'"«•berg ” btm ?rp»6dträ3ett £a«rfr ä. y^toe »er «b°s #i. ' bat“6tt (vor Sieben: üner. rein. i x i» halb 4 Uhr, L Thlr. 13,500, I J 11. - ' .-30 1 " .-18. -Mer il 2.80. U. I eretou, 7 u. M-H . Seifert ■frofr. । garoitin, gt z. gtbniat, ).000 u. s. w. - ?it Stwinnt arwr l'-ff» 1 M> “Bl ; uw« "fr, V-M-«166 ßLnuiielua- ew .. SikKo. ftW )•« Gießemr Anzeiger. Preis Lterteljährtg 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiberg LÜ. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. Nr. 1S£. Freitag den 11. August 1871. Bestellungen auf den Giellener Änreiaee werden noch fortwährend fowobl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch ö 1 bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bet der Erpedttion abholen lassen, erhalten denselben für die Monate August und September ____________ zu 40 kr. Amtlicher T h e i l. Betreffend: Handbuchs-Auszüge für 1871. Gießen, am 7. August 1871. Das G r o tz h e r z o g 1 i ch e K r e i s a m t Gießen an die Großheizoglichen Bürgermeistereien zu Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lda., Annerod, Daubringen, Eberstadt, . Ettmgshau^en, Garbenteich, Gießen, Groß-Linden, Hattenrod, Hausen, Heuchelheim, Klein-Linden, Leihgestern, Lich, Lollar, Mainzlar, Munster, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Rödgen, Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe, Watzenborn und Wieseck. Wir erinnern öie an Einsendung der rubricirten Handbuchs - Auszüge binnen 8 Tagen. v. Starck. Betreffend: Schulversäumnißstraf-Verzeichnisse für 1871. Greffen, am 5. August 1871. Das Groß herzogliche Kreisamt Gießen an die evangelischen Schulvorstände zu Allendorf a. Lda., Bersrod, Ettingshausen, Grüningen, Hattenrod und Watzenborn. Wir erinnern Sie an die Einsendung der Verzeichnisse über die Schulversäumnisse im 2. Quartal 1871 binnen 8 Tagen. __ . .__ v. Starck. 10. August. t Nach einem Telegramm aus Wien sollen Die Verhandlungen über Die Regelung Der nordschleswig'fchen Frage neuerdings wieder zwischen Deutschland und Dänemark ausgenommen sein. Dem darf aus'ö Bestimmteste widersprochen werden, und zwar mit dem Hinzufügen, daß die Beziehungen des dänischen Ca- binetS zu der deutschen Bundesregierung durchaus nichts zu wünschen übrig lassen, denn in Kopenhagen ist man schon längst, nämlich seitdem die Hoffnungen auf Frankreich sich als durchaus trügerisch erwiesen haben, von dem Gedanken zurück- gekommen, Schleswig wieder zurück zu erobern. Dagegen herrscht in den beiden anderen skandinavischen Staaten, in Norwegen und Schweden, noch ein großes Mißtrauen in Die deutsche Politik, das sich zum Theil auf das vermeintlich intime Derhältniß Deutschlands zu Rußland stützt, welch letzterem man in Bezug auf Vie nördlichen Landestheile Eroberungstendenzen zuschreibt, gegen welche Deutschland dcn skandinavischen Staaten keinen Schutz gewähren soll. Wie unbegründet ein derartiges Mißtrauen ist, liegt auf der Hand. Wenn Deutschland niemals Dazu : behilflich sein wirD, Daß Rußland Konstantinopel erwirbt, dann wird es noch weit weniger seine Zustimmung dazu geben, daß Rußland an der norwegischen Küste : eisfreie Häfen gewinnt, welche die maritime Macht dieses Staats in einer für Deutschlands Sicherheit bedrohlichen Weife verstärken würden. Das „Pastoralblatt für Die Diocese Ermeland" veröffentlicht zugleich mit Der Excommunication Des Dr. Wollmann auch einen längeren Aufsatz über „Wesen unD Wirkungen Des Kirchenbannes", d. h. über Die Folgen, Die aus der Excommunication für den Betroffenen erwachsen oder doch wenigstens erwachsen sollen. Danach sind die Wirkungen des Kirchenbannes im Wesentlichen folgende: 1) Die Excommunlcirten sind ausgeschlossen vom gemeinsamen und öffentlichen Gebete der Kirche, vom Besuch der heiligen Messe, Empfang Der heiligen Sacra- ; mente UND Dem christlichen Begräbniß. 2) Diejenigen, welche wegen hartnäckiger Laugnung von Glaubenslehren excommunicirt werden, gelten als Irrgläubige und dürfen, wenn sie sich beklhren, nur vom Papste oder einem durch ihn bevollmä'ch- tigten Priester loegesprochen werden. 3) Wenn ein kxcommunicirtcr Priester die heilige Misse feiert, ein Sacrament spendet oder eine kirchliche Segnung vorzunehmen wagt, so wird er irregulär, d. h. er wirb für ganz unfähig betrachtet, In Zukunft kirchliche Handlungen zu verrichten und kirchliche Aemter zu versehen. 