Anzeige- und Amtsöfatt für den Kreis Hießen Samstag dm 3. Juni sr§-. 126 8S71 or. t r Gießen, den 27 Mai 1871. Gießen, den 2. Juni 1871. U Ölung, gen ent- r »fff«1' ■n Ifrnrt Ifflt- n 6 u oh« adel, wm. Preis s terreljährig 1 st. 12 kr. mit Bt-ingerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ff. 27 • ft. Zn den Zeitungen ist von Versuchen ter dtposseoinen Fürsten die Rede, mit ter preußischen Regierung ein Abkommen bezüglich ihres sequestrirten Vermögens zu erzielen. Wie wir vernehmen, sind bis jetzt noch keine bestimmten Anträge gestellt worden, auch wirb sich die preußische Regierung in Vieser Beziehung nicht zu überstürzen brauchen, Venn die Versöhnung mit dem Hietzinger Hofe unv dem Kurfürst'N von Hessen hat heutzutage keinerlei politische Bedeutung mehr. Der Telegraph bestätigt unsere gestrige Behauptung, daß der Wiener Hof nicht entfernt daran denkt, dos Ministerium Hohenwart zu entlassen. Der Kaiser von Oesterreich hat in seiner Antwort aus die Adresse ocs Reichörathes die Politik des Grafen Hohenwart entschieden gebilligt. — Nun, wie man sich bettet, so schläft man. 3^ Paris ist Ruhe und Ordnung hergestellt; aber die Ruhe ist die des offenen Grabes und die Ordnung herrscht durch die Bayonnette. Die Commune ist besiegt, in Brand und Blur erstickt. Es war hohe Zeit: die Commune hat ihre Orgien oom 18. März bis 28. Mai Abends gefeiert, zwciundsievenzig Tage lang, und welche Tage und Nächte des Blutes und des Verderbens! Die letzten Trümmer des Auistanbes, die sich nach Vincennes geflüchtet hatten, ergaben sich am 29. Mai, unv die Militärbehörden schritten sofort zur vollständigen Entwaff- nung mit Haussuchungen und Verhaftungen, ohne den geringsten Widerstand zu finden. Schon am 29. konnten 12 Regimenter Infanterie, 2 Regimentes Ca- vallerie und 5 Batterien nach Versailles zurückgenommcn werden; indeß bleibt das 5., 14. und 16. Arrondissement von Paris, sowie Belleville und La Villete, von Truppen besetzt. Die gaffende Menge kam am zweiten Pfingsttage wieder aus den Häusern und füllte die Straßen, um die Stätten der Verwüstung in Augenschein zu nehmen. Am ersten Pfingsttage war seit 10 Uhr Morgens kein Schuß mehr gefallen, aber drei große Brandstätten verkohlten langsam, doch galt die Hauptstadt nicht weiter für bedroht, obwohl das Centrum und der Osten von Paris noch in Rauch gehüllt waren. Bis zum letzten Augenblicke wurde hartnäckig, blutig, ohne Gnade und Erbarmen von beiden Seiten gekämpft, und es werden Dinge erzählt, welche so haarsträubend sind, daß man zur Ehre de« Jahrhunderts hoffen möchte, sic seien von der französischen Phantasie, die das Maßlose und Grausige liebt, übertrie. en worden. Nachdem Belleville und die Buttes Chaumont in der Nacht vom^gSamstag auf den Sonntag von Ladmirault und Vinvy genommen, waren Vie Insurgenten in die äußersten Winkel der Hauptstadt zwischen den französischen Truppenm.-.ssen und den deutschen Linien eingekeilt. Ueber die letzten Scenen des Kampfes fehlt es zur Stunde^ noch an näheren Angaben; es wird nur gemeldet, daß es den Truppen nach Säuberung von Belleville gelang, noch 2- bis 300 als Geißeln in der Roguette gefangen gehaltene Unglückliche zu befreien. Die Stimmung der Versailler sowie die der Truppen in Paris wirb als sehr erbittert gegen den Theil der Pariser Bevölkerung geschildeit, der für die Erscheint täglich, mit ÄrrL» nähme Montags. Spedition : Lanzleiderg Sit B. Nr. 1. 10 bii 2 W' >cr^ Grotzherzoyliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. 2. Juni. t Die Commune in Paris hat nicht blos die monumentalen Gebäude auf wahrhaft btstialische Art und Weise vernichtet — ärger noch hat ffr die Entwick- lung des freiheitlichen Gedankens in Frankreich gefchäbigt. Sie hat der Reaction des Absolutismus Die Bahn geebnet, nicht blos in Frankreich, sondern auch in Deutschland. Selbst die „N. A. Z." benutzt die Aufzahlung der von den In- surgenten verübten schändlichkeiten, um daran die sophistische Schlußfolgerung zu knüpfen, der „Liberalismus" habe die Tuilerien angezündet. Sollte der ,/N. A. Z." plötzlich das Unlerscheidungsvermögen so weit abhanden gekommen sein, daß sie vernünftigen Liberalismus und hirnverbrannten SocialiSmuS in einen Topf wirft? — Auch andere Blätter, die in „Patriotismus" machen, sind ver- blendet genug, die Presse als die eigentliche Urheberin der Pariser Greuelscencn zu venunciren, und wenn in Versailles der Antrag gestellt ist, die Cautionspfl-cht der Zeitungen wieder einzuführen, so gibt es auch in Deutschland Leute genug, welche durch solche, der Freiheit Hohn sprechenden Beschränkungen der Presse den Irrlehren des Socialismus glauben Vorbeugen zu können, während sie doch hier- durch nur die Unzufriedenheit unter den Massen vermehren können. Auch die halbofficielle „Provlnzialcorrefpondenz" bringt ctntn Artikel, ter die Besorgniß rege macht, daß wir, ähnlich wie nach den Freiheitskriegen, einer Reactionsperivde entgegengehen, die Deutschland um die Früchte seiner Anstrengungen bringen soll, in der es nicht Tag, sondern wieder