Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen Nr. 106 Sonntag den 7. Mai 1871 Gießen, den 30. April 1871. Betreffend: Das Executionsverfahren. b IcxWt t I -Mgafst- c n roch, U P d c ü n 6t leicht Dich en |i ch 6t kerM }l* j n«t n alji zu gt hutzC in 3v t bcft ita oh» fit» ei, iom- ler Art rt und zu dir >(itung£n be- ureau ^Handlung, i. M. 'u^äqcn ent- t l' r /(vx U ^bs Bundes-Gesetzblattes des Deutschen Bundes, ausgegeben ru Berlin am 29 Avril 1871 enthaft • GRr. 632.) Gesetz, betreffend die Einführung Norddeutscher Bundesgesetze in Bayern.' Vom 22. April 1871. ' f v • Götzen, den 5. Mar 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths: ______________________________________Kekul 6, Kreisassessor. «rrjchlint täglich, mit »ul nähme Montags. Expedition: Canzletberx Ltt. B. Nr. 1. Iruppen in den beiden letzten Kriegen verdankt, trotz Roßbach, Leuthen, Leipzig, Waterloo, Sadowa und Gravclotte ist der Weltfrieden noch nicht gesichert. Die Herstellung des deutschen Reiches ist zwar eine Hauptetappe auf dem Wege zum Weltfrieden, dieser selbst aber kann erst durch die Vollendung des deutschen Reiches erzielt werden. Die durch die Resultate und Consequenzen der beiden letzten Kriege geschaffene europäische Situation drängen die deutsche Bundesregierung und die deutsche Ration, dieses Ziel, die Vollendung des deutschen Reiches, ebenso rasch als cnergisch anzustrcden; denn td kann und darf keine Täuschung darüber bestehen, daß, so unzweifelhaft friedlich auch die Absichten unserer Politik sind und so vollkommen diese Absichten von den europäischen Cabineten gewürdigt werden, die großen europäischen Mächte doch die Consequenzen des letzten Krieges in ihrer nahezu unvermeidlichen Rückwirkung auf ihre bisherige Machtstellung fürchten und sich darauf vorbereiten, denselben zu begegnen und sie eventuell zu vereiteln. Deutschland braucht sich deshalb nicht zu beunruhigen; cs besteht äugen- blicklich keine Gefahr, weder für die Sicherheit unserer neu gewonnenen Grenzen, noch für die kräftige und blühende Entwicklung des deutschen Reiches nach Innen und Außen. Nichtsdestoweniger ist cs geboten, die Absichten und Plane unserer Gegner ernstlich in's Auge zu fassen, um ihre Ausführung unmöglich zu machen. W .ei« rtecteljihrtg 1 fL 12 fr. dt Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr .Das deutsche Generalpvstamt macht bekannt, daß die Postanstalten ton jetzt ab wieder Packete mit und ohne Werthangabe nach den Stationen der französi- t Sie europäische Situation und die Erfordernisse der deutschen Politik. J. Dl? beiden letzten Kriege, welche nicht blos die beiden ältesten und vornehmsten Staaten des Abendlandes, Oesterreich und Frankreich, von ihrer Höhe yerab- gestürzt, sondern auch Rußland den Einstuß entzogen haben, den dieses bisher zum Nachtheile Deutschlands in den europäischen Angelegenheiten zu behaupten vermochte, haben zu dem Resultate geführt, daß die europäischen Continentalmächte in dem Kampfe, den diese seit Beginn des siebenjährigen Krieges, also seit nahezu vier Menschenaltern, gegen Preußen und Deutschland führten, unterlegen sind, das Programm der alten europäischen Politik, welches in dem Streben gipfelte, den Zusammenschluß der deutschen Wehrkraft mit der preußischen Armee zu verhindern, ist durch die gewaltigen Umwälzungen der letzten fünf Jahre zerrissen, und man wird die von Grund aus veränderte Situation dahin präcisiren können: das ver- einigte Europa kämpft nicht mehr gegen das zerklüftete Deutschland, sondern das geeinigte Deutschland steht dem getrennten und auseinander gehaltenen Europa gegenüber. Denn der Kampf ist noch nicht beendigt, er wird vielmehr mit wesentlich verstärkten Kräften weiter geführt; die Arbeit, welche Preußen bisher fast allein gethan, ist nunmehr auf die Schultern des gejammten außerösterreichischen Deutsch- lont> gelegt. Trotz der ungeheuren Erfolge, welche Deutschland den fast üben menschlichen Anstrengungen der preußischen Heere in dem siebenjährigen Kriege und in den Befreiungskriegen, sowie der unvergleichlichen Tapferkeit der deutschen ählkH ufurt ha u t irnilMt , auch I«&< stosse, aller ft»*-; M rT faufZt !t «ä’k iS». osst, »•U Gefundene Gegenstände: Zwei Taschenmesser, eine grüne Knabenmütze und ein Regenschirm. > später $B°*en bCi "ns 3U melden, widrigenfalls diese Gegenständ- auf Verlangen an die Finder znräekgegeben -der - Zugelaufen: Ein Hund mit weißem Flecke auf der Stirne und braunen Pfoten (starker Hund.) re en, en . ar Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Prooinzialhauptstadt Gießen. ———---------:---------- Nover. annab, c. mit den bl- ter Hainturz' über die Hafern N!> V°h- * äustünite, W ■cU jun- heilte an ü ürabtrj, ftrt, ,rt 3urid; ' ^°'°m Sich ? 1,tUn,ln * «njelntn $al ^oI8reid) erwic QUe Slnnoncro 8 «Maßt unb :n flUßaifäai0en erptriditet; lf Zierate nur w>e in denZkj.- lreditionm, ba nftitut als Bitöt unöcn beionbm ” gmiehi. bürgt für foHbt Hon beobachtet, bk rfe werden unm den Keffectankni, syigeben, pünft; tiionSbercchnnng Bestellungen auf den Gießener Anzeiger jf Abonnenten, welche den Anzeiger bet der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Mai und Juni m 40 kr. — ....... .. io a- nr rit he zu )ea eist cd» zu- um ren !»