Preis vttrreljährig 1 fl. 12 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 27 kr. Erscheint täglich, mit Ausnahme Montags. Expedition l Eanzleibera Lit. B. Rr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen. '' ^07. Mitwitz den 30. November Amtlicher T h e i L betreffend: Die Unterstützung nothleidender Hessischer Militärfamilien. Gießen, den 26. November 1870. 9its «ruj;ljcr)oglid)r KrkisainI (Sießtii an die Großhcyoglichrn =Bürgmnri|tmien des Kreises. betreffenden Angehörigen des ganzen o§^30^«°Be^immt”finb’ eingegnnyn • Söe,trrtSe. welche nicht für einzelne Orte oder Bezirke, sondern für die l) von Sr. Königlichen Hoheit den, Großherzog . .... „ A des Norddeutschen Bundes als Gabe der Deutschen in St. Petersburg " 0?™ ' 33/ 3D von Demselben als Gabe der Deutschen in San Francisco rg ' ' ' ' 2159 „ 33/, „ 4) von dem Großherzoglich>zBiinisterrMenten Grafen Enzcnberg in Brüssel gesammelt.....na ” 30 " 5J von dem Gr°ßherz°gl,chen>8«Lslconful Günzburg in St. Petersburg 9 ’ . ' ' ' ' ,l18 „ 30 „ Bekanntmachung, die Rinderpest betreffend. außer Krkft" ®el6ot,ber Abhaltung von Viehmärkten im Kreise Gießen n.,d die bisherige Beschränkung im Handel mit Rindvieh Mainz für alles Vieh ohne Unterschied, nur aulgeno'mmeH beim'Eintreiben^in"dk Stadt Großherzoglichen Polizei-Commissariats __llr. G 0 l d in a n Von dieser Summe ist dem Kreise Gießen der Betraa von 400 ff t , Zusammen 6500 fl. 53/4fr. den Familien der ausgerückten Unterofficiere nnd Mannschaftei? des Activstandcs ^iowie hp.TV'V* tok"rbe dabei Allerhöchsten Orts bestimmt, daß hieraus und Landwehr-Mannschaften, neben den laufenden, den gewöhnlichen Bedürfnissen entidreckend^"!/^ n-I iUm e,„berufenen Reserve-, Ersatzrcserve- unterstützungskaffen und den durch Privatwohlthätigkeit für bestimmte Bezirke aufaebraLten^ Mirr ^"^^ußungen ans den militärischen Kassen, den Kreisbesonderer Bedürftigkeit gewahrt werden sollen o-irimmre -oejirte ausgebrachten Mitteln außerordentliche Unterstützungen in Fällen »d,., .1, «. » ».„«.«iS ,»«. f*. wir »..ich,.« [Ä 8in, HM,„ -----------------------------------------------------------------G o l d m a n n. Politischer Theil. würde. Der Ausbruch einer orientalischen Krisis könnte für Oesterreich, so lanoi fplkll _________1 ______V..... tr» r rr . ~ 1 . ° es seine auswärtigen Beziehungen in sicherer werden, als die russische Action durch zu machen. A w . 1 29. November. Oesterreich befindet sich m einer Lage, die es ihm i . Pesth allerdings ist man zu einer schärferen und schrofferen Auffaffung der Berhaltniffe geneigt. Ungarn sieht in Rußland seinen natürlichen Feind, und ein Krieg gegen Rußland würde, wenn er irgend die Chancen eines glücklichen Erfolge« hole, in Ungarn sehr populär sein. Aber diese Chancen sind wenigsten« nicht in dem gewünschten Maße ~ V - - 7 O 0" w*l werven. Handelt es sich in Oesterreich nur um einen Verfassangsconflict im gebrauch. Ilchen Sinne des Worts, d. h. um einen Streit ter Negierung und der Volksvertretung über Auslegung und Handhabung der Verfassung, so könnte man allen» falls mit einiger Aussicht auf Erfolg auf den immer gefährlichen Versuch ver- fallen, sich durch eine kühne Diversion nach Außen, zumal wenn die Gelegenheit dazu sich ungezwungen darbietet, über die Schwierigkeiten der inneren Lage hin» wkgzuhelfen. Aber unter der Firma des VerfaffungSkampfes wird doch in der Tbat ein Kampf um das Dasein des Reiches geführt. Die Gegner der Verfassung sind zum größten Theil Gegner jeder, auch der lockersten, Reichseinheit, die über die Personalunion hinausgeht. Ja vielen von ihnen ist das oster» rerchische Staatsbewußtsein in dem Maße abhanden gekommen, daß sie nicht ein» mal den völligen Zerfall des Reiches bedauern würden, daß sie vielmehr kaltblütig in Erwägung ziehen, welche Stellung sie einzunehmen haben würden, wenn das alte Reich gänzlich aus den Fugen gehen sollte. Daß ein Theil der centri- tugalen slavischen Elemente gelegentlich gerade gern mit Rußland kokettirt, ist angesichts der Möglichkeit eines österreichisch.russischen Conflicts jedenfalls eine reinliche und unerfreuliche Erscheinung. So steht es in Cisleithanien; und in den Ländern der ungarischen Krone liegen die Verhältnisse für den Fall einer orientalischen Krisis vielleicht noch ungünstiger. In den sütslavischen Stämmen hat der Haß gegen die magyarischen Herren einen außirordentlich hohen Grad erreicht. An eine Abschütteluna der magyarischen Herrschaft mit Hilfe der wiener Regierung, wie in früheren Zeiten können diese Stamme natürlich unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht denken^ Sie suchen daher ihren Schwerpunkt in sich selbst oder streben im Stillen eine nationale oder staatsrechtliche Verbindung mit den StammeSgenossen unter tür- kischer Hoheit an. Daß die fanatischen Elemente den Ausbruch einer orientali» sch en Krisis als Anstoß zu einer allgemeinen Erhebung der Südslavcn mit Freu- den beg'ußen würden, läßt sich nicht wohl bezweifeln, und in Wien ist man sich der Gefahr dieses Verhältnisses ohne Frage vollkommen bewußt. Wenn es im Fall eines orientalischen Krieges nicht gelingt, die slavischen Stämme der Balkan» f-T« rl tUrdVl<.nCL r°^)c Occupation zu einer ruhigen Haltung zu zwingen, so laßt sich eine Erhebung dieser Stamme mit großer Wahrscheinlichkeit voraussehen, und die Einwirkung einer solchen Erhebung auf die inneren Verhältnisse Oester- ^enerrercy vesinvet sich m einer Lage, die es ihm in höchstem Grade Met 27 V,,(UIUU,U^“ *je|icrrctcp, |o lange wünschenswerth erscheinen lassen muß, daß über