Gikhcm Anzeiger Anzeige- itib Amtsblatt für den Areis Kieszen 1871 Nr. 1 bem 1. Januar erfolgende Abonnements mit vollständigen Exemplaren zu bedienen. Die Redaction. 31. December. Die „Köln. Ztg." schreibt: Wir Haden Oie Dlätt vom 24. December aus _ fchtcfen, während wir eine so kleine «Streitmacht von regulären Truppen und nur erhalten. Sie sind namentlich gegen die Kood.e ger.chtct, Vie der Tausende von stehender Miliz besitzen? Warum heben wir nicht, durch tor mit der rothen Fahne spielt. „Kein Schmerz, in Schrecken wird uns ^ttelwahl wenn nöthig, 100,000 Mann aus und kleiden dieselben ein? . . . . IV* klagt die France. „Nicht genug, daß die Preun Verderben und Ber- vergleiche unfern Staat mit der großen überwältigenden Autocratie oder viel- Sonntag den 1. Jannar Bordeaux erhalten. - Diktator mit der rothen Fahne spielt. bebörde steigerte. Die rothe Fahne, die kürzlich erst wieder in den Fenstern de- Stadthauses ausgefrischt wurde, war das Symbol dieser schmählichen Situation. Während die rothe Fahne überall nach kurzem Auftauchen wieder vor dem allgemeinen Unwillen verschwand, zwang in Lyon eine meuterische Minorität die rothe Fahne der Schwäche der Behörden aus. Gambetta hielt in Tours vom Balkon Lobreden auf die Trikolore, aber seine Beredsamkeit fand in Lyon taube Ohren. Gambetta ist jetzt in Lvon, wohlan, wird die rothe Fahne, dieses beständige Reizmittel zur Anarchie und brutalen Gelüsten, endlich verschwinden?" Die France beschwört den Dickator, endlich dem Unfuge zu steuern und in Lyon Ordnung zu stiften; allein bis jetzt paßt es ihm besser in den Kram, diese Fahne als Honig sür die europäischen rothen Schmeißfliegen zu schonen, und wenn er dem allgemeinen Unwillen demnächst nachgiebt, so wird er nicht verfehlen, dem Vater Gari- oaldi und seinen Jüngern sein Bedauern über die Bornirtheit der Franzosen auszusprechen. Uedrigens läßt der Diktator jetzt eine neue Adresscnflut in Bewegung. Bordeaux geht dabei voran; Stichwort ist der Satz: „Frankreich kann nicht anders, als durch die Republik gerettet werden, durch sehr beträchtliche Opfer und durch außerordentliche Mittel, welche die Bürger auf den Altar des Vaterlandes zu legen haben; Frankreich hat unermeßliche Hülfsquellen, es ist Pflicht der Regierung, dieselben flüssig zu machen." Der Diktator braucht Geld, die Gemeinde- räthe müssen ihn jetzt darum in hochtönenden Adressen bitten, es zu nehmen. Das (Siede hält den Fürsten Europa'S bereits eine Standrede: „Man beunruhigt sich über die.Neutralität VeS Schwarzen Meeres, und die Barbaren verwüsten Frankreich! Was beabsichtigen die Monarchen Europa's, die ein solches Verbrechen zu- lassen? Die Republik tödten, die stets nur ein Ziel erstrebte, eine große intellektuelle und moralische^ Nation zu schassen? Ha, mögen sie sich in Acht nehmen! So stark sie sein mögen, so ohnmächtig sind sie doch, ein Volk zu bändigen, das durch sein militärisches Genie unbesiegbar ist! . . /' Die Phrase ist Alles, die Preis vierteljährig 1 fl- 12 kr. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition: Canzletberg Lit. B. Nr. 1. Einladung nun Abonnement auf den Wirklichkeit nichts, wie man sieht. , , In einem mit fast jugendlichem Feuer geschriebenen Briefe an die „Times ermahnt der greise Staatsmann Earl Rüssel Parlament und Regierung Anstalten zu Rüstungen zu treffen. „Wir sind" — sagt er, — unglücklicherweise eine Zielscheibe für nationale Erbitterung auf vielen Seiten. . . . Neid und Feindseligkeit, welche jede wohlhabende Handelsnation in alter und neuer Zelt verfolgt haben, sind uns nun auf den Fersen und werden eines Tages in offene Aggression ausbrechen. Die Leichtigkeit, mit welcher Fürst Gortschakoff und Graf Bismarck die Fesseln von Vertragen aus eigener Ursache und auf ihr eigenes Zeugniß hin von sich geworfen, zeigt nur zu deutlich, wie leicht es fein würde, einen Vorwand mehr Stratocratie Rußlands. Ich vergleiche unsere Lage mit den Anstrengungen, welche seit 1789 Frankreich vergeblich gemacht hat, um Freiheit und Ordnung zu vereinigen. Ich vergleiche sie mit den Zuständen Deutschlands, dem ich aufrichtig Erfolg zu feintn muen Institutionen wünsche, während ich zugleich einige Befürchtungen hege, daß feine Freiheit durch einen Ueberfluß an Königs, Fürsten, Edelleuten und Junkern erstickt werden dürste. Inmitten dieser Beispiele wünsche ich England unüberwindlich gemacht zu sehen, mit dem My/ito unserem Freiwilligen „Defence, not Defiance“ (Schutz, nicht Trotz!) Derselbe erscheint täglich, isst Ausnahme Montags, uni) beträgt der Abonnementsprcis in der Stadt Gießen vierteljährlich 1 1 Den ftühnigen^AdchEt^^^'d" Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im I. Quartal 1871 zusenden und de, Abonnementsbetrag wie früher durch Quittung erheben lassen. Diejenigen, welche den Anzeiger Abends bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben zu 1 fl. pro Quartal. Jür alle außerhalb Gießen wohiendcn Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 27 kr. incl. Postaufschlags. -DirMBcn können nut bei der Post oder den Landpostboten abonniren. Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des R attes am 1 Januar 1871 bestimm.n zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonmren wollen, d,es schon setzt bei der ihnen zunächst gelegenen Pofanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, nach 1 ~ _ ____urtrfftÄnht/tpn ß-rprnttf nrpn 21t fiphtcnen »üflunä durch« Land'tragen," V« "müssen "auch' noch Schidbuben unser Unglück benutzen/um^ihreni wilden Treiben die Zügel schützen z lassen." Lee Franee findet e« besonder« empörend, datz eine ganze Bevolkerung,ine grotze Stadt wie Lnon, in der Gambetta persönlich anwesend war, am heb, Tage einem Morde zuschauen konnte, „ohne datz sich auch nur eine St.mmjn der Menge gegen wese« unerhörte Attentat erhob, ohne datz em Versuch gemeu wurde, da« Opfer ru retten Jeder, der die Geschichte r>°n Lpon , dem 4. September kennt weisi datz diese Stadt in einer exceptivnellen anar fden Versüssung gc- lassen wurde, die sich täglich durch Zänkereien zwischen de Militär- und Etvil- „Viel Glück zun Neuen Jahr!" Diesen Wunsch rufen wir von Hirzen unsern Lesern in Stadt und Land in’ Möae er sich erfüllen und möge das niue Jahr uns einen dauernden fegens- reifen Frieden bringen; möge das neue Jahr die vielen schmerzhaften Wunden heilen welche das vergangene Jahr uns gefchagen! Wer hätie zu Anfang des alten ^n( akdacht, daß dasselbe so reich an Kuwner und Schmerzen werden wurde < In Ä’rtta Familien wünschte man sich nicht mit fröhlichen Gesichtern Viel Glück rum Neuen Jahr!" und wie buer «ar die Täuschung, wie traurig ist der Schluß de« Jahre«! Ein Kr.eg, ae ihn m seiner Grotzart.g e.t und k inen Schrecken die Welt noch nicht sah, envaun sich zwischen zwe, Volkern, die ihren Handel und ihre Industrie ausemander angewiesen waren. Viele Tau-ende die zur Mitte de« Jahres au«gezzen waren, sroh und begeistert um Deutschland« Wach, am Rhein» zu beziehen, ruhen letzt in fremder E^d Sie rufen un« nicht zu: „Viel Glst zum Neuen Jahr!" Tausend An-ere mit lahmen, zerschossenen Gliedern oderuechem Körper, au, ihre Lebenszeit ^ckreln schmerzlich u diesem Gruß. Ud wie viele der Tausende sind es IU5 ' * toir t,e(en ®rufe nicht zurufen könwi, weil sie fern von der Heimath, s"rn'v°n ihren Sieben sind, um für de« Vaierlao« Ruhm und Grotze zu- streiten, um den Erbfeind de« deutschen Volke« blutig u züchNgen? Die Folgen eine« sch» entsetzt ch »erheerenden Kriege« konnten chl au-ble.ben; man spurt sie Lil, ull in in Frankreich, nein auch Deut chl.nd,alte unter denselben merklich zu le» n Der Verkehr stockte, die Industrie erlah« in Folge der ihr entzogenen ArbätSkräste und mancher Geschäsl«mann, manch, Familienvater sieht zu Ansang L Ja ,-« nicht wie sonst mit frohem Gemu.h .n die Zukunst. -Doch wem d N wir unteren Blick ab von diesem traurrgen tot. Bucken wir aus die Er- schae de« vergangenen Jahre«. Deutschland« Einst ist Thatsache. La« deutsche Kchterreich^steb t da in Stärke und Einmüthigkeit, toi nie zuvor; Jahrhunderte lang verloren gewesene deutsche Provinzen sind wiedervem Mutterlande ernverleibt- Muü nicht da in den Augen anderer Völker undNationen dre deutsche Nation höher steigen und diejenige achtunggebretende Stelng ernnehmen, tie ihr ge- Mhrt? Da« >Jahr 1870 brachte Deutschland unter eine starke mächtige Hand vereinigte Sud- und Norddeutschlaud zu ein, Reiche. Auch unser Groß- berwätbum >st wieder zu einem politischen Ganzen eretmgt und Cie Mainlinie . . . La, mehr von den süddeutschen Brüdn. Wir können also Ver- trennt uns nicht meyr ®vn ut» iuvv ~ oie rrciicin vvn vniiuum uu» --- -»..... - tr0Uen in die Zukunft haben. Hoffen wir darum, atz uns da» Jahr 18?Z. #on „ surfen, zeigt nur zu deutlich, wie leicht e« sein würde, einen Vorwand den Segen bringe, den wir alle nach einem so schMtch »erlebten unglücklichen um ^erst einen AUiirten England«, wie z. B. Holland oder Oesterreich, Jahre bedürfen. Möge in dem neuen Jahre der Fede un« baldigst be cheert 6ann @nßlanD «nzugreifen. Seit 1815 waren wir gelegentlichen, oft werden, nach dem wir Alle von ganzem Herzen un« hnen. Friede und Freude grunt|l)f£n unt g^ohnlich Übertriebenen Paniken ausgesetzt. Aber wenn wir in darum allen Menschen aus Erden! ■ früherer Zeit von unvernünftiger Furcht geplagt wurden, so ist kein Grund vor- ——-------— Händen, un« jetzt extravaganten Hoffnungen hinzugeben. Warum sollten toir den _ . . , britiftben Canal al« unpassierbar für feindliche Schiffe und Boote halten? Ist e« V Der frühere Relch«tag«'AbgevrVnete, der S°cial.)emokrat Hasenelever, Ist, ünmi . e . (iBeglotte erforderlich sein mag, um unsere Mitbürger in Jamaika wie die Ger.-Ztg. mittheilt, vor einigen Tagen al« mdwehrmann emgezogen ju ^freien, während in Texel sich eine Expedition zur Invasion Eng. worden und bereit« zu seinem Regiment abgegangen. ...» land« vorbereitet? Könnten wir einen Theil unserer Armee einem ^Alliirteu zur 8- verblichen Waffe. △ Paris, 22. Dec. (per sallon.) Der officielle Gesundheit-Wochenbericht constatirt, daß vom 11. bi- 17. )ecember Vie Sterbefälle die Zahl 2728 erreichten (Vermehrung in einer Woche 2?), davon 91 Blatternfälle, 173 Typhusfieber, schließen und die Häuser nach der Straße zu erleuchten. Daß diese Anordnung große Aufregung erzeugte, ist sehr erklärlich; doch wäre Vas beste Mittel zur Beruhigung ver Bewohner, wenn man die in den Festungsstädten Mainz, Coblenz und Köln gefangenen Franzosen, wenn auch nicht alle, doch aber die Offiziere, nicht so nahe der Grenze, sondern mehr im Innern von Deutschland internirte. (F. I.) j Erfurt, 26. Dyc. Von den hier internirten