^ur'mann f^®tien?6imS,IL" «« B™. Ici Ä! HtzrZ "a*m>wn @v ' 6 p‘ t m$; ?aube K " » Üuli: imnii Itlccf, bet •Bdineibtr. '7 U bis IS Jchg - "(r-fQbrif von r E Äfluffmann ’3.40 ivr "n Haus, Hott! rrfaufen, patyai f>tm wifl, ® iu bnchrn h« sucht, S in eine btliebigr L Znmngcn miM ; wtnbe sich i 'oncm-Expedition .Hosse, znnnihäer Zeitw I rt a. II. | Ü l Birnirra, SmiL. I \ ertöt jcitunfltn r. nnjtlnen Fall iriol^Tud) nroie- i alle Annoncen ?.i; a^dafit und m« nutzen'äflißa * knfimitd; ■ Vt Inserate Nil 'de, wie in denZei- ; !7'7v«tüiontN, M 5 infnmt als l-Ltck . uflgtn besolden !.:r. ctni^L bürgt für W retioit ... bcodachlü. * T PielS ciertetjährig 1 fl. 12 fr. mit Svingnlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig t ff. 27 kr. Gießener Anzeiger. Srtchcinr täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Lanzleibrrß Lit. B. Nr. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 17». Dienstag den 1. August " 1871. SSeitsßiiitdeit auf den 6)refkenee Ä!nreraee ?jrb^?3roä^Änb fowo^ ?d ber eanaiewctfl». i, ai« au^ ’ 1 bei allm Post-Expeditionen und den Land-Poftboten entgegm genommen. Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Erpedition abholen lassen, erhalten denselben für die Monate August und Sevtember zu 40 fr. 31. Juli. t Wenn auch die Gerüchte über beabsichtigte großartige Unternehmungen von Seiten ter „Internat onalen" in England zum Theil sehr übcrtritbcn sind, so läßt sich doch nicht in Abrede stellen, daß gerade in London, wo die Internationale ihren Mittelpunkt hat und wo die unter dem Namen der „trades-unions“ bekannten Arbeitergesellichaflen eine verhältnißmäßig bedeutende Macht reprasen- tiren, eine Katastrophe sich vorbereitet, welche der politischen wie gesellschaftlichen Ordnung nicht nur in England, sondern auch auf dem ganzen Eontinent die größten Gefahren bereiten kann, wofern nicht die englische Negierung bei Zeiten auf Mittel sinnt, der socialen Bewegung zuvorjukonlmen und der Macht der Arbeitervereine gegenüber ein Gegengewicht in Bereitschaft zu halten, das die Ordnung vollkommen zu sichern im Stande ist. W'e wir hören, bewegt sich die Thatigkeit der englischen Regierung in dieser Beziehung nach doppelter Richtung: einmal eine raschere Concentrirung ter militärischen Streitkräfte in England ein zuleiten, und sodann der Freiwilligen.Mll'z deren eigentlichste Aufgabe in der Ausrechihaltung der Ruhe und Ordnung besteht, ein kräftigere Organisation zu geben. Auf diese Weife hofft die englische Regierung, sich zum Hrrn der socialen Bewegung zu machen, oder doch wkwgst.ns ihren gefährlichen Auswüchsen recht zeitig mit überlegenen Mitteln entgegenlreten zu können. Die Gerüchte über eine zwischen dem Kaiser von Oesterreich und dem Kaiser von Deutschland beabsichtigte Zusammenkunft, die durch Vie Wiener Zeitunge,'. geben unv auch in einigen Berliner Zeitungen Eingang gefunden haben, sind als völlig irrthüwlich zu bezeichnen. Die Richtung der österreichischen Polink, wenn gleim sie an den allgemeinen freundschaftlichen Beziehungen zwischn Dcutschl-nd und Oesterreich nicht- geändert hat, ist nicht darnach angtthan, in dem Beherncyer' des deutschen Reichs eine Neigung zu erwecken für eine Zusammenkunft, bei welcher doch wohl oder übel die schroffen Gegensätze, die in der Politik Der beiden Staaten vertraten sind, zur Erörterung kommen müßten. Nachdem Graf Bray aus dem bayerischen Ministerium ausgeschieden ist, sind die Hinderniffe beseitigt, welche bisher einem energischen Vorgehen gegen die renitenten Bischöfe wie gegen die clerikale Partei in Bayern überhaupt entgegen^ standen. Leider sind die Hoffnungen nicht allzu groß in Bezug auf die Art und Weise dieses sogenannten energischen Vorgehens, Denn wie wir hören, wird es sich zunächst lediglich um eine ernste Hinweisung der Bischöfe auf die bestehend»» Gesetz, handeln. Bon einer Trennung ter Kirche von der Schule, von Der Einführung der obligatorischen Eivilehe, der eonftisionsloftn Schule, des konfessionslosen Friedhofes, lauter Dinge, die allein geeignet sind, dem Hader zwischen den einzelnen ReligionSgesellschalten und den Ucbergriffen der ultramontanen Piiester ein für alltmal ein Ende zu machen, ist bisher noch nicht die Rede gewesen. Vor der Auswanderung nach Rußland und Polen kann nicht genug gewarnt werden, Denn die Legion preußischer und deutscher Arbeiter, die dort bereits brodloe geworden, ist ein trauriger Beweis von der geringen Vorsicht, die bei Den AuS- wanDerungscontracten obwaltet. Gewöhnlich schließen Die Arbeiter zum Tycil schon in Deutschland durch Vermittlung von Agenten, größtentheils aber erst in Polen und Rußland, Verträge mit Gutsbesitzern ab, Die fast sämmtlich durch Den Druck, der auf sie