4Nt, Utrten >e Gin, bei der 'wntntt Ui von ‘Haltet 40‘ drei '! juruef« btr nach iratlachü 105 118'/. lts/8 iOOi, 9'/. 93 05 6> 2’ *n. LT. -59 -42 -42 -55 -35 'i-W/i -49 -44 tzkck TOtt' ilL iol|, >11- IV . Kubikmeter, der'Lichee lidiaft wirb ’2 gestattet. TinenW riud)i, die» ,rn»u lassen- 871. _ erd Hfl- iber, 'kleiL‘ ili besteht ‘ •' >[änun(t -hnc- ,J(fl 01 tS. & Jtfs 11 vurdl jeeL 5 TdB titele!jährig 1 fl. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch bit Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 fr. Gichrmr AMM. Erscheint täglich, mtt Aus» nähme MontagS. Sxpedition: Lanzletberg Lit. v. Nr. 1. Anzeige- und AmlsU'ait für den Kreis Kielen. Nr. 28j>. Freitag den l.Tccembcr LG7L. BesteLLUngeM amf den Gießener Anzeige Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Nachstehende Beürnntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanz vom 10. l. Mts-, die nachträgliche Einlösung der Grund- rentenscherne betreffend, bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß. Gießen, am 27. November 1871. Großherzogliches Keisamt Gießen. v. N ö er. ^^ra9 ^cr Stände haben Seine Königliche Hoheit d.r Großherzo, genehmigt, daß die Einlösung der Grundrentenscheine bei Großherzoglicher Staatsschulden - Tilgungskaffe, welche nach Ablauf der in der Bekanntmachung v-m 8. März 1870 festgesetzten Präclusivfrist gemäß Art. 4 des Gesetzes vom n k1 ,64, die Einziehung der Gruudreutenscheiue und die Ausgabe eines neuen Staatspapiergeldes betreffend, seit dem 1. Januar 1871 nicht- mehr stattfmden konntenoch nachträglich binnen einer zu bestimmendeu Frist gestattet verde. ^^9ewäß ist die Großherzogliche Staatsschulden-Tilgungskasse ermächtigt und beauftragt worden, Großherzoglich Hessische Grundrentcnscheiue, welche m Monats Februar 1872 bei ihr prajentirt werden, nahträglich eiuzulösen, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Pom 1. März 1872 an hört diese Ermächtigung auf, und verbleibt es bä der Bestimmung des gedachten Gesetzes, wonach eine Einlösung jener wcrthlos gewordenen Scheine nicht mehr zulässig ist. Gießen, am 21. November 1871. Betreffend: Datz Gesetz vom 10. October 1871 wegen UebergangS zu dem Strafaesetziuch für das L^FisÄei! F-lPÜndF^pLzW^^ Unb be,!|3rc6pOli3Cb- Das Grvßh ermögliche Kreisaml Gießen an die Grojjherzoglichen Bürzermeistereien des Kreises. In Folge Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 17. l. Mts. zu Nr. M. d. I. 7458 ». 7982 beauftragen wir Sie, für jede betreffende Bürgermeisterei und die niedereu Pollzei-Officianteu je ein steif brochirteö Exemplar des Separatabdrucks obigen Gesetzes für den Dienstgebrauch auf Kosten der resp. Gemeindekaffen anzuschaffen. Die Separatabdrücke fuib von der Buchhandlung Großherzozlichen Staatsverlags (Jonghaus'sche Hofbuchhandlung in Darmstadt) für den Preis von 36 Kreuzer für das brochirte Exemplar zu beziehen. v. R ö e r. Politischer T h e i l. Strafloser Deutschenmord in Frankreich. Am 23. November empfing der Präfident der französischen Republik den chinesischen Botschafter Tchong-Haou. Derselbe kündigte ihm an, daß seine Regierung die Mörder der Franzosen inTien-Tsin exemplarisch bestraft habe. Zwei- unkzwanzig seien enthauptet und fünfundzwanzig deportirt worden. Außerdem habe seine Regierung an die Familien der Ermordeten und für die beschädigten Gebäude 3,450,000 Francs bezahlt. — Am 24. November, 24 Stunden später, stand Tounelet, ein Lackirergeselle, vor dem Assisenhof von Parts, weil er einen deutschen Soldaten, nämlich Denmuler vom 2. Infanterieregiment (Thüringen), der im Fort Rorny in Garnison gelegen hatte, ermordet hat. Die That fiel am 5. September vor. Der Mörder hatte an diesem Tage eine Landpartie mit drei Freunden gemacht und von seiner Gefangenschaft erzählt. Wie er behauptet, fei er dort schleckt behandelt worden. Er fügte hinzu, er werde sich rächen und den ersten besten Deutschen, dem er allein begegnen werde, niederstoßen. Er wettete schließlich zw-i Litres Wein, daß er noch am nämlichen Tage einem deutschen Soldaten den Garaus geben