französischen Offizieren sind in \ voriger Woü,e eine nücht geringe Anzahl Vesertirt, binnen vier Tagen allein 31; zwei von vics'n sind jedoch bereits wieder zurückgebracht worden. Die wieder UHU, LV V IVI l VH» »p I - *7 • I —/ *...... | ....... j.m/hv.» < Worms, 28. Dee. Die „Wormser Zeitung" schreibt: Auch Graf Bismarck Ort angelangt und die Vertheidijtng ver Provinz ist im Besitz einer neuen ver- hat da-Ehrenbürgerrecht ver Stabt Worm- angenommen unv zeigt dies in nach- 9rRnff(> stehendem heute au- Dersaillrs hier eingetroffencn Schreiben an den Stavtvorstand an: „In der hohen Ehre, welche die Stadt mir durch Uebertragung des Ehren- büraerrecht- erweisen will, sehe ich ein Zeichen der Anerkennung meiner Bestce- v_.. , . . . düngen für die große Sache unsere- Vaterlandes, welche- mir besonders wohl- 191 Bronchyti-, 131 Pneumonicj Die „Opmion nationale" bespricht die schlimme thut. Der Namen der alten Kaiserstadt Wormö ist unzertrennlich von den großen Lage der unteren Classen. Erinnerungen der deutschen Nation an die alte Reich-Herrlichkeit. Die späteren A Lille, 28. Dec. D^Affiche- et Annonces" therlen mit: Ein höherer Schicksale und die Leiben-zeit der altehrwürdigen Stadt bezeichnen die Tage de- Offizier, welcher den Ober-Ge/ral wahrend der Schlacht am 23. v. begleitete, Zerfalls und der Erniedrigung Deutschlands. Ihr alter herrlicher Dom und bas bittet uns dringend, einen ehrechllen Vorwurf, welchen er öffentlich unserem braven neue Monument erinnern an geschichtliche Momente von der größten, folgenreich- Faidherbe machen will, zur agemeinen Kenntniß zu bringen. Er findet, daß sten Bedeutung für da- geistige Leben der Ration. Daß die Stadt jetzt so freu- derselbe, eine so große Sorgstt für seine Soldaten an den Tag legend, nicht diaen, verständnißvollen Sinne- an dem Aufschwünge der deutschen Nation Theil genug Vorsicht für seine eigemPerson in Anspruch nimmt und unfehlbar seinen nimmt, ist ein Zeichen von dem Geiste, der da- deutsche Volk durchweht, baldigen Tod herbeiführen wi>, wenn er, wie seither, seine Person exponirt. Ich werde stolz darauf sein, dieser Stadt al- Ehrenbürger anzugehören. Faidherbe hat gleich einem nfachen Offizier überall seine Leute vorwärts ge» v. Bismarck." trieben, wo viese zu zögern Hannen. Nicht allein sein Pferd wurve unter ihm -4 Wiesbaden, 27. Dec. Die „Mittelrhein. Zlg." berichtet: Wie glaubhaft getödtet, auch seine Kleiderwaren von Projektilen zerrissen. Im Namen der mitgetheilt und durch vorliegende thatsächliche Jndicien bestätigt wird, hatten die Armee, welche seiner FähigkeiN so sehr bedarf unv welche ihm eine so sehr große Kriegsgefangenen von Köln, Coblenz und Mainz-Wiesbaden (zusammen etwa Achtung bezeigt, wird der Gerat Faidherbe inständigst gebeten, seine persönliche 90,000 Mann) für die Christnacht ein gemeinschaftliche- Pronunciamento vor- Bravour dem allgemeinen 2)hl zu opfern. bereitet Das Complott soll durch ausgefangene Briefe in Köln entdeckt und von A Bordeaux, 28. D- Gambetta ist hier eingetroffen. — Die gestrige dort au- nach Coblenz unv Mainz telegraphisch Mittheilung gemacht worden Ballonpost bringt wahrhaft schauervolle Berichte über die Wirkungen der Kälte sein, in Folge deren für letztere Garnison Verstärkungen von Frankfurt a. M. und in Pari-. Trotzdem enthä/ da- officielle Blatt eine offenbar auf Die nicht Pa- Darmstadt requirirt waren, jedoch nach beseitigter Gefahr, wie e- scheint, wieder riser Bevölkerung berechnet/Mittheilung, welche prophezeiht, daß der Kampf von contremandirt worden sind. Fest steht weiter, daß in Mainz außerordentliche allen Parteien bi- auf- -ißerste (ä outrance) fortgesetzt werden würde. Die Sicherung-maßregeln (Absperrung aller Au-gänge, bedeutend verstärkte Bewachung Pariser Journale wollen m der Theilnahme Frankreichs an der Londoner Conde- Zeughauses) getroffen waren. In Wiesbaden waren die Wachen der Artillerie- ferenz nichts wiffen, so fige das Land noch die Sorge für die Abwehr der und der Jnfanterie-Kaserne (in welchen französische Gefangene liegen) verdoppelt, Invasion auf sich habe. - die Thüren der betreffenden Schlafräume mit Posten besetzt und die Garnison A Bordeaux, 29^>ec. In Fäcamp hat die Handelskammer gegen das Wie wir weiter ver- zweckwidrige Blokadedecri protestirt. ~ ~ '■ a Dünkirchen, 2 Dec. Der „Messager du Nord" schreibt: Ein ange- r Einwohner von lleppe, bei welchem dieser Tage ein preußischer Offizier Krieasnackrichten. gefangen genommenen vesertirten gemein» Soldaten find nicht, wie die Berliner ö , _ _ , r . Gericht-reituna" unlängst fälschlicher Weise berichtete, auf hiesiger Citavelle Hauptquartier Versailles, 24. Dee. Seit dem 20. unterhalten die feind- wortcn# font)ern haben Arrest erhalten. Nach den Krieg-gesetzen werden lichen Forts anhaltend eine lebhafte Kanonade; in der vergangenen Nacht nahm „ Deserteure erst dann füsilirt, wenn sie mit den Waffen in der Hand dieselbe starke Dimensionen an. Nachdem der F-md am 21. unter erheb!,ch-n '„„J. (Weim.Z.) Verlusten von den Garden und einem Theil de- 12. Corps zuruckgeschlagen war, y Stuttgart 29. Dec. Die erste kammer hat den Verfassung-Verträgen mit erneuerte derselbe am 22. noch vor Tagesanbruch zwischen Le Bourget und Brie 26 3 Summen ihre Zustimmunz ertheilt. Mit „Nein" stimmten Neurath, für Marne seinen Angriff. Mit einer