?°^llb i» 99$/16 I tif.S t mtb ftj.W I * erzählt im tzz war einmal im Neil er SNIifantr ni 6b-pero°. Eine« : Tapet gebracht und mal nach, ®,e und bring >br W 'm. Sroßmutter. «I « er seinen @<* ,, er gehe- Der-n-e tflUf3» 2 S-> ■B's ; ÄH.# »•' Ä'-N K'M -er ncirm j h,ch be<7fc »I-b .flirt iolg^bebruar '-u «,tavia a°' 1 in 81fl010,< k i L^ reift« f (jflpltlJ Preis vierteljährlich 36 kr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr. Gichmer Anzeigkr. Erscheint wöchentlich dreimal: Dienstags, Donnerstags und Samstags. — Expedition: Canzleiberg Lit. B Nr. 1. Anzeige- und Amtsölalt für den Kreis Sieben. Nr. si. Samstag den 30. April 1870. Et Brodpreise vom 30. April bis 6. Mai 1870, nach eigener Erklärung der Backe?: 4 Pfund gemischtes Brod 16 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 8 kr. 4 Pfund Rogqenbrod 14 kr. 2 Pfund Roggenbrod 7 kr. --®-----’---- MMtlrOe Bekannt MMshZrngen. B e k a n n t m a ch u n g. Dem Großherzoczlichen Distncls-Einnehmer Hoos zu Groß-Buseck ist von Großherzoglichem Finanz-Ministerium gestattet worden, seinen Wohnsitz zu Gießen zu nehmen. Gießen, den 28. April 1870. Großherzogliches Kreisamt Gießen. - Dr. G o l d m a n n. Gefundene Gegenftande: Mehrere kleine Schlüsselchen in einem Ring, eine kleine Halskette von Granaten, eine große Bindkette, ein kleines seidenes Tüchelchen, ein altes Portemonnaie mit vielen Kupfermünzen rc., ein Portemonnaie mit 2 fl. 35 kr., ein mehrklingiges Taschenmesser und ein größerer Schlüssel. Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden- 0 ° Gießen, den 29. April 1870. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen Nover. Besondere Bekanntmachung. 1952) Aus dem städtischen Holzmagazin werden Fichten- und Kiefern- Bohnenstangen, sowie Erbsenreiser, abgegeben. Gießen, am 23. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Versteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. 2043) Montag den 9. Mai 1870, von Vormittags 9 Uhr an, soll indem Gießener Stadtwalde, Distr cten Wann, Brauhof und Annaberg nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden , als: A. Brennholz: 23/4 Stecken Aspen-Prügelholz, IV- „ „ Stockholz, 368 Wellen „ Reisholz, i/2 Stecken Nadel-Prügelholz, 2 „ „ Stockholz, 369 Wellen „ Reisholz. 1 Stecken Birken-Prügelholz, V* „ „ Stockholz, 6560 Wellen Buchen-Reisholz, 1150 „ Weiden- „ IVe Stecken Erlen-Prügelholz, 3/4 n „ Stockholz, 554 Wellen „ Reisholz, 1075 „ Dornen- „ B. Bau-, Werk- und Nutzholz: 1 Aspen - Stamm mit 60 Cubikfuß. 107 Nadel-Stangen „ 73 „ 19 Eschen- „ „ 31 „ Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee an der sechsten Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird das Holz bis 1 Novbr 1870 verborgt. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen- Gießen, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt- Versteigkrung von Straßenarbeilen. 1996) Die Handarbeiten zur Unterhaltung der Staatsstraßen des hiesigen Baubezirks sollen an den nachbenannten Tagen und Orten wenigstfordernd in Accord gegeben werden, und zwar: I. Montag den 2. Mar, Morgens 10 Uhr, zu Gießen in dem Bramm'schen Wirths- locale: für die Straße von Gießen gegen Butzbach, für die Straße von Gießen gegen Rodheim und für die Straße von Klein- Linden gegen Wetzlar. U. Dienstag den 3. Mai, Morgens 9 Uhr, zu Lollar im Gasthaus zur Krone: für die Straße von Gießen gegen Marburg. III. Mittwoch den 4. Mai, Morgens 10 Uhr, zu Lich im Gasthaus zum Engel: für die Straße von Gießen über Lich gegen Hungen und für die Straße dop.i Hessenbrücker Hammer über Lich gegen Butzbach. IV. Freitag den 6. Mai, Morgens 9 Uhr, zu Reiskirchen in dem Gemeindehaus: für die Straße von Gießen gegen Grünberg. Die resp. Großherzoglichen Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 26. April 1870. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. _____________Holzapfel.__________ Arbeitsversteiqerunq zu Grüningen 2038) Samstag den 7. Mai, Vormittags um 11 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 38 fl. 24 kr. Schreinerarbeit, „ „ 88 „ — „ Schlosserarbeit, „ „ 4 „ 30 „ .Weißbinderarbeit, „ „ 35 „ — „ Chaussir- und Pflasterarbeit, veranschl. zu..... 242 „ — „ Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen der Steine, veranschl. zu.....173 „ — „ Grüningen, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Grüningen. I. A- : Körner, Bezirksbauaufseher.______ 1996) Dienstag den 3. Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Wohnung der Frau Hofgerichtsrath Dörr im Hause des Herrn Kaufmann Schwaab am Seltersweg dahier nachbenannte Mobilien Wegzugs halber öffentlich versteigert: 2 Sopha, 1 Divan, 1 runder Theetisch, 1 Spieltisch, 2 Speisetische mit Einlegbrettern für 12 Personen, 2 Kleiderschränke , 3 Bettstellen, Commoden, Stühle, Spiegel, Küchengeräthe und sonstige Gegenstände. Außerdem wird ein gut erhaltenes Cla- vier zu dem Preis von 110 fl. käuflich aus freier Hand abgegeben. Gießen, den 26. April 1870. In Auftrag: __M. Pilger. 2i,rbeilsversteigerung zu Holzheim. 2037) Samstag den 7. Mai, Vormittags um 8 Uhr, sollen in der Feld - Gemarkung-Bergheim nachstehende Bauarbeiten an Ort und Stelle durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Planir- und Chaussirarbeit, veranschlagt zu....... 830 fl Maurerarbeit, veranschlagt zu . 40 „ Holzheim, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Holzheim. Körner, Bezirksbauaufseher. 1 Holzversteiqerung. 2025) Dienstag den 3. Mai, von Vormittags 8 Uhr an, sollen in dem Staufenberger Gemeindewalde, Districten Eicheheeg, Maistrauch und Mark, nachoerzeichnete Holzsortimente versteigert werden, als: 7 Stecken Vuchen-Scheidholz, 223/< „ „ Prügelholz, 45'A . „ „ Stockholz, 2600 Wellen „ Reisholz, 29 Stecken Eichen - Prügelholz, 8'/- „ „ Stockholz, 3375 Wellen „ Reisholz, 2 Stecken Aspen-Scheidholz, 1 „ „ Prügelholz, 19V4 „ Nadel-Prügelholz, 2 „ „ Stockholz, 3525 Wellen „ Reisholz, 1 Buchen-Stamm, 17 Nadel-Stämme, 5 Birken- „ 56 Eichen-Stangen, 7 Birken- „ 4634 Fichten- „ welche sich zu Baumund Bohnenstangen, sowie zu Leiterbäumen, eignen. Der Zusammenkunftsort ist an der Hach- borner Straße, im Altenfeld genannt. Staufenberg, den 27. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Staufenberg. Vogel. Arbeitsversteiqerung. 2039) Mittwoch den 4. Mai, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Allendorf a. d. Lda. nachverzeichnete Arbeiten öffentlich an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. A. An den gemeinheitlichen Gebäuden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 40 fl. 3 fr. Zimmerarbeit, „ „ 34 „ — „ Dachdeckerarbeit, „ „ 32 „ — „ Schreinerarbeit, „ „ 5 u 12 „ Weißbinderarbeit „ „ 3 „ 36 „ B. An den Schulgebäuden: Maurerarbeit, veranschlagt zu 5 fl. 25 kr. Schreinerarbeit „ „ 12 „ — „ Weißbinderarbeit „ „ 11 „ 12 „ C. Unterhaltung der Orts st raßen und Wege: Steinfahren, Aufsetzen und Zerschlagen der Steine an den Ortsstraßen, veranschlagt zu......159 fl. — kr. Pflasterarbeit, veranschlagt zu 30 „ — „ Reinigung zweier Durchlässe, veranschlagt zu .... 6 „ — „ Steinfahren, Aufsetzen und Zerschlagen der Steine an den Wegen, veranschl. zu. 318 „ — „ Reinigung der Graben und Banquets, veranschlagt zu 90 „ — „ Fertigung eines Durchlasses am Treiser Weg, veranschlagt zu......40 „ — „ D. Neubau an Wegen: Planirung des Westerfeldwegs, veranschlagt zu . . 45 fl. — fr. Chaussirarbeit daselbst, veranschlagt zu......127 „ 30 „ Steinfahren und -Aufsetzen daselbst, veranschlagt zu . 72 „ — w Planirung des Wegs hinter der Kleinmühle, veranschl. Chaussirarbeit daselbst, veranschlagt zu.....133 „ 12 „ Steinfahren u. -Aufsetzen daselbst, veranschlagt zu . . 135 „ — „ Allendorf a. d. Lda., am 28- Avril 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a- d- Lda. I- A-: L- Hahn, Bezirksbauaufseher. Holzversteiqeruna Montag den 9. Mai und folgende Tage, Morgens 10 Uhr. Revier Nanzenbach, Rothesteinseite a und b: 1478 Fichtenstämme (p. picea) mit 29245 Cubikfuß. Meerbachstannen 1. Thl. a, b und 2. Theil: 318 Fichtenstämme mit 7294 Cubikfuß. Diese Stämme haben gesundes, zartes Holz, sind schön schlank gewachsen und fallen nach der Spitze zu wenig ab. Es kommen Stämme jeder Stärke vor, darunter viele von 100 bis 182 Cubikfuß Masse und bis zu 85 (= 102 hessische) Fuß Länge. Das Holz lagert IV2 Stunde vom Bahnhof Dillenburg, oberhalb Nanzenbach, zu beiden Seiten des Wegs, welcher von diesem Orte nach Hirzenhain führt. 