Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Hu»- nähme Montags. Expedition: Canzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. Nr. 181 Samstag den 12. August 1871. Bestellungen auf Den Gießener Anzeiger ttU,i Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate August und September zu 40 fr. Brodpreise vom 12. bis 18. August 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 21 fr. 2 Pfund gemischtes Brod l01/2 kr. 1 Pfund Roggenbrod 18 fr. 2 Pfund Roggenbrod 9 fr. Amtlicher T h e i l. Gießen, am 9. August 1871. Betreffend: Regulirung der Holzpreise in den Communalwaldungen. Das Großherzogliche Krrisamt Gieße» an die Grojjherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Nachdem die bisherigen Holzpreistarife in bas neue Maß umgerechnet sind, werden wir Ihnen eine Ausfertigung davon in den nächsten Tagen mittheilen, um danach in den Voranschlägen von 1872 die geeigneten Ansätze zu machen. Uebrtgens bemerken wir hierbei zugleich, daß nach Mittheilung Großh. Forstamts in der nächsten Zeit definitiv allgemeine Entschließung in dieser Angelegenheit zu erwarten steht. v. Starck. Politischer Theil. 11. August. f Die „Prvvinzialcorrespondenz" bringt einen äußerst wohlwollend und versöhnlich gehaltenen Leitartikel über die Beziehungen Deutschlands zu Frankreich, in welchem die schon für die nächste Zukunft in Aussicht gestellte Zahlung der erst am 1. Mai k. I. fälligen dritten halben Milliarde der Kriegsentschädigung als ein sicheres Zeichen der Befestigung des Friedens characterisirt wird. Es heißt in demselben u. A.: „Es ist vollkommen begreiflich, daß die französische Regierung mit aller Kraftanstrengung daran geht, ihre finanziellen Verbindlichkeiten gegen Deutschland zu erfüllen. Sie muß es naturgemäß als eine ihrer dringlichsten Aufgaben betrachten, den Umfang des noch von deutschen Truppen besetzten Gebietes und die damit verbundenen Lasten nach Möglichkeit zu beschränken. Andererseits kann es Deutschland nur erwünscht sein, wenn die Ausführung des Friedens- Vertrages in regelrechter und schleuniger Weise vorschnitet. In allen vaterländischen Kreisen legt man darauf besonderes Gewicht, daß die Möglichkeit geboten wird, eine immer größere Zahl deutscher Truppen in die Heimath und auf den vollständigen Frtedensfuß zurückzuführen. Wenn leichtfertige Kundgebungen im Nach- barlande aus den schnell erfolgenden Zahlungen vorzugsweise Anlaß nehmen, Mit den vermeintlich unerschöpflichen Hilfsquellen Frankreichs zu prahlen, so tritt da- durch nur um so klarer zu Tage, wie sehr die Behauptung berechtigt war, daß die von deutscher Seite gestellten finanziellen Forderungen durchaus der Leistungsfähigkeit Frankreichs angemessen seien. Offenbar zeigt die französische Regierung ein besseres Derständniß ihrer Pflichten und der allgemeinen Lage, wenn sie die durch den Friedinschluß ihr wieder geöffneten Hilfsquellen des Landes für die Vollendung des Friedenswerkes, nicht aber nach den Eingebungen eines unheilbaren Hochmuths verwendet, welcher unmittelbar nach zerschmetternden Niederlagen an die Vorbereitungen zu neuen Kriegen denkt... . Der vorjährige Krieg ist ernst und gründlich durchgekämpst worden, er hat den beiden strcilenden Völkern Gelegenheit gegeben, über das Maaß ihrer Kräfte und Leistungen klar zu werden, und gerade deshalb ist der Boden für einen dauernden Frieden geebnet. Freilich muß sich das französische Volk von dem leider auch in höheren politischen Kreisen getheilten Wahne losmachen, daß Frankreich jeder Zeit das Recht hat, mit Waffengewalt gegen seine Nachbarn vorzugehen, und die für seinen frevelhaften Anfall auferlegte Sühne als einen Grund zu neuen Feindseligkeiten zu behandeln." — Der Artikel schließt mit folgenden Sätzen: „Deutschland will seinerseits ausrichtig und ernst den Frieden mit Frankreich und darf um so ruhiger der Zukunft ent- gegenblicken, als die Bürgschaften für den Frieden eine festere Grundlage in den Thatsachen haben, als in einzelnen Kundgebungen der französischen Regierung und in den Persönlichkeiten der vorübergehend an der StaatSlcitung betheiligtcn Männer. Wenn die französische Regierung sich beeilt, den