LKK 'S »L «**• h. Sittä, SSuT. ::.b, %?®n’m. ... xjn. . ; "emiNHaug. - und rhreit tu«. iirijtr-, icbl 15, ob ft"' Gießener Anzeiger. PretS riecteljährtg 1 fl. 12 ft. mit srrtngnlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. erscheint täglich, mit AuS- nähme MontagS. Expedition: Tanzleiberg Lit. «. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. -kr. 17S Samstag den 5. August 1871. Bestellungen auf den Giestener Anzeiger bei allen Post-Expeditionen un^ dm Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bet der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate August und September zu 40 fr. Brodpreife vom 5. bis 11. August 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 21 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 101/2 fr. 4 Pfund Roggenbrot» 18 fr. 2 Pfund Roggenbrot) 9 fr. 4. August. j- Die durch mehrere Zeitungen laufenden Gerüchte von einer Militär- konveution der bayerischen Regierung mit Preußen sind, wie unschwer einzusehen ist, durchaus grundlos. Es liegt, wenigstens für jetzt nicht, der mindeste Anlaß vor, an den Versailler Verträgen zu rütteln, welche dem bayerischen Staate in Btzug auf das Militärwesen im deutschen Reiche wesentliche Vorrechte eingeräumt haben, und zwar um so weniger, als nur durch diese Zugeständnisse an die zweitgrößte Macht in Deutschland von Seiten der Bundesregierung es überhaupt ermöglicht wurde, daß Bayern dem deutschen Bunde beitrat. Daß schon jetzt in diese Sonderstellung Bresche geschossen werden müßte, ist, wie gesagt, durchaus nicht nothwendig, da in der deutschen Verfassung hinreichend Vorsorge getroffen ist, daß die militärischen Kräfte Bayerns für keine anderen als deutsche Rational- zwecke verwerthet werden können. Daß der Beherrscher des bayerischen Staates das Recht hat, die Offiziere, die höheren wie die niederen, feines Contingents zu nnennen, daß die bayerischen Regimenter nicht wie die übrigen des deutschen Heeres fortlaufende Nummern tragen, hat im Ganzen nur eine sehr geringe politische Bedeutung. Der Kaiser versügt über die bayerische Armee von dem Moment der Mobilmachung an vollständig, ihm allein kommt die Entscheidung über Krieg und Frieden zu, und da das Heer lediglich für den Fall des Krieges überhaupt einen Werth hat, so folgt daraus, daß dem König von Bayern die MitärhoheitSrechte im Wesentlichen genommen sind, denn was noch davon übrig geblieben ist, hat nur einen formellen Werth, welcher der bayerischen Eigenliebe schmeicheln mag, aber der höchst nothwendigen deutschen Militäreinheit keinen Ein- trg thut. Da nun außerdem die deutsche Gesinnung des Königs von Bayern vnd seiner Regierung hinlänglich dafür bürgen, daß den hie und da in Bayern ' vorhandenen Gelüsten, sich den nationalen Pflichten zu entziehen, keine Rechnung ; getragen wird, so liegt der Bundesregierung der Gedanke ganz und gar fern, der bayerischen Regierung ihre Vorrechte zu nehmen, auf welche sie doch immer, Dank ten außerordentlichen Leistungen des bayerischen Heeres im letzten Kriege, einen gerechten Anspruch hat; vielmehr darf als sicher betrachtet werden, daß die Bundes- ngierung jedem darauf gerichteten Versuche, an den Versailler Verträgen zu bohren, entschieden entgegentreten wird. Wenn der PartikulariSmuS der norddeutschen Kleinstaaten zur Zeit noch nicht hat überwunden werden können, so wird man leicht einsehen, daß das, was man bayerischen PartikulariSmuS nennen könnte, ein Kactor ist, mit dem man zu rechnen gezwungen ist. Das „Franks. Journ." schreibt: Was für unvergohrene Ideen in den Kopsen > her Socialdemokraten spuken, das beweisen wieder einmal recht deutlich jene Dinge, Vie anläßlich der neuesten Agitationen den Arbeitern gepredigt, und für unumstöß- liche volkswirthschaftliche Wahrheiten ausgegeben werden — Dinge, von denen man glauben sollte, daß sie längst in die Rumpelkammer überwundener und ver- lachter Anschauungen geworfen seien. Was soll man dazu sagen, wenn den Ar- beitem versichert wird, die Arbeitszeit muffe herabgesetzt werden, damit es möglich sei, eine größere Menge von Arbeitern zu beschäftigen? Wie weit ist es von da vis zu der Behauptung, die Maschinen müßten abgeschafft werden, um mehr Arbeiter in Verdienst zu setzen? Also noch nicht einmal Das ist diesen Leuten klar ' geworden, daß nicht die Nothwendigkeit, viele Arbeiter zu beschäftigen, sondern -Vie Möglichkeit, mittelst ihrer Arbeit recht viel hervorzubringen, für die Lage der arbeitenden Klaffen maßgebend ist! Da ist es denn freilich nicht zu verwundern, denn der wo möglich noch ungeheuerlichere Satz ausgesprochen wird, je weniger Vie Arbeiter producirten, desto höherer Lohn müsse ihnen gezahlt werden, eine kehre, die allerdings in sich so widersinnig ist, daß der einfachste Verstand sie als filche erkennen müßte und würde, wenn sie nicht eben so einschmeichelnd lautete -ad wenn nicht die Menschen immer geneigt wären, den seltsamsten