Preis vierteljährig 1 fl. 12 ft. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 k. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit ÄuS» nähme Montags. Expedition: Canzleib erg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Nr. 1S1. Dienstag den 8. August 1871« BefteNmrrgen arrf den Giestener Mnzeiger bei allm Post-Expeditionen un^ bett Lanb-Nostboten entgegen genommen. Monnentm, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate August und September zu 40 fr. T b e i L Bekanntmach u n g. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur öffentlichen Kennlniß, daß der Großherzogliche Finanzaccessist Roth von heute an bis auf Weiteres ermächtigt ist, für die Großherzogliche Rentamtskasse Gelder zu empfangen, Auszahlungen zu leisten und gültig für ihn während seines Urlaubs zu quittiren. Gießen, den 6. August 1871 L Y n ck e r , Großherzoglicher Rentamtmann. PoLitiseher Theil. 7. August. Den Verhältnissen in Belgien hat man in gouvernementalen Kreisen gcgen- wärtig eine ganz besondere Aufmerksamkeit zugewendet. Nicht nur, Voß die Internationale dort, zumal in Brüssel, eine außerordentliche Thätigkeit entwickelt, auch für die Ultramontanen bildet Belgien einen Hauptherd, und endlich ist in ganz neuester Zeit dort eine Agitation für den Anschluß an Frankreich eingeleitct, welche vorzugsweise von französischen Arbeitern ausgeht. So wenig nun Deutschland auch gegenwärtig Anlaß hat, sich über solche Bestrebungen in unserem Nachbar- lande zu beunruhigen, so wird man sich doch in Belgien nicht wundern können, wenn vielleicht in Deutschland der Gedanke Wurzel faßt, daß Belgien je nach seiner Nationalität geschieden werde und der wallonische Theil an Frankreich, der vlamänvische dagegen an Deutschland zurücksiele. Auch in Belgien selbst ist Vieser Gedanke jüngst zum Ausdruck gekommen und hat in den vlamändischen Kreisen den lautesten Beifall gefunden; was wäre denn auch natürlicher, als daß die reichen Kräfte Belgiens für wirklich große Nationalzwecke verwerthet werden, anstatt daß sie sich, wie bisher, in kleinlichen Parteikämpfen ausreiben. Hoffen wir, daß die deutsche Presse die vlamändischen Bestrebungen, die in ihren letzten Consequenzen auf Lostrennung der nördlichen Provinzen von Belgien ausgeht, entschieden unter- stützt und damit dem Zwitterzustande ein Ende wacht, der für die Freiheit nicht weniger als für die Unabhängigkeit und Sicherheit zweier Nationen eine stete Gefahr bilden muß. Wie wir schon kürzlich bemerkten, wird es noch eine Weile dauern, bis die Ministerkrisis in Bayern beendigt sein wird, denn diese Zögerung hat nicht in bloßen Zufälligkeiten, sondern in der ganz eigenthümlichen Stellung ihren Grund, welche der bayerische Staat sowohl den Ultramontanen wie der deutschen Reichs- gewalt gegenüber einnimmt. Boyern fürchtet sich vor den ersteren nicht minder wie vor der letzteren, wiewohl cS wiederum in beiden eine Stütze für seine Selbstständigkeit sucht, indem es die Ultramontanen gegen die Nationalen und umgekehrt verwenden möchte. Dieses Schaukelsystem muß es schließlich mit beiden Parteien verderben; das allein Richtige ist der rückhaltlose Anschluß an die nationale und freiheitliche Idee, und zur Aussührung dieses Gedankens scheint der rechte Mann zu fehlen. Die „Staatsbürger-Zeitung" brachte jüngst die Nachricht von einer Hafer- Unterschlagung aus Nancy, welche jenem Blatte von einem Kaufmann Joseph C. mitgetheilt und von einem Herrn Sp. mit der Behauptung bestätigt worden war, daß er direct von Nancy komme und die Verhaftung eines der jungen Männer selbst angesehen habe. Auf directe Anfrage wird nun der „StaatSbürgcrzeitung" von den Herren Lachmann und Simon Cohn aus Nancy telegraphirt, daß beiden Herren nichts von dem Vorfall bekannt sei. Unter dem 1. d. M- ist der genannten Zeitung auch von der k. Armeeintendantur der OccupationSarmee in Frankreich nachstehende telegraphische Mittheilung zugegangen: Die von verschiedenen Zeitungen abgedruckte Nachricht, wonach bei dem ArmeeverpflegungSconsortium Hierselbst Unterschlagungen Seitens der Vertreter desselben und in Folge dessen Verhaftungen stattgefunvcn haben, ist Wort für Wort erfunden. Keine derartige Unterschlagung Ist zur diesseitigen Kenntniß gekommen; noch weniger hat die Verhaftung irgend eines Consortialvertreters stattgefunden. Der Kaiser hat bestimmt, daß in diesem Jahre 1) Herbstübungen im Sinne der Orvre vom 27. Februar 1845; 2) größere technische Hebungen der Pionniere; 3) Uebungcn der Landwehr und 4) Einberufungen von Offizieren und Ossizicr- Aspiranten de- Veurlaubtenstandes zu UebungSzwccken bei dem immobilen Thcile der Armee nicht stattzufinden haben. Im weiteren Verfolg dieser Ordre ist bestimmt worden, daß