Preis vierteljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Ervedttton: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Aintsölalt tr den Kreis Hießen. Nr. 37. Sonntag den 12Febrnar L871. Bestellungen auf den Gießener ^lllJCtßCr OerVuenU^ft°®ÄitTonen“nb1 ben VanbF^ftbote^ Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen la,en, erhalten denselben für die Monate Februar und März 1871 zi i« kr. Das Völkerrecht im jetzigen Kriege. m „ (Schluß.) Noch arger mißverstanden und mißhandelten die Franzosen den zweiten deutschen Versuch, die unvermeidlichen Schrecken dc- Krieges zu mildern, nämlich die edtlherzige Versicherung des Königs Wilhelm vom 11. August, daß er mit den französischen Soldaten und nicht mit den Bürgern Krieg führe, so daß Letztere S'cherheit ihrer Personen und Güter genießen würden, so lange sie nicht selbst durch feindliche Unternehmungen gegen die deutschen Truppen ihm das Recht näh- wen, ihnen seinen Schutz zu gewähren. Damit war das moderne RechtSprincip, daß der Krieg nur ein Streit der Staaten und ihrer Heere sei, zum ersten Mole sirllich verkündigt woidtn. Auf Anerkennung und Durchführung dieses Grundsatzes beruht hauptsächlich der Fortschritt und der Vorzug des mcfrtrmn Kriegs- llchts vor dem alten und mittelalterlichen. Der Krieg zwischen bloS berufenen und dittiplinirten Soldaten steigert nicht nur die Energie, sondern auch die Ehre des ^ampfks, und die grausamen Wirkungen desselben werden durch die wohlgeordnete ^erresdisciplin und die Achtung, wilche der tapfere Krieger auch vor dem muthi- ger Feinde hat, auf das Maß des Unvermeidlichen ermäßigt. Durch willkürliches, rachsüchtiges Eingreifen von nichtberufenen, undisciplinirtcn einzelnen Bürgern oder ^rcifchoaren werden die Grenzen zwischen Kriegführung und Räuberei, zwischen tua ehrenvollen Tod auf dem Schlachtselde und dem heimtückischen Morde ver- lv'scht, und die Frevel dieser einzelnen oder zusammcngeschaarten Eivilpersonen wfen natürlich Thaten der Gegenrache hervor. Die wilden Leidenschaften des Hases und Blutdurstes werten entfesselt und eS kommen Greuel zum Vorschein, tv.lche die Menschheit entelren. Vieles kommt auf Rechnung der Unwissenheit oder der Ungloubene an das Völkerrecht und dessen Unklarheit selbst. Die Franzosen Äi-’SfÄrW MWÄhtt MWH Pllsse. Wir wurden als Räuber und Diördcr, Diebe und Plünderer geschildert, se daß die Leute bei unserem Herannahen ihre Vorräthe versteckten oder vertilgten und aus ihren leeren verschlossenen Häusern siohen. Wenn nun unsere übermüdeten, lungrigen und durstigen, oft von Eilmärschen erschöpften Krieger einzogen, mußten j]c sich gewaltsam in den verschlossenen Häusern Eingang, Stärkungsmittel und Ruhestätten verschaffen. Da wurde natürlich alles Verschlossene erbrochen und nccb versteckten Lebensmitteln gesucht. Die geflohenen Eigenthümer sanden hernach kegreiflicherweise mehr oder weniger zerstörte Hauser, Zimmer, Kisten und Kasten. Taluich wurden die Leiden der flüchtigen Bevölkerung auf das Furchtbarste ge- seigert. Auch hatten die Franzosen selbst absichtlich vor ihrer Flucht Lebensmittel jtrfiört und verwüstet. Der disciplinirte Soldat (und die Franzosen