* #M «leint J fan^rei|e.i J Deö heil. Osterfestes wegeu wirb die nächste Nummcr dieses Blattes erst am Mittwoch Abend ausgegeben. Die Gxpediriorr. Preis rtwlfcliäf)Ttß 1 ft 12 kr. mit Brtngerlohn. Durch die Post oezogcn vtertelsäbriq t «. 27 fr. mfTWTf11" ■■■■ —Tinnw«iMi—L wjjriui'j/jiMCTiF-ywwwuaft^gff Gießener Anzeiger. JUMWWUB tLrlchetnt täglich, mit Ausnahme Montags. Spedition: Canzleiberg 2iL B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. 9,7Weü|( r, lIe-$Umehl 1" Eoinpsgme. Illis, t, Nohneu, ff, ik iirnuif. •tgfltirfe«, 8 t. s .rabnkgeschäftM iortcr.nmiii’en wp alsbald in die W Anmeldungen MM kNgegen. frdfcr starker Hau; mit Fischbach. ! ^rnflltibcnöt n tcrmjtabt, 0N) ?m unb ein ff« 'erben- Ter redli. Kannte GegtiM .- gegen eine flc| ____—-- ,rf»e wirt gif«»' r > Sitte- H kr-Lehrling^ Univ-Tni^i dbütt .. ^rben u- W Brodpreise vom 8. bis 14» April 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 21 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 1O1/2 kr. 4 Pfund Roggenbrot 18 fr. 2 Pfund Roggenbrot 9 kr. w .......■im»»« ■u— ■wifwih irmwmir —mm»sw—iiiiiiii ■mhmwi A t» t t i ch e r T h e i i. Nr. 12 des Bundes-Gesetzblattes des Deutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 23. Marz 1871, enthält: (Nr. 620), Bekanntmachung, betreffend die Ausgaben verzinslicher Schatzanweisungen im Betrage von 5,000,000 Thalern. Vom 18. März 1871. (Nr. 621.) Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Lundesralhe. Vom 20. März 1871 (Nr- 622.) Ertheilung des Exequatur an den Consul der Republik San Salvador zu Stettin. Nr. 13 des Bundes-Gesetzblattes des Deutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 24. März 1871, enthält - (Nr. 623) Allerhöchster Erlaß vom 20. März 1871, betreffend die Ausgabe verzinslicher Schatzanweisungen im Betrüge von 6,500,000 Thalern. Nr. 14 des Bundes-Gesetzblattes des Deutschen Bundes, ausgegeben zu Berlin am 30. März 1871, enthält: (Nr. 624.) Verordnung, betreffend die Aufhebung des Kriegszustandes in den Bezirken des achten, elften, zehnten, neunten, zweiten und ersten Armeecorps. Vom 27. März 1871. (Nr. 625.) Ertheilung des Exequatur an den Königlich Portugiesischen Viceconsul zu Memel. Nr. 15 des Bundes-Gesetzblattes des Norddeutschen Bundis, ausgegeben zu Berlin am 1. April 1870, enthält. (Nr. 626.) Bekanntmachung des fünften Verzeichnisses derjenigen höheren Lehranstalten, welche zur Ausstellung gültiger Zeugnisse über die wissenschaftliche Quali- ficaticn zum einjährig freiwilligen Militärdienste berechtigt sind. Vom 28. März 1871. (Nr. 627 ) Bekanntmachung, betreffend diejenigen Gymnasien, weiche- HNlsla-kikH ihrer ovm Unierridyt hr her griechischen Sprache dispensirten Schüler zu den im 8- 154 Nr. 2 c. der Militär-Ersatz-Jnstruction vom 26. März 1868 bezeichneten Lehranstalten gehören Vom 28. März 1871. Gießen, den 6. April 1871. Größherzogliches Kreisamt Gießen, v. Starck. Wollt! s cd c r T y e i L Zur Reorganisation der französischen Armee find von bin versedietiNfun Seiten Pläne entnorf'N, welche alle auf temokratt- scher Grundlage beruhen. Nur General Edanzy hat die unbedingte Annahme des preußischen Systems empfohlen. Man rst in ttr That — sogt Chanzy — wenn man dtn Fortschritt unserer militärischen Organtsotion wünscht, zur Annahme ceS preußischen Spstims ger.öthigt, das der Typus ter Vollkommen- heit ist." Den übrigen Plänen sind, wie gesagt, die Principien strenger Durchführung ter allgemeinen Wehrpflicht unb die Gleichberechtigung zu Grünte gelegt. Nach ihnen soll die Wehrkraft Frankreichs künftig bestthen aus 1) garde urbaine, die in jeder Commune errichtet wird, an Stelle der heutigen Notionalgarde tritt und unbesoldet bleibt; 2) dem corps dc police, welches tie Gensdarmerie und Mu- nicipalgarde begreift unb ton den Eon munen besoldet wirb, die sie mit Einwilligung des Gouvernements errichten; und 3) brr armee nationale. Zu Letzterer ist jeder waffenfähige Franzose von zwanzig Jahren verpflichtet. Die Präsenz bei der Fahne beträgt 2 Jahre, 2 Jahre getört ter tarn entlassene Soldat der ersten Reserve und wahrend fernerer 6 Jahre ter zweiten Reserve an- Die Einstellung erfolgt im Oktober. Gut ausgebildete Leute können schon nach dem ersten Jahre gegen eine Zahlung von 5000 Fr cs. in die erste Rlserre übergehen. Ardererseus ist es gestattet, en brittee Jahr durch Kapitulation der activen Armee onzugehören. „Die M^ral und Achtung vor ter persönlichen Freiheit — heißt es — verbieten dem erwadfenrn Bürger das Heirothen zu untersagen, gehöre er ter activen Armee oder der Reserve an." Dagegen erhalten betürstige Familien, deren Männer unt«r der Fahne sind, Unterstützung, weiche aus einer auf olle un- verheirathetlN, über 25 Jahre alten Männer nach Maßgabe ihres Einkommens oder Gehaltes gelegten Steuer bestritten wiib, von der nur der aclive Land- und Eeesoldat befreit ist. Zu Kriegezeiten können im Betürswßfoll, aber nur durch Specialgesetz, tie Mannschaften vom 30. bis zum 35., selbst bis zum 40. Lebensjahre einberufen Weeden, in erster Linie die Unrerheirothetkn. Das Ossicier- corps geht zur Hälfte aus ter Militärschule, zur Hälfte aus ten Unterofsicieren hervor. Jährlich werden 192,000 Mann auSgchoben, was ein Total ter activen Armee von 384,000 Monn ergiebt, welche sich folgendermaßen vertheilen: 300,000 Monn formirt zu 300 Regimentern, 59,000 Mann Artillerie, 150,000 