Verpflichtungen des Friedensvertrags gerecht zu werden, so verschließt fie sich wohl nicht der Einsicht, daß Frankreich der schleunigen Vollendung des Friedenswerkes bedarf um seine inneren Schäden zu heilen. Auch Deutschland wünscht, daß die Nachwirkungen, nicht jedoch die Lehren, deS Krieges sobald als möglich bei Seite treten und regelmäßigen Beziehungen zwischen den Ländern Platz machen. Je ernster aber Frankreich sich mit seiner inneren Heilung beschäftigt, um so sicherer wird eS dazu gelangen, auf die friedliche und wohlwollende Nachbarschaft Deutschlands Werth zu legen." Der Eisenbahnbetrieb hat durch die KriegSverhältniffe und namentlich durch die Militärtransporte mancherlei Störungen erlitten. Auch in jüngster Zeit ist noch vielfach über Verspätungen und Anschlußversaumnisse Klage geführt worden. Mit Rücksicht hierauf, meldet die „Provinzialcorrespondenz", sind von Seiten der vorgesetzten Behörde die erforderlichen Weisungen ergangen, damit der Eisenbahn- dienst wieder zur vollen, dem Vkrkchrsbedürfnisse entsprechenden Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit zurückkchre. Durch Verfügung des Handelsministeriums ist den Eisenbahnverwaltungcn aufgegeben worden, für die genaue Durchführung der fest- stellten Fahrpläne nachdrücklich Sorge zu tragen. Um den Nachtheilen der Verspätung auf Anschlußpunkten vorzubeugen, ist in Aussicht genommen, der auf einzelnen Linien schon bestehenden Einrichtung von Extrazügen für die Nachsendung verspäteter Reisenden eine größere Ausdehnung zu geben. — Auch der „Deutsche Reichsanzeiger" beschäftigt sich heute in einem längeren Artikel mit ter Regelung des Eisenbahnwesens auf den Elsaß-Lothringen'schen Strecken und stellt in dieser Beziehung ein baldiges Definitivum in Aussicht. Für den Personenverkehr ist nach vielfachen Verhandlungen mit den betheiligten Anschlußbahnen für die Strecken Basel-Straßburg-Meißcnburg und Hagenau-Saargemünd-Metz^DiVenhofen mit dem 15. v. M., und für die Strecke Straßburg-Avricourt (Paris) mit dem 2. d. M. ein Fahrplan eingeführt worden, der allen billigen Anforderungen des reisebedurf- tigen und reifelustigen Publikums genügen dürfte. Personen- und Schnellzuge mit passenden Anschlüssen an die Nachbarbahnen gewähren die Möglichkeit, nach allen Richtungen in sicherer, bequemer und schneller Weise zu den früheren Preisen befördert zu werden. In die Schnellzüge werden Wagen erster und zweiter Klaffe eingestellt. Gepäckbeförderung findet mit denselben in sonst Üblicher Weise statt. Für den Gütertransport sind die Sätze in der Weise gebildet: 1) für Einzelgut 4 EtS. pro Centner und Meile, und 2) für Wagenladungsgut in gedeckten Wagen 3 Cts. pro Centner und Meile für die ersten 100 Centner und 2 Cts. für jedes weitere in demselben Wagen verladene Gewicht, in offenen Wagen 2 Cts. pro Centner und Meile für die ersten 100 Centner und 1 Cts. für jedes weitere Gewicht, eingerechnet sind. Zum Schluß bemerkt der „Deutsche Reichsanzeiger", daß tie Commission zu Straßburg und die Directivn zu Saarbrücken die Verwaltung der elsässisch-lothringen'schen Eisenbahnen demnächst einer deutschen Generaldirection zu übergeben haben werden. Der „Neuen Preuß. Zeitung" wird aus Wien vom 6. August geschrieben: Das Obcrhofmeisteramt hat heute das auswärtige Amt verständigt, daß Verdeutsche Kaiser zur Begrüßung des österreichischen Kaiserpaares nach Ischl kommen werde. Es steht fest, daß diese Begrüßung jedes diplomatischen Apparates entbehrt und daß dieselbe einen rein persönlichen Charakter hat. Aber mit großer Sicherheit tritt die Nachricht auf, daß, wenn Kaiser Franz Joseph, wie cs selbstverständlich ist, in Gastein den empfangenen Besuch erwiedert, er auch den Fürsten Bismarck kort finden werde. Insbesondere die Gestaltung der Dinge in Rumänien macht es nicht unwahrscheinlich, daß man beiderseits das Bedürfniß empfindet, für die immer näher tretende Eventualität einer neuen Katastrophe an der unteren Donau in intimer Weise definitiv diejenigen Vereinbarungen zu treffen, die allerdings schon im schriftlichen diplomatischen Verkehr vorläufig angeregt und vorbereitet sind und für welche Oesterreich in