die au» Frankreich zurückgekehrten Cavallertcrcgimentcr, in Anbetracht der in denselben vorhandenen großen Zahl unausgebildeter Pferde, sowie der nothwendigen stärkeren Rekrutcneiastellung, schon jetzt zu dem Wintcr- dienstbetrieb überzugehen und ihr Augenmerk wesentlich auf Vie Detailausbilvung von Mann und Pferd zu richten haben. Exercier- und Feldvienstübungen sind bei den Escadrons nur insoweit vorzunehmen, als es der Bestand an vollkommen rittigcn Pferden gestattet und die Ausbildung ter jüngeren Offiziere und ter betreffenden Mannschaften erforderlich macht. Das Kriegsministerium hat hier noch 'Vas Weitere zu veranlassen. Nach der „Germania" ist den Soldaten des 7. Armeecorps das Halten des i-lerikalen „Westfälischen Merkur" verboten worden. Stlstsprobst Dr. v. Döllinger, der zur Zeit seine Sommerfrische im Fischerhause zu Tutzing am Starnberger See genießt, wurde an seinem Namenstage (31. Juli) durch eine ihm von den Bewohnern der umliegenden Dorfschaften dargebrachte Huldigung überrascht. Am Vorabende loderte auf dem südlich von Tutzing gelegenen Johannisberg ein Frcudcnfeuer, zu dem die Bauern das Holz zusammen getragen hatten. Dann kam vor Döllinger'S Wohnung ein festlich beleuchtetes Schiff mit der transparenten Inschrift: „Dem Herrn Dr. r. Döllinger zum Namensfeste." Als der Gefeierte auf dem Balcon erschien, donnerten Böllerschüsse; hierauf zog sich das Schiff lautlos wieder zurück und das Freutenfeuer erlosch. Gerade durch diese stille Einfachheit machte die Ovation einen tiefen Eindruck. Einem Privatbriefe aus Metz entnehmen wir, daß an der Vervollkommnung der dortigen Festungswerke eifrig gearbeitet wird. Die Forts waren zum Theil nur Ervwerke, es werden nun überall die nöthigen Mauerwerke ausgeführt. Am größten Fort St. Quentin allein sind 2000 Arbeiter beschäftigt. Mit großer Befriedigung begrüßt die „Times" die Wahl Döllinger's zum Rector der Universität München. Das leitende Blatt sieht in diesem Ereignisse ein weiteres Anzeichen von einer nahen Kirchcntrcnuung, welche sich Rom selbst zuzuschreiben habe, weil es die Dinge in Deutschland in demselben Lichte sehe, wie die Ereignisse unter schwachen haltungölvsen Italienern. Bei der Hartnäckigkeit des deutschen CharactcrS sei es nicht wohl möglich oder verständlich, daß man sich das Majorisiren durch südliche Präloten, wie es beim Concil geschickt geübt wurde, als cnvgiltig gefallen und die von deutschen Bischöfen so entschieden bekämpfte Unfehlbarkeit sich von denselben Bischöfen aufdrä'ngen lasse. — Einer Mittheilung des Botschafters in Paris zufolge treffen dort zahlreiche englische Arbeiter ein, welche beim Wiederaufbau der zerstörten Stadttheile Arbeit suchen, aber nur selten finden, und so allem Elend prcisgegcben sind. Lord Lyons warnt daher die englischen Arbeiterklassen, und erklärt, daß die Regierung ihnen fernerhin keine freie Rückfahrt nach England verschaffen könne. In der französischen Nationalversammlung ist ein Antrag des Abgeordneten Alfred Naquet angekündigt, ein Gesetz zu erlassen, kraft dessen Vie Güter Luvwig Napoleon Bonaparte'» zum Besten der armen Familien, welche während des Krieges gelitten hatten, verkauft werden sollen. Gegen die Gesetzmäßigkeit und Billigkeit einer solchen Bestimmung kann jedenfalls Louis Napoleon am wenigsten etwas einwcnden; denn in viel weniger gerechtfertigter Weise ist bekanntlich er selbst früher zur ConsiScation de» Vermögens der Familie Orleans geschritten. Der dem altfranzösischen Staatsrechte entnommene Grundsatz, daß ein französischer Regent alle seine Güter der Krondomäne einzuverlebcn hat, rcsp. daß alle seine Besitztümer als zu dieser gehörig anzusehen sind, ist im Jahre 1852 etwas gewaltsam angewendct worden — jetzt greist er ohne alles Bedenken gegen den- jenigen Platz, der sich damals auf ihn berufen hat. Zu berücksichtigen ist aber auch, daß die Güter Napoleons muthmaßlich größeren TheileS während seiner Re- gierungszcit erworben sind, während nachweislich Vas Vermögen der Familie Orleans vor der Thronbesteigung Ludwig Philipps freies Eigenthum gewesen war. Der Letztgenannte hat ohne Zweifel mit Rücksicht auf den erwähnten staatsrechtlichen Grundsatz, am 7. August 1830, zwei Tage vor seiner formellen Thronbesteigung, seine Privatgüter auf seine Kinder üoertragen, und diesen SchenkuogSaet hat Ludwig Napoleon, damals Präsident der Republik, al- eine Beeinträchtigung de« Staates für nichtlg erklärt, obwohl die Nationalversammlung am 25. Oktober Weber aus Göttingen. Die erste vorläufige Sitzung ist ans heute Abend um 5 1848 die schon damals von einem Deputirtcn — dieser war kein Anderer alt Uhr angesetzt. Die zweite eigentlich berathende, soll morgen Sonntag Nach. Jules Favre — beantragte