^s8Uhr ,ob« Gültig | ^frlamm[uni) I "'lüftiig off Preis riecteljährig 1 ft 12 fr. nit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig - ft 27 fr. Gießener Anzeiger. * . Erscheint täglich, mtt au»- nahme Montags. Expedition : Lanz leib erg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. Nk. 133 Donnerstag den 6. Inti 1871 Bestellungen auf den Gießener Anzeiger ^°llm P^-WL-nS Li L M icbe Gkgenstmdr en Bedingungen chcrung. r Gmnol-Agni- Darm|htf, iov, H. Dietz Keitersheim. gegenständ in einzelne Schulen einführte. — In späteren Jahren suchte Frankreich feine Große hauptsächlich in dem äußern Schein, während Deutschland seine Entwickelung auf dem Gebiete des Wissens und der Innern Selbstständigkeit förderte, — mit welchem Erfolge, davon zeugen die glorreichen Thaten der Reformation, der mit ungeheuren Opfern errungenen Unabhängigkeit von Rom. Nur diese sitt- l'chen Anstrengungen gaben jetzt dem germanischen Volke die Kraft, den keltischen Stamm für lange Zeit zu unterwerfen. rjeniifen, tie gestellten Mg|| j. stattftmW ntluihien biiitthk tanem Ate. geheuren Niederlage, wie ste die Franzosen im letzten Kriege betroffen, ist es nicht ohne Interesse, einen jüngst im Berliner Handwerkerverein gehaltenen Vortrag des berühmten Gelehrten Professor Dr. Virchow „Zur europäischen Nationalitäten- Frage" zu reproduciren, soweit er sich auf Frankreich bezieht. .... Von der Zeit an, wo das Licht der Geschichte über dem Gebiete der Nationalitäten • Frage leuchtet, — sagte Hr. Virchow u. A. — treten drei große Völkerfamilien auf, von deren Aufeinanverstoßen der jüngst beendete Krieg Zeug- niß ablegt und die voraussichtlich noch auf Jahrhunderte hinaus die Weltgeschichte unser-ContinentS bestimmen werden: der keltische Stamm, dessen Repräsentanten die heutigen Franzosen sind, der germanische, als dessen Repräsentanten wir uns zu geriren pflegen, und der slavische Stamm, welchen hauptsächlich Rußland repräsentirt. Die kompakte politische Organisation dieser drei Stämme, ihre mächtigen, festgefügten Staatswesen griffen schon von jeher entscheidend und bestimmend in die Geschichte em. — Die Gallier, von denen die Franzosen ihr, Nationalität ableiten, sind vollständig identisch mit den Kelten; die ältesten Nachrichten über dieselben verdanken wir griechischen und römischen Schriftstellern, welche von einem Einbrüche dieser Kelten mehre Jahrhunderte vor Christi Geburt in das nördliche Griechenland zu erzählen wissen. Die Franzosen sind heute noch gant fest davon überzeugt, daß die Kelten bis mindestens nach Kleinasien über Thracien hinaus vordrangen und daselbst unter dem Namen der Gallater bekannt wurden. Der Wohnsitz der Kelten erstreckte sich damals über das heutige Frankreich, die Schweiz, das südliche Deutschland und einen Theil Schottlands; gegenüber dieser kolossalen Ausdehnung des alten Ländcrgebiets muß man gestehen, daß das heutige Frankreich schon recht weit heruntergekommmen ist, wie auch die Vergegenwärtigung der Jahrhunderte langen Geschichte der Kelten ein fortschreitendes Zerbröckeln dieses Stammes ergiebt. Faßt man die eigentliche nationale Bedeutung desselben vom Standpunkte der allgemeinen Völker-Physiologie ins Auge, so stößt man in dieser Beziehung aus höchst charaltkristische Momente. Den Kelten ist die Sprach- einheit, der eigentliche gemeinsame GeisteSauSbruck, in welchem sich nationale Ideen verkörpern, verloren gegangen; das alte Keltische hat sich nur noch an sehr wenigen Orten erhalten, das heutige Frankreich hat keine Muttersprache mehr, es redet die Sprache seiner Unterdrücker, deren öffentliche Einrichtungen es sich ebenfalls an- geeignet hat. Was würde wohl aus Deutschland geworden sein, wenn es ihm nicht gelungen wäre, durch Jahrhunderte der Zerstückelung, Auflösung und Sonderung seine Sprache zu retten; wie könnte dieses Reich sonst wohl ln den jetzigen schweren Tagen seine Wiedergeburt feiern, nachdem es schon seit der Zeit der Hohenstaufen aufgehört hatte, ein in seiner Wirksamkeit nach außen und innen anerkanntes Reich zu sein! Das ermöglichte allein das im ganzen deutschen Volke lebendige Gefühl der Zusammengehörigkeit, der politischen Einheit, gefördert durch die unangetastete Spracheinheit. — Ganz anders in Frankreich. Als kurz vor Christi Geburt der große römische Feldherr Cäsar seine Legionen über die Alpen führte, fand er in dem zu erobernden Lande kleine, unter sich nur in loser Verbindung stehende Völkerschaften; im Südwesten, in Aquitanien, waren die Basken ansässig, vom Osten her hatten deutsche Stämme sich feste Wohnsitze erkämpft, nur der nördliche und nordwestliche Theil befand sich im ungeschmälerten Besitz der Kelten, die von den Römern unterjocht wurden und deren Sprache annahmen. Die Sprache der heutigen Franzosen ist nicht etwa eine gallische, sondern zum größten Theil lateinisch, ausgenommen die Bezeichnungen Der Berge, Flüsse rc. Will ein französischer Schriftsteller es unternehmen, für neue Gedanken neue Worte zu schaffen, so kann er nicht wie wir in einen unergründlichen nationalen Sprachschatz greifen, sondern er ist auf die lateinische Sprache für die Bildung der neuen Formen angewiesen. — Wie mit der Sprache, ging es auch mit den politischen Einrichtungen. Dir Verwaltung der eroberten Provinz wurde in die Hände römischer Beamten gelegt, deren einziges Bestreben dahin ging, das Land möglichst schnell und möglichst gründlich auszusaugen; wo aber überall die