Elchen im, ’M uh velche llbcnben, eii rcins. ilt ' /mt-rsemchg. ckmann. f| M ich mich :i^rfn Zuspruch. Herrn Schlosser an Soll oannah, Sau re. mit ben be- n. ter Hamburg- t über die Hasen ?erm Platze Ame- Äuskünste, Erb- lscls jn 1 kchwaarrn werben erarbeitet, Separe-- Jorgt bei Mt. ufik T^. ^ony. !n auswärts Mvichl tmdermbchm. 31^ pj-lwien wirb sofort n'.äberg B- 67- ___ i) Srnftltütubt Tannjtab1' ® M d)dft5am* äSSg SS- ■/•ciantrt unter der zur 3itf«g -4 Vie niit A [xppdilioo ; > w Ai,.r>.-hen, Nirn- Sarg, St»'-- ",ir j u®t Bem- ,(,n' Main. r< SucL I» r L ,u«qJ । tu "L. r- . E Gießmer Aryeigtr. Anzeige- und Amtsölatt für den Kreis Kielen. Ne. 22N. Dienstag den 3. Octobcr 1871. BeKeilrmgerr auf deu CStejemr MnzergeV bet allen Post-Exve^itlonen ur^ ben Land-Postboten entgegen genommen. ffiw™wwwiMisaamM*aaiMMg ■■■iinMMiiiiiMMii—mriwm«i————»«■■—““g"*—"gg™™*“t”6™1* Amtlicher T h e i t. Bekanntmach u n g. Betreffend: Stipendien für den Besuch einer Ackerbauschule. Der landwirthschaftliche Bezirksverein Gießen hat beschlossen, zum Bestich der Winter-Ackerbauschulen, welche sowohl zu Darmstadt, als zu Kricdbera am 1. November d. I. für das Winterhalbjahr eröffnet werden, durch Aussetzung von Stipendien anzuregen, die im einzelnen Falle sich bis auf 50 ft. belaufen können. Diese Winter.Ackerbauschule» sind für junge Männer bestimmt, deren künftiger Beruf die Landwirthfchaft sein wird und die das 14. Lebensjahr zurückgelegt haben müssen, aber keiner anderen Vorkenntnisse bedürfen als wie sie die Volksschule gewährt. Mit Bezug auf die in Nr. 170 des „Gießener Anzeigers" abgedruckte Bekanntmachung des Herrn Präsidenten des landwirthschaftlichen Vereins von Starkenburg und auf die in Nr. 227 des „Gießener Anzeigers" abgedruckte Bekanntmachnng des Curatoriums der Friedberger Ackerbauschule werden daher die Eltern rc. junger Leute, welche Letzteren eine tüchtigere Ausbildung in ihrem künftigen Beruf durch den Besuch einer Winter-Ackerbauschule verschaffen und dazu die von dem landwirthschaftlichen Bezirksverein dargebotene Beihülfe in Anspruch nehmen wollen, aufgesordert, ihre Anmeldung bis zum 13. October d. Z. an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. Gießen, den 30. September 1871. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen: v. Starck. $ möglichst bekannt wird. Gießen, den 22. September 1871. Großherzogliches Kreisamt Gießen. In Verhinderung des Kreisraths : Kekulö, Kreisassessor. Großherzogliche Polizei - Verwaltung. Nover. Polizeiliche Bekanntmachung. Bei einer wegen Diebstahls und Bettugs schon oft bestraften und dermalen wieder verhafteten Frauensperson haben sich gefunden: 1 silbernes Theelöffelchen, 2 Schlüssel und 1 Tischtuch, welche Gegenstände höchst wahrscheinlich in hiesiger Stadt gestohlen worden sind. Wer Ansprüche an dieselben erheben will, wolle sich bald bei uns anmelden. Gießen, den 29. September 1871. Bekanntmachung. Auf Ersuchen der Großherzoglichen Commission zur Prüfung der Ansprüche ans Frankreich ausgewiesener Hessen bringen wir Nachstehendes hiermit zur Kenntniß der Interessenten. Die Feststellung und Ueberweisung der auf das Großherzogthum entfallenden, durch Neichsgesetz zu Beihülfen an Ansgewiesene bestimmten Summe ist vor Kurzem erfolgt und wird die Auszahlung der auf die einzelnen Anmeldungen bewilligten Beträge mit thunlichster Beschleunigung zu Ende geführt werden. Bei der großen Zahl der Anmeldungen kann jedoch, ungeachter bereits ein beträchtlicher Theil derselben geprüft und ausbezahlt worden ist, die Erledigung der der genannten Commission obliegenden Ausgaben immerhin noch einige Wochen in Anspruch nehmen. # Die Auszahlung der bewilligten Summen erfolgt in der Regel durch die betreffende Dtstrtctsetnnehrnerer und werden die Liquidanten von der erfolgten Zahlungsanweisung jedenfalls benachrichtigt werden. In keinem Falle haben dieselben, auch wenn ihre Ansprüche bereits geprüft und der Hauptstaatskasse zur Auszahlung überwiesen sind, bei persönlichem Erscheinen m Darmstadt vor Der obenerwähnten Commission sofortige Befriedigung zu erwarten und wird daher vor der Auswendung vergeblicher Retsekosten hrermrt eindringlichst ab gewähnt.^ besonders begründete Erinnerungsvorstellungen kann keine Rücksicht genommen werden. . Machen in einzelnen Fällen dringende Verhältnisse eine vorzugsweise schleunige Berücksichtigung nothwendig, so haben die betteffeuden Liquidanten ihre bezüglichen Gesuche bei der Bürgermeisterei ihres Wohnorts vorzribringen oder einzureichen, von derselben attestiren und durch deren Vermittlung an uns gelangen zu lassen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises wollen sich hiernach bemessen und dafür Sorge trage», daß Vorstehendes unter den Betheiligten 2. Oetober. größere Goldmünzen zu schlagen als 10-Guldenstücke (zum Werthe von nur 3% Die Wahrscheinlichkeit, daß über die deutsche Münzfrage schon in der nahe Thaler). Wenn da« Reichskanzler.Amt sich