die Pontusfraae unter den ö r» C &1- mic Clner p"manent gewordenen VerfassungS- und Nationali- thciligten eine freundliche Einigung erziel, i’rte, bif .oÄ wo au einen bt”or/6 feint «»‘»Wn »e4i. Tadel de« russischen eigenmächtigen Verfahren«, aber aus Anerkennung seiner An" **»-r-d'zn verhängnißvoll spruche al« einer vollendeten Thaisache hinauslaufen dürfte. Diese Anerkennung ^. versagen, wird nach Wahrung de« diplomatischen Decorums durch officielle Mißbilligung der russischen Willkür, die wiener Regierung um so weniger geneigt sein, al« Graf Beust ja schon bei früherer Gelegenheit, allerdings in Verfolgung einer unruhigen und eigennützigen Politik, den Rußland durch den viel erwähn- ten Vertrag auserlegten Druck bedauert und der russischen Regierung die damals zuruckgcwiesene Hand zur Befreiung von demselben geboten hat. Damit hat Graf unt £>£|lemid)« Stellung in dem gegenwärtigen Conflict von Bedeutung - anerkannt, daß die Annullirung der russischen Seemacht im Pontu« keine Lebensfrage für Oesterreich sei, daß also, wie da- wiener Cabinet auch über d,e Rechtsfrage denken möge, do» durch eine Wiederherst.lluna der russischen Seemacht Oesterreichs Weltstellung nicht bedroht werde. Wollte Gra Beust diese Anerkennung gegenwärtig zurücknehmen, wollte er behaupten, daß Oesterreichs L.ben-interessen die Aufrechterhaltung de« stalus quo unumgängliä nothwendig machten, so wurde er damit erklären, daß er bei seinem früheren An erbieten sich eine« großen Leichtsinn«, einer sträflichen Vernachlässigung de« Wohles der seiner Leitung anvertrauten Monarchie schuldig gemacht habe. Zu einem solchen Gestandniß aber wird und kann der österreichische Reichskanzler sich nicht h-rdeilassen, und weil er es nicht kann, so muß ihm natürlich Alle« daran gelegen sein, daß der Conflict in einer Weise erledigt werde, die Oesterreich der Nothwenci-keit eine« activen bewaffneten Auftretens gegen Rußland überbebe. D e -istoß, den da« wiener Cabinet an des Fürsten Gorlschakoff Vorgehen nimm. u.so mehr formeller, als materieller Natur. Wenn ,s gelingt, von Rußlau enugthuung für feine eigenmächtige Kündigung eines von Oesterreich garantirten Vertrages zu erlangen, so hindert den Grafen Beust Nichts, Ruß- land in materieller Beziehung alle gewünschten Zugeständniffe zu machen, ja durch seine früheren freiwilligen Anerbietungen wird er sogar gehindert, diese Zuge- standmsse jetzt zu verringern. 1 ö angethan, um ihm eine kriegerische Verwickelung an A Paris, Prinzen Amadeo Enthusiasmus. Telegraphische Depeschen. 19. Nov. General Trochu läßt heute folgenden Armeebefehl veS Gesetzes walten lassen. Lüttich, 27. Nov. In vergangener Nacht sind 60 gefangene Franzosen aus einer hiesigen Caserne entflohen; bis jetzt ist es unmöglich gewesen, deren Spur ausfindig zu machen. Pesth, 27. Nov. Der Kaiser nahm unter Vorbehalt weiterer Entschließung Die vom Minister-Präsidenten Potocki übergebene Demission des Gesammt-CabinetS sind aber auch darnach! — Üeber das französischen Offiziere lausen andererseits es, wie die „T." berichtet, diese Herren daß viele Familien für die Dauer der „Ordres du jour. Eine Reihe von Tbatsachen von großem Gewichte haben Sie hoffen dem Gouverneur den Beweis geliefert, daß diejenigen Principien, welche die Kraft den Leistungen. Stuttgart, 27. Nov. Die Hauptstraßen der Stadt sind wegen der Unter- zeichnung der Verträge geflaggt. , Stuttgart, 28. Nov. Der „Staatsanzeiger" meldet: Der König hat gestern den Ordonnanzoffizier des Königs von Preußen, Fürsten Lynar, welcher ein eigenhändiges Schreiben des Königs von Preußen überbracht hat, in Audienz empfangen. Brüssel, 27. Nov. Ein per Ballonpost hierher gelangter Armeebefehl Trochu^s vom 18. d. rügt in heftiger Weise die zwischen den deutschen und Pariser Truppen entstandenen freundschaftlichen Beziehungen, welche selbst von französischen Offizieren unterhalten würden, die er im Vertrauen auf ihren Eid bis nach St. Denis vorgeschoben habe. Trochu droht, im Falle sich ein solcher die französische Ehre befleckender Verkehr mit dem Feinde wiederhole, würde er die ganze Strenge muthen, von denen IuleS Favre gesagt Ehre hatten, als die Deutschen. Sie Benehmen der noch nicht ausgmssenen bittre Klagen ein. In G lo g au haben habe und getödtet worden sei. , A Brüssel, 28. Nov. Im französischen „Mon'teur universel" eröffnet Renä de Pont.Iest, der Vertreter des „Figaro", welcher bereits im Juli sich in Cherbourg eingeschifft hatte und die ganze sogenannte Campagne der Nordseeflotte also de visu kennt, eine Reihe höchst interessanter Tagebuchsskizzen, deren Wich- tigste bis heute wohl die nachfolgende ist: „So begleitete ich denn die französische Flotte vom Anbeginn ihrer Ausfahrt ab und folgte ihr in all' ihren Haupt, bewegungen unter all' den verschiedenen bisherigen Commandirenden bis zum 19. Nov., nämlich bis zu dem Tage der Landung der Flottendivision Peuhouet in Cherbourg, während gleichzeitig die Flottendivision des Viceadmirals Gueydon von Dünkirchen aus die Nordsee hinaufdampfte. Im zweiten Artikel scheint Rene bereits zu dem Geftändniß ermächtigt zu sein, daß der Iuli-Marineminister Rigault seiner Zeit der Einzige im Staatsconseil den Muth hatte zu sagen, die Flotte sei nicht kriegsbereit; man hat ihn gehört und nicht hören wollend A Brüssel, 28. Nov. Auf Umwegen, ohne Berührung des Centraleisenbahn- Knotenpunktes Le Mans, sind gestern Abend, mit 60stündiger Verspätung, die Journale aus Tours vom 23. und 24. d. Abends hier angekommen. A Brüssel, 28. Nov. Die „Independance" veröffentlicht eine Erklärung