Erscheint täglich, mit ÄuS nähme Montags. Expedition: CanzleiSerg 8tt. B. Nr. 1. Mfimi die er «Bagnef. ■® autf> ferner mtr ünständige ^dermachn dir. 168.' ----- iiiiin.” 205.Dienstag den 5. September Bestetlungen auf den Gießener Anzeiger NLWLSLUkA'L Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erkalten denselben für den Monat September zu 20 fr. Amtlicher T b e i l. bevdö. bei Linien bt5 Kechl, dieselbe »nw, welche bei vollständig UV 6, unmittelbar erbeiördenmgS- ie rexesche den, ben ist. bem correipon« retten lieber» nir der tcM-' liahrungsEt gegeben, mB- bie cigenM Großh. Landw.-Bezirks-Commando Gießen. Hierzu gehören Hierzu gehört: die III. Zu Giesten Dienstag den 12. September 1871, Vormittags 7y2 Uhr, im Oswald'schen Garten. Stadt Gießen, sowie die dazu gehörigen Mühlen und Höfe. IV. Zu Garbenteich Dienstag den 12. September 1871, Nachmittags 12-/, Uhr, an dem Bahnhofe die Orte: 7 1 * m , Gießen, den 30. August 1871. Bekannt m a ch n n g. Die diesjährigen Herbst-Control-Versammlungen im Kreise Gießen werden, wie folgt, abgehalten werden: Albach, Annerod, Burkhardsfelden, Dorf-Gill und Hoß Gill, Ettingshausen, Garbcnttich, Hattenrod Hauke,, 9,rf, w v. Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Oppenrod, Reiskirchen, Steinbach, Watzenbor,/mit Steinberg, Winnerod^ ' Es haben aus diesen Ortschaften zur bestimmten Stunde sämmtliche im betreffenden Bezi.ke wohnenden beurlaubten Militärs allor Waffe., des ehemaligen Norddeutschen Bundes, sowie des Großherzogthums Baden zu erscheinen, welche ur Landwebr rae-reten ^Reserve gehören, zur Disposition der Truppentheile beurlaubt, oder zur Disposition der Ersatz-Behörden Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben die gesetzliche Strafe m erwarten Schließlich sei noch bemerkt, daß die Leute, mit dem Militärpaß und Führungsattest rerseheu, in bürgerlicher Kleidung 'zu erscheinen haben und vor dem Begrüne der Control-Versammlung Schirme, Stöcke und Pfeifen abzulegen sind. 5 1 n Eine speciellere Vorladung wird nicht mehr erfolgen. Franck, Major und Bezirks -Commandeur. Montag den 11. September 1871, Vormittags 71/2 Uhr, an dem Bahnhof Hierzu gehören bie Orte: ‘ ’ anenborf a. d. Lahn, Eberstadt mit Arnsburg Groß-Linden, Gröningen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern II. Zu Lollar Montag den 11. September 1871, Nachmittags 1 Uhr, auf dem Turnplatz Hierzu gehören die Orte: * r Ä2MÄSJWT ****• ***•• »"“»«"f”«» «h D..«.,.-,., \I\^‘ d pi bietflt- & b nötbig w.' bas ‘ , ift UH6 ^aaunnaft I“ fffhenben deren rie’^e ibren B,rt «■ Lnflunflen : Jen bei der n a ffiffbtn* bK hinb< JJ nfll sön-o>' .«rtCflOV ittntt unt Betreffend: Die Erhebuna der Forststrafen bei dem Großh. Nentamte Gießen, insbesondere Gießen, den 4. September 1871. vom III. Quartal 1871. Das Großhcrzo gliche Rentamt Gießen an sämmtliche Grostherzugliche Bürgermeistereien des Rcnlamtsliryrks. Die Forststrasen vom III". Quartal d. I. können von heute an bis zum 15. d. Mts. ohne Mahnung hierher bezahlt werden In Verhinderung des Rentamtmanus: Roth, Finanzaccessist. Politischer Theil. 4. September. Der Erlaß des bayerischen CultuSministers an den Erzbischof von München ß ein bedeutsames Ereigniß in dem Kirchenstreite, welcher vornehmlich in Deutschland mit besonderer Heftigkeit wüthet. Wie auch von beiden Seiten über das Schriftstück geurtheilt werden möge, das Eine beweist es jedenfalls, daß die gegen- dütige bayerische Regierung gegen die ultramontanen Übergriffe einen festeren ^tand eingenommen hat als ihre Vorgängerin. Denn im Anfänge schon erklärt Herr v. Lutz, daß nunmehr unter den Mitgliedern der Staatsregierung volle Ueber- 'instimmung bezüglich der Haltung bestehe, welche gegenüber den neuesten Vorigen in der katholischen Kirche anzunehmen sei; und diese Uebereinstimmung Glückt sich natürlich in dem Erlasse aus. Den Bischöfen mag es bitter sein (aber clbst der infallible Papst kann, wie der Minister in einem anderen Zusammen- *anÖe sagt, Thatsachen nicht aus der Welt schaffen), wenn sie auf fhre eigene > Here Opposition gegen die päpstliche Unfehlbarkeit und auf ihre Petition vom 10. April 1870, worin die Unvereinbarkeit des Dogmas mit den Einrichtungen ht heutigen Staaten dargethan ist, verwiesen werden, und wenn deshalb auf ihr nunmehr ins Gegentheil umgesprungenes Urtheil weniger Werth gelegt wird, als es ohne diesen eigenen Widerspruch geschehen würde. Der stärkste Schlag aber, den der Minister dem EpiScopat versetzt, ist der Hinweis auf die Mißachtung des Gesetzes, welche sich in der Nichtachtung des königlichen Placets kundgibt, ein Beispiel, welches um so gefährlicher wirkt, je höher das Ansehen ist, dessen der Gesetzesverächter genießt. Die bayerische StaatSrcgierung aber hält daran fest, daß die bayerischen Erzbischöfe und Bischöfe den Gesetzen des Staates unterworfen sind. „Was die Bischöfe hier vorgetragen haben, ist nichts Anderes als die Erklärung, sie überträten zwar eine zu Recht bestehende Verfassungsbestimmung, aber sie glaubten dies wegen der Gründe thun zu dürfen, die sie dafür anzuführen vermöchten, daß jene Verfassungsbestimmung gar nicht hätte erlassen werden sollen.... Wer es auf dem Gebiete des Strafrechtes unternehmen wollte, so vorzugehen, könnte in der Einsamkeit des Gefängnisses ausreichende Muße zur Ergründung der Unhaltbarkeit seinrr Theorien finden." Der Minister