Nacht werden dürfte. DaS genannte Blatt bringt in seiner neuesten Nummer einen Artikel über den Reichetag, der mit folgenden Sätzen schließt: „Alle Erfolge der jüngsten Vergangenheit nach Außen und Innen wären bedroht, wenn der Geist der Eintracht, dem sie ihr Dasein verdanken, durch den Reichstag verleugnet würde, wenn das Bestreben zur Geltung käme, da- Ansehen der Negierung zu schmälern, das Vertrauen der Beamten zu ihren Vorgesetzten zu erschüttern, oder gar die Zucht der Armee zu lockern." — Also dieser sehr gefügige Reichstag, der sich in der Nolle des lediglich berathendcn Körpers gefällt und fern von dem Bestreben ist, den Schwerpunkt der Politik in die Nationalvertretung zu legen, soll das Vertrauen der Beamten zu ihren Vorgesetzten erschüttern, weil er das Petitionsrecht aller Staatsbürger ohne Ausnahme nicht gern verletzt wissen möchte unv noch mehr, er soll die Zucht der Armee lockern wollen, weil er den bedürftigen Reservisten unv Landwchrmännern, die durchaus nicht für ihre über alles Lob erhabene Pflichterfüllung belohnt werden sollen, die Mittel nicht vorenthalten will, ihre Berussgeschäfle, aus denen sie durch den Krieg gerissen worden, wieder aufnehmen zu können! In der That, es ist hohe Zett, daß der Reichstag die Augen aufknöpft und die Negierung beschwört, von den Neactionsversuchen abzustehen, welche nicht nur die Harmonie zwischen Negierung und Volksvertretung, sondern auch die Eintracht zwischen Regierung und Volksvertretung stören müssen. in £ l dc Bekanntmachung. Der Stadtvorstand zu Gießen nimmt für den öffentlichen Zweck der Vergrößerung des Friedhofes und der Anlage eines Weges die Abtretung von 11485/io HMaftern der im Grundbuch dem Theodor Lotz und dessen Ehefrau Marie, geb. Walker dahier, zugeschriebenen Grundstücke Flur XXXIII Nr. 219,5, 220 und 221 in Anspruch und hat, da eine guillche Abtretung nidjt hat erlangt werden können, die Anwendung des Gesetzes vom 27. Mai 1821 über die Abtretung von Privateigenlhum für öffentliche Zwecke beantragt. Demgemäß wird der Plan, ans welchem die Verwendung fraglichen Geländes zu dem angegebenen Zweck ersichtlich ist, acht Tage lang, nämlich vom 8. bis 15. Juni l. I. auf hiesigem Bürgermeisterei-Bureau während der übliche» Geschäftsstunden zur Einsicht offen gelegt sein. g üb« die chlagmdssi dft tim I M Nach- | zs-Akll- I t und VN- f Gefundene G e g s n st a nde : Ein großer Beutel, mit Milchbrödchen angefüllt, eine Verzierung zu einem Kleide (schwarzer Lustre mit schwarzen Garnituren), ein kleines Taschenmesser eine schwad- seidene Mütze mit Schild und ein grauer Fingerhandschuh. 8 Die Eigenthümer werden ausgeforderr, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder ziirückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden. ählep rartt ufuff ya' u I Ä H ;n w fw . ttichk Dich en f ch it kerultz »ich« i che 8 in Gotha, ntr unt ll'che« Mck uchtn unb* nb: sitzender. ßch. Ersparnis Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Starck. BeSs»r»«g«n auf Seit Gießener Anzeiger “* Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für den Monat Juni zu 20 fr Brodpreife vom 3. bis 10. Juni 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischtes Brod 21 fr. 2 Pfund gemischtes Brod 10y2 fr. 4 Pfund Roggenbrod 18 fr. 2 Pfund Roggenbrot) 9 fr. Ordnung sich wiederholt so beredt vernehmen ließ, doch in der Stunde der Gefahr, statt sich den Truppen anzuschließen, sich in den Kellern verkrochen und dadurch, statt sich und Anderen zu Hilfe zu kommen, der äußersten Gefahr willenlos an- heimgegeben habe. Nur ausnahmsweise erschienen beherztere Einwohner und brachten den Truppen Brod und Wein, dagegen wurde Thiers, als er von Sevres bis zum Trocadero fuhr, von der Bevölkerung mit lebhaften Freudenbezeugungen begrüßt. Der Theil der Bevölkerung, welcher sich von den Orgien der Commune hatte berauschen lassen, darunter vorzüglich Weiber und Kinder, zeigte sich fanatisch in Mord und Brandstiftungen, und ihm ist es vorzüglich zuzuschreiben, daß die Feuersbrünste kein Ende nahmen; während Männer sich verzweifelt wehrten, leerten sie die Petroleumfäffer und steckten die so vorgerichteten Häuser an. Die Metzelei in Paris hat ihren furchtbaren Cyaracter recht eigentlich am 3. Tage des Kampfes angenommen, als die Versailler die Gefangenen zu tödten begannen. Zugleich fingen auch die Brandstiftungen an. Es herrscht nun fast in ganz Frankreich ein panischer Schrecken vor com° munistischen Brandstiftungen. Versailles selbst soll mit Petroleum bedroht sein; in Fontainebleau hat man Leute verhaftet, die den Wald anzünden wollten, und in Marseille will man sogar eine ganze Verschwörung von Brandstiftern entdeckt haben, als deren Haupt Naquet, unter Gambetta Präfect von Corstca, ins Ge- fängniß abgeführt worden ist. Naquet's Frau, bis an die Zähne bewaffnet, versuchte, den General Espivent zu erschießen, als derselbe an der Sp:tze einer Truppenabtheilung kam, um die Verhaftung zu vollziehen. Einem englischen Telegramme zufolge versuchten bOO Aufständische aus