letzter Instanz den Art. 27 des Pariser Vertrages als maßgebend uufstellt, der unbedingt jede Intervention in Rumänien perhorrescirt, welche nicht tm Einvernehmen der Pforte mit allen Vertrag-Mächten ins Werk gefitzt wird. Einstweilen hofft man hier noch immer, im engen Anschlüsse an Preußen das Ausharren des Fürsten Karl ermöglichen und damit Ereignisse hintanhalten zu tonnen, teren Rückschlag allerdings zunächst Oesterreich-Ungarn empfinden würde. Mit der Herstellung der neuen Zolllinie an der deutsch-französischen Grenze wird Elsaß-Lothringen ringsum von Zollschranken umgeben sein, denn auch die bisherige Zollvereinslinte am Rhein wird vorerst noch nicht weggeräumt werden. Als Grund ihres vorläufigen ferneren Bestehens wird angegeben, daß die in Elsaß- Lothringen in den letzten Monaten aufgehäuften französischen Maaren einigermaßen aufgebraucht sein müßten, ehe die bisherige ZollvereinSgrenze der freien Einfuhr aller Maaren au« Elsaß-Lothringen geöffnet werden könne. Vielleicht greift man zu dem Auskunftsmittel, den durch Ursprungszeugnisse als wirklich elsaß-lothrlngische Erzeugnisse nachweisbaren Maaren sofort den freien Eingang nach Deutschland zu ermöglichen. Die neuesten Nachrichten aus Algier sprechen von nichts als angezündeten Wäldern, welche sehr oft dik Meierhöfe der Kolonisten bedrohen. Die Straße zwischen Riskra und Botna, welche sich einige Zeit einer relativen Ruhe erfreute, ist von Neuem sehr unsicher geworden. Der „Akhbar" veröffentlicht ein Telegramm des Generals Saussier aus Badj Medschana vom 30. Juli, welcher berichtet, Don-Messay, fürchtend, der General werde ihm den Rückzug abschneiden, habe sich mit seiner Cavallerte auf die Straße von Hodua geworfen und die Versammlungen der Medschana verlassen, welche sich auch dem General auf Gnade und Ungnade ergeben haben. Der „Tell" von Blidah berichtet, Scherschel wäre am 27. Juli noch blokirt gewesen. Die Bewohner befürchten Wassermangel, da die Wasserleitungen abgeschnitten worden. Bis jetzt »st man auf die römischen Cisternen angewiesen, doch erschöpft sich der in ihnen enthaltene Wasservorrath täglich mehr und mehr. Wir erzählten schon, daß Zürich verproviantirt worden ist, es müßte aber eine stärkere Garnison bekommen. Das Dorf Novi ist durch die Fregatte Kleber geschützt, welche die Araber in Respekt hält. Marburg, 7. Aug. Am 5. d. M. wurde Professor Dr. I. Cäsar mit 17 von 24 Stimmen zum Rector der Universität für das Jahr von Michaelis 1871 bis 1872 g wählt. Frankfurt, 9. Aug. Der ständige Ausschuß des Deutschen Schützenbundeö wird zu Ende dieser Woche in unserer Stadt zu einer Conserenz zusammentretcn, auf welcher rieben anderen VereinSangelegenheiten auch die Frage erledigt werden soll, ob, wann und wo ein allgemeines Bundesschießen (Schützenfest) stattfinden soll. Sämmtliche Mitglieder des Ausschusses haben bereits ihre Theilnahme zuge- sagt. Der gegenwärtige Vorort Wien dirigirt die Verhandlungen. t Berlin, 9. August. Von einer großen Engherzigkeit kann man die Regierung nicht freisprechen, wenn man die Maßregeln betrachtet, die zur Ausführung des Gesetzes, betreffend die Beibülfc für Angehörige der Reserve und Landwehr getroffen werden. Den wohlthätigen Kern umgiebt man mit einer so harten Schaale, daß es fast zur Unmöglichkeit gemacht wird, die Nuß zu knacken und ein hiesiges Witzblatt traf den Nagel auf den Kopf, als es dieser Tage den nicht sehr voluminösen Schatz der vier Millionen als ein wohl gepanzertes und gift- speicndes Ungeheuer darstellte, vor dessen Unnahbarkeit sogar die Sieger von Wörth und Spicheren die Segel streichen müssen. Der Magistrat der Haupt- und Residenzstadt des Deutschen Reiches, über dessen Stadtpakast der Dante'sche Spriich: „Ihr, die ihr eintretet, laßt die Hoffnung draußen", trefflich am Platze wäre, hat bekanntlich die schon so wenig populäre Verfügung des Oberpräsidentcn der Provinz Brandenburg noch mehr angefeindet, indem er die ausnahmsweise berech- tigte Forderung nach einer „Bürgschaft" zur Rege! machte. Die Bedingung dieser Bürgschaftsstellung verdanken wir aber dem sächsischen Provinziallandtage, wie denn der Oberpräsident der Provinz Sachsen