Preis vierteljährig 1 ft. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gichtner Anzeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Lanzletberg Lit. B. -Mr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Nr. iL Donnerstag den 5. Januar ' 18TL Kriegs nachrichten. Die Großherzoglich hessische Pioniereompagnie hat, wie man dem „M. Abdbl." mittheilt, bei Herstellung der durch die Franzosen gesprengten Brücke über die Votre bei Blois sich die Zufriedenheit des Cvmmandirendcn des 9. Armeekorps, General v. Manstein, in hohem Grade erworben. Sie erhielt 1OOO Thaler al- sprechende oder klingende Anerkennung. Wcnn dieses natürlich auch kein Ersatz ist für die furchtbaren Anstrengungen, Entbehrungen und Gefahren, welchen unsere braven Soldaten au-gesetzt sind, so ist solche Anerkennung doch immer eine Aufmunterung und wird die Angehörigen der Soldaten freuen. Versailles, 1. Januar. Der König hielt beim Neujahrs-Empfang im Schloß zu Bersailles heute liy3 Uhr folgende Anrede: Große Ereignisse haben geschehen müssen, um uns an diesem Orte und an diesem Tage zu vereinigen, und Ihrem Heldenmuth, Ihrer Ausdauer, so wie der Tapferkeit der von Ihnen geführten Truppen habe Ich eS zu verdanken, daß es bis zu diesem Erfolge ge- kommen ist. Aber noch sind wir nicht am Ziele, noch liegen große Aufgaben vor uns, ehe wir zu einem ehrenvollen und dauerhaften Frieden gelangen können. Ein solcher Friede ist uns gewiß, wenn Sie gleiche Tbaten, wie sie uns bis zu diesem Punkt geführt haben, auch weiter vollbringen. So können wir getrost in die Zukunft schauen und erwarten, was Gott nach seinem gnädigen Willen über uns entscheidet. 4. Januar. ES ist mehrfach angenommen worden, daß Nichtpreußen, welche im preußischen Staate Grundbesitz haben, sich in Preußen aber noch nicht ein Jahr auf- halten, nur dann zu persönlichen StaatSstcuern herangezogen werden, wenn ihr Jahreseinkommen mehr als 1000 Thaler beträgt, und es sind solche Personen deshalb häufig zur Classensteuer gar nicht veranlagt worden. Dies ist jedoch in dem Falle für unrichtig erachtet worden, daß dieselben ihren Grundbesitz selbst be- wirthschaften, beziehungsweise für sich bewirthschasten lassen und sich zu dem Ende im Lande aufhalten. Es ist dann anzunehmen, daß ein Aufenthalt des Erwerbes wegen vorliegt und die gesetzliche Besteuerung begründet ist. Den bei den KriegSgefangenen-Compagnien als dienstlhuende Feldwebel eommantirten Unteroffizieren, welchen nach §. 23 des ScrvisreglementS nur der Servis eine- Portepeefähnnchs zusteht, sind durch Ministerialrescript die Quartier- competenzen eines Feldwebels mit Rücksicht darauf bewilligt worden, daß die ge- dachten Compagnien in der Stärke von 500 Mann formirt sind, deren umfangreicher Schriftwechsel nicht ohne Heranziehung von Hilfsschrkibern bestritten werden kann. Die Pariser Blätter sprechen sich laut einem Telegramme aus Paris vom 27. December gegen jede Betheiligung an der Londoner Eonfercnz au«; Frank- reich habe nur ein Ziel zu verfolgen, die Fremden aus dem Lande hinaus zu treiben. Diese Polemik ist offenbar darauf berechnet, in der Regierung der National- vertheldigung derjenigen Partei das Ueoergewicht zu geben, die überhaupt jede diplomatische Verhandlung als eine Brücke zum Frieden haßt. Jules Favre wollte bekanntlich^in Person nach London gehen, und die gemäßigten Blätter, nament- Üch die „France", befürworteten diesen Schritt. Der Umschwung macht sich aber auch diesmal wieder zu Gunsten der Exaltirten geltend, wenn es sich bestätigt, daß die schleunige Rückkehr Gambettas nach Bordeaux mit der nach London von dort abgesandten Erklärung zusammentrifft, Frankreich werde nur unter der ve- dingung die Eonferenz beschicken, wenn England die Republik förmlich anerkenne. Wird die britische Regierung diesem Drucke nachgeben? Wo nicht, so hat Gam- betta seinen Zweck erreicht, daß Jules Favre zu Hause bleibt. Aus Arabien hat man in Konstantinopel vorgestern sehr niederschlagende Nachrichten erhalten. Alle Stämme im Norden des glücklichen Arabien und längs des Ufers des Rothen Meeres schloffen sich dem Aufstande an; Mekka ist sehr bedroht. Die Rebellen sind mit Waffen neuester Erfindung versehen. Dem Sultan ist nur noch der Stamm der Hadramaut treu. In der „Times" wird die Zuschrift eines sranzöstschen Hauptmannes mtt- selheUt, der sich in Glogau als Kriegsgefangener aufhält und über die Lage felnrr Mitgefangenen, soweit Unteroffiziere und Mannschaften dabei in Betracht ommrn, mit Bezug auf einen in der „Time-" erschienenen Bries voller Klagen vcricht erstattet. Was in dem letzteren Schreiben von schlechter Behandlung, Mangel an Nahrung und kleineren Beschwerden angeführt wurde, stellt der Hauptmann au-^ eigener Anschauung und aus den einstimmigen Aussagen der gefangenen Mannlchaft unumwunden in Abrede. Das Einzige, was früher den Leuten fehlte, war Tabak, und neuerdings ist dieser geliefert worden. Wünfchenswcrth wäre es hauptsächlich, einiges Taschengeld zur Anschaffung kleiner Bedürsniffe zu geben. r)atz die Einflüsse der Gefangenschaft Krankheiten und Todesfälle herbeigeführt, Auf die von Bordeaux telegraphisch nach London gemeldete Nachricht, daß die französische Regierung nicht die Londoner Eonferenz beschicken werde, es sei denn, die englische Regierung erkenne die Republik an, erwidert „Da.ly News", das diesseitige Eabinet habe praktisch bereits die provisorische Regierung anerkannt, wie man aus der Anwesenheit des Botschafters Lord Lyons in Bordeaux, sowie aus den jüngst versuchten Waffenstillstand-Verhandlungen ersehen könne. „Es scheint uns — sagt da- liberale Blatt