Gießener Anzeiger i«l. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Gießen. 1871« Samstag den 9. Tcccmbcr Ne. 287. ff* Oie hochgeachtete und bedeutende Persönlichkeit, sowie die seitherige politische Ha!. Der Reichskanzler Fürst Bismarck ist von seinem Unwohlsein noch nicht liefen ; ter BonapartismuS, weil er sein PlebiScit haben will, auf die alten constitu- Dost aber diese Aufgabe nur durch Abtragung der Beipflichtungen gt> in der Lage sind f, lbe, als: alt hiTjtcdtl, 8q!|> ei, Haäbrkl'n, >lzer, Möfid, Itlalltev, tlt- d(. ujä iM* niger Illusionen, als Vie Hoffnungen der Franzosen auf eine Allianz, sn es mit Nullland, es mit Oesterreich, jur die nächsten Jahre wenigstens geschcitert find, und anderseits trotz der riesenhaften Anstrengungen von Selten der französischen Negierung die französische Militärmacht in der nächsten Zukunft nocu nicht so zu erstarken vermag, daß dicsetbe den erneuten Kampf mit Deutschland ausnehmen und der Verweigerung der noch schuldigen Milliarden den nöthigen Nachdruck geben konnte. Wir dürfen mithin erwarten, und die von dem deutschen OccupationS- commando in den letzten Tagen erhobenen verschärften Maßnahmen bestärken uns in dieser Annahme, daß schon in den nächsten Wochen der französischen National . Was diese nationale Reorganisation timmen der Besonnenen, welche als die Soltkll uni weitere drer x, 7 waltung an und für sich war^ die auch nur auf ein Jahr^ V1„ f Die französische Nationalversammlung, welche in dieser Woche wieder zu- Jn der samwenaetreten ist, wird aller Wahrscheinlichkeit nach dem ungestümen Drängen i und Samen, as Reueße in glfictyitig auf nb Pc'rltfkuillk' ^'reiS uie'.ieljährig 1 ff- t2 fr. mit Dringerlohn. Durch die Post bezogen 'otertelsährig i ’S. 27 kr. rtrartt mm Bestand-1 t und Rkin- ^bmung auf ■ 6 m achten, ■’ie) isl das n|- balarrb, if 35 fr. uiannmh, bei '^ungeniütfl, Flaicke y fr. medmstm und 'm Eiipxe für (50U7) cbdacb. # fr, Ärfcheint täglich, mU Auö» nähme MontagS: Expedition: Canzletberg Sit. B. Nr. 1. —---------' » , Ä werden noch fortwährend sowohl bei der E^edition, Canzletberg B. 1, alS mnt BsEEÄAKÄerr WreHeNer MKzerMV bei allen Post-Expebitionen und den Land-Postboten entgegen genommm. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abboien taffen, »halten denselben für den Monat December zu 20 kr. । , 12 / M« ■*' Psan» 3i (fitronet 'r! ---- Brodpreise vom *). bis iS. December 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischte« Brod 22 kr. 2 Pfund gemischt-- Brod 11 kr. 4 Pfund Roggenbrod 19 kr. 2 Pfund Roggenbrod S-/, kr. utiV un3- I, >«ßgch. 1Ut ^B'tttffs'der"VkrrünLigung des Belagerungszustände« in den' zösisch-n Provinzen mein, die ,, r e»t n * t a I c o«r e f p o n b f n *' -, t u f c fl con S-ittn^der Regierung detail.rte Vorschläge zug.hen werden, die zunächst nur zur eigenen S.ch-rh-.t derDe^eLS tust stt keineswegs es ermöglichen sollen, durch finanzielle Manöver einen Th-il der bewußten drei die Franzos ) ff h!2‘£..«Ln»“u7b,r.imaii.«»allu«a,™, ,» »<• «-><<» (• .1. «S«- SÄW* -ÄS wärtigen, Grasen Andrassy, begleitet dashabamUich- - »» b,os zu „Nymphe" zugesügten Insulte und Mißbandiungen Genug,huung zu erhalten, mit nachstehender Apostrophe:. 3"°7„^° A. k s°ndern auch u dek poMischen äußerst gering sind, daher schon feg. alle Maßregeln g-,rossen werden, um snr den einer offenen und unerschütterlichen zriedenspol, , s er^ ^ch^i^ Leitung Fall einer so,Ig-setz,en Weigerung drr brasilianischen Regierung sich tue -rfor- Linie bekannte, welch- sein Vorgänger «"folgt hat, I I Unterpfand verliehe Sali-sartion dureb -in ansehnliches.ilri-gsg-schwader zu verschaffen. Dem der auswärtigen AngelegenO° °'«>^Ungar - sollen'außer den schon ftüh-r bez-.chn-ten v.er größeren Kriegsschiffen auch für die fortgesetzt-, aufrichtige Pflege der wahrest ' -n Ncebbarretch neuerdings noch zwei Kanonenboote erster Klass- attachirt werden. sosicht/ichb e ftstt"wo"de>?'stnd ' 'gür^"dieDurchj ü h,ung dieser Poliftk gib. auch> Der ftüh-r- ösi-.r-ichisch- Bo.schas.er am englischen Hof-, Graf Apponp, der Nr 46 des Reichs-Gesetzblattes des Deutschen Reiches, ausgegeben zu Berlin am 30. November 1871, enthält: » « B W .m. IN üb-r^di- Einführung des Gesches des No,dd-u,scheu Bundes, b-,reffend di-V-rpflichtung zum Kriegsdienste, vom 9. November 1867 m Bayern. V°m 24- Schvember 18^1-^ ^.„ffend die Einftihrung des Gesetzes des Norddeutschen Bundes vom 8. April 1868 über die Unterstützung der bedürftigen Familien zum Sunfie Unberufener : d-s°G°sch-s^s'N°rddeutsch-n Bundes über die Ouarticrleistung für di- bewaffnete Macht während des Friedenszu- standes, vom W. Juniin »ab«. Som»•>" 24 November 1871. 