Preis vierrädrig 1 fl- 12 fr. mit Brtngerlolm. Durch die Poft bezogen vierteljährig t ft. 27 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Exvedttion : Canzletderg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Rr. SS. Sonntag dm 5. März 1871. Bestellungen auf »en Giestener Anzeiger Abonnenten, welche den Ameiqer bei der Erpedition abbvlen lassen, erhalten denselben für den Monat März zu 20 kr. A m t l i ch e r T d e i l. Bekannt m a ch n n g. « Betreffend: Außerordentliche Sitzung des Bezirksraths. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Dienstag den 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, eine außerordentliche Sitzung des Bezirksraths in dem Rathhaussaale dahier stattfinden wird. Gießen, den 2. März 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Starck. P o l i t i sck Die Friedensbedingungen. Die Annahme der von deutscher Seite g-|tcUten Fliedensbedingungen durch, die französischen Unterhändler beweist, daß die neue französische Regierung ciej Niederlage Frankreichs und unseren Sieg vollständig anerkennt und daß sie der Hoffnung entsagt hat, durch eine Fortsetzung des Kampfes einen Umschlag des Kriegsglücks zu erzwingen. Sle hat sich überzeugt, daß die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten rasch zu der Eroberung Südfrankreichs führen und die letzten Hilfsmittel des Landes der sicheren Vernichtung preisgeben würde. In dieser Uebcr- zeugung haben Thiers und Favre unter Zustimmung der Commissanln der Na- tionalversammlung sich zu der Unterzeichnung der Präliminarien entschlossen und damit selbstverständlich ihre Absicht kundgegeden, der Versammlung in Bordeaux die Annahme derselben zu empfehlen, welche dieselbe auch mit großer Majorität angenommen hat. Es sind Bedingungen, wie ein Sieger sic stellt. Aber jeder unbefangene und unparteiische Beurtheiler wird uns zugestehen müssen, daß wir von dem Rechte des Siegers eine außerordentlich maßvolle Anwendung gemacht haben, daß unsere Bedingungen schonend und milde sind im Vergleich zu der Verschuldung unseres Gegners und der Größe unserer Waffenerfolge, sowie der Opfer, mit welchen wn diese Erfolge erkauft haben. Es sind die Bedingungen, die bas R'chtsgefuhi der von Frankreich aufs Höchste gereizten und lrevelhaft aus angestrengter Friedens- arbeit herausgerissenen deutschen Nation gefordert hat. Unsere Diplomatie hat sich zum Organe des Nationalbewußtseins gemacht. Sie hat die nationalen Forderungen in ihren allgemeinen Umrissen zur Grundlage ihrer Bedingungen gemacht; sie hat diese in keiner Weise übertriebenen Forderungen in einzelnen Punkten vielleicht noch ermäßigt, aber sie ist wahrlich nicht über dieselben hinauSgegangen. Wenn die englischen Zeitungen in übel angebrachter und ihnen schlecht genug zu Gesicht stehender Sentimentalität ein Klagelied über die Härte unserer Bedingungen erheben, so beweisen sie damit nur, daß sie unfähig sind, große Verhältnisse in großem Sinne aufzufassen, oder daß sie ein außerordentlich kurzes Gedacht- niß haben. Hat man denn in England so ganz vergessen, wie dieser furchtbare Krieg entstanden ist? Hat man vergcffen, in welcher Absicht Frankreich uns über- fallen hat? Man erwäge doch nur einmal, welches Loos uns zu Theil geworden fein würde, nnnn unsere Siege Frankreich nicht verhindert hätten, seine Entwürfe zur Ausführung zu bringen. Weshalb hat denn Frankreich uns den Krieg erklärt? Kein Franzose wagt ts in Abrede zu stellen, daß Frankreich als Sieger die Rheingrenze gefordert haben würde. Kein Franzose wagt zu leugnen, daß Frankreich als Sieger Süddeutsch land seinem Proteclorate unterworfen, daß es den Nordbund zertrümmert, daß es Preußen auf den Standpunkt, den es vor 1866 einnahm, zurückgeworfen Habers lvütde. Das sind keine Vermuthungen, das sind die offen ausgesprochenen Ab- ßchtcn, unter denen die französische Armee, von dem brausenden Jubel der Nation geleitet, ihren Marsch auf Berlin antrat. Frankreich wollte uns berauben und politisch vernichten. Daß dies die Absichten Frankreichs waren, daran zweifelte im Juli kein europäisches Eabintt; aber kaum erhob sich ein milder Tadel gegen den Frevel, einen brutalen Eroberungskrieg, ohne jegliche Veranlassung, ohne Herausforderung, ja ohne jeden scheinbaren Vorwand zu beginnen. Jetzt haben wir Frankreich zu Loden geworfen und nun stellt man sich entrüstet darüber, daß wir dasselbe nicht ohne eine empfindliche Buße aus den Händen lassen, daß wir, die Angegriffenen, zur Sicherung gegen künftige Angriffe als Sieger von dem Eroberungsrecht eine mäßige Anwrndung machen. Und was wir fordern, ist alter deutscher Bisitz, uns