Preis vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 4« fr. Erscheint wöchentlich dreimal : Dienstags, Donnerstags und SamstagS. — Expedition: Canzlcibng Lit. D Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen. Nr. 38. Dienstag den 29. März 1870. ®^r CinlMmg zum Abonnement. Mit dem 1. 'April 1870 beginnt ein neues "^jähriges Abonnement auf den Gießener Anzeiger. Derselbe erscheint wöchentlich dreimal, Dienstags, Donnerstags und Samstags, und kostet in Gießen vierteljährlich 3« Kreuzer frei itfß Haus geliefert. — Für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post oder den Laudpostboten abonniren können, beträgt der ^jährige AtoiimmcntSprcis LS Kreuzer incl. Postaufschkags. Die auswärtigen Abonnenten machen wir darauf aufmerksam, daß nur dann vollzählige Nummern des Blattes geliefert werden können, wenn sie schon jetzt bei der Post ihr Abonnement erneuern. Den Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine a"sdrückliche Abbestellung erfolgt, daö Blatt auch im 11. Quartal 1870 zusenden und den Abonnementbetrag wie seither durch Quittung erheben lassen. Die Expedition des Gießener Anzeigers. 51 m t i ? d) e Bekanntmachungen. Gießen, am 24. Mär) 1870. Sctreffend: Das Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes. Das Großherzogliche K r e i s a m t Gießen an dir Grshherzoglichrn Dürg^i>.cistkrri>n drs Krrises. Wir setzen Sie davon in Kenntniß, daß vom 1. Januar 1870 an den Gemeinden der zum Norddeutschen Bunde gehörigen Gebiststheile des Großherzogthums das Bundesaesttzblatt ans Staatskosten geliefert werden, ein nochmaliger Abdruck der Bundesgesetze im Regierungsblatt für die Regel dagegen unterbleiben wird. Auch die bisher erschienenen Bundesgesetzblätter sollen denjenigen Gemeinden, welche bisher abonnirt hatten, auf Staatskosten nachgelrefert werden- Diejenigen Gemeinden dagegen, welche das Bundesgesetzblatt schon bisher aus Gemeindemitteln gehalten haben, werden entsprechend entschädigt werden. Dr. Goldmann. Gießen, den 26. März 1870. Betreffend: Die Erhebung der Feldstrafen von der I. Periode 1870 bei Großherzoglichem Rentamte Gießen. Das G r o ß h e r Z o g l i ch e N e n t a mt Gießen an sämmtliche GroßherMliche Dürgnmeistcrrien dos Rrntsmlsbchrks Gikßen. Wir ersuchen Sie, in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die rubitcirten Feldstrafen bis zum 15. April l. I. bezahlt sein müssen, widrigenfalls Mahnung erfolgt. L y n ck e r._______________________ Besondere Bekanntmachungen. Oeffentliche Aufforderung. 1206) Da die Erbschaft des am 11- l- Mts- dahier verstorbenen Großherzoglichen Forstmeisters Freiherrn Karl v- Bus eck unter der Reckiswohlthat des Inventars angetreten rooiben ist, so werden alle Düjeni- gen, welche Ansprüche an den genannten Nachlaß zu bilden haben, hiermit au'gefor- dert, solche binnen sechs Wochen bei unterzeichnetem Gerichte anzumelden, widrigenfalls dieselben bei der gerichtlichen Ordnung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 16. März 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Oppermann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. O'ffnitiiche BNauntmachung. 1353) Nachdem Großhcrzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen Konrad Müller XVI. von Lang-Göns wegen Trunksucht und Verschwendung unter Cu- ratel gestellt hat, wird dies mit dein Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Ntchtsgeschäite aller Art gültig nur mit d.m für denselben bestellten Eurator Johannes Hartmann IV. von Lang- Gons abgeschlossen werden können. An Letzteren können gültig auch nur Zahlungen für Müller geleistet werden. Zugleich weiden alle Gläubiger des Konrad Müller XVI , welche ihre Forderungen bis sttzt zur gerichtlichen Anzeige noch nicht gebracht haben, aufgefordert, innerhalb der nächsten 14 Tage eine Anzeige bei dem unterzeichneten Gerichte zu erstatten, widrigenfalls dieselben bei der Vermögensregu- lirung unberücksichtigt bleiben. Gießen, den 22. März 1870. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, (Scribd, _______Stadtrichter. Stadtger.-Assessor. Für Aerzte 1257) Durch den alsbald von hier erfolgenden Abzug des Arztes, Herrn Dr. ebner nach Nauheim wird die Stelle eines Gemeindearztes für Ober-Mörlen und Nieder-Mörlen erledigt. Beide Gemeinden wollen wieder einen gemeinschaftlichen Arzt annehmen und soll derselbe von der Gemeinde Ober-Mörlen eine fixe Besoldung von 500 st. und von der Gemeinde Nieder- Mörlen 150 fl. außer den tarifmäßigen Taxen erhalten. Bemerkt wird, daß einem Arzte von hier aus noch vielfache Gelegenheit geboten ist, in mehreren angrenzenden Ortschaften eine lohnende Praxis auszuüben. Bewerber um diese Stelle wollen alsbald ihre Anmeldung dahier einreichen. Ober-Mörlen, ttm 21. März 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober-Mörlen. _________________ Jeckcl.