mit dem preußischen Finanz-Ministerium bevorstehenden ©elften de« Reichstage« eine Entscheidung getroffen werden wird, in den allernächsten Wochen über eine Vorlage für den Bunvesrath verständigt, ist in lebtet Zeit bedeutend gewachsen. Man hat in den betreffenden Regierung«- wird al«dann die Erledigung der Münzfrage noch in der diesjährigen Reichstags- kreifen dem günstigen Eindrücke Rechnung getragen, welchen die eröffnete Aussicht sesflon vornehmlich nur davon abhängen, welche Stellung die süddeutschen Regie, aus eine so baldige Erledigung der Münzreform geäußert hat. Der Wunsch nach rungen zu ter Vorlage einnehmen werden. Ungern wird von bte|en auf den einet Beschleunigung dieser Reform ist so allgemein und dringend, daß seit den direeten Anschluß de« neuen Münzspstem« an eine Goldmünze in genauer lieber- Verhandlungen des voltswirlhschasilichen Cvngresse« in Lübeck die mancherlei Pro- einstimmung mit 25 Frane« Gold verzichtet werden; aber wenn sie die« thun, jeete welche durch Berücksichtigung einer rem metrischen Münzeinheit oder eine- so fraßt e» sich, ob ihrerseits nicht um so nachdrücklicher die Annahme einer all- Anschlüsse« an bestehende ausländische Munzspsteme im Interesse internationaler gemeinen Rechnungseinheit im Werthe de« österreichischen Gulden« statt der Hälfte Münieiniaung eine alsbaldige nationale Münzreform umständlicher zu machen und diese« Werthe«, de« Drittelthaler«, gewünscht werden sollte. Welche« Spstem auch weiter hinauszuschieben drohen, nur n^ch wenig Beachtung wehr finden. Dem schließlich angenommen wird, immer wird die größte Belästigung und Schwierig. BondeSrathe wird vermuthlich vom Reichskanzler - Amte der Vorschlag auf Basis feit de« Ueberganges zum neuen Epstem auf Suddeutschland fallen, weil die bis- der Werihrelation de« Gölte« zum Silber wie 1 : 15.5 gemacht werden, den herige dortige Rechnung zu Gulden im Werthe von 4/r Thaler und erngetheilt Drittelthaler unter der Bezeichnung Gulden, al« künftige gemeinschaftliche Rech- in 60 Kreuzer sehr schlecht paßt zu Rechnungsemheiten von % und i/3 Thaler nungseinheit mit Theilung in 10 Groschen ä 10 Pfennige, anzunehmen, so wie mit Decimaltheilung. Wird Seiten« der süddeutschen Regierungen gegen die zu Ausprägung von Goldmünzen za 10 und 20 Gulden, also im Werthe von 3*/3 erwartende Vorlage de« Reichskanzler-Amte« im Bundeirathe in ihren leitenden und 62/, Thaler bisheriger Wahrung. Diese« Letztere soll jedoch noch nicht fest- Grundsätzen starke Opposition gemacht, dann ist wohl kaum auf eine Erledigung stehen, ta von einigen Seiten die Ausprägung von 15. und 30-Guldenstückeu, der Prtneipien der Münzreform in der bevorstehenden Reichstagsfession zu hoffen; also im Werthe von 5 und 10 Thaler bisheriger Währung, angerathen wird, aber die in Südteutschland bei Weitem stärker vorherrschende Sehnsucht, endlich wobei ohne Zweifel die Motive obwalten, daß durch diese Münzsorten der Ucber- zu einem festen und einheitlichen Munzwesen zu gelangen, ist auf der anderen gang von dem alten zum neuen Münzspstem und von der Silberwährung zur Seite gerate für die vier süddeutschen Staaten ein mächtige« Motiv, die Münz- Goldwährung erleichtert werde, und daß es technisch vorthetlhaster fei, etwas reform möglichst zu beschleunigen. + Die Friedens- und Freiheitsliga, welche die Freiheit allein in der republikanischen Staatsform gesichert hält und aus diesem Grunde auf den Umsturz aller politischen Institutionen der Gegenwart hinarbeitet, würde uns, hätten ihre Bestrebungen Erfolg, keine Vermehrung der Freiheit, sondern den schrecklichsten Despotismus, den Despotismus der auf die schlechtesten Leidenschaften der Menge spcculirenden Dolksdemagogen bringen, von welchem uns die Pariser Commune einen Vorgeschmack gegeben hat. In Deutschland die Republik Herstellen wollen, würde nicht blos den Umsturz unserer monarchischen Institutionen, sondern auch den Steg der Social-Democratie zur Voraussetzung haben muffen; bei der Allianz des politischen Radikalismus mit dem Socialismus würde aber nicht der erstere, sondern allein der letztere reüssiren, mithin die Tendenzen der Männer der Friedens- und Freiheits-Liga gar nicht einmal zur Geltung gelangen, diese Liga vielmehr von dem Strome der socialistischen Bewegung vollständig hinweggeschwemmt werden. Ganz abgesehen nun aber von diesen unvermeidlichen Folgen einer republikanischen Agitation brauchen wir nur einen Blick auf die bestehenden Republiken zu werfen, um zu erfahren, ob denn wirklich in diesen Republiken die freiheitliche Entwicklung prosperirt Was wir in dieser Beziehung in den Vereinigten Staaten von Nordamerika und in Frankreich gewahren, kann doch wahrlich keinen Reiz zur Nachahmung auf und ausüben. In Nordamerika ist die persönliche Freiheit und Sicherheit ungleich weniger garantirt als in Deutschland, während die freie Bewegung des Einzelnen auch hier ebenso wenig behindert wird, als dort; die Verwaltung der