werde, hielt auch sein Versprechen und ermordete Den- nuler, dem er auf dem Wege von Montreuil begegnete. Tounelet griff den deut' scken Soldaten nicht an, sondern näherte sich ihm sehr freundlich mit den Worten: Hoi Fran(?ais I Denmuler antwortete: Moi Saxon I Nix Fran^ais! (was heißen sollte: verstehe kein Französisch), worauf Tounelet dem Armen sein Meffer, das er bereit geholten hatte, in die Brust stieß und mit seinen Freunden die Flucht ergriff. Der Mörder wurde in Paris festgenommen und deshalb vor die französischen Ge- richte gestellt. So die Thatsachen, die von einer Reihe von Zeugen sestgestellt sind. Tounelet gesteht seine Mordthat ein und versucht, jedoch vergeblich, die Sache für ihn weniger schlimm darzustellen. Er behauptet, er habe nur aus Haß gegen die Preußen Vie Mordthat begangen, und läugnet, daß ■— et ist aber durch zehn Zeugen festgestellt — er mit Vorbedacht gehandelt. Der Prästvent will dies aber nicht zulaffen. Wir haben — sagte er — alle Haß gegen die Preußen, aber zwi- schen Hatz und Mord ist ein Unterschied. Die nationale Würde erheischt, daß das Verbrechen nicht, ungestraft bleibe. Der Veneraladvocat Thomas zeigte sich dem Mörder gegenüber sehr milde. Er verlangt zwar, daß die Geschworenen ihn des Mordes mit Vorbedacht für schuldig erkennen, aber nur deshalb, damit man den Feinden Frankreichs beweise, daß ungeachtet unserer Unglückssalle die französische Justiz immer ihre Pfl cht erfüllt. Auch hält es derselbe für gefährlich, ein frei- sprechende- Urtheil zu erlassen, da noch sechs Departements vom Feinde besetzt seien. Mildernde Umstände läßt die Stratsbthörde selbstverständlich zu. Lackaud »ertheidigt den Mörder, den er als feurigen Patrioten darstellt, der ffine Pflicht später auf dem Schlachtfeloe und n cht mehr auf der Landstraße erfüllen werde. Lachaud gibt zu, daß der Mörder mtt Vorbedacht gehandelt, aber es sei unmöglich, daß man denselben auf die Galeeren oder in das Zuchthaus sende. Herr v. Bismarck würde sonst zu sehr lachen. Es gebe Zeiten, wo man die Dinge nicht von dem gewöhnlichen Standpunkte aus ansehen müsse. Die preußische Armee verkenne die Principien der Gerechtigkeit, und die französische Jury, der wirkliche Repräsentant der Nation, müsse bei dieser Gelegenheit Herrn v. Btrmarck eine jede Befriedigung versagen. Die Staatsbehörde erwiderte nichts auf die Worte Lachaud's, und nachdem der Präsident sein Resume gewacht, zogen sich die Geschworenen zurück, um gleich darauf wieder zu erscheinen und zu erklären, daß der Mörder unschuldig sei! Tounelet wurde sofort in Freiheit gesetzt, und der chinesische Botschafter Tchong-Haou kann den Rathschlägen, die ihm Herr Thiers Tags zuvor für seinen Kaiser gab, den hinzufügen, in China das Geschworenengericht einzuführen, damit er, wenn sich später seine Unterthanen wieder einmal an den Fremden rächen wollen, die bei ihnen eingefallen sind, nicht mehr zweiundzwanzig derselben die Köpfe abzuhauen und fünfundzwanzig andere zu deportiren braucht. Wir beklagen die französische Nation, da nun zu allen ihren Demüthigungen auch die kommt, daß ihre Rechtspflege auf eine solche Weise sich vor allen gesitteten Nationen bloSstellt und verächtlich macht. Was ist der Berfe,kergang eines Malayen, der in wilder Wuth den Ersten, Besten nicderstößt, gegen die niederträchtige Bosheit, welche die Ermordung irgend eines ganz untchuldigcn Unbekannten zum Gegenstände einer prahlerischen Wette macht? Und ein solcher abscheulicher Bösewicht wird von zwölf Franzosen, ohne auch nur ernsthaft zu be- rathen, freigesprochen, — wahrscheinlich mit leichtem Herzen, wie Herr Ollivicr in den Krieg zog. Wir müssen als die Landsleute de- unschuldig Ermordeten die Sache etwas schwerer nehmen. Denn es stehen noch viele Tausend Deutsche in Frankreich, die auf solche Weise sämmtlich für vogelfrei erklärt sind. Die einzige Schuld des armen Sachsen bestand ja darin, daß er ein deut chcr Landsmann ist. Die Sache kann nicht zu Ende sein. Deutschland hat hier nicht blo- feine eigene Angelegenheit, sondern die der ganzen