Preis virrreljährig 1 fl- 12 ft. mit Bringerlohn. Durch di« Dost bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit AuS» nähme Montags. Expedition: Tanzletberg Sit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 263. Samstag den 11. November 1871 Befteltimg-n auf den Gietzener Anzeiger Äbomrenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate November und December zu 40 fr. Brodpreise vom 11. bis 17. November 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischte« Brod 22 kr. 2 Pfunv gemischtes Brod 11 kr. 4 Pfund Roggenbrod 19 kr. 2 Pfund Roggenbrod 9% fr. Amtlicher T b e i t. Bekanntmachung. Nach uns zngegangener Mittheilung hat die Großherzoglichc Commission zur Prüfung der Ansprüche aus Frankreich ausaewiesencr fieffen den größeren Th-,l der ihr übertragenen Aufgabe vollendet, so daß die Auszahlung der in Gemäßheit des Reichsgesetzes von, 14 I m I bewMaten Ä hülfen in umfaßendem Maße erfolgen konnte und die vollständige Erledigung derjenigen Gesuche, welche rechtzeitig cinaereiä t mb mif b,„ Vä £ “ 9 « r® $ versehen wurden, in der nächsten Zeit zu erwarten steht. Es werden übrigens noch fortwährend neue Entschädigunasanfvrü»/ b-i K delegcn meldet, obwohl die durch Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Großh. Hanfes und des Acnßern in Sir.® 179 bet ^raftdbkr R Jabr vorbestimmte ansschließeiide Frist bereits am 18 Juli I. abgelaufen ist. Wir sind deßhalb ersucht wordei. darauf Ame!k^am?° däü"alle nach dem 18. Zull l. I. cingegangenen besuche, falls solche überhaupt aus einem etwa sich ergehenden Rest der zu fraglichem Rw^ck beMmmt-n Summe befriedigt werden können, von Großh. Commission nur dann zur ausnahmsweisen Berücksichtiqunq werden emvfoblen ^werden Lnn hJ ’ ^'bauten /men genügenden Entschuldigungsgrund für ihre Versäumniß anzuführen \mb iu be& Gesuche, welche diesen Anforderungen nicht entsprechen, wird eine besondere Antwort nicht ertheilt werden. * ’ J >uw. Auf Gießen, den 31. October 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Starck. Politischer Tbeil. Die Entlassung des Grafen Beust. Was soll das heißen? wird sich wohl Jeder gefragt haben, als er die Nach« richt las, Graf Beust sei als österreichischer Reichskanzler entlassen. Graf Beust entlassen! Das Ministerium Hohenwart war ja soeben auf den Rath des Reichs- kanzlerS entlassen, Beust hat gesiegt, und nun werben Sieger und Besiegte zugleich bei Seite geworfen, wie die rothen und weißen Figuren eines Schachbrettes! Wie ist das zu erklären? Man schreibt der „Köln. Ztg." darüber aus Wien vom 6. November: „Die letzten Stunden haben hinter den Coulissen eine Wendung hervorgerufen, deren Eindruck, wenn ihr Ergebniß an die Oeffentlichkeit gelangt, alles übertreffen dürfte, was die Nachrichten aus Oesterreich in der letzten Zeit an Ueberrafchendem boten. Um es kurz zu sagen: Graf Beust ist in diesem Augen- blicke vielleicht schon nicht mehr Reichskanzler und Minister des Aeußern. Er hat seine Demission gegeben, wie ich glaube, geben müssen. Sein Nachfolger im Amte heißt: Graf Julius Andrassy, bisher ungarischer Ministerpräsident. An Andrassy's Stelle tritt als Vorsitzender des ungarischen Ministeriums Graf Mel- chior Lonyay. Ich würde mich hüten, Ihnen diese Mittheilung in so positiver Form zu geben, wenn ich erwarten müßte, baß der Telegraph sie dementirt, statt sie zu überflügeln. Wie dies alles gekommen, darüber wird wohl erst eine spätere Zeit Licht verbreiten. Da die auswärtige Politik Andrassy's in der letzten Zeit wenigstens sich in voller Uebereinstimmung mit der Beust'schen Gestion befand, so ist an einen Systemwechsel wohl nicht zu denken. Es müssen daher ausschließlich persönliche Motive gewesen sein, die den Kaiser zu diesem Schritte bewogen, Motive, d'e mit der Ueberwinbung, die es den Monarchen kosten mochte, sich von der Ausgleichsaction Hohenwart's abzuwenden, in Zusammenhang stehen dürften. Vielleicht auch, daß man durch die Opferung Beust's der staatsrechtlichen Opposition eine Concession machen wollte. Rief doch erst jüngst das Organ Leo Thun's, so lange Beust am Ruder sei, könne an einen Ausgleich nicht gedacht werden. Mit der Berufung Kellersperg's läßt sich diese Wendung schwer in Zusammenhang bringen, nachdem man weiß, daß dieselbe zwar ohne jedes Vorwissen des Reichs« kanzlerS erfolgte, daß aber Baron Kellersperg seither wiederholt vertrauliche Be« sprechungen mit dem Grafen Beust hatte, mit dem er sich rückstchtlich der leitenden Anschauungen in voller Uebereinstimmung befand. Wie dem auch sei, jedenfalls haben wir es da mit einem Ereignisse zu thun, dessen Motive und Motoren aus- schließlich in Regionen zu suchen sind, wohin der Blick nicht so leicht dringt. Graf Lonyay ist gestern Abend nach Pesth abgereist und soll Ueberbringer diS Hand« schreibens sein, welches die Ernennung des Grafen Andrassy vollzieht. Auch die Rolle dieser beiden ungarischen Staatsmänner wird noch mancherlei (Kommentare bedürfen. Graf Beust folgt einem besonderen