Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen Nr. 182 Mittwoch den 9. August 1871 da bit bttr. Hei nn-.)andlung üdlllßtl'j fAthI r kn Kesieamtm, ?;ugtben, pünft: chsnsbercchnung ift Bist Rech- PrctS Uecteljährig 1 fl. 12 ft. mit Bringer lohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. yitwnen, 'irrui als tcllc 8. August. t Am 18. September d. I. wird die 44. Versammlung deutscher Natur- forscher und Aerzte in Rostock zusammentreten und es auch diesmal gewiß wieder nicht an beherzigenSwerthen Rathschlägen für die öffentliche Gesundheitspflege fehlen laffen, von denen nur zu wünschen blkiitt/-^aß sie in Zukunft mehr prakti- scheu Erfolg haben werden als bisher. Bereits auf der letzten Naturforfcherver- jammlung zu Innsbruck, im Jahre 1869, wurden sieben Thesen „über die allgemeine Organisation der öffentlichen Gesundheitspflege" aufgestellt, welche statt der jetzigen Medicinalpolizei die Einsetzung von selbstständigen GesundheitSausschüffen, aus Gemeindebeamten, Bürgern, Aerzten und Technikern bestehend, forderten, welche unter Beaufsichtigung bezw. Leitung höherer staatlicher Organe die nächste Sorge für Alles, was das öffentliche Gesundheitswohl ihrer Gemeinde und ihres Land- bczirks betrifft, zu übernehmen hätten. Daß diese Thesen noch fast nirgends in Deutschland zur Ausführung gekommen sind — wollen wir nicht Oesterreich mit seinem neueren, aber ziemlich schwachen OrganisationSgesetz der Medicinalverwaltung au-nehmen — dies Factum hoffen wir nur dem inzwischen ausgebrochenen und vollendeten Kriege zuschreiben zu müssen; dieser Krieg hat aber auch zugleich das Gute gehabt, über die Wichtigkeit der Hygieine aller Welt die Augen zu öffnen. Durch keine Einrichtungen mehr als durch musterhafte Sanitätsorganisationen (öffentliche Gesundheitspflege) kann sich der moderne Staat auszetchnen. Nicht der Staat in Waffen, der Staat in der Fülle seiner Gesundheit thut uns noth — wozu vor Allem auch die Ausrottung der Krankheiten durch Verminderung des socialen Elends, die Hebung der Volksgesundheit durch Hebung der Volksbildung gehöreki. Es ist Zeit, daß sich das geeinte Vaterland zu dieser Ansicht bekennt, soll nicht anders der Pauperismus überhand nehmen und erneuerte sociale Revo- lutionen über unsere Erdtheile bringen. Hat der letzte Krieg gelehrt, wieviel durch Dorsorge zur Verhütung der ansteckenden Krankheiten geleistet werden kann, so müssen diese Segnungen der Gesundheitspflege vor Allem auch dem Volke im Frieden zugesührt werden. Die Unterlassung wäre ein Verbrechen. Wir richten diese Aufforderung aber nicht allein nach oben an die Regierungen — das Volk muß vor Allem begreifen, daß es sich um fein bestes Gut, um Erhaltung feiner Gesundheit, um Erhaltung seiner Arbeitskraft handelt. Diese Aufforderung wird besonders jetzt dringend, wo sich die Cholera immer mehr und mehr unseren Grenzen naht. Wollen die Regierungen Europas auch tvierer eine Choleraepidemie über die Länder hereinbrechen laffen? fragt Dr. Alba in seiner Zeitschrift „Die Gesundheitspflege des Volkes". Will insonderheit Deutschland, dessen Grenzen schon bedroht sind, mit Vorsichtsmaßregeln warten, bi- die Krankheit grassirt und Tausende dahinrafft? Will man uns dann etwa, wie bei den Pocken die Impfung, so gegen die Cholera die Desinfektion empfehlen? Nicht DeSinficiren hilft, nein, energische Maßregeln zur Abwehrung des Einbrechens les Choleragiftes in'S Land! Quarantaine aller Schiffe, die in den (Ost- und Nordsee-) Häfen einlaufen, Ueberwachung aller Etsenbahnzüge, Ueberwachung, sorgfältige Ueberwachung der russischen Grenze — endlich, wo in einem einzelnen Hause ein Cholerafall vorkommt, Absperrung der Hauses bis kein neuer Fall vor- g-kommen ist. Erst diese Generalvorbauungsmittel, dann daneben die größte Reinlichkeit in Straßen, Höfen und Senkgruben. Lasse man doch schon heute die Sanitätscowmissionen zur (Vorbauung) Verhütung der Cholera zusammentreten, varte man nicht wieder wie 1866 bis zur Mitte der Epidemie. In der Provinz Hannover ist es an manchen Orten den welsischen Agitatoren gelungrn, eintn solchen Fanatismus zu erregen, daß es zu förmlichen Prügeleien lvischen den Nationalen und den Partikularisten kam. Die Consolidirung dieser Provinz läßt in der That noch immer auf sich warten, wiewohl unter der neuen Herrschaft in vier Jahren für die physische Cultur des Boden» und für die Hebung ; bk- allgemeinen Verkehrs wehr geschehen ist, als in vierzig Jahren der welsischen Negierung, denn beispielsweise sind seit 1866 mehr als hundert Meilen Eisenbahnen f tkm Betriebe übergeben, also ungefähr eben so viel, als überhaupt bis dahin ge- i baut worden waren. Im