Gießener Anzeiger te äitnmet Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen Samstag den 2. Tcccmbcr 1871« Rr 281 ’nttn ®ranb« haft irl Löffln Bei der« ungewölmlichen Iat^effe. welche» de, mit den schon erwähnten Vorgängen in Rio de Janeiro, in Zusammenhang gebrachte Nachricht von der , 9 unv bereitesten förflöno.n d-r Reichsk„sse zu entnehmen. lichen Session Rechenschaft zu geben. ^biliar- unb Prämie« zu mjler- 111. l.Stcbt,’ 1STO: 50,000. 09,774. 63,791. über den Kopf und gab ihm zugleich eine Ohrfeige. Dieser Deckoffizier hatte mit tchweig'nder Verwunderung die Thätigkcit de- Fremden ertragen, jetzt begriff er die Sachlage völlig und schlug dem Friedensbrecher so mit der Faust gegen den auf die einzelnen Münzgattungen unv auf die einzelnen Münzstätten und die den letzteren für die Prägung jeder einzelnen Münzgattung gleichmäßig zu gewahrende Vergütung. Er versieht diese Münzstätten mit dem (Solde, welche« für die ihnen überwiesenen Ausprägungen erforderlich ist. §. 7. Da« Verfahren bei Ausprägung der Reichegoldmünzen wird vom Dundesrathe festgestellt und unterliegt der Beaufsichtigung von Seiten de« Reichs. Dieses Verfahren soll die vollständige Genauigkeit der Münzen nach Gehalt und Gewicht sicherstellen. Soweit eine absolute Genauigkeit bei dem einzelnen Stücke nicht innegehalten werden kann, soll die Abweichung in Mehr oder Weniger im Gewicht nicht mehr als zwei und ein halb Tausendtheile seine« Gewichts, im Feingehalt nicht mehr als zwei Tausendiheile betragen. §. 8. Alle Zahlungen, welche gesetzlich in Silbermünzen der Thalerwäij- rung, der süddeutschen Währung, der Lübischen oder Hamburgischen Courantwahrung oder in Thalern Gold Bremer Rechnung zu leisten sind oder geleistet werden dürfen, können in Reichsgoldmünzen (§§. £ und 3) dergestalt geleistet werden, daß gerechnet wird: das Zehnmarkstück zum Werthe von 3*/3 Thaler oder 5 Gulden 50 Kreuzer süddeutscher Währung, 8 Mark 5J/3 Schilling Lübischer und Hamburgischer Courantwährung, 3y93 Thaler Gold Bremer Rechnung; das Zwanzigmarkstück zum Werthe von 62/3 Thalern oder 11 Gulden 40 Kreuzer süddeutscher Währung, 16 Mark 102/3 Schilling Lübischer und Hamburgischer Indienststellung dreier deutschen Kriegsschiffe, wachgeruken hat, wird c- nothig sein, jenen Vorgängen selbst eine größere Aufmerksamkeit zu schenken. So entnehmen wir dem letzten Heft der Wochenschrift „Im neuen Reich" ein aus Rio, 21. Oct., datirteS Schreiben, das unter der Ueberschrift: „Ein Abenteuer deutscher Seeleute am Lande", den stattgehabten Conflict eingehend schildert; dasselbe lautet: „Ein Raufhandel, welcher unserer Marine, Offizieren von der „Nymphe", am 19. October aufgenöthigt wurde, hatte größeren Umfang al« sonst Hafenschlägereien, er wird in allen Blättern Rioö leidenschaftlich mit Nennung aller Namen besprochen, in allen Häusern begutachtet, er hat die deutsche Colonie in Die größte Aufregung versetzt, und sogar Glückwünsche au Offiziere und Mannschaften der Corvette „Nymphe" hervorgerufen. Da die Affaire vielleicht weitere Folgen hat und da sie feine üble Probe von den Abenteuern eine« Seemannes in fremden Hafenstädten gibt, so berichte ich Ihnen den Hergang genau und ausführlich auf Grund eingezogener Erkundigungen. Schon vor einigen Tagen waren drei deutsche KrtegSmatrosen von der „Nymphe" plötzlich und wie sie behaupteten, ohne allen Grund in einem Hause überfallen worden. Die Matrosen hatten zuerst Die sämmtlichen Bewohner des Hauses, welche auf sie einsprangen, zu den Fenstern hinauSgeworfen, dann das Haus gegen mehr als 40 Polizeibeamte — eine hier sehr übel beleumundete Menschenklaffe — vertheidigt und sieben Strolche zu Boden geschlagen, bis sic sich endlich ergeben mußten. Die Matrosen wurden ungefesselt nach dem Gefängniß geführt, was hier unerhört ist, meldeten sich aber schon am nächsten Morgen an Bord zurück. Auch Offiziere der „Nymphe" waren, wie man erzählt, beim Baden von einem Haufen Polizeibeamter überfallen und nur durch Die Energie de- EapitainS vor einem Angriff bewahrt worden. Die Luft war alfo schon schwül und da- Folgende vielleicht eine Rache für die erste Affaire. Vorgestern Abend also saß ein Seecadett der „Nymphe" — der da« Lob eines besonnenen und wackeren jungen Manne- hat — mit vier Deckoffizieren de« Schiff«, Dem Steuermann, Feuerwerker, Bootsmann und einem Maschinisten, in dem Hotel Central, einer anständigen Restauration, wo sie zufällig zusammcntrafen, friedlich beim Glase, sie sprachen deutsch, machten weder Lärm, noch erregten sie irgendwie Anstoß. Da traten einige gut gekleidete Männer in1« Zimmer, welche sich theil- englisch, theils französisch unterhielten. Einer derselben verließ den Raum wieder, kehrte nach etwa zehn Minuten zurück, warf heftig die Thüre zu und stürzte schreiend und gestlkälirend auf die deutschen Seeleute lo«, welche zugleich da- Geräusch vieler Stimmen vor der Thür zu vernehmen glaubten. Die Deutschen hörten dem heftigen Manne, der j.tzt portugiesisch sprach, zu, verstanden aber kein Wort von seinen Deklamationen. Plötzlich fuhr der Zornige auf die Gläser der Deutschen, goß bl tzschncll einige Reste de- Getränkes zusammen, warf sie dem Maschinisten Erscheint täglich, mit Au4» nähme Montag-. Expedition: Canzleiber» 8tt V. Nr. 1. t Gesetz, betreffend die Ausprägung von ReichSgoldmünzen.