Gießener AnMger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 211. Dienstag den 12. September 1871. Preis riecteljährig 1 fl- 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Warft • 3X a unb Suftralitn, Erscheint täglich, mit Aus nähme MontagS. Expedition: Canzletberg Lit. B. Nr. 1. :.ntH den lo. Binder unb r Defitzer. getauft kehl, f8 9. Bestellungen auf der. Gießener Anzeiger M Abonnenten, welche den Anzeiger bet der Erpedition «bholen lassen, erhalten denselben für den Monat September zu 20 kr bn- Gichnin »• ÄmtL <6 Eagrrbitt in viber: im, Amtlicher T h e r l. Nr. 37 des Reichs-Gesetzblattes des Deutsche» Reiches, ausgegeben zu Berlin am 1. September 1871, enthält: (Nr. 693.) Verordnung, betreffend die Einführung des Artikels 33 der Reichsverfassung in Elsaß-Lothringen. Vom 30. Auaust 1871. (Nr. 694.) Ernennung von Generalkonsuln, Konsuln und Vicekonsuln des Deutschen Reiches. (Nr. 695.) Ertheilung des Exequatur an den Generalkonsul der Republik Peru in Hamburg. Xm* IIhX O n AM fT"\ A.. »ix AM 9 9 Eheschließungen von Deutschen und Beurkundung der Geburten, Heirathen und Sterbefalle von Deutschen. w uuo -oeurrunoung (Nr- 670.) Ertheilung des Exequatur an den Vicekonsul der Republik Chile in Berlin. Gießen, den 9. September 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: Keku 16, Kreisassessor. .Idirn- Ältyeftfr p ftnona. Hoffl-llL baut. t im Tlallde, besorgt. (618) btt 11. w* t bei lllll der kG Ti t 8. Wi tS.105 t 8. S-'/s k 8. #’• t 8. ifl. 105 tß. iE t 8. 18. r*/< »8.- LS- " JSV 1^42 u»9 2^54 ►<■-38 • iti-18 Betreffend: Handbuchsauszüge für 1871. am 6. September 1871. Das Großher^ogliche Kreisaml Gietzen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien zu Allendorf a. d. Lda., Aniui-od, Ettmgshausen, Garbenteich, Hausen, Heuchelheim Lollar, Mainzlar, Münster und Watzenborn. Wir erinnern Sie abermals an die Einsendung der rubricirten Handbuchsauszüge binnen 8 Tagen bei 1 fl. 30 kr. Strafe. In Berhinderung des Kreisralhs i Ke tu 16, Kreisaffessor. Politischer T h e i i. 11. September. *V Dar Heilmittel gegen die Gefahren des Socialismus ln einer schärferen Anwendung der Strafgesitze zu suchen, zeugt sicher am wenigsten von einem hinreichenden Verständniß der socialen Frage. 'Vor uns liegen mehrere der großen Blätter, welche vorzugsweise dem Kapital bienen. Das eine klagt über die schrankenlose Coalitionöfreiheit, gegen welche eine Correctur gegeben werden müsse; das andere beschwert sich bitter darüber, daß den socialistischen Schreiern und Wühlern bei ihren Reden in öffentlichen Versammlungen, bei ihren Kundgebungen in der Presse vieles ungestraft hingegangen sei, wovon der zehnte Theil hingereicht haben würde, den Urhebern liberaler Blätter Verantwortung vor dem Gesetze zuzuziehen. Diese Nachsicht, fordert das Blatt, müsse jetzt aufhören; je strenger a.an hinfort zwischen berechtigten und unberechtigten Freiheitsäußerungen unterscheide, desto sicherer werde man erreichen, baß d,e Massen allmählig eine Umwand lung in ihrem Denken unb Thun erleiden, wenn sie den Ernst des unerbittlich gehandhabten Gesetzes sichtbar wahrnehmen. Wohin würben wir wohl kommen, wenn Die deutsche Bundesregierung diesen Rathschlägen Gehör gäbe, wonach Alles, was Der Arbeiter gegen die Kapitals- macht in seinen Reden vorbringt, unerbittlich bestraft werden soll, während in den Anklagen des Bourgeois gegen die Regierung Diese letztere nur eine berechtigte ßretheit-äußerung erkennen Darf? Hieße das nicht Die gesummten Arbeitermaffen in eine Direct feindselige Stellung gegen die StaatSgewaltcn treiben, sie zu den i erbitterten Feinden Der Regierung und Gesellschaft machen? Bekanntlich haben Nie ärmeren Gesellschaftsklassen keine Presse, die ihre Interessen ausreichend befürworten könnte, Dank dem herrschenden CautionSwesen; auch sind sie so gut wie zar nicht vertreten in der Volksvertretung, und nun sollte man ihnen noch die tcnigen politischen Rechte, welche sie besitzen, so schmälern, daß die Vertreter ihrer ürnereffen Anstand nehmen müßten, noch ferner für ihre Rechte in Die Schranken lu treten ?! Glücklicherweise sind Die deutschen Negierungen, so wenig Freiheits- Pn ihnen auch eigen sein mag, doch zu verständig, um sich auf solchen Pfad lvckrn zu lassen, dessen Betretung übrigens der Bourgeoisie höchst nachtheüig werden >Üjte und eigentlich nur Der Socialdemokratie zu Gute kommen könnte. In Der That, wenn die Staatsgewalt in solcher Weise „organisatorisch" « die sociale Bewegung eingreifen sollte, dann wäre es allerdings besser, sie be- Imte einstweilen noch bei der bisherigen Passivität; denn wollte sich Die Regie ""lg auf Den fanatischen StanDpunkt des Bourgeois stellen, welchem der Staat, Irmee und Polizei nur dazu bestimmt scheinen, den Bürger in seinem Besitzstände I* schätzen, Dann würde ja der Zweck be- Staats so beschränkt sein, daß von toem Streben für höhere GesellschaslS- und Menschheitszwecke eingentlich gar nicht Uhr die Rede sein könnte. Nein, Die Bourgeoisie gegen Den Arbeiter zu schützen, heutzutage vielleicht weniger nothwenbig, als den fleißigen und vernünftigen arbeitern gegen die schrankenlose Ausbeutung Der Kapitalisten unD Spekulanten ■ ^igermaßen sicher zu stellen. Das Letztere