Konfiskation der Guter als einen Eingriff in da« mittags, stattfinden. — Sollte Döllinger heut- noch eintreffen, so wird ihm Privateigenthum züruckgewiesen hatte. — Wenn jetzt die Nationalversammlung den der hrefige Aitkatholik.'nverein einen Fackclzug bringen, an dem sich die ganze Stadt Antrag Naquet'« nicht annehmen sollte, so geschähe da« wohl nur, weil die be,heiligen dürfte. Zu gleicher Zeit und Stunde wird zur Vorfci-r de« 6 d Orleanistische Majorität an eine Wiedereinsetzung der Familie Orleans in ihren als G-dächinitztag der Schlacht von Wörth, Zapfenstreich durch di- ganz-Stadt alten Besitz denkt. , stattfinden, am Tage selbst aber die ganze Stadt sammt den öffentlichen Gebäuden Das neugebtldete Mimstenum in Spanien, an dessen Spitze Nuiz Zorilla beflaggt werden. steht, darf als ein der klerikalen Richtung durchaus feindseliges betrachtet werden. ' Baden, 2. August, lieber den Haß gegen die Deutschen und deren Der- Es bekundet diese Stellung durch die Abficht, durch Einführung des allgemeinen folgung in Havre habe ich einen dabei Betheiligten gesprochen, der sein halbes unentgeltlichen B -ik-unterrichts dem in Spanien heimischen Aberglauben entgegen Leben dort gewohnt und sich schon seit langer Zeit hätte können naturalisiren zu treten, in allcn Zweigen der Staatsverwaltung erhebliche Ersparnisse eintreten lassen. Er sagte mir, es sei für einen Deutschen leine Möglichkeit mehr dort zu zu lassen, außerd.m G-schworncng-richte einzusühren und in der Armee eine strenge leben; an die Börse dürfen sie fich nicht wagen, und in den Restaurant« ver- Disciplin zu handhaben. Das neue Ministerium wird sich auf die Progressisten weigert man ihnen die Aufnahme, so vaß er gcuöthigt war, in den Wiithschasten und Radikalen in den Cortes stutzen. Ob Spanien damit aus feinem provisori- für die Auswanderer am Hafen seinen Mittagstisch zu nehmen, und im sonstigen s^n Zustande herauskommen wird, ist freilich eine andere Frage. Das Partei- Verkehre schließen sich die Franzosen ganz von ihnen ab. Er kehrt nur dahin getriebe hat seit der Septemberrevolution einen soichrn Umfang angenommen, daß zurück, um seine Angelegenheiten zu ordnen und den Ort, an dem er so lange eine ganz außkiordentliche Entschiossenheit dazu gehören würde, den Umtrieben der gelebt, zu verlassen. Betrachtet' man dagegen die Stellung der Franzosen bei Paitcichess ein Ende zu machen. Auch wird eben wegen dc« Anhangs, den jede uns, die so unangefochten hier leben wie sonst, ihre Geschäfte nach wie vor be- politische Partei in der spanischen Armee hat, es mit der Disciplin und der Armee treiben, so sollte diese Erscheinung den Franzosen die Schamröthe in die Wangen nicht so recht gehen. Ebenso ist der Einfluß der katholischen Priester ein so über- treiben. (Bad. Lds.) wiegender, daß dieser durch Reformen auf kirchlichem Gebiete zwar etwa« paralistrt Berlin, 4. August. Ein- gestern hier eingetroff-n- Note JuleS Favre'S des- werden könnte, jedoch immer noch eine entscheidende Bedeutung in politischen avouirt die A-ußerungen Trochu'S in der französischen Nationalversammlung be- Dingen haben wird. treff« der angeblichen Mitschuld des Fürsten Bismarck und der deutschen Militär- Aus Albanien sind in Triest Nachrichten -ingetroff-n, die auf eine starke b-hörden an dem Communc-Ausstand, fügt aber bei, daß Fürst Bismarck selber Gahrung unter den dortigen Mohamedanern schließen lassen, eine Gähruug, welche p diesem Mißverständnisse Anlaß geboten habe, indem er öffentlich der Kommunal- namentlich im Norden ebenso weit verbreitet als intensiv ist und die in Skutari oewegung einige Berechtigung zugestanden. Die Beziehungen zwischen Frankreich bereit« zu bedenklichen Ruhestörungen geführt hat. Hier ist nämlich der Gouver- und Deutschland — wird außerdem in dieser Note ausgeführt — könnten, wenn neur Ismael Pascha bei Der muselmännischen Bevölkerung schon seit geraumer nicht die von Deutschland anneetirten französischen LandeStheile zurückgeg-b-n wür- Zeit stark verhaßt, und zwar vorzüglich deshalb, weil Man ihm Hinneizung zu cm, niemals freundschaftlicher Natur werden. (N. fr. Pr.) fränkischer Seile (seine Gemahlin ist eine Christin aus Kroatien) und zu große Berlin, 4. August. Noch immer strömen, wie die „C. S." mittheilt, den Nachgiebigkeit gegen die Montenegriner vorwirst. Dazu kam in den letzten Wochen Kaffen des Krieg-Ministerium« Liebesgaben für di- Armee von Nah und Fern, ein Borfall, der noch mehr böse« Blut machte. Der englische Konsul Steadc in ja stlbst aus der, entlegensten Winkeln der Erde zu. Wir erwähnen unter den Skutari war auf der Jagd von zwei türkischen Hirten, deren Schafe von seinen ersteren eine Sendung aus Württemberg mit ca. 1105 Thlrn. (für di- Hinter- Hunden