« (Rach den Beschlüssen des Reichstags in Dritter Lesung.) §. 1. Es wird eine Reichsgoldmünze ausgeprägt, von welcher au- einem Pfunde feinen GolveS 139J/2 Stück au-gebracht werden. §. 2. Der zehnte Therl dieser Goldmünze wird Mark genannt und in hundert Piennige eingetheilt. §. 3. Außer der Reich-goldmünze zu 10 Mark (§. 1) sollen ferner ausgeprägt werden: Reichsgoldmünzen zu 20 Mark, von welchen au« einem Pfunde seinen Goldes 693/4 Stück ausgebracht werden. §. 4. Das Mischungsverhältniß der ReichSgoldmünzen wird auf 900 2aiv sendthetle Gold und 100 Tausendtheile Kupfer festgestellt. Es werden demnach 125,55 Zehnmarkstücke und 62,775 Zwenzigmarkstücke je ein Pfund wiegen. §. 5. Die ReichSgoldmünzen tragen auf der einen Seite den. Reichsadler mit der Inschrift: „Deutsche« Reich" und mit der Angabe de« WertheS in Mark, sowie mit der Jahreszahl Der Ausprägung, auf der andern Seite das Bildniß des LanoeSherrn, bezw. das Hoheitszeichen der freien Stätte, mit einer entsprechenden Umschrift und dem Münzzeichen. Durchmesser der Münzen, Beschaffenheit und t Das Gesetz, betreffend die Ergänzung des Strafgesetzbuches für das deutsche Reich, lautet nach den Beschlüssen des Reichstage« in dritter Lesung wie folgt: Einziger Artikel. Hinter §. 130 de« Strasgesctzbuche'r für das deutsche Reich wird folgender neue §. 130 a. eingestellt: Ein Geistlicher oder anderer Religionsdiener, welcher in Ausübung oder in Veranlassung der Ausübung seines Berufe« öffentlich vor einer Menschenmenge, oder welcher in einer Kirche oder an emem andern zu religiösen Versammlungen bestimmten Orte vor Mehreren Angelegenheiten des Staates in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise znm Gegenstände einer Verkündigung oder Erörterung macht, wird mit Gefängniß lder Festungshaft bi- zu zwei Jahren bestraft. PreiS Urrreljährig 1 ft 12 fr. mit Brlngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 >r. §. 12. Es sollen Gewichtsstücke zur Eichung und Stempelung zugelaff-n 'verden, welche da« Normalgewicht und da- Passirgewicht der nach Maßgabe dieses Gesetzes auszumünzenden Goldmünzen, sowie eines Vielfachen Derfdben angebcn. '<ür tie Eichung und Stempelung dieser Gewichtsstücke sind die Bestimmungen der Art. 10 und 18 der Maß. und Gewicht-ordnung vom 17, August 1868 (Bun- vc-gcsltzblatt S. 473) maßgebend. §• 13. Im Gebiet des Königreich-Bayern kann im Bedürfniß eine Unter- 'Heilung des Pfennig« in zwei Halbpfennigc stattfinden. Brodpreife vom 2. bis 8. Deoember 1871, nach eigener Erklärung der Bäcker: 4 Pfund gemischte- Brod 22 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 11 fr 4 Pfund Roggenbrot 19 fr. 2 Pfund Roggenbrot» 91/2 fr. ££a* ijSW«« werden noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B. 1, al« euch * 30(?SwMÄSSs BTir bei allen Post-Expeditionen ur.b den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für den Monat December zu 20 kr. n Linien M «bl, dieselbe .tn, welche bei MiMtz Ivü , unmütdbai ibriördmlngs- t Iqiticbc ban )w ist- bnn coneipon' neun Heber» ur der lelegra- sLbrungsniäbi- ;epeben, mutj: bit eigmlllcht iu bieten, M b röthig ist, 7 febr das M« pMährt ist und ob der »uigtber arflpbenflebiete« in- rrpeichc be- roamnW i" nif(H stehenden rbnunfl), dera l eptsche ihra> Dort rc. inmnninflcn ,n allen bn der ,Dnirt »erbov ' m die fcküllm tW ia die Tepeschr bri unr«oDV die »och Wem die. b vom 1, 23,565. ^2 530. 53,104. Inschrift dcr Ränder derselben werden vom Bunde-rathe festgestellt. §. 6. Bis zum Erlaß eines Gesetze« über die Einziehung der groben Sil- bermünzen erfolgt die Ausprägung der Goldmünzen auf Kosten des Reichs für Aämmtliche Bundesstaaten auf den Münzstätten derjenigen B-tNdeSstasteo, welch- sich dazu bereit erklärt haben. Der Reichskanzler bestimmt unter Zustimmung des Bundesrath- die in Gold auszumünzenden Beträge, die Vertheilung dieser Beträge Courantwährung, 62/93 Thaler Gold Bremer Rechnung. §. 9. ReichSgoldmünzen, deren Gewicht um nicht mehr als fünf Tausend- theile hinter dem Normalgewicht (§. 4) zurückbleibt (Passirgewicht), und welch nicht durch gewaltsame oder gefttzwidnge öifcbäDigung am Gewicht verringert sind, sollen bei allen Zahlungen als vollwichtig gelten. ReichSgoldmünzen, welche da- vorgedachte Passirgewicht nicht erreichen und an Zahlungsstatt von Den Reichs-, Staats-, Provinzial- oder Eornmunalkassen, sowie von Geld- und Creditanstalten und Banken angenommen worden sind, Dürfen von Den gedachten Kaffen unD Anstalten nicht wieder au-gegeben werden. Die ReichSgoldmünzen werden, wenn dieselben in Folge längerer Circulation und Abnutzung am Gewicht so viel eingebüßt haben, Daß sie Das Passirgewicht nicht mehr erreichen, für Rechnung des Reiches zum Einschmelzen eingezogen. Auch werden dergleichen abgenutzte Goldmünzen bei ollen Kassen des Reichs und Der BunDiSstaaten st.ts voll zu Demjenigen Werthe, zu welchem sie au-gegeben sind, angenommen werden. §. 