Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kießen 1871 Samstag den 7. Januar Nr. « durch die nach der Stadt flüchtenden Bewobner der zwischen den Forts gelegenen Was nun weiter kommen wird, werden Jedenfalls wird nun Niemand ein Recht mehr m ; S*chff- 0 n uHf C MmM1- l PretS vierteljährig 1 ft. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ft. 27 kr. nutzt; nun muß der Trotz gebrochen werden." Die „Volkszeitung" schreibt: „Am 1. Januar 1871 tritt in dem ganzen Gebiete des Norddeutschen Bundes neben den verschiedenen vorhandenen Maß- und Gewichtssystemen, das neue metrische Maß» und Gewichtssystcm fakultativ in Kraft, um nach einem Jahre das allein gültige zu sein. Wir begrüßen diesen Zeitpunkt als einen Fortschritt in unseren VerkchrSverhältnissen, dessen Wirkungen sich vielleicht augenblicklich wegen der Verkehrsstörungen, die der Krieg mit sich bringt, nicht in ihrem ganzen Umfange bemerklich machen, die aber dennoch von der tiefgehendsten Bedeutung sein werden. Um aber ter Beseitigung der in Deutschland herrschenden Derschirdenheit der Maße und Gewichte und dem Anschluß an ein weitverbreitetes Maß- und Gewichtssystem die volle Bedeutung zu geben, scheint es uns geboten, daß nun nicht länger zögert, das, was man jetzt für Maß und Gewicht thut, auch für die Münze zu thun, d. h. eine einheitliche Münze za schaffen, welche nach dem Decimalsystcm eingerichtet ist, und sich zugleich einem weit verbreiteten Münzsystem so eng anschließt, daß durch Annahme desselben in Deutschland tie Entscheidung für die Weltmünze getroffen ist. In dieser Beziehung schwanken bekanntlich, abgesehen von der Währungsfrage, die Meinungen zwischen dem französischen und englischen System,-von denen vaS erstere durch das 20-Frankenstück, das andere durch das 25-Frankenstück repräfentirt ist. Wahrscheinlich wird man sich, wie die Dinge augenblicklich liegen, für die letztere Münze entscheiden, um so mehr, als ja auch das in Deutschland bekannte und im kleinen Veriedr sehr gebräuchliche Zehnsilbergroschenstück und der österreichische Gulcen sich Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition : Canzletberg Lit. B. Nr. 1. r: :toi der Unter» 1. leicht in dasselbe einfügen." Man schreibt der „K. Z." aus Berlin vom 3. Januar: Die Widersprüche über den Zustand der Dinge in Paris und die Frage, wie lange dle feindliche Hauptstadt sich noch halten kann, werden wob! bis zum Tage der Eapitulation fortdauern. Sicher scheint nur, daß das Bombardement neben der fortgesetzten Aushungerung ernstlich ins Auge gefaßt, ja schon in wirksamen Angrff genommen ist. Dafür werden in Den ministeriellen Abendblättern bedeutsame Anzeichen auS den letzten amtlichen Mittbeilungen vorgeführt. Einige ungläubige Personen, die jeden Gedanken eines offensiven Vorgehens der Preußen gegen die Pariser Forts mit skeptischer und voreiliger Zuversicht besprochen hatten, wie beispielsweise ein Berliner Eorrespondent des Journal de Gcnöve, sind schon jetzt durch die That- sachen eines Besseren belehrt worden. Die angeblichen oder wirklichen Pariser Ballonbrieie sind allerdings noch scheinbar hoffnungsvoll gehalten, aber zum guten Thei! offenbar nach einem Schema gearbeitet und für eaS Publikum draußen berechnet. Am häufigsten kehrt die Beschreibung eines Dejeuners oder Diners wieder, welches ein Pariser Bürger zur Einweihung cines während der Belagerung neu erbauten oder eingerichteten Hotels giebt. Das Menu ist stets noch reichlich versehen und niemals fehlt die Gänseleberpastete. Vielleicht würde einige Abwechslung in jenen in Brüssel und anderen Orten sabrikirten Ballonbriefen nebst den unvermeidlichen Küchenzetteln mehr Glauben finden. Wie es wirklich in Paris steht, ist au- den Gerüchten ersichtlich, die in der Times sogar schon von der bevorstehenden Eapitulation sprechen lassen, mag diese Nachricht auch verfrüht sein, und mehr noch aus der sehr charakteristischen Berathung, die zwischen Trochu und den Maires von Paris iib.r die Vertheidigung der Stadt nach französiichen Berichten Statt gefunden bat. Es war vvryergesagt, daß Paris einmal plötzlich fallen werde, und diese Prophezeiung wird sich auch wohl erfüllen. Die Eapitulation von Paris wird, nach eintreffenden Privatnachrichtcn, auch in Versailles für nahe bevorstehend gehalten. Das gegen die Ostfronte begonnene Bombardement durfte um einen so tieferen Eindruck gemacht