Preis LtectrljSchrtg fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. ießemr Erscheint täglich, mit Ausnahme MontagS. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Hreis Kielen. Nr. 104. Freitag den 5. Mai 1871. tf-r werden noch fortwährend sowohl bet der Expedition, Cauzleiberg B-1, als auch (IUJ* PClt willbei allen Post-Expeditionen und ben Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Mai und Juni zu 40 kr. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Nachstchmde Verfügung dcs Königlich Bayerischen Staats-Ministeriunis bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Gieße», den 2. Mai 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen.' In Verhinderung des Kreisraths : Kekulö, Kreisasscssor. ” Nr. 4oo2.f '■ '■-<-<->»Königreich Bayern. Staats-Ministerium des Innern. welche einer Fabrikwäsche unzweifelhaft unter- Dcrpackungsmittcl in Kisten, Fässern, Kübeln ortspo'lizcilicher Aufsicht verbrannt werden. Nachdem die Rinderpest in der Schweiz nunmehr auch im Canton Solothurn ausgcbrochcn und eine Verschleppung der Krankheit von dort nach Bauern zu besorgen ist, so wird hiermit auf Grund dcs §. 1 der Allerhöchsten Verordnung vom 3. Juli 1867, Maßregeln gegen die Rlnderpcst betreffend sNcaierung^blatt von 1867 Nr. 35) verfügt, daß bezüglich der Verbringung von Rindvieh, Schafen und Ziegen, von Rohstoffen dieser Thicre, dann von Heu und Stroh aus der Schweiz nach Bayern die Vorschriften in §. 2 der angeführten Verordnung in Wirksamkeit zu treten haben. Hiernach dürfen nicht nach Bayern gebracht werden: i) Rindvieh, Schafe und Ziegen im lebenden oder todten Zustande; 2) Rohstoffe von diesen Thleren in frischem oder getrocknetem Zustande. Wolle und Kämmlinge, legen haben, sind von diesem Verbote ausgenommen; 3) Heu und Stroh auch in Gestalt von Verpackungsmitteln. Diese Stoffe sind, wenn sie als Emballage in zollamtlich verschloffenen Waggons oder als inneres Körben und Ballen verwendet werden, zwar zuzulassen, müssen aber nach der ersten Auspackung alsbald unter München, den 19. April 1871. Auf Seiner Königlichen Majestät Allerhöchsten Befehl. gez. v.. Br a u n. Durch den Minister der Generalsecretär Ministerialrath: gez. v. Dubois. Bekanntmachung. Betreffend: Die Parzellenvermeffung in der Gemarkung Alt-Buseck und die Anlegung von Flur- und ( Gcwannwegen daselbst. Die Nachweisungen über die in Folge der Veränderung der Parzellen dnrch die in der Gemarkung Alt Buscck ansgeführte Negulirung der Feldein- tbciluna und Anlegung von Flnr- und Gcwannwegen von den Besitzern zu empfangenden und zu lcisteudcn Entschädigungen liegen während 6 Wochen, vom 20 d Mts. beginnend, auf dem Bureau der Großherzoglichen Vürgcrmeistuei Alt-Buseck zur Einsicht der Bctheiiigte» offen. Diejenigen Besitzer, welche Anstände gegen die Entschädigungsbercchnung glauben erheben zu können, werden aufgcfordert, dieselben bei Meldung des Ausschlusses innerhalb der Offcnlegungsfrist bei Großherzoglichcr Bürgermeisterei Alt-Buseck vorzubringen. Gießen, den 8. April 187t. Großherzvgliches Kreisamt Gießen. v. S t a r ck. Politische r T he i l. t l i, r. L I i i > • Die Verbindlichkeit zum Schadenersatz für Anglücksfälle, die beim Betriebe gewisser gewerblicher Anlagen etntrtUn, muß mit der Entwickelung der Industrie gesteigert und verschärft werden. Je erfolgreicher sich dß dies der 3m i N der preu^ifd Statt, welche abzlltchnelden. Darmstadt, 2. Mai. Demnächst geht wieder Ersatzmannschaft nach Frank' reich ab, um die Heimkehr der älteren Reservisten möglich zu machen. Für die in Frankreich begrabenen Soldaten und Offiziere werden an den verschiedenen Orten Denksteine errichtet. Für die am 18. August bei Verneville gefallenen fünf Offiziere des 1. Jägerbataillons (Major Lautenberger, Hauptmann Schleuning, Oberiieutenant Sceverer, Lieutenants Sartorius und Frank), welche zusammen beerdigt wurden, läßt das Offiziercorps des 1. Jägerbataillons ein Monument setzen. So viel verlautet, soll für alle Hessischen Soldaten, Dr an diesem Tage gefallen sind, von Seiten der Negierung ein würdiges Grabmal errichtet werden. * t Berlin, 2. Mai. Deutscher Reichstag. Die heutige 28. Plenarsitzung eröffnet Präsident Dr. Simson um 11%, Uhr. Das Haus ist außerordentlich zahlreich besetzt, nicht minder die Plätze am Tische des Bundesrathes. Die Tri- bünen sind sämmtlich überfüllt. N bet tzta br? litte1; »rite,1 Don der Commune am Leben bedrohten Erzbischofs von Pari- zu wirken So hieß es vor wenigen Tagen. Heute nun lesen wir ein Telegramm der „Aaence Havas", wonach