742) Ernennung von Generalkonsuln, Konsuln und Vicekomuln des Deutschen Reichs. $ SS. S«s»- •** ««sä» ä «*. Gießen, den 6. December 1671. <^n Verhinderung des Kreisraths: K ekul 6, Kreisassesior. —«■ ■JLf <^«C! r..pp"" . nßP w 8. December. Die hochc achtete und brdeutknde Perfonticytkir, fvwie vie v»*- t Die „Provinzialkorr'spondenz" : tU"a °D-r"Ne!chS^>njl'-r"Fürst Bism»ck"ist' von seinem Unwohlsein noch nicht Daß°'Ü^RM^gi-run7'.hr-',7-iw "auf die tniLrige Billigung nicht -inen völlig wi-d-rherg°st°v.; doch ist in seinem B-finden bereit- -in--rh-blich-Besserung unbedingten Wer,b legte, 1i»6 auantX* cnt^Ccr"' au^r.ei ""^'"'Die französische Nationalversammlung, welch- in dieser Woche wieder zu- noch zul-tzt dem Reichstage anhetmstellle, "S Pauschquantum -nt > , Ng-Ir-te» .st wird all.r Wahrscheinlichkeit nach dem ungestümen Drängen Jahre oder aus e.n Jahr zu b-will.g n, I drns ll ab-r ohne Adsti'ch. J» «« '«^^»alen und bonapa.tistischen Pa,t°i nach -tner ronstituirenden Versammlung That hätte tu Regierung, wenn sie di- Sach- nur vom d'aridpu r^m fl nfld, bl.n. Beide Parteien agitiren aus'- lebhafteste für die Auflösung der lichst vollständigen finanziellen Regelung hatte b-hanvcln «°Ucn- t fltg,nttlidifl,n Nationalversammlung unter dem Vorwande, Frankreich-in-defintüve finden können, °-n nach .hrer U-b-rz-ugung zu. knappen Pansch -trag Lnung zu geh n; der Bonapatti-mu«, weil er sein Pl-biS-it haben will, auf P - Jahr- bestehen zu lassen. Im finanz.ellen Jnt-r-ss- der^ K '-g-«- . Wuderherstellung des Kaiserreichs groß- Hoffnungen s-tzt; der " °ar °i- Verlängerung des b>- ,aftn.W ^. «. w« "oaß di- ermüd-.- Bevölkerung ihm d.- Majorität ein Jahr, -,7'« ftlä unter d^ ft 2 Eindruck- un- b-hufs G.undung der d-fim.tvrn R-publ.k g-b-n wird. Ob diese beiden Parteien, wird allseitig anerkannt, daß di-Regi-rung selbst un- aünstiaste Stirn, welche halb bewußt, halb unbewußt gemeinsam openren, über die alten eonstitu- v-rgleichlich-r Erfolg-^^der^Arme^. un erund gemäßigten R-pnblikan.r de» Sieg davonlragen w°rd-n, ist mind°. wung zu einer befriedigenden F.stsi-llung -,nes wirklichen M.I.tareia g I zweifelhaft. Die Organ- der l-tzt-ren plaidiren für -in -ng-re- hätte Wenn die Regierung tr-tzd-m »»g'st'«»« °"L-scheu Eon de Rück^ Aneinander-Vließen der beiden Hauptfraetionen in der National--,sammlung, so auf drei Jahr- hinaus zu '"rlangern ° u. tr für fu, «bß f«»«« « ek Regierung de- Heern Thi-rs, gestützt auf -in- f-st- Major.,St, unb-kum^ ficht auf di-Verständigung mit dem R- ch-tage, «»'«»»lich d« P l ttch G ch » I fc8 Monarchisten, die nationale Reorganisation energisch punkte entscheidend gewesen sein, welche Präsident d S 9°,cySianz. durch,ührcn könne. Was diese nationale R.°rgan>,a„on den Worten zusamm-nfaßte- „Für die ««bunv-t-n Reg!.»»,«i lugt d politftch- '« «9 ü #u Z-iimmen der Besonnenen, welche als d.e W-rth der Vorlage darin, daß die ganze Welt durch Umstärden ebenso »ornchmste Ausgabe und als die unerläßl.-de Lorauss.tzung der Wudergeburt weiß, daß Deutschland im 2^l- 1874 ganj^ebenso, ««ta“ Reichs- Frankreich« die Räumung des sranzosischen Gebnt« von den deutschen Truppen gerüstet dastehen werde, wie .S heute dast-ht. Auch b i d r Ä 9 « » aber diese Aufgabe nur durch Abtragung der V-.pfl.chtung-n ge- ziz au drei Iah -in Mittel der parlamen.arifchen Macht und des An ehen " SmÄsrn iSAfW &s v&tt «Li* teBÄtfSfs??, s «ÄÄ. »Ä »'!. X. .!• .» »<> W"W" von dort abberufen ist, wird, wie wir von unterrichteter Seite vernehmen, an Stelle del Fürsten Metternich als Botschafter nach Paris gehen. Aus Maffowah und JiDDah in Abessinien sind Gerüchte nach Aegypten ge- drungen, denen zufolge Fürst tiajfar von Tigro die römisch-katholischen Missionäre auf seinem Gebiete mißhandelt. Ans Oberhessen. Der Personen- und Güterverkehr der oberhesfischen Bahnen hat während Des letzten Monats sowohl auf der Linie Gießen-Gelnhausen als auch auf der Linie Gießen-FulDa beträchtlich zugenommen; namentlich ist Der Lokalverkehr auf der letzteren im beständigen Zunehmen begriffen. Zu Anfang des nächsten Jahres soll ein- Dtrecte Beförderung von Personen und Reisegepäck zwi- schen Stationen dieser Bahn einerseits und der Bebra-Hanauer und Frankfurt- Hanauer Bahn anderseits stattfinden. Darmstadt, 5. Dec. Zu den Beschlüssen des Protestantentages und der hessischen Protestantenversammlung in Betreff der Verkündigung des Unsehlbarkeits- dogma's und der Zulasiung der Jesuiten in Hessen sind ZustimmungSavreffm ein- gereicht worden von: Worms, Homburg, Groß-Bieberau, Sickenhofen, Affolterbach. Dieselben sind von Mitgliedern aller Confesstonen unterzeichnet. In zahlreichen Gemeinden des Landes sind ZustimmungSadreffen im Umlauf. — Nach dem Blumenthal'fchen Projekt werden 10 neue Straßen angelegt und erhalten die Häuserreihen von 5 Straßen Vorgärten. Der neue Stadttheil erhält drei freie Plätze, wovon der größte, ohnweit der Gassabrik, Morgen ausmißt. (M.