Hamburger Hafen traf am 4. d. M. von London eine Geldsendung zur Tilgung der Kriegscontribution ein. Dieselbe umfaßte 100 Kisten K 500 Pfund bterl. und ist ein Theil des nach London übersendeten letzten Wechsels über mehr «>S 1 Million Pfund. Dieselben gingen unter entsprechender Begleitung nach Berlin ab. Es ist davon die Rede, daß am 3. August eine Amnestie erlassen sei, wenn "an einen Straferlaß auf dem Gebiete der einfachen Holzdiebstähle, Weidensrevel vnd der Zuwiderhandlungen gegen die Forstpolizei und gegen das Verbot der Ent- dendung von Feldfrüchten mit diesem Namen belegen darf. Leider scheint man on höchster Stelle noch immer der Ansicht zu huldigen, daß e» zu einer politischen Amnestie an — Material fehlt. Die Gerichtsorganisation für Elsaß und Lothringen ist vorläufig zum Ab- ftluß grkommen; besondere Schwierigkeit bot indessen die Beschaffung de» ersorder- lichen Rlchterpersonals. Es sind nun, wie verlautet, eine beträchtliche Anzahl und worin sich derselbe sehr naiv auSdrückt und darzuthun sucht, daß, wenn er nicht am nächsten Tage geschlagen worden, er Sieger geblieben wäre. „Die Action" — so sagt derselbe — „dauerte aus der ganzen Linie bis Abends 6 Uhr. Die Nacht brach ein; wir waren Herren aller unserer Stellungen auf dieser Seite und auch auf dem Plateau Auvours und aus dem rechten Ufer der HutSne ge» bltibcu. Unsere einzige ernsthafte Niederlage war die momentane Räumung von AuvourS, aber sie war schnell und glänzend durch die schöne Waffenthat deS Gencrals Gouyard, au der Spitze eines Theiles der brctagner Division und der Truppen des 17. Corps, die er gesammelt hatte, wieder gut gemacht worden. Aufträge inner traft mmgen besondere -en genieht. ?as - für solide etioH 'il beobachtet, die not werden unrr- Erschcint täglich, mit Ausnahme Montags. Spedition: Canzleiberg 2it B. Nr. 1. bischer Juristen dazu ausersehen, als Richter in den neuen R-ichslanden -u ■ fungiren. ’ r Der „Magdeburger Zeitung" wird aus Berlin geschrieben- Die wegen ter - „Bürgin" erlassene Instruction des Minister« des Innern an den Oberpräsioenten ' der Provinz Brandenburg ist eine sehr correcte Interpretation des Landwebr- und ' Reservegest tzeS, allein sie kommt leider zu spät. Da stch die Mehrzahl der Reserve- und Landwehrmännkr, welche durch den Krieg materiell außerordentlich beschädigt ' waren, außer Stande sahen, einen Bürgen zu stellen — der Berliner Magistrat hatte leider ohne Weiteres die Rechisanschauungen des brandenburgischen Provinzial- landtoges und des Oberpräsioenten v. Jagow adoptirt —, so zogen sie vor, ein einfaches UnterstützungSgesuch einzureichen und auf die Gewährung von 50 Thalern anzutrogen. Ohne das Schreckgespenst des „Bürgen" hätten die Petenten sehr viel lieber ein Darlehen nachgesucht und gern sich verpflichtet, sowohl Zinsen zu zahlen, als das Darlehen nach spätestens zehn Jahren zurück zu geben. Heute sind die meisten Gesuche an den Magistrat bereits abgegeben und fast sämmtlich lauten sie auf Gewährung von 50 Thalern Unterstützung. Der brandenburgische Provinziallandtag hat unerhörte Confuston angerichtet und sehr zu beklagen ist, oaß des Ministers Corrcctur nicht Zug um Zug erfolgte. Man glaubt, erst aus Varzin sei die Ordre hierher gelangt, das ReichSgesrtz nicht verhunzen zu laffen. Der Reichstag wollte die einmaligen Gaben nur in Ausnahmefällen, die Regel sollten die Darlehen bilden. In Bayern ist es der Regierung noch immer nicht gelungen, einen Minister des Auswärtigen zu finden, im Gegentheil wird es täglich wahrscheinlicher, daß eine völlige Ministerkrisis eintritt. Auf Grund bestimmter Mitthcilungen von München aus dürfen wir versichern, daß von einem Umschwung in den Hofkreisen München», der jungst behauptet worden, nicht die Rede ist. Es wird zwar von französischer wie von österreichischer Seite alle» Mögliche aufgeboten, um den An- schloß Bayerns an das deutsche Reich als einen Fehler darzustellen, und selbst am bayerischen Hofe fehlt cS nicht an Personen, .die in gleicher Richtung thätig sind; indessen ist die nationale Strömung doch so'stark, daß an Verwirklichung dieser frommen Wünsche nicht zu denken ist. Die Commissionen, welche zur Regulirung der Entschädigung der Schiffs» rhederei wie der einzelnen Städte in Folge des Kriege» eingesetzt worden, werden in der nächsten Zeit ihre Thätigkeit beginnen, über welche genaue Rechenschaftsberichte ausgestellt werden sollen. Hinsichtlich der zu entschädigenden, aus Frank» reich vertriebenen Deutschen stellt sich bereits heraus, daß auf Süddeutschland ein bedeutend größerer Theil kommt, als auf den Norden und unter den Süddeutschen Baden das größte Contingent Unterstützungsbedürftiger