Autoritäten Glauben zu schenken, falls dieselben es nur verstehen, sich an oie rechte Stelle des schwachen MenschengemütheS zu wenden. Das ist nun eben gerade die verderb- lichste Seite dieser socialvemokratischen Agitationen: sie appellirt nirgendwo an die guten, sondern durchweg an die schlimmen Eigenschaften des Menschen, und ins- besondere macht sie sich eine förmliche Aufgabe daraus, dem „Arbeiter" die auS- schveifendste Meinung über seine eigene UrtheilSsähigkeit und Wichtigkeit beizu- bringen. Es ist nur ein weiterer Ausfluß dieses Bestrebens, wenn man von gewisser Seite Alles aufbietet, die Namen „Arbeiter" und „Socialdemokraten" als identisch darzustellen; es soll der Arbeiter zu der Ueberzeugung angeleitet wer- ter, er müsse mit Naiurnothwendigkeit Socialdemokrat sein, sobald er dies erkannt Uabe, so sei der Stein der Weisen für ihn gefunden und jedes weitere Wissen unD Streben überflüssig. Bei uns in Deutschland sind wir jedoch Gottlob m der page, derartige Unterstellungen unter Hinweis auf eine gediegene und würdige Ar- ? beiterbewegung, welche in keiner Weise eine soctalvemokratische ist, zurückweisea zu können. Für diese Bewegung kann man die lebhaftesten Sympathien haben und dabei energischer Gegner der Socialdemokratie ja man kann die Hoffnung hegen, daß die letztere unter den deutschen Arbeitern selbst auf die Dauer das Feld nicht behaupten wirb gegen Diejenigen, welche nicht Haß und Neid, nicht Zerstörung und Verwüstung, nicht Hochmuth und Selbstüberhebung aus ihre Fahne schreiben, sondern sich an die tüchtigen, guten Eigenschaften der Menschennatur wenden. Für eine Sache, welche diesen Weg betritt, ist der Erfolg langsam und schwierig, aber wir brauchen Gottlob nicht an demselben zu verzweifeln. In Bezug auf die Zusammenkunft der Kaiser von Deutschland und Oesterreich ist noch keineswegs entschieden, ob Fürst Bismarck an derselben Theil nehmen wird, obwohl die „Börsenzeitung" positiv meldet, der Fürst Reichskanzler werde am 6. ds. Varzin verlassen, um am 8. in Gastein einzutreffen. Wie wir hören, soll Letzterer gar keine Neigung haben, dem Entrevue beizuwohnen, wie denn überhaupt in gouvernementalen Kreisen übereinstimmend die Ansicht herrscht, daß der Morarchenbegegnung in Gastein keine politische Tragweite zuzuschreiben ist. Das Centralorgan der deutschen Ultramontanen, die Berliner „Germania", welche in Sachen der Kirchenpolitik immer auf hohem Kothurn einherschreitet, hat mit der „Provinzialcorrespondenz" ein literarisches Tournier eröffnet, weil das halbimtliche Blatt zu behaupten wagte, daß nicht blos durch die Unfehlbarkeit des Papstes, sondern auch durch die endgrltige Feststellung und Durchführung gewi A in dem fogenannten Syllabus enthaltenen Lehren das Verhältniß zwischen dem weltlichen Staate und der Kirche wesentlich erschüttert werden müsse. Die „Germania" glaubte ihrem Feinde den Todesstoß zu versetzen, indem sie jene Auf- fassung mit Epitheton ornans „bodenlose Unwissenheit in den einfachsten katholi- schen Dingen" beilegte und behauptete, auf dem Concile habe es sich gar nicht um den Syllabus handeln können, da derselbe schon im Jahre 1864 vom Papste endgiltig verkündet sei. Die „Provinzialcorrespondenz" nimmt den Fehdehandschuh von Neuem auf, indem sie verschiedene Aussprüche citirt, welche merkwürdigerweise diese „bodenlose Unwissenheit" sowohl bei der französischen, wie bei sämmtlichen katholischen Mächten erkennen lassen, und sie schließt mit folgender Apostrophe: „Was die preußische Regierung betrifft, so hat sie, ungeachtet ihrer lebhaften Be- denken gegen die Concilsbeschlüffe, dennoch im Vertrauen auf den gefunden Sinn des Volkes und auf die selbstbegründete Kraft unseres Staatswesens die Glaubensfreiheit der Katholiken auch in diesem Punkte nicht beeinträchtigt: sie hat keinem Bischöfe, keinem Geistlichen oder Lehrer an ihrem Theile ein Hinderniß bereitet, die Lehren des Concils zu verkündigen. Nur das hat sie abgelehnt, katholische Lehrer, welche sich in ihrem Gewissen verhindert finden, den Beschlüssen des Concils Geltung zuzuerkennen, durch Mitwirkung des weltlichen Armes zur Verkündigung der Lehren zu nöthigen, durch welche, nach der Ueberzeugung der Regierung selbst, nicht blos eine wesentliche Aenderung des Glaubensstandes, sondern zugleich eine tiefgreifende Veränderung in der Gcsammtstellung der katholischen Kirche zum Staate eingetreten ist. ES handelt sich für die Regierung nicht um die Anerkennung oder Nichtanerkennung eines Glaubenssatzes als solchen, sondern darum handelt es sich, ob sie im Bereiche ihrer gesetzlichen Mitwirkung eine Lehre unterstützen soll und darf, welche sie für das Verhältniß zwischen Staat und Kirche verderblich erachtet." Als wir jüngst von dem Dementi des „Deutschen NeichSanzeigerS" in Bezug auf die von verschiedenen Blattern commentirte Erhöhung der Gehälter der Justizbeamten Notiz nahmen, knüpften wir daran einige