'm-IW ® w, :C1 ®it btu 6t- “ “tn die Häse« Ntz- Sim» Mache, to 'ttls jun. rt Bgcn, Lokalblätta tiricn von fronen. ir । rhceiii) ’t.^UuMöi «litt. ibiryr-, nmkhl t äovpigvit. oilis, ■Söhnen, ■ft, abe. Pijmint. W,°-k" fall, Preis rierteljährtg 1 fl. 12 h. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mtt Aus nähme Montags. Expedition: Canzleiberg Ltt. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Kielen. Nr. 177. Donnerstag den 3. Angust 1871. Bestellungen auf den Gießener Anzeiger L LHLL Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate August und September zu 40 kr. Amtlicher Theil. Gießen, am 1. August 1871. Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler. Das Groh her)» gliche Kreis« ml Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises mit Ausnahme von Burkhardsfelden. Wir erinnern Sie an Einsendung der Berzeichnisse in obigem Betreff binnen 8 Tagen. v. Starck. Politischer T h e t l. 2. August. Für die in Frankreich zurückbleibenden Truppen tritt vom 1. August ab wieder eine wesentliche VerpflegungSaufbefferung ein. Die Offiziere erhalten, vom Lieutenant aufwärts bis zum commandirenden General, nach Maßgabe ihrer Corn- petenzen, eine Zulage von täglich 2 bis 40 Frcs. und für die Mannschaften ist eine Aufbesserung von ii/2 Sgr. pro Tag und Kopf bewilligt worden, die ihrer Bestimmung nach zum Ankauf von Weinportionen verwendet werden soll. Der Soldat erhält nun außer seinen Portionen an Fleisch, Brod und Victualien pro Tag 6 Sgr., wozu vom 1. August ab noch die neubewilligten 11/2 Sgr. hin- zutreten. Wie es heißt, hat der Bundesrath in Folge des einmüthigen Protestes des, deutschen Handelsstandes das von der württembergischen Regierung angeregte Pro- ject der Einführung des Tabaksmonopols fallen lassen. Das „Journal des DebatS" stellt folgende Betrachtungen an: „Die Staatsmänner, die uns noch vor einem Jahre regierten, und leichten Herzens den Krieg eingegangen sind, tragen nicht allein die Schuld unserer Unfälle. Um wahr zu sein, muß man gestehen, daß sie eine Stütze in einem großen Theile der Bevölkerung, jedes Standes, gefunden, die wie sie selbst, durch eine absolute Sicherheit und ein blindes Vertrauen auf unsere eigenen Kräfte, getäuscht war. Gestehen wir es aufrichtig, nicht in den officiellen Regionen und den Blättern der Regie- rung allein sprach man davon, direct nach Berlin zu gehen; und ein großer Theil unserer Mitbürger, welche die Nachricht vom Einzuge unserer Truppen in Preußens Hauptstadt zu erfahren erwarteten, hotte keinen sehr deutlichen Begriff von der Entfernung, welche zwischen dieser Stadt und unseren Grenzen lag. Man bat uns oft von den jungen Gesandtschaftssecretären erzählt, welche das Kaiserreich tn die überrhetnischen Höfe sandte und welche, in den Salons und Ctrkeln brillirend, Eomplimente der Damen in französischer Sprache entgegen nahmen, aber unfähig waren, das zu verstehen, was um sie herum in deutscher Sprache auögedrückt wurde; oder von jenen Offizieren des Generalstabs, betraut mit Missionen auf ' unserer Grenze oder in den Rheinfestungen und welche ernstlich nur die verschiedenen Biersorten und den Johannisberger studirten; man muß auch nicht vergessen, wie der größte Theil unserer Reisenden in Deutschland nur die Brücke von Kehl überschritten, um in Baden zu spielen und zu tanzen. Während eine Legion Deutscher zu uns reiste, sich bei uns unterrichtete, unser Gebiet maß, unsere Reich- thümer abschätzte, schimpften einige seltene Touristen, in Eile und wie mtt Bedauern das deutsche Gebiet durcheilend, Über die deutschen Herbergen, Gebräuche und Betten. Das ist das Refumö der Eindrücke, der Sitten- und Gebräuche-Studien ter von ihnen bereisten Länder. Wir müssen uns dazu entschließen, nicht mehr zu glauben, wir wären das erste Volk der Welt und hätten