Wunsche des Monarchen, indem er seine Kräfte dem diplomatischen Dienste widmet, und so dürste ihn die nächste Zeit aus dem harmlosen Botschafterposten in London finden." Sehr hell ist eben das Licht nicht, wilches durch diese Aufklärung verbreitet tofrb. Graf Beust ist entlassen aus persönlichen Gründen. Seine Person war allerdings den Feudalen und den Clerikalen ganz besonders verhaßt. Ein fremder namentlich in London; her nur angenehme Er- was wird schließlich aus Ketzer, aus Luther's Heimath, Der das katholische Oesterreich regieren will und das Ecncordat bei Sette gefetzt hat, als wenn innerhalb Oesterreichs nur der Kaiser unD der Reichsrath Gesetze zu geben hätten! Doch wer könnte so leicht alle die Ursachen aufzahlen, aus denen Graf Beust den verschiedenen Fraktionen der Föderalisten, wie sie sich jetzt gern mit einem weiten Namen nennen, sich verhaßt gemacht? Er könnte mit Wullenwever sagen: 8 Ihr könnt vie Hölle löschen, nicht den Haß, Den meine Feinde mir geschworen haben. h , ®'e deß gar kein Hehl. Tag für Tag versicherten sie, die Entlassung des Grafen Beust sei Vie Vorbedingung jedes möglichen Ausgleiches. Man weiß wie dringend Kaiser Franz Joseph nach diesem Ausgleich verlangt. Er hat sich allerdings durch Beust überzeugen lassen, daß ein Ausgleich mit den Czechen, toU ®rflf Hohenwart ihn geplant, ja, schon vollständig verabredet hatte - wie e« fd)nnt, unter Sanction des Kaisers —, denn doch nicht räthlich und möglich sei. Er hat das Ministerium Hohenwart entlassen und sieht ein Sturmgewölk von Un- willen aus dem Kreise der vornehmen Föderalisten gegen sich aufziehen. Da scheint nun der Kaiser den Grafen Beust so zu sagen geopfert zu haben, um auch dieser S/ite etwas Angenehmes zu erzeigen. Und verstärkt scheint die dem Grafen Beust feindliche Parte» durch hochstehende Personen in der Umgebung des Kaisers iu fein. Beust hat den Boden in Wien längst so heiß gefunden, daß er gerade nicht ungern sich auf einen stillen Botschafterposten zurückzieht, denn an diesen Posten knüpfen sich für Beust von 1864 innerungen, Graf Beust ist eben nicht zu bedauern; aber Oesterreich? Das Kaiserliche Generalpostamt erließ unterm 6. November folgende zwei Bekanntmachungen: 8 Bekanntmachung. Erweiterung der DrucksachenBesörderung mit der Post. Nachdem die Gewichtsgrenze für Drucksachen unter Band auf 1 Pfund erweitert toorDen ist, wird den Absendern derartiger Drucksachen empfohlen, zu den Streif- oder Kreuzbändern, welche übrigens die Außenfläche ganz bedecken können, recht festes Papier oder Leinwandstreifen zu benutzen, auch wenn nöthig eine Bindfaden- umjchnurung anzuwenden, dieselbe muß aber leicht zu lösen sein, um die etwa nöthige Controle zu ermöglichen. Bei Büchersendungen können die lediglich den Preis der Bücher betreffenden Rechnungen beigeschlossen werden. Die Taxe von 3 Silbergroschen, bezw. 11 Kreuzer ist durch Verwendung von Freimarken zu entrichten. Drucksachen über 15 Loth, welche unfranfirt oder unzureichend franfirt eingeliefert werden oder den sonstigen Bedingungen nicht entsprechen, werden dem Absender zurückgegeben, bezw. als unbestellbar behandelt. Bekanntmachung. Packetbeförderung mit der Post. Das Signiren der Packete per Adresse hat in Folge der von der Postoerwaltung gegebenen Anregung bereits bei dem überwiegend größten Theile des Publikums Eingang gefunden und wird in Anerkennung der Vortheile, welche diese Signilungswcise für die sichere "eberkunst der Sendungen darbietet, schon gegenwärtig nach den angestellten sta- mehr umgehen lassen. -j- Durch verschiedene Zeitungen läuft die Mittheilung, der Kronprinz von Sachsen habe von dem deutschen Reichskanzler den Auftrag erhalten, beim Kaiser von Oesterreich gegen die Fortsetzung der Politik des Grafen Hohenwart, welche die Deutschen dem österreichischen Kaiserstaate entfremdet, vorstellig zu werden. Diese Mittheilung entbehrt aller Begründung, wie man uns versichert. Richtig ist allerdings, daß der Kronprinz von Sachsen den Kaiser auf die Gefahren der Hohenwart'schen Politik hingewiesen; diese Bemühungen lassen sich aber sehr wohl auf die Besorgniß des sächsischen Thronfolgers zurückiühren. Die deutsch-nationale Bewegung in Oesterreich könnte der Stellung der Partikularstaaten im deutschen Reiche schließlich den größten Nachtheil bringen. Jahr 1870 im Betrage von 1,800,871 Thlr. vorläufig zu genehmigen; 2) den Reichskanzler aufzufordern, entsprechend der Verpflichtung zur Rechnungslegung nach den einzelnen Positionen der Titel der Spectaletats auch in den Uebersichten über die Einnahmen und Ausgaben der Vorjahre vom nächsten Jahre ab die Etatsüberschreitungen , soweit dies bis zur Vorlegung derselben ausführbar ist, nach Titeln und Positionen der Specialetats zur Genehmigung des Reichstags mitzuleiten, stellte er es als die nunmehrige Aufgabe der Universitäten hin, die Studiren- den neben ihrer Ausbildung zu ihren speciellen Berufszweigen in dem staatlichen Einheitsgedanken zu erhalten und dazu fähig zu machen, denselben gegen alle Gefährdungen zu schützen. Als diejenigen Seiten, von welchen jetzt schon solche Gefährdungen drohen, bezeichnete er die politische, die sociale und die kirchliche. Nachdem er den Stand der hiermit gegebenen Fragen und die Aufgaben, welche aus ihnen für die Studirenden erwachsen, gezeichnet hatte, warf er die Frage auf, ob das gegenwärtige Leben auf den deutschen Universitäten und Fleiß theilen; 3) das Reichskanzleramt zu ersuchen-, dem Reichstage in der nächsten Session einen umfassenden Bericht über die bei den Maßregeln zur Bekämpsung der Rinderpest gemachten Erfahrungen vorzulegen. 