'igeu. ?? ^>rch° °7°" Mn Ie[1 roorben ^Oflhi t,k Sh 5^en B,tbfr einen und An- ^amcn, werden er- ndenplatz. S^unfb -'.^hren und u Michaeli 1 • lagt die oen werden, )n nmsliatze. i*T~ Rombrmt: ^l'ger Agent *• 175 poste uchieCbaise, ist, wird zu St die Exped. cbt während lidc Arbeilen der ßxped. )trr - &jd)ärt on auswätts. irrfifnptaB. Hirm ist in , welcher in mn. . Neuer )ä>en, weiches OUT UiiUllltll edinsbng i ^ublifum mit feinem X M. finden gekW ebl, 9. _____ tot. m 6t !** o fi w Preis vierteljährig 1 fi- 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erjchcint täglich, mit Aus nähme Montags. Expedition : Lanz leib er g Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsötatt für den Kreis Kieszen. Nr. 207. Donnerstag den 7. September 1871« Bestellungen auf den Gießener Anzeiger bei allen Post-Expeditionen un^ den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche dm Anzeiger bet der Erpedition abholm lassen, erhalten denselben für den Monat September zu 20 kr. 6. September. f Eine Verminderung des Milita'retats, über welche man zur Zeit mit be- sonderer Vorliebe conjekturirt, wird selbst für den nichts weniger als wahrschein- j lichen Fall, daß eine Herabsetzung der Dienstzeit beschlossen werden sollte, während der nächsten Reichstagssession nicht wohl durchgesetzt werden können, denn einmal muß eine Verbesserung der Verpflegung der Soldaten unbedingt stattsinden, anderseits kann eine Erhöhung der Unteroffiziergehälter nicht länger hinausgeschoben werden, soll die Armee nicht ernstlich Gefahr laufen, dem Mangel an tüchtigen Unteroffizieren ausgesetzt zu sein. Eine andere Frage» ist jedoch, ob durch die Herabsetzung der Dienstzeit die Mittel gewonnen werden, die zur Beschaffung einer besseren Verpflegung der Soldaten und zur Erhöhung der Unterosfiziergehälter nothwendig sind. Diese Frage könnte nur bejaht werden in dem Falle, daß für die Infanterie eine zweijährige und für die Cavallerie und die Specialwaffen eine dreijährige Dienstzeit festgesetzt wird, wozu die Aussichten allerdings leider nur sehr gering sind; denn es ist nicht nur ganz gewiß, daß die Freiconservativin und | Nationalliberalen im Reichstage bei dieser Frage im Großen und Ganzen mit der : Regierung geben, — cs steht sogar zu befürchten, daß diese beiden Fraktionen, selbst wenn sich im Reichstage trotzdem eine Majorität für die Reduction der Friedenspräsenzstärke fände, in eine selche nicht einwilligen, vielmehr unter Hervor- ' Hebung der allgemeinen europäischen Situation und der daraus abzuleitenden Er- I forderniffe der deutschen Politik auf die einstweilige Beibehaltung des bisherigen Friedensetats dringen. — Eine Erhöhung des Milttäretats steht deshalb in naher Aussicht. ■[ Der Zusammentritt des Reichstages wird, wie schon gemeldet, in der Mitte des nächsten Monats erfolgen, und werden die Verhandlungen desselben muthmaßlich bis zum December sich auStehnen. Wenn auch die Zahl der Vorlagen, welche der hohen Körperschaft bis jetzt zugedacht sind, eine sehr beschränkte ist, so werden doch einzelne der Gegenstände, die zur Berathung gelangen müssen, so beispielsweise der neue Militäretat, sehr lebhafte Debatten Hervorrufen; die Militärfrage möchte wenigstens drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen. -j- Herr v. Möller, der, wie wir hören, am 1. October seine Functionen in Elsaß-Lothringen antreten wird, soll den Titel „Kaiserlicher Statthalter" führen und in dieser Eigenschaft seine Instructionen direkt vom Reichskanzler entgegen- nehmen. Thatsächlich wird Herr v. Möller einer eben solchen Selbstständigkeit in der Verwaltung des neuen Reichslandes sich erfreuen, wie er sie in der Provinz Hessen-Nassau zu behaupten wußte. Seine Ansichten und Wünsche werben überall maßgebend sein und Elsaß-Lothringen factisch als eine preußische Provinz verwaltet werden, wie denn auch drei Viertheile der Beamten und Soldaten in den neuen Lanbestheilen dem preußischen Staate angehören. Die so bestimmt auftretende Nachricht, daß die französische Regierung die dritte Halbmilliarte der Kriegsentschädigung bereits bezahlt habe, dürfte noch etwas verfrüht sein. Thatsache ist, daß Pouyer-Quertier 120 Millionen in drei Monatsvechseln Angeboten hat, doch schwebt, wie wir wissen, hierüber noch die Unterhandlung, welche der Herr v. Arnim, der jetzt in Marseille eingetrcffen ist, zu führen hat. Die Bestrebungen des Letzteren gehen dahin, die Hinausschiebung des Termins zu erwirken, der im Friedensvertrag für den freien Verkehr zwischen dem Elsaß und Frankreich stipulirt worben ist. Dieser Termin war der 1. September und erst nach Bewilligung dieser Forderung bürste sich die ReichSregicrung zur Annahme des Restes der Halbmilliarbe verstehen, nach deren Bezahlung die vier Departements geräumt werden müssen. Damit würde denn auch ein rascher Abzug der OccupationStruppen vom 10. September an in Verbindung stehen. Der Darmstädter „Allgemeinen Militärzeitung" wird über die Einführung i von neuen oder doch die Umänderung der bestehenden Handfeuerwaffen in der deutschen Armee geschrieben: Was erstere angeht, so ist hier noch gar nichts derart festgesetzt worden; es werden allerdings zur Zeit eben so wie stets auch schon vor dem Kriege von dazu besonders berufenen Commissionen ununterbrochen Prüfungen auf diesem Gebiete vorgenommen, doch hat noch keine derselben ein Resultat ergeben, durch welches sich der absolute Vortheil irgend eines Gewehrs über das Zünbnadelgewehr besonders herausgestellt hätte. Man ist an entscheidender Stelle