10. Eine Ausprägung von anderen als den Durch Dieses Gesetz einge- führten Goldmünzen, sowie von groben Silbermunzen, mit Ausnahme von Denkmünzen, findet bis auf Weitere- nicht statt. §. 11. Die zur Zeit umlaufenden Goldmünzen der deutschen Bundesstaaten sind von Re'.ch-wegen und auf Kosten De« Reichs nach Maßgabe Der Ausprägung der neuen Goldmünzen (§. 6) einzuzicben. Der Reichekanzier wirD ermächtigt, , v M v in gleicher Weife Die E.nzichung der bisherigen groben Silbermünzen der d.utschen Kopf, Daß Dieser rücklings überfiel und sich aus dem Boden wand. Sogleich spran- Bundesstaaten onzuordnen und Die zu Diesem Behufe erforderlichen Mittel aus den gen die anderen Männer in Eivilkleidung auf Die Deutschen ein, einer Derselben bereitesten fötflänD.n d.r Reichök.sft zu entnehmen. Utber Die Ausführung Der pfiff, die Thür wurde aufgrriffrn, etwa 25 bewaffnete Polizeibeamte und mindesten« vorstehenden Bestimmungen ist dem Reichstage alljährlich in feiner ersten ordent- 50 andere Leute, Die mit Todtschlägern und Messern bewaffnet waren, stürmten herein und im Nu entspann sich ein blutiger Kamps. Die Dünnen Stöcke Der t Berlin, 29. November. Deutscher Reichstag. 34. Sitzung. Präsident 1) Wahlprüfungen. Die Wahl oeS Grafen v. d. Schulenburg-Reetzendorff mein, daß der König eines guten Empfanges bei dcm heutigen Feste gewiß fei. dadurch die Abfahrt der „Nymphe" verzögert wird. In diesem Briefe ist noch nicht der Art und Weise Erwähnung gethan, in Paris, 27. November. Bor dem Asstlenhofe des Seme- und Oise-Depar- der diese Angelegenheit vor Glicht von den brasilianischen Behörden behandelt temcnts ^Versailles) stehen gegenwärtig 18 Landwirthe, darunter mehrere Maires wurde, welche bekanntlich nur die gefangen genommenen Deutschen, aber keinen und Adjunkten der Gemeinden des Arrondissements Rambouillet, die angeklagt von den Brasilianern, die den Streit vom Zäune brachen und noch weniger die sind, während der deutschen Okkupation beträchtliche Getreide-und Fouragevorräthe Polizei zur Verantwortung zogen, die durch ihr brutales Einschreiten die Sache aufgekauft zu haben, um sie an die Lieferanten der feindlichen Armee zu verkaufen, nur verschlimmerte. Gerade diese parteiische Behandlung der Sache vor Gericht Lachauo, der vor dem Pariser Asstsenhofe den Meuchelmörder des Soldaten Den- aber scheint seitens der deutschen Retchöregierung Reklamationen hervorgerufen zu mulcr als einen Patrioten darstellte und dessen Freisprechung erlangte, ist mit der Deutschen zerbrachen nach den ersten Hieben. Nur der Steuermann hatte einen kleinen Todtschläger in der Tasche, in Erinnerung an die frühere Schlägerei, die Dr. Simson eröffnet die Sitzung um Uhr. Auf der Tagesordnung steht: pbrigen vier veriheidigten sich mit den Stühlen. Dem Bootsmann, welcher der 1) * h - bhür am nächsten war, gelang es, sich loszumachen, zwei Angreifer auf der Schulter, im ersten Magdeburgifchen Wahlkreis wird für ungültig erklärt. türzte er sich die Treppe hinab, bemächtigte sich dort eines Säbels und schlug sich 2) Dritte Lesung des Gesetzes, betreffend den Ersatz der den bedürftigen biV zum Landungsplätze durch, wo ihn die Schurken verließen. Der Feuerwerker Familien einberufener Reserve- und Landwehrmannschaften gewährten oder noch zu wurde zuerst von einem Franzosen angegriffen, schlug diesen aber mit einem Stuhle gewährenden Unterstützungen. — Wird definitiv genehmigt. zusammen, der in viele Stücke sprang. — Auf den Seecadetten v. Stutterheim 3) Erste Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend die Friedenspräsenzstärke des warfen sich zwei Polizeibeamte und ein brasilianischer Major. Der Cadett entriß deutschen Heeres und die Ausgaben für die Verwaltung desselben für die Jahre einem der Angreifer einen Säbel, theilte dem Major eine klaffende Wunde quer 1872, 1873 und 1874. über die Stirne zu, so daß dieser hinstürzte und jetzt, wie verlautet, im Sterben Um 6 Uhr, wo wir zur Post gehen müssen, dauert die Sitzung noch fort, liegt. Nach diesem verwundete und warf er die beiden Polizeibeamten. Zuletzt Bericht deshalb morgen. aber, nach einem Kampfe von fast einer halben Stunde, mußten die Deutschen in j- Berlin, 29. November. Unsere politischen Kreise sind sehr gespannt darauf, dem engen Zimmer doch der Uebermacht erliegen. Der Feuerwerker und der Ma- zu erfahren, waches die Steuern sind, bei denen eine Erleichterung stattfinden soll, schinist wurden zu Boden geschlagen und abgeführt, der Steuermann schlug sich Daß es die Kalender- und Stempelsteuer nicht ist, darüber herrscht viele Gewiß- mit seinem Todtschläger bis zur Thüre durch wie ein Eber, welcher die Hunde heit. Fürst Bismarck ist ganz entschieden gegen irgend welche Beseitigung des abschüttelt; rings um ihn wälzten sich die Angreifer einen über den