ver- "tz P »in «ns ck A 1frt der hiefiM 3. Xmn. ■ Lagerbier in ?n 11. Sev- bir.: Ä :eott [ Jutft. Mer M'. Mustek' f rieb, nboi ;rforgt__ m.n g. N-rA xüfseldori "•'n C’- Eckß 7 PnJ kon !' ^lvohnun^ ’niininflen-" jrUllerist» " Preis vierteljährig 1 fl- 12 ft. mit Bringerlohn. Durch dir Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Au» nähme MontagS. Expedition: Eanzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 21«. Sonntag den 10. September 1871. Bestellungen auf -en Gießener Anzeiger ÄL ÖÄXÄ?au* Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für den Monat September zu 20 kr. t Die sociale Frage. Kurz vor dem Ausbruche des deutsch-französischen Krieges fehlte es nicht an Stimmen, welche auf die Thatsache hinwiesen, daß die europäische Gesellschaft an einer Krisis angekommen sei, denn der tiefer Blickende wurde durch das Bild des Friedens, welches Europa noch im Juli vorigen Jahres bot, nicht getäuscht, für ihn unterlag es schon damals keinem Zweifel, daß das politische Mittel des Krieges gegen die sociale Propaganda ins Feld geführt werden sollte. In Frankreich argumentirte man ganz ungenirt folgendermaßen: das Kaiserreich ist erschüttert, es bricht zusammen, es wird von den socialistischen Massen überfluthet, wenn es nicht durch auswärts errungene „Gloire" neue Lebenskraft gewinnt. Der Krieg erschien mithin als das einzige Mittel, um die sociale Bewegung lahm zu legen und auf Jahre hinaus unschädlich zu machen. Nun gut: der Krieg ist geführt worden und er hat scheinbar seinen Zweck erreicht. Man hat die Gluth des Krieges so lange erhitzt, bis die socialen Leidenschaften in Paris sich Luft machten und hinterher in Blut erstickt werden konnten. Herr Thiers betheuert, die Ruhe sei für immer gesichert, und in der That ist Frankreich ruhig, die Gesellschaft darf sich vollkommen sicher fühlen; allein Herr ThierS, während er behauptet, die entartete Welt wieder in die Angeln gehoben zu haben, befindet sich selber ohne jedweden Stützpunkt. Die Thatsache ist doch jedenfalls unleugbar, daß nach dem Kriege die socia- | listische Agitation ihr Haupt kecker, ja siegesgewiffer erhebt, als sie es vor dem Kriege und vor der Niederlage der Pariser Eommune wagte. Dieser Thatsache muß man ins Auge sehen, man darf die auffallende Erscheinung nicht zu vertuschen suchen, daß die socialistischen Bestrebungen, die man beseitigen wollte, sich heftiger als je bethätigen, und daß der Krieg somit seinen Zweck verfehlt hat. Roch weniger aber darf man sich verhehlen, daß die sociale Frage ihren Charakter vollständig verändert hat. und heute mehr als \t das Staatsgebäude in seinem Fundamente angreift. Vor dem Kriege bewegte sich der deutsche SocialismuS innerhalb des staatlichen Lebens und des Umkreises der Gesetzgebung, das allge- »eine Wahlrecht stand auf seiner Fahne, vermittelst der Wahlen und Abstimmungen hoffte er seine Ziele zu erreichen; jetzt stellt er sich allem, war politisch heißt, mit einer Kriegserklärung entgegen, jetzt schreit er nach dem Umsturz aller staatlichen Einrichtungen, weit er nur so die Lösung der socialen Frage glaubt erreichen zu können. Der „Deutsche ReichSanzeiger" veröffentlicht nachstehende kaiserliche Dankes- kundgebung: „Aus allen Theilen Deutschlands sind Mir bis zur neuesten Zeit Telegramme über den warmen und freudigen Empfang zugegangen, welche den heimkehrenden Kriegern bei der Rückkehr in ihre Heimath bereitet worden ist. Neben dem erhe- • benven Bewußtsein, an der Größe und Einigung Deutschlands mitgewirkt zu haben, wird jeder von ihnen in dieser Aufnahme den Ausoruck der Dankbarkeit trblicken, welche das Vaterland ihnen zollt, und darin zugleich die Anerkennung finden, die ihnen nach so mühevoller Ausdauer und bewunderungswürdigen Thaten gebührt, — Thaten, deren folgenreiche Bedeutung unausgesetzt lebhaft gewürdigt vie gegenwärtig bei der Wiederkehr der glorreichen Tage von Gravelotte und Sedan Mir zahlreiche Glückwünsche von den verschiedensten Seiten her bekundet haben. Mit dem herzlichen Danke für diese begeisterten Zurufe drängt es Mich, über die feierliche Bewillkommnung unserer braven Truppen Meine volle Befriedi- gung auszusprechen. Bav Gastein, den 4. September 1871. Wilhel m." Der Erlaß des bayerischen CultuSministerS ereifert das ultramontane Münchener «Vaterland" so sehr, daß es in folgenden Wuthanfall geräth: Die StaatSgefähr- üthkeit des Dogmas von der Unfehlbarkeit ist also unzweifelhaft, er hat'S gesagt, unser Herr v. Lutz, dessen Unsehlbarkeit zwar durch kein Dogma definirt, für einen guten liberalen Unterthan aber über jeven Zweifel