haben, da die Franzosen für die lange Verschiebung desselben den Grund in der Furcht vor der lieber- legenheit ihrer Artillerie gesucht haben sollen. Jetzt sind sie in wenig Tagen schon eine- Anderen belehrt worden! Hoffentlich wird die Eapitulation von Paris dre Provinzen schnell ernüchtern. Für den Fall aber, daß der Friede auch dann noch nicht in kürzester Frist erreicht werde, würde, wie es heißt, unsere Kriegführung einen bestimmten Theil des französischen Gebiets ms Auge fassen, der so dicht zu besetzen wäre, daß wir ihn vollständig in der Hand hahen und für eine beliebige Periode unter unserer Herrschaft halten können. Dieser Theil würde die Hauptstadt und die besten Provinzen mit der tüchtigsten und streitbarsten Bevölkerung Frankreichs umfassen; er würde natürlich alle Lasten und Kosten des Krieges zu tragen haben, bis sich überall im Lande eine FriedenSpartei bildet, stark genug, den Machthabern des Augenblicks ihren Willen aufzuerlegen. Der zu occupirende GebietStheil würde so abzugränzen (ein, daß er militärisch möglichst leicht zu vertheidigen wäre; über diese Linie hinaus würden natürlich auch ferner Offensivstöße zu augenblicklichen Zwecken erfolgen können, aber von vorn herein würde nicht die Absicht bestehen, sie dauernd zu überschreiten. (K. Z.) Ans Berlin melket man der Neuen Freien Presse, daß Louis Napoleon von Wilhclmshöhe aus eine Ansprache an das französische Volk richten wollte, !daß aber dies, auf Anfrage des Gefangenen, von Versailles aus untersagt wurde Brodpreise vom 7. bis 13. Januar 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Psunv gemischtes Brod 21 kr. 2 Pfund gemischtes Brod lO^ kr. 4 Pfund Roggenbrot) 18 kr. 2 Pfund Roggenbrod 9 kr. Veränderungen in ter Armee: „v. ...... . . von dem Commando der 14. Jnfanterie-Division, die obere Leitung des Ingenieurs- I Angriffes auf Paris übertragen; 'auch übernimmt derselbe wieder die Geschäfte i Der Gencral-Jlispection des JngenieurS-CorpS. Prinz zu Hohenlohe-Jngelfingen, i Generalmajor und Eommandeur der Garde-Artillerie-Brigade, die obere Leitung des Angriffes auf Paris übertragen." Die N. Pr. Z. bemerkt dazu: „Es waren ' ja schon früher die Eommandostellen für die Belagerungs-Artillerie, den Belage- rungepark u. f. w. besetzt; aber in den obigen Ernennungen ist unseres Wissens . zum ersten Mal der Ausdruck „Angriff auf Paris" gebraucht, und wer die Ge- nauigkeit, ja, unter Umständen Peinlichkeit unserer amtlichen Ausdrucksweise kennt, weiß, Düfe solche gewichtige Worte nicht eher ausgesprochen und kundgemacht werden al« bis man fest gewillt und im Stande ist, sie auch in Thaten umzusetzen. Also der „Angriff auf Paris- beginnt; die erfolgreiche Prodcle.stung, welche die deutsche Belagerung-. Artillerie am Mont Avron vollbracht, durfte demnach mit Recht als die „wirksame Einleitung" bezeichnet werden. Die Belagerung der feindlichen Hauptstadt giebt nunmehr den so zu sagen defensiven Eharakttr der Ein- fchlußung auf und geht zur Offensive über. Bisher gingen die Venheidiger von Paris angriff-weise vor. Sie füllten zunächst die wahrgenommenen Lücken in der Befestigung durch neue Verschanzungen aus, um uns auch da den Zugang zu wehren, wo wir ihn bei Beginn der Eernirung hätten suchen können, wenn uns gleich damals die vollständigen Mittel zur Belagerung der RiestNfestung zu Gebote gestanden und wir nicht die Hoffnung gehegt hätten, die Groß- und Welt- statt mit einer nach Millionen zählenden unruhigen Bevölkerung würde schon durch eine feste Umspannung zur Uebergabe gebracht werden. Doch nicht bloß die Lücken des Festungsgürtels wurden geschlossen; General Trochu ließ es sich angelegen sein, die Verschanzungen weiter gegen unsere Linien vorzuschlcbni, um sich so, während er gleichzeitig auS den Schaaren oer Vcrtheldiger kampffähgcre Truppen bildete, eine Basis für seine Ausfälle gegen die Belagerer zu schaffen. Die „Gewinnung von Terrain" diente dazu, die „Moral" der Pariser rege zu erhalten und sie in der Meinung zu bestärken, daß wir nur mit Mühe die Hauptstadt weithin umspannt hielten und daß eine« Tages unser Arn, müde niedersinken würde, wenn von Innen her ein tüchtiger Schlag daraus fiele und wir gleichzeitig durch tie herdeieilenven „Streitkräfte der Provinz" unsrren Rucken bedroht sähen. Das fast unaufhörliche Feuer der Forts diente demselben Zwecke. Daß cs uns im Ganzen Gottlob wenig Verluste brachte, wußten