ist nicht eigentlich Die Aufgabe Der Staatsgewalt, uno in Dem Maße, als ihr dieselbe gelingt, wirb sie auf Vie Hin- I Abung Der Arbeitermaffen für die Interessen Des Staates rechnen können. Der Kaiser hat genehmigt, Daß für Die Dauer Der mobilen ZustanDe- eines Theiles Der Armee Die Entlassung von Mannschaften, die ihrer activen Dienstpflicht als Einjährig-Freiwillige genügt haben, beim Mangel Der die maßgebenden Bestimmungen vorgesehenen R-clamationsgründe auch Dann etnfrtrn Da f, wenn Die Betreff.nDen Durch längeres Verbleiben bei Der Fahne in Fortsetzung ihrer Studien resp. nach Vollendung derselben in Der Ausbildung zu ihrem künftigen Lebensunterhalt gehindert werden. Die Entscheidung über derartige Entlaffungs» anträge, soweit es sich um Mannschaften mobiler Tcuppentheile handelt, liegt Dem Oberkommando Der Occupationsormee, in Betreff Der Mannschaften immobiler Truppcntheile den GeneralcommandoS ob. In Oesterreich wogt seit dem 1. September der Wahlkampf in ungewöhnlicher Heftigkeit: auf der einen Seite stehen Die Deutschen für die Verfassung, auf Der anderen die Slaven und die Uitramonhnen, Denen Die Nationaliiäten nur Mittel, Die kirchliche Reaction Zweck ist. Die Versaffungspartei hält fest zusammen, UND Daß sie Ith.c schlechten Aussichten hat, beweist Der Fanatismus ihrer Gegner, Die Das Ministerium zu allerlei Bemaßregelungen und Verboten getrieben und gelegentlich auch Pöbelexceffe angezettelt haben, um Das deutsche Elemmt ein- zuschüchtern. Da Die Ultramontanen überall die Sache Der Kirche voranstellen, so ist den Abstimmungen zugleich ein religiöser Eharacter aufgedrückt worden, durch den Die Bewegung bis tief in Die untersten Volksschichten getrieben wurde. Das Ministerium Hohenwart hat bet Dem Kampfe, Den iS Durch Verbote, durch die Polemik feiner Organe und Durch Die plumpen Ausfälle des „Vaterland" gegen die heiligsten Ideen de Neuzeit führte, nicht an Ansehen und Wurde gewonnen. Graf Beust hielt sich diesem Treiben durchaus fern; seine Stellung erheischt, ob- gleich Die ultramontanen täglich seinen Sturz oerfunDeten, nach wie vor ffst und gemessen, eben so Die von Andraffy. Die Wahlkampfe haben vorläufig alles andere Interesse in Den Hintergrund gedrängt, besonders in Wien, wo Die Deutschen glänzend gesiegt und sich durch Eifer, Festigkeit und Besonnenheit ihrer Siege würdig gezeigt haben. Nachdem die Nationalversammlung sich zur Constituante erklärt und Thiers zum Präsidenten der Republik ernannt hatte, erforderte es der Anstand, daß Der neue Präsident sich erstens durch eine Botschaft bei ihr bedankte unv sodann eine Neubildung seines Cabinets vornahm. Die Botschaft, inhaltslos wie sic war, wurde im Ganzen gut auigenommiu, weniger Die Ablehnungsgesuche sämmtlicher CabinetSminister, das Larcy's etnge,chlossen. Das Ministerium ist geblieben wie es war, nur daß Dufaure zum Vicepräsiventen desselben ernannt wurde, weil Thiers sich die Präsidentinstelle Vorbehalten hat. In der Nationalversammlung nehmen die Gesuche um Udaub auf längere Zeit so zu, daß man sieht, wie Die Sehnsucht nach Ruhe wächst. Es heißt, baß Die Parlamenteserien beginnen sollen, fobalD die vier Pari- benachbarten Departements von Den Deutschen Truppen geräumt und Die Finanzqes'tze vvt-rt sind. Jndeß wird Die Räumung wahrscheinlich eher als Die Annabme Der Vorlagen Des FinanzministeiS erfolgen, Da Pouyer- Qutrtier mit Der betreff«nDen Commnsion noch immer im Argen liegt, währenD Die Verhandlungen des neuen dcutlchen Gesandten, des Grafen Arnim, mit Thiers, Remufat und Pouyer-Quert>er gut von statten gehen. Gras Waltersee hat am 1. September Pans verlassen, um zunächst nach Gastein und Dann zu seinem Re- gimente nach Hannover zu gehen. Don der dritten Halbmilliarde sind bereits 390 Millionen in Straßburg übernommen und die noch fehlenden 110 Millionen als schon unterwegs angekündigt; sobald daher die Verhandlungen in Versailles zum gedeihlichen Schluffe gelangt sind, wird die Räumung der noch besetzten Forts vor Paris und der Departements Seine, Seine et Oise, Seine et Marne und Oise unmittelbar erfolgen. Der 4. September ist in Paris und im ganzen Lande ohne nennenswerthe Kundgebungen vorübergegangen, dagegen durch zahlreiche Bankette gefeiert worden. Die Pariser sind gespannt auf die Entscheidung der Nationalversammlung über den Ruvinel'schen Antrag, dessen Discussion in der Sitzung des 5. September unter Sturm und Drang begonnen hat und entscheiden soll, ob Paris wieder die Hauptstadt werben oder diese Ehre Versailles — bis auf Weiteres — lassen soll. Administrative und finanzielle Gründe sprechen für Paris; tndeß die Majorität der Nationalversammlung hat Furcht, und es steht kaum zu hoffen, daß die Ruhe des 4. September dieselbe ganz beschwichtigt haben sollte. Die Monarchisten find ohnehin zu neuem Mißtrauen aufgelegt, weil die Republikaner sich mit der neuen Befestigung von Thiers sehr zufritden zeigen. Die Nationalversammlung hat am 6. September die Anleihe von 350 Millionen für die Stadt Paris genehmigt und das Gesetz angenommen, wonach die ganze Nation die durch die Invasion der Deutschen verursachten Schäden zu vergüten hat. Die Bonapartisten rühren sich gewaltig und Rouher bereitet sich vor, seinen Einzug in die