4 Wenn er aber dennoch, obwohl bereits irregulär geworDen, sortfährt, jene heiligen | Handlung^ vorzunehmen, so soll er sämmtlicher kirchlichen Aemter für immer enl- I ^tzt. und aus dem Priesierverbante gestoßen worden. Bezüglich des Verkehrs Der | Gläubigen mit Excommunicirten muß unterschieben werben, ob Jemand namentlich * oder ohne Nennung des Namens mit vern Kirchenbanne belegt worbin ist. u) Mit ■ namentlich Excommunicirten, mag Der Kirchenbann öffentlich verkündigt worden sein oder nicht, Dürfen Die Gläubigen in der Kirche nicht zusammen beten, der .L Öligen Messe oder sonst einer heiligen Handlung beiwohnen. Priester, welche für * namentlich Excommunicirte die heilige Messe lesen oder ihnen ein Sacrament , spenden, mit Ausnahme Der Buße, überhaupt in Sachen Der Religion und des Gottesdienstes mit ihnen Gemeinschaft halten, unterliegen dem großen Kirchenbanne. Ebenso darf kein Priester in Gegenwart eines namentlich Excommunicirten die heilige Messe lesen. Drängt sich aber ein namentlich Excommunicirter in eine katholische Kirche ein, so soll er Durch die Kirchendiener daraus entfernt werden. Ist eine Entfernung desselben nicht durchzuführen, so find Priester und Volk verpflichtet, die Kirche zu verlassen, b) Die Gläubigen sind strenge verpflichtet, mit einem solchen, welcher namentlich aus Der Kirche ausgeschlossen ist, auch sonst keinen Verkehr zu pflegen, mag dieser im Besuchen, Grüßen, Unterricht re. bestehen. c) Mit namentlich Excommunicirten dürfen nur Die Eltern, Die leiblichen Kinder, Die Dienstboten und dergleichen Personen verkehren. 4) Mit Excommunicirten, welche ohne Nennung des Namens aus der Kirche ausgeschlossen sind, dürfen Die Gläubigen Den gewöhnlichen äußeren Verkehr pflegen. t Aus Dem jüngsten Leitartikel Der „NordDeutfchen Allgemeinen Zeitung" über die sociale Frage hat man mehrfach den Schluß ziehen zu müssen geglaubt, die preußische Regierung gehe mit dem Plane um, die Coalitions'freiheit und die Freizügigkeit, welche als die eigentlichen Ursachen des gegenwärtigen socialen Noth- standes in den großen Städten bezeichnet wurden, zu beschränken. Dies wird uns jedoch als durchaus irrthümlich bezeichnet. Die Regierung gedenkt Den gesetzlichen Standpunkt um so weniger zu verlasse», als die Verlassung hinreichende Mittel gewährt, den Ausschreitungen der Eoalitionssreiheit rechtzeitig zu begegnen. t gewinnt den Anschein, als würde der deutsch-französische Krieg zu einer förmlichen Krisis der Genfer Convention führen. Wie bekannt, sollte im Herbste dieses Jahres eine Lorbereitungsconferrnz für Den Wiener Congreß stattfinden. Von Wien wird nun gemeldet, daß sowohl Deutschland, durch das Präsidium des Centralvereines in Wien, als auch Frankreich, durch Den Präsidenten Der französischen Hilfsvereine, cs dankend abgelehnt haben, der Einladung des Genfer internationalen Comite's vom 1. Juli 1871—„als verfrüht und erfolglos in feinen praktischen Zielen" Folge zu leisten. Da demnach gerade die beiden in bem letzten Kriege beteiligten Parteien, welche je fünf Delegirte nach Genf zu senden eingeladen waren, abgeneigt sind, Dem Anträge beizustimmen, so Dürfte wahrscheinlich diese Vorkonferenz gar nicht statthaben. Die Regierungen, so wird weiter berichtet, hegen übrigens die Ansicht, die ganze Genfer Convention als eine gefährliche, „sich in Den wichtigsten Punkten widersprechende humanitäre Seifenblase, in lolo in den Lüsten aufgehen zu lassen", und dafür durch tüchtige Sach- verständige einen internationalen Militär-SanitätS-Codex in Vorbereitung zu bringen. Die beregte Wiener Quelle will weiter wissen, es habe sich in Deutschland, resp. Berlin, bereits ein neuer Verein gebildet, dessen Ausgabe es fein soll, die ganze Genfer Convention ad absurdum zu führen, und durch eine streng militärisch organistrte Institution zu ersetzen. Die Vorbereitungen dieses neuen Vereins sollen bereits so weit gidiehen sein, daß man auch schon über das künftige Abzeichen desselben eine Einigung erzielt hat, und zwar soll statt des bis- hengen rothen Kreuzes im weißen Felde ein weißes Kreuz im blauen Felde ge- wählt werden. So weit die Wiener Quelle. Ganz so weit, wie vorstehend an- gegeben, möchte das Schisma innerhalb der Genfer Convention wohl noch nht! gediehen sein; daß aber eine Aenderung bezüglich der Betheiligung der freiwillftn Krankenpflege in zukünftigen Kriegen bevorsteht, dafür sprechen die letzten V sahrungen. Für die Straßburger Bibliothek wird in London sehr eifrig gesammelt uh bis jetzt hat das betreffende Comite an größeren Dotationen erhalten: Vom Mi nisterium des Aeußern eine vollständige