aufzuweisen hat. Die Beschreibung de» Feldzuges der Loirearmee vom General Chanzy ist erschienen, jedoch Keinem, also auch nicht dem Herzog von Chartre», gewidmet. Am Schluffe seiner Relation sagt der General: „Als unsere schönen Armeen ver» loren, unsere Hauptstadt nach glorreicher und heldenhafter Aufopferung gefallen war, haben wir aufgehört, an die Möglichkeit des Sieges zu glauben, und dennoch blieb sie uns; hüten wir uns jedoch, daraus zu schließen, daß improvisirte Armeen genügende Sicherheit gewähren in den großen Krisen, die noch wiederkehren können. Die Begebenheiten, denen wir beigewohnt haben, stellen im Gegentheil fernerhin unwiderlegbar fest, daß eine Nation nur dann ihrer Unabhängigkeit sicher und wirklich stark ist, wenn ihre militärische Organisation sicher, vollständig und mächtig ist. Wenn^ noch ein Zweifel bestände, so würde es genügen, um uns her zu schauen: Rußland, Oesterreich, Italien, Spanien, England ändern und verstärken ihr Mllitärsystem. Deutschland selbst, unmittelbar nach den großen Erfolgen, welche dasjenige, worüber es verfügte, ihm zugesichert hatte, zögert nicht, darin neue Vervollkommnungen vorzunehmen; es ist bereits am Werke. Folgen wir dem Beispiele, ohne Zeit zu verlieren. Brechen wir mit den Traditionen der Vergangenheit, die ohne Zweifel Achtung verdienen, weil ihnen unser Land seine Größe und seinen Rum verdankt, der auch bei unserem gegenwärtigen Unglück unvergeßlich bleibt, die abrr nicht mehr genügen in der gegenwärtigen Epoche, wo Alle» verhängnißvoll umgestaltet worden ist." Der „GauloiS" bringt einen Auszug aus obiger Broschüre, betreffend „La Bataille du Mans“. Die Erzählung über die militärischen Operationen an diesem Tage — die Action fand am 11. Januar statt — ist ohne besonderes Interesse. Nur verdient das Capitel einer Erwähnung, welches der General „Die Resultate der Schlacht um 6 Uhr Abends" betitelt Bestellungen auf den Giestener Anzeiger NLWSLLftN Ä L'SLL - Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate August und September zu 40 kr. tat ’ MÜtn jntnrt. Btitun: l_a.1I. 15. " ***> ^j, JÜrid). N Altungen “.Wnai Fall L erwie- . aDe. Annoncen ‘5 QWt und LugnMigen gerichtet; gerate nur in dmZei- Der Feind hatte große Anstrengungen auf der Front unserer Linie, von Tertre- Rouge bi- zur Linken des 21. Corps, gemacht. Wenn unsere Verluste ernst waren, so waren die seinigen noch beträchtlicher, Dank dem Vortheile, den uns unsere Stellungen barboten, die er angriff und auf welchen wir im Voraus V.rtheidt- gungsmittel vorbereitet hatten. Eine sehr starke Bewegung seiner Artillerie, die zurückgegangen und sich in Colonnen auf den Hauptstraßen ausgestellt hatte, auf denen sie herangerückt war, konnte die Hoffnung geben, daß er sich vielleicht am folgenden Tage zum Rückzug entschließen werde, wenn er die Überzeugung bekäme, daß wir ihm den nämlichen Widerstand entgegcnstellen könnten. Unsere Truppen waren sehr ermüdet, sie hatten kaum die Zeit zu essen, aber ihre Haltung war gut und mußte Vertrauen geben. Für Jedermann hatten wir den Erfolg; die erste Schlacht bei Le Mans wäre, wenn sie damit geschlossen hätte, daher ein un- bestreitbarer Sieg gewesen." (Bravo!) Darmstadt, 4. August. Die heute erschienene Nummer 26 des Großhcrzog-! lichen Regierungsblatts enthält: 1) Verordnung, die Gebühren der Gerichtsvollzieher in Rheinhessen be- treffend. 2) Verordnung, die Vorschriften für die Prüfungen im Finanz- und technischen Fache betreffend. 3) Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Postangelegenheiten, die Correspondenz nach dem Königreiche Italien, insbesondere Postanweisungen betreffend. 4) Abwesenheitserklärungen. 5) Ordensverleihungen. 6) Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. 7) Erthcilung einer Erfindungspatentes. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 19. Juli dem Civil-Jngenieur Franz Windhausen zu Braunschweig aus dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf vir durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines Expansions- Ventils mit directer und veränderlicher Steuerung, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, baß durch das verliehene Patent Niemand in der Anwendung be- reitS früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des GroßherzogthumS zu er- theilen. 8) Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: 1) am 8. August 1870 den 2. Landgerichtöbiener bei dem Land- gcrichte Offenbach Conrad Wentzel zum 1. Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte daselbst, — den 1. Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Groß-Gerau Ludwig Goldman» zum 1. Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte Michelstadr, — den 2. Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte Groß-Gerau Heinrich Etfenhuth zum 1. Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte daselbst, — den 3. Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte Offenbach Wilhelm Emmert zum 2. Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte daselbst, — den 2. Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte Michelstadt Peter Ncunodel zum 2. Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Vilbel, — den 2. Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte Altenstadt Egidius Möbu« zum 1. Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte daselbst, — den 2. Landgerichtsdiencr bet dem Landgerichte Vilbel Conrad Dengler zum 1. LanvgerichtSdienrr bei dem Landgerichte daselbst, — den 2. Landgerichtsdiencr bei vem Landgerichte Homberg Michael Kohl zum 1. LandgerichtSbiener bei dem Landgerichte daselbst, — den Felcwcbel Georg Ludwig Friedrich Waloschmidt aus Bromskirchen, im Königreich Preußen, zum 2. Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte Offenbach, — den Invaliden Avam Ritter, Gefangenwärter in Waid-Michelbach zum 2. Landgericht *- diener bei dem Landgerichte Michelstadt, — den Feldwebel Georg Rühl aus Darmstadt zum 2. Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte Groß-Gerau, — den ZugS- seldwebel Martin BonnariuS aus Villingen zum 2. Landgerichtsdiencr bei dem Landgericht Altenstadt, — den Feldwebel Conrad Martin Rau aus Wiescck zum 2. Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Homberg, — den Zugsfeldwebel Jacob Karg aus Langen-Drombach zum 2. Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte Hungen — und den Zugsfeldwebel Philipp Thomas aus Eich zum Landgerichtsdiencr bei dem Landgerichte Schotten — zu ernennen; 2) am 18. Juli vem Pfarramts- Candidaten Hermann Sartorius aus Altenschlirf, im Kreise Lauterbach, die evangelische Pfarrstille zu Groß-Karbcn, im Decanate Rodheim, — und 3) am 19. Juli dem Schulamtsaspirantrn Wilhelm Friedrich aus Unter-Sensbach, im Kreise Erbach, die zweite evangelische Schulstelle zu Eich, im Kreise Worms, zu übertragen; 4) am 19. Juli den zweiten Controleur bet der Ortseinnehmerei 1. Claffe Mainz, Caspar Magel, zum ersten Controleur, — den dritten Controleur bei dieser Ortseinnehmerei, Johann Philipp Schnellbacher, zum zweiten Controleur bet derselben — und den Theodor von Helmolt zum Kammerherrn — und den ActuariatSaspiranten Friedrich Schäfer von Offenbach zum Po'izeicommissär 3. Claffe bei der Polizeiverwaltung der Kreisstadt WormS — zu ernennen; 5) am 25. Juli dem evangelischen Schullehrer zu Meiches, im Kreise Alsfeld, Johann Georg Fischer, die erste evangelische Schulstellc zu Beuern, im Kreise Gießen, zu übertragen; 6) am 28. Juli den Professor an dem Eidgenössischen Polytechnikum zu Zürich Dr. Friedrich Kohlrausch zum ordentlichen Professor der Physik an der polytechnischen Schule, mit Wirkung vom 1. Oktober l. I. an, zu ernennen. 9) Charokterertheilungen. 10) Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben allergnädigst geruht: 1) am 4. Juli den Schullehrer an der katholischen Schule zu Herbstein, im Kreise Lauterbach, Philipp Franz Brauburger auf sein Nachsuchen, — 2) am 6. Juli den Schullehrer an der ersten evangelischen Schule zu Jugenheim, im Kreise Bensheim, Jacob Flauaus auf fein Nachsuchen, — und 3) am 7. Juli den Schullehrer an der zweiten evangelischen Schule zu Frei-Laubersheim, im Kreise Alzey, Friedrich Philipp Becht auf sein Nachsuchen — in den Ruhestand zu versetzen. 11) Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: 1) die evangelische Pfarrstelle zu Freten-Seen, im Dekanate Laubach, mit einem Gehalte von 781 st. 40 fr.; dem Herrn Grusen za Solms-Laubach steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; 2) die evangelische Schulstelle zu Nicder-Seemcn, im Kreise Nidva, mit einem jährlichen Gehalt von 300 st.; das Piäsentationsrccht zu dieser Stelle steht dem Herrn Grasen zu Stolberg-Roßla-Ortenberg zu; 3) die evangelische Schulstclle zu Dexheim, im Kreise Oppenheim, mit einem jährlichen Gehalt von 416 st. 48 fr.; 4) die (erste) evangelische Mädchen - Schulstelle zu Reinheim, im Kreise Dieburg, mit einem Gehalt von 300 fl. ausschließlich des May',chen Legats; 5) die evangelische Schulstelle zu Winterkasten, im Kreise Lindenfels, mit einem Gehalt von 300 fl; Vas PräfentatiouSrecht zu dieser Stelle steht dem Herrn Grafen zu Erbach.Erbach zu. 12) Sterbefälle. Gestorben sind: 1) am 24. Mai der pensionirte Bau- aufseher Bocher zu Gcoern; 2) am 25. Mai der Hofmaler Karl Alberti zu Darmstadt; 3) am 27. Mai der pensiontrte