Preis vierteljährig 1 p. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig k fl. 27 fr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzleibera Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen. dte. 32. Donnerstag den 2. März iäFE Bestellungen auf den Gießener Anreiaer JÄ.i ..wk kn« .i/. . A^iberg y• 1, qI^ auch 7 71 T * bei allm Post-Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedikion abbolen lassen, erhalten denselben für den Monat März zu 20 fr. Amtlicher T h e i i. Setreffmd: Das Departements-Ersatz-Geschäft für 1871. ®teßen, am V März 1871. Das GroßHerr»alicht Krrisa»>l Kieken an die Großherzogllchen Bürgermeistereien Albach, Allendorf a. d. Lahn, Mendorf a. d. Lda., Annerod, Beuern, Dorf-Gill Gießen, Groß-Linden, Grüningen, Hattenrod, Heuchelheim, Klein-Linden, Lang-Gönö, Sich, Lollar, Münster', Nieder- ' Bessingen, Ober - Bessingen, Watzenborn und Wieseck. Wir erinnern Sie an Erledigung der Verfügung vom 1. Februar 1871 (Slnzeigebiatt Nr. 29, 39 und 51) binnen drei Tagen In Verhinderung des Kreisraths: _____________________________________________ Kekul 6, Kreisaffeffor. B eka n ii t m a ch 11 n g. Betreffend: R e i ch s t a g s w a 1, l e n. ar, ®s wird hierdurch zur offenllichen Kennlniß gebracht, daß die Ermittelung des Ergebnisses der am 3. März d. I. abzuhaltenden Wahl eines Reichstagsabgeordneten für den I. Wahlkreis des Großherzogtdums (die Kreise Gießen, Grünberg und Nidda umfassend) Dienstag den 7. Märj, Vormittags 9 Uhr, in feem Sitzungsfaale des Rathhaufes zu Gießen stattfinden wird und daß der Zutritt zu dem Locale während diefes Äctes jedem Wähler offen steht. Gießen, den 25. Februar 1871. Der Wahlcommiffar: __v. Starck. Betreffend: DieErhebung der Forststrafen von dem 1. Quartal 1871 bei Großy Rentamt Gießen Gießen, den 28. Februar 1871. Das Großherzogliche Rentamt Gießen au sämmttlche Grosihrrfogliche Bürgernieistereien drg Rentsmtsbestrks. Die Forststrafen von dem I. Quartal 1871 können von heute an bis zum 15. März ohne Mahnung bezahlt werden In Verhinderung des Rentamtmanns: ________________________________________ Roth, Finanzaccessist. Po lit »scher T b e i l. 1. März. zu einem gewissen Zeitpunkte zu räumen. Nun befanden sich aber in sämmtlichen vier Jllbiitrn einige oder einzelne Nonnen, welche geborene Französinnen waren und diese hatten natürlich nichts eiliger zu thun als bei ihrem Vertreter gegen die Maßregel der Negierung zu reclamiren und dessen Schutz anzurufen, und zwar nicht vergeblich. Wie wir nämlich aus ganz verläßlicher Quelle erfahren, hat die französische Negierung gegen die beabsichtigte Maßregel der hiesigen Negierung protcstirt und soll derselben sogar erklärt haben, daß sie die erwähnten vier Klöster unter ihren persönlichen Schutz nehme. Die hiesige Regierung ist natürlich die Antwort nicht schuldig geblieben und hat die unbefugte Einmischung der französischen Negierung mit Nachdruck zurückgewiesen, die betreffenden Verhandlungen dauern aber noch fort und sind nicht geeignet, die ohnedies ziemlich Es mehren sich die Anzeichen, daß man in Frankreich sehr erbittert über Italien und entschlossen ist, sobald man einmal der deutschen Invasion los ist, ein Hühnchen mit der italienischen Regierung zu pflücken, die man beschuldigt, Frankreich im Stiche gelass-n und während des letzten Krieges eine sehr zweideutige Haltung eingenommen zu haben. Es ist eine Thatsache, daß selbst die diplomatischen Beziehungen zwischen der italienischen und der französischen Negierung sehr kühl sind und daß Frankreich schon jetzt in der römischen Frage eine Italien durchaus nicht freundliche Haltung einnimmt. So ist es allgemein ausgefallen, daß der französische Vertreter in Rom das einzige Mitgltev des diplomatischen Corps daselbst war, welches sich dem Kronprinzen Humbert nicht vorstillen ließ, während sämmtliche andere Diplomaten wenigstens privatim im tarin: „Wir haben einen englischen Osficier gesprochen, welcher der Schlacht bei Worth als echter Engländer aus Liebhaberei beiwohnte. Er hat keine Kriegsbe- richte für Zeitungen geschrieben, auch keine Depeschen an irgend eine Regierung obgeschickt; aber vom Schlachtfelde von Wörth aus schrieb er einem Freunde: „Die Franzosen sind verloren. Das sind keine Bataillone, das sind Ma-iern, die mit unwiderstehlicher Macht Vordringen. Man sieht gar nicht, daß die Ra men, Mitrailleusen, Giwehre sie berühren. Jede Lücke schließt sich augenblick- lid). Nur hinter den Reihen merkt man, daß sie gelichtet wurden. Jeder Mann, vom ersten bis zum letzten ist ein Held. Frankreich ist verloren, und um so mehr, je länger der Krieg dauert!" Das war der Eindruck der ersten Schlacht m diesem Kriege, das ist der Eindruck der letzten — denn wir hoffen, daß die Schlachten bei Belfort oder Montbeliard die letzten in diesem Kriege gewesen sein werten. In diesen letzten Schlachten ist aber der Charactcr, düs Wesen dieses Krieges nur noch lebendiger an den Tag getreten. Das „Werder'sche Corps", das so eigentlich kein besonderes Corps, sondern nach und noch zu einem kleinen Heere von Heeres-Abtheilungen aus allen Gauen Deurfchlands, Baden, Württemberg, Westfalen, Holstein u. a., zusammen geleftn ward, hat e>n sehr einfaches, aber wunderbar großartiges