Mann Kavallerie und 10,000 Mann ler verschiedenen Branchen. Eine unbefangene Würdigung tikfes Reorganisat'onSplontS muß tie Heber- zeugung geben, toß derselbe ten französischen Verhältnissen vollkommen entspricht. Frankreich braucht jetzt eine zahlreiche, tüchtige und doch zugleich feine finanziellen Kräfte nicht übersteigende Armee. Dieses Ziel würde durch Annahme des obigen Planes vollständig erreicht werden, auch würte das so organistrte Heer nur schwer zum Werkzeug dynastischer Interessen gemacht werben können. Wir in Deutschland aber müßten angesichts so furchtbarer militärischer Anstrengungen darauf betacht fern, durch Heranziehung aller deutschen Stämme unserem H.ere eine solche Stärke zu geben, baß dasselbe noch ollen Seiten hin Front machen könnte. Selbstverständlich wäre es auch geboten, daß unsere Dienst- zeit bedrutend herabgesetzt wirb, damit der Grundsotz ter allgemeinen Wehrpflicht zur wirklichen Wahrhrit gemocht werden könnte, was bei dreijähriger Dienstzeit selbstverständlich nicht möglich ist. Auch hat die Erfahrung des letzten Krieges hinlänglich bewiesen, daß ter Infanterist in weit kürz-rer Zeit so ausgebildet werden kann, daß er allen Aufgaben vollständig gewachsen ist. Späte Erkenntniß — späte Reue. Man erzählt sich, taß Louis Napoleon gegenüber ten entsetzlichen Schlägen, von welchen seine Armee gleich bei Beginn des Krieges niedergeworfen wurde, wiederholt in die Klage ausgebrochen fei: daß man ihn belogen habe. Bezog sich diese Klage darauf, daß man ihm falsche Berichte über die Be- fctojfenleit ter deutschen Armeen vorgklegt und ihn dadurch verleitet habe, sich vorzeitig in einen Kamps nur Deutschland einzulassen, so ist jetzt durch Veröffentlichung der Berichte, welche Oberst Stoffel, vor Ausbruch des Krieges französischer Militärbevollmächtigter in Berlin, nach Paris gesandt hat, erwiesen, daß dieser mit großer Offenheit tie Supeuorität der preußischen Armee über die sronzösilche anerkannt und die Ursachen derselben mit großer Sochkenntniß unb ^Objectivltät nach allen Sutin hin eröffnet hat. Leiter scheint aeer der Exkaiser in Wüyttmshöhe unb auf Grunb der traurigen Erfahrungen, welche er selbst gemacht hat, dahin gekommen zu sein, die Richtigkeit der Stcffel'schen Beobachtungen zu begreifen, namentlich was die Hauptquelle ter von Stoffel charactensirten Supenorität betrifft. „Ich muß noch eine Eigenschaft bezeichnen — sagt Stoffel in seinem Bericht vom 23. April 1868 — welche das preußische Volk ganz besonders cha- racterifirt und welche zum Wachethum ter moralischen Kraft seiner Armee bet- trägt da« Pflichtgefühl. Es ist in allen Elasten des Landes bis zu solchem Grobe auegebildet, daß man nicht aushört, darüber zu staunen, je mehr man das preußische Volk studirt. Da ich die Gründe dieser Erscheinung nicht zu untersuchen habe, begnüge ich mich, sie zu constattren." Auch Louis Napoleon ist den Grünten dieser Erscheinung nicht nachge- gingen oter hat nicht für gut bifundcn, das Resultat seiner Forschungen laut werden zu lassen, aber in seiner unlängst zu Brüssel veröffentkichten Schrift „Note sur ['Organisation mililaire de la confocd^rulion de l’AHeinagiie du Kord“ preßt ihm die Erfahrung, welche er mit feiner Armee gemacht hat, das Eingeständniß ab, daß ihr vor Allem deshalb der Erfolg ausgeblieben sei, weil ihr jene noraiischc Grundlage fehlt, die Hr. Stoffel bei der preußischen Armee constatirt hat. Er sagt: „die Armee in Preußen ist eine Schule, in der ein Jeder der Reihe nach bas Kriegshandwerk lernt, und in dem Gefühl ter Pflicht erstarkt. Der junge Mann, der zu den Fahnen einberufen wird, lernt nicht nur; exerciren, man lehrt ihn auch die Treue zum Königs die Ergebenheit für das' Vaterland. . . Der Soldat hat keine höheren Verpflichtungen, als den dem Könige geleisteten Eid . . - Von da bis zu den Maximen, die bei uns in Frankreich gangbar sind, seitdem das Land von so vielen Revolutionen erschüttert worden, ist ein weiter Zwischenraum. Was hören wir bei jeder Gelegenheit? „Ich diene nicht einem Menschen, ich diene meinem Lande" und diese Redensart, mit deren Hilfe man die persönliche Würde zu heben meint, ist doch nur der Vor- wand für alle Untreue, für alle Scepticismen, für alle Meineide. In jeder Monarchie ist der Souverän das Oberhaupt der Armee und jeder unter der Fahne stehende Mann schuldet ihm Gehorsam, weil der Souverän die ganze Nation vertritt. Ohne dieses Princip giebt es keine Disciplin — keine Sicherheit für die Gesellschaft!" Späte Erkenntnis — späte Reue! Gewiß würde L. Napoleon, wenn er die Betrachtungen des Oberst Stoffel für richtig erkannt hätte, sich dem Chauvinismus, welcher durch die fortgesetzten Hetzereien der Opposi! on eben so sehr gereizt als genährt ward, energischer widersetzt haben, und die Welt würde um das Schauspiel eines Krieges gekommen sein, für welchen es der Kriegseifer an Vorbereitungen batte fehlen lassen; einer Armee, welche zu Capitulatronen en mässe genötbigt wird, von Soldaten, welche ihre Officiere des Verraths bezichtigen, um selber nicht fechten zu dürfen, oder welche, wie jetzt in Paris bet dem leichtesten Impuls die Waffen wegwarfen; von Generälen, welche sich beeilten, „dem Lande" ihre Degen anzubieten, als ein Pöbelhaufe das Kaiserthum gestürzt hatte und welche ihre Niederlagen durch wechselseitige Anklagen zu rechtfertigen suchten; des Wortbruchs so