gesitteten Menschheit zu führen. t E» bestätigt sich, daß die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Frankreick wegen Abschluß des deutsch-französischen Postvertrages bevorsteht. Dcr in Paris abzuschließende Vertrag soll am 1. Januar 1872 in Kraft treten. In Betreff der Frage, ob das Beschicken der Wiener Industrieausstellung als Reich-angelegenheit anzusehen sei, hat sich der betreffende Ausschuß des BundeS- raths dahin schlüssig gemacht, daß das Reich die Anaelegenheit in die Hand zu nehmen habe. Es sollen zunächst die Bundesregierungen ersucht werden, durch Anregung bei den Industriellen ihres Landes die Beschickung zu fördern, lieber Wird ohne Diskussion ge- d-n In Wien |u b-anf»ruch-»d-n Platz für die Erj-Ugniff- Deutschland« Ist der titltn oder noch »u sewährende» Unterstützungen. Vorschlag ferneren Erwägungen Vorbehalten. Paris, 28. November. '* . ' _«■.<<> rrnrhPM sation fruchtbringender machen werde. Darmstadt, 27. November. Nr. 38 enthält: 1) Gesetz, die Handelskammer betreffend. 2) Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Besteuerung dt Ressel, Ferrü und Bourgeois sind diesen Morgen NvsslL ward sofort getödtet; die beiden Herz spricht seine Freude über die kräftige Sprache des bayerischen Ministers aus, welche der preußische (Kultusminister in gleicher Lage gewiß nicht fuhren wurde. Er wünscht der Negierung den Sieg in diesem Kampfe gegen den Uitramon- ^SLluü 5Vt Uhr. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. •[ Berlin, 28. November. Feldpost-Päckereien können^von jetzt ^ab auch für Sd,mU11„ri8, 28rVo»"mber. Die deutsch.franzüstschen Postv°rhandlung-n sind ,um + . Das Porto zwischen Norddeuischland und Frankreich wird auf 10 v. Mallinckrodt tritt den Ausführungen Völk's entgegen. Die Preßerzeug- niffe sollte man hier nicht ansühren; habe doch Vie „Nordd. Allgemeine" ihn und seine Freunde „Gesindel" und „schwarze Bande" genannt. Redner versucht sodann eine Widerlegung der vom Minister v. Lutz für die Vorlage geltend gemachten Gründe und behauptet, die Vorlage sei ein Appell der weiland Katholiken, der Sohne, welche das Haus der Mutter verlassen hätten, an das Reich, wo man mit Hilfe der protestantischen Vorurtheile etwas zu erreichen hoffe. Minister v. Latz (Bayern). Bayern habe sich nicht unter den Schutz des Reiche- geflüchtet, sondern es halte nur sein Wort, nachdem es einen Vertrag geschloffen, derartige Gcs.tze nicht mehr allein zu erlaff.n. Dr. Gneist tritt in längerer Neve der Annahme entgegen, als handle es sich hier um ein Ausnahmegesetz, und nachdem Dr. Moufang noch einmal gegen 'VWIH , wuu VU||CIV<. Ulli yi......* n V " I iJ vtVPv 1 fl! ^llkllvul/tt, IVlUlV 2) Erste und zweite Lesung des Gesetzes, betr. den Ersatz der den bedürf- ' " ' ' n ' knVxon M tjgen Familien zum Dienste einberufener Reserve- und Landwehrmannschasten ge» I / |tnp ZU puvv v #e,QT. bat mit der Berlinischen Leben-oersicherung-gesel-schnst rlo Abkommen getroffen, nach welchem solchen Postbeamten, welche ihr Leben bei öe^ nenannten Gesellschaft versichern, mehrfache Erleichterungen , inlbelonlere em Dümien.E ab Von 5 6t. der tarifmäßigen Be.sicherung-pramie gewahrt wer. kr. wofern die Beamten sich bei der Versicherung der Vrrm.ttelung der Postbehorde Paris 29. November. Gestern waren in einigen Vierteln von Paris militärische Vorsichtsmaßregeln getroffen, doch wurde d:e Ruhe nirgends gestört. Nach hierher gelangten Privatdepeschen aus Rom hat d-r Papst bn Entgegen- nähme einer r>on einigen Personen ihm überreichten Adresse in förmlicher Weise gegen jeden Gedanken einer Verständigung mit dem Königreiche Italien protestirt. — Die Verhandlungen gegen Blanqui wurden vom Kriegsgerichte vertagt. Nom 27. Nov. Heute fand die Eröffnung des Parlaments durch den König statt/ In dec Thronrede heißt es unter Anderem: Italien werde heute, da die nationale Einheit vollendet sei und eine neue Periode für das Land beginne, seinen Pcincipien treu bleiben, durch Freiheit regenerirt werden und in der Freiheit und Ordnung das Geheimniß der Stärke und