PretS vierteljährig 1 st- 12 fr. md Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Aiyeiger. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleiberg Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Archen. 1871. Samstag den 4. März Nr. rt. ----- _ _ ™ e werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, als auch S3cfftUUU|lCil (Xttf Ven Wienkner bd aUen Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welcke den Anzeicter bei der Erpebition nbbolen taffen, erhalten denselben für den Monat März zn 20 kr. Brodpreife vom !k» bis IO» März 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischte« Brod 21 fr. 2 Pfund gemischt-- Brod 10y, kr. 4 Psund Roggrnbrod 18 kr. 2 Pfund Roggenbrod 9 ,r. A su tl ich er T d e i l. — Gießen, am 1. März 1871. ^treffen»-. Dos Landgestüt, hier dm Abgang der Landgrstütsbeschäler auf. die liandgestütsstationen. . . . .■ Das Grotzyerzogllche Krelsaml Gl eh en an die GroßherMlichen Sürßcrmcijlcmni des Kreises. Nach Mitlheilung Eroßherzogltcher Sandgestüls-Direction sind die Landbeschäler nach der Station Grünberg am 26. v. Mts abgeaangen. Sie wollen dies in Ihren Gemeinden bekannt machen. v. Starck. Politischer T h e i >. und ihnen ihr Vertrauen entgegen tragen. werden. ,, „ . Lk _, Oder glaubt mon wirklich, daß diese Leidenschasten, weil sie jetzt sich vol dir Unmöglichkeit ihrer Sätiigung beugen, nicht wieder in die alten Geleise zu- riiclkehren werden, der>n Spur die revolutionären Gewohnheiten wie die tradi> ticntDcn Einbildungen so tief in den Boten Frankreichs gegraben habend Wenn schon jetzt der Pariser Dünkel die noch in furchtbarster Ucbung will- samen Thatsachrn verleugnet, wie wird rie Slimnung erst wilder, wenn man ter zringenden Roth des Augenblicks übcrhobcn, sich led'gl ch mit ihren Nuchwrhen obzufinden h.ben wird; und wenn schon jetzt überall die Sehnsucht laut wird, die Nationalversammlung, welche in ihrer Mehrheit den schroffsten Gegensatz zu den tumultuarischen Aspirationen von Paris bildet, doch möglichst bald nach Pans zu vrrstgen, also unter den Terrorismus der dortigen Demagogie und der von ihr bearbeiteten Moffru zu biingen, kann man glauben, daß die Mäßigung und de» politische Verstand, welcher augenblicklich die politische Oberhand gewonnen Hot, sich dem tosenven Strudel der Leidenschaften lange Zeit wirv widersetzen lönnen. Ist nicht Vas augenblickliche Schweigln Gambetta's ebenso beredt wie ver- hängnißvoll, weil es darauf hinweifl, daß ries.r Unglücksmann sehr wohl zu warten versteht, vermuthlich m der sicheren Dorauesitzung, daß seine Zeit kommen werde, Wem gehört die Zukunft Frankreichs? Politische Propdizechungen sind em gewagtes Geschäft, sie stehen mit den Kalenderpropb'ze'ungen auf ziemlich gleicher Höbe deS CreditS, namentlich wenn sie sich auf F ankreich beziehen, wo Sturm und Sonnenschcrn sich so rasch und launenhaft ablösen. * , e ., Gleichwohl drängt sich die Frage noch dem künftigen Schicksal Frankreichs i bki dem j tzt abgeschloffenrn Frieden uns um so lebhafter auf, M kämet M 1 Aufforderung gegeben ist, uns nachbarlich mit unserem jetzigen Gegner zu vertragen. Auck brauchen ja die Erkundigungen noch der Zukunst nicht ganz und aar in den Nebel sich zu verirren, da die Wahlen vom 8. Februar uns doch sagen sollten — was Frankreich will? Diesen Willen hat es nun aber deutlich aenua ausgesprochen: negativ und positiv. Am entschiedensten hat es sich sür den Frieden ausgesprochen; die ungeheun Mehrzahl der Erwählten verdankt ihre Wahl vorzüglich dieser Richtung und bei ter Frage: ob Republikaner oder Monarchist! entschied Vie Ueberzeugung von der Friedens- oder Kriegspolitik des Candidaten Wahl. Ebenso deutlich hat sich re» BoltSwille dagegen ausgesprochen, daß ter Friede dem Kaiserreich anvcrtrai't verte; denn das Kaiserreich, welches gewohnt war, sich auf die Millionen seiner Wähler zu berufen, hat eS nur zu einer winzigen Minorität gebracht. Die Majorität der Nationalversammlung aber gehört den Orleanificn. Dos französische Volk in ferner gegenwärtigen FriedenSsiimmung hat also iu den Orleans am meisten Vertrauen und cs teSavouirt durch feine jetzige Wa'^l die Revolution von 1848, welche am meisten deshalb Erfolg hatte, weil di- Orleans wegen ihrer — Friedensliebe sich um allen Eredit gebracht halten. Hiernach hätte nun wohl die öffentliche Me-nung, auch außerhalb Frankreichs, olle Ursache, der Wiederaufrichtung der