konnten, mßttn es wissen, daß unsere Krieger in erster Linie dazu gehören) lebt mit seinen Luartiergebern gern in Frieden, aber nach fvlchen absichtlichen Zerstörungen oder Aergralungen von Lebensmitteln und in so auSgeleerten, verschlossenen Häusern gewinnt der Zorn sein Recht und die Habe des Feindes wird rücksichtslos besudelt. Ein Zorn rüst den andern hervor, eine Rache erzeugt die andere, daher tit vielen Greuel und Barbareien in diesim Kriege. Wer ist Schuld daran;' Tie rachfüchtigen, des Königs Wort und die Bildung der Krieger verhöhnenden ßranzosen. Besonders schwierig ist außer der Unterscheidung zwischen Kriege.n und Burgern die der Städte je nach ihrer Bef.stigung. Die enge Verbindung von Liodt und Festung und des friedlichen BürgerlebenS mit der militärischen Bo üutung des Platzes macht eine scharfe Trennung dir beiden Interessen und Rück- skhten geradezu unmöglich. Rur bei vorgeschobenen Forts kann die Stadt unter jtwöhnlichen Kriegs- und Belagerungsvcrhältn ffen gefchont werden. Wo Stadt und Festung zusammenfallen, kann die bombardirende Bombe binen Unterschied mehr machen. Für die heutige Kriegführung ist der Besitz großer Eisenbahnstationen entscheidend und deshalb muß sieb Angriff und Vertheidigung larnach richten. Daher reicht die alte militärische Regel: „offene Städte, die hintn Widerstand zeigen, dürfen nicht beschossen, Festungen aber (welche oft mit großen Städten und Eisenbahnstationen zusammenfallen) jederzeit bombardirt d rden" nicht mehr hin. Und so stellt Bluntschli die humanere Regel auf: „wo Ctadt und Festung verbunden sind, ist das unvermeidlich werdende Bombardement vcrzugswtise auf FestungS- und Vorwerke, Mauern und Thore zu richten, wogegen die inneren Stadtthcile als Wohnsitz friedlicher Bürger möglichst zu schonen sind." Diese Grundsätze sind in diesem Kriege nicht immer, am wenigsten vor Etraßburg beobachtet worden; aber was will der zum Kriege und Siege genöthigte machen, wenn der Ecmmandant einer belagerten Festung, wie der von Ctraßburg und später der von Paris, sich ihrer sogenannten Ehre wegen nicht Üterzeugkn lassen wollen, daß weiterer Widerstand nur aus Kosten der Stadt, der stietlichen Bewohner soitgesktzt werden kann und eine Besiegung der Belagerungs- illnee unmöglich ist'^ Dies wollte man dem Straßburger und jedenfalls auch ttn Pariser Eommandaten thatsächlich zeigen. Sie waren zu stolz und hartnäckig hju und so bleibt n chts übrig, als die ganze Bevölkerung dafür büßen zu lassen, ia die Unterschiede zwischen Bürger und Soldaten namentlich in Parts vollständig urbrcdjcn dulcheinauder lausen. D sä-wcrste Beisünvigung flffltn di- V-rsich-rung dc« Königs und di» völ>rirc° Tausend^Personen und fj.