ausgezeichneten Bravour leisteten die Sachsen Oettinaen-Wallerftein und Kuhn. den überlegenen Streitkräften des Feinves Widerstand und trieben denselben nach Brüssel 29. Dec. Die Sibert" berichtet, daß der Papst den neutralen einem fünfstündigen Kampfe, der von 6y2 bi« 11V2 Uhr Vormittag« wahrte, in Vermittlung zwischen Del Kriegführenden vorgeschlagen hat zu dem die Forts wieder hinein. Auch gestern hatten die Franzo en abermals die Absicht, ejnem welcher die Wlt in Schrecken setzt, E.nhalt zu tbun. einen Ausfall gegen das sächsische Armeecorps zu versuchen, man begnügte sich $ou^ott 27. Dec. Die Conferenz wird Denstag eröffnet. JuleS Favre indessen, ein anhaltendes Feuer gegen die Sachsen zu unterhalten, um unsere ^^geleit, da- England für ihn in Versailles erbat, noch nicht erhalten. Truppen zu ermüoen. Wie ich höre, soll gestern die sächsische Artillerie mit n. mel)r red)t.eitig emtreffci dürfte, wirv ihn der englische Geschäfts- 12-Pfündern die feindlichen Forts bombardirt haben, um den Feind zu bcunruhi- , Tissot vertreten gen und ihn zu nöthigen, das zwecklose Feuern einzustellen. - Unter den von träger, tferr vertreten. der Garde gemachten 1000 Gefangenen befinden sich auch einige französische ------------------- Offiziere, welche behaupten, daß die Truppen in Paris noch bis Ostern mit den nöthigen Lebensrnitteln versehen seien, und man in Paris in den Restaurants «LelegrapNscye ^)epeicyen. lukullische Diners einnehmen könne. Von Interesse ist die von unseren Garde- Dresden, 30. Dec. Das „Dresdener Journal" veröffentlicht folgendes offneren hierher gelangte Mittbeilung, daß die französischen L.nienoffiziere wahrend M m Prinzen Georg an len Kön.g Johann: „La Bert Galant, 29. Dec., de- Kampfes am 21. in die Reihen einzelner Linienregimenter einbauen mutzten, 71/ Der Mont Arron wurde heute Nachmittag 3 Uhr gänzlich da die Soldaten zum weiteien Vorgehen nicht zu bewegen waren; mit gefälltem gefunden und von der ersten Compagnie des 4. Infanterie-Regiments Bajonnet sollen Die gemeinen Soldaten auf ihre Vorgesetzten losgegangen sein & . Die Geschütze bat Der FenD weggebracht, unter Zurücklassung vieler La- unD ihnen Den Respekt aufgekündigt haben. — Nach hierher gelangten Nachrichten Gewehre, Munition und 3oDten. Gegen Mittag waren feindliche FelD- concentrirt Der Feind seit gestern im Fort St. Denis und Valerien feine Streit- - - ~ ~ ■ - macht von Neuem und Trochu scheint demnach einen Ausfall gegen das 4. und 5. aeschütze von Mont Avron gegen Jloifb geeilt und von Rosny 4 Bataillone mit macht von Neuem und Trochu scheint demnach einen »u6tall gegen das 4. uno 0. nad) abgezogen. Heute haben wir keine Verluste gehabt. Morgen Corps zu beabsichtigen. Wenn in einigen Kreisen die Meinung vorherrscht, Datz von 7 b,5 1/ <0 Uhr findet eine starke Besetzung des Mont Avron zum die von Trochu gemachten Anstrengungen die erlöschende Flamme sind, so wider- Abräumen, statt, unter Beschießum von Noisy, Merlan und Bondy." legt der heutige „Moniteur osficiel" von Versailles diese Anschauungen, indem A sßaxx& 18. Dec. Das „Pays" sagt: Die Bevölkerung hat die Depe- Trochu als Seele Der Kriegspartei bezeichnet wird. Das amtliche Blatt schreibt: üon ter Loirearmee gestern, ohne in große Aufreguug zu gerathen, empfan- „Wir sind in Der Lage, folgende Mittheilung, welche un« aus bester Quelle zu- , mürben in einer ruhigeien Weise commentirt, als man erwarten konnte, geht, zu veröffentlichen: Die RegierungSdelegation der nationalen Verthekdigung, unt)’e6 rourt)e nichts darin gefunden, was Die nationale Vertheidigung als boff- welche sich gegenwärtig in Bordeaux befindet, ist von der vollständigen -^utzlostg- , varstellte. Dies ist eile Thatsache, welche wir mit Freuden constatiren. feit eines längeren Widerstandes gegen die deutschen Waffen überzeugt, und Gamdetta Cen Alarmisten leichter, als Den keine Siege verkündenDen KriegSnach- selbst würde sich bereit »eigen, den Frieden mit Deutschland aus den von letzterem bedenklichen Ch-racter beizulegen. Gewohnt, Alle» schwarz zu sehen, gestellten Bedingungen abzuschließcn. Nicht Gambetta, sondern trochu ist es im « wenn man ihnen keme SicgeSdepeschen bringt, die Arme gen Himmel, Gegentheil, welcher Den Kampf fortzusetzen gewillt ist. Die Delegation von Tours, . n «. -n J„xmiadcn, erklären das VaterlanD für verloren und ängstigen augenblicklich in Bordeaux, hat Dem General Trochu gegenüber Die Verpflichtung venen noch das Vertrauen nicht ganz geschwunden ist. In dieser Weise übernommen, in keine Friedensverhandlungen ohne dessen Zustimmung einzutreten. ^^ven die Paniken und Emeuten unv oft auch Die ehrlosen Capitulationen her- Nach anderen Mittheilungen hat General Trochu auf mehrere Monate Lebens- üorfleruftrL Dies sind Die Gefahren, wckche ttfir vermeiden müssen, und uns »ermittel nach Dem Mont Valerien tranSportiren lassen, um sich dorthin mit seinen anlager t)jc größte Ruhe in De? Ueberzeugung zu empfehlen, Daß, welche Truppen zurückzuziehen. In Dem Augenblicke, wo Die Capitulatian von Paris mr^unftcn un0 aucß noch vorbehalten sinD, wir schließlich triumphiren werden,— zur NothwendigknI wird, sollen sich die Truppen um Trochu schaaren, der bann jn unferin Anst„ngungen ucht ermatten mit dem Beginn drs Friedens seinen ganzen Einfluß auf die Geschicke Frankreichs Paris 