im Weiteren — einigermaßen unvernünftig, von England eine formelle Anerkennung für eine Republik zu verlangen, welche, obschon sie thatsächlich in Frankreich besteht, doch keinen formellen Bestand besitzt. Schließlich dreht sich die ganze Frage nur noch um Worte. Die provisorische Regierung ist republikanisch, und dte englische Regierung hat die provisorische Regierung anerkannt. Wir können unter solchen Umständen kaum glauben, daß ernstliche Einwendungen in Betreff dieses Punkte« erhoben werden sollten. Die Eonferenz wird mehr al« genug Arbeit haben, selbst wenn Frankreich einwilligen sollte, vte Erörterung auf orientalische Angelegenheiten zu beschränken, und wir können unS kaum denken, daß man diplomatische Formangelegenheiten einer Erörterung im Wege stehen lassen wird, welche dringend nothwendig ist, um den 8rieden und da« gute Einvernehmen Europas zu begründen. Die allerseltensten Exemplare dc- zoologischen Gartens von Paris sollen noch erhalten geblieben sein, dagegen scheinen die Antilopen, gakhs, Bisons, Känguruhs k. ganz und gar vertilgt. Ein Gourmand empfiehlt für künftige Diners Antilopenkeule mit Känguruhnieren als etwas wahrhaft Köstliches. General Leverdo, der bisherige Director der Infanterie und Eavallerie im Krieg-ministerium, hat es satt bekommen, sich von Gambetta schulmeistern zu lassen; er hat au« Gesundheitsrücksichten seine Demission gegeben. Die militärische Commission, welche über die Eapitulation von Straßburg und Metz zu Gericht sitzen soll, ist nun wirklich constituirt; der alte Marschall Baraguay d'HlllierS muß sich dazu hergeben, den Präsidenten zu spielen. Die Eanal-Jnseln sind von französischen Flüchtlingen nicht minder überfüllt, wie die englischen Küstenorte und London selber. Auf Jersey zumal sind sie äußerst zahlreich und der dortige Vice-Eonsul für die französische Republik hat eine Proclamation erlassen, welche nicht wenig Aufregung hervorrief. Dieselbe macht bekannt, daß alle Franzosen aus der Insel von 19 bis 40 Jahren, gleich- tHel, ob verheirathet ooer nicht, sich bis zum 1. Januar auf dem Vice-Eonfulat einzufinden haben, um in die Armee eingereiht zu werden. Unterlassung wird als Desertion angesehen. Die „Post" schreibt: Um die Stimmung zu charaeterisiren, welche in Madrid vor dem Attentate auf Prim die Gemüther beherrschte, wollen wir hier die Stirn- men einiger Blätter anführen, welche durchaus nicht zu den Rothen gehören, und btaher den Republikanern feindlich gesinnt waren. „El Eombate" vom 24. be- $rü£t freudig die Rede, welche Rios Rosa« in der Sitzung der spanischen CorteS am 19. December gehalten hatte, und schließt feinen Artikel mit folgenden be- zeichnenden Worten: „Die constituirenden September-Cortes gebaren in der gestrigen Sitzung eimn spanischen Brutus. Dieser Brutus ist der wackere Rios Rosas. Ei, em Cäsar ein Brutus. Es lebe der spanische Brutus Rios Rosas." Die „Esperanza" schreibt: „Der Kampf beginnt. Fort in die Schlacht; Krieg dem Fremden! Krieg den Unwürdigen! Krieg den Feigen! Krieg den Tyrannen!" Die „Epoca" schildert die jetzigen Zustände Spaniens mit folgenden Worten: „In der Politik Anarchie, in den Finanzen der Bankerott; Prim lebt aber noch, giebt Geld aus und triumphirt!" Die neuesten Vorbereitungen zu einer umfassenden Armee Reorganisation in Rußland haben nicht nur die Regierung in Konstantinopel, sondern auch die Bevölkerung de« türkischen Reichs in Bewegung gesetzt. So haben die in Stambul und der Umgegend wohnenden emigrirten Tscherkessen an einem der jüngsten Tage in einer Versammlung beschlossen, im Falle eine# türkisch-russischen Conflicte- ’arnrnt und sonder« als Freiwillige in die Armee zu treten und ihr Adoptivvaterland zu vertheitigen. Sie find auch übereingekommen, von ihren Entschließungen ihre Brüder in Rumelien und Anatolien zu verständige», und man glaubt, daß sie im Stande sein werden, ein Corps von 30—40,000 Mann zu bilden. Eine andere, nicht minder bezeichnende Thatsache ist werth, mitgetheilt zu werden. Oie Bewohner von Bosnien, Muselmanen und Katholiken, haben sich an die hohe Pforte um die Erlaubniß gewandt, sich auf eigene Kosten Waffen anschaffen zu dürfen. Dafür verpflichten sie sich, die öffentliche Ordnung in ihrem Lande aufrecht zu erhalten und mit eigener Kraft alle AusstandSversuche zu unterdrücken, welche etwa feiten« Oer orthodoxen Bevölkerung unternommen werden könnten. Trotzdem dieser Wunsch von so guter Gesinnung eingegeben ist, hat die Pforte demselben noch keine Folge gegeben, denn sie glaubt, daß dies unter der Bcvöl- ferunfl verschiedenen Glauben« Conflicte Hervorrufen könnte, welche sie immer sorgfältig zu vermeiden sucht. die dortigen Anstalten gelten. Vielmehr ist nach seinem Dafürhalten die allerdings ziemlich bedeutende Sterblichkeit den Nachwirkungen der in Metz und später auf dem Marsche von dort erduldeten Anstrengungen zuzuschreiben. Aus Prag wird gemeldet: Ein Ministerialerlaß trägt den hiesigen Behörden, da in letzter Zelt häufig flüchtige französische Gefangene durch Böhmen kommen und hier oft sehr demonstrativ gespeist und mit Mitteln zur Weiterreise versehen werden, auf, ein strenges Augenmerk auf ähnliche Vorfälle zu richten. Der neutralen Stellung Oesterreichs könne eine Duldung derselben nicht entsprechen, die Behörden mögen daher wachsam sein und die Wiederkehr solcher Vorgänge eventuell durch die Jnternirung der Flüchtigen verhüten. Die „Wiener Abendpost" ist in der Lage zu constatiren, daß die Zahl der seit dem Eintritte der Kriegsereignisse im Auslande zurückgebliebenen österreichischen Eisenbahnwaggons sich auf 304 reducirt, während die übrigen österreichischen Waggons in mehr oder weniger langen Zeiträumen wieder nach Oesterreich zurück- gelangten. 