PretS vierteljährig 1 st» 12 kr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Nr. 9. Mittwoch dcn 11. Jammr 1871. Amtlicher T h e i l. Gießen, am 8. Januar 1871. Betreffend: Die Führung der Handelsregister, in specie Einträge der im Jahre 1870 hinzugekommenen Gcwerbtreibenden. , Das Großherzogliche Stadtgericht Gießen an die Großherzoqlichen Bürgermeistereien des Bezirks. Sie wollen uns ein, auf Grund der einem jeden von Ihnen von dem Großherzoglichen Steuercommissariate zukommenden Liste der Gewerbtreibenden Ihrer Gemeinden zn fertigendes Verzeichniß über Diejenigen, welche sich im Jahre 1870 neu etablirt oder ihr bereit» bestandenes Gewerbe, insbesondere durch Handelsbetrieb erweitert haben, mit Angabe der Art des Gewerbes eines jeden Einzelnen, baldigst vorlegen, um etwa uöthig scheinende Einträge in das Handelsregister vollziehen zu können. M u h l. B e k a n n t m a ch u n g. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß der Großherzogliche Finanzaccefsist Roth von heute an bis auf Weiteres ermächtigt ist, für die Großh. Rentamtskaffe Gelder zu empfangen, Auszahlungen zu leisten und gültig für ihn während seines Urlaubs zu quittiren. Gießen, den 9. Januar 1871. L y n ck e r , Großherzoglicher Rentamtmann. Politisch 10. Januar. Ter K. Z. wird aus Berlin, 7. Jan., geschrieben: Die Entschuldigungen, mit welchen die Franzosen ihre Niederlagen zu verhüllen suchen, zeichnen sich durch einen Zug poetischer Phantasie au-, welchem man unter künstlerischem Ge- sicht-punkt eine gewisse Anerkennung nicht versagen kann. General Faidherbe in Nordsrankrrich entspricht mit seinen bombastischen Bulletins, Vie jede Schlappe als einen Sieg verkünden, allen Voraussetzungen seiner leichtgläubigen Landsleute. Amüsant ist auch die Correspondenz HavaS, die das Schweigen ter Fork- in Folge de- Bombardement- dadurch zu erklären sucht, daß die französische Artillerie ihre Munition nicht unnütz verschwenden wolle. Al- ob sie die ganze Zeit über etwa- Andere- gethan hätte! Wahrheitsliebender sind die Correspondenztn eng» lischer Blätter, die fast durchweg den Fall von Pari- für eine nicht ferne Zeit in Aussicht stellen. Auch die sonst franzosenfreundliche Londoner Eorrespondenz der Jndcpendance schreibt, in London heiße es in allen unterrichteten kreise», daß die Tage von Paris gezählt wären. So wird es denn auch mit den falschen SiegeSbulletinS der Generale in den Provinzen halv vorbei und Gambetta binnen Kurzem am Ende seines Lateins sein. Die Friedcnsau-sichten werden dann viel- leicht Boden gewinnen. Die „Neue Würzburger Zeitung" bringt au- Straßburg eine Mittheilung, nach welchlr bereits definitiv beschlossen worden sein soll, Elsaß und Lothringen al» unmittelbares ReichSlond unter einem vom deutschen Kaiser zu ernennenden Statthalter, mit dem Sitz in Straßburg, dem deutschen Bunde einzuverleiben. Diese- Reichsland würbe seine eigenen Finanzen, seine eigene Verwaltung und Rechtspflege haben, nach drei Jahren Abgeordnete in den Reichstag schicken, in den Zollverein aber sofort eintreten. Diese Einverleibung soll noch vor dem Friedensschlüsse erfolgen. Von unterrichteter Seite wird die Richtigkeit dieser Mittheilung bestätigt. Der König Johann von Sachsen, welcher von dem Häuflein Katholiken in der wendischen Lausitz eine Adresse empfangen hatte, worin er ersucht war, dem Statthalter Christi in Rom in seinem Kampfe gegen den König von Italien bei- zuspringen, hat daraus Folgendes geantwortet: Ich habe die auf die gegenwärtigen Verhältnisse de- Kirchenstaates in der Stadt Rom bezüglichen Petitionen, vie Sie mir in dcr letzten Zeit zugesendet haben, erhalten und mich gefreut, darin Gesinnungen ausgesprochen zu finden, die mit meinen eigenen Ueberzeugungen und Wünschen übereinstimmen. Ich habe daher — da- Einzige, was jetzt in dieser Beziehung von meiner Seite geschehen kann — diese Petitionen an bas Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten abgegeben, um sie dem auswärtigen Amte des Norddeutschen Bunde- mitzuthrilen, an welches voraussichtlich ähnliche Petitionen au- anderen deutschen Ländern bereits gelangt fein werben. (D. A. Z.) In der „N. Fr. Pr." richtet Denedcy einen Brief an den Pfarrer Brester in Paris, der am Schluffe einer Rede gesagt: „Frankreich zerstören, heißt die Menschheit blenden!", und bemerkt wegen der Rückforderung de-Elsasses: „Gäbe es eine Möglichkeit, Deutschland zu verbürgen, baß das „Frankreich von morgen" nie mehr die Welt beherrschen und dafür seine Nachbarn mit eisernem, blutigem Fuße, sobald Stimmung, Zett und Gelegenheit gekommen, zertreten werde — dann könnte Deutschland abstehen von einer Forderung, die jetzt in der Natur der Dinge liegt, die Folge einer hundertjährigen Geschichte, bis In die letzten Tage mit Blutströmen in da- Herz des deutschen Volkes eingeschrieben, ist. AberLoth- ringen? Keiner der deutschen Soldaten, der deutschen Aerzte, der deutschen Krankenpfleger, der deutschen Politiker, die in Folge de- Krieges Lothringen durchzogen, wird sich der