Vrd8 riecteijährtg 1 fl. ft. mit Nringerlohn. Durch btt Post bezogen vierteljLhrifl t ß. 27 ft. Erscheint täglich, mit Äu» nähme Montags. Ec-edition: Lanzleiberg Lit. «. Nr. 1. '"'M $,,s ü :h „ st* ■f Unh't fl^r auf : tvTn AMtglich! i jS? b'll'ge, jede Oln zur Er- £nhnefyr. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 183. Donnerstag den 10. Angust 1871. BefteLLrrngen «iif den Giestener Anzeiger bei allen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. '"""lung der fl ui m. ffö 18 Sliiguz Abonnenten,, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, .erhalten denselben für die Monate August und September zu 40 fr. 'lhrleiite. II. Wlfdjaft -un die mit Ge- mfcncn nnt 'MditninflSi 552 für eine ■ : ist bk «e- lotai.Prrstche- 154,210. 20 Es. für 1,363,488. 45 Es. b Kcs. 10,459,425. *;t angelegten Go? iimantfeil Verum Hessen: ^n9gMr »“ /feilt* > a o f i m c n n- . Idirn- 9. August. Die Depesche eine- Wiener Blatte- über eine von Jule- Favre nach Berlin gerichtete Depesche, welche wir schon mitgetheilt haben, flößte uns Anfangs starke Bedenken betreffs ihrer Authenticität ein. Der Inhalt dieser Depesche wurde als ein so sonderbarer, so ganz den diplomatischen Gebräuchen widersprechender angegeben, daß e- kau» glaublich erschien, ein Minister solle in solchem Tone zu einer Macht geredet haben, mit welcher eben erst Friede geschlossen woroen. Auf der anderen Seite lag die Erwägung nahe, daß der zurücktretende sranzöfischc Minister, der einst so hochgefeierte Volks»ann und jetzt in der Bolksgunst so tief Gesunkene, das Bedürfniß fühlen mochte, mit einige» Aplomb vom Schauplatze zu verschwinden und wieder einmal Etwa- so recht nach dem Herzen seiner Landsleute zu thun. So leichtfertig eine solche Voraussetzung uns in jedem anderen Falle erschienen sein würde, so glaubten wir hier dennoch dieselbe für wohlberecbtigt betrachten zu dürfen. Wir hatten uns nicht getäuscht; die Depesche ist authentisch. Der „Köln. Ztg." wird au- Berlin officio- von einem „seltsamen Schriftstücke" berichtet, welches Herr Jule- Favre kurz vor seinem Rücktritt durch den Marquis \ de Gabriac habe überreichen lassen, und worin er die Ausfälle Trochu's gegen Deutschland als ungehörig anerkenne und „in gewissem Sinne sogar sein Unrecht nngestehe, ihnen nicht sofort und direkt in der Nationalversammlung entgegen zetteten zu sein." Aber al- gewandter Adoocat plaidire er Vie mildernven Um- jiande, die er für seinen ehemaligen Amtsgenoffen in dem „Körnchen gesunder Jernunft" erblicke, welche- der Reichskanzler der Commune im Reichstage zuge- standen habe. Und so glaube ver scheidende französische Minister sich schließlich nicht besser eine Brücke zum Uebergang ins Privatleben bauen zu können, als indem er auf die unauslöschliche Feindschaft hinweist, die fortan zwischen Frank, reich und Deutschland bestehen «erbe und bestehen müsse, als eine Folge der von ihm in Ferrieres schon so energisch bekämpften Landadtretungen, welche der Republik auserlegt worden seien. Nun, wenn es wirklich so wäre, so könnten wir in Gotte- Namen nicht- daran ändern; die Rückgabe der neugewonnenen Provinzen würde nne politische und moralische Unmöglichkeit auch dann sein, wenn wir uns mit ttm Gedanken selbst befreunden könnten, wa- in keiner Weise der Fall ist. Nicht Deutschland, sondern Frankreich ist e-, welches unter dieser „unauslöschlichen Feind» schäft" am meisten zu leiden hätte, und eS ist sehr beklagenswerth, baß sogar Männer wie Jule- Favre, statt bies zu erkennen, die Dolksletvenschaften aufstacheln, indem sie bieselben gleichsam al- berechtigt hinstellen. Durch Selbstüberwindung Vörde Herr Favre seinem Lande und seinem eigene» Andenken einen bessern Dienst geleistet haben, als durch diese Art um Volksgunst zu buhlen. Die Schwierigkeiten, welchen Ermittelungen nach dem verbleibe der deutschen Kriegsgefangenen entgegenstehen, machen sich sehr fühlbar. In einem kürzlich in Berlin eingetroffenen Schreiben der französischen Regierung wird mitgetheilt, taß einstweilen keine Auskunft über solche mehr ertyeilt werden könne, da unter der Diktatur Gambetta'S — wie natürlich! — die Nachweisungen über die Ge- fangenen theils mangelhaft geführt, theil- verloren gegangen worden seien. Uebri» gen« schweben gegenwärtig zwischen der bayerischen und der französischen Regierung kinige Differenzen wegen bayerischer Angehörigen, welche während drS Krieges zum französischen Militärdienst in Algerien gewaltsam gepreßt und trotz ve- Friedens- lchluffe- bis jetzt noch in dieser uufreiwllligen Gefangenschaft schmachten. E- liegt tarln eine entschiedene Verletzung de- internationalen Recht-, wie sich Frankreich ja so vielfach zu Schulden kommen ließ. Eine baldige Remedur ist hier also trtngend geboten. Die von mehreren Seiten verbreitete Nachricht, daß der Vater des Fürsten Karl von Rumänien dem Fürsten Bismarck den Entschluß des letzteren zur Der- jichtleistung auf den