in Den letzten Jahren au-geübt wurde, meist in eine sehr traurige Lage kommen und nicht im Stande sind, ihr Versprechen zu halten. Eine Garantie der Gutsbesitz-r ist daher zur Sicherstellung des Dienstverhältnisses durchaus nothwendig, da später selbst die Intervention des Generalkonsuls in derartigen Fällen nicht den erwünschten Erfolg hat. Der Zustand Der mit Ellaß und Lothringen übernommenen Festungen läßt die Wahrscheinlichkeit zu, daß über diese Angelegcnbe t noch vor Ablauf d»S Jahres eine definitive Entscheidung gefällt werten wird, haupüächlich aber Darüber, in welchem Derhältniß Die einzelnen Staatenglieder des deutschen Reichs in Zukunft an Den Unterhaltungs- r«sp. Wiederherstellung-kosten Der Festungen dieses Deutschen Gesammtbesitzes pari c piren werden. Abges.hen von den neuen Fort ficationen von Straßburg und der Vollendung ter Befestigungen von M>tz, handelt es sich bei Der großen Zahl Der befestigten Plätze Dieses neuen deutschen Gebiet- jetensalls um sehr beirachtliche AufwenDungen, wenn auch Die höheren OitS gefußten Pläne natürlich noch nicht klarliegen. Die neue Befestigung von Straßburg wirb jeden- salls nach dem umfass nDsten Plane erfolgen. Ebenso wie für Die Ortschaften ter neuertrorbenen G biete, welch? mbm ihrem ftanzösiichin Namen noch einen Deut schen fuhren und geführt haben, werden wahrscheinlich für alle bisher französisch benannten Fort- deutsche Namen eingesührt werden. Die nächste Ausgabe Der deutschen Reich-yerwaltung wird Darin bestehen, für diese neuen Gebiete eine auS- reidjenDe Polizeimacht zu errichten, wozu für Mühlhausen bereits Der Anfang gemacht ist. Von nächster Session ab wird da- kommunistische Verhältniß, welche- bisher zwischen Dem deutschen R ichetage unD Dem Herren- oder Abgeordnelnhause herrschte, wieter vorth.ilüaft gelockert werten, indem es seststeht, Daß für elfteren nunmehr auch ein eigenes Bureau geschaffen werden soll. I Die „Morning Post", die bekanntlich in näheren Beziehungen zu Der Um* aebung und den Anhängern des Exkaisers in Ehiselhurst steht, veröffentlicht einen Brief deö Herzogs von Persigny über Die Ursache Der französischen Niederlagen, welcher neben manchen richtigen, von Selbsterkenntniß zeugenden Bemerkungen auch ganz ungeheuerliche Aufschneidereien enthält. Der Herzog gibt zu, Daß Die deutschen Heereseinrichtungen bewunDerungswurdi'g seien und Die Deutschen Truppen an MannSzucht und Lernbegierde Die französischen bei Weitem übertreffen. Der Franzose besitzt dagegen jene kriegerische Tüchtigkeit und Tapferkeit, für die Europa Den besonderen Namen der furia francese erfunden habe und die feit 2060 Jahren den französischen Heeren mit seltenen Ausnahmen Die ersten Erfolge verschafft habe. (Der Herzog erwähnt Dabei nicht, daß Europa ebenfalls von einem furor tcu- tonicus spricht.) Wenn Der Franzose aber Den ersten Sieg habe, so könne ihm nichts mehr widerstehen. Daß nun in Diesem Kriege der Anfang und Daher auch das Ende so unglücklich gewefcn, sei allein die Schuld Der schlechten Strategie, welche für Die Zersplitterung Der französischen Armee gegenüber Dem einheitlich geführten Deutschen Heere verantwortlich zu halten sei. Um zu beweisen, wie gewaltig Der französische Soldat vor der Reihe von Niederlagen war, führt Persigny das Gefecht von Weißenburg an, worüber er Folgendes zu sagen weiß: „Da stanv ein kleines Eorps von 7- oder 8000 Mann, welches sich plötzlich in einen Kampf gegen eine Armee von 120« bis 140,000 Mann verwickelt findet. Sein General, Abel Douay, fällt im Beginne des Gefechts, aber Die Leute kämpfen einen ganzen Tag einen Riesenkampf. Und der Kronprinz von Preußen, bewegt, erstaunt und nicht im Stande, feine Bewunderung für diese Handvoll von Tapsera zurück zu Drängen, räumt in fritier Depesche ein, daß er an jenem Tage 8000 Mann an Todten und Verwundeten verloren habe. Eine einzige Division von 7« bis 8000 Mann vernichtet 8000 Feinde! E ne schönere Waffenthat ist mir nicht bekannt." Allerdings, eine kaum unüdcrtrcffenc Heldenthat, woran man nur eines aussetzen kann: Daß sie nämlich gelogen ist. Mit welcher Leichtfertigkeit der Herzog sich eine Depesche tns Kronprinzen erfindet! Alle Depeschen drS Kronprinzen aber besagen nichts weiter, als daß Der Sieg glänzend und blutig gewesen sei und daß das Könige-Grenadicr-Reaiment und Das 58. starke Verluste erlitten babe. Daraus macht sich Persigny 8000 Todte und Verwundete zurecht. In Wahrheit betrugen Die Verluste auf beiden Seiten ungefähr 1200 Mann, wobei Die in Deutsche Gefangenschaft gefallenen unverwunDeten Franzosen, gegen 1000 Mann, noch nicht eingerechnet sind. Daß Der Herzog das Douay'sche Eorps so klein und dagegen Die deutsche Armee so groß macht, beruht