anderen auf Preßzwanges; der Reichskanzler hat schon vor längerer Zeit im Bundesrathe wie dem Boden. An der Thür aber brach er zusammen und wurde nun von dem im Staat-ministerium sein Bedenken geltend gemacht gegen die Zulässigkeit einer wüthenden Haufen mit Messern und mit Knütteln so lange zugedeckt, bis sie den vollen Preßfreiheit, wie sie durch die Abschaffung jener Steuern und der Cautionen völlig Besinnungslosen fortschleppen konnten. Der Seecadett blieb zuletzt allein im und Confiscationen geschaffen würde. So lange daher der Fürst die Leitung un- Kampfe zurück; mehrere scharfe Hiebe über den Kopf, vier Stiche in der rechten serer Staatsgeschäfte in der Hand hat, wird da« preußische Volk vergebens auf Hand hatten ihn gez vungen, den brastlian schen Säbel wegzuwerfen, aber noch Erfüllung seiner Wünsche nach dieser R chtung hin warten. Wir glauben die- immer schlug er mit einem Stuhlbein hünenmäßig um sich, bis er plötzlich fühlte, ganz besonders betonen zu müssen, weil es immer noch eine Menge Politiker giebt, daß ihm die Arme regungslos am Leibe hingen. Da drückte der tapfere Junge welche die Schulv unserer höchst unerfreulichen Preßzustänve auf die Abneigung den Kopf in die Ecke der Stube und bot dem Gesindel den Rücken; die Polizei. in unserem Ministerium des Innern wälzen. Auch ist diese freiheitsfeindliche Hal- lcute hieben so lange auf ihn mit ihren Seitengewehren, bis er zusammenbrach tung unseres leitenden Ministers bezeichnend für die unbedingte Unterstützung der- und unter fortgesetzten Schlägen und Stößen in das Gefängniß getragen wurde, selben von Seiten einzelner Mitglieder von der ersten Seite der NationaUiberalen. Dort wurde er mit den Decko^fizieren zusammengelegt, die zahlreichen scharfen Auch in den konservativen Kreisen und sogar im Herrenhause würde bei einem sehr Hiebwunden wurden ihnen verbunden. Es glückte guten Landsleuten, Zutritt zu großen Theile der Mitglieder der Wegfall der Preßbeschränkungen auf keinen Wider- ihnen zu finden, dabei erwies sich, daß sie sämmtlich nicht unempfänglich für die stand stoßen. Im Bundesrathe sind es nun vollends nur wenige Regierungen, Unterhaltung waren, die ein Korb voll L bensmittel bot. Es ist also Hoffnung, vie gegen die Preßfreiheit eifern. Die Verantwortlichkeit für die Beibehaltung daß das Abenteuer ihnen keine tödtlichen Wunden hinterlassen hat. Wie aber unserer alten mit dem Geiste und den Anforderungen der Zeit im vollsten Widerhaben sie ihre Gegner zugedeckl! Der ganze Hafen ist voll davon, die Zeitungen spruch stehenden Preßzustände fällt somir auf den Reichskanzler zurück. — Was heben die Arme zum Himmel. Was deutsche Hiebe sind, weiß man jetzt in Rio. nun die Steuererleichterung anbetrifft, so ist darüber allerdings bis jetzt noch kein Außer dem Major haben die 5 Deutschen nach Angabe der Zeitungen 15 von den fester Entschluß gefaßt, die betreffenden Vorlagen werden daher noch längere Zeit Eivilisten zu Boden geschlagen und mehr oder weniger verwundet und 6 von den auf sich warten lassen; nur Vas steht fest, daß es ebensowenig wie die Schlacht- Strolchen der Polzei schwer verwundet. Ein Geistlicher, der beim Beginn des und Mahlsteuer irgend eine andere indirekte Steuer ist; vielmehr versichert man Kampfes aus dem Fenster sprang, hat sich die beiden Beine gebrochen. Der See- uns, daß die Klassensteuer auf dem Lande vorzugsweise in Aussicht genommen ist. radett wird in den hiesigen Zeitungen als Baron de Stutterheimico, für einen Bern, 29. November. Vom Großen Rathe in St. Gallen sind zwei Mill. Neffen des Fürsten Bismarck ausgegcben, wahrscheinlich weil man sich Vie kräftige für die Splügenbakin verwilligt worden. — Die schweizerische Gesandtschaft ist Behandlung, welche der junge Mann den Angreifern widerfahren ließ, aus einer von Florenz nach Rom übergesiebelt. Blutsverwandtschaft mit dem Reichskanzler erklärt. Daß die Deutschen die ganze Brüssel, 30. November. Die „Etoile beige" meldet: Nachdem die Der- Sache als patriotische Angelegenheit mit Feuer und Stolz begutachten, wird man Handlungen mit Thön'ffen sich zerschlagen haben, hat der König den Grafen de vielleicht in Deutschland belächeln. Wir stehen aber hier den Urzuständen der Theux und den Chef der Rechten, Schollaert, zu sich beschieden. Man erwartet Menschheit etwas näher. Eine unbequeme Folge dieses Streites mag werden, daß eine günstige Lo ung der Krisis. Die Aufregung schwindet. Man glaubt allge- haben, über welche Näheres zur Zeit noch nicht verlautet. Vertheidigung des Angeklagten Clarice (er wohnt in Effarts-le Roi bei Ram- f Die Kriegsschiffe der deutschen Marine, welche in wenigen Tagen von bouiöet) betraut, welcher vom 1. Oktober 1870 bis zum Februar 1871 149,308 Kiel aus nach Brasilien segeln werden: die Panzerfregatte .Prinz Friedrich Carl", Kilogramm Heu nach Versailles lieferte. Der Proe^ß wird drei Tage dauern, die Dampfcorvetten „Elisabeth" und „Augusta", verfügen zusammen über 52 Ge> Andere Proceffe dieser Art werden noch Vorkommen, da