4) Zweite Lesung des Haushaltsetats des deutschen Reiches für das Jahr 1872. — Etat für daS Reichskanzleramt. Richter spricht zu Titel 1 den Wunsch aus, daß der Reichstag von den Verhandlungen und Beschlüssen des BundeSrathS officiell Kenntniß erhalte. — Minister Delbrück hält dies für unthunlich, weil der Bundesrath vornehmlich eine Versammlung von Bevollmächtigten der einzelnen Bundesregierungen sei. — Lasker rügt, daß kürzlich ein vortragender Rath im Reichskanzleramt mit seinem vollen Titel den Prospect eines EisenbahnunternehmenS unterzeichnete. — Minister Delbrück. Der betreffende Beamte hat inzwischen seine Entlassung beantragt und diese ist vom Kaiser genehmigt worden. — Bet Titel 2, welcher eine Erhöhung des Dispositionsfonds von 30,000 auf 40,000 Thlr. beantragt, erhebt sich eine längere Debatte, doch wird schließlich diese Erhöhung genehmigt. Auch die Etats für den BundeSrath und den Rechnungshof und das Oberhanoelsgericht werden genehmigt. — Schluß 3*/4 Uhr. Nächste Sitzung morgen 12 Uhr. Erlangen, 4. Nov. Heute als am Stiftungstage der Universität übernahm der für das lausende Studienjahr gewählte Prorector Professor der Theologie Dr. v. Hofmann sein Amt. Einer von dem Gründer der Universität, dem Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreutb, getroffenen, im Laufe der Zeit jedoch außer Acht gekommenen, seit dem Jahre 1848 aber wieder genau befolgten Bestimmung entsprechend tritt der neue Prorector sein Amt mit einer solennen Rede an, die er in der Untversitätsaula vor öffentlicher Versammlung hält. Die von Prorector v. Hofmann heute gehaltene Rede wird wohl weithin im Lande und vor Allem in UniversttätSkreisen Aussehen erregen. Er hatte als Thema die Aufgabe der Universitäten im deutschen Reiche und als Text das Wort des französischen Schriftstellers Leon Gautier: „Die Stärke Deutschlands liegt in seinen i Universitäten", gewählt. Von dem Satze ausgehend, baß die auf der Universität l Gebildeten vor allen Anderen berufen seien, das öffentliche Leben des Volkes zu während der bevorstehenden Weihnachtszeit im Interesse des Publikums schon in vollem Umfang zur Geltung zu bringen, wird bestimmt: daß bis auf Weiteres vom 1. Dec em ber ab bei allen mit der Post zu befördernden Packeten dle Bezeichnung (Signatur) die wesentlichen Angaben der Adresse enthalten muß, so daß nöthigenfall- das Packet auch ohne den Begleitbrief bestellt werben kann. In parlamentarischen Kreisen befestigt sich mehr und mehr die Ansicht, daß der preußische Cultusminister v. Mühler in der bevorstehenden nächsten Session des preußischen Landtages nicht mehr auf der Ministerbank erscheinen werde. Schon die neuliche Bemerkung der „Kreuzzeitung", daß der Minister allerdings ein Unter- richtsgesetz ausgearbeitet habe, daß aber dle Vorlegung desselben in der nächsten Session nicht erfolgen solle, hat diese Deutung gefunden. Es scheint nun, der „Wes.-Ztg." zufolge, daß in der That die Mühler'schen Entwürfe zu den Vor- lagen, die demnächst dem Landtage gemacht werden sollten, namentlich von Seiten des Fürsten Bismarck eine so einschneidende Kritik erfahren haben, daß dem Vcr- fasser derselben kaum etwas anderes übrig bleiben dürste, als sich, so schwer es ihm auch wird, zum Verzicht auf seinen Ministerposten zu entschließen. UebrigenS ist es ja bekannt, daß der Rücktritt des Herrn v. Mühler schon längst erfolgt wäre, wenn ein Caudtdat für den dadurch erledigten Posten vorhanden wäre, dem eine gewisse Autorität zur Seite stände. Dieses Mal aber dürfte sich die Roth- Wendigkeit, einen Nachfolger für den Herrn v. Mühler ausfindig zu machen, nicht Wien, 8. November. Nach einer Meldung der morgen erscheinenden Nummer der „Neuen Fr. Presse" hat Gras Andrassy das Ministerium des Aeußern angenommen. Wien, 8. November. Das „Telegraphen-Corresp.