durch Lag und Trug und offene Gewalt entrissen, ein Besitz, an dessen Wieder- trwerbung wir 1814 und 1815 durch England zur ewigen Schande für seine Staatsmänner (Wellington selbst hat später sein damaliges Verhalten bereut) gehindert worden sind. Zu welchen völkerrechtlichen Zuständen würde es denn führen, wenn man jivar dem croberungölustigen Angreifer freie Bahn lassen, aber dem siegreichen er Theil. Angegriffenen das Recht verkümmern und beschränken wollte, den Angreifer der gebührenden Strafe zu unterwerfen? Wer aus Landergier den Frieden bricht, Aer muß wissen, er muß es mit voller Sicherheit wissen, daß ihm im Falle der Niederlage dasselbe Loos bevorsteht, welches er dem Angegriffenen bereiten wollte. Wäre es anders, so würde der Weltfriede nicht ein Jahr gesichert sein: Wir sor- gen, indem wir Frankreich zu einer Gebietsabtretung nöthigen, nicht nur für un'rre eigene Sicherheit, sondern auch für die Aufrechterhaltung des Weltfriedens: wir bringen ein Recht in Anwendung und wir erfüllen unsere Pflicht als Glied dcp europäischen Staitensvstklw, indem wir Frankreich zum Bewußtsein bringen, datz es nicht das Privilegium hat, ungestraft die Gebote des Völkerrechts zu verhöhnen. Diese Lection war nm so nothwendiger, da Frankreich ja in der That für sich das Recht der Straflosigkeit in Anspruch nahm und auf dies vermeintliche Vorrecht vertrauend, stets bereit war, den Frieden der Welt zu stören. Daß aber die Landabtretung, die wir Frankreich zugemuthet haben, nicht zu hoch bemessen, nicht hart und grausam ist, ergibt sich ganz einfach aus der Vergleichung unser Forderung mit den Opfern, die das siegreiche Frankreich uns auferlegt haben würbe; darüber ist kein Wort weiter zu verlieren. Wer aber meint, daß die Landabtretung, weil Frankreich sie nicht verschmerzen könne, die Quelle neuer Kriege sein werde, der bedenkt nicht, daß Frankreichs Rachsucht ebenso sehr von den Niederlagen selbst, als von den Folgen derse ben gereizt werden wird. Was die Franzosen krankt, ist vor Allem das Bewußtsein, von den Deutschen besiegt zu sein: der Ingrimm über die Tage von Wörth, Sedan, Le Mans wird tiefer >n ihnen hosten, als der Schmerz über den Verlust von Straßburg und Metz. Weil wir dies wissen, deshalb grade war es eine unabweisliche Pflicht, deli Franzosen ihre furchtbare Angriffsposi-tion zu entreißen. Sie haben letzt gelernt, daß dem Frevel die Strafe folgt, und die Erneuerung des Frevels ist ihnen dadurch erschwert, daß wir die Pforten zu unserem Gebiete in unsere Hände genommen haben. Vielleicht wird man auch in England noch zu der Er- kenntniß kommen, daß wir damit besser für den Weltfrieden gesorgt haben, als wenn wir Herrn Gladstone und Lord Granville Die Forwulirung der Friedensbedingungen überlassen hätten. Es kommen immer mehr Anzeichen, welche darauf hindeuten, daß Italien derjenige Punkt ist, auf welchen sich die ersten Versuche des neuen Frankreichs in der auswärtigen Politik richten werden. Noch neulich hat die Gewissenhaftigkeit mit welcher die italienische Negierung den Gesetzen der Neutralität nachkam und eine für Marseille bestimmte Ladung von Gewehren zu Genua mit Beschlag belegen ließ, die Franzosen sehr aufgebracht. Jules Simon stellte z. B den italienischen Gisandten Nigra in der heftigsten Weise über die Undankbarkeit Italiens zur Rede und drohte damit, daß man Italien, welches seine Existenz der Gnade Frankreichs verdanke, schon fein Benehmen gegen seine Wohlthäter entgelten lassen werte. Es b>Durfte der Vermittlung befreundeter Diplomaten, welche Jules S'.mou zu einer förmlichen Abbitte vermochten, um einen vollständigen diplomatischen Bruch zu verhüten. Die Abneigung gegen Frankreich und die Sympathien für Deutschland nehmen unter diesen Umständen in Italien täglich zu und auch solche Organe, die bisher den Deutschen sich unfreundlich zeigten, haben sich Deutschland all- mälig zugewandt. Das Hauptorgan des gegenwärtigen Cabinets, die „Opinione" — nebenbei gesagt, das einflußreichste und verbreitetste Journal Italiens, welches, wenn auch früher französische Sympathien nährend, doch auch Deutschland gegenüber stets eine achtungsvolle Sprache führte — ist nun ganz unter die Deutschen gegangen und stellt sich mit ihren Sympathien offen auf deutsche Seite. Aus Florenz werden übrigens über die Reise, die Arago beim Beginn des Waffenstillstandes dorthin unternahm, Enthüllungen gemacht, welche das Vorgeben, daß, derselben kein politischer Zweck zu Grunde lag, nicht gelten lassen wollen. Mit dieser Reise fallen zusammen die Demission Garibaldi'S, die Un- ruhen in Nizza und endlich die Neutralitäts-Petition