173 hessische Cubikf. sind = 100 nassauische. Creditbewilligung bis 1. September l. I. Dillenburg, den 26. April 1870. Der Königliche Oberförster r (2026)___________Genth___________ Arbeitsversteigerung zu Lollar. 2036) Donnerstag den 5. Mai 1870, Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhause nachstehende Bauürbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 72 fl. — kr Weißbinderarbeit, „ „ 43 „ 18 „ Schreinerarbeit, „ „ 16 „ 30 , Planirarbeit, „ „ 559 „ — , Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen der Steine, veranschl. zu . . 149 „ — v Handarbeit, veranschl. zu 38 „ 24 „ Lollar, den 27. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. I- A-: _______Körner, Bezirksbauaufseher. 2042) Dienstag den 3. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, soll eine Partie altes noch gut erhaltenes Bauholz gegen gleich baare Zahlung bei Peppler's Mühle ucrftcigeü werden Aech teS [1897) Arbeitsverstemerung. Kupferne Wafchkessei QD ast 36 50 N 22 48 36 lO Das Lager befindet sich auf dem Bahnhofe. (1954) 94 , 24 48 45 17 12 Wa uit.od 188 50 120 80 c-L> e •o 17 fl. 25 fr. 22 - 24 w 2027) Künftigen Montag, als den 2. Mar, Morgens 9 Uhr, werden in dem Großen-Lindener Gemeinde- 2006) Nächsten Montag den 2. Mai d. I., des Morgens 8 Uhr, soll eine der hiesigen Gemeinde gehörige Scheuer, 32 Fuß lang und 32 Fuß tief, in gutem Zustande und mit Ziegeln gedeckt, auf den Abbruch auf hiesiger Bürgermeisterei versteigert werden. Wieseck, den 26. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang._ jede Flasche mit 3 Rollen einem Seil von 650 Fuß, bis 200 Ctr., für Maurer Tragkraft 150 sich besonders Fillmar, walde: 38 Stecken 4 41 „ 27 2275 Wellen 1750 in allen Großen bei Awgust Schlessinger. Eichen-Scheidholz, Nadel- „ Eichen- u. Birken-Prügelholz, Nadel-Prügelholz, Eichen- und Birken-Reisholz, Reisholz, Maurerarbeit am Pfarrhause, , veranschlagt zu . • ■ • Schreinerarbeit daselbst, ver- Frachtbriefe für die Mam-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie färnmtliche zollamtlichen Formulare, find zu haben bei Wilhelm Klee, Marktstraße. 1824) Fertige Bauhölzer (Flößen) in allen Dimensionen, per Cubikfnß 20 kc., offcrict die Holzhandlung <ö. Katzensiein q * £araiLtirt o» sicheren Erfol£! 2066) Der Unterzeichnete beehrt sich, den Herren Landwirthen crge- gebenst anznzeigen, daß er ein Lager unterhält in: gedämpftem Knochenmehl, Superphosphaten, Kali und allen andern Specraldungern aus der chemischen Fabrik von Georg Karl Zimmer in Mannheim. Bernhard Beyfusi, Marktstraße. Bei Earl Frech in Gießen all-'" ächt zu beziehen. (2042) 18 fl. — fr. 17 „ ~ „ 1315) Hanauer nnd Casseler Gyps, Dielen, Latten, Landsteinplatten, Krippen und Tröge von Lungsiein in großer Auswahl empfiehlt Daniel Wirths Nachfolger 2062) GlaceSommer- und Militairhandschuhe, ächt enqlische und frawwsische Baumwolle, Strnmpflänzen in weiß und gereift, Kraqen nnd Manschetten, Shlipse, Krausen, gelegte Bordüren an Unterröckc und schwarze und farbige Schmucksachen empfiehlt zu bllll- gen Preisen d h. Schlatter. La Plata-Meischexlract (Extraclum Carnis Liebig), bereitet durch die Herren A- Benites & Comp- in Buenos-Ayres, ist zu haben in Gießen bei Herrn Apotheker A. Mettenheimer. Arbeitsversteigerung. 2040) Donirerstag den 5. Mai, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Rathhause zu Treis a. d- Lda. die nachverzeichneten Arbeiten öffentlich an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben eignend, hat zu verkaufen Friedberg. Joh. v (1856) Mechanikus. 2041) Montag den 2. Mai, Vormittags 11 Uhr, sollen im Gemeindelocal nachoerzelchnete Arbeiten öffentlich wenigstnehmend in Accord gegeben werden. Maurerarbeit an den Gemeindegebäuden, veranfchl. 2059) Mein Lager in Mützen ist stets aus's Neueste und Reichhaltigste assortirt und empfehle ich ganz besonders ganz leichte seidene sowie eine Mütze auf Kork, welche für Kranke sehr empfohlen wird. Atteste können em- aesehen werden. Confirmanden-Mützen werden nach Maaß angefertigt. b 1 ' H. Rübsamen, Kappenmacher. Betfarben, gelb, grün, braun, roth, weiß, blau, schwarz 2c-, schnell trocknend, zum Anstrich fertig. Alle Sorten Lack- und Oelfirnipe, Pinsel bei Ernst Hermes, Mäusburg. Einen eisernen Flaschenzug, " " " ~ ~ " nebeneinander, 3900 „ Nadel- „ 26 Eichen-Stämme mit 349 Cubiffuß, 23 Birken- „ „ 102 29 Nadel- „ „ 548 „ und 15 Eichen-Stangen „ 38 „ öffentlich meistbietend versteigert. Der Anfang ist am Braunsteinbergwerk. Großen-Linden, den 26. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Linden. Menges. Musikwerke und Spieldosen von 2 bis 24 Stücke spielend, mit und ohne Glocken und Trommel, Castagnetten, Himmelsstimmen, Mandolinen zu en-gros-Preisen, einpsteblt , ,, a (1647) Georg Schäfer, Uhreuhaudlung. schlagt zu Treis a. d. Lda-, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. § Herren - Wäsche, als - Hemden in Leinen und Shirtinq, Krügen, Manschetten und Chemisetten, sowie Sommer-Unterhosen, Jacken, Socken und Handschuhe, Shlips und Cra- vatten empfiehlt in reicher Auswahl H. Rübsame n. werden Schreinerarbeit am Spritzenhause, veranschlagt zu . . Weißbinderarbeit im Schulhause, veranschlagt zu . - Steinfahren, Aufsetzen und Zerschlagen der Steine zur Unterhaltung der Straßen im Ort, veranschlagt zu . Steinfahren, Aufsetzen und Zerschlagen der Steine zur Unterhaltung der Wege, veranschlagt zu ..... Aufräumung der Graben daselbst, veranschlagt zu . • Zimmerarbeit an der Brücke über den Fluthgraben auf den Wiesen nach Mainzlar hin, veranschlagt zu . - • Maurerarbeit daselbst, veran- 2067) Die Fabrik künstlicher Mineralwasser und moussireuder Getränke von Julius Zeifie in Marburg empfiehlt bei beginnender Sasion: Selters- und Sodawasser, Limonade gazeuse, sowie sämmtliche medieinifche Herltvaper, gewistenhaft nach den bestehenden chemischen Analysen angefertigt. , Durch meine bedeutend vergrößerte Einrichtung bm ich m den Stand gesetzt, selbst die größte Bestellung möglichst sofort zu liefern, ebenso suche ich mir sowohl durch feinste Bedienung, als auch durch die anerkannt ausgezeichnete Qualität meines Fabrikats bei billigst gestellten Preisen das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer zu gewinnen. — Ich liefere die Wasser franco einer Station der Main-Weser-, Cöln-Gießener und der Oberhessischen Bahnen. Aeht kaukasiscner ! anschlagt zu - - - - - Unterhaltungsarbelten an den Ortsstraßen, bestehend in Fuhr- und Handarbeiten, veranschlagt zu - - - - Desgleichen an den Wegen, veranschlagt zu - - - • Aufräumen der Fluthgraben, veranschlagt zu - - - - Planirung, Chausstrung, Pflasterung der Heeggasse und Lieferung der Materialien, veranschlagt zu .... 82 Planirung und Chausstrung des Wegs Hinterm Schulhaus nebst Steinlieferung, veranschlagt zu - - - -123 Reiskirchen, den 28. April 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Reiskirchen L- Hahn, Bezirksbauaufseher. Ei» ärztlich empfohlenes Husten- und Katarrh-Be- seitiqunqsniittel sind die Brust-Malz-Bonbons des Hoflieserantcn Johann Hoff in Berlin in ihren bekannten W.r- kunaen bei allen Brust- und Lungenleiden. . 9 Durch Ihre Brustmalz-Bonbons bin ich von einem chronischen Katarrh und lästigem Husten völlig befreit worden. Aehnliche günstige Wirkungen habe ich auch hei anderen Katarrhalkrankheiten, insbesondere bet vom Keuchhusten befallenen Kindern wahrgenomnren ® ft. Gubernialraih und Protomedius in Abbazzia. . ' Senden Sie mir umgehend 1 Kartons Brust-M-I,-Bonbons sür -men sehr leidenden Kranken. Dr. Kreutzer in Gemünd, Kreis Schleiden. Wien 14. Februar 1870. Vor sieben Jahren von einer Lungenentzündung heimge^cht, entschloß ich mich zum Gebrauch Ihrer Brust-Malz-Bonbons und ist meine Brust jetzt nicht nur vollständig frei, sondern auch mein durch bte.fortmafc- r-nd°n euUnfälh Schlas ist nuu^ndm,-rud rnh.g und tt°ft,g°nd. Die Johann Hoff'schen Brust-Malz-Bonbons sind in Beuteln von blauem Papier ä 4 und 8 Sgr. zu haben in - __ < Des Hoflieferanten Johann Hoffs Frlrale m Köln. Niederlage von Julius 38alluch, am Markt, (1780) in Gießen. 2032) Kinder-Wagen in größter Auswahl zu Fabrikpreisen, Kranken- Wagen für Erwachsene und Kinder empfiehlt 8duis Senner, Sattler 2054) Ein Confirmanden-Rock ist zu verkaufen in Lit. B- Nr- .49. Iiegelkohlen liefert rum Zechenpreise E. Bergmann, Agent, Gießen, Seltersweg C. 82. I. a.: _________L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Bauholz. 