des spanischen Gesandten, wonach, entgegen den von der hiesigen Havas-Reuter'schen Filialagentur publicirten Depeschen, laut officieller Mittheilung in der Hauptstadt, sowie in Aragonien und Catalonien die vollständigste Ruhe herrsche. — Dasselbe Blatt meldet ferner aus Ostende: Im Laufe der letzten Woche sind mittelst drei englischen Steamers 50 Millionen Goldbarren aus England für das preußische Gouvernement eingetroffcn. Aehnliche drei Sendungen sind für die nächste Woche so arg gegen die Damenwelt getrieben, Internirung der Franzosen ihren Wohnsitz fortverlegt haben. In H_a_mb^rg sind gleichfalls Belästigungen von Damen durch französische Offiziere vorgekommen. dortige Volk. - ., , , iu Hülfe eilen!" Dieses Lied wird jedem Bauer vorgesungen. ES Ut allerdings richtig, daß sich eine russische Armee bei Skulany sammelt; seit zehn Tagen un- gesähr ist die Moskau-Kiew-Balk-Odeffaer Elfenbahn fast ganz vom Kriegsminister in Anspruch genommen worden; täglich kamen auf dieser Linie bei 2000 Mann an. Die Truppen des Odessaer Kriegsbezirk- werden außerdem mit Beschleunigung herangezogen. Nordwestlich von Jassy wimmelt es von russischen Truppen. General Kotzebue entfaltet eine außerordentliche Thätigkeit. Jedoch beabsichtigen die Russen zunächst wohl keinen Krleg, und wollen nur durch militärische De- monstrationen ihre Forderung unterstützen. In Konstantinopel hat man zwar die osficielle Kündigung des Art. 13 und 14 veS Vertrages von 1856 erst gestern entgegengenommrn, aber schon seit 9 Tagen werden Truppen nach Bulgarien fort und fort eingeschifft und die Festungen armirt. Izzet Pascha wird das Commando über drei Armeecorps, welbe bis zum 14. Dec. in dieser Provinz conccntrirt werden sollen, übernehmen. Artillerie wird bereits in Varna auSgeschifft. ES sind auch schon 16 Batterien nach Schumla geschafft worden. Berlin, 24. Nov. Für Meldungen über Bruch des Ehrenwortes seitens der kriegsgefangenen französischen Offiziere könnten wir eine stehende Rubrik in unserem Blatte einrichten. So wird aus Schweidnitz gemeldet, daß von den daselbst internirten französischen Gefangenen in letzter Zeit 8 Offiziere desertirt sind. Soviel bekannt, erbaten sich dieselben Urlaub vom Commandanten zu einer Gebirg-reise und erhielten denselben auch. — Sie reisten nun mit einem Führer ab, welchen sie in einem kleinen Gebirgsstädtchen entließen und haben sich, aller Wahrscheinlichkeit nach, nach Oesterreich begeben, welches der nahen Landesgrenze wegen sehr leicht ist. — Durch Frankfurt a. M. wurden am 22. abermals zwei französische Offiziere, welche ihr gegebenes Ehrenwort gebrochen und bei Dijon gefangen genommen wurden, transportirt, um nach Spandau gebracht zu werden, woselbst das Kriegsgericht über diese Ehrenmänner aburtheilen wird. Das Urtheil wird dort anders ausfallen, als die Herren Franzosen es vielleicht ver- * ' ~ ' hat, daß sie ganz andere Begriffe von entgegen. London, 27. Nov. Der Observer charakterisirt die russische Note als äußerst versöhnlichen Tones, aber nicht ganz befriedigenden Inhaltes; aufgegeben sei der frühere dictatorische Ton, und sie sei ein klarer Gewinn im FriedcnS-Jnteresse. Odo Russell verbleibt vorerst wahrscheinlich in Versailles. Madrid, 25. Nov. So eben ist die Commission der Cortes nach Florenz abgereist, um dem Prinzen Amadeo die Acte seiner Erwählung zum Könige zu überreichen. Die Regierung und eine große Anzahl Deputirter haben unter Hochrufen der versammelten Menschenmenge auf die constituirende Cortes und den die Commission zum Bahnhofe begleitet. Es herrscht großer anfeben- in Wien wo man den Druck der inneren Wirren am schwersten empffn- det, kann man über die Gefahren einer kriegerischen Verwickelung um so weniger sich Täuschungen hingeben, als man wohl weist, daß die Gesammtlage der dipio- malischen Beziehungen de« Reich«, wenn sie auch an sich nicht ungünstig ist, doch unmöglich zu einer kriegerischen Politik ermuntern kann. E« fehlt diesen Be- .jehungen noch der feste Hali; und dieser Hali wird ihnen fehlen, bi« Oesterreich die richtige Stellung zu Preußen und Deutschland gefunden haben wird. Aus Leipzig werden gleiche Skandale gemeldet. Berlin, 27. Nov. Die „Spen. Ztg." meldet, daß dem Vernehmen nach das preußische Cabinet schon in dem gegenwärtigen Stadium des von Rußland hervorgerufenen Conflicts vertrauliche Schritte gethan hat, um nach beiden Seiten hin zum friedlichen Ausgang desselben seine guten Dienste anzubieten, lieber die Grundlagen der Ausgleichsbemühungen liegen indeß noch keine Andeutungen vor. Karlsruhe, 26. Nov. Die „Karlsr. Ztg." meldet aus Versailles vom 26. d. Mts.: „Heute wurde eine Militärconvention zwischen dem Norddeutschen Bunde und Baden unterzeichnet. Durch dieselbe wird im Sinne der allmählichen Herbeiführung einer vollen Gemeinsamkeit der nationalen Wehrkräfte das badische Contingent unmittelbarer Bestandtheil der deutschen Bundes-, bezw. preußischen'signalisirt. 