aus Savoyen an een Grafen Bismarck. Arago soll Die Mission gehabt haben, die italienische Regierung zu sonDiren, ob sie gegen die Rückgabe von Nizza und nötigenfalls auch von Savoyen geneigt sei, zu Gunsten Frankreichs mit einer Armee von 150,000 Mann zu interveniren, in welchem Falle Frankreich deren Unterhaltung übernähme. Der Vorschlag ist von Italien natürlich nicht angenommen worden. Frankreich konnte sich in dieser Beziehung keinen Illusionen hingeben; aber der Ertrinkende greift im Todeskrampfe selbst nach einem Strohhalme, um sich zu retten. Die russische Deutschland abgeneigte Presse („Moskauer", „Petersburger Börsen-Zektung" u. s. w.) schlägt jetzt einen neuen Weg ein. Die R-gierung beim Beginne des deutsch-französischen Krieges zum Einschreiten gegen Deutschland zu bestimmen, mißlang ihr. Itzt gilt's Dem Publikum Die Überzeugung bcizubringen, daß Deutschland feindliche Absichten gegen Rußland hege. Dazu dient der „Börsenzeitung" das von ihr erfundene Gerücht von einem zwischen Oesterreich und Preußen gegen Rußland geschlossenen Bündnisse, das sie auf folgende Weise motivin: Deutschland hat von seinem Bündnisse mit Rußland alle möglichen Vortheile genossen, es bedarf jetzt desselben nicht mehr, es hat Pflichten, gegen Die Russificlrung der Ostseeprovinzen einzuschreiten, der Kräftigung des PanslavismuS cntgegenzuarbetten, Deßhalb muß es Oesterreich, dessen zukünftige Aufgabe ist, die schon unter seiner Herrschaft befindlichen und noch unter dieselbe kommenden slavischen Elemente zu germanisiren, auf's energischste unterstützen und dazu beitragen, Damit es im Osten den ersten Platz einnehme als Entschädigung für die durch den prager Frieden in Deutschland verlorene Stellung und vergessen, daß der deutsche Kaiser die als König von Preußen in demselben übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllen könne. Bei diesem gegen Rußland gerichteten Vorgehen sei man Der Zustimmung Englands von vorn herein sicher. Frankreich, durch den Krieg um seinen Einfluß als Großmacht gebracht, zähle nicht mit und als Bundesgenosse gegen Rußland biete sich von selbst Polen, be sonders wenn man ihm Versprechungen mache, auf deren Verwirklichung es ja nicht ankomme. Dieses Programm werde täglich in den Zeitungen Oesterreichs und Deutschlands behandelt und von den Lehrstühlen der deutschen Professoren verkündet." Fürwahr die „Börsenzeitung" nimmt es nicht streng weder mit der Logik noch mit der Wahrheit. Weil Preußen es für gut befunden, sich Oesterreich zu nähern und mit ihm freundliche Beziehungen zu unterhalten, deshalb muß schon em Bünoniß gegen Rußland die Folge sein! Von dem angeblichen Programm Der „Börsenzeitung" wissen deutsche Zeitungen unD Professoren nichts. Telegraphische Depeschen. A Berlin, 2. März. Die neue Verzögerung der Zusammenberufung des Reichstages dangt mit Der beabsichtigten Musterung Der deutschen Armeen im Norden und Osten Frankreichs durch den Kaiser zusammen. A Versailles, 2. März. Die „Times" meldet, daß in Folge der Unterzeichnung der FrreDcnspräliminarien die Deutschen morgen Paris räumen. Die Armee des Prinzen Friedrich Karl zieht sich bereits hinter die Seine zurück. Der Kaiser und der Kronprinz verlassen in einigen Tagen Versailles und begeben sich vorerst nach FerriereS. A Paris, 2. März. Favre verlangte die Räumung von Paris. Bismarck erwlederte ihm: Thiers müsse zuerst die von ihm und den Comaiissions- mitgliedern unterzeichneten Dokumente bringen und die Ratification des Kaisers Wilhelm empfangen. + Paris, 2. März, früh. Das Journal osficiell gibt einen Bericht über die gestern stangehabte Sitzung Der Nationalversammlung. Der Minister des Aeußeren, Jules Favre, hat sich heute früh nach Versailles begeben. Morgen soll, in Gemäßheit Der Convention, Die HauptstaDt von Den Deutschen geräumt roerDen. Das amtliche Blatt theilt noch Folgendes mit: „Die Deutschen haben gestern die ihnen angewiesenen Stadtviertel besetzt. Die Offiziere und ein Theil der Soldaten bezogen Onaniere im Palais De L'Jnoustrie, dem Circus und dem Panorama; der Rest murre in PnvatgebäuDen untergebracht. Der Zutritt zu Den besetzten Stadtvien in war nicht untersagt worden, doch machten nur wenige Personen von der Frecheit der Circulation Gebrauch. Die Börse und sämmtliche Magazine sind geschlossen; die Journale sind nicht erschienen." Privatnachrichlen bestätigen, daß die Ruhe nicht gestört worden ist. + Paris, 2. März. Das Hauptquartier der Deutschen ist in den Champs- Elys.eS in der Villa Der „Königin-Mutter" von Spanien. Der Revue in Long- champs haben beträchtliche Menschenmengen beigewohnt. Als offinelle Antwort auf Du Vorwürfe d.r Blätter, Die Regierung habe Die letzten Unruhen und Die Ermordung des Polizeiagenten nicht verhindert, erklärt das Amtsblatt, es feien Maßregeln getroffen worden, um Der Wiederkehr ähnlicher Verbrechen zu begegnen, und man werde Die SchulDtragenden bestrafen. 