gleichfalls auf schlauer Berechnung, oder, milder geurtheilt, auf Leichtsinn. Douay hatte 16 Bataillone, 8 EecadronS und 4 Batterien, das wird wohl etwas mehr ausmachen, als 7. biS 8000 Mann. Bei der Schätzung Der feindlichen Truppen aber vergißt er, za erwähnen, Daß zwei Eorps der kionprinzlichen Armee gar nicht an D.m Gefechte 2heil genommen haben; Daß Persigny sic nicht abz eht, wundert uns freilich nicht, eben so wenig, Daß er Die ungeheuer starken Positionen Der Franzosen nicht in Anschlag bringt. Für uns Deutsche ist übripen« das fortwährende Selbstbeloben und -belügen Der Franzosen eine ter besten Bürgschaften, Daß sie nicht allzu beängstigend rasche Fortschritte in ihrer militärischen Kräftigung wachen werden. Gießen, 29. Juli. Bei Der Intensität, mit welcher eben jetzt wieder Die ultramontanen Bestrebungen im Staatsleben auf Der Oberfläche erscheinen und sich Geltung zu verschaffen suchen, Dürfte es von Interesse sein, Die Gegensätze unseren Lesern scharf präcisiit vor Augen zu fuhren. — Wir glauben Dies am Besten zu thun, wenn wir auö dem st nographischen Reichstagsberichte nachstehenD Die ReDen zweier AbgeortNltkn aus Hcff.n, des Bischofs von Mainz (10. Sitzung, S. 111) und des Frhrn. von Rabenau (S. 128) abcrucken. In Diesen beiden ReDcn scheinen uns die Gegeniätze auf liefern Gebiete am Schärfsten zu gipfeln, — wohl eine Folge des in Hejftn faktisch bestehenden Verhältn'.sses Der Kirche zum Staate. — Wir müssen hier zur Oiiuitirurig unserer Leser vorauöschicken, Daß Die Debatte sich um Ausnahme der Grundrechte in Die Verfassung deS deutschen Reiches Drehte. Nachdem Der Abgeordnete Treitschke gegen den Ultro.montaniSmus zu Felde gezogen, erhielt zu Anfang ter 10. Sitzung Bischof Ketteler von Mainz DaS Wort. Er begann hierauf: Ich werde nicht auf Den Ton eingchen, meine Herren, und in denselben ein* stimmen, den der Herr Abgeordnete Treitlchke bei Beginn Dieser Debatte angestimmt hat. Er hat sie gebeten, fein-n Gesetzen Ihre Zustimmung zu geben, Dir den Bischöfen Veranlassung sein könnten, Rebellen an Den LanDesgesetzen zu werden. Ich will Ihnen, meine Herren, rin Mittel ang»ben, wodurch Eie diese Gefahr ein |ür alle Mal vermeiden werden; obwohl dies bei Ihrem BilligkeitSgesühl ub.rhaiipt nrcht zu befürchten ist: giben Sie niemals Zustimmung zu Gesetzen, welche R.bellen gegen Gotl-S G.sitz sind. Dann werden auch wir gewiß niemals Rebellen gegin Lankesgesetze (em, sondern uns bemühen, mit allen treuen Söhnen des VatcilanD.S zu mettei|(rn in treuer Erfüllung Der LandeSttefttze. Er hat Sie ferner gebeten, der Selbstständigkeit und Selbstverwaltung der christlichen Confessionen deshalb Ihre Beistimmung nicht zu geben, damit nicht etwa die Selbstständigkeit von den Bischöfen als Dorwand benutzt werden könnte, sich über Landesgcsitze hinauSzusetzen. Aber, meine Herren, dieser Vorwand, der trifft ja eigentlich alle Gesetze, welche die Freiheit garantiren. Möglich ist überall* der Mißbrauch der Freiheit, Sie müßten denn von dem Gedanken auSgehen, der Ihnen gewiß fern liegt, daß die Bischöfe allein in der Gefahr oder in der Möglichkeit sich befinden, Freiheiten zu mißbrauchen. Derselbe Grund läßt sich ja gegen alle anderen Freiheiten anwenden; die Preßfreiheit, die Vereinsfreiheit, alle Freiheiten lassen sich mißbrauchen. Deshalb halte ich auch diesen Einwand für gänzlich unbegründet. Ich nehme bei dieser Debatte vielmehr einen höheren Standpunkt ein, einen Standpunkt, von dem ich glaube, daß Alle ihm zustimmen müssen, die Gerechtigkeit und Freiheit lieben und die aufrichtig darauf verzichten, durch Staatsgesetze nur ihre Meinungen zur Durchführung zu bringen. Wenn ich nicht diese Utber» zeugung hätte, daß es einen solchen Standpunkt der Gerechtigkeit gubt, der uns vereinigen kann, würde ich nicht das Wort vor Ihnen ergreifen; wenn ich nicht die Überzeugung hatte, daß auch die Fraktion, der ich angehöre, diesen Standpunkt der höheren Gerechtigkeit gegen Alle einnimmt, würde ich nicht zu dieser Fraktion gehören. Ich werde kein Wort aussprechen, welches ich nicht grade so in vollem Maße auch für die Protestanten und für alle Confessionen, welche zu versctz'n; an demselben Tage den Feuerwerker im Großberzoglichen Artilleriecorp-, Carl Bachert aus Ulrichstein und den provisorischen Expeditionsgehülfen Georg Lorenz aus Roßdorf zu Expeditoren bei der Main-Neckar-Elsenbahn zu ernennen. Am 18. Juli wurde dem Carl Nies aus Alzey da- Patent al- Geometer der zweiten Klasse für den Kreis Alzey ertheckt. V. Militärdienstnachrichten. Berlin, 28. Juli. Man ist hier fest davon überzeugt, daß durch den Wiedereintritt des Fürsten Hohenlohe der verwaiste Platz des Grafen Bray im bayerischen Ministerium besetzt