Orleonistischcn Dpnastie mit sym pothischcn Empfindungen entgegen zu sehen; hätten nur nicht die Pr.'nzen Hauses während des Krieges sich in einer Weife compromittirt, welche die Hoffnung, daß die Politik des Friedens ihren Händen mit Sicherheit anvcrtraut wer- den könne, gor gewaltig erschüttert. Die rem Piäkendententhum so eigene Ungeduld hat sie verleit'!, d"n wahnsinnigsten Volkelridenschasten zu schmeicheln, um sich für die künst-gc Herrschaft zu empfehlen, und dir Argwohn liegt daher sehr nahe, raß sie, wirklich zur Herrschaft gelangt, viel mehr ein Spielball als ein Schrecken populärer Leidenschaften sein sobald die Eitelkeit der Franzosen das Bedürfn'ß fühle" wird, sich diejenigen zum Dphr zu erkiesen, welche sich selbst zu seiner Rettung vereimgt haben. Glauben die Orleans, sich mit dem vo.aur sichtlich nahen Ausbruch der Le .enschos-ten abfinden zu können? Es wäre eine v-rhängnißvolle Täuschung über ihre Kraft, welche sie unrettbar mit in den Abgrund stürzen winde, welcher sich voraussichtlich sehr bald zu den Füßen der französischen Gescllfchaft austhun und diese nöth gen wird, sich nach einem neuen Retter umzufehen. Verstehen aber die Orleans ihre Zeit und wissen sie sich mit einem wahren Herrscherbirus zu erfüllen, so beherzigen sie die ihnen einst von ThicrS gegebene Lehre, Voß man „nicht bloS Jemand, sondern — auch Etwas" sein muffe, und sparen sich für die Rettung Frankreichs auf. . Das wäre denn freilich ein seltsamer Umschlag ter ^-lnge, daß, wie das Kaiserthum aus dem EhaoS entstand, welches die Revolution von 1848 hinterließ, so jetzt der OrleaniSmus nach dem Sturz des KaiserthumS die von diesem versäumte Aufgabe aufgreist; aber die Welt würde dann die Orleans, welche Frank- reich den Frieden wieder brächten, mit ihren aufrichtigsten Sympathien begrüßen Aus München vom 22. Februar berichtet die „AugSb. Abdztg.": „Die militärische Besetzung von Elsaß-Lothringen gibt über das zukünftige VerhaltNitz dieser deutschen Reichsprovinzen zum deutschen Reiche eine zlemliche deutl.che IW klärung; schon jetzt nämlich wurden 18 altpreußische ^nianterle-Neglmenter, von i dem ter vor 1866 bestandenen 9 ArmeecorpS je zwe» bestimmt, welche chre c.flnitioe G-rmson in Els-tzLothring-n galten, «-wurden- runut d.e c- reffenden Regimenler bei ihrer Nuckkedr au- Fran reich sofort in if)tt.neuen Garnisonen elmfiefen 'önnen, d-e ErsaAataiVone derselben mit Regimen,-kanzle, Montur- und Rüstkammern schon jetzt in dir neuen Garnisonsortt orel gt. D.e lm R-rdosten ron Elsaß gelegenen und zn Garnisonen geeigneten Orte «erden von Ab,Heilungen de- 2. banrr,scheu Armeeeorxs als Re-.chStiupoen besetz,, a eh sollen in gleicher Eigenschaft der Besatzung von Metz bahre,sche Heer sabtheilungen *',q(,6e5L7abet®raf Bismarck habe, als ftbon Alles so gut wir fertig -ar plötzlich noch einen für Deutschland «ortheilbasten Hanleliorrirag herau-qürtschen moUen bringt die pariser grauer vom Samstag en.-etzlech m Harn,fch. Man Unterhändler beobachten. Zugleich ergeht man sich ,1 ' IU über Den .ehrenbasten Frieden": jeder Friede ist ^"Nvoll, wenn e e,mn ehrenvoll geführten Krieg schließtdie Bevngungen » Sbrenhasiigkeie der Sache nichts. »Wenn em Volk weder üpttt geipart nccu Anstrengungen, um da« Baterlanv zu befreien, wenn e« unt.r den schlagen des wirkstch Beweise von Heldenmu.h gezeigt? Wurden^ste nicht uberavvon den vorthrilhaften Umständen einer gegen uns unerbittlichen 8°rhina beflunf ß ? Rein, Europa läßt stch nicht betrügen. Europa weiß, auf welcher Seite der Erfolg und auf welcher D.e Gloire. Dir Wloirr ist auf Seiten derer, welche j.den^Zoll breit ihres Landes vertheidig» haben." Es ist noch immer die alte Geschichte, die täglich wieder aufgetischt wird, jetzt aber sich zu dem sublimen Gedank.n steigert, daß die Gloire bei denen ist, die Elsaß und Lothringen ver- i Bi eib bei 2) D ' well Diese Provinzen unter den preußischen Boponnetten noch ihr» Anhänglichkeit an Frankreich bezeigt haben; Frankreich hat der Welt Das Schau- fpid tines zähen Widerstandes, Deutschland das einer Verletzung aller Rechte der Menschlichkeit in den FriedenSbedingungen geboten: „Dieser Friede wirb für uns stets ehrenvoll sein; wird er es auch für Deutschland fein?" Das Sircle such' zu beweisen, daß alles Unheil, Das Frankreich »Duke, Davon he,rühre daß es Die Enifremdung der Februar-Revolution von ihrem Ursprünge geduldet babc das habe zum Staatsstreiche