die Freilaffung des Erzbischofs erfolgt ist. Ob und wie weit der deutsche Antheil an dieser Befreiung reicht, darüber wird Authentisches wohl noch die Zett bringen. Jedenfalls würde diese Thatsache, wenn sie auf deutschen Emfluß zurückzuführen im Einklang mit dem ganzen früheren Verhalten der Pariser Insurgenten Deutschland gegenüber nur em neuer Beweis für die große Achtung sein, welche das entschiedene aber auch immer streng rechtliche Auftreten unserer Regierung den Franzosen abgezwungen hat. Denn während die Commune, wie es scheint, sich lieber unter den Trümmern von Paris begraben, al- unter das Joch der Nationalversammlung zurückkehren will, bedarf es nur einer von unserer Negierung bestimmt ausgesprochenen Erwartung, und der Löwe des Stadthauses läßt seine Beute fahren, und „reckt die Glieder und legt sich nieder!" der Presse begegnen wir seit einiger Zeit verschiedene Conjccturen darüber, ob und wie lange der kaiserliche Civilcommissarius v. Kühlwetter noch im Elsaß functioniren werde. Wie wir von unterrichteter Seite vernehmen, wird Herr v. Kühlwetter auf seinem Posten verbleiben, bis über die zukünftige Stellung von Elsaß und Lothringen definitiv entschieden sein wird. Alsdann wird die obere Leitung der Verwaltung in der neuen Provinz unmittelbar von Berlin aus besorgt werden, so daß also die Regierungspräsidenten, die den drei Departements vorstehen, ihre Instructionen direct von Berlin aus empfangen. Herr v. Kühl- Wetter wird dann nach Münster als Oberpräsivent von Westfalen gehen. Die socialdemokratische Partei geht schnell zu Grabe, seitdem sich ihr Herr und Meister von ihr abgewendet und seinem eigentlichen Wirkungskreis, der Komödie, mit allen Segeln zagesteuert ist. Seit voriger Woche ist auch das Vereins- organ, der „Socialdemokrat", zu seinen Vätern heimgcgangen, ohne sich bei seinen wenigen Abonnenten mit dem üblichen socialdemokratischen Gruß empfohlen zu haben. Grund dazu ist, daß der frühere Drucker desselben auf das Postabonnemeni Arrest legte, wodurch der jetzige Drucker kopfscheu wurde. Der conservative Arbeiterverein von Deal, Sandwich und Walmer in England hat an Louis Napoleon ein Schreiben gerichtet, worin er sein schmerzliches Bedauern „über des Kaisers zeitweilige Entfernung von seinem Geburtslande", und die Hoffnung, daß er bald wieder auf den Thron berufen werde, auefpricht. Herr Pietri antwortete dem Verein im Namen des Kaisers, daß die Adresse Sr. Majestät ganz besondere Freude gemacht habe. Die Times ist übrigens unehrer- beetig genug, dieser Notiz die Ueberschrist zu geben: „Die drei Schneider von Tooley-Street". Es wird das bekannte Londoner Schneider-Kleeblatt gemeint, welches 1848 vom Parlamente in einer Petition die Einführung der Republik forderte. Schleifung der Festungen in Elsaß und Lothringen und mit dem Ersah der Kriegs- kosten begnügen, allein abgesehen davon, daß die- eine schwere Last für das Sou- veränetätsgesühl der Franzosen gewesen wäre, blieb die geographische Grenze immer dikfelbe, das Aussallkhor der französischen Macht war noch immer zu nahe bei München und Stuttgart. Der Vorschlag, Elsaß und Lothringen als neutralen ■Staat zu conftituiren, hätte es uns allerdings unmöglich gemacht, Frankreich anzugreifen, denn wir pflegen Verträge zu achten, aber Frankreich war nicht gehindert, ferne Truppen an unseren Küsten zu landen. Außerdem ist eine Neutralität nur dann haltbar, wenn eine Bevölkerung sich dieselbe erhalten will; bei einem neuen deutsch-französischen Kriege würden Elsaß und Lothringen sich gewiß bald an Frankreich angefchlossen haben. Wir mußten also diese Landstriche mit ihren starken Festungen vollständig in deutsche Gewalt bringen. Die Abneigung der Einwohner, welche uns dabei entgegenstand, müssen wir mit Geduld und durch wohlwollende Regierung überwinden; wir können den Bewohnern einen viel höhern Grad kommunaler und individueller Freiheit gewähren, als die französischen Traditionen und Regierungseinrichtungen es vermögen. Meine Herren! wenn wir die heutige Pariser Bewegung betrachten, so hat sie, wie alle derartigen Bewegungen, einen vernünftigen Kern, und dieser ist, um es kurz zu sagen, die preußische Städteordnung. Ich bin überzeugt, daß wir der Bevölkerung des Elsaß auf dem Ge- bifte der Selbstverwaltung ohne Schaden für das gesammte Reich einen erheblichen Spielraum lassen können, und wenn wir das thun, so wird dadurch das Ideal erreicht, daß jedes Individuum, jeder engere Kreis das Maß von Freiheit besitzt, bas überhaupt mit der Ordnung des gesummten