«- I.che Fuilien, noch dazu nützlichst- Ernährer und scdopsensch- Kräfte F'°nkr-,ch«, in skrceit, Erwerb und Veimöcen schwer gekrankt und geschädigt. Deese Bru° talität^ht in ter neueren Kriegsgeschichte ter cioilisirttn Dolker als Schandmahl Frankrchs ganz vereinzelt da, umsomehr, als sie durch eucksichtS-und schonungS- lose Reheit der Auslührung ncch gesteigert ward und sie um S"ll-r und ab- schculisr vor Augen tritt, als Deutschland zu keiner Art von Repressalien griff. Die F.nzvsen können unseren roh vertriebenen Landsleuten, die dem ganzen Deulsch. land aaeibanc Schmach nicht sühnen; aber di- materielle Entschädigung sollte unbarrherzig bis auf Heller und Pfennig des nachweisbaren Verlust-« eingetrie- btn muß ein vernünftiges Dölkerrech, dafür sorgen, daß keinem Volk- in Europa nieder gestattet werde, wo- sich die Franzosen zum ersten D-ale-und zwar mit bcfcn ertni Stolz und Hohn zu Schulden kommen ließen, nämlich die Ber» Wendung osrikani,cher Truppen ohne eine Spur von Ehre, von Rcchisgefuhl, von Achtungsür dos weibliche Geschlecht, diesen Hauptmerkmalen moderner tur0Pal *er Civilika'lvn Die französischen Soldaten, obgleich mit ihnen nie em weibliches W-rnronEbreunt S iVt lichkei. sprach, hielten sich dennoch für zu gut, mit d.ften ^rikarischen Bestien gleichg,stillt zu werden und sie unter sich au,jun-dm-n. S - mußt-n abgesoneert und unter besonders siienaer Aussicht in F">nrr-ich selbst !g hallen werden. W e bestialisch zeig'- si» nun d,e iranzofisch- Presse^. . - si- un- im SlnLuiiic t-L KiiealS zuries: wir und unsere Frauen und Tochter wurden g-lnTnfl f,ßr «neaer kenn-« lernen, und tiefen felbst: „plundeN, Drentit, morcct euch lustig b s nach Berlin hinturch!" Die Franzosen hab.n zum ersten Male unter allen civkl.sirten Völkern den Krieg gegen einen gebildeten Nachbar, der ihnen nichts zu Leide gethan hatte, als höchstens die ernste Absicht, sich nicht wieder, toie feit Jahrhunderten, von ihnen überfallen und auSplündern zu lafflN, durch diese unerhörte Barbarei verunstaltet. Ein völkerrechtliches Verbot solcher Verwendung barbarischer Truppen gehört deshalb zu den dringendsten Aufgaben eines nächsten EongreffeS. Solon batte, glaube ich, in seinen Strafgesetzen keinen Paragraphen für den Mörder des Vaters. Er sagte, so ein Vertrkchen erscheine ihm unmöglich. Eben fo konnte man in Bezug auf einen europäischen Krieg früher behaupten, daß eine solche Bestimmung für europäische Potentaten unnöthig sei. Jetzt ist sie bloS der Franzosen wegen dringend geboten. Auch ihre Franctircurs machen eine festere Bestimmung über Behandlung der Kriegsgefangenen nothwendig. Jedes Land ist berechtigt, im Nothfalle sogar verpflichtet, alle möglichen Wehrkräfte zur Besiegung des Feindes aufzubieten. Auch Freifchaaren müssen als Soldaten behandelt werden, wenn sie, wie Bluntschli mit Recht zur Bedingung macht, im Anschluß an die geordneten Heere oder doch in sich militärisch geordnet, militärisch und mit Beachtung des KriegSrechts kämpfen. Dabei geht der sogenannte Guerillakrieg leicht in Raub, Brand und Mord über, und dann müssen die ertappten Missethäter durchaus als Räuber und Mörder behandelt und Alle, welche sie unterstützten, durch Repressalien bestraft werden. Am wenigsten ist zu dulden, daß der Einzelne abwechselnd und willkürlich heute als Freibeuter und Wegelagerer etwa eine Feldpost überfalle, einen Nachzügler ermorde, Schienen cintr Eisenbahn ausbreche u. s. w. und morgcn^wicder als Bürger oder Bauer den Schutz der bewaffneten Macht genieße, solche Flei- fchaaren, deren sich befondeis das neue republikanische Frankreich rühmte, gehören ais Gefangene