Vieler und der Unzuverlässigkeit Aller. Sollte aber Louis Napoleon doch vielleicht dem Oberst Stoffel hinsichtlich dessen Urtheil über die sittliche Grundlage unserer HeereSeinrichtungen vollkommen recht gegeben, aber vielleicht geglaubt haben, in anderen Triebfedern des Handelns, welche der französischen Armee zusagender wären, ein Aequivalent gefunden zu haben? Der Durst nach Gloire hat ja die Franzosen zu mancher Großthat begeistert, und die jedem Soldaten offene Bahn zu den höchsten Rangstufen den Ehrgeiz zu gewaltigen Anstrengungen gereizt. Nun, wenn der Exkaiser auf die Gewalt solcher und ähnlicher Triebfedern rechnete, wie die Republik nach ihn auf die sogenannte Freiheits- und Gleichheits- begeisterung, welche keiner weiteren militärischen Ausbildung und Disciplin bedürfe, um zu siegen oder standhaft in Widerstand zu bleiben: so haben sich auch diese Voraussetzungen nunmehr als vollkommen irrig erwiesen und die Reue Louis Napoleons kommt wahrscheinlich zu spät. Aber die Erf'hrung .wird doch wohl nicht ohne Frucht bleiben und wenn die wunderlichen Schwärmer für Milizverfassung in Suvdeutschlanv auch nicht zu curtren wären, weil fixe Ideen sich durch Erfahrungen nicht belehren lassen, so dürfte doch bei uns das Urtheil über unsere Militärinstitution sich wesentlich geklärt haben. Nicht weil Louis Napoleon grave für die Soldaten eine militärische Erziehung über die blos technische Ausbildung im Marschiren und Schießen hinaus fordert, sondern weil das Beispiel der französischen Armeen so deutlich gezeigt hat, wie wenig eine Armee, welcher die sittliche Grundlage fehlt, im Stande ist, das Land und die Gesellschaft zu verteidigen. Die Sache der Pariser Commune darf bereits als verloren betrachtet werden ; die Pariser Nationalgardin sind vollständig unterlegen in dem Kampfe mit der Versailler Regierung; letztere wird nun energisch gegen die Häupter der Commune Vorgehen und den Aufstand in kürzester Frist bewältigen. Es darf dies in mehrfacher Beziehung als ein besonderes Glück für die deutsche Politik betrachtet werden; die Nichtinterventionspolitik würde bei einer längeren Fortdauer auf eine harte Probe gestellt fein und wahrscheinlich Schiffbruch gelitten haben. Die vielseitig aufgetauchten Nachrichten, es werde von luxemburgischer Seite der engste Anschluß des Großherzogthums Luxemburg an das deutsche Reich erstrebt, müssen wir auf das Bestimmteste dementlren. Wir können dem hinzufügrn, daß sowohl der König von Holland. wie der Prinz Heinrich, als Statthalter von Luxemburg, von ihren antideutschen Gesinnungen leider noch nicht im geringsten zurückgekommen sind. Der Rücktransport sämmtlicher Landwehr aus Frankreich wird, wie die „Franks. Ztg." unterm 3. April meldet, bis zum 6. v. M. beendigt fein. Frank- furt allein haben bis jetzt etwa 250 Züge mit entlassenen Landwehrtruppen passtrt; sie sind zum großen Theil mit der Main-Weser und der Hanau Bebraer Bahn weiter geführt worden. Die Feldeisenbahnadtheilungen und der große Generalstab hatten seiner Zeit etwa 30 große Züge nöthig. Auch Vie zum Eisenbahnbetrieb in Frankreich commandirt gewesenen deutschen Eisenbahnbeamten sind bereits in die Heimath entlassen worden. Nächster Tage werden sodann auch die immer spärlicher werdenden sogenannten Sanitätözüge gänzlich aushören. Nach dem 6. d. soll eine 14tägige Pause im Rücktransport der Truppen eintreten, dann wirb vom 20. d. an die Entlassung der Garderegimenter beginnen, welche in 12 Tagen auf 110 Zügen spedirt werden sollen, ohne daß der sonstige Bahnbetrieb gestört werden soll. Weitere Rücktransporte von Truppen sollen dann aber nicht mehr stattfinben, es müßte dann eine unverhofft rasche Zahlung der Kriegsentschädigung eintreten. Auch die sogenannten Ersatzzüge nach Frankreich haben ihr Ende erreicht, da alle Linlenregimenter wieder auf ihre volle Kriegsstärke gebracht sind. Der General Chatelineau hat folgendes Schreiben an die Soldaten gerichtet, die während des Krieges unter ihm gedient haben: Meine Kinder! Vom Chef der Executivgewalt ermächtigt, berufe ich euch. Wir haben gegen den Fremden gekämpft; wir haben uns erst nach dem Frieden getrennt, und ich rechnete nicht darauf, euch so schnell zu berufen. Irregeleitete Franzosen — was sage ich? Franzosen? — Männer, die weder durch das Herz, noch durch Patriotismus zu unserem Lande gehören, haben sich so weit vergessen, Generale za ermorden und auf Männer ohne Waffen zu schießen. Es sind Feiglinge; sie werden einen zweiten preußischen Einfall über uns bringen, wenn ihr euch nicht beeilt, euch von Neuem um mich zu schaaren, damit wir zusammen nochmals beweisen, baß wir, getreu unserem Vaterlande, seine Rechte und Gesetze achten, und baß wir bereit sind, die Männer zu vertheidigen, die das Vertrauen gewählt hat, um Frankreich zu regieren. Beweisen wir nochmals unserem Vaterlande, baß wir echte Franzosen sind! Lernen wir, unserem Lande Alles zu opfern, und zu sterben, wenn es sein muß, mit dem Rufe: .Gott und Frankreich!" Es war der Abschiedsruf; möge es der Sammlungsruf sein. Der Sammelplatz ist Rambouillet. Wenn eure Brüder, eure Verwandten, eure Freunde euch folgen, so werden sich eure Reihen ausdehnen. Es ist Platz für Alle. M. Berlin, 5. April. Deutscher Reichstag Die heutige zwölfte Plenarsitzung eröffnet Präsident Dr Simson um 11J/4 Uhr mit der Mittheilung, daß der Magistrat und die Stadtverordneten