6 Gegenüber dem verläumderischen Aufruf zu Gunsten der französischen Krieg«, gefangenen, welchen der „Francais" eom Bischof von Genf erhalten haben will, veröffentlicht die „Kreuzztg." einen offenen Brief de« katholischen Domprobste« Bischof« RamfzanowSkh an den Bischof von Genf, worin die in dem Aufrufe enthaltenen Angaben, insbesondere daß da« Seelenheil der französischen Krieg», gefangenen gefährdet fei, al« Lügen bezeichnet werden. Ihre Maj. die Königin habe den Domprobst sogleich nach dem Eintreffen der Gefangenen beauftragt, da« Loo« derselben zu lindern, namentlich für die geistlichen Bedürfnisse zu sorgen. Unterm 14. Ro». erteilte da« Kriegsministerium die Genehmigung, daß 10 ka- tholifche Geistliche zur Pastorirung der Kriegsgefangenen angestellt würden, eine Einschränkung der religiösen Freiheit Seitens der Behörden habe niemals statt- N„bäi,nisse de« Kaiserstaate« sind daher durchaus nicht danach Armee, unter dem Befehl Sr. Majestät de» König« von Preußen und unter der Die inneren ’n der untern Donau wünschen«- einheitlichen Leitung und Verwaltung durch da« Bunde», bezw k°n,g. preußische lassen Die heißblütigen Magyaren mögen die Sache anoer« Kriegsministerium. Die badischen Ospziere treten mit ihrem dermaügen Range lasten. Die yetzzoiu, g rf» m,......in Cü6 einheitliche OfstzierSeorps t>er vereinigten Armee über, die Angehörigen des Großherzogthums werden in den militärischen Angelegenheiten den preußischen Staatsangehörigen in allen Beziehungen gleichgestellt. Gegen Ucberlaffung des nach der Bundesverfassung auf das badische Connngent fallenden Antheilö der BunveSeinnahme für das Landheer übernimmt Preußen auf Rechnung des Bundes die fämmtlichen nach der Bundesverfassung Baden für das Bundeslandheer treffen- 9CflUW$on der untern Donau, 16. Roo. wird der „Allg. Ztg." geschrieben: Das hfrtiortreten Rußlands bat die buntscheckige Völkermosaik an den'Ufern des UN- affichtren: . c men Donaulaufes in einen förmlichen Wirbel von Hoffnungen und Befürchtungen „Ordres du jour. Eine Ruhe von Tbatsachen von großem Gew chte haben hvrfpiü Namentlich die Bulgaren sind in große Erregung gerathen. Sie hoffen dem Gouverneur den Beweis geliefert, daß diejenigen Principien, welche die Kraft Ä? der ^mu^bmaßliche^Kr^eg^erbe ihnen eine staatliche Halbselbstständigkeit und Ehre einer Truppe bilden, dem Armeecorps von St. Denis bereits abhanden bringen Die Emigration in Bukarest, welche bekanntermaßen im russischen Solde gekommen sind. Das Pflichtgefühl, die Beobachtung der DiScipUn, der R sspect a.btd haufenweise nach Bulgarien hineingeschlichen und bearbeitet das sind zu wiederholten Malen verkannt worden und solche GesetzeSver etzunzen können S-«* swä..i»4. '4?.* 3»?«:sasttÄ”. >U compromittiren und sie hat thatsächlich für die VertheidigungSregierung wahre Gefahren geschaffen. Der Feind beutet diese unter seinen Augen sich ereignenden Ordnungswidrigkeiten naturgemäß für sich aus. Mit ebenso großer Entrüstung als Ueberraschung hat das Gouvernement vernehmen müssen, daß man Relationen zwischen unseren und den feindlichen Vorposten zu bilden sich anschickte, Relationen, deren Tragweite weder Officiere noch Soldaten zu ermessen vermögen und daß gerade in einem Augenblicke, wo alle Gedanken und Herzen sich nur zu Anstrengungen vereinigen sollten, die würdigst den Widerstand der Capitale zu krönen hätten, baß gerade jetzt diese Zeichen des Abhandenkommens eines militärischen Geistes in einem ArmeecorpS wahrzunehmen sind, welchem man mit höchstem Vertrauen die Wacht einer unserer mächtigsten Positionen zu übertragen keinen Anstand nahm. In dieses ArmeecorpS habe ich die Söhne von Paris eingereiht, weil sie mir geschworen hatten, ihren häuslichen Heerd mit einer Energie zu vertheibigen, die vor keinem Opfer zurückschrecken wollte. Meine Strenge wird sich in allen möglichen Mitteln erweisen, nur um die Pflichtwidrigen zur Pflicht zurück zu führen; noch habe ich die feste Hoffnung, daß dieser mein Aufruf an den Patno- tismus und Ehrgefühl der Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten des ArmeecorpS verstanden werden wird. Hauptquartier Paris, 19. Nov. 1870. General Trochu/ A Tours, 25. Nov. Der „Moniteur" behauptet, der bei Orleans kriegS- aefanaene Neffe des Generals v. d. Tann habe zweimal zu entfliehen versucht, trotzdem habe man ihn nicht mit dem Tode bestraft. — Die „France" bezeichnet es als unwahr, daß bei Chateaudun ein Herzog von Larochefaucoult gekämpft Wie die „N. St. Z." meldet, hat der König angeordnet, daß die kriegS- aefanaenen Mobilgarden des Elsaß, welche dort Grundbesitzer sind und sich durch ' Revers damit einverstanden erklären, daß ihr Besitz der Confiscat.on unterliegen solle, wenn sie gegen deutsche Truppen die Waffen wiederum ergreifen, aus der Kriegsgefangenschaft entlassen werden dürfen. In Folge dessen sollen die erforderlichen Ermittelungen überall schleunigst angestellt werden und die Reverse, welche genau die Nationale der Mobilgarden, sowie die Lage und ungefähre Große des in Betracht kommenden Grundbesitzes enthalten müssen, sobald als möglich dem allgemeinen KriegSdepartement zur weiteren Veranlassung eingereicht werden. Das General-Postamt zu Berlin macht bekannt: „Am 11. November ist auf einem von Troyes nach Marigny abgegangenen Feldpost-TranSport für tue aroßherzoglich-hessische (25.) Jnfanterie-Division in der Nähe der Stadt Nogent a d Seine ein feindlicher Angriff verübt worden, wobei einer der beiden, den Transport begleitenden Postillone verwundet und ein Briesbeutel mit Correspondenz au« der Heimath vom 8. und 9. Nov. in Verlust gerathen ist. Zur Erklärung des Ausbleibens Der betreffenden Correspondenz wird Vorstehendes hiermit bekannt Schuld immer mehr hereinbrechen sehen. Wir sind vor diesem Schicksal bewahrt worden. v. Podbielsky. Wechsel. Oberhessen 66 40/o 78 Augsburg Berlin Bremen Cöln Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconto k. 8. — k. 8. 119 k. 8. — Aelien. Frankf. Bank 131 Frankf. Vereins-Kasse 100 Dannst. Bankäct. 