die Pariser nicht; sie erfuhren nur, daß wir es nicht erwiderten; ihr Vertrauen zu ihrer Artillerie wuchs desto mehr, je weiter die Ziele gesteckt werden konnten, die man schließlich erreichte, und unser Schweigen deutete man als da« Emgeständniß der Unmöglichkeit, es mit so formidablen Geschützen aufzunehmen. So kam es, daß die Pari,er Be- völkerung, der man die Anerkennung nicht versagen darf, daß sie mit unerwarteter Ausdauer und Ruhe Vie mancherlei Entbehrungen bisher ertragen hat (wer weiß ob Berlin, Wien, London und Petersburg es ihnen glrichtdäten?), sich immer mehr in der trotzigen Stimmung des „Ausharrens bis zum Aeußersten befestigle, und man weiß, wie schwer es hält, eine solche Herzensstellung, die längere Zeit zum Fest- und Hartwerden gehabt hat, zum Bruch und Umschlag zu bringen. Der große Ausfall nach Osten zwischen Marne und Seine zu Ende November und Anfang Dccember, der von den Sachsen, Württembergern und Pommern in treuem Verein mit großer Tapferk.it, aber unter harten Verlusten abgeschlagen wurde, zeigte das dringende Bedürfniß, den Feind aus seinen vorgeschobenen Po- sitionen zu pniietben und namentlich den Mont Avron von seinen Baitcrieen zu säubern. Der geringe Eindruck, den selbst die Mittheilung von Der Niederlage der Loire-Armee in ParrS erweckte, ließ auch die Hoffnung schwinden, daß in der belagerten Festungsstadt doch noch am Ende eine ruhige Erwägung der Sachlage die Oberhand gewinnen und zur freiwilligen Oeffnung ihrer Thore führen werde. Somit ergab sich als Summe die Nothwendigkeit, zu dem Zwangsmittel des Angriffes zu schreiten. Ob wir unsererseits uns schon auf dem Mont Avron ein- logirt haben, geht aus den bisherigen Nachrichten nicht mit Bestimmtheit hervor. Doch ist es wahrscheinlich, daß es die Batterieen bei Raincy und Montfermeil und auf dem südlichen Marne-User oei Noisy le Grand, vor deren sicher treffenden Geschossen die Franzosen vom Mont Avron weichen mußten, gewesen sind, welche die Beschießung der feindlichen Positionen von der Nordostfront von Pans auch am Jahresschluß und zum 1. Januar fortgesetzt haben. Der Erfolg war, daß der Feind seine vorgeschobenen Stellungen vor dieser Front eilig räumte und felbst das Feuer der Forts Nogent, Rosny und Noisy verstummte. (Dai Fort Romainoille liegt weiter zurück, näher an die Stadtumwallung heran.) Man kann nicht wissen, ob dieses Verstummen nur ein vorübergehendes ist, um bei gün- stiger Gelegenheit das Feuer wieder aufzunehmen; jedenfalls liegt darin ein Zu- geständniß otr Ueberlegenheit unserer Artillerie, welches die Hoffnung erweckt, daß eine dauernde Festsetzung und Einlogirung auf dem Mont Avron, falls sie im Plane liegen sollte, ohne große Anstrengung und Opfer erfolgen würde Die Summe des Ganzen ist, daß die Zurückdrängung des Feindes von außen nach innen mit gutem Erfolg begonnen hat. Es läßt sich annehmen, daß schon hiedurch auf die Stadtbevölkerung eine moralische Wirkung geübt wird, deren Druck 6. Januar. Das neueste Militär - Wochenblatt veröffentlicht u. A. folgende Personal- Ortschaften nur gesteigert werden kann. Kameke, Generallieutenant, unter Entbindung die nächsten Tage erkennen lassen. “ haben, zu sagen, wir hätten keine Geduld mit Paris gehabt. Der trotzigen Stadt ist eine lange Frist zur Ueberlegung gegönnt gewesen — man hat sie nicht de- eiQ • nfue, ■ .. ■ ■<;:< , ,'J'6 "am, ■■. Mot ■ ‘«fclto. ; : in ■ ' CLd> bet un, . ; ?<®u§tfrin ■ : ""'s r ,,.rcn Dliftff(tu. mit - , t" V,,"°mm= - r fleförbert ■ . etiler btt «fer -eickojm ysDTt - -".2V(r 6Lülrr , / ;■ kme Aus» tnr‘* Schub «uigiier.h drr ' • "5 Cron dikscr ' k"« des Erfolgs - -özlich irin, bri • - nie, i'ofal, Acht, es so audb rot: -ir Und rotnn : -. r cniübrai ju ,' tLVkiütfirrctorS ' Elchen Unter- IZIISC Art 4 Ptr^rentug . 