römischen Truppen in Garnison lagen, da blühte die Kunst empor, namentlich Bildnerei und Architektonik, und heute noch bewundern unsere Soldaten bei Metz die majestätischen Bogen der von den Römern angelegten Wasserleitung. — Später folgten wieder- holie Einfälle von Osten her, von der Gegend der heutigen Rheinlande, bis die Kelten schließlich von einem- urdeutschen Stamme, den Franken, vollständig unterworfen wurden; mit der ihnen eigenthümlichen Leichtigkeit fügten sich die Kellen auch diesem Wechsel, aus der römischen Provinz wurde eine fränkische, und bald । nannten sie selber ihr Land La France, Frankreich. Von den Franken erhielten , die Franzosen auch ihren ersten Kaiser, Karl den Großen, ein echt deutscher Herrscher, i Don welchem sie merkwürdigerweise heute noch behaupten, er sei ein gallischer Fürst । ßetpefen, dessen Reich bis an den Rhein reichte. Auf diese falsche Voraussetzung £run?let stch u. A. das Jahrhunderte alte Verlangen der Franzosen nach dem । deutschen Rheinstrom; Napoleon I. bezeichnete sich ausdrücklich als den legitimen Erben dieses „echt gallischen" Kaisers, und als im Jahre 1868 wegen Sadowa vnD Luxemburg der Chauvinismus in Frankreich alle Köpfe verdrehte, stützte man sich hauptsächlich auf diejenigen älteren Schriftsteller, welche den Rhein als die Grenze Galliens bezeichneten, und schmähte Napoleon 111., weil er diese „historische" 9' M Nch wir hiermit 'emeinde Wieset bbarschch '«Meins, lmcrmann. t 3» der Wochenschrift „Im neuen Reich" wird der Reichskanzler Fürst Bismarck aufgefordert, die an Schweden versetzte Stadt und Herrschaft Wismar als intcgrirendes Glied dem deutschen Reichslande wieder einzufügen. Es wird nämlich behauptet, daß Hafen und Rhede von Wismar vertragsmäßig niemals in eine Flottenstation oder einen förmlichen Kriegshasen verwandelt werden dürfte und diese Neutralisirung durch den Vertrag von Malmö im Jahre 1803 von Dem Herzog Friedrich Franz von Mecklenburg, dem die vom Könige von Schweden in Stadt und Herrschaft Wismar besessenen SouveränetätSrcchte abgetreten, bestätigt worden fei. Wir dürfen versichern, daß diese in Der oben genannten Wochen- >chrift ufgerührte Geschichte eine große Lächerlichkeit ist. Nach der deutschen RcichS- venaffung hat der Kaiser dae^undedingte Recht, an den deutschen Küsten beliebig Kriegshäfen und Befestigungen anzulegen — mit dem Malmöer Vertrage verhält es sich genau so, wie mit den zahlreichen Gesetzen im öffentlichen und Privatrechte, die längst abgethan sind. Welcher Macht würde es auch wohl heute cinfallen, gegen ein? Befestigung WiSmarS zu protestiren. Noch nicht sine einige Stimm? ist bis jetzt in Frankreich laut geworden, die es gewagt hätte, Den wahren Vortheil Frankreichs in der Anbahnung eines guten Verhältnisses zu dem neuen Deutschland zu suchen; im Gegentheile stimmen die französischen Journale, wie auch die „Straßb. Ztg." bemerkt, „schon wieder lustig im Fahrwasser der deutschen Hetze." Das Blatt setzt indeß hinzu: „In Deutschland macht das weiter keinen Effect; geantwortet wird nicht, vielmehr richtet man sich nach Der Regel, welche ein deutscher Kreisdircctor dcS Elsasses kürzlich seiner Polizeimannschaft bezüglich der Kinderschaaren gegeben hat, welche „Vive la France!“ und „A bas la Prusse!“ schreien. Die Vorschrift ging dahin, von diesem Thun keine Notiz zu nehmen, auch selbst dann nicht, wenn sich unter den Kindern Erwachsene finden sollten; auch diese solle man ruhig mitschreien lassen. In Deutschland weiß man eben, daß die größten Kläffer am wenigsten beißen. Schade aber wäre es für den nicht mitschreienden, aber doch das unwürdige Treiben duldenden Theil des französischen Volkes, wenn die Hetzer die Herstellung bauernder friedlicher Beziehungen zwischen den beiden Nachbarvölkern verzögerten." Es findet sich freilich ein feindlicher und heuchlerischer Ton neuerdings wieder selbst in Der Versailler Nationalversammlung, selbst im Munde von Negie- rungSmännern wie Trochu rc., ein; indeß es würde doch allerdings ganz verkehrt fein, ein großes Gewicht darauf zu legen. Auch die „N. A. Z." spricht sich in diesem Sinne aus. Sie schreibt: „Man muß mehr als ein Wunder verlangen, will man den Franzosen zumuthen, daß sie durch das Unglück eines Jahres, sei es auch noch |o groß, in ihrer innersten Natur vollkommen umgewandelt sein sollten. Eine Nation, die so lange von der Phrase und dem äußeren Prunke gelebt hat, bei welcher die Eitelkeit und Ueberhebung nicht Die bedauerliche Zugabe großer Tugenden, sondern recht eigentlich innerstes Wesen geworden, wiederholt unvermeidlich ihre alten Schlagworte noch eine geraume Weile, wenn sie auch selbst nicht mehr an sie glaubt, denn das fährt sie immer fort sich einzubilden, daß Die übrige Welt an sie glaube. Keiner der Schreier, welche Rache und Restitution proclamiren, hält im Ernste dergleichen in Den nächsten Jahren für möglich, und die Mehrzahl der Franzosen hat gelernt, den Krieg zu fürchten. Gambctta, well cher die Muttersöhnchen aus Den Häusern geholt hat, als die Bcrusssoldaten in preußischen Casematten saßen, hat dafür gesorgt, daß Frankreich durch den Krieg bis an die Knochen und bis an das Herz getroffen ist. Der Aufmarsch am Rheine, welchen Dore in seiner schönen Zeichnung Den Franzosen so poetisch und .er- führerisch vor Augen geführt hat, läßt sich nicht mehr machen, seit die Pickelhauben die Grenzbollwerke Frankreichs besetzt halten. Die aus der Gefangenschaft