in 1851 geführt und Dieser sei Die Wurzel aller jetzigen Jammers. Natürlich kann und wird nur Die Republik von 1870 Das SanD retten. „Aber schon bedient man sich derselben Mittel, um Die jetzige Re- jubbt ju sernid)ten, man redet von Der nothwenDigen Ordnung, von schlimmen Uebertreibungin, man predigt Fusionen, man verdächtigt alles, was echt republikanisch Ist, als gefährlich." Dagegen meint das Journal Des Debüts, es gebe 9.ero,K «'eie Franzosen, die herzlich gern unter Der Republik lebten, wenn nur »ule Republik zu haben wäre. Die Feueresse von 93, Die noch unter Der S0d>e glühe und die man jetzt wieder anzublasen suche, die sei aber nicht der Platz, wo ein Mensch mit gesunden Sinnen gedeihen und ein. Volk sich menschen- würdig entwickeln könne. AiS einen Beweis, daß tu englische Regierung es mit der Dynastie Bo- naparte nie ehrlich und aufrichtig gemeint habe, ethri die Londoner „Situation" einen Passus aus den Instructionen, welche bas britische Cabinet am Tage nach der Katastrophe von Sedan dem englischen Botschafter in Paris ertheilt hat. Es heißt in dieser Instruction, nachdem dem Botschafter der Befehl ertheilt wor. den war, |o lange als möstich in Paris zu bleiben, um die Interessen der britischen Unterthanen zu wahren, wie folgt weiter: „Wollen Sle sich auch mit der eben bestehenden Regierung (gouverncmenl de fait), ohne selbe jedoch formell anzuerkenncn -- in Verbindung setzen und meine weiteren Befehle abwarten. Bm Falle jedoch Ihre Majestät die Kaiserin den Entschluß fassen sollte, sich aus Paris zuruckzuziehen mit der Absicht, die kaiserliche Regierung zu behalten, so werden Sie Ihrer Majestät unter keinerlei Verhältnissen folgen, jedoch aber Alles, was von Ihnen abhängt, veranlassen, um die Sicherheit und das Wohl Ihrer M^estat zu wahren, wenn an Ihren Rath und an Ihren Beistand apel- hü werben sollte." — W eso die „Situation" in die Kenntniß dieser gewiß geheimen Instruction gelangt ist, dies sagt ste nicht. ® »firtb wäre; aber alles aus strategischen Gründen Wünschenswerthe kann doch unmöglich angestrrbt werben. Eine deutsche Offensive gegen das südliche Frankreich, wie sie diesmal eingelcitet wurde, liegt jedenfalls nicht in dem Maße im Gebiete der Wahrscheinlichkeit, daß bei den neuen Grenzbestimmungen auf dieselbe in entscheidender Weise Rücksicht genommen werden müßte; gegen eine Offensive von französischer Seite aber würde uns ein großes verschanztes Lager bei Mühlhausen und Altkirch gewiß denselben, wenn nicht besseren Schutz gewähren, als brr Besitz von Belfort. Wir wollen mit diesen Bemerkungen dem Urtheil unserer maßgebenden Strategen nicht vorgreifen; im Falle aber zugegeben werden sollte Cl16 Belfort in strategischer Beziehung nicht absolut unentbehrlich wäre, würde uns sein Besitz aus politischen Gründen kaum noch wünschenswerth erscheinen. Stadt und nähere Umgegend liegen im rein französischen Sprachgebiete; in der Nachbarschaft herrscht^, wie die Erscheinungen in diesem Kriege und eben erst der Ausfall der Wahlen gezeigt hat, ein uns über alle- Maß feindlicher Geist. Die Germanisirung jenes Districtes oder auch nur die Versöhnung desselben mit deut- schem Wesen ist daher auf lange Zeit hinaus nicht zu erwarten, vielmehr müßten wir darauf gefaßt fein, in diesem fernen, außer allem Verkehr mit Deutschland belegenen Grenzgebiete einer Renitenz zu begegnen, welche diejenige der Polen und Nordschleswiger noch überböte. Hinter den Renitenten würde bann dauernd bas immer noch mächtige und zu Jntrigucn aller Art geneigte Frankreich stehen. Läge hierin auch keine Gefahr, so würde doch immer eine Unbequemlichkeit geschaffen die man, wenn nicht zwingende Rücksichten ein Anderes erheischen, gewiß gern vermeiden würde. Für den Ruhm und die Machtstellung Deutschland ist eS von klinem Belang, ob w'.r das Elsaß mit oder ohne den kleinen über die südwestliche Sprachgrenze hinauSgreifenden Landstreifen erwerben. Telegrövbische Depeschen. - , △ Bordeaux, 1. März. Die Nationalverfammlunq hat die Frtedensprallmrnarteu mit 546 gegen 107 Stimmen angenommen. (Diese Depesche, welche bereue am 2. Marz, 10 Uhr Mor- flen*, bet UNS emgetroffen war, glaubten wir jedoch so lange unseren Lesern vor- TO-rMkn cchficielle Bestätigung eingetroffen sein würde, um keinen Mißklang herbeizufuhren in Betreff einer recht würdigen Friedensseier. Da wir aber auch letzt noch, bei Schluß unseres Blattes, vergeblich auf die officiellc >8.c url‘ 9 9 obiger Depesche warten, so müssen wir annchmen, daß irgend ein erheblicher Grund vorliegt, der der officiellen Veröffentlichung des Friedensschlusses -m Wege steht. Es wurde also von jeder Friedensfeier heute noch abrusehen fein soÖte jedoch nach Ausgabe unseres Blattes heute Abend die officielle Devese noch untreren, so würde Illumination und Fackelzug stattzufinden haben. D. R.j m . . △ Bordeaux, 1- März, 4 Uhr Nachmittags. Die Stadt ist ruhig. Die Paine theilt mit, daß mehr als 160 Deputirte gegen den in Betreff der Friedens. Präliminarien einzubringenden Gesetzentwurf stimmen werden. 