8 Aus Versailles wird gemeldet: Der neulichen Haussuchung ist eine gleiche in den Bezirken de« 5. Corps gefolgt. Der Eorpsbeschl besagt, daß seit einiger h,r ‘ <.VWP|UU» VciuntfMuVti, dett versprengte Banden von Franktireurs in den benachbarten Wäldern und * Hauptmann nur im Allgemeinen und nicht mit Bezug auf Glogau und! Ortschaften sich aushalten, heimliche Zusammenkünfte in Versailles pflegen und das feindlicher Patrouillen, auf noch lebende Verwundete Feuer zu geben. Franzosen ' /Tt ...e-.. »u — X„ tn btt» non bf»n Telegraphische Depeschen. des Boulevard de Clichy Officielle militärische Nachrichten. Wechsel. „ 31/2% n Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Cöln Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Diaconto Börsennachrichten. 3. Januar 1871. Actlen. Frankf. Bank 130 Franks. Vereins-Kasse 1015/8 Darmst. Bankact. 312 Wien Bankactien 699 Galizien 227 Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 447/8-451/8 Sachs. n — Div. Cassen-A. — Pr.Friedrdor 9 58 Vz—59 Vz Pistolen . . 9 46—48 n doppelte 9 48—50 Holl. fl. 10SL 9 54—56 Ducaten . . 5 37—39 20 Frankenst. 9 31 */i—32 Vz Engi. Sover. 11 55—59 Rusa. Imper. 9 47—49 Dollar in Gold 2 27—28 k. S. 1001/4 k. 8. 997/ö k. S. 105 k. 8. 963/< k. 8. 1047/8 k. 8. 881/g k. 8. 1047/8 k. 8. 1187/g k. 8. — k. 8. — k. 8. 951/4 m. S. — 1. 8. — 31/2% G. Lille, 2. Jan. Abbeville ist nach den letzten Meldungen entschlossen, Wider- stand zu leisten. Es wurden Verstärkungen dorthin abgefandt. Der Eisenbahn- treuzpunkt Busigny soll in den Händen des Feindes sein. Man hofft, daß eine Offensivbewegung Fmdherbe's die Pläne Manteuffel's modificire» und Cambrai, ArraS und Peronne vor vedro'olici-en Esentual,täten schützen werde. Nach zu- verlässigen Berichten hat ein Theil der Armee Manteuffel's zwischen Bapeaune, Doulleus und Peronne Eantonnirungen bezogen. Das Erstere soll von den . Im Arrondissement Peronne haben sich Ulanen gezeigt, Winteranzüge. Wien, 2. Jan. Der Kaiser verlieh Dr. Petermann in Gotha in Anerkennung seiner Verdienste um die Wissenschaft, insbesondere um die Nordpol-Expedition, daS Comtburkreuz des Franz-Joseph-OrdenS mit dem Stern. Auch in Bar-lt-Iut wurde den Deutschen ein Wcihnachtsbaum geschmückt. Ein Lanvwehrmann aus Düren schreibt dem dortigen „Anzeiger": „Im großen Betsaale des hiesigen, zum Lazareth umgewandelten Lycöe impöriale (©pmnafium) und im Hospice civil (Spital) wurde in jedem ein koloffaler Weihnachtsbaum errichtet, behangen — aber was soll ich einen Weihnachtsbaum beschreiben! Dort entledigt sind. Trier, 30. Dec. Schon wieder ist von hier ein französischer Major ent- wichen. Die Motive zur Flucht sollen mehrfach auf einander folgende Sterbesälle in der Familie des Betreffenden gewesen sein, wodurch dessen Vermögensverhältnisse in Verwicklung gerathen sind. Obgleich die sämmtlichen hier internirten französischen Offiziere sich neuerdings und auf Gegenseitigkeit verpflichtet haben sollen, so wrrd dieser Fall doch in etwas milderes Licht durch die angegebenen Verhältnisse gestellt. Wir vermuthen, sagt die Te. V.-Ztg., daß der Offizier sich nach Ordnung seiner Verhältnisse freiwillig wieder stellen wird. Bremen, 28. Dec. Die Wes.-Z. schreibt: „Die französischen Notablen, welche gegenwärtig in unserer Mitte leben, machen sich um vie hier internirten französischen Kriegsgefangenen in mancher W-'ise verdient, indem sie deren Lage zu erleichtern suchen. Vierzig oder fünfzig Soldaten, die zu dem projectirten Spaziergänge nach Berlin nur mit leinenen Beinkleidern und sonstiger Sommergarderobe ausgerüstet waren, erhalten auf Kosten eines der Notablen warme Versailles, 3. Jan. Vor Paris auf der Ostfront am 3. diesseits leb- Haftes Gefchützfeucr, welches der Feind nur aus Fort Nogent schwach erwidert. v. P o d b i e 1 s k y. einen *»*0*r ***'•*'o*-** * v- - -1 - ii - - , ' ■ , . < jetzt auch einen besonderen Professor für Geographie erhalten; auch wirb die durch den Tod des Professors Klotz erledigte ehemal, ®. Hermann'sche Professur durch den berühmten Philologen Lange aus Gießen wieder besetzt. Nur mit der Be- setzuog der noch ossenen landwirthschastlichen Stellen (mit Ausnahme der Pro- sessur für allgemeine Landwirthschaft selbst) will es nicht vorwärts, absebon der Landtag schon vor mehr al« Jahresfrist sehr reichlich Gelber zur Dotlrung de« neuen landwirthschastlichen Instituts bewilligt hat. München, 31. Dec. Die von der Kammer der Reichsräthe gestern fast einstimmig vollzogene Annahme der deutschen VerfaffungSverträge wird, wie man heute mit Zuversicht annimmt, ihre Wirkung auf die Kammer der Abgeordneten äußern und die meisten Mitglieder der patriotischen Partei veranlassen, ebenfalls für die Annahme der Verträge zu stimmen. Zur Durchführung der in Wien unlängst beschlossenen Maßnahme bezüglich der Zusendung der österreich. Wagen werden an die Stationen Leipzig, Dresden, Nürnberg, München und Lindau Commiffäre abgeoronet, welche mit den betreffenden Bahnen Verträge abzuschlirßen haben, in Folge deren von nun an alle nach dem Auslande laufenden Waggons sofort wieder nach Oesterreich zurückgegeben werden müssen, sobald sie der Fracht Bayer. 5% n 963/s „ 4Vz% 1jährige 907/g „ 4% 1jährige 85 Würtemb. 