21. Dec. Man s/reibt Dem „Etoile beige" per Ballonpost: ausüben will. Man glaubt, daß die Compination Den Zweck hat, Die Interessen Reisenden, welcher mit tnem unserer Ballons abreiste, hat Den spe- Der Familie Orleans, deren Parteigänger der General ist, kräftig zu vertreten, ^^n Auftrag, die Provinz-Arsenal- mit einer mörderischen Preperation zu ver- Seit gestern herrscht Da« regste Leben auf den Straßen, alle Laden sind von mjt welcher Die zu Paris »emachten Experimente erstaunliche Resultate unfern Truppen gefüllt, die zu Weihnachten noch Geschenke kaufen; von LZille n Da sich die Anfertiung dieser Preperation nach den schon früher D'Avray sind eine Anzahl Tannenbäume hereingebracht warden, die heute A end r^jdt£n ^ecfpten nicht aussühen ließ, so hat die Regierung zu Tours die nach alter deutscher Sitte nach Paris ihre -strahlen werfen werden. (Schw. JN.) Absendung eines mit Deren Fabrik.ion vertrauten Agenten verlangt. Im Augen- -----------------— blick, wo wir dies schreiben ist Jrfelbe wahrscheinlich schon in einem sicheren Darauf vorbereitet, jeden Augenblick alarmirt zu werden, f nehmen, Dürften Evacuationen der Kriegsgefangenen von Westen nach Osten in _ .......... .. - größerem Maßstabe bevorstehen. Die von hier zu transferirenden 194 französischen sehener Einwohner von -ieppe, bet welchem dieser Tage em preußischer Offizier Offiziere scheinen einen kurzen Aufschub erwirkt zu haben und gehen erst nächster einquarttrt war, hat vc diesem erfahren, daß die preußische Armee aus Mangel Tage ab. (F. I.) eines BelagerungSpark^orläufig Dem Angriff auf Havre entsagt hat. Wäre es Coblenz, 27. Dec. Gestern wurden die Hauseigeuthümer hiesiger Stadt deßhalb nicht angemcsseywenn man in diesem Fall einige Regimenter und Kanonen polizeilich aufgeforDert, da man Unruhen unter den hiesigen französische» Gefan- von Havre per See ffh Calais und Dünkirchen Dirigirte, um die Nordarmee, gtnen befürchtete, wenn Der Generalmarsch geschlagen toürDe, Die Hau-thüren zu welche nicht stark gent' sein kann, zu verstärken. Diese Armee, wenn sie siegreich ■" ' - - - - - - ■ • - ~ ist, wird nicht allein ävre retten, sondern das Schicksal Frankreichs durch ihren Marsch auf Paris eiÄeiden. Es ist daher unerläßlich, sie so stark als möglich zu machen. DaffelbeVlatt sagt: Am 25. Juni 1848 wurde Emile De Girardin, Chef-Redacteur Der fresse", auf Befehl des Generals Cavaignac verhaftet und nach der Conciergeri gebracht. Girardin konnte über die Ursachen seiner Deteni- rung feine AufMr'g erhalten. Am 26. November 1870 wurde Le Nordez, Chef-Redacteur d'r/,Ünion De la Ssrthe", vor dem Bürcau seines Blattes vrr- haftet und auf Test! Gambetta's in das Gefängniß von Mans gebracht. Bis Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. a. Beerdigte. Den 24. D ec em b er. Ludwig Jung aus Sinkerhausen, Kreis Biedenkopf, alt 57 I., gestorben den 23. December. Den 26. Decem-ber. Helene Louise Charlotte Wilhelmine Schunk, des verstorbenen Großherzoglichen Rentamtmanns zu Bingenheim, Ludwig Friedrich Schunk, W!?Äige TZt«, alt 64 I. 6 M. 1 T-, gestorben den 24. December^ De/28. December. Eine ungetauft verstorbene .Tochter des Bürgers unfr Metzgermeisters, Jean Langsdorf, alt 4 L,., gestorben den 26. december- Denselben. Elisabeth Krailing, geborne Plank, Ehefrau des Bürgers und Schlossermeisters,Phittpp Moritz Krailing, alt 65 I. 5 M. 13 T-, gestorben den 26. D°^mb°r. todtgeborner Sohn des Bürgers zu Trohe und Arbeiters auf der Main-Wcfer-Bahn dahier, Philipp Loth, geboren den 27 D-c-rnbev Den 29 December. Eine ungetauft verstorbene Tochter des Feldwebels im II. Großherzoglichen Jnfanterie-Regimente, Emanuel Frohnhäuser, alt 10 T., gestorben den 28. December. zur Stunde konnte Lord-, noch kein- Aufklärung über dl- Ursache Haftung erfahren. $ vcrmuthet, daß er spater von Man« in da« »esangniß »oa Tour« gebracht de. Also bezeugt nach einem Zeitraum von 22 Jahren die Republik ihre Ang für die Freiheit der Presse durch ein ähnliche« und *W* ffi Wir lesen im „Court. Journal"- Lord Loftu«, brittischer Befand,er preußischen Hofe, welcher vor einem halben Jahr sich an ; dem Hof und in d-resellsch-ft Berlin« einer großen Popularität erfreu -, und die Bewunderung unreunvschasllichc Zuneigung nicht verbarg, dt- er für den Grasen Bi«marck htz hat in letzterer Zeit seine Stellung so °'rand-rt ge,undk°, daß er seine Familiatch England schickte und ein Schloß in der Nahe Berlin« miethete, um nicht unangenehme Begegnungen nut Bekannten ,u gerathen, deren liebenswürviaes Bimmen sich in das Gegentheil verkehrt hat. 4. Madrid Dec. Heute Abend 7^2 Uhr haben einige Manner m der Calle t M°-l- '-d-n Wagen de« General. Prim, welcher sich auf dem Weg von den Corle« h dem Krieg.mimsterium befand, geschossen. Der General und ein Adjutant irden verwundet. Die Wunden de« General« Prim sind bi« jetzt nicht gcsährli Di- Ordnung wurde nicht gestört, da die Regierung Bor. sicht.moßregeln apndte, um die Ruhe zu erhalten und die Mörder sestzunehmen. Der Borfall rief i größten Unwillen hervor. Oscielle militärische Nachrichten. Albert,0. Dec. Am 28. hat Oberstlieutenant Pestel von den Ulanen miciner fliegenden Colonne von 3 Compagnien und 3 Escadrons l Longprä 3 Bataillone Mobilgarden geschlagen und ihnen 3 Fahn. 10 Offiziere und 230 Mann abgenommen. Diesseits 6 Mannerwundet. ©Porling. Versails, 30. Dec. Von Paris wurden am 30. auf dem eroberten MonAvron große Masten Artillerie - Munition vorgefunden und 24pfdiger vernagelt. 