- DU : 0 Ibtr 1 4 nedlssl W!' an die Großherzoglichen Ortsgerichte des Bezirks. k 3" Serantaffung einer von dem Vorsteher Großherzoglichen Ortsgerichts Lollar verfolgten Beschwerde hat Großherzogliches Ministerium der entschieden, daß in den Fallen, in welchen der Schuldner Pfandgegenstände, für deren Siche heit der Porsteber d s OrtsaerW7 , m welch-in Folge davon im Besitze des Schuldners belasten worden sind, veräußert oter er XV fceTÄ u” alsbald zum Ersätze des Werthes der also verbrachten Pfänder angehalten werden kann, feafi bem ©TäuBiäet'Ä?br ihm aus der Uebernahme der Bürgschaft erwachsenen Rechte auf dem Wege der Klage gegen den betreffende, Ortsaerickteno/steb i- ' ff’"e,elre<1 Nach dieser Entscheidung wird ein Gläubiger, der auf dem Wege des Processes Bmitd feine 1 Bürgschaft von Seiten des Ortsgerichtsvorstehers möglicherweise zu einem weiteren Rechtsstreite genöthiqt. Ohne ^ustimmmia des betreffenden^ "" - — - *■15 » SÄ zuge der Pfändung aus dem Besitze des Schuldners weggenommeuen und in das Pfandlocal verbracht werden " ® * " 5 5Ä5 SI-.X überall pünktlich befolgt werden, und den betreffenden Gerichtsdiener wie Ortsgerichtsvorsteher in Strafe nehmen wenn ferner nnrfc nfcnp nnRbvHrrrÄ o stimmung des Gläubigers Pfandobjecte im Besitze der Schuldner belassen werden. Dabei macken wir (sL nnck nnck Satm ? \\\ w °$nC^StaucHt^e Zu-) behaupteten Mangel von Pfandlocalen als Entschuldigungsgrund nicht berücksichtigen werden; denn Sache der einzelnen Gemeinden'P e?'für" Befchaffm,a°^ers erforderlichen Pfandlocale Sorge zu tragen, nnd trifft also Sie allein ein Verschulden, wenn Sie die Beschaffung derselben bis sitzt unterLsen ^^ ° f Bötticher. L1 chen Nordbahn Amiens, Arras, Boulogne, Calais, Cambrai, Douai, Dunkerque, Zeumont, Laon, Lille, Roubaix, Rouen, St- Quentin, Soissons, Tourcoing und Zalenciennes zur Beförderung via Belgien annehmen. In den Bestimmungen be- üglich der Versendung und Taxirung dieser Pallete sind Aenderungen nicht ein- etreten. Gleichzeitig wird darauf aufmerksam gemacht, daß Briefe mit Werth- ngabe wieder nach sämmtlichen Orten in Frankreich abgejandt werden können; - ist jedoch den Postanstalten zur Pflicht gemacht, das Publikum daraus hinzu- -eisen, daß sich die Abfertigung derartiger Sendungen nach Paris unter den zcgenwärtigen Umständen nicht empfiehlt. Wie der „Deutsche StaatSanzeigcr", früher Preußischer Staatsanzeiger, mitheilt, hat der Bundesrath beschlossen, dem Wunsche Englands auf Abschluß eines lluslieferungsvertrages stattzugeben. Von officiöser Seite wird jetzt in der Presse Näheres mitgetheilt über die -auptsächlichcn Schwierigkeiten, welche Frankreich in den finanziellen Punkten in Brüssel erhebt und die durchaus unzulässig sind. Es mag wahr sein oder nicht, )oß auch englischer Einfluß dahinter steht, jedenfalls liegt die Vermuthung nahe, 'aß diejenigen Mächte, die von Frankreichs Anleihen später Vortheil zu ziehen .: -offen, nicht überaus für Deutschlands Interessen beflissen sein dürften. Daher , euch, ganz abgesehen von der Frage, wer etwa Frankreich in seinem diktatorischen treiben unterstützt, das hier und da laut gewordene Bedauern, daß die Verhand- ungen nicht in größerer Nähe stattfinden. Der Londoner „Standard" hat daraus rifchweg und nach Art der englischen Blätter geschloffen, daß die Verhandlungen ,ach Berlin verlegt werden sollen, ohne zu bedenken, daß dies mit den Prälimi- rarien im Widerspruche steht. Von dieser Verlegung ist, so viel man weiß, keine Rede. Ob Herr Jules Favre, wenn die französischen Bevollmächtigten in Brüssel nicht -on der Stelle rücken, sich einmal nach Brüssel begeben wird, darüber wird die Negierung von Versailles entscheiden müssen. Man soll bemerkt haben, daß unter )en französischen Unterhändlern die technischen und speciellen Capacitäten in bedeut- amcr Zahl keineswegs vorhanden sind, und Herr Jules Favre dürfte dazu seiner- ieits kern hervorragendes Contingent liefern. Sollte aber Herr Thiers sich wirklich n der Illusion wiegen, daß der Zeitgewinn ihm zu Statten kommen werke, so dürfte er bald enttäuscht werden. Die Truppen der Versailler Regierung haben in der Nacht zum Miuwoch nnige Vortheile gegen das Fort Jffy gewonnen, indem sie es nicht nur im Süden und Osten bedrohen, sondern auch auf der Seite nach Paris zu vom dortigen Park und Orte Jffy aus einschließen. Das Fort selbst hält sich j doch und unterhält sein Feuer gegen die Gegner. Kleine Fortschritte und bei alledem dieselbe Situation wie vorher, — das bleibt die Signatur der Dinge vor Paris. Darmstadt, 2. Mai. Durch Dekrete vom 28. v. Mts. haben der Groß- Herzogs Königliche Hoheit den Ober-Staatsanwalt bei dem Hofgerichte der Provinz Obtrhcssen Maximilian von Buri in gleicher Eigenschaft an das Hofgericht der Provinz Starkenburg zu versetzen, den Staatsanwalt bei dem Bezirksstrafgericht Darmstadt Wilhelm Maurer zum Ober-Staatsanwalt bei dem Hofgerichte der Provinz Oberheffen und den Landgerichts-Assessor bei dem Landgericht Friedberg Adolph Steinberger zum Staatsanwalt bei dem Bezirksstrafgericht Darmstadt zu ernennen geruht. Darmstadt, 5. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschlitßung vom 1. l. M. allergnävigst geruht, dem Ministerial- ’ rath an dem Ministerium der Finanzen, August Schleiermachcr, die Stelle eines landesherrlichen und ersten Mitglieds der Direktion der Staatsschulven-Tilgungs- lasse als Nebenstelle zu übertrag n. Paris. Das Schießen auf beiden Seiten dauerte vom 1. Abends bis zum 2. Mai Nachmittags fast ohne Unterbrechung auf der ganzen Linie fort. Die Versailler Bomben dringen ragtäglich tiefer in's Innere von Paris ein und erreichen jetzt auf dem linken Seine-Ufer die Rue Vaugirard und auf dem rechten außer Batignolles, das vielfach heimgesucht wird, auch Montmartre. Sie fielen in letzterem Orte bis in den Kirchhof. Der Montmartre soll sich in Folge dessen nun ebenfalls beim Feuer brtheiligcn. Das Fort Jffy, welches einen Augenblick von seiner Garnison, die mit ihrem Commandanten Megy davon lief, verlassen war, wurde sofort wieder von den Stadthausleuten besetzt. Sobald das Aufgaben des Forts bekannt geworden war, ging der General Cluseret nach Jffy und nahm 150 Mann mit sich, um das Fort wieder zu besetzen. Er fand dort nur noch einen ganz jungen Menschen, der sich bereit hielt, die Minen anzuzünden, falls die Versailler das Fort nehmen sollten. Die Commune hatte, als sie die Nachricht von der Räumung des Forts erhielt, zwei ihrer Mitglieder, Vermorel und Trinquet, in dasselbe gesandt, um sich von der Lage der Dinge zu überzeugen. Kaum waren dieselben angekommen, als ein Versailler Parlamentär erschien, um das Fort aufzufordern, sich zu ergeben. Der Parlamentär überbrachte folgendes Schreiben: Im Namen und auf Befehl des Herrn Marschall Ober-Befehlshabers der Armee fordern wir, Major der Laufgräben, den Commandanten der im Fort Jssy in diesem Augenblicke versammelten Insurgenten auf, sich mit dem ganzen im genannten Fort eingeschlossenen Personal zu ergeben. Eine Viertelstunde Zeit, um auf die gegenwärtige Aufforderung zu antworten, wird bewilligt. Wenn der Commandant der insurrectionellen Streitkräfte in seinem Namen und in dem der ganzen Garnison schriftlich erklärt, daß er sich, er und die Seinigen, der gegenwärtigen Aufforderung ohne andere Bedingung unterwirft, als Lebrn und Freiheit, die Ermächtigung zum Aufenthalte in Paris ausgenommen, gesichert zu erhalten, so wird diese Gunst bewilligt werden. Falls in der oben erwähnten Frist nicht geantwortet wird, so wird die ganze Garnison erschossen werden. Laufgräben von Jssy, 30. April. Der Oberst des Generalstabes, Major der Laufgräben R. Leperche. Die Aufforderung zur Uebergabe wurde zurückgewiesen, und am nächsten Tage, nach der Absetzung Cluseret's, richtete dessen Nachfolger folgendes Schreiben an den Obersten Leperche: An den Bürger Leperche, Major der Laufgräben vor dem Fort Jssy. Mein lieber Kamerad! Wenn Sie Sich erlauben, uns noch einmal eine so insolente Aufforderung zu senden, wie sie Ihr Handschreiben von gestern enthielt, so werde ich Ihren Parlamentär den KriegSgcbräuchen gemäß erschießen lassen. Ihr ergebener Kamerad Rossel, Delegirtcr beim Kriegswesen. Madrid, 2. Mai. Heute fand das Erinnerungsfest an die Erhebung Spaniens gegen die Franzosen im Jahre 1808 statt. Der König und die Königin wohnten der Feier bei, welche in vollkommenster Ruhe verlief. Nur im Caf6 International, dem Versammlungsorte der Republikaner, sanden Unordnungen statt und bedrohte die Volksmenge die im genannten Caf6 Versammelten. Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Telegraphische Depeschen. △ Frankfurt, 5. Mai. Die „Franks. Pr." meldet: Gutem Vernehmen nach wird heute Abend Bismarck erwartet. Im Russischen Hof soll Quartier für Jules Favre bestellt sein. Heute trafen die bei den Brüsseler Verhandlungen betheiligten Diplomaten, Graf Arnim und Declerc, hier ein. Sonach gewinnt es den Anschein, als wenn die Verhandlungen in Frankfurt fortgeführt werden ( Mainz, 4. Mai. Das Mainzer Abendblatt publicirt eine Adresse der Dieburger Decanatsgeistlichkeit an die Münchener Pfarrgeistlichkeit, der sich seiner Z Angabe nach auch die Priester an dem Knabe^ convict in Dieburg angeschloffen 2 haben sollen. München, 1. Mai. Die von der am Sonntag abgehaltenen Versammlung ) katholischer Studenten der Universität München beschlossene Adresse an Herrn o. Döllinger lautet: „Hockwohlgeborner Herr Reichsrath, hochw. Herr Stifts- - irobst! In der gegenwärtigen Zeit, wo die Gemüthcr aller Katholiken tief erregt £ find durch eine für sie so wichtige Frage, glauben auch die katholischen Studiren- 5 )en der deutschen Universitäten die Pflicht zu haben, mit ihrer Ueberzeugung offen r hervorzutrcten, und halten sich dazu umsomehr verpflichtet, als gerade Ew. Hochw., y In Vertreter der Wissenschaft und akademischer Lehrer, so muthig und entschlossen z, rorgegangen sind. Gestatten Ew. Hochw., daß die Studirenden der deutschen ?i Hochschulen Ihnen die Gefühle des wärmsten Dankes entgegcnbringen für jenes V entscheidende Wort, das Sie, gestützt auf die Resultate der tiefsten Wissenschaft- < lichen Forschungen, ausgesprochen haben und das in allen Gauen des deutschen Vaterlandes gewaltigen Widerhall gefunden hat. Gestatten Ew. Hochwürden TI h' D _ .erner, daß Ihnen die deutschen Studirenden ihre Freude darüber aussprechen, । >aß Sie auch künftig zum Stolz der deutschen Hochschulen dem Lchrstuhle werden ' rhalten bleiben,' um in die Seelen J)rer dankbaren Zuhörer den Geist der Wahr- >eit und unerschütterlichen Treue zu pflanzen. Möge Ihnen bei den Anfeindungen * 'er Gegenwart wenigstens einigen Trost das Bewußtsein gewähren, daß die aka- 51 ^mische Jagend es stets als eine ihrer größten und ehrenvollsten Aufgaben be- - rächten wird, Ihre Ideen mit Eifer zu vertreten und sie als heiliges Erbgut der Nachwelt zu überliefern. Genehmigen Sie, Ew. Hochw., die bauernde Verehrung )er ergrb'nst Unterzeichneten." München, 3. Mai. Professor Friedrich veröffentlicht die Antwort auf die Uber ihn vom Erzbischöfe von München-Freysing verhängte Excommunication. In- dem er an die Opposition der deutschen Bischöfe gegen das Verfahren auf dem ,°eacn Oa8 Dogma von der Unfehlbarkeit erinnert, bestreitet Friedrich t LV !. 