1 6? Besuch wüchsen, PreiS ^iertrljLbrtg 1 fi. 12 fr. mit Artngerlohn. Durch die Post 9e$ngen vierteljährig 1 «. 27 fr. Erscheint täglich, mit Aue» nähme Montags. SxPedition : Canzletberg Ltt. B. Nr. 1. Emires, leitet. ‘«Saufe dir "Hwjrojt ,et^n und so- ist,a ' krechsln.^ ist $lt h. A. Nr. 2N. mer । w.it ober nchenberg. nzeigen. 'vnrhlt sich M bei am Lindenplatz. ssariatö- e. rlcuercommissa- üliensteüe oftra. Men verschon nt. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kietzen. Nr 103. Dounerstng den 4. Mai ~~ .... ---— j Bestelleingen auf de« «icßener Anzeiger Abonnenten, ^velch^ den^Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate Mai und Juni zu 40 kr. Amtlicher T h e i i. “ ohne mm n Bäcker fleisch, Betreffend: Die Visitation der Feuerstätten in 1871. am 29. April 1871. Das Großheriogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Albach, Allendorf a. d. Lahn, Burkhardsfelden, Daubringen, Dorf-Gill, Ettingshausen, Groß-Linden, Grüningen, Holzheim, Klein-Linden, Lollar, Oppenrod, Steinbach und Watzenborn.' Mit Bezugnahme auf unsere VersÜMig vom 15. März v. I. in Nr. 34 des Anzeigeblattes von 1870 erinnern wir Sie an die alsbaldige Ruchendung der Ihnen mit insccibirtem Jnsinuationsauftrag zugegangenen Feuervisttationsprotokolle von 1871 In Verhinderung des Kreisraths: KekulS, Kreisassessor. —an« «■■in« ■ '«« ■ «ii ...» ... Polit ifche r T h e i l. kn Gedanken zittern, dem russischen Reiche, das seit einem Jahrhundert seine , T" T Te’tc" ücr !™n^£n Negicrui Bevölkerung mehr al« vervierfachte, tm Laufe des nächsten Menschenalters 30 bis ® °fn nad?^cn ^ogen 9 k sch eh m werde. iMttCtl UJ Mete und die Befreiung der Slaven im Südosten Europa's von der musel- t »ännischen Herrschaft gerichtet ist. in Mliil effel«' e l oW In dieser Concentrirung der gewaltigen Kräfte der russischen Weltmacht liegt eben die Gefahr für die Unabhängigkeit der abendländischen Staaten, sie ist die Voraussetzung für den Erfolg der panslavistischen Bestrebungen; der practische Politiker verfolgt immer nur die nächsten Ziele mit Energie, wenn auch sein Blick 'kN entfernten Endzweck nie verliert. Die russische Politik kann unmöglich vor Es ist vollkommen richtig, was die ossiciöfe „Petersburger Zeitung" sagi: ^Eiu Theit unseres Publikums erwartet in nicht ferner Zukunft die Vereinigung aller slavischen Länder und Stämme unter den Scepter Rußlands. Dieser Gedanke hat für Viele einen bezaubernden Reiz und erfüllt ihre Seele mit süßer Hoffnung und übertriebener Erwartung.... Wir sind überzeugt, daß die Regierung sich nicht mit panslavistischen Plänen trägt, denn ein panslavistisches Reich wäre ein Monstrum. Auch ist in Betracht zu ziehen, daß die Befreiung (!) und Annccli- mng der der österreichischen und türkischen Herrschaft unterworfenen 30-40 Mil- Honen Slaven Ströme von russischem Blut und Milliarden von russischem Gelve, die wir nicht haben, kosten würden.... Ein so riesiges Unternehmen würde uns nur schwächen. Rußland kann nur gedeihen und zu großer Macht gelangen durch Loncentrirung seiner geistigen und materiellen Kräfte, die bis jetzt noch winig ent- wickelt sind." Die badische Regierung hat einen neuen Beweis ihrer patriotischen, der Verwirklichung des Einheitsgedankens zustrebenden Haltung gegeben: sie hat ihre bei den fremden Hofen accreditirten Gesandten abberufen und ausdrücklich auf jedwede Ausübung des diplomatischen Hoheitsrechtes verzichtet. Möchte dies Beispiel auch bei den anderen süddeutschen und norddeutschen Bundesstaaten recht bald Nachahmung finden; der Ausschuß für die auswärtigen Angelegenheiten im Bundes- rathe könnte ja noch immer bleiben, wenn nur die Vertretung des deutschen Reichs ausschließlich durch die Gesandten der Bundesregierung bejorgt würde. Dr. Strousberg und Genoffen werden jetzt mit einer wahren Fluth von Prozeffcn überschüttet. Jetzt sind die genannten Finanziers auch von der rumänischen Regierung bei dem Berliner Stadtgericht auf Schadenersatz von 5*/2 Mill. Thaler verklagt worden. Wie mau sagt, hat der Anwalt der rumänischen Regierung einen Kostenvorschuß von 20,000 Thaler eingezahlt, so daß der Einleitung dieses Monstreprozesses nichts mehr im Wege steht. Zur Münzfrage wird gemeldet, daß Versuche gemacht worden sind, um sich mit England über eine gleichmäßige Munznform zu verständigen. Als Basis hätte dabet das frühere Anerbieten des Schatzkanzlers Lowe an Frankreich gedient, gegen Frankreichs Uebergong zur reinen Goldwährung den Souvercigne mittels Einführung eines Schlagfchatzes auf den genauen Werth des Fünfund- zwanzigfrankenstücks zu reduciren. Die Antwort soll indessen nicht günstig ausgefallen fein, da Gladstone von Eifersucht auf den Fürsten Bismarck aufgezrhrt wird, und Lowe durch das ungewohnte Defizit in England augenblicklich an Einfluß verloren hat. Das verunglückte Projekt der Zündhölzchensteuer an Stelle der üblichen Uebcrschüsse hat die Engländer etwas verschnupft. Die „Germania" bleibt trotz aller Berichtigungen bet der Behauptung stehen, der Kaiser habe der Deputation der schlesischen Granden in Versailles die Ver- sicherung gegeben, er werde nach Beendigung des Krieges in Gemeinschaft mit ven anderen Fürsten Schritte zur Reconstituirung des weltlichen Papstthums in Betracht ziehen. Merkwürdig bleibt dabei nur, daß diese interessante Enthüllung Die Derpflegungsgelder für die Occupationsarmce in Frankreich sind in letzter Zeit von ver Versailler Regierung pünktlich bezahlt worden, so daß die