4- Bordeaux, 2. März. In einem Schreiben an Grrvy, vom 1. März Datirt, macht Cremieux Den Vorschlag, Frankreich möge Durch Subscription Die 5 Milliarden unverzüglich aufbringen, um der Deutschen los zu werden. Jeder solle Den Stand seines Vermögens in Erwägung ziehen und demgemäß Dein Vater- lanDe einen Vorschuß leisten, Der 'n der Folge Der Jahre wieDer zurückgezahlt wirD. Cremieux selbst erbietet sich 100,000 Fr. zu zahlen. . A Bordeaux, 2. März. Heule sand Die BeerDigung Des Maire Küß von Straßburg statt, unD zwar unter ergreisenDen Demonstrationen. Trotz Der Einfachheit Des unter evangelischem RüuS vollzogenen Begräbnisses nahmen daran mehr als 5000 Menschen Theil, die ganze Assemblee, Die ältesten Leute, Frauen it: Alle weinten. Die Haltung Der Bevölkerung war exemplarisch, es fand nicht Die geringste Unordnung statt. 4- Brüssel, 2. März. Dem Vernehmen nach dürften die Sitzungen der FriedenScomwission in nächster Woche hier beginnen. + Brüssel, 2. März. Laut Echo Du Parlament würden Die mit Der Abfassung des Diplomatischen Friedensvertrages beauftragten Bevollmächtigten hier im StaDthause ihre Sitzungen halten. Demselben Blatte zufolge wird die belgische Armee jetzt wieder auf den Friebenöfuß gestellt, alle einberufenen Milizen werden nach Haufe entlassen. A Brüssel, 2. März. Das Echo Du Parlament sagt: „In der schweren Krisis, in welcher sich eben eine große Nation befindet, ist es wirklich bedauerns- Werth, daß es in Belgien Journale gibt, die, stall Den Frieden unD die Versöhnung zu befürworten, Haß und Rache predigen. 4- Lllle, 2. März. Das 23. französische CorpS ist entlassen. A Bern, 3. Marz. Der BundeSralh hat eine weitere Brigade Der Grenzbesatzung entlassen unD die Picketstellung des Bundesauszuges aufgehoben. Mit nächstem Mittwoch soll der Rücktransport Der internirten Franzosen beginnen. 4- London, 2. März. Reuter'S Bureau erfahrt: Die Kriegskostenzahlung erfolgt in drei Raten: eine Milliarde vor Ende 1871 * zwei Milliarden vor Ende 1872; Die letzten zwei MilliarDen vor Ende 1873. Die Zinsen für die fünf Milliarden sind bei Der letzten Einzahlung, vom Tage Der Ratification an gerechnet, zahlbar. Von Der letzten Rate werden abgezogen: der Theil der französischen Staatsschuld, welcher auf Elsaß und Den abgetretenen Theil von Lothringen fällt, diese Summe auf circa eine halbe Milliarde geschätzt; ferner Der Werth Der Ost- bahn. Bei Den FrieDensverhandlungen ist es zwischen Thiers und Bismarck be* züglich des Handelsvertrages zu keinerlei Discusston gekommen; alle gegenteiligen Gerüchte sind falsch. * A Athen, 1. März. Die griechische Regierung Hal Die französische Regierung anerkannt. ,4. Local-Notizen. S. Gießen, 4. März. Friede! Dieses Wort hallte gestern Abend talisevdstimmig wieder in jeder Brust. Gin schwer drückender Alp wurde von Jedem mit diesem Worte genommen. Und um auch zu zeigen, wie langersehnt, wie frohbegrüßt dieses göttliche Wort sei. kleidete sich unsere Stadt in ein Festgewand, wie eS noch nie in einem solchen gestanden hat. Gin Fackelzug in einer solchen riesigen Große, daß das Eiche nicht abznsehen war. Und erst diese prächtige Illumination. Hunderte von Lämpchen und Ballons, selbst in den kleinsten Straßen. Man sah es überall, wie das freudig erregte Gemütp seinen Gefühlen Ausdruck gab. Den schönsten Eindruck machten wohl einige Häuser aus dem .Kreuz, Selterswea und Hensel's Haus in der Wallthorstraße. Wik Viele Kreuzer wird der Benin zur Unterstützung der Hinterbliebenen unserer Soldaten, Herr Buchhändler Ricker, heute eincassiren können. Säume doch keiner und trage er sich mit dem Gedanken: Glücklich und zufrieden bist du jetzt; wie wäre es wohl, wenn deine Brüder nicht für dich geblutet hätten? Denke Jeder an die Armen, die still in ihrem Kämmerchen saßen und weinten, während draußen cs jubelte und tobte. Ihnen fehlte der Ernährer, der sie vor bitterer Noth schützte und der für unS, für das Vaterland sein Herzblut gab. Den Schluß dieser so fihr würdigen Friedensfeier bildete das Banket im Leib'schen Saale. Herr Professor Oncken namentlich gab den Gefühlen unser Aller so recht Ausdruck in einer beredten und kräftigen Ansprache und brachte ein Hoch auf unser unvergleichliches Heer aus, das mit unendlichem Jubel ausgesührt wurde. Froh Morgens trennte sich erst die heitere und frohe Gesellschaft. Auszug