Sammlung der britischen und ausländischen Staatspaptere nebst mehreren anderen Werken; vom Colontalministcrium die sämat- lichen Blaubücher der Colonte aus den letzten zehn Jahren, von dem Ministerium für Indien eine Auswahl von Dokumenten rc. Außerdem haben acht Verlags^ firmen der neuen Universität von jedem der bei ihnen erschienenen Werke, welches die betreffenden Behörden der Bibliothek wünschen, ein Exemplar zur Verfügung gestellt. Die halbamtliche „Wiener Abendpost" schreibt: Die norddeutschen Blatter vom 4. August feiern zum Thetle den Jahrestag von Weißenburg, indem sie die hohe Bedeutung dieses Sieges für den Gesammterfolg der deutschen Waffen her- vorheben. Wenn die „Schles. Ztg." diese Gelegenheit ergreift, um neuerdings an die durch unzweifelhafte Erklärungen und die darauf folgenden Thatsachen längst widerlegte Fabel von einer ernsten Gefahr, welche Deutschland seitens Oesterreichs drohte, zu erinnern, so können wir hierin nur eine ebenso irrige Auffassung des damaligen als ein geringes Verständniß des gegenwärtigen Verhältnisses zwischen Oesterreich und Deutschland erkennen. Die „Union Franc-Comtolse" von Besancon schreibt aus Poligny (Jura) vom 4. August: „Ein Preuße wurde am Mittwoch Abend nicht weit von der Eisenbahn aufgehängt gesunden. Dies versetzte die Deutschen in Wuth, und sie durchzogen die ganze Nacht die Straßen der Stadt. Um 11 Uhr Abends wurden zwei Flintenschüsse auf zwei Reiter abgefeuert, die ihre Pferde auf dem großen Platze tränkten. Einer derselben stürzte todt nieder, der Andere wurde tödtlich verwundet. Die Deutschen schlugen sofort Alarm, und die Soldaten durchzogen, den Säbel in der Faust, wie Wüthende die Straßen, hieben auf alle Personen ein, denen sie begegneten und zerschlugen die Thüren und Fenster. Ungefähr zwanzig Personen wurden verwundet, darunter acht schwer. Diese Personen waren jedoch ganz unschuldig. Ein Mann aus ArboiS fuhr gerade in diesem Augenblick durch den Ort. Die deutschen Soldaten tödteten sein Pferd und verwundeten den Fuhrmann, welcher nach dem Spital gebracht werden mußte. Nachdem die Deutschen ihre beiden Todten begraben, zogen sie in der Richtung von LonS 1t Soulnier ab. Aber heute Morgen um 7 Uhr kam eine Avantgarde, welche die Ankunft von 800 Mann ankündigte. Die Bestürzung in der Stadt ist groß. Die Gerichte von ArboiS und die Polizei von Poligny haben eine Untersuchung begonnen. Zwei Männer, die im Verdacht stehen, auf die Deutschen geschossen zu haben, sind verhaftet worden. Der Maire und der Adjunct von Poligny sind nach Dijon abgereist, um dem preußischen General zu erklären, wie sich die Dinge zugetragen haben. Die Deutschen wollten die Stadt niederbrennen. Man hatte einige Mühe, sie daran zu verhindern." (Uebrigens ist der deutsche Bericht ob- zuwarten.) Der Assisenhof des Seine-et-Oise-Departements hat einen gewissen Fremont zu 15 Jahren Gefängniß verurtheilt. Derselbe war „überführt worden, beim Niederbrennen von Maison-Blanche im Einverständniß mit den Preußen gewesen _ —--—--_____ —____L_ Friedberg. Das Großherzogl. Kreisamt Friedberg hat eine Abschätzung des an der Crescenz der Wiesen, Aecker und Gärten durch die Uebcrschwemmungen der Nidda verursachten Schadens veranlaßt. Nach einer Zusammenstellung beziffert sich derselbe allein in den im Kreise Friedberg bclegenen Gemarkungen Staden, Reichelsheim, Ober-Florstadt, Nieder-Florstadt, Wickstadt, Affenheim, Ilbenstadt und Nieder-Wöllstadt auf die bedeutende Summe von 75,978 fl. Daß es hiernach angezeigt ist, Vorkehrungen zu treffen, damit, soweit dies ausführbar erscheint, ähnlichen Schädigungen vorgebeugt werde, bedarf wohl keiner näheren Erläuterung. Daß denselben entgegengewirkt werden kann, ist ebenso unzweifelhaft, denn in manchen Gemarkungen unseres und der anderen Kreise laborirt der dermalige Zustand des Nidbaflusses, seine Richtung, Eindämmung, Breite und seinen Brücken an manchen Mängeln, welche beseitigt werden können. — Vieles ist hierüber schon verhandelt worden. Hoffen wir, daß die, behufs Anregung einer durchgreifenden Correction auf Veranlassung Großherzogl. KreiSamtS Friedberg kürzlich stattgehabte Besichtigung der Nidda von Staden bis zur Landesgrenze unterhalb Vilbel durch den Großherzogl. Oberbaurath Renner, unter Zuziehung der LokalverwaltungS- und Baubehörden, einen möglichst günstigen Erfolg haben möge und die betreffenden Ortsvorstände, wenn es sich um die Aufbringung der Regulirungskosten handeln wird, sich nicht von unzeitiger