-Büreau" meldet: Graf Andrafly halte eine anderthalbstündige Audienz bei dem Kaiser und hierauf eine längere Unterredung mit dem Grafen Beust. — Die Meldung der Blätter über die Enthebung des General-Adjutanten Bellegarde von seiner Stellung ist unbegründet. Wien, 9. November. Graf Beust erhielt gestern Abends ein seine Entlassung genehmigendes kaiserliches Handschreiben. Der Wiedereintritt Hohenwart'S in das Eabinet ist nicht unwahrscheinlich. Wien, 9. November. Die meisten Wiener Morgenblätter, sowie auch Pesther Nachrichten v-stärigen übereinstimmend, daß Andraffy gestern daS Portefeuille des Ministeriums VcS Aeußern angenommen habe. Paris, 9. November. Der Kriegsminister beschloß, die in Metz functionirende französische Mission mit dem 30. November aufzuheben. Newyork, 5. November. Aus Honolulu ist über San Francisco die Nachricht von einem großen Unglück eingetroffen, welches die amerikanische Wallfischflotte im nördlichen Eismeer betroffen hat. Zwanzig Schiffe, welche im nördlichen Eismeer zwischen Point Belcher und Wainwright Jnlet vom Eise eingcschlossrn waren, wurden am 13. September verlassen, nachdem vorher dreizehn andere gesunken oder aufgesahren waren. Die Mannschaft dieser 33 schiffe, 1200 Mann und 90 Offiziere, wurde von den übrigen Schiffen der Wullfischflotte gerettet, so baß keine Menschenverluste zu beklagen sind. Die Mannschaften sind in Honolulu und die 90 Offiziere in San Francisco eingetroffen. Der Schaden wird auf 1,500,000 L. angesetzt. zubrechen. Darmstadt, 9. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 31. v. M. geruht, den Major und Ba- taillonS-Commandeur v. Hessert im 3. Infanterie - Regiment in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs mit Pension zur Disposition zu stellen und demselben die Erlaubniß zu ertheilen, die Uniform der aktiven Offiziere mit dem Abzeichen für Pensionäre zu tragen, sodann am 3. d. M. den Stabsquartiermeister Kreffel im 4. Infanterie-Regiment auf Nachsuchen mit Pension zu verabschieden und demselben die Erlaubniß zum Tragen seiner seitherigen Uniform mit dem Abzeichen für Pensionäre zu ertheilen. t Berlin, 7. November. Deutscher Reichstag. 16. Sitzung. Präsident Dr. Simson eröffnet die Sitzung um 12\/4 Uhr. Am Tische des BundeSrathS: Minister Delbrück, v. Mittnacht, v. Lutz, Dr. Michaelis u. A. Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung ein. 1) Dritte Lesung des Gesetzes über die Einführung des Unterstützungs- wohnsitzgesetzeS in Württemberg und Baben. — Wird ohne DiScusston definitiv angenommen. 2) Erste und zweite Lesung des Gesetzes über die Einführung der Gewerbe- ordnung in Württemberg. — Dr. Mohl bezeichnet die Einführung der Gewerbeordnung in Württemberg als einen Rückschritt der Gesetzgebung, namentlich in Bezug auf die Bestimmungen über das Hausirgewerbc und über die Gast- und Schankwirthschasten, sowie auf die CoalitionSfreiheit. Er beantragt die Verweisung de» Entwurfs an eine Commission. — Dr. Elben (Stuttgart) begrüßt die Vor- läge mit großer Freude; wenn die jetz'ge württembergische Gesetzgebung auch rn ber äußern Form, nicht dem innern Wesen nach, etwas liberaler scheine, so führe doch Die Einführung ber deutschen Gewerbeordnung einen großen politischen Fortschritt mit sich, namentlich bezüglich der Beseitigung der Buchhänbler-Concessionev, der ärztlichen Freizügigkeit, der Theaterfreiheit u. s. w. Die CoalitionSfreiheit gebe Den Arbeitern nur diejenige politische und wirthschaftliche Freiheit, welche die übrigen Classen längst besaßen. Hoffentlich werde die deutsche Gewerbeordnung auch bald in Bayern eingesührt werden. — Richter erkennt die Nothwendigkelt einer Revision der Gewerbeordnung an und wünscht zugleich die Vorlage eines Apothekergesetzes, eine» Gesetzes über die gewerblichen Hilfskassen und über das Dersichkrungswefen. — Die Ueberweisung an eine Commission wird abgelehnt. Bei Der zweiten Lesung wird das Gesetz in nachstehender, von Dr. Hölder vorgeschlagene Fassung angenommen: §. 1. Die Gewerbeordnung für den nord- deutschen Bund vom 21. Juni 1869 tritt im Königreich Württemberg und im Großherzogthum Baden am 1. Januar 1872 als Reichsgesetz in Kraft. — §. 2 Die Einführung des durch §. 21 Der Gewerbeordnung vorgeschricbenen mündlichen und öffentlichen Verfahrens kann in Württemberg bis zum 1. Januar 1873 vergaben lösen und das Wort „des fremden Mannes" zur Wahrheit machen werden. Leider könne er diese Frage nicht bejahen; er sei zu alt, um etwas zu sagen, was er nicht selbst erfahren, und nicht thöricht genug, um anders zu malen, als wie er es erfahren. Der größere Theil Der Studirenden bereite sich nicht einmal auf einen Fachberuf in genügender Weise vor, wie solle er befähigt werden, den allgemeineren Beruf zu erfüllen, Führer des Volkes im öffentlichen Leben zu sein? Vielfach sei Da», womit Der StuDirenDe die kostbarste Zeit seines Lebens verbringe, Dem Nichts gleich, ja, noch weniger als Nichts. Das Wort unseres großen Dichters, Der selbst gearbeitet habe, wie je Einer: Saure Wochen, frohe Feste, verkehrten die Studirenden dahin, daß sie sich nur ihre Feste sauer werden ließen. Ob es besser werden würde, wer könne e» sagen? Ob (ein eigenes Wort dazu helfen werde? Es sei das Wort eines einzelnen Mannes unD habe die Stunde erfüllt, der es bestimmt. „Aus bitterem Herzeleid ist es geboren, möge es nicht darin begraben fein!" Mit diesem Satze schloß die bemerkenswerthe Rede. (K. v. u. f. D.) Aus dem Vogelsberg, 4. Nov., schreibt man der „Franks. Pr.": Gestern und