seinem brandenburger Kollegen, ja selbst dem Magistrate der Kaiserstadt Berlin in Engherzigkeit durchaus nichts nach- giebt. Dort ist der Grundsatz als maßgebend hingestellt worden, daß nur solchen Militärs, welchen die Wiederaufnahme ihres bürgerlichen Berufs ohne eine außerordentliche Beihülfe gänzlich unmöglich gemacht oder doch in hohem Grade erschwert sein würde, Darlehen von mäßigem Betrage gegen eine geringe Verzinsung sowie unter der Bedingung einer Abtragung durch halbjährige Theilzahlungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gewährt werden, wobei die Bestellung einer Sicherheit durch eine Hypothek oder genügende „Bürgschaft" gefordert wird. Dagegen sind alle Personen von der Gewährung einer Unterstützung ausgeschlossen, „welche ihren Lebensunterhalt lediglich durch ihrer Hände Arbeit gewinnen, oder bei ihrer Rückkehr in die Hcimath ohne Weiteres in die bis zu ihrer Einberufung zur Fahne innegehabte Stellung und Thätigkeit wieder eingetreten sind." Für den armen Arbeiter, der sich mit seiner Hände Arbeit das verdient, was er noth- dürftig zum täglichen Lebensunterhalt braucht, und dessen Familie wahrlich nicht während des Krieges existiren konnte, um ohne Schulden zu contrahiren, für den sollen also die Pforten zur Schatzkammer verschlossen bleiben. Ob bei den jetzt so hoch gehenden Wogen der socialen Bewegung und nach den Großthaten unse- rer Armee eine so verletzende Verfügung sehr geschickt ist, darüber wird das pa- triotische Gefühl des Einzelnen, ob sie gesetzlich berechtigt ist, darüber wird viel- leicht der deutsche Reichstag zu entscheiden haben. Die seit etwa einer Woche durch die Presse gehenden Mittheilungen über das Vorschreiten der Cholera beruhen fast sämmtlich auf Ungenauigkeiten und Uebertreibungen. Nach osficiellen Nachrichten sind in Danzig nur 8 Personen an der cholera nostras erkrankt, aber keine verstorben. t Berlin, 9. August. Wohnungsmangel und Arbeitseinstellungen, die Folgen jeder einzelnen dieser brennenden Fragen und ihre wechselseitigen Beziehungen, be- hrrrschen zur Zeit die Konversation in allen hauptstädtischen Kreisen, vom Kaffee- tifch bis zum grünen Tisch der Bureaukratie. In den Arbeiterkreisen wird die Unzufriedenheit durch die Lohnschreier der Socialdemagogie unablässig geschürt, und auf Seiten der Arbeitgeber giebt man sich — leider! — ganz unverhohlen Hoffnung hin, die Staatsgewalt werde bei den aus die Dauer unausbleib- nchen Ausschrertungen der Arbeiter energisch gegen dieselben vorgehen. Diese Zuversicht ist denn auch nicht zu unterschätzen als Beweggrund für das feste Zu- fammenstchen der Arbeitgeber, und die momentane Folge derselben zeigt sich in immer bestlmmter auftretenden Gerüchten von bevorstehenden Revolten. „So lächer- nch auch solche Gerüchte klingen — sagt ein scheinbar inspirirter Artikel des hiesigen Fremdenblattes — so werden sie doch vielfach nacherzählt, und es fehlt nicht an unzufnedenkn, welche an diese Gerüchte glauben und deren Ausführung als unvermeidlich hinstellen. Allerdings sind die epidemisch austretenden Arbeiterstrike geeignet, insofern eine Besorgniß zu erregen, als die Mittel der Arbeiterfamilien' durch das Stuken mehr als erträglich erschöpft werden und in manchen Familien wohl zur Zeit der Micthezahlung ein arger Nothstand eintreten kann. Dafür aber die Hausbesitzer verantwortlich machen zu wollen, wie dies in einer Demonstration geschehen vor dem Rosenthaler Thore, wo ein todter Hund, dem man den Bauch aufgeschlitzt und aufgehängt, einen Zettel um den Hals trug, nach dessen Inhalt es jedem Hauswirthe so ergehen sollte, der am 1. October gegen seine Miether hart erscheint — das wäre denn doch ein Terrorismus, der nicht geduldet werden darf. Wenn die persönliche Freiheit von denen, die durchaus freisinnig sein wollen, so gemißbraucht wird, daß sorgsame Familienväter, welche arbeiten wollen, nicht arbeiten dürfen und mitstriken müssen, wird es Aufgabe der Obrigkeit sein, solche verworrene Begriffe von Freiheit durch Maßregeln zu corri- giren, welche die Vernünftigen der Gefahr entheben, mit den freiheitlichen Ideen ihrer Mitarbeiter zu Grunde zu gehen." — Was