Thron avisirt habe, entbehrt allen Grundes. Die Situation in Rumänien hat sich allerdings gegen früher wesentlich verschlechtert, indeß hegt der Fürst, der schon gefährlichere Krisen burchgemacht, noch immer die Hoffnung, vit seiner, wenn auch noch geringen, doch immer mehr wachsenden Militärmacht allen Gefahren schließlich begegnen zu können. Die Pforte hat e- auf da- ve- kimmteste abgelehnt, in der rumänischen Angelegenheit zu interveniren, sie fürchtet taten eine so große Schwächung ihrer Action-fähigkett, daß sie dieselbe auf anderen, dem Mittelpunkt der Türket näher gelegenen Punkten nicht entfalten kann. Die Umtriebe der katholischen Geistlichkeit im Elsaß, zumal im oberrheint- jschen, haben einen solchen Character in letzter Zett angenommen, daß es geboten 1 erscheint, energisch gegen diejenigen Diener ver Kirche etnzuschreiten, welche ihr Amt lediglich dazu gebrauchen, um einen fanatischen Haß gegen die Preußen zu predigen, mit dem Vorgeben, daß diese Vie katholische Religion unterdrücken und alle Freiheit vertilgen wollen, so daß es jedem einzelnen Elsässer förmlich zur pflicht gewacht wird, sofern er waffenfähig ist, nach Frankreich au-zuwandern und von dort au- den heiligen Kampf gegen die Preußen zu kämpfen. UebrigenS hat >ie deutsche Bunde-regierung die hinreichenden Beweise in der Hand, vaß die Ultramontanen im Elsaß, welche die einflußreichste Partei dort bilden, im lebhaftesten Verkehr mit den Führern unserer CenttumSpartei stehen. Man darf daher in ter nächst?» Zeit auf ein energische- vorgehen gegen die katholischen Priester im Elsaß gifaßt sein, da- gegenwärtig in Darzin vorbereitet wird. Wie ver „Schl. Z." mitgetheilt wird, ist va- Dotation-gesetz vollzogen und bereit- in der Ausführung begriffen. Erst wenn diese letztere vollendet ist, soll Bestimmte- darüber in die Oeffentlichkeit gelangen. Die Commission für Desinfektion der Schlachtfelder in Brüssel hat am 16. Juli unter dem Vorsitze de- Fürsten Orloff ihre letzte Sitzung gehalten. Au- vem Schlußbericht ergibt sich, daß die durch freiwillige Beiträge gesammelten und der Commission zur Disposition gestellten Summen im Ganzen 17,388 Francbetragen. Die Ausgaben beziffern sich auf 15,429 Franc-, so daß also ein lieber« schuß von 1859 Francs vorhanden ist. 350 große Gräber, in welchen mebr al- 10,000 Leichen liegen unv Ueberreste vieler Pferde, wurden gegraben, bedeckt und vesinficirt. Mehr als 12,000 Kubikmeter Erde mußten umgewühlt werde», wa- etwa den Aufwand von 1500 Arbeitstagen repräfentirt. Die ganze Arbeit, die in der Umgegend von Sedan verrichtet wurde, dauerte länger als drei Monate und wurde mit Energie und Geschick vollendet. Frankreich hat nun in dcn letzten Tagen die zweite halbe Milliarde der Kriegsentschädigung an Deutschland geleistet, welche nach dem vertrage erst br- zum 1. Decemder v. I entrichtet werden sollte. Durch die schnellere Zahlung von 375 Millionen Francs erwächst der französischen Regierung bei ver Unterhaltung der OccupationSarmee eine Ersparniß von ca. 1 Million Francs. Der französische Finanzminister Pouyer-Quertier hat nun in jüngster Zeit ein Arrangement mit der Bank von Frankreich abgeschlossen, um die vollständige Zahlung auch der dritten halben Milliarde bi- zum 25. August möglich zu machen. Das „Journal dcS DebatS" schreibt über die Entschädigungsfrage in der Nationalversammlung: „Da- Land wünschte den Krieg nicht. Aber handelt e- sich Darum ? Das Land, das ganze Land hat diesen Krieg unternommen, sich durch bas beifällige Votum seiner Vertreter dazu verpflichtet. Die Belastungen müssen auch das ganze Land treffen. Und wohin auch ver Zufall balv hier, bald dort Zerstörung gebracht hat, alle Theile Frankreichs sind solidarisch davon berührt. Könnte man annehmen, Voß Vie Last des Unglücks nur einen Theil Frankreich- Vrücke, während die anderen von ihr befreit blieben? Wo wäre dann die Gemeinschaft des Glückes und des Unglückes, welche die nationale Einheit bildet? Wo wäre das Vaterland? Der Süden, welchem die Schmerzen der Invasion unbekannt blieben, sollte nicht dazu beitragen, die Schäden zu ersetzen, die Wunden de- verwüsteten, gebranvschatzten, durch Feuer verheerten Norden- zu heilen? Könnte man das ohne die größte Ungerechtigkeit vertheibigen? Wenn dem so ist, würde der Süden jedenfalls wle das übrige Frankreich die Kränkung einer Invasion empfinden, aber von materiellen Uebeln befreit, würde man sich nicht sehr wundern können, wenn er rasch für kriegerische Abenteuer bereit wäre. Er würde in seiner Lage geneigt sein, zu sagen: Der Krieg thut nicht weh!" Das „Siecle" äußert: „So lange der Belagerungszustand in Pari- aufrecht erhalten wird, können die Preußen mit Recht behaupten, Vie französische Regierung ermächtige sie durch ihre eigenen Befürchtungen Vazu, die Positionen festzuhalten, welche sie um Paris einnehmen. So lange die Assemblee in Versailles tagen wird, ist Frankreich, mag man sagen