Bemerkungen über die sonderbare Fassung des osfictellen WarnungsruseS. Nun bringt die „Provinzialcorresp." einige Aufklärung in diese Angelegenheit, indem sic schreibt: Die Verbesserung der Beamtengeyälter gehört zu den Ausgaben, deren Dringlichkeit allgemein anerkannt wird und denen die Staatsregierung fortdauernd ihre Aufmerksamkeit zuwcndet. Da die günstigen Finanzverhältnisse des Landes, die zum Theil schon beim Abschluß des Stadthaushalts von 1870 hervortraten, eine umfassende und durchgreifende Aufbesserung gestatten, fo liegt es in der Absicht, nicht blos einzelne VerwaltungS- ressorts oder Beamtenstufen zu berücksichtigen, sondern das Einkommen aller Beamtengattungen von den untersten Stufen bis zu den Ministerialräthen hinauf in gleichmäßiger Weife zu erhöhen. Vor einigen Wochen haben über diesen Gegenstand bereits Verhandlungen des FinanzministerS mit den Vorständen aller Mini- stcrialdepartements und Berathungcn des gesammten Staatsministeriums stattgefunden, demzufolge steht in Aussicht, daß dis Vorschläge für eine gleichmäßige Ausbesserung der Beamtcnbesolvungcn, soweit die Mittel irgend versügbar sind, im nächsten Staatshaushaltsentwurf ihre Stelle finden werden. Privatnachrichtcn aus Wien melden uns die Ankunft einer Rote des Fürsten Bismarck in Bucharcst, worin derselbe erklärt, daß Deutschland die gesammten Beziehungen mit Rumänien abbrechen und Die Pforte ersuchen werde, ExccutionS- truppen nach Rumänien zu senden, falls der Fürst die von den Kammern votirten Beschlüsse über die Strousberg'sche Eisenbahnsrage promulgire. Ein solches Vorgehen des Fürsten Bismarck würde die erste und unmittelbarste Antwort auf die Nachricht des Telegraphen sein, daß der Gesetzentwurf, betreffend die Angelegenheit der Eisenbahnobligationen, bereits die sürstliche Sanktion erlangt habe, und es steht zu erwarten, daß sich die Wirkungen dieses Machtwortes sehr bald fühlbar machen werden, um noch zu rechter Zeit die Machinationen der wallachischen Raubpolitik zu Hintertreiben. Wenn es im Interesse der speculativen Kleinbürger auch zu wünschen ist, daß dieselben noch einmal ungefährdet davon kommen, so ist doch nicht zu verkennen, daß der gute Klang des deutschen Reiches, der jetzt in Con- stantinopel geltend gemacht werden soll, eine Sphäre berührt, die eigentlich außerhalb'der diplomatischen Intervention liegt. Dieser ganze unsaubere Strousberg'sche Handel wird zum Mindesten die heilsame Lehre zurücklassen, daß zinslüsterne Spekulanten sich des Rlsico's wohl bewußt werden, welches sie mit dem Ankauf schwindelhafter Obligationen übernehmen, und daß ein Papier, welches 15 Procent Zinsen bringen soll, unmöglich auf guter und sicherer Basis ruhen kann. Die zweite Lehre, welche sich aus dieser Affaire ziehen läßt, geht dahin, daß eS gefähr- lich ist, eine rumänische Staatsgarantie für voll anzunehmen, wenn man die suzeräne Macht der Donaufürstenthümer vornehm bei Seite läßt,und 'cs liegt eine gewisse Anomalie darin, daß eben diese suzeräne Macht, jetzt, wo der Karren sestgefahren ist, den deus ex machina abgeben soll, welche den rumänischen Finanzkünstlern den Kopf zu waschen hat. Offenbach, 2. August. Hier traten in der letzten Zeit, in Folge des Un- sehlbarkeitsstreiteS, 25 Mitglieder der römisch-katholischen Kirche, in sechs Familien bestehend, zu der deutsch-katholischen (resp. freireligiösen) Gemeinde über. Köln, 3. August. Einem hiesigen Privatgeistlichen, Herrn Federmann, der sich dieser Tage öffentlich gegen das Dogma der Unfehlbarkeit erklärt hat, wurde gestern Morgen von dem Pfarrer von St. Pantaleon das Lesen der Messe und die Verrichtung aller sonstigen priesterlichen Functionen in der genannten Kirche untersagt. f Berlin, 2. August. Der Kaiser ist am 1. August von EmS nach Coblenz gereist; für den 2. und 3. d. wird in letzterer Stadt Aufenthalt genommen und am 4. d. die Reise nach Wiesbaden fortgesetzt. In Wiesbaden wird der Kaiser am 5. und 6. d. weilen. Am 7. begiebt sich derselbe nach Mainz, von wo nach einer abgehaltenen Truppenschau die Reise über Frankfurt a. M. nach Homburg v. d. H. weitergeht. Am 8. und 9. wird der Kaiser in Homburg Aufenthalt nehmen. Am 10. Fortsetzung der Reise über Würzburg nach Regensburg, woselbst der Kaiser übernachten wird. Am 11. Reise nach Gmündea und Ueber- nachtung daselbst. Am 12. trifft Kaiser Wilhelm in Ischl ein und begiebt sich am 13. von Salzburg per Extrapost nach Gastein, wo er zum Curgebrauch drei Wochen Aufenthalt nehmen und mit dem Kaiser von Oesterreich Zusammentreffen wirb. Bei Verleihung des Eisernen Kreuzes sind die Militärärzte in Preußen, trotzdem sie nach dem Kriege von 1866 als ein eignes „Sanitätscorps" im Range erhöht und den Offizieren gleichgestellt wurden, doch nicht als „Kämpfende" angesehen, vielmehr wie Beamte behandelt worden. Dagegen sind im Statut der .Katser-Wilhelm-Stiftung" alle diejenigen Beamten, Aerzte und andere