2024) Montag den 2. Mai cur., um 2 Uhr, sollen int Schulhause zu Wismar 114 Fich- ten-Stämme vorzüglicher Qualität versteigert werden. Das Holz liegt im Schlage Himberg an guter Abfahrt. Krofdorf, den 25. April 1870. Der Bürgermeister: CoInot. Fußboden-Anstrich. Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölsiccatif zum Einölen, Oelfarben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden, empfiehlt Emil Fischbach- (2049) Seltersweg. 2033) 45,000 Stück Feldbrand -Back^- stctne sind zu verkaufen durch Karl Bender, in Rodheim. 2055) Kleine Kartoffeln sind zu verkaufen bei . Gustav Koch, Dachdecker. 1358) Frische Saamcn- und Leinkuchen, Kornkleie, Waizen-Schaalcn und Futtermehl stets oorräthig bei I. M. Schulhof, am Rathhaus. 2053) Eine frischmelkende Ziege ist zu verkaufen bei__________Schneider Frech. 2056) Gebrauchte Lehmsteine sind zu verkaufen bei Max Henkel. Der ans der Industrie- g Ausstellung zu London 1862, ;u Dublin 1863, und zu Paris 1867 H prämiirte a Magen-Bitter |i Akter Schwede | von 9 , Philipp Greve-Stirnberg 3 in Bonn, wirkt nicht abführend, sondern nur g erwärmend und beruhigend auf den A Magen und den Unterleib, wird» selbst von Doktoren vielfach bezo-W gen und in Familien empfehlen, g Derselbe ist zu haben in Gieße m bei den Herren: Ang. 91 oll im Stern, Th Lotz Wittwe, Wilh. MoSler (Caf« Ebel), PH Leib (Cafe Leid), Louis Weynandt (Hotel zum Prinz Earl). (913) Herr Greve-Stirnberg! ^Elversberg, 4. September 1869. Da mir schon verschiedene Arbeiter durch Genuß von schlechtem Wasser bei der Arbeit krank geworden und ich dieselben regelmäßig mit einem kleinen Quantum Ihres „Alter Schwede" ku- rirt habe, so ersuche ich Sie, da mein Vorrath zu Ende geht, mir noch ein Fäßchen von 12 bis 15 Quart zukommen zu lassen, besonders da auch ein zufällig zu einem solchen Unglücksfall zugekommener Arzt die heilsamen Wir- H kungen des „Alter Schwede" conftatirt g hat. Müller, Bau-Unternehmer. D FeilgeboLsves. 1484) Frisch gebrannten Kaffee in verschiedenen Sorten empfehlen I. A. Busch Söhne. Täglich frische Milch iu haben bei L. Kämmerer, (2003) Seltersweg. *"">«, ut AI •»er, ’’ satten, Allein in wfolßct Reichhaltigste ' ^'vie eine ste Kirnen ein- sertigt. ^PPeinnacher. l- Nwttn, )anblung. n , 5lflent, 'eg G. 82. (1954) nb bhenüsetten, chlips und Cra- ibiameit. Droirtben crge- l. und moulfirenbn [ innenber Saison: J mch den bestehen- f. in den Stand ge-V >611(0 suche ich El [ mnt ausgezeichnet L i Vertrauen meinei j er franco einer | chen Bahnen-^ > atarrh-De- Bonbons, bekannten W-r [rat) »»? rA für »""" 3* » 5W $".«»" o in Frankfurt a. M. in äB a- (1150) am Markt. 8 cc |3JX Reue Krame 34L dem Braunfels gegenüber. 39 Fahrgaffe 39 neben dem Wnrtemberger Ho Vermiethungen. 1970) Cm möblirtes Zimmer ist zu ver- miethen bei Gg Malkomesiu.>. Uhr: Gnneralvkrsammlu iiß im Vcreinslocal. Empfehlung. 613) Den allgemein als ein hochgeschätztes Hausmittel bekannten Bern- h a r d schenAlpenkräuter-Liqueur (feinster Magenbitter) von Wallrad, O t m a r B e r n h a r d in München halte ich fortwährend auf Lager und empfehle denselben gelegentlichst. Preis der */2 Flasche 36 kr. Ernst Hermes in Gießen. 1864) Die Fayade unseres Ladens mit Fenster und Rollläden cD 2 B — empfiehlt zur gegenwärtigen Ostermeffe seine vollständig assortirten beiden Lager en gros & en detail Leinen Weißwaaren und Hemden. | Julienne (getrocknete Franzosen-Suppenkräuter) empfiehlt Emil Fischbach, Seltersweg. 1807) Zu baldigem Eintritt wird ein Lebrlina unter sehr günstigen Bedingungen gesucht Wilh Ho sch, Mechanikus. Vorhangstoffe con 8 $ di- @ac. 8/, breit mit Bogen, 12, 14 fr. und höher, l abgepaßte, per 4 " " ' Fenster fl. 2V2, 3, 3>/r u. höher. Leder-Leinen 10, 12 und 15 fr. die Elle. Rein-Leinen von 14 fr. an die Elle Betttücher-Leinen von 15 und 16 fr. die Elle und hoher. Hemdcn-Leinen (Handgarn) von 15 bis 24 fr. die Elle. Hemden-Leinen (feine Sorten) von 20 fr. an die Elle und höher. . „ . n „ Tischtücher ä 45 fr-, in Dtzd. von fl. 2. 12 fr. an. Servietten, pr. V2 Dtzd- von fl- 1. 30 fr. an- Handtücher, weiß gebleicht, 8 kr. die Elle. Abgepaßte Handtücher, p^- V2 Dtzd. von P- 2 a"- Küchen-Handtücher, pr. Dtzd- fl- 2. 15 fr. (30 Ellen). Taschentücher (rein Leinen), große, pr. Dtzd. n 2. 30 fr. Kinder-Taschentücher, weiß und farbig, pr. Vz Dtzd. 30, 36 kr. und höher- Jmitirte Taschentücher, große, pr. Vr Dtzd. von 54 kr. an. Tafelgedecke, ä 6, 12, 18 und 24 Servietten, m Damast und Drell. „ , Thee- und Kaffeedecken von fl. 1. 30 fr. an. Dessert-Servietten, pr. ’/2 Dtzd. von fl. 1- 12^kr-.an. Bettzeuge, d. Lda. bei Apoth. C. L. Harb; in Butzbach bei Val. Wieß- ler; in Friedberg bei Wilhelm Fertsch; in Hungen bei A. Buch; in Idcli bei H. E. Bingmann; m Nauheim bei Ph. Iac. Weiß. <5 1 ist wegen Umbau zu verlaufen. g| Gebrüder Scheel. 2058) Unterzeichneter hat noch drei ganz gute Fenster, sowie 294 Dfilftr. Acker zwischen dem Aul- und Leihgesterner Weg, und 208 (UKlftr. Acker in den Rödern, zu verkaufen ; auch hat derselbe noch 6 Schaafe, zum Treiben, abzugeben. Joh. Hch- Busch (Neue Anlage.) "2034) In Gießen ist ein gut gelegenes zu Ladeneinrichtungen und jedem städtischen Geschäftsbetrieb geeignetes HauS aus freier Hand zu verkaufen- Kaufliebhaber wollen sich an Herrn Hofgerichts-Advocaten Bai st wenden, der die nöthjge Auskunft erthel- len wird. Gießen, den 25. April 1870. Sorten. Flanellhemden, Jacken und Unterhosen. Hemden-Anfertigung nach Maß. Garantie für gutsitzend, gute Stoffe und solide Arbeit. 1990) Ein großer Viehstall nebst einem Theil Scheuer ist zu vermiethen bei _______Adolph Weidig, am Kreuz. 2010) Ein Familienlogis im Hinterbau, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Kammer und Zugehör, ist zu vermiethen bei H. M. Jughardt. 2014) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei G eor g Vo gt, in der Neustadt. ‘0/4 „ " " 15,16 •2/4 „ „ „ 1^ ,» ii - . ■ - - Shirting, Chiffono, Madapolam, e/4 breit, von 7 fr an. von 10 fr. an. von 12 fr. an. Piques, Satin, Doppeltuch, oon 9 fr. an. von 12 fr. an. von 12 fr. an. Dameufragcn und Manchetten. Leinene Herrenkragen und Manchetten. Pique-Bettdecken von fl. 2. 24 fr. an. Victoria „ mit Franzen von fl. 3. 30 fr. an. 6/4 und 8/4 breite Schürzleinen. für Herren, Damen und Kinder. Frauen- *>ChtvCn Hemden von fl. 1. 12 fr-, fl. 1. 30 fr-, fl. 2 bis zu den feinsten Sorten. Gestickte Damenhemden. Herren-Arbeits- Hemden von fl. 1. 12 fr-, fl. 1. 30 fr. an bis zu den feinsten Oberhemden. Leinene Brusteinsätze von 20 fr. an bis zu den feinsten 1833) Bei Eduard Ott man n in der Schloßgasse ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.___________________________ 2074) Ein Familienlogis ist zu vermie- thrn bei H- Baum W'ttwe fleine Lowcngasse E-164- 1985) Eine Parterre-Stube mit Cabinet, nach der Sonnenseite, ist sofort zu vermiethen im Dr. Rumpf'schen Nebenhause in der Maigasse. ___________ 1989) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen und fann sogleich bezogen werden Brandgasse Lit. A. Nr. 202. 2073) In Lit. B. Nr. 114 am Kreuz sind zwei auch drei freundliche Mansarden-Zim- mer zu vermiethen.__ 1976) Eine fleine möblirte Stube ist zu vermiethen Wallthorstraßc A- 227. 1984) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Lehrer Mayer, Neustadt. Solides Hemithsgesuch. 1922) Ein Wittwer (50er), in anständigen, angenehmen Verhältnissen lebend, sucht eine Ehegattin, der er eine sorgenfreie Stellung bieten kann. Er sucht eine solide, gebildete erfahrene Dame mit freundlicheni gesälligem Aeußern, im Alter von 30 bis 38 Jahren, mit einigem Vermögen, von anständiger Familie, nm liebsten eine kinderlose Wittwe. Vor allem verlangt er wirthschaftliche und häusliche Tugenden und vollkommenes Bewan- dertseist in der selbstständigen und selbst- thätigen Führung eines bürgerlichen Hauswesens- Er würde daher auch eine tüchtige Haushälterin, die längere Zeit das Hauö- wesen geführt, .als Gattin vorziehen und wählt diesen Weg, weil er nicht Zeit hat, sich anderweitig umzutbun. Die Sache ist ernst gemeint, man möge sich nun mit vollem Vertrauen an ihn werden. Personalien, sowie nähere Angaben, bittet man zur Weiterbesörderung an die Annoncen- Expedition von Haascnflcin N Vogler in Frankfurt a. M. unter U. R. 978 zu senden._________ __ _________ 1957) Gründlicher Unterricht im Latei- ' Nischen, Griechischen, Französischen und Englischen, sowie in der Mathematik, wird ertheilt. Von wem? sagt dze Exped. d. Bl- 1870) In meinem Nebenhause sind 4 große ineinandergehende Zimmer mit Küche und Bodenraum, sofort beziehbar, zu ver- miethen.