vom Fürsten Bismarck angekündigte Eventualität der Requisition nicht zur Ausführung kommen wird. Die fällige Rate der Kriegsentschädigung von 500 Millionen Francs ist bis jetzt zwar noch nicht an die deutsche Bundesregierung abgeliefert worden, indessen ist von Seiten der französischen Regierung die bestimmteste Erklärung ab- w Courier" in Straßburg: „Dieser Wunsch scheint uns schief ausgedrückt zu fein, man bat wohl sagen wollen, die elsässische Jugend möge so lange als rhunlich dav"'< bewahrt.bleiben, eventuell gegen ^ckreich i n Felde zu stehen, eine Bitte, die so respektabel ist, daß sie ihrer Erhörung vollkommen sicher sein kann." selbstverständlich kann die deutsche Bundesregierung nicht entfernt daran denken, die Wehrkraft der neuen Provinz gegen Frankreich zur Verwendung zu bringen; ^»gegebenen Falle würden die elsässischen Truppen zur Besetzung der rheinischen Festungen und weiter rückwärts concentrirt werden. — Wie wir übrigens bestimmt ^'sichern können, werden die Einstellungen der Rekruten aus dem Elsaß für die Grade schon im Herbst dieses Jahres, diejenigen für die übrigen Truppentheile zu Anfang des nächsten Jahres beginnen. In Bezug auf die Freiwilligen wird man denselben Modus, den man früher nach der Annexion von 1866 in Frankfurt und in Schleswig-Holstein einführte, auch im Elsaß zur Geltung bringen, d. h. von der für die alten Provinzen vorgeschriebenen wiffenschaftl'chen Prüfung vorerst abstehen. Daß Rußland dieses Ziel verfolgt, wird Niemand leugnen wollen; hat es chlbe erreicht, wird es weiter gehen. Sobald Rußland die Consequenzen der 'ontusconferenz gezogen, einen erfolgreichen Handstreich auf Konstantinopel unter- ommen hat, wird es sich auch an der untern Donau festsetzen wollen und, damit icht zufrieden, in Warschau und Riga Vorbereitungen treffen, um in die Geschicke n abendländischen Nationen entscheidender als bisher eingreifen zu können. Dazu 'darf es natürlich in hohem Maße der Entwicklung und Concentrirung feiner käste; dieser Aufgabe hat es sich in Congreßpolen und in den Ostseeprovinzen ,jit einer Rücksichtslosigkeit und Energie unterzogen, welche mindestens dar uf Meßen lassen, daß es seine politischen Endziele nicht bloS im Orient und in der <0 Millionen Slaven einzuverlciben; für sie handelt es sich jetzt nur darum, die fennWL^, Il^tel zu gewinnen, um den Widerstand der fremden Mächte gegen diese Einver- {ibut,9 zu brechen. Rußland muß sich noch viele Jahre der Arbeit der Samm- ung und Concentrirung seiner Kräfte hingeben, ehe e« daran denken kann, eine ction einleiten und durchführen zu können, welche auf die Erwerbung Konstan- fi» jetzt;; bem CollO ' - kevolkerung mehr ivtlisirung Asiens sucht, wie seine Staatsmänner ja auch früher schon ganz un- >m»unt)en erklärten, Rußlands Armee sei den westeuropäischen Heeren nicht mehr Wachsen. Dazu kommt, daß der Deutschenhaß in Rußland täglich größere Dimensionen ,iiimmt, daß der Thronfolger selbst auf alle mögliche Weife die deutschfeindliche chtung begünstigt, welche in nicht allzu ferner Frist für die leitenden Kreise Ruß- nds die maßgebende sein wird. Bis jetzt haben diese Dinge noch keine Gefahr k UNS, weil dem nordischen Reiche noch die Macht abgeht, um unseren Bcstre- hgrn entgegenzutreten; nichtsdestoweniger wird es gut sein, wenn die deutsche kkffe bei Zeiten auf die vom Osten her aufsteigenden Gewitterwolken hinweist. f Die panslavistischen Bestrebungen, | f 3n Bezug auf den Wunsch, reu cie Elsäff-e in der »ielbereg.eu Versaw«, die in der russischen Presse sich geltend machen, haben zur Zeit ebenso wenig Be-^ung vom 16. April d. I. ausgesprochen haben, daß die elsässische Jugend möa- deutung, als das Dementi, welches die russische Regierung denselben ertheilcn läßt,Achst lange von der Militärpflicht befreit bleiben möge, schreibt der „Niederrhein üb-r die eigentlichen Ziele der russischen Politik Deutschland und Europa zu täu- —<• — - — ...... - - - schkn vermag. Mdvocat. fjunge wird m Löwen. ii die Lehre tret® a(b, Sirtinc, m__ rin Ausziehtisch rb zu lausen;r- tbtnbtrßtr, inhrnplah. jeben, welches tit chi, wird sohrt cs bei der Gipfle kann hi Artil stus Benner, Luhmacher. Lampeniabril p Vmffmann- u 1500 erst so spät in die Ocffentlichkeit tritt. Viel interessanter wie diese gegenstandslose Controverse aber ist die Fehde, welche das katholische Blatt dem Reichskanzler ansagt; es schreibt: „Dem von Sr. Majestät berufenen Leiter unserer auswärtigen Angelegenheiten möchten wir Nachstehendes zum Bewußtsein bringen: Wir werden nicht eher aufhölcn, mit allen gesetzmäßigen Mitteln für unfern beraubten heil. Vater in die Schranken zu treten, bis der an ihm begangene Frevel gesühnt worden ist. Und was uns Kraft und Energie in diesen unseren Bestrebungen gibt, das sind folgende zwei Dinge: das Bewußtsein, daß wir auf dem unerschütterlich festen Boden des Rechts stehen, gegen welches noch nie seit dem Bestände der Welt ein Unrecht auf die Dauer mit Erfolg anzustürmen vermochte, sodann die Thatsache, daß wir eine mächtige Partei im Lande hinter uns haben." — Was die mächtige Partei anlangt, die im Reichstage wiederholt ihre Ohnmacht docu- mentirt hat, so wird sich Fürst Bismarck darüber gewiß keine grauen Haare wachsen lassen, selbst wenn dies aus anderen Gründen möglich wäre; er würde bei Hefti- gcrem Andringen höchstens die Petenten an die richtige Adresse weisen, an die italienische Regierung. Charles Dollfuß, der in Berlin aus Mühlhausen angekommen, um Schritte