Personen, welche bei Ausübung ihres Berufs im Felde erwerbsunfähig geworden sind, „ben Kriegern gleich geachtet". Berlin, 3. Aug. Wie die „Kreuzzeitung" hört, würde eine Begrüßung des Kaisers Wilhelm mit dem Kaiser von Oesterreich weder in Salzburg noch in Gastein, wohl aber möglicherweise in Ischl stattfinden. — UnterrichteterseitS verlautet, daß Fürst Bismarck sich demnächst in ein Seebad begeben werde. Königsberg, 31. Juli. Am Freitag ist, der „Ostpr. Ztg." zufolge, der hiesigen Polizeibehörde der erste Cholerafall gemeldet worden. Der Erkrankte ist ein polnischer Jude. Bis gestern Mittag war die Zahl der angemeldeten Fälle auf drei gestiegen. Zwei der Erkrankten sind bereits gestorben. München, 29. Juli. Es treten, wie man der „N.-Z." schreibt, jetzt neue katholische Theologen als offene Kampfesgenossen Döllinger'S auf den Plan. So macht soeben ein Auszug Aussehen, welchen ein Geistlicher au- einer Schrift des Theologen Dr. Zirngibl, Privatdocenten an hiesiger Universität, im hiesigen „Südd. Telegr." veröffentlicht. Wer hätte noch vor Jahresfrist es für möglich gehalten, daß katholische Theologen Sätze mit aller Nacktheit Hinflellen, wie die aus jenem Auszuge ausgehobenen? Nachdem nämlich die heute in der katholischen Kirche sich gegenüberstehenven zwei Parteien skizzirt sind, wird die Frage aufgeworfen: „Wo ist das Recht?" und hierauf wird wörtlich fortgefahren: „Die Hierarchie nennt sich nie bei ihrem eigenen Namen, sie stellt sich immer zusammen und gleich mit der Religion. Ist das aber richtig? was ist denn Religion und worin besteht sie? Die Antwort müßte sehr lange ausfallen, aber es giebt auch eine sehr kurze: „In der Nachahmung des Lebens des göttlichen Heilandes". Die Religion ist eine Seelenerfahrung des Menschen, kein Formendienst, sie ist innere Lebensthätig- keit, kein äußeres Ceremoniell u. f. w. Ferner alle Welt weiß, welche Skandale auf dem letzten sogenannten Concile vorkamen. Papst Pius IX. wollte um jeden Preis unfehlbar werden; die Bischöfe und zwar gerade die gelehrtesten und wich- tigsten, mitunter die frömmsten, widerstanden. Am letzten Tag noch vor der Verkündigung dieses fatalen Dogmas, es ist jetzt eben ein Jahr gewesen, gingen die beiden Erzbischöfe von Mainz und München zum Papste, und Ersterer bat ihn auf den Knieen, abzustehen von seinem Vorhaben. Umsonst, die Bischöfe reisten theilweise ab, um nicht Zeuge sein zu müssen, daß man einen Menschen vergöttere; der Erzbischof von München kannte, nachdem er in München angekommen, noch gar nicht einmal den ganzen Inhalt des neuen Glaubensartikels und mußte ihn sich von Dr. v. Döllinger erklären lassen. Die Geschichte des ganzen zweiten Jahrtausends ist nichts Anderes als ein fortwährender Kampf der Hierarchie gegen die weltliche Gewalt, aber nicht, um die Menschen zu bessern, zu sittlichen, zu veredeln, nein, das hat die Hierarchie nie angestrebt, es war ein Kampf um Besitz, UBlfl nru 'Vtrrfdjaft, um jene Schätze und Reichthümer der Welt, die der Satan ÖUf Ctm ber Versuchung angeboten hatte, und dem Zwecke toahrtd und Verfolgung, Krieg und Jammer, Un- Wahrheit, Gewalt und Trug." rn München, 1. August. Nach einer Mittheilung der „Augsburger Postzeituna" tst Stlftsprobst Dollinger, welcher Anfangs die Candidatur für die Rectorswinde der Universität abgelehnt hatte, durch Prof. v. Pettenkofer, der sich deshalb eigens nach Bernried am Starnberger See, dem gegenwärtigen Aufenthaltsorte Döl- linger's, begeben hatte, zur Annahme derselben bestimmt worden. Dresden, 30. Juli. Wegen der nunmehr fcstgestellten Anklage aus Vor- bereitung zum Hochverrath, welche die Herren Bebel, Liebknecht und Hepner zur Aburtheilung vor das Geschworenengericht führen wird, glaubt man in hiesigen socialdemokratischen Kreisen die Abhaltung des ParteicongreffeS abermals ver- schieben zu müssen. — In den großen durch das Unglück vom 2. August 1869 bekannter gewordenen Burgk'fchen Steinkohlenbergwerken im Plauen'fchen Grunde drohte kürzlich eine Arbeitseinstellung aller Bergleute wegen einer mit einer Arbeits- erleichterung eingetretenen Lohnverrtngerung. Bacon v. Burgk, dem man seit jenem erschrecklichen Unglücke eine wirkliche Sorge für seine Arbeiter uachrühmt, f ließ es jedoch nicht zur Arbeitseinstellung kommen; er gewährte vielmehr trotz der Erleichterung die frühere Lohnberechnung. Brünn, 30. Juli. Unter seltener Gunst des Himmels erfolgte heute Vormittags 10 Uhr der Einzug der vereinten Turn-, Gesangs-, Feuerwehr- und deutsch- politischen Vereine, über 10,000 Mann. Die elf aus's Herrlichste geschmückten Straßen, welche die Festgästc mit den Deutschen Brünns durchschritten, waren von einer Menschenmenge umsäumt, die mit einer in dieser Stadt nie vernommenen enthusiastischen Begeisterung ihren Sympathien und ihrer Thcilnahme am großen Tage Ausdruck gab. Aus allen dichtbesetzten Fenstern warf man Blumensträuße, Kränze, Bonbons, Tannen- und Eichenfestons. Alle