___6. P'tthan— 2004) Ein möblirtes Zimmer ist Lit. E. Nr. 3 auf dem Seltersberge zu vermiethen. 1583) In der Universitätsstraße E. 78 t im dritten Stock eine Wohnung, be- ehend aus 2 Zimmern und 2 Cabineten, zu vermiethen und vom 1. Juli an zu beziehen._____ 2070) Auf dem Reichensand ist ein kleines Familienlogis zu vermiethen bet Ehr. Petri, Weißbindermeister. Mottenpulver, bestes Mittel gegen Motten für Pelzwerk, Kleider rc., pro Büchse 18 kr. Cryftallhclleu flüssigen Leim von A Regard in Paris, das Beste, um Porzellan, Glas rc. dauerhaft zu leimen, pro Flaco 18 fr Aecht holländische Möbelpolitur, um alle Möbel billig und mit geringer Mühe | glänzend polirt herzustellen, pro Flacon 14 fr. , , Zahnkitt, das Beste zum Ausfüllen hohler Zähne, ä 18, 27 und 36 fr. ' Unauslöschliche Zeichnentinte zum Zeichnen auf Leinen, Seide, Baumwolle, pro Flacon 27 fr. Mäuse - Waizen; Wurmpatrouen; , Englisches Patent - Wasch - Crystall; Amerikanischen Stärkeglanz; Binfo's Wasch-Bläue-Papter (2035) empfiehlt Carl Frech. 2048) Die Materialwaaren - Handlung von Emil Fischbach, Seltersweg, empfiehlt : Prima-Kernseife, Feinste Reisstärke, „ Waizenstärke, Waschpulver, aus schmutzauflösenden, unschädlichen Bestandtheilen zusammengesetzt, Waschblau. Billige Cigarren. 1154) Ambalema-Ausschuß mit fein er Einlage, pr. Stück 1 kr., pr. Mille 16 fl., empfehlen I. A. Busch Söhne. 2016) Ein kleines Logis ist an eine stille Familie zu vermiethen und sogleich bezieh- bar bei Schmiedmeister Unverzagt. 1867) Ein möblirtes Zimmer, sogleich beziehbar, ist zu vermiethen bei I. A. Busch Sohne. 1907) Vor dem Seltersthor ist ein keines möblirtes Zimmer zu vermiethen. Bei wem? sagt die Exped. d. Blattes. 2011) Zwei möblirte Zimmer, das eine mit Cabinet, sind zu vermiethen Neustadt Lit. D- Nr. 57. I R. F. Daubitz'scher Kräuter-Liqueur, fabrimt von Apoth. R. F. Daubitz in Berlin, dessen Gebrauch sich das Publikum selbst gegenseitig fo vielfach empfiehlt, ist allein zu haben bet B Julius Wallach am Marft, (1449) in Gießen. Vermischte Anzeigen Schuhmacher-Gesuch. 2078) Ein tüchtiger Arbeiter und ein Lehrling fann eintreten bei Fr. Wilh. Löb er, Schäferei. 2012) Gymnasiasten und Realschülern wird Privatunterricht zu erthei- len gesucht. Näheres zu erfahren in den Reuen-Bauen im Balfer'schen Hause Rr. 83._________________ 2028) Der Pfandschein Nr. 2220 verloren gegangen. Noch 14 Tage Zeit zur Einlösung des darauf bezeichneten Objects. ArbeilerlullnuM-Verein. 2080) Montag den 2. Mai, Abends 2050) Aechte Italien. Macaroni und Eiergemüsenudeln empfiehlt Emil Fischbach, ________Seltersweg. 2057) Lattig-Salat zu jeder Zeit, Kopf- Lattig-Pflanzen in 3 Sorten verlauft L. Hartmann, in der Schanz. 1967) Ein fast noch neuer Eonfirmandenrock ist zu verkaufen. Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts. _ 1994) Zwei schwere Schwungräder, mit ober ohne Lagerböcken, sind billig zu ver- kaufen Neustadt D. 55. . 2069) In den Neuenbäuen Lit. B- Nr. 90 sind circa 12 Wagen voll guter Stroli- mist zu verkaufen. 1765) Zwei schön möblirte Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen bei Wittwe Martin. 1909) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei . B ö g er, __tni Garfield. 1498) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bet Heinrich Sauer, Neuenweg. Tagesordnung: 1) Belichterstattung des Vorstandes. 2) Ausflug. 3) Vortrag. Die Mitglieder werden auf §. 25 der Statuten aufmerksam gemacht. Der Vorstand. 1991) Ein Laufmädchen gesucht- Näheres Neustadt D- 149 im Ladern 1988) Von jetzt ab befindet sich die Büchsenmacher - Werkstätte in 9tr. 15 der Zeughaus - Caserne. H. Engel, Bataillons-Buchsenmacher. 1869) In Lit. B> Nr. 101 in den Neuenbäuen ist ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.______________________ 1917) Im Cafö Ebel ist ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 2071) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei P- Herbert, _______Neuenweg. 1157) Zwei möblirte Zimmer, das eine mit, das andere ohne Cabinet, sind zu vermiethen bei I- Becker Wittwe, " ' Neuenweg Lit. B. Nr. 195. Das beste Mittel für Magenleidende bei momentanen Verdauungsstörungen, Ueblichkeiten, Nachwehen von Excrssen, besonders aber schlechte Magen u. Blähungen zu kuriren, die vom schlechten und saueren Bier Herkommen, ist unstreitig der von Gebr. Mack in Reich en hall bereitete weltbekannte Rcichenhaller Alpenkräuter-Magenbitter ä Flacon 45 fr. — 13 Sgr. Hu haben in Gießen bei Jul. Wallach, 1902) Möblirte Zimmer zu vermiethen Neuenweg B- 194. 1971) Ein Logis für eine einzelne Dame ist bis zum 15. Juni zu vermiethen bei ___________ H. Rudolph Wittwe. 1983) Ein freundliches, möblirtes Zimmer ist zu vermiethen Lit. B. Nr. 65 bei __W- Keller. 2072) Im Vorderhause der Herren Flick und Kroll ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. I- Walther. Mädchenschule von Fron Mathilde Weiffenbach. 1972) Das neue Schuljahr beginnt am 2. Mai. Anmeldungen werden vom 28. April an entgegengenommen. Wünschenswerth ist es, daß der Eintritt in die unterste Klasse zu Anfang des Schuljahrs erfolge. Gießen, den 25. April 1870. Math. Weiffenbach. Zur gefälligen Beachtung! 2045) Das vordere Local (seither Kneipe der Alemannia) ist wieder zum öffentlichen Wirthschaftsbetrieb eingerichtet. Karl Ludwig, am Asterweg. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) WM heilt brieflich der Specialarzt für Epilepsie Doct. O. Killisch ESflS in Berlin, Louisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. (201 Zur schönen Anssicht. 2047) Sonntag den 1. Mai: C o n r e r t vom Streich-Sertett der hiesigen Regimentsmusik. Anfang Nachmittags 4 Uhr. Entree ä Person 9 kr. 1953) Der Unterricht in meiner Lehranstalt (Vorbereitung für Gymnasium und Realschule) beginnt wieder Montag den 2. Mai Neue Schüler können zu jeder Zeit angemeldet werden. E- Rah n. i Allgemeiner deutscher Arbeiterverein. Montag den 2. Mai, Abends 9 Uhr: Mitglieder - Versammlung im Vereinslocal (Promenadchaus). Tagesordnung: 1) Kassenbericht, 2) Besprechung eines Ausflugs. Es ist nöthig, daß jedes Mitglied erscheint L. Reuter. Wohlinngs - Vermlderullg. 2064) Einem geehrten Publikum die ergebene Mitthcilung, daß ich meine seitherige Wohnung auf dem Asterweg verlassen und von nun an in dem von mir erkauften Hanse Lit. A. Nr. 149 in der Wallthorstraße wohne. Moses May, Handelsmann. Geschästs-Empfkhlung. 2063) Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich am hiesigen Platze eine Cigarren - Handlung en gros et en detail errichtet habe. Indem ich mich bestens empfohlen halte, wird es mein Bestreben sein, durch Führung guter Waare, billige Preise, reelle und prompte Bedienung mir das Vertrauen meiner verehrlichen Abnehmer zu erwerbeu. Bernhard Beyfuß, Marktstraße, neben Herrn Glaser Fillmann. Inserat. Academischer Gesangverein. 1917) Den verehrlichen Mitgliedern des academischen Gesangvereins diene hiermit zur Nachricht, daß die Proben für das Sommersemester Montag den 2. Mai Abends 7 Uhr in der kleinen Aula beginnen Neue Anmeldungen zur Aufnahme in den Verein bittet man in den ersten 14 Tagen gefälligst bei Herrn Musikdirector Mickler versönlich abgeben zu wollen. Der Vor st and. I Geschäfts Eröffnung Hiermit die ergebene Anzeige, daß wir auf hiesigem Platze ein Geschäft fertiger Weißwaaren errichtet haben, und wird es unser eifrigstes Bestreben sein, das uns geschenkte Vertrauen in jeder Hinsicht zu rechtfertigen. Sodann bemerken wir, daß Arbeiten für die Näh- mafchine nach wie vor angenommen und pünktlich besorgt werden. G e s ch w. H e e r z, Neuenweg. Ziichcr'schcr Garte». 2052) Sonntag den 1. Mai: Erstes großes Garten-Conccrt, ausgefnhrt von dem ganzen Mustkcorps der Wetzlarer Jäger, unter persönlicher Leitung seines Musikmeisters, Herrn Merste'dt. Anfang 4 Uhr. — Entree ä Person 12 kr. (Bei ungünstiger Witterung im Saale.) Programme nn der Kasse. Wohnmigsverättderung. 