aus dcu Kirchenbüchern der Stadt Gießen. a. Evangelische Gemeinde. Getauft e- Den 26. Februar. Dem Ortsbürger in Storndorf und Schneider dahier, Heinrich Roth, eine Tochter, Auguste Katharine, geboren den 30. Januar. Denselben. Dem Ortsbürger in Buchenau und Bergwerksarbeiter in Cöln, Sebastian Dorsch, eine Tochter, Margarethe, geboren den 29. Januar. Denselben. Dem Ortsbürger in Beuern und Arbeiter an der Main-Weser- Bahn dahier, Balthasar Weber, ein Sohn, Ludwig Martin, geboren den 13. Februar. Denselben. Ein unehelicher Sohn von hier, Karl Konrad, geboren den 7. Februar. < Denselben. Dem Ortsbürger in Blofeld und Schlosser an der Main-Weser- Bahn dahier, Georg Böck, ein Sohn, Friedrich Karl August, geboren den 20. Januar. Denselben. Dem Ortsbürger in Frohnhausen und Arbeiter dahier, Jakob Leinbach, ein Sohn, Johann Georg, geboren den 9. Februar. Denselben. Dem Ortsbürger in Treis a. d. Lda. und Taglöhner dahier, Heinrich Formhals, ein Sohn, Georg Martin, geboren den 3- Februar. Denselben. Dem Schlosser an der Cöln-Gietzener Bahn dahier aus Abts- Bessingen in Schwarzburg-Sondershausen, Richard Pröschold, eine Tochter, Wilhelmine Auguste Henriette Marie, geboren den 22. Januar. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann Friedrich Bieler, eine Tochter, Marie Wilhelmine Susanne Adolfine, geboren den 24. Januar. Den 27. Februar. Dem Bürger in San Franzisko in Ealifornien und Rentner dahier, Wilhelm Wenzel, eine Tochter, Karoline Alice Georgine, geboren den 5. October. Den 2. März. Dem Bürger und Gastwirth, Ludwig Möser, eine Tochter, Luise Marie Johanna Karoline Henriette Georgine, geboren den 13. Januar. B c e r d i g t c. Den 27. Februar. Georg Alt, Musketier im II. Großh. Infanterie-Ersatz» Bataillon dahier aus Effolderbach, alt 23 I. 7 M 5 T-, gestorben den 25. Februar. Denselben. Wilhelm Johann Ludwig Christian Unverzagt, des Bürgers in Biedenkopf und Fabrikarbeiters dahier, Heinrich Ludwig Unverzagt, ehelicher Sohn, alt 8 M- 8 T., gestorben den 25. Februar. Den 2. März. Wilhelm August Eduard Karl Wehn, des Bürgers und Kaufmanns, Ferdinand August Wehn, ehelicher Sohn, alt 9 M. 13 T-, gestorben den 28. Februar. Den 3. März. Johann Heinrich Schäfer, Bürger und Fuhrmann dahier, alt 63 I. 6 M. 1 T-, gestorben den 1. März. Denselben. Philipp Christian Pfaff, Bürger und Schuhmachermeister dahier, alt 70 I. 3 M. 15 T., gestorben den 1. März. b. Katholische Gemeinde. Nichts angemeldet. Börsennachrichte». 3. März 1871. Actien. Oest. Creditact. 2425/g 5u/o östr. F. St. E. B. 365 Lombard. Bahn 1711/4 Ludwigsh.-Bexbach 166 Maxbahn 1091/2 Bayer. Ostbahn 1243/4 Hess. Ludwigsb.-Act. 142 Alsenzbahn-Actien 851/4 Oberhessen n 681/2 Prioritäten. 3O/o öster. Stsb.-Prior. 551/2 3°/0 ösj. s. Lombard 73 3% Livorneser 31% 50/o Toscaner 50 5°/o Elisabeth.-Prior. 77 do. II. Emiss. 76 Anleliensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 645/8 Nassau 25 fl. 381/2 4O/o bayr. Präm.-Anl. 1073/4 Ansbacher 7 fl. 12 40/g badische Loose 108 Badische fl. 35 Loose 61 Oestr. fl. 250 v. 1854 701/2 1858r Prioritätsloose 156V2 1860r Loose 771/2 1864r n 1171/s Braunschweiger 165/d Stadt Madrid 217/8 Wechsel. Amsterdam k. S. 1001/4 Augsburg k. S. 997/s Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97 Cöln k. 8. 1047/a Hamburg k. 8. 88’/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 119 V2 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 94i/a Wien k. 8. 951/j ditto m. S. — ditto 1. 8. — Disconto 31 2% G. Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 447/8*45,/6 Sachs. „ — Liv. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 43—45 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 10 St. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 251 2—26Vz Engi. Sover. 11 55—59 Russ. Imper. 9 43—48 Dollar in Gold 2 27—28 Preuss. 41/2°o Oblig. 94l/4 Frankf. °/o Obi. 803/4 Nass. 41/2 ",g Obi. 94l/g Karhess. 4% „ 82,/2 Gr. Hess. 5% Obi. 101 y6 n n 4% n 931/4 „ n 31/20/o „ - Bayer. 5°/0 n — n 41/2% 1jährige 94^ r 40 0 1jährige 89 Würtemb. IV2°/o Obi. 93 ’/2 Baden 4i/2% Obi. c. E. L. 933/6 Oesterr. Silberrente 5ä’/8 n Papierrente 48a/b n 50 0 M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881 r 101 n , 18b2r 967 6 w n 1885r 96-/& n n 1887r 96 V2 Spanier, neuest. 3% 30!/g Aetlen. Frankl". Bank 133 Frankf. Vereins-Kas^e iO4:i/4 Darmst. Bankact. 326 Wien Bankactien 694 Oalizien 2371,2 8do«6ete5 722) W i(8 Jr|torli Sott it fianbnd KMh> 714) «4® otwfw'Th tb.w»11 1U8 SE, rat l Men, den GroßherM Lers< iw M“«! sollen auf dahi OberheMen -21 tou und Men §en Immobilien Flur Nr- C® 19/,.,< 1K c 1® 19 .g 14c % 14 28 «Iw 9 serstchert werd ohne Rücksicht werden. Gießen, den Großherzo Zemm Sefa 732) Dir trfc vm .hirsM t\ lblissement, Der und die Beschi des Oeconomi Etablissement 66 Rthlr. 