erhaben ist. Wir sind begierig, Var nun geschehen wird, und ob nun Alle, welche die staatsgefährliche neue Lehre ton der Unfehlbarkeit gegen den Willen des Herrn v. Lutz lehren und verbreiten, geköpft, gebraten, in Petroleum blau abgesotten ober bloS eingefperrt und nach den Artikeln unseres humanen Strafgesetzbuches gemaßregelt werten. Jedenfalls können die Bischöfe, welche, wie Herr v. Lutz öffentlich behauptet, aber freilich nicht deviesen hat, bereits gegen den Staat gefrevelt unv die Verfassung verletzt haben, als Staatsverbrecher und DerfaffungScerletzer niä t leer ausgehen, nicht ungeschoren davon kommen, denn in einem Rechtsstaats, der Bayern ist, sind vor dem Gesetze !llle gleich, gibt es kein Ansehen der Person. N ichvem Herr v. Lutz diese schwere Anklage öffentlich erhoben hat, muß er a ch nach seinen scharfen Worten hanteln, dill er sich nicht einer Inkonsequenz schulvig machen, auf die sich später Jever berufen konnte, der vor's Schwurgericht kommt. Also, nicht b'os bange machen, soiivern hanteln, konsequent, entschieten, rückuchtSlvS handeln! E.n Bischof vor dem Schwurgerichte, ein eingesperiter Bischof — et, das macht eine ganz andere Wirkung als ein eiugespentcr Psa.r.r o.er Caplan oder gar ein armer Redakteur, der sich zu weit ins Feuer gewagt, da er für Andere draus Kastanien holen wollte. Da kann die Regierung ihren Muth, ihre Tactfestigkeit und Consequenz zeigen, und wir werden uns freuen, venn aus dem Kerker wird ein gemaßregelter Bischof der katholischen Kirche die Freiheit bringen. Ueber den Schlußact in den Verhandlungen gegen die Pariser Insurgenten gibt der Berichterstatter der „Times" einen trefflichen Bericht, welchem wir Fol- gendes entnehmen: „Das lange Warten auf den Urtheilsspruch, für Jedermann äußerst ermuvend, muß für die Verwandten und Freunde der Angeklagten, von denen nicht wenige im Gerichtssaale waren, geradezu schrecklich gewesen sein. Die Schwester Ferre's erregte allgemeine Aufmerksamkeit, zum Theil wegen des schrecklichen Schicksals, welches man mit Gewißheit für ihren Bruder erwartete, zum Theil aber auch, weil Gerüchte im Schwange waren, baß sie, falls er zum Tode verurtheilt würde, beabsichtige, sich zu erheben und den Richtern öffentlich mit ihrer Rache zu drohen. Endlich, nachdem selbst die Sanguiniker aufgehört halten, noch an diesem Tage das Fällen des Urtheilsspruches zu erwarten und eine Proße Anzahl der Verzagenden bereit- weggegangen war, öffnete sich die Thüre, welche den ganzen Tag hindurch so ängstlich bewacht worben war, und erschienen die Richt'-r. Sie sahen blaß und abgemattet aus, wie sich dies nach einer dreizehn- stündigen Berathung leicht denken läßt. Schon die vierwöchentlichen Vcrhanblun- gen hatten ihn.'n genug angethan. Es war eigenthüml'ch, Woche für Woche die Veränb.rung wahrzunehmen, welche die langen Sitzungen in einem überfüllten GericNSsaale, verbunden vielleicht mit der anspannenben Natur der vorliegenden Arbeiten, bei den meisten hervorgebracht haben. Einige der Gefangenen Haden sich ohne Uebertreibung dermaßen verändert, als ob ganze Jahre über ihnen hinweg- gezogen wären, und ein abgematteteS, sorgenvolles Aussehen hat sich selbst dem Gesichte der Richter ausgeprägt. Die Ceremonie des Urtheilsspruches war in einigen Beziehungen durchaus interessant und imponirend, in andern jedoch so langweilig und voll von kaum verständlichen Formeln, daß gegen Ende selbst die Feierlichkeit der Gelegenheit nicht mehr im Stande war, die Aufmerksamkeit der Zuhörer ganz gefesselt zu halten. Das Imposante wurde durch die Dunkelheit vielleicht noch vermehrt. Man denke sich einen langen, hohen Raum von einer ängstlich harrenden Volksmenge überfüllt und nur am oberen Ende spärlicherleuchtet. Am unteren Ende flackern auf einer Gallerie längs der Wand zwei vereinsamte Kerzen, welche gerade Licht genug geben, um die nächsten Gegenstände in ein um so tieferes Dunkel zu hüllen. Die Mitte der geräumigen Halle ist gar nicht erleuchtet, und nur mit Mühe kann man unterscheiden, daß sie mit einer wirren Masse ängstlich lauschender Zuhörer angefüllt ist, die in athemlosem Schweigen der Stimme dcs Präsiventen folgt, oder wenn diese Stimme einen Augenblick lang innehält, sich von der Spannung steter Aufmerksamkeit erholt, um eine Haltung der Erleichterung anzunehwen. Gegen das obere Ende der Halle zu, wo diese bis zu einem gewissen Grade durch zwei ober drei Lampen und etliche zwanzig Kerzen erleuchtet ist, werden blaffe Gesichter durch das Halbdunkel sichtbar, und am äußersten Ende steht hinter einem langen Tische die Hauptfigur der