2 Compagnien drangen bis an das Dorf Rosny r. Diesseits 1 Mann verwundet, v. PodbielSky. b. Katholische Gemeinde. Getauft. Den 26 December. Dem Braumeister, Anton Dobner dahier, eine Tochter, Emilie Auguste Henriette Louise, geboren den 24. November. Beerdigte. Den 19. Dec-mb-r. Maria Anna Wilhelm, S-borne Pctith, Eh-frau des Seraeanten im Großh-rzoglichen 11. Jnfanterie-Regimente dahier, Jakob Wilhelm, alt 8t 1 1 M 14 T., gestorben den 17. December. Dens-lben. Abraham Combrail, Chasseur in dem 5. R-gim-nt der Chasieurs d'Afrique, aus Cayrac, Departement Earn et Garonne, alt 25 I-, gestorben den 18. Dettmbe^^ Baisson, Soldat aus Saillans, Departement Drdme, alt 45 I-, gestorben den 22. December. Kitte an alledle Menschen in Stadt und Land, insbesondere an die liebe deutsche Jugend. ) ( Der onertnte Wohlthatigkeit-sinn der deutschen Nation Melt sich> in dem acaenwärtiaen bigen Kriege iu seinem Culiminationspuncte. All- Bblkersch-ft-n . le« ganzen Ernrunde« rühmen diesen hochherzigen Wohl,hatigkeit«sinn gegen Freund und F-> al« Cardinaltugend der Deutschen, und selbst unsere gegen- , wärtig-n Feinde die Franzosen, anerkennen mit Bewunderung diese barmherzige . SamariterUebe. Im edelsten Wetteifer bemühen sich Deutschlands bochherzige Frauen und J-gfr-uen, Manner und Jünglinge di- Wunden unserer Helden m t liebender Handzu verbinden und in dankbarer Erinnerung alle« auftubicten, Deutschland« ^-nsöhnen in ihrem Berufe zur Rettung deutscher Ehre und Fr l- h-it ihr schwer Loo« zn -rleicht-rn. Ehre allen diesen wackeren Wohlthat rn Und wievir Alle unser- tapferen Krieger nicht vergessen und in der Li-b- aegen unsere dtschen Heldensohnc nicht erlahmen, sondern au.harren wollen bi« zum ehr-,-vollst Frieden so «ollen wir auch derer nicht vergessen, du ungebeten und anspiuchsl- un« schützen gegen Milliarden kleiner, zerstörender und gstraß'ger Feinde, gegen welche alle unsere Macht und Waffen nicht« au«zur,cht-n "»mögen. E« sind d-« die insectenvertilgenden Bogel. Laut und lauter erschallt von ahr zu Jahr die Klage der Land- und Forstw>rthc gegen die Uedcr. handnahmc 6. Insektenfraß-«. Alle angewandten Muhen und alle ‘•"»Mienen Mittel warernicht im Stande, diese zerstörenden Feinde m Garten, Feld und Wald nachhaig zu vernichten. Mit der constatirten Abnahme der Bogel steigert sich die Zuneme der Insekten auf da» Bedenklichste. E« ist--«halb di- Aufgabe Aller, insbesondere aber der Land- und Forst- wirthe, di-s-unsere anspruchslosen Aviirten nach Kräften zu unb iu damit der b-enklich-n Z-rslörungswuth dieser oft unsichtbaren Femde em „Halt geboten «ere. Die deutschen Regierungen aber wurden sich ^"-rd'-nt machen, die rumSchutze der insektenvert,lgenden Bogel bestehenden Gesetze" uf« Neue einzuscharsen und die hier und da unzureichenden zu ergänzen. Darc die außerordentliche Strenge dr« h-urig-n Winter« sind unsere Freunde und Wohltäter in namenloser Roth. Denn Ei« und Schnee bedecket Flur^und Wald und die armen Bogelein frieren und hungern. Deshalb edle, deutsche Nation! S-d-nket in den strengen Wintertag-n auch dieser unserer Wohicha . Erbarmet buch der Hilflos.n und gönnt ihnen von,den U-b-rrest-n Eurer Mahl „iten und von dem Ertrage Eurer Felder. Ein- Hand »oll Korner oder Brod- samen auf einer von Schnee befreiten Stelle de« Garten«, Felde« oder Hofe«, werden viele von einem qualvollen Hungertod- retten und sie werden e« lohnen mit reich-r Liebe. Und ist der rauhe Despot Winter durch den ,ungen lieb-. atbmend-n Frühling besiegt und vertrieben, dann werben au« tausend und aber- tausend Kehlen die lieblichsten Danke«li.der au« allen Hecken und Buschen, au« hoher blauer Luft und blüthenumwallenden Bäumen erschallen, denn: Liebe heißt ihr Singen, Den 25. December. Dem Hautboisten I. Classe im H. Großherzoglichen Jnfanterie-Regimente, Heinrich Grüninger, eine Tochter, Wilhelmine Henriette Margarethe, geboren den 11. August. . Denselben. Dem Bürger und Laternenwärter, Emil Paul, eme Tochter, Margarethe Karoline Julie Anna Emilie, geboren den 17. October. Denselben. Dem Bürger und Schneidermeister, Adam Meirich, ein Sohn, Julius August Emil, geboren den 27. October. Denselben. Dem Bürger zu Launsbach und Bremser auf der Köln-Gretzener Bahn dahier. Georg Kahn, ein Sohn, Wilhelm, geboren den 7.„ December. Denselben. Dem Bürger, Kürschner und Pelzwaarenhändler, August Schultheis, ein Sohn, Robert, geboren den 9. November. Den 26. December. l4)em Bürger und Schirmfabrikanten, Georg Wilhelm Frank, ein Sohn, Heinrich Oskar, geboren den 17. November. Denselben. Dem Bürger und Turnlehrer, Ludwig Christoph Rübsamen, eine Tochter, Elise Wilhelmine, geboren den 6. October. . Denselben. Dem Bürger und Gastwirth, Ludwig Textor, ein Sohn, Friedrich Johannes Ferdinand, geboren den 2. December. Denselben. Dem Hautboisten II. Classe im H- ^^.herzoglichen Jufariterre- Regimente, Reinhardt Stumpf, eine Tochter, Helene Katharina Dorothee Elisabeth, geboren den 14. September. Denselben. Dem Bürger zu Fellingshausen und Schneidemüller dahier, Wilhelm Schmidt, eine Tochter, Anna Ida Katharina, geboren den 16. November. D enselben. Dem Bürger und Schuhmachermeister, Justus Benner, eme