Sparsamkeit leiten lassen, sondern in einsichtiger und bereitwilliger Weise den Vorschlägen der Regierungsbehörden entgegen kommen möchten. Nur dann ist ein ersprießliches Resultat zu erwarten. (O.A.) Darmstadt, 8. Aug. Die hiesige deutsch-katholische Gemeinde beschloß in der gestern abgehaltenen Gemeindesitzung, den bereits vor 25 Jahren zum Prediger der Gemeinde ernannten, später auch zum Pfarrer der Gemeinde in Mainz erwählten Pfarrer Hieronymi, der eine Zeit hindurch durch amtlichen Erlaß verhindert war, seine Functionen zu verrichten, jetzt jedoch durch ein Schreiben des Großherzogs in seine Rechte wieder eingesetzt ist, zur Wiederaufnahme seiner Amtshandlungen in hiesiger Gemeinde zu veranlassen. Der anwesende Prediger Hieronymi sagte bereitwillig zu, alle vier Wochen regelmäßig den Gottesdienst abzuhalten und ebenso wieder den Religionsunterricht der Jugend zu übernehmen. (Mainztg.) Homburg v.d. H., 8. Aug. Die Abreise des Kaisers erfolgt Donnerstag Morgens 73/4 Uhr über Frankfurt, Nürnberg und Regensburg, woselbst Nachtquartier. Freitag erfolgt die Weiterreise über Passau mittelst Extrazuges nach Wels und Gmunden, von dort aus mit Dampfboot nach Ebenste und mit Post nach Ischl. Samstag Nachmittag 4 Uhr reist der Kaiser von dort nach Salz- bürg und Sonntag Morgens nach Gastein, wo derselbe um 5 Uhr Nachmittags eintrifft. Berlin, 8. August. Noch ist das Ringen der Maurergesellen mit ihren Arbeitgebern nicht entschieden, und schon wieder ist von einer großartigen Arbeitseinstellung zu berichten. In der hiesigen Norddeutschen Maschinenbau-Actien-Fabrik hatten vor Kurzem die Arbeiter wegen eines Zerwürfnisses mit einem Meister der Fabrik mit einem Strike gedroht, der nur mühsam beigelegt wurde und eine starke Gährung hinterließ. Gestern Vormittag entließ die Direction plötzlich den Vor- sitzenden des Maschinenbauer-Strikekassen-Vereins, und sämmtliche Arbeiter, 900 an der Zahl, verließen sofort die Arbeit. Die Fabrik ist jetzt ganz geschlossen. t Berlin, 8. August. Das General - Auditoriat hat jktzt seinen Bericht über «lle in der norddeutschen Armee während des letzten Krieges vorgekommene Verblechen und Vergehen dem Kriegsminister erstattet. In diesem Bericht spricht sich das General-Auditoriat höchst günstig über die Disciplin der Truppen aus; es find im Verhältniß zu dem Militär anderer außerdeutscher Staaten nur ein Dittel oder die Hälfte an leichteren DiSciplinarvergehen und Strafen im Dienst vrgekommen. Dagegen sind die während der KriegSzeit vorgekommenen 93er- I frechen und Vergehen noch einmal so viel, als in Friedenszeiten. Am häufigsten tommt das Vergehen der unberechtigten Requisition vor, demnächst das Verbrechen des Diebstahls. Widersetzlichkeiten gegen die Befehle der Vorgesetzten sind ver- hältnißmäßig sehr wenige vorgekommen. Im Ganzen aber wird lobend der Land- nehr erwähnt, weil diese sich durch Alter und gesetztes Benehmen vor allen enteren Truppentheilen ganz besonders auszeichnet. Der Bericht wird in Form ineS Rapports an den Kaiser gelangen und demnächst den einzelnen Regiments- wmmandeurcn zur Mittheilung mittels Parolebefehl zugehen. Der Bau des provisorischen Reichstagsgebäudes wird jetzt mit aller Kraft iefördert und soll schon am 15. September soweit vorgeschritten sein, daß dann nit dem inneren Ausbau begonnen werden und das Gebäude mit Anfang October girier Bestimmung übergeben werden kann. Der BundeSrath verfügt darin über einen geräumigen Sitzungssaal und über mehrere Empfangszimmer für den Reichs- Kanzler und den Präsidenten des Bundeskanzleramtes. Es sind jetzt täglich in Tag- und Nachtabtheilungen getrennt 430 Personen dabei beschäftigt. In Betreff der Aufbesserung der Gehälter für die Staatsbeamten erfährt man, daß in den deshalb stattfindenden Berathungen der Delegirten der verschie- denen Fachministerien die Vorlage des Finanzministers vielfachen Widerspruch findet, einestheils wegen der zu gering bemessenen Aufbesserung der einzelnen Gehalts- tategorien, anderntheils wegen der zu geringen Berücksichtigung der Gehälter der Unterbeamten. Eine freudige und schmeichelhafte Ueberraschung ist den Ehrenjungfrauen, welche bei dem Siegeseinzug in Berlin die Honneurs machten, dadurch bereitet worden, daß der Kaiser denselben Geschenke in Gestalt von prachtvollen Broches und Medaillons zugestellt hat. Das Medaillon ist von mattem Golde, trägt auf einer Seite das Portrait des Kaisers, umgeben von einem Lorbeerkranz, auf der andern das Datum und