mich betrifft, so glaube ich nicht, daß die „Obrigkeit" sich jemals zur Korrektur verschrobener Ansichten Herrchen wird, sofern es sich dabei um ein Verlassen des gesetzlichen Bodens handelt; ich theile Ihnen den Artikel nur mit, um Ihnen zu zeigen, welch' böse Stimmung gegenwärtig in der Hauptstadt weht. t Berlin, 9. August. Nach des Krieges Last und Mühen haben noch viele der tapferen Landwehrmänner, welche so freudig den häuslichen Herd verließen, recht unangenehme Scenen in der Heimath durchzumachen gehabt. So sind beim hiesigen Stadtgericht bis jetzt nicht weniger als 75 Ehescheidungsklagen anhängig gemacht worden und zwar von solchen Landwehrmännern, die ihre Frauen bei ihrer Rückkehr in unnormalen Verhältnissen, woran den Männern keine Schuld bei- zumeffen, angetroffen hatten. Ueber die Zahlung der zweiten Kontributionsrate von 500 Millionen Francs wird berichtet, daß dieselbe in Straßburg und zwar in Wechseln auf verschiedene europäische Plätze uni in englischen und belgischen Banknoten erfolgt ist. Es sind darunter 10 Mill. Frs., 14?/. Mtll. holl. Fl., 71/2 Mill. pr. banco, 5 Mill. Thlr. und 3 Mill. Lst. München, 10. Aug. Der König ist heute Mittag über Regensburg nach Schwandorf abgereist, wo ein Zusammentreffen mit dem deutschen Kaiser stattsindet. Die Rückkunft des Körrigs erfolgt heute Nacht um 11 Uhr. — Den „Neuesten Nachrichten" zufolge soll Minister v. Schlör seine Entlassung erbeten und erhal- ten haben. München, 10. Aug. In gut unterrichteten Kreisen wird versichert, daß Graf Hegnenberg-Dux das Ministerium des Auswärtigen übernommen habe und seine Ernennung unmittelbar bevorstche. Straßburg, 7. Aug. Man schreibt aus St. Amarin dem „Industrie! alsacien": In gewissen Gemeinden unseres Kantons gehen Thatsachen vor, welche den Eltern 14- bis 18jähriger Knaben ernste Besorgnisse einflößen. Zwei Fremde, die in den benachbarten Ortschaften Herumstreifen, suchen die Jünglinge zu umstricken und sie durch trügerische Versprechungen zu verleiten, auf daß sie das väterliche Haus verlassen. So sind in dieser Woche fünf Minderjährige allmählich aus der Gemeinde Moosch verschwunden, und zwar ohne Wissen ihrer Eltern, welche lange fruchtlose Nachforschungen angestellt haben, um die Spur ihrer Söhne wieder aufzusinden. Auch im Kanton Thann sollen junge Leute auf diese Weise verschwunden sein. Weißenburg, 5. Aug. Man schreibt der „Karlsruher Zeitung": Schon seit einigen Tagen bemerkte man hier zahlreiche Fremde, thctlweise in Trauer- kleidern; Kränze und Blumen wurden geschäftig durch die Straßen getragen; der Kirchhof wurde nicht leer von Besuchern. Es galt dem Jahrestage der Schlacht von Weißenburg. Trüb und regnerisch brach der gestrige Tag an; ebenso düster war die Stimmung der hiesigen Bevölkerung. Um 10 Uhr war Trauergottcsdienst in der katholischen Kirche, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Daran reihte sich die Errichtung eines Denkmals auf dem Militärfriedhofe, wo die Gefallenen und an ihren Wunden Gestorbenen des 4. August, Deutsche und Franzosen, fried- lich nebcncinandcr ruhen. Alle Gräber waren neu hergerichtet worden, die französischen aber an dem reichen Blumenschmuck schon von Weitem kenntlich. Nachdem das Denkmal, ein einfacher Sandstein-Obelisk, mit der Inschrift: „A nos fröres, morts sur le champ de bataille le 4 Aoüt 1870“, enthüllt worden war, trat Herr Anwalt Böll vor und hielt in französischer Sprache eine kurze Anrede, welche die hiesige Schlacht mit der bei den Thermopylen verglich. Durch die Uebermacht sei das heldenmüthige Häuflein der Franzosen erdrückt worden, aber wie damals die unterliegenden Spartaner und nicht die Perser ewigen Ruhm davongetragen hätten, so diesmal die Franzosen und nicht die siegenden Deutschen. Betäubende Vivo la krance-Rufe folgten zwar auf die Rede, doch muß zu Ehren der Einwohnerschaft beigcfügt werden, daß Herr Böll hier schon lange als Narr gilt. — Die hiesige deutsche Kolonie war fast vollzählig nach Bergzabern hinübergegangen, wo in Gegenwart des königl. Regierungspräsidenten der Pfalz, mehrerer Offiziersbeputaiionen und unter ungeheurem Zulauf aus der ganzen Umgegend den dort an