Belle- ville, sich durch die preußischen Linien die Flucht zu bahnen; die Preußen hätten jedoch 100 derselben erschossen und die übrigen den Versaillern ausgeliefert. Dem „Moniteur" geht folgendes Schreiben zu: Herr Redacteur! Gestern, Donnerstag, um 4y2 Uhr Nachmittags, hat das 101. Bataillon der National- garde auf Befehl seines Obersten, des Bürgers Cerisier, das ganze Personal des College Albert le Grand (einer Dominicanerschule in Areueil), tm Ganzen 24 theils geistliche, theil- weltliche Personen an der Thür des Disciplinargefängnisses des Sektors der Gobeling (Avenue d'Orleans 38) maffacrirt. Als um 5y2 Ufcr die siegreichen Truppen in die Avenue d'Jtalie eindrangen, lagen die Leichen von vier Dominicanern noch auf dem Boden, von der elenden Bevölkerung schon ihrer Kleider beraubt; es waren dies die PP. Coterault, Delhorme, Chataigneraie und Burard. Man hat noch eine schwache Hoffnung, den Prior von seinen Wunden genesen zu sehen. Die Dominicaner starben unter dem Ruse: „Für den lieben Gott!" und, wie die Professoren und Diener der Anstalt, mit dem größten Muthe. Abb6 Grandcolas. Wie aus Florenz gemeldet wird, gelten die Rüstungen Italiens Frankreich, gegen welches in Beziehung auf die römische Frage die italienische Regierung alle Ursache zu Mißtrauen haben will. Man will in Florenz erfahren haben, baß die von sämmtlichen katholischen und nichtkatholischen Souveränen Europas (mit Ausnahme Englands) dem Papste anläßlich seines 25jährigen Regierungsjubiläums zugedachten HuloizungSmanifestationen von Thiers angeregt und betrieben worden seien. Die italienische Regierung hat alle Vorkehrungen getroffen, den päpstlicher- seitS für diesen Tag vorbereiteten Unruhen zu steuern, und wird sie unabänderlich am 1. Juli nach Rom übersiedeln, wohin ihr die Gesandten sämwtlichcr auswärtigen Mächte, mit Ausnahme des französischen, folgen werden. Darmstadt, 31. Mai. In manchen Grenzorten des Großherzogthums fehlt es hinsichtlicd einiger Arbeitszweige, namentlich im Gebiet der Baurcparatu. en an guten Handwerkern, während in den benachbarten Staaten solche vorhanden sind. Um im Großherzogthum Arbeiten ausführen zu dürfen, müssen diese ein dresseiteges Gewerbspatent lösen, wozu sie sich jedoch nur dann entschließen, wenn sie im Groß- herzozthum Gelegenheit zu einigermaßen erheblichem Geschäftsbetrieb finden. In ähnlicher Lage sind mehrere preußische Grenzorte. Die k. preußische Negierung sah sich daher veranlaßt, mit Hinweisung auf die in Preußen unter gewissen Bedingungen stattfindende steuerfreie Gestattung der Vornahme bestellter Arbeit durch auswärtige Arbeiter eine gleiche Behandlung der auswärtigen Arbeiter im Großherzogthum Hessen in Anregung zu bringen. Laut einer an die zweite Kammer der Stände gerichteten Mittheilung Gr. Finanzministeriums ist die Gr. Regierung geneigt, hieraus einzugehen und hat an die Stände das Ansinnen gestellt, ihre Zustimmung dazu erthetlen zu wollen, daß im Auslände ansässige Handwerker, welche im Großherzogthum Arbeiten des Handwerks, zu dessen Betrieb sie an ihrem Wohnort die Berechtigung erlangt haben, auf Bestellung ausführen, ohne jedoch eine GewerbSanlage im Großherzogthume zu errichten, von Oer Gewerbsteuerentrichtung freigelassen werben, sofern in dem Staate, in welchem sie wohnen, die Rec'.procität gewährt wird. (D. Z.) Berlin, 30. Mai. Der Chef des großen Generalstads der Armee, General Graf Moltke, hat sich über Frankfurt nach Elsaß und Lothringen begeben, nachdem er vor der Abreise mehrfach mit dem Fürsten Bismarck und dem Staatsminister Delbrück conferirt hatte. Vermuthlich gilt seine Reise einer Kenntniß- nahme berüglich der Befestigungen in den gedachten Gebietstheilen. 7 Berlin, 31. Mai. Deutscher Reichstag. Die heutige 45. Plenarsitzung eröffnet Präsident Dr. Simson um 1*/4 Uhr vor schwach besetztem Hause mit verschiedenen geschäftlichen Mittheilungen. — Aus der Tagesordnung stehen Pe- titionsverichte. Mehre Gemeinden der Bürgermeistereien Meisenheim und Burgbrohl führen Beschwerde darüber, daß die Vergütung für t>ic während des Krieges gegen Frankreich von den Gemeinden gestellten Fuhrwerke, welche auf unbestimmte Zeit resp. aus unbestimmte Entfernungen requirirt worden sind, nach den von dem Bundes- rathe gefaßten Beschlüssen aus der Bundeskaffe nur mit täglich li/zThlr. für ein einspänniges Fuhrwerk und 1 Thlr. Zulage für jedes weitere P.erd bei wehr- spännigen Fuhrwerken gewährt werden solle. — Die Commission beantragt: die Petitionen dem Reichskanzler mit dem Anträge zu überweisen: 1) den Petenten für die Fuhrwerke eine Vergütung aus der Bundeskaffe zu gemähren, welche den für gewöhnliche Zeiten ortsüblichen Preisen entspricht; 2) die Lücke, welche das Gesetz vom 11. Mai 1851 hinsichtlich des Maßstabes der Vergütung für die auf unbestimmte oder aus längere Zeitdauer requirirten Fuhrwerke enthält, im Wege der Gesetzgebung zu beseitigen. — In der Discussion wurde von allen Seiten anerkannt, daß die vom Bundesrathe normirtcn Entschädigungssätze bei Weitem nicht den Aufwendungen der Kreise für die Vorspänner entsprechen; den Eigenthümern mußten pro Tag 3 bis 9 Thlr., im Durchschnitt 5 Thlr. für die zweispännige Fuhre gezahlt werden. Der Regierungecommissar, Geh. Reg.