Versöhnung suchen. Wir Haden, heißt es ferner, die Trennung des Staates und der Kirche proclamirl; da wir die unbedingte Unabhängigkeit der geistlichen Autorität anerkannten, können wir über- .euat sein, daß Rom, die Hauptstadt Italiens, fortsahren werde, der friedliche un» pachtete Sitz des Pontificates zu fein. In dieser Weise werden wir dahin gelangen, die Gewisskn^zu beruhigen. Durch die Festigkeit unserer Ent,ch'l>ßungen, durch die Mäßigung unserer Handlungen konnten wir die nationale Einigung beenden, ohne die freundschaftlichen Beziehungen zu den fremden Machten zu aUenren. Die vorzulegenden Gesetzentwürfe zur Regelung der Verhältnisie der geistlichen Körperschaften werden den liberalen Principien entsprechen und sich nur auf kte ' Gerichtsbarkeit und die Art des EigenthumS beziehen, indem sie die reUgiojeu Institutionen, welche einen Theil der Regierung der allgemeinen Kirche bilden, i unversehrt laßen. Die Thronrede betont ferner, daß jetzt die volkswirthschafilichen und finanziellen Angelegenheiten die volle Fürsorge des Parlaments crheifchcn. 1 Jetzt, da Italien ein constitutioneller Staat, müsse man daran denken, rö pura) . Wiederherstellung der Finanzen blühend zu machen; die heißen Wünsche des König« ' s.ien auf den Frieden gerichtet und nichts lasse eine Störung desselben besorgen; aber die Organistrung ter Armee und der Marine, die Erneuerung der Waffen ' und Die Arbeiten für die LandeSvertheidigung erfordern eindringliche Studien. U > werden daher darauf bezügliche Vorlagen dem Parlamente unterbreitet werten- ’ Die Thronrede verheißt sodann wichtige Vorlagen über Die Autonomie der M- * meinten und Provinzen, Decentralisation in Der Verwaltung, sowie über Reformen r der Geschworenengerichte, erwähnt schließlich der Durchstechung des Mont Eenil i und des Baues der St. Gotthardtbahn, und spricht die Erwartung au-, daß die wachsende Leichtigkeit des Verkehrs die freundschaftlichen Beziehungen Italiens m>k * anderen Nationen vermehren und den berechtigten Wetteifer ber Arbeit unb Ciöu * ..................... lonnen. 2g Ein Telegramm der „Schwäbischen Merkur" Bttlin m-iV-k: Die brasilianisch- Ang-Iegenb-it geht einer Losung auf ttplo- ma,isch-m Wege entgegen. Die deutschen Gefang'neu wurden gegen Eaution vor- läufiä Dresdcn^'26 No«. Der Herr Gultui- und Unterricht-minister, Dr. von Gerber'"hat nachstehende Einschaltung in da« allgemein- Kirch-ng-bet angeordnet, welche dem Gebet für Den König unb das königliche Haus folgt. ......................, ---------------------- ------------------- Frachtbrief- für di- Maln-W-s-,., ®6lnW,n« m» da« Gesetz g-sp o»-n, wirk vaff-lb- mit großer Majorität drsinitw ang-nvmm-n ^j^llbahn, sowie fäMMtltche roUaMtUcye» n 1 rc-tu unb m.Uhe» ketr htn ffrfah htr d-n hrDÜrfsl / I / I ’ ' ', . | C C ÜIU bebltn$a6 königl. Provinzial.Tchuleollegium hat jetzt den Versuch gemacht, in den büderen Lebranstalten aus eine eintzeitliche Orthographie hinjuwirk.n. Ein Rescript dieser Behörde stellt den Dircctoren dieser Anstalten anheim, die von d-m Berlmer Gymnasial- und Real-Schullebr-r-Verein verfaßte Broschüre ubrr deutsche Rech - chreibung in den ihrer Leitung anvertrauten Anstalten emjufuhren und al« Recht- £ ‘»käs™ tf"». D...... -««" Regierung (in Folge Der Iustizverweigerung für einen rutschen Seemann) n.T 9?rnfilien ausaerüstet werden soll, besteht aus dem Panzerschiff „Friedrich 7arl"sowie au^den Corvetten „Elisabeth" und Augusta" , welche schleunigst in Dienst gestellt werden. Es handelt sich zunächst nur um eine Demonstration. Berlin 29. Nov. Die „Provinzialcorrespondenz bringt einen Artikel, in welchem sie die wiederholten Ermordungen deutscher Soldaten in Frankreich und " rit der Mörder bespricht. Das genannte Blatt sagt am Schluffe oc0 ^xutu»: Die ehrlose Haltung der französischen Bevölkerung und der franzo- N,siiecuna könne nicht bloS Gegenstand ernster Betrachtungen sein, sondern San fcrinarnbfter practifcber Bedeutung. Die Sicherheit der deutschen Truppen in Frankreich sei auf das Höchste gefährdet, wenn französische Geschworene and die höchsten richterlichen Beamten solche nichtswürdige Grundsätze zur Be- Mnntniinn des Mordes an Deutschen verkünden können. — Demselben Blatte zu- K’8Utti?o Nicht vor End- di-s-rWoch- -int.