___________ Fristablauf. 1256) Zur Fürstlichen Rentei Lich können die Rückstände mir noch bis zum 1. April ohne Genchtskosten-bezahlt wer- dtn. Zahltage: Dienstags, Mittwochs, Donnerstags. Lich, den 22. März 1870. Kreutzer. Die Besetzung von zwei Nachtwächterstellen. 1366) Es sind zwei Stellen bei der städtischen Nachtwache erledigt. — Wer sich um solche bewerben will, hat dieses binnen 3 Tagen bei uns zu melden. Gießen, den 25. März 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. » Vogt. Versteigerungen. Oeffentliche Bekanntmachlinq. 1372) Der Bedarf des Grobherzoglichen Provinzial - Arresthauses in Gießen an Brennholz für das laufende Jahr soll Dienstag den 5. April l. I., Vormittags 11' r Uhr, in dem zu dem genannten Arresthause gehörigen Gerichtsgebäude in öffentlicher Versteigerung, unter den vor derfelben bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an die Wenigstnebmenden zur Lieferung vergeben werden. Bei annehmbaren Geboten erfolgt alsbald der Zuschlag. Gießen, den 25. März 1870. Großhcrzogliches Stadtgericht Gießen. • M u h l, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter.________Justizrath._________ ArötitSvertteMNlNss. 1354) Zur Herstellung eines versteinten Wegs in der Theerofenschneiße soll S a m st a g den 2. A p r i l, Morgens 11 Uhr, im Geschäftszimmer des Unterzeichneten an die Wenigstnehmenden versteigert werden: 1) Ausheben von 320 KUtr. Graben, 2) Planirung und Abwölbung von 160 Klstr. Weg, 3) Brechen von 46/i0 Cub-Klftr. Steine im Buchenberg, 4) Aufsetzen derselben, 5) Anfuhr derselben, 6) Einsttzen und Abkeilen der Steine. Gießen, den 26. März 1870. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Dr. Draudt. Vergebung von Arbeiten bet der Stadt Gießen. 1321) Folgende bei der Stadt erforderlichen Arbeiten, nämlich: Maurerarbeit, veranschlagt zu . 254 fl-, Lieferung von 9 Klaftern Sand, veranschlagt zu . . , . . - 144 „ Ehaussirarbcit, veranschlagt zu - 1164 „ sollen . Dienstag den 29. März d. I-, Vormittags 9 Uhr, im Rathhause an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Gießen, den 24. März 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. 1377) Donnerstag den 31. d. Mts-, Nachmittags 2 Uhr, wird in hiesiger Universitäts-Reitbahn eine fünfjährige Fuchsstute öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert- Gießen, den 28. März 1870. Großhcrzogliches Ortsgericht Gießen. K- Vogt, Ortsgerichtümann- Gefunden 1369) 1299) HDD nöthigm 214 Gesucht 1376) Julius Wallach. (831) Nadcl- 500 i> Gebrüder Hollman n. 17 dm bi * M. Weißbücker- vermiethen bei ein Da inbein id Ö> co Vier im ( 3) 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) 6 10 20 20 60 60 7 Untcrtid beliebe < Bvn Lehr- 1301) Eine Farnilienwohnung mit sonstigem Zugehör ist zu vermiethen Sandgasse Lit. D. Nr. 182. Durchmesser, 104 Klafter Buchen-Scheidholz, c zedem frankfurter ^feröeloufe, ä 1 fl. 45 fr., zu haben bei Hilft Au. 2 2 2 1365) Meine Scheuer bin ich Willens zu verpachten. Louis Noll, an der Schoor. 325 „ Weiden- „ meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist zur bestimmten Stunde im District Beuerer Graben. Großen-Buseck, am 24. März 1870. Großherzogliche Bürgermeisterer Großen-Buseck. Wagner. Klafter Eichenholz, „ Eichen-Scheidholz, „ „ Knüppelholz, ein Dienstmädchen für häusliche Arbeiten bei gutem Lohn. L o u is Petri ll., Neuenweg. Nasse malt Platzt $ran Snfci Beitrc Licht- rarisch Wiesb Stcinbruch - Verpachtung. 1285) Mittwoch den 30. März, Morgens 10 Uhr, soll der, der hiesigen Gemeinde gehörige Steinbruch in den Mauern, an der Staatsstraße von Steinbach nach Gießen gelegen, anderweit, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf hiesiger Bürgermeisterei verpachtet werden. Steinbach, am 24. März 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. Horn. Holzverkauf. 