Nationalversammlung zu halten; zu dem Zwecke hat Abbatucci ihm seine Stelle frei gemacht, ihn seinen korsischen Wählern empfohlen und Rouher sich durch ein offenes Schreiben bereit erklärt, die Wahl anzunehmen, „um der verkannten Wahrheck" zu ihrem Rechte zu verhelfen. Während der ParlamentSferien beabsichtigt Thiers, nach einer kurzen Badecur in Aix-les BainS, eine Inspektionsreise zu machen, um über die neuen FestungSbauien, die im Plane sind, sich eine eigene Anschauung zu bilden. Bekanntlich traut Thiers sich in solchen Angelegenheiten ein entscheidendes Urthcil zu. Die Bewegung gegen die Nationalversammlung im südlichen Theile Frankreichs ist im Steigen: die Mitglieder der Majorität werden als „reaktionär, turnst und intolerant" geschildert und der Beschluß, wodurch die Nationalversammlung sich const tuirende Gewalt beilegt, wirb als „ein parlamentarischer 2. December" dargestellt. Nach einer Liste, welche die Versailltr „Egaltte" brachte, haben sich bereits 84 Blätter in den Departements und in Algerien für diese Bewegung erklärt und arbeiten in dieser Richtung. Die Führer dieser Bewegung hatten aus den Austritt der Linken in Maffe gezählt, diese aber hat den Austritt nicht zweck mäßig befunden. Es fragt sich nun ob es ihrem Einflüsse jetzt gelingen wirb, abzuwiegeln, oder ob die Bewegung im Süden ihren Fortgang hat. In diesem Falle werken die Confl cte mit der Nationalversammlung und der Regierung nicht ausbleiben. Man sieht, wie r chtig das Sträuben von TdierS ist, die Auflösungen der Nationalgarden in den großen Städten nicht zu überstürzen: dieselben könnten unter obwaltenden Verhältnissen leicht zu einer bedenklichen Schilberhebung führen. Einstweilen verstärkt die Regierung die Besatzungen, um im Nothfalle schlagfertig dazustehen. Die Gesundheit des Papstes, über welche sehr ungünstige Gerüchte verbreitet waren, soll in Wirklichkeit zu gar keinen Befürchtungen Anlaß geben. Auch Garibaldi befindet sich besser und ist bereits im Stande, bas Pferd zu besteigen. Seinem Widerwillen gegen Frankreich, dessen Undank er so bitter erfahren, hat der Einsiedler von Caprera mehrmals unverhohlenen Ausdruck gegeben. Kein Wunder, baß sowohl ihm wie seinen beiden Söhnen die Politik verleibet ist. Darmstadt, 6. September. Die heute erschlenene Nr. 29 des Großherzoglichen Regierungsblattes enthält: 1) Gesetz, die Zusammenlegung der Grundstücke, Theilbarkeit der Parcellen und Felbwege-Anlagen betreffend. 2) Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Vergütung der Kriegsleistungen, insbesondere der gelieferten Fourage betreffenv. 3) Bekanntmachung des Landwirthschaftlichen Instituts ver Universität Gießen. Die Vorlesungen des Wintersemesters beginmn am 1. November. Der unterzeichnete Direktor sendet auf Wunsch specielle VorlesungSverzeichniffe, ertheilt nähere Auskunft und nimmt Inskriptionen an für das Institut. 4) Ordensverleihung. 5) Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 6) Bekanntmachung, die Vertheilung der Preise im philologischen Seminar zu Gießen bet>effend. Folgenden Mitgliedern des philologischen Seminars auf der Landes - Universität zu Greßen sind für ihre Leistungen während des Wintersemesters 1870/71 und des Sommersemesters 1871 Preise zuerkannt worben: 1) ver erste Preis dem Studiosus philol. Ernst Rettig aus König, 2) der zweite Preis dem Studiosus philol. Heinrich Stopler aus Gießen. 7) Ertheilung eines ErfinbungSpatenteS. 8) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnäoigst geruht: am 1. Juli dem Wilhelm AnsrcaS Bornmann aus Battenberg, im Könige. Preußen, die Stelle eines Pedellen an dem evangel. Schullehrer- Seminar zu Friedberg zu übertragen; am 12. August dem Landgestütsveiknecht Jacob Weber aus Dexbach, im Könige. Preußen, zum Landgestütsviener zu ernennen; an demselben Tage die vermalen als StationScontroleure zu Emmerich und resp. Harburg verwendeten Zollinspektoren Franz Christian Engisch und Carl Ruckelehausen in vcn inländischen Dienst zurückzuberufen und Ersteren zum Ober- zolllnspector des Hauptzollamtes Gießen uno der oamit verbundenen OrtSeinnehmerei 1. C.affe zu ernennen, und Letzterem die Stelle eines Oberzolliuspectors bei dem Hauptzollamte Mainz, mit der Verpflichtung, bis auf Weiteres zugleich als O>er- zollinspector bet den Hauptzollämker« Bugen und Worms zu fungiren, zu übertragen; am 18. August ven Overstudien - Oirec or s. Will'ch zu Darmstadt zum Vicwräsibenten des Vereins zur Unterstützung unv Beaufsichtigung der aus ven Landes-und Provinzial-Strafanstalten Entlaffenen zu ernennen, ferner dem evangel. Pfarrer zu Nieoer-Gemünden, im D'■ X eit, l«i * ®' tot« al« W* 15 Difit«« tMW BawkaM emMt > 26. gegen MA -a wrro/inW und 2 and und faui SW wied Hingen, wobei tr jnb kam bald zurück r ■l Nach ihrer gegangen. Si' baten Üe Miaen Sichert ßhec Millionär, ist d Drr Fabrikhen that a siiner Fabrik tm schön Außer vor Freund und schall. Mit tiefer sich oar keine leichie Auig Todesstrafe demjenigen ter Truppen dienen ' llser war bis auf Stu SWiN, ja selbst Sa Tchtsmahregeln und S so daß nut höchst feite vorden KewgnoScirune selche manchmal in bi «ft mehrere, R.quißtio ierbei zu schajfrn. Si ;i diesem Dienstzweige Erfolg gekrönte- ßom; nachte es dieser gegen >ie Waffen «elreten wi Da wir 3 Tag-Imärst inwundttn, bah mik var eine Compa.M trte diese, ste werbe' wr Briare. Zwei d Das ganze Detachem durch eine Batterie i bad Gefecht mehrmal b-sondere unsere Bert Mite, ali ,S schon "ner Höhe hinter ^wd, duich ein lanj, v»der, uns hier anzu- »acht etwa- 5RUbt un **1«^ f, w S-fallenen Saab Aeriheidigur Wollte uns umae @-tn zurück w ^'S-Nlheil schon a J l* FlottllZ, ►"J? ? fts Bersiei^ WttUeyetm !ti2) k-£äe ri°»ch * Sr«'n,$ "klden, al§; vol, ks ■ 216 ' iu «2°"b,i L'"'« 3* Sa?