Thatsache erwehrt haben, daß Lothringen französisch ist, in Sprache, er T h e i l. in Denkart, im Blut und in der Seele. Die deutsche Kriegskunst weiß auch, daß Metz die Vertheidigung-veste Frankreichs, nicht aber ein Angriff-Posten auf Deutschland, und daß dies um so weniger der Fall sein wird, wenn Luxemburg, die Veriheibigungsvefte Deutschland-, in deutsche» Händen ist. Trügen nicht alle Zeichen, so liegt in diesem Bewußtsein auch die Ursache der Schritte, die Preußen in diesem Augenblicke Luxemburg gegenüber thut. Friede! Friede! O, wessen Herz seufzt nicht nach diesem Himmel-segen!" Die „Wiener Presse" schreibt: „N>cht die verächtlichste der Früchte, welche der Sturm de- deutsch.französischen Kriege- von den ragenden Besten de- Weltbaumes geschüttelt, ist die freundliche Annäherung, die sich gegenwärtig zwischen Preußen und Oesterreich vollzieht. Graf Beust hat während seiner staatsmännischen Laufbahn nie eine diplomatische Note geschrieben, die in einem so großen politischen Styl verfaßt wäre, wie diese Antwort an Preußen. Es liegt ein im- ponirender Zug in dieser schlanken Anerkennung neu geschaffener Thatsachen, und der Reichskanzler hat es verstanden, der Resignation eine stolze Gestalt zu geben. Wie erquickender Thau sollen die Schlußworte der Depesche aus die Hoffnungen und Bestrebungen der Deutschen in Oesterreich. Die principicllen Widersacher Preußen- in Oesterreich werden sich hinfort noch weniger al- früher auf die Gesinnungen der Negierung berufen können. Der grundsätzliche Preußenhaß wird sich nun zeigen müssen als da-, was er wirklich ist — als die gemeinsame Decke für fanatische Demokraten und Ultromontane, für Hietzinger und Ultrozechen, und es wird nach wie vor die Pflicht der Publicistik fein, in das Treiben dieser unlauteren Elemente hineinzuleuchten. Es ist kaum anzunehmen, daß die neue Strömung der auswärtigen Politik Oesterreichs in unseren politischen Vertre« tungskörpern principiellen Widerstand finden werde. Doch auch an Preußen ergeht die Mahnung, daß e- die sreundnachbarliche Gesinnung, die wir hegen, uns nicht zu sehr erschweren möge." Die Versenkung einer Anzahl britischer Fahrzeuge in der Seine bet Dundair, dem Hasen von Rouen, am 21. und 22. v. M. durch preußische- Militär hat, wie nicht anders zu erwarten stand, in der englischen Presse eine lebhafte Erörterung über die Berechtigung zu dieser Maßregel hervorgerufen. Bei der Be- urtheilung de- Sachverhalt- muß der Gesichtspunkt festgehalten werden, daß diese Maßnahme gegen neutrales Eigenthum zur Kriegszeit erfolgte, und zwar auf einem Waffergebiete, welches der deutschen Krieg-Hoheit nach Vertreibung der Franzosen unterworfen war. Handelsfahrzeuge sind nicht wie die Kriegsschiffe mit der Au-nahme-Eigenschast der Exterritorialitäk bekleidet und e- ist daher ein großer Unterschied, ob ein englische- Kriegsschiff oder em englische- Kohlenfchiff von deutscher Seite mit Beschlag belegt wurde. In dem vorliegenden Falle bandelte es sich nicht um eine politische, sondern um eine militärische Maßregel. Französische Kriegsschiffe waren mehrfach den Strom hinauf gedampft, batten Truppen gelandet, 1 Die deutschen Streitkräfte beschossen und ihnen dadurch Verluste beigebracht. E- lag die Wahrscheinlichkeit nahe, baß die französischen Befehlshaber die englischen Schiffe zu Transportfahrzeugen benutzen und zugleich die neutralen Fahrzeuge al- Deckung bei ihrem weiteren Vorgehen gebrauchen würden. Für die Deutschen erwuchs dadurch die Ausgabe, eine Nutzbarmachung dieser Fahrzeuge zu Gunsten der Interessen de- Feindes für alle Fälle zu verhindern und durch die Versenkung der Schiffe das Fahrwasser zu sperren. Der An-druck „Embargo" ist die tech. nische Bezeichnung für diese Beschlagnahme der Schiffe. Diese- Recht des „Embargo" steht nach positivem Völkerrechte jedem Staate zu und ist nicht selten ausgeübt worden. Es ist ohne Zweifel, daß für diese Vcrwerthung des neutralen Eigenthum- vie vollste Entschädigung gewahrt werden muß und in dem vorliegenden Falle auch geleistet werden wird. Im Jahre 1718 und 1732 thaten die- v r. Kriegsnachrichten. auf 1) Oberfeuerwerkern, Wachtmeistern, Feldwebeln rc. 23 1 6 , | umungen über bie äegrunDung jener Ansprüche nochmals Persönlichkeit vom HülsSverrin mitgeschickt, um Vie Decken zuriickznbringen. Diese und als allemal bestimmte fl- 371/2 fr. Vicewachtmeisteln, den §§• des die Spanier z. B. im vollsten Maße, während Frankreich, als es fremde Schiffe zum Transport von Truppen für den Ritter von St. Georg mit Embargo belegt hatte, noch die Entschädigung verweigerte. Ludwig XIV. erklärte auf die Be- schwerden der betreffenden Gesandten: „Er habe sich nur des Rechtes bedient, welches alle rsouveraine in den von ihnen abhängigen Häfen hätten, und er wäre nicht schuldig, während der Zeit, so lange sich die Schiffe hätten aufhalten muffen, eine Entschädigung zu geben." Viele Staaten haben ihre Unterthanen durch be- sondere Verträge gegen dieses Embargo zu schützen oder ihnen doch eine Ent- schädigung zu verschaffen gesucht. (K. Z.) In Rumänien hat wieder einmal ein Ministerwechsel stattgefunden. Der Corrcspondent der „Presse" in Bucharest schreibt unterm 25. December über die Bern, 4. Jan. Nachdem am 2. v. in Folge eines Gefechts zwischen Croix und Abdevillers 188 Mann französischer Truppen, darunter 14 Offiziere/ auf schweizerisches Gebiet übergetreten sind, hat der Bundesrath für deren Unterbringung in Gemäßheit der Neutralitätsverordnung folgende Verfügungen getroffen: 1) Die Soldaten sind in der Kaserne zu Thun unterzubringen, militärisch zu bewachen und angemessen zu beschäftigen. 