erklärt daher am Schlüsse, daß die Staatsregierung jede Mitwirkung zur Verbreitung der neuen Lehre versagen und nöihi- gensalls Vorkehrungen treffen werde, welche die Unabhängigkeit des bürgerlichen h Stmtrii bildung Suchkndeu haben keine Vorbereitungsschule mehr. tf H Oberflächlichkeit und Halbheit müssen die Resultate einer Schule sein, wenn dies Die Lehrer selbst sagen müssen! Es ist meiner Meinung nach hier wohl nicht der Ort, die Eingabe des Lehrerkollegiums zu kritisiren, so sehr sie mich auch zu einer Kritik reizt, aber gegen Eines in derselben glaube ich doch einstweilen protestireu zu müssen, dagegen nämlich, daß unsere, fttzt Tüchtiges leistenden und mit Gründlichkeit und System lehrenden Realschulen dieser Akademie subordinirt werden sollen, daß, wie das Lehrercollegium verlangt, diese Schule eine entsprechende Einwirkung auf die Realschulen erhalte. Da läge die Gefahr zu nahe, daß unsere jetzt blühenden und segensreich wirkenden Realschulen bald ebenso glücklich reorganisirt wären, wie die höhere Gewerbeschule, und davor wollen wir sie bewahren. Meine Herren! Dieser Versuch war für Jeden überzeugend und die Sache wird schlimmer und schlimmer werden, je mehr Sie die Schule hinaufschrauben wollen zu etwas, wozu ein Bedürfniß nicht vorhanden ist. An Anstrengungen, die Schule zu heben, hat es gewiß nicht gefehlt und wäre auf dem betretenen Wege etwas aus ihr zu machen, sie hätte sich heben müssen; — sie hat mehrfach vergrößerte Mittel erhalten,' es sind neue Lehrer berufen worden; die alten Lehrer sind besser gestellt worden: zur Vertretung der Schule im Ministerium ist ein Mann berufen worden, von dem ich nur beklagen kann, daß er nicht seine Kräfte Der Universität zuwenden kann. Trotzdem siecht die Schule dahin, weil sie eben kein Bedürfniß ist. Was könnte nicht geleistet werden, meine Herren, wenn nur ein Theil des Interesses und der Sorgfalt, die von Seiten der Regierung der hiesigen Schule zugewendet wird, auch der Universität zugewandt würde! Dort war die eine Fachabtheilung, das Jngenieurfach zu vertreten, der betreffende Lehrer hatte allein mehr Schüler, als die sämmtlichen Fachklasien des Polytechnikums zusammen. Dieser Lehrer wurde abberufen, man that nichts, um ihn zu halten, — der Senat der Universität macht seine Vorschläge behufs Wiederbesetzung, er erhält gar feine Antwort und erst nachdem ich wegen dieser langdauernden Vacanz interpellirt hatte, erfuhr man von Seiten des Ministeriums, daß der Lehrstuhl gar nicht wieder besetzt werden solle, weil die Jngenieurwissenschaft ja in Darmstadt gelehrt werde. Und so, meine Herren, wird dieser Lehrstuhl an der Hochschule behandelt, nachdem der Herr Regierungscommissär in der ersten Kammer fcierlichst erklärt hatte, es sei nicht die Absicht der Regierung, den Lehrstuhl für die Ingenieur- Wissenschaft von der Universität wegzunehmen. Meine Herren! Weisen Sie im Interesse des Landes und seiner gewerb* treibenden Bevölkerung, im Interesse der Anstalt selbst, die Anstalt wieder auf den Weg zurück, auf dem sie segensreich wirkte; machen Sie wieder eine tüchtige Gewerbeschule aus ihr und sie wird wieder blühen, wie sie früher geblüht hat, wo sie die vierfache Schülerzahl in den Fachklassen hatte, die sie jetzt hat. Ich kann mich nach dem, was ich gesagt habe, nur mit dem Passus 1 des Ausschußantrags einverstanden erklären, mit Passus 2 aber nicht, und ich stelle in Gemeinschaft einiger anderer Herren den Antrag: statt Passus 2 des Ausschußantrags zu setzen: „die Kammer wolle die Regierung auffordern, die polytechnische Schule in Darmstadt wieder in eine dem Bedürfniß des Landes entsprechende .höhere Gewerbeschule zu verwandeln, mit ähnlicher Organisation, wie ,fie vor der Reorganisation im Jahr 1864 bestand und unter Festhal- .tung eines bestimmten obligatorischen Studienplans." technischen Schule und der Frage ihrer Umwandlung in ein Polytechnikum hatte Sie der Herr Regierungscommissär versichert, daß dies ein letzter Versuch sein sollte, der das daran zu verwendende Geld doch wohl noch werth fei. Run, meine Herren, der Versuch ist gemacht und hat einen so gründlichen Mangel an Erfolg gehabt, wie auch der ärgste Pessimist nicht erwarten konnte. Einunddreißig Schüler in den Fachklassen und auch diese nur weil, wie das geehrte Lehrercollegium in seiner Eingabe mit anerkennenswerthcr Offenheit sagt, aus Rücksicht für den geringen Besuch: „Die Schüler ohne die nöthige geistige Reife ausgenommen werden und die Wissenschaftlichkeit der Vorträge theilweise aufgegeben wird, um nur einigermaßen das Verstand niß zu ermöglichen." Meine Herren! Das sind verba ipsissima des Lehrercollegiums. Welche * Gießen, 4. September. Da über Die bekannte Sitzung der Stände. ; kammer vom 22. August, betreffend das Polytechnikum in Darmstadt, ausschließ lich solche Berichte (in Darmstädter Zeitungen) erschienen sind, welche das Für । erörtern, die Gründe gegen dieses Institut aber, welche in der Verhandlung an- i gebracht wurden, verhällnißmäßig wenig beachtet haben, so wird iS für unsere: Leser von Interesse fein, von dieser Seite einen näheren Einblick in diese Ver- ; Handlungen zu gewinnen. Wir bringen zunächst die Bemerkungen des Abgeord* neten Heß zum Abdruck, mit Der Absicht, weiterhin auch die Reden Der übrigen Abgeordneten zu liefern, welche sich gegen das Projekt ausgesprochen haben. Verehrte