1973) Meine Wohnung befindet sich bei Herrn Buchhändler Ferber, Kirchenplatz Nr. 6. Auch werden Mädchen, die im Weiß- zengnähen geübt sind, von mir gesucht. Caroline Sack. 1 Hciichelheimcr Mühle. Sonntag den 1. Mai: C o n c e r t, ausgeführt vom Streich Sertett der hiesigen Regimentsmusik. Anfang 4 Uhr. Entree ä Person 6 kr. 1812) Die Eröffnung des von mir übernommenen Htttel Iburg (früher Hotel Henckel) zeige ich hiermit an. Bad Nauheim, im April 1870. Jean Iburg. Geschichtsfreunden, Lehrern rc , sowie Schülern höherer Klassen angelegentlichst empfohlen! ' Historischer Wandkalender. Herausgegeben von Julius Mehlig in Hildburghausen. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz von Gustav Schulze in Leipzig, Unioersitätsstraße 17. Ein Kalender von bleibendem Werthe, dessen Inhalt niemals veraltet! — Die folgenden Jahrgänge werden stets neue Namen enthalten und zwar mit Angabe des Standes und des Geburts- oder Todesjahres der betreffenden Personen. uJägäT Höchst wichtig für Bruchleidende! 828) Wer die bewährte Heilmethode des bekannten schweizerischen Brucharztes, Krüsi- Altherr in Gais, Kt. Appenzell, kennen lernen will, kann bei der Exped. d. Bltts. ein Schriftchen mit Belehrung und vielen 100 Zeugnissen in Empfang nehmen. 2044) Abhanden gekommen eine kleine gelbbraune Hündin. Wiederbringer Beloh- nung. Vor Ankauf gewarnt.____________ 2030) Ein Frauenzimmer, welches im Fein-Stopfen und Ausbessern geübt ist, hat noch einige Tage in der Woche frei. Zu erfragen bei Herrn ^chuhmachermeister Löber in der Schäferei. 2031) Lehrling gesucht von _______Louis Senner, Sattler Ein Schriftsetzer Lehrling kann eintreten in die Brühl'sche Univ.-Druckerei. 2029) Für eine kleine Familie wird ein Laufmädchen bei gutem Lohn zum sofortigen Eintritt in Dienst gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________________ Berichtigung. 1961) Die zwei Malter Kartoffeln, welche Conrad Daupert von Wieseck am 11. d. BUs. am Main-Wesex-Bahnhof zu Gießen von mir gekauft, hat derselbe gleich bei Ompsang bezahlt. Jacob Weber, aus Pfungstadt. 2046) Guten Mittagstisch, im Abonnement zu 15 und 20 fr., empfiehlt Karl Ludwig, Asterweg. 1977) Dem Melchior Römer in Wieseck hiermit zur Nachricht, daß die vergifteten Waizenkörner in seinem Garten neben meinem Hause ihren Zweck erreicht haben. Friedrich Deibel II., ________________________in Wieseck.__________ 1961) Ein gewandter Kellner wird gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. 1744) In einer anständigen Familie kann ein junger Mann Kost und Logis erhalten. Bei wem? sagt die Exped. d. Bl. 1805) Ein Junge, welcher die Metallgießerei erlernen will, kann eintreten bei H. Schaffstädt, Reichensand. 2077) Ein mit der kaufmännischen Buch- sührung vertrauter junger Mann kann in einem hiesigen Ladengeschäft placirt werden. Näheres besagt die Exped. d. Bltts. 2079) In Lit. D. Nr. 17 (Marktplatz) wird ein braves Dienstmädchen zu foforti= gem Eintritt gegen guten Lohn gesucht. 2086) VcreinSversammlung deS hiesigen Protcstantcnvereins Montag den 2. Mat, Abends 8 Uhr, im Eafe Ebel. 2013) Dauernde, gute Arbeit findet ein tüchtiger Clgarrenmacher bei I. P. Kreiling, in Wieseck- 2081) Der Unterzeichnete ermächtigt, Herrn Max Pilger während seiner 3monatlichen Abwesenheit seine Ausstände einzukassiren und jegliche Forderung an hiesigem Platze zu liquidiren. Dr. Salzer. Nicht ju übersehen! 2082) Auf Montag den 2. Mai, Abends 8 Uhr, haben mehrere Gründer der Fahne, mit der Inschrift: „Vivat das Burschenleben", welche im Jahr 1862, von der Burschengcsellschaft bei Herrn Wirth Jacob Kröck, gekauft wurde, eine Versammlung bestimmt, wozu hierdurch sämmtliche Theilhaber höflichst eingeladen werden. Tagesordnung: Besprechung über die Fahne. Die Theilhaber werden darauf aufmerksam gemacht, daß Derjenige, der nicht erscheint, sich der Mehrheit der Stimmen anschließen muß. — Die Versammlung ist im Local des Herrn Wirth Johannes Volkmann in Heuchelheim. Mehrere Gründer. 8 „Heiterkeit." Sonntag den 8. Mai, Nachmittags 21/z Uhr: Unterhaltung durch Musik u. deklamatorische Vortrage auf der Heuchelheimer Mühle (Sälchen.) Karten ä 6 fr. bei Herrn P. Weitzel (Walltbor).___________Der Vorstand. 2085) Rückständige Zahlungen an die H. Eiff's Erben fönnen noch innerhalb 14 Tagen an Louis Stohr, Buchbinder, ohne Kosten entrichtet werden. Die Erben der H. Eiff's __________Eheleute._______ AnBlagenkramps,Berdauungs- schwache rc. rc. Leidenden wird das fast 50 Jahre segensreich wirkende Dr. med. Dosolcs'sche Heilmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Exp. d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch Apoth. Doecks, Harpstedt bei Bremen (früher Barnstorf). (1345) Männer-Bade-Verein. Generalversammlung Montag den 2. Mai, Abends 8'/2 Uhr, im Promenadebaus. — Tagesordnung: Rech- nungs-Abhör. Ergänzungswahl des Vorstandes. Erhöhung der Beiträge. (2083) Der Vorstand. 2084) Als Lehrling kann ein auswärtiger junger Mann in mein Geschäft eintre- ten. ____________________Carl Frech. Lehrling gesucht. 1935) Ein ordentlicher Junge, welcher Lust hat, die Hutmacherei zu erlernen, kann sofort eintreten bei Julius Werner, am Kreuz, im Haufe der Herren Gebr. Wenzel. (Hierzu eine Beilage.) er Klassen r. rufen. $ und der Schweiz alt niemals ven uh alten und zwar ' der betreffenden re ermächtigt, Hem seiner 3monallichm lande einzukassircn an hiesigem Platze Dr. Salzer. 'ersehen! m 2. Mai, llbr, der Fahne, mit dss iriditnltbtn“, welär M/dW'Wwft ib ftröd, gekauft <\ btitimmVjciro WG Besprechung über 3i daraus ausmer!-!, enige, der nicht ti;p heil der Stimmm| im Local des Herrn rlkmann in Heu- ? rere Gründer. ■ wv achmittags 2l/?U6r: ird) ÄustE u. e Borttäge eimeT Mühle -.ghr, Buchbinder, -erden- en der H- rbettute^^- ' (ftihtnötn Säg?? ^nbLVnfl * 5>e" f-'i^iit einlre- %tW* »trrn $■ TerVorstand Aeilage zu Ar. 51 des chiesiener Anzeigers. Vermischte Anzeigen. Aiiterrichls-Anxeige für Dsincn. 1914) Mehrseitigen Wünschen entsprechend, eröffnet Unterzeichnete wieder einen Lehrcursus im Anmessen, Zuschneiden und Anfertigen von Damenkleidern. Nach ihrer anerkannt bewährten Methode wird jede Theilnehmerin innerhalb 4 Wochen in den Stand gesetzt, jedes beliebige Kleidungsstück auf's Beste selbstständig anzufertigen. Gefällige Anmeldungen nehme täglich in meiner Wohnung am Linden- platz entgegen._____________________________ Frau Rosa Rothen berget'. 325) F ü r bTe Vaterländische Feuer - Versrcherumzs - Actien- Geselllchaft zu Elberfeld vermittelt der Unterzeichnete Versicherungen gegen Feuers- und Explosionsgefahr zu billigen und festen Prämien. F- Hoffmann. _____________________________________________________Firma: Ga r l H o f f m a n n- Keschäfts-Lmpfehümg. 1919) Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum hierdurch die erge- benfte Anzeige, daß ich mich dahier als Schuhmacher etablirt habe- Indem ich daher für geschmackvolle und dauerhafte Arbeit stets Sorge tragen werde und jederzeit prompt und reell zu bedienen verspreche, bitte ich um recht zahlreichen geneigten Zuspruch. Georg Appel, wohnhaft bei Herrn Bäcker Ranstadt in der Neustadt- •frifcfjßäcfter zu Hießen. Sonntag den 1. Mat. Heinrich Kuhn auf dem Kreuz. Ludwig Schneider in der Neustadt. Wilhelm Löber an der Brandgasse. Kirchliche Anzeigen. Evangelische Hemeinde zu Hießen. Gottesdienst. Am 1. Mai. Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Landmann. (Der Vormittags-Gottesdienst beginnt wieder um 9 Uhr.) Getaufte. Den 2 4. April. Eine uneheliche Tochter von auswärts, Klara Friederike, geboren den 4. April. Den 28. April. Dem Bürger und Bierbrauer, Christian Lony, ein Sohn, Christian Friedrich Georg, geboren den 24. März. Beerdigte. Den 13. April. Ein unehelicher Sohn von hier, Christian, alt 2 M. 5 T., aestorben den 11. April. ' Den 2 4. April.' Johannes Weber aus Rodenroth bei Herborn, alt 58 I., gestorben den 22. April. Den 2 5. April. Friedrich Theodor Hermann Bourgeois, des hiesigen Bürgers und Buchbinders, Heinrich Bourgeois, ehelicher Sohn, alt 11 M. 19 T., gestorben den 24. April. Den 2 6. April. Ludwig Geißler, des verstorbenen Ortsbürgers und Gastwirths zum Adler in Lollar, Heinrich Geißler, ehelicher Sohn, alt 59 I. 11 M. 27 T-, gestorben den 25. April. Den 2 7. April. Marie Sophie Karoline Daudt, des verstorbenen Großherzoglichen Kirchenraths und evangelischen Pfarrers zu Groß- Bieberau , Johann Christoph Daudt, eheliche Tochter, alt 71 I. 5 M. 18 T., gestorben den 24. April. Denselben. August Trankler, Schlossergeselle aus Hroß-Schönau in Sachsen, alt 33 I., gestorben den 13. April. Den 2 9. April. Elisabeths Klinke!, ge- borne Weidmann, des hiesigen Bürgers und Küfermeisters, Johann Ludwig Klinkel, Ehefrau, alt 65 I. 7 M. 29 T., gestorben den 26. April. Denselben. Johann Balthaser Peppler, Bürger und gewesener Verwalter an dem akademischen Hospitale dahier, alt 69 I. 5 M. 15 T., gestorben den 27. April. Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel. Feuilleton. In der Verbannung. Historisches Zeit- und Sittengemälde aus dem 18. Jahrhundert von Eduard Gottwald. (Fortsetzung.) Dies entschied. — Ludwig XV. zitterte bei dem Gedanken an Tod und Derdamrnniß. Die beiden Schwestern mußten nun augenblicklich das Haus des Königs verlassen und eilten, vom Hohngelächter ter Dienerschaft verfolgt, in die königlichen Stalle. Aber kein Kutscher wollte sie fahren, bis endlich ein Herr von Belle-Isle sich ihrer aus Mitleid annahm und sie mit zwei ihrer Damen in einen Wagen brachte, der, so schnell als die Pferde laufen konnten, aus Metz fuhr, von Schmähungen und Verwünschungen der Bevölkerung verfolgt. Nur auf Umwegen konnten die Flüchtigen weiter gelangen, überall von den Lavdleuten mit Spott und Hohn überhäuft. Wo nur der Wagen sich sehen ließ, waren die Herzogin von Chateauroux nebst der Herzogin von Lauraguaiö, z. B. als man sie in La Fretv sous Jouarre erkannt, beinahe ein Opfer des Pöbels geworden, wenn nicht noch der Besitzer eines Landhauses sie mehrere Tage versteckt gehalten hätte, von wo aus Beide verkleidet nach ihrem Landgut Duvernay gelangten. Unterdessen hatte sich der Zustand des Königs fortwährend verschlimmert, die Höflinge begannen sich zurück zu ziehen, eine moralische Erscheinung, weit untrüglicher, als eine physische, daß das nahe Ende des Kranken unzweifelhaft sei. Am 15. August um 6 Uhr Morgens wurden die Prinzen gerufen, um den Sterbegebeten beizuwohnen und der Todeskampf Ludwig XV. schien zu beginnen. Der Herzog von Argenson ließ die Papiere einpacken, der Herzog von Chartres seinen Reisewagen anspannen, um sich zur Rheinarmee zu begeben, und der Herzog von Chatillon benachrichtigte den spanischen Hof von diesem traurigen Ende Ludwigs und von der Flucht der Maitressen, über deren Sturz ganz Frankreich jubele. Die Aerzte zogen sich zurück und der König wurde den Händen der Quacksalber überlassen. Unter diesen befand sich ein sogenannter Wunderdoctor jener Zeit, dessen Name unbekannt geblieben, welcher den König eine so starke Doses Brechwein- stein einnehmen ließ, daß man jeden Augenblick befürchtete, der König würde während des heftigen Erbrechens den Geist aufgeben; allein der König genas, und als wenige Stunden nachher auch Doctor Dumoulin von Paris eintraf, nach welchem der König vergebens verlangt, erklärte derselbe den Monarchen für gerettet. Die Königin, welche bei der Nachricht von Ludwigs Erkrankung Tag und Nacht mit ihrem Hofstaate für die Genesung des Mannes gebetet, welcher ihr Leben vergiftet, kam nach erlangter Erlaubniß in Metz an, als ihr Gemahl wieder auf dem Wege der Besserung war. Bei dem Anblicke der Königin, welche weinend am Lager des Kranken auf ihre Kniee sank, rief der König gerührt, sie in feine Arme ziehend, aus: „O, Madame, verzeihen Sie die Aergerniß, die ich Ihnen gegeben, verzeihen Sie mir, der ich Ihnen so viel Kummer und Schmerz bereitet." Marie Lescinska zerfloß in Thränen, war nicht vermögend zu antworten und hielt den König lange und innig umschlungen, worauf Pater Peruffeau kommen mußte, um sich von dieser ehelichen Aussöhnung zu überzeugen. Im Monat September war der Kranke vollkommen hergestellt, und der Herzog von Richelieu, welcher sich während der Katastrophe fern gehalten, durfte sich wiederum dem Könige nähern, und hatte öfterer und, lange geheime Besprechungen mit dem Monarchen, welcher, nachdem er jetzt genesen, auch wieder Sehnsucht nach der fortgejagten Maitresse hatte. Die Königin sah die frühere Gleichgültigkeit des Königs wiederkehren, und als sie am Tage vor der Abreise des Königs nach Straßburg zu ihrem Gemahl sagte: „Sire, ich würde mich glücklich fühlen, wenn ich Sie begleiten dürfte," entgegnete derselbe kalt: „Es ist nicht nöthig, Madame!" Tief betrübt reiste die unglückliche Frau nach Luneville, der König aber folgte der Armee, doch fing ihm das Leben im Lager an überdrüssig zu werden, und da der Vertraute der Herzogin, der Herzog von Richelieu, nicht verfehlte, das Bild der in tiefer Betrübniß auf ihrem Landgute weilenden Maitresse in dem verführerischsten Lichte vor seine Blicke zu bringen, und Ludwig selbst wie- der nach derselben heftiger als je verlangte, so überließ er, als Freiburg den 1- November kapitulirt hatte, seinen Generalen, die Citadelle zu besetzen, und reiste am 8. November ab, um an der Spitze seiner HauStruppen in Paris seinen Einzug als Sieger zu halten. Ganz Frankreich hatte an der Krankheit des Königs den innigsten An- theil genommen; die Nachricht von der Todesgefahr, in welcher er schwebte wirkte beunruhigend auf alle Gemüther, und wenn er auch der Bevölkerung von Paris nicht besonders gewogen war, so war der König doch nicht unbeliebt. Fleury, welcher stets gespart, war noch nicht so lange todt, und die verderblichen Folgen der Hofintriguen und der Maitressenwi-Lthschaft noch nicht so allgemein in die Angen fallend; man btltaQit die Verblendung des Königs, aber man verwünschte ihn noch nicht. Sein Aeußeres — und Ludwig XV. galt für den schönsten Mann Frankreichs — war einnehmend, er selbst huldvoll gegen den Niedrigsten seines Volkes; Tausende hatten ihn auf der Reise zur Armee gesehen und mit Jubel begrüßt. Daher das laute Wehklagen bei der Gefahr, ihn zu verlieren. In der Hauptstadt waren Tag und Nacht die Kirchen mit Menschen angefüllt, um für die Erhaltung Ludwigs XV. zu bitten, und als die Nachricht von der Genesung des Königs anlangte, glich ganz Paris einem Toll- Haufe. Der erste Courier, welcher die Nachricht von der glücklichen Wendung der Krankheit brachte, durch welche der König nach wenigen Tagen sich auf dem Wege der Genesung fühlte, wurde vom Volke umringt, vom Pferde geho- ben und im Triumph auf’6 Stadthaus geführt, und Leute, die einander nie gesehen, umarmten sich auf den Straßen unter dem freudigsten Ausrufe: Der König ist gerettet! Damals war es, als Ludwig XV. den schonen Namen „des Vielgeliebten" erhielt, einen Namen, den er nie verdient, da er die rührenden Beweise der Liebe seines Volkes gleichgültig hinnahm, ohne sich nur im mindesten dadurch zu einem bessern Lebenswandel angeregt zu fühlen. Sein Einzug in Paris glich einem Triumph, den die Freude, welche aus dem ihm zujauchzenden Volke sprach, eben so herzlich gestaltete, als er glänzend und majestätisch durch die Pracht war, mit welcher sich der König umge- ben hatte, dessen Herz kalt blieb bei all’ den Beweisen der Volksliebe, ihm schwebte nicht das Bild seiner ihn trotz aller erlittenen Schmach noch immer heiß und innig liebenden Gemahlin vor, sondern das der Herzogin von Cha- teauroux, der vorn Volke und der Armee verachteten Maitresse, und seine erste Handlung war, daß er derselben Befehl ertheilen ließ, wieder bei Hofe zu erscheinen und ihre Stelle als Oberhofmeisterin der Dauphine einzunehmen. Die Maitresse aber, welche durch Richelieu wußte, wie heftig der König nach ihr verlange, forderte erst Bestrafung aller Derer, welche sie in Metz beschimpft und denen sie auf ihrer Flucht Rache geschworen. Zu diesen gehörte der Herzog von Chatillon, die Herzöge von Bouillon, Rochefaucoult und Valleroy, der Bischof von Soiffons, der Pater P^russeau und viele Andere. Alle diese in Ungnade Gefallenen wurden auf ihre Güter verbannt; Mau- repaö aber, dessen Entfernung die Herzogin ebenfalls forderte, blieb, weil er dem Könige unentbehrlich war, mußte indeß, als ärgster Feind der Herzogin, im Namen Ludwigs XV. diese und ihre Schwester, die Herzogin von Laura- guaiS, förmlich einladen, wieder am Hofe zu erscheinen und um deren Vergebung bitten. Die Maitresse empfing'den Premierminister Frankreichs noch im Bette lie- gend, aber mit all’ dem Stolze, welchen die wiedererlangte Herrschaft über den König in ihr erweckt hatte, und versprach, nachdem sie seine Bitte um Derzei- hung höhnisch und kalt angehört, in den nächsten Tagen bet Hofe zu erscheinen. Die Herzogin aber sollte ihres neuen Triumphes sich nicht erfreuen und tbr Versprechen, wieder an den Hof zu