gebissen worden, mit Flintenschüssen nicht angegriffen, sondern nur bedroht bitebenen der lei Seifort gefallenen preußischen Soldaten) von Kurgästen in Karl«, worden, und der Pascha bestrafte die Leute dafür mit zehn Jahren V-rb-nnung bad, Ertrag eine« daselbst veranstalteten Fksteoncertr zur Feier des Einzugs am nach Tripoli«. Die übte Stimmung über diese« Urtheil kam, verbunden mit dem 16. Juni 800 fl. österreichisch; unter den letzteren: vom Consul in Brisbane alten B-rdruß über verschiedene andere Maßregeln des Gouverneurs und de« Ge- (Queensland) Hälft- der fünften Rate der Sammlungen unter den dortigen Deut- meinderathes (M-dfchliS), am 17. Juli zum Ausbruch. Di-Türken schlossen den |ci;en 186 Thlr.; vom Sammlungscomite in PetropoliS ein Wechsel über 236 Bazar und nöthigten die christlichen Kaufleute, ihre Buden edensall« zuzumachen. Pfv. Sterl. 2 Shill. 11 Pence. Außerdem gingen viele kleinere Beiträge ein- Dann zog man zum Pascha und forderte von ihm Zurückziehung des gegen Mon- zelner Personen aus Rußland, Spanien k. und aus allen Theilen Amerikas ein tenegro ausgestellten Grenzcordon«, Entlassung de« jetzigen Stadtrathes und Ab- Berlin, 5. August. Da« „Gesetzblatt für Elsaß - Lothringen» enthält eine schaffung der Verbrauchssteuer. Der.Pafcha redete den Leuten zu und sagte ihnen, Brkanntmachung de« Reichskanzler«,' wonach das Vereins-Zollgesetz, das Gesetz, er werde sich überlegen, was sich thun lasse, man solle sich am nächsten Tage durch betreffend die Besteuerung des Zucker«, das Gesetz, betreffend die Salzabgaben, Abgeordnete seine Antwort holen. Al« diese aber kamen, war er nicht zu Hause, oer Vereinszolltarif und der Zollcoriel am 7. August in den genannten Provinzen und nun begann der Aufruhr, indem die Türken zunächst die Häuser verschiedener,n Kraft treten, soweit sie nicht durch die Verordnung de« G-n-ralgouv-rneurS Beamten, die wie der Pascha verhaßt sind, namentlich da« de« Polizeidir-ctore Dom 3. Mai d. I. bereits in Wirksamkeit gesetzt worden sind. Hoto Bep, zu stürmen versuchten. Ismael aber hatte sich in aller Eile nach d-m Münchcil, 4. August. Die „Korrespondenz Hoffmann" meldet, daß Finanz- etwa eine Mecke von der Stadt angelegten Truppenlag-r begeben und kam jetzt minist-r Psretzschner das ihm angebotene Portefeuille des Auswärtigen definitiv an ver Spitze einer Macht zurück, welche zur Verhütung weiteren Unfugs genügen Lbgelehnt hat. könnte. Die Aufständischen zogen sich in das türkische Viertel zurück unv beriethen Straßburg, 2. August. In Colmar wurde ein gewisser Eduard Toulet, hier noch am 18., wo die Post nach Triest abging, was sie weiter vornehmen Handlungsreisenver von Paris, wegen Aufreizung gegen die eingesetzte deutsche sollten. Es ist immerhin möglich, daß es mittlerweile zwischen ihnen unv ven Staatsgewalt verhaftet unv hierher ins Corrcctionshaus abgeführt. — Aus Tieffen- Truppen zum Kampfe gekommen ist. ba$, 28. Juli, schreibt man uns, daß noch immer 14—16jährige junge Leute vurchkommen, die nach Frankreich auswanvern. Die unsinnigsten Gerüchte sind dabei im Spiel; noch ehe der erste Schnee falle, heißt es z. B., werde Frankreich mit 1,200,000 Mann den Krieg gegen Deutschland wieder beginnen; der Angriff werde diesmal lediglich von Danzig und Königsberg aus gemacht werden (im Winter wahrscheinlich) u. s. w. Das Betrübendste ist, daß die Eltern oft gar nichts von der Absicht der Söhne wissen und erst in Briefen aus Frankreich erfahren, daß sie verlassen sind. (Niederrh. Cur.) Straßburg, 5. August. Das Civilcommissariat macht bekannt, daß die Eröffnung des katholischen Lehrerseminars für Deutsch-Lothringen in Metz am 4. October erfolgen wird. Die Unterrichtssprache wird das Französische sein. Prag, 1. August. Pokrok hetzt im Leitartikel anläßlich ves Brünner Kreis- turnfeße« die mährischen Czechen, gegen Vie Juden einzuschreiten, weil sie aus die Seite ver LandeSverräther traten. Die Behörden haben zweimal das Gesuch um die Erlaubniß zur Errichtung eines Ziska - Denkmals in Tabor abgelehnt. Es wurve der NecurS an das Ministerium eingelcitet. Das deutsche Casino, der Club oer Vertrauensmänner der Abgeordneten, so wie der deutsch-politische Verein tele- graphirten schwungvolle Adressen nach Brünn. (Pr.) Paris, 1. August. Seit drei Tagen sind weitere Verstärkungen für die deutschen Truppen in ver Umgegend von Paris angekommen. In Argenteuil liegen jetzt 3000 Mann (statt 1500, wie früher) unv in St. Denis sind Verstärkungen an Artillerie und Cavallerie eingetroffen. Die Bewohner von St. Denis dürfen des Abenvs nach 10 Uhr nicht mehr ausgchen, die, welche nach dieser stunde sich auf der Straße betreffen lassen, werden verhaftet und müssen vor ihrer Fr.iiassung 10 Fr. Strafe