Vereine, welche die Wacht des Deutfchthumö in Oesterreich bilden, wurden mit fanatischen Jubelgrüßen be- willkommt, so die Mährisch-Neustädter, Olmutzer, Pilsener, Proßnttzer, welche mit vielen Ehrendamen gekommen waren, Reichenberger, Troppauer, Znaimer, Klagenfurter, Stcrnberger, Zwittauer. Neutltscheiner, Hrabischer. Ganz besondere Huldigungen erfuhren die Tyroler, Prager, Knmsierer, Südsteierer, Laibacher und der Brünner Arbeiterverein. Der Einmüthigkeit zwischen den deutschen Landbewohnern und Städtern wurde durch die Begrüßung der 800 Bauern, die aus allen mährischen und schlesischen Gemeinden hcrbeigekommen, Ausdruck gegeben. ($r.) Brünn, 31. Juli. In der Festsorstellung im Theater kam „Wilhelm Tell" unter der Leitung des Direktors Frankl zur Aufführung. Die Rütli - Scene gab zu wiederholten Demonstrationen Anlaß. Um 10 Uhr Abends begann in der Turnhalle die Festkneipe, an welcher gegen 5000 Personen in festlich gehobener Stimmung theilnahmen. Der Bürgermeister d'Elvert eröffnete die Trinksprüche mit einem Toast auf den Kaiser. Dr. Sturm sagte in der Festrede: „Die Deutschen Oesterreichs haben bisher mit nationaler Selbstaufopferung Alles zu Gunsten des Reiches gethan. Heute werden sie von einer verblendeten Negierung gedrängt, den nationalen Standpunkt entschieden zu betreten. Die Ziele der gegenwärtigen Regierung sind bedenklich; sie führen zum Föderalismus oder Absolutismus. Wenn aber Millionen Deutsche sich vom Föderalismus abwenden und demselben nicht einmal passive Assistenz zu leisten entschlossen sind, wenn sie sich zurückziehen vom parlamentarischen Kampf und warten auf Das, was da kommen muß, wer.wird dann einen zweiten Prager Frieden, wer wird dann Ausgleich mit den Deutschen machen?" Redner schließt mit einem Toast auf Oesterreich. (Minutenlanger Bei« fall.) Rech aus Prag toastet auf Brünn, van der Straß auf die österreichische Reichsverfassung, Kappeller aus Bozen auf die deutsche Turnerschaft, Göllerich aus Wels auf Deutschland. Redner sagte: „Wir wollen Oesterreich auf deutscher Grundlage erhalten. Den uns jetzt hingeworfenen Fehdehandschuh nehmen wir auf und werden den Kampf frisch, froh, frei und fromm siegreich zu Ende führen. Niemals werden wir uns vor dem neu errichteten römischen Götzenbilde beugen. In dem Kampfe, in den wir ziehen, schöpfen wir neue Kraft aus dem Bewußtsein der Zusammengehörigkeit mit dem großen Vaterlande. Diesem .ein dreifaches Hoch!" Dieser Trinkspruch wurde mit unbcschreiblichem Jubel ausgenommen. Der Redner wurde von den Turnern auf den Schultern im Saale herumgetragen. (N. fr- Pr.) Wien, 31. Juli. Die hiesige St. Michaelsbruderschast veröffentlicht einen Protest des Inhaltes: „Die Erzbruderschaft vom heil. Erzengel, berufen (vonI wem?), die unverletzlichen Rechte des heil, apostolischen Stuhles zu vertheidlgen, erblickt in der am 2. Juli l. I. eingeleiteten Uebertragung der italienischen Regierung nach Rom eine erneuerte gröbliche Verletzung der Rechte des heil. Stuhles, eine völlige Mißachtung der weltlichen Macht unseres Papstes Pius IX. und eine Gefahr nicht nur für die Interessen der katholischen Welt, sondern aller Throne. Die Erzbruderschaft erkennt mit 200 Millionen Katholiken (da tst wohl die ganz« Welt incl. den noch unentdeckten Welttheilen eingerechnet) im 2. Juli 1871 nur eine Vollendung des räuberischen Attentats vom 20. September 1870. Sie er-; klärt daher feierlich, daß sie den neuen Stand ver Dinge, der durch den 2. Juli» aus den Trümmern des Rechts geschaffen werden soll, nie anerkennen könne; sie protestin öffentlich dagegen, daß in Folge dieser Usurpationen Rom als die Hauptstadt Italiens angesehen werde; daß Rom die Restvenz eines anderen Souveräns als des jeweiligen Papstes sei; daß eine andere Regierung als die des Papste» in Rom ihren Sitz aufzuschlagen berechtigt sei." Unterz. Baron Stillfried; Joseph, Landgraf von Fürstenberg. Die Frage ist wohl nicht müssig, was der „heil. Vater" vorzieht: diesen Protest oder die 20,100 st. in Banknoten, 604 st. in Silber, 4720 Francs und 24 Ducaten in Gold, die seit dem 1. Januar 1871 bet der BruderschaftSkaffe als PeterSpfennige einliefen? (F. I.) Brüssel, 3. Aug. Aus Paris schreibt man der „Jndcpendance": Thiers' Uneinigkeit mit der Majorität der Nationalversammlung verursacht große Beunruhigung; Thiers droht, sich zurückzuziehen. Es geht das Gerücht, Gambetta, Faidherbe und Chanzy würden eventuell suchen, sich ver Regierung zu bemächtigen- Die Börsenwelt ist sehr agitirt. Bern, 2. Aug. Die Schweiz erhebt in Berlin Protest gegen vie an der> Juragrenze vorkommendcn Grenzüberschreitungen bewaffneter deutscher Soldaten. Paris, 3. Aug. Aus Versailles hier eingegangene Nachrichten bestätigen, daß zwischen der Regierung und ver Nationalversammlung ein Einvernehmen über das Departementalgesetz zu Stande gekommen ist. Die Journale melden, daß der Finanzminister weitere 500 Millionen