4Vz °/o Obi. 90J/a Hauptquartier bei einer günstigen Gelegenheit aufzuheben beabsichtigen. Bei der Haussuchung fand u. A. die 8. Compagnie be« 46. Regiment« im Stalle de« Maire zu Louviciennes bei Marl» 75 neue Gewehre; ter stellvertretende Maire wurde sofort verhaftet. Gras Bismarck hat am heil. Abend da« eiserne Kreuz 1. Claffe, die Geh. Legationträthe v. Keubell, Abeken und der Oberpostblreetor Zschuchner da« 2. Classe erhalten. Die Festungen in Deutschland sind schon alle mit französischen Gefangenen überfüllt. Der Transport der letzteren in offenen unbedeckten Kohlenwagen Tag und Nacht bei einer Kälte von 8 bi« 12 Grad, wie die« leider schon mitunter geschehen ist, erzeugt aber Krankheiten und ist eine Härte, welche tue brutsche Humanität selbst aesangenen Gegnern nicht zumuthet. Gedeckte Wagen sind in- dessen nicht zur Genüge vorhanden, und e« sollen deshalb jetzt auch die großen Fort« bei Metz zur Aufnahme der Gefangenen mit verwandt werben. An 12 bis 14 000 französische Gefangene wird man immerhin in diesen Fort« und in den andern öffentlichen Gebäuden von Metz unterbringen können. Ihre Bewachung Baden 4*/2°/o Obi. c. E. L. 913/e Oeeterr. Silberrente 53*/z „ Papierrente 457/8 50/0 M. steuert. — Amerik. Bonds 1881r 967/8 » n 1882r 947/18 „ 1885r 94 „ n 1887r 941/g Spanier, neuest. 3% 299/io Quf Oen Stufen ihrer Häuser. Sie sagten, daß, va sie weder Feuerholz noch M Grafen Gueyvon mit dem Centralpunkt Cherbourg, ferner die Ausrüstung Cooks hätten, es draußen wärmer als drinnen wäre. Viele der Nationalgardisten cinf6 Reservegeschwaders von 5 Panzerschiffen und 2 gewöhnlichen Schien unter vertrinkrn ihr Geld, anstatt eS ihren Familien heimzubringen, und es giebt viele Befehl des Admirals Dieudonne mit dem Centralpunkt Brest angeordnet. Frauen und Kinder, die man in diesem Lande der Bureaucratie anscheinend ver- Nordseegeschwader hat Landungscompagnien an Bord zu nehmen. hungern läßt, während darüber entschieden wird, zu welcher Kategorie sie gehören. + Versailles, 2. Jan. Der König an die Königin. Auf deine Anfrage Büraer Moltu, der ultra-democratische Maire, zeigte an, daß in seinem Arron- ^ur Nachricht: DaS 8. Corps verlor am 23 December 1 todten und 28 blessirte dissement alle Ehen zur linken Hand als giltig zu betrachten seien und die links- Offiziere, unter den letzteren ist ein evangelischer Geistlicher; 79 tvdte und 595 ba'ndiaen Sponsen der Nationalgardisten dieselben Rationen erhalten sollen, welche buf|-trte Mannschaften. Also Gott Lob ein mäßiger Verlust für so heißen Kampf, den legitimen Frauen dieser Krieger gewährt werden. + London, 3. Jan. Die „Times" erfährt aus guter Quelle Nachrichten, Gestern ging ich nach dem Hause eines meiner Freunde in der Avenue Capnuiation von Paris baldigst bevorstehe. del'^mperattice der Paris verlassen, um dort nach dem Rechten zu sehen. Der Auf Neclamationen Englands vom 29. December, betreffend die Versenkung Diener, welche/die Aufsicht führt, sagte mir, daß er seit drei Tagen kein Brod englischer Schiffe in Duclair, soll gistern eine Antwort Blsmarck'S eingegangen erhalten könne, und daß ihm, als er das letzte Mal sein Rationsbillet abgab, fcin# welche „en Vorfall bedauert und sofortige Untersuchung und entsprechende etwa ein halber Zoll Käse gegeben wurde. „Aber wovon leben Sie dennEntschädigung verbeißt. n ... _ fraate ich. Nachdem er sich geheimnißvoll umgefehen, daß uns Niemand belausche, Konstantinopel, 2. Jan. Der Fürst von Rumänien versicherte den fübrte er mich nach dem Keller hinunter und zeigte auf etwas Fleisch in einem Zultan seiner Ergebrnheit. Em aufklärendes Memorandum des Fürsten an den Fasse. Es ist ein halbes Pferd," sagte er in einem Tone wie Einer, der Je- Zuttan, anläßlich des an die europäischen Fürsten gerichteten Circularschretbens, manden „Die Leiche seines ermordeten OvserS zeigt. „Ein benachbarter Kutscher hier baldigst erwartet. ___________________ tötete es und wir salzten es ein und thcilten es unter einander." Dann öffnete er eine Kammer, in welcher eine große Katze saß. „Ich mäste sie bis zum Weihnachlstage," bemerkte er. „Es kommt doch nichts über em zufriedenes Gemüth." Preuss. 41/2°/o Oblig. 90 Frankf. 3‘/20/0 Obi. 79% Nass. 41/2 0 g Obi. 91 Kurhess. 4% n 82 Vz Gr. Hess. 5"/o Obi. 1001/4 » „ 4O/o „ 933/8 Boulzicourt, 3. Jan. Mäziöres ist gestern Mittag 12 Uhr von preu- Lewzill, 31. Dec. Unsere Universität, deren Lehrkräfte unlängst schon durch tzjschen Truppen besetzt worden, über 2000 Gefnnzene gemacht, darunter 98 Offi« Aeappnologen und einen Professor de« Slavischen bereichert wurden, soll jtere, 106 Geschütze erbeutet und viele Borrathe an Lebensmitteln. Actlen. Oest. Creditact. 234Vz 5% östr. F. St. E. B. 362 Lombard. Bahn 172*/2 Ludwigsh.-Bexbach 159i/^ Maxbahn 108 Bayer. Ostbahn 1225/8 Hess. Ludwigsb.-Act. 1355/8 Alsenzbahn-Actien 85V4 Oberhessen „ 66V4 Prioritäten. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 46Vz 3°/0 öst. s. Lombard 453/ö 3% Livorneser 32y8 50/0 Toscaner 493/8 5% Elisabeth.-Prior. 755/ö do. II. Emiss. 75^/4________ Anlelienaloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 633/d Nassau 25 fl. 393/4 4O/o bayr. Präm.-Anl. 106 Ansbacher 7 fl. 11 Vs 4% badische Loose 105 Vs Badische fl. 35 Loose 583/e Oestr. fl. 250 v. 1854 70Vz 1858r Prioritätslooae 152V< 1860r Loose 757/e 1864r „ IO8V2 Braunschweiger 16 Vs Stadt Madrid 21V4 matbt im All ememen daselbst auch keine größeren Schwierigkeiten, al« in einer lagen wollene Hemden, Unterhofen, Jacken, Leibbinden, Pulswärmer, Strumpfe, macht .m All^eme,neu vatetvft aucy reine g g Filzsohlen; hier Cigarren, Tabak, Cigarrenspitzen, Pfeifen, Zündholzdöschen, Porte- ^"'^Der Berner Bund" theilt ein Schreiben eine« schweizerischen Militärärzte« monnai«, vermischt mit Messern, Seife, Briefpapier und Couvert«, BIe.sedern, mit worin Beschwerde geführt wird über unerhörte Verletzungen Der Genfer Con- Federn, Notizbüchern, Kämmen K. Auch Päckchen mtt Choeolade und sonstige 7enti°n deren sich die F anzofen neuerlich schuldig gemacht. Er schreibt: Die stärkende Sachen für Kranke fanden sich re,chlrch vor. Alle« war mit Geschmack Genfer Convention ist in den Gefechten in den Wäldern von Orlean« vielfach und Sinnigkeit vertheili und jede« Packetchen mit emer Nummer »ersehen Abend« verletzt worden Ich s-h am 30. November einen französischen Militärarzt, von gegen 6 Uhr begann die Feier. Unter Führung threr Aerzte und Wärter traten ntAt nur sran.