wegen der Rückabtretung des Mühlhausener Gebiets an Frankreich zu thun, wurde, wie man hört von Fürst Bismarck nicht vorgelassen. In Ems hat sich ein Comite gebildet, zur Errichtung einer Denksäule aus jener historischen Stelle der Promenade, an welcher König Wilhelm, als Herr Bcnedetti ihn in so unverschämter Weise über sein Verhältniß zur Hohenzollern'- schen Thronkandidatur zu interpelliren wagte, die denkwürdigen Worte an seinen Adjutanten richtete: „Sagen Sie diesem Herrn, daß ich mit ihm nichts mehr zu reden habe." Wiewohl die Vermittlungsversuche zwischen der Pariser Commune und der ' Versailler Regierung fortgesetzt werden, so sind doch alle Aussichten auf das Zu- i standekommen einer Versöhnung zwischen den streitenden Theilen eitet. Werben! auch die Forts von den Regierungstruppen genommen, so werden diese doch noch 1 in den Straßen von Paris einen furchtbaren Kamps zu bestehen haben, denn dort entstehen täglich die kolossalsten Barrikaden, die Paris je gesehen hat... Im Ganzen haben die Pariser in den letzten Kämpfen seit dem 18. März einen Verlust von 11,000 Tobten und Verwundeten gehabt, wogegen der der Versailler auf 2700 geschätzt wird. Die Erfolge, welche die französischen Regierungstruppen in letzter Zeit durch die energische Beschießung der Südforts vor Paris errungen, sowie die Verstär- kung der militärischen Macht der Versailler Negierung überhaupt, lassen erwarten, daß der Pariser Aufstand ein baldiges Ende finden wird. Die Gewaltmaßregeln, welche die Commune anwenden muß, um die Pariser in die Nationalgarde zu treiben, beweisen nur zu deutlich die täglich größer werdende Abneigung der Be- v'ölkerung der Hauptstadt gegen die Schreckensherrschaft; die Vermittlungsversuche aber, auf welche noch immer viele Franzosen ihre Hoffnung setzen, werden ganz gewiß nicht von Erfolg gekrönt sein. Rcspect haben die Aufständischen nun einmal nur vor den deutschen Truppen, und jeder Forderung, welche das Obercommando derselben stellt, wird unverzüglich Genüge geleistet, wie denn beispielsweise das Verlangen der Deutschen, daß der Erzbischof von Paris und mehrere andere Priester in Freiheit gesetzt werden, von der Commune in kürzester Frist bewilligt worvrn ist. Es ist schon wiederholt in der Presse darauf aufmerksam gemacht worden, daß die türkische Regierung zu dem russischen Cabinet in letzter Zeit in intimere Beziehungen getreten ist. Wie wir hören, handelt es sich um ein Arrangement zwischen den beiden Staaten, wonach die russische Flotte, unter Garantie für die Sicherheit der türkischen Küsten zu jeder Zeit mit einer beliebigen Anzahl von Kriegsschiffen durch den Bosporus in das Mittelmeer und umgekehrt vom Mittelmeer in das Schwarze Meer fahren kann. Also eine Vereinigung der russischen Flotte im Schwarzen Meere und in der Ostsee, welche die maritime Kraft Ruß- lands auf Kosten der englischen Flotte wesentlich heben und alle Anstrengungen Englands, die dieses seit Jahrzehnten für die Unabhängigkeit der Pforte und für ihren Einfluß im Orient gemacht, mit einem Schlage vereiteln würbe. gänzung des Entwurfs. — Probst (Württemberg) bagegen. Die Versicherung stehe ganz im Belieben des Einzelnen, diejenigen Arbeiter also, welche sich die Prämien absparen, sind bei einem über sie kommenden Unglück nicht besser, womöglich noch schlechter daran, wie die, welche es nicht thun. — Dr. Hammacher. Nicht der an und für sich richtige Satz von Leistung und Gegenleistung, sondern die große Idee, daß die Wohlfahrt der Industrie und der an ihr Beschäftigten von der Corporation der Arbeitnehmer und Arbeitgeber abhänge, liege dem Lasker- schen Antrag zu Grunde, dem er freudig zustimme. — Ackermann (Dresden). ■Pier, wo es sich nur um einen winzigen Theil der großen socialen Frage handelt, dürfe man den volkswirthschastlichen Rücksichten nicht zu großen W rth beilegen. Er beantrage, wolle das Haus nicht die obligatorische Versicherung einführtN, den ersten Theil des Antrags Lasker ganz ablehnen, den zweiten Theil dahin amen- diren zu wollen, daß die Leistung der Knappschaftskassen nur insoweit auf die Gesammtentschäoigung in Anrechnung kommt, als die Versicherung unter Mitleistung von Prämien oder anderen Beiträgen durch den Haftpflichtigen erfolgt messen des Gerichts überlassen." . Eine längere Debatte erhebt sich über den Antrag, den vierten Absatz des §. 5, welcher es dem richterlichen Ermessen anheimstellt, ob der Schadenersatz in Kapital oder Rente zuzubill.gen ist, zu streichen und dafür präc isere Bestimmungen zu setzen; der Beschluß geht dahin, folgenden neuen, von LaSker und Sysoldt sormulirten neuen Paragraphen einzuschalten: „Das Gericht hat unter Würdigung aller Umstände über die Höhe des Schadens, sowie darüber, ob, in welcher Art und in welcher Höhe Sicherheit zu bestellen ist, nach freiem Ermessen zu erkennen. Als Ersatz für den zukünftigen Unterhalt oder Erwerb ist, wenn nicht beide Tyeile über die Abfindung in Kapital einverstanden sind, in der Regel eine Rente zuzubilligen. Der Verpflichtete kann jederzeit die Aufhebung oder Minderung der Rente fordern, wenn diejenigen Verhältnisse, welche die Zuerkennung oder Höhe der Rente bedingt hatten, inzwischen wesentlich verändert sind. Ebenso kann der Ver- letzte, dasern er den Anspruch auf Schadenersatz innerhalb ver Verjährungsfrist geltend gemacht, jederzeit die Erhöhung, oder Wiedergewährung der Rente for- oern, wenn die Verhältnisse, welche für die Feststellung, Minderung oder Aufhebung der Rente maßgebend waren, wesentlich verändert sind. Der Berechtigte kann auch nachträglich die Bestellung einer Sicherheit oder Erhöhung derselben fordern, wenn die Vermögensverhältnisse der Verpflichteten inzwischen sich verschlechtert haben." . §. 