1 1L UL CL Da- preußische Gouvernement fand derlei „unangemessen", und eS ist nur erstaunlich, daß der Mann auf Wilhelmshöhe über die Angemessenheit seiner Absicht einen Augenblick in Zweifel sein konnte. Welche Autorität kann sein Wort noch haben, und was vermöchte eine von ihm unterzeichnete Proklamation anders, als die Franzosen zu erbittern? Andererseits that das preußische Gouvernement wohl daran, dem Verdachte, es führe noch immer eine Lösung der französischen Frage unter Mitwirkung des Bonapartismus durch Gestattung einer derartigen Kundgebung im Schilde, keine neue Nahrung zuzuführen. Die N. F. P. schreibt: „Die Antwort des österreichischen Cabinets auf die preußische Depesche ist in Berlin übergeben worden, und da bei dieser Gelegenheit prenßischerseitS der Wunsch nach einer unmittelbaren Besprechung- BiS- marck'S mit einem Vertreter Oesterreichs ausgesprochen wurde, so ist die Rede davon, daß Graf Wimpffen sich in dieser Woche von Berlin nach Versailles begeben wirb." Von der unteren Donau, 23. Dec. wird der „Allg. Ztg." geschrieben: Seit es bekannt geworden, daß Rumänien das Vasallenoerhältniß zur Pforte zu lösen beabsichtige, bemächtigte sich der bulgarischen Bevölkerung eine fieberhafte Unruhe. Russische Emissäre fordern das Volk zu einem freilich vorerst friedlichen Schritt auf. Es handelt sich um eine Petition an Europa und den Sultan, worin die Gewährung einer vollkommenen inneren Selbstständigkeit nachgesucht werden soll. Da es aber keinem Zweifel unterliegt, daß die Pforte darin nicht einwilligen wird, so könnte es sich ereignen, daß die Bulgaren an den letzten Beweisgrund, an die Massen, appelliren. Die Emigranten in Rumänien sorgen schon dafür, daß ein eventueller Kampf Waffen und Streiter finde. Daß es für bas künftige Königreich Rumänien von ber äußersten Wichtigkeit ist, nicht an bie Türkei, sondern an ein selbstständiges Bulgarien zu gränzen, versteht sich von selbst. Die Pforte scheint allen ihren Optimismus verloren zu haben. Die Soldaten, welche von ihren 6 Dienstjahren erst 4 abgedient haben und auf Urlaub entlassen wurden, sind im Tuna-Bilajet wie im Adrianopler Bilajet einberufen worben. Auch ist die Zurückbeförderung ber Truppen, welche man von Varna nach Konstantinopel zog, um sie wahrscheinlich nach Arabien zu senben, angeorvnet. Kriegsnachrichten. Die „Jndependance belge" meldet aus Paris unterm 26. Dec.: Zahl- reiche Bäume werben gefällt, um den Bedürftigen Heizmaterial zu verschaffen. Die Truppen, welche bisher außerhalb der Stadt gelegen haben, sind wegen der Kälte in dieselbe zurückgekehrt. (Es sind 600 Fälle von Erfrierungen vorgekommen.) Dem „Journal officiell" zufolge bedeutet dies keineswegs das Aufhören oder eine Unterbrechung der militärischen Operation. Das amtliche Blatt enthält ferner eine Note, welche die Befugniß der Bevölkerung wegen Mangels an Brennmaterial zu beseitigen sucht. Die Hauptstadt besitze noch im Bois de Boulogne, im Bois de Vincennes und in den Bäumen der Boulevards und auf den Landstraßen innerhalb ber Bannmeile hinreichenveS Brennmaterial. Vom Oberrheiu, 30. Dec. Die „Allg. Ztg." schreibt: „Nach dem Vorgänge ber anderen rheinischen Festungen hat man gestern früh auch in Rastabt bei den Kriegsgefangenen Nachsuchungen gehalten und eine scharfe Ueberwachung eintreten lüften. Man hat dabei eine erhebliche Anzahl alter badischer Soldaten- uniformen gefunden, welche wohl bei verschiedenen Trödlern von den Gefangenen aufgekauft worden waren, um in denselben die badischen Soldaten zu täuschen und so zu entkommen, wenn nicht gar, um Anderes auszuführen. Waffenvorräthe soll man nicht gefunden haben. Pruntrut, 3. Jan. Am 1. ds. Kampf bei AbbevillierS und Croix (südlich von Delle). Beim Rückzüge ber Franzosen wurden 200 Mann von den VengeurS durch schweizer Truppen gefangen genommen und haben hier übernachtet. Am 2. Januar heftiger Zusammenstoß bei Delle. Nähere Mittheilungen fehlen. Das Gros ber Schweizertruppen stand bei Boncourt. Verwundete werben hier eingebracht. Bern, 3. Jan. Der Bundesrath hat bie Jnternirung der bei Granbfontaine gefangenen Franzosen, 200 Mann vom RachercorpS, anbefohlen. Die Offiziere kommen nach Luzern, die Mannschasten nach Thun. Boucourt, 3. Jan. Nach dem Gefecht bei Croix sind gestern drei Wagen Verwundete in Delle angekommen. Gestern und heute hörte man eine starke Kanonade bei Belfort; es soll ein Ausfall stattgesunven haben. Das Resultat ist noch unbekannt. In Brest sind der amerikanische Dampfer „Erie" und der französische Post- dampfer „Ville de Pari«" mit 120,000 Gewehren und vielen Millionen Patronen angekommen. Die Waffen wurden sofort per Eisenbahn nach dem Innern gebracht. Aus Lothringen, 1. Jan. Fort und fort kommen aus Bayern, Sachsen und den verschiedensten Theilen Preußens neue Truppen hier durchmarschirt. Es sind theils Ersatzmannschaften, größtentheils junge, frische Gestalten, die erst vor drei Monaten eingetreten sind und unter denen sich viele Freiwillige befinden, bie zum