bezahlen. In Nogent-sur-Marne, wo Vie Bewohner bis jetzt ganz gut mit den Deutschen standen, sind nun auch strengere Maßregeln ergriffen worden. Die hiesigen Blätter bringen fortwährend Klagebriefe aus Ver Provinz über die „Brutalität" der Deutschen. Es wird aber wohl N'cht so schlimm sein, da eine Masse von Personen, die aus der Provinz hier ankommen, offm eingestehcn, daß sie mit den Deutschen ganz gut fertig werden und diese sich sehr höflich unv anständig benehmen. Zu Streitigkeiten kommt es zwar zuweilen, aber nur dann, wenn die Deutschen sich nicht zu auffällig insultiren lassen wollen. Wie Franzosen selbst erzählen, kommt es häufig vor, daß die Deutschen die an sie gerichteten Insulten ganz unbeachtet lassen, um Streit zu ver- meiden. Wie sehr übrigens hier alle Dinge entstellt werden, kann man deutlich daraus ersehen, baß das Concert, welches eine deutsche Mufikbande letzter Tage in der „Hermitage" von I. I. Rousseau (Montmorency) gab und wo nach den hiesigen Blättern sich Niemand eingefunden haben sollte, sehr zahlreich besucht war. Damit soll jedoch keineswegs gesagt sein,.daß die Franzosen eine besondere Zuneigung zu den Deutschen gewonnen haben sollen. Im Gegentheil! Das Wort Revanche ist nach wie vor in Aller Munde, und es ist sogar nicht selten, daß es zu unangenehmen Scenen zwischen Deutschen unv Franzosen in Paris kommt. Ja Frankfurt, 5. August. Wie wir vernehmen, sind heute sämmtliche Liegenschaften vom Eck der Gallusstraße I. links an bis zum „Hotel du Nord", so weit sie im Alignement zur Verbreiterung der Gallusstraße liegen, in den Besitz der Herren Eltzbacher Comp. um beträchtliche Kaufsummen übergegangen. Mainz, 4. August. Auch von wieder zu ihren Geschäften und in ihre Stellungen zurückgekehrten Angehörigen unserer Stadt kommen bittere Klagen über die Insolenz und den Fanatismus, mit denen sie von den Franzosen eben nur ihrer Nationalität wegen verfolgt werden. Besonders geschätzte Argumente für die Jagd der „Patrioten" auf die „deutschen Banditen" bilden angebliche Plünderungen und namentlich Hindeutungen auf die Reste der Krieggkosten, an welchen noch heute in dem „elenden Lande" einzelne Städte u. s. w. zu zahlen hätten, wäh> rend Frankreich (dessen Raubzüge im Anfänge des Jahrhunderts bekanntlich jene Lasten auf das deutsche Volk häuften) bereits die ungeheure Last der KriegSent- schävigung abzuschüiteln beginne. Unsere geplagten Landsleute fürchten, auf ver- schiedene Thatsachen gestützt, auch die Lauheit der Gerichtsbehörden und einen ihre materielle Lage tief gefährdenden Zustand von Rechtlosigkeit. In dieser Noth fühlen unsere Landsleute bis jetzt wenig von der neuen Machtfülle des Reichs; nur in Paris scheint die Nähe der deutschen Truppen die Lage erträglicher zu machen. Die französischen Behörden scheinen nichts thun zu wollen unv in einem Briefe wird mit Hinweis auf einzelne Vorfälle in Deutschland, welche sofort, obschon sie nur einzelne Personen rein zufällig betrafen (Bonn), die Intervention der auswärtigen Behörden hervorriefen, die Frage aufgeworfen: ob das auswärtige Amt in Berlin nicht ausreichende Kenntniß von diesen völkerrechtswidrigen, plan- mäßig betriebenen Chikanerien habe, und Leben und Vermögen der Deutschen dem verbissenen Haufen vreisgegeben bleiben sollen. — Die hiesige Schützengesellschast hat das für das nächste Jahr hierher verlegte Festschießen des mittclrhcinischen Schützenbundes nicht abzuhalten beschlossen, aus in den Zeitumständen liegenden Gründen. t Heselberg, 5. August. Die Sitzungen der Vorversammlung der Alt- rathotlken sinv geheim, v. Döllinger's Ankunft hat sich verzögert, doch hofft man, daß sic vielleicht heute noch erfolgen könne. Unter den bereits eingetroffcnen ^)e eglrten, welche sich stündlich noch vermehren, bemerkt man folgende Namen: Professor Michelrs aus Braunsberg, Pfarrer Alois Anton aus Wien, Dr. Zirn- gledel und Rentier Schaumberger aus München, Pfarrer Renftle aus Mering, ?^tCr & ^äniKr ,au6 Stuttgart, Obermevicinalrath Reuter, Gerrchtsasseffor Rensch unv Appellationsgerichtsrath Dr. Petri aus Wiesbadens Prof. Lutterbeck aus Gießen, die Professoren Lange, Rensch und Knoodt und! Pfarrer Dr. Tangermann aus Bonn, Prof. Langen aus München, Professor! es 0 1? J Angabe ihrer 9 Patts, Antrages, t" gtM Einvrrsta^"^ für die Schar Kusinen Lanvi träge $ noch Patts, burg'Palais. DupaniouP " fannten M Wtl! fagt, d-8 bat;» Ifl ter F-Mfit t ihre» NM pernebaien* Gin? bi1 Fritdrichmaße ji wesende Dienstmä eiferten dabei in ber Maurer und Stuke-Theorie Gespräch und sai nu Al!' und )ed mit eenmal die p dähten, wat soll iS waS Anders!" oller frenMer! ein ziemlich ange Kümmel und ver nicht. - „Na, ingellelit! Lerste dicht vordenEpre Dühre, und ick vor, spricht von Berji ArbkiSoersit 3286) Mittw o des Nach Wen auf der Bi Wnbe Bauarbi tzrrung in Ac Mmerarbrit, Zimmerarbeit, Mbederarbei Mossnarbeit Weihbinberarb Gießen, den Kör Mont-, SMn fg, I^WUien8; ben 3: hüb Wechsel 95-/4 Oberhessen 777b 101 3 7,0/0 G. 5O/o M. steuerf. — 1864r 137Vz 30 Zahnschmerz E e. CQ ilttt, baj Danz. rartigen drMh 31 81 84 4 18 48 Dienstmann Müller Neuen-Bäuen B. 83. k. 8. k. 8. k. 8. k. 8. 