23 ( der Subinissio Termin zur i Offerten ist au Freite , . . Von lm Geschaftszim geletzt. Nen-Ach NdchuiM j -°uch Mn Er Mieten 0 Krofdorf, d 5 Monta ft in dm 10 Zentner D ■werben. Gießen, den Grohherz» Semm 721) Donnr Hfli im Disj?j 15. «i 2ö 1 " w wN flau ”LNi SÄ« Ae Re. zu II. fr. fr- fr- 19/m,i des X) .9 zu Schreinerarbeiten, Schlosserarbeiten, Glaserarbeiten, Weitzbinderarbciten Pflasterarbeiten 9 43 fl- 2814 59 45 50 fr. 48 steigert werden, und zwar: Maurerarbeiten, veranschlagt zu L- Hahn, Bezirfsdauausseher- 726) Ein tüchtiges Mädchen, welches fachen und die Hausarbeit versehen kann, wird aus Ostern gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts- 'laüvöderi Kl. januar. itr, 3afob itr dahier, QUä Abts- Whclmmr chrer, Marie unbRmM 15. Oaober. int lochlcr, ir. 670) Ein junger Mensch fann das Glasergeschäft erlernen bei Glaser Harz, in der Neustadt, in Gießen. 707) In eine hiesige frequente Wirthschaft wird ein Zapfjunge zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exoed. d. Bltts. on 0|Wt(4ln "ä »»kl. s. 100','i 8. 105 S.97 S. 104'" 3. $ 105 8.' US'/» i 91', 8- 95'/» 533) Em neues Haus lst ganz oder auch getrennt sogleich zu veu miethen bei vr. Königer.__ 669) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermieden bei Gl'« «- ° Firma: Earl Hoffmann. •rv^c. 144 V5 ÜSängerkran;!! 715) Die auf nächste» Sonntag am 5. März bestimmt gewesene Abendunterhaltung wirb 8 Tage später, Sonntag den 12. März, im Leib'scheu Saale abgehalten, was hiermit, statt besonderer Meldung, zur Kenntniß der Äiitglieder gebracht wird. Der Vorstand. 297) Ein zuverlässiger Pferdeknecht kann gute Stellung erhalten und sogleich eintreten. Näheres bei der Exped. d. Bl- 729) Es wird ein braves reinliches Mädchen zur Aushülfe gesucht, das zu Hause schlafen fann. Zu erfragen bei der Exped» d. Bltts. lnn?l »itbtr mmfn. Unb f unsere H 'n dnet iUemlnation "bttell, wie wohl Die Dick ‘Uten, Hcg 14> mit »nn da nicht fnr mmerchrn fehlte ict Äater- ■ tal'Mt iÖa io recht l-agleichlichtj Üch erst bii General - Versammlung Krankeuunterstützungs-, Sterbekaffe- und Wittweuunterstützungs- Vereins Montag den 6. März, Abends 7 Uhr, im Locale des Herrn Friedrich Führer. Tagesordnung: 1) Abhör der Rechnung für die Zeit vom 1. Juli 18by bis Ende 1870, v 2) Ergänzungswahl des Vorstandes. Gießen, den 19. Februar 1871. $ ^Demutl/"^ ‘ Das Marmor-Geschäft von F. J. Bossbacli in Mainz empfiehlt sich in Anfertigung von Marmor - Arbeiten aller Art, namentlich anch von QUomliisos, OradäsQlurialsrQ etc. 627) Toiletten-Seife in großer BevMtschte ÄNzetgett Auswahl, Haaröle und ParfümS, in eleganter Verpackpng empfiehlt Karl Fuhr, 731) Ein Notizbuch ist verloren gegangen. Der Finder desselben wird gebeten, dasselbe gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bltts. abzugeben. ________________ 696) Ein braves Dienstmädchen wird für 25. März in eine fleine Haushaltung gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 728) Ein tüchtiger Schuhmachcrgcfclle findet dauernde Beschäftigung bei I. Friedel, Reichensand. 703) Für einen jungen Mann von 16 Jahren, der die erste Classe in einer Realschule durchgemacht hat, wird bis zu Pfing- sten eine Lehrstelle in einem solchen Geschmt gesucht, worin er sich tüchtige kaufmännische und namentlich Waarenkenntnisse erwerben könnte. Gefällige Offerten unter Nr. 703 besorgt die' Exped. d. Bltts. 695) In Lit. D. Nr. 39 wird ein Mädchen gesucht, das kochen kann und alle häuslichen Arbeiten versteht. ____ Besondere Bekanntmachungen. Gläubiger-Aufforderung. 722) Etwaige Forderungen an den Nachlaß des im Herbst vorigen Jahres als Wittwer verstorbenen Forstwarts Konrad Nfeif zu Allendorf an der Lumda find bis m Ende dieses Monats dahier alnuzelgen,. widrigenfalls sie, soweit dahier unbekannt keine Berücksichtigung bei Verlhellung dieses Nachlasses finden könnten. Gießen, den 1. Marz 1871. Großherzogliches Landgericht Gießen- Bötticher, Hellmann Landrichter. Landger.