ihren Wunden gestorbenen deutschen Kriegern gleichfalls ein Denkstein gesetzt wurde. Man sah, wie auch dem geringsten Einwohner klar war, daß es sich bei dem Kamps am 4. August v. I. um die Existenz des Städtchens handelte, und jeder Theilnehmer war ganz von dem Gefühl beherrscht, welch entschcidungs- reicher Kampf an dem Tage von Weiß nburg so glücklich begonnen wurde. Die Festredner erfüllten ihre Aufgabe vortrefflich, und namentlich die an die Schuljugend gerichtete Anrede hat alle Anwesenden im Innersten gepackt. Madrid, 7. Aug. Eine Massendeputation hat sich zum König begeben mit der Bitte, den Papst zur Uebersiedelung nach Spanien zu bewegen. Local-Notizen. Beschlüsse aus der Sitzung des Gemcinveraths vom 27. Juli 1871. Anwesend waren: der Großherzogliche Bürgermeister Vogt und die Gemeinderathsmitglieder Berg, Bücking, Ebel, Felfing, Gail, Haustein, Körber, Löber, Nagel, Pietsch, Ricker, Rosenberg, Silbereisen, Wallenfels und Heß. 1) Auf Nachsuchen beschließt der Gemetnderath, dem Stadtbaumeister wegen mehrerer dringenden Arbeiten von Belang eine Beihülfe auf Kosten der Stadt vorübergehend zu gewahren. 2) Ein Gesuch deö Advocaten Engelbach und Genoffen um Herstellung einer AbjugSrinn« auf dem nach ihren Häusern führenden Weg wurde dem Baumeister überwiesen, um Vorschläge zu machen, wie daS Gesuch in geeigneter Weise zu berücksichtigen sei. 3) Eine Klage deS Professors Naumann gegen die Stadt Gießen auf Berichtigung von 186 fl. 5 kr. Servisgelder von, für das Militär gestellten Räumen, wurde dadurch beseitigt, daß der Gemeinderath beschloß, diese Gelder vorbehältlich deS Ersatzes aus der betreffenden Kricgökaffe einstweilen vorzulegen. 4) Auf Vorstellung von Alfons Bünger dahier, in welcher um die Intervention d,S Gemeinderaths in einer, gegen den Bittsteller erhobenen Anzeige über Umgehung der Octroigesetz« !| wurde ^g) Dtr Sonntag ßllli Plank in de L, ®,lp : AnlkM t'n * 3) Durch Be , jdigtt Kränklichkeit i5lib verseht. 4) Zur Derr rtf Inhaber wurden I 5) Eine und 6) Dir Aerg vird gutgehüVin. | 7) Ebenso de ! 16 si. Nr. ] Die Men Wien, theiio war der ev 1 Am 13.1 (Msiig Diel! Besondere Dementi 3358) In Un MWnbesiher Gießen, wegen: bigec und We Sohn Heinric Beihiilfe zu ben Achung, sind sich nach Einleit fahrens ihrer V exogen haben, bssehls unerachtl ^gezogen werde Untersuchung un He Verhandle terznchnetm n>egcn der in d und 49 detz De, MM dÄ !en und mit £ ?er Arvortheil "WechselsE zu dein AZ'zur Ab! gencht der Sßn Ä bt*8 ft'» Mb XL®1* ,, *9 bk E Mtms ann, *btn. k $ i Mlsiurter Ä WÄ tonne ÜMar oor» WJlör1 9 lung •;u „"V-n J8'" fttne . t,r ni^t ai, 11 ter4im f„i, Ti1?** . ' disgabk der ^Tt6tln zu kvnj. 3taq J 1°M ich . 2 8nfiä>"" t)tr. ?*» tantth; • bplt Stimmung 1 «°» siele »ttlitjen, ' «° finb beim -'“a9?n anhängig 1 ’l« Slouen bei ' ^«tzehulb bei, 2 onen zeanes ia verschiede^ N iß. Es sind nMi ö M.Thlr. ' ^kgensblirg nach = Äiifn ßastsindti. - Ita „Äeutßu nbtt» unt eihal. kt mßchert, Nj •csiwtn habe M tf« „Zntvßeiel iachen vor, welche n. Zwei grtmte, )sagl nge zu w ans katz fit M rzähnge alllna'M ifiti ihm ölttrn, €pur ihm 2bhnt t au' tit(t ffinj't Schon insr in Teaun« zea gettagcn; tu irzr dre TchiaLt ai; ebenso tüjitr i rettregellktnenü rer. laran rdjlt vo die LesMen i? graDjeitn, irrten, bi« fr«’ , IrtlM M' ),M: nfiafll «ölten Flüche rißt!aeze 2 Mgiild- ^UI3? , fftrüdl wort"1' »kein ewigen^ f.,amten I* tci °4 I« J c i»i'11 r ILiibtri »"* EU , .Li Uejig'1' ..jfli tii l,gl^ ,„n w«rM- ® >A, b,?"" 0^4 ,i xtf** fnd* « ,/2 Frankf. 3*/2o/o Obi. 823/g Nass. 4i/2°,q Obi. 98>/g Kurhess. 4% „ 00'/g Gr. Hess. 5% Obi. 103 » „ 40/0 n 951/4 „ „ 3V2% n - Bayer. 50/0 n 101 Vs „ 4V2% Ijäbrige 99 40/g 1jährige 93’/4 Würtemb. 4Vz% Obi. 98Vi Baden 41/2% Obi. c. E. L. 98 Oesterr. Silberrente 575/s „ Papierrente 495/s n 5% M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 100 „ 1882r 971/z 1885r 963/4 ’ n 1887r 963,4 Spanier, neuest. 3% 311/2 3366) Portland - Cement, frische Sen- —----------- düng, «cmcnt - Platten ür Vor-Iatz ' llll» RllbsaaMCN Besondere Bekanntmachung. Oeffentliche Vorladung. 