6. Die Vorlage behandelt die Verjährungsfrist; sie erhalt aus Antrag LaSkei's nachstehende Fassung: „Die Forderungen auf Schadenersatz verjähren in zwei Jahren vom Tage des Unfalls an. Gegen denjenigen, welchem der Ge- lödtete Unterhalt zu gewähren hatte, beginnt die Verjährung mit dem Todestage. D e Verjährung läuft auch gegen Minderjährige und diesen gleichgestellte Personen von denselben Zeitpunkten an, mit Ausschluß der Wiedereinsetzung." Auch §. 7 (UebcrgangSbestimmungen) wird auf Antrag LaSker's mehrfach amendirt; verschiedene Petitionen durch die gegenwärtige Berathung für erledigt erklärt, und drei zu dem Gesetz eingebrachte Resolutionen bis zur dritten Lesung zurückgezogen. Es folgen Wahlprüfungen. Die Wahl des Hrn. v. Brauchitsch, tm Wahl- kreise Elbing-Marienburg wird vorläufig beanstandet. Zu der schon beanstandeten Wahl des Geistlichen Raths Müller in Plcß-Rybnick ist verschiedenes neues Ma- terial über die Thatigkeit der dortigen Geistlichkeit beigebracht. Telegraphische Depeschen. 4- Versailles, 30. April, 7 Uhr Abends. Die Kanonade dauert an verschiedenen Punkten mit Heftigkeit fort. Etwa 150 Gefangene wurden in letzter Nacht gemacht, sowie 10 Kanonen erbeutet. Dieselben trafen heute hier ein. 4- Versailles, 1 Mai, Abends. In Folge des Abbruches der Unterhandlungen hat eine lebhafte Kanonade gegen das Fort Jffy wieder begonnen. In der heutigen Sitzung der Natiorial-Vcrsammlung bestätigte Picard die Meldung von Unruhen in Lyon. Der Präfect Valentin ist verwundet, doch ist die Ordnung wieder hergestellt worden. Ruhestörungen ohne größere Bedeutung sind in ver Stadt Thiers in der Auvergne vorgekommen. Picard sagt, man könne die Wahlen noch nicht charakterisiren, weil die Berichte darüber noch unvollständig seien, die Wahlen seien jedoch solcher Art, daß die Kammer und das Land si.tz Darüber beruhigen könnten. Eine officielle Depesche von 10 Uhr sagt: Es isl nichts von Wichtigkeit vorgefallen. Dar wieder besetzte Jffy wurde aufs Nem aufgefordert, sich zu ergeben. Die Aufforderung wurde zurückgewiesen. Die Ver- saillcr haben noch keinen Sturm versucht. Man erwartet ein allgemeines Gefecht, 4- Versailles, 1. Mai. Berichten aus der Provinz zufolge wären die Wahlen fast durchgängig im Sinne der konservativen Republikaner ausgefallen.— Diesen Morgen bewegten sich bedeutende Truppenmaffen vom Pont de Sevret nach dem Pont du jour. In Paris wurden mehrere Redacteure von gemäßigten Journalen in Anklagezustand versetzt; dieselben haben in Folge dessen Pari- verlassen. 4- Versailles, 1- Mai. Das Fort Jffy hat heute Morgen die Parlamentärflagge aufgezogen. Ein Offizier ist abgegangen, um den Aufständischen die Be- vingungen der Capitulation kundzuthun. Von Unterhandlungen ist durchaus keine Rede mehr. Gestern ist in Lyon und in (der auf der anderen Rhoneseite liegenden Stadt) Guillotiere eine Erneute ausgebrochen, jedoch ist die Ordnung wieder hergestellt. A Versailles, 2. Mai. Der „Francais" schreibt: Alle aus Paris uns zukommenven Nachrichten melden, daß die infurrectionelle Armee von nur no^ geringem Bestände sei. Sie befindet sich vollständig vor der Stadt. Die Wälle, t Berlin, 1. Mai. Deutscher Reichstag. Die heutige 27. Plenarsitzung wird vom Präsidenten Dr. Simson um 111/» Uhr mit kurzen geschäftlichen Mittheilungen eröffnet. Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung ein: Fortsetzung der zweiten Lesung des Haftpflichtgesetzes. Lasker beantragt, hinter §. 3 der Vorlage nachstehenden neuen Paragraphen einzuschalten: „War der Getödtete oder Verletzte gegen den Unfall ohne Mitwirkung des Haftpflichtigen und unter der Bedingung versichert, daß der Versicherer gegen den Haftpflichtigen sich erheben dürfe, so wirb die gezahlte Versicherungssumme auf die Beschädigungssumme abgerechnet, und der Versicherer kann den Ersatz derselben bis zur Höhe der Entschädigung selbstständig von dem Verpflichteten fordern. War der Getödtete oder Verletzte unter Mitleistung von Prämien oder anderen Beiträgen durch den Haftpflichtigen bei einer Versicherungsanstalt, Knappschafts-, Unterstützung---, Kranken- oder ähnlichen Kaffen versichert, so ist die Leistung der Letzteren auf die Gesammtentschädigung .einzurechnen, jedoch nur dann, wenn die Mitleistung desselben nicht unter einem Dritttheil der Ge- sammtleistung beträgt." BunbeScommissar Geh. Rath Achenbach acceptirt das Amendement Namens der verbündeten Regierungen als eine dankenswerthe Er- rungswefens, in das Gesetz hineinzuziehen. — Bei der Abstimmung wird unter Verwerfung aller anderen Amendements der LaSker'sche Antrag pure angenommen. §. 4. Der Vorlage stimmt das Hau» fast ohne Debatte zu, sie lautet: Die in den §§. 1 und 2 bezeichneten Unternehmer sind nicht befugt, die Anwendung der in den §§.1—3 enthaltenen Bestimmungen zu ihrem Vortheil durch Verträge (mittels Reglements oder durch besondere Uebereinkunft) im voraus aus- zuschließen oder zu beschränken. Vertragsbestimmungen, welche dieser Vorschrift entgegenstehen, haben keine rechtliche Wirkung." Fast ohne Debatte wird §. 