießung die größte Flrchlrnkrankc und Bruff- lridtndt Feilgebotenes. 119) Schwere Dachziegel von Glas können billig abgegeben werden fcbien« nachgeaeben habe. A RbtlMs 11 Jan. Zwischen den deutschen Behörden und den Ein- Gießen, den 1L Januar 1871. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen- S e m m l e r, Ortsgerichtsmann. Christian F i l l m a n n, an der Stadtkirche. Holzverstetgerung im Gießener Stadtwalde. 111) Montag den 16. Januar 1871, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Strangswiese und Bruderwinter, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: feit berichtet hat und daß fie schwören, Paris schrittweise und blutigst zu vcrtheidigen. Seit 5. Jan. sollen täglich 20,000 Granaten in Vie Stadt geflogen sein und bereits mehrere Personen auf den Straßen Zum Besten der AlMhöriM der im Felde stehenden Soldaten des Großh. Hess. 2. Ins. - Rcflimcnts wird durch Schuler deS hiesigen GiliniiasiniiiS Samstag den 14. Januar 1871, Abends 7 Uhr, im Leib'schen Saale -- ,-Mt Bekanntmachung. 114) Bei dem unterzeichneten Postamte sollen ein ausrangirter sechssitziger Postwagen und zwei tuchene Sitzkissen aus einem Omnibus Freitag den 20. d. Mts-, Vormittags 11 Uhr, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werben. Die Verkaufsbedingungen können bet der unterzeichneten Stelle täglich eingesehen werden. Gießen, den 10. Januar 1871. Post-Amt. L o ch m a n n. 115) Montag den 16. Januar d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die „ Nachlaß der Marie Heilmann gehörigen Gegenstände, bestehend in Frauenkleidern, Hemden, Strümpfen, Bildern, Porcellan rc., meistbietend versteigert werden. ). ir - bei fast allen Krankheiten der Respi- । rationS-Organc, veralteten Vungcn- catarrhen, Husten, Heiserkeit rc. kann der überall beliebte l>r. Hil debrandt'sche meißc Kräuter - Brnst- : Syrup 1 allen Leidenden bestens empfohlen werden. 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(auf der Gallerte) sind w. k"«" l»**1 ««-**** 1 >'*y »ertaaen- „Propagateux" und „Progre«" machen auf die jedes PatrioNswuS bare Haltung der nordsranzösischen Bevölkerung aufmerksam dee statt ,in (Soniinatnl »ur Vertheivigung zu stellen oder dieselbe zu unterstützen, der feind- lichcn Armee hftrdurch materielle und moralische Unterstützung gewahrt. — Das Journal rc Cambra," berichtet Fälle, wo Mobilgarden-DetachemeniS sich ab- sichilich gefangen nehmen ließen. Es mangle an Führern, welche Vertrauen er- wecken. Don den Mobilen seien Dreiviertheile mit dem Gebrauch der Kriege- Waffen nicht bekannt. setzt wurden, ihre Arbeiter wieder zu beschäftigen. △ Valencicnnes, H. Jan. Der „Courrier du Nord" berichtet von den schweren Calamitäten, von weichen der Handelsstand betroffen worben sei, da keine Staatskasse und kein Liller Bankhaus die neuen CirculationsbilletS auswech. Stecken Radel-Prügelholz, „ „ Stockholz, Wellen „ Reisholz, Radel-Stämme mit 6704 Eubiksuß, Officielle militärische Nachrichten. Versailles, den 11. Januar. Die gegen General Chanzy operirenden Colonnen drangen am 10. unter fortwährenden siegreichen Gefechten mit ihren Teten bis auf 1 Meile an le Mans heran. 