Tochter, Katharina Philippine, geboren den 12. December. D enselben. Dem Bürger und Schreiner, Georg Wittich, eine Tochter, Karoline Albertine, geboren den 17. October. Denselben. Dem Bürger und Conservator am zoologischen Institute dahier, : Georg Karl Zinser, ein Sohn, Otto Ludwig, geboren den 12. November. Denselben. Dem Bürger und Schreiner, Heinrich Wagner, eme Tochter, , Pauline Henriette Susanne Julie, geboren den 3. December. Denselben. Dem Bürger zu Holz-nbach, Kreis Lindenfels, und Schuhmacher- meister dahier, Leonhard Bickel, ein Sohn, Georg, geboren den 15. November. Den 27. December. Dem Bürger und Zimmermeister, Georg Herbert, eme Tochter, Mathilde Karoline, geboren den 21. November. . _ _ Denselben. Dem Bürger und Spenglermeister, Heinrich Moll, eine Tochter, Elise Johannette Marie, geboren den 12. November. Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, auch Mitglied des Gemeinderaths, Johannes Hanstein, ein Sohn, Ernst Theodor, geboren den 29. Novembn. Denselben. Dem Bürger zu Gernsbach in Baden und Buchbindermeister dahier Henrich Sonntag, eine Tochter, Marie Elisabeth Amalie, geboren den 20. November. Feldwebel im ll. Großherzoglichen Jnfanterie-Regimente dahier Heinrich Bruchhäuser, ein Sohn, August Julius, geboren den 19. September. 29 December. Dem Grotzherzoglichen Hofgerichtsadookaten dahier, Friedrich Kraft', ein Sohn, Rudolph Kaspar Robert Karl Emil, geboren den 29. November. Jahres Ueberficht. H. Peter. Liebe überall; Liebe heißt ihr Schwingen, Lieb' erfüllt das All." Ettingshausen, im December 1870. ♦) Alle verehrst Redactionen werden freundlichst ersucht^diesen^Artikel^^ Lafore 1870 wurden in der katholischen Gemeinde dahier: 1) Kopulirt 4 $mT2) ßetauft 36 Kinder: 3) beerdigt 44 Personen. Besondere Bekanntmachungen. Di- Einquartierung in 1) Der Bürgermeisterei sind, wie gewöhnlich , wenn d - ) ^f[ derselben, wie über die vorgeschnebenen Lelstun- Zeit mehrfach Klagen, schriftliche wie mündliche, sowohl über die Att der » gen an die einquartierten Mannschaften zugekommen eiliev Erwähnung, daß dieselbe den Gesetzen gemäß nach Was die Vertheilung der Einquartierung betrifft, so bedarf betreffenden Büchern und Einquartierungsllsten auf der U Steuerkapital erfolgt, und kann, wer sich dafür mteressirt, sich aus den veiiegr tzürgermelsterei davon überzeugen. reffentlichkett — dem Gesetze eindebehörden 5) 5 Uhr 6 Min. 6 Uhr 43 Min. 33 Salzschlirf 7 27 auf "6 neuer olger. zu ober: V K- O u h n. 451 469 8 26 112 10 30 36 48 5 6 6 leimenden, daß >en die geringe Einquartierung mehr als billig Versteigerungen Bekanntmachu n g. 11 Uhr 12 „ 3 „ 3 „ M j de Nolte. PH. Lüdeking, ■! 6393) In der Mitte der Stadt werden nebst Frau und Sohn- M e:n bis zwei Mitleser zum Frankfurter Jour- _____M nal gesucht. Von wem? sagt die Exped. Znm Letztenmale! . Saale von Chr. tony 6389) Ein Familienlogis ist zu vermie- tbcn und bis zum 15. Januar zu beziehen. Hintergasse Nr. 32. Oberhessifche Eisenbahnen B e k a n n t m a ch u n g. Vermiethungen. 6375) Ein Zimmer mit Cabinet, sowie ein möblirtes Zimmer, zu vermiethen bei E. Eichen berg, Neueubäuen. 4) Das seither von Herrn Adjutant Hof bewohnte Logis nebst Stallung ist anderweit zu vermiethen. Philipp Lampus. Feilgebotenes. 6376) Süße Valencia-Orangen empfehlen I. A. Busch Söhne. 6374) Eine Fuhre (Einspänner) steht fürs 6677) Zwei Burschen, bte mit Pferben Arbeiten zur Verfügung. Näheres bei ber>umgehen können, werden gegen hohen Lohn Erved. b. Bltts. i in Dienst gesucht.___K. H u h n. Für bie anterlassenen Nemhrsgratula- tionen haben die KleinkinbersüUe mit ihren ben, als: Maurerarbeit, veranschlagt Steinhauerarbeit, „ Schlosseraibeit, „ Schreinerarbeit, „ Chaussiraibeit, „ Steinbrechen, -Fuhren unb -Aussetzen, „ H a t ihn schon. Zauberposse mit Gesang in 1 Akt. Vorher: Die Hochieitsrcise. Lustspiel in 1 Akt. ~ 55 Min. 22 „ 25 „ 52 „ 1) Herr 2) „ 3) „ 4) „ 5) „ 6) „ 7) „ 8) „ 9) „ Gaben bedacht: > Prov.-Director vriGoldmann, 6372) Mein Comptoir und Wohnut befinden sich von heute ab im Körn er schon Garten, Wädter Thor. Gießen, 29. December 1870. Betriebs - Eröffnung der Strecke Lauterbach-Salzschlirf. 8) Samstag den 31. December b. I. ftnbct die Eröffnung der Strecke Lauterbach-Salzschlirf, der Fuldaer Linie statt und gelten im Anschluß an den seither bestehenden Fahrplan, die nachstehen- A» den Fahrzeiten: Lauterbach Alle Postanstalten nehmen Bestellungen an auf den McderchemWrn Kuriers größte und verbreitetste Zeitung im Elsaß. j 84 Jahrgang. Vom 1- November b. I. an unter ber Rebaktion vo A. Grün, ‘ unter Mitwirkung der tüchtigsten Kräfte im Elsaß #unb in Deutttanb^ Dreis für ein Vierteljahr im Elsaß und m ganz Dütschland Thlr. 3. 10. = fl. 3 30. = Fr. 12. 