und thun, was man will, nicht zu seinem normalen Zustande zurückgekehrt und unser innerer Friede wird nicht gesichert erscheinen. Man wird Deutschland nicht daran hindern können, unv mit Deutschland ganz Europa, Frankreich einbegriffen, zu denken, wenn die Nationalversammlung sich weigere, nach Paris zurückzukehren, so sei es, weil sie dort einen Handstreich sürchte. Was dem gleich kommt, wenn man ausspricht, die Regierung halte Vie Ordnung in Paris auf sehr schwacher Grundlage gebaut." Wichtige Dokumente, die Commune, besonder- die Petrolcur- betreffend, sagt ver „Bien public", sollen in Marseille entdeckt worden sein. Dom Newyorker Schatzamte aus ist vor Kurzem ein Delegirter nach Europa gesandt worden, um Ermittelungen über die Einwanderung und namentlich auch darüber anzustellen, ob irgendwelche europäische Regierungen durch Deportation von Verbrechern unv Au-senvung von Armen nach ven Vereinigten Staaten sich Verletzungen de- Jnternativgesetzes zu Schulden kommen lassen. Darmstadt, 8. Aug. Die Zahl der aus Frankreich ausgewiesenen Großh. Hessischen Staatsangehörigen beläuft sich nach den der zur Prüfung der erhobenen Ansprüche bestellten Commission vorliegende» Anmeldungen auf 5792. Der Betrag de- auf Hessen entfallenden AntheilS an der durch ReichSgesetz vom 14. Juni laufenden Jahres zu Beihilfen bestimmten Summe, an welcher die von dem seither in Berlin bestandenen Comite zur Wahrung ver Rechte ver ausgewiesenen Deutschen, Hessischen Staatsangehörigen gewährten Unterstützungen in Abzug kommen, ist zur Zeit nicht bekannt. Es läßt sich indessen schon jetzt mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß eine sehr beträchtliche Reduktion der überhaupt in Betracht zu ziehenden Ansprüche stattfinven muß, und daß selbst bei den bedeutendsten Beschädigungen nur eine verhältnißmäßig geringe Beihilfe gewährt werde» kann. (DZ.) Darmstadt, 7. August. Den demnächst zusammentretenden Ständen ist folgende Vorlage unterbreitet worden: „Durch das Reichsgesrtz vom 22. Juni 1871 wird den Bundesregierungen eine Summe von 4 Millionen Thalern aus der von Frankreich zu zahlenden Kriegsentschädigung zur Verfügung gestellt, um aus derselben, soweit nach den Verhältnissen der einzelnen Länder sich ein Bedürfniß herausstellt, den durch ihre Einziehung zur Fahne in ihren Erwerbsverhältniffen besonders schwer geschädigten Offizieren, Aerzten und Mannschaften der Reserve und Landwehr die Wiederaufnahme ihres bürgerlichen Berufs nach Möglichkeit zu erleichtern. Der Bundes- rath, welchem durch das Gesetz überlassen worden war, die Vertheilung der gedachten Summe durch die einzelnen Bundesregierungen anzuordnen, hat die Re- partition derselben auf die einzelnen Staaten des deutschen Reichs nach Maßgabe der Zollabrechnungs-Bevölkerung vorgenommen. Hiernach kommen auf das Groß- Herzogtum Hessen 85,258 Thaler — 149,201 st. 30 kr., deren Auszahlung an der Reichshauptkasse an die großb. Staatskasse von dem Reichskanzler - Amte verfügt worden ist. Was die Untervertheilung und die Verwendung der vorgedachten Summe im Großherzogthum anlangt, so möchte, entsprechend der Absicht des Reichsgesetzes und den im Großherzogthum bestehenden Verhältnissen und Einrichtungen, nach Ansicht der großh. Regierung hierbei in folgender Weise zu verfahren sein: Die im Großherzogthum verwendbare Summe von 145,201 st. 30 kr. wirb auf die einzelnen Kreise, nach Verhältniß der aus denselben, aus Veranlassung des Krieges gegen Frankreich in den Jahren 1870 und 1871 zur Fahne einberufenen Offiziere, Aerzte und Mannschaften der Reserve, Landwehr und Ersatzreserve erster Elasse vertheilt. Die Beihülfen werden in der Regel als Darlehen gewährt, zu deren Rückzahlung in einem oder mehreren Terminen angemessene Fristen bis zu fünf Jahren zu gestatten sind. Dabei kann eine mäßige Verzinsung der gewährten Darlehen, etwa bis zu drei Procent, ausbedungen werden. Ausnahmsweise können auch Unterstützungen, ohne Verpflichtung zur Rückzahlung, in hierzu geeigneten Fällen, jedoch nicht über den Betrag von 100 fl. bewilligt werden. Diejenigen, welche ein Darlehen oder eine Unterstützung zu erhalten wünschen, haben ihre Gesuche bei dem betreffenden Kreisamte binnen einer von diesem anzu- beraumenden Frist einzureichen und dabei nachzuwetsen, daß und inwieweit sie in ihren Erwerbsverhältnissen durch ihre Einziehung zu« Kriegsdienste geschädigt sind, und daß sie einer Beihilfe bedürfen, um sich in ihrem Besitzstände ober in ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten. Außerdem haben die Bittsteller in ihren Vorstellungen anzugeben, welche Summe sie zu erhalten wünschen, sowie ob und in welchen Terminen sie die Rückzahlung leisten wollen." Gleichzeitig ist ein Gesetzentwurf über den Wahlmodus bei der Handels- kammer vorgclegt worden, (g. I.) t Berlin, 7. August. Die Arbeitseinstellung der Maurergesellen tritt mit dem heutigen Tage in die vierte Woche ihrer Dauer