8 Uhr 15 Minuten Die Funfzehnercommission entscheidet mit 14 gegen 1 Stimme die Annahme oe- Gesstzentwurfes zu empfehlen. Es findet hierauf eine stürmische Sitzung statt, aber die Annahme des Vertrags durch die Majorität scheint gesichert. + ^^deaux, 1. März Die heutige Sitzung der National-Versammluna begann um 1 Uhr Nachmittags. 1 8 Zwei Mitglieder protestiren gegen jede Gebietsabtretung. Hierauf erklärt der Berichterstatter der Friedens-Commission, Lefranc, daß die Commisstonsbeschlusse einstimmig gefaßt worden. Es sei ein Gebot des Da- tnotiSmus, für die FriedenS°Präliminarien, wie sie sind, zu stimmen. Alles, was die Sachlage gestattete, geschah. Die Ehre Frankreichs fei gerettet. Der Red- ner begründet noch weiter die Annahme der Präliminarien. Die Ablehnung der- h,s V°n 6it U'berflu.hung Frankreichs vvn Seiten Des Femdes zur Folge Habern Lefranc fordert die Versammlung auf, sich nicht per Verzweiflung zu überlassen, unD bittet schließlich, Niemand möge sich Der Abstimmung enthalten. ö 1 w , Eogard Duintl proicstirt energisch gegen Die Annahme der Präliminarien, welche Die Gegenwart unD Zukunft Frankreichs vernichten würden zu prü?rn'"bCt8er ®,rfammlun9- tiE F".densbedingungen nochmals Die Times ist voll Beforgniß und Mitgefühl wegen Der Frankreich auferlegten iprierensbedmgungen, und zwar ganz besonders wegen Der zu zahlenden Geltent>chädigung. Fünf Jahre, meint die Times, werden vielleicht hinreichen, die enorme Summe abzuzahlen, aber Frankreich wird in Folge davon einen Zu- wachs zu seiner Belastung von jährlich 15 Millionen Pfd. Stert, zu tragen haben. Dazu die Aussichten auf eine protectionistische und reaktionäre Handels Politik, „und diese wird nicht gehemmt werden durch Rücksichten für uns", sagt Die Times, und so werden die financiellen Schwierigkeiten der Zukunft peinlichst verschlimmert werden. Da der Krieg local.sirt war, fährt d-e Dmes fort, müssen auch die Fkiedensbedingungen local.sirt bleiben; so streng dies aber auch geschehen mag, die Wirkungen müssen sich überall fühlbar machen. „Jeder Staat in Europa, die Dcre.n'gten Staaten von Amerika, das Kaiserreich Brasilien Indien und unsere Colonien sind interessirt bei dem Betrage der Entschädigung, welche Deutichland gefordert hat. Wenn die Summe von 200 Millionen Pfd ©tert, in fünf Jahren bezahlt werden soll, muß Frankreich jedes Jahr auf die Geldmärkte der Welt gehen und die Ersparnisse aller Nationen borgen und sammeln. Herr Staatssecretär Boutwell wird seine Hoffnungen, die amerikanische Schuld zu reducirten Interessen fundrren zu können, vereitelt sehen durch das Auftreten Frankreichs als Anleiher en gros. Alle Staaten, die Anleihen erheben, und nur wenige sind nicht in diesem Falle, dürfen erwarten, ihre Operationen turd) diese Störung gehemmt zu sehen. Die industriellen Unternehmungen, welche geplant, aber aufgeschoben wurden, bis das Ende des Krieges die Knappheit an fcer Börse beseitigt haben würde, müssen noch länger hinauSgeschoben werden." Dleser laute Allarmschrei des großen CityblatteS dürfte doch wohl nicht ganz be- gründet sein, wenigstens sehen die speciellen Finanz- und Hanvelsblätter die Sache nicht so bedenklich an. Der Economist z. B., der diesem Gegenstände eine eingehende Betrachtung widmet, erwartet davon nur eine Steigerung im Werthe des Gildes aus dem englischen Markte und für eine Zeitlang eine Erhöhung des Zinsfußes. ö äftsysÄ&KÄ! 1. Marz Mittags. VerichikDcnc Bataillon- deutscher Truppen » frub e.na-r,.rk. um Quartier zu machen. Sie hatten um p. n,9c Abteilungen erschienen auf der -in- Demonst'ra.ion. " Ein Corc°7"v°u° fkan ösischrn^T "" 3j”1' garoen -erbinoer. die Passage für all- uniformen Auen" ^Die Hattuna Der NatwnalgarDe ist im Allgemeinen ruhig unD es ist kein b-Dauerlicher^Vorfall «nb »ÄS* ' Ä °" Rue de Rivoli, sind Die Läden und Casü7a7ser ebenfalls e^°^ "" H"'"burg, 2. Marz. An Der heutigen Vorse btttt Der P.