2) Die Offiziere haben sich nach Luzern zu begeben, wo ihnen auf Verlangen in der Kaserne Wohnung angewiesen wird. Dieselben haben sich aus Ehrenwort zu verpflichten, den Stadtbezirk nicht zu verlassen. Die Besolvung unv Verpflegung ist, wie folgt, geregelt! Offiziere, wenn sie darauf Anspruch machen, Unterkunft in der Kaserne; OsfizierStisch wie die schweizerischen Offiziere; tägliche Besoldung 2 Fr. Unteroffiziere und Sol- daten: Unterkunft in der Kaserne, obligatorische Verköstigung nach Reglement, tägliche Besoldung 25 Rappen nebst angemessener Zulage je nach den Leistungen für Dlejenigkn, welche zu Arbeiten verwendet werden. London, 8. Jan. Aus Havre vom 8. Jan. wird gemeldet: 10,000 Mann deutsche Truppen, größtenteils aus Rouen kommend, vernichteten gestern bei Jumloges das Corps des Generals Roy und besetzten Bourgachard und Bourgtheroulde. (Jumiöges, Dorf, rechts an der Seine, nördlich von Bourgachard, das auf dem linken Seine-User liegt.) Vorgänge, welche unmittelbar zum Rücktritte des alten Cabinets geführt haben: Das wüste Toben der französischen Kammer hat sein Opfer verlangt und erhalten. Für diesmal ist demselben aber nur das Ministerium und nicht der Fürst zum Opfer gefallen. Der Letztere hat die Tbronavreffe angenommen und Vie erhaltene Kränkung mit wcnigen nichtssagenden Worten bescheinigt. Da dieselbe aber mehr an seine Person wie an seine Regierung gerichtet war, so war kein rechter Grund vorhanden, daß letztere ihre Entlassung als Sühne anbot. Dieser Grund mußte erst gesunden werden, aber es hatte dies keine besonderen Schwierigkeiten. In der letzten Kammersitzung verlangte der Ministerpräsident: die Kammer möge ihre Tagesordnung suspendiren und sofort das von der Negierung vorgelegte Anleihegesetz votiren. Im anderen Falle werde das Ministerium zurücktrcten. Der Erfolg dieses Antrages konnte nicht zweifelhaft fein. Die Kammer verwarf denfel- den mit großer Majorität und das Ministerium hatte nunmehr den gesuchten Grund, um seine Entlassung zu motiviren. Die Demission ist gegeben. Der Fürst hat dieselbe angenommen und eS wird ein neues Ministerium gebildet. Ein Ministerium, welches dauernd in der gegenwärtigen Kammer auf eine Majorität zählen könnte, ist nicht denkbar. Man nennt Joan Ghika als künftigen Premier- Minister. Derselbe ist in der That mit der Bildung des neuen Cabinets betraut worden. Er wird dann wohl gezwungen fein, bie Kammer aufzulösen und einen sogenannten „neuen Apostel" an das Land zu machen. In dieser Weise ist die Wirthsevaft in Rumänien zwar schon lange sortgegangen, aber sie kann nicht mehr lange so songehen. Fürst.Karl scheint auch dieser Ansicht zu sein. Sein Schmer- zensschrei, der viel von sich reden macht, soll weit mehr der Unhaltbarkett der inneren Verhältnisse seines Landes als den Verträgen gelten. Die italienische Regierung batte kurz nach der Einnahme Roms den Peterspfennig im Betrage von fünf Millionen Francs, in der Meinung, daß er römisches Staatseigentum sei, mit Beschlag belegt. “ Der Vatikan protestirte dagegen, indem er geltend machte, die confi-cirte Summe könne nicht als Einkommen der weltlichen Regierung betrachtet werden, sei vielmehr das Product bloßer kttch licher Almosen. Der StaatSrath in Florenz zog die Sache in Berathung hat nun mit Einstimmigkeit sich dahin ausgesprochen, daß die fünf Millionen Revenue der Kirche dem Papste zurückzuerstatten seien. 2) Portepeefahnrichen, Sergeanten, Vicefeldwedeln, Feuerwerkern und Ober-Lazarethgehülfen 14 fl. 52y2 fr. 3) Unterosficiere und Lazarethzehülfen 9 fl. 37i/2 fr. 4) Gefreiten und Kapitulanten 7 fl. 5) Spielleuten, Gemeinen, Untcr-Lazarethgehnlsen und militärischen Kran- fentoartern 5 fl. 15 fr. 7. Jan. Die Deutschen dehnen ihre RecognoScirungen bis l. ' Schußweite von Cambrai aus. Nach dem amtlichen Bericht des Commandiren- den der zweiten Division der Nordarmee über die Kämpfe am 2. und 3. Jun. hatten die langsamen Märsche verschuldet, daß am 2. d. zu wenig Truppen in den Kampf eingegriffen haben. Die neuen Regimenter zeigten Schwäche. Der General fordert eine Liste der Offiziere, die geflohen sind. Ein Schreiben ans Lyon vom 3. Jan. in der Jndependance meldet: „Abteilungen des ersten Aufgebot- der mobilisirten Nalionalgarden des Cüte d'or sind heute in Lyon angefommen. Die Anwesenheit der Preußen in Dijon hatte bis jetzt den Abmarsch derselben verhindert. Der erste Act der Franzosen in