1 Geschütz, 3 Mitrailleusen und über 2000 unverwundete Gefangene fielen in unsere Hände. Diesseitiger Verlust nicht sehr bedeutend. Der Verlust des Generals v. Werder im Gefechte von Villersexel betrug: 13 Offiziere und etwas über 200 Mann. von Podbielsky. Versailles, 11. Jan. Die Beschießung der feindlichen Werke und Geschütz-Emplacements wird kräftig fortgesetzt, wobei diesseits 9 weiter vorgeschobene Batterien in Thatigkeit traten. Die Kasernen des Fort Issy wurden in Brand geschossen. Diesseitiger Verlust an Todten und Verwundeten 2 Offiziere, 7 Mann. von Podbielsky. Kt Malo 6. Jan. Der Baron Malortie aus Hannover, welcher, von Nantes kommend/sich hier nach Southampton einschiffen wollte, wurde vom Bord de« Schiffes vom Präfekten abgeholt und bi« zum Eintreffen eines Regierung«- besweides aus Bordeaux internirt. f $ oui)on 6. Jan. Dem Vernehmen nach ist die Exkönigin Isabella im Begriff" G-nf'zu verlassen, um sich nach England zu einem Besuche der Kaiser,» Euqenie »u begeben. Einem Athener Telegramm de« Londoner Bureau Keuler »ufoigc ha, sich der bei der Maffacre zu Marathon tmpl.cirle Engländer Noel, der sich seiner Verhaftung durch die Flucht entzogen, seUdem al« Gefangener gestellt. ________________________ 6 m . fln Übereinstimmung kund. Der Artikel d.« Siöele gegen daß sich die Fabriken wieder mit K°hlen »ersi,h-N, wodurch sie .n den Stand ge- ;roch°7L» L »ugeschriebt», trotzdem im - ........ M nittur ine schwache Replik erschien. In Bordeaux herrscht e.n- gedruckte ' Die Kälte ha, in Süvfrankreich bedeutend nachgelassen. Stimmung. D^^ 1 Tfr j 9?ot6„ meldet au« Lille vom 6. b.: Seit dem Treffen btt Pont Novelle« hat General Faidherbe große Schwierigkeiten Mtt seiner m welcher die Truppen in starker Anzahl dcsertiren. 81 fflcrbeanr, 8. Jan. Große« Aufsehen erregt eine Ordre Gambetta r an di, Ma inen Frankreich«, alle Wählerlisten und Revision-arbet.en d-rze.t zu 22) Zwei freundliche tnEinanber0e6cnbE i Eine kleine Familienwohnung ist Rimmer, mit ober ohne lUobci, Katzenstein'schcn Besitzung zu ver- Nähe der Eiscnbabn, sind zu vermiethen. und kann bis zum 1. Februar bc- Nähcres bei der Expedition.__1 zogen werden. B Katz en st ein. 120) Ein möblirtes Zimmer, wcl-^ " ches sogleich bezogen werden kann, ist Vermischte Anzeigen, zu vermiethen bei Christian F i l l m a n n an der Stadtkirche. 87) Ein Schuhmacher - Werktisch, zwei Fenstertritte und ein Kanarienvogel ist zu qh per um uyi muniimii vmiiic miu vuiyti Gr»bb.r.°gUch-Bargerm-lst-r.i Gletzen 'oerkausen bei Geor^Mootz^i.twe, [ 0 f f flm Lindeuplatz jll haben. 