vorgestern war ein kaiserlicher Kriegöemiffär au« Berlin in unserem Gebirg und nahm den Selgen- und Wiesenhos bei Ulrichstein in Augenschein, um hier eine großartige Remontepserdestation de« deutschen Reiches einzurichten. Dadurch würde unser Gebirg mit seiner alten historischen Pferdezucht und Pferderace der Ulrichsteiner wieder neu aufleben und als Heu- und Haserkammer unseres Landes dem neuerstandenen deutschen Reiche seinen Tribut zollen. Lage und Klima von Ulrichstein erinnert an Die Württemberger Staatssohlenstation St. Johann auf Der rauhen Alb. Die seitherige Fohlen- unD Remontepferdestation in Ulrichstein soll Die im letzten Kriege tauglichsten PserDe unserem hessischen Reiterregiment, beson- ---- -- — „ „ . - - Der» seinen Offizieren und — irren wir nicht — dem Prinzen Ludwig von Hessen unD Kenntnisse Der Studirenden zu Der Hoffnung berechtigten, Daß diese jene Auf. selber geliefert haben. Hoffentlich bringt die Reichsregierung die Domäne Selgenhof und das dem Grafen von Solms-Laubach gehörende Gut Wiesenhof käuflich an sich, um allen etwaigen Widerwilligkeiten von Lokalbehörden rc. die Spitze ab- schoben werden. 3) Zweite Berathung Der Uebersicht der Ausgaben üvd Einnahmen Des ,l8jfdl,n Ermittlung-» bei dem bei Weitem größten Theil der Postgüter von den! norddeutschen Bunde- sur da- Jahr 1870 und des Gesetzes, betreffend die Ber- »bf-ndern in Anwendung gebracht. E- haben sich dabei dieselben vortheilhaflen wendung de- Ueberschuffe- aus dem Bundeshaushalt vom Jahre 1870. - Da« Cfraebnifft berausgestellt, welche jenes Verfahren im Feldpostpäck-r-iv-rk-hee wäh. Gesetz wild unverändert angenommen, dazu solgenoe Resolutionen: 1) Vorbehalt- «nd de« letzten Kriege« bereit- geliefert hatte. Um die Vortheile des Signirens lich der bei Ott Prüfung der Rechnungen sich etwa noch ergebenden Erinnerungen A.„sse tet tu erwartenden erheblichen Steigerung des Päckereiverkehr« Die nachgewiefenen Etatsüberfchreitungen und extraordinären Ausgaben für da« v H a .....i A. *< • , in 1 R70 im fion 1 ROO 871 Tblr. vorläukia iu aenebmiaen: 2) Den flat übernahm ttr Thkolozit ät, tto Star!« dtt jrit jedoch befolgten Br. folenoen Rede hält. Die voo in Laote und Heros die gafft teS frasjöß. liegt io feinen fff lloiveißtät fei Aoltei jü t e Studirkll' m dero paat- eoselbeo gegen heo jetzt scholl uct tie tirch' die Aufgaben, , »arf er Mt tm Bif fltij diese jene N* iad}tn Werden. sagin, war ndtUf öli wie 1^1 än»al auf enden, M itfcti i° fiiil iibtnl Miinaji, tufttrt i"i'° tu, fi’V 8* ,, ellKi Ich«. n,i äüert M|« «li, tii 6l«ltl i, a«9' 1111,1 rtjt R|[l' . . , o. f. Itriititt« S«®’ tu . „ttll: ®,,f «°r k„ eiiii" °' inim ” ■i ri« l«>°' mü**6' - * -•tf* i,‘ wwö” :»tte 70. J •'s: i'i; 2) t(a i'l'Mlgng* ''Htf« iit(, lb tl[ «(et». t(la8« aillu, ! tid)ta tu Zah, ■ 'j11 ®u«() "utiitaiji eiil d» t,r ti«|tl«in «t» Ruh jB ^otkfnehineiiS fischen seine '.Lei Titel 2, -*00 Thlf, be» ie(t Erhöhung Oos und das ächße Eitzuog Wechsel. Amsterdam k. S. 8i % Spanier, 583/a 79*/2 98% 993/4 105 96 92% 873/, 105 "7% 91 91 100 Bßrsennachrichten. 9. November 1871. Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto Aetien. Frankf. Bank 137 Frankf. Vereins-Kasse 119% Darmst. Bankaot. 436% Wien Bankactien 791 Galizien 259 068t. Creditact. 302% 3% oster. Steb.-Prior. 3°/o öst. s. Lombard 3% Livorneser 38 5% Tosoaner 56% 5% Elisabeth.-Prior. do. H. Emiss. 79 % Preuss. 41/2% Oblig. 99% Frankf. 3%o/g Obi. 86% Nass. 4%o/g Obi. 98% Kurhess. 4% „ 92% Gr. Hess. 5% Obi. 103% " n 4% „ 96% » " 8%0/g n 91% Bayer. 5«% „ 100% », 4%0/g 1jährige 100 n 40/g 1jährige 95 Würtemb. <•%(% Obi. 993/. Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 99 Geldsorten, fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 n doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 44—46 Buss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 24%—25% (Eingesandt) Glauvknd, daß es kaum den Zweck verfehlen würde, kann ein Verehrer der Kunst nicht umhin ein musikliebendes Publikum auf das am nächsten Sonntag im Wenzel'fchen Garten stattsindenbe (Zoncert, seitens der Nauheimer Cur-Capelle, unter der Leitung de- hinlänglich bekannten Com- ponlsten Herrn Edmund Neumann aufmerksam zu machen, indem eS wohl schwerlich der Fall sein konnte, die Erlaubnlß von der Administration de- CurhauseS zu der Wiederholuna eines solchen ConcerteS zu erlangen. ' ' Folglich sollte sich jeder Liebhaber einer solchen musikalischen Leistung, diesen Genuß auf einiae Eümd-n mcht entzi t t c S d i e n st. ilm 12. November: I Morgens: Pfarrer vr. Seel, s Nachmittags: Pfarrer Landmann. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 12. bis 18. November besorgt Pfarrer Dr. Seel. Bonds 1881r 99% „ 1882r 963/4 n 1885r 96% n 1887r 963/4 neuest. 