Justiz ist in den Vereinigten Staaten bekanntlich mit entsetzlichen Mißbräuchen behaftet, die Bestechlichkeit ist dort noch mehr als in Rußland an der Tagesordnung, die Korruption des BeamtenthumS überhaupt hat dort einen Grad erreicht, der uns für die Zukunft der Vereinigten Staaten die ernstlichsten Besorgnisse einfloßt. Was Frankreich anlangt, so erscheint eS nahezu überflüssig, auf die Zustände dieses unglücklichen Landes hinzuweisen; wir wollen nicht davon reden, daß in Frankreich nichts sicherer ist, als die Unsicherheit, daß dort der stetige ruhige Fortschritt fast ausgeschloffen erscheint, wir wollen nur constatiren, daß die ärmeren Gesellschaftsklassen unter der gegenwärtigen Republik ungleich harter besteuert und überhaupt weit mehr gedrückt werden als in Deutschland. Die Herrschaft des Schutzzollsystems und der unbeschränkten Kapitalsmacht in Frankreich sind wahrlich feine Verlockung für unsere Nation, die republikanische Staatöform auf das Deutsche Reich zu übertragen. Die Schweiz aber mit ihrem immer noch vorherrschendem Kantönligeist, mit ihrem Prügelsystem und ihren Urkantonen als Vorbild dem Deutschen Volke hinzustellen, das wäre doch in der That zu absurd. — Die Propaganda der Friedens- und Freiheits-Liga für die Republik wird also angesichts deffen, was wir tagtäglich in den bestehenden Republiken sehen und im Hinblick auf das, was wir in jüngster Zeit erlebt haben, gewiß von keinem großen Erfolge begleitet fein. f Ncht blos in der Provinz Hannover ist die Unzufriedenheit im Zunehmen begriffen, wie aus der Haltung der dort erscheinenden Journale heroorgeht, sondern auch in Hessen Nassau erhebt die particularistische Partei wieder kühner ihr Haupt. Dieselbe hat jüngst in der „Oberhessischen Zeitung" in Marburg, welche früher den preußischen Offiziösen zu Gebote stand, ein Organ gewonnen, das für die Herstellung des ehemaligen KurfürstenthumS agitirt. Die vom 15. October in'S Leben tretenden Postmandate, mittelst welcher das Inkasso von Geldsorderungen (Rechnungen, Wechsel, Coupons u. s. w. namentlich auf Nebenplätze in sehr bequemer Weise bewirk! werden kann, ist mittels Veroidnung des Reichskanzlers zugleich in Elsaß - Lothringen eingeführt. Demgemäß werden auch im Verkehr zwischen Norddeutschlanv und Elsaß - Lothringen vom 15. October ab die Postmandate zulässig sein. Wegen Ausdehnung der Einrichtung auf dem Verkehr mit Süddeutschland hat das Hauptpostamt sich bereits mit den betreffenden Postanstalten in Verbindung gesetzt. Die widersprechenden Nachrichten in Betreff der in Berlin Statt findenden Vorbereitung eines Gesetzes zur Einführung der Civilehe veranlassen die national- liberale B. A. C., sich für die obligatorische Civilehe auszusprechen, aber für Er- laß im Wege der Reichsgesetzgebung, nicht der preußischen Landesgesetzgebung. „Wir machen uns über den Gang dieser Angelegenheit", schreibt sie, „keine Illusion. Die Mehrheit des preußischen Abgeordnetenhauses neigt zweifellos zur obligatorischen Civilehe, und dies ist auch der einzige Weg, den ultramontanen und kirchlichen Anmaßungen entschieden entgegenzutreten. Im preußischen Herren- Hause hat aber Die obligatorische Civilehe keinerlei Aussicht auf Erfolg; selbst Die rein fakultative Civilehe würDe Dort einem erheblichen WiDerstanDe begegnen. Dennoch glauben wir, daß die preußische Negierung sich nicht wird erwehren können, das Gesetz im preußischen Landtage zu betreiben. Sollte sie Dort auf unüberwindlichen Widerstand) stoßen, so würde freilich nichts Anderes übrig bleiben, als abermals wie btt anderen Gelegenheiten Die Reichsgewalt zur Hülfe zu rufen unD Durch ein Reichsgesetz zu lösen, was bei Dem widerspruchsvollen Zustande Des preußischen Parlamentarismus nicht zu erreichen ist. Die ReichSgesetzgcbung wird um so mehr ongerufen werden müssen und auch angerusen werden können, als in Bayern die V rhältnisse wo möglich noch Dringender in Die gleiche Richtung weisen. In Bayern ist bei Dem hest gen Kampfe innerhalb Der katholischen Kirche Die Einführung der obligatorischen Civilehe unvermeidlich. Auf Der anderen Seite hat aber bei Der jetzigen Zusammensetzung Der bayerischen Zweiten Kammer ein Besitz über Die Ciotlehe eben so wenig Aussicht auf Erfolg wie im preußischen Herrenhause; ja, in Bayern ist zur Zeit Die Lage noch schlimmer als in Preußen, weil ro;t b.ide Kammern des Landtages in geschloffener Opposition gegen Die Regierung stehen. Demnach werden Die Interessen Der beiden meistbetheiligten Staaten ganz zusammenfallen; von Den übrigen MitglieDern des Reiches ist unter diesen Umständen keine Opposition gegen Die Uebertragung Dieser Aufgabe auf DaS Reich zu erwarten. Es bleibt dahingestellt, ob schon im nächsten Reichstage vielleicht aus parlamentarischen Kreisen em Reichsgesetz über Die Civilehe angeregt werden wird. Gew ß aber scheint' diese Lösung unvermeidlich, sobald in Preußen und in Bayern Die LanDeSgesrtzgebung fruchtlos angerufen sein toirD." Es