äsieent der SauDelskammer, Hopemann, zur Feier des eingetroffenen definitiven FrttDenSfch!uffeS D>- Si^ng dauert fort; man glaubt, die Sitzung werd- h-ut- nicht g-. schlosse«, ohne daß über Die Prairmmarien abgestiurmk wird. Ein Ertrazua Mng/n 6“ um Das AbstimmungS.Protoeoll sofort nach Paris zu A Bordeaux, 2. März, Morgens. Noch heute erscheinen beinahe alle Journale mit a.rauerraud. Die Theater geben, wie gewöhnlich, Vorstellungen reu a " m'0Cn an' ,6a6 "°ub deute Die Occupativn des Quartiers^der ChainpS Elpsees in Paris aufhört. Das Sieele sieht in Den scheinbar Zuges,and- n^e entbaU(nben Artikeln der Friedenspräliminarien eine versteckte Fall- ^und so Sl &Ä ziehenden Truppen befehligen wird. Ein Tagesbefehl Des Admirals Eballie em p|te,lt Den «a,rosen , die Berührung mtt dem Feinde zu vermeiden uno 7ch ruhig zu orrbalten. u-ber die Vorgänge in der Nackt vom 26 auf den 27 -2" L Kriegsnachrichten. ^ Festung Belfort wider Erwarten durch den FriedenSschluß nicht in b utf^enr .Scj1$ D.roieiben wird, theilen wir zur Orientirung mit, was Der mil-° ^^r'chllritatter der „Schl.sischen Zeitung" schon vor einiger Zeit, als sie noch nicht in unseren Händen war, über diesen Punkt schrieb. Seine Auslaffuna lautete: " ö 'ft und ) echt Sollte auf Den Erwerb von Belfort vielleicht schließlich verzichtet werden müssen, so wurde uns Das Damit zu bringend- Opfer als ein unschwer zu vcr- "seinen. Die Lage Der Festung inmitten Des natürlichen Tdores, teeld^s sich zwischen Den Vogesen und dem Jura öffnet, und Den oberen Elfak J O gnon und Des Doubs verbinDet, gibt Demselben zroar rrategisch- Wichtigkeit, dennoch aber möchten wir davon abmahnen, dieselbe zu uber chazrn. Aller Voraussicht nach werden die fran;ö(ifd)en Gebiete an den o ‘i" °uck in einem künftigen Kriege immer nur ein fecuuDäres uperationsgebtet Hilden, aus welchem Grunde schon Die Bedeutung von Belfort f Jf n ) th 11A am 'T\ - _« r < * l - , . , _ werden darf. Ein! Der laun ™ ” .I)tuird,lanC un0 Jranfreiep ist kaum denkbar, in welchem das an t-äisch-n Sinne b m H^ptariion entweder von deut- halb 9 Uhr den Jndustriipalast besetzt, ein Einfall in's Elchtz peabllcktmt w l “ ‘‘t Z" ' °°", s^nzöfi-cher Piare de la Concorde. Das nenaii bleibt dann immer u ®UrDe- 3n Bezug auf die letztere Eventualität K, feiner »an Bfn"nigen fe?t“ ’Dimensionen nach dPflen das obere (irnr, J, -? §fn w icher bet einer Ossensio'Uaterneh auna X.. Ä“«‘.är fguarT**.*** - B-sancon Diefelben und wohl noch .f«* °>n"-'-nden Falles Besitz von Belfort für em- L,7r * Dl,n|1< iu lc,|}fn »»mögen. Daß der Offensive < 2% fübrenDe Dennoch wollen wir auch feines»eas Wi»L Man Der sich hi» freien Bahnen wegen für'uns* in hohem Grade wünsch"^.' tat w. * 5 StB" rhiksö, «Will* en»oil eii“lt(' ausbtu* 1 uii» ««•«' ein SW «!' S'i*“1 ta. 8I’ lanV «W1 ter M wch b# balö 6it Wütigen mirC äußerße MilW Ka „3 ihkile ihre litt Möge die Lander ßc Dai am letzieii angtnomir Besor Lie 3 e 714) 9 Cberfteuer 1. b. Ml- aus Schl tzihrbM? M Aach Glrtzri Groh V Bkksteig 699) 5 straßeu ii W Iff flehend in tollen m Orten, die Wer und zwa in dem j M. füi w ~ ß II. in dem j Menses M, von die Stroh Nr. 110,bi . m 'N dem Ha berufen, fü °urg, von IV. Statt ÜB btratze at u * Wife Hh mA S'M 9h' uo. In v 1 S ; "««9?, Börsennachrichten. 2. Marz 1871. Preu38. 4V20 0 Oblig. 94 V4 Frankf. 3*/2°/u ObL 8°3/ä Nass. 41/2° 0 Obi. 941/4 Kurhyss. 4°/q „ 8272 Gr. Hess. 5"/o Obi. 101 Vg „ n 4% " 93-/4 „ n 3>/20/ü n - Bayer. 5% n r 4>/2 0/0 1jährige 9C-/g „ 40/0 1jährige 88 Wiirtemb. 4-/2"/o Obi. 93Vs Baden 41/g°/o Obi. c. E. L. 93*/4 Oesterr. Silberrente 56 „ Papierrente 48*/2 „ 50/0 M. steuert. — Araerik. Bonds 1881r 100-/2 „ 1882r 963/4 n 1885r 96J/e n 1887r 963/b Spanier, neuest. 3°/o 30-/16 . Action. Frankf. Bank 133 Frankf. Vereins-Kasse 1043/4 Varrast. Bankact. 326 Wien Bankactien 692 Galizien 237 Aelleu. Oeet. Creditact. 241 50/v- östr. F. St. E. B. 363 3/4 Lombard. Bahn 170-/2 Ludwigsh.-Bexbach 165 Maxbahn 1091/4 Bayer. Ostbahn 1245/s Hess. Ladwigsb.-Act. 140 Alsenzbahn-Actien 85'/4 Oberhessen n 68-/8 Prloritäle 11. 3°/q oster. Stsb.-Prior. 55-/2 3°/0 öst. s. Lombard 73 30/o Livorneser 315/ö 5°/0 Toscaner 50 5% Elisabeth.-Prior. 77 do. II. Eraiss 75__ Anleliensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 645/8 Nassau 25 fl. 88-/2 40/0 bayr. Präm.