8. 8. Braunschweiger 18% Stadt Florenz 82% 96-/4 93-/3 87-/4 105 1173/4 Frankfurt a M, Große Eschenhcimerg. 41. 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Wenn jetzt mit cennrnl die janzen Docker un Apotheker un Krankenwärter un Hebammen zu ftriken Anfängen bähten, wat sollten denn die janzen armen Pocken- und andere Kranken machen?" — „Ja, det iS waS Anders!" entgegnete der Schuster. — „Det iS gar nischt Anders," meint der Wirth, „Sie oller benebelter Quaffelkopp— In diesem Augenblick stolpert unter lauten Demonstrationen ein ziemlich angesäuselter Trupp ftrikender Maurer in das Local und verlangt stürmisch ein Quart Kümmel und verschiedene „Weiße." — „Ich ftrike!" sagt lakonisch der Wirth und rührt sich nicht. — „Na, man keene faulen Witze ntch gemacht, oller Krohnson'. Ick habe meine Arbeit ingestellt'. Verstehn Sie mir nu, sie oller Strickstrump!" Bei diesen Worten war der Budiker dicht vor den Sprechenden getreten und fuhr dann fort: „Sie setzen ihren Mcestern den Stuhl vor die Dühre, und ick setze Ihnen an die Luft. IS det noch nischt?" — Da drängt sich der Schuster! vor, spricht von Mißverständnissen und will die Parteien versöhnen. Die Geduld des stämmigen! Creldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 45-45% Sachs. „ — Div. Gass en-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 39—41 „ doppelte 9 40—42 Holl.fi. 108t. 9 55—57 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 19%—20% Engi. Sover. 11 49—51 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25—26 Vermischtes. (Sine höchst komische Scene, welche neulich Abends in einem Dudikerkeller der neuen Friedrichsftraße zu Berlin stattfand, wird von der „Post" berichtet: Mehrere in dem Local anwesende Dienstmänner thaten sich bene bei einer „Weißen" nebst dem unvermeidlichen Kümmel, eiferten dabei in etwas derben Ausdrücken gegen die eben wieder in Scene gesetzte Arbeitseinstellung der Maurer und gingen einem gleichzeitig anwesenden Schustergesellen, der sich als Apostel der Strike-Theorie zu erkennen gab, stark zu Leibe. Der Wirth beteiligte sich mit Feuer an dem Gespräch und sagte, zu dem Schuster gewendet: „Die janze Strikerei iS 'ne Dummheit! Wenn und strikefeindlichen WirtheS aber war zu Ende. Er faßt den Schuster mit der rechten und bett da« große Wort führenden Maurer mit der linken Har.d am Kragen und reibt die Nasen Beider einigemal gegen einander, dann wirft er mit kräftigem Ruck die geiftverwandten Brüder zum Budlkertempel hinaus; und ehe die anderen Strikcollegen sich noch recht besinnen konnten, hatten die Dienstmänner Partei genommen für ihren Gesinnungsgenossen, den Wirth, und thaten mit den übrigen Maurern ein Gleiches. — Als auf diese Weise das Local gesäubert war, da lachten sich die Sieger ins Fäustchen; der Wirth aber meinte vergnügt: „Die Striker wären wir los, nu wollen wir zu arbeiten anfangen!" und gab ein Halbes zum Besten. Lyon wird gegen dieselben gewüthet. Ein Journal, welches dort erscheint, hat es sich zur Aufgabe gestellt, die dortigen Deutschen zu beschimpfen und mit der Angabe ihrer Namen und Aoreffe der öffentlichen Rache zu denuncrren. Paris, 3. August. Versailler Nachrichten zufolge ist der Wortlaut des Antrages , betreffend die Verlängerung der Vollmachten ThierS', noch nicht fest- gestellt. Wie verlautet, hat das linke Centrum vier Delegirte gewählt, um ein Einverständniß mit der Reckten herbeizuführen. — Thiers soll sich im Principe für die Schadloshaltung der während des Krieges von den Deutschen besetzt gewesenen Landeötheile ausgesprochen haben, lieber die Höhe der bezüglichen Be- träge ist noch kein Beschluß gefaßt. Paris, 3. August. Der neue Stadtrath hält seine Sitzungen im Luxemburg-Palais. Der Luxemburggarten ist dem Publikum wieder eröffnet. — Bischof Dupanloup erhielt vom Papste ein Beglückwünschungsschreiben anläßlich seiner bekannten Rede in dcr Nationalversammlung. (Pr.) Marseille, 2. August, Abends. Ein Telegramm aus Algier vom 2. August sagt, daß man endlich Nachrichten von Bou-Meyray, dem Chef der Jnsurrection, hat; er ist in der Hodna. Alle Insurgenten der Medjina, sowie des Landes und der Familie der Mokram haben sich ergeben. Die Jnsurrection erlischt also an ihrem Hauptherde Man hofft jetzt in einigen Tagen das Ende der Revolte zu vernehmen. Eiserne Smftnftcn mit Wasserverschluß sür Straßen, Höfe, Mchen und Waschküchen. Dieselben verhindern das Verstopfen der Thonrohrleitung, indem sich der Schmutz m den Sinkkasten ablagert. Durch den Wasserverschluß kann kein Geruch aus der Leitung austreten. Leichte schottische Gußrohren für Regenrohre, Dampf - und Warm-Wasser-Heizungen bis 8" engl. Durchmesser. Englische feuerfeste Steine. (28is) Versteigerungen. Arbeisversteigenmg zu Hausen. 