heim- gekehrten Truppen, insbesondere die Offiziere, haben der Enttäuschung und Ernüchterung so viel erfahren, daß sie gegen jeden andern Feind lieber werden mar- schiren wollen, als aus'S Neue gegen Die Deutschen. Was aber mehr als alles oies bedeutet: Schlagen wir Den Haß und die Wuth gegen Deutschland noch so hoch an, stärkeren Grimm und wilderen Rachedurst empfindet jedenfalls die Partei in Frankreich, welche vor vier Wochen in PqriS unterlegen ist und mit deren Mitgliedern die Sieger so grausam umgesprungen sind." Die „Spener'sche Ztg." faßt auch den Zudrang der Franzosen zur neuen Anleihe als eher ein günstiges Zeichen für die friedliche Gesinnung der Nation auf. Sie erinnert daran, wie Gambetta nur in England Geld finden konnte, und alle weiteren Kriegsbedürfniffe durch Bankvorschüsse gedeckt werden mußten. „Es ist dies ein deutlicher Beweis, daß seit Der Einschließung von Paris der Krieg keineswegs mehr populär war, desto mehr es aber der wieder hergestelltc Friede ist. Die gegenwärtige Anleihe 5. Juli. !Forderung nicht offen auszusprechen sich getraute. Recht bezeichnend ist es, daß t Gegenüber den noch ungelösten Wirren in Frankreich, den haltlosen Zu-i dieser „echt gallische" Kaiser die deutsche Sprache zwangsweise als Unterrichtsständen daselbst, sowie zum theilweiscn Verständniß Der Möglichkeit einer so un-!gegenstand in einzelne Schulen einführte. — In späteren Jahren suchte Frankreich >ere den W w MM Ml-i. von 5r0^a böftu unter? -werk nvd bi, ipigen Pre- MklllhoDh ist recht eigentlich eine Frieden-anleihe, und die große Betheiligung der Franzosen recht eigentlich die Sehnsucht, den Frieden zu genießen und anzuweuden und wieder im Lande unbehindert durch die Fremden schalten zu können." Militär-Convention. (Schluß.) Schluß-Protokoll. Bei der aw^ heutigen Tage stattgchabten Unterzeichnung der zwischen den Bevollmächtigten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Hessen und bei Rhein rc. und Seiner Majestät des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen abgeschlossenen Militär-Convention sind nachfolgende Zusatzbestimmungen vereinbart, beziehungsweise Erklärungen abgegeben worden: Artikel 1. Zu Artikel 4. Die Königlich Preußischen Bevollmächtigten erklärten, daß Seine Majestät der Kaiser das Allerhöchstdewselben von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzoge übertragene Recht der Ernennung, Beförderung und Versetzung der Offiziere, Portepeefähnriche, Aerzte und Militärbeamten unter thunlichster Be- rücksichtigung der Wünsche des Allerhöchsten Contingentsherrn ausüben wollen. Insbesondere soll der Contingentscommandeur beauftragt werden, vor Einsendung der Terminsmäßigen Vorschläge und Gesuche an Seine Majestät den Kaiser, Sr. Königlichen Hoheit dem Contingentsherrn bezüglich der Offiziere rc.' sämmtlicher Waffen Vortrag zu erstatten und etwaige Bemerkungen Seiner Königlichen Hoheit der Großherzogs Seiner Majestät dem Kaiser zu melden. Artikel 2. Zu Artikel 9. Die Großherzoglich Hessischen Bevollmächtigten erklärten, daß Seine Königliche Hoheit der Großherzog von der Befugniß, Allerhöchstibre Adjutantur zu bestellen, dahin Gebrauch zu machen gedenken, baß dieselbe aus einem Generaladjutal-ten und zwei Flügeladjutanten besteht. Dabei wird für den Generatadjutanten der Rang eines Generallieutenants, für den einen Flügeladjutanten der Rang eines Regimentskommandeurs und für den andern derjenige eines Stabsoffiziers nicht überschritten werden. Die Adjutanten für die Prinzen des Großherzoglichen Hauses wollen Seine Königliche Hoheit aus den Offizieren bis zum Range de- Hauptmanns 1. Classe einschließlich wählen. Artikel 3. Zu Artikel 15. Es wurde verabredet, daß die Ausfertigung der Patente und Bestallungen für die in diesem Artikel erwähnten Militärpersonen jedesmal als unter dem im §. 9 des Gesetzes über die Erwerbung und den Verlust der Bundes- und Staatsangehörigkeit vom 1. Juni 1870 bezeichneten Vorbehalte erfolgt, angesehen werden soll. Artikel 4. Zu Artikel 16 waren die Bevollmächtigten »darüber einverstanden, daß in Betreff der von der preußischen Militärverwaltung zu übernehmenden Pensionen, ständigen Unterstützungen und Zuschüsse die bisherigen hessischen Normen in Geltung bleiben sollen. Die Zahlung der Pensionen, die Gewährung einer PensionSquote an die Hinterbliebenen verstorbener Pensionäre, die Uebernahme von Arznei- und Beerdigungskosten findet nach den hierüber bestehenden Bestimmungen statt, sofern nicht die jeweils geltenden Reichs- oder preußischen Normen günstiger für die Berechtigten sind. Hinsichtlich der etatsmäßig an Veteranen aus den Kriegen bis zum Jahre 1815 bewilligten Pensionen finden die Bestimmungen wegen eventueller Aus- dehnung dieser Bewilligung auf etwa ferner eintretende Bedürftigkeitsfälle und wegen Erhöhung der Einzelpensionen bis zum Maximalbetrage von 20 fl. jährlich, beides innerhalb der für die erwähnten Veteranen ausgesetzten fixen Etatssumme von jährlich 6000 Gulden Anwendung. Die zu Gnadenpensionen für Officiers-rc. Wittwen und Offiziers-rc. Töchter ein für allemal in dem Etat ausgesetzte Summe von 7450 Gulden jährlich wird auch ferner ihrer Bestimmung gemäß verwendet werden, und es wird die Bewilligung der Gnadeupensionen wie bisher durch Seine Königliche Hoheit den Großherzog erfolgen. Die persönlichen und Rechtsverhältnisse der beim Inkrafttreten der Convention vorhandenen Pensionäre werden durch die Uebernahme von deren