Schauspiel von festem Muthe und vnerschütterlicher Standhaftigkeit der Massen dieses kliineu Heeres, Quirinal ihre Besuche abstatteten Aber noch ein weiterer Vorfall spricht für C>ie gereizte und Italien wenig freundliche Stimmung Frankreichs. Die italienische Negierung hatte einige Klöster Roms und namentlich vier Nonnenklöster für vnerschütterlicher Standhaftigkeit der Massen dieses kleinen Heeres, tes gemeinen die Unterbringung von Regierungsbehörden bestimmt und gestützt auf das die ' ^es Volkes, das in ihm vertreten war, gegeben. Vier Tage haben Dh Aufhebung der Klöster dccretirende Gesetz, die Nonnen angewiesen die Klöster bis ttutfchen Krieger hier nicht nur wie die Helden gekä.npft — das hätten auch ~ • - - - - untere Völker gekonnt, die Franzosen vor allen vielleicht auch — ja, nicht nur Sümpft, sondern auch gewacht, gehungert, gefroren, gedurstet, gelitten und überstanden, was je irgend einem Heere geboten worden ist. Wer darüber von den Mltämpfenden sprechen, die Einzelheiten erzählen hört, — dem wird es heiß und falt im Herzen, der staunt und bewundert diese eifenfesten Männer. Es ist das iolk, es ist die deutsche Volkekraft, der deutsche VvlkSgeist, der so zu leiden, zu dulden, zu darben, zu hungern, zu frieren vermochte und dann wieder Tag um lag unerfchüttert und unerschütterlich dem tapferen, doppelt und dreifach starken ffeinde festen Fußes Widerstand leistete. Es überlief uns ein Schauer, als ein Verwundeter dieser Helvenschaar schlicht und einfach erzählte: Wir sagten uns: flx.., 3 .. w . cs t u >,/Hier kommt Niemand durch! Und es ist Niemand durch gekommen!" Es Di Volks-Zeitung veröffentlicht Jakob Venedey'S letztes Wort. Es heißt war das Volk, das kämpfte, es war -aS deutsa-e Volksbewußtsein zum Helden- ir n en e nen enn » <>n ap nm 0N —erwacht, das sich den ganzen Feldzug hindurch bewährt hat, das vom ersten bis zum letzten Schuß sich sagte: „Hier kommt Niemand durch!" Der Dank, Den das Volk erhalten muß, heißt Freiheit, heißt Grundrechte der deutschen Nation!" s 354) -dZr tiJlai n bei sthen 58f e ift ! und 17) uethk 2) (, ermi ^eid gespannten Beziehungen zwischen Frankreich und Italien freundlicher zu gestalten. (Pr.) Nach Berichten aus Madrid ist der Herzog von Montpenster nach den Balearen verbannt worden. Derselbe hat flch nämlich geweigert, dem neuen Könige den Hulvigungseiv zu leisten. Der Prinz bat nun seine Entlassung als General- Capitän eingereicht und zugleich seine Ansprüche als französischer Prinz geltend gemacht. Es ist noch unbekannt, ob er ungeachtet dessen sich nach den Balearen begeben muß. Der Präsident der Vereinigten Staaten bat dem Cöngreß den Varschlag gemacht, die Mission in Berlin zu einer Gesandtschaft ersten Ranges zu erbeben, gleich den Gesandtschaften in London und Paris. Die betreffende Botschaft, welche dem Kongreß unterm 7. d. M. zuzegangen, sagt u. A.: „Die Vereinigung der Staaten Deutschlands unter einer Regierungssorm, welche in mancher Beziehung an die der amerikanischen Union erinnert, ist ein Erergniß, welches nicht verfehlen kann, beim Volke der Vereinigten Staaten auf eine warme Sympathie zu stoßen. Die Vereinigung ist zu Stande gebracht durch die lang anhaltenden beharrllchen Bemühungen des Volkes, unter der wohlbedachten Zustimmung der Regierungen und des Volkes von 24 Deutschen Staaten durch ihre regulaü constituirten Autoritäten. Das Amerikanische Volk erblickt darin den Versuch, in Europa einige der besten Grundzüge unserer eigenen Constitution zu produciren, mit solcher Modification, wie die Geschichte und die Zustände Deutschlands zu bedingen scheinen. Die Einzel-Regierungen der verschiedenen Zweige der Union bleiben bestehen, während die dem Oberhaupt verliehene Macht die Vertheidigung sichert, ohne Kriege zu Zwecken der. Eroberung und des Ehrgeizes zu autorisiren. Der sehnliche Wunsch nach nationaler Einheit, welcher seit Menschenaltern die vielen Millionen beseelte, die, gleiche Sprache redend und nahe zusammenwohnend, durch dynastische Eifersüchteleien und den Ehrgeiz kurzsichtiger Regenten getrennt wurden, ist erreicht, und Deutschland enthält jetzt eine Bevölkerung von ungefähr 34 Millionen, mit Bezug auf das Ausland unter einer Regierung stehend, während die einzelnen Glieder das Recht behalten, ihre Localangelegenheiten für sich zu ordnen. Die Vereinigung großer Massen von gebildeten freien Menschen unter einer gemeinsamen Regierung dient dazu, die Regierung zu dem zu machen, was sie allein sein sollte — zur Repräsentation des Volkes und zur Orgamsirung der Macht derselben. Die Adoption des amerikanischen Systems^der Vereinigung der Controle und Lejtung eines freien Volkes, welches zur Selbstbeherrschung erzogen, kann nicht verfehlen, die Ausdehnung volksthümiicher Institutionen zu befördern und den friedlichen Einfluß Amerikanischer Ideen zu erleichtern." Darmstadt, 24. Febr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. Februar den Oderconststorialrätben bet dem Ober- consistorium Dr. Georg Rmck und Carl Melior den Character als „Geheimer Oberconsistorialrath" zu verleihen. Darmstadt, 25. Febr. Das heute erschienene Regierungsblatt Nr. 7 enthält: I. Publikation des Vertrages vom 23. November v. I. über den Beitritt Bayerns zur Verfassung des Deutschen Bundes. II. Abänderungen des Reglements zu dem Gesetze über das Postwesen des Norddeutschen Bundes. (Bereits in Wirksamkeit getreten.) 