an die deutsche Negierung gezahlt hat und eine vritthalb Milliarde bis zum 25. August abführen zu können hofft. — Man glaubt, daß die Räumung der an die Seine grenzenden Departements Ende August erfolgen wird. — Einem Bericht des Marschalls Mac Mahon zufolge hat Vie Armee während der zweiten Belagerung von Paris folgende Verluste erlitten: 83 Offiziere und 794 Mann todt, 430 Offiziere und 6024 Mann verwundet, 163 Mann vermißt. Paris, 3. August. Gestern wurde die zweite halbe Milliarde an Deutsch- lands Bevollmächtigte vollends ausbezahlt. Nom, 2. Aug. Das Journal „Concordia" versichert auf das bestimmteste/ 3234) Ein fast noch neuer Sessel mit Nohrsitz ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped d. Bltts- Zur iKfällhwn Beachtung. 806) Havanna-Ansscstnst, pr. Mille 32 fl., pr. Stück 2 fr., eine flute Ambalema-Vigarre lHnndarbeit) pr. Mille 16 fl., pr. Stück I fr., empfehlen (806) I. A. Busch Söhne. C^iitcii Sdiöfcrbimb, einjährig, hat. zu verkaufen (3146) 3f. Braubach, Westphäl. Hof. Ink J Maritim, Mr.- nie »ernou. | Mwiuhe am g?J rf ®aa LliromK. •; lnt' »tlihe tu ■> 3ubtlgrij(| | V'W. vtch r. m- 3Dainn,J?l^| btlklltm trfI> ^ibiuhn nut kr ‘tni|4(n Vanttiiji;i(E CTttn. 0,tl Di', Ä‘,f T|, dir aus al!» Eij.; ld gkgtdkll. ()t; Äüfh • €ttn;; Ibfntl trgana n '= in ltßlich gildit rfcttt tu TiiüW i n frittftt: „liiltc ? rrug >LtS je n Xtguranfl gthiii: iiclr ttr gtgtneäitij:. - r Ibfolilti-aiuS. 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Aus Dortmund wird ein Fall mitgetheilt, der tn weiteren Kreisen bekannt zu werden verdient. (Sin Vater von zwei in genannter Stadt wohnenden Mädchen ftarb kürzlich in Münster und hinterließ ein mehrere hundert Thaler betragendes Vermögen. Kurz vor feinem Tode ließ derselbe einen katholischen Geistlichen rufen, um theilS von ihm die Sterbesacramente zu empfangen, theilS aber auch, um sein Vermächtniß in dessen Hand nicderzulegen. Zn diesem war die Bestimmung enthalten, daß der größte Theil der Hinterlassenschaft der Kirche zufallen sollte. Der Priester, ein wirklicher von GotteS Gnaden, wendete — nachdem er das Vermächtniß gelesen — Alles an, die Rückgängigmachung der Bestimmung der Schenkung an die Kirche im Testamente zu erlangen, und zwar, wie er ausdrücklich sagte, „weil einem Vater seine Kinder näher stehen müßten, als die Kirche." Der Testator fügte sich denn auch dem geistlichen Zuspruche, und so wird zwei Waisen, die sich mühsam durch Händearbeit ernähren müssen, das väterliche Vermögen erhalten. Frischbäcker ) u Gießen. Sonntag den 6. August. Christian Lampus auf dem Scltersweg, Christian Jughardt in der Wallthorstraße und Carl Wallenfels an der Wettergasse. Kirchliche Anzeige Borsennachricbten. 3. August 1871. Preuss. 4%<% Oblig. 98% Fraukf. 3i/2% Obi. 823/8 Nasa. 41/2% Obi. 973/4 Kurhess. 4% „ 90 Gr. Hess. 5% Obi. 102 v n 40/0 „ 89 » n 3%% „ — Bayer. 5<% „ 100% n 41/2 0/0 1jährige 98% n 40/o 1jährige 93 Würtemb. 4V2% Obi. 97% Baden 4%<% Obi. c. E. L. 971/4 Oeaterr. Silberrente 56% „ Papierrente 48% r 6% M. ateuerf. — Amerik. Bonds 1881r 99% n n 1882r 97 „ » 1885r 96V2 „ n 1887r 963g Spanier, neueat. 3% 31% A eilen. Frankf. Bank 137% Frankf. Vereins-Kasse 108% Darmst. Bankact. 395 Wien Bankactien 735 Galizien 239% Aetlen. Oeat. Creditact. 273% 5% östr. F. St. E. B 407% Lombard. Bahn 171% Ludwigah.-Bexbach 184% Max bahn 127% Bayer. Ostbahn 130% Hess. Ludwigab.-Aot. 156>/2 Rhein-Nahebahn-Act. — Oberhesaen „ 76% Prioritäten. 3O/o Ö8ter. Stab.-Prior. 58 3% öat. e. Lombard 73% 3% Livorneser 33 5O/o Toacaner 52% 50/0 Elisabcth.-Prior. 78% do. IL Emiaa. 83% Anlehenslootse. Kurh. 40 Thlr. Loose 67 Nassau 25 fl. 393/4 4% bayr. Präm.-Anl. 111 Ansbacher 7 fl. 11% 4O/o badische Loose 109% Badische fl. 35 Loose 67% Oestr. fl. 250 v. 1854 76% 1858r Prioritätslooae 173 s 2 1860r Loose 86% 1864r n 137 Braunschweiger 18% Stadt Florenz 82% Wechsel. Amsterdam k. 8. 99% Augsburg k. S. 993/4 Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 96% Brüssel k. 8. 93% Hamburg k. 8. 87% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 117% Lyon k. 8. — Paris k. 8. 93% Wien k. S. 96 ditto m. 8. — ditto 1. S. — Disconto 3%0/g G. Geldsorten. Pr. Casaen-Soh. 1 45-45% Sachs. „ — Div. Caasen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 39—41 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 55—57 - Ducaten . . 5 33—34 20 Frankens!. 9 19%—20% Engi. Sorer. 11 50—52 Ruas. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 24%—25%i der evangelischen Gemernde zu Gießen. Am 6. August: Gottesdienst. 1 Morgens: Pfarrer Dr. Seel. \ Nachmittags: Mitprediger-Vicar Freiensehner. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 6. bis 12. August besorgt Pfarrer Dr. Seel. Temperatur in Gießen, Zuli 1871 : niederste ................4- 5,6’ R. mittlere.................13 9 Mittel früherer Jahre............4- 14'4 ” höchste................4- 23,8 „ Niederschlag: an 17 Tagen.......... 