von anderen Völkern »ichts zu lernen. Wenn auch unser Hochmuth und unsere Eigenliebe schmerzlich davon berührt werden würden, versuchen wir die Anstrengung zu machen und führen wir muthvoll diese Selbstüberwindung durch. Darin liegt die Reform für unser Land, die nöthigste und dringlichste, und ohne welche die schönsten administra- tiren Reformen und das beste Unterrichtsgesetz ohne Wirksamkeit wären." Der bekannte Oberst Stoffel (kaiserlich französischer Militärgesandter am Preußischen Hofe) hat, so schreibt man der „N. Pr. Ztg", seine tn Berlin ge- schriebenen interessanten „Militärischen Berichte" in einem Bande veröffentlicht und ihnen eine Einleitung — in der Form eines Briefes an einen Freund — voran- bk chickt, welche ebenfalls mancherlei scharfsinnige Bemerkung enthält. Da gerade sitzt die französischen Blätter sich mit der Neugestaltung des Heerwesens beschästi- gen und dabet auf die Nothwendigkett der Herstellung der Disciplin Hinweisen, 1° lassen wir hier die Auslassungen des Obersten Stoffel über diesen Eapttalpunkt folgen: „Wie viel unverständiges Zeug wird nicht über die Frage der Disciplin in der Armee geschrieben! Die Disciplin ist glücklicherweise wieder hergestcllt, fQ6en die Einen mtt Genugthuung; Andere, welche weniger überzeugt davon sind, »einen, es fei von der höchsten Wichtigkeit, die Disciplin wieder herzustellen. Fragt man diese Letzteren, welche Mittel sie Vorschlägen, so antworten sie: Man muß die Vergehen gegen die Disciplin strenger als bisher bestrafen, die Offiziere zwingen, mit einem guten Beispiel voranzugehcn, die Truppen in großen Jnstruc- tionslagern zusammenziehen rc. Arme Geister, welche nicht sahen, daß die DiS- eiplin in der Armee nur die Folge der Disciplin in der Familie und in der Gesellschaft ist! Weshalb ist die Disciplin so stark und so sicher in der preußischen Armee? Nur deshalb, weil die jungen Leute disciplinirt, d. h. seit ihrer Kindheit zum Gehorsam im Allgemeinen, zur Achtung gegen die Autorität, zur Treue gegen ihre Pflichten angehalten, in den Militärdienst treten. Es folgt heraus, daß die Vorgesetzten fast gar nichts zu thun haben, um die Disciplin aufrecht zu erhalten, und so erklärt es sich, daß es nur eine sehr kleine Anzahl von Bestrafungen in der preußischen Armee gibt." Die Ableitungen aus diesen Sätzen ergeben sich von selbst: „Keine wirkliche Disciplin in der Armee ohne eine vollständige Reaktion in der Erziehung und dem Unterrichte der französischen Jugend." „Wenn Sie — heißt es an einer anderen Stelle — wie ich in Preußen gelebt hätten, so würden Sie erkennen, wie viel Wahres der Satz (trotz seiner ctwas absoluten Form) enthält: Es ist der preußische Schullehrer, welcher die Schlacht von Königgrätz gewonnen hat.... In Preußen wird man selten Schullehrer sehen, die sich mit Politik beschäftigen, laut die Acte der Autoritäten tadeln und das Beispiel geben des Ungehorsams und der Rebellion." Und der Oberst erzählt bei dieser Gelegenheit Folgendes: „Ich werde niemals vergessen, daß, als ich mich im September (869 in Varzin bei Herrn v. Bismarck befand, der Bundeskanzler sich eine Freude daraus machte, den Schullehrer eines kleinen benachbarten Ortes, begleitet von seinen beiden Söhnen und mir, zu besuchen. Stellen Sie sich die guten Wirkungen eines solchen Zeichens der Achtung von Seiten eines Mannes, wie Herrn von Bismarck gegen einen bescheidenen Lehrer vor. Das Lügensystem, welches während des Krieges in Frankreich eine so große Ausbildung erlangt hatte, findet auch Anwendung in Bezug auf die Ereignisse in Algerien. Der „Moniteur de l'Algerie" enthält zwei bemerkenSwerthe Bekanntmachungen vom Generalgouverneur von Algerien, Viceadmiral de Gueydon: die Erklärung der Subdiviflon Milianab in Belagerungszustand und die Einberufung der Miliz in dieser