1) Im § 4, betreffend die Begleitbriefe bei Packeten, tritt als letzter Satz im Absatz I. hinzu: Auch die Correspondenzkarken können als Begleitbriefe verwendet werden. 2) Im § 5, betreffend die Erfordernisse eines Begleitbriefes, erhalten die Abs. II. und IIL folgende Fassung: II. Die Begleitbriefe zu Packeten mit Werthangabe müssen mit einem Abdruck desjenigen Petschafts in Siegellack versehen werden, welches zur Versiegelung des Packets benutzt ist. III. Die Begleitbriefe zu Packeten ohne Werthangabe brauchen mit einem Siegel- oder Stempelabdruck nicht versehen zu werden. 3) Im § 10, betreffend den Verschluß, treten in Stelle der Abs. HL bis V. die folgenden Abs. III. bis VII.: III. Bei Packeten mit Werthangabe hat die Befestigung der Schlüffe stets durch Siegellack mit Abdruck eines ordentlichen Petschafts stattzufinden. IV. Bei Packeten ohne Werthangabe kann von einem Verschluß mittelst Siegel oder Plomben abgesehen werden, wenn durch den sonstigen Verschluß oder durch die Untheilbarkeit des Inhalts selbst die Sendung hinreichend gesichert erscheint. Bei Sendungen, deren Umhülsung aus Packpapier besteht, kann der Verschluß mittelst eines guten Klebestoffs oder mittelst Siegelmarken aus Papier oder einem ähnlichen festeren Material hergestellt werden. Auch bei anderen Packeten können Siegelmarken in Anwendung kommen, sofern diese mit Rücksicht auf das zur Verpackung benutzte Material so beschaffen sind, daß dadurch ein haltbarer Verschluß erzielt wird. V. Bei Reisetaschen, Koffern und Kisten, welche mit Schlössern versehen sind, sowie bei gut bereiften und fest verspundeten Fässern, auch fest vernagelten Kisten, bedarf es ebenfalls keines weiteren Verschlusses durch Siegel oder Plomben. VI. Ingleichen können gut emballirte Maschinentheile, größere Waffen und Instrumente, Kartenkasten, Stücke Wildpret, z. B. Hasen, Rehe rc., ohne Siegel oder Plombenverschluß angenommen werden VII. In den Fällen hingegen, in welchen bei Packeten ohne Werthangabe die obigen Voraussetzungen nicht zutreffen, und ein hinreichend sicherer Verschluß anderweitig nicht hergestellt ist, muß ein Siegel- ober Plom- benverschluß stattfinden. 4) Als § 13a, betreffend die Corresponbenzkarttn, tritt hinzu: § 13 a. I. Die Vorderseite Der Korrespondenzkarte enthält einen zur Einrückung der Abrisse bestimmten Vordruck. Die Rückseite kann in ihrer ganzen Ausdehnung zu schriftlichen Mittheilungcn benutzt werben. Die Adresse und die Mitthcilung können mit Tinte, Bleistift, Rothstift oder sonstigem färbenden Material geschrieben werden; nur muß die Schrift hasten und deutlich fein. Die Miltheilungen auf der Rückseite können auch durch Druck, Lithographie u. s. w. hergestellt werden, wobei alsdann auch schriftliche Einschaltungen zulässig sind. Der Absender braucht sich nicht zu nennen. IL Formulare zu den Correspondenzkarten können bei allen Postanstalten, sowie bet den Briefträgern und Landbriefträgern bezogen werden. Diese Formulare sind bereits mit der die Gebühr für die Beförderung der Korrespondenzkarte darstellenden Freimarke beklebt. Für den Stabt- postverkehr unb für den Verkehr aus dem Orte nach dem Landbestellbezirke und umgekehrt werben Formulare mit den entsprechenden Marken beklebt zum Verkauf an bas Publikum bereit gehalten. III. Bei Entnahme der Formulare zu Correspondenzkarten ist nur der Betrag der aufgeklebten Marken zu entrichten; das Formular selbst wird unentgeltlich geliefert. Aus Wunsch sollen den Correspondenzkarten ober auch unbeliebte Formulare in Partien von wenigstens 5 Stück verabfolgt werben; in diesen Fällen wird der durchschnittliche Selbstkosten- preis berechnet. IV. Das Verfahren der Recommandation und der Expreßbestellung ist auf die Correspondenzkarten anwendbar. V. Werin ein mit der Marke beklebtes Formular zur Correspondenzkarte vor der Einlieferung zur Post beschädigt oder sonst unbrauchbar wer- den sollte, so wird die Post den Umtausch desselben gegen ein unverletztes mit Der entsprechenden Marke beklebtes Exemplar unentgeltlich bewirken. VI. Die Correspondenzkarten unterliegen dem Frankirungrzwange. 5) Im § 14, bekceffmd die Drucksachen, erhält der Absatz II. folgende Fassung: II. Die Sendungen müssen offen, und zwar entweder unter Streif- oder Kreuzband, oder umschnürt, ober aber in einfacher Art zusammengefaltet eingeliefert werden. Das Band (Verschnürung) ^muß dergestalt angelegt sein, daß dasselbe abgestreift, und die Beschränkung des Inhalts der Sendung auf Gegenstände, deren Versendung unter Band (Verschnürung) gestattet ist, erkannt werden kann. 6) Im § 17, betreffend die Postanweisungen, erhält der Absatz III. folgende Fassung: III. Formulare zu den Postanweisungen können bei allen Postanstalten, sowie bei den Briefträgern und Landbriefträgern bezogen werden. Diese Formulare sind bereits mit der die Postanweisungsgebühr darstellenden Freimarke beklebt. Bei Entnahme der Formulare zu Postanweisungen ist nur Der Betrag Der ausgeklebten Marken zu entrichten; das Formular selbst wird unentgeltlich geliefert. Auf Wunsch sollen Den Correspondenten auch unbeklebte Formulare in Partien von wenigstens 100 Stück verabfolgt werden; in diesen Fällen wird für jedes Hun- bcrt der durchschnittliche Selbstkostenpreis berechnet. Der Absatz XV. kommt in Wegfall. 