5 der Vorlage in nachstehender Fassung zum Beschluß erhoben: „Das Gericht hat über die Wahrheit der thatsächlichcn Behauptungen, unter Berücksichtigung deS gesammtcn Inhalts der Verhandlungen, nach freier Ueberzeugung zu entscheiden. Die Vorschriften der Landesgesitze über den Beweis durch Eid, sowie über die Beweiskraft öffentlicher Urkunden und der gerichtlichen Geständnisse bleiben unberührt. Ob einer Partei über die Wahrheit oder Unwahrheit einer thatsächlichen Behauptung noch ein Eid aufzulezen, sowie ob und inwieweit über die Höhe deS Schadens eine beantragte Beweisaufnahme anzuordnen oder Sachverständige mit ihren Gutachten zu hören, bleibt dem Er- Versteig, WetlNning «'* oMe" 8* BchMtBekai Beknntll 1816) Im Firmen- Meten Gerichts sir Mzogen worden: 1) Am 25. Kaufmann Grünebai Wft seit 1. Iannm Menfabrik rnrl Harrt eugrosunkr der Firm 2) Am 2. t Marcus Engel zu I IW seit Mai M »Marcus Engel" eine bEun; und hat i< CSngd dafeldst Procun Gießen, den 2. Ma Großherzogliches __JL Schußpockei ® v tai, Mchen Kreisarztes Stammler dahier bi MerStadtongchörig 9 6'8 la- October eä wmsch ibtrto « Nmmg itbm 1 * 2 »hi ’ S '"!* M». dm 30. Ar _____ $ I .<» H>,,‘ - D» Rk* »urCe uiachltkl- - s * rw SÄ »• * */,!»', i, ?S« mö 51 w« l6’ LiiMnh^en. w jt Pir Dmibven ti Verüchiei, daß in w Langen 0(non1in/n,' W aWch" Arbeiter A Walitlm vereinbarte wil öesttzukig Rumäniens mit Ausnahme einiger wohlbesetzten Punkte, sind ohne Leute und Kanonen, die im Innern der Dtavt befindlichen Barrikaden kaum mehr bewacht. Die Zahl der Widerspenstigen vermehrt sich mit jedem Tage und man scheint sich durch die drohenden Decrete der Commune nicht mehr beunruhigen zu lassen. Zwischen de.i insurrectionellen Autoritäten scheint außerdem die Spaltung im Zimehmen zu sein, besonders zwischen dem bürgerlichen Elemente der Commune, an dessen Spitz! Dclescluze steht, und'dem militärischen Element, das von Cluseret und der Fremden- ...... -.o-'danve, die sich um ihn geschaart, repräsentirt wird. Die Freilassung Bergers o- ^ine oaPM9 beantragt Winter (Wiesbaden). — Wichmann und der Posten, welche ihm die Commune gegeben, dürfte als eine gegen Cluseret (Lübeck) warnt davor, eine ganz neue und fremde Materie, die des Unfalloersiche- gerichtete Maßregel zu betrachten sein. — Wce man vernimmt, werden in Auxerre ? Wellen M 2 Sltl™ l'/l ’ 548 Eich'«, Di- M ,**««(« Pe lautet: ' die An, ’raui un9 jum chkn tgfe ®s«, 'W üb« n unb dir Ichheit J«n, ,-tzlt l6auina^t dm üj. Absatz btt Ansatz in (|iiinmatigtn anb Cbfolbt Würdigung »elchrr An ia nhnnm beide Ttzch bellte zuzii. >g der Siech er Höhe bti mn der Lee. jahrunMz ' Rente ftii g oder Ais. r Berechtigtz 19 drrselch in sich dr. aut Sntroi verjähren ii t® ter ©{< 1 TodeSk^ Ute Petsom rr’l mehefülh für erlktiz! itita Lesung im Wahl« eavßavduen ntutl Ma- amt an vif * ien in Ie|tff |- hier ein. r Unterhalt-1 gönnen. 3® t Cie Melvunz iß dir Oir-, tuns swd >l | an töint u . nnvosißachj D tat Land Eil w: 4ii ide an'» *®| iftu Die I nrinrl Ät w-lre« (1e eu-gesallen.-1 int re W i rtn ativäplF I * fl) \uAttL die 8f tur^«1 ^aeseitt W )rdn»aS eU‘l au« Pli» nur 7 l. D" V.fl6n!lh 1 .. Die 3 , Ito Börsennachrichten. 2. Mai 1871. Preus* 4*/2% Oblig. 94 V4 Frankf. 3i/2% Obi. 823/8 Nass. 41/2% Obi. 9334 Kur liess. 4% „ 85>/2 Gr. Hess. 5/8 Stadt Madrid 217/9 Wechsel. Amsterdam k. 8. 100 Augsburg k. S. 997/8 Berlin k. S. 105 Bremen k. S. 97 Cöln k. s. 1047/8 Hamburg k. s. 88V8 Leipzig k. 8. 104'/g London k. 8. H9V2 Lyon • k. 8. — Paris k. 8. 941/z Wien k. 8. 95 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Diseonto 3V2% G. Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 447/8-45V8 Sachs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 45—47 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 26,/2—27i/2 Engi. Sover. 11 54—58 Rass. Imper. 9 45—48 Dollar in Gold 2 27—28 „nb Nonne Truppen versammelt, welche al« Bast« einer neu zu bildenden Armee dienen sollen. — Der „Union«" ersäbrt, daß der Graf von Pari« und der Herzog von Nemours im März dem Grafen von Chambord in Genf einen Be> such obflEftattet haben. + Versailles, 2. Mai, 8 Uhr Morgens. Der Bahnhof von Ginmart ist den Födcrirten genommen worden, welche 300 Todte halten. Das Schloß Jffh wurde von zwei Regimentern angegriffen, die c« nahmen und 300 Ge« langene machten. - Da« Resultat der Wahlen ist befriedigend. Dieselben ßnd in einem conservativ-republikanischen Sinne, also der Regierung günstig, au«- ätfafletr $ t dinj, Mittag«. Der Oberst Rossel hat da« Ober-Commando angenommen. 'Eine osstcielle Anzeige sagt, außer der zweiten Umwalluug von Paris vurch ein zusammenhängende« System von Barrikaden werden noch drei geschlossene Befestigungen ober Citabellen hergestelli werden, eine auf dem Tro- radero, die zweite auf der Butte-Montmarire und die dritte am Pantheon. A Paris 1. Mai. Auf der ganzen Linie bauert der Kampf fort, das Dorf Jffp würbe von den Föderirten wieder b-setzt und mit neuen Batterien wjkp„ versehen. Das Feuer der Versailler Truppen, welches au« nächster Nähe erfolgt, macht indessen ferneren Widerstand unmöglich. Vor Potnt du jour haben die Versailler neue Batterien dema-kirt und beschießen die Pariser Kanonenboote. Die Truppen der Regteruug nähern sich immer mehr Pari«. Dombrowsky fordert die Bewohner von Neailly auf, ihre Wohnungen binnen 24 Stunden zu ver- la^n'+ Paris 1. Mai, Abend». Im Widerspruche mit den osficiellen Behauptungen scheint /«, daß Jffp nicht wieder besetzt wurde. Da« ganze Fort ist ein Ttümmerhausen. 