Staatswesens verträglich ist- Ich glaube daher, cd wird und gelingen, mit deutscher Geduld den Landsmann dort in schnellerer Zeit zu gewinnen, als man jetzt glaubt. Sie sollen sich nun mit der Frage beschäftigen, in welcher Form dieser Aufgabe näher zu treten ist; wir legen Ihnen nur einen Versuch, keine definitive Gestaltung der neuen Ge- biete vor, denn wir können die Zukunft nicht voraussehen. Haben Sie mehr Gluck als wir, die Zukunft zu präjudiciren, so werden wir Ihnen bereitwillig ent- gegenkommcn, da wir unsere Arbeiten überhaupt dock nur gemeinsam machen können. Wie bet uns, des bin ich gewiß, ist auch bei Ihnen der gute Wille vor* Händen, mit deutscher Geduld und deutscher Liebe zu Allem, auch den neuen LandS- leuten, das richtige Ziel zu erstreben und schließlich auch zu erreichen. (Lebhafter Beifall von allen Seiten.) k 1 «o kurzer geschäftlicher Debatte wird das Gesetz einer Commission von 28 Personen zur Vorberathung überwiesen. 2) Petition des Kaufmanns Müller in Mainz, die Klagen über schlechte Verpflegung der deutschen Truppen in Frankreich betreffend. Graf Mollke erklärt die Beschwerden für durchaus unbegründet; noch niemals fei ein Krieg mit solchen Massen geführt, aber auch noch nie fei die Verpflegung so gut gewesen wie dies- mal. Jetzt, wo der Krieg zu Ende sei, aber die Leute noch nicht in die Heimath zuruckkonmn, stelle sich naturgemäß der Mißmuth ein. — Das Haus geht über die Petition zur Tagesordnung über. 3) Antrag des Abgeord. Wilmanns auf Einführung einer Börsensteuer. Der Antragsteller empfiehlt die Börsensteuer als ein Werk ausgleichender Gerechtig- keit gegen den Grundbesitz, der von Steuern fast erdrückt werbe. — Richter (Sondershausen): Noch nie sei es dagewesen, daß finanzieller Dilettantismus der Re- gieruna eine Steuer anträgt, das Haus werde dieses Beginnen sicher zurückweifen. Gleichheit der Besteuerung sei ein schönes Ding; wenn man bas ernstlich wolle, müsse man aber an ganz anderer Stelle anfangen, z. B. mit Aufhebung der "Dalzsteuer. — Dr. Braun (Gera): Er sage nicht, er wolle keine Börsensteuer, aber es könne eine solche Maßregel nur als Ausgleichsmittel dienen. Er bitte den Uebergang zur Tagesordnung zu beschließen, denn der Reichstag, der sehnlichst den Schluß der Session herbeiwünsche, habe Wichtigeres zu thun, als sich mit solchem Embryo zu befassen. - Graf Kleist (Guben) tritt den Ausführungen Richters entgegen und bestreitet, daß kein Bedürfniß für die Einbringung eine« Gesetzentwurfes vorhanden sei; die Bundesregierung habe bereits angekünbigt, daß .?nlr°d.. QUf Erhöhung der Tabaksteuer wieder aufnehmen werde, um die Matnkularbettrage zu decken. Gehe das Haus auch heute zur Tagesordnung über, so werde es sich roch in zeder neuen Session mit diesem Anträge zu beschäftigen haben. Der Antrag auf Tagesordnung wird mit großer Mehrheit angenommen, dafür auch das Centrum. , Derathung des vom Abgeord. Wiggers vorgeschlagenen Gesetzes betreffs Aufhebung der Cautionspflrcht für Zeitungen. Es lautet: § 1. Die öorfcfcnften der Landesgefetze, nach welchen die Herausgeber von Zeitungen oder Zeitschriften zu Stellung einer Caution verpflichtet werden, sind durch den 1 der Bunvesgeweroeordnung aufgehoben. § 2. Die nach § 143 der Bundedgewerbe- ordnung noch in Kraft gebliebenen Vorschriften der Landesgesetze, welche die Ent- ziehung der Besugmß zum selbstständigen Betriebe eines Gewerbes durch richter- liches Erkcnntniß als Strafe im Falle einer durch die Presse begangene Zuwiver- hanvlung v-rfchr-ib-n oder zu,assen, sind durch den § 5 de- Eiuführungsg-s-tzes ium Bund-Sstrafg-frtzbuch aufgehoben. - Der Antragsteller begründet feinen Bor. schlag, der nichts Wetter bezwecke, als das durch die nicht einmal in allen Staaten vorgefchrttbene CauNonSbestcllung hcrbeigeführle Beschränkung der Preßfreiheit der- letzte Rechtsbewußtsein wieder Hirzustellen. Er recapitulirt die Verhandlungen des norddeutschen Reichstage« über diese Frage. — Schröder (Lippstadt): Die Cau- ttonSoestellung sei nicht nur gesetzwidrig, sondern auch in hohem Grade gehässig denn die Einziehung derselben treffe nie den, der gesündigt hat. Auch di- recht! S-.