7) Im § 19, betreffend die Postoorschußfendungen, kommt der dritte Satz in dem Absatz IV., welcher mit dem Worte „Postvorschußsendungen" beginnt und mit Dem Worte „behalten" endigt, in Wegfall. 8) Im § 30 erhalten die Abs. III. biä IV., betreffend den Umsang der Annahme von Gegenständen nach dem Bestellbezirke der Aufgabepostanstalt, folgende Fassung: IIL An Einwohner im Orts- oder Landbestellbezirke Der Aufgabepostanstalt werden Postsendungen in gleichem Umfange wie an Adressaten im Bereiche anderer Postorte angenommen. 9) Im § 33, betreffend die Berechtigung des Adressaten zur Abholung der Briefe u. s. w., kommt in Abs. IV. der Passus unter 4 in Wegfall. (Schluß folgt.) Telegraphische Depeschen. 4- Berlin, 28. Febr. Der „Kreuzzeitung" zufolge ist der hiesige Magistrat aufgefordert worden, nach dem Friedensschluß für Einquartierung Sorge zu treffen. Anßer preußischen werden auch sächsische, badische, württembergische und bayerische Truppen Berlin passiren, oa es Absicht des Kaisers ist, daß das ganze deutsche Heer bei dem Einzüge in die Reichshauptstadt vertreten sei. 4- München, 27. Febr. Der König empfing folgendes Telegramm des Deutschen Kaisers: Versailles, 27. Febr., 10 Uhr 55 Min. Vormittags. Dankerfüllten Herzens gegen die Vorsehung zeige Ich Ihnen an, daß gestern Nachmittags die Friedens-Präliminarien hier unterzeichnet wurden, auf welche Elsaß ohne Belfort, Deutsch-Lothringen mit Metz an Deutschland abgetreten würden, 5 Milliarden gezahlt werden, Theile Frankreichs besetzt bleiben bis zur Abzahlung der Summe. Paris wird theilweise besetzt. Wenn die Ratification in Bordeaux erfolgt, stehen wir am Ende eines glorreichen, blutigen Krieges, der uns mit Frivolttät ohne Gleichen ausgezwungen wurde und an dem Ihre Truppen so ehrenvollen Antheil nahmen. Möge Deutschlands Größe flch nur im Frieden consolidiren. Wilhelm. 4- München, 28. Febr. Der König hat folgendes Telegramm an den deutschen Kaiser gesandt: An den deutschen Kaiser und König von Preußen, Versailles. Jnnigst bewegt von der erhebenden Friedensurkunde bringe ich Ihnen meinen tiefempfundenen Dank für eine Nachricht, welche von mir und meinem treuen Volke aufs Wärmste begrüßt wird. Deutschland ist nach schweren Kämpfen zu ungeahnter Größe emporgestiegen und mit Recht werden Mit-- und Nachwelt Eure Majestät als Den glorreichen GrünDer Dieser neuen Aera preisen. Ludwig. 4- Paris, 27. Febr. Das officielle Journal veröffentlicht folgende von E. Picard unterzeichnete Mittheilung: Nachdem Die Friedenspräliminarien unterzeichnet sind, werden sie Der Abstimmung Der Nationalversammlung unterbreitet werden. Ein neuer Waffenstillstand von 4 Tagen läßt von jetzt an die Contri- butionen und KriegSrequlfitionen aufhören, welche jeden Tag schlimmer wurden. Trotz aller Bemühungen ist eS nicht möglich gewesen, Den Einmarsch eines Theils Der Deutschen Armee in gewisse Quartiere von Paris zu verhindern. Wir brauchen nicht zu sagen, welche Gefühle in uns diese Prüfung hervorruft, welche die Re- gierung Paris gern erspart hätte. Die deutschen Unterhändler hatten vorgeschla- gen, auf jeden Einzug in PartS zu verzichten, wenn ihnen Der wichtige Platz Bel- fort zugestanden worden wäre. Man hat ihnen geantwortet, daß, wenn Paris getröstet werden könne in seinen Leiden, so sei es nur durch Den Gedanken, daß dieses Leiden Dem Lande Die Wiedergabe einer seiner Festen einbringe, welche so oft und noch neulich durch Den Widerstand unserer Soldaten sich ausgezeichnet habe. Wir berufen uns demnach auf den Patriotismus der Bewohner von Paris gebaute 1 „ftr besetze- 9» B * flft Bi‘ out»»«: ssrievrnS'j- Ijitrt »»' uns dk» 11 Aufreger abgefM- 30,000 $ * un\ kaiOen A ttr W denselben z Distrllen, zv mtzme r Inanklage Regierung btfdM v locollirt sanmlung Der Friedl AS der Abgeoi Dringlichkei Orleans ße Friedens»»! Mt angel der Sffembb Fnnfzehner-1 datz die Re, + 8: Wählend Di fidi in Ma der Krenhei Man darf lvchscheinli Das Wenverle + So die Mieden Werden br sagt ans di Drältminati Regierung zu wirken, biete die L Regierung । Triumphkinz **■*! ^1) Sonne Mausdch nd) Furckei Nur Nr. n 1L. Ä me: Mßen, be Großher ---Een “Äf* baiä^wi W Neu ■'< M ifi 461Ä $ieWA Strafe'"1®' -Do tttrbtn, ^tlUklg Stadt, 'tbchell. °°Äar. betrag 'rb un. en aber ,vrrab. iß aus '«"ihrtt ar vlr. 1 uncer. folgende iij: oder scannen. 6 derge. •ag des fr Sund lolgrnde Ittn, so» • Diese stellenden »tisluigrn ut gor. >l!'ll den venigiienS des W' Tah in 1 beginnt ter Anstalt, foi- ostanstall t m De> ilung ter iaü. Kagistra, Sorge je fische unü :ji ganz- ramm deS mltrfüll« litfag1’1'1 it ©tltort, Niüiaittt er Suaiir >lgi, ft i-1 »liiät ci!l in 8ni>»! tim. ii an v» l. Znni-i tieseapl^ Volke avsl vngt-h^ ire Ä-l^,i S- .. >ls'"de * nie- soterbr^ die 6on^ ■n »°ltS L- * §ir bfj0; 14t ur J < t-l G ^.et^ T ven> j und beschwören sie, im Unglück ruhig und einig zu bleiben. Das ist sowohl die Ehre, wie die Kraft derjenigen, welche das Glück im Stiche ließ, und muß ihnen auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben. 4- Paris, 27. Febr. (Officielle Bekanntmachung der Regierung.) Die feindliche Armee wird in Paris keinerlei Requisitionen vornehmen und in Staats- gebäuden einquarttrt werden. Die französischen Truppen werden das linke Seine- ufer besetzen. Kein Franzose darf bewaffnet oder uniformirt die von den Deutschen occupirten Stadttheile betreten. 