-Anl. 108 Ansbacher 7 fl. 12 40/g badische Loose 108 Badische fl. 35 Loose 61 Oestr. fl. 250 v. 1854 70 1858r Prioritätsloofle 156-/4 1860r Loose 77*/2 1864r „ 117 Braunschweiger 165 b Stadt Madrid 21-/8 _______ Weclisei. Xmsterdara k. S. 100-/4 Augsburg k. 8. 99 7/s Berlin k. 3. 105 Bremen k. S. 97 Cöln k. S. 1047/». Hamburg k. s. 88'/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. H^/s Lyon k. 8. — Paris k. 8. 91-4 Wien k. 8. 95-/2 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 3-'2°/o G. Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 447/g-45- 6 Sächs. „ — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 57-/2—58-/2 Pistolen . . 9 43—45 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. 10St. 9 54—56 bucaten . . 5 35—37 20 Frankens!. 9 25* >—26-/2 Engi. Sover. 11 55—59 Rass. Imper. 9 43 — 45 Dollar in Gold 2 27—28 tfne läntttre Rk°c und schloßt fciefelbe mit Hock« auf Kaiser, Armee, Bismarck, da« deutsche Vaterland. Die ganze Börse stimmte jubelnd ein. A Qnnijon 1- März. Die Times theilt über die FrtedenSverhandlungen mit* Die Debatte dauerte am Freitag 81 /2, am Samstag 5l/2, qm Sonntag 5 Stunden bevor Thiers unterzeichnete. Metz war der schwerste Schlag für Thiers der nabe daran war, den Krieg fortzusetzen, ehe er unterzeichnete. Er Ekllirte vergeblich an den Kaiser und an den Kronprinzen. Bismarck war unsittlich Der Schluß der Sonntagsverhandlungen war stürmisch. Bismarck war unwohl und wurde ungeduldig; er stellte die Alternative: Unterzeichnung oder Schluß der Verhandlung, und Tviers mußte un'erzeichnen, wenn er einem W-eder- ausbruch des Krieges vorbeugen wollte. Der Kaiser sandte nach dem Kronprinzen und umarmte ihn mit Thronen in den Augen. 4- BeterSbura, 1- März. Das Journal de ©L Petersburg veröffentlicht “ 5e6ruar 187l. ©rünberß stehend in: 1) Stemfahren, 2) Steinschlagen und 3) Handarbeiten, lollen an den nachbenanntert Tagen und Orten, jedesmal Vormittags 10 Uhr, an die Wenigstnehmenden versteigert werden, 704) Ein gutes Zugpferd, 8 Jahre alt, ist zu verkaufen. Auch können eine einspännige Ehaisc und ein LÜagcn abgegeben werden. Näheres bei der Expedition d. Bltts. ________________ 694) Ein Garten am Riegclpfad ist zu verpachten. 9iäheres bei A n d r P lauf Wittwe auf dem Kreuz. und zwar: I. Mittwoch den 8. Marz, in dem Hause des Wirths Carle zu Lau- hnrh, für die Straße Hessenbrücken Hammer —° Gedern, von Nr. 116 bis Nr. 162. II. Donnerstag den 9. März, in dem Hause des Wirkhs Hofmann zu FrefcnseeN', für die Straße Gießen — Hers- fdb, von Nr 98(9 bis Ni. 110; und für die Straße Flensungen — Laubach, von Nr. 110,0? bis Nr. 153,98. III. Freitag den 10. Mär», in dem Hause des Wirths Müller zu Geilshausen, für die Straße Grünberg — Marburg, von Nr. 87,5 bis Nr. 141,8. IV. Montag den 13. März, in dem Nachhause zu Grünberg, für die Straße Gießen — .Hersfeld, von Nr. 54 bis Nr. 98,9; und für die Straße Grünberg — Hungen bis Nr. 97. V. Dienstag den 14. März, im Gasthaus zum Hefsenb'ücken Hammer, für die Straße Grünberg — Hungen, von Nr. 97 bis Nr. 109,23 und 1775 bis 217,57; und für die Straße Hesseubrücken Hammer — Gedern bis Nr. 116. VI. Mittwoch den 15. März, in dem Hause des Wirths Philippi zu Ruppertenrod, für die Straße Gießen — Hersfeld, von 110 bis Nr. 156; und für die Straße Ruppertenrod — Ulrichstein bis Nr. 140. L. Hahn, Bezirksbauaufscher. Versteigerung. 700) Jm Auftrag des jetzigen Besitzers der ehemaligen Wirth Kliebe'scheu Hof- raithe zu Wieseck, sott dieselbe in der schönsten und vortheilhaftesteu Lage des Orts und zu jedem Geschäft sich eignend, bestehend in Wohnhaus, Scheuer, Stallung, Hofraum, großem Garten mit einer großen Halle, Montag den 20. d. MtS-, Mittags um 3 Ubr, auf dahiesigem Rathbaus öffentlich meistbietend versteigei t werden- Auf ein annehim bares Gebot wild die Genehmigung sogleich ertheilt- Die Hofraithe ist auch aus der Hand zu verkaufen. Wicseck, den 2 März 1871- Grobherzogliches Ortvgencht Wieseck. Lang. Brodlitftrung. 685) Montag den 6. März d. I, Vormittags 11 Uhr, wird die Lieferung des Brod es für bie Garnison Gießen einschließlich der Kriegsgefam denen, auf das U. Ouartal d- I- mittelst Soumission vergeben. Die Lieferungsbedingungen liegen aus dem Bürcau der Garnisonverwaltung tn der Zeughaus-Easerne zur Einsicht offen. Gießen, den 1 März 1871. Kalbfleisch, Stabsguartiermeister. ^lrbeitöversteiqerlmg. 