Schild nadi un?(r innigf Werner., lll:raen Nach:! ln,nUc rhkil:, Schreiner, hr «5e5 ?' mit fluten ■ 'N *-ÄÄ li)n ®int1r. Preis vierteljährig 1 fl 12 h. mit Ortngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljLhrifl 1 fl. 27 fr. Erscheint täglich, mit AuÄ» nähme Montags- Expedition : Lanzletberg SIL B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Hießen. Ne. L28. Dienstag dm 6. Juni 1871, ^Bg»ggii»BggggBggBMgggBg " SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS—S—SSS» BefteAtLNgen auf den Giestenee Anzeigen bei allm Poft-Expeditionen url den Land^Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für den Monat Juni zu 20 fr. iS n. itkßen. hfdunfl, das plung> haben der Herzog von Aumale und der Prinz dem Manifest des Grafen de Chambord erklärt, die Fusion der Legitiw'sten und der Orleanisten Auch die Bataillone der mitgewirkt Huben (viele werden für freilich kann das deutjche Parlawent nicht verantwortlich gemacht werden, wenn ihm die materielle Macht, die hunderttausende von Bayonnetten fehlen, über welche die Regierung jederzeit gebieten kann, wohl aber würde da- Parlament ein größeres Ansehen behaupten und darum einen größeren Respect einflößcn können, wenn es sich mehr mit dem Gedanken vertraut machen wollte, daß die Souveränetät bei der Nation, der Gesammtvertrctung derselben ruhen muß, und der Reichstag nicht allein seine Aufgabe darin zu suchen hat, die Negierung zu stützen, sondern daß die Regierung vielmehr die Pflicht hat, die Beschlüsse des deutschen Parlament- zur Ausführung zu bringen. Natürlich würde dem Bunde-rath und der Bundesregierung eine solche Theorie sehr seltsam erscheinen, fall- der Reichstag sie geltend machen wollte. Der Bundesrath und die Bundesregierung haben die Macht; Fürst Bismarck verfügt außerdem über bedeutende moralische Mittel; er hat den Erfolg und was noch wehr ist, die Macht der Gewohnheit für sich, d^s preußische Volk und die Mehrzahl der deutschen Nation ist gewohnt, von dem König und seinen Rathgebern regiert zu werden und nicht von dem Reichstage oder dem Abgcordnetenhause. So wie die Sachen heute liegen, sind Heer und Volk iw Großen und Ganzen für die Regierung und die öffentliche Meinung würde wahrscheinlich, wer fi< seihst die Wahl hätte zwischen Negierung und Parlament, sich für die erstere entscheiden. Die Waffen sind also zur Zeit ganz ungleich zwischen dem Parlament und der Bundesregierung und es bedarf einer ganz anderen Tactik von Seiten de- ersteren, wenn es in den Anschauungen der deutschen Nation über da- Der- hältnig von Regierung und Volksvertretung einen vollständigen Umschwung erzielen will. Nur wenn das Parlament eine geraume Zeit hindurch die Herrschaft geführt und bewiesen hätte, daß es seine Macht nickt mißbraucht, dann würde ihm die öffentliche Meinung und damit auch bk Macht zur Seite stehe». Jedoch sind die- zur Zeit noch Ideale, deren Verwirklichung noch sehr fern zu liegen schernt. Nichtsdestoweniger könnte der Reichstag eine achtunggebietende Stellung ein- nehmen, wenn er das Formelwesen und die Principienreiterei bei Seite werfen , und mehr das reale Leben, die schweren Mißbräuche und ungeheueren Mißstände, I auf die man bei jedem Schritt und Tritt in unsere» öffentlichen Staat-leben stößt, in- Auge fassen wollte. Der Reichstag braucht keine Socialpolikik zu frei* ! btn, aber er könnte gleichwohl, um die Masse für sich zu gewinnen, die socialen Mißstände mehr hervorheben, die ungerechte Vertheilung der Steuerlasten schärfer betonen, der Armee eine bessere Verpflegung schaffen, die Aufhebung de- privile- girten Gerichtsstände- der Armee, die Beseitigung der zum Theil noch heute existirenden körperlichen Züchtigung in derselben dringend verlangen rc. Er würde dann wenigsten- die Gemüther für sich gewinnen nnd damit wäre für die Nation, ! sowie für die freiere Stellung der letzteren schon viel erreicht. Nationalgarde, die zur Herstellung der Ordnung es nicht sein, denn in den Kämpfen wurde ihrer gar nicht erwähnt), werden entwaffnet und da-Tragen der Uniform der Nationalgarde ist verboten. Noch am 30» kamen Schüsse au- Fenstern vor, und strenge Maßregeln wurden angeordnet, sowie die Hausgenossen verantwortlich gemacht. Die Hauptstadt ist in vier Militärkommandos eingetheilt: Oft unter Vinoy (Hauptquartier im Kloster von Pi'cpuS), Nordwest unter Ladmirault (Hauptquartier in iden Elyseeischen Feldern), Süd unter Cissey (Hauptquartier im Petit Luxembourg), icndlich Ceutrum unter Douay (Hauptquartier Place Vendome). Alle Vollmachten der Civilbehörden wurden auf die Militärbehörde übertragen. Die summarischen Hinrichtungen dauerten auch am 30. noch „im großen Maßstabc" fort; Hinrichtungen wurden in Masse auf dem Pere Lachaise und iw Hofe de- Gefängnisse- der Roquerte am 29. und 30. vollzogen. Sämmtliche Soldaten, die sich der Commune angcschloffen, werden erschossen. „Le Siecle" vergleicht die jüngsten Straßenkämpse von Pari- mit den Metzeleien der Bartholomäusnacht, nur daß jetzt zu der Wuth, womit der Franzose den