Anzeige- und Amtsblatt für den Lreis Hießen Nr. 129 Mittwoch den 7. Juni 1871 Gießen, den 3. Juni 1871. 5. Juni fr Die Eadinetskrisis in Frankreich geht langsam voran, aber sie geht voran, Preis Uecuija&rlp 1 fl. 12 ft. mit Üriirgrrlohn- Durch die Post öeroaen dierttlsährig i fi. 27 fr. Betreffend: DieErhebung^ der Forst- und Fcldstrafen bei dem Großh. Rentamt- Gießen von 1871. f Di- Beschluß- d°-Neich«.age. vom 3. P. gaben dem Gesetz/treffend die ist ein uudedeüte^r Geneka/ D-reimzu-ig von Elsass und Lothriugen mit dem deutschen Reiche, nachstehenden ehrlicher Republikaner. vL 0 Fi l Q ll [ ♦ Art ib zu dm ungen bei *au mhlung, N. lägen ent- ürichctnt täglich, mit Lus. nähme Montags. Lxpeditton : Canz leib erg Ltt. B. Nr. 1. 7 Linien ch Mt, bitjeit "m.MIch, >j ’oU)tänbig []; ’■ unmitttib- tbWenw ; Denesche be >en ist. °k»> -°rrch,t "ctenstüs nr der tdl$re 'abninjsuij. ®ie «Mich i M bim, ' uölbig ift, - ehr bcs Ach: /wahn iß un2 B der Ksgcbn raphentzkbikles; r Tepeube de- eiaminttajt ju . Zeln stehnil.au i muug), bfrar / 7 epesche ihrar lort :c mir! mmungen der allen bei bra litt werden, i in bit £änbe ' Tüllen kennen,, r bie Depesche: bei unrecomr ■ rzler. Wir Wilhelm rc. §• von Frankreich durch den Art. 1 ces Präliminarfriedens vom 26. Februar 1871 abgetretenen Gebiete Els,stß und Lothringen werden in d,r burch ven Artikel 1 des FricdenScertrages vom 10. Mai 1871 und d»u dritten Zusatzartikel zu diesem Vertrage frstgestellten Begrenzung mit dem deutschen Reiche für immer vereinigt. §• 2. Die Verfassung des deutschen Reiche» tritt in Elsaß und Lothringen am 1. Januar 1873 in Wirksamkeit. Durch Verordnung des Kaisers mit Zu- st.iwmung des Bundesraths können einzelne Theile ter Verfassung schon srüyer eingesühit werden. Die erforderlichen Aenderungen und Ergänzungen der Vrr- fassung bedürfen der Zustimmung des Reichstages. Artikel 3 der Reichsverfaffnna tritt sofort in Wirksamkeit. " * §• $•, Staatsgewalt in Elsaß und Lothringen übt ddr Kaiser aus. BlS zum Eintritt der Wirksamkeit der Reichsverfassung ist der Kaiser bei Aue» ubung der Gesetzgebung an die Zustimmung des Bundesrath- und bei der Auf- nähme von Anleihen oder Uebernahme von Garantien für Elsaß und Lothringen, durch welche irgend eine Belastung des Reichs herbeigeführt wird, auch an die Zust'mmung des Reichstage» gebunden. Dem Reichstage wird für diese Zelt ubrr Vic erlassenen Gesetze und allgemeinen Anordnungen und über den Fortgang der Verwaltung jährlich Mittheilung gemacht. Nach Einführung der Reichsver- fassung steht bt» zu anderweiter Regelung durch Re'chsgesctz da» Recht der Gesetz- gedung auch in den der Reichsgesetzgebung tn den Bundesstaatm nicht unterliegenden Angelegenheiten dem Reiche zu. K4; mic Anordnungen und Verfügungen de« Kaiser« bedürfen zu ihrer Giltigkeit der Gegenzeichnung de« Reichskanzler«, der dadurch Bie Verantwortlich, kett übernimmt Urkundlich rc. nm lerne« ____________„„ flf9Cllt)fl II Einheitsstaates läuft. ...........u........M, b.v. .U..B|U,U vv.un, uucr |IC gkyr voran, 10 t»s ? ‘ ®lnna^mt von Pari«: die Rechte scheint entschlossen, Thier- jetzt, nach. 11 ' .Ihr, r g ($0lnmun« niedergeschlagen, zurufen zu wollen: Die Republik hat ihre ff» > fl , D I“ ö • / fi1*1 m| tvi.mii. *J\v «licpui 4J,en|tc gethan, die Republik kann gehen, und die Scptembermäliner, die sie ge^ \ rfnc”z