-Z.) Darmstadt, 7. December. Am 18. d. soll die feierliche Eröffnung der Bahn- strecke Mainz-Alzey, am 20. diejenige der Ooenwaldbahn stattfinden. Der Tunnel bet Höchst ist vorn 10. an befahrbar. Mainz, 5. Dec., Abends. Bis jetzt hat die Nachricht über Verschüttung eines Hauptfchachtes im Essener Revier {einerlei Bestätigung gefunden und es wird die gestern in Köln verbreitete Nachricht auf einen einfachen Einsturz des Einbaues eines Förderungsschachte- zurückgeführt. Coblenz, 7. December. Der Oberpräflvent der Rheinprovinz, v. Pommer- Esche, wurde heute Vormittags vom Schlage gerührt und blieb tovt. t Berlin, 6. December. Die Fabrikation falscher Kassenscheine scheint jetzt zu einem besonderen Jnlustriezwetge geworden zu sein. Außer den falschen preußischen Darlehns-Kassenscheinen befinden sich gegenwärtig auch noch falsche russische Banknoten in Umlaus, welche dem Anscheine nach ebenfalls aus Frankreich importirt worben sind. In Warschau sind neuerdings zwei Handelsleute verhastet worben, welche sich mit ber Verbreitung solcher falschen Noten beschäftigten unb bereits eine große Anzahl verwechselt hatten. Ihre Verhaftung hat zur Entdeckung einer ganzen Gesellschaft von Personen geführt, welche sich zu gleichem Zwecke in Deutschland umheltreiben. + Berlin, 6. December. Von Köln aus ist eine Petition für bessere Sicherstellung der Religionsfreiheit an bas Abgeordnetenhaus abgegangen. Die Petition beantragt: 1) daß die Führung von Etvilstands-Registern durch weltliche Beamte und die obligatorische Civilehe im ganzen Gebiete des preußischen Staates durch ein Gesetz ungeordnet werde; 2) daß Vas Recht der Eltern, die religiöse Erziehung und Bildung ihrer Kinder selbstständig zu bestimmen, vollkommen gesichert und demgemäß der gegenwärtig bestehende staatliche Zwang, durch welchen die Schüler der öffentlichen Unterrichtsanstalten dem Religionsunterrichte und dem gemeinsamen Schulgottesoienste beizuwohnen genöthigt sind, aufgehoben sind; 3) es möge die bürgerliche Gesetzgebung über das Kirchenvermögen einer Revision unterzogen und dergestalt geordnet werden, daß in Sonderheit Vas zu allgemeinen kirchlichen und religiösen Zwecken der kirchlichen Ortsgemetnde bestimmte Vermögen als Eigenthum dieser Gemeinde ausdrücklich anerkannt, dessen Verwaltung einem aus Wahl derselben Gemeinde hervorgegangenen Kirchenvorstande übertragen und eine exekutorische Kirchensteuer nur mit Bewilligung dieses Vorstandes aufgelegt werde, jedoch mit dem Vorbehalt, oaß alle dem Bekenntniß, wie es bis zum 18. Juli 1870 in der katholischen Kirche bestand, angehörenden Katholiken als Mitglieder dieser Kirche anzuerkennen und demgemäß als zu dem Mitgebrauch des kirchlichen Eigenthums berechtigt zu behandeln seien; 4) daß im Falle der Erfüllung der unter 1 ausgesprochenen Bitte wider Erwarten für jetzt auf unübersteigliche Hindernisse stoßen sollte, im Gebiete de- nichtrheinischen Rechts die geistlichen Vorsteher aller kirchlichen Genossenschaften, auch der etwa sich bildenden und vom Staate als katholisch im Sinne der Verfassung anzuerkennenden sogenannten altkatholischen Gemeinden, mit dem Rechte, öffentlichen Glauben besitzende CivilstandS-Register zu führen, betraut weiden. — Die Petition ist das Ergebniß von Berathungen des „Katholischen Central-Comite's zu Köln". Der am 18. September 1867 mit dem Herzog Adolf von Nassau abgeschlossene Vertrag überträgt die Zahlung der Apanage des Prinzen Nikolaus von Nassau im Jahresbetrage von 18,000 fl. der preußischen Staatskasse und behält die Ablösung derselben besonderer Verhandlung vor. Der Prinz hat sich nunmehr mit dieser Ablösung einverstanden erklärt, und das Ablösungökapital ist in einem vorbehaltlich der Genehmigung des preußischen Landtages getroffenen Ueberein- kommen auf 158,430 Thlr. 25 Sgr. 9 Pf. am 2. Januar 1872 zu zahlen, festgesetzt worden. In Folge der zunehmenden Auswanderung hat sich die Gemeindeverwaltung von Metz am 30 Nov. direct an den Fürsten Bismarck gewandt mit der Bitte, die Confcription auf fünf Jahre hinauszuschieben. Das Schreiben hebt unter Appellation an dte staatsmännische Klugheit des Reichskanzlers besonders den Umstand hervor, daß durch die Emigration das Land verarmt und daß es der Würde des Reiches nicht angemessen sei, in Elsaß-Lothringen eine Wüste zu be- sitzen. Zur Frage der Trennung der Schule von der Kirche liegt wieder ein nicht uninteressantes Aktenstück vor. Die städtische Schuldeputation von Berlin hat jetzt an die katholischen Geistlichen, welche in Berliner Eommunalschulen Religions- unterricht geben , ein Schreiben gerichtet, in welchem gerügt wird , daß in den oberen Klassen der katholischen Gemeindeschulen der Religionsunterricht nicht in seinem ganzen Umfange von den betreffenden Klassenlehrern, sondern ein Theil desselben von den Special - Aufsehern oder einem anderen Geistlichen übernommen und außerdem der Religionsunterricht in der Schule mit dem Eommunikanden- Unterricht verbunden wird. In dem Schreiben wird nun die Abstellung dieser Einrichtung verlangt und angeordnet, daß vom 1. April k. I. ab die Klassenlehrer den gesammten Religionsunterricht in den dafür festgesetzten wöchentlichen Lehrstunden ertheilen sollen. Seitens der Geistlichkeit wird hiergegen bei der Re- gierungsbehörde Protest eingelegt werden. München, 7. December. Der Erzbischof von München ruft den „verfassungsmäßigen" Schutz der Staatsgewalt an hinsichtlich der Vollstreckung der Ent- etzung der Pfarrer von Tuntenhausen und Kiefersfelden von ihren Pfründen. Straßburg, 4. December. In der „Straßburger Zeitung" erscheint folgende Circularverfügung: Die mir unterstellten Behörden mache ich darauf aufmerksam, daß Diplome, Brevets und andere BerechtigungSzeugniffe, welche von französischen Behörden seit dem 26. Februar d. I., als dem Tage der Abtretung Elsaß-Lothringens an Deutschland, ausgestellt