4- Pans, 27. Febr. Das Journal des Debats sagt, der Waffenstillstand sei „blS dadin ausgedehnt, wo die Rational.Versammlung in Bordeaux die FriedenS-Praliminanen bestätigt haben würde" ; bei den Verhandlungen seien Thiers und Favre „mehrere Male auf dem Punkte gewesen, Alles abzubrechen und den Krieg wieder aufzunehmen"; auch der Fünfzehner-Ausschuß habe diese Aufregung mit empfunden; jetzt sei (unter den bereits bekannten Bedingungen) abgeschlossen worden; ..die Preußen würden am Mittwoch in Paris einrückcn und 30,000 Mann stark bis zur Place de Concorde marfchiren"; Thiers, die Minister und der Ausschuß würden am Montag Abend nach Bordeaux abreisen. 4- Paris, 27. Febr. Das officielle Blatt zeigt an, in Folge der republikanischen Manifestation auf dem Bastilleplatze ergriffen die Meuterer einen Agenten der Polizei und warfen ihn in die Seine, wo er ertrank. Der Beamte, welcher denselben zu reiten suchte, mußte die Flucht ergreifen und sich in einer Caserne sicherstellen, um einem gleichen Loose zu entgehen. △ Bordeaux, 27. Febr., Mittags. Die Liberte autoristri mitzutheilen, daß mehrere republikanische Deputirte unmittelbar nach Votirung ccs Vertrags die Jnanklagezustandsctzung Trochu's und mehrerer anderer Mitglieder der früheren Regierung verlangen werden. — Die Liberte versichert, die republikanische Linke beschloß, die Abstimmung mittelst Namensnennung, welche auf dem Bureau pro- tocollirt wird, zu verlangen, sobald dic Regierung den Friedensvertrag der Versammlung mitgetheilt habe. Rente 53.40. fest. Es herrscht vollständige Ruhe. Der Friede wird fast für gewiß gehalten. A Bordeaux, 27. Febr. In einem an Grevy gerichteten Schreiben zeigt der Abgeordnete Turquet an, baß er heute in der Nationalversammlung den Dringlichkeitsantrag auf Prüfung der Wahlmandate der Prinzen aus dem Hause Orleans stellen und für ihre Zulassung in die Versammlung stimmen werde. A Bordeaux, 28. Febr., 8 Uhr Morgens. Die 15 Mitglieder der den Friedenöunterhändlern beigegebenen Commission sind mit Thiers und Favre heute Nacht angekommen. Der Moniteur ofsiciell veröffentlicht die heutige Tagesordnung der Assemblee: Um 1 Uhr Vereinigung im Bureau, dann Berichterstattung der Fünfzehner-Commission. Es findet hierauf eine öffentliche Sitzung statt, im Fall daß die Regierung eine Mittheilung zu machen hätte. 4- Brüssel, 27. Febr. Der Etoile Beige meldet aus Paris vom 27.: Wahrend der Nacht wurde Generalmarsch geschlagen und die Nationalgarde hat sich in Masse nach der Avenue des Thernes begeben, um sich dem Einmärsche der Preußen zu widersetzen, welche bei ihrer Absicht, einzumarschiren, beharren. Man darf sich auf traurige Ereignisse gefaßt machen. Die Preußen werden wahrscheinlich Mittwoch einrücken. (?) Das „Echo du Parlement" berichtet von einer Arbeitseinstellung in den Kohlenwerken der Bois de Boussu. 4- London, 27. Febr. Im Unterhause interpellirt Otway: Welches sind die FriedenSbevlngungkn? Versucht-e England franzosenfreundlich einzuwirken? Werden britische Militärcommiffare den Germaneneinzug begleiten? Gladstone sagt auf die Anfrage: Herr Bernstorff kündigte die Unterzeichnung der Friedens» Präliminarien an, hatte aber officiell keine Kenntniß von den Bedingungen. Die Regierung ist nickt uneingedenk ihres Versprechens für die Mäßigung derselben zu wirken. Sie könne gegenwärtig nicht mehr sagen. Die allgemeine Regel verbiete die Anwesenheit der Attaches bei der Feier militärischer Erfolge, und die Regierung wies daher Hozier und Walker an, Die Deutsche Armee bei irgend einem Triumpheinzuge in Paris nicht zu begleiten. △ London, 28. Febr. Die Times meldet aus Paris vom 27. d. M.: Die Aufregung ist unbeschreiblich, die Straßen sind mit Bewaffneten gefüllt, welche den Preußen und allen Verräthern Rache schwören. Die Bedingungen haben wie ein Donnerschlag gewirkt. Die Gemäßigten sind betäubt. — Das preußische Stabsquartier wird im Elysee sein, wo ein Frühstück stattfindet. Der Kaiser wird an dem nämlichen Tage wieder nach Versailles zurückkehren. Thiers reist heute Abend nach Bordcaur. Die Ratification des Vertrags wird Donnerstag erwartet. AurelleS de Paladine ist zum Commandanten der Pariser Nationalgarde ernannt. Gestern Abend ging das Gerücht, daß Die Preußen morgen um 10 Uhr einziehen würden. Auf Den BoulevarDS wogte eine dicht gedrängte Volksmaffe. TaufenDe von Nationalgarden zogen nach dem Triumphbogen. General Vinoy, welcher wußte, daß Die Preußen heute nicht kommen würden, ließ Die Menge gewähren. Heute Morgen um 9 Uhr marschirten bedeutende Militärmassen über die Boulevards nach den Elyseeischen Feldern. Die Nationalgarden sind verschwunden; Bclleville ist stark bewaffnet, aber ruhig. Die noch unter Waffen stehenden regulären Truppen werden beim Einzug der Preußen am Dienstag ausmarschiren, um Die Nationalgarde in Ordnung zu halten und sich Dann zurückziehen. Eine Colli- sion zwischen Truppen und Nationalgarden könnte