Franzosen abschlachtete, noch alle Hilfsmittel der modernen Zerstörungskunst genommen feien und man wie von Sinne» gewesen sei in dem Gedonner und Gekrach und in der von Pulverdampf und Petroleumsqualm geschwängerten Atmosphäre. Der „Figaro" veröffentlicht ein namentliche- Verzeichniß von 49 Ausländern, welche der Commune Hilfe geleistet haben oder selbst zu ihren Mitgliedern gehörten. Es finden sich darunter 22 Polen, 8 Italiener, 7 Deutsche, je 2 Spanier, Wallachen, Portugiesen, Amerikaner und je 1 Egypter, Belgier u?.d Holländer. Die ausgezählten deutschen Namen sind: Eschenlaub, Fränkel, Hertzfeld, Syncck, Thaller, Wetze» und Zengerle. ung, iammtüifle m letzten ^ran’l ■ei den Wchll ! Man bitte! in die, irt ten Lel- ertcntlicbt n^ueburg ■r Antrag en städtischem! eben Kindern^; ■neiden Ml«! ihren. Angabe übet t dem Stand» j -ehe aus frer i Ucber die Massenhinrichtungen in Paris schreibt ein Berichterstatter der „Time-" in Versailles.- Obwohl ich die Nachricht be.weifle, daß 1800 Gefangene hlnausgeführt wurden, um ei sse von Mltrailleusen niedergemäcrt zu werten, so höre ich von ausgezeichneter Autorität, daß an ernem der letztverwichencn Tage nicht weniger als tausend Communisten nach ihrer Gefangennahme in verschiedenen Theilen von Paris erschossen worden sind. Die Gesammtziffer derjenigen, die auf diese Weise ihr Ende gefunden, wird schwerlich jemals erwittelt werden. Der „Monde" zufolge de Joinville ihren Beitritt zu Dasselbe Journal meldet, baß vollendet ist. Wenn Paris auch äußerlich nach den letzten Nachrichten allmählig sein gewohntes Ansehen annimmt, so wird es doch noch längere Zeit währen, bi- auch die innere Ruhe in der Stadt hcrgestellt ist. Während einerseits die Militärbehörden von Mordversuchen melden, die von Weibern au- dem Volk gegen Soldaten gemacht werden, dauern andererseits die Hinrichtungen in Masse fort, und man vollzieht sie nicht allein an Insurgenten, welche mit den Waffen in der Hand ergriffen wurden, sondern auch an Personen, die mit Recht oder Unrecht denun- cirt sind, daß sie mit dem Aufstande gemeinsame Sache gemacht haben. Man fängt in Pari- jetzt schon an, sich der verbrechen zu schämen, deren | Ungeheuerlichkeit sich in keiner Periode der Weltgeschichte wiederfindet. Um der I Telbstverachtung, der Verzweiflung an der nationalen Ehre und Vernunft zu ent- I gehen, sucht man die Schuld aus die Fremden, auf da- Ausland abzuwälzen, z „Jene Verbrechen", schreit das Siecle, „sind nicht französisch; sie sind eine — !preußische Jmportation." „Die Revolution", sagt man im Publikum, „ging von der Londoner Internationale au-, welche einen bonapartisttschen Ursprung hat und mit ihrem Präsidenten eine deutsche Agentur wurde." „Die Deutschen", heißt e- scrner im Publikum» „haben St. Cloud u. s. w. mittel- Petroleums verbrannt livd das Recept der Commune mitgetheilt. Der Reid der Fremden hat Paris .den Untergang zugeschworen; die Ausländer haben das verbrechen verübt; der ß rsremdenhaß wird zu einem Rettung-mittel für die Nation." In so wahnsinnigen llkden sucht man einen unmöglichen Trost, ein unmögliche- Selbstvertrauen. Es 'st zu befürchten, daß die Commune ihr Gehetmniß in'- Grab mttnimmt, wenn Die Hinrichtungen ohne die geringste Voruntersuchung fortdauern. Thiers ist cs »der Wahrheit und der Geschichte schuldig, durch einen gerichtlichen, von der Oeffent- fid) von fs'mann Lit. v Darmstadt, 3. Juni. Nach weiter hier eingelangten Nachrichten wird sich da- Hauptquartier der Großherzoglich Hessischen (25.) Division am 3. und 4. Juni in Lüncville, am 5. und 6. in Saarburg, am 7. in Zabern, am 8. und 9. in Hochfeloen, am 10., 11. und 12. in Weißenburg, am 13. und 14. in Landau und am 15., 16. und 17. in Mannheim befinden. Mainz, 30. Mai. Da- Fr. Journ. erzählt: „Stadtgespräch ist die gestern vom B'schof Ketteler im Dom vor den Firmlingen unv einem zahlreichen Publikum gehaltene Predigt, die, wie ich selbst bezeugen kann, in ihrem letzten Theile höchst merkwürdig war. Nachdem die Bedeutung der Handlung erklärt, der „katholische" Glaube als das wahre Licht der menschlichen Vernunft dargestellt worden , kam der Redner auf die Pflege des Seelenheils durch Gebet und Kirchenbesuch. In immer heftiger werdender Sprache wurde den Firmpathen dies zu Gemüthe geführt. Den Gipfelpunkt der Ausbruche aber bildeten die ..im ganzen Großherzogthum angelegten (Sonntag-.) Zeichenschulen" — diese „Schulen der Sabbathschändung und Anstalten der Sonntag-entheiligung" , welche die Jünglinge dem Besuch de- Gottesdienstes entzögen. Den Handwcrk-lehrlingen werde keine Zeit gegönnt, al- nur jene, wo sie am Sonntage Gott mehr als den Menschen dienen sollten. Da seien aber diese „teuflischen Zeichenschulcn", denen auch auf dem Lande die Lehrlinge stundenweit zuflrömten, dem Besuch der Kirche entlaufend. Dazu habe man diese Schulen der Gottlosigkeit gerade so und nicht ander- gemacht. So sei e- im „ganzen Grvßherzogthum". Wenn ihn der Teufel fragen würde, wie er systematisch die Entfremdung der Jünglinge vom