gerne bereit, eine bessere Waffe einzuführen, so bald man nämlich eine solche haben wird; vor der Hand jedoch ist unser westlicher Nachbar noch lange nicht ruhig genug, um j-tzt gerade unsere Armee in das Stadium einer Neubewaffnung treten zu loss-n. Für das Chassrpotgewehr erheben sich fast gar keine Stimmen; mehr neigen sich solche einem dem W rdergewehr nahekommenden Modell zu; auch ein von einem Engländer angebotenes Modell ist in den Bereich der Prüfungen bin» k^gezogen worden. Dennoch scheint uns die einfache Umänderung unseres Ziind» nadelgewehres noch am ehesten in Ausführung kommen zu sollen, und auch das abwartende Verhalten der k. Gewehrfabrlken zu Danzig ic. gibt diesem Vermuthen bereits vorläufige Bestätigung. Die Einführung einer Metallpatrone hingegen, von der bisher angewendeten lediglich durch ihre anders gearbeitete Umhüllung anderen Materials unterschieden, ist dem Vernehmen nach schon jetzt für die Gewehre, wenn auch wohl noch nicht für alle Handfeuerwaffen, in der ganzen Armee des Reiches beschlossen worden. In Frankfurt a. M. und in der Provinz Hannover haben in der letzten Zeit eine Reihe socialdemokratischer Versammlungen stattgefunden, welche keinen Zweifel darüber zulassen, daß die „Internationale" dort bereits bedeutend Terrain gewonnen hat und in kürzester Frist noch weiter um sich greifen möchte. Die Be» Hörden haben aus diesem Grunde den Umtrieben der dortigen Socialdemokraten eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewenvet. Nachdem das Gesetz, betreffend die Wechselstempelsteuer, auch in Elsaß- Lothringen in Kraft getreten, ist bestimmt worden, daß bezüglich des Strafver» fahrens wegen Wechselstempelhinterziebung nunmehr auch in Elsaß-Lothringen an» gesichts der Bestimmungen der Ausdrücke „Ausland" und „Inland" zum Jnlande im Sinne des Wechselstempelgesetzes zu rechnen ist. Aus Fulda wird der „Franks. Zeitung" berichtet, daß noch im Laufe diese« Jahres einer von mehreren österreichischen Bischöfen ergangenen Einladung zufolge eine Synode der deutschen, österreichischen und ungarischen Kirchenfürsten stattsinden soll. Als Zweck derselben bezeichnet man die Beschlußfassung über verschiedene auf Dem Gebiete kirchlicher Verwaltung vor^i>hmende Revisionen, namentlich die Er» Weiterung der Competcnz der Domcapitel. Die Wener „Pnffe" schreibt: Schon vor drei, vier Monaten, als das Mi» niflerium seine Action im großen Style noch lange nicht begonnen, waren wir bemüssigt, zu fragen, was denn eigentlich das Ende vom Liede sein solle, wenn die Regierung sortfahre, die Hände in den Schooß zu legen, während fanatische Cieriker an der Spitze trunkener Bauernhorden behördlich erlaubte liberale Volks» Versammlungen, wie die von Deutsch-Feistritz, mit Knütteln sprengten. Nun, die Antwort haben bald darauf die Verfassungstreuen in Mürzzuschlag ertheilt, wo Gemeinde und Feuerwehr solche Vorkehrungen gegen eine Ueberrumpelung getroffen, daß die klerikalen Schaaren lieber daheim blieben, weil sie unzweifelhaft mit blutige Köpfen nach Hause geschickt worden wären. Die frommen Herren mahnten jetzt ihre Freunde selber, die liberalen Versammlungen unbehelligt zu lassen. Aber einen ganz anderen Charakter tragen die jüngsten Vorgänge in Mähren und Böhmen. Dort spielt nicht mehr das ultramontane Element die erste Rolle; dort betreten nationale Eiferer nicht mehr blos im Gefolge und als SuccurS von fanatischen Geistlichen die Bühne. Nein, es ist der nackte, baare Racenhaß, der sich in zügelloser Leidenschaft Lust macht. ES ist Slaventhum und Deutschthum, Deren Vorposten mit der ganzen Wuth der Stammesfeindschaft über einander herfallen. Nicht als ob wir uns über die Vorfälle von Brünn und Pilsen wun- derten; seitdem die Prager Führer die Ausgleichsaction in ihrer Weise inaugurirt, muß natürlich der Geist der slavischen Massen bis zur Tollheit erhitzt sein. In den nationalen Blättern sind ihnen die Deutsch-Oesterreichrr so lange als „preußische Vagabunden" denuncirt worden; fanatische Priester und Beamte haben ihnen so lange vorgepredigt, es sei der Wille des Kaisers, mit dieser verrotteten Bande ein Ende zu machen. „Narodni Listy" stellen der hochverrätherischen VerfassungS- clique mit solcher Zuversicht Galgen und Rad in Aussicht: kurz, von allen Seiten wird der czechische Janhagel, der als wahren Patriotismus glorificiren hört, was im December noch „Landespreisgebung" hieß, so bearbeitet, daß eJ ein reiner Un- sinn wäre, von dem Mob zu verlangen, er solle dabei ruhiges Blut bewahren. Die Scenen von Königsfeld und Pilsen werden nur die Vorläufer anderer, groß» artigerer und blutigerer Raufereien in immer zahlreicheren Theilen Böhmens und Mährens bilden. Das Journal des Vosges meldet: „Wir erfahren aus officieller Quelle, daß in Folge der vom Präfekten der Vogesen veranlaßten Unterhandlungen ein Einverständniß zwischen dem General v. Troffel, Commandanten der deutschen Armee in Dijon, und Hrn. Grillot, Delegirtcn, Betreffs der Casernirung der fremden Truppen im Vogcsen-Departemcnt zu Stande gekommen ist. In Zukunft werden die deutschen Truppen des ganzen Departements in hölzernen Baracken casernirt, welche nach einem Modell gebaut werden, das man versuchsweise angenommen hat. •[&•. Grillot ist sofort nach Remiremont abgereist und geht dann nad) Raon'l'Etape, St. Di6 und CambervillcrS, um die Maßregel in Ausführung zu bringen." Die „France" macht die treffende Bemerkung, Frankreich befinde sich gegenwärtig in einer zarten Versuchsperiode und man muffe daher die Augen aufmachen, um