mag diese Lösung noch einige unD vielleicht geraume Zeit auf sich warten lassen; schließlich aber wird schwerlich etwas Anderes übrig bleiben als Die allgemeine Hinübernahme Der rheinischen Civilehe unD CivilstandS - Registerführung in Die Gesetzgebung des Deutschen Reiches. Wie Der Echtes. Ztg. von Berlin geschrieben wird, soll begründete Aussicht vorhanden sein, Daß mit Der Rückkehr Des Kaisers nach Der Residenz und noch vor Eröffnung des Reichstages eine allgemeine Amnestie erlassen werde. Der TempS bringt eine Analyse des Rundschreibens, das Graf Beust über die Zusammenkunft in Gestein und Salzburg hat ergeben lassen. Es wird Darin bestätigt, daß ein Vertrag oDer auch eine Convention nicht unterzeichnet worden, und dann hinzugefügt, die Erfahrung Der letzten Jahre beweise, wie ohnmächtig Diese papiernen Bollwerke seien, Den FrieDen unD Die Sicherheit Des Staates zu vertheiDigen. Es wirD Dann weiter erklärt, die Conferenz Der beiDen Reichskanzler habe Die aufrichtige Annäherung zwischen Berlin unD Wien besiegelt. Der Kaiser von Oesterreich habe Die Ueberzeugung mitgebrscht, Daß Preußen nicht minder als Oesterreich Das Bedürfniß Des allgemeinen FrieDenS empfinDe. In Folge dessen sei Der Beschluß gefaßt worDen, von jetzt an und vor Allem ein EmverstänDniß zwischen Deutschland und Oesterreich über alle Fragen, Die entstehen könnten, herzustellen. Beust erklärt, Daß er ein aufrichtiger Freund Frankreichs sei, und beruft sich auf Diese Gesinnung, um Die Hoffnung auSzudrücken, daß Die verständigen französischen Patrioten Dem Gedanken an eine Rache, die keine Hoffnung für sich habe, entsagen werden. Die Depesche läßt endlich Durchblicken, daß auch einige Maßregeln gegen anarchische Umtriebe verabredet worDen sind. Der TempS sagt bezüglich Der Stelle DeS Rundschreibens, welche Frankreich betrifft, Daß ein Derartiger Rathschlag von Bismarck geschrieben zu sein scheine, Da von Wien niemals Derartige Worte an Frankreich hätten gerichtet werden Dürfen. Frankreich b.Dürfe Der Rathschläge keines Menschen, unD am wenigsten Der Rathschläge DeS Herrn v. Beust, um Die Mittel zu kennen, Durch welche es wieDer zu Kräften kommen könne, unD wer könne wissen, ob noch ein Oesterreich an Dem Tage existiren werde, wo Frankreich wieder aufrecht stehen wird! Darmstadt, 30. September. Nach Der „Main-Zeitung" wird eine Reform DeS Offizierö-Wiltwen- und Waisen-JnstitutS beabsichtigt. Eine solche Reform würde nach Den Bestimmungen Der nunmehr ratificirten Militärconvention unmöglich unD unausführbar fein. Es beruht sonach jene unwahre Nachricht auf einer gänzlichen Verkennung Der Verhältnisse. (D. Z.) Offenbach, 26. September. Morgen kehren Die seither hier strikenden Porte- euillearbetter in ihre Fabriken zurück. Die Vereinbarung wurDe in folgenDer Weise abgeschlossen: Es wurde ein Schiedsgericht erwählt, Dessen Entscheidung sich Die streitenden Parteien unterwarfen. Dasselbe bestand aus Fabrikanten, Arbeitern und unparteiischen hiesigen Bürgern und bestimmten: 1) Die strikenden Arbeiter beginnen sofort wieder zu arbeiten, 2) die Stückarbeiter erhalten 25 pCt. Lohnerhöhung, 3) die Wochenarbeiter haben eine tägliche Arbeitszeit von 10 Stunden und muß Der Fabrikant Sorge tragen, daß ein fleißiger Arbeiter, der etwas leisten kann, wöchentlich 12 Gulden, ein besonders geschickter Arbeiter mehr bei ihm verdient. t Berlin, 29. September. Aus Dem Gerichtssaal. Die Nummern 23 bis 26 des hier erscheinenden und redigirten „Volkssreund" brachten unter Der Ueber- schrist: „DeS Herrn ReferendariuS Heinrich von Mühler Gedichte, oder ein preußischer Kultusminister, Der seinen Beruf verfehlt hat", eine Reihenfolge von Artikeln, welche Die schon fast in Vergessenheit gerathenen Liebes-unD Trinklieder DeS CultuS- ministerS v. Mühler wieDer auffrischen unD Dieselben mit sarkastischem Humor kri- tisiren. Namentlich wirD Herr v. Mühler aufgeforDert, Den beschwerlichen undankbaren Ministerposten niederzulegen unD sich ganz Den Musen zu widmen. In Nr. 26 DeS VolksfreunD heißt es u. A.: „UnD wenn AdelheiD unD ihr Töchterlein mit Der schmalen Ministerpension nicht glauben, stanDeSgemäß auskommon zu können, — wir wissen sicher, daß ihm, wenn er freiwillig sein Amt aufgiebt, Das Abge- orDnetenhauS gern eine größere Dotation giebt, als fein College, Hr. v. Roon, erhalten hat, vorausgesetzt, Daß er für einen ganz unD gar freisinnigen, aber ebenso dauerhaften Nachfolger sorgt." Am Schlüsse Der Artikel, die Demnächst auch im BuchhanDel als Broschüre erschienen, wird Der Minister nochmals gebeten, zu Dem Wein und zu Den Musen zurückzukehren unD ihm Der Rath gegeben, falls Adelheid gegen Den Besuch Der Weinhäuser protefliren sollte, es so zu machen, wie andere Berliner Bürger, Die ihre AdelheiD mit in'S WeinhauS nehmen. — Der Cultus- minister v. Mühler hat sich Durch Diese Artikel, namentlich Durch Die in Nr. 23 bis 26 Des „Volksfreund" enthaltenen, beleidigt gefühlt und deshalb die