3286) Mittwoch den 9. August. des Nachmittags um 5 Uhr, sollen auf der Bürgermeisterei Hausen nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranfchl. zu 22 fl. 10 kr. In Gießen nur bei Carl Frech Verfteigerungs-Anstigk. 3299) Unter Bezugnahme auf das Pfän- der-Verzeichnitz in Nr. 178 des Anzeigers mache hiermit bekannt, daß die Versteigerung derselben nächsten Mittwoch, Nachmittags 1 Uhr, beginnt- K- Grünebaum. Amerik. Bonds 1881r 99% „ , 1882r 97 n „ 1885r 96% „ 1887r 963 8 Spanier, neuest. 3% 31% Strickmaschinen. ~ 3159) Außer der Anfertigung aller Sorten wollener und baumwollener Strumpfe werden auch solche zum Anstricken jetzt wieder angenommen. I. A. Busch Söhne. Ijillonese entfernt in 14 Tagen alle Unreinigkeiten und Falten der Haut, beseitigt Scropheln, Flechten u. gelbe Flecken. Garantirt! -3303) Eine sehr große Sendung gutes trockenes Brod habe ich erhalten und gebe dasselbe bMigst ab. F- Appel Wittwe, Neustadt (OSwald's Garten.) n imrt Toulel, iTt-fculSitfa' i^ngt langt kill tjfa rnllchlk sa -, mit äiaitij Brr Sngriff 1'11*1 "sklll (t® tu to» ost gar ;-j zrukltich «• n n 4% , 3%o/0 Bayer. 5% . . . 8* 8** Am ^f*Nr. 14. Englische glasirte Thonröhren für Eisenbahn-Durchlässe, Canal- und Wasserleitungen stets einige Tausend Fuß 3", 4", 6", 9", 12", 15", 18", 24" englisch Durchmesser vorräthig, sowie Bogen-Verbindungs- und Syphonröhren. 4 J'®"6 'to 3 vUDb toeu W® balbrt tott zu 1 $nt°urant« !’rt tafo ?!* " l° lange t!t bei ;njt «ii -°i bl. ln die langen ikiKavn's des. Llntriaeaiuiig bt» totfotn Militär. ;r1 (tlbtr l'tfc ttr Gommnnfll. granftti^ *“ fönnitn, trenn inrudgtgtbtn vür. rfirnt, tat vsib' ,g ',n M»*1 cti Srünntf^ ti. lvril ft ■ jefflf”' K,7 -ssis Id ««• ft< ':V !?<• -7'. ul«»*;" > tlt Ti» .«»«; ♦ c ,;n 3021) Das seither von Frau Pfarrer Kr eck mann im Darmstädter Haus bewohnte Logis ist im Ganzen oder auch getrennt zu vermiethen und vom 1- October an zu beziehen 3295) In Lit. E- Nr. 78, Universitäts- straße, ist der dritte Stock, bcstehend in 2 Zimmern, 2 Cabineten rc., zu vermie- then und den 1. November, auf Verlangen auch früher, beziehbar. 3292) Cin freundlich möblirtcs Zimmer zu vermiethen. Kreuz Lit. B- 9tr. 114. 3297) Ein junger Mann, gelernter Gärt- ner, tue leb er auch sonstige Arbeiten versteht und mit Pferden umgeben kann, fndtl als bald eine passende Stelle. Näheres Asterweg 9h*. 103. 3278) Ein braver Junge wird in eine hiesige Wirthsckaft als Kellner gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. . 4%0/0 1jährige 983/4 n 40/g 1jährige 93 Würtemb. 4V2 % Obi. 98 Baden 4%% Obi. 0. E. L. 97-/2 Oesterr. Silberrente 57 „ Papierrente 48% Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 58 3°/q äst. s. Lombard 73-/g 3% Livorneser 34‘/8 5% Toscaner 53% 5% Elisabcth.-Prior. 783/4 do. II. Emiss. 81 AnleheiiBloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 67 Nassau 25 fl. 40% 40/g bayr. Präm.-Anl. 111 Ansbacher 7 fl. 11% 4% badische Loose 109% Badische fl. 35 Loose 67% Oestr. fl. 250 v. 1854 76% 1858r Prioritätsloose 174 1860r Loose 867r 3304) Gebrauchte Bücher für Gymnasiasten, sowie eine Münzensammlung, sind billig zu verkaufen. Wallthor Lit. A. Nr 152. 3196) Neue Kartoffeln, sowie alle Sorten Gemüse, sind stets frisch zu haben bei Th. Nau lenst rauch, an der Schoor. Ve-rmisthungen. 3302) Die Mansarde meines Hauses, von Frau Professor Net chell bewohnt, ist vom 1. October an anderweit zu vermiethen. Carl Jughardt, Kanzleiberg B. 72. 3296) Eine Familienwohnung, sowie zwei möblirte Zimmer, sind zu vermiethen bei Ier. Becker Wittwe, Neuenweg. 3267) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Ch r. Reiber, Kreuz. behör st an »er ;i'7) -u°°rlä!si«°8 Dienst, ml tJenVb bc? l’ «unm u b‘^cn. Vit. g, 181. IX a6l97g b Neue Matjes-Häringe empfehlen I. A. Busch Söhne. (2371) 3252) Grüne leinene Joppen und Sommerröcke von Drell, sowie Hosenträger in großer Auswahl, empfiehlt C. Wenzel. runq des Fahrtenplans ist—------------------- nnnntfhr ®in vroßcs oder zwei Heinere| nnnnteyr lOßUni, ^orin r .Familienlogis zn vermiethen bei tagü halb 9 Uhr n. Abends_____________vobnfutfdicr crfei. 7 Uhr, im früher Loos' ! 3273) In der Neuen Anlage Lit. 0". fcbci. tzöfche», Vit. ».pfettWÄ”" UW&|~270) ffln m8bllrtrt jjiin.nev .VlcFlIlllcb JU haben» jzu vermiethen. Neuenweg B. 194. Gießen, den 4. August 1871. In Auftrag: Körner, Bezirksbauaufseher. 