werden wird. Die Ultramontanen werden freilich alle- aufbieten, um dem verhaßten Staatsmann ein Bein zu stellen, man glaubt indeß, daß die bei dem jungen Könige Ludwig zum Durchbruch gekommene echt deutsche Gesinnung sich nicht durch die elerikalen Umtriebe von den Bahnen abhalten lassen wird, die mit der Entlassung Broy's nunmehr eröffnet sind. Fürst Hohenlohe kann mit Stolz auf seine politische Thätigkeit zurückblicken, welche stets den späteren Ereignissen conform gewesen ist und er ist somit die geeignetste Persönlichkeit, welche Bayern eine würdige und verhältnißmäßige Stellung im deutschen Staatenverbande anwcisrn könnte. t Berlin, 28. Juli. Vom 14. bis 16. August wird hierselbst die Generalversammlung des Vereins deutscher E senbahnverwaltungkn tagen, für welche bereit- eifrige Vorbereitungen getroffen werden. Zu den verschiedenen Festlichkeiten hat jede der hier domieilirenden Eisenbahnverwaltungen einen Beitrag von 6000 Thalern Recht bestehen, gelten lasse. Don diesem Standpunkt aus, meine Herren, gehe ich nun mehr zu dem Einzelnen über, und, wie Sie wahrscheinlich erwarten werden, namentlich zu dem Anträge, den Art. 15 der preußischen Verfassung in die NeichSgcsctzgkbung aufzunehmen. Wir wollen, meine Herren, das Werk vollenden, das unsere Kriegsheere auf den Schlachtfeldern begonnen haben. Früher gab es auch im Endziel eigentlich in Deutschland keine Parteien, nämlich in dem Verlangen nach einer großen nationalen Einheit; nur über die Wege zu diesem Ziele gab eS verschiedene Parteien. Sie sind alle jetzt verschwunden. Wir wollen Alle wetteifern in der Treue gegen unseren Kaiser und uns bemühen, an dem Aufbau eines einigen, großen, mächtigen, herrlichen Deutschlands mitzu» wirken. Das ist auch insbesondere die Aufgabe dcs Reichstages. Wenn aber dieser Aufbau gelingen soll, so muß er vor Allem sartgeführt werden in demselben Geiste, in dem ihn unser Kaiser und unser Heer begonnen haben. Der Kaiser selbst hat bei jeder Gelegenheit Gott die Ehre gegeben, und auch noch in den eben verlesenen Worten, mit denen er die Adnsse des Reichstages entgegen genommen hat, spricht sich so schön wieder diese Gesinnung aus. Ebenso war unser ganzer Heer ein von gottesfürchtiger Gesinnung durchdrungene- und erfüllte- Heer, gewiß im Gegensatz zu dem französischen Heere. Ich rede nicht von den Einzelnen, über die richte ich nicht; aber der ganze Geist des französischen HeereS ist nicht in dem Maße ein Geist der Gottesfurcht und der christlichen Gesinnung, wie es im deutschen Heere ter Fall ist, welches unmittelbar au- dem Volke hervorgegangen ist, während das französische Heer ja eigentlich vom Volke fast ganz getrennt ist. Dieser Geist muß nun auch in irgend einer Weise, so scheint es wir, einen Ausdruck in unserem DerfassungSwerke finden; auch die Verfassung muß der Achtung vor der Religion und vor der religiösen Ueberzeugung des deutschen Volke- in irgend einer Weise Ausdruck geben. Dazu bietet Ihnen die Annahme unsere- Antrages eine Gelegenheit. Wenn jener Aufbau gelingen soll, dann müssen wir zweitens, soviel an uns liegt, — und da- ist der Gedanke, den auch schon der Abgeordnete ReichenSperger neulich ausgesprochen hat — die religiösen Kämpfe von dem politischen Boden ausschließen und für da- öffentliche und politische Treiben die religiöse Versöhnung anbahnen. Ich betrachte deshalb auch in dieser Hinsicht unseren Antrag als eine magna charla des Religionsfriedens in Deutschland, soweit er in unseren Händen liegt. Damit sind die Gegensätze nicht verwischt auf dogmatischem Gebiete, aber damit sind diese Gegensätze ausgewiesen aus den politischen Versammlungen. Dieser Religionsfriede ist nicht dadurch zu erzielen, wie manche glauben, daß wir die bürgerliche Gesellschaft von der Religion trennen. Auch nicht dadurch, wie es Andere glauben, daß man die bekämpft, welche an einem christlichen Bekenntn'ß treu festhalten. Dieser wahre, fcstbegründete Neligionssriedcn ist vielmehr nur dadurch zu erlangen, daß wir den verschiedenen religiösen Ansichten und den berechtigten Bekenntnissen volle Parität gewahren; dem einen Bekenntniß wie dem anderen. Dieser Parität aber giebt unser Antrag den rechten Ausdruck. Dieser Standpunkt, den ich eben entwickelt habe, meine Herren, ist allein der Standpunkt der vollen Gerechtigkeit. Zur Gerechtigkeit gehört, daß wir J:dem sein Recht geben; da- thut unser Antrag. Er ist gerecht denen, die das Christen- thum in den alten Bekenntnissen bekennen; er gewährt Toleranz denen, die glauben — was ich freilich für unmöglich Halle — einem Christenthum ohne alles Be- kenntniß anhängen zu können; er ist gerecht auch den nichtchristlichen Confessionen. Unsere Forderung ist die Forderung der