l*r *oran! Thiers opfert seine „Freunde", aber er fühlt sich unheimlich dabet und sucht cte Opfer mit fetten Aeattern abzufinden: es bestätigt sich, daß ?icard Banlvirector wird und dem General Leflo ist eine große Ambassade ver- . a» [ämmtlidjr Grotzher)0llUche Bürgermeistereien des Rentsmtbbenrks. nm„ W°,"d7 ' *•*i,,e ®elwXTrf1“" *”**l871-•* i™ '»• »• «s. *« M-h. ?Le einz I l,f einer ÖUnen setz st. lnb bittet ^ en. Darmstadt, 2. Juni. Die gestern erschienene Nr. 18 des Großh. Regierungsblatts enthält: 1- Bekanntmachung Großherzoglichen Ministerium» des Großherzoglichen Dauses und d,s Aeußern, die Anstellung eines Kaiserlich Brasilianischen General- conjul« sur das Großherzogthum betreffend. H. Ueberstcht eer für das Jahr 1871 von Großherzoglichem Ministerium e/ Iiunabetly?brbVUt'|d’e"t19- Mai 1871. v. Starck. t Wie uns auf’« Bestimmteste versichert wird, bat der Hietzmger Hof je«, _------ sr>nkn Frieden mit dem deutschen Reiche gemach». Der Exkönig verzichp t [ Wiedereinsetzung, sein Sohn Prinz Georg erkennt die Aechtmatzigküt der Preussischen Herrschaft über Hannover an, und Preussen verpflichtet sich ca- i ketne Einwendungen gegen die Nachfolge desselben in ter braunschweigischen - ^uccessionsfolge zu erheben. Für die nationale Partei in Hannover und Deutsch- r,„f, ‘?nb diese« Arrangement eine keineswegs erfreuliche Tha,fache, als gefährlich li)r ®?lcni ’M 'Ur die nationale Entwickelung kann taffclde allerdings heutzutage nicht mehr er I AchUt werden, wenn es dieselbe auch nicht grade zu fordern geeignet erscheint. , s-ssakst-! I ^cncn man kann sich damit trösten, dass noch viel Wasser bie Leine hiuuuter- I wird, bis jene« Abkommen perfekt wird; die AnnexionSdebatte im Reich«, tage ha, ja auf« Neue gezeigt, wie die deutsche Bewegung per Erhaltung der Kleinstaaten nicht günstig gestimmt ist, vielmehr entschiedeu in der Richtung de« l yinhrilAiirt*«»* ( X.. Ci sprochen, die in Petersburg zumal, wenn man ihn dort angenehm findet. Leflo n tin ii« und Politiker, aber ein wohlmeinender Mensch und , - Die Eabinelfknsis wurde schließlich durch eine gemachte cctne tn der Nationalversammlung herbeigefuhrt, nachdem sie längst vorbereitet und ^orherglsagt tour. Gener tt Ducrot, der als politischer Faiseur tapferer tst, denn als General, doch als Militär wie Abgeordneter stets das große Wort führt lnterpellirte wegen der letzten Wahlen im Departement der Nievre den Minister de» Innern in einer insolenten Weise; er machte den Minister, den Präfecten und die republikanische Linke für die Unglückvfälle Frankreichs in einer Weise verank- ‘ l7* Plcard wild wurde und den Präfrcten eahgnp als einen ausae- ze chneten Beau,ten vertyetdigte, der Beförderung verdient habe und den er, der 2Ntnißer, befördern werde. Lebhafter Beifall der Linken, Sturm und Wuth auf Der Rechten nnd nach der Sitzung eine Auseinandersetzung mit dem Ches der Exkeuttve, durch welche d»e Cabinctskrisis thatfächlich' gemacht und der Rechten eine Abschlagszahlung geleistet wurde. Die Generale fp'.elcn in der Nationalversammlung mit jedem Tage mehr die Herren und Meister. Wie Ehangarnier ^cgcn der Belagerung von Metz wieder aufs Tapet gebracht hat, wie Trochu alle schuld für das Unglück Frankreichs der Linken und ihren Freunden in der Regierung zuschreibt, so hat Trochu der Nationalversammlung das Ge- h-lmnch