Die Expedition des „Gießener Anzeigers. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Archen. Nr. 232 Freitag den 6. Octoder 1&71 den Krieg, und ,rtt crtbdlt w?6' die Nfttins i der Nein, nein, vom V v •V Preis vrecreliahrig 1 fl. 12 ft. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen viertelsäbrtp 1 fl. 27 fr. >00. itbciakn ^ctirigungw Urrüdiming. üon der General-Agen- T ;n Tarmstadt, - venbOT*, H. Dictz ?bü in Lellershem - . -------- Entweder Untergang dc- Deutschthums tu Oesterreich oder aber Steg des deutschen Elements über das stavlsche im Anschluß an das deutsche Reich. t Eine kaiserliche Cabinetsordre bestimmt, daß vom 1. Januar nächsten Erichänr täglich, mu Ausnahme Montags. Expedition: Canzletberg Sit. B. Nr. 1. ,rt ftot:nnb«nben'" J" I)l' .^".*1$ nationale Bewegung in Oesterreich hat in ter letzten Bett nnc so nachbalt.ge Starke gewonnen, tast cs ter deutschen Presse schwer fallen „ nn”Od, ?nflCr "L tt,nr lrub-r-n reservirten Sicllung gegenüber den Vorgängen in Oesterreich zu verharren, zumal die tcutschfeintliche Presse st« gar nicht aenirt die eigentlichen Ziele ter Hohenwart'schcn Ausgleichsaciion bloszulegcn. 9Vefen 7* sni ,elnem !llit.c'et "Slkithanischen Negierung in notorischer Verbindung ftt^enten Sölatte, Va» cte jetzige Stellung Böhmens, welches schon früher einen Ke, ,n tag deutsche Reich getrieben habe, vortrefflich für die Zertrümmerung de« Hohenzollernstaates verwerihet werden könne. So sehr man über diese ungefähr- lichen ivchiullen auch lacken darf, so ist doch die ernste Seite der Angelegenheit • ^rußer Acht zu lassen. Neben der rücksichtslos betriebenen Nussificirung im Gebiete der Oder und Weichsel ist die Slavisirung des ehemaligen deutschen Bundeslandes Böhmen gewiß nicht als ein deutsches Nationalintereffe zu erachten, denn blsher wenigstens galt es immer für eine Aufgabe der deutschen Politik, die Germamsirung an der Elbe und Oder so energisch als möglich zu betreiben. Die preußische Negierung ist auch dieser Aufgabe in Bezug auf die Provinzen Posen und Obcrschlesicn vollständig nachgekommen, wogegen Oesterreich in Bezug auf en "lchtS gesagt haben, wenn jedes sran- 'ische Herz das Bedurfrnß suhlte, für immer zu entfernen jene gemeinen Wesen, i ttr seit zweitausend Jahren verfluchten Race angehören, die Deutschland, ttchc« Reichundschliestlich Preußen heißt.... Was soll man aber sagen, m" ttanzostsche G-fchastSleute sich nicht en,blöden, in ihre Comptoirs unsere lüde auszunehmen, die noch wuthend darüber stnd, daß sie uns nicht aus der i|te der Nationen zu streichen vermochten! Schande diesen Franzosen, diesen °e:en Preußen, wir hesten ste an den Schandpfahl! (Folgen Namen und tteffe der „inneren Preußen".) U'*, ^".Ü^bußische Literatur. Jedermann weiß, daß die Herren Preußen ^lcichgüttia seck'^ , t reinlich find, daß ste sogar sehr schmierig stnd. Und dabei reden wir nicht ' ® ' ' z Ö uUr Bon gemeinen Soldaten, Corporals oder Sergeanten. Nein, nein, vom ^cr ieutenant bis zum Prinzen von Geblüt haben ste den nämlichen Geschmack c kommt ^al^dicsk^d"^'^ckk ' i'vlgen zehn Zeilen Unfläthigkeiten). reichliche Negierung trägt die Verantwortung, wenn Sie ist eine «rnJ. •‘j" W..D,r V'ö,«» »»' der Alternative steht- --- V- - 1 vrniurvtn zu lagen (oen ^)au gegen "CnuS ,n d-Ntt Offenhai,rn es zur vollständigen Heilung für nöihig Hal,.... "teiltm” ’,,u^n Verbündete Preußens, die Lponer L-ga erklärt Euch den äirieg, und ..näüiB*' te" ®n,8 «>i« auf«_S»effer; Volk von Dieben und Spionen, Deine Ver- > dacnon d-E- rechen yaoen den Becher überlaufen gemacht. Zurück! und Raum für anständige __,eu^ * * * wir vor Allem wollen? Austreiben (durch moralische Gewalt, —- ' °ohl verstanden, und nicht durch physische, da wir noch nicht in der Lage sind, btztere anzuwenden) aller Preußen (v.h. Deutschen), die in Frankreich wohnen.... UV* 1ßI A s S)/nuncL?!raufe6 in Lyon, C. F. Dolz, Quai St. Clair, ,st. . - - " Eine hübsche Idee. Wir geben die Joee in Kurzem: unsere Freunde . « ',b,e.n taml! B->ttb-n »erfahren. - All- Mitglieder der Liga sollen mit lestch-n »ersehen sein; so wie sie einem als Preußen bekannten Menschen begeg. in. infTcn H» »-Mo« Ctxccr ..... cn > ■ ... „ 1 1 ° Mitteln errichtet und unterhalten, bekamen kaum halb so viel Schlafgäste als sie Jahres ab die leichte Brodportion für die Soldaten um 3 Loth und die sawere um 4 Loth täglich zu erhöhen sind, so daß sich die leichte von 1 Pfund 12Loth auf IVr Pfund = 750 Gramm erhöht und die schwere von 1 Pfund 26 MH auf 2 Pfund — 1000 Gramm. Außerdem darf zur künftigen Brodbackung ein Theil Weizen und drei Theile Roggen verwandt werden, und sind bei einer gleich, zeitigen und feineren Vermahlung, als bisher- üblich, an Kleie beim Weizenmehl 8 pCt. und beim Roggen 12 pCt. zu entziehen. Dieses gilt zunächst für viejini- gen Corpsbezirke, in Venen die Truppen bisher ähnliches Brod empfingen und sind in sämmtlichcn Corpsbezirken hierüber Probeversuche anzustellen, und hierbei gestattet worden, daß statt des Brodes von Weizen- und Roggenmehl, sofern die landesüblichen Gewohnheiten ein Bedürfniß dazu anerkennen lassen, ein Brod aus reinem Roggenmehl mit 15 pCt. Kleieabzug gebacken und verabreicht wn- den kann. Die „Kreuzzeitung" bringt wieder ein prachtvolles Kunststück diplomatischer Dementirungsarbeit. Sie will nämlich von competenter Seite die Mitlheilung erhalten haben, der Major v. Plötz, der Erfinder des geflügelten Wortes von dem größeren Kapital an Ehrgefühl bet Offizieren, habe nicht wegen dieser seiner Aussage im Reichstage, sondern wegen seiner bei Königgrätz erhaltenen schweren Der- wundung den Abschied nachgesucht und erhalten. Dagegen wäre nichts zu sagen, die „Kreuzzeitung" fügt aber hinzu: Im Uebrigen ab^r wird Herr v. Plötz als wohlhabender Mann durch feine Pensionirung in eine Lage gesetzt, die er lange gewünscht hat, — und es entsteht nun die Frage: ist Herr v. Plötz erst jetzt plötzlich ein wohlhabender Mann geworden, oder hat sich die wünfchenswerthe Lage erst fühlbar gemacht, nachdem das geflügelte Wort dem Zaum feiner Zähne entfloh? Wir glauben das Letztere annehmen zu dürfen, und die „Kreuzzeitung" wohl wußten, daß Vie Inhaber Vieser Mäntel Offiziere waren, ein willkommenes Ziel für ihre Kugeln Varboten. Wenn es auch fest steht, daß die Herrschaft des ThalerS zu Ende ist, so ist die Angelegenheit, betreffenv die Regelung ter Münzfrage, doch noch nicht so spruchreif, um in Form einer Vorlage an den Bunvesrath gelangen zu können. Man hat sich noch nicht einmal über die Benennung der Münzeinheit entschieden und schwankt noch zwischen Krone, Mark, Schilling und Gulden. Die Frage ver Aichung der Schankgefässe und Schankgläser wird demnächst vom Bundesrathe endgiltig entschieden werden. f Gutem Vtrnehmen näch hat der König von Dänemark bei der Begegnung mit dem deutschen Kaiser in Baden-Baven der Ueberzeugung AuSvruck gegeben, daß nicht