1307) Donnerstag den 31. März und Freitag den 1. April d. I., jedesmal von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem Jlschhäuser Nutzungswalde, Schlag Buchmald: 1) 120 Stück Eichen-Abschnitte von 20 bis 60 Fuß Länge und 14 bis 36 Zoll Durchmesser, daher gerade jetzt zum Abonnementsbeitritt die günstigste Zeit. Jede Buchhandlung und Post-Anstalt nimmt Abonnements entgegen. Preis pro Quartal 121/2 Sgr. Die DerlagShandlung von A. H. Payne in Leipzig. der rege & Wehli, An 2) 20 Stück Buchen-Abschnitte von 14 bis 40 Fuß Länge und 12 bis 20 Zoll Lich, am 28. März 1870. Fürstliche Oberförsterer Llch. Eigen brodt. Holzvcrsteigerunq. 1284) Donnerstag den 31. März d. I., Vormittags 10 Uhr, werden im Kreise Wetzlar, Bürgermeisterei Rechtenbach, folgende Holzsortimente öffentlich versteigert: I. Im Gemeindewalde von Kletnrechten- bach, District an der Kirchenschneiße: Eichstämme L, II und III. Classe, bis zu 23 Zoll Durchmesser, im Ganzen 797 Cubikfuß, „ Felgenholz, „ Eichen-Prügelholz, „ . Buchcn-Erdstöcke, „ Eichen- „ halbe Schock Buchen-Zopfreiser, „ „ Eichen- „ große Eichen-'Erdstöcke für Wagner 3 „ „ Reiser. II. Im Gemeindewalde von Wcidenhau- sen, District Kirbach: 4 Eichstämme II. und III. Classe, bis zu 24 Zoll Durchmesser = 198 Cubikfuß. III. Im Gemeindewalde von Vollnkirchen, a. District Orgelstück: 21 Eichstämme II und III. Classe, bis zu 24 Zoll Durchmesser = 276 Cubikfuß, b. District Streitheck: 7 Eichstämme I und HL Classe, bis zu 25 Zoll Durchmesser = 285 Cubikfuß. Volpertshausen, den 22. März 1870. Der Bürgermeister: Lenz. Wem Wigei J d- | Gesucht wird für eine kleine Familie eine Frau oder ein Mädchen zum alsbaldigen Eintritt in einen Laufdienst und ist das Nähere bei der Exped. d. Bltts. zu erfragen. 1302) Ein sonniges Familienlogis, bestehend aus 2 Zimmern, oder 1 Zimmer und großem Cabmet, nebst nöthigem Zubehör, wird von einer stillen Familie zu miethen gesucht. Gefällige Offerten nimmt Herr E- Junker, Asterweg, entgegen. Z -lade >ch Local J'1 üble db Holzversteiqenmq. 1308) Donnerstag den 31. d- M-, von Morgens 9 Uhr an, sollen in dem hiesigen Gemeindewalde, Di- strictcn Beuerer Graben und Vuchberg: 2 Stäinme Nadel-Bauholz mit 58 Cu- 659 NadeL Stan gen mit 482 Cubikfuß, 12750 Wellen Buchen-Reisholz (Durchfor- 350 Wellen Eichen-Reisholz, und Schmiede, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden. Es wird bemerkt, daß den ersten Tag das Brennholz und den zweiten Tag das Bauholz verkauft wird. Ilschhausen, den 23. März 1870. Königliche Bürgermeisterei. Es erscheint wöchentlich in Nummern von 16 Hoch-Quart-Seiten und kostet pro Nummer vW nur 1 Sgr. "WQ Was sagt die Presse? Mit so tüchtigen Kräften, wie |te hier vereinigt sind, wird Das neue Blatt gewiß sich rasch Bahn machen. (Voss. Zeitung.) Text und Illustrationen sind vorzüglich, aber auch die äußere Ausstattung ist musterhaft und bei dem Preise von 12>/2 Sgr. vierteljährlich geradezu staunens- werth billig, lDresdener Anzeiger.) Das beste nnd billigste Journal dieses Genres. (Nordsee-Zeitung.) Das neue Blatt wird unstreitig in Kurzem als das beste belletristische Journal Deutschlands bekannt sein. (Ungar. Frcmden-Blatt.) Das in dieser Woche beginnende ' 2. Quartal ist von dem 1. Quartal ganz _________unabhängig,_________ Alsdann wird kommenden Dienstag den 5. u. Mittwoch den 6. d. Mts., Hierselbst um 9 Uhr Morgens anfangend, folgendes Brennholz versteigen: 300 Stecken Buchen- u. Eichen-Scheidholz, „ Buchen-, Elsbee^n- und Ei- chen-Prügelbolz, 452 bergt Stockholz und 20350 Wellen bergt Reisholz. S n s e r a L 1261) Futterschneidmaschiuen neuester und einfachster Construc- tion, patcntirt in Deutschland und England, mit nur 4 Triebrädern im Ganzen gegenüber 14 Stück bei englischen Maschinen, liefert unter Garantie von 2 Jahren zum Preise von 48, 55, 59, 66 und 90 fl. für Handbetrieb, „ „ „ 66, 77 und 99 fl. für Niemenbetrieb zu Göpel, Wasseroder Dampfktaft, franco jeder Bahnstation, das Eisenwerk von P. I. Kurtz in Nippberg (Station Seckach, Baden). NS. Jede Maschine schneidet auf 3 und 4 Schnittlängen ohne Riider- wechscl für Dürr- und Grünfuttcr. Lichte Mundöffnung der Maschine von 7" breit, SVa" hoch bis 10" breit, 4«/2" hoch (badisch). Wiederverkänsern entsprechenden Nabatt. Mein Lager in Gemüse-, landumthschastlichem, Wald- und Blumeu-Sinuen halte zur bevorstehenden Saison, unter Zusicherung reellster Bedienung, bestens empfohlen. — Cataloge stehen gratis und franco zu Diensten. Georg Andreas, Samenhandlung „zum (steinernen Haus", Markt O, Frankfurt a M (1096) ein Sticknecessaire für Damen mit blauseidener Fütterung. Gegen Entrichtung der Jnseratgebühren ist dasselbe in Empfang zu nehmen in Lit- A. Nr. 181, WaUtlwr. Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 1363) Künftigen Montag, den 4. April, Morgens 9 Uhr, soll im District Mühlberg, auf der Straße beim Albacher Hof anfangend und im Dr- strict Konzebühl aushörend, folgendes Bau-, Werk- und Nutzholz versteigert werden : 132 starke Eichen-Stämme von 6216 Cbfß., 6 „ Buchen- „ „ 354 „ 2 „ Pappel- „ „ 211 „ 103 „ Birken-Stangen „ 175 „ Nicht zu übersehen! 1349) Köchinnen, Hausmädchen und Mädchen allein können dauernde Stellen erhalten durch Elisabethe Lutz, städtische Vermiethfrau, Herrnstraße 30, in Offenbach a. M. 1248) Mitte Februar am Bahnhofe in Gießen abhanden gekommen: Eine schwarze Dachshündiu mit kleinem weißen Flecken vor der Brust (Teckel, ziemlich alt und trächtig), auf den Namen „Rätzchen" hörend. Dieselbe wird gegen entsprechende Belohnung (durch Angabe der Adresse an die Exped. d. Bltts.) zurückerbeten. — Vor Ankauf wird gewarnt. Essig, Wein und Branntwein in vorzüglicher Qualität bei M. Notheuberger Wittwe. 1326) Gewickte des Norddeutschen Bundes (geaicht) empfiehlt I. G. D. Bapst. Vermischte 'Anzeigen. ß Verloren ein blauseidener Beutel, ein Damenhäubchen enthaltend. Abzugeben gegen Beloh- nung bei der Exped. d. Bltts.______________ 1378) Ein ordentliches Mädchen, welches sogleich eintreten kann, wird in Dienst gesucht Von wem? sagt die Exped. d. Bl- Soeben begonnen r Em neues Abonnement auf das sehr beliebte und aller Concur- renz voranschreitende neue illustrirte Familienblatt, betitelt: Das neue Blatt. FeilgeboteKes. 1227) Alle Sorten Kleesaat, sowie Saatwicken, empfehlen Flick & Kröll. 1358) Frische Saamen und Leinkuchen, Kornkleic, Waizen-Schaalen und Futtermehl stets vorräthig bei I. M. Schulhof, am Rathhaus. Beacdtenswerth! 76) Unterzeichneter besitzt ein vortreffliches Mittel gegen nächtliches Bettnässen, sowie Schwächezustände der Harnblase und Geschlechtsorgane. 1 Spezialarzt Dr. Kirchhoffcr, in Kappel bei St. Gallen (Schweiz). Abendunterhaltung! 1368) Wir sagen unfern herzlichsten Dank ür die freundliche Aufnahme der Mchtver- einsmitglieder.____________R. R. Wieseck. 1269) Es wird zu Ostern eine perfecte Köchin nach Mainz gesucht- Lohn 100 fl. Nur Solche, die gute Zeugnisse besitzen, wollen sich melden. Zu erfragen Rerchen- sand C. 93-_______________________________ 1360) Unterzeichneter empfiehlt sich im Modernisiren, Waschen und Färben von Herren- und Damen - Stroh-, Filz- und Seiden-Hüten. Julius Werner, am Kreuz, im Hause der Herren Gebr. Wenzel. 1303) Ein ordentlicher Junge kann in die Lehre treten bei Friedr. Meinhardt, Schreinermeister (Asterweg.) 1356) Auf der Straße von Reiskirchen nach Gießen ist eine wollene Pferdedecke und eine Peitsche gefunden worden. Der Eigenthümer kann beide Gegenstände gegen Entrichtung der Jnseratgebühren ans dem Hofe zu Winnerod in Empfang nehmen. 1116) Auf dem Eomptoir eines hiesigen Fabrikgefchäfts ist für einen jungen Mann, der die nöthigen Vorkenntnisse besitzt, eine Lehrlingsstelle offen. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 1370) Ein Badeschrank (Doucbe), ein Reisepelz, mehrere Pulte, Schreibtische, Re- positorien zu verkaufen. Näheres bei Emil Pistor. 1367) Gut erhaltene Dielen sind in Lit. C. Nr. 30 zu verkaufen. 1167) Jtal. Macaroni, Faden-, Band- und Eier-Nudeln, Grünkerne, Reis, Graupen, ostind. und deutschen Sago, Waizen- grütze, Waizen- und Reis-Stärke, Seife in verschiedenen Qualitäten, Stearin- und Apollo-Kerzen und alle Arten Colonial- und Specerei-Waaren empfiehlt _____________________I. G- D. Bapst. 1371) Künstliche Dünger, Kleesamen, Gyps bei Emil Pistor. 1265) Saat-Erbsen, Linsen u. Wicken billigst bet H. E. Jughardt, ___________________Marktplatz. 1228) Dunggyps empfehlen Flick L Kröll. 1241) Mauersteine, 2. Qualität, billigst bei Fr. Textor, auf der Hardt. 1357) Neue Sendungen Kinderwagen sind eingetroffen und empfehle ich solche zu den billigsten Preisen. ________ W- Ferber, Sattler. 1166) Gyps, Kleefarnen und künstliche Dünger empfiehlt I. G. D. Bapst. 1297) Eine Kaute voll Mist zu verkaufen im „Deutschen Hof." G. Arnold. 1331) Ich beabsichtige, noch mehrere Kanarienvogelhähnchen zu verkaufen. Ernst Kann, Steinmetz. 1361) Ein Garten vor dem Neuenweger Thor, Morgen haltend, in gutem Zustande und mit guten Obstbäumen bepflanzt, ist zu verkaufen. Näheres bei der Exped. b. Bltts.________________________________________ 1379) Ein Stückchen Land ist zu ver- / kaufen. Bei wem?