ösi che Gefangene e« behaupteten, sondern der selbst offen e« die Kranken in Den mit über 100 Wachslichtern hell erleuchteten Saal dn. Zu- inaestöÜen daß er mck sdn??R-°°l-er »Ule preutz.sch- Verwundete^ erschossen nächst wurde die erste Strophe de« Liede«: Die« .st Der Tag den Gott ge. bat^ ^Er wurde vor ein Kriegsgericht gestellt und süsilirt. Viele Franettreu,« — macht", gelungen. Dann hielt der Lajareth-Predtger, Pfarrer Fromholz, eine ? eriäblen uns zahlreiche Verwundete — zogen bei rückgängigen Bewegungen ver Feier de« Tages angemessene, kurze Ansprache. Daraus loosten die Kranken Genf-r Bchden aus der T-sche und glaubten so ihr Leben zu versichern. Da« um Die Pack,chen, 300 an Der Zahl. Zum Schluß wurde d.e letzte Strophe fielen auf Verwundete kam öfters vor und Verschiedene wissen von Solchen, Die de« eben erwähnten L.eDes gesungen. Thranen Der Ueberraschung und stummer drei bi« fünf Schüsse im Leibe haben, und erzählen beredt von dem Vergnügen (!) Freude standen Den Kranken in den Augen. „ , , , . feinDlidjer Patrouillen, auf noch lebende Verwundete Feuer zu geben. Franzosen Konstailtttiopel, 31. Dec. Rußland hebt seine Vtee-Consulate in den aller Truvvengattungen mit einer Genfer Linde drängten sich in Die von Den Dardanellen, in Warna und Bidd.n auf. Preußen besetzten Dörfer, recognoSeirten und informirten sich nach allen Leuten,^ -- bi« sie endlich verhaftet wurden. Verschiedene von VerwundungSfällen rühren von Explosions-Flintenkugeln her, deren eine unabgeschoffen ich dem Generalarzt übergeben konnte. Patienten fühlen erst einen Schuß und bald daraus einen zweiten stärkeren. Sie haben nur eine Schußöffnung dabei, aber riegge Zirsiörungen. Ich habe z. B. einen Fall: Eintritt der Kugel in ver Mitte ver Wave unv ver Schußkanal läuft vurch Vie Kniekehle in Vie Mitte veS Oberschenkels. In seinem „Tagebuche eines Belagerten" schreibt Henry Labouchere der „Daily News" unterm 21. v. M. aus Paris Folgendes: --------- Um mir eine Ansicht von der Lage der ärmeren Claffen zu bilden, begab P^ußen besetzt fein. _ ich mich gestern in einige der übelberüchtigten Hintergaffen in ver Nachbar,chaft denen von Franctireurs empfindliche Verluste zugefügt wurden. des Boulevard de Clichy. Der Nothstand ist hier fürchterlich. Halbverhungerte A Havre, 31. Dec. Der Marineminister hat die Ausrüstung eines Nordsee- Weiber und Kinder, kaum genügend bekleidet, um ihre Blößen zu bedecken, saßen Geschwaders von 7 Panzerschiffen und 6 g wöbulichen Schiffen unter dem ^esehl zur Reichskrone, Frankfurt a- M. (a. 102/X1I.) Chocoladc, Arrac Fsrbwsarcn - Handlung yon Emil Fischbach Dlockchoeolade in Würfelzucker Trapp. Ertravergütnng. Reisstärke. mit zahlreichen Bildern. Revolver 42 Gärtner Schaum. knollen bei G.L.JANSEN Frankfurta/M. Respiratoren 43 Vermischte Auzeigen Gesucht 4S AL 30) 31) 32) 33) 34) 35) 36) 37) 38) Giessen (Seltersweg) Hamburg, Berlin, Basel, Wien, Leipzig, Stuttgart, Zürich, St. Gallen, Genf, empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Maccaroni, DermtcclliS und Suppcntctge. 1 O < 1 mit der illustrirten Kriegsgeschichte. | Lager in ächt italienischen Teigwaaren, als: Julienne^ (getrocknete Franzosen« suppenkrauter). Wegen Unterlassung der Neujahrsgratulationen hoben die Kleinkinderschule weiter bedacht: 28) Frau N. N., Eiergemüfe- und Eicrsuppennudeln. Rosinen, Korinthen, Mandeln, Citronen, Citronat, Orangeat, gestoßennr Zimmct und gestoßene Raffinade. Geh. Hofger-Rath Wortmann, Mitprediaer Drescher, Rentner Reiber, Superintendent Dr. Simon, Schulinspector Vigelius, Geh. Med.-Rath Dr. Phoebus, Professor Dr. Hesse, Professor Dr. Köllner. Neuerwall, 50 ; Leipzigerstrasse, 46 ; Steinenberg, 29; Stadt, Neuer Markt, 11; Markt, 17, Königshaus; Kronprinzstrasse, 1 B ; Elsassergasse, 1 ; Obere Grabenstrasse, 13; Place du Molard, 2. 21) Die Knoche»-Siederei von August Scklessinger be findet sich von jetzt ab in dein Neubau vis-ä-vis dem Güter schuppen der Cöln - Gießener Bahn. 34) Zwei tüchtige Schlosser finden bei gutem Lohn dauernde Beschäftigung bei C. S t o h r. 14) Feinste Katharina Pflaumen empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. H>reis mit Warktverzeichniß nur je 8 Kreuzer. Der „Darmstädter Anzeiger" sagt von diesen .fialenbrrn : beide Volkskalender find lehr - und unterhaltungsreich, patriotisch und populär, hübsch lUnitnrt und spottbillig. ein am hiesigen Platze sich gut rentirendes Detail - Geschäft käuflich zu übernehmen. Franco - Offerticn befördert sub ChilTre M. 661 die Annoncenexpedition von K 11 <1 O I f 11 osMf in Frankfurt a. M. (B. 9/1/71.) 6243) Bei allen Buchhändlern und Buchbindern ist zu haben: Hkssischcr Hanssrcmid ; Gusta»-Ad°lss-Aalcndei s Mci» Tuch und Bukskin Lager, zu billigen und f e st e n P r e i s e n, empfehle bestens. Ludwig Lang, Markkstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil P i st o r. 40) Der Fuhrlohn für Eisensteine von der Grube ,Eleonore^ bei Fellingshausen nach dem Coln-Gießener Bahnhof ist vom 1. Januar ab auf 21 kr. pr. Centner festgesetzt worden. Diejeni- gen Fuhrleute, welche pr Monat Itimol und mehr fahren, erhalten pr. Einspänner einen Tbaler, pr. Doppelspanner zwei Thaler HAASENSTEIN& VOGLER Zeitungs-Annoncen-Expedition, in Frankfurt am Main, grosse Gallusslrasse 1, im 1. Stock. ;xxxxo AUciuige Inserate«-Pacht: Fliegende Blätter", „Kladderadatsch," „Figarv. 