-Assessor. Die Verwaltung der Dlstricts- Einnehmerei Gießen I. 714) Nach Verfügung Großherzoglicher Obersteuer-Direction zu Darmstadt vom 1. d. Mts. ist der Finanz-Aipwant Glock aus Schotten zum Vikar obengenannter Erhebungsstclle ernannt worden. — Dieses nir Nachricht für die Steuerzahlenden. Gießen, den 3. Marz 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. herchen, versteigert werden, und soll der Zuschlag ohne Rücksicht auf die Taxation ertheilt 629) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen im Darmstädter Haus. Für drei Thaler versende ich ein Mittel, den Trinkenden ' das Trinken zu entwöhnen. Auch heile ich sicher und schnell, selbst in den schwersten Fällen, ES1 Fallsuckt, Bleichsucht, Wassersucht, Kopfschmerzen, Taubheit, Aussatz (Flechten), Krämpfe, Bettnässen, ferner auch Geschlechtskrankheiten, als: Selbstbefleckung, weißer Fluß 2C. lieber 1000 geheilt. (206) J. O. Grone, Ahaus (Westfalen ) 730) Seuffert's Archiv, Seuffcrt's Pandekten, Mühlenbruch's Pandekten, iGerber's deutsches Privatrecht und noch mehrere andere juristische Bücher, sowie die Regierungsblätter do:i 1800 bis 1870 sind zu verkaufen bei Georg ©lieber, Neustadt D. 212. NB. Auch ist bei mir ein Acker zu verpachten^_________________________ 658) Ananas, eingemachte, Ana- nas-Syrup (zu Bowlen), sowie Bischof-, Cardinal- und Iflaiweln- essenz, Pnnscliessenz, Iflalaga, IVIadelra empfiehlt hiermit bestens Ed. Lind, Kirchenplatz. 7.1) i gs seither von Herrn Revisor Gerch bewohnte Logis, auf die Straße gehend, ist zu vermiethen und am 1. Mai zu beziehen. H- M- Jughardt. 675) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 ineinandergehenden Zimmern, Küche, Keller, Holzstall und Bodenraum ist zu vermiethen und 1. April zu beziehen- PH- Bötz, neben der Gärtnerei von Carl Deines. _______ am Kirchenplatz. 527) Bundesfahncn, dreifarbig, nach neuester Verfügung, mit oder ohne Germania, waschächt. Auch Transparente, sowie Sachen zur Illumination, empfiehlt Bonner Fahnenfabrik in Bonn a. Rh- werben. , Gießen, den 3. März 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen- Sem ml er, Ortsgerichtsmann. Bekanntmachung. 732) Die erforderlichen Dachdeckerarbeiten am hiesigen ehemaligen Oberförsterel-Eta- blissement, veranschl. zu 106 Rthlr. 15 Sgr^, und die Beschieferung der westlichen Wand des Oeconomiegebäudes auf dem Fornei- Etablissement Waldhäuschen, veranschl. zu 66 Rthlr. 23 Sgr. 5 Pf-, sollen im Wege der Submission verdungen werden. Termin zur Eröffnung der eingegangenen Offerten ist auf Freitag den 17. Marz, Vormittags 10 Uhr, im Geschäftszimmer des Unterzeichneten an- a cietit Kosten-Anschläge, sowie Submissions- Bedingungen sind hier emzusehen, können auch gegen Erstattung der Copialien von der hiesigen Oberförsterei bezogen werden. Krofdorf, den 3- März 1871. Der Königliche Oberförster: v. Meibom. 720) Montag den 6. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem früheren Pfandhause dahier 10 Gentner Mehl meistbietend versteigert werden. Gießen, den 3. März Ml. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Semmler, Ortsgerichtsmann. 712) Eine Stubenthür mit Bekleidung und Beschlag zu verkaufen. _____________Georg Unverzagt. 694) Ein Garten am Riegelpfad ist zu !verpachten. Näheres bei Andr. Plank Wittwe auf dem Kreuz._________________ 725) Mein im Riegelpfad gelegener Garten list zii verpachten. Georg Lüdeking. 663j Gute Moselweine empfehlen Gebrüder Schwan. 710) Rothen, weißen, LuzernerKlee samcn und GraSsamen empfiehlt Emil Pi stör. 532) EiserncfcucrfesteKaffenschränke, neuester Construction, in eleganter Möbelform, für deren Güte garanlirt wird, werden zu äußerst billigen Preisen angefertigt von Albert Schnabel, Schlossermeister in Lich. Strohhüte werden von jetzt an zum Waschen und Umändern- angenommen. (676) L. Gail, Mäusburg. 'Ageuten-Gesuch. 706) Für em Oelfabrik- und Petroleum» gefchäft wird ein tüchtiger Agent für Gießen und Umgegend gesucht- Näheres bei der Exped. d. Bltts. 689) Für einen kleinen Haushalt wird ein anständiges Mädchen gesucht. Auskunft ertheilt Geo-rg Malkomesius in her Neustadt. Sonntag den 5. März: Indischer Knnstgemiilde-Falm«. Z Conccssiomtte Privat-Eiltbiudungs-Anstnlt in Main; Dieses seit Jahren bestehendes Institut bietet alle Garantie sorgfältiger Behandlung. l)klwnltz, billige Bedingungen. Julie Rauch, Direktorin, neuer Stadttheil 14. Walpodenstr' Auswanderer WM nach 'Amerika '^^M^.befördert wöchentlich vermittelst Dampf--H- :Ä. Segelschiffen bei reeller und billigster Bedienung I. M. Schulhof, am Rathhaus. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu crtheilen. P. 8. Wechsel für Amerika werden zuni Tagcscourse baldigst besorgt. (618) 3 - 23% Ji osteu-Ersjiarniß bei Annoncen. Vkkinlntmklchuugln aller Art I befördert prompt in sanimtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und. Fach-Zeitschriften mit 5—23% Kosten-Ersparniß die Annoncen-Expedition von G. Schlotte in Bremen. Erste Abtheilung. Täglich neue Aufstellungen der rühmlichst bekannten Charles sehen Stereoskopen. Zweite Abtheilung. Die Mono - Riesen-Stereoskopie. Dritte Abtheilung. Die Geheimnisse non London, Paris und Berlin. Vierte Abtheilung. Reise durch die schönsten Gegenden der Welt. Fünfte Abtheilung. Das Panorama enthalt die nenestcn Schlachten vom Jahre 1870, die Schlacht von Weißenblira, -kdorth, Mars-la-tour und Sedan, die Gefangennahme von Kaiser Napoleon III s°w>e Paris im Belagernngsznstand, sämmtlichcs Militair sieht man in voller Bewegung avanciren und reteriren. Sechste Abtheilung. Die Weltausstellung in London und Paris. Siebente Abtheilung. Der Sturz der Eifcubahu bei Weißlingen, am 13. September 1868. Achte Abtheilung. Die Erschießung des Kaisers Maximililni bei Querctaro, nebst seinem feierlichen Leichenzug. Dasselbe enthält anch: Die weltberühmte Somnambule, die jeder Person das kleinste Geheimniß offenbaren kann; sowie den R i e s e n - K o n d o r, Königs-Adler genannt, mißt 16 Fuß in seiner Breite, und noch verschiedene seltene Exemplare von Vögeln. Eintrittspreis 6 fr. die Person. Kinder zahlen nur die Hälfte. Geöffnet täglich von Vormittags 11 bis Abends 10 Uhr. Der Schauplatz befindet sich in Oswald's Garten. A. Weiand aus Leudrotb. Generalversammlung der Leichencasse-GeseÜschaft dahier. Sonntag den 5. März d. I, Nachmittags 4 Uhr, findet im Gasthofe zum Einborn eine Generalversammlung der Leichencasse-Ge- sellschaft Statt, wozu die Mitglieder hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: 1) Abhör der Rechnung für 1870, 2) Ergänzungswahl des Vorstandes, 3) Berathung über die §§. 27 und 11 der Statuten. Gießen, den 27. Februar 1871. Im Auftrag des Vorstandes: (670 Georg Schmitt. Von /rauliflirt a. M. dircct mit jeder Post befördere ich, die meiner Annoncen-Expedition zur Vermittlung aufgcgcbenen Inserate, ohne Anrechnung von Provision oder Porto, zu den Original-Zeitungspreistn an die, für die verschiedenen Zwecke bestgeeigueten Zeitungen des In - und Auslandes. Meine Provision beziehe ich als osstcicller Agent von den betreffenden Zeitungen. Budolpli Wosse, Annoncen-Expedition 45 Zeil, Iranksult n. W. Zeil 45. Berlin, Wien, Nürnberg, München, Hamburg. Alleinige Inseraten-Pacht: „Fliegende 'Blätter", „Kladderadatsch", „Figaro." I» Giem‘11 aMk^mmeiKle und abgeheiide Eisebbaliuzii^e. Von Cassel ankommend : Main - Weser - Eisenbahn Von Frankfurt ankommend : mit Pers.-Bef. CI. Nach Deutz (Köln) abgehend: Personenzug Köln-Giessener Eisenbahn. Von Gelnhausen ankommend : Oberhessische Eisenbahnen. Abds. 715 Nachm. 4-o Vorm. 88 Vorm. 1123 Güterzag mit Pers.-Bef. II. III. CI. Nachm. 12-14 Güterzug mit Pers.-Bef. II. III. CI. Nachm. 17 Mittags 12 Personenzug I. II. III. CI. Nachm. 445 Personenzug I. II III. CI. Nachm. 4'ü I. II. III. Vorm. 521 Personenzug I II. III. IV. CI. Nachm. 350 Schnellzug I. II. III. CI. Abds. 720 I. II. III. CL Vorm. 932 Güterzug mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. Vorm. 723 Güterzug mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. Abds. 10'3 Personenzug I. II. III. IV. CI. Nachm. 440 Schnellzug I. II. III. CI. Abds. 73i Personenzug I. II. 111. CI. Nachm. 430 I. II. III. IV. CI. Vorm. 615 Nur bis Nidda (Bad {Salzhausen) gehend: Abds. 8 Personenzug I. II. III. CI. Vorm. 1131 Schnellzug I. II. III. CI. Abds. 739 Personenzug I. II. III. IV. CI. Personenzug I. II. III. CI. Nachm. 426 Personenzug I. II. 111. CI. Vorm. 11-21- Vorm. 1057 Personenzug I. II. III. IV. CI. Abds. 1035 Nur bis Marburg gehend : Güterzug mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. Abds. 1113 Nur von Marburg kommend : Gemischter Zug mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. Vorm. 515 Schnellzug I. II. III. CL Abds. 728 Personenzug I. II. III. CI. Vorm. 9'7 Güterzug mit Pers.-Bef. I. II. III. CI. Abds. 940 Von Deutz (Köln) ankommend : Personenzug ~ “ I. LI. III. IV. CI. mit Pers.-Bef. Perso^enzug I. II. III. CI. ’ " — “ Nur von Nidda (Bad Salzhausen)'kommend : Vorm. 650 Nach Cassel abgehend : Güterzug Nach Frankfurt abgehend: Gemischter Zug Güterzug mit Pers.-Bef. I. II. III. CL Vorm. 7 Von Salzschlirf ankommend : Gemischte Züge mit Personen-Beförderung I. II. III. CL Vorm. Vorm. Abds. 6^1 «15 720 Nach Salzschlirf abgehend: Gemischte Züge mit Personen-Beförderung I. II. LH. CL Vorm. Nachm. Abds ______________832 138 745 ' Nach Gelnhausen abgehend : Vorm. Vorm. Naahm. 7W'1140 445 Druck und Verlag der Brühl'schm Univ.-Druckerei (Fr. Cür. Pietsch) in Gießen. Bestell Gönnen 31.3) MM M rintrdf M MenM fragt lvnd Auch schöpft UeberMUNg dickt, nicht jstonzosen |d jtnigkN/ die i Nelnichlung 1 Äkl vngünßi Wenn las ß Mildüg uni w hulichi veckllen. 5 lange behalt.' 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