anvertraut, daß an den Niederlagen der französischen Heere einzig und allein „der englische Luxus" und „die italienische Corruption", die ,das Land angcsrefsen haben", schuld sind. Die Franzosen sind ein so schlichtes, biederes und einfaches Volk, hätten sie die prunksüchtigen Engländer und Cie corrumpirten Jtahener nicht so nahe, so wurden sic es mit der ganzen Welt haben aufnehmen onnen. Diese Fanfaronsden der militärischen Politiker in der Nationalversammlung waren nur als wunderliche Auswüchse de» französischen Esprit zu belachkln, wrnn sie n cht ein leidige- Zeugniß cblegten, daß da» Phrasenwescn dem Ernst der ^eit zum Trotz noch immer die öff ntliche Meinung in Frankreich behtrrscht und neue Katastrophen vorbereitet. Linden, in das Steuercommissariat Langen zu einnehmerei Lampcrt-eim SteuercommiffariatS Hungen und w mem Heft Wlemeißg । unb bie Orte Gichi des genannten Fonds präfentirten Secretär bei dem Administrativ. Justlzhof, Re- gierungsrath Dr. Edmund Freiherrn Gedult von Jungenfeld für diese Stelle zu bestätigen; am 5. Mai dem evang. Pfarrer zu Spachbrücken, im Dekanate Rein- heim, Johann Georg von Wachter, die evang. Pfarrstelle zu Mörfelden, im D.k. Groß-Gerau, sowie an demselben Tage dem evang. Pfarrer zu Waüernhausen, im Del. Nidda, Friedrich Cloh, die evang. Pfarrstelle zu Hausen, im Dek. Groß- sich gegen die Aeußcrung v. Ketteler'S, die Diktatur gefährde das monarchische Princip. Lasier folgert aus der Bereitwilligkeit des Reichskanzlers, die Elsässer am Reichstage theilnehmen zu lassen, daß er seinen Widerstand gegen die sofortige Einführung der Reichsverfassung aufgegeben habe. Uebrigens bleibe die Diktatur auch bei der Mitwirkung des Reichstages eine Diktatur; es käme nur darauf an, daß die Elsaß-Lothringer sich selber über die Frage äußern, auf welche Weise sie in das deutsche Reich ausgenommen werden wollen, und dazu genüge die Zeit dir zum 1. Januar 1873. Der Reichstag habe denselben guten Willen für Elsaß- Lothringen wie die Regierungen. Fürst Bismarck: Ich zweifle nicht an dem guten Willen, sondern an d:r Fähigkeit des Reichstages, die Regierung von Elsaß-Lokhringen gleich gut zu übernehmen. Das Mittagen von elsässischen Abgeordneten halte ich übrigens nicht identisch mit der Einführung der Reichsverfassung. — Auf Wunsch des Abgeord. v. Kardorff verspricht der Reichskanzler möglichst bald eine Vorlage über die Vel- tretung von Elsaß Lothringen im Reichstage. Rach Rekapitulation der Debatte durch den Referenten wird §. 2 der Com- misstonSvorlagi' angenommen. Zu §. 3 verteidigt Dr. Wigard bte schon in zweiter Lesung abgclehntm Amendements, welche dir Mitwirkung de- Reichstags bei der Gesetzgebung bezwecken. — Dr. Wincthorst (Meppen) erblickt in der Diktatur nur ein Provisorium, um rrn Elsässern Zeit zu geben, ihre Wünsche für das spätere Desinitivum geltend zu machen. Die Vorsorge des Reichstags in virfer Beziehung entbehre jeder logischen Basis. — M-quel spricht gegen das Amendement des Abgeord. v. Roggenbach, das Gesctzgebungsrecht für die inneren Angelegenheiten von Elsaß-Lothringen erst nach dem 1. Januar 1874 auf das Reich zu übertragen. Damit käme ein unlösbarer Widerspruch in das Gtsetz — v. Roggenbach empfiehlt sein Aarende- ment; unbedingt nothwendig fei, daß vor enogiltiger Regelung der Dinge die elsässischen Abgeordneten hier gehört