die Jahreszahl des Einzugstages und über dem Medaillon befindet sich eine freistehende Kaiserkrone. Die Broches, ebenfalls aus mattem Gold, haben die Form einer Schleift, deren Knoten die Initiale W. mit der Königskrone in schwarzer Emaille trägt und auf deren Enden das Datum und die Jahreszahl in erhabener Schrift verzeichnet steht. München, 5. August. Die Münchener Bürgerschaft will eine Deputation nach der zunächst gelegenen Eisenbahnstation zur Begrüßung ^eS Kaisers absenden. Das „Vaterland" fällt deshalb über die Münchener her. Möge der betreffende Artikel als Stilprobe des „Vaterland" hier eine Stelle finden, wobei wir freilich unsere Leser um Entschuldigung bitten müssen, daß wir sie mit so unfläthigen Dingen unterhalten. Der Artikel lautet: „Der König von Preußen kommt, wie die „Neuesten" wehmüthig berichten, auf einer Reife nach Gastein nicht über München. Der tiefbetrübte Fortschritt wird daher an eine bayerische Station zur Begrüßung dcS allerdurchlauchtigsten großmächtigsten Heldenkaisers eine aus feiner Mitte gewählte Bauchkriecherdeputation entsenden, welche demselben beim wnnnn nr w». «nd NrlMkNs des Münchener Fortschritts den kaiserlichen Helvenvater bitten wird, befaßte Deputation aller- gnädigst als Spucknapf benützen zu wollen. Wird diese inbrünstige fortschrittliche Bitte erfüllt, so soll der betreffende Fleck der Deputation ausgeschnitten und seiner Zeit in der zu erwartenden „Nationalkirche" zu München zur öffentlichen Verehrung und zum andächtigen Ablecken ausgestellt werden." Straßburg, 7. August. Der Jahrestag der Schlacht von Wörth wurde gestern durch allgemeine Trauerbezeugungen gefeiert. In den Straßen sah man wenige Männer, die nicht eine Immortelle auf der Brust, wenige Frauen, die nicht eine tricolore Schleift in den Haaren oder am Hute trugen. Die Sitte mit den dreifarbigen Bändern bauert übrigens schon lange und wird um so eifriger festgehalten, als Vie Deutschen sich hin und wieder nicht ohne Heftigkeit dagegen aussprechen, ja selbst thatsächlich einschreiten. Es ist vorgekommen, daß Offiziere jungen Mädchen auf der Straße unter Drohungen befohlen haben, ihre Schleifen abzunehmen. Natürlich ein Grund mehr, dieselben beizubehalten. Mühlhausen, 5. August. Von vorn herein, und von allen Seiten ignorirt, steht die deutsche Bank da. Sie kam gerade in der Zeit der sauren Gurken, wollte weder französische Banknoten noch französische Wechsel in ihr Portefeuille aufnehmen, und nun stehen sie leer, die luftigen Hallen der königl. Bank, und Niemand regt sich daselbst, als der Gärtner, der emsig das Gras beseitigt, welches den bepflasterten Weg nach der ehemalige nBanque de France zu überwuchern droht. Entweder wird sich das neue Geld-Institut nach dem hiesigen Geschäfts- ufus richten müssen, oder die Geschäfte nach der Bank; andernfalls müßte man sich darauf gefaßt machen, zu sehen, daß in der ersten ehemaligen Industriestadt Frankreichs das deutsche Geld systematisch vom Verkehr ausgeschlossen wird. (Karlr. Ztg.) Paris, 6. August. Heute feierten die deutschen Truppen in der Umgegend von Paris den Jahrestag der Schlachten von Wörth und Forbach. Die Feier ging aber ohne alles öffentliche Aufsehen und in Stille vor sich, da man die Franzosen nicht verletzen wollte. Man beschränkte sich darauf, bet dem gemeinschaftlichen Offiziers-Mittagstisch einige Toaste auszubringen und des Abends sich in den deutschen Bierwirthschaftcn zu versammeln, wo die Musikbanden einige Stücke aufspielten. In Nogent s./M., wo Bayern liegen, wurden bei der Offiziers- täfel Toaste auf den Kaiser, den König von Bayern, den kaiserlichen Kronprinzen rc. ausgebracht, und des Abends fand in dem Garten der „Bayerischen Bier- Restauration", der ein ehemaliger Kämpfer bei Metz, Namens vom Taß, vorfteht, Musik statt. Viele Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten hatten sich eingefunden. Nur ein Fenster des Restaurationsgebäudes war mit fünf Fahnen und einigen Laternen geschmückt. Um li/2 Uhr Abends, als ich den Ort verließ, war es zu keiner Demonstration gekommen. Die in Nogent liegenden Offiziere sind über die Angriffe Der Pariser Blätter sehr ungehalten, um so mehr, als sie jede Gelegenheit vermeiden, welche zu einem Conflicte mit den Einwohnern führen konnte. Paris, 8. August. Es heißt, der Finanzminister, welcher beabsichtigt, die dritte halbe Milliarde am 25. d. M. zu zahlen, habe mit dem General v. Manteuffel eine Vereinbarung berathen, nach welcher die deutschen