8?. Oev ^oncilsbeschlüsse und weist schließlich nach, daß der Erzbischof cf L; lfltKtoar' ihn zu excommunlciren und daß die Excommunication null und mchtig und wirkungslos fei. ü Entgegen den Angaben hiesiger Blätter über angebliche 0 J 6/r ^"lcrrichtsminister Jirecek im Finanzausschüsse bezüglich " r V r ^ c? crufn0ff zum Dogma von der Unfehlbarkeit und dem (Son- Ife oTcjß. 'fc/r die „Reichsrathscorrcspondenz" anscheinend ' Auspuffe auf eine bezügliche Anfrage erklärt, er bin, ™ * a Standpunkte, welchen die Regierung einnahm, als sie die Kun- vigung des Concorbates veranlaßte. Das Unfehlbarkeitsdogma fei wohl als solches eine Angelkgenheit der Kirche, jedoch müsse und werde sich der Staat bezüglich z der praktischen Folgen dieses Dogmas sein volles Recht wahren. sollen. △ Darmstadt, 5. Mai. Der VerwaltungSrath der Bank für Handel und Industrie hat beschlossen, von den seiner Zeit zurückgekauften Stücken aus je 6 Aktien ein Stück zum Cours von fl. 300 zu überlassen. A Paris, 4. Mai, 7 Uhr Abends. Den ganzen Tag hindurch dauerte der Kampf ununterbrochen fort. Seit Mittag schweigt das Fort Jffy. Die Deutschen nehmen die in den Casematten befindliche Munition hinweg. Die in den Forts befindlichen Nationalgarden wurden bis dicht vor die Thore, von Paris zurückgewiesen. + Versailles, 4. Mai, 8 Uhr Morgens. Man fährt fort, gegen das Fort Jssy in Approchen vorzugehen. Die Garnison desselben kann nicht mehr entkommen. Kanonade und Gewehrfeuer dauern fort, aber ein Kampf von Bedeutung hat bis jetzt nicht Statt gesunden. Sechszig Gefangene wurden hieher gebracht. Heute Nacht ist Jules Favre nach Brüssel abgereist, um die FriedenS- verhandlungen zu beschleunigen. Dem Soir zufolge hätte Dreux, der Procurator der Republik, die Prinzen von Orleans aufgefordert, Frankreich zu verlassen. Versailles, 4. Mai. In verwichener Nacht nahm General Lacreteille die Mühle Saquet; Vie Insurgenten verloren bei diesem Kampfe 150 Mann an Tovten. Der Grneral räumte jeooch alsbald die Mühle wieder, da sie dem feindlichen Feuer zu sehr ausgesetzt ist, führte aber 10 Kanonen und 300 Gefangene mit sich fort. 4- Brüssel, 4. Mai. Herr v. Arnim hat sich nach Deutschland begeben. Declerc, Goutaro und die anderen französischen Bevollmächtigten haben sich nach Versailles begeben und werden am Dienstage hieher zurückkehren. Jules Favre ist nicht bieher gekommen. v + Brüssel, 5. Mai. Gutem Vernehmen nach werden Favre und Pouyer- Quertier sich nach Frankfurt begeben, um daselbst mit Bismarck zusamm enzutreffen. von welchem sie ein Rendezvous erbeten. + London, 4. Mai. Das auswärtige Amt veröffentlicht eine Depesche des englischen Botschafters in Versailles, wonach alle Ausländer bei Betretung des französischen Gebietes mit einem durch den französischen Agenten vtsirten Passe versehen sein muffen. A London, 4. Mai. Unterhaus. Tornes schlägt eine Einkommensteuer von nur 5 Pence pro Pfund vor und tadelt die Handlungsweise der Regierung. Nach seiner Meinung wäre die Suspension der Annuitätenzahlung behufs der Verminderung der Schuld, bis die Finanzen in einer günstigeren Lage wären, vor- zuzichen. A London, 5. Mai. Unterhaus. Der Antrag von Tornes, eine Einkommensteuer von 5 statt 6 Pence einzuführen, wurde mit 294 gegen 248 Stimmen verworfen. 4- London, 5. Mat. Die „Times" bestätigt die Reife Favres nach Frankfurt. w 5 t-t s- li-s-M • ®ä,t" ti p«el‘ !,z«b,6'(im l6.ah64 fflai. D> JWM**** a. »der-Bekanntm-lt ,Etliche Mdm der Kaufmann van Men mit ber M Mbekannlen Gläubiger abgeschlossen, dessen Gi enten in der Registratur -il Gerichtes freistebt, wer,' Bekannte Gläubiger de, n, binnen 14 Tagen ihre i unterzeichnetem Gerichte b etwaige Einwendungen Ment vorzubringen, wi Wicht auf sie lediglich tm verfügt, das Arrange jeasalls bestätigt und in? ülde. M, dm 29. April 1871. Herzogliches Stadtgerich J Muhl, Serif Ltadmcbm. Stadtgrr.- ch Zur Errichtung eil für die TM Gießei Der Stadt und deren Umg enen Werden. Qualisicirt welche geneigt sind zu unterziehen, werden m, mit unterzeichneter ( Wen Bedingungen einge '-längstens bis zum u nchmen zu treten. Bin, den 20. April 1871. ^herzogliche Bürgermeist Vogt. Versteigerung w ©ttafiei I llnl! 31 bis i Somttftaj bm 11. A 1 10'-, mt E ”rb'rnbiltcorb gf(l fc61"5-»i 1871 6 WMIichS Äretsbau j^hapfeL ti _ etabtrnafte. Montag den 8. bä-S fea-gS» I ’ h Prügel ' Sütitn ' k ; - Pchsi ®tam 6i&n=» Mi hte 11I>1 '• Di. m "ittn " frien 'fltnblid wlaftn " auf, -»3b °d tort 'iünten, ,ü= die ler®ore[ ^ugrn. "n, um olgendes ?erd btr im ge. Wt, um tnn der dem der r gegen. Kreiheit, erhalten, nß nicht ufgräbra lufgiäbtn nächsten -chreiben sy. Mein insolente so rrrrde tvrsen. örbtbunQ it Königin ' im Cafe ordnnngen dien. El 'rrnefoatn Duartitr »klangen । gewinnt n »nun ‘anttl und , auf je 6 ich dauerte lii. Di- g. Die m : ISN M gegen ka» »ich! »ehr i$I sei Le- irüt» e Wv i xrecautse erlasea. il gxrcteiue i) fbM 1,0 [ Ul ftW* ) Sksaazent nt W*1. Hl M °a* j3hl Vüvre i»b Pouper' -^sche M» 7^8 * jrltf ,z„nknstrurr Ueg^ung. sß ctt ®,r* jaicfl, ®öt' eite ®,# ’jU 6rfr w» den Jakob Weller aus Heuchelheim, alt 58 I., gestorben dm 122 6 starke 15 744 33 Stecken 225 „ 23 79 1291/2 „ 1227 5 Wellen Den 2. Mai. Karoline und Martin, uneheliche Zwillinge von hier, geboren 1. Mai. 1845) 6 bis 7 Gentner gutes Hcn sind zu verkaufen bei Ph. M. Kraillng, Neuenweg. 