blos Dänemark, sondern vie skandinavischen Staaten überhaupt zu dem deutschen Reiche in Vie freundschaftlichste Stellung treten werven. Als Serbin- dungsglied zwischen Deutschland einerseits und Norwegen-Schweden andererseits ist die Stellung Dänemarks gegenüber Deutschland selbstverständlich von ganz be- sonderer Bedeutung und da mit der veränderten Politik der deutschen Regierung der nortschleswigschen Agitation der Boden vollständig entzogen tst, so ist anzu- nehmen, daß der oben gedachte persönliche Wunsch des Königs von Dänemark in seinem Reiche nirgends auf Widerstand stößt. Nach Berichten aus Clermont vom 29. September lagen an diesem Tage noch 800 Bayern in der Stadt. Senlis, Compiegne, Ereil und Crepy waren ebenfalls noch besetzt. Es ist unbekannt, aus welchen Gründen die Occupation Vieser Städte, die nach dem französischen olficiellen Blatte am 25. September aufgehört haben sollte, noch fortdauert. Die Versailler Regierung hat bis jetzt keine Aufschlüsse darüber gegeben. In Dijon, wo in Folge von Angriffen gegen deutsche Militärs Die verschärfte Belagerung erklärt und die allgemeine Entwaffnung angeordnet wurde, sind mehrere Personen wegen Verheimlichung von Waffen, Aufläufen und Plünderung gegen deutsches Militär zu verschiedenen Gefängnißstraftn verurtheilt worden, die sie in Deutschland absitzen muffen. Ein gewisse Glllot und ein Gerbermeister erhielten ein Jchr, ein gewisser Vallot sechs Monate, der Advocat Vallot und ein Kaffeehaus-Kellner Vrei Monate. Dieselben wurden schon entgehen! Berlin, 4. Oktober. Der „Provinzial. Korrespondenz" zufolge wird die Reichstagssession, deren Dauer nicht sehr ausgedehnt sein könne, etwa in ver Millt Ves lausenden Monats eröffnet werden. Die wichtigste Vorlage wird der Reichs« Haushaltsetat bilden, wobei der Reichstag zum ersten Mule über die Ausgaben für das Reichsheer zu beschließen hat. Sollte die Reichsregierung dem Reichs« tage noch keine vollständige genaue Aufstellung Ves Etats für das Reichsheer vor« t Berlin, 2. Oktober. Der vlelgefürchtete Quartalsumzug hat mit dem heutigen Tage begonnen, allein aü’ das Schreckliche, was man in seinem Gefolge erwartete, ist bis jetzt nicht eingetreten. Der Umzug geht allem Anschein nach in gewohnter Ordnung von Statten, und wenn auch wohl einige Familien mehr wie sonst momentan ohne Obdach bleiben werben, so wird dies voraussichtlich auch diesmal nur einige Tage dauern. So viel steht fest, Vas ven Hauswirthen an- gedrohte Vehmgencht hat nicht stattgesunden, und der Crawall, aus den sich unsere Petroleumpartei spitzte, mußte ausgesetzt werden, weil es heute unausgesetzt regnete. — U-ber den Umfang ver eintretenden Obdachlosigkeit denken wir morgen nach erwarteten. Das Männerasyl beherbergte 124 Personen, darunter 16 Familien« väter mit 29 Kindern; Vie Frequenz im Frauenasyl betrug 73 Personen, varunter 26 Frauen mit 19 Kindern. Auffällig ist die Erscheinung, vaß vaS Gros der übrigen Asylanten, Männer sowohl wie Frauen, aus Aftermiethero, sogen. Schlaf« burschen, bestand, die augenblicklich keine Wohnung finden konnten. — Am schlimm« sten mußten unter der sogen. Wohnungsnoth unsere'Schutzleute leiben, weiche seit Dem letzten Sonnabend auf der Hauptmacht-'rin Polizei-Präsidial-Gebäude con« signirt sind und dort vergeblich aus ihre Verwendung bei einem etwa ausbrechen« den Crawall warten. Der Kaiser hat den Cultusminister ermächtigt, die preußischen Bibliotheken und