Bestrafung des Herausgebers beantragt. Gestern wurde die Anklage vor Der siebenten Deputation Des CriminalgerichtS verhandelt. Nach Der Beweisaufnahme durch Verlesung Der Artikel beantragte Der Staatsanwalt Das SchulDig Der BeleiDigung gegen Den Angeklagten. inDem er ausführte, Daß schon Die Ueberschrift „Ein Cultus- Minister, Der seinen Beruf verfehlt hat" offenbar einen Hohn enthalte, noch mehr aber Der oben mitgetheilte, auf Die Dotation bezügliche PaffuS, Denn Dotationen würden nur für hohe Staatsverdienste verliehen, Der Rücktritt Des Hrn. v. Mühler werde demnach hier als eine verdienstvolle That hingestellt rc. — Der Angeklagte, ParrisiuS, beantragte seinerseits das Nichtschuldig. Daß man von Jemand behauptet, er habe seinen Beruf verfehlt, könne nicht so ohne Weiteres als Beleidigung aufgefaßt werden, denn als Fürst Bismarck dereinst im Reichstage fämmtliche Zeitungsschreiber als Leute bezeichnete, „die ihren Beruf verfehlt haben", Da habe ihm wohl Niemand eine beleidigende Absicht untergelegt, und faktisch habe sich auch nicht Ein Zeitungsschreiber dadurch beleidigt gefühlt. Außerdem sei er aber trotz des scherzhaften Tones der infriminirten Artikel wiiklich überzeugt, daß Hr. v. Mühler mit Der Uebernahme DeS Ministerpostens wirklich feinen Beruf verfehlte, Denn Den JugenDgeDichten Desselben fei ein bemerkenswerthes Talent nicht abzu- fprechen, und Daß ein Dichter unter gewissen Umständen ein weit angesehenerer Mann werden könne wie ein Minister, das sähe man ja an unfern Dichterheroen, an Schiller, Göthe rc., die ihren Dichterruhm bei Lebzeiten gewiß nicht mit Der Stelle eines preußischen Cultusministers vertauscht hätten. Darin könne also eine BeleiDigung nicht erblickt werben, ebenso wenig aber auch in Der Hinweisung auf die zu erwartende Dotation, Denn Die Unzulänglichkeit Der StaatSdiener-Pensionen sei ja beinahe sprüchwörtlich geworden. Er glaube annehmen zu Dürfen, Hr. v. Mühler fühle sich nicht befeiDigt, sondern sei nur ärgerlich, Daß seine schon vergessen geglaubten Gedichte wieder an'S Tageslicht kommen; wäre Hr. v. Mühler nicht gerade geistlicher Minister, so hälte er vielleicht auch jetzt noch seine Freude an Den lustigen Trink- und Liebesliedern, aber in seiner jetzigen Stellung paffe ihm Das nicht; außerdem könne auch Der Strafantrag des angeblich Beleidigten von dem Gerichtshof nicht als genügend anerkannt werden, Denn derselbe enthalte gewissermaßen nur eine Vollmacht für Die Staatsanwaltschaft zur Verfolgung Der geDachten Artikel, ohne Die beleiDigenden Stellen anzugeben, was nach Dem Wortlaut DeS Strafgesetzbuchs unbeDingt nothwendig sei. — Rach kurzer Berathung trat Der Gerichtshof Den Ausführungen Der Staatsanwaltschaft in allen Stücken bei, erachtete Den Angeklagten schulDig Der BeleiDigung Des Cultusministers v. Mühler unD verurteilte ihn zu fünfzig Thaler Geldbuße, sprach auch Dem Be- leiDigten Die Berechtigung zur Veröffentlichung Des Urteistenors zu. t Berlin, 29. September. Der vor Kurzem mit einer ziemlich beDeutendkN «rX1 •«• l6.il b-> a 3ili X ’ 'I1 Um iX’1 7 0' •** "'°»6- ' 6°.ig. m W»? ’n 1 4llf cie “Xl wdtf!" uk« t!” uiifin liMi ” m ütoliir, 31 hifr"6 7 Mit* ”°‘r Pans, 30 H) '» füthiS bettDoqntn beendet. , Pällö/ 3( tular-Erlaß des l W Verbot trinnt zu benutzen. Das Hon der mihtcril unD Der Kriegs-niri fieiounq nöthigen Amu, 28 39 Stimmen grün Lausanne, 2 der Debatte nahm mißen Austritten. Publikum entfernte Wavs findet ffesti Madrid, 3( AtGckgiilig zwi Serrano zum Coi hM/ungm dauer! I Londorf. 3 Am nirbcr. I Blondere? Schn 4153) Zur A | rocken ic. rc., fönr I in oder außer der ten wollen, sofort im 4. Stocke Der ( uieoffizier anmeld ■ Gießen, den 3U. Die Bekleid 2- Znfa 1 ^lenstag b «•Ä Sä? ^erstej P*) fflonldj bi i Inff „ t t Schmit | S.fluf babtefigen I ^cker Carl $Oflt I »'ichen Concurs I ^'öffentlich an I N(rt werden, ap I 1111 31ös/1o ® *M° teiihtra mtnl' i zu »:Mti 31 Kit itzr loimltii iHffl.’B/u fbuti, jMh NI 9bgt> gt, -r. 8- Xeon, Ajen, ritt Mt ttani^ wi M U ybtt'.n, zu tun tbti. WliMtit aattn, wie antm L — Dn Sultud» gr- tic in Nr. 23 .^lbkieS-jirchng ?r ter fiebeoten Dt' chstzvr taub Lu' tu t(T MieiR n(lrift>ww' tlthl'l, «t ’ , tnn K.IÄJW । tll On-t-8* _ tttlijM |ja tei 3«”«** * b'.t h^'°*6 |C sM .“S&Ä» S- L°:r: M k.iüliilii ’tfA* 8,lüi '"Vm N* fdjHJ * M« ,,4, e„ali‘< i* '"‘L eii^ .1 «*?»