320 Wien Bankactien 690 Galizien 225 der ersten Armee Meldung eingegangen: In Schlacht am 27. ist Amiens am 28. von Ge- 100 1043/4 967/8 1047/g 88 „ Papierrente 45 „ 5% M. steucrf. >— Amerik. Bonds 1881 r 957 errungen hat, wie sie bis jetzt auf den Blättern der Geschichte nicht verzeichnet geveien sind. Unser Dank dem Heer, das ist eine Schuld, die wir auch mit all unfern Opfern nur zum kleinsten Theil werden abtragen können! Und darum unsere Bitte. Das Fest der Weihnachten naht heran, die schöne Zeit, da Jeder darauf sinit und dafür sorgt, durch Gaben der Liebe den Setnigen Freude zu machen. Stll es aber denen, die für uns im Felde stehen, und die in jenen Tagen des Fistes mit Sehnsucht der Heimath gedenken werden und des strahlenden Christ- l^imes, soll es ihnen an jeder Christfreude fehlen? Es ist unsere Pflicht, ihnen eine solche zu bereiten und wir wollen es; wir wollen, da unsere Kraft leider niht weiter reicht, wenigstens Denen eine Christfreude bereiten, die uns am nächstem stehen, den Soldaten unseres hessischen zweiten Regiments. Und da fo-dern wir dann zunächst Diejenigen auf, die Angehörige im Felde stehen haben, du Eltern, Geschwister und sonstige Verwandten, die Gaben, die sie zu diesem Zvecke vielleicht schon bestimmt haben oder die sie anwenden können an uns, die wie uns als Comite vereinigt haben, einzusenden. Damit es aber auch möglich wird, Jenen ein Christgeschenk zu senden, die in der traurigen Lage sind, Niemand in der Heimath zu besitzen, die ihrer in liebenden Sorgen gedenken können, oder der>n Angehörige in Verhältnissen leben, die ein solches Opfer nicht gestatten, so werden wir uns mit dringender Bitte an Alle, die ein Herz dafür und die Mittel besitzen, uns durch Liebesgaben oder Geldbeiträge zu unterstützen, so daß wir in den Stand gesetzt werden, das Fehlende zu ergänzen und jedem Soldaten unseres Regiments wenn auch nur ein kleines Christgeschenk aus der Heimath zustellen können! Die Zeit aber, die uns zur Ausführung unseres Liebeswerks vergönnt ist, ist rine sehr kurze, und müssen wir darum die weitere Bitte zufügen, alle Gaben (die von Familien an ihre Söhne, Brüder rc. unter Angabe des Heimatsortes, Namens und der Compagnieen) an einen der Herren: Buchhändler Ferber, Fabrikant Adolf Noll (Comptoir), Kaufmann Pi stör, Buchhändler Ricker, höchstens bis rum 15. Decem der einzusenden. Auch ist jeder der Unterzeichneten zur Empfangnahme von Liebesgaben und Geldbeiträgen gerne bereit. Die ganze Sendung wird dann von hier aus durch einige zuverlässige und erprobte Männer, die sich bereitwillig dieser großen Mühe und Gefahr unterziehen wollen, direct an Ort und Stelle gebracht werden, und sind wir natürlich gerne bereit, auch solche Gaben mitzunehmcn, die für Soldaten anderer Regimenter als des zweiten bestimmt sind. Am zweckmäßigsten dürfte es sein, wenn in den verschiedenen Kreisstädten unserer Provinz sich Zweigcomites zu diesem Zwecke rasch bilden, die Gaben aus ihrem Kreise in Empfang nehmen und dann insgesammt bis zu genanntem Termin uns zusenden wollten. Die Herren Bürgermeister der Provinz ersuchen wir schließlich noch, diesen unfern Ausruf in ihren Gemeinden gefälligst bekannt geben, insbesondere auch den Familien mittheilen zu wollen, die Angehörige im Felde stehen haben. Gießen, am 26. November 1870. L. Bücking, Gemeinderath. — Engelbach II., Hofger.-Adv. — Dr. Dickork. — Ferber, Buchhändler. — Fischer, Leverhändler. — Herzberger, Registrator. — Hochstätter, Tapezier. — Kempf, Fabrikant. — Fr. Leib, Gastwirth. — Dr. Mettenheimer, Apotheker. — Arnold Müller, Fabrikant. — Müller, Obcr-Zollinspector. — G. Müller, Lehrer. — Ad. Noll, Fabrikant. — E. Pistor, Kaufmann. — Ricker, Buchhändler. — Rübsamen, Turnlehrer. — H. Schirmer, Fabrikant. — Vogt, Bürgermeister. — F. Windecker, Kaufmann. — Wolf, Hofger.-Adv. k. k. m. k. 8. k. 8. k. 8. k. 8. k. 8. 8. — S. 95i/< 8. — S. — G. Amsterdam k. 8. 1003/16 Vermischtes. Frankfurt. Die von hiesigen Blättern gebrachte Nachricht, daß in den letzten -Tagen im Bürgerspital em als Soldat verkleidetes Mädchen Aufnahme gefunden und daselbst entdeckt worden sei, ist unwahr. Der einzige weibliche Krieger, welcher vor längerer Zeit daselbst Aufnahme gefunden ist die durch Berliner Blätter bekannt gewordene Bernhardine v. Weiß aus Goldapp. Erst durch die Presse wurde man hier auf das damals allerdings auffällige Verhalten der Amazone in dem hiesigen Spital aufmerksam; sie wollte sich nämlich nicht verbinden lassen, that die« vielmehr selbst. 3hr Geschlecht wurde hier indessen nicht entdeckt. Die „Jnsterburger Zeitung" enthält über diese Heldin folgende Mittheilung: „Wir find setzt in der Lage, über das Mädchen, welches den Feldzug in Frankreich mitgemacht hat und mit dem Eisernen Kreuz decorirt ist, Näheres mitzutheilen. Dieselbe heißt Bertha Weiß, ist aus Schöneberg in Goldapp gebürtig und wurde in einem achtbaren Haufe in Raguit erzogen. Frühzeitig jedoch schon scheint sie einer eigen. Ihümlichen Vorliebe für die männliche Tracht gefolgt zu sein, und so fügte es das Schicksal, daß sie bei einem Hauptmann v. R. des in Trier garnisonirenden 69. Regiments als Civildiener in Condition trat, mit dessen Damen sie größere Ressen nach dem Süden zu machen Gelegenheit hatte. Ihre gute Führung veranlaßte ihren Herrn, für ihre weitere Ausbildung zu sorgen, derart, daß sie zum FähnrichSeramen befähigt war. Kurz vor dem Kriege trat sie, mit einer Empfehlung des gedachten Hauptmanns versehen, und ohne daß man eine nähere ärztliche Prüfung mit ihr vornahm, in dessen Regiment als Avantageur, mit welchem sie die Schlacht bei Ep.chern mitmachte. Hierauf dem Regimente Kronprinz überwiesen, gelang es ihr, in der Schlacht bei Gravelotte