dieser Tage noch 25 schütze und 1120 Mann Besatzung, wovon auf den „Prinz Friedrich Carl" 16 Bauern des Arrondissements Rambouillet wegen der nämlichen Vergehen eingezogen Geschütze und 500 Mann, auf die „Elisabeth" 22 Geschütze und 390 Mann und wurden. auf dre „Augusta" 14 Geschütze und 230 Mann kommen. Die Corvette „Nymphe", Paris, 30. November. Gaston Cremieux ist heute Vormittag in Marseille deren Matrosen in Rio Janeiro auf so brutale Weise von der brasilianischen süsilirt worden. Derselbe bewahrte bis zum letzten Augenblicke eine muthige Polizei behandelt worden sind, zählt 17 Geschütze und 190 Mann Besatzung; Vas Haltuna. deutsche Geschwader in Brasilien würde mithin nach Ankunft der oben bezeichneten Nom, 27. November. Wenn der „Riforma" zu glauben ist, hat am 26. Kriegsschiffen aus vier Fahrzeugen mit 70 Geschützen und ca. 1300 Matrosen v. M. Buchof Stroßmayer eine Audienz beim Papste gehabt. — Zu den aus- bestehen Die brasilianische Flotte zählt 17 Panzerschiffe, von denen jedoch nur wärtigen Prälaten, welche nach Rom geeilt waren, um die letzte gewaltige Pression 8 in wirklich brauchbarem Zustande sich befinden sollen; unsere Kriegsschiffe sind auf PiuS IX. augzuüben, befand sich auch Bischof Mermillod von Genf. Der deshalb einem Kampfe mit der brasilianischen Seemacht vollkommen gewachsen, Versuch ist gescheitert, PiuS verläßt den Vatikan nicht und ließ sich auch durch deren Stärke zur See nach dem Gesetz vom 5. Juli 1869 auf nur 3000 Mann cie feierliche Eröffnung de« Parlaments nicht zu einem anderen Entichluffe be» festgestellt ist. — Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, hat die brasiiianischt wegen. Und in der Rede, welche er zwei Tage vorher an das h. Collegium ge- Regierung auf die energische Forderung von Seiten der deutschen Bundesregierung, richtet hat, enthält er sich jeder Anspielung auf politische Ereignisse; da ist kein Genugthuung für die gegen die Deutschen in R o verübten Brutalitäten zu ge« Fluch, kein Anatbem, keine Klage über angebliche Verfolgung und Unierdruckung j währen, entschieden ablehnend geantwortet, wonach denn der sofortige Befehl zur tfe in die Städte der Halbinsel ausgesandten Seelenhirten werden nur an ihn Bereitmachung des oben bezeichneten Geschwaders an bas Marinecommanvo nach geistlichen Hirtenpflichten ermahnt; wenn sie die Sünder auf den richtigen Weg Kiel abgegangen ist. ____________________ führen, so haben sie, sagt der Papst, ein größeres Wunder gethan, als wenn fit Todte erweckt hätten. Wie nahe liegt da nicht die Anwendung auf die weltliche Darmstadt, 25. November. Endlich (schreibt die „M.-Z.") wird auch in Herrschaft! Wer weiß, ob Pius in seinem Herzen dieselbe nicht schon längst ge- Hess n. Darmstadt für die altkatholische Sache eine Bewegung eingeleitet werden, macht bat ? vorläufig freilich nur im Anschluß an das Actionscomite, das sich in Wiesbaden London, 27. November. Die „Times" stellt heute Betrachtungcn über für die P.ovinz Nassau und Hessen-Darmstadt gebildet hat. Der berufene Führer China und Frankreich an, indem sie von ver Tdatsache ausgeht, daß bie Gesandtwird Professor Lutterbeck in Gießen sein, an den sich bereits zahlreiche Männer schäft des himmlischen Reiches von Herrn Thiers, dem Präsidenten der französischen aus Maini, Darmstadt u. f. w. gewendet haben. R.publik, empfangen wurde, während sie vor einem Jahre von Pekking ausgezogen Darmstadt, 29. November. Graf Beust kam gestern mit dem Heidelberger war, um sich dem Kaiser Napoleon zu Füßen zu werfen. Dies ist allerding- Schncllzuge hier an und wurde von Hru. v. Dalwigk und Hrn. M. v. (Sagern, wundersam g?nug, ober die Chinesen sind wohl nicht die einzigen, denen die Erdem früheren hcssischen Gesandtschafis-Aitachö in W en, am Bahnhofe empfangen, eignisse des Jahres 1870 den Kopf schwindlich machen konnten. Die „Times" Der ehemalige österreichische Reichskanzler zeichnet sich in feinem ganzen W-scn erinnert an ein ähnliches Ereigniß längst vergangener Tage, als Tippo Sa h rb, durch eine wahrhaft jugendliche Beweglichkeit uuS. Er hüpfte aus dem Waaen, ver Sultan von Mysore, sich gegen das Andringen der siegreichen Engländer durch trat zu Dalwigk, umarmte ihn und küßte ihn drei Mal. Dalwigk hatte Alles ein Bündniß mit ihrem Gegner, dcm König von Frankreich, zu stärken suchte. Aufgeboten, um seinen Gast brillant zu empfangen. Er hatte sein HauS glanzend Sein Erstaunen war groß, als er auf feine Eröffnungen nicht eine Antwort dcS erleuchten und mit Blumen schmücken lass n und feine hiesigen politischen Freunde Königs, sondern ein Schreiben des Vertreters der ersten französischen Republik er- zu stch geladen. hielt, der ihn ohne Umstände ols „Bürger Tippo" anredete. Die Antwort, Darmstadt, 30. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben welche H.rr Thiers den fremden Abgesandten ertheilt, scheint dem leitenden Blattt allergnädigst geruht: am 22. November dem Supermtenventen der Superintendentue eben so febr an das Pariser Volk als an die Großen von China gerichtet. Oberhess n Dr. Friedrich Carl Simon, in Anerkennung seiner fünfzigjährigen treuen London, 29. November. Der Prinz von Wales brachte die letzte Nacht und ersprießlichen Dienstsührung, das Commandeurkreuz zweiter Classe des Ludewigs- ruh'g zu. Derselbe schlief besser. Die Krankheitssymptome nehmen unauSge- Ordens zu verleihen. 'fetzt ab. Bnik-Olvc tiaDti ' ltichtn. \ iulgh. (r. »• #flDl Soin in der M der Am den 3. Die Besondere Ochlltlil 5124) Philipp Ki Hausen an 3 Gans, im Be Zinsen, wurd sügung vom 1 dem Johanne« Wien, nämlid 11135. III51 III169, IV IV, 47,1V/5C IV/70, IV,7; IV, 249, IV 2 - Gemar! kr gesetzliche H dem über bas Wig Concuc -licht UMMn öotben Vwb, Mach pothrt aber 'st durch Per richis vom 6 der Hypothek öffentlich beko ließen, de Großher M Stadl diese Mi. 5019) _3ut ®°n den bei I ® angelegt. Zahres fällig rermine festge j Samst, 9 Benito a! *) Donner & L'Nsla ranners in 0 Dlenstaj : U Donners S Samsta, J Donners Diek^a, »in fctt|f,9n8 fall «nben a '/0, -I k. 8. 871/4 k. 8. 105 der evangelischen Gemeinde zu Gießen. S'tittliihkHal. Besondere Bekanntmachungen | 1) Montag den 4. December, 2) Dienstag 3) Montag M uh l, (Scribd, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. December, bestens. Italienische Maronen 5132) Braunkohlen (ä Ctr. 28 fr ), pfiehlt I. G. D. Bapst. wcr- Die Interessenten werden daher aufge- 342 Nadel-Stämme mit 65,30 Cubikmeter, 342 aus Dienstag, Mittwoch und Samstag fall'- L pP*6 P.ügelholz, Stockholz, Reisholz, 96 93 Am 1. Advent, den 3. December. Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Dienstag empfiehlt (5066) verzeichnetes Holz öffentlich versteigert den, als: 23 Raummeter Nadel-Scheidholz, Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto 6) 7) 8) 9) 10) 11) Mittwoch 12) Donnerstag 13) Samstag 14) Mittwoch 15) Donnerstag 16) Samstag 4) Dienstag 5) Montag 6) Dienstag 7) Mittwoch Emil Fischbach, Seltersweg tteelisel. Amsterdam k. 3. 99 k. 8. 993/4 k. 8. 105 fordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die 5127) Zur Empfangnahme oder Beischrei- bung der Zinsen von den bei hiesiger Spar- und Vorschußkasse angelegten Capitalien, lowie zur Bezahlung der Zinsen rc von •en aus derselben entlehnten Capitalien |'*r das Jahr 1871, sind nachstehende Termine festgesetzt: 513f) Die erwarteten Filzschuhe mit Filzsohlen find emgetroffen bei W. Ferber, Lindenplatz. Pfehle ich feinste gestoßene und gesiebte Raffinade hiermit Fsilgebstenetz. ' öl28) Frische Schell- 8131) Ium AniSbacken em- fische sind ailgekommm bei Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 3. bis 9. December besorgt Pfarrer Landmann. 5008) Haararbeite» jeder Art werden schnell und billigst besorgt, sowie fertige Zöpfe, Locken-Touren und Rollen, sind stets vorräthig bei Georg Petri, Neuenweg. Gottesdienst. 1 Morgens: Pfarrer Landmann. [ (Feier des heiligen Abendmahls) 1 Nachmittags: Professor Dr. Weiffenbach. (Collecte für die Kirchenkasse.) Für den Monat Februar bis Ende November 1872 bleibt der seitherige Geschäftslag, nämllck jeden Montag, Vormittags von 7—12 Uhr, selbstverständlich mit Ausnahme von Festtagen, festgesetzt. Die Herren Bürgermeister betheiligter Gemeinden werden ersucht, Vorstehendes im Interesse ihrer Gemeinde-Angehörigen ortsüblich bekannt machen zu lassen. Allendorf a. d Lda., am 28. Nov. 1871. Der Rechner der Spar- und Vorschußkasse Allendorf a. d. Lda. Bieber. Großherzogliches Ortsgericht Rödgen. Jndertha l. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. iiWibctM bei einem seh, if feinen Widm Regierullgei,, ' Lribihüluiiz loQüen Widki« urutf. — Wzz ' l'V no4 hin '4 längere Zeit t die Schlacht, veeßchen man : genommen iji. ßod |wei M'll. Beianti^afi if Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße an der 5. Sckneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis I. April 1872 gestattet. Die Grobherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt macken zu lassen. Gießen, den 28. November 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. in allen Größen bei Aug. Haubach. intern die 6ti- . den Gräfin tr v Kan erirfliht ,, in glaubt dOge- 5 ^ejie geiij fei Dlft’DQN' | nehrue Mnrel i tu angdlagt | joüwgttonäiie I ite |U verlausen. | 6oltaltn Len-1 ngte, iß mit ter (-Sei bei r 1871 149,308 Berfteigerungen. Die Vergebunq mehrerer Wegbau. arbeiten im Gießener Stadtwalde. 5105) Montag den 4. December 1871, des Vormitags 9 Uhr, sollen auf hiesigem Ratbhause verschiedene Waldwegebauarbeiten, bestehend in dem Verebnen von Schneißen, Anfahren, Schlagen und Ausbreiten von Steinsplittern, Ziehen von Gräben und Anfertigung eines Kanals, im Betrage von circa 200 st., an den Wenigstfordernden vergeben werden. Gießen, den 28. November 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. k. 8. 118% k. 3. 913/4 k. 8. 913/4 k. 8. 100% m. 8. — 1. 