6197) Die Speceiei -, Material- und 325) Für die Vaterländische Feuer - verficherunas - Actien- Gesellschaft )U Elberfeld Dermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. F- Hoffmann. Firma: Carl Hoffmann. —----------- Vollständige Amzüge ^lÖbclTl’anSpOrt per Bahn oder auf der Landstraße, einzelne Möbclfuhren ~ * ------- über Vniib, fowie daS Abholen von Möbeln auS den biscubahu Waggons in Frankfurt a. M., besorge bet Garantie prompt und billiget, mittelst großer, geschlossener Federwagen. Bestellungen oder Frachtbriefe erbitte Bron« ncrstraße 17, Frankfurt a. M. (203) 29) Herr Kaufmann Pistor, Realschuldirector Dr. Stein, Verkäufe und Verpachtungen von (ßütmi 1 Grundstücken, Fabriken, Gasthäusern rtc, Licitationen, Gesuche und Offerte« jeder Art, Familieu-Hachrichtcn^ Engagements rtc. betreffende Ankündigungen werden ohne Provision oder Porto Anrechnung in die für die verschiedenen Zwecke bcstgceignctcn erfolgreichsten Zeitungen prompt und czact befördert durch Wlihilf Musst, Annoncen (Expedition, 45 Zcil, Frankfurt a. M., Zeil 45, gegenüber der Post Berlitt, Hamburg, München, Nürnberg, Bremen. Original Preis-Courant und Anschläge gratis mib franco NB Meine Provision bestehe ich als ofliciellcv Agent von den betreffenden Zeitungen. Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt pi Sarmltaht. I. Versicherung steigender Renten, auf Gleichberechtigung und Erbverbrüde- unfl beruhend, wobei volle Einlagen von 100 fl*, sowie in den jüngeren Altersklassen .Heileinlagen von 10 bis 60 fl. und Nachzahlungen von 5 fi. an zulässig sind. Die jährliche Rente einer vollen Einlage kann bis zu 150 fl. anwachsen. II. Lebensversicherung, und zwar die Versicherung sowohl von Kapitalien auf den Todes- und Lebcnsfall, und zu Ausstattungen, als auch von Leibrenten, Wittwenpensionen u s. w Die Versicherungsbeiträge sind gering und der Versicherte ist zu keinerlei Nachzahlung verpflichtet. Außer der rechnungsmäßigen, noch um 10 pCt. verstärkten und vollständig sicher gestellten Pra- lnien-Rescrvc ist daS bedeutende, in steter Zunahme begriffene, Rentenkapitalvermögen für alle aus dem Lebensversicherungsgeschäft entstehende Verbindlichkeiten der Anstalt haftbar. Versicherungsanträge werden entgegengenommen, Statuten und Prospekte unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufschlüsse bereitwillig crtheilt von dem Agenten der Anstalt: Buchbinder A L Balser zu Gießen. F e i l g e b o t e n e s- S Nkgttlir-Dtsc» in jeher Größt, Ärantel Oefen mit Regnlireinrichtung bei Louis Marburg fc Söhne, s Angriss der Baier» auf *" , «bbildung im Kalender des Lahrer Hinkenden Boten für 1871. Zu haben bei allen Buchhändlern und Buchbindern. Musikwerke und Spieldosen von 2 bis 24 Stücke spielend, mit und ohne Glocken und Trommel, Castagnetten, Himmelssttmmen, Mandolinen zu en-gros-Preisen, empfiehlt (1647) Georg Schäfer, Uhrenhandlung. 135) Die KnabenlehranstaU beginnt den Unterricht Donnerstag den 5. l. M-, 8 Uhr morgens. Dieckmann. Rum, Eognac, v Punschcffenze, Malaga, Madeira, Sherry, ö Kirschwasscr und feinstes holländische Liqueurc. ____ X Extrasein. Birnengelee. Italienische Maronen. > Champignon-, Trüffeln, Sardine« 0 a l'liulle, C»avtar, X Mixed PicklcS. X bondensirte Milch von^ der Anglo-Swiss Condensed^ Milk-Comp. in Cham Ö (Schweiz). X Bade-, Fenster- und Pferdcfchwämme. 0 Brünellen, Tafelmandeln, H Tafclrosincn. 13) Ein tüchtiger Dreher wird gesucht von Wilh. Hilgardt, MechanikuS. 47) Allen Vorgesetzten, sowie allen Freun den und Bekannten von hier, vor allen aber unserer Mutter bei unserer Abreise nach Worms ein herzliches Lebewohl. Die Rheinhessen der | III. Compagnie. > von 13 fl. bis zu 26 fl. 30 kr. empfiehlt I Schellenderg, Univ.-Instrumentenmacher- 44) Blumenkohl und dicke Selleri- 5010) Ein Logis von 4 Zimmern, Kücke und 2 Cabineten ist zu vermiethen und so- gjeich zu beziehen bei Chr. Reiber, am Kreuz. 39) Zwei Familienwohnungen sind zu vermiethen und sogleich beziehbar bei Georg Renzel, am Seltersthor. 37) Ein geräumiges Familienlogis, aus 6 ineinandergehenden Zimmern, Speicher und Kellerraum bestehend, ist am 1. Febr. d. I. zu vermiethen. Bei wem ? sagt die Exped. d. Bltts.___________________________ 38) Ein Pferdestall für 3 Pferde ist zu vermiethen bei E. Pitthan. Vernriethimgeu. 6370) Eine aus 5 Piecen, Küche, Dachkammer und Speicher bestehende Familienwohnung (nach Wunsch auch ein Stück Garten) in freundlicher, freier Lage ist zu vermiethen bei ____________ Professor N o a c k. 27) Das bisher von Herrn Adoocat Wolf bewohnte Logis ist auf den 1 April d. I. anderweit ni vermiethen. Auch ist ein Mansarden - Logis in unserem neuen Hanse in den Neuenbäuen zu vermiethen und sogleich beziehbar. L. u. A Petri. 36) Am Sonntag Abend wurde auf dem Wege vom Kirchhofe bis in die Wallthor- straße ein grau und weißer Kinderpelz verloren. Der Finder wird gebeten, denselben in der alten Post, zwei Treppen hoch, gegen Belohnung abzugeben. 46) Ein Schneider empfiehlt sich im Ausbessern von Herrnkleidern. Näheres bei Herrn Schultheis, Seltersweg, 2 Stie- gen hoch._______________________________ 41) Ein braver Junge aus ordentlicher Familie wird in die Bahnhofs-Restauration Wetzlar zum Aufwarten gesucht. A. G. Koch. Wetzlar. (Bahnhofs - Restaurateur.) 