ein, und noch immer stehen die Gegensätze so nnversöhnt sich gegenüber wie zu Anfang des Strikes. Das macht, weil man auf beiden Seiten täglich mehr die weittragende sociale Bedeutung dieser Arbeitseinstellung erkennt, weil nicht nur die direct Betroffenen, sondern jeder Arbeitgeber und jeder Arbeitnehmer von dem Bewußtsein durch- drungen ist, daß es sich bei dem jetzigen Vorgehen der Maurer nicht um eine simple Verkürzung der Arbeitszeit, sondern um den Au-trag der Frage handelt: ob in Zukunft seitens der Arbeiter den Unternehmern die Bedingungen der Arbeit dictirt werden sollen oder nicht. Seyen die Maurergesellen auch diesmal ihre Forderungen durch, so ist für die nächsten Jahre jede Disposition im Großen un- möglich, denn bei jeder günstigen Conjunctur werden die von einem einheitlichen Willen geleiteten Arbeiter ihre Anforderungen höher und höher schrauben, bis der Unternehmergewtun faktisch illusorisch geworden ist; zahlreiche Arbeiterbranchen sind heute schon bereit, die Arbeit sofort niederzulegen, sobald die Maurermeister zum Nachgeben gezwungen sind, hier in Berlin beispielsweise die Zimmerleute, Tischler, Maler, Buchbinder u. s. w. Unterliegen dagegen die Maurergesellen, so ist zu erwarten, daß auch die Meister anderer Branchen sich fester zusammenschließen werden, um unberechtigten Forderungen ihrer Arbeiter kräftig entgegenzutreten. Schon jetzt haben ca. 70 Tabaksfabrikanten sich in dem Beschluß geeinigt, bei weiteren Lohnforderungen ihrer Arbeiter sofort eine allgemeine Arbeitsausschlteßung stattfinden zu lassen, und in den Kreisen der hiesigen Buchdruckereibesitzer ist eine ähnliche Anregung gegeben. — Was den Stand des Maurerstrikes anlangt, so wurde in der gestrigen Gesellenversammlung constatirt, daß die für vergangenen Montag decretirte allgemeine Arbeitseinstellung nicht befolgt wurde, vielmehr die Gesellen, deren Meister die Forderungen bewilligten, fast ausnahmslos fortarbeiteten; dadurch fei dem Strike eine längere Dauer gegeben, aber man werde muthig aus- harren, auch wenn die Arbeit noch sechs Wochen ruhen müsse; im Geheimen tröstete man sich jedoch mit der Hoffnung, die Meister würden im Laufe dieser Woche gezwungen sein zum Nachgeben, weil die für die Regierungsbauten nachgelassene Frist mit dem letzten Sonnabend abgelaufen sei. Dem ist jedoch nicht so, viel- mehr ist die Regierung fest entschlossen, nach keiner Sette hin Partei zu ergreifen, mithin auch auf die Meister keine Pression zu üben. Wäre es den Gesellen ge- lungen, gleich bei Beginn des Strikes den Parlamentsbau zu inhibircn, dann dürften sie auf schnellen Erfolg rechnen; jetzt aber ist ihre Sache eine verzweifelte zu nennen. Schade um das schöne Geld, welches der Strike schon gekostet hat; die betreffende Summe ist bis jetzt auf mindestens 6000 Thlr. zu veranschlagen, wozu aus den Kaffen fremder Gewerkschaften etwa 3000 Thlr. geflossen sind. Obwohl die Pocken-Epidemie in Berlin lange nicht mehr mit der Heftigkeit wie vor einigen Wochen wüthet, ist sie doch noch keineswegs erloschen, wie daraus zu ersehen ist, daß die vier städtischen Pockenlazarethe einen täglichen DurchschnittS- Krankenbestand von 400 Personen haben. Die Kosten, welche der Commune Berlin dadurch erwachsen, sind ganz enorm; sie beziffern sich jetzt schon auf ca. 43,000 Thlr. t An Gründen, welche die Aufhebung der katholischen Abthetlung des preu- en Cultusmintsteriums erklären sollten, hat es bekanntlich nicht gefehlt, doch schießen dieselben zumeist am Ziele vorbei. Thatsächlich liegt der wahre Grund kV™* , a6redtl in der Erscheinung, daß die betreffenden Räthe, mit Einschluß des Directors Krantzig sämmtlich, mit einziger Ausnahme des Decernenten für n c r"r Anerkennung und „Geltendmachung" des päpstlichen Unfehlbarkettsdogmas verpflichtet hatten. k , W", Berliner Zeitungen au« angeblich sicherster Quellt gemeldet worden, L '^rbeiter-gitation ernste Conflicte Herdorrufen sollte, au die Soldaten der hiesigen Garnison scharfe Patronen auSgetheilt sind, ist durch- 'halt in den maßgebenden Kreisen für durchaus unwahr- scheimrch, daß die Arbeiterführer die gegenwärtigen Verhältnisse für angezrigt halten sollten, einen ernsten Versuch zur Verwirklichung ihrer Umsturzpläne zu wagen. Andererseits vernehmen wir, daß um die etwa in der nächsten Zeit aus Anlaß der WohnungSnoth entstehende Krawalle und Tumulte sofort im Keime zu ersticken, auf eine Vermehrung der Schutzmannschaft um 400 Mann Bedacht genommen worden ist. Dem nächsten Landtage soll eine darauf bezügliche Vorlage zugehen. Breslau, 4. August. Das „Schles. Kirchenbl." meldet: „Die Bischöfe Preußens werden, wie uns mitgetheilt wird, in Fulda in den nächsten Tagen zusammenkommen." Karlsruhe, 6. Aug. Aus einer Bekanntmachung des Handelsministeriums ist zu ersehen, baß die in Folge der Kriegserelgnisse im vorigen Jahre nicht zur Ausführung gekommene Legung eines zweiten Schienengeleises über die stehende