-t-n Tabaks betreffend. 3) Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, die Einziehung tr Darlehnskaffenfcheine betreffend. , Wiesbaden, 25. November. Die altkatholische Bewegung macht über! Fortschritte. Hier in Wiesbaden bat sich eine große Zahl namhafter unb f achteter Männer von ber Infallibilisten- und Iesuitenpartei losgesagt. Dieseld I sind jetzt im Begriffe, ein größeres Aetionscomite für Hessen und Nassau zu co- 1 (Ittuiren, unb hsben dazu Mitglieder aus Gießen unb aus Darmstabt beif 1 zogen; von einem Vertreter für Mainz hört man dagegen nichts. (Mainz. Z Berlin, 26. Nov. Das provisorische ReichStagSgebäude ist heute wieder^ unb zwar diesmal in recht ernster Weise einer Feuersgefahr entgangen. Dien des Hauses bemerkten im Bundsrathssaale einen branbigen Geruch unb gewahrt! auch bald daraus an der Holzverkleidung der ElngangSthür rechts neben dem Bil; des Kaisers die hllle Flamme hervorschlagen. Ein russisches Rohr hatte das Hq entzündet und die Flamme war schon nahe daran, die Portieren zu ergreifet Die Feuerwehr war sofort zur Stelle unb verhütete durch schnelle Hilfe schwerf Unglück. Der Polizeipiäsident berichtete sofort Seiner Majestät dem Kaiser übi welchem |ie Dtc i den Vorfall. die Straflosigkeit f Berlin, 28. November. Deutscher Reichstag. 33. Sitzung. Präsides ves Artikels: D Dr. Simfon eröffnet die Sitzung um 1J/4 Uhr. Am Tische des Bundesraths Minister v. Lutz, Oberst v. Fries u. A. i Das Haus tritt sofort in die Tagesordnung ein: ‘ 1) Dritte Lesung De« Gesetzes, betr. die Ergänzung des Strafgesetzbuchs fit das Deutsche Reich. Frhr. v. Aretin verneint die Bedürfnißfrage für die Vorlage und »eist Die „Verdächtigung" zurück, als beftehc eine Serbin ung zwischen den glaubenstreuen Katholiken und ber revolutionären Partei. Er erklärt, daß er nicht zu untercheiden wage, ob eS anständig sei, Privatgespräche in diesem Hause witzuiheilen. (Sehr richtig! im Eentrum, Widerspruch links, der Präsident rügt den Ausdruck.) Die Wirkung bcs Gesetzes, bas ein sehr unglückliches genannt werben müsse, werde fein, daß Vielen, die bisher im vertrauensseligen Schlummer lagen, die Augen geiffnet werden. (Beifall im Centrum.) Dr. Volk. Nur die uberzeugungstreue Pflicht gegen sein engeres wie wäte- rcS Vaterland habe ben bayerischen CultaSminister bewegen können, beim Reihs- tage eine Abhilfe zu suchen, die er zu Hause nicht schaffen konnte. Er gebeife noch einige Thatsachen für die Nothwendigkeit beS Gesetzes anzuführett. Statistische Aafnahwen hätten ergeben , daß die Schulen da am schlechtesten sind, vo die klerikale Geistlichkeit ihre Hand im Spiele hat; in Den Kreisen, welche klerikale Abgeordnete in Den Reichstag sendeten, würden notorisch die meisten Zuchthaus- — strafen erkannt. (Gelächter im Centrum.) Redner erinnert an Die Prozesse gegen Ziele gelangt. D-» ßorr'i Geistliche, welche Den Ministerpräsidenten Fürst Hohenlohe einen „preußischen Spltz Centimes oder 3 Sgr. berabgefc6t.^ nnb'^ brauch., dl- sich in Dameng-sellschasl nicht ™.eOt,aEbM La^; ma^- bnipi^- «^er1,!mu6.en ^«4 ®aac,n(d)uffe(3 ,. 6 8 3 weise, sie seien wie Die Hirsche tm September, (schallendes Gelachter.) LUie! die höhere Geistlichkeit sich zur Regierung stellte, erhellt daraus, daß ein Dom- i Prediger in Regensburg eine Predigt gegen das Schulgesetz drucken ließ unter Dem Titel: „Der neue Schulgesetzentwurf, ein Dolchstoß in das Her^ aller gläubigen Familien." (Hört, hört!) Ein Bischof sagte in einer Predigt: „Wir halten Die Gesetze, weil die Gewalt hinter ihnen steht und sie uns sonst pack.n wurden; wir würden die Throne umstürzen, wenn die Nönige nicht von Gottes Gnaden waren." (Hort, hört!) Und diese Aeußerung läugnete Der B-fchof ab, trotzdem sie von gläubigen Katholiken bezeugt wurde. (Hört!) Wenn Die mächtige ftirdje Den Satz, man müsse Gott mehr gehorchen als Den