Gottc-» dienst, die Entheiligung de- Sonntags betreiben solle, so kenne er keine bessere Einrichtung al- diese Schulen. „Ja, meine geliebten Kinder (schloß der Bischof), diese Schulen sind Anstalten des Teufels; diese Einrichtung ist teuflisch, wahrhaft diabolifch!" Den Eindruck zu beschreiben, den diese Worte machten, ist wohl überflüssig. Nur au-eigener Erfahrung wollen wir hinzusetzen, daß überall, namenb lich aber in den Landorten, im Einvernehmen mit den Pfarrern, diese Sonntags« schulen stets nach beendetem Frühgottesdienst beginnen und an höheren Feiertagen jeder Unterricht ausfällt." Berlin, 2. Juni. Deutscher Reichstags. Um 121/4 Uhr eröffnet Präsident Vr. Simson die heutige 47. Plenarsitzung mit kurzen geschäftlichen Mittheilungen, dann tritt da- Haus sofort in die Tagesordnung ein. t Parlamentarische Strategie. l lichkeit controlirten Thatbestand die Franzosen zur Selbsterkenntniß ihrer revolu- Die Nationalzeitung und andere Blätter beklagen sich bitter über die barsche tionären Barbarei zu bringen, damit sie in derselben den erste» Anfang der WeiS- Behandlung, welche sie in letzter Zeit vom Fürsten Bismarck erfahren; auch wirAeit und Genesung wiedersinden. sind durchaus nicht erbaut von dem Tone, den der Reichskanzler nichr selten dem' w ' Reichstage gegenüber anfchlägt. Indessen, wenn man gerecht sein will, so muß man bekennen, daß der Reichstag selbst daran schuld ist, wenn ihm nicht überall mit derjenigen Achtung begegnet wird, die einer solchen Körperschaft gebührt. Da- t bis 18 )ah rji nsabrik von tauffmanir. ird in ein hier rfragen bä 6r • ''M geivM-a nm.cn kann, u anitalt. ^übfanitti Spinnerei & ton ifl taQ Üßaifeftutf. lern Selm, ü. Tiarr. —------- e «'Imme mir) y Aon wem? s qt beS kochen kann' aufIo-aimi | itl 3Birt&- I ibtbtn in einer , ober Johanrr bei :br. Eckeel. staaten vorgreifen. 2364) Mit ! ©ifjjfii Berste wundet Worten. ^shherzogtii) über stellt wtieren Tesit streben entqe^ Fracht Ncrheßsche1 Zormulari um der lich welcher dem Reichskanzler einen Credit für Elsaß • Lothringen eröffnen soll. Die finanzielle Bedeutung der heut vorliegenden drei Entwürfe anlangeno, so lasse sich schwer eine bestimmte Summe dafür sixiren; die Entschädigung der Rheder veranschlage man auf ca. 6 Millionen Thaler, für die Ausgewresenen seien 2 Millionen ausgesetzt, die Ersatzsumme für die Kriegsschäden und Kriegsleistungln lasse sich auch nicht annähernd bestimmen; die vierte Vorlage endlich fordere für die Betriebsmittel auf den elsässischen Bahnen 5 Millionen Thaler, womit man bis zum Eingänge einer neuen Rate der Kriegökostenentschädigung auszukommen hoffe. — Schmidt (Stettin) bittet um Annahme der Vorlage, die seiner Ansicht nach nicht zu verbessern ist. — v. Benda wünscht, daß die Entschädigunzsfestsetzungen vom Reiche normirt werden und nicht den Einzelstaaten überlassen bleiben. — van Fretden und Frhr. v. Hoverbeck sprechen ihre Befriedigung über die Vorlagen aus; Letzterer knüpft daran die Frage, ob nicht auch die Kriegsanleihen aus der Krregskost.'n - Entschädigung gedeckt werden sollen? — Minister Delbrück bejaht dies Namens des norddeutschen Bundes. — Nach kurzer Debatte zwischen den Abgg. Dr. Löwe, v. Hennig, Schlei und Profch über die Freiheit des Privat- eigenthums zur See wird die Vorlage zur zweiten Lesung im Plenum verwiesen. Es folgt die erste Lesung des Gesetzes über die Gewährung von Beihilfen an die aus Frankreich ausgewiesenen Deutschen. M) Das die w*aoglifyn. schert: Letzter Gegenstand der Tagesordnung ist die erste Lesung des Gesetzes über den Ersatz von Kriegsschäden und Kriegsleistungen. Kiefer spricht im Namen der Stadt Kehl den wärmsten Dank für die Vorlage aus und bittet das Haus, dieser am meisten während des Krieges bedrängt gewesenen Stadt dieselbe Freundlichkeit wie der Bundcsrath zu erweisen. — v. Benda regt die Niedersetzung einer Centralcommission für die generelle Schätzung der Schäden an und fragt, nach welchen Grundsätzen die Liquidations-Commissionen verfahren werden. — Minister Delbrück. Es laßt sich zur Zeit noch nichts Bestimmtes darüber sagen, jedenfalls wird der Bundesraty Normativb-stimmungen dafür aufstellen. — Fürst Bismarck bittet um möglichste Beschleunigung der Berathung, da es den Betheiligten außerordentlich schwer sei, durch Credit ,die Mittel zum Wiederaufbau der zerschoffenen Hauser sich zu beschaffen. Einstweilen würden allerdings nur Vorschüsse geleistet werden können, denn die völlige Abwicklung verzögere sich nicht unwesentlich durch die Regelung der Hypotyekenverhaltniffe; soweit die bereiten Mittel ausreichen, seien bereits in Hoffnung auf die Indemnität des Reichstags einzelne Vorschüsse bewilligt. Die Höhe der Entschädigungssumme lasse sich noch nicht übersehen; zu den schon jetzt angemeldeten 57 Millionen Frcs. kämen u. a. noch die großartigen Verwüstungen in der Umgegend von Metz. Die Lücke, welche die Einstellung des Geschäftsbetriebes der französischen Bank für Elsaß-Lothringcn hervorrief, konnte d-e Pnvatindustrle nicht ausfüllen, was