98) Zur Errichtung eines Bau- >5 für die Stadt Gießen soll em der Stadt und deren Umgebung auf- innen werden. Qualificirte Geometer ässe, welche geneigt sind, sich dieser it zu unterziehen, werden hiermit auf- bert, mit unterzeichneter Stelle, wobei oberen Bedingungen eingesehen werden m, längstens bis zum 14. Mai 1871 mehmen zu treten- eßen, den 20. April 1871. ^herzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. gegen Hungen . Donnerstag den 11. Mar, Anfang Morgens 8 Uhr, in der Nähe des Friedhofs von Greßen, Nachmittags 4 Uhr jenseits Lich gegen Hungen. 5) Auf der Straße von Lich nach dem Hessenbrücker Hammer Freitag den 12. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr , in der Nähe des Friedhofs von Kid). 6) Auf der Straße von Lich gegen Butzbach Samstag den 13. Mai, Anfang Morgens 8, Uhr, bei Lich in der Nähe des Eisenbahnüber- ^^7^ Auf der Straße von Gießen gegen Holz'-iersteisierung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1860) 2000 Karpfen, ^>etz- und Streck- liuge, das Hundert zu 1 fl. 45 fr., können abgegeben werden und wollen sich Jntercssen- ten an unterzeichnete Verwaltung wenden. Laubach, am 3. Mai 1871. Gräfliche Fischerei-Verwaltung. Junker. b. Katholische Gemeinde. Nichts angemeldet. in der Nähe des Schützenhofs. Sollte an einem dieser Tage starkes Re- aenroetter eintreten, so fällt die an diesem Tage abzuhaltende Versteigerung aus nnb1 wird dafür ein ariderer Termin anberaumt. Die Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden bewnders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 5. Mai 1871. Grobherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. ______ tersberg, Morgens 10V2 Uhr jenseits Groß-Linden gegen Lang-Gons, Mittags 12 Uhr jenseits Lang-Göns gegen Kirch-Gons. ' 3) Auf der Straße von Butzbach über Pohl-Göns und Kirch-Göns und von Pohl-Göns gegen Wetzlar Mittwoch den 10. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr, bei den Butzbacher Gärten. 4) Auf der Straße von Gießen über Lich Neisholz, geringe Eichen-Stämme Bauholz von 1584 Cubikfuß, . Stämme Buchen-Wagnerholz, wobei 2 Ahorn-Stämme von 298 Tannen-Prügelholz, Buchen-, Eichen- u. Tannen- Stockholz, Buchen-, Eichen- u. Tannen - Marburg - h Montag den 15. Mal, Anfang Morgens 8 Uhr , in der Nähe des Gasthauses zu Pfau. - 8) Auf der Straße von Gießen gegen (1880)__ Grünberg 1808) Feste Salz-, Esstg- ..Am^^M°n?'8Uhr, und kleine Tafel-Pfeffergurke» empfc) m Busch Sohne. 28. April. Den 1. Mai. 28 April. Denselben. Louise Pfannmüllcr, geborene Knabe, Wittwe des verstorbenen Grobherzoglichen Hofgerichtsadvocaten Johann Georg Pfannmüller, alt 64 I. 10 M. 14 T., gestorben den 29. April- Den 2. Mai. Heinrich Leidig, aus Grüningen, alt 61 I-, gestorben dm Versteigerung von Pappelstämmen. 1851) Freitag den 12. Mai, Vormittags IO1/? Uhr, sollen an der Staatsstraße von Münster nach dem Braunkohlenbergwerk 31 Stück Pappclstämme von 22 bis 30 Fuß Lange und 12 bis 20 Zoll Durchmesser, bester Qualität, an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. Mai 1871. Grobherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel. Beerdigte. Den 28. April. Karl Weis, Handlungsgehülfe dahier, aus Staffen bei Dillenburg, alt 20 I., gestorben den 27. April. Den 29. April. Dr. Ludwig Franz Alexander Winther, Großherzogucher Professor an hiesiger Universität, alt 59 I. 1 M- 17 T-, gestorben den 26- April. Denselben. Wilhelm Schwarz aus Himmelfart, Neg.-Bezirk Potsdam, Musketier im 64. Königlich Preußischen Infanterieregiment, alt 29 I. 6 M- 0 T-, gestorben den 27. April. c ,, Den 30. April. Helene Elisabeth Otto, des Bürgers zu Melbach und Weißbinders dahier, Philipp Otto, eheliche Tochter, alt 1 I. 2 M- 9 T-, gestorben den Feilgebotenes. 1467) Wohlschmeckendes Anbrourmmittcl , dessen Wirkung garantirt E. Ttz. Nebelung, Apotheker und Drogrust tn Hamburg I Haupt-Dcp»t in Gießer^btt Z Flafchsnbier! aus der H e ß'schen Brauerei, verkauft in bester Qualität die Flasche zu 8 fr. Ear l Heil, Schloßgasse. NB. Fünf Kreuzer bitte für die Flasche zu hinterlegen, welche ich bei Rückgabe derselben zurückvergüte._________________________ Früh-Gerrrüse-Pflanzen aus der freien 9tatnr Blumenkohl-, Rosenkohl-, Roth- und Weißkraut-, Oberkohlrabi- u. Wirsing-Pflanzen, Schwertbohnen, gespitzte Erbsenreiser, 100 Stück Schippensüele zu 5 fl. 30 fr , Schie- ßerstangen, pr. Stück 31,'2 fr., bet (1875) L. Hartmann, in der Schanz. Lich, am 1. Mat 1871. . Fürstliche Oberförstern Ltch. E i g e n b r 0 d t- Versteigerungen, ileigerung von Straßenarbeiten. Die Handarbeiten von Abtheilungs- bfner 22 bis 31 und 31 bis 40 sollen Donnerstag den 11. Mai, Morgens lOVz Uhr, m Gasthaus zum Ritter in Steinbach gstfordernd in Accord gegeben werden, ichen, den 5. Mai 1871. Großherzogliches Kreisbauamt Gteßen. Holzapfel.