Universitäten zur Abgabe von Doubletten an die Bibliothek in Straßburg anzuweisen. t Berlin, 3. October. Die unter dem Vorsitze des preußischen Justiz« Ministers hier tagende Commission zur Berathung des Entwurfs zur deutschen Civilprozeßorvnung bürste bis zu Ende dieses Jahres ihre Arbeit vollendet Haden und ver Entwurf dem deutschen Reichstage in der Frühjahrs - Session vorgelegt werden. Schon jetzt gilt als feststehend, baß keine Schöffengerichte und keine Civil« jury eingeführt wird. Dagegen ist auf eine ausgedehntere Anwendung Ves Gr« schworenen-Gerichts-Verfahrens Bedacht genommen, wie denn auch der wiederholte vergebliche Nothschrei der Presse nach Geschworenen gebührende Berücksichtigung erfahren hat. — Hieran würbe sich bann ber Erlaß eines EinführungSgefttzeS knüpfen, daS insbesondere ven Uebergang aus vem bisherigen in VaS neue Der« fahren regelt, ferner ein Gerichtsverfassungsgesetz, ein Gebührengesetz, eine Notariats« ordnung. Der ausgearbeitete Entwurf einer deutschen ConcurSordnung, die eia vereinfachtes Verfahren und VerkehrSerleichterungen bezweckt, geht seiner Vollendung entgegen. Ebensoweit dürfte im Anschluß an das deutsche Strafgesetzbuch die pro« jectirte Strafprozeßordnung gediehen sein. Auch das Militärstrafgesctzbuch schlich lich soll eine andere Gestalt erhalten. Berlin wird noch manche unerfreuliche Reminiscenzen an die theilweise beendeten Strikes zu knüpfen haben. Vor einigen Tagen war hier ein Bauunier« nehmer aus Metz anwesend, welcher für circa eine Million Thaler Tischlerarbeiten, Die zu den in Elsaß - Lothringen aufzuführenden Regierungsbauten, Easernen » erforderlich sind, an hiesige Tischlermeister vergeben wollte. Trotz Der Geneigtheit Der hiesigen Tischlermeister, derartige Lieferungen zu übernehmen, hat ver Offerent hier nichts ausrichten können; die hiesigen Reflectanten trugen Bedenken zu con« trahiren, weil sie bei dem noch nicht beendigten Strike der Tischsergesellen nicht wissen, ob sie über die erforderlichen Arbeitskräfte zu verfügen Haden würden. In diesem einzigen Falle also schon wird Berlin durch einen Strike eine runde Million Widerspricht dem nicht. Seit fast acht Tagen leitartikelt die „Kreuzzeitung" über die Schädlichkeit der Civilehe, unD noch in ihrer letzten Nummer versucht sie haarscharf zu betreffen, daß durch d'e Civilehe das Volk von seinem Golt, von seinem Kaiser und von seiner Familie abwendig gemacht wird. In dieser selben letzten Nummer bringt die fromme Kreuzschwester eine kleine unscheinbare Notiz, wonach weder von der bayerischen Regierung Der Erlaß eines ReichSgesetzcs über Die Civilehe beantragt ist, noch ein solcher Entwurf im Justizministerium ausgearbeitet wiiD. Ist das wahr, und die „Kreuzzeitung" kann es ja wissen, wozu dann Das ganze Gekeife? Selbst im Reichstage wird Die Civilehe bei Den vereinigten Conftr- vativen, Freiconservatioen und Ultramontanen auf erheblichen Widerstand stoßen, wirb Die Vorlage aber Dem preußischen Landtage gemacht, so kommt sie aus dem Herrenhause gewiß nicht lebendig heraus. Die „Kreuzzeitung" hätte also wohl eher Ursache, Hosiana zu singen. Das „Frankfurter Journal" stellte dieser Tage die vielfach verbreitete Nach- richt in Abrede, Die in FulDa versammelt gewesenen Bischöfe hätten eine gemein schaftliche Adresse an Den Kaiser gerichtet. Die „Kreuzzeitung" will jeDoch aus guter Quelle wissen, Daß die Nachricht trotzdem begründet sei. Auch Die scheinbar unbedeutendsten