4,14 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre: an 15 Tagen . . 2,89 „ „ Die Vegetation ist (am 3. August) um etwa 9 Tage verspätet, verglichen mit dem mitt* leren oder Normalzustand zu derselben Zeit. Allgemeiuer Anzeiger Feiigebotenes. Musikwcrkc und Spieldosen von 2 bis 24 Stücke spielend, mit und ohne Glocken und Trommel, Castagnettm Himmelsstimmen, Mandolinen zu en-gros-Preisen, empfiehlt (2587) Georg Schäfer, Uhrenhandlung. ß Geschnittenes Bauholz. Ed. Lejeune'sche Dämpffiige Friedersdorf empfiehlt sich im Anfertigen von geschnittenem Bauholz in allen Dimensionen zu billigen Preisen. Auftrage nimmt entgegen Ed. Eejeune, (159/VIl.) in Frankfurt a. M. Allen Tp6hmkero Deutschlands ist zum Uebergange in das n eueMaass- u 11 d Gewichtssystem zu empfehlen das unter Zugrundclegung desselben bearbeitete, soeben erschienene praktische Buch: Tlip Herausgegkben von G. Äusch, Großh. Hess, ^ailjuyiunq« Kreisbaumeister in Alsfeld. Mit 120 Text- Abbildungen. Preis: 2 fl. 24 kr. rhein. In diesem Buche lehrt der durch eine mehr als 25jährige Praxis erfahrene Verfasser das Fertigen der Zeichnungen, die Aufstellung der Kosten- Voranschläge, das Verakkordiren der Arbeiten, die Beaufsichtigung und Leitung derselben rc. J)N zweiten Abschnitt ist überall die betreffende Arbeitszeit angegeben und fernerhin die Einrichtung getroffen, daß sich ein Jeder die Tageslohn-Preise, sowie die Pr ei sein!) eiten selbst in das Buch eintragen kann. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen des In- und Auslandes. Verlag von OTTO SPAMER in Leipzig. (3264) Herbstrüben-Saamen W,' Th. Loos, Neuenweg 128. Englische glasirte Thonröhren für Canal- und Wasserleitungen stets einige Tausend Fuß vorräthig 3", 4", 6", 9", 12", 15", 18", 24" Durchmesser, Verbindungs-Bogen und Syphonröhren- (2692) Frankfurt a. M, IthKöln, Große Eschenh.-Gasse 41. O ♦ ÖT♦ 4 VlIV. Am Hof Nr. 14. 1444) Röder'sche Patent-Kochherde, sowie verschiedene andere Sorten von Herden in schöner Auswahl, empfehlen _______________ Flick & Kröll. 3252) Grüne leinene Joppen und Sommerrvcke von Drell, sowie Hosenträger in großer Alts- wahl, empfiehlt ' C. 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Klee, am Markt.IQltal£l?c< 3159) Außer der Anfertigung aller Sorten wollener und baumwollener Strümpfe werden auch solche zum Anstricken jetzt wieder angenommen. I. A. Busch Söhne. Crrbfcn «nd Rübsaamen zur Stoppelsaat sind wieder angekommen bei (3170) I. M. Schulhof Milchverkauf. 319a) Durck Veränderung des FabrtenplanS ist nunmehr täftlict», Normit- tnftS brtlb 9 llbr ». Zlbends 7 Ubr, im früber UppS'- fcben Hvfclien, Lit. D. !Rr 2IS, frtfvbi* Milck, und Dickniilch pt staben. Vermiethungen. 3263) 1 — 2 Zimmer und Kabinct am Zinßer'schcn Garten zu vermicthen. W. Gaquoin. 2609) In meinem Hause sind 9 Zimmer mit 1 Eabinet, Kellern, Holzremisen und Gcräthckammcru, gcthcilt oder im Ganzen, zu vermiethen und im August zu beziehen. Stallung für 2 Pferde kann dazu gegeben werden. Dr. Weber I 3260) Das von Herrn Stadtbaumeister Gros bewohnte Logis, bestehend aus 4 Zimmern nebst allem Zugehör, ist bis zum 1. October zu vermiethen. A- K. Worms. Bürger-Club. 3251) Bei günstiger Witterung Sonntag den 6. August: Parlhie mit Musik aus den Staufenberg. , Der Vorstand. | 3233) Tüchtige Eisendreher finden dauernde Arbeit bei Müller & Kauffmann, Lampenfabrik. 3266) In Lit. C- Nr. 105 (Löwengasse) findet eine Schenkamme gegen hohen Lohn sofort Stelle. Schlesische Feucr-Versichclinlsis-Gescllschnft in Breslau, Grund-Capital fl. 5,250,000. 1294) Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände aller Art zu festen und mäßigen Prämien unter liberalen Bedingungen gegen FcucrS- und ExplosionS-Gefahr. Transport-Versicherung. Spiigclglas-Vrrsicherung. Profpecte und Antragsformulare werden verabfolgt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: I. Gg. Schröder in Darmstadt, sowie von den Herren: Jean Böck in Gießen, Lehrer Vogel in Londorf, H. Dietz ■ in Kestrich bei Alsfeld, B. Stern Sohn in Bellersheim. I 3261) Ein Laden nebst Wohnung ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden in Lit. C- Nr. 184. 3267) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- mietben bei Ehr. Neider, Kreuz. 3240) Am Dienstag Nachmittag wurde auf dem Wege von der Stadt nach dem Russischen Hof und von da nach dem Bahnhof ein goldenes Medaillon mit Photographie verloren. Der redliche Finder wird gebeten, solches gegen eine gute Belohnung an die Exped. d. Bltts. abzugeben. 2841) Ein freundliches Familienlogis nebst Zubehör ist zu vermiethen und bis zum 1. October zu beziehen Seltersweg Lit. C. Nr. 184._____________________________ 3258) Ein Mansarden-Logis nebst Zubehör ist zu vermiethen bei Heinrich Adami, Alicenstraße 97. [3160) In unserem Nebcndause ist ein Logis an eine stille Familie zu vermiethen und Anfangs October zu beziehen- Flick & Kröll. 