Rheinbrücke bei Mainz nach einer Mittheilung des großherzoglich hessischen Rheinschifffahrtsbevollmächtigten alsbald stattfinden wirb. Es wird die Einrüstung stets nur in zwei Oeffnungen der Brücke stattfinden, und während der ganzen Bauzeit stets ein Dampfschiff bereit sein, um Schiffe und Flöße durch die freien Oeffnungen unentgeltlich zu schleppen, soweit das Passiren der Fahrzeuge durch die eingerüsteten Oeffnungen nicht statthaben kann. (F. I.) München, 6. August. Ob unser König den Kaiser Wilhelm auf dessen Reise nach Gastein in Regensburg begrüßen wird, ist noch sehr zweifelhaft. Die Route über Regensburg-Passau wurde, wie mau hört, eben deshalb gewählt, um den König der Nothwendigkeit der Begrüßung zu überhebcn, da man ja weiß, wie höchst ungern er sich da,u herbeiläßt, seine ländliche Einsamkeit um der Pflichten der fürstlichen Courtoisie willen zu verlassen. Ohne diesen Grund wäre es nicht zu begreifen, weshalb Der Kaiser nicht die kürzere und (wegcn der bis Salzburg ununterbrochenen Eisenbahnverbindung) auch bequemere Route über München einschlägt. Was unseren König anlangt, so scheint es, daß er die gebotene Gelegenheit, in seiner Zurückgezogenheit zu verharren, benützen will. Er hat in den letzten Tagen wieder einen jener Ausflüge unternommen, die ihn oft tief ins Gebirge führen, und während deren mitunter selbst die Minister und das Sabinet Tage lang in Verzweiflung sind, wo sie ihn suchen sollen. Kann man, mit Rücksicht auf die Eigenthümlichkeiten des Königs Ludwig, an und für sich auf den Umstand, daß er eine Begegnung mit dem Kaiser nicht sucht, kein besonderes Gewicht legen, namentlich nicht geradezu auf eine in Grünven der Politik wurzelnde Verstimmung schließen, so ist daraus andererseits doch jedenfalls so viel zu entnehmen, daß in ihm nicht jenes Maß warmer Zuneigung lebt, welches im Stande wäre, den Hang zur Einsamkeit durch den Drang, den Oheim zu sehen, zu überwinden. Man erinnert sich hier sehr wohl, daß König Ludwig einer Begegnung mit seinem Oheim immer, wie oft sich die Gelegenheit dazu bot, au-gewichen ist, und es begreift sich, daß, je öfter man so gehandelt hat, es um so schwerer fällt, sich später zu corrigiren. (Im Widerspruch mit vorstehenden Angaben versichert ein Berichterstatter dcS „Nürnb. Corresp", eS verlaute in gutunterrichteten Kreisen, in Regensburg werde eine Zusammenkunft der beiden Souveräne stattfinden.) (g. I.) Dresden, 3. Aug. Unsere Socialdemokraten freuen sich bereits auf den Prozeß ihrer Führer Bebel, Liebknecht und Heppner, welche vom Geschworenengericht wegen Vorbereitung zum Landesverrath u. s. w. abgeurtheilt werden solle». Sie rechnen daraus, daß diese Führer alsdann mit socialdemokratischer Frechheit die unverschämtesten Lügen vor Gericht als Wahrheit Vorbringen und darauf ihre Dertheidigung stützen werden. Ob Herr Generalstaatsanwalt Dr. Schwarze Recht mit der voraussichtlichen Derurtheilung der Angeklagten haben wird, steht dahin. Die Freisprechung des Redakteurs des „Bulletin international", Dr. Otto Walster, vor dem Dresdener Geschworenengericht, trotz der offenkundigsten Verläumdung des Hauses Hohenzollern, welche vor mehreren Jahren erfolgte, läßt eine Derurtheilung nicht allzu sicher erwarten. Der genannte Dr. Walster ist der Redakteur des hier erscheinenden „Volksboten", und er versteht fein socialdemokratisches Geschäft jetzt so gut, wie damals das des französischen Agenten. Der in Braunschweig mit Beschlag belegte Artikel des dortigen socialdemokratischen „Dolkssreundes" ist hier im Wiederabdruck von dem erwähnten „Volksboteu" unbehelligt gebracht worden. (Bad. Lsz.) Brünn, 5. August. Gestern Abends fanden in der Dorstadt Josephstadt anläßlich der Delogirung einer Partei Arbeiter - Unruhen statt. Militär mußte einschreiten und Verhaftungen vornehmen. Seither herrscht wieder vollständige Ruhe. Ischl, 5. August. Es werden hier große Vorbereitungen zu dem am 12. d. erwartenden Besuche der beiden Kaiser getroffen. Der Aufenthalt des Kaisers Wilhelm wird bis zum Abend währen. Viele Fremde treffen ein; auch der ungarische Minister Toth ist angekommen. (N. fr. Pr.) Paris, 8. Aug. Aus Versailles wird aus guter Quelle geschrieben, daß die Deutschen in acht Tagen die Departement- Oise, Seine et Oise, Seine et Marne und Seine räumen werden. Man versichert, daß zwischen der Regierung und der betreffenden Commission über die Frage der Entschädigung der während des Krieges besetzt gewesenen Departement- ein Einvernehmen bewirkt ist. Der Antrag de- linken Centrums auf Verlängerung der Vollmachten Thier»' wird dem Vernehmen nach in aller Kürze eingebracht werden. Nom, 3. August. Das heilige Collegium wird von zahlreichen Krankheitsfällen heimgesucht. Cardinal Barnabo liegt schwer darnieder. Sein rheumatisches Uebel hat das Gehirn afficirt. Er hat das Licht der Augen und der Vernunft zugleich verloren und sein Zustand wird als hoffnungslos betrachtet. Auch an dem Aufkommen de- vom Schlagfluffe betroffenen Cardinal- Clarelli wird gezweifelt. Diese beiden Männer gehörten zu den entschiedensten Partisanen der schroffsten Neaction, und ihr Abgang würde im zukünftigen Conclave der einer versöhnlicheren Richtung huldigenden Partei unter den Cardinälen zu Gute kommen. Der Papst befindet sich körperlich wohl. Sein Blick ist noch immer auf Frankreich gerichtet, womit der Vatikan einen äußerst lebhaften Umtausch von Depeschen und Briefen unterhält. Paris, Versailles und die größeren Städterin denen die legitimistische Partei zahlreich vertreten ist, sind die Ausgangspunkte dieses geheimnißvollen Verkehr-. Warschau. 