sich Alles recht genau anzusehen, wenn man sich ein richtiges Urtheil bilden wolle. Vor dem Haupteingang in den Flügel des Versailler Schlofft, wo die Nationalversammlung ihre Sitzungen hält, liegt eine von Baumgängen eingeschloffene Avenue, wo sich die Neugierigen und NeuigkeitSjäger bewegen, wo sich eine Art politischer Börse gebildet hat und von wo die vielen Enten in'S Land fliegen. Die Mehrzahl der Abgeordneten finden sich in diesen idyllischen Umgebungen ungleich behaglicher als in Paris, wo es bei wichtigen Sitzungen in der Nähe des Palais Bourbon oft sehr heiß herging und man überhaupt ungleich mehr unter den Augen der öffentlichen Meinung einer zahlreichen Presse und einer Großstadt arbeiten mußte. Die „France" will den Vätern des Landes ihr Idyll gern lassen, aber sie meint, der Inhaber der Executive gehöre nach Paris als dem alten Cen- trum der Landesregierung; selbst wenn Paris wirklich „eine Gefahr" wäre, würde es wohl anständig fein, daß die Executive sich mitten zwischen diese Gefahr und Spanier, neaeit. Ictii Frankf. Bank 14 Frankf. Vereins-] Bannst. Bankact. "Wien Bankactlei Galizien 247 Preuflä. 4*/2^ ! Nass. 4Vn Kurbeas. 4°/o ” 6r.H»% ■ ; 3Vi°/o Bayer- 5% , 40/o lpn Wärtemb-4‘/20/i Baäen4.M0d Gesten. Siiberr papierrei ■ 50/0 M-» Amerik. Bonde 1 die Nationalversammlung, den souveränen Willen Frankreichs, stelle. Von diesem Standpunkte aus würde der Ravinel'sche Antrag also die Lösung erhalten: Versailles Sitz der Inhaber der Souveränetät, Parts Sitz der Executive. Ob dieser Vorschlag aber Gnade vor den Vätern des Landes erhält, steht zu bezweifeln. Die Monarchisten unter den Abgeordneten wollen nicht nach Paris und auch den Präsidenten der Republik nicht in Parts sich in einer Weise beschränken lassen, die unter Verhältnissen für die Rechte bedenklich werden dürfte. Gelöst ist dagegen -ur allgemeinen Zufriedenheit durch Herrn Valette, Generalsekretär der Nationalversammlung, die große Frage wegen des Ceremoniels bet Einbringung von Botschaften des Präsidenten der Republik: der Minister des Innern steigt auf die Tribüne, die Botschaft in unversiegelter Hülle in der Hand, und spricht: „Meine Herren Abgeordneten! Ich habe die Ehre, dem Herrn Präsidenten der National- Versammlung eine Botschaft des Herrn Präsidenten der Republik zu überbringen." Hierauf überreicht er das Aktenstück, das der Präsident sofort entfaltet und vorliest, worauf er dem Minister die Einbringung bescheinigt. Diese Eeremonie wird fortan oft spielen, wenn ThierS seiner alten Rede- und Schreibseligkeit auch in seiner neuen Würde treu bleibt. Daß die „Times" trotz der Erhebung des Herrn ThierS zum Präsidenten der „Republik" auf die Beständigkeit der in diesem Namen angedeuteten Staatsform kein großes Zutrauen setzt, läßt sich aus den Betrachtungen entnehmen, welche sie dem Tage und dem Manne von Sedan widmet. „Napoleon", sagt sie, „fiel vor einem Jahre und sein Name wurde im ganzen Lande verwünscht, allein er war die Creatur des Volkes, welches er regierte. Er hielt die Zügel der Gewalt, weil er den Bedürfnissen desselben genügte. Man mag sich von ihm lossagen, allein nach einer gewissen Periode wirb derselbe Geist, wenn nicht dieselbe Person, zurückkehren, um den Platz einzunehmen, der für ihn bereitet wird. Napoleon fand im Jahre 1819 das französische Volk als einen wüsten Hausen vor. Man nahm ihn hin, weil in seinem Namen das Versprechen lag, daß er die Franzosen zur Armee hcranziehen werde. Heute, nach zweiundzwanzig Jahren, sind sie wieder ein wüster Haufen, und wir fragen uns, ob sie sich zur Nation ausbtlden oder wieder unter eine Militärherrschast fallen werden." Die Franzosen haben freilich nicht viel gelernt, aber das werden sie doch wohl eingesehen haben, daß cs dem dritten Napoleon schlecht gelungen ist, sie zur Armee heranzubilden. Soll die „Times" Recht behalten, daß der Mann vom 2. December und 2. September noch nicht abgethan ist, so müssen die Franzosen so tief gesunken sein, daß man sie nacp dem gewöhnlichen Maßstabe der Moral — und sei cs auch nur der politischen Moral — gar nicht messen kann. Das Urtheil des Kriegsgerichts in Versailles über die Häupter der Commune sieht fast wie eine Gnadenbezeigung des Herrn Thiers aus, die derselbe in der Freude seines Herzens bei seiner Tyronbesteigung den gestrengen Richtern imputirt haben könnte. Es wird in der That gemeldet, daß er um Aufschub des Urtheils gebeten habe, um die Acten einzusehen; indeß darf man doch wohl nicht ein direktes Eingreifen des Präsidenten annehmen, höchstens indirekte Winke, mild zu verfahren. Ein Gnadenact nach dem Urtheil ist nicht ausgeschlossen; es sind zwei Tobesurtheile gefällt, über Ferre und Lullier, denen das Erschießen der Geißeln zur Last fällt. Alle Uebrigcn sind mit dem Leben davon gekommen, zum Theil, wie Courbet, mit gnädigen Strafen. t Berlin, 2. September. Auf ganz unerklärliche Weise verbreitete sich gestern Nachmittag in Berlin das Gerücht, der Kronprinz sei in Potsdam bei einem Ritte vom Pferde gestürzt und habe sich erheblich verletzt; Abends sprach man sogar mit großer Bestimmtheit von dem Tode des Kronprinzen. Die Erregung war begreiflicherweise eine ganz enorme; überall beklagte man in herzinnigster Weise den Verlust des jungen, hoffnungsvollen Helden. Spät Abends erst wurden Stimmen laut, welche das Gerücht auf ihren wahren Werth zurück- führten; trotzdem glaubte man noch immer an das Unglück, bis die Morgen- zeitungen durch das amtliche Dementi des von der Börsenzeitung auch öffentlich zum