Commandankn der auf dem rechten Seine-Ufer gelegenen Pariser Forts bereit« schon jetzt mit der 'S n«r rSffemmenen $lr, L Mufijlttg '•"'V« fint etr. L™*1 ’« »Hin gg. *' *irt i» 8«« •V «it allct («6 taug 3:1 Cd* ?t,W tarin über lrT für drn Strich-. :: täglich in chastigt. aatibtamten erfährt rS'rleri ter streit. ; L'techruch findet, tinjelnen Grhalis. ter Gehälter der tn ^heenjungfranen, n, dadurch bereitet peachtvellen Broches ■a Gelte, trägt auf L'crbeerfran|, auf der ebn tem Medaillon n'alli aus sattem Zainale V. nit der tei taS Datum und nQ eine Deputation t- Aaifer» abfentec. Kije ter betrefente 3, »ober mir freilnh Bit so uDjUifrn Jreujen feilt, vit Gaßeiu nifl ökt ie ba-ensche Station rttenfaiser- eint au- iche tevfelbtu be'.v Mf.i des Mvchruer it ItiMon aller- Miy lortlürrittlithr ly^nitten und feiner m cßeutlicheu Uw eil1 lfl hn l!E fi"''; ui« 5«" ’T't; -- * f . - gelt'«' । iitjjf diiy Hf” u« H«. -ggtl'11* y tt ,(g Eidt Mitt Stt-bd- M tttiuiiM' 611 . „rt n (0 dl'1«11 Mttjtdt ,lti, toi D|6ji”e^ 5, ihr- 241-1« । iltt*. gl,, eeitdi ig»M f ■I ttt (ll»l ®“‘I" d 'S' -•■Hl* 3««^ ats-^losea,l1 Räumung des daselbst befindlichen Kriegsmaterials beginnen sollen. General v. Manteuffel hat die kaiserliche Genehmigung zu diesem Abkommen Vorbehalten. Paris, 9. August. Das „Journal osficiell" veröffentlicht ein Telegramm, durch welches der französische Commiffar in Comptegne der Regierung anzeigt, daß die deutschen Behörden den Befehl erhalten haben, Trope- zu räumen. Borsennachrichten. 9. August 1871. Preuss. 4%<% Oblig. 993/8 Frankf. 3% % Obi. 82% Nass. 41 /2% Obi. 98>/g Kurhess. 4% n 90% Gr. Hess. 5% Obi. 103 ft n 40/0 „ 951/4 , 3V,O/o „ - Bayer. 5% „ 101 n 41/2 o/o ijahrige 99 n 4O/o 1 jährige 931/4 Würtemb. 41/2% Obi. 98V4 Baden 4%% Obi. c. E. L. 98 Oesterr. Silberrente 57i/2 Ä Papierrente 49 n 5% M. steuerf. — Amerik. Bonds 188 Ir 99 */2 „ „ 1882r 97 „ 1885r 963/a „ „ 1887r 963,8 Spanier, neuest. 3% 31i/2 . Actlen. Frankf. Bank 1383/< Frankf. Vereins-Kasse 108 Darmst. Bankaot. 388 Wien Bankactien 735 Galizien 239 Actlen. Oest. Creditaot. 274% 50/g östr. F. St. E. B. 4061/2 Lombard. Bahn 1733/4 Ludwigsh.-Bexbaoh 185 Maxbahn 133 Bayer. Ostbahn 1333/4 Hess. Ludwigsb.-Act. 155% Rhein-Nahebahn-Act. — Oberhessen „ 79>/4 Prioritäten. 3O/o öster. Stsb.-Prior. 57% 30/0 öst. s. Lombard 75 3% Livorneser 34% 5% Toscaner 54 5% Elisabeth.-Prior. 783/8 do. H. Emiss. 84% Anlehenslooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 67% Nassau 25 fL 41 % 4O/o bayr. Präm.-Anl. 111% Ansbacher 7 fl. 11% 40/0 badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 69% Oestr. fl. 250 v. 1854 77 1858r Prioritätsloose 174 1860r Loose 87% 1864r „ 1391/2 Braunschweiger 18% Stadt Florenz 823/4 Wechsel. Amsterdam k. S. 99% Augsburg k. 8. 99% Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 96% Brüssel k. S. 93% Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 117% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93 Wien k. 8. 96% ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Diseonto 3%% G. Geldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 45-45% Sächs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 55—57 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 20%— 21% Engi. Sover. 11 48—50 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25—26 Hon lidiilifml a. M. direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Rudolph Mosse, Annoncen-Expedition 45 seif, Frankfurt a. M. M 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch", „Figaro." Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Allgemeiner Anzeiger Versteigerungen. Bekanntmachung. 3328) Künftigen Montag, den 14. d. Mts./ Morgens 9% Uhr, soll die Hafer-Ernote von circa 25 Morgen fiskalischer Wiese in der Gemarkung Gießew von der sog. Weidwiese, Loos Nr. 9 bis 18, auf dem Halme an Ort und Stelle loos- weise versteigert werden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen, den 8. August 1871. Großherzogliches Rentamt Gießen. In Verh. des Rentamtmanns: Roth, Finanzaccessist. Holzversteigerung im Garbenteicher Gemeindewalde. iHildjucrliduf. 