117) Eine schöne rnöbline Stube istrno- heilt Dr. Iochhcim in Darmstadt, Lud- natweise zu vermiethen und sogleich bezieh- wigsplatz. (6317) bar. Näheres bei der Exped- d. Bltts. . ...... . . ------------------------------------- 103) Für mein Fabrirgescbaft suche 31) Ein möblirtes Zimmer zu vennie- ich zum sofortigen Eintritt einen mit then bei __ den nöthiaen Schnlkenntnissen versehenen Lehrung. Arnold Müller. X Brüssel 11- Jan. Die in Marseille erscheinende „Egalitö' meldet, dab eine A >zahl 'Deutscher, welche schon längere Zeit in Marseille wohnen, eine rnn dcn 5tönid von Preußen abgesandt haben, in welcher auf den grau« e fam-n Charakter hingewiesen, den der Krieg angenommen, und der König gebeten Unfer Cvrrespondenz-Bureau meldet uns, daß in am wird demselben -in Ende zu setzen. - Die in Bordeaux erscheinende France g 3anuat Barrifaden-Comitö über die Resultate seiner Thatlg- tadelt den Angriff de« „Swcle" aus Trochu und die R gierung von Pan« welche ' ~ '' " " ----r. die Statt mit Erfolg mehr al» drei Monate gegen die feindliche Uebermacht ver- theidigt, und nennt ihn unpatriotlsch und unpolitisch. — Die Pariser Ballonpost meloet dab twischen Jule« Simon und General Vinop Differenzen über die auf- V11 D.,-o. , ■ - _ . .. fcbublofe Erschießung von Spionen und Feiglingen entstanden seien, die jedoch g^tödtet haben. Die Bewohner der bedrohten Quartiere ergreifen wieder beigelegt wurden, da Simon, der für Abschaffung der T°te«strafe zu sein ■ ------w-«ui.—,......w- t.ue K.-baden 109 „ Stangen „ 689 „ Zusammenkunft ist an der Strangswiese. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1 Mai l- I. gestattet- Die Großh. Bürgermeistereien der um- emnfieblt liegenden Orte werden ersucht, dies in ihren v Gemeinden bekannt machen zu lassen. "k" ''Ski, '» I. j. , die ilrrr ,'*Jr >a ,?.*• ' Wie i* ' w,4uis,|Jg’ 'ir, ''' Mit 3*,*”*« 65$ . "«ichönex, ■LI i>'»ll» Iurie °>i JQ(( udn. auf V/'# tur^ui CUfatyianj für die rnfe frarn Sah an Totteu k.itjKldrtchtvsiel, 4m| ter Stijt von ' - ih» sofort ‘ ' fJ heftige, 1 M-:rtr ter vierte» 1 0 V.t autzr^ilh. hrrgk-rlll. Der t« »ilkklhoila Sra- ii tzOezl, reu Lrden ' der tu Zrd'eusg de» ♦ Bk 2 is Lußraz *t. €at ge-rn iß । ut tfi ikuglitUra tug 34 »cllcr Der- li c M'ttnriltuag res . a'Lvgüch du Äntg»* « |i ri und et »erdet ßsk. 6< Xi die je gir rtnig t triti rezilchertveife iifbdt banm- Rii^wttttr a, :t t tu Vvrürher . n t"S-° i»n' i iwiitdra Mit«' fji« jiihuite» ÜN' nun ; M b.e wW' - 7'; ulriH -ich' , :« h-a- S'' tnSud- , ' ... r;r tu "* -t füllt,, kit NI ■ ■trr« ** i,lra4‘ wi*15, Dieiclbco ,1 1«**^ tf ' W- -11 94) Ein sehr guter Hofhund ist zu verkaufen bei Zimmermeister Georg Herbert 59) Maronen (süße italienische Kastanien), pr. Pfund 9 fr., empfehlen I. A. Busch Söhne. 88) Schwarzes Samnitband in allen Breiten und das Nenesie in Mantelfranzcn, Knöpfen rc. 118) Crvftallcvlinder und Milchfchirine empfiehlt ________Karl Fuhr. 101) Täglich frischen, geschlagenen süßen DaniUc-Rahm empfiehlt Ed. Lind, Hofconditor. Ordn, Oberhessische Eisenbahn-Gesellschaft. zwei Monaten vorerwähnten Einzahlungs-Termins, mithin spätestens am 19. Februar 1871 Giessen Y) n Stuttgart nachträglich zu leisten. n dieser aT ^«'"«rttgen Aufforderung vor Ablauf nicht nachträglichen Emz.hlungsfrist «**■■>**■.