werden. — Unter großer Unruhe des Hauses vrrtheikigt Duncker die Wigard'schen Amendements. — Kiefer: Die sofortige Eilt- berufung der Elsaß-Lothringer ist wen ger eine Wohlthat als vielmehr eine große Härte; sie Haden sich während ihrer Zugehörigkeit zu Frankreich aufs engste mit von 300 fl. 22 fr. XL et «befalle. Gestorben sind: am 23. April der pens. Oberförster Marchand zu Obbornhofen, am 4. Mai der RechnungSrath uno Hoftheater-Haupt- kasster Philipp Lipp zu Darmstadt, am 13. Mai der Gerichtsvollzieher Werner zu Mainz, am 19. Mat der evang Pfarrer Wilhelm Engel zu Dorheim. Mainz, 3. Juni. Morgen werden die durch Umstände verzögerten Truppen- transporte auf der Luvwigsbahn beginnen. Ein Theil derselben geht über Aschassen- burg, der andere über Frankfurt. — Auch in der Hcimbesörderung der französischen Gefangenen ist jttzt wiederein so weit rin Anfang gemach^ als jedem Soldaten gestattet ist, auf eigene Kosten mit Benutzung der gewöhnlichen Perjonenzuge, natürlich mit Marschroute, zurückzugehen. Etwa 600 Mann haben blS jetzt, nachdem durch Vermittlung eines hiesigen Bankhauses die Mittel beschafft wareck, von dieser Erlaubniß Gebrauch gemacht. Ihre Zahl dürfte jedoch wachsen, da nunmehr durch Entgegenkommen der Bahnverwaltungen und Verfügung des Kriegs- Ministeriums die französischen Soldaten und deren Gepäck, wenn sie nach Frankreich yrc Armee zurückgehen, gerade so tariert werden sollen, wie die deutschen M litartransporte, v. h. zu sehr ermäßigten Sätzen. — DaS 4. hessische Infanterieregiment kommt hierher als Garnison. (Fr. I.) Kassel, 3. Juni. Aus guter Quelle vernimmt die .Hessische Morgenztg.", daß der Befehl zur unverweilten Rückkehr der 22. Division (11. ArmeecorpS) ergangen ist. Ems, 4. Jani. Heute Vormittag ist der Großherzog von Hessen, von Friedberg kommend, zu mehrtägigem Besuche der Kaiserin von Rußland hür ein- getroffen. Nachmittags machen sämmtliche zum kaiserlichen Hose gehörigen fürstlichen Personen einen Ausflug nach Schloß Schaumburg zum Besuche des daselbst weilenden oldenburgischen Hofes. — Das 1 Garde-Grenadier-Regiment Kaiser Alexander trifft heute hier ein und wird in der Nahe einquartiert, um sich demnächst seinem hohen Inhaber, dem Czaren, präsentiren zu können. Oie Stadt ist zu seinem Empfange beflaggt. Koblenz, 5. Mai. Am 12. d. M. wird Kaiser Alexander von Rußland hier über das Gardr-Grenadier-Regiment Alexander Parade abhalten. f Berlin, 3. Juni. Deutscher Reichstag. Die heutige 48. Plenarsitzung eröffnet Präsident Dr. Simson um 12^ Uhr mit geschäftlichen Mittheilungen vor ziemlich gut besetztem Hause; auch die Estrade des Bundesraths zeigt heute weniger Lücken wie sonst. Auf der Tagesordnung steht die dritte Lesung des Gesetzes über die Vereinigung von Elsaß und Lothringen mit dem deutschen Reiche. Nach kurzer Empfehlung des Commisstonrantragee durch den Referenten Dr. Lamey erklärt sich Sonnemann gegen §- 1, sowie gegen das ganze Gesitz. Die demokratische Partei verurtheile die Pariser Erneute vom 18. März aufe Schärfste, sie sieht in dem Aufstande eine Versündigung gegen die VolkSsouveränetät, gegen die auf freiester Grundlage gewählte Nationalversammlung; trotzdem könne sie der Annexion von Elsaß-Lothringen nicht eher zustimmen, bis die dortige Bevölkerung darüber befragt sei. Andere Parteirn im Hause hätten früher dem gleichen