ganzen Scene, der Präsibent, vorne Übergeneigt, um bei dem Scheine der vor ihm flehen» Den Lampe das Aktenstück zu verlesen, in welchem das Geheimniß verborgen liegt. Zu jeder Seit: neben ihm flehen, bewegungslos wie Standbilder, drei Mitglieder oes Gerichtshofes und unten an den Stufen, die zum Präsivententifch führen, stehen statuengleiche Figuren, deren Bajonnette die flimmernden Lichtstrahlen zurück- spiegeln. Für das Auge war die ganze Scene allerdings eigenthümlich imposant, aber der Deistand hatte hart zu ringen, um den ungemein langweiligen Förmlichkeiten einig, s Interesse abzulocken. Der Präsident hatte 500 Fragen über die verschiedenen Angeklagten zu verlesen, und so schnell er dies cuch that, nahm es eine ganze Stunde weg. Das Beantworten der Fragen nahm eine weitere halbe -stunde weg, und so waren anderthalb Stunden geradezu mit kaudermälschen Formeln verschleudert worden. Endlich kam derjenige Theil, den wir Alle so ängstlich erwartet hatten, und die Stille wurde plötzlich so tief, als ob Niemand auch nur zu uthmen wagte, so daß man das leiseste Flüstern im ganzen Saale hatte vernehmen können. Nach kurzer Einleitung verlas der Präsident den Urtheils» sprach. Als Ferre zum Tode verurtheilt wurde, drehte ich mich um in ver Erwartung, einige Sensation wahrzunehmen; ober Jedermann hatte diesen AuSgang mit solcher Sicherheit erwartet, daß die Ankündigung nicht den mindesten Eindruck hervorrief. Ein Gleiches galt bei Verkündigung Der Übrigen Uitheilssprüche; nur die Verurthcilung Lullier's zum Tode verursachte Das, was die Franzofen so treffend mit dem Worte „Sensation" bezeichnen, wenn eine große Volksmenge plötzlich unv gleichmäßig von derselben Aufregung ergriffen wird, wenn Jedermann weiß, daß sein Nachbar genau fo fühlt wie er, obwohl Keiner von Buden seinem Gelühle Ausdruck zu geben vermag. Lullier'« Urtheil hat I tcrmann in Erstaunen gefitzt; Keiner kann glauben, daß er hingerichtet Werren wird, und die Regierung ist verpachtet, seinen Fall in nochmalige Erwägung zu ziehen." Berlin, 5. September. Die ultramontane „Germania" erklärt den Erlaß des bayerischen Cultus - Ministers für eine offene Kriegserklärung, für den den Katholiken hingeworfenen Handschuh. „Daß man denselben nicht liegen läßt, de. darf keiner Versicherung, daß man in unserem Lager den Kampf aufnimmt, und zwar sofort und mit aller Energie, ist selbstverständlich. Haben wir bisher die Politik des AbwartenS anempfohlen, haben wir in diesem Falle, wie überhaupt stets, unseren Parteigenossen von jeder Provocation abgeratben, so halten wir nunmehr für unsere Pflicht, die kraftvollste Verteidigung aller Positionen anzu- empfehlen, keinen Schritt zurückzuweichen und Herrn v. Lutz zu beweisen, daß die Kirch: und ihre Institutionen nicht von seiner subjektiven, aus der sog. ConcilS- Litcratur geschöpften Ansicht abhängig sind." t Berlin, 7. September. Mit Rücksicht auf die während der Dauer des Krieges gebotenen Vorsichtsmaßregeln in Bezug auf die öffentlichen Kaffen waren u. a. auch die Hauptkaffeu der Konigl. Eisenbahn-Verwaltungen angewiesen worden, die Zurückhaltung aller irgend entbehrlichen Baarbestände zu vermeiden und namentlich die vorhandenen Überschüsse regelmäßig zweimal wöchentlich an tik Generalstaatskaffe obzuliefcrn. Auf Grund einer Verständigung zwischen dem Finanzminister und dem Handelsminister ist diese außerordentliche Maßregel wieder außer Kraft gesetzt worden und cS kommen von jetzt ab lediglich die vor dem Kriege in Bezug auf das Kastenwesen der Eisenbahnen gültigen Bestimmungen zur Anwendung. München, 1. September. Vor ein paar Tagen fand beim königlichen Bezirksgerichte Deggendorf eine Strafverhandlung gegen einen niederbayerilchen Pfarrverweser wegen Übertretung des Versammlungsgesetzes vom 26. Februar 1850 statt, weil er zur Feier des 25jährigen Papstjubiläums eine Precession im Freien abgehalten harte, ohne die vorgeschriebene ortspolizeiliche Genehmigung hiefur erhalten zu haben. Im Gcgentheil hatte er, von der Distrikts-Polizeibehörde hierzu aufgefordert, derselben geantwortet: „Die Zustimmung der Gemeindeverwaltung zu erholen, findet sich das gefertigte Pfarramt um so weniger veranlaßt, als jede Gemeinde, welche, wie die hiesige, katholisch ist und bleiben will, nach den kerch- lichen Disciplinargesetzen verpflichtet ist, den oberhirrlichen Anordnungen in kirchlich-religiösen Dingen 60 ipso Folge zu leisten. Uebrigens ist sowohl die Abhaltung der Procession von der oderhirtlichen Stelle aufgetragen, als die bloße An- zeige bei der Distrikts-Polizeibehörde gemacht worden." Hieraus