Ausdruck gebrachten Gerüchts jeden Zweifel verscheuchten. Wie die Fabel eigentlich entstanden ist, bleibt umsomehr Geheimniß, als während des gestrigen Tages auch nicht das Geringste vorfiel, was derselben hätte zur Unterlage dienen können; ja der Kronprinz hat gestern nicht einmal ein Pferd bestiegen. — Hoffen wir, daß sich auch hier das alte Sprüchwort bewahrheitet, welches den Todt- gesagten eine lange Lebensdauer verspricht. t Berlin, 2. September. In der gestern angedcuteten Angelegenheit, die Spoliirung öffentlicher Kaffen betreffend, herrscht auch heute noch dasselbe Dunkel. Die Börsenzeitung bringt mit dem betreffenden Gerücht de» Namen des Geh. Regierungsraths Scabell, des Directors der Berliner Feuerwehr, in Verbindung, sie verwahrt sich jedoch gegen alle daraus zu ziehenden Conscquenzen, und that- sächlich irrt sie auch in Bezug auf die Dauer der Abwesenheit Scabell's von hier. Scabell nahm am 10. Juli auf acht Wochen Urlaub, um zunächst seinen Schwiegersohn zu besuchen, der zur Zeit noch bei seinem Regiments in Frankreich steht; die Tochter Scabell's, die Frau des Hauptmanns, begleitete ihren Later auf dieser Reise. Nächstdem wollte Scabell einen Badeort besuchen und soll am 9. September hier wieder etntreffen, um am 10. September zum Wiederantritt des Dienstes sich zu melden. — Anderseits bringt die Staatsbürgerzeitung eine verschämte Notiz, nach welcher der erst kürzlich zum Major in der Armee avancirte Hr. v. Stülp- nagel, Vorsteher der Calculatur des Polizeipräsidiums, sich auf Reisen befindet — in England. Letzteres scheint sich zu bestätigen, dadurch wird aber das Gerücht von begangenen großartigen Unterschleifen, die man heute auf 160,000 Thlr. beziffert, in keiner Weise erhärtet, denn v. Stülpnagel gehörte während des Krieges ein volles Jahr der activen Armee gn und übernahm erst vor ganz Kurzem wieder fein Amt. Es ist höchst auffallend, daß, während alle Welt von begangenen Unterschlagungen spricht, hin Mensch im Stande ist, die spoliirte Kaffe auch nur andeutungsweise zu bezeichnen, wie es denn auch Thatsache ist, daß bis zur Stunde feine der etwa in Betracht kommenden Kaffen revidirt wurde. — Die Sache ist, wie gesagt, sehr, sehr dunkel, und um so eigenthümlicher bleibt es, daß gewisse Persönlichkeiten der schonungslosesten Kritik unterworfen werden, ohne daß für die erhobenen Beschuldigungen irgend welcher positive Beweis erbracht wird. . "I" Finanzmintster hat die Bestimmungen über die den MiUlärinvaliven bewilligten Verwundungs- und VerstümmelungSzulagcn dahin interpretirt, daß der- Ölekvni Zulagen den Empfängern auch bei Versorgung in Invaliden - Instituten, sowiebel Anstellungen im Civildienst neben den fest zuständigen Cvmpetenzen an ^halt, Pension rc. verbleiben sollen. Demgemäß ist der Maximalbctrag, dis zu welchem von einem im Civildienst angestellten Militär Gehalt und Pension bezogen werden können, ohne Rücksicht auf die DerwundungS- und Verstümmelungs- zulagen festzusetzen, und sind letztere neben dem hiernach festgesetzten Max.malbetragr unverkürzt zu zahlen. lieber bte dunkle Unterschlagungsgeschichte, welche seit drei Tagen ganz Berlin beschäftigt, geben wir weiter unten das officielle Dementi, soweit eS die Personen des Geh.-RathS Scabell und des Majors v. Siülpnagel betrifft. Den Ursprung des Gerüchts anlangend, so wird dasselbe auf den Umstand zurückgeführt, daß augenblicklich ein Mann vermißt wird, der ein bedeutendes Bankinstitut hier begründete, der aber keineswegs königlicher Beamter ist. Es wird uns auch der Name dieses Mannes genannt, wir enthalten uns aber vorläufig noch der Wiedergabe desselben, weil sein Verschwinden nur darum vcrmulhet wird, daß er in dem von ihm bei der Abreise bezeichneten Badeorte noch nicht eingetroffen ist. Der Kaiser wird nicht vor den ersten Tagen des October hier zurückerwartct. Nach seiner Hierherkunft soll auf den königlichen Nesidenzschlöffern an Stelle der bisher dort wehenden Königsflügge die deutsche Reichsfahne aufgezogen werden. t Berlin, 4. September. Die Gerüchte, welche sich mit der Person des allgemein bekannten Directors der Berliner Feuerwehr, Geh. RcgierungSraths Scabell beschäftigten und selbst über die Mauern Berlins hinaus ein so peinliches Aufsehen erregten, haben jetzt auch eine amtliche Meinungsäußerung herauSgefordert, indem der Herr Polizeipräsident v. Wurmb alle derartigen Verdächtigungen durch die Mittheilung entkräftet, daß sich Herr Scabell auf regelrechtem Urlaub befindet, welcher erst am 7. d. M. abläuft. Bis zu diesem Termin wird deshalb diese Angelegenheit als unmotivirt ruhen müssen. Wie wir übrigens hören, befindet sich der kürzlich zum Major befördere Hauptmann v. Stülpnagel, dessen Person ebenfalls :n den Kreis der verdächtigenden Gerüchte gezogen wurde, in England zum Besuche seiner Schwiegereltern. Der Major v. Stülpnagel hat sich mit ordnungsmäßigem Urlaub auf ärztlichen Rath in ein Seebad begeben, um feine vom Feldzuge her angegriffene Gesundheit wieder zu erlangen, und er hat ein englisches Seebad nur deshalb gewählt, weil eben seine Gattin eine Engländerin ist. Der Bau des Parlaklientshauses wirb jetzt mit größter Energie betrieben und soll zum 15. October mit Bestimmtheit vollendet und dann auch vollständig benutzbar fein. Es wird jetzt mit allen Kräften gearbeitet, nicht allein die Arbeiten zu vollenden, sondern auch das Gebäude auszutrocknen. t Berlin, 4. September. Es ist jetzt definitiv entschieden, daß eine Centralbehörde für Elsaß - Lothringen unter der Verwaltung des