Einzelheiten in unserer HeereSorganisation werden durch die Erfahrungen des letzten Krieges theilweise alterirt werden. Dem amtlichen Quellen mittheilen zu können Die Daubttz'sche Staatsbürger - Zeitung brachte heute die Notiz, bezüglich ver Aufhebung Der evangelischen und katholischen Abtheilung im Cultusministeriuln habe ver Kaiser mit Umgebung des CultuSministerS Den betreffenden Vortrag des Unterstaatssec.etailS Lehnert entgegengenommen und darnach den bezüglichen Beschluß gefaßt. Die „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt dazu: „Es bedarf Lum der Versicherung, vaß viese Darstellung aus der Lust gegriffen ist, da für Jeden, Der sich ver tatsächlichen Vorgänge zur Zeit des bezüglichen BrschluffeS ver Staais- regierung erinnert, jene Angaben sich als vurchaus unrichtig kennzeichnen. — HV- oAi Sports, Dtr«nfc nach Deutschland obgeführt. Jedenfalls ist es zu bedauern, daß die Nationalversammlung durch ihr Votum vom 16. September die Erledigung der elsaß- lothringer ZollangelegenheitrN saft zu einer Unmöglichkeit gemacht hat, da jene Deport, menis anderenfalls bereits vollständig geräumt sein würden. Auch Bucharest vom 22. September wiro Der „N. Fr. Pr." gemelvet: Daß die deulsche Regierung den Directen politischen Verkehr mit der hiesigen Negierung abgebrochen hat, kann als ein Factum hingestelll werden. Der Exkaiser Franko reich- Halts zuerst den Gebrauch eingeführt, seinen Agenten o'fficiell und direct beim Fürsten Rumäniens mittels eines ministeriellen Schreibens zu beglaubigen, so zwar, vaß der betreffende Agent den vom Sultan ihm übergebenen Berat in Der Tasche behielt und nur seine direkten Akkreditive dem Fürsten überreichte. Dem Beispiele Frankreichs soigien Italien, hierauf kamen Preußen und nach und .„o. __________,.......o_ o..... nach die anveren Staat-n. So z. B. hatte Amerika seinen jetzigen Vertreter!legen können, so mürbe doch vie Feststellung der Gesammthöhe der nächstjährigen Peixotto nur bei ver Pforte accrevitirt, der feierliche Empfang seitens des Fürsten! Ausgaben für das Heer zu erfolgen haben. Zn erwarten seien noch Vorlagen ""Ä (WM i tu ugC Life tit 6l1, Lli»- w«* I N8'2' c‘,»i - «sfW«» i,J® „ , 78 Oberhessen Tencheratur in Gießen, September 1871 : Allgemeiner Anzeige« teigerung in Äccord gegeben. fr. frei 109 16', 493 672 56 48'/r Borsennachrichteß. 4. Oclobcr 1871. 27 49 45 52 0.5° R. 11.64 „ 10,73 „ 22 7 1,85 Var. 3oll. 1,74 „ „ Bevfteigeruugen. Vergebung von Straßenbauarbeiten. Montag den 9. October l. I-, Vormittags 8 Uhr, 4076) Ein Hänfen Mist wird verkauft. Zn erfragen im Caf«L Ebel. Act len. Oest. Creditact. 283Vs 5% östr. F. St. E. B. 373 Lombard. Bahn 1913/4 Ludwigsh.-Btix.baoh 189 Maxbahn 1343/< Bayer. Ostbahn 1353/< Hess. Ludwigsb.-Act. 162 Rhem-Nahebahn-Aot. — Actlen. Frankf. Bank 133 Frankf. Vereins-Kasse 109'/z Darmst. Bankaot. 415 Wien Bankaktien 748 Galizien 2523/4 1061 146 478 122 4210) Montag den 9. October d- I-, Nachmittags 2 Uhr, • wird die zum Nachlaß des Großh. Stallmeisters v. Gremp gehörige Kartoffel- und Dickivurzel-Erndte an den Meistbietenden vei steigert, und der Anfang auf der Weißerde bet den Lettgruben gemacht. Gießen, den 5. October 1871. Wortmann. Erd- und Planirarbeit, einschl. des Erdtransports, veranschl- zu.......... Steinbrecherlohn, veranschl- zu Steinfuhrlohn, „ « Kiestie erung, „ » Ehaussir- und Handarbeit, veranschlagt zu Pflasterarbeit, veranschlagt zu Aufbruch von alter Ehaufsirung und Pflasterung, ctnschl. des Materialtransports, veranschlagt zu werden Gießen, den 5. October 1871. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Bogt- 4190) Süssäpfel verkauft Louis Busch Wittwe. 3828) Zwei gute Claviere in Auftrag billig zu verkausen; einzuseheu bei I. Rothenberger, Lindenplatz. Ksitgevoterres. 4205) Neue ruff. Sardinen empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. Literarisches. Die Volks-Ausgabe ^Vom Kriegsschauplatz" liegt nun fertig in einem stattlichen und handlichen Bande vor uns. Der Verleger hat bekanntlich die Geschichte des Krieges, die besten Aufsätze und unterhaltendsten Skizzen, die Tageschronik der Ereignisse und die Bilder und Karten seiner mit so glänzendem Beifall aufgenommenen Zeitschrift, welche während des Krieges unter jenem Titel erschien, in geordneter Reihe zusammengestellt und so ein eben so anschauliches als lebendiges Bild der größten Zeit unserer Geschichte geschaffen. Wir begrüßten diesen glücklichen Gedanken bei seinem ersten Auftreten und dürfen uns nun des ganzen Werkes wahrhaft freuen, denn es verbindet bic geordnete Geschichte des Krieges mit der frischen Schilderuüg des Augenblicks, die strenge Historie mit der Unterhaltung des Feuilletons und zeichnet sich durch populäre übersichtliche Darstellung, präcisen und schönen Styl sehr vortheilhast vor vielen ähnlichen Lieferungswerken aus: Die innere Ausstattung in Text, Bildern und Karten, wie die äußere des prächtigen Einbands machen es zu einem schönen Geschenke für jeden aus dem Felde Heimgekehrten, der ungemein billige Preis setzt Jedermann in die Lage, sich dieses hochinteressante Werk anzuschaffen. 4206) Zwei noch gut erhaltene Unifcr- men von einem Einjährigen, sowie ein Helm und eine Mütze, sind zu verkaufen. Lit. D. Nr. 54, 3. Stock. Local-Notiz. Gießen, 5. Oktober. Wie wir vernehmen, wurde in der gestrigen Schwurgerichtssttzung Christian Hartmetz aus Daubringen der Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg (bekanntlich am Einzugslage des 2. Regiments auf dem Wege nach Lollar) für schuldig befunden und zu 2-/z Jahr Zuchthaus verurtherlt. 4141) Frische Zitronen und Apfel, fiitcn empfiehlt Ed. Lind. io S 3 Groß-Bufcck, den 2. October 1871. Grobherzogliche Bürgermeisterei Groß Buseck. I- A : L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Ardeitsversteigerung. 4186) Samstag den 7. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, sollen aus dem Büreau der Bürgermeisterei Groß Buseck die Ehaussirarbeiten am sog. alten Weg, veranschlagt zu 211 fl. 12 fr-, 4209) Die zur Erbauung eines Thells der Wilhelmstraße auf dem Seltersberg erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, als : Madrid, 3. Oct. In der heutigen Cortessitzung wurde Sagafta in zweiter Abstimmung mit 123 Stimmen zum Präsidenten der Cortes gewählt. Der Re- gierungscandidat Rivero erhielt 113 Stimmen. Dir Ministerpräsident erklärte, das Ministerium wüldc seine Entlassung geben. Die Cortes beschlossen, bis zur Lösung der Min'sterkrisis die Sitzung zu vertagen. Flaschenbier: Frankfurter, ä 8 kr., Giessener, ä 6 „ Licker, * 6 „ in's Haus geliefert, von Georg Dörr, Klrchenplatz. V,TOW Bit ttn 11 [«"im ©tfoigt 1U™ in 3* Milien mt|)r mit ;,e »vrmßchtlich auch tfn Häu-vmhkn an» a- auf den sich unftre - vaaoSgesktzt regnete. attn vu morgen nach 1 tl( ^oliz, bezüglich 5 Gultutminijimiiin triffenCen Loruag btt i den btzugllchtn Bl- „ilt bttarf ftfum der '•ö, ta für jtüen, ter 5 'chlistt Oer Slaa.S» g kennzeichnen. — Hrn, aus dem Rathhause durch öffentliche Der- auf Kosten des säumiger- Uebernehmers, an- ftpinprnnn in 91crnrb aeaeben. der weit m Accold gegeben werben. Preuss. 