Herren! Es ist wohl kaum Jemand in diesem Saale, Der Die uns angesonnene neue Bewilligung für daö polytechnische Schulproject als etwas anderes betrachtet, als eine Bewilligung Der Mittel zu einem abermaligen Experiment und ich habe Die Ulberzeugung, daß auch Die Herren auf Der Negierungsbank Die Sache nicht anDerS ansehen und daß sie recht sehr wünschten, Der Beschluß dieses Hauses vom 21. März 1868 wäre ein anderer gewesen, ein Beschluß, Der allerdings mit einer Mehrheit von zwei Stimmen Der gerade anwesenden Herren gefaßt worden ist, bekanntlich aber die Mehrheit Der Vertreter Diefts Landes nicht für sich hatte. Ich würde vielleicht nicht so entschieden gegen diese großen Ausgaben für erfolglose Experimente auftreten, Denn ich bin gerne bereit, auch Geld für im angeblichen Interesse einer Schule gemachte Experimente zu bewilligen, wenn, meine Herren, dieselben nichts anderes kosteten als Geld und Kräfte. Aber meine Herren, wenn durch diese Experimente die Hochschule des Landes schwcr geschädigt, eine andere Anstalt, deren das Land bedarf, ganz aufgchoben wird, dann liegt die Sache anders, dann halte ich mich für verpflichtet, solchem Verfahren entschieden entgegenzutreten. Ich will, gerade weil ich die Ehre habe, der Vertreter Der Universitätsstadt zu sein, hier mit Zurückhaltung von Den unheilvollen Folgen sprechen, Die Die Privilegien, mit welchen Die neue Lehranstalt jetzt auSgcstattet werden soll, nothwendig auf Die Hochschule haben müssen; sie liegen auch zu sehr auf der Hand; Denn Die wenigen Schüler, Die man etwa noch herbeiziehen würde, würde man ja nur durch Diese Privilegien der Universität entziehen und die Kräfte würden meiner Meinung nach in einem unverzeihlichen Maaß zersplittert. Ebenso große Nachtheile werden aber durch dieses unmotivirte Hinaus- schrauben der Schule zu einer technischen Akademie Dem Lande und spcciell seiner gewerbtreibenden Bevölkerung zugefügt, weil dadurch dem Lande eine Anstalt, die ein dringendes Bedürfniß ist, die höhere Gewerbeschule, genommen wird, eine Schule, auf der Die theoretischen Kenntnisse für Die höheren Gewerbe erworben werden können und außerdem die Vor kennt nisse für die technischen Hochschulen. Eine derartige Gewervschule ist ein wahres Bedürfniß für unser Land. Sie hat in den vierziger Jahren unendlich segensreich gewirkt und unsere Industrie fühlt es tief, daß sie zerstört worden ist Durch Das unaufhörliche, Den Verhältnissen nicht angemesscne, Reorganisiren. Daß Die beabsichtigte technische Akademie einen Ersatz für Die höhere Gewerbeschule nicht gewährt, das wird von Niemand b» stritten werden; — Denn von Den Leuten, Die eine technische Akademie besuchen wollen, meine Herren, giebt es in unserem Lande ganz außerordentlich wenige, aber solche, Die das lernen wollen, was sie in ihrem Berufe als Techniker brauchen und Die eine höhere Gewerbeschule besuchen wollen unD sie jetzt nicht mehr im Lande haben, giebt es eine sehr große Zahl. Meine Herren! Ich war auch Schüler Der höheren Gewerbeschule zur Zeit ihrer höchsten Blüthe und werde ihr ein dankbares Andenken bewahren, so lange ich lebe. Damals war sie ein wahrer Segen für Das LanD, weil sie bescheiden ihre Ausgabe zu erfüllen strebte, ohne immer höher hinaus zu wollen, und Die Schüler, Die von Der hiesigen höheren Gewerbeschule aus auf Die technischen Hochschulen gingen, galten überall als Die Bestvorbereiteten. Das ist j tzt Alles anders geworden. Unsere Gewerbtretbenoen haben keine höhere Gewerbeschule, keine Gebietes vom kirchlichen Zwange verbürgen. Wenn man Dem Erlasse vorwirst, i daß er keinen Aufschluß über Die von Der Regierung beabsichtigten positiven Miß- ( regeln gebe, so scheint dies Doch ein ungegrünveter Tadel zu sein. Solche Maß- f regeln sind in Den Schlußworten angedeutet; sie auseinanverzusctzen, ist nicht ein ■ Schreiben an Den Erzbischof, sondern Die LanveSvertretung Der geeignete Ort, so weit Den entstehenden Uebeln nicht Durch ministerielle Verfügungen Einhalt gtthan werden kann. Wir glauben, daß Die Gegner Der ultramontanen Bestrebungen mit Der klaren unD unzweiDeutigen Darlegung Der ministeriellen Auffassung vor- läusig wohl zufrieden sein können; an Der Unzufriedenheit auf ultramontaner Seite Wird cs gewiß nicht fehlen. In bestimmter Weise geht Der „B. Börs.-Ztg." Die Nachricht zu, „daß die Finanzoperation, Durch welche cS Der französischen Regierung möglich gemacht werden soll, die Dritte halbe MiviarDe zu bezahlen, zum Abschluß gelangt sei. Die Beschaffung Des Geldes geschieht Durch Wechsel, Die bis Ende November zu lausen haben und welche Die Namen einer Reihenfolge erster europäische Häuser tragen. In Berlin soll bei Der Operation Der Berliner Bankverein bethciligt sein. Aue Der sürst-erzbischöflichen Canzlei in Wien wurden an sämmtliche Land- bürgermeister folgende Fragepunkte zur Beantwortung überschickt. Dieses Schriftstück ist betitelt: „Einvernehmung der Repräsentanten Der Pfarrgemeinde". 