sind, keine Wirkung im Reichslande haben. Wenn in einzelnen Fällm besondere Gründe für die Anerkennung solcher Berechtigungszeugnisse obwalten, so ist darüber an mich zu berichten. Straßburg, 2. December 1871. Der Oberpräsivent von Elsaß-Lothringen: v. Moller. Straßburg, 6. December. Eine Bekanntmachung des Oberprästventen untersagt den Deb.t der Berliner Zeitung „Germania" im Gebiete von Elsaß« Lothringen. Schwerin, 5. December. Der Kaiser hat dem Großherzog in Anerkennung seiner Verdienste um den glücklichen Ausgang des Krieges am 4. d. das Großkreuz des Eisernen Kreuz s verliehen. Prag, 4. December. Der Pilsener Erzvechant verweigerte einer protestantischen Frau ein Grab neben ihrem katholischen Gatten auf dem katholischen Fried- Hofe. Der Bürgerin ijler öffnete jedoch selber den Friedhof und ließ den Wunsch Der Verstorbenen vollziehen, worauf eine Consistorialklage anhängig gemacht wurde. Der czechische Club ist in nicht geringer Verlegenheit über diesen Conflict mit dem Clerus. Brüssel, 6. Dec. Das neugebildete Cabinet De Theux-Malou enthält kein Mitglied der katholischen Reformpartri. Es repräsentirt die alte katholische Partei. Demnach steht eine rein clcrifale Politik zu erwarten. Brüssel, 6. December, Abends. Wie Die Blätter melden, hat der König folgende Definitive Ministerliste unterzeichnet: de Theux Präsident und Minister ohne Portefeuille, Malou Finanzen, Monheur öffentliche Arbeiten, Delcour Inneres, D'Aspremont-Lynden AeußenS, de Lantheerc Justiz, Guillaume Krieg. Paris, 5. Dec. Der neue Botschafter für Berlin, Marquis v. Gontaut- Biron, reift am Sonntag nach Berlin ab; man erwartet vorher die Nachricht von der officiellen Ernennung des Grafen Arnim zum Gesandten bei der Republik. — Heute Morgen sind die VerkausSläden des Louvre, die „Maisons de nouveauUs“, abgebrannt; das Feuer entstand durch Unvorsichtigkeit. (Nürnb. Corr.) Paris, 6. Dec. Morgen bei Beginn Der Sitzung wird die Botschaft des Präsidenten verlesen werden. — Die UntersuchungScommisfion über die Kapitulationen hat so gravirende Documente gegen Bazaine in Händen, daß derselbe vor ein Kriegsgericht gestellt werden wird. Paris, 6. December. Thiers hat den Herzog von Aumale und den Prinzen !von Joinville empfangen, aber Die Unterredung darüber, ob sie ihren Sitz in Der iNational-Versammlung einnehmen sollen, auf Freitag verschoben. — Das Mitglied der Commune, Lisborne, wurde zum Tode verurtheilt. London, 6. December. Wie hierher gemeldet wird, ist die Legung des unterseeischen Kabels von Portorico nach Jamaica beendet. Constantinopel, 4. December. Gmem Vernehmen nach hat die Pforte gestern ein Telegramm an den Fürsten Karl von Rumänien gesandt, worin sie denselben dringend ersucht, den Abschluß der Eisenbahn-Angelegenheit möglichst zu beschleunigen. Washington, 4. December. Dev bisherige russische Gesandte Katakazy hatte sich zumeist Dadurch unmöglich gemacht, daß er, wie ihm allgemein vorgeworfen wurde, offen gegen das Zustandekommen eines friedlichen Ausgleiches der Alabamafrage zwischen England und Amerika intriguirte. Daß der deutsche Gesandte, Baron Gerolt, ein Gleiches gethan habe, war unseres Wissens bloß von einem einzigen sehr unverläßlichen amerikanischen Blatte behauptet worden und sand wenig Glauben. Trotzdem hält es Die Newporter „Times" für ihre Pflicht, auf das Bestimmteste den deutschen Gesandten von einem derartigen Verdachte freizusprechen, und desgleichen Den amerikanischen Gesandten Bancroft in Berlin, der mit in die schmutzige Jntrigue verflochten gewesen fein sollte. In Guatemala dauern nach Den letzten Berichten die politischen Unruhen fort. Der Erzbischof und Der Bischof sind wegen Theilnahme an Der jüngsten Revolution des Landes verwiesen worden. Local - Notizen. Der Winter in Gießen hat im Mittel aus 23jährigen Beobachtungen eine Temperatur von — 0,210 K., also kaum weniger al« der Schmelzpunkt des EiseS. Unter Winter sind hier im meteorologischen Sinne die Monate December, Januar nnd Februar gemeint. (3ur Vergleichung diene Folgendes: Die Winter-Tem- peralur beträgt für Petersburg — 6,7°; Brocken — 6,6°; Riga — 3,70; Warschau — 2,30; Königsberg — 3,6°; Berlin — 0,30; Leipzig —0,10; Dresden — 0,0»; München + 0,2°; Straßburg 4- 1,0»; Parts -f- 2,60; London -j- 3,30.) Der kälteste Winter unter den regtstrirten hatte — 2,9° (1844/45); der wärmste -f- 2,50 (1868/69); hiernach beträgt die ertreme Schwankung 5,40. Io Winter hallen eine Temperatur über Mittel, 13 unter Mittel. Die kalten oder warmen Winter kommen gewöhnlich in Gruppen zu 2 bis 4 vor, seltener vereinzelt; 1865/1868 waren die Winter über Mittel; die folgenden unter Mittel, nämlich 1869/70 — 1,50; 1870/71 = — 2,30— Es hat sich bis jetzt nicht Nachweisen lassen, daß es Anzeichen giebt, aus welchen man aui die Intensität eines bevorstehenden Winters schließen sönnte; z. B. früherer oder späterer Abzug der Wandervögel u. dgl. F r i f ch b ä ck e r j u Gießen. Sonntag den 10. December. Christian Lampus auf dem Seltersweg, Christian Jughard in ber Wallthorstraße und Daniel Rühl am Nathhaus. Anzeige Der evangelischen Gemeinde zu Gießen. (H 0 t t e s d t e tt st. 4 n t ( Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Am 10. December. Nachmittags: Pfarrer Land mann. (Nach der Predigt Ordination eines Pfarramts -Candidaten durch Superintendenten Dr. Simon.) Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 10. bis 16. December besorgt Pfarrer Dr. Seel. Wt über biefti lcu r°thD fein "holiscdk Jurin. ün"tlr^Un9<- I vfrunben. » ** Mm i Ä-*H 0 feit in tig. JtttUbtt |87| 1111 ’M Elfgj. “*»erte«iiuM -f- ’M ®rij. 7" »TCttÜag, ■« M tn Börseitnachrichten. 7. December 1871. । Preuss. 4%% Oblig. 1013/4 Frank:. 3i/a% ObL 87% Nass. 41/80/0 Obi. 99 Knrhess. 4% „ 92% Gr. Hess. 5% Obi. 103% , . 4% „ 96 n n 31/2% » 92 Bayer. 5% „ 100% n 41/2% 1jährige 99% n 4% 1jährige 943/4 Würtemb. *%% Obi. 993/4 Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 993/ti Oesterr. Silberrente 58% „ Papierrente 50 Amerik. Bonds 1881 r 1003/4 „ „ 1882r 971/2 „ n 1885r 97i/4 , n 1887r 983/8 Spanier, neuest. 3% 317/g Aetlen. Frankf. Bank 1375/s Franks. Vereins-Kasse 121 Darmst. Bankaot. 464 Wien Bankactien 809 Galizien 258% Oest. Creditact. 3201/2 Aetlen. 5O/o östr. F. St. E. B. 3961/4 Lombard. Bahn 204% Ludwigsh.-Bexbach 194 Maxbahn 142 Bayer. Ostbahn 145 Rhein-Nahebahn-Act. 391/2 Hess. Ludwigsb.-Act. 185 Oberhessen r, 80 Prioritäten^ 3O/o öster. Stsb.-Prior. 581/4 3% öst. s. Lombard 791/2 3O/o Livomeser 373/4 5O/o Toscaner 58 5% Elisabeth.-Prior. 81 do. II. Emiss. 79% Anlehennlooae. Wechsel. Amsterdam k. 8. 99% Geldsorten. fl. kr. Augsburg k. S. 99% Berlin k. 8. 105 Bremen k. S. 96 Brüssel k S. 93 Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118 Lyon k. 8. 91% Paris k. 8. 91% Wien k. 8. 99% ditto m. 8. — ditto 1. 8. - Disconto 4% Kurh. 40 Thlr. Loose 69% Nassau 25 fL 44 4% bayr. Präm.-Anl. 112i/2 Ansbacher 7 fl. 12 40/g badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 69 V2 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 365/g Oestr. fl. 250 v. 1854 77% 1858r Prioritätslooee 189 1860r Loose 873/8 1864r „ 140V2 Braunschweiger 19% Stadt Florenz 84 Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 18—19 Engi. Sover. 11 47—49 Russ. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 24%—25% o:r t Frankfurt a. M., 7. JDecemöer. Börsenbericht. Während wir gestern nur VON Flauhelten und RtalisatlonSlust zu berichten hatten, zeigte heute der Horizont der Börse sich bedeutend freundlicher. 1 1 ' v. r, Die Wiener Morgencourse waren über alles Erwarten günstig und in Folge dessen eröffnete die hiesige Börse mit guten (Sourfen und reger Kauflust. Nur auf nicht entsprechende Berliner Notirungen bin erlahmte das Geschäft und schwächten sich die Preise der SpeculationSpapiere etwas ab. Creditactien waren von 19%—20%—19%. Staatsbahn 3953/4—96—95%. Lombarden 204 %—%—3/g. Silberrente 58%, %6. Spanier 31%. 1860er Loose 87% im Verkehr. Für veilsofte Amerikaner wurden 96%6 bezahlt. Auch für junge Bankactien war etwas regere Kauflust, Pfälzische Bank ging 110%. ILechSlerbank 106%. 3n den nächsten Tagen gelangen 5procentige Prioritäten der Vorarlberger Eisenbahn im Betrage von circa 7% Millionen zum Verkauf an die Börse. Die Obligationen sollen, wie wir wren, zum (Soun? von 83% abgegeben werden. Verzinsung ist eine 'llprocentige steuerfreie in Silber. Es läßt sich wohl annehmen, daß dieser kleine Betrag von Prioritäten in Anbetracht, .aß andere 5procentige österreichische Prioritäten, wie Nied-, Braunau-, Linz-BudweiS-, Nordwest,, franz-JosePh, um einige Procente höher stehen, willig Abnehmer finden wird. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und hessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen mulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. ht der ftönig , 11 m Rillisttr : ^fcoarjnotrti, [ v. Sontaul« I « Hst Nschniht dn tn Stpublil. de nonveaules8, I den.) ?it Botschaft M I fr tu Gapitulo» tat dichlbi vor j ent bin $rin|to ! drin Sir in tn ! l — Daß Nit« tte Lf-nng bi# i hat bit Morti ih, wria sif . eil »özlichß ju - tfatN» wu Bim lOTgtttoijtn \ jt? tn Blabama* < ititschr Äisandli, I 1 Mcj von (inen 1 unt fanb vioiz pflicht, auf ta» chlk fttizchttch», 8| ter mit in fünfen Ub* 1 e an tu jün0Pe® >,rrs vä*:" * .02 : W * . LtivaikiaS I6 f.itffl ovn w-r* 186* watfl 1 J , D,ifl L sMkk w n zMslvrS' Allgemeiner Mnzeiger.. PolizeiVerordnung. Ein der Tollwuth verdächtiger Hund, schwarz, mittelgroß, mit langen Haaren und langer Ruthe, ist, nachdem er in Alt-Buseck mehrere Menschen gebissen, gestern in Gießen bemerkt worden und hat auch daselbst Menschen zu beißen versucht. Da mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, daß er auch Hunde gebissen hat, wird hiermit aus Grund des Art. 261 des Polizeistrasgeseßes für die Stadt Gießen verordnet: Alle Hunde in der Stadt Gießen sind bis auf Weiteres in den Hofraithen in sicherer Verwahrung zu halten. Ausnahmen sind nur gestattet, wenn Hunde mit einem, das Beißen vollständig verhindernden Maulkorbe versehen sind. Zugleich wird auf die Bestimmungen der Art. 259 und 360 des Polizeistrasgeseßes hingewiesen, wonach der Polizeiverwaltungsbehörde alsbald Anzeige zu machen ist, wenn bei einem Hunde Anzeichen der Wasserscheu beobachtet werden, oder ein Hund von einem der Wuth verdächtigen Hunde gebissen worden ist. Gießen, 8. December 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V. d. K.: Kekul6, Kreisassessor. Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Bekanntmachung. 5124) Zu Gunsten einer Forderung des Philivp Kinzenbach von Münchholzhausen an Johann Wissig von Lang- Göns, im Betrage von 297 Gulden nebst Zinsen, wurde in Folge gerichtlicher Verfügung vom 16. Juni 1866 auf folgende dem Johannes Wissig gehörende Immobilien , nämlich: III 36, 111 56, HI 57, HI 58, HI 59, III 60, III 169, IV 1, 1V/30, IV 35. IV/36, 1V/38, IV 47,1V/50, IV/55, IV 57, IV/58, IV/683/10, IV 70, IV.73, IV/75, IV, 78, IV, 243, IV 250, IV/249JV 282, IV'283, XXX/105, XXX/140 — Gemarkung Lang-Göns, — der gesetzliche Hypothektitel eingetragen. Nachdem über das Vermögen des Johannes Wissig Concurs ausgebrochen und sämmt- liche Unterpfänder im Zwangsweg versteigert worden sind, die Hypothekurkunde des Kinzenbach behufs Löschung der fraglichen Hypothek aber nicht vorgelegt werden konnte, ist durch Verfügung des unterzeichneten Gerichts vom 6. September l. I. die Löschung der Hypothek verfügt worden, was hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Gießen, den 25. November 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Scriba, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger, auch bezüglich eines zu Stande kommenden Arrangements, beitretend er- achtet. Gießen, den 9. November 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Scriba, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Der Nachlaß der Sophie Wilhelmine Charlotte Becker ans Gießen. 5251) Wer Ansprüche an den, in 200 fl. bestehenden, Nachlaß der vorgenannten, in Frankfurt a. M. verstorbenen rc. Becker machen zu können glaubt, wird eiugeladen, sich mit uns in dieser Sache zu benehmen. Zur etwaigen Aufklärung über die Familienverhältnisse der Verstorbenen bemerken wir, daß ihr Vater der Friedrich Becker, ihre Mutter Friederike, geb. Thorheiter, war. Gießen, den 5. December 1871. Aroßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Aexifteigexussgen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Oeffentliche Aufforderung Den Concurs des Kaufmanns Eduard Spier von Gießen. 4906) Nachdem Großherzoaliches Hofgericht der Provinz Obcrhesseu über das Vermögen des Kaufmanns Eduard Spier zu Gießen den formellen Concurs erkannt hat, werden dessen Gläubiger aufgefordert, Forderungen und Ansprüche aller Art an denselben bei dem unterzeichneten Gericht in dem auf Montag den 29. Januar 1872, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Termin anzumelden, auch etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen und zu begründen, unter dem Rechtsnachthelle, des stillschweigend eintretenden ^^1^5 . von der Masse. Im Termin soll über Liquidität und Priorität der Forderungen, Bestellung eines Gläubiaerausschusses und Massecurators,^ sowie Versilberung der Masse verhandelt, auch nochmals die Güte versucht werden, und werden alle nicht erscheinenden Gläubiger, die durch einen gehörig leaitimirtenj Bevollmächtigten nicht vertreten sind, den 5219) Montag den 11. December 1871, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Waldshute und Katharinenhütte, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 226 Raummeter Nadel-Prügelholz, 78 „ ,, Stockholz, 17,80 „ „ Neisholz. Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße an der 4. Schmiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis !♦ April 1872 gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 5. December 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Bekanntmachung. 5253) Die Lieferung des Brodes und der warmen Speisen für die Gefangenen des hiesigen Provinzial - Arresthauses pro 1872 soll unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen Montag den 18. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, im Vorderhause des Provinzial-Arresthau- ses in Accord gegeben werden und werden Steigliebhaber hiermit eingeladen. Gießen, den 6. December 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. _____________Muhl.__________ 5150) Momag den 11. December, Nachmittags 2 Uhr, sollen die den Rentamtmann Bott's Erben gehörigen Immobilien, als: a. In der Gemarkung Gießen: Flur Nr. lUKlftr. 25/i5s 190 Acker auf der Rothhohl, 3%7 93 Acker am obersten Riegelpfad , 3//2q8 1115 Acker, links am Wiesecker Weg, w/^bi^o 567 Wiese in der Schwarzlach, an der Leimenkaut, 4O/83 892 Acker, links am Schwarzlachweg: b. in der Gemarkung Wieseck: Flur Nr. lUKlftr. 2%5 636 Wiese an den Herrnwiesen, nochmals auf hiesigem Rathhaus unter sehr günstigen Zahlungsbedingungen versteigert werden. Bei annehmbaren Geboten soll der Zuschlag sofort ertheilt werden. Gießen, den 1. December 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ______________Wortmann.____________ 5255) Mittwoch den 13. December d. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhause die den H. Demuth's Eheleuten, resp. Erben, zustehenden Immobilien, als: Flur Nr. lUKlftr. %os 7 Hofraithe auf dem Neuenweg, %os 5 Grabgarten daselbst, nochmals meistbietend versteigert und bei annehmbarem Gebote der Zuschlag alsbald ertheilt werden. Gießen, den 7 December 1871. In Auftrag: __________(5 e minier, Ortsgerichtsmann. 