allein und erst später von zwei Sectionen der Unfugen unterstützt, den Franzosen eine unserm 16. Infanterie-Regiment abgenommene Fahne wieder zu entreißen, hei welcher Gelegenheit sie vier Schußwunden davontrug, deren eine am Knie sie am Gehen hindert. Für die dabei bewiesene hervorragende Bravour erhielt sie von dem General-Feldmarschall Prinzen Karl das Eisern« Kreuz 2. Klaffe, so wie ein von demselben eigenhändig und in den ehrendsten Ausdrücken ausgestelltes Besitzzeugniß ldessen Original uns Vorgelegen hat). Dieselbe wird laut dieses Zeug- msses als Bernhard von Weiß in den Listen der 12. Compagnie des Regiments Kronprinz geführt und hält sich als beurlaubt hier auf. Bemerken wollen wir noch, daß die Dame 24 Jahre alt ist, angenehme GefichtSzüge besitzt und unter ihrer Uniform und dem darauf haftenden Orden ein eben so decenteS als Bildung verrathendeS Wesen bewahrt." Frankfurt. Nach einer durch die TageSblättir veröffentlichten Zusammenstelluna eristireu gegenwärtig folgende depoffedirte Regenten-Familien: 1) Wittwe de« Königs Otto von Griechenland (24. October 1862); 2) Graf Chambord nebst Gemahlin (2. August 1830); 3) Graf von Paris mit 34 Familiengliedern (24. Februar 1848) ; 4) Königin Isabella von Spanien mit 33 Familiengliedern (1868); 5) Franz II , König von Neapel, nebst 31 Familengliedern (13. Fe» bruar 1861); 6) Herzog Robert von Parma mit 6 Familiengliedern (1859); 7) Herzog Karl von Braunschweig (7. September 1830); 8) Kaiser Napoleon mit 9 Familiengliedern (1870); 9) König Georg von Hannover mit 4 Familiengliedern (1866); 10) Kurfürst von Hessen mit 12 Familiengliedern (1866); 11) Prinz Gustav Wasa von Schweden (1809); 12) Kaiserin Charlotte von Merico (1867); 13) Herzog Adolph von Nassau mit 5 Familiengliedern (1866); 14) Großherzog Ferdinand von ToScana mit 12 Familiengliedern (1860); 15) Herzog Franz von Modena (1860); 16) Papst Pius (vertrieben von der weltlichen Herrschaft 1870). Ein Christgefchenk den im Felde stehenden Soldaten unseres 2. Regiments! Vertrauensvoll wenden wir uns an unsere Mitbürger in Stadt und Land mit einer Bitte, die, wie sie uns von Herzen kommt, auch zu Herzen gehen möge! Zwar wissen wir recht gut, daß wir nicht die Ersten sind, die kommen und Opfer virlangen in dieser schweren Zeit, da die Sorge um das Wohl Derer, die im Dienste fürs theure Vaterland im Felde stehen, so oft schon den Ueberfluß des Reichen wie auch das Scherflein des Armen und der Wittwe in Anspruch genommen hat. Aber wir wissen auch, und rufen es uns jeden Augenblick int Gedächt- niß zurück, daß alle unsere Opfer gering sind im Verhältniß zu denen, die sie uns bringen, die da draußen für uns kämpfen, darben und leiden, die ihr Blut, ihre Gesundheit, ihr Leben lassen, um das Vaterland zu befreien von großer Gefahr, die ihm gedroht hat. Es ist schon oft gesagt worden und kann doch nicht oft genug wiederholt werden, wie es geworden wäre, wenn unsere Feinde gesiegt und mit ihren wilden afrikanischen Horden unser Vaterland heimgesucht hätten; wenn unsere Felder zerstört, unsere Städte und Dörfer niedergebrannt und verwüstet, wenn unser Hab und Gut, unser Familienglück und unsere Ehre ein Raub des Krieges geworden, wenn Glück und Wohlstand unseres Landes, unserer Gemeinden durch unermeßliche Requisitionen und Contributionen auf Menschenalter hinaus vernichtet worden wären, kurz, wenn all die schrecklichen Folgen dieses Krieges über uns gekommen sein würden, wie wir sie über unser von einem unbändigen Fanatismus geblendetes Nachbarvolk durch seine eigene Actien. Oest. Creditact. 235 5% östr. F. St. E. B. 3591/2 Lombard. Bahn 169 Ludwigsh.-Bexbach 162i/2 Maxbahn 107 >/2 Bayer. Ostbahn 122 */2 Hess. Ludwigsb.-Act. 1311 /2 Alsenzbahn-Actien — (-elelsorteii. Pr. Cassen-Sch. 1 447/fi-451 k Sächs. „ - 8 Liv. Cassen-A. — Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 45—46 „ doppelte 9 45 — 46 Holl. fl. 108t. 9 55 Ducaten . . 5 36—38 20 Frankenst. 9 321/2—331/? Engi. Sover. 11 57—59 Buss. Imper. 9 48—50 Dollar in Gold 2 26J/2—271/2 „ „ 1882r 941/4 n n. 1885r 931/4 „ n 1887r 933/6 Spanier, neuest. 3% 301/4 Prioritäten. 30/y öster. Stsb.-Prior. 553/4 30/y öst. s. Lombard 451/4 3% Livorneser 301/4 5% Toscaner — 5% Elisabeth.-Prior. 75 do. II. Emiss. 74 Aiileiiensloose. Kurh. 40 Thlr. Loose 64 Nassau 25 fl. — 4% bayr. Präm.-Anl. 106* 2 Ansbacher 7 fl. 12*/8 4% badische Loose 105 Badische fl. 35 Loose 591/2 Oestr. fl. 250 v. 1839 — 1858r Prioritätslocse — 1860r Loose 7 41/2 1864r „ 1091/2 Braunschweiger 16 */2 Stadt Madrid 217/r Börsenuachrichten. 28. November 1870. Preuss. 41/20,q Oblig. 905/8 Frankf. Zi/zv/g Obi. 78i/2 Nass. 4i/20 0 Obi. 91 Kurhess. 4% „ 82 Gr. Hess. 5% Obi. — „ „ 40/y „ 947/8 » n 31/2% » - Bayer. 5% „ 951/4 » 41/2% 1jährige 91'/2 » 4% V4 jährige 91i/2 Würtemb. 4’/2 o/0 Obi. 90»/2 Baden 41/2% Oblic. E. L. — Oesterr. Silberrente 53 Officielle militärische Nachrichten. .... .......... Versailles, 28. Nov. Der Königin Auqusta in Berlin. 0c’tkbcn durch die Tapferkeit unseres Heeres, das Siege erfochten "und Erfolge Gestern siegreiches Treffen südlich von Amiens durch General Manteuffel mit einem Theile der ersten Armee. Einige Tausend Mann feindlicher Verlust, 700 Gefangene gemacht und eine Fahne der Mobilgarde erobert. Das 9. Husaren-Regiment ritt ein Marine- Bataillon nieder. Unser Verlust nicht unbedeutend. Wilhelm. Versailles, den 28. November. General Feldmarschall Prinz Friedrich Karl meldet: Am 28. wurde das 10. Armee-Corps durch bedeutend überlegene Kräfte des Gegners angegriffen. Es concentrirte sich bei Beaune la Rolande, woselbst es sich siegreich behauptete, und am Nachmittage in meinem Beisein durch die 5. Division und 1. Cavallerie-Division unterstützt wurde. Unser Verlust etwa 1000 Mann. Feindlicher Verlust sehr bedeutend. Viele Hundert Gefangene in unseren Händen. Der Kampf endete nach 5 Uhr. Ferner ist von Folge der siegreichen neral Göben besetzt Allgemeiner Anzeiger» Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Aufforderung. 