1) Ob Die Pfarrgemeinde hinsichtlich Der Abhaltung des Gottesdienstes oder Der Seel forgepflege einen Wunsch auszusprechen oder ein Anliegen hinsichtlich der Förde, rung der Religion und Der guten Sitten vorzubringen habe; 2) ob in Der Pfarr- gemeinde öffentliche Ärgernisse bestehen, insbesondere unverheirathcte Personen verschiedenen Geschlechtes in sündhaften Verhättnisftn zusammen ode» Ehegatten eigenmächtig von einander getrennt leben; 3) ob in Der Pfarrgemeinde nächtliche Schwärmereien, insbesondere häusige und über Die gesetzliche Zett währende Tanzmusiken gehalten werden; 4) ob an Sonn- und Feiertagen der Gottesdienst fleißig besucht wird ;,nD ob nicht diese Tage durch knechttiche Arbeiten, durch Spiel- unD Trunkgelage entheiligt werden; 5) ob die Kinder zum fleißigen Schulbesuche und Die Der Schule entwachsene Jugend zum Besuche Der Wiederholungsschule an- gehalten werden; 6) ob der Geistliche zur gehörigen Zeit zu Den Kranken geholt werde; 7) ob von Den Pfarrkindern da§ Kirchengebot Der österlichen Beichte und Communion erfüllt werde. Von mehreren Bürgermeistern wurde Dieses Circular mit der Bemerkung zurückgeschickt, Daß sie sich nicht zu Polizisten des Eonsistoriums hergeben; von anderen wurde Darauf geschrieben: „Wir sind nicht in der Lage, zu antworten, wir bitten, sich an Die Pfarrer zu wenden." besonderes sch doppelt rpjju P>!« r'N° Mn11 Nb|gfr.®»r ®"6'n, bln I *'J Miiiichk"/ «Hl M'!*1' I dich- ? di- W-S Hs--1 ä Mi I« ** Wie wir nun Mrahenlen / 1 Laven, Men u fiblen Glunv f pelche einen sol für übetfliW'1 sein, Oesterreich m, Lerlragevi M inltmationt Mchn Mich w 5 tun fotz. Wj1 Mm Befchlu Fl-ohnleichnaniü seiner 6'genschc Weck, Nünzstcige W möge in Ver nn verimalen Münz! eichst im Wert teerten. Die b aber bis auf V ßilbercourant st sührung eines g Wien, 31 mehrnen zu ko beiderseitigen Lu baß unter den nationale Mab merklich gemacht LanveSmHer Mvnnlen sei die nationaler Schr Ällz, 29. der Kaiser nch Die Hand zum ' die nliMen H Verfügung wir Gchm ^rS deutschen d-rr König die in Begleitung Donnerstag m Paris, sranMen S des deutschen. Minister und französischen R . Constant W mehr lar d" Leben noch die Cholera. Md« Md des Giv Morden ist, j Ich will zur weiteren Motivirung dieses Antrags nicht viel von dem wieder- holen, was vor Drei Jahren, als Die Anstalt zum Polytechnikum erhoben wurde, so ausführlich für und wider gesagt wurde. Ich glaube, Die Vergangenheit und Die Gegenwart Der Anstalt motivirm zur Genüge meinen Antrag, und ich bitte Sie nochmals, meine Herren, verlangm Sie, daß Die Schule wieder so organisirt werde, wie sie organisirt war, als sie so segensreich wirkte, verlangen Sie, daß wieder dem Lande eine höhere Gewerbeschule geschaffen werde und verweigern Sie, damit man auf Dem betretenen Weze nicht weiter gehe, Die angeforDertcn Mittel. Fulda, 31. Aug. Die Bischofsconferenz wirb am Dienstag beginnen. Die nordDeutschen Bischöfe treten schon am Sonntag zu einer Berathung zusammen. TagesorDnung: Conflict mit Der Regierung unD Vorgehen gegen Den Alt* katholicismus. t Berlin, 31. August. Professor Curtius aus Berlin wirD in nächster Zill eine Expedition nach Klein - Asien behufs Anstellung interessanter archäologischer Untersuchungen unternehmen, zu welchem Zwecke ihm von Seiten Der Deutscher Reichsregierung Die Hilfe eines höheren Ingenieur-Offiziers Der preußischen Armee und — soweit Die ExpeDition einige bisher noch wenig untersuchte, außerhalb des Verkehrs liegende Küstengebiete Durchstreift, — Der Schutz eines Kanonenbootes der deutschen Flotte gewährt worden ist. Zunächst wird die Expedition, welche übrigens nur zwei Monate in Thätigkeit fein wird, Die Ebene von Troza er* forschen. Als Architekt wird sich Der Baurath und Professor Adler derse.ben an* schließen, Dem gleichzeitig auch Der Auftrag geworDen ist, ein ProM zum Wieder* aufbau Der Johanniterkirche zu Jerusalem, welche bekanntlich der Sultan vor zwel Jahren Der preußischen Regierung geschenkt hat, an Ort und Stelle zu ent* werftn^^s gCfMöcn Tage, Abends, waren in Berlin sechs Cholerasälle amt* Na? ^°tb Wt? ve lich constatirt. ....... ................. yHVtH <1inv ---------- ------ München, 26. August. Nach Der „Südd. Presse" hat Das neue bayerische Mittelschule mehr im Lande, nur noch eine Akademie, und die eine höhere Aus- Ministerium Die aufgeworfene Frage, ob Die Einführung Des norDdeutschen Kriegs* «»-<- " -- - ' . dienstgesetzes durch Den bayerischen Landtag oder Den Deutschen Reichstag zu Meine Herren! Bei Der letzten Berathung über die Reorganisation Der wirken sei, in letzterer Art entschieDen. Die betreffenden Vorlagen sollen deut. chsjlllk brhaotklll r tu 3nynicttt* ,a !<** ’ ffif '.'•tO"41'/!' Tratten »ie dir Höhr« d nnb dir < dwausschraubtt 1 ^nßrfngungeB, ' hm betretcnei ße hat mehrsaij ; dir alten Lehr« imfterium ijt th m-l feint firafli »'n, veil sie (bei tonn, wenn nm er Regierung d« N würde! Don betreffende Lehr« i« Pcl?technikumt m ihn zu bahnt tederbefeWg, er itauernttn Loroiz der Lehrstuhl g« ja in DarntfliM X (dun ßtweib- tiill viedet 01! littet rinr W 8'W I* k W M- trm Pasu» 1 tl® t, unk ich M{ ® ieM rMtchtt^ uat unter bau. " Ö"M f-i. #Ii«< ä,Va ^'°>S /'"fa&Wii t r“*® i« V“7'" 9" ^ktfr auf. k°""' « tu '9'“®*- Milch, 'tln' »nm ti(t fit Eingabe tt| rrill- a^r gegen *- ^gegen näm, 1(11 und System ' datz, wie dai nd auf die Real- 1-1 •» *•* ee ,chd-"^ :»'*5 r-k-pi A r » hei St-ti x . Ochstet V r »"'i&i i* irti« i:|rt r' ßiit«' , 4v'“*’50' ] Vermischtes. Wechsel. Amsterdam k. 1167/g 79V. Oberhessen Temperatur In Gießen, August 1871 : Braunschweiger 187/s Stadt Florenz 833/4 1881r IN11/2 1882r 96 1885r 96 V8 Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Dis conto Oestr. 1858r 1860r 1864r Borseunaclirkhtcn. 2. September 1871. k. S. k. 8. k. 8. k. 8. 