an den Galgen. Die offene ehrliche Bekämpfung dcü Feindes in ter Schlacht und auf dem Marsche darf auch den Bürgern eines Landes nicht als Verbrechen auSgelegt werden, der heimtückische Mord aber ist auch dann ein Verbrechen, wenn tr von Soldaten in Uniform verübt wird. Die Franktireurs und ihre Helfershelfer haben die Grausamkeiten, welche zu ihrcr Bestrafung verübt wtrdcn mußten, zu verantworten. Diesen Grcuelsecnen gegenüber bietet der Blick auf das rothe Kreuz im weißen Felde, in diesem Krieg; zum ersten Male mit Betheiligung fast aller gebildeten Völker in voller Wirksamkeit, einen erquickenden Trost. Freilich darf man dabei nicht auf die Franzosen blicken. Die französische Armee mit ihren afrikanischen Banden schien anfangs gar nichts von der Neutra- lität der Verbandsplätze, Lazareide und Aerzte zu wissen oder wissen zu wollen und schossen spottend mitten hinein. Später wurde das rothe Kreuz vielfach von Schlachtenbummlern und verbrecherischen Gesellen verrätherifch mißbraucht. Aber die tröstliche Thatsache ist unbestreitbar: Trotz aller Schwierigkeiten und Mängel in Ausführung der Ganser Eonvention von 1864 ist für verwundete und kranke Krieger, sowohl feindliche als freundliche noch in keinem europäischen Kriege so wirksam gesorgt, so allseitig viel geleistet worden als diesmal. Ein edler Wetteifer der Militär- und Eivilärzte, der Staats- und Privathilfe, von Frauen und Männern, Einheimischen und Fremden im Dienste der leidenden Krieger hat hier einen Bereich friedlicher und humaner Thätigkeit gefunden, der mitten in den verwüsten- Es ist aber nicht mehr zu erwarten, M w. auf Vie Verhältnisse Frankreich» selber hinauSgehen werden. Deutschland wird seinerseits auch beim Friedensschlüsse nicht vergessen, daj eie beiden benachbarten Volker ihre Ehre und ihr Streben nicht auf dauernd!» Zwiespalt und Kampf, nicht aus gegenseitiges Verderben, sondern auf einen höhn ren, edleren Wettkampf in gemeinsamer Forderung der Völkerwohlfahrt und tn geistigen Entwickelung zu richten haben. Das Höchste, was uns der Friede bring« könnte, wäre neben der unmittelbaren Sicherung Deutschlands die beiderseitige fefle Gründung dieses tieferen Bewußtseins in den beiden großen Völkern und tamil die Grundlegung eines ächten, bauernden Friedens. für Deutschland, wenn es nach einem beispiellosen SlegeSzuz« und nach allen Opfern an theuerem Blut nicht di» Kraft haben sollte, die alten ReichSlandc, welche jetzt in seiner Hand sind, wieder für das neu erstandene Kaiserreich festzu- halten. Als Frankreich den Krieg heraufbeschwor, galt es für die Franzosen al« selbstverständlich, baß sie als Sieger nicht blos dar linke Rheinufer für sich in Besitz nehmen, sondern die preußische Monarchie überhaupt und die Anfänge der deutschen Einigung auss Neue antastcn würden. Durch Gottes Fügung und durch Deutschlands Kraft ist es anders gekommen, — und nach einer Siegesfülle, wü sie die Geschichte nicht kennt, verlangt Deutschland nur einen Theil dessen zurück, was ihm Frankreich früher entrissen hat, ohne im klebrigen die territoriale Einheit Frankreichs irgend wie zu gefährden. Gerade Frankreich gegenüber ist hierin ein hoher