3300) Einem verehrten Publikum empfehle hiermit meine Milch-Niederlage und bemerke hierbei, daß bei größerer Abnahme die Maaß mit 9 kr. berech net wird. Auch wird täglich vorzügliche Dickmilch abgegeben. Dienstmann M ü l l e r, Neuen-Bäuen B 85. fuctluiiii!, meüicinischr Mah-Ertracke aus bayrischem Prima Gerstenmalz bereitet und sämmtliche wirksamen Bestand- theile desselben enthaltend, sind in bekannter vorzüglicher Qualität und Reinheit in allen Apotheken vorräthig und ist dabei wegen vielfacher Nachahmung auf die Firma: „E<1. Loeflunil in Stuttgart“ ganz besonders zu achten. Loefluud's conccntrirtes Malz - Extract, (das ächte Liebig'sche) ist das wirksamste Linderungsmittel bei Husten, Heiserkeit, Catarrh, Athmungsbeschwerden, Brustleiden. Preis der Flasche 30 kr. 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Stamm- und Stangenholz: 6 Eichen-Stämme von 5% bis 6 Zoll Durchmesser und 25 bis 35 Fuß Länge, 138 Eichenloh-Stangcn von 2 bis 5 Zoll Durchmesser und 20 bis 35 Fuß Länge, 115 Nadel-Stangen von 1% bis 4% Zoll Durchmesser. Die Zusammenkunft ist um die bestimmte Stunde im Johanneshölzchen, am Vicinalweg von Garbenteich nach Lich. Garbenteich, am 8. August 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Garbenteich Schwarz. Feilgebotenes. 3357) Kornstroh und Strohscile verkauft E. Loos, vor dem Wallthor. 3319) Königs-Reisstärke in feinster Qualität empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. Hanauer Latten, stark geschnitten, bet D. Wirth's Nachfolger (3356)__________(Th. Geilfus.) 1616) Borsdorfer Aepfel- wein in bekannter Güte empfeh« len I A. Busch Söhne. 3284) Eine Nähmaschine ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3222) Herbstrübensaamen bei d- F. Semmler. Neue Matjes-Häringe empfehlen I. A. Busch Söhne. (2371) Neue Kartoffeln, das Mäschen zu 4 kr., bei Th. Rautenstrauch, (3320)_________an der Schoor._____ Einmachestige. 329.3) L’estra^on, ä la ravigotte,, feinste Weinessige empfehlen _____I A. Busch Söhne. lene Matjes-Häringe empfiehlt Emil Fischbach, (3318)_________________Seltersweg. 3234) Ein fast noch neuer Sessel mit Rohrsitz ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.______________________________ Milelwerkauf. 319a) Durch Veränderung des Fahrtenplans ist nunmehr täglich, Vormittags halb 9 Uhr n. Abends 7 Uhr, im früher Loo s'- schen Höschen, Lit. D. Nr. 218, frische Milch »nd Dickmilch zu haben.______ Hülse! Rettung! Heilung! für Alle, welche an (kisT Fallsucht, Taubheit, Flechten, Bettnässen und Geschlechtskrankheiten (namentlich an den Folgen der Selbstbefleckung) leiden, durch O. I. Grone in Ahaus, Westfalen. Die Expedition dieses Blattes ist erbötig, Bestellungen entgegen zu nehmen. (2577) 3349) Unterzeichneter beabsichtigt sein Wagnerwerkzeug, ferner verschiedenes Werk- holz, Felgen u. s. w. aus freier Hand zu verkaufen. Beuern, den 8. August 1871. Johannes Kumpf HI. Vermiethungen. 3295) In Lit. E. Nr. 78, Universitätsstraße, ist der dritte Stock, bestehend in 2 Zimmern, 2 Cabineten rc., zu vermie- then und den 1. November, aus Verlangen auch früher, beziehbar- 3209) Ein freundliches Logis nebst Zubehör ist an eine stille Familie zu ver- miethen und den 15. August zu beziehen. Seltersweg Lit. C. Nr. 181. Vermischte Anzeige». Turnverein. 3351) Die des schlechten Wetters halber verschobene Turnfahrt nach Arnsburg i|t nunmehr auf Sonntag den 13. d. Mts. festgesetzt. Abinarsch um 9 Uhr Morgens von der Realschule aus. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. 3355) Der untere Stock meines Hauses in der Wolkengasse ist anderweit zu ver- miethen. Das Nähere ist zu erfragen bei Herrn Briefträger Vaubel in demselben Hause. Richter. 3352) Nächsten Samstag, Nachmittags 3 Uhr, werden bei Wirth Oswald die Oelbilder ansgespielt. Hahn. 3331) Der 2. Stock meines Wohnhauses ist zu vermiethen und Ende August beziehbar. Georg Herbert. i Lmlsikllschlvilldsilcht, Brust- und Halskrankheiten werden naturgemäß ohne innerliche Mcdicamentc durch 3350) Zwei Stuben mit Eabineten zu vermiethen bei Frau Advocat Krauskopf. 3335) Bei Frau Dr. Haustein, Weidgasse Lit. B. Nr. 98, ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 3267) Ein möblirtes Zimmer ist zu vcr- miethen bet Ehr. Reiber, Kreuz. 3354) Eine kleine Familicnwohnung ist zu vermiethen bei Schreiner Volp. 3021) Das seither von Frau Pfarrer Kreckmann im Darmstädter Haus bewohnte Logis ist im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen und vom 1. Oktober an zu beziehen. 3353) Ein Logis ist zu vermiethen bei Wilhelm Hartmann, in der Neustadt. 3348) Der mittlere Stock meines Hauses, bestehend aus 5 ineinandcraehenden Zimmern, Küche u. s. w-, ist anderweit zu vermiethen. A. Wallenfels. 