92 96V: 4,0° R. 13,78 „ 13,71 „ 24,2 „ 1,40 Par. Zoll. 2,47 „ „ fl. 250 v. 1854 76V4 Frioritätsloose 180 V2 Loose 86V2 » 1373/4 Aetlen. Frankf. Bank 139 Frankf. Vereins-Kasse 110*/2 Darmst. Bankact. 388 Wien Bankactien 746 Galizien 2473/4 ____________ 8. 983/4 8. 993/4 8. 105 8. 95V8 8. 92i/4 8. 863/4 8. 105 Geldsorten, fl. kr. Pr. Friedrdor 9 571/2—587r Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. 10St. 9 55—57 Ducaten . . 5 36—38 20 Frankens!. 9 17—18 Engi. Sover. 11 48—50 Russ. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 25—26 m. 8. — 1. 8. - 31-0/0 6. Aetlen. Oest. Creditact. 286 - 50/0 östr. F. St. E. B. 371 Lombard. Bahn 178 Lud wigsh.-Bexbach 189 Maxbahn 133 */2 Bayer. Ostbahn 135 Hess. Ludwigsb.-Act. 156'/- Rheiu-Nahebahn-Act. 43 k. k. k. k. k. k. Papierrente 49 V- " " steuerf. — niederste ................ mittlere................. Mittel früherer Jahre............ höchste................. Niederschlag: an 8 Tagen • • • • • ; • ' ' * „ im Mittel früherer Jahre: an 14 Tagen . . Local-Notizen. ffiidrn 4. September. Der Zustand in der Backgasse ist himmelschreiend. Nachdem in den lebten drei^Jahren zwei Kinder ihr Leben in der dort offenen Bach emdußten, ertrank gestern Abend da- 3jährige Söhncken eines armen Mannes. Ist es nicht haarsträubend d.au^solche Dinge in einer Stadt geschehen können, in welcher alle Bürger darüber einig sind, daß kem Geld gescheut werden darf, solche Mißstände zu beseitigen. Die Bach »st entweder iu uberwo.ben oder mit einer solchen Umzäunung zu versehen, daß kein Menschenleben gefährdet wird. Wir machten einen löblichen Stadtvorstand bitten, von solchen Nebelständen ihr Augenmerk nicht abzulenken. „ 5% M. Amerik. Bonds J, „ 1887r 961/2 Spanier, neuest. 30/0 313/4 «.schstaae reitia genug vorgelegt werden, daß die Einführung des Gesetzes am 1. Januar 1872, dem dafür bestimmten Zeitpunkte , in Bayern stattfindenkann. Müiillien 29. August. Cs hat seine Richtigkeit mit der mehrfach besproche- : nen Nachricht 'bafc di-b preußische Negierung Bayern den bestehenden (deutsch- 6fl"ruSn) Äertug bi« zum 1. Januar 1873 gekündigt habe. Vollständig ; g?undi°« ist jedoch die Unterstellung, ai« ob Preußen damit die Absicht v°r o g-,, den bisher durch Bayern über die Brennerbahn gegangenen Transit nach Jtalt n und der Leoante aus die Gotthardtoahn abzuienken. An und sur sich springt in btt Auaen dass für eine solche Ablenkung bei der langen Bauzeit de. noch gar nicht in da« Stadium der AngriffSnahme getretenen Gotthardtbahn b» Z->tpun> offenbar viel zu früh gegriffen wäre, ganz abgesehen davon, bafe bet Verkehr sich nicht so ohne Weitere« durch Rcgierungsbeschlüssc in neue Bahnen letten laß. Wie wir nun aber glaubwürdig vernehmen, ist der bezugUche V-rtrag> lammt » Conirahenten, also nicht bloß Bayern, sondern auch O-st-rretch, Württemberg, Baden, Hessen und Luxemburg, gekündtgt worden, und man gi-bt uns al«Piau siblen Gründ für diese« Vorgehen Preußens emersetts die Versailler Vertrage an, welche einen solchen besonderen Vertrag unter den Gliedern de« deut chen Retch-S für überflüssig, wo nicht unstatthaft erscheinen lassen; andererseits soll beabsichtig sein, Oesterreich sowohl wie Luxemburg aus jedem, der Zeit von 1806 entstammen, den, Beriragsverhältnisse auszuscheiden, um mit diesen ,m Namen deö Reiche« neue internationale Vereinbarungen treffen zu können. oj München, 29. August. Nach der „Allg. Ztg." hat der Stad.mag.strat anlässlich der an ihn ergangenen Einladung, sich bei der gestern vor sich gcgange- uen sog Chvleraproeession zu beiheiligen, wiederholt »klartivaße« ve.dem krübern Beschluss Processionen nicht anzuwohnen, seinen Verbleib habe. An der FrohnleichnaniSprveesston bctheiligte sich der Magistrat nicht al« solcher, sondern .n »>• w»u. Münisraae folgende Resolution mit Einstimmigkeit angenommen: Dem-Reichstage möge in^der nächsten Session ein Gesetzentwurf zur Herstellung eine« tecimalen Münzsystem« auf Grundlage der reinen Goldwährung mit der Rechnung«- einheit im Wetthe von 20 Silbergroschen der gegenwärtigen Wahrung vorgel gt werden. Die bisherigen Silbercouranimünzen werden successsve eingezogen, gelten aber bis auf Weiteres als gesetzliche« Zahlungsmittel. D.e Au-pragung °n Silbereourant findet nicht mehr statt. All- provisorischen Massregeln ohne Durch- fübruna eines ganzen ReformplanS sind zu vermeiden. . Wien 30. August. Reichekanzler Beust hat erklärt, kein Landtagsmandat annehmen zu können. Der Liebe Mühe war also umsonst. - Die Organe der beiderseitigen Landesministerien dementiren die verschiedentlich verbreitete Nachncht, dass unter den Reichskanzlern in Gastein gemeinsame Schritte gegen die Inter- natttnale verabredet worden seien. Insbesondere wird dabe. von Ungarn her be. merklich gemacht, Graf Beust habe dergleichen ohne Zustimmung der betverseitigen Landesministkr gar nicht zusagen können und dieserhalb nicht angesragt. , Vor Monaten sei die Frage irn Ministerrath behandelt und dort die Vermeidung inter- nationaler Schritte gegen die Internationale beschlossen worden. Qint 29 August. Der Statthalter eröffnete den Lchrertag und versicherte, der Kaiser^ nehme lebhaften Antheil an der Hebung der Schule und werde nie die Hand rum Rückschritt derselben bieten. Auf höhere Weisung wurden jedoch die «UgÄn Frageii vom Programm des Lehrertage- gestrichen. Als Grund der Verfügung wird angegeben, daß man Unruhen befürchtete. (T. N.) . %nftcin 2. September. Der König von Griechenland empfing den Besuch b?