Bauaufseher Philipp Schäfer zu König; 4) am 17. Juni der evangelische Pfarrer Happet zu Langstadt; 5) am 20. Juni der Steuercomiwffär Johannes Wlnterstein zu Nidda; 6) am 25. Juni der pen- stonirte Wildmetstcr Friedrich Kreuter zu Viernheim; 7) ach 30. Juni der Gemeinde- forstwart charakteristrter Förster Heibeck zu Darmstadt; 8) am 4. Juli der DiakonuS Heinrich Diehl zu Groß-Bieberau; 9) am 6. Juli der Kreisarzt Dr. Karl Brilgleb zu Schlitz; 10) am 7. Jult Ver erste katholische Schullehrer Anton Henge zu Jügesheim; 11) am 17. Juli der Landgerichts-Actuar Schäfer zu Groß-Umstadt; 12) am 22. Juli ver Arresthausverwalter Lutwig Müller zu Alzey. Darmstadt. Nach den „H. V." herrscht in O fizierskreiscn eine gewisse, begreifliche Aufregung, da die Versetzung einer bedeutenden Anzahl — man spricht von über 50 — hessischen Offizieren in preußische Regimenter bevorsteht, während anderseits eine entsprechende Anzahl preußischer Offiziere in hessische Regimenter versetzt wird. — Dem Vernehmen nach bekommt das hessische Leibgarde-Regiment die Uniform der preußischen Garde und wird das 1. Jägerbataillon, das jetzt noch eigene Uniform trägt, dann als Gardefüsilier-Bataillon mit dem Regiment gleich uniformirt werden. Wiesbaden, 7. August. Der Kaiser hat den Bürgermeister Lanz zum Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden ernannt. Mainz, 7. Aug. Die Ankunft des Kaisers erfolgte gegen 103/4 Uhr. Derselbe wurde von den Clvilbehörden in Castel empfangen. Später sand auf dem Schloßplatz große Parade statt, bei welcher Prinz Ludwig von Hessen zugegen war. Die Stadt ist festlich geschmückt. Der Kaiser nahm sein Absteigequartier im GouvcrnementSgebäude. Berlin, 5 August. Der Prozeß gegen Liebknecht, Bebel und Hepner, das focialistifchc Trifolium Eisenacher Angedenkens, schreitet jetzt Schritt vor Schritt weiter. Am Donnerstag wurden die drei Genannten an die Leipziger Gerichts- stclle citirt und ihnen ein Aktenstück vorgelesen, worin der Staatsanwalt seinen Antrag auf Jnklagestellung wegen Vorbereitung zum Hochverrarh begründet. Gegen L-ebknccht wirv außerdem die Anklage auf Beleidigung des deutschen Kaisers gerichtet, gegen Hepner und Liebknecht schweben außerdem verschiedene Preßanklagen. Die Hauptanklage verbreitet sich über die gesammte Arbeiterbewegung der letzten 10 Jahre, wie sie sich in Deutschland, der Schweiz und in der Thätigkeit der internationalen Arbeiter-Association offenbart hat. Die Pariser Commune spielt, wie Ver „Volksstaat" meldet, gleichfalls ihre Rolle in dem Prozeß, so daß derselbe bei der Reichhaltigkeit des zur Verhandlung kommenden Materials an Dauer den Wiener Arbeiterprozeß übertreffen dürfte. Nach Räumung der drei mehrgenannten französischen Departements seitens der deutschen Truppen und in Folge mehrfacher anderer Veränderungen sind zur Zelt in Elsaß-Lothringen und den französischen occupirten LandeStheilen noch 85 deutsche Telegraphen-Stationen im Betriebe und zwar 21 selbstständige, innerhalb des Directionsbezirkes Elsaß Lothringen, 13 mit Postanstalten rombinirte Stationen in demselben Bezirke und 51 Telegraphenstationen in den occupirten französischen LandeStheilen. Unter den letzteren befinden sich sieben in den östlichen Forts von Paris, von St. Denis bis Fort Charenion. Die Stellung der Juven im preußischen Staate ist bekanntlich noch immer eine sehr schlecht fundirte. Aus einer westfälischen Stadt wird nun folgendes Curiosum gemeldet: Der Magistrat hatte einen Juden als Lehrer an einer höheren Bürgerschule angestellt, die Regierung annullirte aber diese Wahl, da die Schule eine „christliche" sei. Der Israelit hat nun an den Unterrichtsminister Rekurs eingelegt mit Ver Erklärung, er sei bereit, zum Christenthum überzutreten, da ihm aber die Wahl zwischen den verschiedenen Bekenntnissen in der christlichen Kirche schwer falle, so bitte er Hin. v. Mühler, ihm das wahre Christenthum näher zu bezeichnen. Bis jetzt ist der wissensdurstige Lehrer noch ohne Antwort geblieben. Stuttgart, 4. Aug. Nach dem „Württ. St." hat sich, was Württemberg betrifft, die Kopfzahl der aus Frankreich auügewiefencn Staatsangehörigen in runder Summe auf 4300 herausgestellt. (In Preußen beträgt einem Bericht der „Kreuzztg." zufolge die Kopfzahl 12,300.) Paris, 6. August. Ben Publ c nennt es beschlossene Sache, daß Haußmann zum Präsidenten des Verwaltungsraths und Vandal zum Confeilsmitglied des Credit Mobilier ernannt werden. Laut „Paris-Journal" ist Faidherbe zum Ober-General in Algier bestimmt. „Temps" berichtet aus Poligny höchst bedauerliche Conflicte zwischen ven deutschen Truppen unv der Bevölkerung. Beiderseits seien Opfer gefallen. AuS