-e des Hauses Hase aus moralischen und practischen Rücksichten Veranlassung, dem An rage zuzust.mmen. - Minister Delbrück: Der Bundesra.h hab- sich noch "'^-7 a7‘" "Webner) «olle sich nicht »erhehlen, was dar wahrsch-lniiche Resultat des Antrages sein werde. Die verbündeten Regierungen haben mit der U-berweisung der Preßgcsetzgcbung an die Competenz de« Reiches Nicht nur -inen theoretischen Satz aufstellen wollen, sondern st- haben damit aus. gedruckt, daß sie die gesetzliche Regelung der ganzen Frage herbeifnhren werden Ob die R-g'erungen aber geneigt sein werden, btt diesem Vorgehen ein Stück au« °7 Mal"'- b-rauszur-iß-n, bezweifle er. - Dr. Wind,horst (Meppen) ist voll- ständig e,nv-rstand-n, daß e« mit der Cautionspflicht und der Con-esstons-ntziehuna so Nicht sor,gehen könne. Trotzdem muss- er sich entschieden gegen den An'raa erklären, denn der Antragsteller irr-, daß diese beiden U-belständ- durch di- neuere G-sitzMung aufgehoben sei. Erne D-eiaration sei mithin nicht möglich, einer neuen Gesetzgebung könne -r aber aus den von Herrn Delbrück entwickelttn Grün. n'” - n Dr. Becker (Dortmund) lenkt die Aufmerksamkeit de« " v°n der namentlich dir kleineren Blätter auf» Die WM d, ; Mittwoch bell I Winnen werben MBerordiNi K“lt eiW wii Di- Wih>, 21 1 Ha V'N Sird li" giffM L Santi 6 t On fÄ* | 3'/•u' ter ttortW"'®“ W Ausnahme W Posen, 29- sranjofen halt R Wberbantt orgam Itin Fuhrwerk, Mtfiaen Commauvu lat Treiben dieser (in Detachement e W gchrn ju BundeSrathe sind vier neue Gesetze vorgelegt. Sie betreffen das Postwesen, das Posttaxwcsen, die Redaction des Strafgesetzbuchs für das aanie deutsche Reich, Die Kriegsdenkmünzen. Auf Der Tagesordnung stehen: 1) Erste Lesung des Gesetzes über Die Vereinigung von Elsaß und Lothringen mit dem deutschen Reiche. Fürst Biömarck: Nachdem die Frage, ob Elsaß und Lothringen einverleibt werden soll, factifch entschieden ist, sollen Sie Darüber beschließen, in welcher Weise Died geschehen soll. Eine Meinungsverschiedenheit darf ich nicht voraussetzen, denn schon vor Jahresfrist herrschte Darüber Einigkeit. JeDer Deutsche wollte Frieden, nur Wenige nicht, die des Namens eines Deutschen nicht werth sind; (bravo!) als Der Krieg erklärt war, herrschte nur ein Gefühl, einen Frieden zu erlangen der eine Abwehr künftigen Angriffs verbürgte, und wir sind diesmal im Stande! den Sieg besser als sonst auszunutzen, Da wir nicht mit Bundesgenossen zu rech' nen haben. Die fortwährenden Kriege mit Frankreich hatten, Da sie wegen Der Zerrissenheit Deutschlands meist zu unserem Nachtheil gereichten, eine militärisch- geographische Grenze geschaffen, welche für Frankreich voller Verjuchung, für i Deutschland voller Drohung war. Ich kann Die Lage nicht treffender characteri- - stren, als durch eine Aeußerung des hochseligen Königs Wilhelm von Württem- j berg, welche derselbe mir gegenüber that, als wir zur Zeit des Krimkrieges ganz gegen unsere Interessen gedrängt wurden, für Die Wsstmächte Partei zu nehmen. Da sagte er mir: ^Jch theile Ihre Ansicht, daß wir kein Interesse haben, uns in Den Krieg zu mischen, aber so lange Straßburg ein Aussallthor für eine über» Icaene Truppenmacht ist, muß ich gewärtig fein, Daß mein Land von französiichen Gruppen ü'oerschwemmt wird, ehe Der Deutsche Bund mir zu Hilfe kommt. So fp{»Sef:?trakburfl Deutsch ist, wird es stets ein Hinderniß für SüdDeutschlano deutschen Einheit ohne Rückhalt hinzugeben." Ich glaube, dieser bei grbifi die Verhältnisse am treffendsten. Der Thcil des Elsaß, Der sicy NorDdeu?^^ deutsche Gebiet hineinschob, trennte SüdDeutschland bobe 65rnb ^nt> wirksamer als Die politische Mainlinie, und es gehörte gn ungeachttt tsi-s» ^?eifie?ant9' 6ei uns-ren südb-utschea BunveS^enossen vazu, um t uns zu kämpfen ^cfll6r k«>ncn Autz-nblick anzusi-hen, gemeinschaftlich mit -k U-bkrl-genbttt in j^n-r bmit toar' Cen Versuchungen °-r ,’r Jahrzehnt gesehen E- ^rgischobenen Bastion zu erliegen, haben wir im letzten ü französischen Bolschasier ca«°U-"^' ‘4 nod) am 6‘ 1866 von vem n abzutret-n oder ten äkri-n ^""^um -utg-genneymen mußte, -ntw-d-r Mainz _ erklärt." Er reiste mit^tts-?A7' "®ut ~ fa.3tc ~ tl(U1!1 ‘l1 Cer Krieg Kran"h-1t^nttlff-n worv,n^° ^■rCffi-De Äuttion^sei^em Kaise"r während ein" pen nicht züstimmen - ©X 7“ VA‘“(‘ ^'°rua -n-wick-tt-n Grün. nun e”' tolr feU,tn UN- härteste bedrück, werden, während eine Menge Kreisblätter bon Caütton und Steuer issm von crfenfteuer. Gmchttz- tkttsSvu- ’» ter fit’ rütfiBCijtn. ti wofltf jung brr rsrvßruer, Er bitte sihulilh- r -M «* ,.ltr al< imatt “W t[| Main 17-h an. 7 s-hi». »«'ralität btt einta ?W|6 bald °"t ifrrtn ö^ng ^fr 1116 tUT& "^höl)tta Wtn Tra. ln vir die Jefiungen, che Städte. I dem Gx. un erheb, »durch da- 'n Freiheit "erträglich -en Lands» sollen ßch r iu treten neuen ®t. 2ie mehr billig ent« Im machen *BiOt vor- urnLantS' (Lebhafter befreit sind. — Nach einigen Bemerkungen der Abgeord. v. Kardorff und Frhr. v. Hooerbeck beschließt das Haus, das Gesetz zur zweiten Berathung im Plenum zu stellen. 