Ausfüllen der ost schon sehr gelichteten Reihen ihrer Bataillone bestimmt sind, therlS ältere Landwehrmänner, die häufig das 30. Lebensjahr schon weit überschritten haben, welche zur Besatzung der Städte und Eiappenlinien bestimmt sind. An 150,000 Mann neue deutsche Truppen werden in ber Zeit von Mitte December bis Mitte Januar den Boden Frankieichs sicherlich betreten. Es hilft nun einmal nichts, bas deutsche Volk muß alle seine Kräfte anspannen und bie höchsten Anstrengungen machen und wirb hierzu auch gern bereit sein, denn je mehr Truppen wir jetzt hier haben, desto eher können wir hoffen, den verzweifelten Widerstand der französischen Nation zu besiegen und so diesem entsetzlichen Kriege VaS so dringend gewünschte baldige Ende zu machen. Ermatte man daher nur ja nicht in Deutschland, jetzt die größten Opfer zu bringen, hoffentlich dauert es nun auch nicht mehr allzu lange, denn es ist unmöglich, daß der jetzige Widerstand Frankreichs noch geraume Zeit anhält ober gar noch gesteigert werbe. Darmstadt, 2. Jan. Bei der heute stattgehabten Ziehung der Großh. Hess. 50 st.Loose erhielten nachstehende Nummern folgende Preise: Nr. 54,933, 104,227 je 1000 ft; Nr. 63,595, 62,724, 78,862, 80,804, 28,126 Je 400 ft. Kassel. Unter den Auszügen aus dem Standesbuch der katholischen Gemeinde in Kassel findet man folgende Anzeige: „Katholische Gemeinde. Ge- borne: 1) Alphons Franyois Mantin Antoine, des Marschalls von Frankreich, F. A. Bazaine Excell., Sohn. Aus Köln wird der folgende seltsame Fall berichtet: Als dieser Tage eine Kiste mit der Declaration „Cachepots" (elegante Stander für Blumentöpfe) an einen hiesigen, zur liberalen Partei zählenden Bürger adres- sirt, eintraf, glaubten die Beamten einen Fang gethan zu haben, indem sie „ChaffepotS" lasen. Der Kaufmann wurde sofort zur Mittagszeit in Haft ge- nommen, und erst am Abend spät wieder in Freiheit gesetzt, nachdem man sich von dem Jrrthume überzeugt hatte. Berlin, 3. Jan. Im Processe Güterbock wurde Güterbock wegen Verbrechens des Landesverraths zu zwei Jahren, Kulb zu neun, Mcher St. Goar zu sechs und Levita zu drei Monaten Festungshaft verurtheilt. Berlin, 3. Jan. Auf das Neue ist seitens ber zustänbigen Militärbehörde auf das in ber Rheinprovinz vorkommenoe häufige Entweichen wortb-üchiger französischer Offiziere und Mannschaften hingewiesen und das Oberpräsidium ersucht worben, auf Vie Flüchtigen zu fahnden unb, soweit eS sich thun läßt, auch die Eisenbahnwagen an den geeigneten Stationen revibiren zu lasten. — Bei dem heute beginnenden Ersatzgeschäfte für 1871 schon müssen, Allerhöchster Anordnung zu Folge, die Militärersotzbehördcn alle Neueinlragungen in bie AushebungS- listen u. s. w. nach dem Meter-System bewirken, unb in benselben statt Fuß, Zoll, Strich fortan Meter, Zentimeter, Millimeter vermerken. Die Feststellung geringerer Maße als fünf Millimeter unterbleibt, so baß 1 bis einschließlich 4 überichießenbe Millimeter gar nicht in Rechnung zu stellen unv 5 bis einschließlich 9 dergleichen nur als 5 Millimeter gerechnet werben. Die Meßapparate sind also dahin eingerichtet, daß sie nur bas Ablesen ganzer unb halber Zentimeter gestatten. Die Maximal- unb Minimal-Maße für bie Rekruten der einzelnen Truppentheile sind entsprechend geändert worden. Als größtes vorkommendes Maß gilt 1 Meter 78 Zentimeter als Ausnahme, 1 Meter 75 Zentimeter als Regel, als kleinstes 1 Meter 57 Zentimeter als Ausnahme, 1 Meter 62 Zentimeter als Regel. Der Beginn des Departements-Ersatzgeschäits ist übrigens in den einzelnen Brigadebezirken mit möglichst kurzer Frist nach Beendigung des KreiseriatzgeschäftS anzu- beraumen. Die Abschlußnummern für 1870 sind sofort festzustellen; die hinter denselben stehenden Ersatzpflichtigen werben nicht mehr gemustert, sondern bleiben für Nachstellungen verfügbar. Abgesehen hiervon ist, da eine Vertheilung deS Ersatzbedarfs zur Zeit nicht erfolgen kann, bie Musterung auf sämmtliche vor- hanbene Mannschaften auszubehnen. Breslau, 1. Jan. Dem Vernehmen noch bezog sich die von dem Herrn EultuS-Minister abschläglich bcschiedene Beschwerde des Fürst-BlscholS von Breslau nicht bloß auf die Religionslehrer, sondern auch auf die Laienlehrer, welche gegen die päpstliche Jnfallibilrtät protestirt haben. Das M'nisterial-Rescript soll so entschieden unb bestimmt lauten, daß dem Fürst-Bischof von jetzt an kein Zweifel über seine Stellung