-Rath v. Puttkamer, widersprach dem jedoch; 1866 habe die Regierung eine tägliche Entschädigung von 2 Thlr. für die zweispännige Fuhre in Schlesien gezahlt, und die Schlesier waren ganz zufrieden damit, es erscheine demnach in Anbetracht Oer langen Dauer des Krieges die Erhöhung der Entschädigung auf 2*/z Thlr. vollkommen genügend. Dem gegenüber wurde geltend gemacht, daß die Verhältnisse Schlesiens mit denen der Rheinprovinz, diejenigen des österreichischen Krieges mit denen des jetzigen gar nicht verglichen werde« könnten, und daß, wenn man die Elsässer für ihre Verluste entschädigen wolle, die eigenen Landeskinder doch erst recht einen Anspruch daraus haben. — Nach längerer Debatte gelangt der Commissionsbericht zur Annahme. Die Petition des Rittergutsbesitzers Müller zu JuSkeln bei Aulowoenen, die schleunigste Auswechselung der noch in Frankreich internirten deutschen Gefangenen betreffend, wird dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen. — Der Bundes- commissar Gch. Reg.-Rath v. Puttkamer theilt dazu mit, JuleS Favre habe bet den letzten Verhandlungen in Frankfurt erklärt, seines Wissens nach seien keine deutschen Gefangenen mehr in Frankreich inrernirt , er werde aber, sobald ihm deutscherseits Näheres über den Aufenthalt der Zurückbehaltenen mitgttheilt wird, die möglichst schnelle Auslieferung derselben veranlassen. Mehre Petitionen um Erlaß eines Gesetzes, wonach religiöse Gesellschaften, namentlich auch die Baptister-gemeinden, CorporationSrechte erlangen können, werden dem Reichskanzler zur Berücksichtigung überwiesen. Schluß 33/i Uhr. Nächste Sitzung morgen 12 Uhr. Tagesordnung: Erste Lesung des Ges.tzentwurss über den Erweiterungsbau des Bundeskanzleramts; zweite Lesung des Antrags Lasker, die geschäftliche Behandlung größerer Gesetzentwürfe betreffend; Petitionen. München, 31. Mai. Das „Pastoralblatt" veröffentlicht einen Hirtenbrief oeS deutschen Episcopats an die Gläubigen und den Klerus. Derselbe erklärt, die wissenschaftliche Richtung in der Theologie sei unverträglich mit dem katholischen Glauben und verschulde allein den Widerstand gegen die Beschlüsse des ConcilS. Die Dogmatisirung der Unfehlbarkcitslehre sei das einzige Mittel gewesen, diese falsche Richtung, welche die Theologie genommen habe, zu bekämpfen. Die Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes sei keine neue, sie sei in der kirchlichen Ueber- lieferung begründet. Der Hirtenbnef beklagt ferner die fortgesetzte Gefangenschaft und Beraubung des Papstes. Das von der italienischen Regierung erlassene Garantiegesctz entbehre Oer Aufrichtigkeit und sei überdies nicht geeignet, dem Papste die nothwendige Freiheit und Unabhängigkeit zurückzuerstatten. Schließlich erwähnt Oer Hirtenbrief der kirchlichen Feierlichkeiten anläßlich des päpstlichen Jubeltages und fordert die Gläubigen zu Gebet und zu Opfern für den Papst auf. — Die Unterschrift des Bischofs Hefele von Rottenburg fehlt auf dem Hirtenbriefe. Brüssel, 28. Mai. Dem Rundschreiben, welches Jules Favre an die Vertreter Frankreichs gesandt hat, um die Auslieferung der Communisten zu verlangen, denen es gelingt, nach dem Auslande zu entkommen, ist die Copie eines Schreibens beigesügt, welches die Unterschriften von Vermorel, Dclescluze, Ppat, Vc-lles und Anderen trägt und worin mit dem Niedkrbrennen von ganz Paris gedroht wird, falls man den Chefs der Insurgenten nicht den freien Abzug gestattet und für ote übrigen eine allgemeine Amnestie bewilligt. Jules Favre stützt sich auf dieses Schreiben, um darzuthun, daß die Communisten wirkliche Brandstifter sind und schon deshalb als gemeine und nicht als politische Verbrecher behandelt werden müssen. Die spanische und die belgische Regierung haben bekanntlich erklärt, daß sie die Communisten auslikfern werden. Victor Hugo nimmt einmal wieder die Gelegenheit wahr, sich wichtig zu machen, und protestirt dagegen, daß man die Communisten nicht als politische Verbrecher behandeln will. DaS betreffende Schreiben erregt hier allgemeinen Unmuth; was besonders mißfällt, ist der hohe Ton, den er anschlägt. „In allen Fallen" — so schließt er sein Schreiben — „werde ich mein Gewissen für mich haben". Victor Hugo hält sich, seit seine Partei in Paris am Ruder war, in Brüssel auf. Er ist es gewesen, der durch seine bekannte Prociamation der Idee einer Vernichtung der Hauptstadt Frankreichs unter den Massen Eingang verschafft hat, und es darf nicht verwundern, daß dieselben ihren Ideen das zum Opfer brachten, waS Victor Hugo dem Chauvinismus preisgegeben haben wollte. Der Unmuth, Den das Schreiben Victor Hugo's hier bervorrief, hat sich übrigens dadurch kundgegeben, daß man ihm in seiner Wohnung, Barrikadenplatz Nr. 4, gestern die Fenster einwarf. Es heißt, er werde abreifen oder zur Abreise gezwungen werden. Die hiesigen Blätter sprechen sich fast alle gegen Victor