3221) Auf dem Seltersberge E- 34 sind 3 möblirte Zimmer zu vermiethen- 3156) Ein kleines Logis für eine einzelne Dame ober eine stille Familie ist zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 3021) Das seither von Frau Pfarrer Kreckmann im Darmstädter Haus bewohnte Logis ist im Ganzen ober auch getrennt zu vermiethen imb vom 1 Octaber an zu beziehen. 3256) In meinem neuerbauten Hause auf bem Kreuz ist ber zweite Stack, bestehend aus vier Zimmern, zwei Cabinetcn, Küche, Speisekammer, abgeschlossenem Vorplatz rc-, pr. 1. October zu vermiethen- August Weidig. 3231) Eine Familienwohnung, sowie zwei möblirte Zimmer, sind zu vermiethen bei Her- Becker Wittwe, Neuenweg. 3257) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen in Lit- D. Nr. 57. Vermischte Anzeigen. 3259) In einer Familie findet ein Schüler ober eine Schülerin Kost und Logis. Zu erfragen bei ber Expeb. d. Bltts. Wohnungs-Nerälideruttg. 3255) Von jetzt an wohne ich bei Frau Stein Witlwe, Neustabt. A- Meirich, Herrnkleibermacher. 150 Bergarbeiter werben von ber unterzeichneten Grudenverwaltung nach auf ihren Werken zu Oder- Naßdach bei Friedberg eingestellt bei Zusicherung guten Verdienstes. Friedberg, im Juni 1871. Die Verwaltung der Friedberger Bergbau- Gesellschaft- Stifft. (2732) 3230) In ein hiesiges Fabrikgeschäft wird ein junger Mann mit den nöthigen Varkenntnissen in die Lehre gesucht- Meldungen bittet man bei der Exped. d- Bltts. schriftlich einzureichen. 3249) Es wird ein in jeder Hausarbeit erfahrenes Mädchen gesucht, welches geneigt ist, mit einer Familie nach Darmstadt zu gehen. Näheres Neue Anlage Lit. E- Nr. 41. Flechtcnkranke und Vnistleldende heilt l>r. Iochhciur in Darmstadt, Lud- wigsplatz. (2478) 1(1366) (a- 40/1V.) IHrty ein Gut, ein Haus, Hotel rc. liUl l kaufen oder verkaufen, pachten ober verpachten will, einen Posten zu besetzen hat aUI l ober einen solchen sucht, Hier 'r0l’nb etwas in eine beliebige aUI l Anzahl von Zeitungen einzu- rliefen beabsichtigt, rocitbe sich an bie Annoncen - Expebitwn von Rudolf Mosse, osficiellen Agenten sämmtlicher Zeitungen bes In- und Auslandes, Fiankfiirt a. 1VL Zcil 45. I n Straßburg, München, Uürnbcvg, Berti», J Wien, Prag, Hamburg, Zürich. B TLlh'lhß wird Jedermann Rath i: ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwiesen haben: iTl'ifalhft werden alle Annoncen sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen Druck her gerichtet; 31:1 leih ft kosten die Inserate nur dasselbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen , da 9 dieses Institut als Ccnttal-Stcllc aller existirenden Zeitungen besondere Vortheile von denselben genießt. Das Renonunö der Finna bürgt für solide Bedienung. liiscretlon wird auf das strengste beobachtet, die S einlanfenden Offertbriefe werden uner- ti öffnet an die betreffenden Reflectanten, I ohne deren Namm preiszugeben, pünkt- B lichst und ohne Provisionsberechnung I übermittelt. i*EresönaHn™™eem3i™eeHeaDeeeHeii™Hee 3262) Samstag den 5. d. Mts., Abends halb 8 Uhr, feiert der hiesige Stcnographcn-Vcrein sein !rl)lltl‘!i StiltlllUlüfffl ans bem Lahnstem. Freunde des Vereins imb Solche, die für unsere Kunst Interesse haben, werden uns als Gäste willkommen sein, jedoch ist eine vorherige Anmeldung bei dem I. Vorsteher des Vereins, Lehrer Müller, erforderlich. Der Vorstand. 300l) Für die Valciltindischc Feuer - V erlich mm ys - Attien- Geseb schuft tu Elb Meta vermittelt Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. F. Hoffman«. Firma: Carl Hoffmann. Restauration Iialinstein» Bei günstiger Witterung. 3265) Dienstag den 8. August, Abends 6 Uhr- Großes Militär-Concert, ausgefuhrt von der ganzen Capelle des 8. Jäger - Bataillons zu Wetzlar, unter persönlicher Leitung ihres Dirigenten, Herrn Ohst. Entree ä Person 12 fr. Um geneigten Zuspruch bittet B. Werrninghoff. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) heilt brieflich der Spccialarzt für Epilepsie Dl*. O. Hillisch in Berlin, jetzt Ncuenburgerslrasse 8. — Schon Hunderte vollständig geheilt. (2970) Ungarische fl. 100 Ikdiuicii-fnulc. 3174) Diese Loose, von ber König!. Ungar. Regierung garantirt, gehören unstreitig zu beit sichersten Lotterie-Papieren. Ziehungen : an» 15. August, 15. November, 15 Februar, 15. Mai. Haupttreffer: fl. 250,000, 200,000, 150,000, 100,000 n. s. w. Jebcs Loos muß mit mindestens fl. 108 gezogen werben. Die Gewinne erleibcn keinen SteuerrAbzug. In die nächste Ziehung vom 13. August fällt der größte Trencr von st. 250,000. Diese Loose sind bei allen Bank- und Wechfelhäufcrn des In- und Auslandes zum jeweiligen Tages-Eours zu haben. 5034) Die Dr. Steffan sehe Augenheilanstalt in Frankfurt a. 9)1» (Krögerstraste 8 und Sachsenhausen Dreikönigsstraße), auf's Bequemste eingerichtet, nimmt jeder Zeit Augenkranke auf. Unbemittelte zu ermäßigtem Preise und unentgeltlich. 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