3296) Eine Familienwohnung, sowie zwei moblirte Zimmer, sind zu vermiethen bet Ier- Becker Wittwe, Neuenweg. ein seit Jabren bewährtes einfaches Verfahren, auch brieflich, geheilt. Adresse: »r. Rvttmann in Aschcmenburg. Prospekte gratis. (Gegenseitig franco.) 3285) Johannisbeeren und Himbeeren werden noch in größeren Parthien gekauft von Ed- Lind, Kirchenplatz. 3333) Hiermit mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich meine seitherige Wohnung auf dem Reichensand verlassen habe und nun in der 9leustadt, bei Herrn Kaufmann Freund, Lit- D. Nr. 86, wohne. L- Sä)epp Wittwe, _____________________Hebamme._____ 3230) In ein hiesiges Fabrikgeschäft wird ein junger Mann mit den nöthigen Vor- kenntniffen in die Lehre gesucht- Meldungen bittet man bei der Exped. d. Bltts. schriftlich einzureichen. 3347) Mehrere Maurergesellen und Handlanger finden Beschäftigung bei ___________ Christi an Haubach. 3334) Handlanger finden dauernde Beschäftigung bei L- * A- Petri. 3313) Drei gute Schnhmachcrgcsellen finden dauernde Beschäftigung bei G- Meininger, Sonnenstraße. 3343 Gcwerbrlmnk ;u Gießen. Außerordentliche Generalversammlung: Samstag den 12. August, Abends 8 Uhr, im eib’sehen kleinen Saale.' Tagesordnung: 1) Weigerung des Rechners, dem Beschluß des Vorstandes bezüglich des Locals, nachzukommen. 2) Beschwerde des Rechners gegen obigen Beschluß, eventuell 3) Enthebung des Rechners von seinem Amte. Gießen, den 9. August 1871. Der Vorstand. Namens desselben: Fr. Chr. Pietsch, Vorsitzender. Preußische Nalional-Vkrsichkrunsts-Gkstllschiist in Stettin. 3323) Die bisher von Herrn C- W- Nowack verwalteten Agentur-Geschäfte sind dem Herrn Hutfabrikanten Emil Gail übertragen worden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Cassel, im Juni 1871. Der General-Agent: _____________ H. List. Bezugnehmend auf obige Annonce halte ich die Preußische National-Versiche- rungs-Gesellschaft in Stettin mit einem Grund-Capital von 3,000,000 Thlrn. und bedeutenden Reserven zur Uebernahme von Versicherungen gegen Feuersgefahr auf Mobilien, Waaren, Vieh. Feldfrüchte, überhaupt auf bewegliche und unbewegliche Gegenstände, sowohl in Städten als auf dem Lande gegen angemessene billige, jede Nachschußverbindlichkeit ausschließende Prämien, bestens empfohlen und bin zur Er- theilung jeder Auskunft gern bereit. Gießen, den 6. Juli 1871. Emil Gail, Hutmacher. Schlesische Fcucr-VcrsicheriiNsts-Gescllschast in Breslau,! Grund-Capital fl. 5,250,000. 1294) Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände g aller Art zu festen und mäßigen Prämien unter liberalen Bedingungen g gegen Feuers- und Explosions-Gefahr. Transport-Versicherung. Spiegelglas-Versicherung. Prospecte und Antragsformulare werden verabfolgt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: I. Gg. Schröder in Darmstadt, sowie von den Herren: Jean Vöck in Gießen, Lehrer Vogel in Londorf, H. Dietz g in Kestrich bei Alsfeld, B. Stern Sohn in Bellersheim. I Die Gartenlaube. Die Nr. 31 bringt folgende Beiträge: Das Haideprinzeßchen. Von E- Marlitt. — Ein Jubelfest im Norden. Mit Abbildung: Abbotsford, der Wohnsitz Walter Scott's. — Drei Kreuzträger des Eisenbahncapitals. Bahnwärter. Weichensteller. Packmeister. — Das Pfälzer Potsdam. — Flieg ende Hunde von Brehm. Mir Abbildung. Nach der Natur gezeichnet von Emil Schmidt. — Blätter und Blüthen: Das Bundesobcrhandelsgericht. Von D. C. — Vermißte Soldaten unseres Krieges. 1 Auskunft. H. Fortsetzung der Liste. — Gefunden! — Kleiner Briefkasten. 3 TECHNICUM FRANKENBERG bei Chemnitz. Königreich Sachsen. Maschinciibauschule in Verbindung mit Maschinenfabrik, Industrieschule, Vorbereitung z. Freiwilligen-Examen, Pensionat. Beginn des Cursus den 15. October. Prospecte versendet gratis Die Direction Ing. G. Baach ; Dr. J. Hcubncr; Dr, E. Klotz. Auswanderer nach Amerika Ä befördert wöchentlich vermittelst Damvf- und Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am RathhauS. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. P. S. Wechsel für Amerika werden zum Tagescourse baldigst besorgt. (618) 5034) Die Dr. Steffan'sche Augenheilanstalt in Frankfurt a. Dd. (Krögerstraße 8 und Sachsenhausen Dreikönigsstraße), auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeltlich. Z Conccssionirtc Privat-Entbindungs-Anstalt in Mainz. DiesesseitJahrenbestehendesJnstitut bietet alle GarantiesorgfältigerBehandlung,Geheim- niß, billige Bedingungen. Julie Rauch, Direktorin, neuer Stadttheil 14, Walpodenstraße. Zeitungs-Annoncen-Expedition. gesucht. Näheres bei der Exped. d. 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