30. Juli. Die preußischen Militär-, welche auf Einladung des Kaiser- Alexander den hiesigen Truppenübungen beiwohnen und sich auch zu den Manövern nach Petersburg begeben werden, werden sowohl vom Kaiser wie von den russischen Offizieren mit großer Auszeichnung behandelt. Sie sind aus kaiserliche Kosten im Orangerie - Palast einquartiert und eine au- Deutsch sprechende» Offizieren bestehende Ehrenescorte sorgt für ihre Bequemlichkeit und ihr Vergnügen und begleitet sie auf ihren Ausfahrten in die Stadt und Umgegend. Den Revuen Borsennai 8. Aug“3 Frankf- K, Nase. 4‘/i;» Kurhese. 4«/o Gr. . 4° o ’ , 300 Bayer- 5°/o ; 4*/2°/o 4% W! Würtemb. Baden 400 Oesterr. Silben Papierri * 60/qM. Amerik- Bonds lrt6 >Möverri w ... ffbrti Kr Spanier, neuest Aet Frankf. Bank 1 Frankf. Vereim Darmst. Banka Wien Bankacti Galizien 239 Verst Mai 3328) MM Ml soll die Hafers fiskalischer 2Bie von der foß. W auf dem Halm weise oersteigeri öffentlichen Kem Gießen, den s Trobhm In Vei __R Erndte- 3321) MoM M jott die Erndte in Waizen, Ge »em Halme vei Burkhardsfel Feil, Neue Mi empfiehlt (3318) Ein fc »Ak "Striii Sorten woll, "°r Striim !« Anstri nommen. ZL ift?) Nu '^verkaus^ l Mein "illia [Wut iB h ÄÄ-S? Ä*< ift, "’** l«r \4 fiwÄ S?s.s JT0(K« r* ‘'•■ingtrüHftei ®*W" «uf Mn Di, :lfilb S»D, m /* Bo" i« #tii Pn,nt »ürt ks vtcht T.tfr bii 6al|burg D^r ei» 'J( ö^otkvk Grikgkv. Gr hat in bei lh° oft tief ini T Mb baß ilabiikt ’ann düd, mit Sü. t für ßch onf tn fm bffonbtrrl ®e- rr Jclitif wuqelnbe fo viel p ent' , reiches im Etavbe |B sehen, zu fiter* ig einer Begegnung ict, oußgerichev if, ui fo schrem faßt, 1 Itgaben reeßchm wem (bleien Ärtf/ffl, | cxräie ßatlM) (84) -ch hereils auf tu r:e Grschrcrenei- rtrttn /tM okranfcher ßecchheü ei unb darauf ihre K. Echvarze kich ! r wnt, Ht dah'L | fr.Cito®* | । Hei«vmtrlheiliiiS i 7 lerfltteur bei tä* Asches Geschäft B i eranlW f* -ÜßittUkes" 'ft F i !,-! aehrachi •^,R1 5 '(«.«*) fcrthtl 3«'** H $üita: w|« ' ,i,kn WH* ; , ii tt« «■ *?;*, n , aittn *7!S3 trt IW« "' , ... jlrliN1' K* 'JlL fit11 | kn’t',' ,llt * t'W1 w «** ” trt IM« 1 j«l! *JJ *' I |I ,c 1 tOl $ ,^i und Manövern wohnen sie im kaiserlichen Gefolge bei. Am Donnerstag wurde ihnen zu Ehren von Osstjieren veS Petersburger Grenadier - Regiments König Friedrich Wilhelm III., dessen gegenwärtiger Chef der Deutsche Kaiser Wilhelm ist, in der Caserne des genannten Regiments ein glänzendes Festmahl gegeben. (Osts.-Z.) Borsennachricbten. 8. August 1871. Aetlen. Oest. Creditaot. 274l/2 5O/o östr. F. St. E. B. 4063.4 Lombard. Bahn 1731/2 Ludwigsh.-Bexbaoh 185 Maxbahn 1301/4 Bayer. Ostbahn 1333/4 Hess. Ludwigsb.-Aot. 1553/4 Rhein-Nahebahn-Act. — Oberhessen „ 79 l/a Wechsel. Amsterdam k. S. 991/4 Augsburg k. S. 993/4 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 961/4 Brüssel k. S. 93*/g Hamburg k. S. 87*/4 Leipzig k. S. 105 London k. S. 1173/4 Lyon k. S. — Paris k. S. 93‘/a Wien k. 8. 96i/z ditto m. S. — ditto 1. S. — Diskonto 31/2% G. Preuss. 4^2 % Oblig. 99 Frankf. 3^2 % Obi. $23/8 Nass. 41/2 °/o Obi. 98 Kurhess. 4% „ 893/< Gr. Hess. 5% Obi. 103 » n 4% n 95V» » „ 31/2% „ ” Bayer. 5% » 101 „ 41/2 0/0 1jährige 99 „ 40/g 1jährige 931/4 Würtemb. 41/2% Obi. 98V4 Baden 472% Obi. 0. E. L. 97i/4 Oesterr. Silberrente 57 „ Papierrente 49 R 6% M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 991/4 w 1882r 97 n 1885r 96t/i „ „ 1887r 963/8 Spanier, neuest. 3% 311/2 Prioritäten. 30/0 oster. Stsb.-Prior. 58 3°/0 öst. s. Lombard 733/4 30/0 Livorneser 34 50/g Toscaner 537/a 5% Elisabeth.-Prior. 78 do. II. Emiss. 8 41/2 Geldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 45-45i/4 Sachs. n — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 39—41 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 55—57 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 20*/2—21V2 Engi. Sorer. 11 49—51 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25-26 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 67 Nassau 25 fL 405/g 40/0 bayr. Präm.-Anl. 1111/2 Ansbacher 7 fl. 1 ls/s 40/0 badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 69 Oestr. fl. 250 v. 1854 76i/2 1858r Prioritätsloose 173 1860r Loose 861/4 1864r n 137 Braunschweiger 181/4 Stadt Florenz 823/4 Aetlen. Frankf. Bank 138 Frankf. Vereins-Kasse 1081/2 Bannst. Bankact. 