5233) Samstag den 9. December, Nachmiltags 2 Uhr, werden im Hause des Chr. Jughard III. am Wallthor zwei zweifpännige und ein einspänniger Schlitten nebst Schellengeläuten öffentlich versteigert. Gießen, den 6. December 1871. ______________________M. Pilger. Bekanntmachung. 5265) Im Licher Stadtwalde, District Großenhäuserberg, kommen den 14. December l. I. nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: I. Bau-, Werk- und Nutzholz: 6 Eichen-Stämme von 20 bis 30 Cent. Durchmesser und 5 bis 11 Meter Länge, 40 Stück Buchen-Wagnerstangen, 10 Raummeter Eichen-Stammholz und 40 „ Weißbuchen-Stammholz. II. Brennholz: 230 Raummeter Buchen-Prügelholz, 120 „ „ Stockholz und 6000 Forstwellen. Der Anfang ist am Riedlingswinkel, der Peinmüyle gegenüber, Morgens 9 Uhr. Lich, den 5 December 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. ______________Jhring.___________ Arbeitsversteuerunq. 5259) Donnerstag den 14. December I. I., Nachmittags 1 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit zur Erbauung einer Brücke über die Krummbach, veranschlagt zu . . 1014 fl. 18 kr. Maurerarbeiten an dem Fried- Hofe, veranschlagt zu . . 400 „ — „ Etttingshausen, den 6. December 1871- Großherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen. I. A.: K. Schön, Bezirksbauaufseher. Keilgeootenes. i Dr. Schallert's approbirte, überall beliebte Hühneraugen- Pflästerchen sind stets oorräthig bei ______________________Carl Frech. Wollene Bettteppiche sind in guter schwerer Sorte noch billig zu haben bei I. Rothenberger, (525b) Lindenplatz. 5260) Wachsstöcke und Wachslickter in verschiedenen Größen, sowie Lickterhalter an Weihnackts-Bäumcken, empfehlen I. A. B n sch S ö v n e. 6063) Textor'scheS Flaschenbier vorzüglicher Qualität, frei in'8 Haus geliefert, pr. Flasche 7 kr., von L. Textor, im Darmstädter HauS. 4300) Auf dem Seltersberg Lit- E- Nr. 41 ist ein geräumiges Familienlogis zu vermieden und Anfangs December zu beziehen. 5201) Ein Logis, bestehend aus 8 Zimmern , Küche, Keller rc-, wenn nöthig auch Pferdestall, sowie eine Mansarden-Wohnung, vermiethet H. Adami, Alicenstraße. 3238) Zum Reinb alten eines Ladens wird ein braves Mädchen oder Frau gegen guten Lohn gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts._________ Verloren Hermann Werner 5230) 5231) Die Schuldner des Herrn Stephan^ an den Unterzeichneten bezahlen. 4708) empfiehlt 00 hauptsächlich für Kinder, empfehle wie in der Mühle, ernpfeelen (5135) A u q. H a u b a ch. 5270) Großes Loncert Bermisthnngen Neuenweg. 'genommen werden. . Gießen, den 6. 4359) Neue Anlage C. 30 der mittlere Stock vom 1. Januar an zu vermiethen. Georg Schäfer Ubrenhandlung. empfiehlt (2486) Bei durchaus geheiztem Local. Sonntag, den 10. December: Wollene Hemden von 1 fl. 24 fr. an, Unterhosen von 36 fr. au, empfiehlt beziehen werde. Eduard Klemm, Korbmacher, Marktstraße D. 29. ecember 1871. M. Pilger. 5176) Frische Citronrn von 3—6 fr. empfehlen I. A. Busch Söhne. 5269) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich meine Leihbibliothek und Schreibmaterialien- handlung an Frau Postsecretär Hill käuflich abgetreten habe und wird dieselbe vom 1. Januar 1872 au das Geschäft auf ihre Rechnung und unter der seitherigen Firma betreiben. Indem ich für das mir seither geschenkte Vertrauen verbindlichst danke, bitte ich, dasselbe auf meine Nachfolgerin gütigst übertragen zu wollen. Meine Buchbinderei werde ich nach wie vor weiter betreiben. H. Hoffmann. Auf Vorstehendes Bezug nehmend, bitte ich um das geneigte Wohlwollen eines vere rten hiesigen und auswärtigen Publikums. Zugleich bemerke ich, daß es mein eifrigstes Bestreben sein wird, die Anstalt durch stete Anschaffung bcmerkenswerther Novitäten auf dem Gebiete der schönen Literatur zu heben und auf einem Standpunkt zu erhalten, der es ermöglicht, allen Anforderungen gerecht werden zu könne«. Frau Hill. x ! 5237) Gesucht für einen jungen Mann ;eln schön gelegenes Zimmer mit Cabinet. Seltcrsweg C. 185, II. Stock. Hillen brand 1 träge noch bis zum Anfaiifl präcis 4 Uhr. Programm an der Kasse. Entree a Person 12 kr. 5087) Frische Cgmonter Schellfische und Bückinge zum Backen empfehlen I. A. Busch Söhne. 5122) Frisehe La ch s- Forelien zum Rohessen sind wieder einczetrofsen. I. 91. Busch Söh n e. Vermischte Anzeigen. Bekanntmachung. 5266) Ein junger Mensch von hier kann bei mir sogleich, längstens bis nächstes Neujahr, als Gehülfe eintreten. Funk, Stadtger.-Attuar. 5113) Die Unterzeichneten empfehlen ihr wohlaffortirteS Lager in wollenen, halbwollenen und baumwollenen Herren- und Damenjacken und Unterhosen, besetzte und unbesetzte Litzen-, Filz- und Sclband-Schuhen und Stieseln, Buckskin- und gewebten Herren-, Damen- und Kinder- Handscdnhen, Gamaschen, Capuzen, Kopftüchern, Kinderfiütchen, Seelenwarmern, gestrickten und gewebten Herren-, Damen- und Kinder-Strümpfen und in allen in dieses Fach einschlagcnden Artikeln, sowie ihr Lager in Strickwolle, hiermit bestens. J. fl. Husch Söhne, ausgeführt vom Musikcorps des Rheinischen Jäger- Bataillons Rr. 8 zu Wetzlar. bereitet von W. Stuppel in Alpirsbach. Trotz der in großer Anzahl aufgetauchten Nachahmungen behaupten diese Fabrikate ihren guten Ruf und erobern fick von Tag zu Tag mehr und mehr die Gunst des Publikums. Preis: ' , Schachtel 14 fr., 1,2 Schachtel 7 fr. Dieses Brustbonbons ist zu haben in Gießen bei Julius Wallach. 