- sagt die Exped. d. Bl. V e r «rr i e t h » ll g s m. 1336) Eine Familienwohnung, bestehend aus 2 Zimmern, Küche, Keller und Holzplatz ist an' eine stille Familie zu vermiethen bei Carl Retter, kleine Löwengasse. 1373) Der mittlere Stock in einem neu erbauten Hause, bestehend aus 4 Zimmern nebst Zubehör, ist zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d- Bltts.____________________ 1364) Eine mödlirte Stube mit Cabi- net ist in einer freundlichen Gartenwohnung, in der Nähe der Stadt, zu vermiethen.' Das Nähere bei der Exped- d. Bltts. 1330) Der obere Stock des Reg. - Rath Ebel'schen Hauses am Asterweg, bestehend aus Salon, acht Zimmern, Küche, Magdkammer u. s. w-, ist vom 1. Juli an ander- weit zu vermiethen. Klingelhöffer, ____________________________Justizrath. 1278) Zwei möblirte Zimmer mit Ca- binet sind zu vermiethen bei __________________Wittwe Martin. 1300) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen Lindenplatz Lit A. Nr. 244. 1242) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net ist auf dem Kreuz zu vermiethen. Chr. Sch ar mann, __Uhrmacher.______ 7) Ein größeres Familienlogis ist zu Z Bürgerelub. Generalversammlung den 2 April. Die Gegenstände der Tagesordnung sind im Locale angeschrieben. Der Vorstand. 1359) Unserem Freunde Jean Weber zu seinem 23. Geburtstage die besten Wünsche. Obst-Bäume-Verstcigerung. 1286) Mittwoch den 30. März, Nachmittags 1 Uhr, sollen auf dahiesiger Bürgermeisterei circa 150 Stück veredelte Aepfel- und Birn- Stämmchen ans hiesiger Baumschule meistbietend versteigert werden. Steinbach, am 24. März 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. _____________Horn._____________ 1355) Donnerstag den 31. März I. I. sollen in der Wohnung des Philipp Deibel zu KleinLindm: eine Fahrkuh, 2jährige Rinder, sowie ein Wagen, Pflug und Egge, 2 bis 3 Fuder Kornstroh und sonstiges Haus- geräthe an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. 81 MM Ä1 Die Herren Studirendcn Die Expedition. Von Großherzoglicher Oberstudien.-Direction concessionirtes Lehr- und Handrls-InMtt zu Echzell in der Welterau. 1184) Das Sommersemestcr in unserer Anstalt beginnt den 27. April. Unterricht in philosophischen und kaufmännischen Fächern durch 6 Lehrer. Man beliebe Anmeldungen recht frühzeitig an uns.gelangen zn lassen. Prospecte gratis 1 Bamberger Heivnrgsfelder. Theater in Gießen. (Caf<; Leib.) Mittwoch den 30. März. Abonnement suspendu. .frankfurter Journal und Didaskalia. befördert wöchentlich vermittelst Damps- und Segelschiffen bei reeller und billigster___________ Bedienung I. M. Schulhof, am RathhauS. Durch langjährigen Aufenthalt in Amerika bin ich im Stande, jedem Auswanderer die beste Auskunft zu erteilen. P. S. Wechsel für Amerika werden zum Tagescourse baldigst besorgt. billigster Berechnung. Mainz, im März 1870. Auswanderer nach Amerika Zum Benefiz für Herrn A. de Nolte. Zum ersten Male: Die Mönche. Lustspiel in 3 Acten, von Tenelli- Vorher: Der Präsident. Lustspiel in 1 Act. Preise der Plätze: Erster Platz 36 kr »weiter Platz 18 kr. Gallerie 9 kr. W. de Nolte, Theaterdirector. Einladung zum Abonnement auf die in Darmstadt erscheinende „Main-Heitun g." Drg.ln der Fortschrittspart i in Hessen. Zum Abonnement für das bevorstehende zweite Quartal 1870 laden wir hiermit ergebcnst ein. * . Die „Main-Zeitung" kämpft nach wie vor unerschütterlich für die 'reie Entwicklung unseres Gemeinde-, Staats- und kirchlichen Lebens mtd für Schaffung eines einigen Deutschlands durch Eintritt der süddeutschen Staaten in den Hordbund. In politischer wie volkswirthschastlichcr Beziehung wird sich das Blatt auch künftig mit gesteigerten Kräften und unter weiterer Belebung seiner zahlreichen Beziehungen allen wichtigen Aufgaben unterziehen. Die commerciellen Bcrhültnisse, sowie die Landwiethschast und Industrie werden auch ferner die gebührende Berücksichtigung finden. — Ein gewühltes Feuilleton wird die Reichhaltigkeit des Inhalts vermehren. Außer fortlaufenden Erzäh- UUgen werden, wie bisher kleine Mittheilungen und Anecdoten :c., sowie Theatermd Kunstberichte, Besprechungen volksthümlicher und gemeinnütziger Bücher und dergl. m. gebracht werden. — Bei der gleichmäßigen Verbreitung der Main-Zeitung in allen Kreisen des Großherzogthums und der angrenzenden Länder finden Inserate die weiteste Verbreitung. Die Petitzeile oder deren Raum kostet nur 3 Kreuzer; bei mehr als dreimaliger Jnserirung wird entsprechender Rabatt gewährt. — Die Main-Zeitung erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, und kostet für Darmstadt vierteljährlich st. 1. 