3358) In Untersuchungssachen gegen den Mühlenbesitzer Ludwig Weimar von Gießen, wegen Vervortheilung seiner Glau- biger und Wechselfälschung, und dessen Sohn Heinrich Weimar von da wegen Beihülfe zu dem Verbrechen, der Wechsel- säl chung, sind die Beschuldigten, welche sich nach Einleitung des Serichtlichen Ver- ahrens ihrer Verhaftung durch die Flucht enUogen haben, und des erlassenen Haftbefehls unerachtet bisher nicht gefänglich- eingezogen werden konnten, auf die geführte Untersuchung und weiter ssattgehabte gesetzliche Verhandlung, durch Beschluß des^uu- terzeichneten G-rtchls vom Mlgen Ta^ 1— Art. 402 des Hess. Strafg -Buchs erwähnten und mit Strafe bedrohten Verbrechen der Vervortheilung semer Gläubiger, sowie der Wechselfälschung, beziehungsweise Be hülfe zu dem Verbrechen der WcchselfaL sckuna zur Aburtheilung an das Schwur- gereicht' der Provinz Oberhessen verwiesen, und ist nunmehr, unter Kennung der Hast, bez ehungsweise Aufrechthaltung des erlassenen Haftbefehls, in Folge des von der Staatsanwaltschaft gestellten Antragv auf Grund des Arr. 395 der Straf-Proz. Ordnung die Einleitung des Cvntumaclal- versahrens angeordnet, auch die öffentliche Vorladung der beiden Angeklagten verfügt morden Sx\ Folge dieses Beschlusses, welcher einmal durch die Darmstädter Zeitung, das Frankfurter Journal und den "-ebener Anzeiger verkündigt werden soll, werden dieÄschuldigten Ludwig Weimar gebürtig von Beuern, spater wohnhaft in Gießm, Mühlenbesitzer, 36 Jahre alt, oer- heirathet, sowie dessen lediger Sohn Heinrich Weimar, geboren am 14. Apnl 1856, in Gemäßheit der Art. 395, 396 und 397 der Straf-Proz.-Ordnung aufgefordert, vor dem Schwurgerichtshof der Provinz Oberheffen für das 4. Quartal d. I., dessen Sitzungen am 2. October d. I-, Vormittags 9 Uhr, eröffnet werden, zur Hauptverhandlung zu erscheinen, und sich wegen der ihnen nach bcnt Verwcisungs- Beschluß zur Last gelegten Verbrechen, welche darin bestehen, daß: ,ch,off». „ - n Äanilijien R°tb und Jacob Kühl-r 1. ward, bstchl-ff-n, da« von ' »; . LL^n .imm Abftand von 27- «on dcm Ehanff»banqnc., °n .tndjkf. baut b.witti.t dcn durch Aufh.bnng der Nach,u--ch- nöchrg »cwo-d-n-n ÄK« V...21 ff.52.Mn wurden g-n.hmi»,. . MArfilnfi dabin daß die Sache der Bürgermeisterei als der zuständigen, «-bö'd"mi?'d-m Wunsch- ,u ub-rwc-s.n fei. da- G-such d.s Aston- Vnngcr womöglich ,n br- wurde bie Anschaffung von 60 Men Gürtcheug für bl. städtisch- F-u-rw-hr b<- Beschlüsse aus der Sitzung vom 3. August 1871. L «ÄäÄSSÄÄ^WSS# unb ,JB<1n)i,1Si wnrb. bi. planmäßig. An-Io°sung d-r städtischen Schnldvnschr.ibung.n ansJnbaber vorg.nomrnui. gfabt unb b.m Färb.r August Haubach über unb.rech- K Äiw «»«»• »■£ fl" de" »orb.m.rft.n Sitzungen verhandelten Sachen betreffen th-il- P-'sän- Uchkeiten, theiis waren sie von keinem allgemeinen Interesse. Kurh. 40 Thlr. Loose 671/4 Div. Cassen-A. — Nassau 25 fl. 41 Pr.Fricdrdor 9 58—59 40/0 bayr. Pram.-An). 1115/8 Pistolen . . 9 38—40 Ansbacher 7 fl. 11 Vs " doppelte 9 40-42 40/0 badische Loose 1 lO3/^ Holl. fl. 10 St. 9 55 j7 Badische fl. 35 Loose 69i/2 Ducaten . . 5 36-38 Oestr. fl. 250 v. 1854. 77^/2 20 Frankenst. 9 19V2—20V2 Engi. Sover. 11 48 —50 Kuss. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25—26 336D Eine Ladencinrichtung zu vcr- ,fnitfeib Näheres bei der Exped. d. Bltts. i es-Häringe empfiehlt Emil Fischbach, (3318) S eltcrsweg. 1) Wir besorgen Annoncen in alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen, 2) SSÄe^wir nur die Origlnal-Tarif-PreUe -nd 2) noliren weder Porto noch sonstige durch Vervielfältigung des Manu- seri ots und Correspondenz entstehende Spesen. 3) UeberP jede Insertion liefern wir auf Wunsch die betreffenden belege. Bei grösseren Aufträgen und oftmals wiederholten Insertionen schreiben w FüTAnnahme6 von Offerten auf durch uns erlassene Annoncen berechnen Weber. rr vdt. Wahl- Actien. Oest. Creditact. 2743/4 50/a östr. F. St. E. B. 405 Lombard. Bahn 1733/4 Ludwigsh.-Bexbach 186 Maxbahn 1331/4 Bayer. Ostbahn 133 Hess. Ludwigsb.-Act. 1551/4 Rhein-Nahebahn-Act. — Oberhessen w 795/8 Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 581/4 3°/0 öst. s. Lombard 74‘/8 30/0 Livorneser 34*/g 5°/0 Toscaner 54 5% Elisabcth.-Prior. 