5) Petitionsberichte. Die Petition einer Anzahl Landbewohner um Abschaffung des LandbriefbrstellgeldcS wird nach dem Anträge der Commission trotz des Widerspruchs des BundcScommiffarS v. Philipsborn dem Bundeskanzleramte zur Berücksichtigung überwiesen; eine weitere Petition, die Bestellung auch auf die Sonn- und Festtage auSzuvehncn, wird durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt, lieber die Petitionen zur Wiederherstellung der Portofrciheit für amt- liche Corrcspondenzkn resp. über Die Aushebung Der Den Posten zustehenden Chaussee« gelv-Freiheit für die auf Kosten einzelner Provinzen, Kreise und Gemeinden unterhaltenen Chaussee geht das Haus zur Tagesordnung übtr und beschließt nach Der Petition mehrerer Baptistengemeinden, ein Gesetz zu vereinbaren, wonach dieselben, sowie Gesellschaften und religiöse Körperschaften Corporationsrechte erlangen können. — Schluß 3V4 Uhr. Nächste Sitzung Freitag. Fulda, 1. Mai. Auf Der Kassel - Bebraer Bahn entgleiste gestern Abend der Nordbahn-Güterzug. Elf Wagen wurden zertrümmert, andere beschädigt. Mit Ausnahme leichter Contusionen sind beim Beamtenpersonal keine Verletzungen vorgekommen. Posen, 29. April. Die Ostd. Ztg. schreibt: „Eine Bande geflüchteter Franzosen hält sich im OwinSker Walde auf und hat sich daselbst vollständig als Räuberbande organiflrt, welche gewaltthätige Requisitionen vornimmt und vor Der kein Fuhrwerk, kein Reisender, Der den Wald passiren muß, sicher ist. Bei der hiesigen Commandantur liefen gestern und heute ganz erschreckliche Berichte über das Treiben dieser Bande ein, so daß man es sofort für nothwendig erachtete, ein Detachement Soldaten, Infanterie und Cavallerie, Behufs Absuchung des Waldes gestern zu entsenden." Telegraphische Depeschen. /X Berlin, 3. Mai. Elsaß Lothringen wird bald eine Communalvertretung erhalten, die liberaler als die französische ist. Die in Versailles (von der Nationalversammlung?) angenommene Provinzialvertretung wird voraussichtlich später errichtet. + München, 3. Mai. Die päpstliche Nunciatur beabsichtigt, Der bayerischen Regierung ein römisches Aetenstück vorzulegen, worin auszuführen versucht wird, daß das Unfehlbarkeits-Dogma die bayerische StaatSversassung nicht alterire. 4- Paris, 1. Mai. Der Abend verlief ruhig ohne alle Kanonade. Im geheimen Comite der Commune war die Rrde davon, Cluseret und Megy erschießen zu lassen. Die Eisendahngesellschaften haben die Kontribution bezahlt. Die Commune hat im Ganzen 1,680,000 FraneS empfangen. Die seitens der Commune von Den Eisenbahngesellschaften verlangten Summen müssen künftig alle acht Tage bezahlt werden. + Paris, 2. Mai, Mittags. Das Gerücht, daß Dombrowsky und fein Generalstab in Asnieres von Den Vcrsaillern gefangen genommen worden, ist unwahr. Auch die Berichte des „Moniteur" und Der „Patrie" über Jffy sind unrichtig, Denn di/ Versailler haben das Fort noch gar nicht besetzt gehabt. Nach Der Panik am 29. April sind die Pariser in das Fort zurückzekehrt. Die 93er- sailler zogen sich, die Laufgräben und die Barrikade preisgebend, auf Moulineaue zurück. Letzteres versuchten Die Pariser ebenfalls wieder zu nehmen, sie wurden aber mit Verlust zurückgeschlagen. /X Paris, 2. Mai. Einige Blatter haben mit Unrecht gemeldet, daß die Rationirung in Paris wieder angeordnet sei. Es ist dies nicht Der Fall, aber seit 4 Sagen ist kein frisches Fleisch mehr in die Hauptstadt gekommen. Wenn keine oder nur noch unbedeutende Transporte Lebensmittel nach Paris gelangen, so ist dies Der Initiative Der Versailler Regierung im Interesse Der Verprovian- tirung Der preußischen Truppen zuzuschreiben. Die Regierung hat nicht die Absicht, der Stadt, welche noch auf 2 Monate verproviantirt ist, die Lebensmittelzusuhr ganz abzuschneiden. Man hofft bis dahin mit den militärischen Operationen zu Ende zu sein. Die Commune, welche an Geldmangel zu leiden beginnt, hat von Der Bank 8 Millionen verlangt. Die Bank hat bis jetzt dieser Forderung keine Folge geleistet. Der Palast Der Ehrenlegion wurde von Nationalgaroen auSge- plündert. Delegirte Der Commune haben von Der Schatzkammer einen Koffer mit 4 Millionen Werthpapieren mit Beschlag belegt. Auf dem Transporte nach dem Stadthause ist, wie man später bemerkte, 1 Million davon abhanden gekommen. Die Commune verlangt, daß bei dem Kampf gegen die Versailler griechische- Feuer in Anwendung komme, Da, um Den Erfolg Der kommunalen Sache herbei- zusühren, jede Rücksicht der Menschlichkeit in den Hintergrund trete. 