Grad von Mäßigung nicht zu verkennen. — Auch in anderer Beziehung wird Deutschland bei den FriedenSverhandlungen allerdings sein volles Recht beanspruchen, aber gewiß mit der Mäßigung, welche jeden Gedanken an Erniedrigung oder bloße Demüthigung des Gegners ausschließt. Es kann Frankreich nicht en spart bleiben, Deutschland auch in finanzieller Beziehung für die gewaltigen Opfer zu entschädigen, welche unserem Volke durch den freventlich heraufbeschworenen Krieg auferlegt worben sind, und cs liegt auf der Hand, daß in dieser Beziehung die Rechnung des deutschen Volkes seit den Septembertagen bedeutend angewachse» ist. Abgesehen von dem Ersatz der unmittelbaren Kriegskosten, so wie aller 6tt im Gefolge des Krieges dem Staate erwachsenden Aufgaben und Verpflichtungen wird es sich nothwendiger Weise um die Mittel zu mannigfachen im Rechte un» in der Billigkeit begründeten Entschädigungen handeln. Je mühsamer unser dem- scheS Volk den Aufschwung seine« Wohlstandes erringen muß, je leichter im G-gen- theil Frankreich die Folgen vorübergehender Rothstände zu überwinden vermag, desto weniger wird Deutschland auf den vollen Ersatz seiner Opfer und Schädt« beim Friedensschlüsse verzichten können. Aber auch in diesem Punkie bürgt dn Sinn unserer Regierung unv der Geist des deutschen Volkes dafür, daß die Frievent- bevingungen nicht über bas Maß der Billigkeit und der gebotenen Rücksichtnahmr „ , .., „ , ,, Zum Frieden — den JenDen’ «rtiM?rW”f‘ t’rindt °lC "'"ist-rielle „Provinzial-Correspondenz « S stch. wie ein geweihter und sonnenbeglänzter Temürk s abhod. Auch der von Frankreich angeschürte Racenhaß mußte «us den Le ben ! Ti'?" "^schlichen, über alle Rationalität erhabenen Liebe beschämt zurüc>en- i bf"3 rot^ Kreuz noch heiliger werben, heilig für die ganze Mi,eit, 1 wie bas christliche, an welchem unser Heiland starb. ° 1 Endlich lügen noch die Reutralitärspflichrcn im argen rechtlosen nkel. I MÜff,IWrCTm^f‘ln,J$en “nb cnt,lifd,in ®2'e6c »"bieten Ausrüstung von egs- 1 "u neutralem Boden, warum nicht auch Lieferung von Waffenviden an e.ne Kriegspartei? Präsident Grant untersagte zwar Lieferung vonÜffen aus den staatlichen Arsenalen, aber das Wort wurde nicht Fleisch, und Trotze wurden Massen von Waffen aus den Zeughäusern verstj und an die Franzosen verkauft. Die amerikanische und englische Eisenindustrwett. eiferten in offener und hx,ml,cher Versorgung der Franzosen mit KriegSarial. Wo b erbt denn nun da d.e Neutralität? Wer Waffen liefert, käurpft dooffen- b" Ud’ mU Co°l ‘Utfifcbcn Tröste, daß er dabei nur Geld o!°nt "Ud »ichtS, geschweige das Leben verlieren kann. Neutralität kann vereüti.cr- weise blos Hetzen: Nichtbetheiligung an der Kriegführung und Euthaltsaekt von »b;,T, ®rU^6 ,U Oen betreffenden Gesetzen ist ja schon U eine Kriegsschiffe welche nur cm Theil te> Kriegführung sind, drshald im Gare, und Großen auch keine Lieferung von Kriegsmaterial von irgend einer Art! ßkien unb die «chweiz haben Waffentransporte auch möglichst zu verhüten gesuch- xsto unverschämter lieferten und schacherten England und Amerika 7m ^d7,'erch.e Strafe, welche Frankre.ch für die ruchloseste aller Kriegserklärungen