8 (in D e 19 v c r c i n. Generalversammlung Samstag den 9. December, Abends 8 Uhr int Gasthaus zum „Prinz Carl." Tagesordnung: 1) Geschäftsbericht. 2) Mittheilungen bezüglich der Lenne-Lahnbahn. Die Mitglieder werden um recht zahlreiche Betheiligung ersucht. Der Dorstand. 4580) Eine freundliche Familienwohnung ; 5256) Am verflossenen Montag Abend zu vermiethen und alsbald zu beziehen, wurde auf dem Wege von Gießen nach Neuenweg Nr. 134. j Steinbach ein Notizbuch verloren. Der redliche Finder wird gebeten, solches an Ziegler Haas in Steinbach abzugeben. Moglmtia, Verstcheruugs - Gesellschaft in Mainz. 4792) Die Gesellschaft ^versichert gegen Feuerschaden, Blitzschlag und Ex-» ploston zu festen, billigst gestellten Prämien. 3ur Aufnahme von Versicherungen empfehlen sich die Agenten der Moguntia: W. Balser in Gießen, C. L. Harb in Allendorf a. d. Lda^, B. Stephan I. in Groß-Buseck, I. Pirr H. in Groß-Linden, Ph Schleeubccker in Heuchelheim, I. Kämmerer in Lich, I. Henrich in Lang-Göns, Ph. Seibert in Wieseck. Berliner Lampen Carl Frech. Kein Fabrikat der Neuzeit bat in so furzem Zeitraum einen so großen Erfolg aufzuweisen, wie das Brustbonbons fönnen die schuldigen Be-! 5218) Ein tüchtiger Hausbursche wird stim 15. d. MtS. kostenfrei auf sogleich oder bis Weihnachten in ein mpfeit bpinbfen. > Gasthaus gesucht. Von wem? sagt die ! Exped. d. Bltts._______________________ Herren Fr. Peppler & Comp,^ |uu/nu; |ui oiuiviL , unverfälscht zu denselb-n Preisen 'N großcr Auswahl, und bemerke, daß ich von jetzt an die Wochenmärkte 5193) Täglich frisch abgetochter Schinken der A. Weidig, am Kreuz. 5221 ) Alle Sorten Korbwaaren, zu Weihnachtsgeschenken passend, Milchverkauf. 3263) Im früher Loos- schen Höfchen, Lit. D. Nr. 218, können durch den weiteren Bezug aus einer grösseren Oeconomie, täglich größere Quantitäten frische Milch abgegeben werden. 5214) Feinstes Blüthen! und Waizenmehl in verschiedenen/. Sorten, aus der Knnstmühle der! | Gestricks Jacken in allen Größen bei A ug. Hauba ch. 5268) Bei H. L ampus in der Sonne sind 20 Pfund reine Schurwolle zu ver- fnnfrti._______________________________________________ Musikwerke, Spirldoseu und Salon-Drehorgkln in allen Größen mit „Wacht am Rhein/' „Kaisermarsch," „Gefangennahme in-Sedan," „Sieges-Einzug in Metz und Paris" rc., i 5262) Ich suche auf Weihnachten ein izuocrläfsiges Kindermädchen, welches auch !die Hausarbeit versteht. i______________________Fabrikant Löb er. ! 5232) Schirme, welche dem flüchtigen Nathan Simon von hier zur Reparatur übergeben wurden, können von den Eigentümern bei Taxator Bey fuß in Empfang Gießen, den 6. December 1871. _____________________M. Pilger. 5222) Ein Zapfjunge gesucht bei L. Bramm, Restauration. Schreinermeister, Kaplansgasse Lit. C. Nr. 227, zeigt hierdurch ergebenst an, daß er seine bisherige Wohnung in der Neustadt verlassen, und nun in dem von Herrn Schreiber erkauften Hause sein Geschäft fortführt. Gleichzeitig empfiehlt sich derselbe in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten, sowohl in Bau-, als auch in Möbelarbeiten, unter Zusicherung billigster Preise und reeller Bedienung. _______________ 5178) Die Weihnachts-Ausstellung meines SpicinMiiirmüigers, aufts Reichhaltigste assortirt, bringe hiermit in empfehlende Erinnerung. I. H. Fuhr, Sonnenstraße. 3001) Für die Vaterländische Feuer - Versicherungs - Actien- . ' Gesellschaft pi Elberfeld 5267) Zwei Stübchen mit Bett sind 3111 ermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr za vermiethen bei P. Ruckstuhl, Dachdecker,!billigen und festen Prämien. Hoffmann. Neuenweg. | Firma: Carl Hoffmann. - 5203) Vorzügliches Aepfclkraut, Feinstes Trauben-Gcl«e bei______________Carl Hoffmann. 5003) Feinste gestoßene und gesiebte Raffinade empfehlen I. A. Busch Söhue. ,fl n x e i «j e. 52571 Die erwarteten Pariser Pendnls, sowie Wecker, sind in- getroffen; ferner empfehle mein Lager in Taschenuhren und Goldwaa- ren bestens. Ehr. S charman n, Uhrmacher, ________________am Kreuz.___________ 44880) Vorzügliche Milch ist täglich frisch zu haben im .Banfe des Schneidermeisters A. Netter, Seltersweg Lit. C. Nr. 168. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Isst brzek OMK ff 18 filiJJi dramlen tai Itulji Zählung' und enthä europMe ßnd Rutzli 36y2 Mil Millionen M Milli, vor einem etwa die ( tom, iM Zeugen 5 |u(wn 9lad von denen Kalien 2( entrollen; die Türkei 71 Mill« Millionen Otjlerrtid auf Nutz! auf Deut Herrn H Töblung heiligen ( Mfo al, Mr l°s° Herrn Thl heil, dir u Nc von hat Oestenei 4,200,01 Romanei Deutsche östttrer'ch dir Scho , t laute na Lage $r< Deutschlc Herrn Th, febr Sturi 0e®a Pro dooic ä'gtb, iß b, in i1' ii'Oiijr lü» «ich, i« "th.p, e, t $ .„Stfn ™l) «1t ii «0, «'iibrutf । 5W