Dijon war nämlich der, alle Leute von 21 bis 40 Jahren unter die Waffen zu rufen. Die Officiere der Lyoner Nationalgarde Haven eine Adresse an die bei- den ersten mobilisirten Legionen von Lyon gerichtet, um ihnen für ihre bewiesene Tapferkeit zu danken, und ihnen wegen der erlittenen Verluste ihr Beileid aus- zudrücken. Bei seinem Abzüge aus Dijon nahm General Werder 20 neue Geißeln mit sich, ließ aber 306 schwer verwundete Soldaten zurück. Der Maire der Stadt hat in Folge dessen eine Proklamation veröffentlicht, worin er die Bewohner von Dijon bittet, sich nicht da- Geringste gegen diese Verwundeten, tfere Aerzte und Krankenwärter zu gestatten. In Dijon wurden zwei preußische Spione erschossen." ,W“"h »ist« I'"1 ,r N(l V ' eaarbn Da« btt wü I“ W coiMiibllt- WB" ttn WMcltt orvnttrnlammtr Lttlaillt militäMt M« W tru' Witt zu ml Gemüthcr e'nli Stittn ftou tz' gen Reich- ein devolßtheott R auch Worms I haben, und die tu LuihtiM fangen i» Zusa müht, ihre Anst jenb|le Lichts zu wenngleich sie t toch nur einen Bulbrucf gesund ttn Insten de tiesjien Geheim me längere der nach den entfernt „wohin sich die Die Anvtfivhrii Gas zur Lüstu! mit der geheiain zwar durch die! Sranffurt a. M. Vergangenheit de feit Fritdrich Dc Herr v. Rothschil dieser -treffe uÜ leicht die Schluß Mat von Fran entzieht sich von vollen "tGrochtn ot rührt hat. |yä Elndern muß erfl WM srin, ehe irGttn dir Hn der kjh N hitt' unt Den Hinterbliebenen Familien wird je nach der Charge des Verstorbenen bie nach ben Festsetzungen des beiliegenden Tarifs ein- für Guabenunterstützung gereicht, nämlich: Frankfurt, 7. Jan. In hiesigen Blättern war kürzlich zu lesen, daß die hier durchtransportirten französischen Kriegsgefangenen ungemein durch die Kälte mit dem Anfügen bekannt zu geben, daß die Eingaben an das Kriegsministerium direct zu richten sind. Den Großherzoglichen Kreisämtern wird anheimgegeben, behufs einer noch auSgebreiteteren Veröffentlichung die Aufnahme der gegenwärtigen Bekanntmachung in den refp. Krersblättern zu veranlassen. Großherzogliches Kriegsministerium. i ts , . Dornseiff. Dietz. I. Der aus oer Offizwrs-Wittwenkasse ben Wittwen und Waisen der Of- fizlere und oberen Militärbeamten zukommende Gehalt wird von dem Kriegs- Ministerium auf Anmclben angewiesen, ohne daß es eines weiteren NachweiseS bedarf. ' II. Wittwen-Pensions-Beihülfen, Staats-Unterstützungen und Kinder-Er- ziehungsgelder erhalten nach dem Gesetz vom 6. Juli 1868 (Regierungsblatt ^r; 41 ©eite 898 ff.) im Falle des Bedürfnisses die Wittwen und beziehungsweise Kinder der im Kriege gebliebenen oder an den erlittenen Verwundungen gestorbenen, sowie der im Felde verstorbenen, sowie der im Felde beschädigten oder erkauften und in Folge dessen gestorbenen Müitärpersonen aller Rangclasskn. Nach §. 5 der Verordnung vom 15. Juni 1869 (Regierungsblatt Nr. 32 Seite 576) ist zur Prüfung und Feststellung des Anspruchs auf dergleichen Wlitwen-Unterstiitzungs- und Kinder-Erziehungsgelder Folgendes in binden Eingaben an bas Kriegsministerium nachzuweisen: 1) den Truppentheil, welchem, oder die Behörde, welcher der Gatte oder Vater angehört hat; Wer hiernach den Gnadengchalt in Anspruch nehmen will, muß seinen darauf bezüglichen, mit dem Todtensche n unb mit einer orttp-l.zeilichen Bescheinigung über seinen Verwandtschaftsgrad oder über sein Verhaltn.ß zum Verstorbenen versehenen Antrag unter Beifüauna de- Lr, oldn-ten, die Höhe -e- g-nossenen Gehalt- beglaubigenden Atteste- bei dem Krieg-ministerium an- und wenn über die Berechtigung der Bittsteller an sich Zweifel stattstndet, den denselben zukommenden Gnadengehalt auf denjeniaen ftonb« dcS anw-is.n wird, au- weichem der Verstarb,w! seinen Geha!t"ewpfa^gen^ha'/ Die Ehefrauen oder Kinder eine- Verstorbenen haben nur den Todtenschein und das über Gehalt des Verstorbenen lautende Attest beizubringen. ,a?Cm 606 Ut>ct *♦) 3n Betreff des Verfahrens bei Anweisung dieser Gnaden-Unterstützungen finden die 37 seq überall Anwendung; nur bedarf eS einer Bescheinigung über die zuständig Löhnung Verstorbenen in diesen Fallen nicht. 6 ö v 0 ■r “,b f>°winistrati°n,n haben den Gehalt für den Gnadenmonat in ihren Verpflegungs-Liquidationen als erspart nachzuweisen und der rum Emvfanae berechtig-'» Familie des Verstorbenen eine von der competenten Feld-Zntendantur vifirte^ Uto He fiöbe S Gehalts für den Gnadenact lautende Bescheinigung zuzufertigrn. " Unter der Familie de« Verstorbenen sind seine Witlwe, seine Kinder unb Enkel iu verstehen. 