verb.w bite, möglichst zu erschweren und auch unsere gerechteste und heiligste Abwehr zm §cha- den für die ganze europäische Cultur so auszudehnen, daß der Friede nu mi ben ungeheuersten Opfern und mit der TodeScrschbpfung Frankreichs erkauf werben t?nn‘ ®‘c[c schändliche Unklarheit in Bezug auf die Neutral,,ätspflichtermuß in el"t™ künftigen Kongreß gründlich gehoben werben. Hier treten bie heilen Verpflichtungen des neuen deutschen Kaiserreichs in voller Größe hervor. Daschlanb bertifl7trf7ffi ^rd,lbar™ ^ne.9c ali b'e zur leitenden Cultur- und Friedismacht verpflichtete Große an die Spitze einer großen Wendung der Weltgeschich Wir 77" “^8 Srcunbf unter den andern Völkern. Um so energischer wttn wir 9,' ^7' t,e®et[fn< daß unsere Aufgabe Nicht Unterdrückung deVölker, ^""^""ung ihrer und doch mehr unserer eigenen Selbststndigkeit und Selbstverwa tung, nicht eine fortwährende Kriegsdrohung, sondern bi Siche- All? ®£ tfr'£tEn3 s'!s Der Sieg des deutschen Wesen« sei GerechUkett für ® m 1"? rr Unt ?5-bge unserer eigenen und anderer Völker Eigentümlich, ketten. Nicht Luge und Schein wie in Frankreich, sondern die Wahrdeitund der fcrn b,r D>nge- Schonung ve« Weltfrieden» durch ein freieres, hunane es Völ- N" 7-' n‘'Ui rutsche Kaiserreich sei bie Bürgschaft diese« De,t7cd1ns, der^Döu7 7?77 "" 9BTttlor6”un8 und Förderung jeder natürliyen zreihei, der Volker, wie der einzelnen Reg,erungen und Menschen. Da« »alte Gott! ----------------- (Post) ' Se. Maj. der Kaiser und König haben auf ein Glückwunsch - Telegra« der Freiwilligen aus den J-Hren 1813 bis 1815, bie am 3. Februar auch ii biesem Jahre in Berlin zu einem kameradschaftlichen Feste versammelt waren, aui Versailles bie nachstehende Antwort zu ertheilen geruht: Den versammelten Freiwilligen von 1813 —1815 in Berlin sage 3$ Meinen besten Dank für ihren patriotischen Gruß- Sie werden sich freuen, in ihren Enkeln glorreiche Nachfolger früherer Heldenthaten zu erblicken. Wilhelm. ........ hü» sTOrtjifiAFpit »<*»- nach Ablauf des Waffen- inuiiant« anbelangt, so schreibt der militärische Berichterstatter der „Schles. Zta." darüber: <9n, Frankreichs Hand liegt es jetzt, ob aus dem Waffenstillstände ein bal- en hervorgehen soll; — an Frankreich werden sich daher die Friedens fcu. 7erJ^uiLto^n b.ab» , wenn zur „Mäßigung" zu richten; denn es hat kaum jemals ein Volk gegeben, welches nach solcher Herausforderung und nach solchen Siegen sich die Mäßigung in so hohem Grade bewahrt hätte, wie es im deutschen Volke jetzt überall Der Fall ist. Die jüngsten Wochen gerade haben die« von Neuem bekundet: die Aufnahme, welche der Versailler Vertrag über Den Waffenstillstand gefunden hat, d.e Zustimmung, welche den hochherzigen Gesichtspunkten unserer Regierung überall in Deutschland zu Theil geworden ist, geben erneutes Zeugniß von dem Geiste ernster sittlicher Mäßigung, welcher das deutsche Volk inmitten seiner beispiellosen Siege und Erfolge beseelt. „Für diejenigen, denen die Entscheidung darüber zusteht, ob Frankreich n«t feinen moralischen und realen Niederlagen noch einmal an die Waffen appellüe: ober die Bedingungen des Siegers hinnehmen soll, müssen vom rein