«>*( aber, sowie alle Anrechte daraus’ verfallen ' ffi. a ’ ‘JL.n."! 1E'»“l.hmgen Strlag list, 1,'ul.alf foie in $tW„ 4^ in Leipzig. 2 e für Land er- an die @rc Wir eri Interimsscheine der & Anmerkungen. 1/ 1 II $ür Die Landes- 2baisen-Anstalt Die nach Die ®rt Gießen, du 1 2 Y) n n fl. 2 16 in » n T) n und Völkerkunde. Nedigirt von I>r. Otto Delitsch. Frankfurt a. M. Y) n Darmstadt Berlin Summa [27,36^299 42 Gießen, den 6. Januar 1871. Damßadl, unü Familitn-Ang Wachta Deren \ zi im. Da t« im PenslonS'Leihnilr Immi ju lass« unö unflenügeno \ mm veranlagt, \ mit btm Änfiigrn b'ucl ju ridjttn / I)tn trefft, flu^ebreiteteren & in den ich. Asti-, Namen der Pfarreien. Außerdem für die Armen an den hohen Festen 57 ff. 241/* fr. fr. 8 27- 3 4 5 6 aut Waisenb. iNeujahr. Selber. Mendorf an der Lumda . . Gießen...... Heuchelheim .... Kirchberg .... iteiß an der Lumda . Wieseck ^ . . . 96) Eine tüchtige Köchin sucht zum so- forftgen Eintritt Adolph Noll, Neue Anlage. . Unterzeichnete empfiehlt sich und Verändern von Pelzwaaren, sowie auch tm Haschen von weiften Pelraeaen- standen — Bestellungen auf ganz iteue Ä auf das ^efchmack- 100) Eine Werkstätte, oder ein Local, ba§ sich zu einer solchen eignet sofort m miethen gesucht von ° ' 1 ’0rt 3U Müller L Kaufsmann, Kirchenplatz A. 22. 1' Du am fr« und obkm mHkrium auf 9 harf. Wiltlvki ^ngsgrldu Nb ^r:41 Trist 895 llindn h(r fc6it "ffinfldi unb in j ®Hte 576) V 6 >»'4, *> • >•< £ 8at„ -* ^fn 2ru| * Wrt h. 3lt±tr $,mi »orben ^ unn,i'‘< 2j" StR! Viratbet t?'14* "-Sr !Ä 2Bir Borkommensowohl für größere wie kleinere Aufträge unser »d« L?al-Bureau für Insemle Frankfurt? M^Do^lktz^S^'''^ ’ Landkarten-Handlung. 18 15j20j 1 20 32 4 24 3112; 1134 6 28 „ „ Der Verwaltungsrath : Präsident (f 2 Fev Vice-Präsident. k «16)n:.^in iunges anständiges Mädchen bessm Eltern aus Paris ausgewiesen wor- ,-m Ä ” *kS PexfeCt ^"«'iisisch spricht uni^ un J.!aben unb anderen weiblichen Handar- beiten erfobren i|t sucht Stelle als Kinderoder Ladenmädchen. — Das Nähere zu er; fragen un Gasthaus zur Sonne, im 3. Stock. 113) Ein geübter Scribent wird zu sofortigem Eintritt gesucht. 6 Rosenberg, Hosger.-Advocat. Verzeichniß der tm Decanate Gießen im Sabre 1870 erhobenen ßolfcctcn ---------------------- Landmann, Decan. 9?ebaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Unio. - Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gieße!