1 derselbe aber unverheirathet gewesen, so kann der Gnadenaehalt auch seinen Eltern Geschwistern, Geschwisterkindern oder Pstegkmdern gereicht werden; vorausgesetzt daß dieselben der Unterstützung bedürftig find und in dem Verstorbenen ihren Ernähret oder Versorger verloren haben. / 1 0 8. + $ati), ß"hM<» in breit *'“«8 »on Iv( ä'A* ? EiWc i« ’n btt aus i" |j toi* ^”1» j 5ii« > bor. jjj" P, * Darmstadt, 4. Jan. Die Bestimmungen über die Ansprüche der Wittwen und (^amltten-Angehön'gen von im Felde gebliebenen rc. Militärpersonen scheinen, ungeachtet deren Veröffentlichung, noch nicht zur allgemeinen Kenntniß gelangt 2) der Demvbilmachungstag des Truppentheils rc., sofern der Gatte oder Vater nicht unmittelbar im Kriege geblieben oder an den erhaltenen Wunden gestorben ist; 3) der Sterbetag und Ort, sowie die Todesart des Gatten oder Vaters' 4) in welchem Jahre die Wittwe mit dem verstorbenen Gatten sich ver- heirathet, welchen Grad der Letztere damals bekleidet, und ob die Wittwe in ungetrennter Ehe mit ihm gelebt hat; 5J Zahl, Name und Geschlecht der Kinder, welche aus dieser Ehe hervor- gegangen oder aus einer früheren Ehe vorhanden sind, mit genauer Bezeichnung des Jahres und Tages ihrer Geburt; 6) welche dieser Kinder der Fürsorge der Wittwe noch nicht enthoben, welche davon schon versorgt sind, und in welcher Art diese Versorgung statt- gesunden hat; 7) ob und welches eigene Vermögen die Wittwe refp. Kinder besitzen oder durch den Tod des Vaters ererbt haben, und auf wie hoch das Privateinkommen der Wittwe sich beläuft; 8) wenn der Verstorbene Interessent einer Wittwenkaffe gewesen, in welchem Betrage die Wittwe eingekauft worden; 9) in welchem Alter und Gesundheitszustände die Wittwe sich befindet» 10) der künftige Aufenthaltsort der Wittwe und Kinder. Die Richtigkeit dieser Angaben ist entweder von den Truppen-CommandoS, Dienst-, Gerichts- und Ortsbehörden oder von Geistlichen zu atteßhen. DaS zur Begründung dieser Ansprüche geeignete Formularpapier kann bei den Großherzoglichen Kreisämtern unentgeltlich empfangen werden. III. Der Gnaden-MonatSgehalt oder die, je nach der Charge des Ver- lorbenen ein für alle Mal bestimmte Gnade-Unterstützung wird an die Hinterbliebenen Familien (eventuell auch Eltern unv sonstige Verwandte) der bezeichneten Militarpersonen nach folgenden Bestimmungen aus dem Reglement über die Geldverpflegung der Armee im Kriege verabreicht. §• 73 *) Bei dem Ableben eines Gehaltsempfängers (Osficiers oder höheren Mtlitärbe^mten) hört die Gehaltszahlung mit dem Schlüsse des Sterbe- monatS auf. Läßt der Verstorbene Familie zurück, so wird den letzteren für den auf den Sterbemonat nachfolgenden Monat (Gnadenmonat) der bis dahin bezogene Ge- halt des Verstorbenen als Gnadenunterstützung gewährt. §. 110. »*) Bei Todesfällen (von Milttärpersonen vom Feldwebel rc abwärts) findet eine Rückzahlung der bereits empfangenen Defaüenlöbnuna nicht statt. ö haben, und die Ernennungen Moltke's und des Grafen Bismarck zu Ehrenbürgern Offieiclle militärische Nachricht. von Podbielskp. Telegraphische Depeschen. v . Diessei- am 8. etwa 25 Mann, am 9. ganz unbedeutend. Die von Vendöme aus vorgerückten diesseitigen Colonnen setzten am 8. ihren Marsch ohne wesentliche Gefechte bis über St. Calais fort. Vermischtes. " - ! U r L J" „rlrur Beihwifl folgende sehr praktische Bemerkung: Stroh! nur dn ®hnb Stroh jetzt dte bette Lirbe-gabe! Aber sie sei für jeden Krieg-mann, der nach Frankreich geht oder von dort her kommt, ob gesund oder zur Geleitmannschaft gehörig, ob krank oder verwundet und eben so für jeden Ge'angenen! Da- Bund Stroh kostet in Deutschland nur 5 .7- 9 angewandt, wird e- verhindern, daß unseren Mannschaften bei Transporten die Fuße erfrieren und dadurch sie auf längere Zeit dienstuntauglich werden, übet daß Gefangene, die nothwendlger Weise auch bei fortdauernder Kalte au- Frankreich weggeführt werden müssen, leicht gekleidet, wie lle meisten- find, geradezu schon bei einer Kälte von 12 Graden erfrieren. In den in I u.unhft HLtG ti ah au» 3:. _ , r, ___.. , , , , gkgen Cflroint» noch erhöht. Wenn X" M 9 Q?1 Ctr°^ mb mit €tn^ bedeckt und dicht nebeneinander, kann ,- der wohlgenährte Mansch choa im Guterwagen auSbalten. In einem geschlossenen Waaen dritter (^affe. können fich 10 Mann in jeder Abthetlung ganz warm halten mit einem Bund Stroh pr- Mann^ wenn ,le mit 2 bi- 3 Bund den Raum unter den Bänken au-füllen, etwa- Streb auf 9?UnrffV,nb 2 bi6 3 Bund auf ihre Knie legen. Stroh ist jetzt die ^EHvoMe Liebesgabe für alle Soldaten und Gefangene auf den itisenbahnev, und sollte an allen Et.ppenstatwnen und größeren Haltepunkten von jetzt an bi- Anfang März nie mehr fehlen. Da- von hier nach Frankreich mitgenommene Stroh wird dort nochmals und doppelt zur Wohl- that, weil t< selbst für Geld dort nicht zu haben ist. * 9 Decken wurden auf der Fahrt von dm Gefangenen für einige Cigarren u. dergs. tionalgarde verlangten Gelder verweiaerte Aua k , verkauft und es sollen bei der Ankunft nur noch 37 Decken davon vorhanden ge- 4000 Preußen stehen in Bapaume 9 $ * öernelbet, circa wesen sein. Der begleitende Offizier ließ auch eine Anzahl wollener Strümpfe, △ Brüssel. 9. Jan Die Jndevend " c die ihm zu diesem Zwecke zur DlSposttion gestellt waren, verteilen, namentlich an aus Pari«, welcher meldet, daß'General ir u9'm 21 m (Befangene, v.e sich thatsachl.ch ohne solche, barfuß, im Zuge befanden. Anstatt aufforderte. Auf Drängen seiner Colleaen wurde d!m ® £ ä ..