« deutschen Kaisers und machte alsbald seinen Gegenbesuch. Nachmittags trat der ^i? die Weittrreise an Ka'ser Wilhelm reist, sicheten. Vernehmen nach, in Begleül'ng des Fürsten Bismarck Mittwoch nach Salzburg ab, wo derselbe Donnerstag mit dem Kaiser von Oesterreich zusammentriffl. I Paris 2. September. Das „Journal osficiel" meldet: Der Präsident der sranrösitchkn Republik empfing heute den Grasen Arnim, welcher ihm em Schretben M Ä Ä überreichte, durch welche« der Graf als bevollmacht.g er Minister und Gesandter in ausserordentlicher Mission bet dem Präsidenten d fre",6&Äd Aer.te erklären, der Grossvezier könne nicht meijr' lange \eben und nur durch die Entfernung von den Geschäften sich da« L" en noch einige Zeit fristen. - In Sebastopol und Simpheropol wuthet Preuss. 41/2% Oblig. 991/4 Frankf. 3V2% 0hl. 83 Nass. 41/2 0 0 Obi. 98 Kurhess. 4% „ 913/s Gr. Hess. 5% Obi. 1031/4 , n 40/0 n 957s „ „ 37-0/0" —. Bayer. 5% » 100^/g . 47-0/0 1jährige 991/4 40/g 1jährige 933/« Wiirtemb. *72% Obi. 983/4 Baden 41/2% Obi. c. E. L. 99 Oesterr. Silberrente 58j/a Constantinopel, 2. September. Aus guter Quelle verlautet, dass der Zustand di° GrvssvezierS Aali Pascha in Folge eine« Ruckfalles wieder äusserst kritisch geworden ist, so dass Die Netzte das Schlimmste besurchten. Den Hausfrauen empfehlen wir, zur gefälligen Nachachtung, beim Miethen ihrer Dienstmädchen die Empfangsart der Frau des Berliner PrafeffarS 3-, um den Dünkel gewisser «Damea vom Schmortopf" etwas zu dämpfen. Frau I. hatte zur Unterstützung in der Wirthfchaft durch das Jntelligenzblatt ein Mädchen verlangt. Um 10 Uhr Vormittags hall eine Droschke vvr der Thür ihres Hauses und eine elegant gekleidete Dame mit wallendem Schleier am Hut steigt au- und befiehlt dem Kutscher sehr laut, zu halten, da sie wahrscheinlich noch weiter fahren werde. Der Professor sieht vom Fenster aus die Dame und glaubt, eine neue Schülerin zur Erlernung 'remder Sprachen komme, wie das tagtäglich g'schieht, sich bei ihm zu melden. Die Klinget wird etwas stark in Bewegung gesetzt. Der Professor öffnet selbst mit großer Höflichkeit und bittet die Dame, cinzutreten. „Kann ich die Frau des Hauses sprechen?" fragt die Fremde, nachdem sie sich in einen Lehnstuhl gepflanzt hat, den ihr der Professor eilfertig hingerollt hatte. Der Professor öffnet eine Nebenthür und ruft hinein: „Elwine, eine Dame wünscht Dich zu sprechen , darauf verläßt er nach einer abermaligen Verbeugung das Zimmer. Frau J. tritt ein und fragt: Mit wem habe ich die Ehre?" Die Fremde crh.bt sich etwas widerwillig aus dem bequeme» Stuhl und antwortet: „Sie wünschen ein Mädchen zu Ihrer Unteistutzung in der Wirthschast zu enaaairen. Welches sind Ihre Bedingungen?" FrauJ. gegewragt in entschuldbarem ^rr- t()uni: „Wollten Sie so freundlich sein, mir ein Mädchen zu empfehlen?" Die Fremde antwortet leichthin- 3d) bin es selbst, die ihre Stellung zu ändern wünscht." Nachdem sie sich im Zimmer umaesehen "hat, tritt sie an s Fenster. „Sie wohnen reckt hübsch hier, nur etwas-hoch; ,eden- fallS haben Sie Wasserleitung im Hause?" „Jawohl." „3ch habe doch mein besonderes Zimmer? Natürlich." „Vor meinem Bette muß ich eine Decke liegen haben, da ich mich des Morgens beim Aufstehen gar leicht erkälte." „Soll bestens besorgt werden." „Was zah.en Sie Gage für die Eondition?" „Achtzig Thaler und zu Weihnachten: ein Atlasklerd und sechs FriedrichSd or. „DaS würde mir 'genügen." ,,Noch eine Frage wer kocht denn bei Ihnen?" Em französischer Koch wenn eS meiner Köchin nicht paßt." „Dann sind wir also einverstanden? „Noch nicht so aanr " fällt hier Frau I. in einem etwas vornehmeren Tone ein, „fetzt wirft Du mrr auch erst einige Fragen erlauben: Kannst Du Putz machen?-' „Aein." „Kannst Du franzogsch vor- lesen?" „Nein." „Krnnst Du Clavier spielen?" „Nein." „Dann kann ich Dich nicht brauchen!' Und ohne die Anmaßende auch nur eines Blickes weitee zu würdigen, verlaßt Frau 3. das Zimmer, und einige Minuten später besteigt die Küchenfee ihre noch vor der Thur haltende Droschke, um ihr Glück weiter zu versuchen. Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 58i/2 30/0 öst. s. Lombard 743/i 3°/q Livorneser 347/ö 5% Toscaner 531 4 5% Elisabcth.-Prior. 79 7g do. II. Emiss. 837/8________ -Äiilelieiwloo8e« Kurh. 40 Thlr. Loose 677, Nassau 25 fl. 40 40/g bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 1 l5/ö 40/g badische Loose lll3/< Badische fl. 35 Loose 6972 Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmachun g. 3710) Nachdem der Bäcker Ehristtan Jughard Hl- von hier seine Zahlungsunfähigkeit bei Gericht ar.gezeigt hat, haben etwaige Schuldner desselben bet Strafe doppelter Leistung nicht an diesen, sondern an den provisorischen Massecurator Max Pilger dahier zu zahlen und ^Diejenigen, welche Grundstücke an ihn verpachtet haben, werden angewiesen, stch^zur Wahrung ihrer Vorzugsrechte auf die Erndte baldigst bei Großherzoglichem Ortsgericht Gießen zu melden- Gießen, den 30. August 1871. Großherzo^ttches Stad^encht Gießen- Sta'dttichter. Stadtger.-Assessor- Gläubiger - Aufforderung. 