1500 Nationalgarden haben bei Jffp ein Gefecht gehabt, worin rlt vir Barrikaden der Versailler genommen haben. Der Moniteur erwähnt ctneS Beruchtc«, daß in vergangener Nacht D°m°r°w«kp und sein Generalstab in ASniereS aesangen genommen sei- Der Reveil meldet, daß die Versailler in der Nacht Jffp angegriffen haben, jedoch mit Verlust zurückgeschlagen wurden. Es wurden Arbeiter hinau«geschickt, um die Kanonen zu entnageln. △ Constanünopel, 1. Mai. Constant Essend!, politischer Pforte-Kanzlei- Chef vereinbarte mit dem Fürsten von Rumänien alle Detail« wegen eventueller Besetzung Rumänien« mit 30,000 Mann türkischer Truppen. Temperatur in Gießen, April 1871 : niederste................— mittlere.................+ Mittel früherer Jahre............+ höchste.................+ im Mittel früherer Jahre: an 11 Tagen . Allgemeiner Anzeiger. 3,5° B. 6,36 „ 6,51 w 15.7 3’19 Var. Zoll. 1,31 „ „ Stecken Wellen enth-, soll in dem Gießener Stadtwalde, District Hangelstein nachverzeichnetes Holz öffentlich . Fl ’ - M örh OVT fl I d * Stockholz, Reis holz, Prügelholz, Wellen 2'V< 46 14 1500 2 2 V/4 77 14 „ 8 „ 824 Wellen 37 Stecken 29 „ 43 1525 Wellen „ Stockholz, Eichen - Reisholz, 6 9 8 600 141 2 18 1813) Montag den 8. Mai d- I-, von Vormittags 9 Uhr an, Schutzpocken-Impfung. 1799) Auf Veranlassung des Großherzoglichen Kreisarztes Medicinalraths Dr. Stammler dahier bringen wir zur Kennt- niß der Stadtangehörigen, daß derselbe vom 1. Mai bis 15. Juni und vom 1. September bis 15. October d. I. alle Kinder, deren Eltern es wünschen und welche den 3. Lebensmonat überschritten haben, in seiner Wohnung jeden Mittwoch und Samstag von 2 Uhr Nachmittags an unent acldlich impfen wird. Gießen, den 30. April 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt. Versteigerungen. Holzversieigerung im Gießener Stadtwalde. Zur Beachtung. 1814) Die auf Freitag den 5. März im Revier „Thiergarten" angezeigte Holzversteigerung der Gräflichen Forstoerwaltung Lauback. fann eingettetener Hindernisse wegen nicht abgehalten werden. Laubach, am 1. Mai 1871. Gräfliche Forstverwaltung. 54 „ Stangen. Der Anfang ist Morgens 7 Uhr im District Schrei, und um 9 Uhr im Distrikt Badenburger Wäldchen. Das Stammholz kommt des Mittags zur Versteigerung. Wieseck, den 27. April 18/1. , Grobherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. liaitfl.. „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Eichen-Scheidholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Nadel-Scheidbolz, „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Brennholz-Versteigerung in den Domanial-Waldungen der Oberförsterei Feldkrücken. 1807) Montag den 8. Mai 1^71 kommen in dem auf durchaus versteinten Wegen erreichbaren, oberhalb Altenhain gelegenen District Kesselwald: 3731/2 Stecken Buchen-Scheidholz, I Klasse, 106 „ „ Astprügelholz, 85i/2 „ „ Stockholz, I. Klasse, zur Versteigerung. Die Zusammenkunft findet Vormittags 9 Uhr auf dem, nächst des Oberseener Hofs gelegenen Forsthaus Petershainer Hof statt- Schotten, am 30. April 1871. Großherzogliche Oberförsterei Feldknicken. Kallenbach. Eichen-Stämme, 4155 Cubikf. Buchen- „ 52 „ Nadel- „ 590 Holzversteigerung. 1729) Freitag den 5. Mai d. I-, von Morgens 7 Uhr an, sollen in dem Wiesecker Gemeindewalde, Districten Schrei und Badenburger Wäldchen , versteigert werden: 1) im District Schrei: 2175 Wellen Kiefern-Reisholz, 3200 Stück „ Bohnenstangen; 2) im District Badenburger Wäldchen: 8 Stecken Buchen-Scheidholz, Wellen „ Reisholz, Stecken Eichen-Scheidholz, I Der westphälische Hof, chic halbe Stuiide von Gießen, an der Chaussee nach dein Hinierland gelegen, bestehend inÄLohnhaus, Rebenhaus, toaalbau, Lagerhaus, Scheuer und Stallung , mit 1 * 9 Rtorgen Hailsgartcn. in welchem früher Wirthschaft und zuletzt'. Eigarrenfabrikation betrieben imirbc, ist wegen Auflösung des Geschäfts zu verkaufen. Es können auch ungefähr 6 Morgen Ackerland uiid Wiesen, sowie die vollständige Einrichtung zu einer Eigarreufabrik abgegeben werden. 91 uf sran- kirte Anfragen ertheilt nähere Auskunft d:e Exped. des ^Weltcrauer Boteu^ in Butzbach- Tuffsteine für Fachwerk und Kamine empfiehlt ft a c t^vxi 1(1141) Holzhandlung. Besondere Bekanntmachungen Bekanntmachung. 1816) Im Firmen-Register des .unterzeichneten Gerichts sind folgende Einträge vollzogen worden: 6 1) Am 25. v. Mts.: Kaufmann Grünebaum zu Gießen betreibt daselbst seit 1. Januar l- I. eine Sttefel- ichuslensabrik mit- Handel in Stlefelschaflen engros unter der Firma: „K. Grünebaum." 2) Am 2. d. Mts.: Marcus Engel zu Gießen betreibt daselbst seit Mai 1868 unter der Firma: .Marcus Engel" eine Frucht- und Mehl- handlunz und hat seinem Sohne Jacob Engel daselbst Procura ertheilt. Gießen, den 2. Mai 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl. versteigert werden, als: Stecken Buchen-Scheidholz, , Prügelholz, 548 „ Nadel- „ 13 Eichen-Stämme mit 351 Cubikfuß, 1 Nadel-Stumm „ 11 « 1350 „ Stangen „ 49/ „ Die Zusammenkunft ist am Steiubruch. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October d. I- gestattet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen- Gießen, den 2. Nlai 1871. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt. Feilgebotenes. 1789) Ein wohlerhaltener Confirman- dcn-Nock ist zu verkaufen. Näheres bei Herrn Schneidermeister Wagner, Neustadt, im M ö h l'schen Hause._____________ 4808) Feste Salz-, <5sstg- und kleine Tafel - Pfeffergurken empfehlen I. A. Busch Svhne. 1033) Ein aufrechtstehender Flügel ist sehr billig zu verknusen. Näheres bet der Exped. d. Bltts. Holzversteigeruug bei der Stadt Ullendorf a. d. Lumda. 