um so fühlbarer wurde, als auch dir preußische Bank ihre Operationen dorthin nicht ausdehnen konnte, weil Vie preu- ßksche Gesetzgebung dem entgegensteht. Es fei deshalb bereits der Gedanke ange- regt, durch eine Verordnung mit Gesetzeskraft diesem Uebelstande abzuhelfen. — Miquel empfiehlt gleichfalls die thunlichste Beschleunigung der Vorlage. Dec Reichskanzler dürfe sich der kräftigsten Unterstützung dis Reichstages wie des preußischen Landtages bei der Hebung deS CrevitS in Eisaß-Lothrlngen versichert halten. — Das Gesetz wird zur zweiten Lesung im Plenum gestellt. Schl ß 3 Uhr. Nächste Sitzung morgen 12 Uhr. Tagesordnung: Erste und zweite Lesung des Gesetzes über die Bestellung des BundesoverhanvelsgerichtS ls oberster Gerichtshof für Elfaß-Lothnngen; dritte Lesung des Gesetzes über die Vereinigung von Elsaß und Lothringen mit dem deutschen Reiche; zweite Lesung der hnrte discutirten Gesetze. x Telegraphische &epef($en« 4- Darmstadt, 4. Juni. Die Militärconvention ist abgeschlossen. Hessin drei Regimenter Infanterie zu drei Bataillonen, zwei Regimenter Cavallerle Frhr. v. Patow hätte die Summe von 2 Millionen viel hoher gewünscht, praktisch zu zeigen, daß die Schutzlosigkeit der Deutschen im Auslande leit Wiederaufrichtung des deutschen Reiches vorbei ist. Redner referirt ausführ- über besondere Härten bei der Ausweisung. Fürst Bismarck. Es handelt sich nicht um den Schutz der Deutschen im Ncwyork, 12. Mai. Es constituirt sich hier ein „Deutsch-amerikanischer Nr- j AlWs'Ders tionalverem von Stadt Neu York und Umgegend", welcher die Absicht hegt, sich über das ganze Land zu verbreiten. △ Nom, 2. Juni. In dem Befinden des Papstes rst eine Besserung ein- getreten. △ Pesth, 2. Juni. Zwischen Oesterreich und Montenegro ist ein Postver- ,'trag abzeschloff.n worden, welcher mit dem 1. September d. I. ins Leden tritt. △ Eattaro, 2. Juni. Die Beziehungen zwischen Oesterreich und Montenegro sind gut., Stratimirowitsch dürfte das Consulat in Ccttmje erhalten. △ Scutan, 2. Juni. Die türkischen Truppen haben ohne Mühe die Aufständischen unterworfen. Der Fürst von Montenegro richtet eine regelmäßige Dampfschifffahrt auf dem See von Scutari ein. Der Fürst Nicolas beabsichtigt, den Bau der projectirten Stadt bald zu beginnen. △ Odessa, 2. Juni. Es wurde ein Complot entdeckt, wonach eine allgemeine Ermordung der Juden projectirt war. Es herrscht in Folge dessen hick große Panlk. ü " nttdeNic • oiiltlctt • • >MteI früher höchste - ' 'Mtrschlag.' and sechs Batterien. Die Uniform soll sich der preußischen möglichst annähera. Der Fahneneid wird dem Kaiser geleistet. Der Großherzog bekommt einen Rev^s von den Offizieren ausgestellt. Das Offizierspatent stellt der Kaiser aus. O fizien, welche nicht weiter dienen wollen, dürfen sich pensioniren lassen. Heber die Zukunft des Kriegsmimsteriums ist nichts bestimmt. Die Genehmigung der Stänve ist Vorbehalten. 4- Versailles, 3. Juni. Die Nationalversammlung hat mit Einstimmigkeit einen Credtt von 1,053,000 Francs für die Wiederherstellung des Hauses Thiers bewilligt. Die zur Prüfung des Antrag.s auf Aufhebung der VerbannungSzesetze gewählte Commnsion ist fast durchweg der Aufhebung günstig. Wie es heißt, würde der Antrag auf Verlängerung der Vollmachten Thiers' am Montag m» grbracht werden. △ Versailles, 3. Juni. Man hat Briefe ton Felix Pya, aufgcfundei, nach welchen er Befehle ausgcgeben hat, alle Geißeln sofort zu erschießen. Ei« Arbeiten zur Wi-oerherstellung brr Benoowesäule haben begonnen. Ein offem^ Brwf des Prinzen Napoleon an Jule» Faore spricht Beschuldigungen gegen rit Mitglieder ter Negierung des 4 September aus. Dcr Brief schließt, daß di«' einzig- Bafis einer Negeerung für Frankreich und die einzige Quelle, aus welcher, ihre Legitimität und Macht heroorgehen könne, der Appell an da« Volk fei. I Frankreich verlange es und soll es fordern. Mittwoch J( -borgens um ,NNM (bti Gastlvirth ■ /«-rstiig »c Vormittage m Mtunj @tim Wirth 1 Ä Quidt " Morzm , W da; ii ft, * um ^"denstruth i "sSih b'?n&!n’5,lln b'sG-m°r! gen berT«fi t) Tie Utt * Auslände, nicht um einen Schuh, der durch einen Krieg zu wahren ist. Es handelt sich um einen Feind, der während eines KiiegeS, den er mit ausfuhrte, mit der ihm eigenthümlichcn Gewalttbätigkeit und Grausamkeit die Deutschen vcnrieb. Also haben wir nicht Gcr-chtigkeit zu verlangen. Jede Regierung hat innerhalb ihrer Gcenzen für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen. Was wä^reno des Knegee und außerhalb unseres Gebietes geschehen ist, wollen wir der strafenden Gcrechs g- keit Gott'S überlassen, die sich auch schon gezeigt hat. Dei Vorredner Hal einzelne Fälle von Grausamkeiten angefüyrr, ich könnte noch Hunderte hinzufü:en. Da aber Frankreich den ganzen verursachten Schaden gar nicht entschädigen lann, so habe ich mich darauf beschränkt, eine möglichst große Summe zu ellangen. Den Franzosen dürften wir, wie zugestanden, nicht die Entschädigung der Aus gewiesenen überlassen. Die Anforderungen derselben sind übrigens