ist also unzweifelhaft zu ersehen, daß nach Ansicht des Pfarrverwesers der Vorstand einer Orts- behörde in Sachen des Vereins- und Versammlungswesens seine Verhaltbefehle nicht vom Gesetze, sondern vom Pfarramte, beziehungsweise Ordinariate, zu empfangen hat. Aber das ist noch lange nicht alles. Bei der in Frage stehenden Verhandlung wurde noch ein zweites Schriftstück verlesen, das womöglich noch eigsnkhumlicher ist. Es besteht in einem Schreiben des bischöflichen Ordinariats Passau vom 24. Juli 1871 an den Staatsanwalt, ist vom Generalvicar unterzeichnet , bestätigt den Schlußsatz des pfarramtlichen Schreibens und fügt dann weiter bei, ,,daß der beschuldigte Psarrprovisor nicht bloS alle kirchlichen und ober* hirtlichen Weisungen mit gewissenhafter Treue befolgt, sondern auch allen gesetzlichen und staatlichen Vorschriften, die er als zu Recht bestehend erkennt, unweiger- lichen Gehorsam zu leisten pflegt." Diese beiden Aktenstücke enthalten den besten Commentar zum VerfaffungSerde des CleruS, welcher ihn verbindet, die Gesetze auf das Pünktlichste zu beachten, sobald der einzelne Cleriker die Gesetze anerkennt, ihn aber zugleich über das Gesetz stellt, sobald der einzelne Caplan das Gesetz nicht anerkennt, und bedürfen wir kaum weiterer Angaben zur Charakterisirung der hierarchischen Anmaßungen und Uebergriffe. München, 8. September. Um 10 Uhr 45 Min. traf, von Salzburg kom- wend, der deutsche Kaiser hier ein und wurde von einer unzähligen Volksmenge mit brausenden Hochrufen empfangen. Auf dem Perron des festlich geschmückten und beflaggten Bahnhofes waren zur Begrüßung des Kaisers die hier anwesenden Mitglieder des Königshauses, die Minister, die Gesandtschaften, die Generalität und die Spitzen der städtischen Behörden erschienen. Bei dem Einlaufen des Zuges in die decourte Ankunftshalle intonirte eine Militärkapelle die preußische Volkshymne. Nachdem der Kaiser ein Dejeuner eingenommen hatte, setzte derselbe um 11 Uhr 20 Min. die Reise nach Hohenschwangau fort. Wien, 7. September, Abends. Dem „Telegraphen-Correspondenz-Bureau" wird aus Salzburg von angeblich gutunterrichteter Seite gemeldet: Als Resultat der früheren Besprechung in Gastein und der neuerlichen Begegnung der beiden Kaiser in Salzburg wird die offene Bezeugung des Anschlusses Oesterreichs an das deutsche Reich zu Zwecken der Friedenserhaltung bezeichnet, ohne daß es zum Abschlüsse eines Vertrages oder sonstigen Uebereinkommens gekommen wäre. Als Conssquenz des betätigten österreichifch-deutschen Freundschaftsverhältnisses gilt die Verständigung über die Notwendigkeit einer gemeinsamen Prüfung jeder in Zukunft auftauchenden politischen Frage. Auch wurden die Verhältnisse der Internationalen in den Kreis staatsmännischer Besprechungen nicht nur bezüglich einer etwa notbwendig werdenden Abwehr, sondern auch bezüglich einer möglichst positiven Lösung der socialen Fragen gezogen. Salzburg, 8. September. Die Abreise des deutschen Kaisers nach München erfolgte heute früh 7 Uhr, nachdem die beiden Monarchen den herzlichsten Abschied genommen hatten. Versailles, 7. Sept. Der Municipalrath hat heute Thiers anläßlich der Ernennung desselben zum Präsidenten der Republik beglückwünscht. In seiner Antwort betonte ThierS, baß er hoffe, die Zukunft werbe sich günstig gestalten, es werde gelingen, die moralischen und materiellen Uebelstände des Landes zu heilen und Frankreich den ihm gebührenden Rang zurückzugewinnen, indem man die ganze Kraft der Nation entfalte; die neue Regierungsform werde sich in friedlicher und ruhmvoller Weise befestigen. London, 7. September. In der Kohlenzeche Moß bei Wigan fand eine Explosion statt, durch welche 69 Personen getobte! wurden. Die Ursache der Explosion ist noch unbekannt. Konstantinopel, 7. Sept. Der Sultan hat Mahmoud Pascha zum Groß- vezier ernannt, roie man versichert, einem Wunsche des verstorbenen Aali Pascha entsprechend. Große Veränderungen im Cabinet werden erwartet. Es heißt, Djemil Pascha werbe das Portefeuille des auswärtigen Ministeriums erhalten. DaS Eisenbahnunglück bei Seclin. Heber das Eisenbahnunglück von Seclin sind nähere Nachrichten eingetroffen. Es bestätigt sich leider, daß die beunruhigenden Gerüchte, welche über dieses Er- eign ß am Morgen des 5. September in Lille umgetragen wurden, nicht übertrieben waren. Der Unfall bestand darin, baß der Personenzug, welcher in Lille um 9 Uhr 50 Min. anzukommen pflegt, von einem Eilzuge, dessen Ankunftszeit in obiger Stadt auf 10 Uhr 40 Min. angesetzt, gefaßt und entzwei geschnitten wurde. Der Unfall wurde dadurch