41/2°, o Oblig. 99>/4 Frankf. 3l/2% Obi. 83% Nass. 41/»0 0 Obi. 973/ö Kurhess. 4- frdfa ol"' 8« »ich, u'j *"8 Ctr ®aid . ff,..? Eni (1366) (a. 40. IV.) llJrtv ein Gut, ein Haus, Hotel rc. AVIV kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, einen Posten zu besetzen hat *VVk oder einen solchen sucht, JiifT ^6end etwas in eine beliebige Wl 1 Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoncen-Expedition von ei Li. ‘ tttrt, ®lll. Ihr' Sititio» ,ttt0 G ‘II, Utid"8 ”8 « tii ?■«'«,7°«« Mim." 1,116 «n ‘Uri»tirjt 'l'1 fit) > -1)1 « y-titn tz ' ®en fen haben: SSrtfolhft werden alle Annoncen ;U(UllU|ll sorgfältig abgefaßt und Süddciltslhe Bodku-Crcdit-Bank. 4207) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der unterzeichneten Abtheilung der Süddeutschen Boden-Credit-Bank in München die - Großherzoglich Hessischen Provinzen Starlcnbnrg und Oberhessen als specielles Geschäftsgebiet für die auf Hebung des Communalcredits und des Bodencredits gerichteten Zwecke der Bank zugetheilt worden sind. Anfragen und Anträge aus dem Bereiche dieser Provinzen, namentlich wegen : Communalanlehen, hypothekarischer Darlehen, Escomptirung von Güterkaufschillin- gen u. s. w. sind daher an die unterzeichnete Abtheilung zu richten. Frankfurt a. Vt., 1. October 1871. Süddeutsche Boden-Credit-Bank. Abtheilung Frankfurt a. M. (t0/X) Betau ntmachu 11 g. Nach §. 15 der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Linien des Telegraphen-Vereins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht dieselbe zu recommandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme Mitwirken, vollständig kol- lationirt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die Weiterbeförderunas- anstalt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist. Die Einführung der recommandirten Depeschen hatte den Zweck, dem co'-respon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten Ueber- mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegraphischen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahrungsmäßig werden reeonunanbirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben muth- maßlich weil die Taxe für die Recommandation gleich derjenigen für-die eigentliche Depesche ist. Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten sich eine correcte Uebermittelung feiner Depesche, — so weit es thunlich und nöthig ist - zu sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirung, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Vortheile der Recommandation auf einzelne Th eile seiner Depesche beschränken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gefammttare iu bezahlen. & 8 Zu diesem Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln siebenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §.14, 6 der Telegraphenordnung) deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothwendig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc. wird bei der Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des §• JA 7 ber Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beförderung resp. Aufnahme der Depesche beteiligten Stationen collationirt werden Gelangt trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können so werden dem Aufgeber auf desfallsige rechtzeitige Reclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zurückgezahlt werden. Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecom- mandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet. Berlin, den 13. Jun, 1869. Der Bundeskanzler. . Im Auftrage: Delbrück Vermischte Anzeigen. 4217) Mehrere gute Arbeiter werden auf dauernde Beschäftigung gesucht von Balth. Euler, Schneidmüller. 4216) Ein braves Mädchen, mit Küche und Hausarbeit vertraut, wird gegen guten Lohn zu miethen gesucht. Näheres bei Herrn Adolf Homberg er in der Neustadt. hei Annoncen. Bekanntmachungen alter Att befördert prompt in sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 5—25o/o Kosten-Ersparniß die Annoncen-Expedition von G. Schlotte in Bremen. 4102) Möblirtc und unmöblirte Zimmer bei W. Gaquoin (am Zinßer'schen Garten.) 4208) Der mittlere Stock meines Hinterhauses ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Carl Lony. 4183) Das mittlere Logis, bestehend in 3 Zimmern mit Cabinet, Schwarzzeug- und Mägdekammer; ferner das obere Logis, in 2 Z'mmern mit Kammer und den sonst nöthigen Räumlichkeiten bestehend, sind zu Eine Amme gesucht. Von wem? sagt die Expedition d- Bltts. (4202) 4218) Schlafstellen für Arbeiter bei ___________Jean Retter, Seltersweg. 4065) Ein mit den nötigen Vorkenntnissen versehener junger Mann kann in emem hiesigen Fabrikgeschäft als Lehrling eintreten. Selbstgeschriebene Offerten sind bei der Exped. d. Bltts. abzugeben. 4169) Für einen Realschüler Kost und Logis in Nr. 186, Wallthor. Durch eine neue Einrichtung in der Prämienzahlung wird der Zutritt zur Bank wesentlich erleichtert- Versicherungen werden vermittelt in Gießen durch Buchhändler A. Nicker. Büdingen „ Ortseinnehmer Louis Hohler. ^Lich „ Lehrer H. K. Walz Marburg „ Oscar Ehrhardt. (4203) IVieifihaus’sclics Kaffee-Extract (alleiniges Depüt für hier und Umgegend) bei (4204) Emil Fischbach, Seltersweg. 4071) Ich beehre mich hiermit anzuzeigen, daß ich in meinem, an hiesigem Babnhofe neu erbauten großen Magazin stets großes Lager in: Dielen, Steinkohlen I Qualität, Sandsteinplatten, Kamin-Tuffsteinen, Oefen aller Art und Leinengarnen aus den renommirtesten Fabriken halte, und empfehle ich diese Artikel einem verehrlichen Publikunt zu den billigsten Preisen. Lich, im September 1871. Conrad Vogt III. Rudolf Messe, 3295) In Lit. E. Nr. 78, Unwersttcits-1 offtcieUen 2Xßenten fäinmtlicfter Zeitun- g straße, ist der dritte Stock, bestehend in § 0en des In- und Auslandes, 2 Zimmern, 2 Cabineten rc., zu vermie-8 1* raifikieart ü. 1VI. then und den 1. November, auf Verlangen e m- auch früher, beziehbar. _ I |ß Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, | Wien, Prag, Hamburg, Zurich. I JlAfrlldT wird Jedermann Rath 6 ti ertheilt, welche Zeitungen 8 für jeden einzelnen Fall | sich als erfolgreich erwie- i für einen augenfälligen J Druck berg erlebtet; Tlftfolhß ^sten die Inserate nur X dasselbe, wie in den Zei- 8 timgs-Expeditionen, da V dieses Institut als Central-Stelle 8 aller existirenden Zeitungen besondere? j Vortheile von denselben genießt. Das 8 I Renommö der Firma bürgt für solide 8 Bedienung. jBiiscretlon Irairb auf das strengste beobachtet, die | einlaufenden Offertbriefe werden imer- E öffnet an die betreffenden Reflectanten, r ohne deren Namen preiszugeben, pünkt- | lichft und ohne -Provisionsberechnung Z übermittelt.