-; ■ 1 Ät,tnroü, iB 7«»'.° di.,; .’ 111 tritt. Ich b" ’M 305 e . **« ■» A {.*“** 6<* M. 27 B- ®’t fiRtn ®j, *», im ft* sttuer-Gommijfflrt fich bionii N- El-Mrbls ^'hnvkrath EM irrihtn 6arl > i(r Bischof Jr r. - tit üfrijtii -in bis Mjin Ei, Jjifn LeschG i| ter jir ttfimiiski tinbmiftntii (Jom* ■icipfT kcoobaltt, i cijn rem Avk> lh Fltr. r. litpfi» ’n unk Mn rntb Dr. eMl, i Cber-iriennoli* Dkkhslt uni Im e eifOwilrtlüHj itiontßtntittratl} li, atld)tx tit üuayn \ut dir »tnangeleqenl}eiifn | i Inylutnbt'lni ! Iratb de la croii Ihn nur em tyt itui uojmantili iiaf Bcrfefl/ toj gut I« jhonnitrt ^i.|bi|nW Itjdbt »irt "r vilnch »trtfM llttj orgaainrt B84 ttW t®1* BnrnftfUi eniri hi i' ® Clj.i rnM »4 ••tB 3‘C if tie clcnoM «d Ml I* Ä”* 5«SS!l । jt riM^ .utt tu Urt Ä"'** ‘A'i ijj«t|i 'Lmi« m 6»* J, W * * ,d 4 ig t»tt11111 - »*5S - *".y theilvngen aus Weimar würde z. B. oas zur 22. Division gehörige 5. Thür. Jnf.-Regt. 91 r. 94 erst am 23. d. von Langny den Rückmarsch antreten.) Florenz, 9. September. Die „Gazttta d'Italia" meldet aus Nom vom heutigen Tage, daß der Cardinal Bonaparte morgen mit einem Schreiben des Papstes an den Kaiser Napoleon nach England reisen wird. Das Großherzoglich Hessische 2. Infanterie-Regiment in und um Briare. Diesen kleinen Feldzug in dem großartigen Kriege 1870,71 kurz und wahr darzustcllcn, ist der Zweck dieser Zeilen. Gegen Mitte December 1870 marschirte Prinz Fredrich Carl mit allen verfügbare» Kräften auf Le ManS vor, um abermals neue Lorbeeren zu pflücken. Die G>oßh. Hessische (25.) Division blieb in Orleans zurück, um Vie Loire^Linie festznhalten. Ein Detachement, beftehend aus dem Großh. H'ss. 2. Infanterie-, 2. Reiter-Regiment und ter reitenden Artillerie, unter Befehl des General v. Rantzau wurde am 20. Decembec beordert nach Montargis zu gehen, wo es in drei Mölschen am 22. Nachmittag« ankam. Zwei Tage lagen wir hier, eS war sehr kalt. Schon hofften wir die lang ersehnte Ruhe zu finden. Es passirten 1800 Mann Ersatztruppen für die 2. Armee die Stadt und machten Rasttag. So kam es, daß über 70 Officiere den W ihnachts- abend mit Nacht.ffen, Musik, Chriflbaum und Lotterie bis gegen Morgen in heiterster Stimmung rubrachten. Wir waren glücklich zu hoffen, daß wir morgen abermals Ruhetag haben sollten. Doch diese freudige Aussicht würde Morgens 6 Uhr zu Wasser-, wir mußten auch um 8 Uhr abrnaff ckiren. Es war em harter erster WeihnachtSseiertag; große Kalte, langer Marsch und viele katzenjämme- rige Gesichter. Erst gegen Abend kamen wir nach La Boussiöre. In einem großen Schlosse, bei einem renitenten Grafen wurden viele Officiere und Mannschaften untergkbracht. Später erfuhren wir, daß dieser Graf damals einen verwundeten deutschen Reiter versteckt hielt, um denselben spater als Gefangenen den Franzosen zu übciliefern; ein gewagte Manöver. Abends gab er für 15 Officiere al« Braten ein Huhn. Er wurde hierüber belehrt, so daß den andern Morgen ein completeS Frühstück servirt war. Rach Briare vorgeschickte Reiterpatrouillen meldeten, daß dort Barrikaden errichtet und daß 3 Reiter ihrer Spitze abgekuiffen (gefangen) worden wären. Den 26. gegen Mittag kamen wir vor Briare an. Abermals war 1 Reiter unserer Spitze schwer verwundet und 2 andere gefangen genommen worden. Einer davon war dem Feinde entsprungen und kam Abend» wieder in Briare an. Man wollte ihn mittelst eines Kahne« über die Loire bringen, wobei er Gelegenheit fand, zu entlaufen. Gin Zug Reiterei sprengte in das Städtchen unb kam bald zurück mit dem Maire und einem Deutschen, welcher hier schon 30 Zabre domilicirt ist. Nach ihrer Aussage waren erst vor kurzer Zeit die letzten Mobilgarden rc. aus B.iare zuruck- qegangen. Si baten um Schonung der Stadt. Ohne Zmisch.nfall rückten wir ein, nahmen bie nöthiaen Sicherheitsmahregeln und quartierten uns rin. Eme große Knop'fabrik, deren Bc fitzer Millionär, ist die Seele dieses Städtchens. Hiervon lebt der größte Theil der Einwohner. Der Fabrikherr that alles Mögliche, um die Einwohner zufrieden zu stellen: auch hatte er in seiner Fabrik ein schönes großes Lazareth eingerichtet. Er hatte eine höchst schwierige Stellung. Außer vor Freund und Feind hatte er noch die größte Furcht vor der unzufriedenen Einwohnerschaft. Mit dieser sich zu halten, ohne die gerade anwesenden Soldaten nicht zu benachtheiliaen, war keine leichte Aufgabe. Wir fanden hier noch die Maueranschläge Gambetta's, worin er mit Todesstrafe demjenigen drohte, bei dem man Gegenstände in Vorra^h fände, welche zur Ernährung rc. der Truppen dienen könnten; Alles mußte sofort auf das linke Ufer geschafft werden. Dieses Ufer war bis auf Stunden hinter uns von FcanctireurS besetzt, welche öfl.rS, mit einzelnen