Princip gehuldigt, seien jetzt aber davon zurückgekommen. — Prof. Ewald ist im Grunde für die Annexion, wird aber gegen dieselbe stimmen, weil die Annexion von 1866 ungerecht war. Er hat, wie immer, das Malheur, die Lachlust des Hauses auf's Aeußerste zu reizen und schließlich, weit sbschweifend vom Thema, vom Präsidenten unterbrochen zu werden. — Dr. Reichensperger (Erefelv) bedauert, daß Elsaß-Lothringen nicht alsbald nach dem Frieden einen staatlichen Organismus erhalle, sondern noch unter der Diktatur verbleibe; er stimme deshalb nur für §. 1, um nicht durch Ablehnung der Vorlage die Diktatur noch zu verlängern. Emen neuen Antrag auf Errichtung einer selbstständigen L.-md.sver- tretung für Elsaß-Lothringen mit SteuerbewilligungS- und Gesctzgebungsrecht stelle er, weil aussichtslos, nicht; das Versprechen dcS Reichskanzlers in der Eommission, das neue Reichsland selber über seine Wünsche zn befragen, beruhige ihn vo-läufig. — Rcpscher occcptirt die von der Commission beliebte Berufung auf den Frankfurter Frieden statt auf den Präliminarfrieden. — v. Ketteler freut sich der Wü- dergewinnung der alten deutschen Lande, kann aber doch nicht für die Vorlage beschwing'. 2 6crf. jt). ( @rflf Kleist sein Amendement, bezüglich der Dauer der o m .......f 1.5Vanuar 1874). Der Reichs- Jost auS Harxheim, im berg, im Kr. Bensheim, dem Schullehrer an _ im Kr. Vilbel, Johannes Weitzel, die 4. evang. Schulstelle zu Arheilgen, im Kr. Darmstadt, dem Schulamtsaspiranten Joh. Fr. Volz aus Auerbach, im Kr. Bens- heim, die 5. evang. ScheMlle zu Psungstadt, im Kr. Darmstadt und dem Schulz amts^spiranten Lorenz Schöuemann aus Büdesheim, im Kr. Bingen, die 4. kathol. Schulstelle zu Gonsenheim, im Kr. Mainz, zu übertragen; am 13. Mui den Landrichter des Landgerichts Altenstadt Justizratb Earl Faustmann zum Landrichter des Landgerichts Lorsch, den Landgerichtsass>ssor bci dem Landgerichte Darmstadt Wilhelm Mittler zum Landrichter des Landgerichts Altenstadt, den Steuercommissär des SteuercommiffariatS Hungen, Joh. Heinr. Clotz, in gleicher Diensteigenschust s&\ i!0" /‘ CuflfAe Aist Berst« Brvl $$*) Künftigen ( Wb bie Liesirum n tör bfe Quartal b. ™ woieibft Nen.beU ®ro^^ußli( fcÄ Nick zum Ob-rdomäuencalculator l. Classr zu ernennen; am . . .. . , lehrer an der 1. Schule zu Odernheim, im Kr. Alzey, Daniel Heinrich, die 1. evang. Schulstelle zu Dienheim, im Kr. Oppenheim, zu übertragen. IX. Charakterertheilung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnä^igst geruht: am 10. Mai dem Schullehrer an der evang. Mädchenschule zu Zwingrnberg, im j|r. Bensheim, Ludwig Jost, den Eharakter als „Mit- prediger" zu verdien zu X. ConcurVenzeröffnutsgen. Erledigt sind: dte evang. Pfarrstelle zu Hamm, im Dekanate Osthofen, mit einem zu 1127 fl. veranschlagten Einkommcn, mit Rücksicht auf vorliegende besondere Verhältnisse ist der Gehalr des ^kmnachstigen Geistlichen neben Genuß freier Wohnung und Bezug der Accidenzien auf 1000 si. jährlich festgesetzt; die zweite evang: Schulstelle zu Beuem, im Kreise Gießen, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; die zweite kathol. Schulstelle zu DromtrS- heim, tm Kreise Bingen, mit einem jährlichen Geh-rlt von 300 fl. 10 fr.; die evang. Schulstelle zu Michelbach, im Kreise Schotten, mit einem jährlichen Gehalt stimmen, weil die Diktatur