8. - 4% tri . tefl'H c,t , em- G. Unverzagt. Collstanünopel, 18. November. Der Sultan verlieh dem Papste den Os' «ame-Oroen in Brillanten. Der türkische Gesandte am italienischen Hofe, Pho tiabe« Bey, wurde beauftragt, Sr. Heiligkeit die betreffenden Insignien zu über reichen. Der holländische Gesandte in Constantinopcl, Baron Berg v. Middle Irurgh, wurde nach Petersburg versetzt, und der deutsche General-Consul in Bucharest, Hr. v. Radowitz, zum Geschäftsträger bei der Pforte ernannt. (Triester Ztg.) Ja^dvefpachtttnq. 5126) Donnerstag den 7. f. Mts., Nachmittags 3 Uhr wird auf hiesigem Nathhausc die der hiesigen Stadt zustehende Jagdgerechtsame, bestehend aus 3213 Casseler Acker Feld- und 619 „ „ Waldjagd. anderweit auf 6 Jahre öffentlich an den Meistbietenden verpachtet. Pachtlustige werden hierzu eingeladen. Bad Nauheim, den 30. November 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad Nauheim. Schutt. Carl Lony. _______________________ ! UD 1) Samstag den 2) Dienstag „ 3) Mittwoch „ 4) Donnerstag „ 5) Samstag „ Holzversteisierunq im Gießener Stadtwalde. 5092) Montag den 4. December 1871, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Waldshute und Katharinenhütte, nach- tt Dgl kauern. T ragt neid 2» geben cingt|oftta nag m Nach'vt eine Aetlen. 50/0 östr. F. St. E. B. 3943/4 Lombard. Bahn 202% Ludwigsh.-Bexbach 194 Maibahn 141% Bayer. Ostbahn 1443/4 Rhein-Nahebahn-Act. 39 V2 Hess. Ludwigsb.-Act. 183% Oberhessen „ 80 Geldjsorten. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankanst. 9 18%—19% Engi. Sover. 11 47—49 Russ. Im per. 9 42 — 44 Dollar in Gold 2 24%—25% 5049) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: • k. 8. k. 8. Frischliäcker j u Gießen. ' Sonntag d- n 3. December. Georg Busch am Kreuz, Heinrich Plank in der Neustadt und Hermann Spies in der Wallthorstraße. 1 2. 5. 6. 7. 9. 12 13. 14. 445 163 4360 5138) Die auf Samstag den 2. December > ----------------- anberaumte Versteigerung eines Rollwagens^ 5130) Sehr gut kochende Erbsen, Boh- im Darmstädter Haus findet nicht statt. ncn und Linsen empfiehlt ■■■— , ---1 Carl Lony. ' . «feil- . !* r’ M ,l#\ K»*1* Für Nnterleiböbruch- Leidende. 2174) Die Bruchsalbe von G. Sturzenegger in HeriSau, Schweiz, bat in Folge ihrer vorzüglichen Wirksamkeit bei NnterleibSbrnchen, Mutter vorfällen und Hämorrhoiden vielseitigsten Dank geerntet. Zahlreiche Atteste bestätigen eine vollständige Heilung selbst bei veraltete« Fällen. Auf frniv riete Anfrage wirb Gebrauchsanweisung flreinS versandt. — Zu beziehen in Topfen zu Rthlr. 1 20 Sgr. fl. 3. — sowohl durch den Ei finder selbst als durch Lindt, 9tachsolger, Apotheker, Schnurgasse 58 in Frankfurt a. M. 5. 11. 12. 18. 19. 27. Oeffentliche Bekanntmachung. 5124) Zu Gunsten einer Forderung des Philipp Kinzenbach von Münchholzhausen an Johann Wissig von Lang- Göns, im Betrage von 297 Gulden nebst Zinsen, wurde in Folge gerichtlicker Verfügung vom 16. Juni 1866 auf folgende dem Johannes Wissig gehörende Immobilien , nämlich: III 36, III 56, III 57, III 58, III 59, IIl/60, III 169, IV 1, IV/30, IV 35, IV,36. IV/38, IV/47,1V/50,1V/55, IV,57, IV/58, IV/683'10, IV/70, IV,73, IV 75, IV/78, IV 243, IV,250, IV, 249, IV 282, IV/283, XXX 105, XXX ■ 140 — Gemarkung Lang-Göns, — der gesetzliche Hypothektitel eingetragen. Nachdem über das Vermögen des Johannes Wissig Concurs ausgsbrochen und sämmt- liche Unterpfänder im Zwangsweg versteigert worden sind, die Hypothekurkunde des Kinzenbach behufs Löschung der fraglichen Hypothek aber nicht vorgelegt werden konnte, ist durch Verfügung des unterzeichneten Gerichts vom 6 September l. I. die Löschung der Hypothek verfügt worden, was hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Gießen, den 25. November 1871. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. 16. 19. 20. 21. 23. 27. 28. 30. Prioritäten* 3% öster. Stsb.-Prior. 58% 30/0 öst. s. Lombard 79% 3O/o Livomeser 37% 50/0 Toscaner 58 5% Eliaabeth.-Prior. 81% do. H. Emiss. 80% Anleheiisloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 70 Nassau 25 fl. 44% 4O/o bayr. Präm.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 12 4O/o badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 70 3% Oldenburg, ä 40Thlr. 36% Oestr. fl. 250 v. 1854 77% 1858r Priori tätaloose 188 1860r Loose 87% 1864r „ 141% Braunschweiger 19 Stadt Floren* 84 Stangen „ 30,82 50 Ctr. Wurzelgewächse, 6 Malter Kartoffeln, Spreu, Brennholz, 1 Wagen, ' 1 Pflug, 1 Egge, Frückte aller Gattungen, | Weißzeug, Bettwerk und alle vorhandenen । Mobiliargegenstände, erbvertheilungshalber öffentlich meistbietend j versteigert werden. | Bemerkt wird, daß das Vieh, sowie die Gewächse zuerst ausaeboten werden Rödgen, am 23. November 1871. Für den Monat Januar 1872 werden sodann noch die Wochentage Montag und Dienstag, mit Ausnahme des auf Montag den 1. Januar fallenden Neujahrstags, festgesetzt. 4 Hühncr, circa 48 Ctr. Hm, circa 20, 5003) Fkillstk gestvßeilk Illid Ctr. Grummet, 2 Fuder Kornstroh, > ~ ' * ' 1 ; 5 Fuder Gerstenstroh, 1 Fuder Hafer- Qf|li btt' 91cltn||S* 4 Kühe, 1 Rind, 2 Schweine, 8 Schafe,--------- in großer Auswahl empfiehlt I. Schellenberg, Seltersweg. 