45) Eine Uniforms-Kappe ist die Neujahrsnacht abhanden gekommen. Der Finder wird gebeten, dieselbe in Lit. A. Nr. 197 abzugeben. Nr. 1 des Gießener Anzeigers wird von der Expedition mit 3 kr. znrückgekanft. empfiehlt in Auswahl I. Schellenberg, Univ-Instrumentenmacher. 6376) Süße Valencia-Orangen empfehlen I. A. Busch Söhne. Zum Jahreswechsel. Wiederum ging ein Jahr hinab in den Strom der Zeiten. Ereignisse von höchster Wichtigkeit barg es in seinem Schooß. — Schwer drückten die politischen Verwickelungen und die Kriegsereignisse auf Industrie und Handel und unterbanden auf lange die Pulsadern des öffentlichen Lebens. Ist es in einer solchen Zeit der Krisis, der Lahmlegung der Geschäfte, die Pflicht eines Jeden, den höchsten Aufwand aller Kräfte zur gegenseitigen Unterstützung in die Wagschale zu werfen, so mußte ich es ganz besonders als die meinige erkennen, selbst unter schwierigen Verhältnissen und mit Verknüpfung großer Opfer, den weitverzweigten Betrieb meines Instituts ungestört aufrecht zu erhalten und durch Vermittelung und Eröffnung neuer Quellen des Erwerbes zur Erleichterung der theilwcise eingetretenen Kalamitäten nach Kräften beizutragen und mit wohlmeinenden Rathschlägen dem Publikum zu dienen. Getreu meinem Programm, einer stetigen, dem Bedürfnisse angepaßten Verbreitung meines Instituts über olle Hauptplätze des Handels und der Industrie, habe ich auch in bi dem Jahre zu den unter meiner Firma bereits in Berlin, Hamburg, München. Nürnberg, Wien stehenden E tablissemenls noch weitere »irr Wrdrrlsssungrn in Prag, Frankfurt a. M., Zürich n. Straßburg i. C. errichtet, um auch an diesen hochwichtigen Plätzen durch Verbreitung des Annoncenwesens, dieses mächtigen Hülfsmittels der Gegenwart, die eingetretene Stagnation im internationalen Geschäftsverkehr zu erneuter Thätigkeit zu erwecken. Die Tbeilnahme und das Entgegenkommen, welche die Geschäftswelt wie das gesammtc Publikum meinen Bemühungen entgegenbrachten, erleichterten mir sehr die Schwierigkeit der mir gestellten Aufgabe. Hierfür nach allen Seiten hin meinen wärmsten Dank auszusprechen, giebt mir der Jahresschluß erwünschte Gelegenheit. Mögen zugleich meine hohen Gönner, meine geehrten Kunden und Geschäftsfreunde die Versicherung entgegennehmen, daß ich auch im neuen Jahre auf dem betrettnen Wege fortfahren werde, um so meinem Institute die bisher zugewandte Gunst für alle Folge zu sichern. Feste Verbindungen, welche ich in ollen Ländern angeknüpft habe, befähigen mich, die Interessen der Inserenten auf das Wirksamste zu vertreten und alle, auch die schwierigsten Aufträge für In- und Ausland zufriedenstellend zu effectuiren. Solide und reelle Bedienung, sowie strengste Diskretion, bleiben ferner die leitenden Principicn meiner gefammten Geschäftsthätigkeit. So empfehle ich denn meine Zeitungs-Annoncen-Expedition auch für das kommende Jahr allen Kreisen des öffentlichen und Privatlebens zur gefälligen Benutzung und rufe Allen zu, ein herzliches Glück zum neuen Jahre! Rudolf Mosse, officieller Agent fämmtlicher Zeitungen. Wien. Prag. Nürnberg. Hamburg. Frankfurt a. M. München. Berlin. Straßburg. Zürich. (Eingesandt.) Die Kriegsereigniffe nehmen unser Interesse so sehr in Anspruch, daß dadurch gar Manches in den Hintergrund gedrängt wird, was zu einer andern Zeit unsere Aufmerksamkeit viel mehr beschäftigt und eine alsbaldige Besprechung veranlaßt haben würde. So ging es auch mit dem vor einigen Wochen veröffentlichten Plane des Herrn Musikdirektor Mickler dahier, die Gründung einer Musikschule betreffend. Erst die wiederholte Annoncirung desselben hat unser Interesse für dieses Project aufs Reue erregt, und können wir uns nicht versagen, dasselbe mit einigen Worten der Berücksichtigung des Publikums zu empfehlen. Vor Allem ist eine Einrichtung, wie Herr Mickler sie schaffen will, feine neue, wenn auch bis jetzt hier noch nicht dagewesene, vielmehr bestehen derartige Musikschulen in vielen Städten, wie z. B- Frankfurt, Darmstadt, Braunschweig, Nürnberg rc. schon seit längerer Zeit mit dem besten Erfolge. Dieser Erfolg ist aber zunächst darauf basirt, daß dem mitgetheilten Programme gemäß nicht eine einseitige musikalische Ausbildung erzielt, sondern daß die g e s a mm t - m u s i ka l i sch e Anlage des Schülers gleichzeitig entwickelt und ausgebildet wird. Der Unterricht erstreckt sich nämlich auf Klavierspiel, Gesang und Theorie der Musik (Harmonielehre), und dies hat eben die Folge, daß eine wechselseitige Unterstützung und Förderung nach diesen verschiedenen Seiten hin ftattfinben und eine harmonische Ausbildung sicherer und in verhältnißmäßig geringer Zeit erreicht werden muß. Dazu muß gerade auch der Unterricht in der Harmonielehre (Theorie) den leither vielfach im Gange gewesenen Mechanismus beseitigen und ein musikalisches Verständniß, ein musikalisches Bewußtsein erzeugen, das zur Beurtheilung sowohl, wie auch zum richtigen Vortrage eines Gesang - und Klavierstücks durchaus erforderlich ist. Diese Einrichtung von Musikschulen, in denen also gleichzeitig Unterricht im Gesang und Klavierspiel verbunden mit Theorie ertheilt wird, ist von der periodisch zusammentretenden Tonkünstler-Versammlung wiederholt als die zweckmäßigste empfohlen, und ist insbesondere die Anstalt von Ra mann und Volkmann in Nürnberg, nach welcher Herr.Mickler die seinige einrichten wird, als Musteranstalt der Art anerkannt und bezeichnet worden. Was den Unterricht selbst betrifft, so kann er durch den Umstand nur gefördert werden, daß er nicht ein Einzelnunterricht ist, sondern daß.immer mehrere Schüler von gleicher Stufe zusammen unterrichtet