möglich sein, wenn Erstere sich nicht weigern, Feuer zu geben. Literarisches. Die Verfassung des deutschen Reiches. Nördlingen. Beck. (15 fr.) Wir können uns nicht versagen, auf die obige schöne handliche und billige Ausgabe der deutschen Reichsverfassung hinzuwcisen, welche soeben bei Beck in Nördlingen erschien und sicher einem in diesem Augenblick weitverbreiteten Bedürfniß entgegenkommt. Dieselbe gewährt die Möglichkeit, sich mit der Reichsverfassung auf die leichteste und sicherste Weise bekannt zu machen, da in ihr die zahlreichen Sonderbestimmungen für Bayern und Württemberg mit dem Texte der Verfassung in einheitlichen Zusammenhang gebracht sind. In gleicher hübscher Ausstattung ist in demselben Verlage das R eich sw a hl- gesetz mit Reglement erschienen. Börsennachricbteii. 28. Februar 1871. Actien. Oest. Creditact. 240“/$ 5% östr. F. St. E. B. 3631,2 Lombard. Bahn 1713/s Ludwigsh.-Bexbach 165 Maxbahn 1091/4 Bayer. Ostbahn 1243/4 Hess. Ludwigsb.-Aot. 136* b Alsenzbahn-Actien 851/4 Oberhessen „ 673/ö Prioritäten. 30/o Öster. Stsb.-Prior. 56'/g 3% öst. s. Lombard 73 30/0 Livorneser 311/2 - 5°/q Toscaner 50 5°,o Elisabeth.-Prior. 77 do. II. Emiss. 821/2 Anlehensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 64% Nassau 25 fl. 381/2 40/g bayr. Präm.-Anl. 1083/b Ansbacher 7 fl. 12 40/g badische Loose 108 Badische fl. 35 Loose 61 Oestr. fl. 250 v. 1854 701/4 1858r Prioritätsloose 156*, 4 1860r Loose 77* k 1864r „ 1183/4 Braunschweiger 16' a Stadt Madrid 217 b Wechsel. Amsterdam k. S. 1001/4 Augsburg k. S. 997/g Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 97 Cöln k. 8. 104% Hamburg k. 8. 881/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1 !93/g Lyon k. 8. — Paris k. 8. 933/4 Wien k. 8. 953/4 ditto m. 8. — ditto 1. 8. — Disconto 31 2% G. Geldsorteo. Pr. Cassen-Soh. 1 447/8-451 r Sachs. Ä — Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 57i/2—58* 2 Pistolen . . 9 42 — 44 „ doppelte 9 48—50 Holl. fl. lOSt. 9 54—56 Ducaten . . 5 35—37 20 Frankenst. 9 25*,2—26* Engi. Sover. 11 55—59 Russ. Imper. 9 43—45 Dollar in Gold 2 27—28 Preuss. 4l/2°/o Oblig. 94 Frankf. 31/2 % Obi. 80% Nass. 4i/2u 0 Obi. 93 Kurhess. 4% „ 82*/2 Gr. Hess. 5% Obi. 101’/s n „ 40, G n 931/4 n n 31/2% „ - Bayer. 5» 0 „ — „ 4i/z0/0 1jährige 94' 4 „ 40/g 1jährige 873/b Würtemb. 4V2 °/o Obi. 933,s Baden 4‘/20/0 Obi. 0. E. L. 93 Oesterr. Silberrente 55% „ Papierrente 4»3/g n 5°/q M. steuert. — Amerik. Bonds 1881r 98i/2 n „ 1882r 96 n „ 1885r 951/2 „ 1887r 95*2 Spanier, neuest. 3% 301/g Arden. Frankf. Bank 13 2% Frankf. Vereins-Kasse 104% Darmst. Bankact. 327 Wien Bankactien 690 Galizier. 2361/2 Allgemeiner Anzeiger. Versteigerungen. 491) Donnerstag den 30. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhanse die den Friedrich Furckel's Eheleuten gehörige Flur Nr. aJtlftr. Z V974 12 Hofraithe auf dem Asterweg, gibt 463/t fr- Rente, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 14. Februar 1871. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _______(Semmlei~, Ortsgerichtsmann. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförstern Hohensolms. 635) Montag den 6. März c. soll im Distriet „Scheuernwald" und „Eichelsberg" nachstehendes Brennholz versteigert werden: 93 Stecken Buchen-Scheidholz, 1. Classe, 73 „ Buchen-, Eichen- und Tannen- Prügelholz, 154V2 „ dergl. Stockholz, 6500 Wellen dergl Reisholz, 4850 „ Buchen-Forstreister. Alsdann wird Dienstag den 7. März c. daselbst nachstehendes Bau-, Werk- und Nutzholz versteigert: 228 Eichen-Stämme von 6 bis 16 Zoll Durchmesser und 20 bis 60 Fuß Länge = 5982 Cubikfuß, 272 Fichten- und Lärchen-Stämme von 6 bis 16 Zoll Durchmesser und 50 bis 100 Fuß Länge 10216 Cubikfuß, 461 Stück Eichen- und Fichten - Stangen, zu Wagner- und Grubenholz geeignet. Die Zusammenkunft und der Anfang ist jedesmal des Morgens 9 Uhr im Distriet „Scheuernwald" auf der alten Wetzlarer Straße. Hohensolms, am 24. Febr 1871. Fürstliche Oberförsterei Hohensolms. Därmer, Förster. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 634) Montag den 6. März 1871, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Schutzbezirk Fernewald, Distrieten Bruderwinter u Unterwald, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 80 Stecken Nadel-Prügelholz, 221/z „ „ Stockholz, 1152 Wellen „ Neisholz, 347 Nadel-Stämme mit 5544 Cubikfuß, 173 „ Stangen „ 1132 „ Die Zusammenkunft ist auf dem Wege von Annerod nach Steinbach, an der Strangswiese. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli d. I. gestattet- Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. Februar 1871. Großherzoglicke Bürgermeisterei Gießen- Vogt. Feilgebotenes. 681) Sehr guten Limburger Käse, Prima-Qualität, das Pfund zu 18 fr-, empfiehlt Gg. Sch mehl, am Brand. 658) Anima*, eingemachte, Ana- niiN-Syriip (zu Bowlen), sowie III- encliof-, Cardinal- und Jflalweln- ensenz, PunMclie**enz, Malaga, Madeira empfiehlt hiermit bestens Ed. Lind, Kirchenplatz. 679) Eine große Quantität Dickwur- zcln verkauft W- Jacobi WiUwe, Schöne Aussicht. 68i) Theodor Franck’sche Altljr r-B unli 011 ü, Vaihinqen a/E., ein noch nicht übertroffenes Mittel gegen Husten, Brustschmerzen, Heiserkeit, HalSbcschwerden rc, empfiehlt in Onginalpacketen ä 14 und 7 fr. Earl Hoffmann. § Mein und Bukskin Lager, zu billigen und fcflen greifen, empfehle bestens. Ludwig Lang, Marktstraße 25, vis-ä-vis dem Kaufmann Herrn Emil Pistor. 