exorbitant, so will ein Gesuch 2*/2 Milliarden für sic vorweg genommen haben. (Heiterkeit.) Die Summen für die Rhederei und die AuSgewrescnen sind nicht annähernd bestimmbar. Ich erwähne dies deshalb, Damit die Debatte nicht auf das Gebiet des Gefühls geräth; führen Sie sie.auf geschäftlichem Wege und sehen Sie wie am praktischsten zu helfen ist, ohne die Ausgaben zu groß zu ma^en. Ein Recht auf volle Entschädigung haben die Ausgewiesenen nicht, sie müssen sich sagen, daß rhre Thätigkeit im Äuslande mit größerem Risico verbunden ist. (Sehr richtig !) So verfahre» wir bei Entfchädigungen, die für Schäden in außer- europäirchen Landen zu leisten sind. Es handelt sich eben nur um Hilfe in einem Nolhstand, den wir nur inoirect mit veranlaßt habm durch Annahme der Kriegs- erkiärung. Ebensowenig, wie wir die Schäden der Inländer durch den Krieg alle vergüten können, haben diejenigen ein Recht auf Entschädigung, welche 20 bis 30 Jahre vielleicht vom Vatcrlande fern sind. Wir habcn zu beachten, wie wir am gerechtesten und am wohlfeilsten diese Beihilfe leisten. In der Hauptsache ist d.e Vertheilung den E.nzclstaaten überlassen. Bis zur Verthcilung der Kriegs- contridution an die Einzelstaaten ist nur vom Ruch ein erheblicher Vorschuß zu leisten, durch den wir das nationale Interesse, welches Gcsammtoeutschianv an bei Sache nimmt, betätigen. Dr. Bamberger erklärt sich mit dem Principe des Gesetzes einverstanden, hält jedoch die Materie mit der gegenwättigen Vorlage nicht erschöpft; er will der Regierung die Befriedigung später austauchender Bedürfnisse überlassen. Dte Berthe lang der ausgesetzten Summe anlangend, so hofft Redner, daß sie nur zur Auf Hilfe für die in ihrer Existenz bedenklich Erschütterlen, nicht zur Entschädigung der wohlhabenderen Ausgewiesenen verwendet werde; ob aber den einzelnen Regierungen die nölhige Information zur Beurth ilung der einschlägigni Verhältnisse innewohne, bezweifelt er, eine allgemeine Centralstelle erscheint iym dazu viel mehl geeignet. Fürst Bismarck. Die BundrSregierungen gingen allerdings von der Ansicht aus, d^ß die Unter,lützing mit der Vorlage nicht erschöpft ist, sie sind aber auch der Ansicht, daß alles Weitere den EinzUregierungen zu überlassen ist. Eine EenrraisteUe zur Veltheilung dcr Unterstützung beim BundeSrathe emzurlchten, Hut sei'n^B "^^uschen Mangel an Beamten, bet der Arbeitsüverbürdung derselben Miqusl. Eg handelt sich hier nicht um Durchführung völkerrechtlicher Prin- clplen, sondern um die Beihilfe für Menschen, die durch den Krieg in besonderes •J* llermhim; ich würde daher den besser situirten Ausgewiesencn, die in Frank- firiti / womöglich gar keine Entschädigung gewähren, um-sie hnifniffp ln Maße gewähren zu können. Um ober alle d cft Ver- i auu mu& fca6 Ncich die Vertheilung übernehmen, wie ja bier nickt nnr\a2 ^adigung der Ryedrr übernimmt. Die Centralisation ist I ? zr. ? ,f 6 Nichtigere, sondern auch das Leichtere; schon die Vkrtheilung f4l=.®t ,,nC' uT8md>rigfdtCin®K1|ltiat,n "C“ fp- Ausführungen. Wenn der Vonedner für > feine Ansicht anfuhre daß der Bundesrath die Entschädigung der Rycder über- c ommen, so fei darauf aufmerksam zu machen, daß er dafür die Organe schon in Florenz, 2. Juni. Der Gesandte Frankreichs hat sich bei der Regierung über die Haltung der italienische n Presse beschwert. Die Journale behaupten, daß gemessene Befehle zur Armirung unh Verproviannrunz der Festungen erlassen worden sind. Constantinopel, 30. Mai. Das diplomatische Corps ließ durch seinen jMenmsiz Aelteften dem Groß^ essier zu Dem glänzenden Siege gratuliren, welchen die kaiserlichen Truppen über die aufständischen Ben Assir erfochten, deren letzter ZufluchiS- ort, die Si^dt Ride, genommen wurde. Hiebei wurden 35 Rcbelltn-Häuprlinge p® SnC 3 tobtet und viele gefangen genommtn. Der arabische Ausstand gilt damit thut- - achlich für beendigt. Der Oberbefehlshaber der kaiserlichen Truppen, Redif Pascha, -st vom Sultan zum Feldmarschall ernannt. — Die Einreihung der Christen in d-e Armee wird nunmehr sicher erfolgen. — Im Patriarchenhofe fanden große Unordnung n statt, so daß Militär einschreiten mußte. Doch ist Niemand ver- : Nachdem noch Frhr. v. Patow und Graf Kleist unter großer Unruhe des anS Hauses für die Regierungsvorlage gesprochen, wird dieselbe zur zweiten Lesung im S« fe,l Plenum gestellt. chM Erster Gegenstand derselben ist die erste Lesung des Gesetzentwurfes über bieiben Reichskonsuln besitzt unb daß hier nach feststehenden Grundsätzen verfahren Entschädigung der deutschen Nhederei. — Minister Delbrück. Schon früher habe Serben könne. Das Reich bürfe in keiner Weise den Entschließungen der Einzel« ' er dem Hause die Mittheilung gemacht, baß der Reichstag , sich noch mit bem hoch- ‘ " wichtigen Gegenstände der Verwendung der Kriegskosten-Entschädigung zu befassen haben werde. Bei der Berathung der Vorlage im Bundesrathe sei keine Meinunqs- differenz zu Tage getreten, wohl aber habe sich die Arbeit als viel größer herausgestellt, wie man erwartete, was trotzdem kein Hindcrniß gewesen wäre, mit allen nothwenoigen Gesetzen vor den Reichstag zu treten, wenn man den Eingang der ganzen von Frankreich za zahlenden Summe in nächster Zeit erwarten könnte. Das sei jedoch nicht der Fall, nur auf den Eingang von 625 Millionen Francs sei zu rechnen, uno deshalb beschränke sich der BundeSrath auf die Befriedigung derjenigen Bedürfnisse, die nicht bis zur Herbstsession ausgeschoben werden können. Außer den drei vorliegenden Gesttzeniwürfen stehe noch ein vierter in Aussicht, ■ I @ic6*H -Sie" I «yrifjÄ Temperatur in Gießen, Mai 1871 : R. Par. Zoll. Amerik. Bonds 1881 r Spanier, neaest. 