Hugo aus. Bern, 27. Mai. Die königlich belgische Regierung hat dem Bundesrath durch ihren hiesigen interimistischen Geschäftsträger osficiell die Mittheilung gemacht, daß sie diejenigen Jndividucn, welche sich wegen Betheiligung an den jüngsten Vorgängen in Pans auf belgisches Gebiet flüchten sollten, nicht als politische Flüchtlinge, sondern als gemeine Verbrecher behandeln werde. Von dieser Mit- theilung hat der Bundesrath, wie bereits telegraphlsch gemeldet, Anlaß genommen, die Frage, „in welcher Weise die Schweiz ihrerseits vorzugehen habe, falls Mitglieder Oer Commune oder andere bei den letzten Pariser Kämpfen betheiligte Personen ihr Gebiet betreten würden", dem eidgenössischen Justiz- und Polizeideparte- ment zur Begutachtung zu übergeben. Daß die Schweiz dem Beispiele der belgischen Regierung in seinem ganzen Umfange folgen werde, steht kaum zu erwarten. London, 29. Mai. Man sollte kaum glauben» daß die Commune nach ihren letzten Schandthaten noch immer Leute finvet, welche für sie in die Schranken treten, und doch ist dem so. Der internationale Arbeiteroerband läßt seine Brüder solcher Kleinigkeiten wegen nicht im Stich und hat eine Versammlung abgehalten, um zu berathcn, auf welche Weise den Mitgliedern der Commune am besten zu Helsen sei. Einige „ausländische Bürger" machten den Vorschlag, eine Deputation an die Regierung abzuschicken, damit diese sich bei der französischen Regierung zu Gunsten einer miloen Politik gegen die Aufständischen verwende, während Andere den Ehrenmännern »on Paris auf eine billigere Weise Hülfe bringen zu können alaubten durch — 'eine Demonstration im Hydepark. Die Versammlung konnte sich indessen über keinen dieser weisen Vorschläge einigen und vertagte sich unverrichteter Dinge. Telegraphische Depeschen. 4- Berlin, 1. Juni. Der „Spen. Ztg." zufolge erließ der Kaiser allen bei der Feldarmee oder im Garnisonsdienste verwendeten Militärpersonen, welche bis zum 24. Mai wegen eines vor dem 17. Juli 1870 oder bis zur Einrückung !tll. T , . ' ,s vkll 1°' SiOei« i* gS* fes I*t,r 9*f (! ..toaW wf ‘M L,t w «all« Lil in 6« Nct” ß!«i 8'*', 11 ffi + Mltl,3L * OT1" w 3 |*’l dmM »«>■ ' A 8*1, !■ 3' WF»«‘ J △ Sw 3L 3,1 I II $««41 g-M c mhoüll jil können. △ London, 1. 3' p apris? 6o lautet I m noch schlimm tos imkltich noch anoere § i ?j(D, vah die Geschicke itgitmng und eine- Ci übui, batz sie exlrever! im ri mit rauchenden 2 Gg erlangt tvord.^ ■ > , «rinl ®al ZnonSereBekan Ochntliche iWofftn toerbm fönntn !id>' dm 17. -Dlai 187 S Sartorius. __ Landrichter. Ml. C’ä« ' m Wai i^i Neig,, 2307) Johann Ge mrstadt ist durch Vers :lchn Hosgerichts der : m 3. o. Ms. als L ^iMl^gesteüt und heu un Löbrich von da a '^Wichtet worden. j Mflen hierdurch W Rechtsgeschäfte mit ■ ' mder vonnun anuuf ^teilten Kurators re. 2341!; v ging "lägead. u. dmrn Jty'gen für ihre "spruch l«r Sn. W, die ln$tntn Bundes, »abt btt *tn feint -üld ihm ’lf wird, Schäften, itn( tttr- «9: Erste jlrrawts; Eefetz. Hirtenbrief f trflärt, "holischkii t Eoncilr. |tn, diese Die Lchee ien Ukbtt. ngfnfdaft erlassene ta Papste ) lrwähnt iubeltaaei - Die itff. die Der- vrilangen, Treiben! kfie-3 vnd coht wild, t und für auf diefkS ^od und k werden lärt, dah rieter die man die ittreffenVe der W >rribrn — feit seine ter durch dt yranl- nrunttrn, )vgo dem brn Victor in ihm in Ss hutzk, i Blätter ZundeSrath g gemacht, tn jüngsten 1 politische tiefer 8)W' 'tkiommlki/ fofl, W>' «ligti?«' ijtittfirtt« [t ttt b«>' u® i" «' eg8Ht , glrJnW i(i«8ric« , d,ßk° «° ^(pUläl>cl* uterun» i° „r «n‘«‘ , ,a tonnt« »e ,0"nie ß» ««’«' jai|/r 119t/2 951/0 953/4 Die Gemeinde wird gebeten, bei der Confirmationsfeier die vier ersten Banke beidm Seiten vor dem Chor den Angehörigen der Constrmanden zu überlasten. Llratzcn zum ------- - a., . ernten DerproviantirungSgegenstand^ . «-» ..ft..«, ntthrfrnrftn (£ „ Stockholz, „ Reisholz, Erlen: Schcidholz, w Prügelholz, „ Stockholz, Nadel - Prügelholz, ,, Stockholz, der umliegenden ........- - ■ ■ in ihren Gemeinden bekannt machen zu lallen. Gießen, den 31. Mai 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. V 0 gt. __ Aetien. Frankf. Bank 137 Frankf. Vereins-Kasse 109 Darmst. Bankact. 349 Wien Bankactien 7531/2 Galizien 2471/4______ PraorittUen. 30/0 öster. Stsb.-Prior. 563/4 30/0 öst. s. Lombard 73 3°/0 Livorneser 323/6 50/0 Toscaner 513/4 5% Elisabcth.-Prior. 773/4 do. II. Emiss. 77i/z “Äiileheusloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 667/ö Nassau 25 ft. 393/4 40/0 bayr. Präm.-Anl. 1083/4 Ansbacher 7 fl. 12 40/0 badische Loose 1073/4 Badische fl. 35 Loose 651/3 Oestr. fl. 250 v. 1854 75 1858r Prioritätaloose 166 1860r Loose 837/0 1864r „ 123 Braunschweiger 1SV4 Stadt Florenz 831/2 m. 8. 1. 8. 3V2% Vcr st ciflcr unq. 2322) Der Unterzeichnete ist wegen Krankheit und Irregularität ^"“Umßc- buiiß nothgedrungen, seine sammtlichen J mobtlien, bestehend in: „ 2 Pferden, 5 und b Jahre alt, fehler frei und zu jedem Gebrauch taugUch , fküben: 4 Rindern, wovon 2 tcachtig, 2 Mutterschweinenfremder !