5l2S> Frische Lachs- Forelle» zum Rohkssrn sind wieder eingetroffen. I. A. B n scb Sud u e. ffi&cspiratoreii nack Dr. Jeffrey empfiehlt (5017) I. Sckellen berg, Univ-Instrumentenmacher. 5129) Feinstes Blüthenmehl, aus der Kunstmühle der Herren Franz Peppler & Comp. , verkaufe ich zu denselben Preisen, wie solches in der Mühle selbst abgegeben wird. Carl Lony. 5009) Brochen, Ohrgehänge und Medaillons in Jett sind in reicher Auswahl zu haben bei Georg Petri, Neuenweg. 5133) Rknulir-Füllöfcn, das Beste, St-inkohlcn, Holz (kleinqemacht) was die Neuzeit in diesem Genre hervorgebracht hat, empfiehlt Musikivcrkr, Spietdoskil und Saton-Drkhorgrln in allen Größen mit „Wacht am Rhein," „Kaisermarsch," „Gefangennahme in Sedan/ „Sieges-Einzug in Metz und Paris" rc., empfiehlt Georg Schäfer, (2486) Uhrenhandlung. i», H-I -°>25' i _ Zit ttn auf'. urilliök t El' i st l"'* • 41141» tP k GcOej'“® njft; » HihrCruauBj ■it n*'1»'" Ci. * Si ,ui tu8,1,1 . fjll ,l‘ 5087 > Frische ^qmonter Schellfische und Bückinge zum Backen empfehlen I. A. Busch Sohne. ß Alwnnementö-Bistetö für Herren das Dutzend 2 fl. 24 kr., für Damen das Dutzend 3 fl. 30 fr. H- Oppermann, Herren- und Damen-Friseur. IRörseunachrlchten. 30. November 1871. i Preus«. 4%0/g Oblig. 100% Frankl. 3%0/0 Obi. 87% Nass. 4%o o Obi. 98% Kurhess. 40/0 n 92'/4 Gr. Hess. 50/0 Obi. 103% „ n 4°/o „ 96 . n 3%% „ 92 Bayer. 50/0 n 100% b 4V2°/o 1jährige 99% „ 40/0 1jährige 94% Würtemb. 4%o/o Obi. 99% Baden 4%% Obi. o. E. L. 99% Oesterr. Silberrente 57% „ Papierrente 49% Amerik. Bonds 1881 r 100% » „ I882r 97% , n 1885r 97% M „ 1887r 98 Spanier, neuest. 30/0 31% Aetlen. Frankk. Bank 138 Franks. Vereins-Kasse 120 Darmst. Bankact. 464 Wien Bankactien 812 Galizien 260 Oest. Creditaot. 319% A u g- Haubach. (5135) Ski. 2) (5137) Rabatt. (5016) Fabrik wasserdichter Kautschuck-Bekleidung. W. Hofmann 5121) Lktreffn Anfang halb 8 Uhr Abends. jimehMN u Daö 4362) 5118) r> Wermischts Anzeigen Vermrerhnnge«. 5123) Eine anständige Frau sucht einen 4300) Auf dem Seltersberg Lit. E- Nr. 41 Liederkranz " Generalversammlung is L°ny. M.--r^und M N°°°mbe/l870 W : Beschlußfassung über Erinnerungen eines jüdischen Kriegsfreiwilligen. Von G. ^^,.f'''in D utichs-ä für die in Lm, a. d. engct bct den Magyaren. — Die deutsche Poesie tn Metz. — Mitten in ^euneyi nde Tonhalle. veischollen! — Kleiner Briefkasten._______________________-4- Orientalische Ausstellung Alle Brüche heilbar! . rvA • L «Vlli am k j f — I I ; 7. ; L • *». ...... Vestel! abennenten 4580) Eine freundliche Familienwohnung zu vermietben und alsbald zu beziehen. Neuenweg Nr. 134. Tagesordnung: „ zu liefernde Beiträge für die in Linz a. d. Donau erbaut werdende Tonhalle. Der Vorstand. 5030) Gesucht. Ein Kindermädchen gesetzteren Alters sür guten Lohn. Von wem? sagt die Exped d. Bltts.__ Kampmann S» Busch, Hamm i/W., Wollene Hemde» von 1 fl. 24 fr. an, Unterhosen von 36 fr. an, empfiehlt Freitag den 1. December, Abends 8 Uhr, bei Louis Lony. Blumenvasen, Punschbowlen. 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Ongma zeichnun non Ed Schuft in Barmen. - Der Waldbrand in Wisconsin. Von G. Ku st-rman« m Green Bay. - Aus dem Reiche der Lüfte. - Die Sternwarte eines Privatmannes Von Osw. Lohfe. Mit zwei Abbildungen: Die Sternwarte des Herrn v. Bit l°7v in Bathkamp DLs gr°be, FernrohL°uf, Ux,6I«h«t* Cafe Leih. Freitag den 1. December: 5. Abminements-Concert in broncirten Thomvaaren: Fischglocken, Figuren, Biumentöpse, Blumenampeln; in lad'irten Blechwaaren: Kaffee- und Theebretter, Brodkörbe, Zuckerdosen re. von Leipziger Zuckcr-Fabrikwaaren f ü x W e i h n ach ts v erk a u f- 5096) Schaumconfcct, 110-130 Stück aus's Psi-nd. in 50 verschiedenen Sor- 2H kr or Pfund an, Anis-, Marzipan- und Buttcrgebacbcucs zu den billigsten Preisen. — Für Wiederoerkäuser Fabrikpreise. — Probe-Sendungen pr. Pos. Carl Dender, Holzgrabeu 2, Frankfurt a. Dl. nimmt immer viid, lind tii Du Ki wirt, ein Rj neuen Jorrnrr lrag ßtbrad)! Wa sich, Um. Duvm dm dluischti Msügt moi sich nur in Lchtzcn nacbz Welch' Pantern zu \ Ich! Abu Zuvirslcht (4 den ängnije ^ontorödie ( senen Rümpfi 9 Siech S'r' •« 6U tonnen. m .. lllbrr so E8 ltl» »rr» e 611 ßch ®Ml«r »Oll ‘ ‘««II. M S3q6r»«' i'intS,.''"1 ä k„" di- bj totrt) Nikr7n di- §7 in Obligationen von 10 Franken, aaranth’t durch den gejammten Grundbesitz und He directen und indirecten Steuern der Stadt Mailand. Ziehungen am: 16. Decenrber, 16. März, 16. Juni und 16. September. Prämien von: Franken 100,000, 50,000, 30,000, 10,000 rc. Fede Obligation wird mindestens mit 10 Franken zurnckbezahlt. Zu haben bei allen Bank- und Wechselhauf.rn des In- und Auslandes zum Preise von Francs 10 - Thlr. 2. 20 Sgr. - fl. 4. 40 kr. - fl. 4 Ocsterr. Wahr. Silber. ------- »ros, Berliner Lampen empfiehlt Garl Trech. empfiehlt in reichhaltiger, schöner Auswahl: in Glas und Crystall: (ä In StB’awss), ausgeführt vom ganzen Mustk-Corps des Grofih. Hess II. 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