3% 32 V2 4 u; r 10 i ne Grasversteigerung der । Farbwaaren - Handlung von Einil Bloekchocolade. in Würfelzucker empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens.1 Reisstärke an der Schoor. nung: (hfri niteltgtritjiti '^s um tit weste LesvliL [( R girmß hauplcn, taß iJtn alü|Jia Brunelle«, Tafelmandeln, lanMtr 51 > tt w- 3,0» 8,36 10,38 23,0 0,44 2,23 Willl. TillmannS, in Nein scheid. 1882r 1885r 1887r Giessen (Seltersweg) Fabrik von (1942) Teigwaaren, als: Maecaront, VcrmicelliS und Suppcntcigc. Börsennachrichten. 3. Juni 1871. ;n M jon- leicht biiifl ,cn l’ ch w keM )to$» i na) 'N al( zu zi huhcü in 3 n 6 iNgrk ähley rauif ufun ya u i O- Actieii. Frankf. Bank 137 V2 Frankf. Vereins-Kasse 110 Darmst. Bankact. 351 Wien Bankactien 760 j Galizien 250V< Nvsincn, Korinthen, Mandeln, (5itronen, Eitronat, Orangeat, gestoßenen .Simmet und gestoßene Nafsinade versteigert werden. Zusammenkunft zur bestimmten Stunde auf dem Vicinalweg von Gießen nach Stein- berg an dem Schindanger. Steigliebhaber wollen die einzelnen Ab- thcilungen, wie solche abgepflöckt sind, vor der Versteigerung cinsehen. Gießen, den 4. Juni 1871. Großherzogliche Oberförsterei Schiffcnberg. Georgi. Eiergemüsc- und Eierfuppcnnudcln Julienne (getrocknete Aranzosen- suppenkrauter). Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. 2351) Ein Exemplar des NegierungS blatteö von 1816 bis 1870 incL ist zu verkaufen. Zit erfragen bei der Exped. d. Bl. 99 V4 96"/8 96i/2 96 V2 AU,,. Müttc«. .« ») ffi cnipfoplcit 1 Th Nautenstrauch, das Fabrikat Keilgebotenes. 1591) Fertige Hemden für Eonfirlnam den (Knaben), foiuie sonstige Leibwäsche für Mädchen, empfehlen Gcschw. Hcerz, Neuenweg. 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Diesem Nahrungsmittel verbauten viele Kinder ihre Gesundheit und Gedeihen, die Mütter ruhige Nächte. „ c Zu beziehen in Vi- und 1 Pfund-Büchfen ä 18 und 36 kr. durch zT, _ (2368) Julius 2ttallnch, in Gießen. ufa Th'»' inoungWW1 lit <1 W' flontaa t,l‘ Neue Matjes-Säringc cmpschlcn 3- A. Busch Söhne. (2371) fltn. H-ssM i ennä1}t:n. einen Jhwi i. tbtr tu 3,J< ter Stäaet Chocolade, Arrac, ö Rum, Cognac, v Pnnscheffcnze, Malaga,X Madeira, Sherry, ö Kirschwaffer und feinstes holländische Ligueure. X --- § Extrafein. Birucugel^c.x Italienische Maronen. 5 Champignons, Trüffeln, Sardine® A a l’Riuile, Kaviar, X Mixed - Mickles. A (^ondensirte Milch vonx ber Anglo- Swiss condensedX Milk - Comp. in Cham o (Schweiz). 2 Veesteigeruugen. Heugras - Versteigerungen bei dem Großherzoglichen Nentamte Gießen. 2373) Das diesjährige Heugras von den Grobherzoglichen Domanialwicsen wird ver- steigert: Mittwoch den l'L Juni l. I., 1) Morgens um 10 Uhr in der Gemar- , kung Butzbach von 9 Morg. 27' ^ Klftr. (bei Gastwirth Adam Ioutz daselbst.) Donnerstag den 15. Juni l. I., 2) Vormittags um 10 Uhr in der Gemarkung Grimberg von ca. 45 Morgen (bei Wirth Batst im Taunus.) 3) Nachmittags um 3 Uhr in den Gemarkungen Queckborn und Haarbach von 28 Morgen (bei der Sommersmühle.) Freitag den 16. Juni l. I., 4) Morgens um 9 Uhr in der Gemarkung Lindenstruth von circa 22 Morgen (bei den Wiesen selbst.) 5) Vormittags um 11 Uhr in den Gemarkungen Göbelnrod und Saasen von circa 70 Morgen (am Morensee.) Montag den 1». Juni l. I., 6) Morgens um 9 Uhr von 96 Morgen tn den Gemarkungen Leihgestern, Schiffen- berg und Watzenborn (im Gemeindehause zu Watzenborn.) Mittwoch den 21. Juni l. I., 7) Morgens um 9 Uhr von 22 Morgen in der Gemarkung Alt-Bnfeck (bei Wirth Krämer Hl daselbst) 8) Vormittags gegen 11 Uhr von 25 Morgen der Sorauwiese in der Gemarkung Staufenberg (bei Wiefenwärter Walther zu Daubringen.) Donnerstag den 22. Juni l. I., 9) Morgens um 9 Uhr von 135 Morgen in der Gemarkung Wieseck (bei Wirth Dorfeld daselbst.) 10) Nachmittags nm 3 Uhr von 132 Morgen der Weid-, Burg-, Ochsen- und Weidenstrauch-Wiese in der Gemarkung Gießen (im Gasthaus zum Pfau daselbst.) Die Großh. Wiesenmärtcr sind angewiesen, den Stetgliebhabern auf Verlangen die Wiesen vor der Versteigerung zu zeigen. Gießen, den 5. Juni 1871. Großherzogliches Rentamt Gießen. Ly ncker. ........................ mittlere.................. Mittel früherer Jahre............ höchste..............। * * ' Niederschlag: an 9 Tagen.....