61) Häckselmaschinen, Dickwurzmühlen, Oelkuchen- brecher der verschiedensten neuesten Constructton, stets vorräthig bei Georg Nenzel (Maschinenfabrik.) 585) Ein Pferd, Wallach, fehlerfrei,! 4jährig, geritten und gefahren, steht -um Verkaufe bei H. Becker, Neue Anlage. 665) Täglich frische Milch bei H. E- Jughardt, Marktplatz 629) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen im Darmstädter Haus. 659) Ein einspänniger Pferdewageu, fast noch neu, sowie eine große Quantität Erdgewächfe, habe zu verkaufen. Georg Reuß, Sattler in Lich. 660) In Salzböden steht ein 2jäbrigcr schöner Fassclochse (Vogelsberger Race), zu verkaufen. Näheres bet Schultheis Wag- n er daselbst. 666) Ein noch in gutem Zustande befindlicher Sied-Kesscl ist billig zu verkaufen bei Ernst Jughardt, Metzger. 672) Bei Carl Fischer III. in Lich steht ein guter einspänniger Wagen zu verkaufen. 1307 OKlstr. Acker auf der Warth, gegenüber Prof. Jhering's Garten, 900 „ Acker am Krosdorfer Weg, 37t „ Acker am Wismarer Weg, bei der Wollspinnerei, mit Klee besaamt, seither von Müller Weimar innegehabt, in bestem Zustande, sind ans 4 Jahre zu verpachten. (657) H. Becker, Nene Anlage l « 6 )t :r 0 1* Hf he zu ien eist ei- z»' am ren (er- DÜ lß .bet na >ha iDeti om> rhlky ifuir ya 1 / Ä X aDtv a 6t 0 eichkl Ditjtf in || ) tti nah 1 üiji zu ge uhcn' n 3« befff ’ßjj 677) Wegen GeschäftSveräiidernug sehe ich mich veranlaßt, mein Tuch-, Buckskin- und Manufaktur waaren Lager gänzlich zn Fabrikpreisen auszuverkaufen. Muster werben während dem Ausverkauf nicht ausgegeben. Gießen, den 1. März 1871. August Montanns. Vermischungen. 682) Zwei Zimmer zu vermietben bei Fr. Stooß, Asterweg. 421) Im (£afd Ebel ist ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, Küche und Zubehör, pr. 1. Mai beziehbar, zu vermieden. 680) Ein Logis von 3 Zimmern und sonstigem Zugehör ist au vermiethen bei K. Gerlipp, Kirchenplatz. Vermischt? Anzeige». 678) Unterzeichnete empfiehlt sich im Anfertigen säm>. tlicher Weißwaaren mit oder ohne Nähmaschine, in und außer dem Hause, sowie in allen andern weiblichen Handarbeiten, und verspricht schnelle und gute Bedienung. Regina Lorenz, wohnhaft bei Herrn Glaser Keck. 683) Meine Handschuh-Wascherei in allen Farben brinpe icb in empfehlende Erinnerung. Caroline Hartmann, Hintergasse A. 35. 652) Geübte Cigarren ar beiter für bessere Sorten werden gegen hohen Lohn gesucht von August Philipps S» Söhne, in Offenbach a. M. 556) Im unteren Riegelpfad wird ein Garten zu pachten gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. 648) Zur Erlernung des Branntwein- und Liqueur- Geschäfts wünscht man einen kräftigen Jungen unterzubringen. Zu erfragen bei der Exp. d. Bltts. i 609) Ich zeige hierdurch meine Er- jnenynng zum Hofgerichts-Advocaten mit dem Benierken an, daß meine Wohnung sich im Kraus kopf'schen Hause aus dem Seltersweg befindet. Gießen, im Februar 1871. Dr. Gutfleisch. Strohhüte werden von jetzt an zum Waschen und Umändern angenommen. (676) L. Gail, Mäusburg. 602) Zur Uebertragung der Haupt- Agentur einer angesehenen deutschen Lebens - Versichcrungs - Gesellschaft für die Provinz Oberhcsten wünscht man mit einer Persönlichkeit in Verkehr zu treten, deren Bekanntschaften und Verbindungen in dem bezeichneten Bezirk, eine erfolgreiche Geschäftsführung erwarten lassen. Geneigte Offerten sind unter R. L. 360 durch die Annonccn-Cxpedition von G. L Daube Co. in Frankfurt a. M. erbeten. 297) Ein zuverlässiger Pferdeknecht kann gute Stellung erhalten und sogleich eintreten. Näheres bei der Exped. d. Bl. 668) Ein braves Kindermädchen wird gesucht. I. Noll, Goldarbeiter. 647) Ein Schlosser, welcher zu Schmieden versteht, wird gesucht von Wilh. Hilgardt, Mechaniker. An die Wähler! Der nahe bevorstehende Tag, welcher alle deutschen Wähler zusammenführen wird, um die von unseren Heeren aus den Gefilden Frankreichs blutig erkämpfte Einigung der deutschen Stämme und Wiederbegruudung des deutschen Kaiserreichs durch die Wahlen zum ersten deutschen Reichstage zu besiegeln, erscheint vorzugsweise geeignet, der Fürsorge für Diejenigen zu gedenken, welche in jenem Kampfe Gesundheit und Leben eingesetzt haben und noch jetzt an Wunden oder Krankheit darniederliegen. Auf Anregung des deutschen Centralcomit^s sollen peßhalb am Wahltage (3. März d. I.) in allen Wahllokalen des deutschen Reichs, und insbesondere — mit Genehmigung der höchsten Staatsbehörde — auch im Großherzogtkum Hessen, Sammelbüchsen mit der Aufschrift: Dank der Wähler an die deutschen Krieger ausgestellt und der El trag für die Pflege der Verwundeten und Kranken verwendet werden. Wir brauchen wohl kein Wort weiter hinzuzufügen. Wo wir zum erstenmal im neuen deutschen Reich unsere politische Pflicht als Wähler üben, wollen wir auch unsere Pflicht des Dankes erfüllen, jeder nach Vermögen, aber alle freudig und in dem Bewußtsein, daß Alles, was wir auch thun, hinter dem zurückbleibt, was unsere kämpfenden Brüder dem Vaterland dargebracht haben. Darmstadt, 15. Februar 1871. Der Vorstand des Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde. Der Vorsitzende: Der Schriftführer: A. Weber. A. Buchner. Lkbensukrsichcrungsbank f. D. in Goths. 