Geh. Regierungsraths Hcrtzog hier eingerichtet wird. Es soll gewissermaßen ein Ministerium für Elsaß- Lothringen in dem hiesigen Bundeskanzleramte hergerichtet werden, damit der Reichs- kanzler seine Elsaß Lothringen gegenüber einzunehmenden Obliegenheiten dircct in vollem Umfange wahrnehmen kann. Berlin, 5. September. Eine Wiener Correspondenz der „Kreuzzeitung" bemerkt zu den Gasteiner Verhandlungen, daß bei denselben vermieden worden sei, die eigentliche römische Frage, d. h. die Frage der Wiederherstellung der weltlichen Macht des Papstes zur Erörterung zu bringen. Diese Frage dürfte fortgesetzt als eine rein innere italienische Angelegenheit aufgefaßt worden sein, deren internationale Erledigung von Italien nicht nur nicht begehrt, sondern entschieden ab* gelehnt wurde. München, 5. September. Der neuesten Bestimmung zufolge reist der Kaiser von Salzburg am 8. d. über München, ohne daselbst Aufenthalt zu nehmen, direct nach Hohenschwangau zum Besuch bei der Königin-Muiter. Straßburg, 3. September. Dem „Nieberrh. Kurier" wird aus Paris ge- schrieben: „Die Industriellen Elsaß Lothringens haben Hrn. Keller mit der 93er- theidigung ihrer Interessen beauftragt. Herr Keller wird in ihrem Namen an die Kammer folgende Anforderungen stellen: 1) Verlängerung des Termins für die freie Einfuhr der Produkte der annectirtcn Länder bis zum 1. Januar; 2) eint Frist für die Ausführung der vor dem Kriege abgeschlossenen Handelsgeschäfte; 3) Ausfindigmachung einer Einrichtung, welche eine vortheilhafte Fortsetzung der Beziehung zu den französischen Märkten ermöglichen würde." — Heute Nachmittag traf der König von Sachsen hier ein und setzte nach kurzem Aufenthalte (eint Reise zunächst nach Metz fort. Wien, 2. September. Die „Neue Freie Presse" schreibt: „In dem Maße, als die Entscheidung heranrückt, mehren sich die Klagen über die Verfolgungen, welche die Verfassungspartei allenthalben zu erleiden hat. Die Partei - Organe werden confiscirt, die Wahl-Broschüren, und wenn sie noch so mäßig im Tone gehalten sind, werden, bevor sie in die Hände der Parteigenossen gelangen, von der Polizei aufgegriffen, die Placatirung von Partei - Manifest.n wird verboten. Und uns zum Hohn werden der Gegenpartei alle Ausschreitungen nachgesehen. Unsere Gegner dürfen straflos die Verfassung mit Koth bewerfen, sie dürfen deren Anhänger, ohne den Staatsanwalt zu fürchten, beschimpfen, wie noch nie eine Partei beschimpft wurde; sie dürfen die VerfaffungSfreunde Diebe, Ehebrecher, Verführer schelten; ihnen gehört der Tag." Linz, 1. September. Einer großen Anzahl liberaler Wähler wurden dies- mal die Legitimationskarten nicht zugestcllt. Pims, 4. September. Briefe aus Versailles von diesem Morgen kon- statircn, daß gestern vollständige Ruhe in ganz Frankreich herrschte, mit Ausnahme von Nimes, wo unbedeutende Ruhestörungen stattfanden. Versailles, 4. September. In der heutigen Sitzung der National-Ver- sammlung wurde die Anfrage, wie es mit der versprochenen Untersuchung über Bazainc's militärische Führung siche, vom KriegS-Minister dahin beantwortet, baß man sich gegenwärtig damit beschäftige, Untersuchungsräthe zu ernennen, welche am 15. d. M. zusammentreten und alle Capitulationen, die vorn Sedantage (2. Sept.) an vorgekommcn sind, prüfen sollen. Lille, 4. Sept. Gestern Abend ereignete sich auf der Nordbahn bei Scclin in der Nähe von Lille ein großer Unglücksfall. Der Pariser Schnellzug stieß mit dem Personcnzug von Donar zusammen. Die Maschine des Schnellzugs würbe zertrümmert. Zehn Personen blieben tobt, gegen 100 Personen sind schwer verwundet, viele erhielten Brandwunden. — Der Unglücksfall entstand dadurch, daß der Schnellzug abgelassen wurde, obgleich sich der Personenzug verspätet hatte. Eine gerichtliche Commission ist nach dem Schauplatz des Unglücks abgegangen. Washington, 2. September. Auf einem Cabinetsrathe, bei welchem Prä- sivent Grant zugegen war, wurde die Unterdrückung des Aufstandes in Süv- Carolina beschlossen. Die Unionsregierung wartet das Ergebniß der britischen Expedition nach Korea ab, ehe sie die Feindseligkeiten wieder aufnimmt. Des 3760) T Maße, Gewicht Zeitpunkte an h gäbe ber Eichorb biirjen, so mZcht Maße, Gewicht beii letzten Tage lästige Verzögere Ich bringe gewöhnlicher Läi ber Fässer :inb Friedrich B. I lvichle und Wa I vertragen ist n mgen befinden. Gießen, de OGTch 3745) Nach e' MNMN bt ^roN'Eichen wer 'Anmeldung und Milche und Von Montag d ”Öort Eä Meldung A> Termin wird die M erschienenen ©laubiflern, fomo 2 h » Schlüsse S Veräußerung srUle bcn Beschl @t$ienenen beigen Aerg, „in 2 ^Kerzogiichec Srbmann liandrichter berste afft HZ- LsL iie Ä"01 23 k. 8. WZ/i k. 8. 105 95V« Oberhessen 1007/8 RudolgtEi Stosse 9 Spanier, neuest. 3% 313/4 1864r 137 .Si! lüKlftr. 1503 ist die An- 3716) sind zu 3759) 26 V Pfund 14 empfiehlt Cbr. Wallenfels. Wiese auf der Stephansmark, der Theodor Franck’selie 684) 1 Carl Hoffmann. Bahn, Wiese 170 138 786 411 379 853 T eiiir LM, tgiklungilch nn für sit tu Rcicht. titkll direkt ia ftrtujjtitDnf :i woiten fern wlllitii frrigffWalt tani intfi' 'ütDM Ifl der Jfaiftt Harro, tircct Flur Nr. V959 16 gt- Ml der Hl' Ratntn an die iTDine tue tu mar, 2) eine adtl-zrW,' zonsttzviig kn w »aet-iiA iftiilaüt |nn Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dis conto . 960 V969 V97O Im von 326 186 900 920 928 384 417 421 k. 8. 957/ß k. 8. 92V4 k 8. 865/8 k. 8. 105 k. 8. 1163/i k. 8. — k. 8. 913/4 k. 8. 97 m. 8. — 1. 8. - 3Wj G. 808 191 801 254 146 608 234 fr-, V V Aetien# Frankf. Bank 140 Frankf. Vereins-Kasse 1103/4 Darmst. Bankaot. 