3% 31% Verkäufe und Berpachtunqen von Gütern, Grundstücken, Fabriken, Gasthäusern etc, Licitationen, Gesuche und Offerten , „ ^der Art, Familien-Nachrichten, Engagements ctc. inCtKXen^ VUnb,ff"Scn werden ohne Provision oder Porto-Anrechnuna prompt und exact b?fö^dbert"dur^^b^^ ^geeigneten erfo£^ Rudolf Molle, Annoncen-Expedition, 45 Znl, Frankfurt a. M., Zeil 45, gegenüber der Post- ^erlln, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen NR zn Origmal-Pr-is-Courant und Anschläge gratis und franco. NB. Me.ne Provision de,.ehe ich als ossieieller Agent von den betreffenden ____________ Zeitungen. Loeal-Notizen. Beschlüsse aus der Sitzung des Gemeinderaths vom 2. November 1871. Großh. Bürgermeister Vogt, die Gemeinderath-mitqli-der Berg, Buckmg, Felsing, Gail, Haustein, Korber, Löber, Pietsch, Rosenberg, Silbereisen, Wallenfels und 1) Auf ein Gesuch der Grubengesellschaft „Elisabeth", ihre Erze auf der städtischen Waage verwiegen zu dürfen, wurde belchloffen d.eS auf ein Jahr gegen 100 st. Vergütung u gestatten. 2) Geometer Schnntt hat die Anfertigung des Stadtplans für Gießen mit der Bedingung übernommen denselben bis 15 December d. I. vollständig vollendet abjuliefern. Derselbe^hat nun m emer G.ngabe au-gefuhrt, daß verschiedene Verhältnisse ihm die Einhaltung diffe-Termins unmöglich gemacht haben. Die nachgesuchte 2mouatliche Terminserweiterung wurde ihm daher gestattet und werter dre gewünschte Auskunftsperson bewilligt. M bin »fischen Feuerspritzen wurde auf Vorschlag Lorsch,Ln^S °m @Pri6tn^U< bmt« der Auch, fall nach den ö)Verschr,d,ne Arbeiten in den Schulen wann al« dringend aus der Hand veraeben war- den und hierzu wurde Zustimmung des Gemeinderaths ertheilt. 9 m„r .„9 ®“ ®.e9,n ®tl“6. *in“ S'idt-ardnung in Darmstadt stattgehabte D-,-girteuv--s°mm,ung war auch von G^eyen beschickt worden und die hierdurch entstandenen Kosten mit 31 fl. 30 kr. wurden auf die Stadtkasse übernommen. 7) ES wurde beschlossen, auf dem hiesigen Friedhof ein Denkmal für die hier gestorbenen und beerdigten deutschen Soldaten auf Kosten der Stadt zu errichten. 9 82 Jö. Lenz hat sich mit einer Eingabe an die Stadt gewendet und um Ab- hulfe nachgesucht, weil durch das Hoherliegen des Wegs vor seinem Hause, das Abfließen des Wassers aus seinem Hofe nicht möglich sei. Diese Eingabe wurde an den Bauausschuß verwiesen m m ea be< Stadtbaumeisters Vorschläge machen soll, welche die Zufriedenstellung deS Balth. Lenz bezwecken. ö k Alleinige Jnseraten-Pacht: fliegende Blatter", „Kladderadatsch," „Figaro. Aetien. 5% östr. F. St. E. B. 393% Lombard. Bahn 197% Lud wigsh.-Bexbach 195 Maxbahn 142 Bayer. Ostbahn 143% Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Act. 176 Oberhessen „ 78% Prioritäten^ Gießen, den 9. November 1871. Der Stadtrentmeister: Enders. Besondere Bekanntmachungen. S’ÄÄKÄr1871™ *“"’™M 8**»: *** «*** im« Lit. mit oi empfiehlt 4725) Ofenkohlen 1 Qualität, vom bestens I. A. Busch Söhne. 10 Ctr. zu 41 fr., dW »v n. pr. Etr. franco an's Haus geliefert, empfiehlt Gießen, Klein-Lindener Chaussee, Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl. Pflästerchen sind stets vorräthig bei Carl Frech. 4789) Buchen-Scheidholz, in Stecken und kleingemacht, Steinkohlen, Braunkohlen, vom Hessen - Brücker Hammer und 4519) Patent-Korksohlen, gegen kalte und nasse Fuße, mit Gießen, am 8. November 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Antrag vollzogen worden: Die Commandit - Gesellschaft: „Georg Heß 4 Comp " zu Gießen hat sich aufgelöst Md ist die Firma gelöscht worden. Gießen, den 7. November 1871. Booiiek;ini|) of Haag-Bitter, ä Flasche 15, 20 und 30 Sgr.» ___ Julius Wallach. 4786) Bei der diesjährigen planmäßigen Verloosuig der für 1871 zur Rückzahlung kommenden städtischen Obligationen auf Inhaber sind folgende Nummern gezogen worden, nämlich: 1) von dem Zl/zprocentigen Anlehen: Lit. A. Nr. 20, 110 und 111 ä 1000 fl..... 3000 fl. „ B. „ 102, 143, 175, 182 und 193 ä 500 fl. . . 2500 „ „ C. „ 4, 20, 29, 102, 138, 226 und 224 ä 100 fl. . 700 „ „ D. „ 12, 21, 36 und 69 ü 50 fl..... 200 „ Jacob Kahl. Das Lager befindet sich am Bahnhofe. Bestellungen nehmen die Herren (SuHl Fischbach, Seltersweg, und Mehgermeister ^L5oUe und Nosrhaaren, empfehlen Georg Sack, Wallthorstraße, entgegen, bestens I. A. Busch Söhne 4708> Berliner Lampen empfiehlt Carl Frech. XxomLo l aX a nvi*K ov- a « Ufll, geräuchert ^lgender R h.ff , Stück v"ou 9 'bis Feilgebotenes. 4788) Die erwarteten Berliner Pelzwaaren find eingetroffen und empfehle solche zu den billigsten ^reisen. .PH Schlatter 2) von dem 4procentigen Anlehen: A. Nr. 16 ......... 1000 fl. Die Besitzer dieser Schuldverschreibungen erhalten von dieser Verloosung b«n Anfügen Kenntniß, daß die Capitalien bis zum Schlüsse dieses Jahres bei der hiesigen Stadtkasse in Empfang zu nehmen sind und die Verzinsung nur bis Ende December 1871 stattfindet. t (Eifrrur Icucrfrltc (Mdldjrdiiltc mit Tresor- und Brama-Scklössern, in allen Größen und elegantester Möbelform, für deren Gute garantirt wird, verfertigt zu den billigsten Preisen Butzbach. Georg Kunz, Schlossermeister. Ausverkauf meiner fämmtlichen Waaren. 