Gerechtigkeit gegen Alle, ohne Nebengedanken und ohne Hintergedanken. Unser Standpunkt ist ferner, wie ich glaube, auch zugleich allein der Standpunkt der wahren Religionsfreiheit vor den bürgerlichen Gesetzen, wie sie uns durch dieselben gewährt ist. ES ist eine gir große Täuschung, auf der einen Seite von Religionsfreiheit zu reden, wie uns die Verfassungen sie gewähren, und auf der andern Seite sie lediglich auf die Gesinnung des Individuums be- schränken zu wollen. Das ist mehr Gedankenfreiheit alr Religionsfreiheit. (Fortsetzung folgt.) Darmstadt, 27. Juli. Dte heute ausgegebene Nr. 25 des Großherzoglichen Regierungdiattes enthält: I. Gesetz, das CassationSverfabren betreffend. H- Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Bestätigung von Stiftungen und Vermächtnissen im 2. Quartal 1871 betreffend. IH. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die Ertheilung von Aufnahme- und Entlassung-.Ulkunven betreffend. IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben' allergnädigst geruht: am 29. Juni dem evang. Pfarrer zu Eudorf, im Dekanate! Alsfeld, Eduard Bierau, die evang. Pfarrstelle zu B llertshausen, im Dekanate Alsfeld, zu übertragen; am 1. Juli den HofgerichtS Canzlisten bei dem Hof^ericht' der Provinz Starkenburg Heinrich Göttmann zum Canzlisten bei der Cabinets-' güter-Direction, zu ernennen; am 7. Juli den Forstmeister des Forstamts Schotten,! Friedrich CellanuS, in gleicher Diensteigenschaft in da- gorstamt Seligenstadt zu! bereits gezahlt. Auch die fünfzehn Berathungsgegenstände, die auf der Tagesordnung stehen, versprechen interessante Verhandlungen. Mit dem Congreß ist zugleich die g ter des 25jährigen Bestehens dieses Vereins verbunden. Auch den die Abgeordneten der einzelnen Verwaltungen begleitenden Damen ist auf sämmtlichen Eisenbahnen mit Ausnahme der niederländischen Staatsbahnen und der niederländischen Rheinbahn freie Fahrt mit vierwöchentlicher Giltigkeit eingeräumt. Bis jetzt ist eine allgemeine Begrüßung am Abend des 13. August in den Festfälen des Rathhauses und am 17. August eine Vergnügungsfahrt in Aussicht genommen. Wenn man den umlaufenden Gerüchten trauen darf, so dürste der gegenwärtige wohl berathene Zustand der Staatsfinanzen den Beamten in erster Reihe zu Gute kommen, wie ja allerdings nicht bestritten werden kann, daß die Gehalts- normen ter Staatsbeamten mit den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen keineswegs im Einklang stehen. Einem on dit zufolge wären für die Ressorts de- CultuS- und Justizministeriums eine Erhöhung von 200 Thlr. pro Stelle in Aussicht genommen. Während die Postbeamten schon durch den Nachtragsetat für das laufende Jahr vom Reichstage bedacht sind, sind die Telegraphenbeamten bisher noch ganz leer ausgegangen. L tztere beabsichtigen nunmehr auf mehreren größeren Stationen ebenfalls Petitionen für den nächst n Reichstag vorzubereiten, für welche wohl die besten Aussichten auf Erfolg blühen dürften, da durch den Postnachtragöktat bereits die Nothwendigkeit einer Gehaltserhöhung in ganz analogen Verhältnissen officiell anerkannt ist. München, 29. Juli. Das Ministerium des Auswärtigen wurde dem früheren Kammerprasivenlen Grafen Hegnenberg-Dux angeboten, derselbe hat jedoch abgelehnt. München, 29. Juli. Zu Universität-senatoren wurden heute gewählt: Prof. Friedrich, Plank, Riehl, Pettenkofcr, ZiUel und Corneliu-. Dieselben sind anti-infallibilistlsch. München, 29. Juli. Die Wahl Döllinger'- zum Rector der Universität erfolgte mit 54 gegen 6 Stimmen. Anwesend waren 63 von 78 stimmberechtigten Professoren. Leipzig, 27. Juli. In der bei dem k. Bezirksgerichte wider den Drechsler- meister Bebel und die Redacteure Liebknecht und Hepner anhängigen Hochverraths- Untersuchung haben, seitdem Bebel von dem Reichstage heimgekehrt ist, noch einige Erhebungen stattgefunden, und nach fernerweitem Schlüsse der Voruntersuchung hat die k. Staatsanwaltschaft wider Bebel, Liebknecht und Hepner wegen Vorbereitung des Hochverraths Anklage erhoben und die Verweisung der Angeklagten vor das Geschworncngericht beantragt. Außerdem ist wider Liebknecht wegen Beleidigung des Deutschen Kaisers, und wider ebendenselben sowie wider Hepner wegen einiger anderer durch die Presse verübter Vergehen Anklage erhoben worden. (Ltipj. 3 ) Paris, 28. Juli. Wie verlautet, wird das ! nke Centrum demnächst den Antrag einvringen, die Vollmachten Thier-' zu verlängern. Pesth, 29. Juli. „Pcsti Naplo" erfährt als fast zweifellos, daß Fürst Bismarck und Graf Beust gleichzeitig mit ihren Monarchen in Gastein zufammen- fommen und auch die Grasen Andrassy u».b Hohenwart dort erscheinen werden. Borsennachrichten. 29. Juli 1871. Preuss. 4l/zo/o Oblig. 