Subdivision, um den Linientruppen in der Vertheidigung dcs Landes beizustehen. Hierin ist die officielle Bestätigung gegeben, daß der Aufstand eine ernstere Gestalt annahm, was die offictöfen Berichte und namentlich von Versailles ausgegangene Telegramme bisher so standhaft wie frech geleugnet haben. Der „Akhbar" hofft, es werde den Truppenmasscn unter Mitwirkung der in den algerischen Gewässern anwesenden Kriegsschiffe gelingen, den Aufstand niederzuwerfen, um aber ähnliche Fälle zu verhüten, sei eine strenge Untersuchung Über die Ursachen dieser Aufstände unerläßlich. Am 19. Juli war noch immer aller Verkehr zwischen Marengo und Scherschcl unterbrochen; von Blidah waren sämmt- liche verfügbaren Truppen nach Marengo gerufen. In Scherschell fehlte es an Lebensmitteln und die Negierung forderte den Handel auf, vom Meere aus zur Vcrproviantirung Scherfchells behülflich zu fein. Die Pariser Eorrespondenten der Londoner Blätter benutzen die todte Saison, um Betrachtungen über die in Paris herrschende exorbitante Theuerung anzustellen; sie kommen einstimmig zu dem Resultat, London sei nunmehr billiger als die Seinestadt. Im Allgemeinen läßt sich ohne Uebcrtreibung behaupten, daß die meisten Lebensbedürfnisse im Vergleich zum Juli 1870 um 25 bis 40 Proc. im Preise gestiegen sind. Und doch sollen die famosen Steuern des Herrn Pouyer- Quertier erst noch kommen! Sonst speiste man bei Duval bequem für 2 Frcs.; jetzt ist ein bescheidenes Diner kaum unter 3 Fr. möglich. Die zahlreichen Rotisserien, in denen gebratenes Geflügel für den Frühstückstifch verkauft wurde, sind zum Theil eingegangcn, weil sich für die um das doppelte theurer gewordene Waare keine Käufer mehr fanden. Das Liter Spiritus wird gegenwärtig mit 3 bis 4 Fr. bezahlt; in Berlin kostet dasselbe Quantum 6 Silbergrofchen (75 Centimes). Kurz, man kann beliebig in Vas „volle Menschenleben" hineingreifen: Darmstadt, 29. Juli. Die Ausführung des Reichsgefetzcs vom 14. Junk überall confiatirt man ven „Jammer ves Daseins". Die Auswanderung nach laufenden Jahres, die Gewährung von Beihilfen an ausgewiesene Deutsche betet Provinz nimmt Venn auch unglaubliche Dimensionen an. Die Herren Pariser treffend, ist nach ver „Darmst. Ztg." für das Großherzogrhum einer besonderen werden noch geraume Zeit an den muthwilligen Bubenstreich vom Juli 1870 zu Commission, bestehend aus dem Provinzialvirector Dr. Goldmann als Vorsitzenden, denken haben! Dem Commerzienrath Fink und dem Legationsrakh o. Werner, übertragen worden. Nach einem Telegramm der „N. Z. Ztg." hat Garibaldi Caprera verlassen, — Gestern Abend verließ die Kaiserin von Rußland nebst Gefolge 'das Schloß um Victor Hugo zu besuchen. Heilig^nberg bei Jugenheim, um nach Petersburg zurückzureisen. (F.J.) __________________ Berlin, 31. Juli. Der Bischof von Ermland hat gestern über Dr. Woll- mann die große Excommunication von allen Kanzeln seiner Diöcese verkündi- * Gießen, 1. Aug. Um dem Dank für das segensreiche Wirken des frü- gen lassen. Heren ObtrzollinspcctorS in Gießen, retzigcn Obersteuerraths, Herrn Müller in Berlin, 1. Aug. Der Vorsitzende des Maurerstrikccomite's, Maurergeselle Darmstadt, Ausdruck zu geben, haben fämmtliche Mitglieder des hiesigen Handels- Lange, wurde heute verhaftet. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bemerkt ftandeS demselben eine Adresse überreichen lassen. dazu, die Staatsbehörde werde den Strike als in den Gesetzen gestattet frei ge- Gießen. (Fortsetzung der Rede des Reichstagsabgeordneten Ketteler in der währen lassen, zugleich aber jedem Excesse mit fester Hand entgegentrelen. Lange 10. Sitzung am 3. April 1871): hatte in öffentlicher Versammlung aufgefordert, den nichtstrikenven Gesellen das Der Herr Abgeordnete Treitschke hat ferner gesagt, die Erfahrung habe ja Handwerkszeug zu stehlen. gelehrt, daß seil Erlaß dieser Verfassungsbestimmungen unzählige Streitigkeiten München, 28. Juli. Wie es heißt, wird während der Durchreise des entstanden seien. Nichts ist unrichtiger wie das. Es sind seitdem vielmehr — deutschen Kaisers durch Bayern ein Zusammentreffen desselben mit unserem König und dadurch haben sich die VerfaffungSbestimmungen bewährt, dadurch hat sich de. ftattfinden, indem sich der Letztere hiezu von hier nach Regensburg begeben würde, währt, daß alle die Recht gehabt haben, die seil zwanzig Jahren im preußischen Vom Comite ver katholischen Action geht der „Allgemeinen Zeitung" nach- Abgeordnetenhause von der einen tote von der anderen Seite, von der katholischen stehende Erklärung zur Veröffentlichung zu: „Da2 unterfertigte Comile erklärt wie von der protestantischen Seite für diese VerfaffungSbestimmungen eingetreten gegenüber den theilweise unrichtigen und tdeilweise unvollständigen Miktheilungeu find — eS sind ja settvem die religiösen Streitigfeilen tn Preußen fast ganz aus m der Presse und zur Richtigstellung der Thatsachen, daß Se. Excellenz der Herr dem politischen Leben verschwunden. Die Controversen bleiben bestehen, meine Minister v. Lutz sich nicht geweigert habe, die Deputation der Alrkatholiten zu Herren, sie werden auch in Zukunft bestehen bleiben, sie dürfen aber nicht in un- .mpfangen, daß er aber auch erklärte: Er sei gegenwärtig nicht in ver Lage, eine serem Reichstage vorkommen, sie dürfen nicht m unserem öffentlichen Leben vor- bestimmte Antwort auf die Anfrage derselben zu ertheilen. Auf Viesen Bescheid kommen, va müssen wir zusammen arbeiten auf den Grundlagen derselben Freiheit hin beschloß Vas unterfertigte Cvmtte, von ver Absendung einer Deputation vorerst und derselben Gerechtigkeit. Darum erinnere ich mich noch immer mit Freuden, Umgang zu nehmen. München, den 25. Juli. Das Comite der katholischen wie vor Jahren in einer Debatte em früherer Jugendbekannter von mir, Georg Action." von Vincke, als man eine religiöse Controoerse einmischen wollte, mit großem Nach- München, 30. Juli. Kürzlich wurden bei u.rS an 800 Kreuze der vom druck dem Grundsatz Ausdruck gab, daß religiöse Debatten nicht in ven Landtag König für ausgezeichnete Leistungen in Krankenpflege und sonstiger Fürsorge für gehörten. Ich glaube nicht, daß der Geist, aus dem diese Auffassung hervorge- ote Truppen gestifteten Dekoration vertheilt. Wie es leider bei derlei Gelegen» gangen ist, ver Kinderzeit der Freiheit angehörte, sondern daß es Wersheirsgcunv- heilen öfter zu gehen pflegt, so war es auch hier nicht selten der Fall, daß Solche, sätze rechten, echten ManneSalterv waren, und ich glaube, daß es sich jetzt darum welche bei den Arbeiten der Vereine mit ihren Namen, weniger aber mit ihrer handle, ob diese alten, bewährten und darum feit 20 Jahren die religiöse Frei- Thätigkcit glänzten, die Dekoration empfingen, während Andere, die in bescheidener heit garantirenven Grundsätze auch auf Deutschland ausgedehnt werden sollen, Stille die Arbeit thaten, leer ausgingen oder höchstens mit einer Belobung abge- ooer ob man sogar in Preußen Rückschritte machen und auf ganz andere Systeme speist wurden. Einer dieser Uebergangenen schrieb einem Freund eben so witzig übergeben will, die uns in bodenlose Zerwürfnisse bringen. als treffend: „N. N. war so freundlich, mein Kreuz auf sich zu nehmen." Ich bitte Sie daher, meine verehrten Herren, nehmen Sie unsere Anträge Colmar, 26. Juli. Das Journal „L'Alsacien" enthält folgende Bekannt- an! Sie werden dadurch, wie ich glaube, Deutschland ein großes Gut darbringen: machung des Präfekten v. d. Heydt: den wahren religiösen Frieven, soweit er in unfern Händen liegt. Ich bitte auch, „Aus vielfache Anfragen bringe ich zur Kenntniß der Wähler, daß die An- wenn Sie mir