12 kr., auswärts mit betr. Postaufschlag. Alle Postanstalten des In- und Auslandes nehmen Bestellungen an. , . Die Expedition der Mam-ZcUmig. -lade ich hiermit freundlichst ein, gelegentlich ihrer Anwesenheit in Frankfurt a. M- mein Local mit ihrem Besuch zu beehren. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Table d'höte von 12 bis 2 Uhr. Vorzügliche Weine, Bier und andere Getränke. Billige Preise- Jean Prve, Restaurant. 0 * 1 Großer Kornmarkt 18. Frankfurt a. M. In der Annonce Nr. 1324 von Herrn Schreiblehrer I- B- Obe rn Nr- 37 des Anzeigers vom 26. Marz soll es Zeile 2 v. u. heißen: 1 oder 2 Theilnehmermncn statt 1 oder 2 Schülerinnen, was aus Wunsch desselben hiermit berichtigt wirb ' 7*, ....... Lehrer, cvaugel. Coufessiou, welcher im Unterrichten schou einige Erfahr«ug besitzt, wird auf 1. Mai für die oberen Classeu eines Knaben-Peusionates unter vortheilhaften Bedingungen zu engagiren gesucht. Franco-Offerten mit den nöthigen Belegen einzusenden an C- Schwarz, Director der Handels- und Gewerbeschule' zu Osthofen bei Worms.Q343) Einladung fum Almnnrinent auf das Mainzer Wochenblatt. Mit dem 1. April 1870 beginnt ein neues Abonnement auf das täglich erscheinende „Mainzer Wochenblatt." Dasselbe fährt fort wie seither die wichtigsten politischen Nachrichten in gedrängter Kürze zur Kenntniß seiner Leser zu bringeu und widmet den lokalen Angelegenheiten von Mainz und Umgegend besondere Beachtung. — Den Interessen des Handels, Verkehrs und der Landwirthschaft wird durch besondere Artikel sowohl als durch Mittheilung der genauesten telegraphischen Course und Marktberichte Rechnung getragen. Das dem „Mainzer Wochenblatte" beigegcbene Feullleton ist fortwährend bemüht, durch eine reiche Auswahl guter Erzählungen k. dem Verlangen nach Unterhaltung gerecht zu werden. , Der vierteljährliche Abonnementsprels betragt, durch die Post bezogen, ohne Bestellgeld 51 fr., und ersuchen wir Bestellungen frühzeitig bei den betreffenden Postexpeditionen zu machen. , ’ Das , Mainzer Wochenblatt" erfreut sich in der Stadt Mainz sowohl, als auf dem Lande der größten Verbreitung, ist Organ der städtischen Behörden und wird vom Kreisamte Mainz zur Veröffentlichung seiner Bekanntmachungen ^""'Inserate finden durch das „Mainzer Wochenblatt," da dieselben mich als Plakat in der Stadt angeschlagen werden, die lohnendste Verbreitung unter Geschäfts Gröffmmg. 1342) Eiuem geehreten Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich dahier ein Barbier- und Haarschneide-Geschäft etablirt habe, und bitte, indem ich reelle und prompte Bedienung verspreche, um geneigten Zuspruch. F. Schneckö, Wolkengasse C. 86. Epileptische Krämpfe (Fallsucht) Bgg| heilt brieflich der Spccialarrt für Epilepsie Doct O. KilllscHo in Berlin, Mittelstraße 6. — Bereits über Hundert geheilt. (201 Bestellungen auf die in Darmstadt erscheinenden Hessischen Volksblätter (Landeszeitung) (Auflage 3500) Miebe man bei der nächsten Postanstalt möglichst bald zu machen, damit in der reaelmäßiqcn Ziisenduug der Zeitung keine Unterbrechung eintrete. Der vierteljährige Abonnementspreis beträgt bei allen Postanstalten einschließlich Postprovision und Bestellgeld 1 fl. 27 kr. Anzeigen werden die Petitzelle m,t a kr. berechmt.^ Vierteljähriger Preis in den nicht-preußisaw» Staaten des norddeutschen Bundes, im Großhcrrogthum Hessen, Bayern, Baden, Wurtemberg, Oesterreich " und Luxemknrg Rthtr. 1. 19 V« Sar ° fl. 2. 54 kr. inet, bestehender Stempel- und Bestellgebühren. Täglich rweimalige Versendung i nach dem Grahh. Hessen dem ehemaligen Nassau und den näher gelegenen bayerischen und früher kurbe,fischen Orten drer- mnliae Eorrespondeuzen, Telegramme und Eoursnotizen von allen bedeutenden PlätiM Leitarittel. Politische Uebersicht. Tägliche und Wachen-Referate über die frankfurter Börse. Berloosungs-Anzeiger. Markt- und Waarenber.chte -c. Inserate, gerichtliche, industrielle und private, in aufiergewohnl.cher Zahl. a dem belletristischen Beiblatte Didaskalia Erzählungen und poetische Reiträae beliebter Autoren und Dichter. Pariser Chronik. Berliner Plaudereien. Licht- und Schattenbilder aus Wien. Naturwissenschaftliches Besprechung litte- rarischer und künstlerischer Erscheinungen. Theaterberichte aus Frankfurt, Leipzig, Wlesb^en^Darmstadt^Mamz^StuttgaAw Ag-nten entgegengenommen uni) bm bic^St^5TO.Tim Mär, 1870. Di- Expedition. (G i