__________ ^Versteigerung im Gießener Stadtwalde. h Montag den 8. Mai d. I., von Vormittags 9 Uhr an, , in dem Gießener Stadtwalde, Dtsinct zelstein nachoerzeichnetes Holz oflentltch tigert werden, als: ’/i Stecken Buchen-Schetdholz, „ Prügelholz, '' „ Stockholz, 1780) Künftigen Mittwoch, den 10. d. M-, Morgens 9 Uhr, sollen im District Meilbach, auf der Ltcher Straße anfangend, versteigert werden: * “ Buchen-Scheidholz, Buchen-, Eichen-, Aspen- u. Grasverstcigerung. 1850) Die diesjährigen Grasnutzungen von den Gräben und Böschungen nachbe- nannter Straßen sollen in den dabet bemerkten Terminen an Ort und Stelle meist- bietenb versteigert werden, und zwar: 1) Auf der Straße von Gießen gegen Rodheim t ™ . Montag den 8. Mat, Anfang Morgens 8 Ubr, , jenseits der Lahnbrücke an der Ziegelet. 2) Auf den Straßen von Gießen gegen Butzbach und von Klein-Linden gegen Wetzlar A . Dienstag den 9. Mat, Anfang Morgens 8 Uhr, bei Abtheilungsnummer 5 auf dem Set- 7WH? Pserde-Llwle, am 10. Mai. Dieselben sind noch bis zum Sonntag Abend zu haben bei (1687) Th. Roloff, am Wallthor. mdere Bekanntmachungen. effentliche Aufforderung. ) Nachdem der Kaufmann Eduard 1 von Gießen mit der Mehrheit set- nchlsbekannten Gläubiger etn Arran- i abgeschlossen, dessen Einstcht den ssenten in der Registratur des unter- len Gerichtes freisteht, werden etwaige unbekannte Gläubiger desselben auf- ctt, binnen 14 Tagen ihre Forderun- a unterzeichnetem Gerichte anzumel- nb etwaige Einwendungen gegen das mein ent vorzubringen, widrigenfalls Rücksicht auf sie lediglich nach Lage cün verfügt, das Arrangement auch iktcnfalls bestätigt und in Vollzug ge- mrbe. inen, den 29. April 1871. kwßherzogliches Stadtgericht Gteßen. Muhl, Seriba, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Fußboden - Anstrich. Fusibodcnlack, sofort trocknend, Lcinölsiccatif zum Einölen, Oclfarbcn, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußboden, empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. Cubikfuß, Tannen - Bauholz von 448 Cubikfuß, Eichen-Stangcn von 191 Eu- bikfuß, Buchen-Stangen von 38 Cu- bikfuß, Fichten-Stangen von 213/ Cubikfuß. 30' ^©enfeiben. Heinrick Karl Schäfer, Monom, des verstorbenen Bürgers, Fuhrmanns und Oekonomen, Johann Heinrich Schäfer, ehelich lediger Sohn, alt 40 I. 11 M- 14 T-, gestorben den 30. April. Denselben. Leonhard Schmidt aus Bürbach, alt 22I., gestorben den 1. Mai. Den 3. Mai. Veronica Pfeifer, alt 69 I., gestorben den 1. Mai. 1714) Ein den Ph. Möhl's Erben gehöriger Acker, in den Sandackern vor dem Schiffenberger Walde gelegen und 1439 rntlftr. haltend, ist alSbald billig zu verpachten. Näheres bei Hofger.-Adv. Barth bal)icr.____,____ 1868) Im Verlage von Ernst Heine- mann ist erschienen: Wasserschleben, Dr. H., Geh. Justizrath , Bemer'kttttgen zu dem offiziellen Entwurf einer Ber- fassttng der evang. Kirche des GroßherzogthumS Hessen. 12 Kreuzer. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Greisen. g. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 30. April. Dem Bürger und Wagnermeiste^ Heinrich Mühlrch, eine ■ Marie Auguste Christine Louise, geboren den 16. Matz. 1812) Frische Sendung ächter Engli- sclier Bisquit in verschiedenen Sorten, sowie ächte Wiener Waffeln, empfiehlt bestens Ed. Lind, Hofeonditor. 1882) Feinsten Emmcnthalcr Käse empstehlt Emil Fischbach, Seltersweg. 1801) Meinen Klcidcrladcn bringe hiermit in empfehlende Erinnerung, mit dem Bemerken, daß ich zu den billigsten Preisen verkaufe. Sehr starke Arbeitshosen zu 1 fl. 30 fr. Dekateur Ho sch. MM" Für drei THaler "NS versende ich ein Mittel, den Trinkenden das Trinken zu entwöhnen. Auch heile ich sicher und schnell, selbst rn den schwersten Fällen, ßS* Fallsucht, Bleichsucht, Wassersucht, Kopfschmerzen, Taubheit. Aussatz (Fleckten), Krämpfe, Bettnässen, ferner auch fts“ Geschlechtskrankheiten, als: Selbstbefleckung, weißer Fluß re. lieber 1000 geheilt. (206) 3. O. Grone, AHalls (Westfalen.) iemfdben Bl-tt- wird auä B-rsaillc» g-m-ld-i- Da» F-u-r auf Jfft wird Cfltfeßl. Au.cuil wird -b-ufall- dombardiri; Cie Einwohner fluchten Ttt. Der Verlust der Foderirten am Freitag wird aus 2000 Mann ge- k Gcns, 4. Mai. Die französische Gesandtschast »erlmgt die Auslieferung maligen bonapartistischen Präfecten Janviarre Lamutte, welcher de- B-° °er Präfeeturkasse bischuldig, ist. Der SiaatSra.h wird ohne^ Zweifel erlangen der Auslieferung nach genauer Untersuchung der Beweise nach- l Mnm 4. Mai. Napoleon verkaufte der italienischen Negierung die ihm tn farnesianischen Gärten summt den Ausgrabungen zum Kostenpreise. X L'oionna, 3. Mai. P.troni, der Direktor de» Zeitungsblattes „La rl popole" (dar Rom des Volkes), wurde verhaftet. Die polizeiliche Haus- ergab eine große Anzahl Schriften, welche bewiesen, daß die revoluttonare lehr thätig ist, um einen Aufstand in Scene zu setzen. -X ^urtlb 4. Mai. Die Polizei hat eine weitverzweigte Verschwörung der Zonalen Gesellschaft entdeckt. Wie verlautet, waren ,n Turm, Genua, ,d, Livorno, Bologna und Rom Putsche vorbereitet, welche gleichzeiiig