den Reichstag mittels Schreibens zu dem am 17. d. M. stattfindenden Feste eingeladen babv. Hierauf tritt das Haus in die dritte Berathung des Gesetzentwurfes, betreffend die Abänderung des Bundes- Haushaltsetats für das Jahr 1871. Nach kurzer geschä tlicher Debatte über die Frage, ob die Abgeordneten der nicht zum deutschen Postocrbande gehörigen Staaten bei der Abstimmung zugegen sein dürfen (zum Schluß acceplirt das Haus den Vorschlag des Präsidenten, die Sache ohne Präjudiz auf sich beruhen zu lassen), wird der Gesetzentwurf unverändert definitiv angenommen. Es folgt die vom Abgeord. Grasen Frankenberg eingebrachte Resolution, welche lautet: Der erste deutsche Reichstag erfüllt eine patriotische Psticht, indem er mit warmer Anerkennung und Freude der wohlthuenden Sympathien, der that- kräftigen Unterstützung und der liebevollen opferwilligen Hilfe gedenkt, welche die deutschen Stammesgenossen in den benachbarten Staaten, wie in den fernsten Ländern ihrem schwerbedrohten und nun wiedkrerstandenen gemeinsamen Vaterlande bewiesen haben. Im Namen des zum Reiche vereinigten deutschen Volkes spricht er seinen warmen Dank allen fernen Stammesgenossen aus, deren patriotische, oft unter Gefahren und Unbill bethätigte Theilnahmc die nationale Erhebung stärkte, den Schritt der siegreichen Heere beflügelte, die dargebrachten Opfer milderte und zur Heilung der geschlagenen Wunden beitrug. Abgeord. Frankenberg: Der Reichstag bat in der Adresse seinen Dank für das Heer und tue Heerführer für die vollbrachten Thaten ausgedrückt, man müsse nun auch Worte des warmen Dankes für die opferfreudige Hilfe der deutschen Stammesgenossen in den benachbarten Staaten haben, weiche, wie die Listen der Invalidenstiftungen und Centralcomite's beweisen, so Überaus thatkräftig cingegriffen hat. Dies sei der Grundgedanke der Resolution, welche von allen Parteien gut geheißen werde. Wenn der Vorwurf ausgesprochen fei, daß die ausgewandcrten Deutschen sehr leicht ihres Vaterlandes vergäßen, so hat dies schon in der Thron- rede, wie auch durch die tbatsächlichen Ereignisse eine glänzende Widerlegung gefunden. Die Deutschen hätten ihren Patriotismus bewährt trotz des Anstürmens von Gemeinheit und Rohheit und erinnert er an Die Pöbelexcesse und Störungen Der FrieDensfeier in Zürich, Rumänien rc. Sie haben einen entschiedenen Antheil an den glücklichen Erfolgen des Krieges. Sie hätten bewiesen, daß Deutschland nicht nur reiche vom Fels zum Meer, sondern so weit die deutsche Zunge klingt und Gott im Himmel Lieder singt. (Allgemeiner Beifall.) Abgeord. v. Goppelt lst auf Der Tribüne völlig unverständlich. AbgeorD. Dr. Bamberger befürwortet ebenfalls die Resolution und kommt auf einen kürzlich im Reichstag gefallene Aeußerung über die Zustände in Paris und die Intervention Deutschlants. Was in Frankreich sich jetzt abspielt, das ist eine Consequenz der großen geschichtlichen Ereignisse, Die wir seit neun Monaten erlebt. Die allgemeine Signatur dieser großen Zeit war so eigenthümlich, daß die Logik Der Ereignisse Die Voraussetzungen über das Ende des großen welthistorischen Prozesses immer Lügen strafte. Das jetzige Bild in Frankreich gebe Der Welt und Europa Den klaren Beweis, Daß wir nicht die Barbaren, sondern die Träger Der Cultur und Civilisation seien. Abgesehen von Der internationalen Politik, sondern im kulturhistorischen Interesse sei es nicht für Deutschland, son- dem auch für Frankreich wünschenswerth, daß die Franzosen Die jetzige Krise selbst überwinden und wir nicht interveniren. Abgeord. Marquardsen: Wir müssen dafür eintreten, daß die Deutschen im AuSlande die volle Anerkennung und Den vollen Segen eines mächtigen Staates erhalten für ihr würdiges, patriotisches Verhalten. Er erinnert an Die Deutschen in Der Schweiz und die bekannten Vorgänge und hofft, Daß man den Pionnrren der deutschen Wissenschaft und Kunst im Auslände, Den lebendigen Trägern Der nationalen Gesinnung im fremDen Lande, kräftige Unterstützung leisten werde. Reichensperger (Creflld) schließt sich der Resolution an und spricht seinen und seiner Parteigenossen Dank Dafür aus. Holder (Württemberg) bittet, daß man auch der Männer und Frauen ge- Denke, Die freiwillig unD unermüDlich sich für die Pflege der Kranken, Verwundeten und Durchpasstrenden aufgeopfert haben. Die DiScussion wird geschlossen und Die Resolution bei der Abstimmung einstimmig angenommen. Es folgen Wahlprüfungen. Die Wahl des Abgeord. Schulenburg (Beelzen- Dorf) wirD nach dem Anträge Der 2. Abteilung beanstandet. Bei Der Wahl des Abgeord. Grafen Bethusv-Huc kommt zur Sprache, daß von der Kanzel beruh gegen die Wahi eines Protestanten agitirt worden fei. Dies ist eine Thatsache, Die nach Duncker's Meinung vorn Bundeskanzler eine strenge Untersuchung erfordere. Bei dieser Gelegenheit entbrennt Der seit Drei Tagen geführte Kampf mit den Ultramontanen aufs Neue. Abgeord. Lasker bestreitet Dem Centrum Die Berechtigung, sich als ausschließliche Vertreter Der katholischen Deutschen hinzustellen und sich Namen beizulegen, wie „Verfaffungspartei" rc. zu nennen. Er werft nach, baß nicht nur Die Kanzel zu politischen Zwecken mißbraucht worden ist, sondern daß sogar dieser Mißbrauch von Der oberen geistlichen Behörde belobigt worden ist. Er verwahrt sich in aus- sührlichcr Rede Dagegen, als wenn er das Wesen Der katholischen Kirche irgendwie