*....... äsjuh? tat Saarbrücken, 7. Jan. Au« Versaille« wirb unterm 4. Jan. gemeldet: rönne nur nach der aäntticken Erkckövkuna'"/» ^/Schande der Gapttulahon Da« Unwohlsein de« Prinzen Albrecht (Vater) hat sich al« rheumatische« gie- drei Monaten^iiber Pari«^kommen^ P ® ° Mtfft>urcen' a,f° na* i»“ b>« der herausgestellt. — Der Flügeladjutant Graf Waldersee ist dem Vernehmen a Brüssel 9 ^an T>a« ‘ 2Äta "\"S'w1,*“ ten M.l.tarered,t von 4,,020,000 fl. gewahrt, und ist dem Wunsch der Abge. theilen un« mit, daß den PcVutzen Da« ©»wöge? ber £ f« ordnetenkammer bezüglich der HulfSvereine beigctr-ten. Feuer erwiedern auk.nkaN.il Forts, welche kaum ihr Versailles, 30. Dee. Der „A. Z." wird von hier geschrieben: Daß neben geschlossen^ und Li« Belagerer Ld im 7c S.ückpfor.en »"s Arbeit de» Hauptquartier« König Wilhelm zuweilen auch al« die Franzosen eine Ueberraschung im Sinn« hä I n 6inLe £>Sre b« ©enernllbJ Kaiser de« deutschen Reichs sich zu suhlen und an die Inauguration seiner neuen behaupten, die Commandanien b,r sn,m. Lv . Beneralstab« Wurde zu denken Veranlassung hat, dürfte auch für nicht diplomatisch angelegte Zruöö;n ,; tLK7i^l0il,n '"'w»" deutsche ^'"Uther einleuchtend sein. Auch äußere Anregungen wurden dazu von vielen oder hätten sie einen neuen starken Ausfall im o“, ,’’frenflen' Seiten s»°n geboten. Zunächst ist zwischen den Krönungsstädten bei alten hei«, diese Zweifel ausklären f ®Er,C' 1>lt Zukunft wird gen Reichs ein heißer Wettkampf entbrannt, indem die eine der andern für die bevorstehende Krönung den Rang abzulaufen gedenkt. “ ““v inner inlimjikn marye liegt der Dchieier des vip M pa ’ e Sf ^Cn 0,' 3^nuar. ^zin Laufe der Nacht wurde tiefsten Geheimnisses. Die Frage ist selbst für die hohe Diplomatie noch ein Noli ^ris von ^cn ^teffetttgen Batterien starker beschossen. Der me lungere der feinsten Art, so daß man bis vor wenigen Tagen vergeblich selbst ^br (lafernen im Fort Montrouge währte bis rum Moraen. nach den entferntesten Judicien gesucht hat, und nirgends eine plausible Vermuthung Am 9. wurde wegen dichten Nebels das Feuer lanasamer Unterbalten ^..^"Esch^dung neigen würde" aufzustellen im Stande gewesen ist. Der Feind erwiederte dasselbe nur an vereinzelten Stellen Die Anwesenheit der RelchStagsdrputatio» im Hauptquartier hat eben so wenig tiaer Nerlull < ~ kkwas zur Lüftung des undurchdringlichen Schleier« beigetragen. Nähere Fühlung b "it der geheimnißvollen Frage hat man erst in den jüngsten Tagen erhalten, und zwar durch die bcmerkenswerthe Thatfache, daß nun auch von dem Magistrat von Frankfurt a. M. eine Adresse direkt an den König gerichtet wurde, in welcher die Vergangenheit der alten Reich«-, Wahl- und Krönungsstadt aller deutschen Kaiser seit Friedrich Barbarossa hervorgehoben worden ist. Die Bermuthung, daß Frei- Herr ». Rothschild, der ja Mitglied der Kaiserdeputation gewesen, die Absendung dieser Adresse angeregt oder veranlaßt hat, liegt sehr nahe, und noch näher vielleicht die Schlußfolgerung, daß gute Gründe vorliegen müssen, welche den Magistrat von Frankfurt zu diesem Schritte bestimmt haben. Der Inhalt der Adresse entzieht sich vorerst noch jeder Einsicht, und selbst nach den uns gewordenen Andeutungen wollen wir nicht bestimmt aussprechen, ob Frankfurt eine direkte Bitte ausgesprochen oder die bevorstehende Krönungsfeierlichkeit nur iw Allgemeinen be- rührt hat. Auch jetzt ist die Angelegenheit noch nicht spruchreif, den vor allem Andern muß erst der Friede geschloffen und da« neue Deutsche Reich selbst con- fiituirt sein, ehe sein Kaiser an eine Krönung denken darf. Aber vielleicht ist trotzdem die Angelegenheit schon so weit gediehen, daß das Zünglein an der Waage der letzten Entscheidung unentschlossen nur noch zwischen Berlin und Frankfurt hin- und herzuschwanken scheint. (Fr. Pr.) bevorstehende Krönung den Rang abzulaufen gedenkt. Wie wir vernehmen, soll Batterieen^ und°Fort« von^Par?'bal^n"'am : «$!e au^l ffierm« jeine historischen Ansprüche in dieser Beziehung geltend gemacht Deutschen besehtsn die französische Redoute Rotte Dame und^Clama^"'' der Lutherstadt sollen al« caplaliones benevolenliae mit diesem kühnen auftrj ^rk'sche Gesandte wurden be- fangen im Zusammenhang stehen. Auch Aachen und Regensburg haben sich be- existire keine Differen'i^die Türkei bL ^^bn Karl von Rumänien müht, ihre Ansprüche, Kronungsstadt d7« neuen Kaiser« zu werden, in da« glan. rung Rumänin ° 8r°6'e auf 6it C°nsoli°i. ßkndste Licht zu stellen. Indessen haben alle diese Adressen und Promemorias, wenngleich sie der Lage der ^sache nach auch sehr gnädig ausgenommen wurden, doch nur einen succös d estime errungen, der in dem vorläufigen Bescheid seinen Ausdruck gefunden haben soll: die Angelegenheit sei noch nicht spruchreif! Auf den Ansichten des Königs selbst und seiner intimsten Räthe liegt der Schleier des Amsterdam k. k. 8. 119*8 931, Oberhessen 66* 97 1551/4 k. k. k. k. k. k. k. k. Borsrnuachricbten. 9. Januar 1871. Augsburg Berlin Bremen Cöln Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto 8. 