- - ' „ im Mittel früherer Jahre: an 14 Tagen . . durch stillt» I *n tic faifer« I rr Zuflucht« I ».Häuptlintzv I tamit ifat' | erif Paschs!! Christen in» n unten große imvünb »er* Local-Notiz. V mikkeil 5. Juni. ®cft«n tamtn dir rrstrn Trupp-n au« Frankreich hier durch. Drei 3üqe brachten da« Garde Gr-nadiec R-gimrnt Nr. 3 (Königin Misabeth). Dtt Lrute sah-n »ch drirrt an Ki«d-rn au«, warrn adrr alle munter und guter Lannr. D-r Empfang htrrftlbst "an drm anwrs-nd-n Publikum war ein herzlicher, wie auch der Bahnhof zu Ehren unserer h-.m, kehrenden Sieger festlich geschmückt ist. (Tb werden durch mein seit 26 Jahren weltberühmtes f V 55 Zahnmundwasser für immer sicher vertrieben, welches von den größten Aerztcn und höchsten Standespersonen anerkannt ist. Unzählige Atteste liegen zur Ansicht vor. E Hückftädt, Berlin, Prinzenftr. 37. 8u haben ä Flasche 18 kr. in der alleinigen Niederlage bei . (139) Earl Frech, tn Gteßen. Besondere Bekanntmachung. An die Einwohner GiesitM. 2364) Es steht nunmehr fest, daß unser, mit Waffenruhm bedecktes zweites Infanterie ^Regiment in etwa 14 Tagen seinen feierlichen Einzug in Gießen halten wird. — In der freudigen Erregung über dieses glückliche Erergmy, Herrscht, dessen sind wir gewiß, unter der hiesigen Einwohnerschaft nur ein Gedanke und Alle werden das Bedursn.s) tmpnnden, ihren inneren Gefühlen durch festliche Ausschmückung uird Beleuchtung der Stadt auch äußern Ausdruck zu gkben Dle,em Bestreben entgegen zu kommen, hat der Gemeinderath beschlossen, das zur festlichen Ausschmückung der ^tadr erforderliche ^ichtenreisig unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und uns beauftragt, dieses zur öffentlichen Kenntniflzu bringen. Mit Befriedigung erfüllen wir hierdurch diesen Auftrag und fügen diesem die weitere Nachricht ber, daß der und die Orte, wo daS Reisig hier in Empfang genommen werden kann, auch besonders bekannt gemacht werdeu. Gießen, den 3. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 6197) Die Specerei -, Material- und Preuss 4^2 °,o Oblig. 953/< Frankf. 3i/g0/0 Obi. 821/4 Nass. 41/2O/o Obi. 95 Kurhess. 4% „ 85 V2 Gr. Hess. 5«/0 Obi. 1017/g n n 40/0 n 913/4 n n 31/t0/0 n - Bayer. 5% « 101 Vi n 41/2 % 1jährige 971/2 „ 4% 1jährige 91 Würtemb. 4^2 % Obi. 96V2 Baden 4^2% Obi. 0. E. L. 95^4 Oesterr. Silberrente 57 „ Papierrente 481/8 „ 5% M. steuert. — ») Die Mitteltemperatur schwankt zwischen 8,0 (1866) und 13,6 (.1847 und ^868). Die Vegetation ist eben (am 4. Juni) um etwa 9 Tage gegen den mittleren Durchschnitt früherer Zahle verspätet. I Bade-, Fenster- und Pfcrdcsckwamme. fH'“- (jia off«" 6<= »<«*' , 3m »*u( tat 6«f I6 MsM-'S "f . rin . .rhjlttD' , »üd- c“L JÜ** Mobilien - Versteigerung. 2365) Künftigen Donnerstag den 8. L M-, Vormittags 9 Uhr, sollen die zum Nachlaß des Johannes Schmandt IV. zu Steinberg gehörenden Gegenstände wegen Erbvertbeilung in dessen Behausung öffentlich meistbietend versteigert werden, als: 2 Pferde mit Geschirr, 2 Kühe (RotH- schecken), 3 Schweine, 8 Stück Schafe, 1 GaaS mit 8 Jungen, 1 Hahn und 12 Hühner, 3 Wagen mit Zugehör, 2 Pflüge, 2 loggen, 1 Pfuhlfatz, 1 Fegmühle, 2 Dickwurzmühlen und sonstige Oekonomie-Geräthschaften, sowie sämmt- licher Hausrat!) u. f. w. Der Anfang wird mit dem Vieh gemacht. Watzenborn, am 3. Juni 1871. Grobherzogliches OrtSgericht Watzenborn. I- Ax Schäfer, Vorsteher. 2376) Donnerstag ben 8. Juni, Vormittags 10 Uhr , sollen auf dem hiesigen Nathhanse ein ein facher Mei der schrank und sonstige Gegenstände versteigert werden. 6 Reisstärke. I Tafelrosinen. X ZXXXX)c>0/q bayr. Präm.-Anl. 1083/4 Ansbacher 7 fl. 12 4% badische Loose 108 Badische fl. 35 Loose 65 V2 Oestr. fl. 250 v. 1854 75 1858r Prioritätsloose 165 1860r Loose 83y4 1864r w 122 Braunschweiger I8V4 Stadt Florenz 83V2 Weclmei. Amsterdam k. S. 100 Augsburg k. 8. 997/s Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 97 Brüssel k. 8. 94l/g Hamburg k. 8. 873/4 Leipzig k. 8. lOd’/g London k. 8. 119 V2 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 95Vg Wien k. 8. 965/g ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 3l/zO/o G. Cleldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 447/s-45V8 Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 43—46 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 108t. 9 54—56 Ducateu . • . 5 35—37 20 Frankenst. 9 2IV2—25 V2 Engi. Sover. 11 54 —56 Ross. Imper. 9 45—48 Lollar in Gold 2 27—28 EK3 Mr. IS OM Betreff Die Grivten § nnbe = 0 Fahnenfreund. Zu. Bestellungen empfehlen sich E. Heinemann, I. Ricker. 3 H Die NMg hierher (Nr- (Nr. (Nr. Gießen, Werner. (Fortsetzung.) Mit Illustration Lerche in 2234) Ein Junge kann in die Lrhre tre- “ Glaser Herdt, Asterweg. 2363) Ein kleines Logis zu vermiethen bei I Mannberger. „II M-Äh" 2372) Makulatur (alte Zeitungen) zu! H. Hochstätter. t Die 5 Dttkigigung vo fatlüiii; Wir M o. S*1’ 1 26- itbnur 18 N bkn AM Mrtikel zu fr immtt vnti 2375) Bei mir ist ein Familienlogis zu vermiethen. 7" Die soeben erschienene Nr. 36 KD enthält: Annoncen aller Art werben täglich befördert und zu den Originalpre.scn der Zeitungen be- rechnet durch das 0 Aunoncen-Bureau der Jsegcr'schen Buchhandlunq, Frankfurt a. M. «ei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. Nur bis zum Mittwoch! Die berühmte Psychologin, Nachfolgerin der Madame Lenorman d. - . 