30 Preis ber Inserate 30 Cent, bie Zeile. \ Straßburg. Moritz Schauenhrrg, p ö G- Silbermann's Na ' jährigen schweren ßtiben. M Freunben unb Bekannten wib- «l men wir bitfe Mntheilung zugleich M als Einladung zu dem am 1 Ja- S nuar n. I-, Nachmittags 3 Uhr, M ftattfinbenben Begräbniß. M Gießen, ben 30. December 1870. ( 6400) Heute Vormittag erlöste (I ber Tob unseren innigft geliebten )1 Sohn unb Bruber von seinem lang- (( 2) Da bie Königliche Jntenbantur bte am 29. b. Mts. abgegebenen Gebote r-f Hafer, Heu und Stroh nicht genehmigt hat, wirb auf den 3. Januar k. I., Vormittags 10 Uhr, im Büreau des Unterzeichneten ein | Theater in Gießen. (Im Leib'schen Saale.) Sonntag den 1. Januar 1871. Zum Erstenmal^e: Die Einguartirung, ober: Alles mobil. Posse mit Gesang in 3 Akten, von Georg Starke. Vorher: Ein Stündchen auf Wilhelms- höhc 1870. Dramatische Satyre in 1 Akt- Montag ben 2. Januar 1871- Zum Erstenmale: 475 Kalklieferung, „ „ 60 Gießen, ben 29. December 1870. I A-: 6385) Mittwoch den 4. Jan- 1871, Morgens um 10 Uhr, sollen aus dem Rathbause zu Lang-Göns nachstehende Sauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Akkord gegeben werft. fr. Termin anberaumt. Gießen, am 31. December 18/0. Etappen-Commandantur. v. Randow. ______ Holzversteigcrung in der Fürstlichen Oderförsterei Sich. 6358) Künftigen Montag ben 2. unb Dienstag den 3. Januar, Morgens 9 Uhr, soll im District Muckenwald beim Kolnhäuser Hof an der Butzbacher Straße versteigert werben: 8 Stecken Tannen-Prügelholz, 208 „ „ -Stockholz, 9550 Wellen „ -Reisholz, 849 Stämme Fichten - Stammholz von 18498 Kubikfuß, 2932 Stück stai kes Fichten - Stangenholz von 17040 Kulnkfuß. Der Anfang ber Versteigerung wirb mit dem Stamm- und Stangenholz gemacht und nach besten Ende kommt das Brennholz. Lich, am 27. December 1870. Fürstliche Oberförsterei Lich. __________Eigenbrodt.__ Arbeitsvelsteigeiung zu Lang-Göns. 6386) Aechten Rum de Jamaica, „ Mandarinen Arrac, „ Cognac, Feinste Rum- unb f Punsch- Arrac- \ Essenz, Alten Nordhäuser Fruchtbrandwein empfehlen billigst Gebrüder Adami, __im Ritter. 7) Ein gebrauchtes Clavier ist wegen Mangel an Raum gan? billig zu verkaufen. Bieler, Rendant. 3) Mein Lager in Annanas - Arrac und Orange Rum-Punsch-Essenr, sowie Rum de Jamaica unb Ar ac de Batavia, empfehle hiermit bestens. Car! Lony. Professor Dr. Glasir, Pfarrer Dr. Seel, । Buchhänbler Ricker! Major von Ranbol Kanzler Geheimerats Dr. Birnbaum, Georg Wortmann, Wilhelm Jost, Geheimerath Weber, 10) Obereinnehmer Schuster, 11) Frau Geheimerath Dietz, 12) Herr Rendant Bieler, 13) „ Landrichter Bötticher, 14) „ Gemeinderath Hanstein, 15) Pfarrer Landmann. 6364) Einem verehrlichen Publikum die ergebene Anzeige, daß ich von jetzt an mein Ofenputzergeschäft wieder betreibe. Jacob Maus, Ofenputzer, wohnhaft bei Herrn Elias Meier, __________neben Hrn. Gebr. Wenzel. lahUSL)NPD iujq 8|A-«-8|A uuvmäommrL uaaaH' pq ^vtzuyom vuiivqiv^r ^hutovSNv gun Zog jnt) usqascu usanijuavG anou luvvjnv uovunnoüsxtz — -uoSoödp^ uotzpcu uoa ualplvJx tpnv siatoj U3lll uoa uasguvasir qun uaallaqsn^ m tpü srouPiokwiun 6379) Eine zuverlässige Person wird i Laufbienst gesucht. Von wem? sagt b Exped. b- Bltts. Körner, ______BezirksbauauUeher._______ 9) Dienstag den 3- Januar 1871, Abends 7 Udr, werben bie Häute, welche in biesern Jahre dem Verein zufallen, im Locale bes Herrn Wirth Herbert versteigert unb werben Steigliebhaber hierzu eingeldben. Für ben Vorstanb der Viehverstcherungs- Gescllschaft: W o r t m a n n. Salzschlirf 7 „ Gleichzeitig mit der Betriebs Eröffnung bis Salzschlirf wird diese Station dem Telegraphenveikehr sür das Publikum übergeben. Gießen, im December 1870. Der Verwaltungsrath. am Neujahrstage. Anfang des ersten Concerts 4 Uhr, Ende 7Mr. , , zweiten , 8 Uhr, Ende I Isthr. Entree ä Person 6 fr. Die Leistung an die Einquartierung betreffend, so war der Gemeinderath von Anfang an der An ficht, daß mit theilweiser Verpflegung nicht dem Gesetze vom 11. Mai 1851 über bte Kriegsleistungen entfpreche und die Lt belastet sei; er hat deshalb laut Ausweis des Sitzungsprotocolls schon am 6. October — lange vor Anregung in f ® Auf ^Vortrag des Gr. Bürgermeisters wurde beschlossen, sich bei der einschlägigen Behörde dahin "an die Einwohner Gießens' nicht weiter die Zumnthung gestellt werde, hier kasecnirte Truppen „Vergütung in Quartier zu nehmen und zu verköstigen." . s. ~ , Außerdem hat er den Vertreter der Stadt Gießen am Landtag veranlaßt, wegen Prägravation der Stadt, beschwerde^end das Groß- herzogliche Kriegsministerium zu inlerpelliren und wird, da eine genügende Antwort nicht erfolgte, bei Wiederzufam fritt L nd- taqs "die Sache weiter verfolgt werden. ~ ,tinr JS7. ■ Diese Bemühungen der Stadt sind nun soweit von Erfolg gewesen, daß das Militär vom 1. Januar gemäß, ohne Verpflegung einquartiert wird. Die Einwohner haben also von nun an nur das Quamer zu geben. ° Es wäre sehr zu wünschen, daß die vielen Arbeiten und Unannebmlichkeiten, welche in kriegerischer Zeit auf den ( lasten, nicht durch ungerechtfertigte Klagen vermehrt, sondern im patriotischen Sinne, durch ruhiges Ertragen der für uns ©tabt gluck licherwetse verbältnißmäßig kleinen Opfer, einer großen Zeit erleichtert wurden. Nüraermeiüerei Gen Gießen, den 30. December 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gen. v Bogt. Vermischte Anzeigen. Aiyciqe für Damen. 6345) Anfangs Januar eröffne ich einen, neuen Cursus zur üoüflänbigen Erlernung des Kleiber machens und bitte Damen, welche baran theilzunehmen wünschen, sich baldigst bei mir anzumelben. Frau Rothenberger, am Linbenplatz.______ 6) Für ein hiesiges Fabr-kgeschätt wirb zu leichten schriftlichen Arbeiten unb Engros- Verkauf ein geeigneter sicherer junger Mann bei 4 bis 500 Rthlr. zum balbigen Antritt gewünscht. A. Regen in Berlin, Yorkstraße 8- Reouctwn, Druck uno Verlag her Brü dl'fcheu Unio.-Dri'-ckerei (Fr- Ehr. Pietsch) in Gießen-