388 Wien Bankactien 735 Galizien 239 Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Lentral-Burkau für Inscrstr bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort dtrect an die betr. Zeitungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalpreisen der Zeitungs-Expeditionen berechnet. Kostenvoranschläge gratis und umgehend. Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. Jaeger'sche Buch-, Papier - und Landkarten-Handlung. Frankfurt a M., Domplatz Nr. 8. •*> - 28«/« Rosien-Ersparniß bei Annoncen. Bekanntmachungen aller Art befördert prompt in fämmtltche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 5—25<>/0 Kosten-Ersparniß die Annoncen - Expedition von G. Schlotte in Bremen. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Allgemeiner Anzeiger 3274) Meinen am Wismarer Weg ge- z« 3333) Hiermit mache ich die ergebenst Anzeige, daß ich meine seitherige Wohnung auf dem. Reichensand verlassen habe und nun in der Neustadt, bei Herrn Kaufmann Freund, Lit. D. Nr. 86, wohne. L. Sch epp Wütwe, Hebamme. Holländischer Käse, frische Sendung, bei (3337) H. E. Zughardt. (giitmad)fffigr. 3293) IZestragon, ä la ravigotte, feinste Weinessige empfehlen I. A Busch Söhne. | Mein Tuch und BukSkin-Lager, billigen und festen Preisen, empfehle bestens. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil P i st o r. 3001) Für die Vaterländische Feuer - Versicherung!; - Aellen- Gesill schaff zu Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr billigen und festen Prämien. F f”ta”n* Firma: Earl Hoffmann. Bekannt m a ch u n g. 3342) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis;, daß die entworfene Wahlordnung für die Wahlen des Vorstandes der israelitischen Nellglonsgemeinde dahier die Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern erhalten hat und daß die Liste der danach zur Wahl stimmberechtigten Gemeendenntglreder drei Tage lang, den 10., II. und 12. d. Mts., ans dem Bürcan des ersten Vorstehers, Herrn M. Hirsch, zur Einsicht der Betheiligtc» offen gelegt sein wird- Der Vorstand der israelitische» Religionsgemcindc. 3282) Ein Sopha von Kirschbonmholz legenen Garten beabsichtige ich mit der ist zu verkaufen. Lindengasse Lit. A. Nr. 231. Erndte zu verkaufen.Fr. Pfeil- Älrickmafchmkn. 3159) Außer der Anfertigung aller Sorten wollener und baumwollener Strümpfe werden auch solche zum Anstricken jetzt wieder ange^ nommen- I- A. Busch Söhue. 3317) Gebrauchte Bücher für Philologen und Gymnasiasten, sowie eine Münzensammlung, sind billig zu verkaufen. Wallthor Lit- A- Nr 152. Milchverkauf. 319M) Durch Veränderung des Fahrtenplans ist nunmehr täglich, Vormittags halb 9 Uhr u. Abends 1 Uhr, im früher LooS'- fche» Höfchen, Lit. D. Nr. 218, frische Milch und Dickmilch z» haben. 3316) Flaschcnbicr i 6 fr., frei in's Haus geliefert, bei Georg Dörr, Kirchenplatz. s lleutsclics llacaiiou«. empfohlen von mehreren namhaften Aerzten als feines, leicht verdau- ltches Nahrungsmittel für Kinder, Kranke und an geschwächter Verdauung Leidende, und bereitet unter ärztlicher Controle bei Angelo Sabbadini, in München. In Gießen au haben bei I. M. Schulhof, Marktplatz- Für 3 Thlr. versende ich ein Mittel, den Trinkern das Trinken mit oder ohne Wissen zu entwöhnen. O. I. Grone in Ahaus, Westfalen. Bestellung nimmt die Expedition dieses Blattes entgegen.__(2630) Neue Matjes-Häringe empfehlen I. A. Busch Söhne. (2371) 3319) Königs-Reisstärke in feinster Qualität empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. Feilgebotenes. Neue Matjes-Häringe empfiehlt Emil Fischbach, (3318) __________Seltersweg. 3234) Ein fast noch neuer Sessel mit Rohrsitz ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. ___________________ Vermischte Anzeigen. Neuer Turnverein. 3336) Die unlängst verschobene Turnfahrt nach Kloster ArnSburg soll nun nächsten Sonntag den 13. d. Mts. aus- gesührt werden. Abmarsch Morgens 9 Uhr vom Neuenweger Thor aus. Heimfahrt nach Belieben mit oer Bahn Abends 10 Uhr. __________________Der Vorstand. 3313) Drei gute SchuhmachergeseUcn finden dauernde Beschäftigung bei G. Meininger, Sonnenstraße. Bermiethungen. 3021) Das seither von Frau Pfarrer Kreckmann im Darmstädter Haus bewohnte Logis ist im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen und vom 1. October an zu beziehen. ___________ 3339) Zwei Logis sind an stille Familien zu vermiethen. H. Werner, Neustadt 197. 3302) Die Mansarde meines Hauses, von Frau Professor Neichell bewohnt, ist vom 1. October an anderweit zu vermiethen. Carl Jughardt, Kanzleiberg B. 72. 3335) Bei Frau Dr. Hanstein, Weid- gasse Lit. B- Nr. 98, ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 3202) Ein kleines Logis zu vermiethen. Neuenweg 134. 3267) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Ehr- Reiber, Kreuz. 3331) Der 2- Stock meines Wohnhauses ist zu vermiethen und Ende August beziehbar. Georg Herbert. 