4794) Auf meine Anzeige in Nr. 258 mich beziehend, empfehle ich meine erst ganz neu erhaltenen Waaren in reichster Auswahl, als: Baschliks, Seelenwärmer, Handschuhe aller Art, sowie Sh'awls' Echarpes, Stoff-, Filz- und Wachstuch-Hüte für Herren, Knaben und Mädchen von 36 kr. an, Kragen, Manschetten, Blumen, Federn Band, Schleier, überhaupt sämmtliche führende Artikel zu den billigsten Preisen. H. Sir. 64 dem Lindenplatz gegenüber. Z Dr. Schallert's bei 5(bnnl)me von mindestens ^„blrte, überall bekiebie Hubncrauaen fr., 25 Ctr. zu 40 fr. pr. Dfidstcrebe» sind stets k ' flt" ^.bis 3 Ctr. guter Meerrettig, tote kin Stelnkohlen-Ofen, sind ju i>er- luten. Wallthorstratze Vit. 21. Nr. 140, -Stock.__ ' iuln° "nd Zugpferd zu ver- 'U!en. Näheres btt der Exped. d. Bltts. 12 fr., Englische Speckbückinge, pr. Stück von 4 bis 8 fr., in neuer Sendung empfehlen __________I. A. Busch Söhne. Harlkiner ^lumciipuicbrhi, als: Hyazinthen, einfache wie gefüllte; Tulpen, Tazetten, CrocuS in den schönsten Sorten empfiehlt die Handelsgärtnerei von (4086) (Sari Deines, Asterweg. Wester-Wald, empfiehlt _______Daniel Wirth s Nachfolger. 6063) Textor'sches Flaschenbier vorzüglicher Qualität, frei tn's Haus geliefert, pr. Flasche 7 kr., von L. Textor, im Darmstadter Hau8. erleiden keinen Steuer-Abzug. br« ^n- Diese Loose sind bei allen Bank- und Wechselyausern vcs j Auslandes zum jeweiligen Tages-Cours zu haben. fictu Fabrikat dcr Ucmcit „ .. ____rtufiiimetfpn. wie das - r- 26« -807,296 56 iw*. Messend: 46 286 fl. 40 fr. w Hab erkorn. Vsmnischte MRzeigev. S t r a ck. l((r ' N\ Schloßgasse A. 256. Summa 3) 4) 5) 6) 7) Davon ab die im Jahr 1870 zurückempfangenen Capitalien Das Guthaben der Kasse an ausgeliehenen Capr- talien beträgt also Ende 1870 . . Kassevorrath nach Seite 30 der Rechnung • Liquidirte Ausstände . • • • . • • Guthaben an noch nicht fälligen Stuckzinfen, sowie der aufgewachsenen Zinsen von 50-st.-Loosen bestens. Die Abonnementsbeträge sind billigst gestellt. Eduard Ottmann, 4771) Ein Holzdreher zum sofortigen Eintritt gesucht von Euler «fc Kohler. 4784) Ein Lehrling kann sofort unter günstigen Bedingungen in die Lehre treten jjfj x-1). -ö r u er. § o? 11 r r kann auf meinem Bauplatz am Seltersberg gegen Vergütung abgeladen werden. __Julius Hoch. Vermiethungsm. 4798) Ein schönes möblirtes Zimmer zu vermiethew 6d)lo6fla(fe. gelaufen. Abzuholen Stockhausgasse. rungs-An statt. Generalversammlung! Donnerstag den 16. November d. I-, Mit-! tags 12 Uhr, im Gasthause des Herrn Bürgermeister Köhler in Langsdorf. Tagesordnung: Vorstandswahl nnd Bericht über die Kasseverwaltung. Arnsburg, den 31. October 1871. (4791)Gros. 4795) Ein Haufen Kuhmist zu ver- kaufen in Lit. A. Nr. 132. Kckn dm i welche1 Erichen 150 „ 50 „ 30 „ 15 „ 10 „ 50 „ 10 „ * -ich, % Sm i«i B?» 4 FW, Zwetschenhonig in guter Qualität empfehlen (4752) I. A- Busch Söhne. rjiö q [Hu ” 05 41 745,956 Moguntia, Verstcherungs - Geseltschast in Main;. 4792) Die Gesellschaft versichert gegen Feuerschaden, Blitzschlag und W b-r M-gmM-- C. L. Harb in Allendorf a. d. Lda., B- Stephan I. in Grotz-Buseck, I. Pirr II. in Groß-Linden, cs>h Schleenbccker in Heuchelheim, I. klammerer in Lich,^ I. Henrich in Lang-Göns, Ph.. Seibert in Wieseck., Die Gait'sche Mierwkbr 7den 11* November, Abends 8 Uhr, ihr Strf- tr.nqsf?stim ähr. Lony'scden Biersaale und gestattet auch und bei Spengler Marx in der Neustad^u kabeln Wir weil , cyfsillenden Foi Diejenige Wir mad j itimmten Frucht; . A, wieder umgi deSPubMums." Preis" Vi Schachtei 14 7 fr. Wallach. Dieses Brustbonbons ist zu baben m Gleßen^bel^^^^^^^««»«^ 4739) Der Rechenunterricht in der Handwerkerschule wird Dienstag den 14. l. Mts. seinen Anfang nehmen. Diejenigen, welche an demselben theilnehmen wollen, haben sich vorher bei Herrn Bauaccessisten Wreßell dahier anzumelden. ^ii-ücn den 6. November 1871. U 6 ' Der Vorstand des Loealgewerbvererns. g Stearinkerzen, jTsjJaquet 20 unb 24 g Metzelsuppe heute, Samstag den 11. d. Mts., Abends, in der Wirthschaft am Philosophenwald. 8) Werth an Mobilien • • • „ ; Das Gesammt - Vermögen der Anstalt betragt mithin Ende 1870 11 Schulde 9) Die Einlagen betrugen Ende 1869 10) In 1870 wurden eingelegt Summa 11) Davon ab die im Jahr 1870 zurückbezahlten Ein- NiiMrischr fl. 100 PrSmikn-Awse. 4567) Diese Loose, von der König!. Ungar. Negierung garantirt, ge- hören unstreitig zu den sichersten Lotterie-Papieren. Ziehungen: am 13 November, 13. Februar, 13. Haupttreffer: fl. 250,000, 200,000, 150,000, 100,000 u. s. Loos muß mit mindestens fl. 108 gezogen werden. Die .......... ....,b£räää Arabische Wlimmi AiliavUl, Vermöge ». tr (r „ . b in^rofeet An'zah^usg^auchten ^Nachahmimgen behaupten diese Fnbri- 4) Die ausgeliehenen Capitatien betrugen End- 1869 724,969 08'/. .... m.3,?$’ ""->3""w ' ■ —.«rar Anfrage. 4783) Seit längerer Zeit werden die Briefe, welche von Norden um 8 Uhr 17 Min. Morgens ankommen, um VzH Uhr am Wallthor ausgegeben, heute um 7il2Uhr. An was mag diese auffallende Verspätung liegen?