Menschen, ihren Millionen Ji«u bigen predigt, so sei dies nicht ber Ausdruck sittlichen Bewußtseins, sondern bh? Rebellion gegen den Staat (sehr wahr! Unruhe!), gegen welche Der Staat sich schützen müsse. (Beifall.) Er sei ein guter Katholik, und nur Die Betrubmtz darüber, Daß Das Beste am Menschen, seine Religion, unter Den heutigen Verhalt- niffen nicht zur Entfaltung kommen könne, habe ihm Die Worte in ben Mund gelegt. Das Gesetz fei ein Schutz bes niederen CleruS gegen ben höheren; er (Rebner) habe einen Brief von einem niederen Geistlichen erhalten, worin derselbe ihm mittheilt, er müsse ben Brief an einer entfernten Postanstalt aufgeben, Denn wenn man von bem Briefwechsel erfahre, sei er verloren. (Hort!) „Unseren Obern gegenüber, h:ißt es in bem Briefe, sind wir so wehrlos, daß wir es nicht einmal sage» Dürfen." Der Kampf bestehe, ber germanische Geist, welcher Deutschland groß gemacht, werde in diesem Kampfe auch siegen. (Lebhafter Beifall.) Graf Münster gegen das Gesetz, weil er ben Nothstand nicht anerkennen M». empfiehlt in reichhaltiger, schöner Auswahl: in Glas und Cryfiall: in feinem Porzellan: vormals D- Moog, SäNoßgasse. im Ritter. (5070) 5110) Gewirkte Lo»g schienen und dort (flfflcn 1 fl. 52 fr. 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December, Vormittags 10 Uhr, soll das auf der Schürzischen Bleiche auf- aearbeitete Erlen- und Pappelholz, bestehend in circa 26 Haufen Reisern, sowie 3 Stamme, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 29. November 1871. Korber. bereitet von W. Stuppol in Alpnsbacb. ,, ÄrÄtft®'» « !des Publikums. Preis: Vi Schachtel 14 ' .r ^uliuS Wallach. Dieses Brustbonbons ist zu hoben m G'tsten bti Jeiigebotettes 5004) Mein Lager selbstge- roacner reingehaltener Weine aus den Jahren 1868, 1869 und 1870 bringe in empfehlende Erinnerung. Ernst Pitthan. 4774) Buchen- und Kiefern-Brenn- bolr, in Stecken und kleingemacht, empfiehlt S. Katzen st ein, PT 9 Holzhandlung. Tafelservice, , Kaffeeservice, L Weiß, Kuchen- u Dcffert-'^ ! Shawls empfiehlt 7 r <,.. hat in so kurzem »zeuraum einen ,v gtopc.. t S. H' Vkh Soh Äcnbifche Gnmnn ^nizeltt, Wilhelm Balser, pmrlLui-, (Sias- und Krystali - Waaren - Handlung, Wallthorstraße Lit. A. Nr. 96, Börsennachrichlen. 29. November 1871. Preuss. 47»% Oblig. 1003/, Frankl. 3V?% Obi. 87 Nass. 4Vx% Obi. 98 Vs Kurhess. 4% n 92*/« Gr. Hess. 5«/g Obi. 103V< » „ 4°/o n 96 ' „ 3Wo „ 91 Vt Bayer. 5% w 1903/s „ 4‘/a% 1jährige 997/8 4% 1jährige 943/, Würtemb. 4Vs% Obi. 995/ö Baden 41/2°/o Obi. c. E. L. 99 V4 Oesterr. Silberrente 577/8 Papierrente 493/4 Amerik. Bonds 1881 r 1003/< 1882r 973/g „ 1885r 971/, ’ n 1887r 97i/8 Spanier, neuest. 3% 313/4 Ordinäres Steingut. - Gypsfiguren.- Wärmsteine. Zum Anbringcn von Stickereien geeignet: Garderobe- imd >Lchlupel-Aushange , 5 ' 0 Cigarren-Serviee, Feuerzeuge re. Actlen. 50/0 östr. F. St. E. B. 3933/i Lombard. Bahn 2011/4 Ludwigsh.-Bexbach 193 Maxbahn 141 Bayer. Ostbahn 1443/Ä Rhein-Nahebahn-Act. 39 V, Hess. Ludwigsb.-Act. 184 Oberhessen „ 797/q Prioritäten. 30/g öster. Stsb.-Prior. 58 1/4 3°/0 öst. s. Lombard 793/4 30/0 Livorneser 371/4 50/0 Tosoaner 57 50/0 Elisabeth.-Prior. 815/ö do. II. Emiss. 791/, Anletienslooae. Korh. 40 Thlr. Loose 693/a Nassau 25 fl. 44>/r 40/0 bayr. Pram.-Anl. 113 Ansbacher 7 fl. 121/« 40/0 badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose 70 30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 363/4 Oestr. fl. 250 v. 1854 7 71/2 1858r Priori tätsloose 187 1860r Loose 873/, 1864r „ 141 Braunschweiger 19 Vs Stadt Florenz 84 5120) Als neueste Husten-Bonbons 1 sind ,1 Coclliinh’s MalvErtrnct-Bonbonsj vor allen bisher bekannten Malz-Bonbons zu empfehlen. Sie enthalten eine starke Beimischung von achtem Locs- lund'schem Malz-Extract und sind desthalb von äusterst angenehmem, froh tigern Malzgeschmack und augenblicklich fühlbarer, auflösender Wirkung. In Paketen zu 9 fr. vorräthig in G test en bei Herrn Emil Fischbach. 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Holzverkauf. 