da» monarchische Prmcip gefährdet, es der Gehässig- keit aussetzt. Auch ohne Diktatur werde der Reichskanzler tm Elsatz der Regierende sein. — Nach kurzem Resume de« Referenten wkd §• 1 0‘8en. btt Stimmen von Ewald und Sonuemann angenommen, Herr »• Ketteler hat mithin seine Bedenken △ Ltis'Mei ch tasild» em'g« »in, »B« △ yttfidic seit ' Rstzltig'l ter l «6«s« ^ol 1 jij«. Tn» itlZag« W1' :ti Cem üniltt ® Link fein. Lee eolo 8» sÄW sitz' Bann W yli feie Loisitziss! it Ooj Mschsll 8i * 3’/‘ s * jlinBUOfl i“ ■ ^Wocheii, 2- ? ä i««" i1 i.< Wndni bil' 'L Resiiltot jU t Nidda, Friedrich Elotz, die evang. Pfarrgeue zu vauitn, .u. Ou 8- ( ' ß D rl ^anuat i§74) Der Reichs. >u übertraaen- am 10 Mai dem evang. Pfarramtscandidaien Ludwig Dieiatur die Regierungsvorlage wlederhirzusteuen Januar 18 »“ Mam die ^ang Mädchenschulstelle zu Zwingen, kanzler habe erklärt, bis zum 1 Januar i873 feinen . sesttn O g s ionSp n ' 8 der evang- Schule zu Rodenbach, ausstellen zu können; außerdem sei es bet der Gahrung m Elsaß.Lothr.ngen nicht 8 hsam, bn zwei Jahren dort schon wieder Wahlen vornehmen zu lassen. Graf Rittberg dankt dem Reserenten Dr. Lameh für seine verdienstvolle Thatigkeit um das Zustandekommen der Borlage. In die Brud.rhaiid, weiche Deutschland mit der sofortigen Einführung des dritten Artikels der Re.chsver- faffung (Hcimathsrccht) reiche, werde das neue Reichsland, wenn auch nicht gleich, so doch hoffentlich bald cinschlagen. Duncker: Meine Partei gibt den Antrag auf Beschränkung der Dicta-ur bi« tum 1- Januar 1872 als unerreichbar auf, aber die Einführung einzelner Theile ) rtetnr. tiiPR, tn gicitycr der Verfassung können wir nicht von einer ohne Zustimmung des "chi agest zu t Lanaen zu vertetzen, den DistrictSe,nnehm-r der DistrictS. erlassenden kaiserlichen Verordnung abhängig machen, wenn uns auch d.e Erklarun. Carl ES FG Snell zum Steuereomm.ssär des gen de« Reichskanzi-rs über die Zukunft von Elsatz Lotbr-ngen tu etwa« beruh gt ' den Oberdomänencaiculator 2. Ciaffe Friedrich haben. Di- Sinsührung der Reichsverfassung hindert nicht d.e wun chen wer he 16. Mai dem Schul- Lockerung der Centralifation, die Verwaltung wird nicht beetntkachtigt durch ..e Th.ilnahwe des Reichstages an der Gesetzgebung, im Gegenthe.., die Elsaß- Lothringer werden wohlthätig davon berührt werden, wenn die Vertretung des deutschen Reiches die Verantwortlichkeit für die legislativen Schritte übernimmt. Dieser Absicht steht der Wille eines einzelnen Mannes, des Reichskanzlers, gegen- über, und diesen Willen kann man bei näherer Prüfung' dem Ganzen nicht zuträglich finden, denn wir wollen nur Institutionen, die auch ohne einen einzelnin Mann bestehen können. Was soll in Zukunft weiden, wenn der Reichskanzler schon bei so untergeordneten Fragen mit seinem Rücktritt droht < Dieser Wille muß beschränkt werden, die Punkte, welche in der Vollmacht stehen sollen, genau prä'cisirt fein. Für die Annexion selbst spreche ich wich als Demokrat ganz unumwunden aus, denn kein einzelner Theil einer Nation kann darüber befragt werden, ob er feiner Nation angehören will oder nicht. Fürst Bismarck: Ich muß dem Vorredner darin widersprechen, als ob meinem früheren Auftreten allein mein Wille zu Grunde gelegen hätte. Ich habe ras Princip weine« AuftretetrS klar dargelegt: ich will de» Wünschen der elsässi- scheu Bevölkerung