Dijon seien gestern 800 Mann Exceutionstruppen dorthin beordert. Paris, 7. Aug. Der Anklageakt gegen die Chefs der Commune ist erschienen. Derselbe gibt eine Darstellung ver Aufwiegelungen der Internationale, wodurch die Empörung vorbereitet wurde, erzählt hierauf den Verlaus des Ausstandes vom 18. März unv die Verbrechen, welche in Folge dessen begangen wurden. Dann folgen die Berichte über die Einzelnen. A>si ist angekiagt der Aufreizung zum Bürgerkrieg, der Usurpation ver Civil- und Militärgewalt, sowie von Re- gierungsfunctionen. Derselbe habe ferner für Dekrete gestimmt unv viesclben aus- führen lassen, welche Zerstörung, Nievermctzelung, Plünderung, Brandstiftung und Meuchelmord im Gefolge hatten. Die Anklagen über die übrigen Angcschuldigtev lauten ähnlich. Courbet ist besonders der Mitschuld an der Zerstörung der Ven- domesäule angeklagt, Lhullier, aufständische Truppen gesammelt und befehligt, Staatsgcbäude besetzt und Militärpersonen zum Ueberlaufe auf Seite der Rebellen überredet zu haben. Pascal Grousset wird angeklagt: öffentlich zum Ungehorsam gegen die Gesetze aufgefordert und Vie Nationalversammlung beleidigt zu haben. Verdure und Blllioray nebst Ferrö werden der willkürlichen Sequestration und absichtlichen Zerstörung von Privat- und öffentlichen Gebäuden bezichtigt, Jourde ist angeklagt des Erbrechens der Siegel der Staatskassen unv der Verschleuderung von öffentlichen Geldern, Ferrat unv Clement werden beschuldigt, die Waffen gegen Frankreich getragen zu haben. Die andern Berichte sind noch nicht veröffentlicht. Toulouse, 6. August. Admiral Cosnier, der ehemalige Präsect von Marseille, hat sich in einem hiesigen Hotel entleibt. 7, Au^ Spanier, ß®aest Frankf. Bank ' Fnmkf. Vereint Dannst. Banka' Wien Bankactii Galizien 238__ SA Kurbel < ' ' 30 ZÄW1 ' 6% “• i>. B-"“ gen Nimm werden un! Lersi Arbeitsvelf 3287) Donners des Bor sollen aus dein siedende löauar steiMNk in l Maurerarbeit, Dachdeckerarb Schreinerarbe Schlosserarbeii Backofenarbeit, Pumpenarbeit, Handarbeit an Weyen, veran Gießen, den ______Ko Crndte 3321) Montc I soll die Erndte in Wahen, dem Halme oei Buckhardsfel Derlieigi 3299) Unter der-Atrzeichniß mache hiermit bi s elben nächsi 1 Uhr, beginnt Feil Lriltz, zwischen (3322) N ^"ppelsac Fabrikat ‘ Minb J1* 3tgj Ärv Ai Mehlt 1 @r an der Schoor. (3320) (159 VII.) 30 1 H' 1 ’-rs fff ®{0' Blockchoeolade in Würfelzucker Reisstärke iQjdtmtntl [tiltil räsrrrDBgen fink j«r ntkiihkil» ui 85 caiaatigt, iircW tcibiiittt 6ijw ifirtfi fianjWbii ciiifyi fiorti »en Versteigerungen. Arbeitsversteigerung zu Lollar. 123 24 Giessen (Selters weg) empfiehlt sich einem Rosinen, (?orinthen, Mandeln, Cttroncn, Cttronat, Orangeat, gestoßenen gimmet und gestoßene Raffinade Julienne^ (getrocknete Franzosen- suppenkrauter). 3317) Gebrauchte Bücher für Philologen und Gymnasiasten, sowie eine Münzensammlung, sind billig zu verkaufen. WalltHor Lit- A- Nr 152. Neue Kartoffeln, das Maschen zu 4 kr., bei Th. Rautenstrauch, gegen 10% Ujr- Später faiit fluf .en jftn jugtglil l(t| ^dßtigr^artikf Hkpllkf, tai etbritt >or 6d)iill '^' tr. •1 I» 5“ rint «'»''ff-, "»f-d'. Mim» "'4t Nminto Qlä'“c’i tat jiy mtt ^tin Regiivrlli Mvdii. AnMastenkrampßVerdauunstS- schwiichc rc. rc. Leidenden wird das säst 50 Jahre segensreich rvir- kende Dr. med. voeeks'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Erp d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. DoeckS, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). 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Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 39—41 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 55—57 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 20—21 Engi. Sover. 11 49—51 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25-26 Preuss. 4^2 % Oblig. 99 Fraukf. 3i/2% Obi. 823/8 Nass. 4‘/ao/o Obi. 973/^ Korhess. 4% n 893/< Gr. Hess. 50/0 Obi. 103 n n 4% „ 951/4 n n 31/2% n " Bayer. 5% n ^01 „ 41/2% 1jährige 98'r/8 „ 4O/o 1jährige 93 Würtemb. 41/2% Obi. 981/4 Baden 41/2% Obi. 0. E. L. 971/2 Oesterr. Siiberrente 57 n Papierrente 483/| n 50/0 M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 99 V2 _ 1882r 97 „ 1885r 96Vr n „ 1887r 9ß3/8 Spanier, neuest. 30/0 311/4 Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 58Vg 3°/0 öst. s. Lombard 731/2 3% Livorneser 3 41/4 50/g Toscaner 53V2 50/0 Elisabcth.-Prior. 78 do. II. Emiss. 84 AnleheiiBloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 67 Nassau 25 fL 405/e 40/q bayr. Präm.