Pensionen auf die Reichskasse in keiner Weise geändert. Ueberhaupt dürfen wohlerworbene Rechte nicht verkürzt werden. Seine Königliche Hoheit der Großherzoz wird wie bisher das Recht Haden, bei den vor dem Jnslebentreten der Convention vorhandenen Pensionären Beförderungen zu höherem Charakter oder Rang vorzunehmen. Artikel 5. Zu Artikel 16. Die Bevollmächtigten waren darüber einverstanden, daß die zur Abwicklung der Verwaltungsgeschäfte des Großherzoglichen ContiugentS nach dem 1. Januar 1872 erforderlichen sachlichen und persönlichen Ausgaben aus den etatsmäßigen Mitteln der preußischen Militärverwaltung zu bestreiten sind. Artikel 6. Zu Artikel 18. In Ansehung der Offiziers-Wittwen- und Waisenkaffe, sowie der UnteroffizierS-Wittwenkaffe stimmten die Bevollmächtigten darin überein, daß diese Institute in der Verwaltung der Großherzoglichen Regierung zu verbleiben haben, und daß es Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzoge zustehen wird, die hierzu etwa erforderlichen organisatorischen Bestimmungen zu treffen, durch welche indeß keine Erhöhung des Zuschusses aus dem Militäretat herbeigeführt werden darf. , Militärbeamte, welche im Preußischen Dienste zu einer Stelle oder einem Gehalte gelangen, womit im Hessischen Dienste eine Erhöhung ihres militärischen Ranges verbunden gewesen wäre, sollen zum Vorrücken in die entsprechende Klaffe der L/ffiziers-WittMenkasse berechtigt sein, auch wenn ihnen diese Rangerhöhung nicht zu Theil wird. 1)26 Reichs zu beiden Justituten wird auf Grund einer all- »Bedarfsberechnung in den Militäretat ausgenommen, und es des m^'-n^"^^^""6srechnungen der Institute au den Rechnungshof 6,1 R-'ch- zur der D-ch-,rg- gelangen. Artikel 7 “21- Bevollmächtigten waren darüber einverstanden, dass die aus dem ihr zu übcrlaffendtn Theil der auf Hessen eon R-ichsweg-n für Wiederherstellung Kriegsmaterials bestimmt werden wird, auch diejenigen Kosten zu bestreiten h / ie noch vor dem 1. Januar 1872 durch Wiederherstellung des Kriegsmaterials, sowie durch Beschaffung fehlender Gegenstände und Einrichtungen zur ersten Ausstattung des Großherzoglichen ContingentS entstehen. Artikel 8. Zu Artikel 22. Die besonderen Bestimmungen über die persönlichen und Rechtsverhältnisse der Preußischen Garnison in Mainz finden auf denjenigen Theil des Hessischen ContingentS, welcher etwa nach Mainz verlegt wird, keine Anwendung. Artikel 9. Schließlich wurde noch Einverständniß darüber erzielt, daß die in dem Hessischen Einführungsgesetz zu dem Bundesgesetze, betreffend die Quartierleistung für die bewaffnete Macht während des FriedenSzustandeS vom 25. Juni 1868 getroffenen Bestimmungen über die Einreihung der füdhessischen Orte in die verschiedenen Servisklassen bis zu einer etwaigen anderweitigen Regelung im Wege der Reichs- gesetzgebung aufrecht erhalten bleiben. Berlin, den 13. Juni 1871. Karl Hofmann. Ludwig von Lyncker. Georg Rudolph Niepoth. (L. 8.) (L. S.) (L. S.) Kar! von KarczewSki. Robert von Puttkamer. (L. 8.) (L. 8.) Berlin, 3. Juli. Das leichte Unwohlsein des Kaisers bessert sich in erfreulicher Weise, so baß derselbe heute schon die militärischen Vorträge entgegennehmen konnte. Mit dem gestrigen Tage ist die „Präsidentschaft" des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins von Hrn. Dr. v. Schweitzer auf den verflossenen ReichStagSübge- ordneten Hasenclever übergegangen, welch'Letzterer mit „allen" (wie viel?) gegen 58 Stimmen gewählt wurde. Hr. y. Schweitzer zeigt dies den Mannen mit social- demokratischem Gruße an und fügt hinzu: „Ich kann dies nicht thun, ohne noch einmal den Mitgliedern zu erklären, wie sehr mich die vielen Zeichen des Vertrauens, welche mir noch in der letzten Zeit aus den Reihen der Partei zugegangen sind, insbesondere das ausdrückliche Dank- und Vertrauensvotum unser- ParteicongreffeS, der Generalversammlung des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins, gefreut haben. Nichts würde mich mehr geschmerzt baden, als wenn ich im Augenblicke des Scheidens von der langjährigen Leitung hätte bemerken müssen, daß die Partei mit mir unzufrieden gewesen wäre; nichts freut mich wehr, als das Be- wußtsein, daß ich mir die Zufriedenheit der Partei errungen habe. Ich scheide von meinem Amte mit der Hoffnung, daß die Partei ihre Principientreue und ihre altbewährte Organisation beibehalten, ihre Thatkraft und Rührigkeit noch beibe- halten werde. Insbesondere wird mein Nachfolger im Amte, davon bin ich überzeugt, stark durch das Vertrauen der deutschen Arbeiter, jederzeit mit Kraft und Umsicht seinem schweren Posten Vorsteher;." — Der neue Präsident führt sich mit einer Anrede ein, welche den Abschied seines Vorgängers an Phrasen weit überbietet. ES heißt in derselben: „Wohl fühle ich-die Wucht der Verantwortlichkeit, welche auf meinen Schultern ruht, wohl weiß ich, daß das mir übertragene Amt ein sorgen- und mühevolles ist und daß es nicht an den gehässigsten Angriffen gegen mich fehlen wird, aber ich werde alle Mühe und alle Unbill mit Kraft und Ruhe ertragen, denn ich habe den guten Willen, das auf mich glsetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Auf unserer Seite stehen die Wahrheit und das Recht; diesen die Bahn zu brechen, daß sie eindringen in die Herzen Aller, das ist unsere Herr- liche Aufgabe. Ihr kennt das Mittel hierzu, es liegt in der unablässigen Agita- Hon, die Erkenntniß der eigenen Klassenlage tn die Reihen der Arbeiter zu tragen. Und das geschieht durch die Verbreitung der gewaltigen Ideen unsers großen Meisters Ferdinand Lassalle. Wenngleich nun die Verwirklichung unser- Endzweckes, Befreiung der Arbeiterklasse von der Kapitalherrschaft, nicht in der allernächsten Zeit zu suchen ist, so haben doch die jüngsten Vorgänge in Paris gezeigt, daß wir am Vorabend dieser Befreiung stehen. Die Anzeichen sind da, die Sturmvögel fliegen!" — Laßt sie fliegen. München, 3. Juli. König Ludwig hat den Kronprinzen von Preußen und den Generallieutenant v. Blumenthal zum Einzuge der Truppen eingelaven, welcher definitiv am 16. Juli stattfinden soll, und hat seinen Gästen Wohnungen in der Residenz zur Verfügung gestellt. Der Kronprinz von Preußen hat die Einladung angenommen. Wien, 4. Juli. Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß auf Wunsch des deutschen Kaisers die beiderseitige Vertretung in die Hände von Botschaftern gelegt werde. Versailles, 3. Juli. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung wurde der Bericht der Commission über den Gesetzentwurf verlesen, welcher den Deputirten die Annahme salarirter öffentlicher Aemter untersagt. Die Commission empfahl bie Annahme des Gesetzes. Es folgt- hierauf die Berathung des Gesetz- entwurfs, betreffend die Cautionspflichtigkeit Der Journale. Derselbe wurde lebhaft bekämpft. Bethmont gegenüber bestritt Picard, daß die CautionSpflicht ein Monopol schaffe. Ein solches habe in der vorhergegangenen willkürlichen Gestattung zum Erscheinen gelegen. Die letzten Ereignisse hätten die Nothwendigkeit bewiesen, der Presse Schranken aufzuerlegen. Die Debatte wird morgen fortgesetzt werden. i Telegraphische Depeschen. 4- Berlin, 4. Juli. Die „Börsenzeitung" vernimmt, daß gestern 100 Mill. Thaler zum großen Theil in langstchtigen Wechseln von der französischen Regierung als Ratenzahlung auf die Kriegscontriburion abgeliefert wurden. △ Paris, 3. Juli. General Ladmirault ist zum Gouverneur von Pan- ernannt. — Das jüdische Consistorium hat au- Anlaß der Ermordung des Erzbischofs ein? Beileidsadresse an den Notredame-Sprengel gesandt. Dieselbe ist von allen Rabbis und von Baron Rothschild unterzeichnet. △ Paris, 3. Juli. Am Dienstag wird die Dritte Abteilung de- Kriegs- gerichts in Wirksamkeit treten. Zuerst sollen Assy, Rossel und Legere Vater und Sohn abgeurtheilt werden. Man glaubt, daß die Verhandlungen gegen jeden Der Angeklagten einen Tag in Anspruch nehmen wird. △ Paris, 3. Juli. Aus Algier meldet der Telegraph das Gelingen Der Expedititon zum Zweck Der Verproviantirung des Fort National. Dem General Lallemand haben sich am 21. Juni vierzehn Stämme unterworfen. Die Verstärkungen, welche au- Toulon erwartet werden, sollen Den noch nicht unterworfenen Theil Kabyliens besetzen, Der, wie man hofft, keinen weiteren Wiederstand mehr leisten wird. . ™si» 8«*1' !j,ü *55* ' 101 wt. SSt»«1®“ ’* papienente 4 taeril. Bona« M ' 10041 ' * 18851 * 8 18871 jjijier, neaest. Wq Adkib fonkf. Bank 1373/< innkf. Vereins-Kasse Tqrmst Bankact. 360 Fen Bankactien 743 dizien V Holz- und 1 > Waldungen 2850) Es wer! Mon iWheimer Teich ii Gras aus dem D MiinWcten Blüh' ‘ kaulc.Httgkopf, Me JParteien Meder-L ii btr Theilwiese bei nWW und Schnei Juchen Eichen Zicken Aspen Riefern 2 1( 4c 1! 51 Juchen iichen Licken Aspen feiern ■Hol j„ 10. Iw??< I Zusammenkunft M an her Schad. "dm Diftriclen Buc Scheid $ Meigeruni 11111 Lan!" ittfier Ä und en HfanÄ ötrfl . st am ' . Zusammenkunft" -öa das in den J und Annes »eit ^berg, den "?'« «Ul. ■Mu u«d '"»«Sten '«« an. SitDutj. u"ä für “s «iltlf. !,Wiitntn 6lt Nrikh-. bch in er« le rntgrgerl« tn deutschen ^tags^bge- ifl-) gegen mit soli-l- । ohne noch m der De> Partei zuge. Hüb unstt- tltksvtttinS, I im Auzrn« en. doh die lt m Le« Ich schade it und ihre noch beide, m ich üb«, t Krrst und ehrt sich mit i weit über, tmortlichkeit, tragene Amt •n Angriffen t fitaft unk 1 Strtrnutit cht; kiesen chrr Herr, gen Agits. |U tragen, int grojen nnsklt Enk- m der aütt« ari« gejeigt, Vie Sturm- revjen uik hcti, Wtl' inuogen in it dir Ein- Wunsch ker schustern gc- vtrsainviv^ velcher t« Lom«'ßc« tti W M»t llb' nttM ein irl'chen M- ihvendigkttt u fortgesetzt ,D 100 M jfri * ,on riefelt Bd ItrW; ßittr unv . P* * «5 r-«-5 .....< A Paris 4. Juli. Nach d-m finaujilllkN Bulletin des „Journal des Debats" erwartet man demnächst eine neue Anleihe der spanischen äußern Schuld. A London, 4. Juli. Der „Standard" berichtet aus B-rsaille«: Die ,-nubstsche Regierung »erlangt die Räumung sämmtlicher Pariser Forti, sowie Departements. Fürst Bismarck weigert sich, ein bestimmte- Versprechen zu bta _ Die Familie Rochefort'« widerspricht der Mittheilung tm „Steele", daß Befort wahnsinnig sei. Rochefort erwartet vertrauensvoll und ruhig sein Krhor. | Borsennachrichteii. 3. Juli 1871. Actien. Oest. Creditact. 273 50/0 östr. F. St. E. B. 397 Lombard. Bahn I691/4 Ludwigsh.-Bexbach 1821/g Maxbahn 1237/ß Bayer. Ostbahn 130 Hess. Ludwigsb.-Aot. 1551/2 Rhein-Nahebahn-Act. 343/4 Oberhessen „ 741/4 Wechsel. Amsterdam k. 8. 991/2 Augsburg k. 8. 997/s Berlin k. 8. 105 i/g Bremen k. 8. 967/a Brüssel k 8. 933/4 Hamburg L 8. 873/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 11-83/< Lyon k. 8. — Paris k. 8. 94 Wien k. 8. 951/2 ditto m. 8. — ditto 1. S. — Diskonto 31,2% 0. fleuss. 4Vr 0/v Oblig. 97 frankf. 3V20/0 Obi. 82 Nass. 4*/$% Obi. 95V2 Eurhess. 4% „ 86’/4 , Gr. Hess. 5% Obi. 102 , n 40/0 „ 92 „ „ 3V2% » - Bayer. 