701) Dienstag den 7 März, Vormittags 11 Uhr, sollen auf der Rathstube zu Reiskirchen nachfolgende, bei der Erbauung der Psarr Oeeonomie-Gebäuden vorkommenden Bauarbeiten öffentlich wenigstnehmend ver- 681) Sehr guten Limburger Käse, Prima - Qualität, das Pfund zu 18 fr, empfiehlt Gg. Schmebl, am Brand. 710) Rothen, weisien, Luzerner Kler- samen und GraSsamen empfiehlt Emil Pisto r. 316) Der Unterzeichnete offerirt beschlagene Flosthölzer in allen Dimensionen, sowie auch Hochkant, den Eubikfutz frei Bahnhof hier zu 20 kr. Zimmerarbeiten übernehme pr. laufenden Fllß yu 1-/» kr S- Katzenstein (HolchandluMtzl 712) Eine Stubenthür mit Bekleidung und Beschlag zu verkaufen-. Georg Unverza gl. 400) Sechs Rohrsliible und drei Paar Fensterläden sind in Vit. B Nr. 116 zu verkaufen- Buckskin- und Manufaktur- August MontauuS Nr. $ Bestell Oonnenl / führen Es des Farbwaarcn - Handlung von Emil Fischbach DlockchvcoLade. in Würfelzucker. st. Reisstärke. v (671) zu bezie in. H. M. Jughardt. (676) L. Gail, Mäusburg. $ ethe R. Par. Zoll. Redact ion, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. rmi etd niederste mittlere . empfiehlt eich einem geehrten Publikum bestens. 0,36 0,05 9,2 1,17 1,35 Giessen (Seltersweg) -Lager in eicht italienischen r Teigwaaren, als: Maccaroni, Vermicellis und Suppcntci c. ist und eine änderet ®iej Julienne, (getrocknete Franzosen- suppenkrüuter). /02) Ein junger Mann wünscht des Abends schriftliche lkaufmännische) Arbeiten zu übernehmen. Gefällige Offerten sub R. 5 werden an die Exped. d. Bltts. erbeten. Rosinen, Corinthen, Mandeln, Citronen, Citronat, Orangeat, gestoßenen Zimmet und gestoßene Raffinade. Die An tie französisch Niekulage gr Hoffnung entfc ^iegSgliiclS z< $nnt>[tligffikn miltel kes Lan RR haben tionalvusaniinli tamit fübstyni tie Annahme' nngenominkn' Es sind md unvarteiisl Eiegelg x Dedingungen s ^gncrö und l diese Erfolge e Hochachtungsvoll Cdnard Spier Sonntag den 5. März d. I, Nachmittags 4 Uhr, pnbet im Gasthofe zum Einborn eine Generalversammlung der Leichcncasse-Ge- sellschaft Statt, wozu die Mitglieder hiermit eingeladen werden. Tagesordnung: 1) Abhör der Rechnung für 1870, 2) Ergänzungswahl des Vorstandes, 3) Verathnng über die §§. 27 und 11 der Statuten. Gießen, den 27. Februar 1871. Im Auftrag des Vorstandes: Georg Schmitt. 61) Häckselmaschinen, Dickwurzmühlen, Oelkuchen- brecher der verschiedensten neuesten Construction, stets vorräthig bei Georg Nenzel iMaschinenfabrik.) )4) -3t Jlai 5F bei 2) jen Generalversammlung der ^richriicnsse-GeftUschaft dahier. Frachtbriefe für die Main Weser-, EölwMindmer und Oberhessische Eisenbahn, sowie fan uitliche zollamtliche« Formvlare, sind zu hoben bei W. Klee, am Markt. Bel Beginn der Saison können Lehranstalten, Bade Etablissements, Hotels, Handlungen aller Art rc. 2C- die üblichen Halbjabrsan-eigin nicht wohl zweckmäßiger, billiger und mit weniger Mühe besorgen als druck) die erprobte Vermittelung der Ah noiiceii-ExpediÜoii von G. V. Darbe & Comsi. in “ Frankfurt a. 1U, München, Nürnberg Augsburg. Würabin g, Stuttgart, Mainburg Brüssel. Bern. Au- fubrliclu- Zeitungs-Verzeichnisse steben graus und franco zu Diensten. ftSängerkranst! 715) Die auf nächsten Sonntag am 5. März bestimmt gewesene Abcndnnterhaltung wird 8 Tage später, Sonntag den 12. Marz, im Leib'schen Saale ab- gehalteu, was hiermit, statt besvudcrer Meldung, zur Kenntniß der Mitglieder gebracht wird. Der Vorstand. Temperatur in Gießen, Februar 1871 : ............— 13,5° General - Versammlung Krankenunterstützungs-, Sterbikasse- und Willwenunterstützungs- Nereins Montag drn 6. März, Abends 7 Uhr, im Locale des Herrn Friedrich Führer. Tagesordnung: 1) Abhör dcr Recknnng sür die Zeit vom 1. Zuli 1869 bis Ende 1870, 2) Ergänzungswahl des Vorstandes. Gießen, den 19. Februar 1871. Der Präsident: Dcmuth. Strohhüte werden von jetzt an zum Waschen und Umändern angenommen. Mittel früherer Jahre.......... höchste............... Niederschlag: an 11 Tagen...... . „ im Mittel früherer Jahre: an 11 Tagen Gesch äfts - Empfehlung. 654) Ich beehre mich, einem hiesigen und nuswänigen Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich unterm Heuligen Tage eine ^Brod-Bäckerei" errichtet habe und indem ich mich hierin btstens empfehle, mache ich gleichzeitig darauf aufmerksam, daß ich den Verkauf zur Bequemlichkeit der resp. Abnebmer an den Herrn Carl Sony, Neuenweg, sowie an die Frau Condilor Appel, NtUstadt, übertragen habe. Ebenso findet der Verkauf in meiner Wohnung, Asterweg, sowie in der Bäckerei, Löwengasse, statt. Indem ich nun hoffe, recht zahlreich mit Besuchen beehrt zu werden, verspreche ich stets eine gute und gleichmäßige Waare zu PreiS mit N i a. 6197) Die Vermischt«? Anzeigen. X03) ?