388 3/4 Wien Bankactien 742 Galizien 2471/4 Anmeldung und Begründung ihrer sprüche und Vorzugsrechte auf Montag den 30. October c., Vormittag 9 Uhr, bei Meidung Ausschlusses geladen. Termin wird die Güte versucht und Aetien. Oest. Creditaot. 2841/4 50/g östr. F. St. E. B. 3673/4 Lombard. Bahn 180 Ludwigsh.-Bexbaoh 189 Maxbahn 135 Bayer. Ostbahn 1345/8 Hess. Ludwigeb.-Act. 156y2 Rheiu-Nahebahn-Aot. 44y2 am Niegelpfad, links daselbst, rechts der Bahn, am Heegstrauch, daselbst, daselbst, daselbst, daselbst, daselbst, daselbst; Block Wittwe dahier: am Leihgesterner Weg, an der alten Keiincnfmiie, mKlftr. 20 Hofraithe auf dem Asterweg, giebt 131/2 fr. Rente, 27 Grabgarten daselbst, 3 Hofraum mit Stall, am Bruch, am Gänsacker, daselbst, daselbst, auf der Burg, am Gänsacker, daselbst, daselbst; Ein Leiterwagen, ein Pflug, ein Pfuhlfaß, ein Ackergeschirr und einige Fliegennetze verkaufen. Brand Lit A. Nr. 208. Oeffentliche Aufforderung. 3745) Nach erkanntem Concurse über das Vermögen des Georg Horst V. von Groß-Eichen werden dessen Gläubiger zur „ &% M. Amerik. Bonds meistbietend versteigert werden und Zusammenkunft am Russischen Hof. Gießen, den 6. September 1871. 111 Stele 'l’ä'« teerten ",H» tti irgie bet* ach voWh allüll dir 8,. „ 41/2% 1jährige 991/4 „ 4% 1jährige 933/8 Würtemb. 41/2% Obi. 983/4 Baden 4i/2o/o Obi. 0. E. L. 99 Oesterr. Silberrente 581/Q „ Papierrente 495/8 3715) Der 333111 e'sche Garten am Schiffen- berger Weg, einen Morgen haltend, ist sofort zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 793/8 Ä n 40/0 n „ n 31/2% „ Bayer. 5% „ Wechsel. Amsterdam k. S. 983/4 steuert — 1881r 101i/4 1882r 951/2 1885r 953/4 1887r — Rene Ia holländische Vollhäringe, ,, I“ Mlinnilkendnmer Sardellen, feinste-, Ennnenthaler Käse, prima Limburger Käse, secmida Stearinkerze», pr. Paquet 20 Vaihingen a/E., u-chi iibcrtr-ffmcs Mittel acgen Husten, Beuftschmerren, Heiserkeit, HalSbcschwcrdeu re., einpstehlt in Ortgiualpacketcn i\ 14 und 7 fr. Besondere Bekanntmachungen. 3760) Da mit Beginn des Jahres 1872 die Gültigkeit der seitherigen Maaße, Gewichte und Waagen im öffentlichen Verkehr aufhört und von diesem Zeitpunkte an hierbei nur Maaße, Gewichte und Waagen, welche nach Maßgabe der Eichordnung vom 16. Juli 1869 geeicht sind, zur Anwendung kommen dürfen, so möchte es räthlich erscheinen, die verschiedenen neu oder umzueichenden Maaße, Gewichte und Waagen baldmöglichst zur Eichung zu bringen, da sonst in den letzten Tagen vor Jahresschluß durch Arbeitsüberhäufung des Eichmeisters lästige Verzögerungen entstehen dürften. Ich bringe hiermit zugleich zur Kenntniß der Interessenten, daß die Eichung gewöhnlicher Längen-, sowie der Hohl- und Flüssigkeitsmaaße, mit Ausnahme der Fässer und der gewöhnlichen Waagen und Gewichte, dem Uhrmacher Friedrich Baumann dahier, die Eichung der sog. Präcisions-Maaße, Gewichte und Waagen dagegen d.em Mechanikus F. W. v. Gohren dahier übertragen ist und sich die resp. Eichloeale bis auf Weiteres in deren Wohnungen befinden. Gießen, den 4. September 1871. Der Vorstand des Eichamts Gießen. Wießell, Bauaccessist. FeilgebotLnes. | Neueste Pateulherde, Oeferr, Sprung- und Frühstückhcrde, Spar- und Kochgeschirre in großer Auswahl bei C. Hensel. Von Frankfurt a. M. direct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgegebenen Inserate, ohne Anrech-uing von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreisen an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigneten Zeitungen des In- und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als officieller Agent von den betreffenden Zeitungen. Franz 2233 Wiese 1765 797 275 210 323 GelolNorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57i/2—58V2 Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 36—38 20 Frankenst. 9 17—18 Engi. Sover. 11 48—50 Russ. Imper. 9 38—40 Dollarin Gold 2 24—25 Kaufunger Stiftsfonds: Wiese am Hamm, auf der Insel: Herrn L. Labroisse dahier: Wiese im Heegstrauch, „ daselbst, 1 1° peillhchki "Mgriockert, 'guagen tunt rlQQb brjigdtt, MM tirs, lren» Matti $«[01 ' ’n Eaglüat sich mit । um ßjit > « hu (ig tillk Ellglib Braunschweiger 183/4 Stadt Florenz 833/4 Mersteigerungsn. 3753) Dienstag den 12. September L I. I soll auf dem Raihhause die zur Errichtung t von Barrieren an zwei Eisenbahn -Ueber- [ gangen (Schiffenberger Weg und auf der ► weißen Erde) der Oberhessischen Bahnen ’ erforderliche Zimmerarbeit, veranschl. zu 121 fl. 11% kr. Schlosserarbeit, „ „ 23 „ 24 , versteigert werden. Gießen, den 6. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Einmachesilge. 3293) L’estragou, äla rayigotte^ feinste Weinessige empfehlen I. A. Busch Söhne. „ an der Chaussee bei dem Pfau, „ in der Schwarzlach, „ hinter dem Wallbrunnen, „ an der Chaussee am Sel tersberg ; ' „ im Heegstrauch, auf d. Bruch, ! „ daselbst, auf das Bruch, . „ im Altenfeld; Herrn Gebrüder Ebel dahier: 411 Wiese über dem Steinweg, auf die Schoor, 603 Wiese daselbst, 276 „ zwischen der Wieseck und den Eichgärten; nicht erschienenen oder nicht oertreteneü Gläubigern, sowohl was ein Arrangement als die Beschlüsse über Masseverwaltung und Veräußerung betrifft, angenommen, daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen beigetreten seien. Grünberg, am 28. August 1871. Großherzogliches Landgericht Grünberg. Erdmann, Dr. Trapp, Landrichter. Landger.