1815) Freitag den 5 Mai l. I-, Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen im hiesigen Stadtwalde, Districten Todtenberg und Kringel-öbach, nachvcr- zetchnete Holzsortinientc versteigert werden: I. Brennholz: 143 Stecken Buchen-Scheidholz, 53/< „ Eichen- „ 124V< „ Buchen-Prügelholz, 3 „ Eichen- „ 531/4 h Buchen-Stockholz, 3 „ Eichen- w 1742) Täglich 20 Maaß Milch franco Bahnhof Gießen sind ab- zugeben. Näheres bei der Erped. d/Blitö.__ 1818) Eine Doppelflinte bat zu ver- kaufen Heinemann H e r m a n n. 12375 Wellen Buchen-Reisholz, 1575 „ Eichen- rc. „ II. Bau-, Werk- und Nutzholz: 37 Stück Eichen-Bauholz-Stämme von 20 bis 80 Fuß Länge, mit 1089 Cubikfuß, 16 Stück Buchen-Werkholz-Stämme mit 146 Cubikfuß, 645 Stück Nadel-Staugen mit 268 Cubikfuß. Die Zusammenkunft ist bei der hiesigen ZiegelhüUc oder im oben bezeichneten Wald- district „Todtenberg." Allendorf a. d. Lda-, am 2. Mai 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a- d. Lda. Wagner. 1809) Montag den 8. Mai, des Vormittags 10 Uhr, soll der Nachlaß des Friedrich Stumpf HL von Burkhardsfelden versteigert werden, als: 1) zwei Pferde, 2) ein neuer Reitsattel, 3) ein neuer Wagen mit Zugehör, 4) eine Häckselmaschine, 5) ein Kartoffel-Pflug, 6) ein Schaufel-Pflug, 7) zwei Kleiderschränke, 8) ein Glasschrank, 9) ein Flachs-Neff, 10) ein neues Knotentuch, Säcke und sonstige Hausgeräthschaften, sowie 11) männliche und weibliche Kleidungsstücke. Burkhardsfelden, den 2. Mai 1871. Heinrich Stumpf, Vormund. 1812) Frische Sendung ächter Englischer Hisqnit in verschiedenen Sorten, sowie ächte Wiener Waffeln, empfiehlt bestens Ed. Lind, Hofconditor. U3i3iipjj[ qun usLStzaaV ui najqö^iinva^ (pitv aiaiaj 'usiqo^uio^D asLqn)g (^8LI ' 1811) Eine Commodc steht billig zu verkaufen bei H. Werner, Neustadt. 1800) Ein neuer schwarzer Herrnrock ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1616) Borsdorfer Aepfcl- tocitt, in bekannter Güte, empfehlen I. A. Busch Söhne. 1822) Ein Zjähnger Fasse!ochse lVo- gelsberger Race), zur Zucht tauglich, steht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 1719) Einige Wagen Mist find zu verkaufen bei E r n st I u g h a r d t, Metzger, Waüthorstraße-. Eilionese entfernt in 131 Tagen alle Unreinigkeiten und Falten der Haut, beseitigt Scroptzcln, Flechten u. gelbe Flecken. Garantirt! Cui Zahnschmerz Trau fidas verschwindet nur durch Feytona ! schau vide! In Gießen bei (335) Carl Frech. wem? ÄfÄÄSS®»’* im* inrüTTS s1 O) zu b Ludwig Lang * w »»j u ii ip i Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pistor. Ak. 10^ Ix-'icic |uiv uei auen Vanr- uno sasec Auslandes zum jeweiligen Tages-Course zu haben. Bestell»' CO und Extrafein. Biruengele'c.^ Heu Farbwaaren - Handlung Italienische Maronen.^ von Blockchocolade. in Würfelzucker. Reisstärke. Betretend ) I. Gg. Schroder in Darmstadt, sowie von den Herren: r 174)5 Die 31 N Aufträge übernimmt: I. Schlund, Schloßgasse. li t, Lud- | £ (787) | k>hue 7~T~ | !?Ast und Stroh Hiernach Maccaroui, Vermicellis und Suppenteige. Wschliisscs tun, Gießen, de Mchstck Gießen, de Elergcmüse- und Eiersuppennudeln. ^ewelnschrank wird zu kau- fen gesucht von Heinemann Hermann. Nachdeir Bayern zu bestre Rosinen, Eorinthen, Mandeln, Citronen, Citronat, Orangeat, gestoßenen Zimmet und gestoßene Raffinade. Jiiliemic, (getrocknete Franzosensuppenkräuter). | wird auf das strengste beobachtet, die 8 einlaufenden Offertbriefe werden uneröffnet an die betreffenden Reflectanten, deren Namen preiszugeben, pünkt- Hälft und ohne Provisionsberechnuna $ übermittelt. Zean Böck in Gießen, Lehrer Vogel in Londorf, H. Dietz m Kestrich bei Alsfeld, B. Stern Sohn in Bellersheim. 1781) Ein Lehrling wird gesucht von Schmied Unverzagt. 1671) Diese Loo le, unstreitig zu den sichersten Lotterie-Papieren gehörend, sind von der Königs. Ungarischen Regierung garantirt. Ziehungen am 15. Mai, 15. August, 15. November, empfiehlt sein Lager in Herrn-Wäsche, als: Hemden in Leinen und Shirting, Kragen und Manschetten, Chemisetten, wollenen Hemden, Jacken und Unterhosen, Sommer-Unterhosen und -Jacken, Glace-, Wildleder- und Sommer-Handschuhen; das Neueste in Shlipsen und Cravatten, Hosenträgern, Socken, Kragen- und Manschetten-Knöpfen, sowie Papier-Kragen, -Manschetten und -Chemisetten zu 18 fr. pr. Dutzend, in reicher Auswahl. 1012) Schutt kann auf meinem Baugrundstuck abgeladen werden und vergüte ich einen einspännigen Wagen mit 12 fr., einen zweispännigen mit 18 fr. Arnold Müller. t75P runder Tisch, ein Ausziehtisch und em Schreibseeretär wird zu kaufen gesucht von I. Rothenberger, Lindenplatz. 2LWL2 25. Februar. Haupttreffer: fl. 250,000, 200,000, 150,000, 100,000 re. re. Jedes Loos muß mit mindestens fl. 104 gezogen werden. Die Gewinne erleiden keinen Steuer-Abzug. Diese Loose sind bei allen Bank- und Wechselhäusern des In- und 1823) Unserem Heben Heinrich Beul die herzlichsten Glückwünsche zu seinem heutigen Geburtstage. Seine Freunde. DieN Willig und A 20. d. Mts. bc H. R ü b f d m e n, Mäusbmg Lit. D. Nr. 9, Giessen (Seltersweg) empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens. Champignons, Emil Fischbach a l’liulie, t5aviar, Mixed-Pickles. »»Mtio«, Druck und Verlag der Brühl'schm Univ.-Druckerei (Fr. Cor. Pierichl in Gich-n. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberstes,lsche Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Wechsel auf Frankfurt a. M. 1705) Ein älteres Frankfurter Handlungshaus erbietet sich zur Einlösung von Domicil-Tratten unter coulanten Bedingungen. Briefe unter L. P. 166 franco an die Annoncen - Expedition von Haascnsteiu $ Vogler in Frankfurt a. M. gerichtet, finden prompte Erledigung * Die Verbi Biilitb Hdunß hr 3. bkuiühi ■* »W mit \ E'nr Nachts to.b SWg v M w ihun T wih* ÖU6' la mit trr §7". Wlb;" jun durch sto? fn' fl das Ä ttdal Ä'y der *7 Dir, Silit"'1 Mn. 11» Ho Diese Körben imb Bal Müliche Condensirte Milch oon; der Anglo-Swiss Condensed, Aliik - Comp. in CH am > (Schweiz). Bade-, Fenster- und ' Pferdeschwämme. < Brünellen, < Tafelmandeln, Tafclrosincn. übfirift Nr. 4to2. Srtfler in Leinen, Halbleinen, Hemden- Halbpiqu«, Pelz- und Ripspiquv, Schottisch- Batrst, Jaconet, glatten und brochirten Mullö, Vor- hangltoffen empfehle ich bestens. Weiße Stickereien — Streifen und Einsätze — sowie Kragen und Manschetten, Aermcl und Kragen, Morgenhauben, gestickte Taschentücher mit und ohne Namen, leinene und Leinenbatist-Taschentücher habe ich stets in großer Auswahl vorräthig. .5. Ch.' fetter. o k li ch V fr!, ü n Rum, Cognac, 6197) Die Punschesseuze, Malaga,' Madeira, Sherry, Specerei ■, Material- tS® Bekan ntmachu n g. Nach §. 15 der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Linien des Telegraphen-Verems rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu reeommandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme Mitwirken, vollständig kol- tatlomrt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die Weiterbeförderungs- anstalt, eme Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist. . . . Die Einführung der recommandirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon- birenben Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten Ueber- Mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegra- phl|chen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Ersahrungsmcißia werden recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben, muth- maßlich weil die Taxe für die Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist. Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten sich eme correcte Uebermittelung seiner Depesche, — so weit es thunlich und nöthig ist, - ru sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirung, rott solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Vortheile der Recommandation auf einzelne Theile seiner Depesche be- bezalsten" °f)nc verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gesammttaxe zu ™ diesem Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §. 14, 6 der Telegraphenordnung), deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothwendig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc. wird oet^crr,^rmiäelun9 ber Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des L t-'V ber Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei ber Beförderung resp. Ausnahme der Depesche betheiligten Stationen collationirt werden. trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adrestaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, so werden dem Aufgeber auf desfallstge rechtzeitige Reclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zuruckgezahlt werden. Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecom- mandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet. Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler. Im Auftrage: Delbrück. | Zeil 43, | Straßburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. S SfLlfpIhft wird Jedermann Rath | ertheilt, welche Zeitungen 0 für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwie- sen haben: Erden alle Annoncen | sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen -' _ _ Druck hergerichtet; Iöafclblt ?st/n die Inserate nur dasselbe, rote in den Zeitungs-Expeditionen , da dieses Institut als Central-Stelle aller existirenden Zeitungen besondere Vorthetle von denselben genießt. Das Renommö der Firma bürgt für solide Bedienung. mscretion -in L-^rUn"^-^ Bedingungen Wied ---& Gerboke, Photograph. S-leAtenkanre imb Brustleidende Ä”? m Darmstadt, Lud I. Bloch sche Hofschönsärberei in Darmstadt i empfiehlt sich: Im Farben der Damengarderobe - Gegenstände aller Art, sowie auch Tuche und Möbelstoffe. 3nt Waschen weißer und farbiger Seiden- und Wollstoffe. Druckerei und Moiree. sichert mäßig^P?eift"m"^ fÜr foIibc unb W”nfte Ausführung aller Aufträge und Schlesische Feiker-Versichernnas-Gesellschaft in Breslau,! Grund-Capitai fl. 5,250,000. ~ J2,94) Die Gesellschaft versichert bewegliche und unbewegliche Gegenstände aller Art zu festen und mäßigen Prämien unter liberalen Bedingungen gegen Feuers- und Explosions-Gefahr. 0 0 Transport-Versicherung. Spiegrlglas-Versicherung. . d^ospecte und Antragsformulare werden verabfolgt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: ^emrriethuttgerr» 1762) Am Seltersberg im Nebenhaus von Lit- E- Nr. 4 ist eine möblirte freundliche Stube mit Alkoven zu vermiethen. 1785) Ein Zimmer mit Küche und Kellerraum zu vermiethen bei I. Lei er zapf, _______________________vor dem Lahnthor. 1585) Eine.kleine möblirte Stube ist zu vermiethen Wöllthorstraße Lit. A- Nr. 227. 1395) Das seither von Herrn Franz Peppler bewohnte Logis ist anderweitig zn vermiethen und vom 15. April ab zu beziehen. A. Katz, Reustadt. Vermischte Mnzeigen. 1810) Ein Junge, der das Schreiner- geschäft erlernen will, kann in die Lehre treten bei Schreiner Bergmann. 1332) Junge Leute von 14 bis 18 Jahren finden Arbeit in der Lampensabrik von __Müller