eingeleitet, so schreibt das Echo du Nord, daß oer Personenzug die Station von Douai um 49 Minuten zu spät verlassen hatte. Der nach seinem Abgänge in Douai anlangende Schnellzug wurde in unverantwortlicher Weise obne Rücksicht auf diese Verzögerung weitergeschickt und langte im Bahnhofe von Scclin an, bevor der erstrre Zug Zeit hatte, sich vollständig auf ein anderes Schienengeleise zu bergen. Er befand sich in diesem Augenblicke gerade quer über dem Wege, den der Expreßzug verfolgte, und dieser warf, mit voller Kraft anfahrcnb, den anderen Zug mit einem schrecklichen Stoße auseinander und ifrtrümmerte drei Waggons vollständig. Die Achse eines zerschmetterten Wagens bohrte sich in die Lokomotive des ExpreßzugkS ein, so daß viele Personen, welche dem Tobe entgangen waren, durch Dampf und siedendes Wasser verbrüht wurden. Nachdem die Zeugen des Unfalles sich von der Betäubung des ersten Schreckens erholt, dachte man daran, den Unglücklichen zu Hülfe zu kommen. Aber welch' ein Anblick! Unter den Splittern der drei zertrümmerten Waggons sah man zerrissene Theile menschlicher Körper, blutige und in unförmliche Klumpen verwandelte Leichen, wimmernde Sterbende; und zu diesem Anblick, vor dem bas Auge sich entsetzte, kam das schneidevde Schmerzensgeschrei derer, welche die furchtbare Qua! empfanden, lebendig verbrannt zu werden. Man zog die Unglücklichen aus den rauchenden und in heißem Wasser und Blut liegenden Trümmern hervor. Vier Personen waren sofort tobt, fünf andere sind mittlerweile ihren Schmerzen erlegen, und die Zahl der schwer Der- letzten beläuft sich auf 75, derer nicht zu gedenken, welche bloße Contusionen davon getragen haben. Verwundete und Leichen wurden in langer Reihe auf den Perron des Bahn- Hofes gelegt. Die Leichen waren schrecklich verstümmelt und ihre vom Dampfe verbrannten Gesichter schienen mit einer Blutmaske bedeckt zu fein. Das Wimmern der Verstümmelten mischte sich zu den Rufen der dem Tode Entronnenen, welche in dem Dunkel einander suchten. Zwölf Verwundete wurden von Privat- leuten , die übrigen im Hospital von Seclin untergebracht. Die meisten Verätzungen sind lebensgefährlich, doch stammt die Mehrzahl nicht von dem Stoße an und für sich, als vielmehr von dem siedenden Wasser her, welches der Loco- motive entströmt war. Zwanzig Verwundete waren in der Lage, Seclin zu verlassen. Von acht Leichen hat sich die Identität noch nicht constatiren lassen. Wird dieses schreckliche Unglück endlich wohl denen zur Warnung bienen, denen bei den heutigen Verkehrsverhältrussen die gefunden Glieder und das Glück so vieler Mitmenschen anvertraut ist? Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieren. a. Evangelische Gemeinde. Kopulirte. Den 7- September. Georg Otto Eduard Florenz Sartorius, Mechanikers zu Göttingen, des verstorbenen Bürgers und Unioersitäts-Uhrmackers zu Göttingen, Johann Georg Sartorius, ehelicher Sohn; und Louise Auguste Rudolph, des verstorbenen Bürgers und Jnstrumentenhändlers, Heinrich Rudolph, eheliche Tochter. Getaufte. Den 3. September. Dem Bürger und Buchhalter, Karl Pietsch, ein Sohn, Heinrich Friedrich, geboren den 1- Juli. Denselben. Dem Bürger zu Alt-Buseck und Handclsgärtner dahier, Kaspar Becker, eine Tochter, Elisabeth Friederike, geboren den 5. August. Denselben- Dem Bürger zu Lampertheim und Weichensteller an der Main- Weser-Bahn dahier, Jacob Wegerle, eine Tochter, Karoline Elisabeth, geb. den 15. Aug Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Gustav Ubrich, ein Sohn, Adalbert Heinrich, geboren den 7. August. Denselben. Dem Bürger zu Jugenheim, Kreis Bensheim, und Buchhalter an der Oberhessischcn Bahn dahier, Karl Ernst Frank, ein Sohn, Karl Wilhelm, gfr boren den 6. August. Denselben. Dem Bürger zu Kinzenbach und Gastwirth dahier, Jacob Kahl, eine Tochter, Elisabeth Margarethe Johannette, geboren den 22. Juli. Den 5 September. Dem Bürger, Metzgermeister und Wirth, Ernst Jughard, ein Sohn, Julius Wilhelm Karl Heinrich, geboren den 5. August. Beerdigte. Den 3. September. Georg Reiber, Bürger und Rentner dahier, alt 71 I 3 M- 18 T-, gestorben den 1. September. * Denselben. Johann Heinrich Becker, Bürger zu Schlitz und Bahnwärter an der Main-Weser-Bahn dahier, alt 63 I. 4 T-, gestorben den 1. September. Denselben. Johann Philipp Willstrum.ps, des Bürgers und SpenglermeisterS, Friedrich Willstrumpf, ehelicher Sohn, alt 2 M. 27 T-, gestorben den 2. September. Den 4. September. Karoline Marie Wilhelmine Schürz, des Bürgers und Drechslers, Friedrich Schürz, eheliche Tochter, alt 4 M- 24 T-, gestorben den 3. September Denselben. Juliane