4- Versailles, 1 Mai, Abends. Die Kanonade dauert fort. Unsere Artillerie sängt an, in das Fort Issy Bresche zu schießen. In Der Nationalversammlung bestätigt Picard die Besetzung des Bahnhofes von Clamart und des Schlosses Jffy. /X Versailles, 2. Mai. Bei Den Gebrüdern Rothschild hat gestern eine längere Konferenz stattgefunden, an welcher Londoner, Amsterdamer und Brüsseler BanquierS und zahlreiche aus Paris auSgewanderte Häuser theilnahmen. — Der Ministerrath hat Die Nachwahlen zur Nationalversammlung auf den 28. d. MtS. festgesetzt. A Brüssel, 3. Mai. Die „(Stoffe Helge" meldet aus Paris vom 2. Mai, 8 Uhr Abends: Der Kampf tobt mit gleicher Heftigkeit bei Issy. Die Versailler Truppen richteten ein furchtbares Artillerikseuer auf Fort Issy, zahlreiche Nationalgarden flüchteten entmuthigt nach Paris. Der angeblich verhaftete Dombrowsky befindet sich mit seinem Stab in Asnieres. In Montmartre und BatignolleS findet ein wahrer Granatregen statt. 4- Coustantinopel, 3. Mai. Das Resultat der Mission Nevres Pascha's am ägyptischen Hofe ist osficiell noch nicht bekannt; doch verlautet, Der Khedive habe NevreS Pascha Die Versicherung ertheilt, keine Forts zu erbauen. Bezüglich der Truppenaufstkllungen bei Kairo wurDen befriedigende Erklärungen gegeben. Man glaubt, der Khedive werde Demnächst einen Besuch in Konstantinopel abstatten. Der Oberceremonienmeister Kiamil Bey hat sich nach Madrid begeben, um Den König Amadeus zur Thronbesteigung zu beglückwünschen. Borsennachrichten. 3. Mai 1871. Preus/- 41/2 o 9 Oblig. 94% Frankf. 3%% Obi. 823/8 Nass. 4%% Obi. 93% Kurhess. 4% „ 85% Gr. Hess. 5% Obi. 101 % , n 4% , 91% „ » 31/2% „ - Bayer. 5% „ 100% n 41/zO/o 1jährige 96 „ 4O/o 1jährige 89% Würtemb. 4%% Obi. 94% Baden 4%% Obi. 0. E. L. 94% Oesterr. Silberrente 55% • n Papierrente 48 „ 5% M. steuert. — Amerik. Bonds 1881 r 99% W n 1882r 97% „ „ 1885r 96% „ n 1887r 97 Spanier, neuest. 3% 31% Actlen. Frankf. Bank 133% Frankf. Vereins-Kasse 104% Darrest. Bankact. 342 Wien Bankactien 708 Galizien 251 Actlen. Oest. Creditact. 266% 5O/o östr. F. St. E. B. 401 Lombard. Bahn 167% Ludwigsh.-Bexbach 168% Maxbahn 113% Bayer. Ostbahn 128% Hess. Ludwigsb.-Act. 147 % Alsenzbahn-Actien 851/4 Oberhessen „ 70% Prioritäten. 3% Lster. Stsb.-Prior. 56% 3O/o öst. s. Lombard 73% 3°/q Livorneser 32% 5°/o Toscaner 50% 5O/o Elisabcth.-Prior. 77% do. H. Emiss. 75%_______ Anlehenalooee. Kurh. 40 Thlr. Loose 65% Nassau 25 fl. 39% 4% bayr. Präm.-AnL 1071/4 Ansbacher 7 fl. 12 40/0 badische Loose 106% Badische fl. 35 Loose 60% Oestr. fl. 250 v. 1854 72% 1858r Prioritätsloose 155 1860r Loose 79% 1864r „ 1191/2 Braunschweiger 17% Stadt Madrid 21% Wechsel. Amsterdam k. S. 100 Augsburg k. s. 99% Berlin k. s. 105 Bremen k. s. 97 Cöln k. s. 104% Hamburg k. 8. 88% Leipzig k. 8. 104% London k. 8. 119% Lyon k. 8. — Paris 'k. 8. 94% Wien k. 8. 95 ditto m. 8. — ditto 1. S. — Diskonto 3%% G. Geldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 44%-45% Sachs. n — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 45—47 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 10SL 9 54—56 Dueaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 26—27 Engi. Sover. 11 54—58 Ross. Imper. 9 45—48 Dollar in Gold 2 27—28 -------- ■ ........— Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachungen. Bekanntmach u 11 g. Die Wahl von 16 Mitgliedern des evang. Kirchenvorstandes soll künftigen Mittwoch den 10. Mai, von 8 Uhr Morgens an, in der Stadtkirche vorgenommen werden. Diese Wahl wird mit einer Feier und mit der Vorlesung der neuen Verordnung eröffnet und werden d^ßhalb alle stimmberechtigten Wähler hiermit eingeladen, sich schon um 8 Uhr in der Kirche einfinden zu wollen. Nach dem Anfang der Feier müssen die Kirchthüren verschlossen werden. Außerdem wird bemerkt: 1) Die Wählerlisten sind bis zum Wahltage, Mittags von 1—5 Uhr, im 1. Pfarrhause offengelegt; 2) Stimmberechtigt sind alle über 25 Jahre alten, selftständigen männlichen Kirchengemeindemitglieder, die nicht vom Stimmrecht bei der Wahl des Vorstandes der bürgerlichen Gemeinde ausgeschlossen sind. Unter den Stimmberechtigten sind auch die Angehörigen der Universität und des Militärs mit inbegriffen; 3) Wählbar in den Kirchenvorstand sind alle stimmberechtigten Männer, welche das 30. Lebensjahr überschritten haben, deren Lebenswandel unbescholten ist und die ihren kirchlichen Sinn und ihre Liebe zur evangelischen Kirche durch Theilnahme am öffentlichen Gottesdienste und heiligen Abendmahl bethätigcn. Gießen, den 4. Mai 1871. Der evang. Kirebenvorstand. 