berühren wolle, doch fei ihm das politische Recht unverkürzt, Dtc Grenze des Staates und Der Kirche fcstzustellen. Es fei keine Partei im Haufe vorhanden, welche daran gedacht habe oder Daran denken werde, Der katholischen Kirche Die SelbstftänDigkeit in Der Verwaltung ihrer inneren Angelegenheiten rauben zu wollen. (Lebhaftes Bravo, auch auf Der Tribüne; Der Präsident Droht, Dieselbe räumen zu lassen.) v. MallinckroDt: Wenn er hört, Daß Herr Lasker sich zum Richter und Lehrer aufwirft, um Den Katholiken zu DeDuciren, was ihre Einrichtungen unD Institutionen zu beDcuten haben, so müsse er bas als überaus anmatzenD zurück- weisen. Wenn Heer Lasker sich über Den Namen Der katholischen Partei lang und breit beschwere, so frage er ganz einfach, mit welchem Recht sich denn Herr Lasker nationalliberal nenne. Für Klostergeschichten sei er nicht zu sprechen. Abgeord. Reichensperger (Olpe) wendet sich in sehr ausführlicher Rede gegen Den Abgeord. Lasker unD seine ReDe. Die Einwirkung von der Kanzel herab Ivabe keinen anderen rechtlichen Hinterhalt, als Die Einwirkung Durch Die Presse, Vereine und Logen. Dies sei nur so lange, als Sie keine Gesetze vorgelegt haben, welche die Steuerungen auf Der Kanzel in anDerer Weise behandeln, oder welche ,n daß sä""" l*Äe i*ir im v'k J . w H v- töte ui itnt" "c* u k'Ä i SM"- △ N’ t Mi. Ult.*"’. , m A 'N, ’ I“f" «leiten »«„ u rwflenten Jf" " ««• Hefe R ^°s°ndcre H »etr.; 1 wiP Wölfis ft». »«ibtn« u °i "114 Aft r V'* 8»®n. i häl,t “btr t|| . fauö tt. lb,n i“ '«ffj tnt.n 4 b 'n, d„ t6al, M, »ll4, ti, tin 8äo. 4°"° »«hdn®. ,n fpriti " Wriohiir, tft llntt., milttru unt 1 Stittr . Ufa «u h l , (“'"'n Sani fit ■'aif, man müj[t >(' t't denischi bi' Ciften d„ ''«t'ij tingegriffen U'n $arhifn gg| t üwgteanütittg cn ’n krr Thron- ©Biegung gr- i tkS Anßurmkn- t und Störungen sch> ttntn Anihril M Leutschlank W Zunge klingt iilioa not fomgit i-nante in Jcnl I abipult, tsS ijt t neun Maaten trnfbumlitti, oaj er yicgen wdt» $ianfitiä) gebe ittartn, joutmi t tittrnationalen Leutnant, Ion« ltgigi Arife (tlb) tit putschen im gj/jng.n Staates an kie Deliifchen in rtn Piootiim ignr Trage« ver ttüen verte. nt ipntN feinen nnt giautn gr« Vrrlvvntttkn t(1 Äbünnmung Mure (8*| Kei der w । ht W1 btrfl' ti not Thakf^'' rlj4una erforkerr- ( Aa»pf ®il w iA al« aaSfch^i' finite W|iW* 1 nur t" Ä4"l SSJ*8W1 ’ ,a Uff'11) tonAWi11 !}, L.tnt ■St-*1* tyn# BBf® Lh** — Die Commune hält den in Bayern. Telegraphische Depeschen. ie storben den 4. April. Schuldenwcsen des Johannes Betr-: iötii - vu/uiuuuwr» .-v - nuö a;iu||v» yiiinui y ---- Sdiepp HL zu oaaien. mine soll die (Süte versuch rotrben unD -----—--- ..« ä ma es s ä"s«~ SSS'rsSS'Ä E1» SSÄSSSS.- ->-» "*» *- Besondere Bekanntmachung. Oeffentliche Aufforderung. --------Den 7. April. Johann Epv, «“* 9k. 3, ans Ziegel berg, bayer. Kreises Schwaben-Neuvurg, gründung ihrer Ansprüche, sowie etwaiger Vorzugsrechte, im Termin Donnerstag den 8. Juni l- I, Vormittags 9 Uhr, bei Meldung stillschweigend erntretenden Ausschlusses hiermit ausgeforderl. Im Ler- von einem Prinzett entbunden. Es heißt, daß die Nationalgarden versuchen, über Cholsy Berjailles zu Den 5 April. August Hallscheid, Musketier in dem- könialich ^ußtschen Jnf.-R?g Nr 57,^aus Hannefurt, Reg.-Bezirk Düsseldorf, alt 24 I- 2 M- 28 T-, geerreichem 7. April. Die „Times" berichtet aus Versailles über den Ernst der Situation. Die Insurgenten halten alle Forts besetzt, ausgenommen ^1VIH ~u;v„v.„ Sie remontiren dieselben mit den weittragendsten Martne- aeschützen und haben Munition in Ueberfluß. Sie halten Choisy Roi besetzt und versuchen Versailles von seinen Verbindungen mit dem Süden abzuschneiven. 3» Pari- wurde das gesummte Jesuitencollegium verhaftet. A Nom 6. Aprtl. Der Papst wird in zahlreichen Adressen gebeten, die Ost-rfeier in seiner ganzen Würde zn begehen. Der Papst verharrt ,n Zurück, gezogenheit und befürchtet man neuerdings, daß ernste Auftrttte stattsinden Veräutzerung betrifft, angenommen werden, daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beigetreten selcn- Grsmberg, am ‘21. Marz 1871. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann bestimmen, 1 , *2*$Ä •»' «-"-»«•*' I« 5,“£ «“S SM™ ®»....... »■'«'. «Wl..,.. »«, gpradje kaaien. Ein BcrtagungSantrag wirb angenommen. Nachl.e Sitzung 0E^:.i_„ ,,„k Zwo* 12 Uhr. Antrag Prosch: Di. Einführung norddeutscher Bundeogefetze roer6,n^ giorcnj, 6. April. Visconti beabsichtigt, von seinem Ministerposten zu resign>r.n. r 5 aprit @6 h,„sch, hj„ scheinbare Ruhe. Der Fürst be- stndet sich fortwährend .m R.sidenzschiosse, dessen Umgebung nur mittelst e.ne» Passirscheine« zu betreten ist. Das Militär übt eine strenge Straßenpolizei. $ △ Bucharcst, 6. April. Das gesammte Ministerium beabsichtigt b,e Einleitung eine« tzochpcrrathsprozesse» gegen den Exminister Fuisten Ghlka. Dl Stellung de« Fürsten von Rumänien hat sich wieder befestigt. △ Bucharcst, 6. April. Der deutsche Generaleonsul v. Radowltz wurde zweimal in seinem Wagen auf der Stratze überfallen. i A Konstantinopel, 5. April. Die hölzernr türkische Flotte wird verkauft behufs des Ankaufs von Donaumonitors und Kanonenbooten. A Konstantinopel, 5. April. Der Tscherkeffensurst Schampl ist in Media gestorben Dem Vernehmen nach ist cS dem Herzog von Southerland gelungen, den Suez,anal anzukausen. - Der Schab von Persien hat s-'Nm h>estg-n Ver. Irtlir zurückberusen. — Der Vertreter Rumäniens hak beruhigende Nachrichten aus Bucharcst erhalten. * ■ 8 A Paris, 6. April, 8y2 Uhr Abencs. Schlußrente 51.60 günstig auf da« Gerücht hin, daß heute Nacht die Truppen von Versailles durch die P-rte Maillot cinrücken werden. — Die innere ^ötadt ist ruhig. Das „Bien pub c ^'de A Paü?,'"6 .April, Abend«. Die Versailler Truppen sind mit bedeutenden frästen von Arlillerte unterstützt, bei Courbevote angekommen und eröffneten hinter vie Barrikaden zurück, aber die Batterien de« Ro, du Pont von CourbevKc^faub.rten die A°°nue, und bombardirten d,e Hauser, wonn dieZnlur. acnten sich befanden. E« fielen Bomben bi« nach Paris hinein. Die Insurgenten ssr s-s s »*?