werden. Nicht nur daß dadurch der Eifer und die Luft des Einzelnen angespornt und jeder Schüler zu einem rastlosen Vorwärtsstreben angeregt wird, die Charaktere, die Anlagen, die Fähigkeiten der Schüler sind auch bekanntlich so verschieden, daß nur durch Gesammtunterricht eine Ausgleichung und dadurch wieder eine wechselseitige Förderung erzielt werden kann. Darin liegt ja eben auch der große Vorzug des Gesammtunterrichts in unferm ganzen Schulwesen. Während die Folge desselben eine harmonische Ausbildung wenigstens der Mehrzahl der beteiligten Schüler ist. kann durch Einzelnunterricht, und wenn dieser auch noch so vorsichtig ertheilt wird, immer eine gewisse Einseitigkeit des Erfolgs nicht vermieden werden. Nur durch diese Einrichtung kann es dem Unternehmer auch möglich fein, bei den großen Opfern, welche dieselbe ihm verursachen wird (Instrumente, Lokal, Licht, Heizung rc.) ein verhältnißmäßig geringes Honorar zu berechnen, um es so auch weniger Bemittelten zu ermöglichen, von seiner Anstalt Gebrauch zu machen. Und wenn wir endlich noch irgend Etwas zur Empfehlung dieser Anstalt glauben anführen zu sollen, so ist es die Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit des Herrn Musikdirectors Mickler und seine durchaus umfassende Befähigung zur Leitung eines solchen Unternehmens, das alles für einen recht guten Erfolg eine sichere Garantie bietet. Möchten diese wenigen Zeilen dazu beitragen, "das Unternehmen der Unterstützung des hiesigen Publikums zu empfehlen! Z. | Wir halten lei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser Lcnlral-Burcau für Inserate bestens empfohlen Die uns übergebenen Annoncen werden sofort direct an die betr. Zei- i tungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalpreisen der Zeitungs-Expeditionen berechnet. Koftenvoranschläge gratis und umgehend. Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Bedingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. ^lreger'sche Buch-, Papier - und Landkarten-Handlung Frankfurt a M., Domplatz Nr. 8. a - 25% o (I e n = r f p a r n i ß bei Annoncen. Bkkanntnmchungrn aller Art befördert prompt in sämmtliche deutsche und ausländische Zeitungen, Lokalblätter und Fach-Zeitschriften mit 5—25% Kosten-Ersparniß die Annoncen-Expedition von E. Schlotte in Bremen. In (xiessen ankoiniueside uncS abgeheniie Eisenbahnzüge. Von Cassel ankommend : Courierzug Personenzug I. II. CI. I. II. UI. CI. Vorm. Vorm. 8‘7 H21 Güterzug Personenzug Schnellzug Güterzug II. III. CI. I. 11 III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CI. Nachm. Nachm. Abds. Nachts 254 4’6 7" 22ö Main - Weser - Eisenbahn. Nach Cassel abgehend : Schnellzug Güterzug Personenzug * Personenzug I. II. III. CI. II. III. CI. I. II. III. CI. I II. III. CI. Vorm. Vorm. Mittags Nachm. 833 1 023 12 445 Schnellzug Courierzug I. II. III. CI. I. II. III. CI. Abds. Nachts 731 1245 Nur von Marburg kommend: Güterzug Personenzug I. II. III. CI. I. 11. III. CI. Vorm. Abds. 515 6r-9 Nur bis Marburg gehend : Personenzug Güterzug I. II. III. CI. I. II. III. CI. Vorm. Abds. 758 1113 Von F rank f u r t ankommend : Personenzug Schnellzug Güterzug Personenzug I. II. III. CI. I. II. III. CI. II. III. CI. I. 11. III. CI. Vorm. Vorm. Vorm. Vorm. 743 825 926 H46 Personenzug Schnellzug Güterzug Courierzug I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CI. Nachm. Abds. Abds. Nachts 430 723 1053 1241 Nach F r a n k f u r t abgehend : Güterzug Courierzug Personenzug Güterzug I. II. III. CI. I. II. CI. I. II. IH. CI. II. 111. CL Vorm. Vorm. Vorm. Nachm. 521 825 1131 340 Personenzug Schnellzug Personenzug Güterzug I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. III. CI. I. II. IH 61. Nachm. Abds. Abds. Nachts 8 4_26 y 739 8 2'8 Von Deutz (Köln) ankommend : Personenzug Personenzug Eilzug Personenzug I. II.III.IV. CI. I. II.III.IV.CI. I. II. III. CI. LH. III. IV. CL Vorm. >— Nachm. Abds. Abds. 1123 350 7 1 035 Köln - Giessener Eisenbahn. । Nach Deutz (Köln) abgehend: Personenzug Eilzug Personenzug Personenzug LIL III. IV.CI. I. II. III. CI. LIL III.IV. CL LII UI IV CI Vorm. Vorm. Mittags Nachm. 615 840 12 410 Von Lauterbach ankommend : Gemischte Züge mit Personen-Beförderung I. 11. III. CI. Vorm. Vorm. Abds. 8 1115 720 Oberhessische Eisenbahnen. । Nach Lauterbach abgehend: Vorm. Nachm. Abds. __837 __138 745 Nach Gelnhausen abgehend : Vorm. Vorm. Nachm. ______________710___ 1135 24 Nui bis Nidda (Bad »Salzhausen) gehend : Abds. 8 Von Gelnhausen ankommend : Vorm. Nachm. Abds. 1057 3'0 7'5 Nur von Nidda (Bad Salzhausen) kommend: Vorm. 650 Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen^Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. 4 9 AS iMst $(r«nt»u"9'" 10 Dl M“ ©rnwhjuip $tnwlow|OT unC W Anzchs auf ja f»on slchk 11 ningepark u. f. " jum cchli 1 Migkril, ja, unü tttii, H solche j ttn, alt bU nian Also vtl »Anznss btul(d)t rötlagrrui M all tit ii stintlichrn hauch ftchung oui un angnjsSDti. BrfHgung curch vthrtn, wo B'.r i glkich tamals tit botc chaiM un stakt mit einer nc eine frste llm(pani brs zchiWurttl fein, tit Anschai wch'lnt tr gltichz bilbtit, tint Laßt dlliiMiz ton Itr wio fit in 0lr Ä vntch uaifpannt vürtr, wtnn m tit ptibtin Das ja[t unwfti im Ganjtn Goiilo nur, tatz wir ts Mr» jt wtiitr t unt un[tr Schweiz “ii so iormitablti Einung, tn ma uno ob Berlin, Witn Mr in ttr trogt untl man weit. t? »eft. m H «roßt Haifa 7 Ansanz Lict 'M'«»., £ ' c« 7'" i« friiH Win. i [*’ tit nJ"1 ö'Üung Öl"hl s, «flab fa »riff« “1114 '4t hnV4""'" 5 b'"' «m i 8* In8'4 i HÄ1“!' Äh - Sin.ioh1 6 llf8t , 'Hittn mit 4 ®'«i I S «n K8”1'®