1598) Zur Errichtung eines Bauplans für Die Stadt Gießen soll ein Plan der Stadt und deren Umgebung auf- Jenommen werden. Qualificirte Geometel- Klasse, welche geneigt sind, sich dieser Arbeit zu unterziehen, werden hiermit aus- fieforbert, mit unterzeichneter Stelle, wobei die näheren Bedingungen eingcsehen werden können, längstens bis zum 14. Mai 1871 in Benehmen zu treten. Gießen, den 20. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt- Main - Weser - Bahn. B e lr a n n t m a d) u n g, die Wiederaufhebung der Beschränkung des Gnter-DerkehrS detr. 1835) Die in der diesseitigen Bekanntmachung vom 4. März 1871 zur öffentlichen Kenntniß gebrachte Beschränkung hinsichtlich der Auflieferung und Beförderung von Gütern im Localoerkehr wird von heute an aufgehoben, dagegen müssen die reglementmäßigen Lieferfristen vorläufig uoch und bis auf Weiteres auf daö Doppelte fest- gefetzt werden. Cassel, am 28. April 1871. König!. Direktion der Main-Weser-Bahn. Veefteigevuntten. Brennholz - Versteigerung in den Domanial-Waldungen der Oberförfterer Feldkrücken. 1807) Montag den 8. Mai IS71 foirr men in dem auf durchaus versleinten Wegen erreichbaren, oberhalb Altenhain gelegenen District Kesselwald i 373% Stecken Buchcn-Scheidholz, I. Klasse, 106 „ „ Astprügelholz. 85% „ „ Stockholz, 1. Klaffe, zur Versteigerung. Die Zusammenkunft findet Vormittags 9 Uhr auf dem, nächst des Oberseener HofS gelegenen Forsthaus Petershainer Hof statt. Schotten, am 30. April 1871. Großherzogliche Obcrsörsteret Feldkrücken. Ka llenbach. t £ d u c b lr ■i .1 ? 1 I r c t k N ü n i ä 3- 1' h' p p 1809) Montag den 8. Mai, des Vormittags 10 Uhr, soll der Nachlaß des Friedrich Stumpf III. von Burkhardsfelden versteigert werden, als: 1) zwei Pferde, 2) ein neuer Reitsattel, 3) ein neuer Wagen mit Zugehör, 4) eine Häckselmaschine, 5) ein Kartoffel-Pflug, 6) ein Schaufel-Pflug, 7) zwei Kleiderschränke, 8) ein Glasschrank, 9) ein Flachs-Neff, 10) ein neues Knotentuch, Säcke und sonstige Hausgeräthschaften, sowie 11) männliche und weibliche Kleidungsstücke. Burkhardsfelden, den 2. Mai 1871. Heinrich Stumpf, Vormund. Zur Beachtung. 1826) Die auf Freitag den 5. Mai im Revier „Thiergarten" angezeigte Holzversteigerung der Gräflichen Forstverwaltung Laubach kann eingetretener Hindernisse wegen nicht abgehalten werden. . Laubach, am 1. Mai 1871. Gräfliche Forstverwaltung. Feilgebotenes. 1831) Täglich frisch gestochenen Spargel, pr. Pfund 24 fr., bei Gärtner S ch aum. 1789) Ein wohlerhaltener Confirmanden-Rock ist zu verkaufen. Näheres bei Herrn Schneidermeister Wagner, Neustadt, im Möhl'schen Hause. 1808) Feste Salz-, Essig- und kleine Tafel-Pfeffergurken empfehlen I. A. Busch Söhne» 1742) Täglich 20 Maaß Milch franco Bahnhof Gießen sind abzugeben. Näheres bei der Erped. d. Bltts. 1811) Eine Commode steht billig zu verkaufen bei H. Werner, Neustadt. 1822) Ein Zjähriger Fasselochfe (Vogelsberger Race), zur Zucht tauglich, steht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Vl. 1833) Fertige Damen-Hnte mit und ohne Schleier, von 2 fi. an, fertige Kinder-Hüte von 1 fl. 30 fr. an pr. Stuck, sowie Sonnen- und Regenschirme in Seide und Zanella, empfiehlt bestens zu äußerst billigen Preisen Julius Landauer. 1 Regenmäntel u» Gummischuhe empfiehlt in reicher Auswahl Karl Wenzel. Vermiethungen. 1549) In Lit- D. Nr. 219 in der Neustadt ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, oder ein solches ohne Cabinet, zu vermiethen. 1830) In Lit. C. Nr. 89 in der Wol- kengasse ist ein Logis von 3 Zimmern, Küche und Cabinet zu vermiethen und sogleich zu beziehen. M. Schirmer. 1837) Das seither von Herrn Hofgerichtsadvocat Mr. Engelbach I. bewohnte Logis ist zu ver- micthen und Ansangs Juli beziehbar. R. Oppenheimer Sohn. 1585) Eine kleine möblirte Stube ist zu vermiethen Wallthorstraße Lit. A. Nr. 227. 1832) Eine Wohnung, sofort beziehbar, ist in Lit. B- Nr. 90, Neuenbäuen, zu vermiethen.___________________________________ 1746) Ein Logis — Parterre — ist zu vermiethen bei W. Möhl, Drechsler. 1825) Der untere Stock meines Hauses am Z in herrschen Garten ist mit der halben Mansarde an eine stille Familie zu vermiethen und zu Anfang August zu be- ziehen.________________W. Gaquoin. 1755) In dem neuerbauten Hause der K a tz e n st e i n'schen Besitzung sind zwei große Familienwohnungen zu vermiethen und so- gleich beziehbar._____________________________ 1791) In dem vormaligen Burk & Storck'schen Hause, Neuenbäuen, ist der untere Stock zu vermiethen und sogleich zu beziehen. L. & A. Petri. 