^ace, Nach- I tig; 1 Hahn, 8 Hühnern und 4 Enten. 2335) Bis auf Weiteres werden an allen Sonn- und Feiertagen für das r'V” £ Publikum Fahrgeldermaßigungen m der Weise eintreten , daß ein BUlet >- Klaffe zur Hin-, und Rückfahrt m N. Klasse und rin Billet H Klasse zur Hin- und Rückfahrt in HL Klasse für den Tag, an welchem dasselbe gelöst wird, Gültigkeit hat. Gießen, im Mai 1871. _ Der VerwaltungSrath. Geldsorten. Pr. Cassen-Sch. 1 44^/g-45i/g Sachs. n Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 43—46 r doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 251/2—26i/2 Engi. Sover. 11 54 56 Rusa. Imper. 9 45—48 Dollar in Gold 2 27—28 Prügelholz, „ Buchen-, Eichen- u. ^annen- Stockholz,. Wellen Buchen-,Eichen-u.Tannenversteigert werden, als: 20''■> Stecken Buchen-^cheidholz, 173/4 „ Vritg-lholz, 163/4 „ „ Stockholz, 659 Wellen 91/4 18i/2 213/4 535 1 1 3 6 . 173/4 486 zwtutii „ Reisholz, Stecken Eichen - Schcidholz, „ Prügelholz, das Büreau des Domanen-Rentamts auf Dienstag den 6. Juni l. I-, Vormittags 11 Uhr, anberaumt, was mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß gebracht.wird, daß nach 12 Uhr neue Licttanten nicht mehr zu- gelassen werden. /M. Die Verkaufsbedingungen können täglich auf dem Rentamts-Büreau eingesehen und auch, gegen Erstattung der CoplaUen, in Abschrift bezogen werden. Für auswärtige Interessenten wird bemerkt, daß das Gebäude sich, auch -ur Erwerbung auf den Abbruch eignet und tue Baufläche nebst dem Hofraum als Gatten- anlage Vermerthung finden kann. Gladenbach, den 18. Mat 1871. bert Löbr ch von da als Curator.desselben verpflichtet worden. Es wird dies mit dem Anfügen hierdurch bekannt gemacht, daß Rechtsgeschäfte mit Jshaun Georg Bender von nun an nur mit ^uwilligung des bestellten Curators rechtsverbindlich abgeschlossen werden können. Sich, den 17. Mai 1871. Großherzogliches Landgericht Lich. Sartorius- Dr. Koch, Landrichter. Laudger.-Affeffor. 2341) Die diesjährige Grassamen-Erndte in dem Domanialwalde der Oberforsterei Schiffenberg soll . Montag den 12. L Mts., taatd„gestellt und Jjeufc J°h°nn GN- 2309) SIRontag^m^Ium d. 3-, wirb der Abbruch der Baracken auf bem Brand mittelst Soumrstwn an den Wen g,l verlangenden auf dem Bureau der Äarmi) °n- verwaltung vergeben, woselbst die Bedingungen ic. zur Einsicht offen liegen. Gießen, den 31. Mai 1871. Großherzogliche Garnisonverwaltung. Kalbfleisch. Aetien. Oest. Creditact. 2721/4 50/0 östr. F. St. E. B. 4IOI/4' Lombard. Bahn 1621/4 Ludwigs!).-Bexbach 1721/2 Maxbahn 121 Bayer. Ostbahn 130 Hess. Ludwigsb.-Act. 150 Rhein-Nahebahn-Aot. 32>/g Oberhessen „ 727/$ Preuss 41/2 % Oblig. 95^/4 Frankf. 31/2 % Obi. 82>/4 Nass. 41/2 0 0 Obi. 94/ g Kurhess. 4% r 851/2 Qr. Hess. 5% Obi. 1017/8 „ „ 4°/0 " 913/4 Bayer. 5% n 101 ,4 „ 41/2% 1jährige 971/2 40/0 1jährige 9Q3/4 Wiirtemb. 41/2°/o Obl- 95?/s Baden Obi. c. E. L. 95 Oeaterr. Silberrente 56_3/4 n Papierrente 487/g 50/0 M. steuerf. — Amerik. Bonds 188 lr 99 _ 1882r 965/8 „ 1885r 963/s * n 1887r 963/8 Spanier, neueat. 3% 32‘/4 2103) Der in gutem baulichen Zustande befindliche, im Jahr 1772neu von Holz Hausrath aller Art, besonders ca. 80 Pfund feinem englischen Zmn: 1 Grobschmiede mit Zugehor; 3 Wagen, 2 Pflügen, 2 Eggen; 1 Hobelbank, 1 Schmtz- banf mit dem dazu gehörigen Werkzeug; Bütten, Fässer?c. rc. Montag den 5 Juni I. I, von Vormittags 10 Uhr an, einer öffentlichen Versteigerung auszusetzen- Wenn sich Liebhaber finden, so kann denselben in obigem Termin auch meine Hof- raithe mit 70 Morgen Land, wobei 20 Morgen Wiesen erster Qualität, aus freier Hand von mir verkauft oder auf 3 Jahre verpachtet werden. . Rieder-Ohmen, den 24. der evangelischen Gemeinde zu Gießen. \ Gottesdienst. Am 4. 3itni. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Eonfirmation der Mädchen. Nachmittags: Mitprediger Drescher. (Collecte für die Stadtarmen.) Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 4. bis 10. Juni besorgt Pfarrer Landmann. Wellen „ Reisholz, uv Stück Buchcn-Erbsemeifer, 98 Eichen-Stämme mit 2759 Cubikfuß, Erlen- „ „ 1^6 „ 90 Radel- „ „ 1277 5 Eichen-Stangcn „ 2o w 3 Hainbucheii-Stangen mit 9 „ 296 Radel-Stangen mit 1057 „ Die Zusammenkunft ist,, auf der Llchcr Chaussee am Bahnwärterhäuschen- Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wud Zahlungsfrist bis 1. October d- I gestattet. . .....HA«, r.ii'imrtftfreien Reisholz, geringe Eichen - Bauholz - Stamme von 2515 Cubikfuß, Tannen-Baubolz-Stamme " von 2216 Cubikfuß, starke Eichen- u. Tannen-Stangen von 3451 Cubikfuß. Bei dem Brennholz kommt 10 Fuß langes Eichen-Prügelholz und beim Tanncn- Reisholz kommen lange Forstrnser zu Boh förung gewesen- „scheint demnächst -ine Broschüre, die Li;.®.*-.“• W.e verlautet, hat Viewr Hugo gestern Brüssel «nd ist nach Rotterdam ge«.st^ Morgen an der Station ... »:»- •”»«■ -i- >« w "" «°ch -'nh°>-n »u können. x . Situation in Frankreich: △ London, 1. IM'. Zimt« lafl! jst in Ruinen, wae •Et apr*^ ?fj.