kommen, nicht halten können. Ein bösartiges Fieber warf sie aufs.Krankenlager und nach wenigen Tagen verschied sie unter den fürchterlichsten Schmerzen in den Armen der von ihr verstoßenen Schwester, Frau von Mailly, am 8. Dccember 1747, 27 Jahre alt. Sie hatte während ihrer Schmerzen den Minister Maurepas der Vergiftung beschuldigt, allein die Section zeigte keine Spur derselben. Den König aber erschütterte dieser plötzliche Tod der von ihm angebeteten Geliebten so heftig, daß er sich mit den vertrautesten Freundinnen derselben in Trianon drei Tage lang einschloß und selbst der Königin nicht gestattete, ihn zu besuchen. (Fortsetzung folgt.) Unterschriften.) Redactton, Druck und Verla, der Brühl'schm Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietschen Gießen. Die Pariser Sektion der Internationalen Arbeiter- Gesellschaft unv die Bundeskammer der Arbeiter- Gesellschaften haben an alle französischen Arbeiter folgendes Manifest gerichtet: „Bürger! Nach der Revolution von 1789 und der Declaration der Rechte von 1793 ist die Souveränität der Arbeit die einzige Grundlage, auf welcher in Zukunft die modernen Gesellschaften beruhen müssen. Die Arbeit ist in der That das höchste Gesetz der Menschheit, die Quelle des öffentlichen ReichthumS und die ausreichendste Ursache zum individuellen Wohlergehen. Der Arbeiter allein hat Recht auf Vie Achtung seiner Mitbürger; er zwingt seine Ehrenhaftigkeit selbst denön auf, die ihn ausbeuten; er ist berufen, die alte Welt zu re- generiren. Deshalb sagen wir den Arbeitern der Städte, den Arbeitern des Feldes, den kleinen Fabrikanten, den kleinen Kaufleuten, allen denen, welche die Herrschaft der Freiheit durch die Gleichheit aufrichtig wollen: es reicht nicht hin, auf das Plebiscit, welches man uns aufzuzwingen wagt, mit einem einfachen Nein zu antworten; aus der Urne muß die absoluteste Berurtheilung des monarchischen Regimes, die vollständige radikale Bekräftigung der einzigen Regierungsform, welche unserer legitimen Aspiration gerecht werden kann, die demokratisch-sociale Republik hervorgehen. Unsinnig der, welcher glaubt, «daß die Verfassung von 1870 mehr als die von 1852 gestatten werde, unseren Kindern die Wohlthaten eines guten und für Alle unentgeltlichen und obligatorischen Unterrichts zu geben! Die Reform und die Reorganisation der großen öffentlichen Dienste (Masten, Canäle, Eisenbahnen, Brücken rc.) zum Frommen der Bürger auszuführen, anstatt daß sie, wie heute, ein Exploitationsmittel für die Feudalitat des Kapitals sind! Die Steuerordnung, welche bisher für das Elend progressiv war, vollständig zu ändern! Der StaatSVomaine die Güter zurückzugeben, deren sich die weltliche und klösterliche Geistlichkeit durch mehr oder weniger erlaubte Mittel mit Hintenansotzung der Gesetze von 1789 und 1790 bemächtigt hat! Dem Mißbrauche der Amtsgewalt Seitens aller großen und kleinen Beamten ein Ziel zu setzen, deren will- kürlichrs Auftreten heute durch Artikel 75 der Verfassung des Jahres VIII gedeckt ist; endlich die Blutsteuer, wir wollen sagen, "Du permanente Armee zu 26. April. Der Aufruf des Kaisers Napoleon wird von der Mehrzahl der unabhängigen Abendblätter sehr herbe beurtheilt. Nefftzer nennt denselben im „Temps" so unglücklich als möglich und fügt hinzu: „Er ist solcher Art, daß, wenn wir uns entschließen könnten, das Plebiscit als eine ernsthafte Unternehmung anzusehen, er uns bestimmen wüte, nein zu sagen, und zehn Mal, hundert Mal nein, wenn wir könnten. Er ist die Rückforderung der persönlichen Ge° walt, bescheiden in der Form, aber absolut dem Wesen nach." Das Circular des Ministeriums an die Beamten des Kaiserreiches lautet wörtlich: „Mein Herr.... Der Kaiser richtet einen feierlichen Aufruf an die Nation. Im Jahre 1852 forderte er von ihr du Macht, um die Ordnung zu sichern; nachdem du Ordnung gesichert ist, fordert er im Jahre 1870 nochmals die Macht von ihr, um die Freiheit zu begründen. Im Vertrauen auf das Recht, welches er durch acht Millionen Stimmen besitzt, setzt er das Kaisertum nicht in Frage, er unterwirft dem Votum nur die liberale Umgestaltung desselben: mit Ja stimmen, heißt für die Freiheit stimmen. Die revolutionäre Partei bezeichnet als einen Eingriff tn die Volkssouveränität die Huldigung, welche der Kaiser der Volkssouveränität darbringt, indem er das Volk befragt. Sie gibt den Rath, mit Nein zu stimmen. Die wahren Freude der Freiheit werden trotz ihrer Meinungsverschiedenheit im Einzelnen mit uns gehen; kann es ihnen zweifelhaft sein, daß sich der Wahl enthalten oder mit Nein stimmen, hieße Diejenigen unterstützen, welche die Umgestaltung des Kaiserthums nur deshalb bekämpfen, um mit ihm die politische und sociale Organisation zu vernichten, welcher Frankreich seine Größe verdankt? Im Namen des öffentlichen Friedens und der Freiheit, im Namen ces Kaisers fordern wir Sie und alle unsere treuen Mitarbeiter auf, Ihre Anstrengungen mit dcn unseren zu vereinigen. Wir wenden uns an die Bürger; wir ertheilen Ihnen keinen Befehl, sondern einen patriotischen Rath; es handelt sich darum, unserem Vaterlande eine ruhige Zukunft zu sichern, damit sowohl auf dem Throne, wie in der bescheidensten Hütte der Sohn in Frieden seinem Vater Nachfolge. Empfangen Sie u. s. w. Paris, 24. April 1870." (Folgen die Unterschriften sämmtlicher Preussen. Berlin, 26. April. Die Ankunft des Groß- herzugS von Hessen erfolgte um 9 Uhr. Derselbe wurde vom Könige, dem Prinzen Karl und dem Gouverneur von Berlin, General Graf Waldersee am Bahnhof empfangen. Der Groß- Herzog stieg im königl. Schloß ab. Morgen pndet Hoftafel statt. Die Dauer des Aufenthalts des Großherzogs am hiesigen Hofe ist unbestimmt. Von hier wird sich derselbe nach Dresden begeben. _ , Berlin, 25. April. Die Nordd. Allg. Ztg. bestätigt, daß die Post-Convention mit England heute unterzeichnet wurde, wie man das erwartet hatte. Die Post-Reform hat damit einen erheblichen Schritt vorwärts gethan. Frankreich allein ist jetzt noch im Rückstände, und es wird bald die Anomalie eintretcn, daß ein einfacher Brief von Berlin nach Paris fast doppelt so viel kosten wird, als nach London oder San-Francisco Dis vor Kurzem hatte Frankreich dieser Frage gegenüber sich ziemlich gleichgültig verhalten. Eine liberale Auffassung auch auf diesem Gebiete würde dem Ministerium Ollivier sicherlich geziemen. *, , - , .. . Berlin, 26. April. Die Abresse Sr. König!. Hoheit deS Großherzogs von Hessen wird, nach nunmehr getroffener Bestimmung, am 1. Mai erfolgen. Heute stattete Seme Königliche Hoheit dem König, der Königin, sowie den übrigen hier anwesenden Mitgliedern der königlichen Familie Besuche ab. Nachmittags findet im königlichen Palais Galadiner statt. Die „Kreuzzeitung" erfährt, daß der König von Bayern binnen Kurzem an dem hiesigen Hoflager einen Besuch abstatten ^'^Oesterreich. Wien, 25. April. Dem Vernehmen nach hat der Eardinal Antcnelli dem Grafen Trautlmanneborff bei dessen Unterstützung der französfischen Depesche erklärt, daß der bl. Stuhl die Bedenken der Regierungen in gewissenhafte Erwägung gezogen, daß er aber nach reiflicher Prüfung aller Verhältnisse es als seine unabweisllche Pflicht erachte, auf dem eingeschlagenen Wege unbeirrt weiter i" gehen. Den 26. Graf Beust hat auf die Nachricht von der Blutthat in Attika die Bereitwilligkeit Oesterreichs zum Anschluß an alle von den Mächten cinzulcitenden Schritte ausgesprochen um eine Bürgschaft gegen die Wiederkehr ähnlicher anarchischer Zustände zu erreichen. , 1^9- 2'6-1 Einer dringenden Aufforderung der in Rom zurückgebliebenen ConcilSminorität folgend, sind fast sämmtliche österrelchisch- ungarische Kirchenfursten, welche die Osterfeier zu einem Besuch in ihren Diöcesen benutzt haben, wieder nach Rom abgerem, um an den unmittelbar bevorstehenden entscheidenden Abstimmungen im Eoncil Theil nehmen zu können. (Krlsr. Ztg.) Italien. Rom, 24. April. Heute um 9 Uhr Vormittags wurde die dritte öffentliche Sitzung des EoncilS abgehalten. Das Schema und die EanvneS de ßde catholica wurden bei namentlicher und mündlicher Abstimmung mit einer Mehrheit von etwa 500 Stimmen endgültig angenommen und als Decket promul- gilt. Der Papst las die Einleitung der Definitionen. Aus Rom wird der „Augsb. Postztg." nach „zuverlässigen Briefen" gemeldet, daß der Papst, dem Andringen von mehr als 400 Bischöfen nachgebend, endlich die Weisung erlassen habe, die Jnfallibilität ungesäumt dem Eoncil aU Bcrathungsgegen- stand vorzulegen. „Dem Gr.dergebniß", fügt das klerikale Blatt dieser Nachricht hinzu, „werden alle, welche an daS Walten des heil. Geistes in der Kirche glauben, mit Ruhe entgegen- sehen." Griechenland. Athen, 24. April. Unter der Betheiligung des Königs, des diplomatischen Eorps unc beinahe der gesummten Bevölkerung Athens hat heute daS L-ichenbegängniß der von den Räubern ermordeten Engländer Herbert und Lloyd stattgefunden. Athen, 24. April. Der KriegSminister SoutzoS hat feine Entlassung genommen. ValoaritiS ersetzt ihn provisorifch. Amerika. New-York, 26 April. 