3216) Montag den 14. August, Nachmittags 2 Uhr, werden im vormals Gossi'schen Hause in Groß-Linden sä-> mtliche zum Betrieb einer Bleizuckerfabrik gehörigen Apparate und Geschäftsutensilien öffentlich versteigert- Gießen, den 31. Juli 1871. M. Pilger. Borsennachrichten. 5. August 1871. Preuss. 4%% Oblig. 983/4 Frankf. 3%<% Obi. 823/8 Nass. 472% Obi. 973/4 Kurhess. 4% „ 90 Gr. Hess. 5% Obi. 103 Ungarische fl. 100 Prämirn-Loose. [ 3174) Diese Loose, von der Köntgl. Ungar. Regierung garantirt, ge- kören unstreitig zu den sichersten Lotterie-Papieren. Ziehungen : am 13. August, 13. November, 13. Februar, 13. Mai. Haupttreffer: fl. 250,000, 200,000, 150,000, 100,000 u. s. w. Jedes Loos muß mit mindestens fl. 1OS gezogen werden. Die Gewinne erleiden keinen Steuer-Abzug. In die nächste Ziehung vom 15. August füllt der größte Treffer von fl. 250,000. Diese Loose sind bei allen Bank- und Wechselhäufern des In- und Auslandes zum jeweiligen Tages-Cours zu haben. 3239) Meinen geehrten Kunden zur gef. Nachricht, daß ich mit dem Heutigen mein Geschäft meinem Sohne Carl übergeben 3245) Einen Lebrjungen sucht W. Euler, Schuhmacher. 150 Bergarbeiter werden von der unterzeichneten Grubenverwaltung noch auf ihren Werken zu Ober- Roßbach bei Friedberg eingestellt bei Zusicherung guten Verdienstes. Friedberg, im Juni 1871. Die Verwaltung der Friedberger Bergbau- Gesellschaft. ________________Stifft._________(2732) 3285) Johannisbeeren und Himbeeren werden noch in größeren Parthien gekauft von Ed. Lind, Kirchenplatz. 3283) Einen guten Arbeiter sucht Will). Müller, Schuhmacher. 1 TECHNICUM FRANKENBERG Ilichen Publikum zeige hier- bci Chemnitz. Königreich Sachsen. > oyAoIiottft rt1t Maschinciibauschule in Verbindung mit Maschinenfabrik, Industrie- ,7^ schule, Vorbereitung z. Freiwilligen-Examen, Pensionat. Beginn des Cursus den 15. October. Prospecle versendet gratis VVe5irUUvl)0riMUgeU9 ilt Die Direction den Stand gesetzt bin, ganze lng- li. »auch; Dr. J. Hcubncr; Dr- E. Klotz. Auszüge NUf's SJcftC Jll be- Restauration Ijaiinstein, Bei günstiger Witterung. 3265) Dienstag den 8. August, Abends 6 Uhr: Großes Militär-Concert, ausgeführt von dec ganzen Capelle des 8. Jäger - Bataillons zu Wetzlar, unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten, Herrn Ohst. Entree ä Person 12 fr. Um geneigten Zuspruch bittet B. Werminghoff. sorgen und empfehle ich mich hiermit bestens. PH. Müller, Vorsteher des vereinig. Dienst- männer-Jnstituts. 3037) Für ein hiesiges Colonialwaaren- Geschäft wird ein mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mann in die Lehre gesucht. Näheres ist bei der Cxped. d. Bltts. zu erfahren. 3280) Ein Mädchen, welches kochen kann, sucht auf sofort Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 111 ein Gut, ein Haus, Hotel rc. xVXA kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, 141 einen Posten zu besetzen hat vVvv oder einen solchen sucht, Mflpr irgend etwas in eine beliebige HVlV Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoneen- Expedition von Rudolf Mosse, offieiellen Agenten sämmtlicher Zeitungen des In- und Auslandes, Frankfurt a. HI. Zeil 43. Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. Mllft wird Jedermann Rath ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwiesen haben: werden alle Annoneen XhUIIUH sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen Druck hergerichtet; Stafolhli kosten die Inserate nur l dasselbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen , da dieses Institut als Central-Stelle aller existirenden Zeitungen besondere Vortheile von denselben genießt. Das Nenommö der Firma bürgt für solide Bedienung. Dlscretion wird auf das strengste beobachtet, die einlaufenden Offertbriese werden uneröffnet an die betreffenden Refleetanten, ohne deren Namen preiszugeben, pünktlichst und ohne Provisionsberechnung übermittelt. habe. Indem ich für das mir seither geschenkte Zutranen bestens danke, zeichne ich unter der Bitte, auch solches auf meinen Sohn übertragen zu wollen, Gießen, den 1. August 1871, hochachtungsvoll I. Loth, Schneidermeister. Bezugnehmend auf Vorstehendes, empfehle ich mich einem ver- ehrlichen Publikum im Anfertigen von allen Arten Herrenkleidern und erlaube mir die Bitte, das meinem Vater geschenkte Vertrauen auch auf mich übergehen lassen zu wollen. Unter Zusicherung der reellste n und promptesten Bedienung zeichnet hochachtungsvoll Carl Loth. Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Lenlrai-Bureau für Inserate bestens empfohlen. Die uns übergebenen Annoncen werden sofort dircct an die betr. 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