<60mer “fnsmen ? Bor Allem sollte man nicht »crgessrn, daß cs in lann noch schlimmer kommen ... $man sollte außerdem nicht ver- Frankreich noch andere Städte al Pc 6 ^iner Versammlung und einer ®'f»ldc'hÄ ».X, _ , x :befannt gemacht wird, daß nur die Erndte Hchversteigerung im Gießener ' Besondere Bekanntmachungen. bcr ^bt^cllullß Rückars zum Ausgebot Stadtwalde. Oeffentliche 8,l«nntm«*una. .j* «J-2300 »Ät, 2307) Johann Georg Bender von Großherzogliche Ob-rchrsterer L-chrste 6-| jn bem Gießener Stadtwald-, D'sttrc- (»berstadt M durch Verfügung Grollb-rzog- ______________(-S>corfllJ---------------- t-n Heegstrauch Oberbaag, N-uh-a und Vergebung von Arbeiten. ((i6ten gemeinen oder mitvläri^en.Otrpjtnt«S'SsSuTÄ' wird uns i^dieser °°n U- Beziehung Aufklärung «erschaffen. ----- ,M-n, welch-^aus dem Kloster ihr H^tquarst» "erungen Frischbäcker )U GikßkN. aw,reuz,0-inrich B-ank in d-r nenftanflcn vor. Lich, am 30. Mm 187L Fürstliche Oberforsterei Llch. E i g e nbrodt. Holzversteigerung. 2323) Mittwoch den 7. Juni d. I-, von Morgens 9 Uhr an, ; sollen im Frankenbacher Gememdcwalde, Holzverfteigkrung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich- 2280) Künftigen Montag, den 5. Juni, Morgens 9 Uhr, soll im Districte ^Riedwald", auf der Laubacher Straße, an der Nebelsbach am Hat- tenröder Wald anfangend,verstelgertwerden. Stecken Bucheu-^cheidholz, „ Buchen-, Eichen- u- Tannen- 31 Fuß breit, dreistöckig, soll nebst. zuge- j hörigem Grund und Boden,rm Flachem gehalte von 69,4 OKlftr. - Flur l Nr. 143 n und 144 — in Folge vorliegender Verfü r-iiend- »ung in öff-ntlkch-m Ausgebot zur Der- mienoe Ä nphrnrfit werden. Utn ru sein. Ersatzwahlen für die Nationalversammlung + Versailles, 1. Jun • »» '» «I» J Es sind noch 120 Deputir.e lit) d-fimnv auf J8- ott’ • J R,/„vng hab- betreff« der Prinzen von Mmlung einzuladen. @rla6 dk« Commandanten von Paris, Mar- «°d 6» ^iSJUn3iUn«7i”f®«"8S6TOÄ?tiUra% inl ^ta,cr. tu 6i,attht i. PerLL 'Die Hinrichtungen sind N d» Lu einkLtze Anzahl fremder Namen. Kaum _ emguiLvi.. «raniokn Wenn ter Krlegarath spricht. 4 25iem‘ CM u h“ d^r Angeklagte nur noeh seine Seele Gott zu „Bringt ihn zur Br.gat,e , \* v . ? . b{Ere Worte iu bedeuten haben Mpfehlen. Die Meisten wissen indessen^ mcht e^in den^Hos der Kaserne eintrcten. E lernrn ihr «»>ck>a erst krn. „kannt, wie gefährlich — Bei der großen Me g GesunvhcitSrustande werden könne, tit Bezrabung °"s°ibcn in . Petroleum zu verbrennen, dem Mittel, 2312) In Lit. D. Nr. 3 auf dem Kreuz 2325) Ein zuverlässiges, mit guten Rmk fielt veriebeuea TOnhXn wer- •3immcr *u oermiethen und Nissen versehenes Mädchen'wird gegen kann sogleich bezogen werden. Lohn für ältere Leute zur Bedien, Stecken Bürstenmacher Winter. St. 128 , 8WK1I Gießen, 2. Juni 1871 Dir Mio ß- C. Rübsamen. 2174) Die Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Herisau, Schweiz' w in Folge ihrer vorzüglichen Wirk- l rrmf i hr> •• < Iiwyi uuiu) ucn vrrjtnoei l I. B. Lindt, Nachfolg Schnurgasse 58 in Frani Daniel Wirth. ein Haus in 23293 @u,e (Äls* । 'ljitlkn tviV. bei Chr. Lampus, Bäcker. Rn wenn Ordentlicherb” bn^ den letzten Braß »«2 mgungm in die * betroffenen Familie bei den Wohl- j lit öfttiM, m l toeijer I., habenden nmgehen wird. Man bittet litt m a.u imachermeister. um fteunpliche Aufnahme M Zm w ---------------------.---------------- WtStcho, (2265) Heinrich Möser, H- M. Jugh ardt. Der Vorstand. Gebr. Ebel (Weinhandlung.) ** u-w Lttlag der Ärühfl^unw.-Druckerei (Fr. Eh r- Pietsch) in Gietzem Zum Ä S Zimmer mit Cabintt ist bi5'cin s bei Ä Ä “ n‘r»- Zu erfragen ^d -----—12 ' K u 11 / Selterswea 82. , Gin Lehrling wird in ein hml- Zu "kragen bei da 1738) In Lit. A. Nr. 161 vor dem Wall- or ist im dritten Stock ein möblirtes Zimmer zu oermiethen. lamkett bei Unterleibsbrüchen, Muttervorfallen und Hämorrhoiden vielseitig- Uen Dank yeerntet. Zahlreiche Atteste bestätigen eine toUftaubiQc Heilung selbst bet veralteten Fällen. Auf fran- tirte Anfrage wird Gebrauchsanweisung gratis ver-sandt. — Zu beziehen in Topsen zu Nthlr. 1. 20 Sgr. fl. 3. — sowohl durch den Erfinder selbst als durch Mr Unterleibsbruch Leidende. ,.2316) Eine zweitstillende Amme wirU di- Exp-d. ®'nymt§9CfUC6t' $ün roem? f"8* 22.9«) Die Wollspinnerei rm Goldmuhle bei Hachborn ist durch d-e Herstellung des Wasserdurch. bruchs wieder in vollem Betriebs G. A. Marr. ' ger, Apotheker, Frankfurt a. M. Lohn für altere Leute zur Bedienung Pflege gesucht. Neue Anlage C. 30, -1? ' cher Erde. ' s 15.9y Fertige Hemden für Eonfirman- fr11 foroie sonstige Leibwäsche sur Mädchen, empfehlen Geschw. Heerz, Neuenweg. zu .......“/••D*” ULUUIIIIUUU Gründung einer sicheren Existenz geboten. Näheres durch die Exped. d. Bltts. H. Werner, Schreiner, Ch. Werner. fr tt(Wl »cn in schöner Auswahl, empfehlen —___ ______________Flick 6 Kröll. 