5031) In dem Jntressenten - Wald zu Dreihausen werden in einem Fichten-Bestand (circa 34 Morgen) Fichten von 5—18 Zoll mittlerem Durchmesser und 40 — 90 Fuß Länge, sowie von einem Buchen-Beüand (circa 34 Morgen) Scheid- und Prügelholz, für Köhler oder andere Käufer, aus freier Hand abgegeben. Die beiden Bestände können auch bet angemessenen Preisen im Ganzen verkauft werden. Der Waldort ist zwei Stunden von der Eisenbahn-Station Mar- Vermischte Anzeigen. 5107) Ein schwarzer Schleier ist auf dem Seltersberg gefunden worden. Abzuholen bei Heinr. Kloos, am Neuenweg. - „Liederkrauz " G e n e r a l v e r s a m m l u n $ Freitag den 1. December, Abends 8 Uhr, bei Louis Lony. Tagesordnung: Beschlußfassung über zu liefernde Beiträge für die in Linz a. d. Donau erbaut werdende Tonhalle. Der Vorstand. 5030) Gesucht. Ein Kindermädchen gesetzteren Alters für guten Lohn. Von wem? sagt die Exped. d. BItts. 5029) Ein braves, reinliches Mädchen wird für einen kleinen Haushalt gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. 5116) 700 fl. Euratelgelder sind gegen vorschriftsmäßige Sicherheit, vom 1. Januar 1872 an, auszuleihen. Näheres bei Peter Herbert. 5091) Alle diejenigen, an die Erben des verstorbenen Friedrich Malkomes ins zu entrichtenden Pacht- und Ackerziele von Martini 1871 können binnen 8 Tagen noch ohne Kosten bezahlt werden. Karl Malkomesius. bürg oder Fronhausen. Dreihausen, Kreis Marburg, den 20. November 1871. Die Deputaten : Bictz §5 Consortcn. VermiethuNgeM. 4775) Ein Zimmer mit Bett ist zu ver- miethen bei S Katzenstein, Holzhandlung. 5109) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen in Lit. C- Nr. 8. 5089) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und sofort beziehbar in Lit. C. Nr. 1, Kreuz. 5115) Der dritte Stock, ganz ober getrennt, Pferdestall und Lagerraum, zu vermiethen. Ernst Pitt Han. 5108) In Lit. A. Nr. 131 auf dem Aster- weg ist eine Stube zu vermiethen. Sichende Geschäftsaiyeigen, die sich den GefchäftSfirmen aller | Brauchen, Patentinha bern, Aerzten, i? Lehrern, Agenten, Importeuren rc. | als äußerst nützlich, ja unentbehrlich er- k wiesen haben, in den gelesensten Jour- x nalen des In- und Auslandes unter den £ günstigsten Bedingungen zur Insertion l zu bringen, erbietet sich die mit betn 1 Vertrauen der Geschäftswelt im reichsten i Maaße beehrte Annoncea-Expedition von G. L. Paubc K Comp. I in Frankfurt a. M , München, Nürn- | Iberg, Augsburg, Würzburg, Stult- | gart, Hamburg, Brüssel und Bern. | Complete Zeitungs - Cataloqe ! gratis und franco 51 l4) Allen Denjenigen, welche unfern unvergeßlichen Gatten und Vater Lu seiner letzten Ruhestätte begleitet hobln, sagen hiermit unfern M ( herzlichsten Dank. B l) Die trauernden Hinterbliebenen. M Vorläufige Anzeige. 5119) Ich mache dem geehrten Publikum Gießens und der Umgegend die ergebene Anzeige, daß ich mit meinem Affentheater und Kmistreitcrci en miniature in nächster Woche hier eintreffen und einen Cyclus von Vorstellungen im Saale des Cafe Leib eröffnen werde. Das Nähere durch die Zettel. Erste Vorstellung Dienstag den 5. December, Abends 7 Uhr Bernhardt, Director. Cafe Leib. Warme Bäder von Enler & Köhler. 4772) Wir bringen hiermit unsere Bäder zur gefälligen Benutzung in Erinnerung mit dem Bemerken, daß sämmtliche Zimmer geheizt sind. Gleichzeitig ersuchen wir unsere geehrten Abonnenten, die noch rückständigen Badekartcn gefälligst verbrauchen zu wollen, indem dieselben nur noch für dieses Jahr Gültigkeit haben und vom 1. Januar 1872 an neue Karten auögegeben werden. Gießen, im November 1871. KestaaaD'iaHoBa W. MofmaBin. 5121) Heute, Donnerstag den 30. Novbr. und Freitag den 1. Decbr.! Cmicert-Lmree der bayerischen National-Sänqer-Gesellschast I. H. Moscr. Aiffaug halb 8 Uhr AbeudS. Amt® etc e» 4262) Aus Anlaß der neuerdings so vielfach vorgekommenen Brand- Unglücke bringen wir die durch uns vertretene Kölnische Feuerverslcherunqs- Gesellschaft COLONIA in empfehlende Erinnerung, stets gerne bereit, die Aufnahme von Mobiliar- und Erute-Lcrsicheruugs'Anträgen prompt und zu den billigsten, festen Prämien zu besorgen. Stand der Gesellschaft am 31 December 1870: Grundkapital...........fl. 5,250,000. Prämien und Zinsen-Einnahme 1870 . . . „ 2,309,774. Gesammtreserven..........