das noch gestatten wollen, in die Debatte doch nicht allerlei Neben- nähme der Wahl in den Munikipalrath der späteren Entscheidung für die fran- dinge hineinzuziehen, sondern auf diese Hauptgrundsätze ernzugehen. Der Reichs- zösische Nationalität nach Maßgabe des Friedensvertrages nicht präjudicirr. Auch tag hat nicht Vie Competenz, über religiöse Anschauungen zu entscheiven; mag wirv vor dem 1. Oktober 1872 von den Gemeindebehörden ein politischer Eid unser konfessioneller Standpunkt Ihnen unangenehm sein oder nicht, darauf kommt nicht gefordert werden. Vielmehr sind dieselben wie folgt zu verpflichten: „Ich eS ja gar nicht an! Wir wollen zusammenleben in Frieden nach den Grundsätzen gelobe, daß ich alle mir vermöge meines Amtes obliegenden Pflichten nach meinem der Gerechtigkeit und wollen dann, jeder auf seinem Gebiete, kämpfen für das, besten Wissen und Gewissen genau erfüllen will." was wir für wahr annehmen. Wir erheben ja auch nicht den Anspruch, daß alle Straßburg, l.Aug. In Mühlhausen, Thann und Altkirch kam aus Mangel Ihre Grundsätze in religiöser Hinsicht uns gefallen müssen. Das ist ja gerade an Betheiligung keine Wahl zu Stande. Die Betheiligung bei den übrigen Ge- Vie Fre heit, daß man auch seinen Gegnern Freiheit läßt. meinden war befriedigend, in den niederrheinischen Landgemernven stimmten bis Wenn Sie, was ich nicht hoffe, in tiefe Debatte alle möglichen Dinge hin- zu 80 pCt., tn Hagenau fast 50 pCt., in Bifchweiler nicht ganz 30 pCt. In einziehen würden, worüber es verfchieDene Ansichten giebt, welche von dem Einen Colmar siegte die liberale Partei, in Metz wurden gemäßigte Franzosen gewählt, so von dem Andern so gedeutet werven, wenn Sie auf allerlei Gefahren hindeuten in Chateausalinö kamen fämmtliche Canoidaten der OrdnungSpartei mit großer und durch willkürliche Interpretation katholische. Principien Schrecken zu verbreiten Majorität durch. Viele Nachwahlen sind nöthig. versuchen sollten, so ziehen Sic hier in die Debatte Dinge hinein, die nicht vor Paris, 29. Juli. In Nancy sind Erleichterungen im Belagerungszustände Ihr Forum gehören. Ich werde auf keinen, auch nicht au-f einen einzigen dog- eingetreten. Man darf jetzt wieder nach 10 Uhr auf der Straße sein und die malischen Angriff Antwort geben, weil ich hier Niemanden zu einem solchen An-Kaffeehäuser dürfen wieder bis Mitternacht offen bleiben. Ein Deutscher, der in griff für kompetent halte. Ich verzichte gänzlich darauf, diesen Weg auch Ihnen Monaco als Croupier angestellt war, wurde von Blanc, der auch der Pächter der gegenüber einzuschlagen. Ich könnte Ihnen auch, wenn ich mir Mühe gebe, bald Spiele von Homburg ist, seiner Stelle entlassen. Die in Monaco sich aufhalten- aus diesem bald aus jenem Buche von diesem oder von jenem Verfasser verletzende ven Franzosen hatten seine Verabschiedung unter der Drohung verlangt, vaß sie, Dinge sagen; ich werde mich wohl davor hüten! wenn man ihn nicht wegschaffe, abreisen würden. Mit Jubel würde von vielen Deutschen ein Beschluß in unserem Sinne auf- Der Kriegsminister hat an die Generale und Corpscommandanten folgendes genommen werden. Ich habe noch nie daran verzweifelt, Vaß dieses Princip der Circularschreiben gerichtet: Gerechtigkeit auch uns Katholiken gegenüber zum Durchbruch kommen wird in In Folge eines zwischen der französischen und der deutschen Behörde erzielten Deutschland, und daß Sie, meine Herren, zuletzt doch Ihres Gerechtigkeitsgefühls Einverständnisses ist beschlossen worden, daß die französischen Unteroffiziere unv wegen gezwungen fein werven, trotz mancher Vorurtheile, uns diese Stellung zu- Soldaten in Zukunft genötigt sinv, die deutschen Offiziere zu grüßen. Aber e« zuerkennen in Deutschland. Sie können nicht verkennen, daß wir berechtigt sind, ist wohl verstanden, daß dieses