zu den katholischen Gymn-sien bleibt. Das Gerücht, daß der Fürst-Bischof in Folge hiervon eine Jesuiten-Anstalt zu gründen beabsichtige, entbehrt bis jetzt jeden Grundes. (N. P. Z.) Konstantinopel, 31. Dec. Zwischen der Pforte und dem Khedive sind erneute Differenzen auSgebrochen. Die Pivrte beklagt sich, datz der Khedive ihren letzten Ferman außer Acht lasse, besonders in Beziehung auf Waffenrüstungen. — Die officiöse Presse verurtheilt d e Bestrebungen Rumäniens, welche zur Annexion durch Rußland oder Oesterreich führen würden. Wenn selbst Europa sie unterstützen sollte, so wüßte bie Pforte ihre Souverainetät selbst um jeben Preis aufrecht zu erhalten. — In Jemen herrscht noch große Aufregung. Konstantinopel, 2. Jan. Unter den Bulgaren herrscht große Aufregung wegen ber Bewilligung vcs Eoncils, welches Bulgarien majorisiren und Die schwebenden Fragen zu ihren Ungunsten entscheiden könnte. Die Behörden Bulgariens rathen vom Concil bringend ab. 91ett>=s?)orf, 9. Dec. Das General-Comit^ des deutschen Frauen Bazars, der im vorigen Monat hier Statt gefunden, hat gestern beschlossen, den Reinertrag mit 73,630 Doll. 70 Cts. (Die Kosten beliefen sich auf 78531/2 Doll.), an das Berliner Zentral-Zomifö zu übersenden, damit dieses Die Hälfte den Verwundeten und die andere Hälfte den W.ttwen und Waisen zur Linderung augenblicklicher Noth zuwende. Telegraphische Depeschen. △ Arras, 4. Jan. Der „Zourrier douaisien" schreibt: „Es ist hier das Gerücht verbreitet, daß sich Arras nicht vertheidigen werde. Der Präscct des Pas De EalaiS hat an Die Einwohner von ArraS eine Proklamation erlassen, in welcher er dieses Gerücht bespricht und alle guten Bürger auffordert, Die Verbreiter desselben ausfindig zu machen. Es heißt Darin: „Diese ZlenDen sollen wiss.n, Daß sie sich nicht allein einer unwürdigen Verleumdung gegen Die Ver- theidigungsbehörben, sondern auch eines Verbrechens schuldig machen, welches baS Gesetz mit Dem Tode bestraft." A Valenciennes, 4 Jan. Aus Lens wird dem „Liberal du Nord" berichtet, daß 150 Mobilgarben dort beim Appcl von 15 Ulanen überrascht und genommen wurden. Man schreibt aus AmitUs an baß „Echo du Nord": „Die Stadt ist mit deutschen Soldaten überfüllt. Man vertheilt keine QuartierbilletS wehr. Die Soldaten quartieren sich in größerer oder kleinerer Zahl nach Belieben in Den Häusern ein, aus welchen sich der Eigenthümcr vertrieben sieht. Die Spitäler sind mit Verwundeten überfüllt, welche größtentheils von Dem Schlachtfeld von Noyelles kamen. Als Die Preußen zur Schlacht ausrückten, erklärten sie cavalier- mäßig, daß sie die Mobilen zur Raison bringen wollten. Sie waren weit entfernt zu glauben, daß sich das Endresultat so nachtheilig (?) für sie gestalten würde. Die Reiterei, welche bas Land überschwemmt, ist nicht zahlreich, aber sie rechnet auf die schmachvolle Gleichgültigkeit der Landbevölkerung. 4- Bern, 4. Jan. General Herzogs Demission« Begehren ist officiell zurückgezogen; der Bundesrath beantragt bei den beteiligten Mächten eine Conserenz zu Bern im Januar Behufs Feststellung der Fristverlängerung des Gotthard- DertragS. 4- Genf, 4. Jan. Laut Meldung aus Dijon vom 3. erfolgte gestern in ber Nähe von Saulieu ein Zusammenstoß zwischen einer preußtschen Eolonne von 7 - bis 800 Mann, die von Semur ausmarschirte und einem Bataillon Garibaldianer unb einem Corps Nationalgarben von Saulieu. 4- Wien, 4. Jan. Das hiesige Telegraphen-Correspondenzbureau meldet officiös: „Die von Seiten mehrerer Zeitungen seit einigen Tagen als Tele- I f vev he frrrn " Irl rci £rtl- *• f’ «her, »tlche ■':.•Uncrijt soll rr> W An fein t' lal -nücht, |i grcitcn hab- Wettalt siüd '■f Iflti M.ür «K fltujtt 1 111 $'äil. Der ' «l'litl SrigoDt- ' flnju» • -*tn i die hnitr fatal Httbti t kttihnlivg dti -2»ll.chc tot» t f biH, j ■■ e.rgtX^ * *1, 'M- *in| >» t>af? et \ ( «?L ''. ^’Hungi. L‘J,r»4. jeü, . ’°«,a g'naierer \ *» 6 t-hl, (la, 2 D|e tte Atztdi»t ßüb \ tn Ähtict i$ äi* 6-jrfnri* f.ejurU, »licht t :i iclbd 6u» r:wateda! fclbß wcht eech grojt I grtjt tafrtgnng .