-Assessor. Annoncen-Expedition 45 m Iranlifurt a. A. seit 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten - Pacht: „Fliegende glätter“ „Kladderadatsch", „Figaro." Gq. Reiber's Wittwe dahier: 394 Wiesen-Garten im (Martfeld, 364 Wiese am Niegelpfad, 404 „ am Atzelbusch; Herrn Ph. Lampus dahier: Wiese Milchverkauf. 3194) Durch Veränderung des Fahrtenplans ist nunmehr täglich, Vormittags halb 9 Uhr u. Abends 7 Uhr, im früher L 0 0 s'- schen Höfchen, Lit. D. Nr. 218, frische Milch und Dickmilch zu haben. Hitie«1* ' t""1* In Auftrag: Semmlcr, Ortsgerichtsmann. St -! ti ‘•ft £ l’wiätfäta a’.tr in bti \I Häckseischneider, j ganz von Eisen und mit ächten Gußstahlmessern versehen, offeriren ä Thlr. 20, 24, 28 und 31 pr. Stück Flick & Kröll. ... — Hosraum (Miststätte) das., öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 19. August 1871. I Mein Tuch und Bukskill Lager, zu billigen und festen Preisen, empfehle bestens. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pistor. 3386) Feuerfeste Geld-, Bucher- und Documeuten-Schrunke, gegen Feuer und Diebstahl glanzend bewährt, auf der Casseler Ausstellung mit Auszeichnung bedacht, hält stets in assortirtem Lager aus der Fabrik von Nüdolph Wvlff in Lang-Göns. Möbelhandlnng Wilhelm Reiber - Gießen, am Seltersweg. 3751) Freitag den 8. September d. I., Vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Grummetgras von den nachstehend bezeichneten Besitzern, als: Herrn Joh. Heinr. Busch dahier: lHKlftr. prima „ , feinste Königs Reisstärke, , Prioritäten. 3O/o öster.Stsb.-Priur. 58V4 3°/0 öst. s. Lombard 747/e 3% Livorneser 343/4 50/g Tosoaner 535/g 5% Elisabcth.-Prior. 79l/g do. II. Emlss. 833,4 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 67 Nassau 25 fl. 41Vi 40/0 bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 1 l5/s 40/0 badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 69 Oestr. fl. 250 v. 1854 76‘/4 1858r Prioritätsloose 181 1860r Loose 86l/g Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Ortsgerichtsmann GrummetgraS-Versteiqernng von Gräflich Solms-Laubach'schen Wiesen. 1) Freitag den 8. September, Vormittags 10 Uhr, soll das Grummetgras auf den Gräflich Solms-Laubach'schen Stockwiesen bei Lich versteigert werden. Zusammenkunft an der Stockbrücke. 2) An demselben Tage, Nachmittags um 3 Uhr, soll das Grummetgras auf den Gräflichen Wiesen bei Trais - Münzenberg versteigert werden. Zusammenkunft an Ort und Stelle. Arnsburg, den 4. September 1871. Gräfliche Rentei. Stumpf. Herrn Gg. Chr. Spruck dahier; 359 Wiese auf der Stephansmark, 322 ' ~ ~ ~ Börsenuachrichten. 5. September 1871. Preuss. 4V2% Oblig. 991/4 Frankf. 31/2% Obi. 833/4 Nass. 41/2° 0 Obi. 98 Kurhess. 4% „ 91*/2 Gr. Hess. 50/0 Obi. 1031/4 )n tt» Nch, vrtsolMM partd'CiSjn£ mi'fl i® fldangtn, wirk M jtn fit 13712) Donnerstag den 7. September, Vo.mittags 8 Uhr, V wird die Erndte von sämmtlichen Pacht- I Grundstücken des Chr. Iughard HL da- I hier an Ort und Stelle öffentlich versteigert, und werden die Verpachter auf diesem Weg k ungeladen, der Versteigerung beizuwohuen. Die Zusammenkunft ist am Gasthof „Zum I Pfau." ' Gießen, den 3. September 1871. Der Massecurator: | M Pilger. I ^15) Dienstag den 3. October d. I., K Nachmittags 2 Uhr. | auf dahiesigem Nathhause die dem Va- | 'lltin Heerdt und Ehefrau gehörige Hoi- Wrailhe, als: Chocolade in Vanille, Gesnndheits- und Grwüy- Lhocolade aus der Fabrik der Herren Joh. PH. Warner in Mainz und Franz Stollwerck 8$ Söhne in Cöln. Block-Ctzocolade und Cacao. Die rühmlichst bekannten Rettig- und Malz-Bonbons in Schachteln und Paqueten, gegen Husten und Heiserkeit. Feinste Sorten von Reis- iiud Weizen-Stärke. 3398) Die Handlung der I. A. Dusch Söhne empfiehlt bestens: Die feinsten Thee's, wie Pecco mit Blüthen, Souchon, Congou, Imperial. Kassee: wohlschmeckenden Java, ä Pfund 32 kr. „ Ceylon, ä „ 36 „ „ n ä ,, 38 „ ,, „ ä „ 40 „ n " „ 42 „ feinen gelben Kaffee, ä „ 40 n a 42 ff ff •• ff ff 11 iirfelsucker, Raffinade und Melis. Vermiethungen. 3747) Am Seltersberg ist ein Logis von 5 bis 6 Zimmern mit Cabinet, sogleich oder auch später zu beziehen, zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3642) Meine von Herrn Emil Schimpf seither bewohnte Hofraithe in der Sandgasse ist vom 21. November an anderweit zu vermiethen. Georg Philipp Gail. 3202) Ein kleines Logis zu vermiethen. Neuenweg 134._________________________ 3746) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen. Wolkengasse Llt. C. Nr. 90. 3728) Ein möblirtes Stübchen zu vermiethen in Lit. A. Nr. 227, Wallthorstraße. 3669) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen; auch kann auf Verlangen die Kost dabei gegeben werden. Bei wem? sagt die Exped- d. Bltts. 3603) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neustadt Lit- D. Nr- 97 im Vorderhause, Parterre. ________________ 3752) Am Seltersberg sind drei große, sehr freundliche Zimmer, auf Verlangen ein ganzes Logis, sofort zu beziehen. Näheres bei der Exped. d. Bltts- Vermischte Anzeigen. 3748) Auf Michaeli wird ein in allen Hausarbeiten erfahrenes Dienstmädchen gegen guten Lohn zu miethen gesucht. Näheres Neustadt Lit- D. Nr. 150. 3749) Bierflaschen und Zeitungspapier kauft Meyer Rothenberger, Neuenweg. 3757) Ich warne hiermit Jedermann, meiner Frau Elisabeth, geb. Weigel, aus Klein-Linden auf meinen Namen Etwas zu borgen, indem ich für Nichts hafte. Heinrich Wagen bach IX., aus Alt-Buseck. 3732) Eine einspännige gebrauchte Chaise, welche noch in gutem Zustande ist, wird zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 3755) Ein braves Mädchen wird gegen guten Lohn auf Michaeli in Dienst gesucht bei L. Kauf. Agent-Gesuch. 