*•*• 1 Mltraillcuse und 2 Kanonen mit Munition adgcnommen. A N uillü fber Pari«), 6. April Abends. Bei Porte Neu.Ny und der Avenue Cour e7?ie^ sand em mehrstündiger mörderischer bi- ,etz. noch unentschie. A 4 Avril, NachtS. Die Commune meldet, die Deputirten von Pari-^m B rech mi. den Mai«« organisiren heute Abend ein Versöhnung«, und Fiiedensromilc. Der erzbischöfliche Palast ist in der. Hand-n der Commune. D.e Barrikaden auf dem, V-ndomeplatz haben etzt eine Hohe von 3—4 J™»' A finr « 5 Avril, Abend« 8V, Uhr. Es Herr cht eine totale Geschäfts. °<- —L°» ey« ««* rente 51 40 Alle Abendblätter plaiviren für eine Versöhnung. f Ä S Oer heutige Kamps war ohne Erfolg. D.e Nanonal. g-rd-n haben unr.r dem Schutze der Fort« Issv, Vanvre« und M°ntr°uge.S ellung aenommen Die Höhen bei Eiamart, M-udon und Chatillon sind von Truppen drsetzd Neue Regimen.rr Huber. Pari« verlassen. Unter den Nat.onalgarden Apnl."°Die Commune erließ -in Deere., wonach all. Waffen- fähige und anvcrheiratde.e Männe, zu den Na.ionalgard-n -inv-ru -n werden. Dasselbe ruft ungeheure Bestürzung hervor. Man holt dl-selbenber-iIS lioiialaarvkn gewaltsam aus den Hausern und schleppt sic zum Kampfe. Die Eom munalbeamicn verlangen an den Bahnhöfen, daß J^edrr, der Par.S «»laßt, semen Paß vorzeige, camil nicht so viele junge Männer sich der Pflicht entziehen, b ler 9i^°^®JCC6 April, rit Commune decretirte, daß für jedrn in BersaiUe« hing-richtc.-n Gefangenen 3 Geißeln h.ngerichtet werden sollen. ES »« * ,gchte laut über einen bevorstehenden Staatsstreich. Das Triumvirat, bestehend au« Deleecluze, Pyat und Blanqm wünschen Versöhnung und senden daher De- 31. Mm-z^ 91 1. cr.ran, Philipp Wigandt, Candidatus juris, lediger Sohn des der -verwu-o«-.. ««v ....... - — dahier verstorbenen Grotzhcrzoglichcn Hos-Kammer-Kanzlisten, F>»«-> ' *aa Zn den. osfi-i-llen Bericht der In- 66 Ä-S- ^ben den ^Apnd .^ «llbert, Lancier in dem 2. st-nzöstsch-n Lancier^ „„ u„Kl „ ..... .......... ... Regiment aus St. Symphprien, Departement d. la Lozöre, alt 24 3- 8 J». T, g° jpn’ den Müra.lleusen der Herrn Th...« und Favre" in S.ücke g-h'-k- worden storben den 2. April. ab r auch diese Nachricht schrumpft dahin zusammen, daß -in e.nz.ge- M-dch-n Den 5. Aor. dlner 5 April. Flouren« und sein .ldjutant Cvpriani wurden gestern^bei^hntlllon überrascht, sie ver.hc.d.g.en st» «n. Revolve.n. wurden a er nierergemacht. Flouren« L-iÄuam ward- hierher gebracht. Der gestrige Ber lust der Jllsuraentea beträgt 2000 Mann todt. A Wicn, 6. April. Admiral Tegelhoff ist lebensgefährlich "lrankt. A Wien' 7. April. Der Sieger von Liffa, Viceadmira. Tege.hoff, >st Heu früh i/,8 Ubr an der Lungenschwindsucht gestorben. ’ Ä London, 5. April. Di- „Dailv New«" dr.ng-n n-chst-°«nd- Detail« an« P^is vom 3. April. Die flüchtigen Nanonalgarden behaupten, ^««tn« fei auf einer anderen Rout- nach Versailles gegangen und dem General B rg-r-t eien zwe- Pf-rd- unter rem Leibe erschossen worden, aber diese letztere Angabe revucirl sich daiaus, daß rem Generale ein zweispänn.ger Wagen folgte und daß "i-s- bei°-n P,-r'e g-.-off-n wurden. Die Na.ionalgarven beklagen sich über Ve.rath und Unfähigkeit ihrer Führer, prahlen dagegen mit ihrer eigenen Tap kei' und scheine» keineswegs sehr entmuthigt. Noch immer glauben st-, die 8 werde mu ihnen sra,ernisir-n. D.e Zahl ter B-rmnnd-.-n und Tod.enwird verschieden von 150 bis 1500 angegeben- o . » surgentcn h-iß, -«, -ine Mädchenschule, die in N-uillp au«^ V-r K.rche^ kam Beerdigte. Den 1. April. Katharine Elisabeth-Schomber, geborene Bellos, d°s «-rstorbe- ncn Ortsbürgers und Zieglers, Heinrich Schomber m Beuern, Wittwe, alt 62 I. 19 "•'CTCi^'Stte Vtgelius, des Postsecretärs, Julius Karl Vigelius, »'»'S'S'Ä" *—"SY? Bäckermeisters, Daniel Noll, eheliche unoerhcirathete Tochter, alt 48 I. 4 M. 10 -t-, 08flOrb®en742l'prU. Jean Sauer, des Fabrikarbeiters zu Essen, Max Sauer, ehelicher Sohn, alt 3 I. 6 M. 28 T-, gestorben den^h. April- b. Katholische Gemeinde. (Getauft. Den 2. April. Dem Locomo.ipsührer bei der Köln-Gicb-ner B°hn Joh°nn Kaspar Stüber, eine Tochter, Elisabeth Marie Juli-, geboren den 24. Februar. Beerdigte. 