20,000 Siour- Jndianer drohen mit Krieg. Truppensendungen find in die Grenzgebiete abgegangen. New-York, 27. April. Während der gestrigen Sitzung der Legislative in Richmond (Virginien) stürzte der Boden der über dem Sitzungssaale gelegenen Gerichtshalle ein. 40 Todte, darunter mehrere Deputirte, und 150 Verwundete find zu beklagen. Vermischtes. Gießen. Wie bereits in vielen anderen Städten, so hat sich auch hier ein Protestanten-Verein, als Zweigverein des „Deutschen Proteftanten-Vereins", gebildet, dessen Zweck „der Ausbau der evangelischen Kirche auf Grundlage deS Ge- meindeprincips, die Bekämpfung alles unproteftantisch-hierarchischen Wesens, Erhaltung und Förderung christlicher Duldung zwischen den velschiedenen Confessionen und Anregung und Förderung des christlichen Lebens" ist. Der hohe Zweck dieses Vereins, der einen besonderen Werth auch für die Erziehung der Kinder hat, sicherte demselben überall die freudigste Aufnahme, und hofft man auch hier auf größere Betheiligung, wozu insbesondere eine demnächst abzuhaltende Versammlung beitragen wird, zu der u. A. die Herren Prof. Schenkel aus Heidelberg und Hofgerichts-Advocat Ohly aus Darmstadt ihr Erscheinen zugesagt haben. — In einem französischen Lesebuche, daS für die Kinder bestimmt und von vielen geistlichen Würdenträgern als für die Schule geeignet erkannt wurde, steht folgende Definition deS Wortes „Soldat" : „Der Soldat leistet der Menschheit alle möglichen Dienste. Er bezieht die Wache, um zu verhindern, daß gestohlen und gemordet wird. Allerdings mordet er selber in den Kricgszeiten, aber die Menschen, die er mordet, find nur Feinde. 3n Friedenszeiten jedoch hilft er den Bonnen bet der Kinderhuth, er ist Wächter der Kindsmädchen-llnschuld und die letzte Hoffnung der überreifen Köchinnen. Man findet ihn nicht allein in Easernen, sondern auch in den Küchenschränken nnd in der Nähe von Speisekammern. Der Soldat lebt gesellig und kommt in Truppen vor; er kostet sehr viel Geld; man läßt sich aber gerne die Auslagen für ihn gefallen, weil er eben so außerordentliche Dienste leistet. — (Eine naturhistorische Merkwürdigkeit) mel- bet ein amerikanisches Blatt aus Chicago. Dr Nathantel Morton, ein ausgezeichneter Ornithologe, machte kürzlich den Versuch, einem Vogel, der in Nordamerika unter dem Namen Mocking Bild bekannt ist, ein Gesangsstück zu lehren und wählte dazu den Chor aus „Freischütz": „Was gleicht wohl auf Erden dem Jäger-Vergnügen? rc." Wie groß war daS Erstaunen des Doktors, als derselbe die Entdeckung machte, daß der Vogel nicht nur sehr rasch den ganzen Chor (natürlich nicht den Tert, sondern nur die Melodie!) lernte, sondern darüber ein solches Vergnügen zeigte, daß er seither den ihm sonst eigenthümlichen Gesang ganz aufgab und vom ersten Morgengrauen bis zur Abenddämmerung stets nur die Musik Carl Maria von Webers, in bester Correctheit hören ließ. Dr. Morton lud Freunde zu sich, die über die Fähigkeit deS Vogels ganz erstaunt waren. Ein zweites Stück zu lernen schien dem Vogel aber unmöglich, das Erste hatte sein Gedächtniß ganz ausgefüllt. Der Naturforscher versuchte dasselbe mit mehreren anderen Eremplaren dieser Vogelart, aber alle erwiesen sich a!S ungelehrig. Endlich kaufte er noch ein Dutzend Mocking BirdS an, um sie abzu- richten, mußte aber, nachdem er sie erhalten , auf acht Tage nach Pittsburgh reisen, während welcher Zeit seine Haushälterin die Vögel fütterte, sich aber weiter nicht um deren Abrichtung bekümmerte. Trotzdem sangen alle zwölf Neulinge, alS Morton aus Pittsburgh zurückkehrte, den Freischütz-Chor meisterhaft, den sie von dem zuerst abgerichteten Vogel von selbst gelernt hatten. Morton ließ hierauf sechs der abgerichtetcn Vögel in einem Park Chicagos fliegen und seitdem soll dort der Chor nicht nur von allen Zweigen ertönen, sondern man vermulhet, daß dec Mocking Birb in Amerika in einigen Jahren überhaupt nur diesen Gesang haben werde. — Die amerikanischen Journalisten scheinen übrigens im Münchhausen gar nicht so übel bewandert zu sein. — (Eine ergötzliche Jndianergeschichte) erzählt der Amerckanische General Pleasanton im „Boston Spectator." Auf einem Grenzposten ftationirt, war er einst von Banden feindseliger Cheyennes Indianer umringt, mit denen er einen FliedenSvertrag eingehen wollte, die aber andererseits zu «ni|- Iranisch waren, um sich in seine Gewalt zu begeben. Schließ- i ljch gelang es ihm, einen jungen Indianer von Rang elnzu- fangen, den er als Geißel behielt. Eines Tages traf dieser I Gefangene, während er mürrisch im Fort herumschlenderte, einen ; Soldaten an. der Mangels besserer Beschäftigung mit einer beweglichen Kinderpuppe spielte. Dec Wilde stand wie angenagelt vor Staunen und Verwunderung, mehrere Minuten beobachtete er mit athemloser Stille die possirlichen Sprünge der kleinen Puppe, bann nahm er Reißaus, sprang über alle Hindernisse und entwischte aus dem Fort. Kurz darauf kehrte er zurück an der Spitze einer Deputation von Häuptlingen, welche, nachdem sie eine Stunde oder länger in Betrachtung der Puppe versunken gestanden, eine» feierlichen Rath abhielten und in den gewünschten Vertrag willigten, als dessen Hauptbedingung sie hinstellten. daß das wundervolle Spielzeug für immer im Fort bleiben müsse. unterdrücken, indem man die Conscription abschafft! Nein, Bürger! Dem kann nicht so sein. Der Despotismus hat das Fatale, daß er nur den Despotismus gebären kann. Die Probe ist bestanden, wir brauchen nicht mehr daraus zurückzukommen. Uebri- gens können wir der Executivgewalt nicht das Recht zugestehen, uns zu befragen. Dieses Recht würde bei uns eine Unterwerfung vorausfctzen, gegen welche sogar der Name derselben Gewalt, Vie sich dieses zuspricht, protestirt, indem euser Name andeutet, daß sie nicht der Herr ist, sondern nur und nichts weiter als der Ausführcr des souverainen Willens des Lan- des. Wenn ihr, wie wir, ein für alle Mal dem Schandflecken der Vergangenheit ein Ende zu setzen wünscht; wenn ihr wollt, daß der neue sociale Pact, der von den Bürgern, Vie gleich in ihren Rechten wie in ihren Pflichten sinv, gutgeheißcn wird, jevcm von euch den Frieden und Vie Freiheit, die Gleichheit und die Arbeit garantire; wenn ihr die demokratisch- sociale Republik bekräftigen wollt, so besteht uns zufolge das beste Mittel darin, euch der Abstimmung zu enthalten oder in die Urne einen verfassungswidrigen Stimmzettel zu legen — Vies sei |o gesagt, ohne vaß die anderen Arten des Protestes ausgeschlossen sein sollen —. Arbeiter aller Art, erinnert euch an die Metzeleien von Aubin und Ricamarie; an vie Verurtheilungen von Autun unv an die Frei- sprechung von Tours, unv indem ihr eure Wähler- karten zurückzieht, um vurzuthun, vaß ihr eueren bürgerlichen Pflichten gegenüber nicht gleichgültig seiv, enthaltet euch ver Abstimmung. Arbeiter des Feldes. Wie eure Brüder in Den Städten tragt ihr Vie er- drückenve Last des gegenwärtigen gesellschaftlichen Sy- stemes; ihr erzeugt in Einem fort uno leidet die meiste Zeit Mangel am Nothwenvigen, währenv ver Fiscus, ver Wucherer und ver Gutsbesitzer sich auf eure Un- kosten mästen. Das Kaiserreich, nicht zufrieden, euch mit Auflagen nieverzuvrücken, nimmt euch eure Söhne, eure einzigen Stützen, um Vvldaten für ven Papst daraus zu machen, oder ihre Leichen in den öden Wüsteneien Syriens, Cochinchinas unv Mexicos auszustreuen. Wir rathen euch ebenfalls, euch zu enthalten;-denn die Enthaltung ist ver Protest, welchen ver Urheber deS Staatsstreiches am meisten fürchtet; seid ihr aber gezwungen, einen Stimmzettel in vie Urne zu werfen, so möge es ein weißer sein, over er vie Worte tragen: Grünvliche Abänverung in ven Steuerauflagen! Keine Conscription mehr! Die demokratisch-sociale Republik!" (Folgen nun die