------------------------ Nummernverzeichniss der mit der 4. Einzahlung ä 15 o/Q noch rückständigen Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft. bei unserer llauptkasse, Herren Gebrüder Bethmann, er J®“ ®rla,,»er U,I<1 Söhne, Herrn HK. Koniffswarter, Moritz WolfskehL, « »^«8. Jaques, der Württemberg;. Vereinsbank fr. II fl. 52 9 2811233 Vierte Einzahlung. geschnobene vierte und letzte Einzahlung von ffinfzehn P •oeent . N “''1 betrages der Action, oder von 11.58' U Thl. ... S- . des-Nominal- ist hiermit aofgeford’ert, dtess JliSge und einer Convention.lstrafe von fünf Priemt des Verzugssmsen nach Ablauf des vorerwähnten Einzablnno-R-Tnrrnina aber, sowie alle Anrechte daraus verfallen zu Gunsten der Gesellschaft Dm v KZ Ä Aus alle» «WM» der Gesellschaft zu verwerthen. * anzulertigen und für Rechnung JUustrirte dass es erst noch einer ausdrücklichen Ungültigkeits-Erklärung bedarf Giessen, den 5. Januar 1871. s Freiwillige städtische Feuerwehr. Montag den 16. 6 Mts., Abends 8 Uhr, in Konig's Saal: Wahlversammlung. Der Vorstand. ___O. Weidig. Krachtbriefe für bie Main-Weser-, Wln-Mm-ener und "hessische Tissnbabn. sowie sammtliche ^ÄKmtlichsrk Formulare, sind zu (toben bei . leg, am Markt. Unsere Zc,tschr,,t hat sich die Aufgabe bestellt, gründliches geographisches Wis- emtritt, ohne, [ " An möglichst weiten Kreisen zu ver ' breiten und zu fordern. Die Ausgabe erfolgt in monatlichen Lieferungen, zum <» Sgr. pro Heft, von vier reich illustrirten Bogen. ^^^,.Deccmber-Heft enthält: Der Elsaß. (Mit 3 Jllustr.) - Die west- preußischen Werder und ihre Bewohner. Don Gustav Jaquct. — Skizzen aus Süd- Von Ur. Joh. Thiesfing. -Aus ^'.^'^<«1 Uber die zweite deutsche Rord- - Die Fahrt der Hansa. (Mit 1 ^warzc Tod. Von C. §sbllcr. (Schluß.) — Sarayacu und die spanischen Missionen ,n den Urwäldern Süd- amerika's. (Mit 6 Jllustr.) — Die Ackerbaukolonien der Argentinischen Republik. Von Joseph Wild. (Mit 2 Jllustr.) - Ein Ausflug in das Fayum. Von Dr. Rudolf Zoppritz. - Miszellen: Die Zahl der Deut- Nrn und Oesterreicher in Frankreich 1 ()9 G A^ustche Feldpost. - Webstofffabriken ni,,„ ™ Großbritannien. - Erdbeben in Grie- 2249. <6a»Iatib oom 1. August 1870. - Cholera viooa "! Zanzibar. — Die niederländische Kolo- 4229. mc Surinam. — Mittheilungen aus Au- zlQQQ nralicii, von Henry Greffrath rc. b"rch alle Postämter, so- 7523. ^ Buchhandlungen des In- und Aus- iw hocv* Nr. 68. 4679. Nr. 526. 807. 870. Lit. C. ä 5 Actien : Lit. D. a 1 Actie : 871. 872. 873. 874. 956. 1094 1OQR 1317. 1318. 1319. 1389. 1453. 1937. 1938. 2163 2164 2250. 2315. 2321. 2322. 2323. 2324. 3474. 4227 4228 4230. 4231. 4232. 4233. 4234. 4235. 4236. 4237. 4238 4240. 4241. 4242. 4243. 4244. 6540. 6857. 7521. 7522. Für die Orts- en Schul- sscrl'.i.gö« !d auf nqste». Für die [ Mi'sston lauf Epi. phanias ZiZ Hauseallecle für Vendersheim.; Für das 1 Di a kc nisse n- haus. Für den Verein der Guüav-Aoolf- Stistuiiq Zusammen. f affe 5 am -Ke- !■ form.- । Veitrüae. Feste. II J ff. fr. ff. kr- fl. fr. ff. I fr. ff. 1 fr- fl. 1 fr. ff. kr fl. fr. fl fr — — 2 17 9 57 6 53 10 28 — 5 31 'j 17 10 64 16 20 49 \ 16 571 23 45 23 6 — — — — 38 29 ,566 26 939 28 1 41 — 48 3 18 2 9 ■ — — — 2 50; 10 46 18 — 2 !8j 3 50- 2 45; — —. — — 2 91 24 39 69 8 - 1 30'1 1 2 25 24 3 4H i 6 -1 30 54j| i.R 1 3 1 ‘4 CI !2 439 A 9 i 1 ei Ott 6 5 c; — 2 234 41 <21 | 19 12 30 62 38; 17 34