„ 3,563,791. Also Garantiefonds: fl. 11,123,565. Bezahlte Brandschäden pro 1870 . . . ' fL l~692,530. Versicherungen am 31. December 1870 . . . „ 1,330,153,104. Im October 1871. Die Agenturen: F* Darth in Gießen. C. Jockel jun* in Hungen. Carl Löffler in Gambach. B e k a u u t in a ch u n g. Nach S- 15 der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Linien deS Telegraphen-Dereins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu recommanbiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme mitwirken, vollständig fob lationirt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die Weiterbeförderungsanstalt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist. Die Einführung der recommandirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten Ueber- mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegraphischen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahrungsmäßig werden recommandlite Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben, muth- maßlich weil die Taxe für die Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist. ° Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten, sich eine correcte Uebermittelung seiner Depesche, — so weit es thunlich und nöthig ist, — Zu sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandiruny, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Vortheile der Recommandation auf einzelne Theile seiner Depesche bc- bezahlen" °^ne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gesammttaxe zu ,r.3u ^'^em Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §.14, 6 der Telegraphenordnung), deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothwendig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc. wird Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des §• H 7 ber Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beförderung re|p. Ausnahme der Depesche beteiligten Stationen collationirt werden . - «r^blangt trotzdem em solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adreffaten, fo daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können so werden dem Aufgeber auf desfallsige rechtzeitige Reclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zuruckgezahlt werden. Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecom- manbirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet. Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler. Im Auftrage: ________ Delbrück. 5118) Freitag den 1. December: 5. Abonnements-Conccrt (ä Ba, Straasss), ausgesiihrt vom ganzen Musik-Coips des Großh. Hess. II. Inf..Reg., uiitu persönlicher Leitung seines Dirigenten, Herrn D. Reifert. Entrüe für Nicht-Abonnenten 12 kr. Anfang 7 Uhr Abends. Drieutalifche Ausstellung von Fräulein Margarcihck Wtppner^ Nr. 3, große Gallusgasse in Frankfurt a. M. Enthaltend die auf ihrer Weltreise selbst collectirten Kunstgegenstände und Naturalien aus Japan, China, Java, Ostindien und Arabien. Der Erlös ist zu Weihnachtsgaben für arme Verwundete, sowie hülfs- bedürstige Wittwen des letzten Krieges bestimmt. Eintrittspreis 18 kr.; freiwillige Mehrbeträge werden dankend entgegen- gcnommen. Redactton, Druck und Verlag der Brüh l'fchen Unio.- Druckerei (Fr. Ehr. Bietsch) fn Gießen. J ätomienten- 4 t Gesetz, bi PsMe feimn ( tert Pirnchr e |U[ Clt i Lrrgülung. tz iröttwiescnkn 2 1 §.7. - dMesrathe s Dieses Vrrsth wär mit ter 3nf4ii sowie mit ter bte Landesherr dm Umschrift; ■ Inschrift brr § Mögt werten feinen Goldes 1 ! smtlhrile Gold : 125,55 Zchnmc Gewicht sichest nicht innkgrhal Gewicht nicht geholt nicht m dir ünzünii Mm für dir vermiinjln erst. t'wmilify ?ch dazu bereit BunbrSrüü bi §■ 8. f ,un9i der füob iun8 ober in : tönnen .tQ« gerechnet , rtl 50 Kreuze Deutscher ^urantwährun ’t'*' M att s°c°, ff St?*“41' j»- ÄJ Ä'.1 !* ::S r>k,10. 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