98 Fraukf. 3i/20/0 Obi. 82% Naas. 41/zO/o Obi. 97>/2 Kurhess. 4% „ 88 ’/z Gr. Hess. 5"/g Obi. 102 „ n 4% n 89 „ » 3WV0 „ - Bayer. 50/q „ 1007/s „ 4’/2 °/o 1jährige 98'>/g „ 40/q 1jährige 93 Wiirtemb. 4*/□ °/o Ohl. 97*/2 Baden 4‘/2% Obi. o. E. L. 97i/4 Oesterr. Silberrente 56 ’/j „ Papienente 48l/4 „ 50/0 M. steuerf. — Amerik. Bonds 1881r 99% n » 1882r 96-/4 „ „ 1885r 963/8 „ „ 1887r 9638 Spanier, neuest. 3% 3N/g Actleii. Frankf. Bank 137 ’/4 Franks. Vereins-Kasse lO?1^ Darmst. Bankaot. 367 Wien Bankactien 734 Galizien 238 Actleii. Oest. Creditact. 273’/s 50/0 östr. F. St. E. B. 4041/4 Lombard. Bahn 171 */2 Lud wigsh.-Bexbach 1813/4 Maxbahn 1273/4 Bayer. Ostbahn 1293/* Hess. Ludwigsb.-Act. 1551/2 Rheiu-Nahebahn-Act. — Oberhessen „ 75y4 Prioritäten. 3O/o öster. Stsb.-Prior. 58 3°/0 öst. s. Lombard 73-/8 30/0 Livorneser 321/j 5O/o Toscanet 52>/4 5% Elisabcth.-Prior. 77Vi do. II. Emiss. 83>/z Anleheiisloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 66% Nassau 25 fl. 39 4*V0 bayr. Pram.-Anl. 1095/g Ansbacher 7 fl. ll3/« 4% badische Loose 108 ’/< Badische fl. 35 Loose 67*/g Oestr. fl. 250 v. 1854 76 V2 1858r Prioritätsloose 1701/2 1860r Loose 875/a I864r „ 130 Braunschweiger 181/z Stadt Florenz 82 y< Wechsel. Amsterdam k. 8. 991/4 Augsburg k. S. 993/i Berlin k. 8. 105 Bremen k. 8. 9 61/1 Brüssel k. S. 931/8 Hamburg k. 8. 871/4 Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 1173/4 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 931/8 Wien k. 8. 953/9 ditto m. 8. — ditto 1. 8. - Disconto 3W0 G. _ tieldsorten. Pr. Cassen-Soh. 1 45-451/4 Sachs. n Div. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 39—41 „ doppelte 9 40—42 Holl. fl. lOSt. 9 55—57 Ducaten . . 5 34—36 20 Frankenst. 9 20—21 Engi. Sover. 11 50—52 Rass. 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Wittwe von Beuern I 35 dasiger Gemarkung. 3) Die Gemeinde Daubringen V/14, 318, IX/193 dasiger Gemarkung. 4) Georg Adolph Grölz von Daubringen V,208 dasiger Gemarkung. Konrad Wießner II. von Allendorf an der Lumda 1/288, 663, 11/391, IV'266, J 267 V 200, XI 27. 268, XI/416, XII 354, XIV 140, 3)8, XIII/77, 78, XV/35, XVli 63 XXVII 399, XXV1II/163, XXX/140, XXXI 139, 31 dasiger Gemarkung. 61 Johannes Pfetffer III. von Groß-Buseck UI/398, IV 547, V/163, XV 9, 300, } 335, XVI/128, XVI1I/320, 669, XIX/117, XX1V/21, XXV/703, 108, XXV1II/21, 763, XIX/117, dasiger Gemarkung. 7) Christoph Wagner IX. von da XXVII/371 dasiger Gemarkung. 8) Katharine Komps von Reiskirchen 1.942, 913 dasiger Gemarkung. 91 Philipp Lepper von Reiskirchen V/332 dasiger Gemarkung. 10) Heinrich Damm sen. von Reiskirchen V1/425, (460) Lindenstruther Gemarkung. NB Siete Pareelle ist anerkanntermaßen der Ehefrau des Philipp Lepper, Helene ‘ Damm bei der Theilung zugefallen und soll solcher nunmehr zugeichneben IN^Emil Sundheim von Badenburg XIX/25O Alt-Busecker Gemarkung. 12) Philipp Groß I Wittwe von Annerod 1/177, 257, 264, 798, 429, 544 dasiger J und XXV/6 Wiesccker Gemarkung. 131 Johannes Schäfer II. in Daubringen I 202, 207, III/467 dasiger Gemarkung. 14) Johannes Hofmann, Müller in Treis an der Lumda Nr. 7219 dasiger Ge- KB Di"c°Parttlle hat Freiherr Adalbert von Ncrdcck zur Rabenau auf Friedel- ’ hausen bescheinigtcrmohen mittelst Verjährung erworben und soll demselben 15)l$biüppfSamn" "Äan zu Groß-Buseck XXII, 229, XXVI1I/558 dasiger Gc- 161 Cdrfstine Brück oon Albach 1/27 dasiger Gemarkung 171 Heinrich Sands Erben von Groß-Buseck 11/566 dasiger Gemarkung. NB Diese Parcelle hat bescheinigtermaßen Christoph Wagner XII. von Grob-Buseck ' erworben und soll solchem zugeschrieben werden. 18) Philipp Michel von Treis an der Lumda D. 19a9, L. 59o2, C. 7401, B. 3543 NB Von düsen Parccllen hat Heinrich Michel B. 3543, Christoph Findt v. 1959, Karl Maner 6. 7104 und Heinrich Becker VI. Frau L 59o2 bescheinigtermatzen mittelst Verjährung erworben nnb sollen denselben solche zugeschneben werden. 19) Johannes Becker von Oppenrod 11/220 dasiger Gemarkung, im Martin Will von Treis a. d. Lda. E. 3436» dasiger Gemarkung. 21) Philipp Schäfer II von Oppenrod VI 63 dasiger Gemarkung. 221 Ludwig Will von Treis a. d. Lda. D. 1997 dasiger Gemarkung. NB Diese Parcelle hat bescheinigtermaßen Heinrich Becker HI von Treis mittelst ‘ Crsikung erworben und soll demselben zugeschrieben werden. 