Zeichen des Respektes seitens der deutschen Unteren Deutschland zu existiren, nach unferm Glauben zu existiren, nach diesen Prin- offiziere und Soldaten unseren Offizieren in Uniform gegenüber obligatorisch ist. cipien unserer Kirche zu existiren — innerhalb der allgemeinen wahren Principien So werden alle Unteroffiziere und Soldaten Der beiden Nationen gehalten sein, im Staate. Und diese Grundsätze müssen Sie anerkennen: uns gegenüber wie die Offiziere der beiden Nationen zu grüßen; ihrerseits werden sich die Offiziere allen Anderen gegenüber, cs mag Ihnen lieb sein oder nicht. Auch darüber bitte ver beiden Armeen gegenseitig grüßen. ich noch um einige Worte, und ich bitte, sie mit dem Wohlwollen aufzunehmen, Pans, 1. Aug. Der „Gazette des Tribunaux" zufolge sollte den Auge- wie ich sie mit der redlichsten Absicht auSspreche. Es wirv gewiß diese Debatte klagten gestern die Anklageschrift überreicht werden. auch mit unendlicher Aufmerksamkeit verfolgt werden im Elsaß; verletzen Sie nicht London, 31. Juli. Ein Befehl des Ministerialraths ertheilt den Behörden die religiösen Gefühle im Elsaß! Ja, man kann doch religiöse Gefühle ver- Der Seestädte Vollmacht, alle nöthigen Maßregeln zur Verhinderung der Einletzen ! schleppung der Cholera in England zu ergreifen. — Eine Zuschrift des persischen Abgeordneter Freiherr zur Rabenau: Sie verletzen sie durch das, was Sie Gesandten an die hiesigen Blätter dementirt die Mittheilungen über die Hungers- sagen wollen. Abgeoroneter Freiherr von Ketteler (Baden): JchV Präsident: Darf ich bitten, sich mit der Rede an das Haus zu wenden, nicht an ein einzelnes Mitglied! Abgeordneter Freiherr von Ketteler (Baven): Ich weiß nicht, wie ich die religiösen Gefühle der Elsässer verletzt haben sollte. Abgeordneter Freiherr zur Rabenau: Das werde ich Ihnen nachher Nachweisen, —• wenn ich zum Worte komme. Präsident: Ich bitte, den Redner nicht zu unterbrechen. Abgeordneter Freiherr von Ketteler (Baden): Ich denke, meine Herren, Darauf sollten Sie in wohlwollender, gerechter Weise Rücksicht nehmen. Die Elsässer sind ihrer großen Majorität nach ein ihrer Kirche und ihrem Glauben treu onbangenDes Volk; treten Sie diesem unberechtigten Urtheil entgegen , daß man mept mt. Deutschland verbunden werden kann, ohne in religiöser Hinsicht in irgend einer Beziehung, wenn man Katholik ist, beeinträchtigt zu werden, treten Sie dem dadurch entgegen, daß Sie innerhalb der allgemeinen Gesetze die Selbstständigkeit und Freiheit Der kirchlichen Bekenntnisse proklamiren, und Sie thun dies, wenn Sie unfern Antrag annehmen. (Fortsetzung folgt.) noth und Pest in Persien. Vermischtes. Londorf, 26. Juli. Gestern, Nachmittags gegen 5 Uhr, zeigte sich bei dem Fiiiaidvrf Geilshausen, eine in unserer Gebirgsgegend sehr seltene Naturerscheinung. Äine Windhose, von Süd-West narb Nord-Ost wirbelnd, welche bis in die tiefgehenden Wolken reichte, riß Alles mit sich und richtete große Verwüstung an, jedoch nur auf einem sehr schmalen Striche. 3n ihrer Begleitung war eine so hohe Rauchsäule, daß die Bewohner hochgelegener Ortschaften glaubten, daö in der Richtung liegende Dorf Odenhausen stehe in Flammen. In den Freiherrlich von Nabenauischen Waldungen wurden etwa 40 starke Buchen, von welchen einige einen Durchmesser von 2 Fuß hatten, theilS mit der Wurzel hcrauSgeriffen, theils einige Schuh über dem Boden abgebrochen, wobei daS starke Holz in etwa hundert Fasern gedreht und zersplittert wurde. Andere Bäume wurden ihrer sämmtlichen Aefte beraubt. Man rechnet in einem kleinen District, den eö berührte, etwa 50 Stecken Holz. An der, von Grünberg nach Londorf führenden Staatsstraße, welche das Naturereigniß quer durchschnitt, waren fußdicke Obstbäume stumpf abgerissen, oder, der Länge nach, in der Mitte gespalten, wie von einem