30 Wärt Katharina Veutgen, Tochter des verstorbenen Bürgers und Steinhauers, Peter Veutgen zu München-Gladbach, Reg-Bezirk Aachen, alt I-, fl ' ft°t6en®en 1- Ä Christian Wallner Jäger in d«n königlich baperischm^Jager- Bataillon, aus Burgersdorf, Kreis Ober-Bayern, alt 2j 3- 2 2W- ß Auäjug aus den Kirchrnbüchcrn der Stadt Gichen. a. Evangelische Gemeinde. Getaufte Den 2. April. Dem Bürger zu Klein-Kalben, Kreis Vilbel, und Schuhmacher dahier,^Johannes^Hof, -in Sohn. Heinrich Wilhelm Ludwig Karl Theodor, geboren benl%S&£n. Dem Bürger und Metzgermeistkr, Philipp Malkomesius, -in- und Weichensteller auf der Köln-Mebener Bahn dahwr Heinrich Rusag, -in Sohn, Em.l Karl, g-b°r-n dm 4. ^ebr^a£rn(elben Dem Bürger und Gastwirth, Johann Georg Jung, eine Tochter, dahier, Georg Meininger, ein Sohn, Heinrich Fr>°dnch, g-bor-n dm 3. M Den 7. April. Dem Burger zu Beuern und Gartner dahier, Konrao ^cau, eine Tochter, Emma Friederike Margarethe, geboren den 6. Februar. zur Reparatur des städtischen Pflasters erforderlichen Materialien vergeben werden. Gießen, den 8. April 1871. . Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __V o g t. ____________ Eichen-Bauholz-Bersteigerung. 1361) Donnerstag den 13. d. Mts., von Morgens 9 Ubr an, sollen in dem Waldgirmes« Gemcmdcwaldc, Districten Klöppelstrauch und lschnetdeis- daß sämmtlichc deutsch- Staatsangehörige, die auf die Wo-'- der iKanzel! a^s"G-isU gefangen und^d'oht mit Erschießen. — Es wer- . Wäbier s-in dürfen. Auch er Hai. -« für -men traurigen Mißbrauch, Er»b.sch°f^°« ^°gmommen, um Geisel in Händen zu haben. - Henry wurve in Versailles nach fiattgchabtem Verhör erschossen £ London, 6 April. Die Prinzessin von Wales wurve in Sandnngham ti. April. v-r „Standard" bring, vi- Nachricht, daß °i->. SSTtt. M r. Die Zusammenkunft und der Anfang der ortt01 aovm m a ir* cm - 2 /i 11 r . ^.o, . im District In Mr. 8S. 128 2550 lleulsclie toional-Lotterie CO Keilgebotenes 1363) Gemeinden I« H* Fuhr (1378) | Prämiirter Kauf g von Tliierköpfcn aus der aus dem Königlichen Forste Krofdorf und | nl‘Lb/r ~ Wismar nachstehend bezeichnete Hölzer öffent- b ^IwN0pIllstl Ujttt lich meistbietend versteigert. ß ' ' ° von Theodor Frauck’sche 684) M. Bild. Carl Hoffmann. n // Holzvcrstetgeiunq , K Äunstaegcnstanee in der Fürstlichen Oberförsterei der Fabrik selbst, < fri"» «•** ™=>•-w. fbHSSRsu: oe werden bet «d m81*1"”« I I. M. Schulhof, mn Rathhaus. I. A. Busch Sohne. | 1382) Sogenannie Ruffenkartoffcln zu “"TTr^—ää"'«---—--Nack if1JJrna karr L“*' buchsen empfiehlt Bauleute, und Reißzeuge bester Qualität J ' »fc (j 430 büchsen empfiehlt empfiehlt Wilhelm Orbig, Neuenbäuen. (Hierzu eine Beilage.) 230 SO aus von 7 235 40 36 12 28 41 24 44 24 36 21 1 8 1714 uO 53 20 District 3ac (Homberg): Fickten: 7 Raummeter Knüppel und 140 Raummeter Reiser. Sckrein.erar beiten, Schlosserarbeiten, Weißbinderarbeiten, mester und 25 bis 30 Fuß Länge, zusammen 9785 Cubikfuß, versteigert werden. Die Zusammenkunft ist bei der Dickciche, Morgens um 9 Uhr. Waldgirmes, den 4. April 1871. Hohensolms, am 6. April 1871. F Etliche Oberförsterei Hehen,olms. Dormer, Förtter. Buchen: 52 Raummeter Scheid u. Knüppel, 488 Raummeter Stöcke und Reiser. Distrikt 28a (Eichwäldchen): Eichen- 5 starke Stämme, 15 Raummeter Küferholz, 23 Raummeter Scheid, 68 Raummeter Stöcke und Reiser. Distrikt 54 (Schottenholz): Buchen: 15 Raummeter Scheid u. Knüppel, sowie 165 Raummeter Stöcke und Reiser. Distrikt 75abcd (Lindenschied): Buchen: 6 Raummeter Felgen, 356 Raummeter Scheid und Knüppel, sowie 511 Raummeter Slöckr und Reiser. Totalität Krofdorf und Wismar, Distrikte 22, 43, 48, 67ab, 72abc, 73b und 74abc• Eichen: 1 sehr starker Stamm, 1 Raummeter Küferholz, 11 Raummeter Scheid 12 Raummeter Stöcke und Reiser; ' Buchen: 19 Raummeter Scheid u. Knüppel, sowie 15 Raummeter Stöcke und Reiser; Weichholz: 532 Raummeter Reiser; Nadelholz: 1 Raummeter Knüppel und 2 Raummeter Reiser. Krofdorf, den 6. April 1871. Der Königliche Oberförster: ! v. Meibom. ’O^£UÖC bester Qualität, L- Möller, Optiker, Sonnenstraße. In allen Pari dazu, u Jfn .^Parlament, 1360) Freitag den 21. Avril er., um 9 Uhr Vormittags, werden zu Krofdorf beim Wirth Kahlert "th: Eichen-Baustämme von 26 bis 30 i Die Zusammenkunft unb hn- < 5oU Durchmesser unk» 30 bis 40 Fuß Länge, Versteigerung ist Morgens 9 Uhr im t »°d°un berg!, von 22 bis 25 Zoll D.ich-Eber stein", ,unächst d-r Oberw^l^ me er und 2d bis 30 Ruft Lanae. niinm: fSohpnfnr™« «Je ar....r versteigert werden. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im Distrikt Scklicberg. Groß-Buseck, am 7. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Groß-Buseck. Wagner. Holzverkauf in der Königlichen Oberförstern Krofdorf. Die Bürgermeisterei. S chmidt. ßbnstadt. . . . Ellingshausen . . Gßrbenteich. . . Gießen .... Großchßskck . . hattemvi» . . . Hansen . . . Heuchelheim. . . Stämme Eichen-Bauholz mit 242 Cu- bttfuß, Stämme Buchen-Werkholz mit 404 Cubikfuß, Jur gchüligcn Beachtung. 806) Havanna-Ausschuß, pr. Mille 33 fl., pr. Stück 2 fr., eine gute Ambalema-Cigarre (Handarbeit) pr. Mille 16 st., pr. Stück 1 fr., empfehlen Georg Dörr am Ktrcheuplatz empfiehlt ,ein Lager reingehaltener Weine Holzversteigerunst. 