3707) Für eine Nordhäuser Kornbranntweinbrennerei wird ein solider thätiger Agent gesucht. Offerten unter A. Z. 176 poste restante Bad Ems. 3729) An eine stille Familie ist eine Wohnung zu vermiethen bei L. Bär, Wallthorstraße. 3750) Ein Pfandschein, Nr. 7666, ist verloren worden. Abzugeben an die Exped. d. Bltts. 3726) Ein möblirtes Zimmer mit zwei Cabineten ist an einen oder auch zwei junge Leute zu vermiethen bei Wilhelm Hilgardt Wittwe, vor dem Neustädter Thor. 3525) Zwei möblirte Zimmer für das nächste Semester zu vermiethen. Neuenweg Lit. B. Nr. 194. 3756) Nr. 176 hat das Bügeleisen und Nr. 201 die Zuckermaschine gewonnen. Vogel, Polizeidiener. 3754) Mein Garten in der Schießgasse ist zu verpachten oder auch unter annehmbaren Bedingungen zu verkaufen. Zu erfragen bei Herrn E- Ottm ann. Brauburger. Zinßer'scher Garten. 3758) Donnerstag den 7. September: Abonnements-Concert, ausgeführt vom ganzen Musik-Corps des Großh. Hess. II. Jnf.-Reg.^ unter persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn B. Reifert, Anfang 4. Uhr. — Entree für Nichtabonnenten ä Person 12 kr. Restauration Iialmstein. 3761) Daö aus Dienstag den 5. d. Mts. angckündigte Concert findet am Samstag den 9. d. Mts. statt. B. Werminghoff. 3742) In der Reihe der vielen schonen Punkte, die Wetzlars Umgebung schmücken und die allen Freunden dec Natur hohe Genüsse bereiten, verdient unser Kalsmunt als Perle genannt zu werden. Nur in geringer Entfernung, am südlichen Ende der Stadt, erhebt sich der stolze, historische Hügel mit seinen würdigen Mauern und seinem riesigen, festen Thurm. Nach allen Richtungen hin bietet die Aussicht die lieblichsten Bilder. Mit Vergnügen haben Wetzlars Bewohner stets bemerkt, daß unsere Nachbarstädte sich immer für unsere Bergruine Kalsmunt in- teresstrten und daß sehr häufig bald größere oder kleinere Gesellschaften die Burg besuchten. Dem Wetzlarer Verschönerungs-Verein ist es gelungen, durch Anlage einer bequemen Treppe in dem Thurm und durch Aufstellen eines schützenden Geländers auf demselben den Reiz dieses beliebten Orts bedeutend zu erhöhen, indem nun dem Beschauer die schöne Umgebung in ungestörter Rundschau vor Augen geführt ist. Der Verein, aus dessen Mitteln die bedeutenden Kosten theils beschafft worden und theils noch zu beschaffen sind, hat beschlossen, die Eröffnung dieser neuen Anlage festlich zu begehen, und ladet die Einwohner der Stadt und Umgegend zur Theilnahme an diesem Fest auf Sonntag den 10. d. Mts. ergebens! ein. Die Versammlung der Theilnehmenden erfolgt Nachmittags nach 3 Uhr vor dem Silhöfer Thor, und um 3V2 Uhr der Abgang nach dem Kalsmunt unter Vortritt des Vorstandes des Verschönerungs-Vereins, dem Musikcorps des Rheinischen Zäger-Bataillons Nr. 8. und deck städtischen Gesangverein, welchem sich die übrigen theilnehmenden Personen anschließen. Auf der Burg angekommen, wird das Musikcorps abwechselnd mit dem Gesangverein die Anwesenden durch Vorträge unterhalten, während unterdessen der Thurm unter Aufsicht des Vorstandes bestiegen werden kann. Um 5 Uhr bewegt sich der Zug mit einer Polonaise nach dem Schützengarten, woselbst Harmonie stattfindet. Um 8 Uhr, von wo ab der Garten beleuchtet wird, beginnt der Ball, welcher um 1 Uhr endet. Zur Bestreitung der Kosten werden Schleifen für Herren zu 71/2 Sgr. und für Damen zu 5 Sgr. ausgegeben und werden solche auf dem Kalsmunt und bei dem Eingang in den Schützengarten abgegeben, sind aber auch schon Sonnabend den 9. im Herzoglichen Hause, im Solmser Hof und bei dem Herrn Rendanten Bepler auf dem Eisenmarkt zu erhalten. Bei etwa eintretcnder ungünstiger Witterung findet der Zug nach dem Kalsmunt nicht statt, sondern es beginnt das Fest um 4 Uhr im , Schützengarten Wetzlar, den 1. September 1871. Das Comrt^. a-jk Billigste und reellste Beförderung der islv Auswanderer nach Rew-Nork, Baltimore, Rew-Orleans Havannah, San Francisco, Brasilien, Australien, Westindien re. mit den be- rühmten Dampfschiffen des Norddeutschen Lloyd über Bremen, der Hamburg- Amerikanischen Packet-Actien-Gesellschaft über Hamburg, sowie über die Häfen Antwerpen, Liverpool, Rotterdam, Grimsby ev. Havre. Wechsel zum Tagescourse, direct gezogen auf alle größeren Plätze Amerikas. — Commission, Spedition, Jncasso, Auszahlungen, Auskünfte, Erbschaften, Vollmachten rc. besorgt prompt und billigst (io9i) Chr. Wallenfels jun. (Evtraniij nach Millar. 37413) Bezugnehmend auf vorstehende Annonce erlaube ich mir, den verehrlichen Einwohnern von Giessen und Umgegend die ergebenste Mittheilnng zu machen, dass, aus meine Veranlassung, Sonntag den IO. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr 3Ö 90tin., ein Extrazug von Giessen nach Wetzlar abgehcn wird. Wetzlar, den 5. September 1871. H. Kuhn („Zum Schützengarten.") Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. ***** 1 t Mmenten, j Dir Men Deutsch ftrn W w Europa'- sosori jener Slüianji i die Behandlung ausgeschlossen ir stanzoßsches Bl« ohne dieZustm die russischen un Frankreich ein 2 kraft gegen bai sich dieser Stur daß die Abwaä druikung fremde daß das Partei die Kraft des mit demselben 1 französischen D Prässdenten dei übernehmen wo hinreichend Wir eine gar nicht in Ai Die Anm deutschen Bunde Verfchng des t veiwMng sch ttsordttichr mi imchützt yi d Prve. ermäßig völlige europl Reichsarmee ke des Friedens peomiß in der theil sehr wohl fcn Gehälter d ttsHon einer we Uebngens iß 6, ta Resultate d d" Reich-beekk, 3» Sran! deutsch^ Stakt eii