4865) Gegen I a c o b Hin kl er 11. zu Steinberg ist der förmliche Concurspro- reß erkannt morden. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, hiermit aufgefordert, solche in dem Termine Samstag den 17. December l. I., , Vormittags 10 Uhr, bei Meldung des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse dahier anzumelden uno etwaige Vorzugsrechte bei Meidung Verzichts auf dieselben zu begründen. Gleichzeitig soll in diestm Termine die Güte versucht und eventuell ein Massecurator und Gläubigerausschuß erwählt, sowie deren Befugnisse festgestellt werden. Die nicht erscheinenden Gläubiger werden bezüglich dieser Puncte als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beitretend angesehen. , Gießen, den 8. November 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, S t a ni m l e r, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. 5044) Zur Bezahlung der Zinsen, welche vom 30. October angegebenen Fahrzeiten i von den bei der hiesigen Spar- und Leih- für diese Strecke in Kraft. Gleichzeitig wird Ikasse angelegten Eapitalicn am Ende dieses 5037) Mit dem 30. November wird die Strecke Büdingen - Gelnhausen der Oberhessischen Eisenbahnen dem Betrieb übergeben und treten von diesem Tage ab die auf dem Fahrplan hiermit die Bekanntmachung verbunden, daß vom 1. December die Station Gelnhausen ermächtigt ist, Privatdepeschen von und nach sämmtlichen Stationen der Oberhessischen Eisenbahnen, sowie nach allen nationalen und internationalen Vereinsstationen nach Maßgabe des Reglements uout 1. Juli 1868 zu befördern. Gießen, im Noveniber 1870. Der BcrwaltungSrath. Oberhessische Eisenbahnen. Bekanntmachung Betriebs-Eröffnung und Benutzung der Eisenbahn-Telegraphen-Stationen Seitens des Publikums betr. •* srr»1( Moritz Heichelheim. aufge LcttcsskN FeiLgevotsKes 5005) Eine neu eingerichtete Familien^ J • r. .. ______it n a fnniPlfn 21 _______ OUVUI VZ/VXW bvu V...Ö----( < ... ®Ü^7r -°ynung 'st -n und ,°°l«ch zu beziehen. Mühlgasse Nr. 72. 5040) Ein zweiter Hausknecht wird im . z r • _ f- #4 t a$nritn PT1 <5:1115 W°? sag' .Gasthos rum Lhorn" zum sojortigm Ein- die Exped. d. Bltts. CV^.dxAM zu verkaufen bei ^LlCVCt Ehr. Lony, Bierbrauerei. 4975) Eine schöne geräumige, an fre- 'Agenturen, nach Wunsch auch einzeln, unter sy^iMAiinnpn hnrnebo en wer- ö -u erbaute W-h- nung, bestehend aus b Zimmern, Näheres aus portofreie Zuschrift bei Magdkammer, Keller und ^^cher, is^bl.^ b. Bernhardt, Jnspector m Darmrum 1. Januar t 3- 3U beziehen. - Ludwigsstraße 12. sagt die Exped. d. Bltts. u —-- 4981) Wegen Pclzwaarcn wende man sich geMigst an llnterreickneten Größte Auswahl jeder gangbaren Sorte, alsJW , gejchtchtliche Vorträge halten, und» zwar Boas^ Pelzkragen, Pulswärmer,' Pelzröcte, PelMfel, Fußsqcke Freitag den 2 D«br., 6 Uhr A Fuß.'und Reisedecken ?c. ic., beste Qualität, reelle Behan ung Freitag^den 9. Dec., 6 Uhr Abend Uhr Abends: über die Geschichte der deutschen billigste Preise zusichernd. Georg Graeff, am Markt. Darmstadt. 5 ii pro Flacon Rthlr. 1-1 (? a r l Frech. r S S $ w V Long-Shawls 2c. (5047) Amerikanisches Glanz-Stärke- Zusatz-Präparat Im? ; ürgeoidnet 5003) Vor dem Wallthor in Nr. 161 ist im dritten Stock ein schönes Zimmer auf Wunsch auch mit Cabinet, zu vermiethen- 5048) I-m unserer Truppen wtrd Herr Pros. O n cr e n im 9 p 5051) Wärmeflaschen von bci Earl Frech- 4964) Patent Schrauben-Schlittschuhe in den neuesten, verbesserten Arten empfiehlt I- G- D- Bapst. stimmt sino. . . ,, Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1870. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr. 5043) Puppenstuben, -Küchen, Pup penmöbel- Garnituren, e— 1 sl Niederlage in Gießen bei Jahres fällig werden, Termine festgesetzt, und zwar: - - den 3. December, 5050) Capuzen, Seelenwarmer, Kra- gen, Echarpe's, Handschuhe, Cachnez. Sh rpse und sonstige Neuheiten habe ich erhalten >und empfehle solche zu den billigsten Preisen. H. Hetz, ' dem Lindenplatz gegenüber. Stearinlichter, das Paquet 24 u.28 fr., Weihnachtslichter, 5054) Em junger Hund (Dogge) ist zu Für Cabliaucn, verkaufen. Näheres bet . ° —Schmied Unverzagr. 5006) Ein junger Neufundländer Hund (ächte Race), 3/4 Jahr alt, schon gezeichnet, steht zu verkaufen. Wo? sagt dte Exped. Id. Bltts. _____________________ 4789) Eine möblirte Stube mit Cabinet ist zu vermiethen und sogleich zu belieben bei Th. Rautenstrauch, m an der Schoor. folterte der allgcmcincn Industrie- Ausstcllung. 0 5014) 8.0 ®h'a>°- WM 3-» 4610) Frische Sendungen m Sardine- in PicleS, Sardine» a l’liuile, Anchovis, Mixed-PicleS, Caviar, Champignons, Trüffeln, Gothaer Cervelatwurst, Neuen Holland. Dollharingen, Genueser Sardellen, Bückingen zum Rohessen, Könias-ReiSstärke empfehttn I. A. Busch Sohne. 5049) Stoff- und Filzlhüte für Damen- und Kinder, von 36 fr. an, Knabenhute| ä 48 fr., Hutformen ä 12 fr., Blumen, Federn, Band, Blonden, Schleier m neuester Auswahl empfiehlt H- Hetz, dem Lindenplatz gegenüber. 5629) Eine Kaute Mist ist zu verfau- fen bei G- Arnold (Deutscher Hof.) Versteigerungen. Arbeitsversteigerung zu Ruttershausen. 