Blitzschlag. Die lvSgerissenen Stücke wurden weit in das Feld geschleudert. Ein von Grünberg kommender Wagen, weicher die gefährliche «Stelle der Straße bereits passirt hatte, wurde vom Luftzug ergriffen und die Böschung hinabgeschleudert, so daß der Kutscher und ein Mitfahrender stark verletzt worden sind. Gin. Trupp 'Waldarbeiter, welcher sich flüchtete, aber von den weithin geschleuderten Aesten noch erreicht wurde, Spanier, neues!, i Actk Frankf. Bank 13" Frankf. Vereins-! Darmst. Bankact. "Wien Bankactien Galizien 240 V, BöKfDflarh 1. Augiisl prems. Wo Jt Frankf. Nass. 4*/2°,o Obi- KurhtoS. 4»/o " gi. Hess. 5°'o vt , . 4O/o f ; „wo« Bayer. Wo » , 4Vt°/o 40/0 lyahnj Würtemb. Baden 41/2°/o Obi Oesterr. Silberre „ Papierrei „ 50/0 M. 8 Amerik. Bonds 1 -"Ä »* ti* Jrt'fi IW lnl P«»s- llN; Ob die 5.3UÜ« c scheiden, «o ' fflum no» wr M° circa f/ f. if Berste HcheckM Stc M Montag dm von Vom M in dem Gießer ltnHlltzstrauch.Un M unb Neuheem ofsEch vechche' 1- Bi S decken N W Wellen n. Bau-, We 80 Nadel-Stami 1OLZ Stang ol Elchm- ‘»Ntnb« Lgen vorschrisic üHuMisi bis' b??n .^Herzog ^. umliegenden r Ntn, den 28. _ Felsin •2 ...?*• Q Jliöi 1 t0® 14 (V 4^. Mi- U Xh (8-3.) *6 L «* riotZcr Fürsorge ßr tfrlci Gelkz-.il. r Kall, dntz Solche, ;cr «der mit ihrer tir in Weitem fr Brlobtmg adge« a: tbta so witzig i- llkhwlll.' solgeide Bekannt' ttzlrr, dütz Vie N«. Mg für die srai' präjeDitm. M t.Z polmschee Ao verrichten.' „Ä chrcn nach aeim fje ans Nsnzrb den ubngitt it« ita MMttv bil m 30 ,Lt. ,3= ziLnzvsn gwahll, l;ntu mit grogtf Bel:gttungsjch°u •trijt (eil nnt die i venlslher, drr in 1$ w Pächter w iw h E ::rUagt, °°k I«. f,0« M ,IS'' lt*nh ■ niet I >* L J»#* j . ;r «( i-wti. CN^tSuTi» ’i» **£<«** | >" i «•* i die mMitci W#* al** i lUttroM" »»*h a w * kam mit geringeren Verletzungen und dem Verlust einiger, durch den Wirbelwind entführter Kleidungsstücke davon. (D. 3.) Groß-Gerau, 27. Juli. Das hiesige Grdbeben hat heute wieder einen Eyklus von Er- fchütterungen begonnen, nachdem eö zwei Monate lang vollständig geschwiegen. Die letzte Erscheinung der Wmtcrperwde war am 25. Mai Abends bemerkt worden und seit jener Zett zeigte sich auch nicht mehr der geringste Donner. Heute Morgen um 11 Uhr 52 Minuten ertönte jedoch ein plötzlicher Plumps mit leisem Schüttern der Wände und Fenster und folgendem Nachrollen. Um 1 Uhr 45 Minuten wiederholte sich dieselbe Erscheinung etwas schwächer, jedoch mit deutlicherem , sich sprungwe.se fortsetzendem Rollen. Der Charakter der beiden Erscheinungen war der Art, daß sie dem hiesigen Eentrum anzugehören scheinen und nicht dem in der Nähe von Auerbach, das sich seit dem 10. Februar d. I. oft bat. Im vorigen Jahre hatte sich im Juni gleichfalls eine Pause gezeigt, der am 5. Juli eine Reihe von Erschütterungen folgte, um im letzten Drittel dieses Monats wieder vollständig zu ruhen, bis mit dem August wieder die Winterpeciode begann. Ob die heutigen Erscheinungen als Verspätung dem Sommersolstitium angehören, wie die vom 5. Zuli 1870, oder ob mit ihnen schon der EykluS des Winters begmnt, läßt sich noch nicht entscheiden. So viel scheint jedoch sicher daraus hervorzugehen, daß das hiesige Phänomen wohl kaum noch vor Ablauf des nächsten Jahres seine Thärigkeit einzustellen gedenkt. lD. Z.) Börseanachrichten 1. August 1871. Preuss. 4V2% Oblig. 98 Vz Frankf. 3i/2% Obi. 823/8 Nass. 41/2 0, g Obi. 975,8 Kurhess. 4% „ 883/4 Gr. Hess. 5% Obi. 102 , » 4o/o „ 89 » „ 31/2% , - Bayer. 5% „ 1013/4 n 41/2 °/0 1jährige 983/4 n 40/g 1jährige 93 Würtemb. 4V2% Obi. 973/4 Baden 4i/2% Obi. o. E. L. 97i/4 Oesterr. Silberrente 565/s „ Papierrente 483/4 „ 6% M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 993/8 „ n 1882r 967/8 w „ 1885r 96> . »» „ lS87r 963 6 Spanier, neuest. 30/0 317/s Aetlen. Frankf. Bank 137'/2 Frankf. Vereins-Kasse lOSVz Darmst. Bankact. 