los- s'vllien. —— Acpscllvcin (Borsdorscr), heute ein frisches Stück in Zapf genommen, , zu Maiwcin sehr zu empfehlen , bei (1884) H- Schmall, Lindenplatz. i Der Empechcur, pöchst heilsamer Apparat für Männer zur Verhinderung von nächtlicher Schwache (Pollutionen), das cinfachftc, sichcrtte, nritlld) anerkannte exlftirende Mittel, sich davon ohne Medicin zu befreien und die gesunkenen Lebenskräfte wieder berzu- stellen. Zu beziehen nur beim Erfinder E. Kröning, Mechaniker in Ba11cn- stcdt a. Harz. Preis 1 Rthlr. mcl. Gebrauchs- Anweisung._______________ 1811) 20 bis 25,000 Stück Russensteine können abgegeben werden^bei Wellen ,, Reisdolz, Stecken Eichen - Scherdholz, 2 „ „ Prügelholz, „ Stockholz, Wellen Eichen - Reisholz, 13 Eichen-Stämme mit 351 Cubikfuß, 1 Nadel-Stumm „ H » iö „ Stangen „ 497 „ lie Zusammenkunft ist am S^einbruch. K-gen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird chlunasfrist bis 1. October d. I. gestattet, tie Großherzoalichen Bürgermeistereien M umliegenden Örte werden ersucht, dies Mitren Gemeinden bekannt machen zu lassen. I^iehen, den 2. Mai 1871. I Hroßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. srr. 1°' Derl In bfin Saale Eicher Schreiner Volp. vermiethen bei 9) 10) August Kröll, Kaufmann, Dr. L. Noa c k. miethen. A. Dickor^, Büchsenmacher. B. Äickel, im Russischen Hof. 1892) Sonntag den 7. Mai: 8 uhxO) icn 6- Mai, Abends Grosses Vocat- und Instru- um 1 Uhr. 4) 5) CO CO 00 11) 12) Wilhelm Keller, Buchdrucker, Karl Doruseiff, Advocat, Ferdinand Gail, Fabrikant, Georg Noll, Kaufmann, Christian Retter, Kaufmann, $*11” Abonnenten, Die Großh: eoang. Dekane: Landmann. Strack. 1817) Ein Lehrling gesucht von ________Louis Senner, Sattler. 13) Reuning, Rechnungs - Intendant, 14) Philipp Schlatter, Buchbinder, 15) Christian Schopbach, Schreiner, 16) Philipp Uhl, Photograph. 1747) Ein Junge kann in die Lehre tret! i Gg. Ehr. Haubach, Schreiner, Kaplansgasse. 1869) Das bisher von Herrn Stadtrichter Muhl inr Trapp' scheu Hause bewohnte Logis ist ander- weit zu vermiethen. mental-Cmirert, ausgeführt von den Geschwistern Fries mit Gesellschaft und dem Komiker 1893) Unfern Mitbürgern schlagen wir folgende 16 Männer zu! des Kirchenvorstandes vor: , 1) Balthasar Vogt, Bürgermeister, Lit. B. Nr. 52, Sonnenstraße, empfiehlt zur bevorstehenden Confirmation weiße Unterröcke mit und ohne Garnituren, Beinkleider; ferner Herren- und Damen-, Knaben- und Mädchen-Hemden, Kragen und Manschetten für Herren und Damen, Halsbinden, Shlipse, Hosenträger rc, rc. zu den billigsten Preisen. 1759) In Lit. A. Nr. 199 ist der mittlere Stoct zu vermiethen und m l i ZU beziehen. "JUI Wohmmgs - Veräiidmnig. 1805) Meine Wohnung und Geschäft befindet sich jetzt ii MebaeHon, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Cbr. Pi'etich) tu Gießen. Z m bcn verschiedensten Formen für Damen, Herren und Kinder, sowie mit Band und Blumen garnirte Hüte, 1 fL 30 fr. an, Capot-Hute 3 36 kr., Blumen, Federn. Spitzen, Handschuhe, Shlipse, Cravatten und sonstige, Maaren empfehle ich zu billigst gestellten Preisen meinen verehrten Kunden hiermit bestens. Henr. Heß, Lit. A. Nr. 64, dem Lindenplatz gegenüber. 7) Ferdinand Hoffmann, Kaufmann, 8) Wilhelm Keller, Buchdruckereibesitzer, ') Philipp Kreiling, Schreiner, Wohmmgs - Veränderung. 1891) Meine Wohnung befindet sich im Hause des Htri Restaurateur Bramm in der Neustadt, im Vorderhause, Parterr und halte mich hiermit bestens empfohlen. A. Qßmann, Tapezier. Z Concessionirte Privat-Entbindungs-Anstalt in Maiih. Dieses seit Jahren bestehendes Institut bietet alle Garantie sorgfältiger Behandlung, GeW niß, billige Bedingungen. Julie Rauch. Direktorin, neuer Stadttheil 14, Walpodenslraf 6) Ludwig Theodor Felsing, Beigeordneter, 7) Johannes Hanstein, Fabrikant, 8) Karl Herzberger, Registrator, 9) Friedrich Nietzsch, Professor, 10) Georg Kempff, Hofgerichtsrath, 11) Johann Heiitrich Fuhr, Kaufmann, 12) Ludwig Bücking, Rentner, 13) Karl Schwan, Weinhändler, 14) Gustav Windecker, Kaufmann, 15) Konrad Rinn III., Oekonom, 16) Balthasar Lenz, Wirth. Einige wohlmeinende Bürger unserer Gemeinde. Kirchenvorstands - Wahl. 1894) Zu Mitgliedern des am Mittwoch den 10. d. M. zu wählend- Kirchenvorstandes empfiehlt man den Wählern folgende Herren: 1) Wilhelm Balser, Kaufmann, 2) Dr. Beck, Professor, 3) Louis Bücking, Gemeinderath, 4) Ferdinand Gail, Gemeinderath, 5) Jean Haustein, Gemeinderath, 6) August Heß, Gemeinderath, 2) Karl Ludwig Kirsch, Rentner, 3)------ ~ ~ " - 's"t f 3n dc tinfominfn |iri( toch hatcn sich [dl Vie Htssm In die Lkpindv ttm $ ^\\\\\v& hrim namliä) t ßmiger Eta sallin. Es h lanti'scbr Tyr schlusi Lutlinb im Heag gksc rdchischen Rcc tu orknlalifd mal eine Busi t Büyci deutschen Bunt wklchk- tir 2c W& ßtttßtlt vielmehr btab( Wt tCTJUbi y« 24. 8fbi ^^schvllknkn 1^66 vkrmiüi Nachricht (infl s'incm fr, ^gemkinkn ^t>'chu Ngch Mjt mndkn. wn des Pes ^trn feine 9 al,‘« labt. ' S'J nt, Sittthn l864 t-r i.ji ss* als Schreiner-Lehrling cintreten bei __P Gerhard, Kaplansgasse. 1885) Ein zuverlässiges Mädchen, welches k " e" kann und alle häuslichen Arbeiten gnmdllch versteht, sucht Stelle zum sofor- --------------------------—_____________ b8®itlntntt 9ia6ereä 6ei bet Ess-diti°n Chr. Lony s Bierfaa! _________________ 1CQO5 ra.