ür Jinc" jungen Mann von 16 S«bien , der die erste Classe in einer Realschule dm ^gemacht hat, wird bis zu Vsina- steu eine Lehisttlle in einem solchen Geschäft gesucht, worin er sich tüchtige kaufmännische nnd namentlich Waarenkenntnisse erwerben konnte. Gefackige Offerten unter Nr. 703 besorgt dre Exped. d. Bllts. 692) Einen guten Schuhmachergeiellen sucht Philipp Becker, Weidgasse. W R Oijm i« i|)i |i( i« dich in W wd) ln Wenn d i" Ttßkht ßkk 6^gtn früher ni,P ,n großen haben. H ««B mut« ™ Hai? M ■tln»ütOe, to.n Mülmm «J» «knre. Au’n । ftititm !*». ät r-A »ä •* »«?•«» 717) Ein 3immer mit Cab net, möblirt oder u möblirt, ist zu vermiethen. Seltersberg h. 3, im 1. Srock. Chocolade, Arrac, <7 Rum, Cognac, 0 Punschessenze, Malaga,X Madeira, Sherry, 8 Kirschwasser und feinftev holländische Liqueure. x Extrasein. Birnengelee.x Italienische Maronen. £ Champignons, X Trüffeln, Sardines x a l’liuile, Caviar, X Mixed-Pickles. 8 Condcnsirte Milch von^ der Anglo-Swiss condensedX Milk - Comp. in Cham 8 (Schweiz). v Bade-, Fenster- und 8 Pferdeschwämme. 0 Brünellen, X Tafelmandeln, 8 Tafelrosincn. x 677) Wegen Geschäftsveränderung sehe ich mich veranlaßt, mein Tuch- waarcnLager gänzlich zu Fabrikpreisen alisznverkaufen. Muster werden während dem Ausverkauf nicht ausgegeben. Gießen, den 1 März 1871. Agenten Gesuch. 706) Für ein Oelfabrik- und Pctroleum- geschäft wird ein tüchtiger Agent für Gießen und Umgegend gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 708) Ein in der Casseler Industrie-Lotterie gewonnener prachtvoller Tisch, im Werthe von 350 fl., ist bei Unterzeichnetem nur einige Tage zur Ansicht ausgestellt. __Karl Fuhr, Kirchenplaß. Eicrgcmüsc- iSpecerei-, Material- und Eicrsnppcnnudcln. ! d Für Auswanderer. 25k . 593) Tie Haupt-Agentur von C- W. Dietz am Markt in Gießen expedin wöchentlich mehrmals mit den vorzüglichsten Post-, Dampf- und Scgel-Schiffcn nach allen Häfen von Amerika und Australien. Preise billigst, Behandlung anerkannt reell. Tic Saumihlmdlmlg „zum stcincrncn Hans" von Georg Andreas in Frankfurt a. M., Markt 44, hält ihr Lager in allen Gattungen Eemiisc-, stindwirthschaftlichcn-,Wald-LBlilincn-Samcn en gros dc en detail unter Zusicherung reellster und billigster Bedienung bestens 8 empfohlen. — Cataloge gratis & franco. (716) 680) Ein Logis von 3 Zimmern und sonstigem Zugehör ist zu veimiethen bei K. G er tipp, Kirchenplatz. 421) Im Cafö Ebel ist ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und Zubehör, pr. 1. Mai beziehbar, zu vermitthen. 713) Ein großes und ein kleines Logis ist zu vermiethen. Georg Unverzagt. 682) Zwei Zimmer zu vermiethen bei Fr. Stooß, Asterweg. VermLethungen. 705) Der untere Stock meines Hauses am Zinßer'scbcn (harten, sowie ein Theil der Mansarde, ist zu vermiethen. W. Gaq uotn. 510) Ter dritte Stock in unserem neuen Hause in der Alicenslraße ist mit nöthigem Zubehör zu vermiethen. Adami & Schwaab. 4911) In dem H a st'schen Hause in der Schloßgasse ist der seither von Herrn von St. George bewohnte zweite Stock anderweit zu vermiethen. D ornsciff. 615) Ein kleines Familienlogis und ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermie- ^heu^und alsbald beziehbar, ^teuenweg 7 1) Tas seither von Herrn Revisor Gerch bewohnte Logis, auf die Straße gehend, ist zu vermiethen und am 1. Mai 689) Für einen kleinen Haushalt wird ein anständiges Mädchen gesucht. Auskunft ertheilt Georg Malkomesius in der Neustadt. 556) Im unteren Riegelpfad wird ein Garten zu pachten gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 652) Geübte Cigarrenarbciter für bessere Sorten werden gegen hohen Lohn gebucht von August Philipps S» Söhne, in Offenbach a. M. 695) In Lit D. Nr. 39 wird ein Mäd- chen gesucht, das kochen kann und alle häuslichen Arbeiten versteht. 707) In eine hiesige frequente Wirthschaft wird ein Zapfjunge zum sofortigen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 668) Ein braves Kindermädchen wird gesucht. I. Noll, Goldarbeiter. 670) Ein junger Mensch kann das Glasergeschäft erlernen bei Glaser Harz, in der Neustadt, in Gießen.