2381) Jeder Besucher wird mit Erstaunen vernehmen, wie sie die Lage einti .aus den Limen der Hand erräth. Man bittet deßhalb, sie nicht mit einer Kar' tenschlagerrn zu vergleichen; denn die Selbstüberzeugung wird Jeden in Erstaunen setzen. Eme ;ede Person spricht die Dame allein. ' ö Die Dame ist zu sprechen von Morgens bis Abends in der Bude im Oswald'- der Firma: .Die neuesten Ereignisse der Zeit", und bittet um zahlreichen Besuch. " NB- Auf Verlangen wird die Dame auch in die Wohnungen gehen. Wa u ff« bk'^binti fr > Ne«, fr bi fri «Uh b”t' ^"«fb y.fr1 4n,birtt| m diesem Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln siebenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §.14, 6 der Telegraphenordnung) deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für notwendig hält, damit die Depel'che ihren Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc wid Er-nrttelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des der elegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beförderung resp. Ausnahme der Depesche beteiligten Stationen collationirt werden jcpa ^^blongt trotzdem ern solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Sande >des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können dem Aufgeber auf desfallsige rechtzeitige Reclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zuruckgezahlt werden. ' | Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecoim Anandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet Berl.n, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanrler. Im Auftrage: D e l b r ü ck. Bekanntmachn n g. Nach §. 15 der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Linien de? ^.elegraphen-Vereins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu recommandlren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme mitwirken, vollständig fo(- la^Nlrt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufaeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die Weiterbeförderunas- Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weitcrbeförderungsanstalt zugestellt worden ist. .. . Die Einführung der recommandirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correctcn Ueber- Mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der teleara^ phischen Betriebsmittel überhoupt zu erreichen ist, zu vermehren. ErfahrungsmaKia rcerb™ recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben, muth- maßlich weil die ^axe für die Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche 'V' U) V 11 i • 2325) Ein zuverlässiges, mit guten Heug- mssen versehenes Mädchen wird gegen hohen Lohn für ältere Leute zur Bedienung und Pflege gesucht. Neue Anlage C. 30, gleicher Erde. 2312) In Lit D. Nr. 3 auf dem Kreuz! Saale des Berliner —-- ist ein moblirtes Zimmer zu vermiethen und! Künigsschlosscs. Mit Abbildung. — Der ten bei kann sogleich bezogen werden. Fahnenfreund. ------ Um nun ?em correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten fitfi eme correcte Uebermittelung seiner Depesche, — so weit es thunlich und nöthig ist - ■' ni sichern, soll vom 1. «juIi c cm versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirung, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und ! auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber eurer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, dre Vortheile der Recommandation auf einzelne Theile seiner Depesche be- sanken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der brrngt folgende Beiträge: Ein Held der Feder. Erzählung von (F r. lFortsetznna.) — Die unfehlbare Bowle. Gedicht von Hermann Oelschläger' %?,.• chwer.er Klosterdienst. Orginalzeichnung von Vincent St. . ... Düsseldorf. Die Napoleonideir und b-te Frauenwelt. Rr 2 Dos iwpib p 101 *■ jenugr 1 MMNg tti J'Wtfctrl i6N toirft, I Ml Wort in S-3. I * I* Sinin "fr 9Hn b»n 8ni< bt« *r)it «taffen 18"'54lta«8 T» W bi« ±9a“* In ®n bra”e§ Di-nstmädchm wird 1204) Ein mBhrirtra Snnnluui.id,/ 9fl.s!fi.f|Utl,t. »• Nr. IdO. btnet ist m einer @artairoo[;nung zu vcr-^ »en Ebrüunbert^'" ^'urb.chter des vori-| 2268) Frau Geh. Justizr. Ploch sucht miethen und sogleich zu beziehen. Näheres^"üg Ä dem Rilb7 Johanni ein Mädchen für Küche und bet der Exped. dieses Blattes. < gung. «qu oem Bilde von Wleschebrink: Haus. Henngekehrt zu den Fleischtöpfen des Vater-1 ' ianoes. — Jm weißen Saale des Berliner 2352) 25 bis 30 tüchtige Mangan-Eisenerz-Bergleute werden auf meinem Bergwerk "Lt. Wendel im Gambacher Wald bei Butzbach gegen hohen Lohn gesucht. Hierauf Reslectirende wollen sich bei meinem Steiger Wm. Fachinger in Pohlgöns, oder bel Steiger NondHofer auf dem Bergwerk anmelden. Limburg, den 1. Juni 1871. __Jacob Unkelbach» 2378) Nähmädchen werden gesucht von | _______W. Frank. 2350) Zu Johanni sucht einen Haus-! burschen Apotheker Dr. Hempel, j