•> ••4» 4I® Geldsumme entwichene Postexpediteur Gelb aus Stromberg ist in Folge der euer- gischen Maßregeln zu feiner Verfolgung bereits am 28. d. M. in London ergriffen unv hierher auf dem Transporte. Die unterschlagene Summe ist bis auf einen kleinen Theil bei ihm vorgefunven worden. Bekanntlich sollen nach der Eichordnung für den Norddeutschen Bund vom 16. Juli 1869 nur solche Hohlmaaße für trockene Gegenstände zur Stempelung unv Eichung zugelaffeu werden, welche in Form eines CylinderS gestaltet sind. Um jedoch vielfach laut gewordenen Wünschen des HandelSstandcS gerecht zu wer» den, soll für das Zumeffen von Kohlen auch die Kastenform zur Eichung gestalte werden. Mehr und mehr stellt sich die Unzulänglichkeit des zu Beihülfen an Ange» hörige der Reserve und Landwehr bewilligten Fonds heraus, denn aus verschiede» nen Provinzen sind bereits Anträge auf Bewilligung von Nachfchüffen an die Staatsbehörde gelangt. Obwohl nun das bezügliche Reichsgesetz gerade den Ton auf die möglichst schleunige Gewährung Der Beihülfen legt, sind alle diese Anträg, vorläufig und bis dahin zurückgewiesen, bis aus sämmtlichen LandeStheilen die An» zeichen über den Umfang des UnterstützungSbedürfniffes vorliegen und übersehen werden kann, nach welchem Maßstabe die als Reserve zurückdehaltene Summe zu vertheilen sein wird. Berlin', 30. September. Der „Kreuzzlg." zufolge wurde das Gesetz, be» treffend die Aufnahme einer Schuld von einer Million Francs Seitens der Stadt Mühlhausen, allerhöchsten Orts vollzogen. Paris, 30. September. Eantagrel (den neulich Präfect Valentin verhaften ließ) ist in Freiheit gesetzt, damit er den Sitzungen des Pariser Municipal- rathes beiwohnen könne. — Die Entwaffnung der Nationalgarde in Bordeaux ist beendet. #<< Paris, 30. September. Das „Journal officicl" veröffentlicht einen Cir» cular-Erlaß des Unterrichtsministers, welcher die Lehrer bei Disciplinarstrafe an das Verbot erinnert, ihren Einfluß auf die Einwirkung der GcncralrathSwahlen zu benutzen. Das „Journal osficiel" theilt mit, daß die Commission für die Revision der militärischen Grave ihre Arbeiten bezüglich der Generale beendigt hab. und der Kriegsminister unverzüglich die zur Ausführung der Commissions-Ent- fcheidunq nöthigen Befehle erteilen werde. Aarau, 28. September. Gestern hat der große Rath mit 101 gegen 39 Stimmen grundsätzlich den Rücktritt vom Bisthumsve.trag erklärt. (N.Z.Z.) Lausanne, 29. September. Sitzung der Friedens» und FreiheitS'Liga. An der Debaite nahmen Simon (Trier), Gögg, Lemonnier Theil. Es kam zu schr ernsten Austritten. Der Antrag auf Schluß der Sitzung wird angenommen. Das Publikum entfernte sich unter dem Rufe: „Nach Cayenne mit der Commune!" Abends findet Festbankett statt. , Madrid, 30. September. Betreffs der Wahl des Cortesprafidiums ist eine Verständigung zwischen den Deputaten noch nicht erzielt; ein Compromißvorschlag, Serrano zum CorteSpräsidenten zu wählen, erlangte keine Annahme. Die Verhandlungen dauern lebhast fort. ____________________ Vermischtes. Londorf. 3m Laufe deS gestrigen Tags kam eine hiesige Frau mit drei gesunden Buben nieder. 4162) Man schreibt aus Neu-Aork: Die St. Louis- und Suth - Eastern- Eisenbahn wird in ihrer ganzen Länge von 202 Meilen Anfangs November a. c. dem Verkehr übergeben werden. Diese Bahn steht unter einer anerkannt tüchtigen Leitung und ist, durch ihre vorzügliche Locirung, bestimmt, eine der bestrentirenden amerikanischen Eisenbahnen zu werden. In der That übersteigen die Einnahmen der eröffneten Theil- strecken die zur Verzinsung der ausgegebenen Securitäten nöthigen Betrage um ein Bedeutendes. Die Handelskammer von St. Louis faßte bereits am 22. Februar 1870 folgende, die von dieser Gesellschaft ansgegebenen Prioritäten direct empfehlenden Beschlüsse: Beschlossen, daß die convertirbarcn Obligationen erster Hypothek besagter Eisenbahn-Compagnie im Betrage von Doll. 16,000 pr. Meile hierdurch zuversichtlich der Beachtung von Capitalisten und Anderen im Jn- und Ausland, als eine der wünschcnswerthesten und sichersten dieser Classe von Securitäten empfohlen werden — und bei dem wohlbekannten Character und der großen Erfahrung der Herren, welche die Leitung dieses Unternehmens übernommen, darf irgend einer Darlegung oder Schilderung, welche dieselben betreffs dieser Bahn, deren Geschäftsverkehr, Verbindungen und Aussichten machen, vollstes Vertrauen geschenkt werden. Borsennachrichten. 30. September 1871. Aetien. Oest. Creditact. 283% 50/g östr. F. St. E. B. 369% Lombard. Bahn 187% Ludwigsh.-Bexbaoh 188% Maxbahn 134% Bayer. Ostbahn 135% Hess. Ludwigsb.-Act. 161% Rhein-Nahebahn-Act. 43 Oberhessen w 77% Prioritäten. 3% öster. Stsb.-Prior. 57% 3% öst. s. Lombard 75% 3% Livorneser 34% 5% Toscaner 53% 50/g Elisabeth.-Prior. 79 % do. II. Emiss. 78%_______ AnleheiiBlooae. Kurh. 40 Thlr. Loose 66% Nassau 25 fl. 40% 4% bayr. Präm.-AnL 112% Ansbacher 7 fl. 12% 4% badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 69 Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose 182% 1860r Loose 843/4 1864r n 1341/2 Braunschweiger 18% Stadt Florenz 821/4 Wechsel. Amsterdam k. 8. 98% Augsburg k. S. 99% Berlin k. S. 105 Bremen k. 8. 95% Brüssel k. 8. 92% Hamburg L 8. 86-% Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 116% Lyon k. 8. 91% Paria k. 8. 91% Wien k. 8. 97% ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Diaconto 4 %__________ Geldsorten, fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Piatolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 38—40 Holl. fl. 108t. 9 52—54 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenat. 9 16%—17% Engi. Sover. 