5°/q » 1003/4 „ 41/3% 1jährige 97’/8 40/0 1jährige 91V< Wiirtemb. 4V2% Obi. 961/2 Baden 41/3% Obi. 0. E. L. 95°/4 Oesterr. Silberrente 563/4 n Papierrente 481/4 50/q M. steuerf. — Arnerik. Bonds 1881r 993/8 „ 1882r 961/2 " „ 1885r 961/4 „ „ 1887r 961/4 | Spanier, neuest. 3% 32 Vg Actien. Frankf. Bank 1373/4 Franks. Vereins-Kasse 108 Dar ms t. Bankact. 360 ! Wien Bankactien 743 Galizien 239 Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 57!/2 30/0 öst. s. Lombard 731/4 30/0 Livorneser 3 21/4 50/g Toscaner 513/4 5O/o Elisabeth.-Prior. 761/4 do. H. Emiss. 76 Gcldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 447/8-453/& Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 43—46 „ doppelte 9 44—46 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—36 20 Frankenst. 9 24—25 Engi. Sover. 11 55—56 Russ. Imper. 9 45—48 Dollar in Gold 2 27—28 ÄnlehensJoose. Kurh. 40 Thlr. Loose 651/g Nassau 25 fl. 381/4 40/0 bayr. Präm.-Anl. 108 Ansbacher 7 fl. 12 40/0 badische Loose 1073/4 Badische fl. 35 Loose 65 Oestr. fl. 250 v. 1854 72'/2 1858r Prioritätslooee 1641/2 1860r Loose 823/a 1864r n 1211/2 Braunschweiger 18 Vs Stadt Florenz 823,z4 5 - 25% Aosten - Ersi> arnitz bei Annoncen. Betranntmachungen aller Art befördert prompt in sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 5—%5°/o Kosten-Ersparniß die Annoncen - Expedition von E. Schlotte in Bremen. l' ist!! ! "IIITT TU TH----T7 T ' It Ti~TTT~T~n----1~~ - ----------lUIM-PTT^—rn—mTHWlT Verkäufe und Verpachtungen von Gütern^ Grundstücken^ Fabriken^ GostlMtsern ctc., Licitationen, Gesuche und Offerten jeder Art, Familien-Nschrichten^ Engagements etc. betreffende Ankündigungen werden ohne Provision oder Porto-Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bestgeeigncten erfolgreichsten Zeitungen prompt uub exact befördert durch Wolf Masst, Annoncen-Expedition, 45 Zeil, Frankfurt a. M., Zeil 45, gegenüber der Post. Berlin, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original-Preis-Courant und Anschläge gratis und franco. iNB. Meine Provision beziehe ich als ossicicll.r Agent von den betreffenden Zeitungen. Alleinige Jnseraten-Pacht: „Fliegende Blätter", „Kladderadatsch," „Figaro." Allgemeiner Anzeige«. Versteigerungen. Holzversteigerunq. der 550 Prügelholz S t n District Brühl im den 13. d. Mts Arbeitsversteigerung zu Grüningen. Reisholz Stockholz ecke S t n 110 fl. — fr. zu Buch sch eer auf dem Wege von Lehn- L'^Stecken Birken - Prügelholz, Wellen Stockholz, Reisholz, 16 30 Buchen Eichen Birken Aspen Buchen Eichen Birken Aspen 11 1001 S- Katzenstein, Holzhandlung. empfiehlt (H41) 13V4 3 5350 e ck 10 87 17 201 8 Uhr 8 4 312 8 85 -I 19 Wellen 1300 400 600 620 Stecken- 12 72 30 Stockholz 5 115 Reisholz Wellen 2700 9100 1900 1200 Stecken, auf der alten Homberger Stecken Aspen-Priigelholz, „ „ Stockholz, 2820) Ein circa 2 Morgen haltender Garten am Nahrungsberg mit Wohnhaus Lit. B. Nr. 116, worin Wirthschaft betrieben worden, nebst Stallung, ist mit den Wirtb- schaftsutensilicn aus freier Hand zu verkaufen, und zu jeder Tageszeit einzusehen. Schreinerarbeit, Spenglerarbeit, Kalklieferung, 2506) Me Sorten Fichtenstangen, sowie Bohnenstangen, Elchenpfosten, das Stück von 10 fr. an, zu Garten- Spalieren sich eignend, empfiehlt H. I. Köhler. Tuffsteine für Fachwerk und Kamine Inhalt, Stecken Stockholz, „ Prügelholz und Stück Reisholz-Wellen 21 101 ! 34 i 6 310 Holzverfln erung int Gießener Stadtwalde. 2855) Montag den 10. Juli b. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Bruch und Strangswiese, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werddn, als: 253A Stecken Eichen-Prügelholz, 103/4 „ 825 Wellen 4i/2 IV« 36 2 2 Annonce. 2807) Die Unterzeichnete hat eine von Brettern erbaute und mit einer verschließbaren Thürc, sowie einer Ladeneinrichtung versehene Cantine, welche seither zum Betriebe der Wirthschaft und des Specerei- waaren-Geschäfts in der Cascrne benutzt wurde, aus freier Hand zu verkaufen. Dieselbe ist beweglich, d. h. nicht am Boden befestigt, und eignet sich zum Ausstellen m einem Garten behufs Aufbewahrung des Gartengeschirrs und sonstiger Gegenstände. Dieselbe wird cvent. auch auf den Abbruch verkauft. Georg Sch mehl Wittwe, am Brand. 2847) Montag den 10. d. Mts-, des Morgens um halb 10 Uhr, soll in der Gambacher Landheege neben Eisenbahn folgendes Schälholz: Stück Stangen mit 1013 Eubckfuß Z Kernerbsen, täglich frisch gebrochen, bei Th. Rautenstrauch, an der Schoor. Ärbettöversteigerung zu Watzenborn. 2834) Freitag den 7. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Nathhause nach- 2804) Eingemachte Gurken, im Hundert 1 fl. 20 fr., pr. Stück 1 fr., empfehlen I A. Busch Söhne. Nadcl- „ Stockholz, „ Reisholz, I. A.: Körner, Bezirksbauaufseher. | Mein Tuch - und BukSkin Lager, zu billigen und festen Preisen, empfehle bestens. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil P i st o r. 2833) Freitag den 7. Juli, Morgens um 10 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nacv- stehende Bauarbciten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. — 4',n a stehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accor' gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 117 fl. — fr. Steinhauedarbeit, „ „22 „ 48 „ Steinberg, den 3. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Steint erg-Watzenborn. Die Zusammenkunft ist auf der Strangswiese auf dem Wege zwischen Steinbach und Alinerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird. Zahlungsfrist bis 1. Rovbr. d. I. gestattet-! Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 4. Juli 1871. G. oßherzoglichc Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Die Versteigerung von Fichten- ötämmen, gebrauchten Diehlen rc. 2351) Freitag den 7. Juli 1871, von Nachmittags 2 Uhr an, wirb eine Anzahl Fichten-Stämme, mitunter von 60' Länge und entsprechendem Durchmesser, Fichtenstangen, gebrauchte tannene Dielen 2c. rc. an den betreffenden Lagerstellen meistbietend versteigert. Der Anfang ist am Seltersthor. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden um Bekanntmachung ersucht. Gießen, den 5. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. öffentlich verkauft werden. „ Die Zusammenkunft ist am Pohlgonser Weg. Griedel, den 3. Juli 1871. Fürstliches Rentamt. Menge! Sandlieferung, „ „ 25 „ — „ Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen derselben, veranschlagt zu .... 110 „ — „ Grüningen, den 3. Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. Körner, Bezirksbauaufseher. Holz- und Grasversteigerung in den Domanial- waldnngen der Oberforsterei Nieder-Ohmen. 2850) Es werden versteigert: Montag den 10. d. Mts., Morgens um 8 Uhr, . L Lebnheimer Teich das Gras von ca. 2 Morgen Wiesen am Lehnheimer Terch, sowie '-das Gras aus dem Teich, vom Teichdamm und von den Wegen und Schneißen der Horstwarteien Nieder-Ohmen, Merlau und Lehnheim : an demselben Tage, Abends 6 Uhr, out der Tbeilwiese bei Lumda das Gras von ca. 7 Morgen der Theilnneie, sowie von den Weaen und Schneißen der Forstwarteien Bernsfeld, Atzenhain und Lumda. Mittwoch den 12. d. Mts. in den Districten Brühl, Pferdsb. Holz, Pfingstweide, Eichholz, Mullerberg, Eisen- kaute, Heegkopf, Nieder-Ohmer und Merlauer Lmnes: Scheidholz Kiefern 510 Zusammenkunft Morgens 8 Uhr im District beim nach Merlau am Lehnheimer Feld- v Da das in den Districten Müllerberg, Eisenkaute, Buchwald, Saulache, Kratzberg und Linnes zerstreut sitzende Holz nicht sämmtlich vorgezeigt werden kann, io wollen die Steigliebhaber es vorher ansehen. Grunberg, den a. Juli ^^oßherzogliche Oberförsterei Nieder-Ohmen. Hüter. Kiefern _ Zusammenkunft Morgens Straße an der Schadenbacher Grenze. Donnerstag den 13. d. Mtv. in den Districten Buchscheer, Lehnheimer Linnes, Kammerwald und Alter Heegwald: Scheidholz Prügelholz 11 300 Wellen Weichh.-Neisholz, 17 Eichen-Stämme mit 142 Cubikfuß, ' • Nadel- • „ „ 162 Eichen-Stangen „ 3315 „ 5 Nadel- „ „ 12 MiSchverkauf. 2220) In dem früher Loo s scheu Höfchen, Neustadt Lit. D. Nr. 21<>, ist j« jeder Tageszeit frische Milch, Rahm und Dick- mild) zu haben__________ 2848 Alle Sorten Gemüse sind täglich frisch zu haben in der Gemüse- und Saamen« Handlung von Julius Ebel, in der Neustadt Lit. D. Nr. 206. Ksilgebvten^S- 2507) Alle Sorten Bauholz, sowie Stückstecken, empfihlt H. I. Köhler. Reue Matjes-Häringe empfehlen I. A. Busch Söhne. (2371) Gegen Trunksucht ^ür 3 Thlr. versende ich ein Mittel, den Trinkern das Trinken mit oder ohne Wissen zu entwöhnen. O. I. Grone in Ahaus, Westfalen. Bestellung nimmt die Expedition dieses Blattes entgegen. (2630) 2851) von Bei den Hierzu ladet ergebenst ein: WermLnghoff CO 5) 6) I! Millionen Thaler. 17 Millionen Thaler. 1) 2) 3) 4) 7) 8) 9) 10) 11) 12) Grund-Kapital Reserve-Fond Ende 1868 2846) Ein junges zuverlässiges Pferd, im Laufen ausgezeichnet, ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. „ .Die Gesellschaft schließt Feuerversicherungen jeder Art zu festen und billigen Plnmien. — Für Landwirtl-schaft und Fabriken besonders loyale Bedingungen.— Sichei stellung der Hypothekcn-Gläubiger. — Bei mehrjähriger Versicherung unter Vorausbezahlung bedeutender Rabatt. — Zur Ertheilung jeder wünschcnswerthen Auskunft, sowie zur Vermittelung von Versicherungs-Anträgen, empfiehlt sich Bernhard Bcyfusi in Gießen, Carl Gaul« in Darmstadt. den Eliten der Musik des Großh. Hess. 2. Jnfantew Regiments, unter Leitung ihres Dirigenten, Herrn V Reisert. Programm. Geschüflslocal-Veränderung. 28-12) Von heute an wohne ich im Hause des Herrn Seiler H i l g a r d t, Mäusburg. Paul Weitzel, Kappenmacher. Frachtfuhrwefen des Bäckers Christian Jughardt und J. Blitz North British and Mercantile Versicherungs-Gesellschaft in Cdinburg n. London (gegründet 18 09) mit Donücil Darmstadt. ungünstiger Witterung findet das Coneert Kreita 7. Iulr statt. Donnerstag den 6. Juli: Cancert Erste Abtheiluug: Sieges-Marsch von Mars la Tour von Münch. Ouvertüre zur Oper „Der Tannhäuser" von N. Wagner. „An der schönen blauen Donau", Walzer von Joh. Strauß Neminiscenzen aus C. M. von Weber's „Freischütz", ArrangemenI von Reisert. „Klänge an der Mosel", Polka von Reisert. „Auf dem Gebiete der Marschmusik", Potpourri von E. Bach. Zweite A b t h e i l u n g : Ouvertüre zur Oper „la Gaza ladra" von Rossini. Quadrille aus der Operette „Die schöne Galathae" von F. SuppL „Romanesca - Salon" , Piece von Ziko ff. „Liebcsspenden", Polka-Mazurka von Jos. Gung'l. Phantasie aus der Oper „Die Regimentstochter" von Weigand. „Der musikalische Steckbrief", Charivari von Zulehner. Entree ä Person 12 fr. Anfang 7 Uhr. 2401) Einem verehelichen Publikum, insbesondere den hiesig Herren Fabrikanten, Kaufleuten und Gewerbtreibeuden, diene hiernr! zur Nachricht, daß wir von jetzt ab ein gemeinschaftliches ftnlit wesen betreiben und namentlich die Beförderung von Fracht guter» von und nach den hiesigen Bahnhöfen unter Garantie übernehmen. Gleichzeitig empfehlen wir unser Chaisenfuhrwerk und merken, daß Frachtfahrten aller Art zu mäßige» Preisen xünktli» und schnell besorgt werden. Anflräge bittet mau bei Ehr. Zughardt III., Wallthorstraßs abzugeben. 