________________________ 4760) Eine Köchin und ein Kindermädchen werden auf Weihnachten zu.miethen .gesucht- Zu erfragen Seltersweg C. 185, im Ge- schäftslocale. 4238) Zwei schöne unmöblirte Zimmer zu vermiethen. Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. 4787) Ein Familienlogis ist zu Der; miethen. Wallthorstraße Nr. 79.__________ 3852) Ein freundliches Familicnlogis für eine stille Familie ist sofort zu beziehen. Seltersweg Lit. C- Nr. 181. — 4359) Neue Anlage C- 30 der mittlere Stock vom 1. Januar an zu vermiethen. 4580) Eine freundliche Familienwohnung zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Neuenweg Nr- 134. _ 4683) Ein großer Keller zu vermiethen. Eck der Marburger Straße- Musikwerke, Spieldosen und MerhlMcht Vichverstche- Salon-Drehorgeln ll*lt in allen Größen mit „Wacht am Rhein," „Kaisermarsch," „Gefangennahmem Sedan, „Sieges-Einzug in Metz und Paris rc-, empfiehlt Georg Schäfer, (2486)Uhrenhandlung. Vermischt NRzeigev Psinr-Conferenz E ^l"ein?°g°läm °Ld""gefun^/ Ä, Mittwoch 7en w'L-mb-r, Äittagkum Ersiattung^inr^Gnrückung^gebühren in Gießen und GroPLind-n^ pfang nehmen. 1 _____________ 4796) Ein braves Dienstmädchen, welches alle Hausarbeiten versteht und alsbald oder spätestens Weihnachten eintreten kann, wird gesucht. Neue Anlage C. 36, unterer Stock Zur Beachtung. 4779) Durch eine gelungene, nie da-^ gewesene Bewässerungsanlage in den Ge- meindewiesen oberhalb Mainzlar fonn bei der größten Trockenheit eine Masse überflüssigen Wassers abgegeben werden. Deren Einsicht ettheilt bereitwilligst Schlapp, Rendant. t j«tw, ta ‘f'k tt »äre * d-i äutöruf ffi1'" d»s w ------47951 Zur bevorstehenden Winter-Saison empfehle ich meine reichhal- tiqe, mit den neuesten und besten Werken versehene Leihbibliothek in deutscher, englischer und französischer Literatur einer hiesigen und auswärtigen geehrten Lcsewelt zur gefälligen Benutzung hiermit^ lagen 12) Die Schulden der Kaffe an Einlagen betragen also Ende 1870 . • • • - • • 745'953 13) Hierzu kommen die bis zum Rechnungsschlutz Nicht in Empfang genommenen Zinsen • • • d Die Gesammt-Schulden der Anstalt betragen mithin Ende 1870 ' Verglichen, so ergibt sich Ueberschuß als Reservefond ,340 10 Nach^de'r Rechnung für 1869 betrug der Reservefond . . . 58,502 487r Derselbe hat sich somit in 1870 vermehrt um . • • • , 2,837 217z Auf Grund der Statuten wurde aus den Ueberschüssen der Anstalt im Jahr 1870 an Unterstützungen bezahlt: 1) Beiträge zur Unterstützung der Industrieschulen 2) Unterstützung für die Handwerkerschule zu Gießen . 3) Dergleichen für die Mathildenstiftung - - 4) Dergleichen für die Kleinkin erschule zu Gießen . . 5) Dergleichen für den blinden Heinrich Mohr zu Daubrmgen • 6) Dergleichen für die Fortbildungsschule zu Heuchelheim . . 7) Dergleichen für den Frauenverem für Krankenpflege für das Grotzherzogthum Hessen . • • • • ■ 8) Dergleichen für die Fortbildungsschule zu Leihgestern • • 9) Dergleichen für den Hülfsverein für die Krankenpflege der Sol- daten im Felde . . - - 1000 Gießen, den 6. November 1871. o.w.. Die Direction der Spar- und Leihkasse. 24126) Das seither von mir in der Alicenstraffe bewohnte Logis ift zu vermiethen und sofort zu be- ziehen. W. Wenzel. 4300) Auf dem Seltersberg Lit- ,E- 9fr. 41 ist ein geräumiges Familienlogis zu oer: miethen und Anfangs December zu beziehen. 4797) In meinem Nebenhause ift eine Familienwohnung zu vermiethen. H. Ruckstuhl, Dachdeckermeister, Neuenwegs Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen -Druckerei (Fr- Cbr. Pietsch) in Gießen. Nach um ff größeren Thei D in umfassen ----------------7 »ii wurden, Einladung M, obwohl bl ___________ Zur Feier des fünfzigjährigen Dieustjubiläums des Herrn Sliperintendenien 4782) Ein HüGerhund (Jagdhund) zu-!yr. Simon " " ‘^r-t-rnrx— laufen. Abzuholen bei Frau Schwan, - vco |uiilöiöiv»V“3________...... c , t M vorbestinimte > welche die Oberhessischen Geistlichen am 22. November, Vor- d) bem 18, mittags um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche begehen werden, : -- — bei dem Herr Prälat Dr. Zimmermann aus Darmstadt die Festpredlgt halten wird, laden wir die Mitglieder der Gemeinde und insbesondere die Freunde des Herrn Jubilars hiermit recht herzlich ein. Mit dieser Einladung verbinden wir zugleich die Anzeige, daß für Mittags um 1 Uhr ein gemeinschaftliches Festessen vorgesehen ist und daß wir dn Einzeichmmgsliste bei dem Kirchendiener Knoll aufgelegt haben. Bes°nd-r- Gründe machen es uns sehr wünschenswerth, d.e Zahl der The.lmhmer zum nächsten Dienstag zu wissen. W>r b.tten deßhalb die ^rehrlichen Henn und Freunde, die sich betheiligen wollen, sich b,s dahi» elnzuschreibe», oder ihr- Theilnahme schriftlich anzuzeigen. Gießen, den 9. November 1871. Das Comit6: Dornseiff. Dr. Hesse. Landmann. Dr. Seel. v. Starck. Strack. Nvgt. ___ n. st. 724,969 114,463 fr. 08'/» 839,432 O8V4 82,820 49 756,611 1974 30,650 3674 121 50 19,504 57 408 137z N. 711,485 13 288,083 24 999,568 37 ' 253,615 32