11 44—46 Ruas. Imper. 9 38—40 Dollar in Gold 2 24—25 Preußs. 4%% Oblig. 99% Fraukf. 3%0/g Obi. 83u/16 Nass. 41/2o/0 Obi. 97 Vz Kurhess. 4% „ 90 V? Gr. Hess, 5% Obi. 1031/! m n 4% , 96'/4 „ „ 31/2% n 911/4 Bayer. 5% „ 100% „ 4V2% jährige 99% „ 4O/o 1jährige 93% Wiirtemb. 4%% Obi. 98% Baden 4%% Obi. 0. E. L. 98% Oesterr. Silberrente 57% n Papierrente 48% „e 5% M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 98% _ w 1882r 95% n 1885r 95% „ n 1887r 95V8 Spanier, neuest. 3% 323/g Aetien. Frankf. Bank 138% Franks. Vereins-Kasse 109% Darmst. Bankaot. 400% Wien Bankaotien 743 Galizien 252% Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei W. Klee, am Markt. Allgemeiner Anzeiger, Besondere Bekanntmachung. Schneiderarbeit. 4153) Zur Anfertigung von Waffenröcken rc. rc-, können sich Schneider, welche in oder außer der Casernenwerkstätte arbeiten wallen, sofort in der Zuschneidestube im 4. Stocke der Caserne bei dem Oecono- wieoffizier anmeldem Gießen, den 30. September 1871. Die Bekleidungs-Commission des 2. Infanterie-Regiments. Keller. Versteigerungen. 4064) Montag den 9. October, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dabiesigem Rathhause das dem Bäcker Carl Vogt, früher zu der Schrei- voael'schen Concursmasse gehörende Grundstück, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden, als: Flur Nr. Dfilftr. 26/.., 3i5Vio Garten auf der Sternmark oder am alten Schlag. Gießen, den 26. September 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Jughardt.__________ 4114) Dienstag den 3. October, Nachmittags 2 Uhr, werden im Zinßer'schen Garten: Sopha, Commoden, Stühle, Betten, Porzellan,! Oefen, Dielen, 1 großes Hosthor, 1, Waschpresse, Metzgergeschirr, eine Par-§ thie Ketten', ein Hausen Mist und foiv stige Hausgeräthschaften öffentlich versteigert. Gießen, den 29. September 1871. Feilgebotenes. gteue Gewichte, Geschäfts- und Haus- haltungS Waagen aller Art, Bohneuschncidmafchiuen, Häckselmaschinen, Rübcnfchneidcr, Wasser- und Iauchepumpen (3955) bei Emil Pistör. Neue englische Bückinge zum Rohessen sind eingetroffen. (3574) I. A. Busch Söhne. 4141) Frische Citronen und Apfel- ssnen empfiehlt__Ed. Lind. 4135) Ein junges Pferd steht zu verkaufen bei Ehr. Haubach. Milchverkauf. 3992) Im früher Loos'- schen Höfchen, Lit. D. Nr. 218, ist täglich, Vormittags halb 9 Uhr und Abends 7 Uhr, frische Milch und Dickmilch zu haben._______________ 4176) Ein gutes Zugpferd ist zu verkaufen bei Ehr. Spies, Neuenweg. Handdreschmaschiiieii! 3953) Wir offemku Handdreschmascbmen , ___ %M.q der Fabrik des Herrn H. Lanz in Mann- . ... heim ä 88 ff., 95 ff. mib 100 ff. pr. Stuck. Mit Strohschüttler ä 21 ff. pr. Stück mehr. Flick St Kröll. 4166) Eine Parthie % graues Tuch, für Kinderauzüge geeignet, zu 1 ff. 24 fr. pr. Elle, % schwere Winterbuxkins, zu 1 ff. 48 fr., 2 ff. 12 fr., 2 ff. 30 fr. und 3 ff. pr. Elle, % Waterproofs, zu 42 fr. pr. Elle und hoher, Fnßteppichstoffe in allen Arten, abgepaßte Sopha- und Bettvorlagen empfiehlt Moritz Heichelheim, Seltersweg C. 185. ß Geeichte Flüssigkeitsmaafte von starkem Weißblech und Messing in V32, Vie, Vs. V«, Vr, 1, 2 Liter empfiehlt Wilhelm Orbig, am Kreuz. billigst bei Regenmäntel Carl Wenzel. Ansgesetzl, um schnell in räume»! 4167) Eine größere Parthie 16/4 Cachemirtücher in bester Qualität, hell» und dunkelschottisch carrirt, ä 5 fl. 30 kr. und 6 fl. pr. Stück, 8/4 und 10/4 br. weiße ramagirte, gebogte l^ardt- nenstoffe zu 12 kr. pr. Elle und höher, weiße PiquQ- und Damast-Bettdecken von 2 fl. 30 kr. au, % br. Prima Hausmacher Leinen, ä 17 und 18 kr. pr. Elle, 6/4 br. Rern-L einen und 3/4 Leinen, ä 15 und 16 kr. pr. Elle, weiße leurene Taschentücher, ü 2 fl. 24 kr. pr. Dutzend und höher, schwere baumwollene carrirte Bettzenge, ü 12 und 14 fr. pr. Elle, sowie sämmtlich? ältere Damenkleiderstoffe, Mantel rc. Moritz Heichelheim, Selteröweg C. 185. Bermiethungen. 3954) Eine Wohnung von 3 Zimmern, Cabinet u s. w., ist an eine stille Familie zu vermiethen. Emil P i stör. 4172) Neue Anlage C- 30 ist der von .fierrn Hauptmann Nau bewohnte mittlere Stock vom 1. Januar 1872 an zu vermiethen. Nau m a n n. 4171) In meinem Hause ist ein schön möblines Zimmer an einen anständigen Herrn zu vermiethen. Karl Herbert, Küfermeister. 3295) In Lit. E- Nr. 78, Universitätsstraße, ist der dritte Stock, bestehend in 2 Zimmern, 2 Cabineten rc., zu vermiethen und den 1. November, auf Verlangen auch früher, beziehbar. NeschuHerWerg kreuz Lil. D. Nr. 1 > Noll, Neustadt Lit. ©. Nr. 95. Rt. 23«■ httn 4173) Ein ordentliches Mädchen, das etwas kochen kann, wird sogleich für einige Zeit gesucht. Selterser Schoor E- 93. 