Schüssen, ja selbst Salven, bis in die Straßen von Briare und belästigten. Die nothigen Vorsichtsmaßregeln und Sicherungen nach allen Richtungen hin machten den Dienst schr anstrengend, so daß nur höchst selten einzelne Ablheilungen dazu kamen, sich auskleiden zu können. Jeden Tag wurden RecognoScirungen von 1 und mehreren Compagnieen gegen den F.ind unternommen, welche manchmal in dunkler Nacht erst endigten. Dann mußten jeden Tag wenigstens 1, aber oft mehrere, R> quifitionS - CommandoS auSgesandt werden, um Nahrung für Mann unv Pf-rd herbei zu schaff-n. Sie wurden immer von einem Lieutenant geführt. Einige Herren Hatter, sich in diesem Dimstzweige ein besonderes Renornrne erworben, und c« war interessant, ein solch' mit Erfolg gekröntes Cornmando einrücken zu sehen. Wie wir täglich den Feind beunruhigten, ebenso machte eS dieser gegen unS; so daß kein Tag verging, ohne daß nicht wenigstens einmal unter He Waffen getreten wurde. Unsere Stellung und Stärke rnnßle der Feind bald genau erfahren. Da wir 3 Tagesmärsche von unserer nächsten Unterstützung, von Orleans, waren, so ist nicht zu verwundern, daß mau versuchte, unserer lästigen Nachbarschaft lod zu w rden. Den 31. Decemder war eine Compagnie zur RecognoScirung wie gewönlick vorgeschickt worden. Gegen 1 Ubr meldete diese, sie werde von sehr überlegenen Kräften ged:ängt und stehe schon eine kleine i/2 Stunde vor Briare. Zwei bereite Compagnieen rückten sogleich zur Unterstützung vor; ebenso 2 Geschütze. Das ganze Detachement stand schnell auf den befohlenen Stellungen. Der sehr überlegene Feind, durch eine Batterie unterstützt, nöthigte bald die Unserigen zum Rückzug Trotzdem brachten wir da« Gefecht mehrmals zum Stehen, so daß ed möglich würde, völlig geordnet zu bleiben und iw besondere unsere Vertheidigungsstellung dicht vor Briare mit aller Ruhe einzunebm.n. Der Angriff erfolgte, als es schon anfing, Nacht zu werden. Wir hatten hierdurch den Nachtheil, daß unsere, auf einer Höhe hinter Briare placirte Batterie, nicht feuern konnte. Dennoch schlugen wir den Feind, du»ch ein längeres wohlgenährtes Schnellfeuer vollständig zurück. Niemals wagte er auch wieder, uns hier anzugreifen. Vor Allem wurde nun Sorge getragen, daß die Leute während der Nackt etwa« Ruhe und Essen und Trinken bekamen. So trat.n wir in das Jahr 1871. Der NtujahrStag-Morgen fand wieder Alles in Stellung. Patrouillen fanden und brachten unseren gestern Abend gefallenen Hauptmann W ber. Er wurde alsbald auf dem Kirchhofe von Briare, welcher in unserer Verteidigungslinie lag, begraben. Gegen Mittag kam der Befehl zum Rückzug. Der Feind wollte uns umgehen; wir zogen und in größter Ordnung und beinahe ganz ohne Verlust nach Gien zurück. Die Franzosen rückten in Briare ein, behelligten und aber in Gien nicht. 3m Gegcntheil schon am 4. Januar Morgens hatten sie Briare wieder geräumt und sich ganz zurückgezogen. Auf diese Nachricht nahm unser ganzes Detachement noch an demselben Tag lieber unsere Stellung in Briare ein. Der Dienst wurde jetzt noch beschwerlicher. Denn als am 5. Jan. Morgens eine R iterpatrouille von 20 Pferden nicht mehr zurückkam, mußte stets Infanterie die Unterstützung machen. Auch wurde 1 Compagnie nach Gien detachirt zur Beobachtung der hier stehenden B'ücke, welche Bourbaki feiner Zeit halte sprengen lassen, und die für unsere Stellung eine unbedingte Nothwendigkeit war. Wir veilebten nun 10 Tage in beständiger Spannung, mit täglichen flehten Rencontres und Verlusten. Ties waren unstreitig die härtesten Tage im ganzen Feldzüge. Man kann sagen, ständig auf den Beinen, singen die Stiefel an defect zu werden, das Ungeziefer nahm auf erschreckende Weise zu, der Blatternkranken wurden '.len Tag mehr und Niemand hatte mehr eine Pfeife Tabak noch weniger Cigarren. Dabei patte daS Regiment noch einen Stabsofficier und 3 Hauptleute rc., so daß mehrere Compagnieen von Rtfeivelie.itenantS commandirt werden mußten. Co kam der 14. Jan. heran. E. war ein Glatteis, daß kaum ein Pferd fort kommen, und ein Nebel, daß man auf 200 Schritte nicht ein Haus sehen konnte. Schon vor 8 Uhr deuteten die einlaufenden Meldungen auf einen feindlichen Angriff. Kurz nach 8 Uhr hörte man auf unserem linken Flügel, auf der Straße nach Montargis, Gewehrfeuer, und bald darauf kamen auch die Granaten dorther bis in die Stadt hereingefloqen. Schnell war Alle« auf seinem Posten. Selbst die Krank-n kamen aus den Betten, sie wollten nicht gefangen werden. 16 Blatternkranke gingen an diesem Tage zu Fuß mit, und ist ihnen ganz aut bekommen. DaS Gefühl unserer gefährdeten Stillung hatte sich jedes Soldaten bemöchiigt. Wie werden wir aus diesem Nest noch herauskommen? hörte man häufig sagen. Doch Gott sei Dank', wir kamen mit Ehren heraus. Mit 2 Compagnieen und dec dort stehenden Feldwache wurde schnell ein kräftiger Vorstoß auf der Straße nach Montargis angeordnet und sogar wiederholt mit Erfolg ausgeführt. Die ganze Bagage, eine gestern augekommene Proviant - Colonne und ein SanitätS- Detachement sollten sogleich nach Gien zurückgehen. Die einzige noch reservirte Compagnie mar- schake auf der Eisenbahn zurück, um ein hier gelegenes Schloß zu besetzen. In gleicher Höhe dieses Schlosses auf der H.