1204) Ein Zimmer mit Cabinet ist in einer Gartenwohnung zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Näheres bei der Exped. dieses Blattes. Vermischte Anzeigen. 1836) Eine Dame, welche mehrere Jahre im Auslande als Lehrerin thätig war, wünscht Unterricht in der englischen und französischen Sprache, sowie auch in der Musik, zu erthcilen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________________ s Feinmechaniker, ein tüchtiger, exacter Arbeiter, wird bei sehr gutem Verdienst und fester Stelle gesucht von Ludwig Becker, Dampf- Kessel - Annaturen - (Manometer)- Fabrik in Offenbach a. M._________________ 1834) Ein Arbeiter findet dauernde Beschäftigung bei H. Haßler, Schuhmachermeister. 1827) Rückständige Forderungen an das seitherige Reserve-Lazareth des Johanniter- Ordens in Nieder-Weisel wolle man baldigst an den Rechner, Lehrer Aubel daselbst, gelangen lassen. Annonce. 1824) Ein bescheidenes und ruhiges Mädchen sucht, am Liebsten bei älteren Leuten, eine passende Stelle. Eintritt kann sofort erfolgen und wird mehr auf eine gute Behandlung als auf hohen Lohn gesehen. Näheres bei der Exped. d- Bltts. Steuereommissariats- Gehülfe. 1798) Bei dem Großh. Steuercommissa- riat Gießen ist die I. Gehülfenstelle offen. Befähigte, mit guten Zeugnissen versehene Bewerber wollen sich melden. 1828) Zuverlässige und gewandte Agenten, welche für eine bestsituirte Lebensversicherungs-Gesellschaft in den Städten des Großherzogthums Hessen (incl. Homburg), thätig sein wollen, werden unter sehr vortheilhaften Bedingungen gesucht. Gefällige Adressen an die Exped. d. Bltts unter B. B. 72. [f Danksagung. [( 1829) Meinen wärmsten und auf- richtigsten Dank allen Denen, welche [( am 2. d. Mts. meinen innigst ge- liebten Sohn, Heinrich Schäfer, t zu seiner letzten Ruhestätte begleitet haben. Die trauernde Mutter. AnMagenkramps, Verdauungsschwache rc. rc. Leidenden wird das fast 50 Jahre segensreich wirkende Dr. med. DosolLs'scheHeilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exp. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. Doecks, Harpstedt 6et Bremen (früher Barnstorf). (896) “5 e HA Die soeben erschienene Nr. 31 AN enthält: Ankunft der ersten Fleischladung nach der Belagerung in St. Denis. Von unserm Specialartisten H. Lüders. — Wider den Erbfeind! V. VI. Novelle von Ernst Wichert. — Eine Siegesfeier auf dem Watzmann. Mit Illustration von G- Sundblad. — Sechs Monate in französischer Gefangenschaft- IX—XII. Von unserm Berichterstatter Max von Schlägel. — Am Familientische: Erinnerungen aus der Belagerung von Paris. VI. Das erste Fleisch in St. Denis. Zu dem Bilde von H. Lüders. VII. Ein Parlamentär aus Paris. Mit Jllustr. von W. Friedrich. — Der Krieg auf dem Spielplätze. Zu dem Bilde von E- Haertel. — Ein deutsches Friedensfest im fernen Indien. Von G- Richter in Merkara in Kurg (Ostindien). Zu Bestellungen empfehlen sich die Ferber'sche Univ.-Buchhhandlung, E- Heinemann, I. Ricker. Arademischer ®r|migurmii. 1688) Den verehrlichen Mitgliedern die Nachricht, daß die Proben des Vereins Montag den 1. Mai, Abends 7 Uhr, in der Aula wieder ihren Anfang nehmen. Anmeldungen zur Aufnahme in den Verein bittet man in den nächsten 14 Tagen bei Herrn Musikdirector Mickler persönlich abgeben zu wollen. Der Vorstand. mit Viertels Nfpit Der lai in bem Saale d besondere die He Gießen Der ui Gießen, d 36 Die Handlung der I. A. Kusch Föhne empfiehlt in frischen Sendungen: Extra feines Tvaubengelve, Trüffeln ä la Perigord, Champignons, Mixed-Pickles, Oliven, Brünetten und türkische Pflaumen. Caviar, Sardines ä Fhiiile, Sardine» in IBicMes, Capern, ächten Düsseldorfer und englischen Sens. Block- l'itocolade mit Vanille, pr. Pfd. 28 fr., StosswercK'fche Wrust-Aonbons und Gocoladen in verschiedenen Sorten, <7 a v 0 i g n e. Liebig s Fleisch-Extract von Fray-Bentos in Südamerika, Londensilte Milch von der Anglo-Swiss Compagnie in Cham (Schweiz), pr. Büchse 42 fr. Schwarzen und grünen Mee in Souchong, Congou, Pccco mit Vlnthcn, Haysmi und Imperials, Vanille. Allen Malaga, Madeira, Forltvein, ToKsycr, Rhein- und Hardtmeine, Düsseldorfer Urrac-, Kum-, Burgunder, danisse-Dmschessenz und feine holländische und französische Liqueure. Feinsten Emmenthalcr-, Schweizer-, Limburger-, Kräuter- und Rahmkäse, mit und ohne Stanniolverpackung. Feiuftes Blüthen und Weizenmehl aus der Kunstmühle der Herren Franz Peppler & Compagnie. 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