1314) Mittwoch den 12. April l. I., von Morgens 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewald, Distrikten Hehn und Pitzenlach: 69 Cichen-Bau- und Werkholz-Stämme von 5'/r bis 30 Zoll Durchmesser und 10 bis 50 Fuß Länge, 785 Cubikfuß enthaltend, Nadelholz-Stämme ■ u 5Vz bis 12 Zoll Durchmesse. _.,io 20 bis 90 Fuß Länge, 2961 Cubikfuß enthaltend, Birken-Stamm von 8 Zoll Durchmesser und 17 Fuß Länge, Eichen - Stangen von 4 bis 5 Zoll Durchmisser, 22 Cubikfuß enthaltend, Fichten-Stangen von 2 bis 5 Zoll Durchmesser u. 20 bis 45 Fuß Länge, 1770 Cubikfuß enthaltend, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Zusammenkunft ist zur bestimmten Stunde im Dfftrikt Pitzenlach. Daubringen, am 4. April 1871. Großherzogl. Bürgermeisterei Daubringen. H ä m m e r l e. Stecken Buchen'Scheidholz, „ Prügelholz, n Stockholz, „ Reisholz, Nadel- Albach Mendorf a. d. Lah> Mendorf a. d. Lda. MBuseck . •' • Annerod .... Je'srod .... Beuern .... Burkhardsfelden • Für bie! Wen, den Kestellml iibonnti 6063) Textor',ches Flaschenbier vor- zuglicher Qualität, frei in's Haus geliefert pr. Flasche 7 fr., von L. Textor, _________ im Darmstädter Haus. H« Seeger 8? Krüger, NeuwedelL Accht französisches ®iittapcrd)a-|)apicr, (Caulscliouc, Kaudruche) offerirt M. Israel jun., Cöln a. Rh. Bekanntmachung. 1362) Donnerstag den 13. d. Mts. . .. . von Morgens 9 Uhr an, ' JoUen nn hiesigen Gemeindewalde, Distrikt Schliebe^g: 18 ~ Kalklieferung Pflastcrarbeiten „ „ Steinbrechen, Fahren und Aufsetzen derselben, veranschl. zu 150 „ — , Gießen, den 8. April 1871. Körner, Bezirksbauaufseher. 41 „ 2650 Wellen Hohensolms. k V® Künftigen Donnerstag, den 13. „nh Tlslrict „Eberstein" Peig-rkw-rden: "^^hendes Neholz ver- L Die Vertheilung der Prämien findet zu r Berlin statt und zwar durch ein zu diesem Zweck zusammengetretencs Comitö. i; SÄST Prämien. *1) Ein neues, massives, in Neu wedelt am tnn?en ^brvurch zur öffentlichen Kenntniß, daß Loose rm deutschen Uiattonal-Lotterie wieder angekommen sind, und daß 1) Frau Professor WMwand (Walltbor) und 2) Herr Georg 11 oll (Bureau des Hülfsvereins) deren Verkauf besorgen. Gießen, den 8. Aprit 1871. Der Vorstand des Hülfsvereins. denen der geringste noch einen Derkaufs- werth von einem Tha- lcr hat, und deren Herstellungskosten sich belaufen anf 8k6eit6ver|ieigmtng zu Laug-GönS. 1365) Donnerstag den 13. April, Morgens um 10 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Lang-Göns nachstehende Bauarbeitcn durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeiten, veranschl. zu 76 fl. 29 fr. Zimmerai beiten, •itH., W1 ® Hut Lager von Lonis Gail empfiehlt zur foininwibeii Saison alle Sorten Seiden-, Fjh. Stroh- und Fantasiehüte. Reichste Answabl. Blttigste Preist Heinrich Dietz in Lich empfiehlt 7 Tapeten und Korden von H. Hochstätt er in Gießen, sowohl nnf Laaer all aU* 111 boHttäM&tQcr Mnfterkarte zu Original-Preise« von 7 Kreuzer an per Stück. (1245) rHO Y^U ^Ct)CU a 48 fr. in der alleinigen Niederlage bei ----------------------------------- Carl Frech, in Gießen. 155 Stecken Buchen-Ccheidholz, 1. Classe, 41 f)o[" Erichen- und Eichen-Prügel- 93 Stecken dergl. Stockholr 3900 Wellen dergl. Reisholz 7600 reifer, Unb T-nnon - Forst- 2450 Dornmellen, 28 Eichen-BauStämme von 6 bis 17 Zoll Durchmesser und 15 bis 30 Nuk Länge - 630 Cubikfuß. ü B s Nein Fiilrnkat der llrincit Än fo Erfolg anfzuweisen, wie das Brnstbonban, Arabische Gummi-Knqelu, bereitet von W Stoppel in «tpirebneb rote sh?en ^Emed'Ä^n b-honpten diese Fabri- Mms. P^7v7Sch-chV MtÄ Unb n,t6r bir Gun» ----Brustbonbans ist ,u haben in Gietzen bei Julius Wallach. (806) Z. A. Busch Söhne. ll"b ^roflr« empfiehlt billigst Cl'i7JJ__________ et. fl. Fuhr, Sonneustraße Nr. 104. stische Thicrköpfe, theils vom Rel^ theils vom Fuchs (dreiviertel der! Lebensgröße) pro Stück für einen Thal er (der gewöhnliche Ladenpreis ist .1 Thlr. 10 Sgr.) zahlbar bei der Empfangnahme des Kopfes, verkauft werden, ä Wenn 15,000 Nummern verkauft sind I s werden 502 Prämien vertheilt laut Spe- fcificatwn, die jedem Kopfe beigegeben Lwird. Distrikt 25 (Kühbett): Eichen: 5 starke Stämme, 9 Raummeter f 1007) Es sollen 13,000 Thonoola- Sckeid und Knüppel, 39 Raummeter ■* •«- ---1 Stöcke und Reiser; linkte ™ '11, (idt -ti ^«tn auf’ ;■ "°»-n f. Reue Smnmerhtindschuhe, Eorsellen und Crinolinen '2 m großer Attswabl, sowie doö Neueste in Sommer-Shawls te**' 6 Damen-Manri,-^.. «___... . . r: ' n i h!Ss;,;. l Mein Tuch- und Bnkskin-Lager, 'H j» billigen und festen Preisen, empfehle bestens.^ s°L'L' Ludwig Lang, ' »niäitm. J 601 3liarftstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil N.'ftn, L . 3»-'» b»» . :----------------------------------------------------- lut den flttl6 Cl 'Im Ganzen 302 Pra- *. mien im Wcrthe von 7,080 Tblr •* Der Tag der Prämien - Vertheiluna ('wird mindestens 14 Tage vor demselben ^durch dreimalige Anzeigen in Berliner kZeitungen bekannt gemacht, auch durch k dieselben die Resultate nach Vollenduna (derselben. u Niederlage bei Julius Wallach, in Gießen. | Aalhingen a/E., «dÄÄenK/Se^!?Orig7naß«L"n ' ^cifcrfe“' i Markte gelcg. zwei- ? stockiges Wohnhaus 8 nebst Garten und Wiese, hypotheken- p frei, 7 Fenster Front 3,000 Thlr ^2) Ein Pianino von Pa- B lysandcr 200 CS) Fünfzig Stück Schieß- yewehre 1,100 L4) Neun Stück Oelge- | mälde in Goldrahmen Zwei Nähmaschinen ?.O) 439 thonoplastische 709) Frische Samen- ll. Lcin-j 1269) Das Mtchl a„a ke'r: fueben, Kornkleie, Waizen- Mühle der Herren F. Peppler v schalen Md Futtermehl, s°-L Comp. kann zu demselben Preise "L 1323) Dickwurzeln verkauft Wilb. Jacobi Wittwe, Schöne Aussicht. Portland-<5ement, frifdje Sendung, empfiehlt (1347)___________ G. D. Bapst. Engl. Buchbinder-Calico bei G. Jffland, Weißadlergasse 10, (980) in Frankfurt a. M. 1274) Eine Parthie schöne Sellerie und Fleischzwiebeln (Lauck) sind abzugeben bei Th. Rautenstrauch, an der Sckoor. Sonnenstraße Nr. 104, «ne Parthie Kinder- und Damenstrümpfe, arud 2 z?Fabnf!?eis'n.^°'^ fntb'9’ 3,Jflfd)ine unb Hand gestrickt,