n g e f a n d t.) Der durch unsere Stadt fließende Bach ist für dieselbe eine Annehmlichkeit, deren sich nicht gar viele Städte zu erfreuen haben. Leider wird dieselbe nur dadurch sehr abgeschwächt, daß nahezu ein Drittel des Jahres das Wasser nicht fließt, und wenn, dies auch theils durch unabweisbare Ilmstände, wie Fluthen und zu^ niedriger Wasser- tand der Labn herbeigeführt wird, so tragen doch zum größeren ^.heil auch gar viel andere Verhältnisse dazu bei, die nach Ansicht Einsender dieses leicht zu beseitigen waren. So haben wir auch den größten Theil voriger Woche wieder kein Wasser gehabt, und zwar weil an dem Hintergebäude des Herrn Sattler Mann, das auf die Bach- gasse stößt, Reparaturen nöthig waren; befände sich aber vor dem Dmchlasse des Wassers unter der Bachgasse her nur eine einfache Schutzvorrichtung, dann wurde nur. d er Theil der Stadt, von der Bachgasse bis zur Hälfte des FurN'ichen Gartens auf dem Tiefenweg, an welcher Stelle sich die beiden Arme des Stadtbaches vereinigen, ohne Wasser geblieben sein, während der ganze übrige Theil der Stadt, der dem Laufe des Baches nach wohl 20mal größer als die oben angeführte Strecke ift, den Genuß Daß^bei Än vielen Gebäulichkeiten, die auf den Stadtbach stoßen, und weist dem älteren Theile der Stadt angehören, oft Reparaturen Vorkommen, die das Ab assen des Masters bedingen, ist sehr natürlich, nur wird dies zum öfteren dadurch herbeige- sührL daß, wenn eben das Wasser auf einen oder mehrere ^.age nicht da war, well iraendwo eine Ausbesserung vorgenommen wurde, es dann einem Zweiten emfallt, daß auch er'was zu machen Habe, und mit seinem Gesuch das Wasser, abzulassen, oft dann erst kommt, wenn es eben durch Fertigung des ersteren Falles wieder in die ^^Dies^ttnnte^auf"die Weise wohl abzuändern sein, daß in Fällen, die überhaupt einen Aufschub vertragen, der bezügliche Wunsch resp. Meldung aus Gr. Bürgermeisterei niedergelegt wird, man mehrere solcher Meldungen zusammen kommen laßt, und dann in regelmäßig wiederkehrenden Zwischenräumen, vielleicht alle 2—3 Wochen emen, oder ie und) Erforderniß mehrere Tage bcstlinmt, wo das Wasser abgelasien wird, und m der ^eit solche Reparaturen bewerbstclligt werden können. Wenn dies dann einige Tage zuvor in unserem viel gelesenen Anzeiger zur Kenntniß des Publlkums gebiacht wirch, so werden unsere lieben Hausfrauen gewiß nicht die Letzten sein, bu bieia Cm- richtung Dank wissen, wenn es auch immer noch einmal Vorkommen kanii daß me eine oder andere ihre große Wäsche um einige Tage spater emlegen muß. Aber nicht allein, daß derart veränderte Einrichtungen, wie sie sehr lebhaft "on emem großen ^,he unserer Einwohnerschaft gewünscht werden den betreffenden.. Jnd striellen und den übriaen Anwohnern des Stadtbaches zu Gute käme, so wäre auch m ougemelner sanitätlicher Hinsicht es sehr zu wünschen, daß das Wasser ««' "“» j j bei einer großen Hitze im Sommer kann es der Gesundheit gewiß nicht soroerua),e n, wenn da?B?chbett fo oft trocken tiegt und die dadurch >erv°rücru me usd . stunden wehr oder weniger die Lust verpesten. Wir hoffen, daßes nur dieser Amegung 1 bedarf, um unseren ivohllöblichen Sladtvorstand zu veranlassen, dir für dre angcregtu Wünsche der Einwohneischäft nöthigen Schritte zu thun. 1380) Hiermit sagen wir allen« Freunden und Theilnehmern, die u unseren lieben Gatten, Vater und (I Bruder II A. Rink 1 gestern zur letzten Ruhestätte be-Ä gleiteten, unsern innigsten Dank.^l Gießen, 28. März 1870. [1 Die Hinterbliebenen, j 25. März. Preußen hat dem Vernehmen noch durch seinen Botschafter in Paris gelegentlich einer deß'allsigen vertraulichen Anfrage tie bestimmte Erklärung ab- geben lassen, daß cs auch jetzt noch keine Veranlassung sehe, aus der Reserve, die eS sich bisher dem Concil gegenüber zur Pflicht gemocht, herauszutreten, daß es aber in demselben Augenblick, in welchem das Concil ein positives StoatSintcrcffe verletze, in Wahrung dieses Interesses zu der entsprechenden Activn schreiten werde. Cardinal Rauscher soll, wie sich der Pesther „Lloyd" von Wien schreiben läßt, tm Namen einer übcrwiegenren Mehrzal des österreichisch-ungarischen Episkopats der römischen Curie abermals eine Denkschrift überreicht haben, welche sich zu der Ansicht bekennt, eaß ein Einlenken von Rom aus der katholischen Kirche in Oesterreich noch manches kostbare Recht zu retten vermöge. Die Hoffnung aber, die Kirche könne jemals den vollen Inhalt des Concor- datö zurückerobern, sei