-Anl. 111 Ansbacher 7 fl. 1 l5/ö 4% badische Loose IO91/2 Badische fl. 35 Loose 68 Oestr. fl. 250 v. 1854 771/2 1858r Prioritätsloose 174 1860r Loose 861/2 1864r n 140 Braunschweiger 181/4 Stadt Florenz 823/4 Actlen. Frankf. Bank 138 Frankf. Vereins-Kasse 109 Darmst. Bankaot. 376 Wien Bankactien 735 Galizien 238 _________ stk. 183 yestellm tonnenten,. ® The Gresham Lohnkutscher Ockel. Wo? sagt die Exped d. Bltts. en: Bedienung Durch zu Stifft. (2732) Auf dem Mil. Fruchtmärkte. Auf dem Aug. Markt Markt Ipreis fl. fr. fr. 'fr. fl. fr. fl. fr. fl. fr. fl- fr. fl. fr. M- M- M. M. M. M. i M- M7 M7 M- M. M. M- 24 20. 14- 1 9 30 1 3 Normalgewicht per Malter: r* Pietsch) in Gießen. 05 12 69 4 8 Mit.' preis Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, fö * & »orn.___ G-rfte. @pcIj. | Hafcr. 2Iuf dem «Mit-- Auf demIMit-I Auf deiulMt.- Auf dem toit- prcig | Markt preis Markt preis Markt preis' Gießen Alsfeld Grünberg Lauterbach Mainz 3312) Die für Mittwoch den 9. d. Mts. bestimmte Tanr. Gesellschaft des Gesestschafts-Vereins im Zinßer'schen Garten ist wegen eingetretener Verhinderung der Musik auf Freitaa den II. d. Mts. verlegt worden. J Der Gesellschaft- Vorstand. SJ Die soeben erschienene Nr. 43 enthält: 150 Bergarbeiter werben von der unterzeichneten ©rubenverr waltung noch auf ihren Werken zu Ober- Noßbach bei Friedberg eingestellt bei Zusicherung guten Verdienstes. Friedberg, im Juni 1871. Die Verwaltung der Friedberger Bergbau- Gesellschaft. 44 131 30 72 3210) Das von Herrn Major Kreut er bewohnte Logis ist zu vermielhen und vom 1. October an zu beziehen. ____ O. Kempff. Auswanderer nach Amerika befördert wöchentlich vermittelst Dampf- und Segelschiffen bei reeller und billigster MW 747, 8 20 Annoncen aller Art werben täglich beförbert unb zu ben Originalpreisen ber Zeitungen berechnet durch bas Aononcen-Bureaii ber Jargrr'schrn Buchhandluna, Frankfurt a. M. 5 8®" Bei größeren Aufträgen ent- l sprechenben Rabatt. 5. 5. 5. 4. M r 33n25) 9lbfl,b 9 Uhr: Versammlung der Reservisten und Landwehrleute bei Herrn Wirth B ramm. Tagesordnung: Besprechung wegen der Feier des 18. Auaust Hierzu laden ergebenst ein: _________________________Mehrere Landwehrleute^ deutschen Reiches. Von Robert Koenig. Mil Oscar von Rcdwitz's Portrait. — Am Fami- lientische: Habicht unb Wildente. Mit Ori- - _____ ginalzeichnung von C. F. Deifer: Habicht sicherten zur Vertheilung. auf eine Wildente stoßend. ..-k Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung. E- Heinemann, I. R i cf er. Neuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 ß ; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. ! M7 Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden erthcilt von der General-Agentur für das Großhcrzogthum Hess . C. Bern» m Darmstadt, sowie von dem Agenten der Gesellschaft in Gießen* S. Flörsheim. preis fl.ltr. HAASENSTE1N& VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusstrasse 1, im 1. Stock. Hamburg, 3001) Für die Vaterländische Feuer - Versicherunas - Actien- Geselllchast zu Elberfeld bL7g-n 'und"scst°n'Ä«.1*"""9'" 0efl™ 3eUctS= »nd Erplosivnsgesatzr o-, » Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. 3313) Drei gute Schnhmachergcscllcn finden dauernde Beschäftigung bei Mein inger, Sonnenstraße. 3297) Ein junger Mann, gelernter Gärtner, welcher auch sonstige Arbeiten versteht und mit Pferden umgeben fann, sucht alsbald eine passende Stelle. Näheres Aster- weg Nr. 103. ___________ 3305) Ein tüchtiges, zuverlässiges Dienstmädchen, in Haus- und Küchenarbeit gründlich erfahren, wirb auf Michaelis zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 11 - 11 6 12 15 '10 34 Kuf dem 1 Mit - Marft Ipreis Ualional-Versicherunsts-Gesellschaft in Stettin «.SKS» & twssf srs ö» Cassel, im Juni 1871. ®er General-Agent: _______________ H. List. ZILÄ^^e, sowohl in Städten als auf dem Lande gegen angemeflene billig cheiluua jedL Auskuuft X“1 bestens empfohlen und bin zur Er- ®ic6en, den 6. Juli 187!.___________________Emil Gail, Hntmacher. Englische Lebensverhcherungs - Gesellschaft in London. rungS - Summe von Fcs. 236°579,375 gestiegen ' ' Total - Vcrstche- Pramiencinnahme: Fcs. 9,095,937, einschließlich Fes 1 454 210 90 (Sa für »Ä1;0? sich mit d-m Zistserüaan.'^vkn Fes 1,363 488 45 kT 45 Cs. ^ergibt. 6apita Ien eme Gesammt - Brutto - Einnahme von Fcs. 10,459,425. ™ rr« ftür £obe$fäHc wurden einschließlich Bonus (GcwimiantbeiN Fe« q 47n ora .’SÄ SMWSSVSur LUS» Der Gesammt-Reservefond beträgt Fes. 33,690,359. 