374 Wien Bankactien 736 Galizien 240 V» Aetien. Oest. Creditaot. 27 45/8 50/g östr. F. St. E. B 409 Lombard. Bahn 1715/s Ludwigsh.-Boxbach 182 Maxbahn 1273/4 Bayer. Ostbahn ISO1/» Hess. Ludwigsb.-Act. 156 Rhein-Nahebahn-Act. — Oberhessen 76 Prioritäten. 30/g öster. Stsb.-Prior. 58 3°/0 öst. s. Lombard 731/2 30/g Livorneser 32OOC der Aula. Angekündigte Vorträge: Herr Professor Schneider: „Heber Austern." Herr Professor Streng: „Geologische Mittheilungen.* $ The Gresham. Englische Lebensverhcherungs - Gesellschaft in London. Die Gesellschaft übernimmt zu festen und billigen Prämien Lebensversicherungen und vertheut in dreijährigen Perioden 80 Procent ihres Gewinnes unter die mit Ge- winnantheil Versicherten. Resultate des am 30. Juni 1870 abgelaufenen 22ten Geschäftsjahres: Es wurden in genanntem Jahre 3971 neue Anträge für eine Versicherungssumme von Fcs. 46,218,200. eingereicht, wovon 419 abgewiesen, dagegen 3552 für eine Versicherungssumme von Fcs. 41,415,425 angenommen wurden. Hierdurch ist die Ge- sammtzahl der Versicherungs-Verträge auf 23,945, für eine Total - Vcrffche- rungs - Summe von Fcs. 236,579,375 gestiegen. Pramieneinnahme: Fcs. 9,095,937, einschließlich Fcs. 1,454,210. 20 Cs. für neue Prämien, wodurch sich mit dem Zinserträgniß von Fcs. 1,363,488. 45 Cs. >"r angelegte Capitalien eine Gesammt - Brutto - Einnahme von Fcs. 10,459,425. 45 Cs. ergibt. Für Todesfälle wurden einschließlich Bonus (Gewinnantheil) Fcs. 3,470,084. 70 Es. ausbezahlt und nach Bestreitung aller Ausgaben die verzinslich angelegten Capitalien um Fcs. 4,324,045. 50 Cs. vermehrt. Der Gesammt-Reservefond beträgt Fcs. 33,690,359. 3 Cs. Für die letzten 3 Jahre kommen Fcs. 1,000,000 an die mit Gewinnantheil Versicherten zur Vertheilung. Prospecte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt von der General-Agentur für das Großherzogthum Hessen: C. B e r n n in Darmstadt, sowie von dem Agenten der Gesellschaft in Gießen: S. Flörsheim. mit Domicil Darmstadt. Bernhard Beyfuß in Gießen, Carl Gaul« in Darmstadt. Grund-Kapital Reserve-Fond Ende 1868 13 Millionen Thaler. 17 Millionen Thaler. Vrämi^—^Erhalt schließt Feuerversicherungen jeder Art zu festen und billigen Sickerstelluna hpJ Mchaft und Fabriken besonders loyale Bedingungen"— §°LkbÄ?un^ " $Ci md’Vid6rirtcr Versichnung" unter fiä“ertl&en au§fu"ft' foroie 3ur $ermilteIunß Die Gartenlaube. Die Nr. 30 bringt folgende Beiträge: Die stumme Signora. Erinnerungsblatt aus der Mappe eines ehemaligen Leipziger Studenten. Von Karl Wartenburg. (Schluß.) — Eine Binnenseestudie aus den deutschen Alpen. Von Arthur Müller. Mit Abbildung: Stürmische Heimfahrt auf dem Chiemsee. Nach seinem Oelgemälde auf Holz gezeichnet von Professor Karl Naupp in Nürnberg. — Aus den Tagen des Berliner Jubels. Von H. Scheube. (Schluß.) Ein moderner Eugen Aram. Skizze aus dem amerikanischen Verbrecherleben. Von C. A. Hontheim. — Die Zauberquelle und ihre Trinker. Von Max Ring. — Nanu, Bazaine, nu kannste nid)’ raus!" Nach seinem Oelgemälde auf Holz gezeichnet von Jul. Keertz in Düsseldorf. — Literaturbriefe an eine Dame. Von Rudolf Gottschall. VII. — Blätter und Blüthen: Zwei neue Schwindel. — Gefunden 1 SRebaction, Druck unb Verlag ber Brühl'schen Univ. - Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. ©onnenten, w Im Al ien GlHkiP Gießen, \ Dir Zch kauf der naäjfttn Lordergrunbe der i ras eigentlich die Mtate derselben g Mahren vir, daß tir Entschluß des p lgr Reife gediehen i jenseitigen Freund Mm der Politi » GS Mitztraue i'" Weg einer ,inntni H man ii Gierung dvn der >‘i in seinen Goi Waldige 6r|igrh “P möchte es ji'iif etaatimä'nn Wflnib Idkn, *»■ Di. u-m • J’bnijum, 7 3M« (ntj.j »on t.n 31,1 Wim, W’«« »»bin, . J? i« trott 6, T111 I,t. re,n [önnen. r friihnni ät« sä ® so n