Georgine Johanna Stamm, des verstorbenen Bürgers und Zimmermanns, Johann Balthasar Stamm, eheliche Tochter, alt 12 I. 6 M- 10 T- gestorben den 3. September. Denselben. Anna Elisabeth Stauß, des Bürgers zu Ossenheim und Telegraphisten dahier, Johann Paulus Staufi, eheliche Tochter, alt 8 M- 20 T-, gestorben den 3. September. Denselben- Georg Friedrich Stohr, des Bürgers und Schuhmachers, Karl Stohr, ehelicher Sohn, alt 2 I. 6 M- 19 T-, gestorben den 3. September. Den 5. September. Adolf Justus Christian Karl Müller, des Burgers zu Alt-Buscck und Vorstehers des Dienstmann-Jnstituts dahier, Philipp Müller IV., ehelicher Sohn, alt 6 M- 25 T-, gestorben den 3- September. Denselben. Karl Martin Christian Löber, des Bürgers und Bahnhossarbeiters, Daniel Löber, ehelicher Sohn, alt 6 I 8 M. 20 T-, gestorben den 4. September. Den 7. September. Friedrich Höpfner, des Bürgers zu Minden und Zugführers an der Oberhessischen Bahn dahier, August Höpfner, ehelicher Sohn, alt 5 M- 2 T., gestorben den 6. September- b. Katholische Gemeinde. Nichts angemeldet. 3760) ®« Qeitpuiifa fln . der Eichor" hiirfeil so Mchlk 1 E*«’* SÄ geringe 6' Friedrich ®(1U »ichk übertragen ist jungen 6efinbel’' Gieße«, den Edicta 3807) D°°id Müller von ijittf 1820, Sohn des oe I ienmachers David | oor länger als 20 lusgemandert, ohne kund werben zu Iahe feinen präsumtiven^ haben, ihnen .zwei i Menen bisher ci Vermögens zur Nutz' )U überweisen, bieie norden ist, so wert nannte David Edu ober dessen etwa vi aufgefordett, sich b t>. 3-, Vormittags i MMen Behörde zu Bennögens zu melö gern Gesche stattgeg Marburg, am 4. 1 Königlichliches i M- i den Ri-Ci'ä L^s a *« rollen in pfe 3’!obi11 p*« S6|!ue«. Mä"* Men, den c & ^erzoglj^ Versteh . 3*153) D'nMtz V ioli aus dem Ruth, von Barrieren an zanM iSWendei rvritzrn Erde) der erforderliche Zimmerarbeit, ver Schlosserarbeit, veMgert werden. yen, den 6. ( Moßherzogliche j | Mm auf dchA bongen Grundstücke i - b'-wen versteigert Unbare Gebote I sogleich erfol 1 Men, den 8. K Mtrjotfifa empfehlen Flick & Kröll. CO rc-, I. LH. »Utter WK. 3615) -d Stearinlichter, pr. Paquet 2-1 bis 28 fr., fr-, i) 2) 3) 500 387 978 fr. 24 20 Grummetgras-Versteigerung. 3816) Künftigen Mittwoch, als den 13. d. M. Peno: ke« ihre m Danjj. sli°. Da- ü?i|, obe Ettroiillcii», ltlll voll f)neai. Dir wki^tll Akt. i voll du» Sich »klchkt dir Locr. !, brclill jy w ilntn lajjaL S-irnung tim, t unc dalAI (3832) □fllftr. 1228 ! 888 1000 844 1600 mutz, Mnhinik? >ns tu Rujdpt dks w ihrticht Tochter- Wiese im Weiher, „ im Riegelpfad, „ am Schlffenberger Weg. fr-, Silber rc., pr. 3829) Ein großes Fenster, ziemlich neu, zu verkaufen bei I. Rothenberger, Lindenplatz. 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Ich bringe hiermit zugleich zur Kenntniß der Interessenten, daß die Eichung gewöhnlicher Längen-, sowie der Hohl- und Flüssigkeitsmaaße (mit Ausnahme der Fässer) und der gewöhnlichen Waagen und Gewichte dem Uhrmacher Friedrich Baumann dahier, die Eichung der sog- Präcisious-Maaße, Gewichte und Waagen dagegen dem Mechanikus F. W. v. Gehren dahier übertragen ist und sich die resp. Eichlocale bis auf Weiteres in deren Wohnungen befinden. Gießen, den 4. September 1871. Der Vorstand des Eichamts Gießen. Wießell, Banaccessist. Fsilgebstenes. 1443) Gebrauchte Eisenbahnschienen, eiserne Tragbalken, Säulen und sonstige Baugegenstände aus Eisen und Guß Ern heftiger Keuchhusten Halskatarrh, der mich lange plagte, ließ mich auf den weissen Brust-Syrup des Herrn G. A. W- Mayer aufmerksamwerden, und fand ich mich in meinen Erwartungen nicht getäuscht. Trotzdem ich schon 30 Jahre alt, alle Hoffnung verloren, rettete er mich und befreiten mich 2 Flaschen von meinem Nebel. Friebel, Kr. Sorau, 20. Dec. 1870. Weber Schulz. Nur allein echt bei großes massiv erbautes und sehr zweckmäßig eingerichtetes zweistöckiges Wohnhaus mit einem Flächeninhalt von ca. 2688 anstoßendes massiv erbautes Arbeitshaus mit einem Flächeninhalt von ca. 3444 Steiger-Wohnung in einem detachirten Haus, dazu gehörige und angrenzende Halde und Wiesen-Fläche von ca. 300 ORuthen, ferner mehrere Morgen glltes Wiesen und Ackerland, die in Parzellen ausgeboten »oerben, die Dachschieser-Grube m t sämmtlichen Concessionen. „Sieges-Einzug in Metz und Pariv" -- Empfiehlt Georg Schäfer vorrathlg in der Herrschaft- (2486) Uhrenhandlung. empfiehlt: Kragen mit und ohne Manschetten, Kragen und Aermel, glatte Mulls, Jaconets rc., gestickte Streifen und Einsätze in Leinen, Batist und Mull, Leinen, Halbleinen und Hemdenshirtings, Vorhangstoffe, in neuen Sendungen bestens. Corsetten, Kattun- und Shirtingröcke find stets in großer Auswahl vorräthig. E r u lt H e r m c s empfiehlt: Insektenpulver, pr. Paquet 3, 6, 9 und 12 ft,, Versteigerungen. 