5023) Donnerstag den 1. December, Morgens um 11 U r, sollen auf der Bürgermeisterei Ruttershau-^ sen nachstehende Arbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden ats : Steinflopfen, veranschlagt zu 36 st. Decken der Chaussee des Wegs ■ nach Odenhausen mit Kies, veranschlagt zu • - • • 06 „ Grundfuhren, veranschlagt zu 40 „ Gietzen, den 27. November 1870. Kö rner, Bezirfsbauaufseher. Veihnachts - Ausverkauf!! 3« °-ss--d «sthl- «o-s-dl-"«» «'■ äiä «Äh' ausaeb^le weiße Gardinen von 12 kr. an pr. Elle, Leinen, leinene und bunt bedruckte Taschentücher, fertige wollene Da.nen- terröeke. ä fl. 2. 30, ausgesetzte Herren- und Damen- Shawls, worunter meine sämmilichen französischen bunt-gewtrk en tritt gesucht- _______ ___________ ______ Agenten-Gesuch. 4952) In allen Städten und £>rtcn von Oberhesscn werden geeignete Personen, die für das Verstchernngsgcschaft thätig sein wollen, als Agenten zu enga- gircn gesucht- Für Feuer-, Hagel-, TransportRenten- unD Lebensversicherungs- Anstalten, sowie für Auswanderung können Irische Egmonter Schellfische treffen, fo lange feine stürmische Witterung, wiedei^ wöchentlich dreimal ein. F'"' ^nbliaiun, Zungen und Turbots erbitten wir uns! Aufträge mehrere Tage vor Gebrauch. Heute frische 3«r« nur solche P sranMchen hast entfUtü1 hat. Zu ti soQenbftt 2 Mllwgen ai JU ziehen, ganz Fran!' dämonische und seine 3 tu ttn La/r ganz ins £ nalmliche \ aber tonnt Verlollerui immer Gr Tall gerat CongtesseS gebracht, Diplomat Exposltiot ES d'k Zusatz Rußland 1 daß ein e werde, da wir glaul besteht, d falls eine geneigt ft Deutschen seines Lau bas Entsch der Dertrl Nui Wen fertigter, bereits vo Machtenin Regeln der Tewalttha Jahrh nchtr, dllt LMM beuch" Bvrant ( uWe ni demsklbo W sogm Jnüa(ioit tadeln, । JBir Citi, \u richtig tin Ratn um h denselben ^en unt lyUtns in Mächte tzj >chen tz). 5010) Ein Logis von 4 Zimmern, Küche und 2 Cabinetten ist zu vermiethen und so- Sl-ich »u -^r^eibet, am Kreuz. ,il N «rfr 4008) Eine neu eingerichtete Wohnung mit 3 Zimmern, Vorplatz, grotzem Boden, Aussicht in das Freie, ist zu vermiethew Ein großes Zimmer davon kann allenfalls möbhrt ab9e6eben 1052) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binct ist zu ucrmiechcn^ bei $ 4950) Eine fleine Wohnung von zwei Zimmern, Küche, Kammer u. f- w. ist an eine stille Familie zu vermiethen auch ist ein möblirtes Zimmer vacant- W" ? Vnnf 5043) Ein Kindermädchen, welches Hausarbeiten versteht, wird auf Weihnachten zu m.etheu g, 185, Parterre. 5033) Bestellungen zum Krautschnciden werden bei Gastwirth Schnell am Marft entgegengenommen. — 5042) Ein braves Mädchen, welches der Küche und Hausarbeit oorslehen fann, wird auf Weihnachten gesucht- Näheres bet der Exped. d- Bltts- ___ _______ 5046) Die Weihnachts-Ausstellung meiires n Spietwaaren Lagers !! empfehle zur gefälligen Ansicht. 4761) A ii n o ii c e. Bernhard1» Alpenkräuter-Liqueur ( feinstes MaireiiBiitter) leioen oeiicny- ß e Preis pr. Vr Flacon 36 kr., pr. 7i Flacon 1 fl. 6 kr. Gebrauchsanweisungen 0™*^ H„mes. 6. 7. 8- 10. 13. 14. 15. 17. 20. 21. u 22. 24. „ 27. 28. 29. 17) Samstag „ 31. ,, Die Interessenten werden daher ... fordert, die Zahlung an diesen Tagen m Empfang zu nehmen und hierzu durch Vor^ reigung der Schuldscheine sich zu legitimiren Qualeid) wird bemerkt, datz die auf den! Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gietzen, dagegen die auf Dienstag, Mittwoch und Samstag fallenden Zahltage für die Auswärtigen be- Mrm Tuch- und Bukskin-Lager zu billigen und festen Pr eisen und bestens assor- tirt bringe ich hiermit in empfehlende Ermnerung. Ludwig Lang, Marktstraße Lit. D. Nr. 25, vis-ä-vis dem Herrn Kaufmann (4554) Emil P'stor. 4921) Bei Wirth Kahl an der Klem- Lindener Chaussee ist ein Familienlogis zu vermiethen und sogleich zu beziehen^_____ ^Zermifchte Anzeigen 5039) Schutt kann auf meinem Baugrundstück abgeladen werden, und vergüte ich einen einspännigen Wagen nut 12 fr., einen zw-stp-mnigen mit 18 fr. ( 5004) Zwei Schneidergcfellen sindey dauernde Beschästigung bei Schneidermeister Metzger, in Lich^ sch-" Bundesstaats. Ue Bßn 3 Personen Abonnement für eine Person 2 st., vyc o « teu {n 5 fl. Eintrittspreis für eine einzelne Vorlesung 45 kr. JDte Karten ,m° der Nicker'schen Buchhandlung zu haben. T o i m Das Ncucste und Feinste, was bit- i-b^-rfuu^n ^rd^rur^Er«^nnd 16- «»8ier in Ca.lornhe und brr weiteren unten genannten Firma zu beziehende 1 m ft* Bei genauer Anwendung der be^edem Fwcon^ lich?Falbe ^Nauz biVer o^fbau?bildenden raschcuder Weife und entfernt binnen «uzem^ blendend weißen Schei- tel «flektwe^stt"^ T'alnm deshalb bestens zu empfehlen, r- Sttblr' Vermiethnngen. 5053) Das von Frau Dr. Koch bewohnte L°»is ist °nd°rweiti8^H°°>nnMhm^^ Neuenweg. " g'. Jan. 1871, 6 Uhr Abends: über die Gründung des deut- RedacNo», Druck und «erlag der BrühNchen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 5 unter Garantie. ?/ < 4876) Mit einem Paquet sur 35 lr.^ % können ca. 300 Herrenhemden nebst b:r ✓ feineren Damenwäsche auf tuet bequem> & inere, sichere und billigere Weise eue% so elegante Appretur erhalten, rote dus bisher zu erzielen nicht möglich roar.g ** Aufmerksame Hausfrauen werden zr-^. ^gleich sehr bald herausfinden, datz de., Wäsche, auf diese Weise behandelt, b-.-^ deutend länger getragen werden kan«.^ ** (§ine einzige Probe wird jedermann § sicher befriedigen. , % > Nur allein zu beziehen durch«das • ; % Haupt- und Versendungs Depot bet T11. Brugier in ^arli8ritf)C \ (Grotzh. Baden) , X und in der Niederlage in Gteßcn bet A Carl Frecli. 3