-’.'uirti bi? die r öihörd» 0u(* gremm colportirten Sensations-Nachrichten von einer angeblichen Entsendung eine- Sptcialbevollmächtigten Oesterreich- nach Versailles, sowie über angeblich in Berlin Statt findende Verhandlungen über Abschluß eines Bündnisses ent. behren nach verläßlichen Informationen sowohl des Anlasses als der Begründung. + Florenz, 4. Jan. In Folge der Uebcrschwemmung von Rom ist di officielle Reise de- König- bis zu dem Zeitpunkte verschoben, wo das Gesetz, be. treffend die Hauptstadtverlegung im Senate angenommen sein würde. Der König geht demnächst nach Turin, um Abschied von der Königin von Spanien zu neh. men, welche nach Spanien geht. Der König richtete ein Beileidsschreiben an Vie Marschallin Prim. Lonyay kehrt demnächst nach Wien zurück, nachdem die finan- ciellen Differenzen zwischen Italien und Oesterreich geordnet sind. Officielle militärische Nachrichten. Aus einem Telegramm Sr. Majestät des Königs an Ihre Majestät die Königin: Versailles, den 5. Januar, 10 Uhr Morg. Seit 9 Uhr beginnt die Beschießung der Südforts von Paris bei herrlichem windstillen Wintertage und 9 Grad Kälte ohne Schnee. Wilhelm. Bourgogne, 4. Jan. Am 2. Recognoseirungs-Gefecht bei Croix, südlich Delle, in Folge dessen 200 zurückgedrängte Franzosen jenseits der Schweizer Grenze entwaffnet wurden. Die Belagerung hat ihren Fortgang. von TreSkow. Amiens, 4. Jan. Am 2. und 3. Januar blutige aber siegreiche Kämpfe vorgeschobener Abtheilungen der 1. Armee bei Bapaume. Am 2. nämlich wies Vie dreißigste Brigade von Mittag bis Abend alle Angriffe überlegener feindlicher Massen ab und machte dabei 260 Gefangene. Am 3. behauptete sich die versammelte 15. Division und ein Detachement unter Prinz Albrecht Sohn in neunstündigem Kampfe gegen zwei feindliche Armeecorps, wobei unsere Truppen am Abend zwei Dörfer mit dem Bajonnet nahmen und wieder einige Hundert Gefangene machten. Der Feind trat nach den erlittenen außerordentlichen Verlusten in der Nacht zum 4. den Rückzug nach Arras und Douay an, wobei die verfolgende Cavallcrie feindliche Bataillone erfolgreich attaquirte und dabei noch Gefangene machte. Graf Wartensleben. Amiens, 4. Jan. Von der 1. Armee hat General v. Bentheim am 4. Januar früh die feindlichen Truppen auf dem linken Seine-Ufer unter General Roye überfallen und zersprengt, 3 Fahnen, 2 Kanonen, 4—500 Gefangene abgenommen. von Sperling. Versailles, 5. Jan. General v. Manteuffel meldet: Der Feind ergriff am 2. Mittags mit starken Massen die Offensive: Brigade Strubberg bei Bahagnies wies mit geringem eigenen und großem feindlichen Verluste alle Angriffe bis zum Abend zurück und machte 250 Gefangene. Am 3. behauptete General v. Göben mit der 15. Division und Detachement Prinz Albrecht Sohn die Stellung bei Bapaume glorreich gegen die feindliche Nord-Armee und machte 260 Gefangene. Der Feind hatte außerordentlich große Verluste und trat in der Nacht den Rückzug an, von diesseitiger Cavallerie verfolgt. Vor Paris setzten am 4. unsere Batterien gegen die Ostfront trotz dichtem Nebel die Beschießung fort. von Podbielsky. Versailles, 5. Jan. Die gegen Südfront von Paris errichteten Batterieen, deren Armirung vom Feinde nicht gestört worden, beschossen im Laufe des heutigen Tages die Forts Issy, Vanveres und Monterouge, die Verschanzungen von Villejuif am Point du Jour und Kanonenboote. Gleichzeitig wurde die Beschießung der Nord- und Ostfront kräftig fortgesetzt, zum Theil aus neu errichteten Batterien. Erfolg sehr günstig, trotz ziemlich starken Nebels. Diesseitiger Verlust 4 Mann todt, 4 Offiziere 11 Mann verwundet. General v. Bentheim hat am 4. früh von Rouen die feindlichen Truppen auf dem linken Seine-Ufer unter General Roye überfallen, zersprengt, und ihnen theils gestern theils bei der heute fortgesetzten Verfolgung 4 Geschütze, 3 Fahnen und gegen 600 Gefangene genommen. Die bei Bapaume zurückgeschlagene Nordarmee unter Faidherbe befindet sich im Rückzüge auf Arras und Douay. von Podbielsky. Amiens, 5. Jan. Die Verfolgung des am linken Seine- Ufer geschlagenen Corps des Generals Roye wurde gestern noch durch ein kleines gemischtes Detachement unter Major Prienitzer über Bourgachard fortgesetzt; er überfiel den Feind von Neuem, verspregten ibn, nahm ihm noch ferner 2 Geschütze, 1 Munitionswagen nnd Gefangene ab und trieb ihn in die Flucht. Graf Wartenslebcn. Charleville, 5. Jan. Handstreich auf Rocroy gelungen; soeben capitulirt die Festung. Zwei Coin- pagnieen besetzen noch heute die Thore. v. Senden. F r i s ch b ä ck e r ) u Gießen. Sonntag den 8. Januar. Heinrich Kuhn am Kreuz, Ludwig Schneider in der Neustadt und Wilhelm Löber in der Wallthorstraße. ft t r d) 1 i d) e Anzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst: Am allgemeinen Missions- ( Morgens: Pfarrer Dr. Seel. fest, den 8. Januar: ( Nachmittags: Pfarrer Landmann. (Collecte für die Mission.) Die Pfarrgeschäfte für diese Woche (vom 8. bis 14. Januar) besorgt Pfarrer Dr. Seel. n frtmi Styert, • ;fl, tfl Atia- .. 