---r, ™ . 1828) Zuverlässige und gewandte Agenten, welche für eine bestsituirte Lebens- ^i^rungs-Gesellschaft in den Städten de;o Großherzogthums Hessen (incl. Homburg), thatig sein wollen, werden unter r - . - _ ~ > • ---- •--» ■ ^blNAungen gesucht. Hause des Herrn Wendel in der Kaplansgasse, neben dem Complo SnW“ an bie ^ped. d. Bltts. der Herren Gebr. Windecker. 1870) Em wohlerzogener Junge kann! 1866) Eine kinderlose Familie sucht -kl s Schreiner-Lebrlina eintreten bei sittsames Mädchen, welches in häuMei Arbeiten und im Kochen erfahren ist. M heres bei der Exped. d. Bltts. ! Schllhmacher, einen tüchtigen, sucht 1865) Ein fast noch neuer Schleiers gefunden worden. Näheres Asterweg Nr.W 1618) Einen Lehrling sucht Adolph Hoß, Schreiner, ‘ Für Eifenbahnban- Arbeiter. 1745) Beim Bau der württembergiscd Schwarzwaldbahn, Section Calw, finbi 300 Erdarbeiter Beschäftigung. Calw, den 26. April 1871. König!. Eisenbahnbauamt. (1166) Bock. 1877) Eine Wohnung, sofort beziehbar, ist in Lit. B. Nr. 90, Neuenbäuen, zu vermiethen.___________________________________ 1874) Ein kleines Stübchen ist zu vermiethen. Näheres Wallthorstraße Lit. A Nr. 151.__________________________________ 533) Ein neues Haus ist ganz oder auch getrennt sogleich zu vei> Miethen bei Dr. Königer. 1130) In meinem Hause ist ein Familienlogis von 5 Piegen zu ver- 1889) Sonntag den 7. d. Mts. findet in meiner neu errichteten Weil und Bierwirthschaft am Selterswez Musikalische Unterhaltung statt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. NB. Ich versende auch Bier in Flaschen ä 7 kr. W. Hofmann. Herrn Fries. Erstes Concert: Anfang 4 Uhr, Ende 7 Uhr. Zweites Concert: Anfang 7*/2 Uhr. _________ Entree 6 kr. e El) Ein ordentlicher Junge, welcher das Schretnergeschäft zu erlernen wünscht, kann in die Lehre treten bei Schreinermeister Conrad Best. 1484) Ein braver Junge, der das Schuhmachergeschäft erlernen will, kann bei mir eme Stelle finden. Heinr. Hornfeck. Vermischungen. 1862) Mein neu erbautes Haus ist mit anstoßendem Obftstück ganz oder getheilt zu vermiethen. Gabriel. 1864) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei PH. Lampus, am Wallthor. 1876) In Lit. A- Nr. 33 ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. 1204) Ein Zimmer mit Cabinet ist in einer Gartenwohnung zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. 1873) Eine kleine Familienwohnung zu 1883) Gesucht wird ein braver Junge für meine Wirth- bei schäft. H. Sch malt, Lindenplatz. Auch können daselbst 2 möblirte Zimmer an einen einzelnen Herrn abgegeben werden. 1872) Der zweite Stock meines Hauses ist zu vermiethen und im August beziehbar. I. Schäcker, Weißbindermeister. 1755) In dem neuerbauten Hause der K a tz e n st ei n'schen Besitzung sind zwei große Familienwohnungen zu vermiethen und sogleich beziehbar. 1830) In Lit. C. Nr. 89 in der Wol- kengasse ist ein Logis von 3 Zimmern, Küche und Cabinet zu vermiethen und sogleich zu beziehen. M- Schirmer. 1878) Ein Familienlogis ist zu Dermin then bei Th. Bogt. 1549) In Lit. D- Nr- 219 in der Neu- stadt ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, oder em solches ohne Cabinet, zu vermiethen. $■!? Trapp' scheu Hause vor dem ^vallthor ist ein größeres oder kleineres । ^ammenlogis auf die Dauer zu vermiethen. : 5io0iä 'm zweiten Stock, auf Wunsch auch ganz, und ein Mansarden- ' Logis zu vermiethen bei I.'Seibert. Pfarr-Conferenz der Dekanate Gießen uno Groß - Sinbn ' künftigen Mittwoch den 10. Mai, Mittag» Concert der Geschwister Fries im „Darmstädter Haus." ^ 1887) Eine Anker-Uhr ist verloren wor- den. Dem Wlederbrmger eine nute Be- lohnung bei der Exped. d. Bltts EY Ein Junge, der das Schreiner- geschaft erlernen will, kann in die Lehre treten bei Schreiner Bergmann. ®c^bcn durch mein seit 26 Jahren weltberühmtes Zahnmundwasser für immer sicher vertrieben, welches von den größten Aerzten und höchsten Standespersonen anerkannt ist. Unzählige Atteste lregen zur Ansicht vor. C Hückftädt, Berlin, Prinzenstr. 37. z,nn Zu haben ä Flasche 18 kr. in der alleinigen Niederlage bei (lo9)_____________________________________Carl Frech, in Gießen. « (Cntlhptliirfr von der ^°slo-8ni5s Conäenseä Milk Comp. in Chan 5 JmvU) (Schweiz), pr. Büchse 42 kr-, empfiehlt ______________________Emil Fischbach, Selters weg. g Mein Tuch und Bukskin Lager, zu billigen und f e st e n P r e i s e n, empfehle bestens Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pistor, 8 Regenmäntel u. Gummischuhe empfiehlt in reicher Auswahl Karl Wenzel. 1634) Ein Lehrling wird unter günstigen Bedingungen gesucht von ___________Will). Hosch, Mechanikus. Arbeiter findet dauernde Beschäftigung bei H. Haßler, Schuhmachermeister. 1762) Am Seltersberg im Nebenhaus y,°P mk- E- Nr. 4 ist eine möblirte frennd- liche Stube mit Alkoven zu vermiethen. 1888) In Lit. A- Nr. 13 auf dem Kirchenplatz find zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. .1855) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen Lmdenplatz Lit. A- Nr. 244. 1585) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen Wallthorstraße Lit. A. Nr. 227. 1879) Ein geräumiges Familienlogis ist zu vermiethen Kirchenplatz Lit- A. Nr. 23. 1848) Ein Logis zu vermiethen und Kartoffeln zu verkaufen bei Max Henkel. Vermischte Anzeigen.