4149) Ein braves Mädchen wird sofort in Dienst gesucht- Kanzleiberg B- 67. Zeil 43« Strastburg, München, Nürnberg, Berlin, Wien, Prag, Hamburg, Zürich. Tfafalhft wird Jedermann Rath ertheilt, welche Zeitungen für jeden einzelnen Fall sich als erfolgreich erwiesen haben: T) fall«ft werden alle Annoncen sorgfältig abgefaßt und für einen augenfälligen Druck hergerichtet; dH^falhft kosten die Inserate nur dasselbe, wie in den Zeitungs-Expeditionen, da dieses Institut als Central-Stelle aller existirenden Zeitungen besondere Vorthetle von denselben genießt. Das Renomm6 der Firma bürgt für solide Bedienung. iiiscretion wird auf das strengste beobachtet, die einlaufenden Offertbriese werden uneröffnet an die betreffenden Reflectanten, ohne deren Namen preiszugeben, pünktlichst und ohne Provisionsberechnung übermittelt. (1366) (a- 40,1V.) TMrtv ein Gut, ein Haus, Hotel rc. kX>k V kaufen oder verkaufen, pachten oder verpachten will, einen Posten zu besetzen hat IkVit oder einen solchen sucht, irgend etwas in eine beliebige lÄ>vk Anzahl von Zeitungen einzurücken beabsichtigt, wende sich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, Wir halten bei Vorkommen sowohl für größere wie kleinere Aufträge unser (LTiitral-tiuiTiu für Insirafc bestens empfohlen. n . Die uns übergebenen Annoncen werden sofort dtrect an die betr. Zct- tungs-Expeditionen befördert und nur zu den Originalprctsen der Zeitungs-Expeditionen berechnet. Äoftcnvoranschläge gratis und umgehend. Größere, umfangreiche Aufträge nach Vereinbarung zu möglichst günstigen Beoingungen, Belege gratis und Uebersendung derselben nebst Rechnung franco. Jsegev'sche Buch-, Papier - und Landkarten-Handlung Frankfurt a M., Domplatz Nr. 8. Vermischte Anzeigen. 4163) Für ein Mädchen von 19 Jahren wird zur Ausbildung in einem Colonial« oder auch Kurzwaaren-Geschäft in Gießen pr. 1. November eine Stelle gesucht. Schriftliche Offerten nebst näheren Bedingungen bittet man bei der Exped. d. Bl. abzugeben. ! 4148) Eine gebildete Familie wünscht" einen auswärtigen Schüler in Kost und Logis zu nehmen. Näheres bei der Exped. d. Bltts._______________________________________I 4065) Ein mit den nöthigen Vorkennt-, nissen versehener junger Mann kann in' einem hiesigen Fabrikgeschäft als Lehrling eintreten. Selbstgeschriebene Offerten sind bei der Expeb. d. Bltts. abzugeben. 4136) Ein Mädchen von auswärts wünscht Stelle als Haus- oder Kindermädchen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Zur erfolgreichen Verbreitung von Anzeigen in Oberhessen, namentlich unter der wohlhabenden Bevölkerung der Wctterau, kann * das in Friedberg wöchentlich dreimal erscheinende Blatt „Obcrhessischer Anzeiger" empfohlen werden, da es das verbreitetste, am meisten gelesene Blatt in der Wet-' t^rrau^fit^roße Verbreitung dieses Blattes sichert den durch dasselbe veröffentlich^! Anzeigen einen erwünschten Erfolg; die Jnseratgebühren sind billig, nur 3 kr. für Ml kleine Zeile- Bei größeren Aufträgen entsprechender Rabatt. 8 Die Expedition des Oberhessischen Anzeigers. 4054) Eine neu eingerichtete Stallung mit Scheuer ist alsbald zu vermiethen bei Bäcker Kuhn, auf dem Kreuz. 4174) Ein Garten, neben der Th. Wort- mann'schen Besitzung gelegen, ist zu ver- miethen, und in Lit. B. Nr. 108 Näheres zu erfahren. Liederkranz. 4160) Beginn der Singstunden Mittwoch den 4. October, präctS 8 Uhr Abends. Der Vorstand. 4169) Für einen Realschüler Kost und Logis in Nr. 186, Wallthor. 4102) Möblirte und unmöblirte Zimmer bei 2B. Gaquoin (am Zinßer'schen Garten.) 3905) Das von S- Reütlinger im Ferber'schen Hause auf dem Lindenplatz - seither bewohnte Logis ist zu vermiethen und soiort zu beziehen. Näheres bei Ju- - lius Roth. 4170) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- mictben und sogleich beziehbar bei Wittwe Hanitsch, Kirchenplatz A. 22. 4107) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Landgerichtsdiener Fisch e.r. 4168) In meinem neuerbauten Hause an der Schoor sind zwei Familienlogis pr. 1. November d. I. zu vermiethen. ______Julius Roth. 4145) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Carl Vogt, Marktplatz. 4J2(i) Das seither von mir in der Alicenstrafie bewohnte Logis ist zu vermiethen und sofort z» beziehen. W. Wenzel. 3989) Selt-rsberg Vit E. Nr. 3 ist der mittlere Stock zu vermiethen. 4056) Ein Familienlogis ist im ehemals Möhl'schen Garten an der Schoor zu ver- miethen und sogleich zu beziehen.__________ 3619) Eine Wohnung im Vorderhause, sowie Lagerraum, zu vermiethen. Ernst Pitthan. Schiitzenffkscllschaft Gießen. 4175) Wegen ungünstiger Witterung findet das auf heute anberanmte Silberschießen nicht statt. 4060) Hiermit mache ich einem verehelichen Publikum die ergebene Anzeige, daß ick die Steinkohlen-Handlrmg von Herrn St. Hillen brand übernommen habe und keinerlei Veränderung in derselben eingetreten ist, mit dem Bemerken, daß ich stets bemüht sein werde, durch gute Waaren meine Kunden auf das Reellste und Pünktlichste zu bedienen. Bestellungen können bei Herrn Wenzel am Kreuz gemacht werden. Meine Wohnung befindet sich an der Klein-Lindener Chaussee neben dem Cttauffiehause. August Boling.