7.53'; doll.), i t f rilf» «» xi |it tutcrMS ’* „IM* Ql ,i W Yn 111 M »Hf« 11 MlctNlt. t,-( Si-'kl. l°°" • ■ Nfl 111 ®IT" ■g:4, e(i4!« wi iWif* «°" ' - • v. e,ualrt •• 4r/o Kosten-Ersparniß die Annoncen - Expedition von E. Schlotte in Bremen. ZI «k. fttnlN: $ an Wt TMbi Wir ni Kktreftui' t an die ( 66 Wir eri Belrchnd l T Sttrtfftnb Trskni, Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 7. 8. 9. 10; an die i Dikjenig 15. Januar I. . Die Eni Monats ohne 3) u. 12. ' n ' w * 15. ' 16. 1 17. ' •18. ' 19. » t). ' X ' K " 23. " 24. » 25. ' 26. ' Aachstebkndr ] D'e Maityi Äörptrg vlutfcfjc tubfa Bttruoc B'liöb tabftr, Btttdn Pfurr-Eonferenz der Dekanate Gießen und Groß - Linden künftigen Mittwoch den 11. Januar, Vormittags 10 Uhr. Die Großh. evang. Dekane: Sonntag: Erstes Auftreten des Fräuleins Adolphine Stegner. de Rotte. Alleinige Jnseraten-Pacht: Fliegende Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro. Frachtbriefe für die Mam-Weftr-, Eölu-Windmer und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämuitliche zokMntlicheu SorMAlare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Utbtrtr, S'orun, Ntrn Soncubj ^^krqu, Wafl ! Theater in Gießen. (Im Leib'scken Saale.) Sonntag den 8. Januar 1871 : Der Naler der firbutantin. Lustspiel in 5 Akten. Vorher: List und Phlegma. Singspiel in 1 Akt. Montag den 9. Januar 1871 : Berlin arm nnd reich. Posse mit Gesang in 3 Akten. Vorher: Die Unglücklichen. LustspiN in 1 Akr. Anfang 71/2 U()T. SS Annoncen - Bureau Th« Dietrich «t €omp. in Cassel. 1) Wir besorgen Annoncen in alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen, Journale, Coursbücher etc. 2) In jedem Falle berechnen wir nur die Original-Tarif-Preise und notiren weder Porto noch sonstige durch Vervielfältigung des Manu- scripts und Correspondenz entstehende Speesen. 3) lieber jede Insertion liefern wir auf Wunsch die betreffenden Belege. 4) Bei grösseren Aufträgen und oftmals wiederholten Insertionen schreiben wir einen angemessenen Rabatt gut. 5) Für Annahme von Offerten auf durch uns erlassene Annoncen berechnen wir keinerlei Gebühren. 6) Vorherige Kostenänschläge werden bercitwilligst ertheilt. 7) Unser neuester correctester Inserlionstarif steht gratis und franco zu Diensten. Th. Dietrich Comp., Annonccn-Burcau für sämmtliche in- und ausländische Zeitungen. Weg«, 3.’ " 4. ' 5. 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Vorm. 7 ß25 926 11« Personenzug Schnellzug Güterzug Courierzug I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CI. 1. II. III. CI. Nachm. Abds. Abds. Nachts 430 723 1053 12" Main - Weser - Eisenbahn. Nach Cassel abgehend : Schnellzug Güterzug Personenzug Personenzug 1. II. III. CI. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CL Vorm. Vorm. Mittags Nachm. 833 1023 12 4« Schnellzug Courierzug I. II. III. CI. 1. 11. ul ci. Abds. Nachts 731 12« Nur bis Marburg gehend : Personenzug Güterzug I. II. III. CI. I. 11. in. ci. Vorm. Abds. 758 1113 Nach Frankfurt abgehend: Güterzug Courierzug Personenzug Güterzug I. II. III. CI. I. IL CI. I. II. HI. CI. II. HI. CL Vorm. Vorm. Vorm. Nachm. 521 825 1131 340 Personenzug Schnellzug Personenzug Güterzug I. II. III. CI. I. II. III. CL I. II. HL CL I. II. III CI. Nachm. Abds. Abds. Nachts 42G 739 8 248 Von Deutz (Köln) ankommend : Personenzug Personenzug Eilzug Personenzug I. II. III. IV. CI. I II. III. IV. ci. 1. 11. in. CI. I. II. III. IV. CI. Vorm. Nachm. Abds. Abds. \ 123 330 7 103r’ . Köln-Giessener Eisenbahn. Nach Deutz (Köln) abgehend . Personenzug Eilzug Personenzug Personenzug I. II. III. IV.CI. I. II. III. CL LIL III.IV.CL LU. III.IV.CL Vorm. Vorm. Mittags Nachm. 615 8^0 12 410 Von Lauterbach ankommend : Gemischte Züge mit Personen-Beförderung I. II. III. CI. Vorm. Vorm. Abds. 8 1115 720 1 1 Oberhessische Eisenbahnen. Nach Lauterbach abgehend . Vorm. Nachm. Abds. 837 138 7«____________ Nach Gelnhausen abgehend : Vorm. Vorm. Nachm. 710 1135 24 ____ ____ Von Gelnhausen ankommend : Vorra. Nachm. Abds. 1057 310 7^5______________ Nur von Nidda (Bad Salzhausen) kommend : Vorm. 650 Nur bis Nidda (Bad Salzhausen) gehend : Abds. 1 8