3586) Forderungen an dm geringen Nachlaß des verstorbenen Loren'z Jung von Staufenberg sind, soweit dies noch nicht geschehen, bis zum 15- September dieses Jahres bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung bei dessen Vertheilung dahier anzumelden. Gießen, den 20. August 1871. Großherzogliches Landgericht Gießen- Bötticher, Hellmann, Landrichter. Landger.-Assessor. Oberhessische rftrf-rMi Ciseubtthu - Gesell- schäft. Bekanntmachung, die Ausgabe von Retourbillets betreffend. 3703) Vom 15. September 1871 an werden von und nach allen Stationen und Haltestellen der Oberhessischen Eisenbahnen, zwischen welchen überhaupt dircete BiUet- ausgabe stattfindet, Retourbillets zu cr- masiigtcn Preisen in der Art ausgegeben, daß ein einfaches (directes) Falnbillet l. Classe zur Hin- und Nückfahrt in U. Wagenklasse, ein einfaches Fährstillet U. Classe zur Hin-^ und Rückfahrt tu Ul. Wagenklasse ^^Die'für die Hinfahrt lautenden einfachen raithe, als: Flur Nr. 7os9 lnKlftr. 20 ^ofvaitbe auf dem Asterweg, flitbt 13‘ 2 kr. Reute, 27 Grabgarteu daselbst, 3 Hofraum mit Stall, — Hofraum (Miststätte) das., meistbietend versteigert werden. pelS als pcelourviuels lenuuiu) ^euiuuji uuu die so gestempelten VilletS können dann nicht mehr für diejenige Wagenklasse, für welche sie ihrer Aufschrift und Farbe nach Anspruch geben, benutzt werden, sondern für die nächst niedrigere Wagenklasse. Die Retourbillets sind zur Hin- und Rückfahrt gültig für zwei aufeinander folgende Tage, den Tag der Ausgabe als ersten Tag für voll gerechnet. Gießen, den 24. August 1871. Der Verwaltungörath. 960 7969 7970 öffentlich Gießen, den 19. August 1871. Grobherzogliches Ortsgericht Gießen. S e mm 1er, Ortsgerichtsmami. Billets werden durch Ausdrücken eines ben |3515) Dienstag den 3. gekoster d. I., Buchstaben R- darstellenden Nückfahrtsstem- , ^achmittags Uhr. peI3 als StctourbiUitd kenntlich gemacht und oll auf dalMsigem RathliaMe die bem^a die so flcftcmpelten Villcte! können dann lentni Heerdt und Ehefrau gcyorige yot- Versteigeruuttk»». Die Versteigerung eines Bauplatzes. 3680) Der zum ehemals Kratz'schcn Hause gehörig gewesene Hintergarten, 4~,~ □Älftv. Fläche enthaltend, soll Mittwoch den 6- September d. Morgens 9 Uhr, auf hiesigem Rathhause alü Bauplatz nochmals versteigert werden. Gießen, den L September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 3712) Donnerstag den 7. September, Vormittags 8 Uhr, wird die Grndte von sämmtlichen Pacht- grundstückeu des Chr. Iugstard lll- dahier an Ort und Stelle öffentlich versteigert, und werden die Verpachter auf diesem Weg eingeladen, der Versteigerung beizuwohnen. Die Zusammenkunft ist am Gasthof „Zum Pfau." Gießen, den 3. September 1871. Der Masseeurator: M. Pilger. Mr. 2vl tes Stübchen zu vermiethen. 3716) sind zu 43 (2815) 684) Theodor Franek’sche 1 Frachtbriefe für die Main-Weser-, Eöln-Mindener und Vaihingen a/E. H°is°rk..t, Oberhesslsche Eisenbahn, sowie fammtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Carl Hoffmann. Redaclion, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. CHr. Pietsch) in Gießen. Frankfurt a. M-, Große Eschenhcimerg. 41. LeM Abonnenten, Die in Anzeige gebrach! gewiesenen Vorz Gießen 3669) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermlethen; auch kann auf Verlangen die Kost bubet gegeben werden. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. M 6! (Nr- ߣ (Nr. 65 hüben Abweichrn Gießen, bf V ermiethungen. 3619) Eine Wohnung im Vorderhause, sowie Lagerraum, zu vermiethen. Ernst Pitthan. Körner, Bezirksbauaufseher. 3603) Ein möblirtes Zimmer zu ver- mtethen. Neustadt Lit. D. Nr. 97 im Vor- derhause, Parterre. 3676) feine kleine Familienwo hnung mit Zugehör, sowie eine Schlafstätte für zwei Frauenzimmer, ist zu vermiethen bei Wittwe Dechert, auf dem Reichensand. Ein Leiterwagen, ein Pflug, ein Pfuhlfaß, ein Ackergeschirr und einige Fliegennetze verkaufen. Brand Lit A. Nr. 208. Aibeilsversteigerung z» Galbenteich. 3711) Donnerstag den 7. September, Nachmittags um 5 Uhr, fallen auf dem Rathhause zu Garbenteich nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Das Schuldenwesen des Christian Jughard III. am Wallthor dahier betreffend. 3655) Dienstag den 5. September unrd der zum rubricirten Schuldenwesen gehörige Viehstand im Hause des Chr. Zug Hard III. am Wallthor dahier, und zwar Vormittags 9 Uhr, 2 junge Fasselochsen und 12 Rinder, und Nachmit- tags 2 Uhr 13 Oeeonomiepferde und 1 Fohlen öffentlich versteigert. Die zu versteigernden Objecte können zuvor eingesehen werden. Gießen, den 30. August 1871. Der Massecurator: ______ M. Pilger. Gießen, den 31. August 1871. Wilh. Sch mall. -Stehende Grschäftsanzeigen, die sich den Geschäftsfirmen aller Branchen, Patentinhabern, Aerrten, Lehrern, Agenten, Importeuren rc. als äußerst nützlich, ja unentbehrlich erwiesen haben, in den gelesenftcn Journalen des In- und Auslandes unter den günstigsten Bedingungen zur Insertion zu bringen, erbietet sich die mit dem Vertrauen der Geschäftswelt im reichsten Maaße beehrte AnnonccQ-Expedition von G. L. Daube & Comp. in Frankfurt a. M., München, Nürnberg, Augsburg, Würzburg, Stuttgart, Hamburg, Brüssel und Bern. 3719) Soeben ist erschienen und in der Unterzeichneten vorrätbig: Schwatto, C., Handbuch zur Benrtheilnng und Anfertigung von Bauanschlägen. 5. Auflage. Ausgabe in Metermaaß. Geb. 4 fl. 24 fr. Ferber'sche Univ.-Buchhandlung in Gießen. Feilgebotenes. 