3270) Ein möblirtes Zimmer ist sofort zu vermiethen. Neuenweg B- 194. 3315) Eine Werkstätte ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped d. Bltts. 3334) Handlanger finden dauernde Be- chäftigung bei L- & A. Petri. 3272) Ich wohne bei Herrn Heinr. Vecker, Neue Anlage C. 26. Mr. ined. Salzer. I Stotternde werden in ca. 14 Tagen in meiner Anstalt geheilt. Honorar nach erfolgter Heilung. Prospect, Attest-Auszug gratis und franco; erste Referenzen im Prospect. (q. 496.) Burgsteinfurt in Westphalen. K. Veltrup ? Spracharzt. 3329) Ein zuverlässiges älteres Kindermädchen oder Kinderfrau wird gesucht. _____________________Dr. Nr cttenbeimer. 3230) In ein hiesiges Fabrikgeschäst wird ein junger Mann mit den nöthigen Vorkenntnissen in die Lehre gesucht- Meldungen bittet man bei der Exped. d. Bltts. schriftlich einzureichen._________________________ 3340) Ein braves Mädchen, welches bürgerlich kochen kann und die Hausarbeit gründlich versteht, sucht sofort Stelle. Näheres zu erfragen bei H e i n r i ch Unverzagt im Loos'schen Höfchen.__ g Mechaniker, physikalischer Instrumente geübt, finden Beschäftigung bei F- Süß, Univ.-Mechaniker in Marburg. 3338) Eine zweitstillendc Amme wird ge- sucht- Kirchenplatz Nr. 23 Versteigerungen. Bekanntmachung. 3328) Künftigen Montag, den 14. d. Mts., Morgens 9Vr Uhr, soll die Hafer-Erndte von circa 25 Morgen fiskalischer Wiese in der Gemarkung Gießen von der sog. Weidwiese, Loos Nr. 9 bis 18, auf dem Halme an Ort und Stelle loos- weise versteigert werden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Gießen, den 8. August 1871. Großherzogliches Rentamt Gießen. In Verh. des Rentamtmanns: Roth, Finanzaccessist. Erndte - Versteigerung. 3321) Montag den 14. August, Morgens 9 Uhr, soll die Erndte des Heinr. Heidt, bestehend in Waizen, Gerste, Hafer und Erbsen, auf dem Halme versteigert werden. Burkhardsfelden, den 8. August 1871. Neb eling, Curator. be- Rheinischer Renn-Verein Äomenten, am Betteffmd — 18. CD Zinße r scher Garten 3341) Wir t BtlttfftNd: co Grund-Kapital 13 Millionen Thaler. . 4858 431 61 51 Die von einem erwählten Comit^ Mitglied KT h tv. SÄ! '"•AI - ober Chr. Wallenfels jun. (1091) 9icbactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pieisch) in Gießen an die @rc( Ettingshause Mmzli>r, CO TF CO CO Noth- 12 fr." 39 „ an die em Air e fi. i. - „ - 30 und namentlich Krarckheitszuftänden c. Unkosten: 1) Inserate . 2) andere Unkosten Zweiter Platz . . Or'tter „ . . fl. 5. - , 2. 30 „ W - Zur Ertheilung jeder wünschenswerthen Auskunft, sowie zur Vermittelung von Verstcherungs - Anträgen, empfiehlt sich Bernhard Behfuß in Gießen, Carl Gaul« in Darmstadt. fl. - fr. 36 „ Erster Platz für Herren, / §• v „ „ Damen, i Ein Herrenbillet für 3 Tage (Srwrrlirlmiik ;u (liiclicn. Außerordentliche Generalversammlung: Samstag den 12. August, Abends 8 Uhr, im heil»’«dien kleinen Saale. Tagesordnung: 1) Weigerung des Rechners, dein Beschluß des Vorstandes züZich in 6 Lorals, nachzukominen. 2) Beschwirde des Rechners gegen obigen Beschluß, eventuell 3) Enthebung des Rechners von seinem Amte. Gießen, den 9. August 1871. Verein zur Unterstützung non Familien in's Feld gezogener Soldaten. 3344) Nachdem unser am 16. August 1870 gegründeter Verein durch die erfolgte Rückkehr unserer Truppen einen Abschluß seiner Thätigkeit gefunden hat, erübrigt uns nur noch, allen Denen, welche uns so reichlich mit Herz und Hand zur Erreichung der Vereinszwccke die erfreulichen Mittel gewährt haben, unfern aufrichtigsten und wärmsten Dank auszusprechen und in Nachstehendem eine Uebersicht unserer Wirksamkeit zu veröffentlichen. Ungarische fl. 100 Pramirn-Loosr. .. 3174) Diese Loose, von der Könifll. Unflat. Regierung garaniiri, ge= boren unstreitig zu den sichersten Lotterie - Papier, n. 0 B Ziehungen : am 15. August, 15. November, 15. Februar, 15 Mai. Haupttreffer: fl. 250,000, 200,000, 150,000, 100,000 u s w fll 108 0EiOflen toerben- Die Gewinne „„„ 3 4 fr. welch letzteren durch die Kosten der heutigen Veröffentlichung und das noch rückständige Hono ar für den Vereinsdiener abforbirt wird. < Die Ausgaben vertheilen sich in: \ St. 18! Be-Ä Reserve-Fond Ende 1868 17 Millionen Thaler. Die Gesellschaft schließt Feuerversicherungen jeder Art zu festen und billigen Prämien. Für Landwirthschaft und Fabriken besonders loyale Bedingungen.— Sicherstellung der Hypothcken-Gläubigcr. - Bei mehrjähriger Versicherung unter Vorausbezahlung bedeutender Rabatt. — . - Stehplatz , — iO. Equipagen per Tag si.lv. und für jede Person darin fl. 2. — Reiter fl 2 30 Sammtliche Karten sind sichtbar zu trage». Das Directorium des H/teiniscften Kenn-Vereins. Donnerstag den 10. August: Abonnements-Concert, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. II. Znf.-Reg unter persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn B. Reifert Anfang 5', 2 Uhr. — Entree für Nichtabonnenten ä Person 12 fr.