-uplstraße war eine große Ferme, wo sich die Reiterei versammelt hatte. Als die ersten Wagen der Bagage eine kleine Strecke hier vorbei waren, erhielten sie von rückwärts lebhaftes Feuer. Die ganze Colonne mußte halten, und sehr bald stellte eS fick heraus, daß unsere RückzigSliire von der Straße bis zur Eisenbahn vom Feinde besetzt war. 2 Schwadronen der Reiterei sprengten durch die feindliche Linie durch, welche ein sehr lebhaftes Schnellfeuer auf dieselbe machte. Der Major, mehrere Reiter und Pferde fielen hierbei. Dieses Feuer horte die auf der Eisenbahn marschirende Compagnie. Sie besetzke daher nicht daS Schloß, sondern eilte weiter rückwärts um zu sehen, was hier vorgehe. Sie kam in dem Nebel bis kaum 2U0 Schritte vor den Feind. (Es war ein ganzes Bata llon Garde-Mobil de Cüte d'Or.) Ohne Zögern stürzte sich diese eine Compagnie mit endlosem Hurra'» auf vaS feindliche Bataillon. Es hielt diesen Sturm nur wenige Minuten aus, da floh es schon in großer Unordnung mit links um nach der waldigen Höhe. Wir machten dabei noch 1 Officier und 7 Manu gefangen. Es waren 2 Elsässer habet, welche d ntsch sprachen. Dieselb.n erzählten, wie ihr Bataillon auf einem großen Umwege in der verflossenen Nacht auf diesem P'. itz in uns ren Nucken marfdnrt fei und welche Befürchtungen und Angst sie Alle bei diesem Manöver gehabt hätten. Dieß erklärt auch ihr Verhalten ; daß sie n'cht gedeckt stehen blieben und daß sie auf die ersten Bagagewaqen schon schossen. ES war bi S die reine Angst. — Unsere Ruckzugslinie war nun frei, und in schönster Ordnung setzte sich die Colonne gen Gien in Bewegung. Nur die Kugeln vom jenseitigen Ufer qenirten unS noch. Die Truppen sowie die Batterie marschirten auf der Eisenbahn bis Gien. Wir mar- schirtcn zurück bis Ouzouer für Loire, ohne vom Feinde weiter behelligt zu werden. Hier etablittea wir unS aerobe wie in Briare. Den glücklichen Auögang dieses UeberfalleS verdanken wir der geringen Uebereinstimmunq des feindlichen Manövers. Sonst hätten wir, trotz Bravour und Entschlossenheit, doch große Verluste erlitten. Der Angriff auf unsere linke Flanke wurde zurück- gestoßen, daS Bataillon in unserem Rücken wurde verjagt, ehe der Hauptangriff in der Front erfolgte. Hier kam der Feind mit mehreren Bataillonen und Artillerie erst gegen 11 Uhr an und rückte, da wir längst weg waren, und heiligt in Briare ein7 feierte mit den Einwohnern seinen Sieg, so daß die ersten Franzosen erft Nachmittags 4 Uhr in Gien eintrafen. Zu dieser Zeit hatten wir in Onzoner für Loi c vollständig Stellung genommen und unS gesichert. Abermals lagen wir in diesem kleinen Dorre zusammen gepfercht 14 Tage, mit allen früheren Strapatzen und Fatalitäten. Nur wurde eS nach den ersten Tagen ruhiger; der Feind belästigte und nicht mehr, er hatte sogar Gien geräumt. Der Marketender kam auch mit Tabak und Cigarren an; wenigstens für einige Tage genug ; überhaupt verursachte die bessere Verbindung mit OncanS eine beruhigendere Stimmung, wie in Briare. Thauwetter trat jetzt ein und die zerrissenen Stiefel wurden eine große Calarnität. Da kamen mit einer Proviant-Colonne einige Hundert Paar neuer Stiefel an, und Damit war auch diesem U.belstand abgeholfen; nur unsere kleinsten Feinde, das Ungeziefer, konnten wir uns nickt vom Leide halten. Der Befehl , das 3. Infanterie Regiment sollte uns am 28. Januar ablösen, wurde mit Freuden begrüßt. Die Sache kam jedoch anders. Am 28. Januar Morgens 3 Uhr kam ein Bataillon des 3. Infanterie Regiments, aber nicht um tunt abzulösen, sondern um uns zu completiren, und unser ganzes Detachement mußte alsbald in 4 Marschtagen über Chatilion für Loing nach Anrerre vorrücken. Denselben Abend erreichten wir noch Chaliilon, mußten eS aber mit Sturm nehmen, da überall nach uns geschossen wurde. Wir hatten nur einen verwundeten Officier, die Einwohner wenigstens 10 Tode. Den 30. Januar erfuhren wir auf dem Marsche den Waffenstillstand. Wir eilten die Stadt Touch zu erreiche». Hier blieben wir zwei Tage und kamen dann in und um Aurerre. Jetzt erst erfuhren wir, daß am 1. Februar Morgens in Uhr Aurerre angegriffen und genommen werden sollte. Ein von Montargis kommendes preußisckes starkes Corps sollten wir von unserer Seite aus unterstützen. General du Temple, unser Gegner von Briare, lag mit 10,000 Mann und mehreren Batterien in Aurerre. Der Waffenstillstand batte dieses Manöver vereitelt. Der Befehl kam, bei unserer Division einzurück.n. Dieselbe lag in der Nähe von TourS. Wir hatten 10 Tage zu marschieren, wobei wir das fünfte Mal Orleans pafsirten. Am 19. Februar trafen wir in unseren neuen Stationen ein DaS Detachement Cornmando hatte somit fein Ende nach gerade 2 monatlicher Dauer. Die Verluste deS Regiments während drefeS Commando S waren: Todt: 1 Officier lHauptmann Weber) und 15 Mann; verwundet: 4 Officiere (darunter 2, welche schon einmal bei Gravelotte verwundet wurden) und 53 Mann: Vermißte: 28 Mann. Allgemeiner Anzeiger Versteigerungen. Holzversteiqerung im Gießener Stadtwalde. 3842) Montag den 18. September d. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Stolzenmorgen, Philofophenwald, Heeg- strauch, Katharmenhütte und Neuheege, nachverzeichnetcs Holz öffentlich versteigert werden, als: I. Brennholz: IVt Stecken Eichen-Prügclholz, IV. „ „ Stockholz, 1133 Wellen „ Reisholz, 95V2 Stecken Nadel-Prügelholz, 35Vz „ Stockholz, 5520 Wellen „ Neisholz, 216 Dorn-Wellen; II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 12 Nadel-Stämme mit 293 Cubikfuß, 430 „ Stangen „ 502 „ Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb. Gegen oorfchrifts'näßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis I. März 1872 gestattet. Die Großherzoglicheu Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies .. in ihren Gemeinden bekannt machen zu taffen. Gießen, den 11. September 1871. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Grummetgras - Versteigerungen der | Fürstlich Solmsischen Rentei Sich, i Gemarkung Lich. 3809) Donnerstag den 14. September, Vormittags präcis 8 Uhr, Wiesen der Peinmühle gegenüber, den Wie-^ fengrund herab bis zum Bleichgarten ami Dietert, zusammen 120 Morgen. Zusammenkunft an der Saubrücke, nächst j der Peinmühle. Gemarkungen Mühlfachfen, Ober- und Nieder-Bessingen. Freitag den 15. September, Vormittags präcis 8 Uhr, ' Hainwiefe, Krummwiefe, Riedchen, Seewiefe,! Sautenkor, im Ganzen 136 Morgen. Zusammenkunft zu Mühlsachsen. Gemarkung Burkhardsfelden. Montag den 18. September, Vormittags präcis 9 Ubr, Mönchwiese und Strauchwaldwiefe, im Gan^ zeu 67 Morgen. Zusammenkunft in der Mönchwiefc. Die Ausgebote geschehen in Abtheilungen von ein bis zwei Morgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini l. I. gestattet. Lich, den 8. September 1871. Fürstlich Solmsische Rentei Lich. Kreutzer- 3841) Das Brechen von 4V, Cub.- Klftrn. Steine in dem herrschaftlichen Steinbruck), Diftrict Buchenberg, soll Donnerstag den 14. 1. Mts., Nachmittags 3 Uhr, an Ort und Stelle versteige)t werden. Gießen, den 10. September 1871. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg Georgi. 3770) Freitag den 15. September d. I. lasse ich das Grummetgras von lDKlftr. 995 Wiese an der Oberlach, beim Kessel, das Theil nach Gießen zu, 995 Wiese daselbst, das Theil nach 9tödgen zu, 975 Wiese am Morgenmeg, an Ernst Wallenfels und Daniel Müller, sogleich nach Beendigung der fiskalischen Grummetgras - Versteigerung im Dorfeld'- scheu Garten zu Wieseck, meistbietend versteigern. Gg. Chr. Spruck. HeilgebotetLeÄ. 3835) Ein Hausen Mjst ist zu verkau- en bei Georg Malkomesius, Mai ktstraße. 3773) sicher Bier in Flaschen ist wieder zu jeder Zeit zu haben Afterweg Nr. 127. Neue englische Bückinge zum Nohessen sind eingetroffen. (3574) I. A. Busch Söhne. 3822) Zwei fast noch neue Uniformen mit einem Mantel und Säbel, von einem Einjährigen, sind billig abzugeben. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. 3828) Zwei gute (5laviere in Auftrag billig zu verkaufen; etnzusehcn bei I. Rothenberger, Lindenplatz. Einmachesslge. 3293) I/cstragOBi, äla ravigottc^ feinste Weinessige empfehlen I. A. Bnscd Söhne. 3785) In schönster Lage Gießens, in der Nässe der Stadt, ist ein neuerbautes zwei stückiges ^Jöhnhaus, mit angrenzendem Platze zur Anlage eines Gartens, aus freier Hand billig zu verkaufen Das Haus würde sich vorzüglich zu einer Restauraiiou eignen Schriftliche Anfragen (verfchloffen) bittet man bei der Exped. d. Bltts. abzugeben. Choeolade in Vanille, Gesundheits- und Grwüy- Chocoläde aus der Fabrik der Herren Job. PH. Wagner in Mainz und Franz Stollwerck & Söhne in Cöln. Block-Chocoladc und Cacao. Die rühmlichst bekannten Rettig- und Malz Bonbons in Schachteln und Paqueten, gegen Husten und Heiserkeit. Feinste Sorten von Reis- und Weizen-Stärke. 3398) Die Han - iung der I. A. Kusch Söhne empfiehlt bestens: Die feinsten Thee'g, wie Pecco mit Blükhen, Soiachon. t'ongou, Imperial. Kassee: wohlschmeckenden Java, ä Pfund 32 fr. „ Ceylon, a „ 36 „ n n b ,/ 38 „ if ii ii 40 „ „ „ ü „ 42 „ feinen gelben Kaffee, ä „ 40 „ ii ii it $ ii 42 „ 11 üt'f'elxuvlier, Raffinade und Melis. Gießen, 11. September 1871. Lina <^bel Chr. Wallenfels. :o. Vermischte Anzeigen GO Neuer Turnverein 00 3782) Tüchtiger Mechaniker und Maschi- Alle Brüche heilbar! zu vermiethen und alsbald beziehbar. W- Nagel. miethen. Neuuadt Lit. D. Nr. 57. 3837) Für ein hiesiges Colonialwaaren- Geschäft wird ein junger Mann in die 3839) Ein braves Dienstmädchen wird gesucht. Neue Anlage C. 25. B B OI oo 2 >8_ kr-, V V 3802) Die mittlere Wohnung meines Hauses ist pr. Anfang November zu vermiethen. Heim*. Kaess. den ersten Unterricht im Englischen. Vinfl Ocser, Cansteiberg Nr. 72. 3295) In Lit. E- Nr. 78, Union sitüts- straße, ist der dritte Stock, bestehend in 2 Zimmern, 2 Cabineten rc., zu vermiethen und den 1. November, auf Verlangen auch früher, beziehbar._____________________ 3759) Neue I** holländische Vollhäringe, „ 1“ Mannickendamer Sardellen, feinsten Cmmenthaler Käse, prima Limburger Käse, secunda Stearinkerjen, pr. Paquet 20 3833) Ein grauer Hut mit grauem Band wurde zwilchen Heuchelheim und Gießen verloren. Abzugeben gegen Belohnung bei Briefträger Byseck im Carl Münch'schen Äccordarbeit in der Nähmaschinenfabrik von G. Lappe, Göttingen. (a. 96/9.) Die soeben erschienene Nr. 50 enthält: geb. Böger. Die Beerdigung findet morgen Nachmiltag 5 Uhr statt. M 3^46) Allen Freunden und Bekannten hiermit dte trau- «rige Mittheilung von dem heute Nacht 2 Uhr nach längerem H Leiden erfolgten Ableben unseres Gatten und Vaters 1 Carl Ebe! Jr. 1 mit ter Bitte um stille Ttleilnallme. Schilderungen von Otto Klasing. Mit 12 Illustrationen nach Photographien und nach der Natur. — Das Bier als Eh»stifter. Eine Scene aus dem Münchener Volksleben. Von Nobert Pfeil. Mit Illustration von Schraudolph. — Am Familicntische: Einerder deutscher Kaiser werden will. — Der Verwundete an seine Pflegerin Gedicht eines Füsiliers vom 1. Garde-Regiment z. F. Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E. Heinemann, I. Ricker. prima ,, feinste Königs Reisstärke empfiehlt Junge frische Feldhühner, Postsendung und möglichst Eisverpackung, kauft zu den höchsten Preisen (29/lx) Ehr. Enders, Frankfurt a. M. Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller nnd billigster Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhaus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. P. S. Wechsel für Amerika werden zum Tagescourse baldigst besorgt. (618) 3844) Vom 7. auf den 8. d. Mts. hat n,™. t1 -—-------------------mein Hund mehrere Stichwunden erhalten. ÖZÖZ), tLme kleine Familienwohnung ist Wer mir den Tbäter namhaft macht, erhält n,rm„tht„ । qule SJol,„unn Dr. Klein. I Vermiethungen. 3836) Im Hause der Fr. Vogt's Erben, vis-ä-vis der Brandgasse, ist ein Logis zu vermiethen. Näheres im Hause selbst. 3619) Eine Wohnung im Vorderhause, sowie Lagerraum, zu vermiethen Ernst Pitth an. Lrhr-Institut und Pensionat für Mdchrn in Jugenheim an der Bergstraße vou Maria Eitzcnbcrgcr. Jährlicher Pensions-Preis 400 fl. cm r-. b632) Das Institut, welches vollständig Unterricht in allen Wissenschaften, in Musik, Handarbeiten rc. ertheilt, erzieht Mädchen von 6 Jahren bis zur Reife. Die herrliche Lage des Ortes am schönsten Theile der Bergstraße gestattet viel Bewegung in freier Luft und eine in jeder Hinsicht rationelle Pflege der Gesundheit aller Zöglinge. , -Zeugnisse von Autoritäten, Prospekte und Referenzen von angesehenen Familien stehen zu Dienst. Die Vorsteherin: Mariä (Eitycnbcrgrr 18) Bei der Expedition d. Blattes kann jederzeit die Schrift eines berühmten Bruch- iarztes mir Belehrung und vielen hundert Zeugnissen gratis in Empfang genommen oq.j.x «n»r r -x. --- 3843) Ein braves Dienstmädchen, welches werden, welche sichere Anleitung giebt, daß It Moburle Zimmer sind zu ver- sogleich, oder auch zu Michaeli, eintreten Unterleibsbrüche mit Gewißheit geheilt wer- D Nr. 57. könnte, sucht Gg. «urckhardt. den können. , „ , , .. , Der Münzthurm. Ein vaterländischer Ro- nenschlosser finden dauernd lohnende man von Georg Hilil. (Fortsetzung) — Aus der maurischen Stadt. Algerianische v v ^6 v Pfund 14 3752) Am Skltersberg sind drei große, uu ^Ul t ^tu«a, jcyen sehr freundliche Zimmer, auf Verlangen Hinterhause. ein ganzes Logis, sofoit zu beziehen. Nä-,——---------------------------------— heres bei der Exped. d. BUts. | 3834) Zwei junfle Damen suchen Theil- —7777;—77 7777—7—77777---------- nehmerlnnen an englichen Cursen, die eine 3728) Cm nioblirte§ 5U oer; für (5onvtrsalionsstundcn, die andere für miethen in Llt. A. 9tr. 22/, Wallthorstraße. ^en ersten Unterricht im Enaliseben. Turnverein. 3840) Mittwoch den 13. d. Mts., Abends 8-/2 Uhr: Außerordentliche Generalversammlung im Darmstädter Haus. Tagesordnung: Besprechung über Vereinigung.___________ Der Verstand 3845) Eine stille Familie sucht ans Michaeli ein braves Dienstmädchen. Nä- hereS bei der Exped. d. Bltts. Tagesordnung : Besprechung über die vorgeschlagepe Vereinigung der beiden hie- sigen Turnvereine. Der Vorstand. 3823) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, in der Mansarde, ist zu vermiethen und kann sofort bezogen weiden bei _______________I. A. Busch Söhne. 3765) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Kanzleiberg Lit. B. Nr. 67. 3763) In einem neuerbauten Hause auf dem Seltersberg sind zwei 2ogis (Parstrre 4 Zimmer mit allem Zubehör, zweiter Stock 7 Zimmer mit allem Zubehör) zu vermie- thewNaheres bei der Exped. d. Bltts. .xry-o. .—---------------------- Lehre gesucht- Das Nähere bei der Exped. 3729) An eine stille Familie ist etne.d. Bltts. Wohnung zu vermiethen bei-- Baer, Wallthorstraße. Generalversammlung Dienstag den 12. September, Abends halb 9 Uhr, im Cafö Mosler, Läger in ächt italienischen Teigwaaren, als: Thee, Vanille, J Chocolade, Arrac, Maccaroni, Dermicellis und Suppcnteige. 6197) Die Rum, Cognac, Punscheffenze, Malaga, Madeira, Sherry, Kirschwaffer und feinste holländische Liqueure. Eiergemüse- Specerei-, Material- und Eiersuppennudeln. und Extrasein. Birnengelee. Julienne^ (getrocknete Franzosen- Farbwaaren - Handlung Italienische Maronen. suppenkräuter). von Champignons, Blockchocolade. Emil Fischbach Trüffeln, Sardlnes a ui le, Caviar, Mixev - Pickles. Würfelzucker. in Giessen Condensirte Milch üonj der Anglo-Swiss Condensed; Nilk-Comp. in Cham Rosinen, Eorinthen, (Seltersweg) (Schweiz). Mandeln, Citronen, — Citronat, Orangeat, empfiehlt sich einem Bade-, Fenster- und gestoßenen Ztmmet und geehrten Publikum bestens. Pserdeschwämme. gestoßene Rassinade. — Reisstärke. — Brünellen. Tafelmandeln, Tafelrosinen. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. u-®’nl<,8