341) Die Geschäftsergebnisse dieser Anstalt im Jahre 1870 waren durchaus günstiger Art. Es sind derselben wiederum 2373 neue Mitglieder mit einer Versicherungssumme von 5,133600 Thlr. beigetreten, wodurch nach Abzug des mäßigen Abgangs die Zahl der Versicherten auf 36,400 Pers., die Versicherungssumme auf 68.100000 Thlr-, der Bankfonds auf ... 17,000000 Thlr. gestiegen ist. Die Einnahme au Prämien und Zinsen betrug etwa 3 150000 Thlr. Für 786 Eterbesälle, einschließlich der wenigen durch die Kriegsversicherung veranlaßten, waren 1,380,000 Thlr. zu vergüten, — ein Betrag, der wesentlich unter der rechnungsmäßigen Erwartung steht und den Versicherten eine abermalige gute Dividende in Aussicht stellt. In diesem und den nächsten vier Jahren werden über Drei Millionen Thaler vorhandene reine Ueberschüsse an die Versicherten verlheilt, was für das Jahr 1871 eine Dividende von 34 Prozent, für das Jahr 1872 eine solche von 37 Prozent ergibt. Durch eine neue Einrichtung in der Prämienzahlung wird der Zutritt zur Bank wesentlich erleichtert. Versicherungen werden vermittelt in Gießen durch Buchhändler A. Ricker. Büdingen „ Ortseinnehrner LouiS Höhler Lich „ Lehrer SS. K. Walz. Marburg „ HScar Ehrhardt. jtidjiiidlbc x- limju, Maschinenfabrik in C h e m n i tz, Speciatität für Bierbrauerei Cinrichtnngen, vertreten durch KScnze Hi Wchrfritz, Ciml ■ JiMmeure in Cassel, Wesetthor Nr !), durch welche Pläne, Kostenan schlage 20. bereitwillig vorgelegt werden. (631) Kriegs- und Friedensnummern der Gartenlaube. Die Nr. 9 bringt folgende Beiträge. Die Zuwider-Wurzen. Eine Geschichte aus den nayrischen Bergen. 'Von Hermann Schmid. (Fortsetzung.) — Aus hoher Negion. Von Guido Hammer. Mit Abbildung: Die Beute des Adlers. Originalzeichnung, vom. Verfasser. — Um Parts, herum. Von Friedrich Gerstäcker HL Auf dem Mont Valerien. — Im Hauptquartier des Prinzen Friedrich. Karl. Von unserem Berichterstatter Georg Horn. Zwölfter Brief. Unter dun Kreuze von Genf. — Aus dem ge- beimen Polizeileben des ersten ftanzösischen Kaiserreichs: Die Kinderpolizei. Die Polizei- dluers. Die cytherische EohorN- Von B- Ävb Lallemant. — Blätter und Blüthen: Das Chaisewägelche. Von Georg Horn. — Im Paris des Waffenstillstandes. Von rty- Hofmann. — Aus einer zerschossenen Stadt. Mit zwei Abbildungen: St. Denis, hinter Fort Double couronne, am 29. Januar 1871: Bei der Riesen- Kanone auf Fort La Briche, am 30. Januar 1871. Nach der Natur aufgenommen von unserem Feldmaler F. W. Heine. — Berichtigung. Für die Vaterländische Feuer - Verbcherungs - Attien- Gefelllchaft zu Elberfeld FEs- und Erpl°si°nsg°f°hr zu Firma: Carl Hoffmann. Verlag von Rudolf Loes in Leipzig. Aus allen Welttheilen. Jllustrirte Monatshefte für Länder- und Völkerkunde. Nedigirt von Dr. Otto Delitsch Unsere Zeitschrift hat sich die Aufgabe gestellt, gründliches geographisches Wissen in möglichst weiten Kreisen zu verbreiten und zu fördern. Die Ausgabe erfol.it in monatlichen Lieferungen, zum Preise von 6 Sgr. pro Heft, von vier reich illustrirten Bogen. Das Januar-Heft enthält: Die christlichen Völkerstämme der Philippinen- Von Dr. Th. Strehz. — Nürnberg, eine deutsche Stadt. (Mit 2 Jllustr) — Die Pfalz und die Pfälzer. Ethnographische Studie von Dr. Lauckhard. — Belfort. Mit Karte. — Ein Ausflug in das Fayum. (Schluß.) Von Dr. Rudolf Zöppritz. — Paul Marcoy's Reisen in Peru. Bearbeitet von Dr. Sophus Rüge: Der Amassonas oder Amazonenstrom. (Mit 3 Jllustr.) — Englands Flotten und Kolonialsystem. Von Kommerzienrath Adolph von Carnap. — Von den Palmen. (Mit 3 Jllustr.) — Die Sonnenfivsterniß am 22. Dezember 1870. (Mit 4 Jllustr.) — Die Burg von Trarbach. — Die iod- und bromhaltigen alkalisch- salzigen Heilquellen zu Rabka rc. Zu beziehen durch alle Postämter sowie Buchhaudlungen des In- und Auslandes. Bei Beginn der Kulan § können Lehranstalten, Bade Etablissements, Hotels, Handlungen aller Art 8 20. 20. die üblichen Halbjahrsanzeigen nicht wohl zweckmäßiger, billiger und mit L weniger Mühe besorgen als durch die erprobte Vermittelung der A leiionee it-JE x.g»e e£i6iou von g G. L. Darbe & Camp. | . in d Frankhio*! K. ill., Miinclieii, ^önibei^. Augsburg. I Würzhiii g, Stuttgart, iiamhuiBrüssel, Bern. g Au:ftllirli(l,e Zeitungs-Verzeichnisse stehen gra t i s und franoo zu Dien ft en. Ul1 *111 III Hl ■mm III» 1 i । 11_' ntiriTT- ~~T1I i ll I M Mi I1 '■HTlTm 5 5 - 25% -K o |1 c ii = (0 r | p n r ii i (j bei Annoncen. Bekanntmachungen aller Art L befördert prompt in sämmtliche deutsche und ausländlscke Leitungen, Lokalblätter | und Fach-Zeitschriften mit 5-25% Koftcn-Ersparniß 3 0 ' die Annoncen-Expedition von C. Schlotte in Bremen. Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu hüben bei W. Klee, am Markt. :;t'° cl-rm, Druck u d Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. rit B W\ 1 l ■ Nonnen 5 (Nr (Nr. Gießen^ Mit Prüfungen in für diejenigen fit diejenigen fit diejenigen Staates, n Die Dar Cs' W eines in dem Sh Wähler off. Sie , Dahms 11 iövrdküvr, urten ter i hnung tfI ^te, großes l^bers ten c!8 Skniigente nn. SV} frl.Whr n Jf,Wii)tr i| die ihn, * i» |E i'IOn« i S't Sä;: Wer ft t