781/2 do. II. 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Pietsch) in Gießen. fl- 1. - „ — 30 3310) Auf dem Seltersberge E. 31 sind ein!Xe ^.wöblirte Zimmer, zusammen oder ^jeln, zu vermiethen. der Muhlgasse Nr. 84 ist -in vollständiges Logis zu vermiethen und Mitte September zu beziehen. Ein Zwk und schwär,e C Die Eige soater zu Gunst Gießen, sicherung guten Verdienstes, rieb berg, im Juni 1871. >en dauernde Be- L- & A. Petri. Annoncen aller Art werden täglich befördert und zu den Originalprclsen der Zeitungen berechnet durch das Annoncen-Biireaii der Aitger'schrn Buchhandlunq, Frankfurt a. M. LH- Bei gröberen Aufträgen entsprechenden Rabatt. um 10 Uhr. Sandmann. Strack. Gießen, den 8. August 1871. Körner, Geometer und Bezirksbauaufseher. NI*“1* Jod iii'ä'” _el I II. 2' 1616) Borsdorfcr Aepfel- wei» in befannttr Güte eiiipfeh- *^n 3 ■ (2587)_____________________ Georg Schäfer, Uhrenhandlung. 8335) Bei Frau Dr. Hanstein Weid- Lit- B. Nr. 98, ist ein möblirtes Zim- mer mit Cabinet zu vermiethen. Vermiethungsn. y,3372) 3n dem neuerbauten Hause der Katzensteinichen Besitzung sind zwei neu eingerichtete Familienwohnungen zu vermiethen und sofort zu beziehen. Reflectan- ten wollen sich tn meine ohnung bemühen. B- Katzenstein, _______________ Neustadt Nr. 205. Strickmaschinen. 33®9) .Familien- _ 3159) Außer der Anfertiguna aller lst' zu Vermiethen dorten wollener und baumwolle- foitn fpfllcid) bezogen uer Strümpfe werden auch solche Werden bei zum Arrstrickerr jetzt wieder auae- nommen. I. A. Busch Söhne. fl. 5. — Zweiter Platz . . „ 2. 30 Dritter „ . . „ 10. — Stehplatz .... Psadc-W-ittklmm in grmilhirl n M I».. w. ..... ... Ä . «K 18 Rennen mit Preisen, zusammen im Werthe von ca Tblr 13 500 Eintritts-Preise: ' ' 2609) In meinem Hause sind 9 4im- mer mit 1 Cabinet, Kellern, Holzremiien und Gerathekammern, getheilt oder im Ganzen, zu vermiethen und im August zu beziehen. Stallung für 2 Pferde kann dazu gegeben werden. Dr. Weber I 3364) Gute Ai beiter werden gesucht von -N- Nagel, Schuhmacher. 3259) In einer Familie findet ein Schü- kr oder eine Schülerin Kost und Logis. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. f Tie \ Eorrrsp.", m ltöchstn wir b such BiSllilmk insoscin ft nc Monarchie jum tu bekanntlich chnllichen M bei feiner 1 SMtaänmr (iginllid) in W kchligt, um da Eurv'pa'r zu n ßändig im hmvon hängt " sich genau der ößemichisc di'sklben verla m*id)iingfn jiri| M S^frmüni btiden Räche b Deutschland ein dlid von gan> ^utschlsnds toi Wt Weise der jungen üu|' T'““'« «je °'M) iüij lnMRrt,'Unj i“ »'netrl^. „ t iß V" 8.le5 35?’ Ä".1 b,*M •St Epileptische Hräinnfe (Falkurhll IE he.lt brieflich der Specialarzt für Epilepsie 16 r. O. killL. i jetzt beuenburgerstrasse 8. - Sehe,, Hunderte völlig gehe'* || 3307) 3.1 dem Eduard Strack'schen Hause ist ein Familienlogis zu vermiethen. 3362) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bet__Christian Vogt. 302!) Das seither vvn Frau Pfarrer Krcckmann tm Darmstädter Haus bewohnte Logis ist im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen und vom 1. October an zu beziehen. 3371) Das Kurzwaarengeschäst und die Lumpenhandluna von Gießen, den 12. August 1871. AnMische st. 100 Prämien-Loosk **-. —<■... ^jlehungen : am 13. August, 15. November, 15. Februar s. . „ 15* 2Nai. Qa Ag 11ft w» • 4- ti. ' tri -> ,-•« -L 000^ I 00,000 u. s. w -rleid-t?LenM-!H^g'"E''°^-"s <1' MW »erben. Die G-winn- vvn ft?230,000*fte 3iC',Un8 13 August fallt der größte Treffer Auslaß zum stweillgen b(6 2«- und 3367) Cin Clavier ist billig zu verkaufen __B. Katzenstein, Neustadt. Neue Matjes-Harinqe empfehlen I. A. Busch Söhn e. (2371) .3^67) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- nuethen bei Ch r. Reiber, Kreuz. Erster Platz für Herren, / 1/ n „ Damen, j Ein Herrenbillet für 3 Tage ^uipaa-u Per Tag fl. 10 und für jede Person darin fl. 2. - Reiter fl 2 SO Dammtltche Karten sind sichtbar zu tragen. _ . . Das Direktorium des «Gemischen Renn- Vereins. fiia33!1« ?in ^eisiger junger Mensch, 15 bis 16 Jahie alt, welcher sich im Civilbau im Weg- und Wiesenbau, sowie in der vi m v - wvn 11 i i tut ÄwnmS ,16/ SPÄ?