3 Cs. n 7ur Vertbeilun? f°mmen Sc§' 1'000'0üü an die mit Gewinnantheil Ver- Dir Dtptf* lotete Dresche, Brttülrn beUtfil1 tm ss lonttrbartr, zkbrst/ bflj eS faui Nacht geredet hab ciitrm Seite lag in einst so hochges Cii Leviilfaiß sühli h unb wieder et So leichtfri Gene» sein würl ^lachten ju dürfen, litt «Köln. Ztg." biritytt, welches H )e Gabriae habe i ktutschland al- ui Bestehe, ihnen n treten |u sein." ande, die er für ptrnflflfe* trblidt, hüben habe. Und p besser eine H M er auf die u "< «nd Deutfchlai in $trdtTt6 sch pferlegt worden feil Men nichts dara Apolitische und Trdanten selbs sondert J«fl“ am meisten Witter wie Zules M 0« dieselben *5 Hnr güvre | Mit haben, ab i $ie "^gelangen. Ä.?S ' ®leb >WU mji ” to»lbtu9,9!r Lw« k (itj ft.!"*“ ***“ i« 5 tat ui , l" Nh Indiz,, tai, ®(Iniiu M » 5 20 — 5 24 - 6 30 — ggitfem I Kartoffeln. I Auf Sem IMit.-f^^ frucht', und Mehlpreife in verflossener Wvche von nachbknannten Orten und ^rnchttnstU^ Walzen. J Korn. | Gerste. 3. M. Schulhof am Rathhauö. langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich jni Stande icdem Auswanderer die beste Auskunft zu ertheilen. ' P. S. Wechsel für Amerika werden zum Tagcscourse baldigst bcsorpt. (618) Ü fl. fr. Der Münzthurm. Ein vaterländischer Roman von Georg Hiltl. (Fortsetzung.) - Auf der Promenade in Ems. Mit Illustration von H. Lüders: Kaiser Wilhelm in Ems. — Eine Fußreise des Königs Mar von _________________________ Bayern. 1. - HI. Von W. H. Riehl. - 3315) Eine Werkstätte ist zu vermiethen. ___________ . _ , 3o|— 26aizen 200, Korn 180, Gerste 160, ©Dell urth Gnfpr 190 PFrAr».. o’ r cm » -i — -----p unö Haler 120, Erbsen, Stufen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. Stadion, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Eh 3256) In meinem neuerbauten Hause auf dem Kreuz ist der zweite Stock, bestehend aus vier Zimmern, zwei Cabineten, Küche, Speisekammer, abgeschlossenem Vorplatz rc., pr. 1. October zu vermiethen. ____________August Weid ig. 3307) In dem Eduard Strack'schen Hause ist ein Familienlogis zu vermiethen. 3302) Die Mansarde meines Hauses, von Frau Professor R ei ch ell bewohnt, ist vom 1. October an anderweit zu vermiethen. Carl Jughardt, Kanzleiberg B- 72. 3160) In unserem Nebenbause ist ein Logis an eine stille Familie zu vermiethen und Anfangs October zu beziehen. ____________________Flick L Kröll. 3130) Ein möblirtes Zimmer ist in Lit. B. Nr. 80 zu vermielhen. 3021) Das seither von Frau Pfarrer Kreckmann im Darmstädter Haus bewohnte Logis ist im Ganzen oder auch getrennt zu veimiethen und vom 1. October an zu beziehen. 3273) In der Neuen Anlage Lit. C- Nr. 28 sind zwei unmöblirte Zimmer vom 1. September d. I. an zu vermiethen. 3267) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Chr. Reiber, Kreuz. 3298) Ein großes oder zwei kleinere Familienlogis zu veimiethen bei Vermiethungen. 3254) ie mittlere Wohnung meines Hauses t|i pr. Anfang November zu ver- mietien, auf Verlangen aber auch einige Zöchen früher beziehbar. Heim*. Kaess. 3310) Auf dem Seltersberge E. 34 lind parterre 5 möblirte Zimmer, zusammen oder einzeln, zu vermiethen- 3309) Ein schön möblirtes Zimmer mit Cabinet ist im Balthasar Euler'schen Hause am Hamm nächst denBahnhüfen billig zu vermiethen. Vermischte Anzeigen. 3324) Unterzeichnete empfiehlt sich im Kleidermachen in und außer dem Hause einem verehrlichen Publikum bestens. Gefällige Aufträge werden entgegengenommen Neuenweg Nr. 134. __Mathilde Knöchel. 3306) Ein möblirtes Zimmer, geräumig und mcht zu niedrig, ein oder zwei Treppen hoch gelegen, wird sofort oder zum 1. September zu miethen gesucht. Adressen bittet man bei der Exped. d. Bltts. niederzulegen. 3259) In einer Familie findet ein Schüler oder eine Schülerin Kost und LogiS. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 3308) Bei Professor Beck wird auf Michaelis ein in allen Hausarbeiten erfahrenes Dienstmädchen gesucht. J Rnhanikcr, SÄ' Instrumente geübt, finden Beschäftigung bei F- Süß, ____________Univ.-Mechaniker in Marburg. 3285) Johannisbeeren und Himbeeren werden noch in größeren Parthien gekauft oou Ed. Lind, Kirchenplatz. 3230) In ein hiesiges Fabrikgeschäft wird em junger Mann mit den nöthigen Vor- kenntmssen in die Lehre gesucht. Meldungen bittet man bei der Exped. d. Bltts. schriftlich einzureichen.__________________ 3314) Ein fleißiger junger Mensch, 15 bis 16 Jahre alt, welcher sich im Civilbau, im Weg- und Wiesenbau, sowie in der Geometrie ausbilden will, kann bei mir unter günstigen Bedingungen ausgenommen werden. Gießen, den 8. August 1871. Körner, Geometer und Bezirksbauaufseher. Ein braver Junge wird in eine hiesige Wirthschaft als Kellner gesucht, ^u erfragen bei der Exped. d. Bltts. Erbsen. | Linsen Auf dem lMit. Markt Ipreis I auf-1 1 öef- i verk. fl. fr. | auf-, ges- 1 M. M. M. — — -— — _ 33 13 13 _ 53 —. 89 13 51 31 9 12 25 31 — 272 12,38 auf-1 gcf- | verk. M. M. —— —— 12 3 — 110 4 3 — 6 1