3708) Ein gut dressirter dreijähriger Hühnerhund äst billig zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. b. Bltts. 3696) Mittwoch den 6. September I. I., Vormittags 9 Uhr, soll Zur Unterhaltung des Wismarer Wegs ote Anlieferung von Lahnkies, veranschlagt zu 49 fl. 30 fr., auf dem Rathhause versteigert werden. Gießen, den 2. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 3295) In Lit. E. Nr. 78, Universitätsstraße, ist der dritte Stock, bestehend in 2 Zimmern, 2 Cabineten rc., zu vermfa- 3705) Zufolge verschiedener Anfragen s^e lch Mich genothigt, zu erklären, daß ich bei Anfertigung der Straßenschilder hiesiger Stadt nicht betheiligt bin.' Louis Müller, _____________Nfaler und Lackirer. 3660) Alle Diejenigen, welche noch Forderungen an den Nachlaß der Heinrich Schäfer III. Eheleute zu bilden haben, ersuche ich, ihre Rechnungen binnen 8 Tagen bei mir einzureichen, damit solche berücksichtigt werden können. Wohmmgs-Veränderung. 3692) Meinen geehrten Kunden und einem hiesigen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mit dem Heutigen in dem von mir erkauften Waa ner'- schen, früher Küfer Bachert's Hause wohne, und halte ich mich auch ferner in allen m mein Fach einschlagenden Arbeiten bestens empfohlen. r-rr M können mehrere hier in Arbeit stehende Gesellen bei mir anständige Schlafstelle erhalten. I. Netter, Herrenkleidermacher, ________________________________ Seltersweg Lit. C. Nr. 168. Schlesische Fencr-Versichmlnsis-Gesellschlist in Breslau, Grund-Capital fl. S,250,000. 1294) Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände "eg'en $eucUr6f/unbnS‘6" U"te liberQl£" Transport-Versicherung. Spiegelglas-Versicherung. Prospecte und Antragsformulare werden verabfolgt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: r . . _ I. Gg. Schröder in Darmstadt, sowie von den Herren: 3cau Döök in Gießen, Lehrer Bogel in Lond orf, H. Dietz B ui Kestrich bei Alsfeld, B. Stern Sohn in Bellersheim. I Eiserne Sinkkasten mit Wassernerschlus; für Straßen, Höfe, Küchen und Waschküchen- c Dieselben verhindern das Verstopfen der Thonrohrleitung, indem sich der Sckmnü in den Sinkkasten ablagert. v Durch den Wasserverschluß kann kein Geruch aus der Leitung austreten. ... „ Leichte schottische Gußröhren kur Regenrohre, Dampf- und Luft-Heizungen bis 8" eugl. Durchmesser. Enalischc senerftste Steine. Maurerarbeit, veranschl. zu 67 fl. 36 fr. Planirarbeit, „ „ 644 Chaussirarbeit, „ „ 1650 Pumpenmacherarbeit, veranschlagt zu......65 Gießen, den 4. September 1871. ! Zur Desinfektion! 3616) Carbolsäure, Deöinfectiouspulver, Eisenvitriol in Prima-Qualität, Chlorkalk in stärkster Sorte, em« p^hlt Ernst Hermes, Materialist. 3001) Ich wohne von heute an bei .Herrn Tabakfabrikant Bender, Seltersweg. 881«. Baur. t In rneh tobtet Dorbtn In Mächtr Ml kn lrutschr An totil rintzisvldtürn 5 ^ruuPtzrn bei Brhauptungrn1 durchaus nicht födak Ml hat W i Wunbnl'ssr. Sch : hrtet Mächte Achsen sjjhik. So wenig " den nächste,, ”, s° könnet g 9er Zeitung" rt» Zahle (Iön «Men «u. die Mobile t ^orgs S: di- A ifl ife« «ta,dl H ‘ ‘«i । I !"% ?ft * I Kat . (Einmdd)rfliiic. 3293) L’estragou, ä la rayigotte, feinste Weinessige empfehlen I. A. Busch Söhne. 3688) Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr: frischer Zwiedelkuche» F. W. Hartmann. , .. . . F. F. Andreas 3tm Ä 14. Englische glasirte Thonröhren für Eisenbahn-Durchlässe, Canal- und Wasserleitungen stets einige Tausend Rufi 8" 4" 6" 9", 12", 15", 18", 24" englisch Durchmesser vorräthig, sowie Bogen-Verbinbungs- und Syphonrohren. ö 3714) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen. Reichensand Lit. C. Nr. 133. r. ^04) Zwei Mädchen können unentgeld- berg^Lll^E^Nr^"^' ^cre§ Selters- 3404) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen m Lit. A. Nr. 227. 3706) In Lit. C. Nr. 203 (Kaplansgasse) (ft eine möblirte Stube für einen einzelnen Herrn zu vermiethen. 3715) Der Witt e'sche Garten am Schiffen- berger Weg, einen Morgen haltend, ist sofort zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts.____________ 3702) In schönster Lage Gießens vor der Stadt ist ein neu erbautes zweistöckiges Wohnhaus mit schönem Platze zur Gartenanlage, welches sich besonders zu einer Restauration eignen würde, aus freier Hand zu verkaufen. Franko-Anfragen nimmt die Exped. b. Bltts. unter Chiffre E. C. entgegen. 3709) Es werden 1 auch 2 unmöblirte «Dimmer am Seltersweg oder Seltersbera zu miethen gefacht. Gefällige Offerten besorgt die Exped. d. Bltts. Vermischte Anzeigen. 3717) Ein Beamter wünscht während! seiner dienstfreien Zeit schriftliche Arbeiten! zu übernehmen. Näheres bei der Erved.! d. Bltts. Agent Gesuch. 3707) Für eine Nordhäuser Kornbrannt- Unterrichts Anzeige. 3691) Unterzeichnete eröffnet wieder einen neuen Curfas im Zuschucidcn und An- o_... ----------------—- fertigen von Damenkleidern. — Damen. - ^belsgasse A. 94 ist ein möblir-.^^lche Th eil nehmen wollen, werden er- , • sucht, sich recht bald zu melden. A. Rothenberger, Lindenplatz. 2^000 gut gebrannte Backsteine sind abzugeben. H. Völker, (37l8)Weißbinder und Lackirer. 3675) Ein Tisch mit darauf passendem großem verschließbarem Schreibpult, eine große Bücherbank und ein Akten-Repo- fitorium sind zu verkaufen in Lit. A- Nr. 254, Schloßgasse. Grummetgraö-Versteigerung. 3713) Das diesjährige Grummetgras von den Freiberrlich von Nabenauischen Wiesen und Gärten soll . artxr$rc