2295) Meine Wirtschaft, verbunden mit Specerethandlung, mit geräumiger Wohnung, Hofraum und Stallung, welche längere Jahre mit dem besten Erfolg betrieben worden ist, bin ich Willens, wegen Ablebens meines Mannes, des Gemeinderechners Georg Lepper, auf eine Reihe von Jahren zu verpachten, lieber das Nähere bin me^en^aufe ZU sprechen. Waldgirmes, den 31. Mai 1871. I- G. Lepper Wittwe. k •. , i— sammt dem dann seit 40 Jahren mit bestem Erfolg betriebenen Detailgeschäft unter sehr vortheil- haften Bedingungen zu verkaufen. Es wird 2344) Heute Nacht verschied nach kurzem Krankenlager unser innigft -Ich empfehle mich im Anfertigen In S^uhschaften; auch wer- Wilhelm Hofmann, Neuenbäuen Nr. 90. 2158) Ein fteundliches Logis mit Ju- q?1 b- Stock, zu vermietben und den 15. August beziehbar. ___L- Kämmerer. 6063) Textor'sches Flaschenbier vor- züglicher Qualität, frei in's Haus geliefert, pr. 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' Frisch angckommeu! 2114) Neue Sardellen, // Capern, Prima Limburger Käse, bllllgst bei Ernst Hermes, - Mäusburg. iuna^M?nl5°^'"°L. ks«lli»en gewandt« B-Hattos, »l Muffig -nn' .bcr schwimmen kann, zur find durc-auS NI Aufftcht tn metner Badeanstalt. K non bdtnntn, t gilt dttjrnigkn Nc für srrilicd kann ihm die BialmtOi ' die Regierung jcdi Ansehen behalte sich mehr mit teu der Nation, der ißtin seine Ausgi ■ij die Regierung nt jur Ausführung reginung eine jo machen wollte. ' Kürß Bismarck 1 Erfolg und wa i hrechfchr Volk l König und feine ober dem Abgeoi So sie -1 i Tanzen für die A eine gute 2!mbalema-Cigarre (Handarbeit) pr. Mille 16 fl„ pr. Stück l fr., empfehlen (806) I. A- Busch Söhne. M geliebter Sohn Ferdinand Werner. ----- )■) Dw Beerdigung findet morgen Nach- fffl( wrttag 3 Uhr statt. Um stille Theil- M nähme bitten die Eltern: 1808) Feste Salz-, Efsio- und Heine Tafel-Pfeffergurken empfehlen I. A. Busch Söhne. 2328) Gute auserlesene Kartoffeln verduft Emil Möhl Wittwe. 2337) In der Schloßgasse Lit. A. Nr. 257 rst eme Ztege ^u verkaufen. -Em Mädchen, welches kochen kann und Hausarbeit versteht, wird auf Johanni gegen guten Lohn gesucht. 2308) Ein braves zuverlässiges Dienst- ^c^dchen gefitzten Alters, in der Küche nss^n^ou^crrbelt gründlich erfahren, wird aesuckt^^ohn nach Darmstadt in Dienst gesucht. Näheres bet ____Hofger.-Rath Kempff. r. Leute von 14 bis 18 fahren finden Arbeit in der Lampenfabrik von __Muller & Kauffmann. S Mein Tuch- und Bukskin-Laaer, zu billigen und festen Preisen, empfehle bestens Ludwig Sang, Marktstraße 25, vi8-5-vi3 dem Kaufmann Herrn Emil P i st o r. Im Namen des evang. Schulvorstandes Gießen. V i g e l i u s. r^n der. Universitätsstraße Lit. E. Nr. /8 find zwei freundliche >' ifi. bei- Stock^mbst '&aufe miethen und den 1. August -3U öer: 'nti’rAvA.i ixr\ ' 2332) Auf Zohanni wird ein zuverläfstges Madche if, welches kochen kann und in Hausarbeit erfahren ist, gegen guten Lohn zu - mlethen gesucht. Nofenbera I. dieser Tag nuug) mit ober obiieÄnnf ■- nroOi)' Mlethen und (inbe |Qrbfu'.1^ Der: fragen bei bet Exped d.^Bltts."^^' 3“ ____ 2324) Ein Junge kann in die Lehret ten bet Trankn er I., Schreinermeistrr. tz-fl “ ~ 1 st. !|( ,, Danksagung. J WaJ3393? E!?e.n Den.-enigen, welche ii g ^L1tüL,ramVnetne unvergeßliche 1 iÄ( Frau Gliso 9)? t08 Nm !«*??>' 2268) Frau Geh. Justizr. Ploch sucht ^Johanni em Mädchen für Küche un!. 2302) Junge Leute werden für eine üichch m erlernende Arbeit gesucht; entsprechend!: Bezahlung und dauernde Beschäftigung wirb> zugefichert. Näheres bei WllOMB IHM rawti ........... 8 C°"dcnsirte Milch K,!*Ä Z» " ““ -----^mil Fischbach, Seltersweg. 2271) Ein Familienlogis, oefteher.d in uul 11 August zu berieben""'! s Stuben, Eabinet, Küche, Kammer, Kel- Blerbrauer Weller, Wolkennafi u* f* w-, ist zu oermiethen in Lit A - /fi^Eengasse. iNr. 64, dem Lindenplatz gegenüber. Vermiethungen. L.2;1.6) ®«F°milimi°gis ift au Dermie: - vermtethen. 1 L0ßI5 3U I 2070) In günstiger Lage der Stadt in "" L°ben mit Cabinet zu vermiett/en ^'d Ö. b flttt9iät,cre b°i der beste Qualität, bei E. Pittham 2331) Fertige Hobelbänke und $8crf.- jfUfle aller Art bei Emil Pi stör. 2330) Fahrbare und Hand-Garten- Ar .tz en, Gartcnmöbel, Flaschenschränkc, »elfarbmuhlen rc. empfiehlt ------------------ Emil Pisto r. 1149) Marinirte Holländische Vollhärmge, pr. Stuck 6 fr., empfehlen I. A. Busch S ö h n e. Jj(n , Ifl eine genaue Angabe über '«Wd/'k"'' T0”tn, brr I IlllrswX.. ... ' Jur gefälligen Beitchlung. Ausschuß, den 187L pr. Mille 32 fl., pr. 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Of Z » Der Bürgernieister: - ^»voNNeNteN kann auch th Kraft. aus Wuusch die Milch in s Haus gelieserk werden. cm _ (V v u i y Esparsette, weiß und steif, em^ ?^bhlt Emil Fischbach, Seltersweg. ^'brauchte Eisenbahnschienen, Tragbalken, Säulen und sonstige Baugegenftande aus Eisen und Guß empfehlen Flick L Kröll. 1444) Röder'sche Patent Kochherde L ^327) In Biedenkopf ist sowie verschiedene andere Sorten von Fier- ?bfter und frequentester Lage tt irr frhnno*. r.r .....t < < •* hnrrrr feit ÄH —..'1. c .n. 2197) . Ein Reisender für eine Liqueur- abnk wwd gesucht. Franco-Offerten befördert bie Exped. d. Bltts. Seltersberg im Nebenbaus Lfft ®- Kr. 4 ist eine möblirte freund- liche Stube mit Alkoven zu vermiethen. Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binct ist in einer Gartenwohnung zu ver- r