28L») Vom 8. dieses Monats an befinde sich mein Bureau in meinem Haufe in der Gartep- straße (vor Zinst ers Garten.) Gießen, den L. Juli 1871. Engelbach, Hofgerichts - Advocat. Restauration I^alinstein. Annoncen aller Art werden täglich befördert und zu den Originalprciscn der Zeitungen berechnet durch das Annonien-Biireau der Iaeger'schcn Buchhandlung, Frankfurt a. M. 885^ Bei größeren Aufträgen ent- sprechenden Rabatt. 2836) Bei Schirmer in der Wolkengasse ist ein Zimmer, mit oder ohne Möbel, zu vermiethen. 2829) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen in Lit. C. Nr. 90, Wolkengasse. , 2070) In günstiger Lage der Stadt ist ein Laden mit Eabinet zu vermiethen und baldigst zu beziehen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. Vermifchte Anzeige». 2853) Ein junger Mann, welcher eine schöne Handschrift schreibt, sowie gute L-chul- kenntnisse besitzt, und längere Zeit bei einem Advokaten gearbeitet hat, sucht Beschäftigung. Näheres im Verlage dieses Blaites. 1332) Junge Leute von 14 bis 18 Jahren finden Arbeit in der Lampenfabrik von Müller & Kauffmann. Bekanntmachung. 2843) Alle verfallenen Pfänder müssen bis zum 20. d. Mts. ausgelöst oder pro- longirt werden, widrigenfalls dieselben zur öffentlichen Versteigerung kommen. Gießen, den 4. Juli 1871. _______________K. Grünebaum. 2826) Ein Mädchen sucht auf sogleich Stelle als Hausmädchen. Näheres ertheilt Louise Unverzagt bei WittweJünger, Astermeg. | Roseublcktter kauft Dr. C. Laubinger, __Engelapotheke. 2849) Eine ruhige Familie sucht eine Wohnung von 3 bis 4 Zimmern zu miethen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Aufforderung 2840) Alle, welche Forderungen an die Firma: Echternach Hanstein, sowie an den verstorbenen Herrn G- Echternach dahier zu machen haben, wollen ihre betreffenden Rechnungen bis Ende dieser Woche an den Unterzeichneten gelangen lassen, da die Kenntnißnahine und Berichtigung dieser Schuldposten bei Ausstellung des Inventars unbedingt nöthta sind. Gießen, den 3. Juli 1871. _____________________ I. Haustein. 2835) Ein tüchtiger Kutscher sucht auf sogleich Stelle. Konr- Becker, wohnhaft bei Herrn Metzger G g. _____________Sack, am Wallthor._____ 2759) Für einen jungen Herrn wird in der Räbe vom Kreuz ein umnöblirtcs freundliches Zimmer gesucht. Auskunft er- tbeilt I. Ha nstein_____________________ 2357) Arbeiterinnen gesucht von __________Koch & Pah (Corsettenfabrik.) 2771) ßS5 Auswanderungslustige werden auf eine Broschüre über den Staat Michigan, 23er. St- von Nord-Amerika, mit Specialkarte, aufmerksam gemacht, dieselbe wird vom Commissär dieses Staates, M. H. Allardt, Hamburg, Jedem auf Anfrage gratis zugesandt- Vermiethungen. 2816) Im Balth. Euler'schen Hause am Hamm ist ein schön möblirtes Zimmer mit Eabinet alsbald preiswürdig zu ver- miethen-_______________________ 2817) Der mittlere Stock meines Hauses ist anderweit zu vermiethen. ___________________A. Wallenfels. 2852) Möblirte Zimmer sind zu vermiethen Neustadt D- 57. 2406) In meinem ist noch eine Ctage mit 2 Mansarden-Stnben zu vermiethen und sofort zu beziehen. Gabriel. 2416) Ein Laden, Stube nebst Zugehör zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei _________________A. K. Worms. 2121) Einige möblirte Zimmer zu vermiethen bei Alexander Mayer. 2837) Ein Logis im 2. Stock zu vermiethen und am 15. August zu beziehen. Bierbrauer Weller, Wolkengasse. 2802) Eine freundliche Wohnung (anf Wunsch mit Stallung) ist anderweit zu vermiethen bei E. P i t t h a n. Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Nähere Bedingungen sind in der Anstalt zu erfahren, wo anch die Abonneinentsliste zur gefälligen Einzeichming offen liegt. ________________________ L. Chr. Ikübsamen. Bade- und Schwimmanstalt von Rülisamcn eröffnet. 2283) Indem ich hiermit das verehrliche Publikum zum Abonnement einlade, bemerke ich, daß die Anstalt auch dieses Fahr roeto liebe Verbesserungen und Erweiterungen erfahren Has Die Zellenbäder haben nun alle die beliebtere Eimichtiiiig erhalten Der Schwimmunterricbt für Mädchen wird fortgesetzt und bitte um baldige Anmeldungen, damit die Unterrichtszeit festaesck Der Schwimmunterricht für Erwachsene und Knaben wie früher, und können auch Kinder, welche noch nicht schwimmen lernen’ |ouen, unter meiner Aussicht baden, sowie solchen, die bereits schwimmen können und sich darin weiter anöbilden wollen Gelegenbel! oazu geboten werden kann. Der Bade., beziehungsweise Schwimmplatz, ist durchaus gefahrlos und für jedes Alter paffend einaencbiet 1Q «nd Badezeit für die Schuljugend si»d an Wochentagen Vormittags von 10 bis ^7. von >i b s 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur Vormittags vou 7 bis 12 Uhr. ?iehu»g be«ih "t^s -Vtr qUtf ftrC,,QC AEcht geführt, fo daß die verehrliche'« Eltern in jeder 1 st. * Betreffe Dei zur Keuntuiß rechtzeitig, a Tie Gießen^ die Am Mit diejenigen Gl t MHmnm In denselben am An Aufforderung soivie die etii thunlichff bekc Dari 3n Mi Mün be römischen Staat unv Kj in den tinzelsi Gierung ma nencn Dogma d. j ihrer Btb iegen sind, un »trttn tüijtn. Schon Ptacil- gHm Thül ^ngoia ohne *W Klacetg a ^rscheidung Hm K tltz ot r