23) Philipp Krämer von Annerod XXV1I/14,30 Wtesecker und XLVIII/18 Gteße- ner Gemarkung^ von Treis a. d. Lda. B. 409 dasiger Gemarkung. NB Diese Parcelle hat Katharine Amend bescheinigtermatzen mittelst Ersitzung er- ' worben und soll derselben zugeschrieben werden. nxprhnrb Mattern in Lollar XiI/142 dasiger Gemarkung. Georg Forbach jun. von Wismar VI/172, V1186, 565a Lollarer Gemarkung. Johannes Henkelmann von Staufenberg XII 199 Lollarer Gemarkung. Johannes Kloos von Oppenrod I 475 dasiger Gemarkung. Philipp Stumpf IV. von Reiskirchen X1/260 dasiger Gemarkung. Vubroia Frank's Wittwe in Lollar 1/82 und 142 dasiger Gemarkung. Georg Wagner von Grotz-Buseck 1/237, 449 basiger Gemarkung. Konrab Schmidt von Allenborf a. b. Lda 111/31 basiger Gemarkung. Niilbelm Hahn von Oppenrod 1/274, Vy306 basiger Gemarkung 34) Friebrich Döring I von Burkhardsfelden 1/515 (435), 427 (675), IV/408 (40), vm/KAß /-2301 IV/138 (356) dasiger Gemarkung. W 5°351 ^00anne§ Deubel von Trohe 1/72, 73, 131 dasiacr Gemarkung. N Krämer III. zu Steinbach VI1I/222, XVI/468 dasiger Gemarkung. 87) Hans HelnM Schn-ider von Steü.bach XII 293, XIV, 648, XVII,205 dasiger ®eNBrI®iHe Parcellen hat b-scheinigt-rmaßen Johannes Krämer III. mittelst Ersitzung erworben und sollen demselben nunmehr zugeschneben werden. 38) Heinrich Bodenbender von Treis XXXI, 468 Allendorser Gemarkung. IM Diese Parcelle hat bescheinigtermaßen Heinrich Schuster von "-reis mittelst FB" iihuna erroorten und soll solchem nunmehr zugeschrieben werden. 39? Johannes Becker I Wittwe in Rödgen II/1O4 basiger Gemarkung. ~ Ludwig Schäfer I. Erben in Rödgen 1V/502, 1/246 dasiger Gemarkung. Konrad Lucas II von Albach I 29,5 basiger Gemarkung. Ludwig Becker von Ruttershausen 1,17, 29, 333, II/3o3, 1V/384 basiger wirb. ölefeen, den 13. Juli 1871. Grotzherzoglihes Landgericht Gießen. Bötticher. Otto Becker in Treis VIII/189 Mainzlarer Gemarkung. Lorenz Stein von Beuern X/604 dasiger Gemarkung. Johannes Stein II. von Beuern 1/14,5, X.603 dasiger Gemarkung. Heinrich Harbach von Beuern X 632 dasiger Gemarkung. Jirsch Löwenstein in Daubringen 11/291 dasiger Gemarkung. 48) Georg Weitz von Steinbach XV/382 dasiger Gemarkung. NB. Diese Parcelle hat bescheinigtermatzen Heinrich Kramer IV von Steinbach telst Ersitzung erworben und soll demselben nunmehr zugeschrleben werden. 49) Ludwig Schadcck von Ruttershausen 1/360 und 427 dasiger Gemarkung. 50) Philipp Jünger II. von Reiskirchen 1/936 dasiger (9einarfunp. NB Diese Parcelle hat bescheinigtermatzen Heinrich Schon II. mittelst Ersitzung erworben und soll demselben nunmehr zugeschrieben werden. 51) Konrad Wagner's Wittwe von Trohe 1/107, 196 dasiger Gemarkung. NB Diese Parcellen will Johannes Deubel von Trohe mittelst Ersitzung erworben haben und hat deren Ueberschreibung auf fimen Namen beantragt. f.)\ m»ter Seip in Gietzen 1 837, 11/411, V/376 Dau bring er Gemarkung. NB ^Diefe Parttllen sollen von Peter Seip auf Ernst Daniel Haas und von diesem ?uf L.idwVg z5of nann's Eheleute von der Holzmühle käuflich übergegangen von Letzttten^auch bereits ersesfen worden fein unb nunmehr den Letzteren nut dem Erwerbtitel Eisitzung im Mutationsoer,eichmsfe zugeschneben werden. weora Cbri I°ph Kehr oon Treis XXVI,92« Allcndotfer Gemarkung. AB Dille Vorcelle hat Philipp Ainend II. von Treis bescheinlgtermnßen über bi Vnjäh«eit im Besitz u,.d fall demselben mit dem Erwerbtitel Ersitzung 54» "Äannes Slrnckun^Fr"nu geb. Stein in Reiskirchen 11/247 dasiger Gemarkung ti werden darum alle, welche Ansprüche an solche zu bilden »oben, hiermit -Itsgesordcrt, solche sogewis, binnen 4 Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte bezib hungsweise bei dem Grotzherzoglichen Stadtgerichte Gießen und Landgertdi. ar.zumelven, als sonsten ohne Rücksicht auf «olchc die ^oufvntrage geich ) und die Löschung der vorliegenden Beschränkungen wie die ^erschre b g neuen Erwerber und resp. die Eigenthümer int Mutatlons-Veizeichnttz verfugt werden Versteigerung von altem Beltstroh. 3193) Künftigen Mittwoch, den 2. August, Vormittags 11 Uhr, wird in dem Baracken - Lazareth an der Klein - Lindener Chaussee dahier das alte Bettstroh aus 200 Strohsäcken rc. varthieen- weise gegen baare Zahlung öffentlich versteigert- Gießen, den 29. Juli 1871. Großherzogliche Garnison-Verwaltung. Kalbfleisch. Arbeitsversteigernng zu Winnerod. 3165) Dienstag den 1. August d. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen im Psarrhose zu Winnerod nachfolgende Arbeiten einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 44 fl. 48 Fr. Zimmerarbeit, „ „ 144 „ — „ Dachdeckerarbeit, „ „ 141 „ 15 „ Schreinerarbeit, „ 14 „ 24 M Schlosserarbeit, „ „ 182 „ — „ Rödgen, am 27. Juli 1871. In Auftrag des Kirchenvorstandes: L- Hahn, Bezirksbauaufseher. 3197) Mittwoch den 2. August, Nachmittags 2 Uhr, werden im Gasthaus zum Pfau dahier verschiedene Oeconomie-Geräthschaften, bestehend in zwei sehr guten Wagen, drei Pflügen, zwei Eggen, noch ganz neu, einer Ackerwalze, einer Fruchtfegmühle, einem ganz vorzüglichen Drehschleifstein, Erndte- leitern, Wagenbohlen, vielen Ketten und noch sonstigen verschiedenen Gegenständen, öffentlich meistbietend versteigert. Neue Matjes-Häringe empfehlen I. A. Busch Söhne. (2371) 3201) Frühkartoffeln zu verkaufen bei Daniel Moog, Wettergasse. Ueuelle Pateittlierde. 