3753) Dienstag den 12. September l I soll auf dem Rathhause die zur Errichtung von Barrieren an zwei Eisenbahn-Ueber- gängen (Schiffenberger Weg und auf der weißen Erde) der Oberhessischen Bahnen erforderliche Zimmerarbeit, veranschl. zu 121 fl. 11% fr. Schlosserarbeit, „ „ 23 „ 24 „ versteigert werden. Gießen, den 6. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Die Material und Farbwaaren-Handlung von Verkaufs-Anzeige. 3533) Die Eigenthümer der Dachschiefer- Grube „Gottesgabe" bei Ehringshausen (an der Cöln-Gießeuer Eisenbahn gelegen), beabsichtigen dieselbe mit den dazu gehörigen, in großartigem Maßslabe angelegten Wohn- und Zechenhäusern unter dcn günstigsten Bedingungen zu öcrfaufen, und werden solche am 16. Ociober d. I. an Ort und Stelle einer öffentlichen Versteigerung aussetzen lassen. Die neu errichteten Gebäulichkeiten umfassen : Cbocolnde, i Cacoigna, \ eigener Fabrication, für deren Reinheit entölten <5acao,< garanlirt wird, 5) Schwarz. " l"( miethen bet Dr. Königer. 3821) In meinem oberhalb des Seltersberges an der Klein-Lindener Chaussee gelegenen neu erbauten Hause ist noch eine Wohnung mit allem Zugehör zu vermiethen und den 1. October beziehbar. _____________ Philipp Sier. 3827) In Lit. A. Nr. 32, Hintergasse, ist ein möblirtes Stübchen zu verNnethen. 3763) Zn einem neuerbauten Hause auf dem Seltersberg sind zwei Logis (Parterre 4 Zimmer mit allem Zubehör, zweiter Stock 7 Zimmer mit allem Zubehör) zu vcrmie- then. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3525) Zwei möblirte Zimmer für das nächste Semester zu vermiethen. Neuenweg Lit. B. Nr. 194. Vermischte Anzeigen. 3826) Mehrere hier in Arbeit stehende Gesellen können anständige Schlafstellen erhalten. I. Retter, Herrnkleidermacher, Seltersweg Lit- C. Nr. 168. 3810) Ein zuverlässiger Pferdeknecht kann sofort in Dienst treten bei Fuhrmann Schleuning. 3825) Eine kleine Familienwohnung ist an eine stille Familie zu vermiethen und alsbald beziehbar bei _________Schneidermeister Frech- 3728) Ein möblirtes Stübchen zu vermiethen in Lit. A- Nr. 227, Wallthorstraße. 3830) Ein großes und ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen bei A- Schultheis zun. 3824) Möblirte Zimmer sind zu vermiethen. Neustadt Lit. D- Nr. 57. 3802) Die mittlere Wohnung meines Hauses ist pr. Anfang November zu vermiethen- Heinr. Kaess. 3690) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Louis Scharmann, in der Schloßgasse. 3787) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. ________W- Nagel. 3766) In einem neuerbauten Hause sind im ersten und zweiten Stock drei Logis zu vermiethen und am 1. December beziehbar; die Mansarde kann am 1- November bezogen werden. Näheres bei der Exped. d. Bl. 3687) Ein Laden nebst Wohnung ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen wer- den in Lit. C- Nr. 184.____________________ 3729) Am eine stille Familie ist eine Wohnung zu vermiethen bei L. Baer, Wallthorstraße. 3202) Ein kleines Logis zu vermiethen. Neuenweg 134. Für Schuhmacher! 3769) Zwei tüchtige Arbeiter sucht Fried r. Wilh. Löb er. 3803) Ein junger Mensch, welcher sich dem Actuariatsfache widmen will, kann alsbald bei mir eintreten. Funk, Stadtgerichts-Actuar. 3767) Weißbindergcsellen und Handlanger werden gesucht von Friedrich Deibel, in Wieseck. 3813) Ein junger Hund ist mir zugelaufen und kann der Eigenthümer solchen gegen die Jnseratgebühren abbolen. I. M. Schulhof. 3698) Einen braven Jungen suche für meine Wirthschaft H. schmoll ____________________(Frankfurter Hof.) 3805) Ein braver Junge von auswärts wird in die Lehre gesucht von W- Frank, Schirmfabrikant. 3801) Ein braver kräftiger Junge wird in eine Restauration zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3697) Küfcrgesellen können dauernde Beschäftigung erhalten; auch kann ein Junge in die Lehre treten bei H. Schmal!, Lindenplatz. Die Nummern 176, 180, 183, 203, 204, 205 und 206 des Gießener Anzeigers werden zu 3 kr. pr. Stück zurückgekauft von Der Exped. d. Bltts. Billigste und reellste Beförderung der Ajfc. w Auswanderer nach Rew-Bork, Baltimore, Rew-Orlearrs Havanrrah, San Francisco, Brasilien, Australien, Westindien rc. mit den berühmten Dampfschiffen des Norddelitschcn Lloyd über Bremen, der Hamburg- Amerikanischen Packet-Actien-Gejellschaft über Hamburg, sowie über die Häfen Antwerpen, Liverpool, Rotterdam, Grimsby ev. Havre. Wechsel zum Tagescourse, direct gezogen auf alle größeren Plätze Ame- rtfag. — Commission, Spedition, Jncaffo, Auszahlungen, Auskünfte, Erbschaften, Vollmachten rc. besorgt prompt und billigst (1091) Chr. Wallenfels jun. | Westphcilifcher Hof Bei Gelegenheit der Heuchelheimer Kirchweihe ist bei mir Sonntag den 10. und Montag den 11. d. Mts. Harmonie-Musik von 3 bis 6 Uhr, hierauf Tanzmusik, ausgesührt von (inem Sextett "der Gießener Regimentsmusik, unter Leitung des Musikmeisters Herrn Ncisert. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Um zahlreichen Besuch bittet K. Braubach. g Junge frische Feldhühner, Postsendung und möglichst Eisvcrpackung, kauft zu den höchsten Preisen (29/IX) (£1)1*. Enders, Frankfurt a. M. welches sich in der Schulstraße befindet, ist nur noch über Sonntag, den 10. September, zu sehen. Eintrittspreis für Erwachsene 6 kr., für Kinder und Militärs 3 kr. Zu einem zahlreichen Besuche ladet ergebenst ein Der Besitzer. Ä Für Auswanderer, 593) Die Haupt-Agentur von C W. Dietz am Markt in Gießen expedirt wöchentlich mehrmals mit den vorzüglichsten Post-, Dampf- und Segel-Schiffen nach allen Häfen von Amerika und Australien. Preise billigst, Behandlung anerkannt reell. Heuchelheimer Mühle. 3796) Sonntag und Montag: Conccrt vom Streich-Sextett der Gießener Regimentsmusik. Hierzu ladet ergebenst ein W. Rinn. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Heß'sches Lagerbier in Schoppen, Frankfurter Bier in Flaschen. 3819) Sonntag den 10. und Montag den 11. September: Kirchweihfest tu Heuchelheim, wozu sämmtliche Wirthe daselbst freundlichst einladen. 3001) Für die Vaterländische Feuer - Versicherung - Actien- Gesellschast zu Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. F. Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. Bedienung I. M. Schulho am Rathhaus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. P. 8. Wechsel für Amerika werden zum Tagescourse baldigst besorgt. (618) Auswanderer nach Amerika MMFefordert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster 3779) Bei der Sonntag den 10. und Montag den 11. Sep> tember stattstndenden Kirchweihe zu Staufenberg musicirt das Musik-Corps der Marburger Jäger bei mir und lade ich zu dieser Festlichkeit ganz ergebenst ein. Heinrich Fink, Wirth auf der Burg. Börgennachrlchten. 8. September 1871. Preuss. 4i/3 o/g Oblig. 99’/4 Frankf. 3^2 % Obi. 83 Vs Nass. 41/2% Obi. 973/4 Kurhess. 4% w 92 Gr. Hess. 5% Obi. 1031/4 » „ 4% » 951/2 „ „ 31/2% n - Bayer. 5% „ 1007s „ 4V2 0/0 1jährige 99 Vg „ 40/g 1jährige 93 V2 Würtemb. A1/2% Obi. 983/4 Baden 472% Obi. 0. E. L. 99 Oesterr. Silberrente 577g „ Papierrente 491/2 „ 5% M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 1001/2 „ „ 1882r 94 „ 1885r 953/4 „ „ 1887r OG«/» Spanier, neuest. 3% 32 Actieu. Frankf. Bank 140 Frankf. Vereins-Kasse 1103/4 Darmst. Bankact. 394 Wien Bankaktien 744 Galizien 24674 Actlen. Oest. Creditaot. 282^/4 50/0 östr. F. St. E. B. 3651/2 Lombard. Bahn 182 Ludwigsh.-Bexbach 1893/s Maxbahn 1341/4 W Bayer. Ostbahn 13474 Hess. Ludwigsb.-Act. 157 Rhein-Nahebahn-Act. 421/2 Oberhessen „ 79 Prioritäten. ” 30/0 öster. Stsb.-Prior. 5874 3°/0 öst. s. Lombard 751/2 3% Livorneser 347s 5% Toscaner 531/2 5% Elisabcth.-Prior. 7972 do. H. Emiss. 837g_______ Anleheneloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 67 Nassau 25 fl. 411/4 40/g bayr. Präm.-Anl. 1121/2 Ansbacher 7 fl. H5/s 4% badische Loose 110 */4 Badische fl. 35 Loose 70 Oestr. fl. 250 v. 1854 753 4 1858r Prioritätsloose 181 1860r Loose 851/2 1864r „ 134 Braunschweiger 187h Stadt Florenz 837» Wechsel. Amsterdam k. 8. 981/2 Augsburg k. S. 997< Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 957g Brüssel k. 8. 92*/a Hamburg L 8. 8672 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1167s Lyon k. 8. — Paria k. 8. 917g Wien k. 8. 971/4 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Diskonto 372% 0-______ Geldaorten, fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57 i/a—587* Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 108t. 9 52—54 Ducaten . . 5 36—38 20 Frankenst. 9 17—18 Engi. Sover. 11 48—50 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 23—24 Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Vefteüun Abonnenten, n St. (9k. 693.) (8lt. 694.) (9k. 695.) (Nr. 696.) >ir Geburten, Heirat (Nr. 670.) Gießen, dm 9. Betreffmd: fr an iie Großher, Wir erini t Das Heil« der Verftanh, welche vo Hlunkenlose Coaliti *e beschwei Wm bti tyreji. eitl« 'M vürde, bcn ü !*• Diese Nac f (! ti|!e ßch,„, Denfd L'rF V'Ä Sheiu?'6“ Jfatn nu J Hn fjj, S , NtlHi D., ÄS