mehr Rechnung tragen, al« e« die Reichstagsbeschlüsse thun, die mir die Tendenz einer dauernden Bevormundung der Etsaß-Lothrinzer durch den Reichstag zu haben scheinen. Es muß unterschieden weiten zwischen Reich«- und Landesvertretung. In den Reichstag können die Elsässer allenfalls schon vor 1873 eintreten, sie würden hier gewiffermaßen nur einen CursuS im deutschen StaatSrccht durchmachen; auch im BundeSrath ist ihre Vertretung mit berathcnder Stimme wünschenswerth. Aber die Entscheidung ihrer eigenen Angelegenheiten müssen wir den Elsässern selbst überlassen, wenn wir sie nicht verletzen wollen. Das jüngste Kind Deutschlands hat ja naturgemäß da« Rech: auf die zarteste Behandlung, und allein die Sorge, die kaum beginnende Krpstavifatton deutscher Spmpathien nicht zu stören, bewegt mich zu dem Wunsche, die Geschäfte einstweilen allein zu führen. War vom Vorredner gegen die Diktatur gesagt ist, trifft nicht den Zeitpunkt, denn sonst müßte» Sie die Dictatur keine 24 Stunden mehr bestehen lassen; prüfen Sie aber, ob Sie den Elsässern durch zu frühe Einführung der Reichrregierung nicht Schaden zufügrn. Es fragt sich beispiklsweise, ob nicht die baldige Einführung des deutschen Gerichtswesens wünschenswerth erscheint; aber die Notare im Elsaß kaufen ihre Stellen und diese wüßten zuvor entschädig werden. Alle solche Fragen bedürfen viel Zeit, der Reichstag müßte Jahres- sitzungen halten. Ich habe übrigens keine CabinetSfrage gestellt, ich habe nur ge- sagt, ich würde eventuell in Folge Ihres Votums die Sorge für Eisaß-Lothringeii niederlegen. Schließen S-e daran», daß ich meint Gründe nicht in gehörig vorbereiteter Form äußere, weil ich geographisch und sachlich abwesend war, nicht auf eine tiefer liegende Verstimmung; schreiben Sie e« vielmchr einer Reizbarkeit zu, ohne die ich Ihnen und dem Reiche nicht nützen kann. Das Recht, müde za sein, wird mir hoffentlich auch der Vorredner nicht bestreiten. (Leoh. Beis.) von Blanckenburg vertheidigt das Amendement des Grasen Kleist und wendet B(Wb8. '9'trtnit ‘®tn l,g >«uer b(t 'Reich,, '»"«plan ! tie UfortiS« tu TW ,r Mt«if a'r Ihr fflnf'}' [ tii ;g fit ®'14’ entern " i«l i“ * tr» über t»$l1 . 2 ter 6»®' ebäilfinl1* \»V<. „iieri«”1 «o-st-nt' J«’ ; w» oß.r«'d'i'8a «Ml. «ä- ! fein l< t« >- »hell* ,»,» e VerfteigeruKgen. 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Mts., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung des erforderlichen Petro^ leums für die Garnison ^^ßen auf das zweite Halbjahr d. I. auf dem^ Büreau der unterzeichneten Perwaltung mittelst Soumtst Hon vergeben, woselbst dte Lieferung.-B dingungen xur Einsicht offen liegen. @'törTs()ei^ Kalbfleisch. 31G) Der Unterzeichnete offerirt beschla -- — " ci* in allen Dimensionen, so 2376) Donnerstag den 8 Juni, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause eia em- facher Kleiderschrank und sonstige J‘9 2159) Eine Zimmer- Douchc ist bill^ Unzählige Atteste liegen zur Anstch Luckauer Straße Nr. 9. LL'S-.""" ' —i 3«* »*w - S„. n. „ g„t,n. , I- lit.i9tn - Marktstraßc 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil pist^r. aene Flößhölzer in allen Dimensionen, wie^auch HochraNt, den Cubikfuß ^rei Bahw- gjt. A- Nr. 132_______'schön und stark, im Freien gewachsen, als . ba? hier x\x 20 kr. 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