3172) Sprung-, Spar-, und Frühstücks-Herde, sowie Oefen und Kochgeschirr, in großer Auswahl und billigsten Preisen bei Carl Hensel. 3204) Einem verehrten Publikum zeige hiermit ergebenst an. daß Flaschenbier, frei in's Haus geliefert, mit Etiquett 7 Fr-, ohne Etiquett mit 6 Fr. berechnet wird. Frau Heck, Schloßgosse. 3200) Häckselmaschinen, Nübenschneidcr empfiehlt Emil Pistor. Herbstrnbensaamen, lange weiße, bei 1(3152) Gg. Chr. Cpruck. Z Für Jagdlikbhaükr empfehle neue Lefancheux - Gewehre ; Percussions-Gewehre werden äufiersi billig zu Lefancheur-Gewehren umgeändert. Repa- ratnren werden prompt auögrführt. Nß. Einige noch in sehr gutem Zustande befindliche Doppelflinten werden billig abgegeben. Heinrich Engel jun., Büchsenmacher tBrandgafse.) F. F. Andreae. Köln, Am Hof s)ix. 14. “ SMhltot mit Waffmerfchluß fÜt iefe"hph o'ev'l)inbn’baftopfen’ö"v Thonrohrlesiung, indem sich der Schmu» Ü1 bCnDur'ch den' Ä"wfdjlufj kann kein Geruch «u« der Leitung -uStr-t-n. 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Io der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Linien bt3 Telegraphen-Verems rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu recommandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme mitwirken, vollständig kol- latlomrt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten ober nach der Abgabe an die Weiterbeförderungs- Rückmeldung nut genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt morden ist. .. Die Einführung der recommandirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon, direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten Ueber- mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegra- phnchen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahrungsmäßig werden recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben, muth- maßlich wett die Taxe für die Recommandatton gleich derjenigen für die eigentliche, Depefche ist. Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten, sich eine correcie Uebermittelung seiner Depesche, — so weit es thunlich und nöthig ist, - Zu stwern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirung, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes zenchtet ist, bte Vortheile der Necommandation auf einzelne Theile seiner Depesche bc- chranken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gesammttare zu bezahlen. m diesem Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §. 14, 6 der Telegraphenordnung), deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothwendig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wortic. wird bei der Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des - §■ H 7 der Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei dec Beförderung resp. Aufnahme der Depesche beteiligten Stationen collationirt werden. , _ ongt trotzdem em solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, so werden dem Aufgeber auf desfallstge rechtzeitige Reclumation die für die Depesche gezahlten Gebühren zuruckgezahlt werden. Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecom» mandrrten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet. Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler. Im Auftrage: D e l b r ü ck. Bankfonds (Versicherungsbranche) pro Ende December 1870 fl. 6 103 233. - Uevcrfchüffe kommen an die Versicherten in den nächsten 4 Jahicn zur Vertheilung ..............fl. 1,287,481. - Anträge sind im laufenden Jahre eingcgangen 686 mit .... fl. 1,213750. - ■•. Iochhcim in Darmstadt, Lud- wigsplatz. (2478) Lager in ächt italienischen Teigwaaren, als: xxxxxxxxxxxxxxxxo: Thcc, Vanille, X Chocolade, Arrac. Q Maccaroni, DermicelliS und Suppentetgc. 6197) Die Rum, Cognac, ' 0 Punschcffenze, Malaga,X Madeira, Sherry, Kirschwaffer und feinftev holländische Liqueure. a Gicrgemüse- Specerei -, Material- und Eicrsuppennudcln. — und Extrascin. Birncngclec.^ Julienne} (getrocknete Franzosen- Farbwaarm - Handlung Italienische Maronen. suppenkrauter). von Champignons, 8 Blockchocolade. Emil Fischbach Trüffeln, Sartlines v a l’lmlle, Caviar, X Mixed-Pickles. g Würfelzucker. in Giessen Condensirte Milch oonL der Anglo- Swiss condensed/s Rosinen, Gorinthen, Milk-Comp. in Cham 8 (Seltersweg) (Schweiz). 0 Manöeln, Citronen, Citronat, Orangeat, empfiehlt sich einem Bade-, Fenster- und Q gestoßenen Zimmet und gestoßene Raffinade. geehrten Publikum bestens. Pferdcschwämme 0 ~ Reisstärke. — Briinellen. X Tafelmandeln, Q Tafelrosinen. 2