militärische Gesichtspunkte jedenfalls zwei Momente in Betracht kommen: die Stärke der n»j aufzubringenden Streitmacht und die strategische Situation. In Beziehung m erflere glauben wir nicht, daß es gelingen werde auch nur ein numerisches Gleichgewicht mit dem Gegner herzustellen. Nehmen wir an, daß Faidherbe noch üiei m _ 50,000 Mann und Chanzy über 120,000 Mann verfügt, baß von der Ostarm Von den Forderungen freilich kann und w.rd Deutsmlanv nicht lassen, welche ausschließlich Garibaldi'«, 60,000 Mann nach dem Süden gerettet wurden, ui »on vorn herein aus einer Hefen inneren Nothwendigkeit und unter unwillkürlicher sich 20,000 Flüchtlinge aus der Schweiz wieder zum Kampfe stellen und baß sch Uebereinstimmung aller^ Geister und Herzen gestellt worben find, und welche Graf auf den Nebenkriegsschauplätzen noch etwa 50,000 Mann vorfinden, so müßt» Bismarck bereit« tm September als die unerläßliche Grundlage jeden Frieden» der Süden und der äußerste Westen Frankreichs binnen vierzehn Tagen noch v l' tejenünet hat: d.e Wiedervereinigung von Elsaß und Deutsch-Lothringen, von 250,000 Mann in’« Feld zu stellen vermögen, um die Gleichheit der Zahl ©tra|burg und Metz mit dem neu erstandenen Deutschland ist als Wahrzeichen veizufsihren; wir schätzen nämlich unsere rn Frankreich vorhandene Macht auf mest .‘""TV"*10" ™ 2)iacbl und zugleich als Bürgschaft gegen wei- als eine halbe Million Streiter. Wie groß selbst bann noch imm7r in Bez-z tere Bedrohung und Vergewaltigung der nothwendige und unabweisliche Siege«, auf Qualität und Organisation der Truppen das Uebergewicht auf deutscher «Seite brei« für die schweren und opferreichen Kampfe. Das deutsche Volk ist sich be- fein würde, bedarf keiner Erwähnung. Es ist aber nicht mehr zu erwarten, d-z .8 8 . ueh /r ill '-on neuer Streiter aufgebracht werden kann. Der Gegner steh/ aui SÄ SÄSLS SÄ5&ÄÄS2I! *LÄ ftf»* *?. - f .....■' ■'.....y-,7.....' ""’it” ^*-***■ , binnen wenigen Monaten wieder eine: ""rö:"T*"L'T‘c al« unsere von ihm so oft gefaorvete sogar zwei neue Jahrgänge in'« Feld zu stellen." . Wie berechtigt aber die Sorge für diese Sicherheit dem französischen Volke gegenüber ist, davon haben die letzten Monate in weit höherem Maße als irgend eine Zeit im Laufe dieses Jahrhunderts Zeugniß gegeben; den jetzigen Kriegsnachrichten. republikanischen Machthabern in Bordeaux, vor Allem dem Diktator Gambetla, Der „Köln. Ztg." wird aus Versailles vom 31 Januar aetorieben - W unV mit 7in7? RückbaOlosi^"-^^^^ UN° Dünkel aus eine Höhe zu steigern ich höre, ist Kriegsminister v. Roon mit der Aufstellung der Krttgskosttnrechm»! . r Rückhaltlosigkeit hervortreten zu lassen, durch welche die Pflicht der beauftragt, auf welcher in erster Reihe verzeichnet stehen die norddeutsche Bunde! Geltung 7lanaist^"Solck?7 Auzb7ü^7^?7 unabweislichen anlett-e nebst Den Anleihen Der anderen Staaten, ein minirnurn »on 100 Binion» S e aeaen e e LtT.7 7 8anah«mu« wie sie von zener Thalern für einen deutschen JnvalidenfondS, eine beträchtliche Summe natürlil ttokiaen Üebc'rb deutschen Barbaren" zfi vernehmen sind, euer so al« ReronstrurtionsfondS de« verbrauchten Materials, ein/ Entschädigung » mittt7 de7a ^ 7 . ^7'87778 g-S-nuber, w.e sie Frankreich in- KreiSverbändc für Die Kosten, die denselben durch die außerordentlichen Ausgab- daraus verzichten Nck »ark/Riirn 77 ' 77^-" |o~.n,ertl0Er fur Dic Landwehrfamilien ic. erwachsen, eine Entschädigung für die aus Frankrest oaraus »erzicyten, sich starke Bürgschaften fur feine künftige Ruhe und Sicherheit vertriebenen Deulfchen u f zu verschaffen. ~ - -- ' Deutschland bemähri sm-r,- <. „ Der Etoile Beige veröffentlicht einen Bericht aus Paris, welcher ihm Triumph 7und Vor bellen 6rX " 7^7cn einem Maune zugegangen ist, der am letzten Samstage Die französische Hauptstai nin«n wetoe 7« ei bernfib t Elsah- verlassen hat. Wir entnehmen demselben Folgende«: »em $lu«faaC »e» 2 ' hatt7doL in D r öan777 TtT. “7 7 granfre.dj« 50n Neuem zu 19. Januar hatten die Pariser gehofft, daß man, ehe man zu den Uater^ant- Ä ®eo«n ali unerläfiliJe 7 5ot erU"fl ^en bJc,bt' Clt gleich langen übergehe, noch einen Versuch machen werde, um d.e preußischen Linien st Sr F deruna ab7acbe7wfr ein7Ä7a i °urchbreche,i. Alle Welt war daher schmerzlich berührt, al« man von den Frieden-, der^ LuHAen Watton un6 'an Jem 7 7" w-edererwachten Geist präl.minar.en und dem Waffenstillstände Kenntniß erhielt. Freilich fehlten wü- Regi77n7 des Reiche- kaum Je7an7 in 77 , Vaterlandes , welche der z-tz.gen rend der letzten Tage der Belagerung die Lebensrnittel vollständig, und selbst d-' Frankreim 3 " Zutrauen Wirt. Wenn es fur schwarze BeoD begann zu mangeln. Ich sah manche Frau, die nach fünf, bl soll btHrüber bar* ffleTi 7 h ' Q n ' ^art demuihigend fein sechsstündigem Warten an dem Laden des Bäckers nach Haufe gehen mußte, ohtt Wiede heL uaeben -7o wä e i« v°77 Deutschland abgerissenrnen Provinzen Broo für ihre Familie erhalten zu haben. Die Ritte?, die bis zum ver yerauszugeven, fv wäre es doch tausendfach beschämend und erniedrigend^nuar 2 Fr. aekoüet rpn nationalen Sicherheit zu folgen. Graf Bismarck hat es ausdrücklich hervorgevoben, deutscher Seite die Möglichkeit obwaltet baß wir von ^Frankreich nichts begehren . c“ " r ...... - Sicherheit. ,u test-""' ‘du gen 3^ «eftt« ” All «6® »H. fatioii slira) 6«8 -»-d? yeinlicbfte 1 tiod; W'®' goti« iu 6 Der MM Dir mobilil hatte ibre I feine Ittl Taz 40 l-> 8i)i(in-6e! 3Wi,'t: M Leglütilvur tzov Herjv worben- @en smzöiiithe Dir Tolka Lokal, eas Aus Aimr M RMnitn- tetnn jurj + ? zvislhen Ci Ortnung l nommtn. Al gcn, vrlchr eine snrdli Mcßiit d üb« Dü Ä Bo«, eincS Wo Com Wrkse. $ reich mehr veij diesem jeten $rti , Al reim der j saml^g Dieiiionir, tiamatton l"'chttt-e; ®'Mt nit förperung j 3nfa|ien fi ., + a «s«l,at im Stimmen k ®aIcncitnne «zi-st. ei. T Hotte» Mnat, tu Eicht»h ^er 457) 1 *» “ v »i» S* äiuhti^ »ich, e "‘äwiltijtntjj! ,'i ' l,,i« fitjitin , ■ Mgtmjj, I’ ®it ah ft lke Mt E>-irßtch,ir;t t**Vi ia Sed;te u J:. *^wr yftr ttt •• K telfa ie Qtg, i: »hetitti »tret ■ ‘ *« Mt bitjt k !r-r ti| tit jjritta »<**»« -s> «4t wrgtfn, t ftt atcht «cs tauen: ’citm auf einen |r. kcllfrvsdlsahn nut s ul ter Jnrte ha »s t:t hikrrseilizr v-'ir: Seifern uns k i u 1 gtbruir aii ie Hrfuitlt WJrtif■ ?f5 rt Mim faßt ( trrtfi Ü freute, i p trtIM ütms t