1001/1 S. 997/z 8. 105 S. 967,8 8. 1047/g 8. 88i/4 8. 1O47/8 m. 8. — 1. 8. - 3Mo G. 185Hr Prioritätsloose 1860r Loose 77 lH64r M 111*/i Braunschweiger 17 Stadt Madrid 213 4 » * */0 R n w 3 VjQ/o n Bayer. 5«/0 n Geldworten. Pr. Cassen-Soh. 1 447, g-451/g; Sachs. n — Div. Gassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58*/,—59*/> Pistolen . . 9 46 — 48 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 108t. 9 54 — 56 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankens!. 9 31—32 Engi. Sover. 11 55—59 Buss. Imper. 9 47 — 49 Dollar in Gold 2 27—28 Preuss. 4i/2u o Oblig. 90*/j Frankf. 3*/2 0/0 Obi. 81 Nass. 4i/8 0 Q obl. 92 Kurhess. 4% n 821/4 Gr. Hess. 5% Obl. 100 Actien. Franks. Bank 130 Frankf. Vereins-Kasse 101* 8 Darmst. Bankact. 314 Wien Bankaction 701 Galizien 227 Actien. Oest. Creditact. 236 5% östr. F. St. E. B. 365 Lombard. Bahn 1741/, Ludwigsh.-Bexbach 159*/8 Max bahn 108*/z Bayer. Ostbahn 123 Hess. Ludwigsb.-Act. 133*/, Alsenzbahn-Actien 85' 4 8. — 8. — 8. 95% n **/i % 1jährige 91 «/< „ 40/0 1jährige 85 Vh Würtemb. 4'3% Obl. 90y6 Baden 41/3% Obl. c. E. L. 911 Oeiterr. Silberrente 5-11/4 „ Papierrente 47 w 5°/'o M. steuerf. — Ämerik. Bonds 188lr 971/, n n I882r 95 ■ w 1885r 94% „ w 1887r 941/2 Spanier, neuest. 30/0 30 Prioritäten. 3°/0 öster. Stsb.-Prior. 56 3°/0 öst. s. Lombard 471/4 3% Livorneser 318/4 5°/0 Toscaner 498/4 5% Elisabeth.-Prior. 76 do. II. Emiss. 74 Anleheiialoone. Kurh. 40 Thlr Loose 63'/, Nassau 25 fl. 39i/4 4% bayr. Präm.-Anl. 107 * Ansbacher 7 11. 111/, 1° 0 badischo Loose 1065/s Badische fl. 35 Loose 58' 4 Oestr. fl. 250 v. 1851 69r* 8 4- Paris, 3. Jan. Die Proklamation Trochu's vom 30. Deeember sagt: werden große Anstrengungen gemacht, um die Einigkeit und da« gegenseitige Zutrauen zu brechen, welchem wir e« verdanken, daß wir Paris nach einer Belagerung von 100 Tagen aufrecht und widerstandsfähig sehen. Der verzweifelte Feind hat den Deutschen Paris nicht zu Weihnachten liefern können, wie er es versprochen hatte. Er fügt da« Bombardement zu den verschiedenen Einschüchterung-Versuchen hinzu, durch welche er gesucht hat, die Der- theidigung zu entkräftigen. Man breitet vor der öffentlichen Meinung die Be- schwerden be« außerordentlichen Winter« au«, und schließlich sagt man, die Re- gierung sei in sich getheilt. Die Armee hat in der That große Verluste erlitten. Sie bedarf der Ruhe, welche der Feind ihr durch das heftige Bombardement nicht zuläßt. Aber die Armee bereitet sich mit Beihülse der Nationalgarde zur Action vor. Wir alle werden unsere Pflicht thun. Ich erkläre, es besteht keine Meinungsverschiedenheit in der Negierung, welche eng verbunden ist in der Hoffnung auf Befreiung." Eine Note des „Journal officiell" vom 1. Januar sagt: Der Kricgsrath W Maßregeln beschlossen, welche die Nationalgarde, die Mvbilgarde und die Armee zur thatkrä'ftigen Bertheidigung mit einander verbindet. Das Bombardement hat nur einige materielle Verluste verursacht. Der Verwundeten sind wenige. „Daily News" meldet: Die Franzosen räumten Pont-Andemer und ziehen sich auf Lille zurück. Bourbaki'« Hauptqartier befindet sich in Dijon." "1" Bnissel, 9. Jan. Die „Union" vom 4. d. meldet: „Der Municipal-, ratt> von Gimont wurde durch den Präfekten abgesetzt, weil er die für die Na-,' Allgemeiner Anzeiger. Feilgeboteneo. 59) Maronen (süße italieitische Kastanien), pr. Pfnnd 9 fr., empfehlen I. A- Busch Söhne. 67) Ein Glavter ist billig zu verkaufen. RähereÄ bei der Expcd. b. Bltts. 68) Vier Näder von einem Rollwagen, mit Beschlag, stehen billig zu verkaufen bei H. Mühltch, Wagnermeifter. 95) Frische Sendung Englischer Hlsquh . als: JVli&cd, Combliindon, Fancy Sweet, Spange Husk, Albert, Milk, tiInger Nutz, Al'rienin otc., sowie ii<*lite Wiener 11 allein, empfiehlt hiermit bestens K«L Und, Hofconditor. Georg Nenzel «Maschinenfabrik.) 96) Eine tüchtige Köchin sucht zum so Für den Vorstand: I. Haustein, Vorsitzender. In Giessen ankomineiKie und abgehende Eisenbahnzüge Adolph Noll, Neue Anlage. Vermischte 'Anzeigen. 33) Ein junger Mann mit schöner Handschrift, im Frucht-, Speditions- und Weingeschäft bewandert, sucht Stellung in einem Fabrik- oder Engros - Geschäfte. Näheres bet der Expedition d. Blatts. 31) Ein möblirtes Zimmer zu vermie- then bei W. Rühl Erben, Seltersberg. 4008) Eine neu eingerichtete Wohnung mit 3 Zimmern, Vorplatz, großem Boden, Aussicht in das Freie, ist zu vermiethen. Ein großes Zimmer davon kann allenfalls möblirt abgegeben werden. Emil Pi stör- 77) In Lit. D. Nr. 79 ist ein Familienlogis, sofort beziehbar, zu vermiethen. Normalgewicht ver Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. 3) Tantieme des Vorstandes und 4) Wechselincasso. Gießen, den 7. Januar 1871. Vermiethungen. 97) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen in Lit. C- Nr. 8. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pi stör. Alleinige Jnseraten-Pacht: Fliegende Blätter", „Kladderadatsch-" „Figaro Mühlenverkauf 91) Eine neuerbaute Mühle, bestehend aus zwei Mahlgängen, Oel- und Sägewerk, ist für 5000 fl. zu verkaufen. — Zu erfragen bei I. Hoch bäum zu Homberg a. d. Ohm. 83) Zwei ledige Herren können Logis erhalten bei Corsettenmacher Vetzberg er Wittwe, Mühlgasfe. g Mein Tuch - und Bukskin Lager, zu billigen und festen Preisen, empfehle bestens. Verkäufe und Verpachtungen von Gütern^ Grundstücken, Fabriken 1 Gasthäusern etr.1 Licitationen, Gesuche und Offerten jeder Art, Familien-Nachrichten^ Engagements etc. betreffende Ankündigungen werden ohne Provision oder Porto-Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten erfolgreichsten Zeitungen prompt und exact befördert durch Rudolf Moste, Annoncen-Expedition, 45 Zcil, Frankfurt a. M., Zeil 45, gegenüber der Post. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original-Preis-Courant und Anschläge gratis und franco. NB. Meine Provision beziehe ich als osfieieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Gewerbebank. 78) Die auf den 30. v. M. angesetzt gewesene, aber wegen eingetretener Hindernisse nicht abgehaltene Generalversammlung, findet nun Mittwoch den 11. d. M., Abends 8 Uhr, in dem kleinen Leib'schen Saale statt. Tagesordnung: 1) ErgänzungSwahl des Vorstandes, 2) Stellung unter das Genossenschaftsgesetz, in Folge davon Abänderung der Statuten, Frucht- und Mehlpreise in verstossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. 61) Häckselmaschinen, Dickwurzmühlen, Oelkuchen- SptNgler, brecher der verschiedensten neuesten Constructio», stets vorräthig bei am liebsten verheirathete, können dauernde G,°rg (WmenWl.) ........ ----------------------------------7 ~7 ' "T*e TT ! bei der Annoncen-Expedition von Haa-!fortigen Eintritt senstcin K» Vogler in Frankfurt a. M.! 98) Holz und Braunkohlen verkauft P. Herbert, Neuenweg. 94) Ein sehr guter Hofhund ist zu verkaufen bei Zimmermeister Georg Herbert. 87) Ein Schuhmacher-Werktisch, zwei Fenstertritte und ein Canarienvogel ist zu verkaufen bei Georg Mootz Wittwe, Sand gaffe. Von Cassel ankommend : Güterzug Personenzug mit Pers.-Bef. Personenzug Schnellzug I. II. 111. CI. II. III. CI. I. II III. CI. I. 11. HL CI. Vorm. Nachm. Nachm. Abels. 1121 12'4 4'6 7<“ * Main - Weser - Eisenbahn. Nach Cassel abgehend : Güterzug mit Pers.-Bef. Personenzug Personenzug Schnellzug I II. III. CL I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CI. Vorm. Vorm. Nachm. Abds. 88 932 445 728 Nur bis Marburg gehend : Güterzug mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. Abds. 1113 Nur von Marburg kommend : Gemischter Zug mit Pers.-Bef. I. 11. III. CI. Vorm. 5'5 Nach Frankfurt abgehend: Gemischter Zug Güterzug Güterzug mit Pers.-Bef. mit Pers.-Bef. Personenzug mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CL II. III. CL Vorm. Vorm. Vorm. Nachm. 521 7 1131 1? Personenzug Schnellzug I. II. III. CL I. II. III. CL Nachm. Abds. 426 739 Von Frankfurt ankommend : Güterzug mit Pers.-Bef. Personenzug I. II. III. CI. I. II. III. CI. Vorm. Vorm. 723 9'7 Güterzug Güterzug Personenzug Schnellzug mit Pers.-Bef. mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. I. II. HL CI. I. II. HL CI. I. 11. 111. CI. Nachm. Abds. Abda. Abds. 430 720 940 10 »3 Von Deutz (Köln) ankommend: Personenzug Personenzug Personenzug I. II. III. IV. CI. I II. III. IV. CI. 1.11. III. IV. CI. Vorm. Nachm. Abds. 1)23 350 1035 Köln-Giessener Eisenbahn. Nach Deutz (Köln) abgehend : Personenzug Personenzug Personenzug I. II. III. IV. CL I. II. III. IV. CL I. II. III. IV. CL Vorm. Mittags Nachm. 615 12 440 Von Lauterbach ankommend : Gemischte Züge mit Personen-Beförderung I. II. III. CI. Vorm. Vorm. Abds. 8 llis 720 Oberliessische Eisenbahnen. Nach Lauterbach abgehend : Gemischte Züge mit Personen-Beförderung I. II. III. CL Vorm. Nachm. Abds. 837 138 745 Von Gelnhausen ankommend: Vorm. Nachm Abds. 1057 310 7'5 Nach Gelnhausen abgehend: Vorm. Vorm. Nachm. 710 1135 21 Nur bis Nidda (Bad »Salzhausen) gehend: Abds. 8 Nur von Nidda (Bad Salzhausen) kommend: Vorm. 650 Fruchtmärkte. Jan. Waizen. Aus nein Mit.- Korn. Gerste. Spelz. Hafer. Erbsen. Linsen. Wicken. Kartoffeln. Weißmehl. Roggen mehl. Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Marft Mit-- preis Auf dem Markt Mil. preis Auf dem Marft Mtt^ preis Auf dem Markt Mb- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem! Markt 1 Mit.- preis Markt preis -W 1 -jnv 1 verk. fl. fr. pö -jnv l-jua fl. fr. a o- 1 , । verk. fl. fr. iauf- gef. Q fl. fr. auf- gef- i fl. fr. auf: gef. perf. fl. fr. laus- S=f- verk. fl. fr. auf- gef- । verk. fl. fr. auf. gef- p fl. fr. fl. fr. fr. Gießen M. M- M- M. M. M. M. M. M. M. M. M- M. M. M. M> M. Alsfeld — 12 9 13 30 31 31 10 30 8 8 7 5 — — — — 16 16 5 10 2 2 10 20 Grünberg 7. — 41 14 36 — 48 11 25 — 9 7 50 — — — — 59 5 34 Lauterbach — 8 4 13 54 20 17 11 31 4 4 7 20 — — — — 5 — — — 3 3 11 30 8 8 2 10 — — _ _ Mainz 6. — 33 12 31- — 6 11 30 — — — — — — — — 1 5 — — — — — — — — — — — — — 1 5 20 — — — — Redaction, Druck und Verlag der Brübl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.