illu'orisch, daß kein Ministerium, selbst nicht ein Ministerium der glänzendsten kirchlichen Namen, dazu im Stande sein werde. Die Denkschrift soll weiter die Versicherung enthalten, daß die österreichische Regierung, wenn man ihr von Rom aus entgegenkomme, auch jetzt noch bereit sei, durch ein unmittelbares Eingreifen in den confessionellrn Kampf, dessen unthätiger Zuschauer sie bisher gewesen, den Beweis zu liefern, daß sie innerhalb der unüberschre'tbaren Grenzen der staatlichen Gesetzgebung der Action der Kirche jede denkbare Förderung angedeihen zu lassen entschlossen sei. 26. März. Nachrichten aus Pavia melden, daß in der Nacht vom 23. auf 24. ds. ein Hause Volks von circa 40 Personen sich vor der daselbst befindlichen Kaserne ansammelte und die Rufe ausstieß: „Es leben die Truppen! Es lebe die Republik! Nieder mit der Monarchie!" Bei dem darauf stattgebabten Zusammenstoß mit den Truppen wurden ein Offizier und vier Soldaten verwundet, ein Sergeant blieb todt. Von den Aufwieglern wurden zwei getödtet, die übrigen zerstreut. In der Stadt herrscht jetzt wieder Ruhe. Dem „Wand." wird aus Petersburg, 15. ds., telkgrapbirt: Die Untersuchungscommission in der social-demokratischen VeischwörungSgeschichte hat gefunden, daß Neischajtff von Bakunin nach Rußland geschickt war, hauptsächlich um zwischen der russischen Jugend, dem Arbeitcrvolke und der russischen Emigration in Genf, Paris und London dir-cte 93er- bindungen zu erzielen. Gegenwärtig befindet sich Nctschajcff mit einem Auftrage von Bakunin in London. j 27. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." reproducirt folgende Berliner Correspondenz der „Sächsischen Zeitung": „Als ganz bestimmt verlautet, daß noch vor Ablauf der Re:chstage-Session von konservativer Seite ein Antrag kommen wird, dem Könige die Kaiserkrone N o r d d e u t sch l o n d s anzubieten. Hiermit ist mehr als ein bloßes Wahlmanöver beabsichtigt. Die konservative Partei hofft allerdings nicht geringe Chancen zu laufen, wenn sie die ländliche Bevölkerung mit der Parole zu der Wahlurne führen wird: „Wäblet Leute, die Eueren König zum Kaiser machen." In erster Linie ist es aber die Dienstwilligkeit gegen nicht mißzuverstebende Winke von oben. Bereits in der badcnsiichen Dibatle mußte Bismarck scheinbar beiläufig erklären, daß der König faclisch die Macht eines Kaisers ausübe. Man wird nicht säumen, der faktisch auSgeübtcn Macht auch den Namen zu geben. Diese St.lle namentlich ist es gewesen, welche tie Empfindlichke t des russischen Hofs verletzt hat. Man wird in P-tersburg nie zugcben, daß in Berlin ein Kaiser thront, man wird es nie gestatten, daß die Bundesgesetze tie Eingangs- fornikl tragen: „Wir, Wilhelm von Gottes Gnaden, Kaiser von Nortdcuischland". DaS weiß man auch in der Wilhelmsstroße ganz genau; wenn man gleichwohl durch den Reichstag einen Antrag auf die Kaiselwürde sich vetiien läßt, so soll damit, gleich dem Jnfallibiliiätö-Dogma, nur eine Waffe geschmiedet werten, die man im Augenblicke noch nicht gebraucht, aber zum Gebrauche jeden Augenblick bereit ! hält." Der „Karlsr. Ztg." wird osficiös von Wien geschrieben: Dem Vernehmen nach hat sich, gegenüber der Entscheidung des Papstes, daß ter katholische Staatsdi.mr in Oesterreich ein eidliches Gclöbniß zur unverbrüchlichen Beobachtung der StaatSgrund- gesctze nur dann leisten türfe, wenn er der Formel des Gelöbnisses die Formel hinzufüge „unbeschadet der Rechte Gottes und ter Kirche," — tie österreichische Regierung sofort dahin schlüssig gemacht, daß weder diese noch irgendwelche andere V.rclau- sulirung des vorschriftsmäßigen Eides zu gestatten, und daß jedes verclausulirte Gelöbniß der Verweigerung des Gelöbnisses überhaupt gleich zu achten, der Betreffende mithin zur Amtsübernahme nicht zu- zulass^n sei. Der „Constitutionnel" sagt: Die Antwort des römischen Staatssekretärs Antonelli suche zu beweisen, daß die 21 CanoneS nicht die ihnen von der französischen Regierung beigelegte Tragweite haben, auch könnten dieselben durch dte Ber. lhung des Con- ciis wesentlich abgeändert werten. Die Kirche denke durchaus nicht daran, sich in die Politik einzumischen. Die CanoneS boten demnach keine Veranlassung für Frankreich, seine bisherige Haltung gegenüber dem Concil aufzugeben. Cardinal Antonelli hofft, daß die sranzösifche Regierung gegenüber diesen Erklärungen nicht auf seinem Verlangen bestehen werde, einen Bevollmächtigten zum Concil zu senden. D'N neuesten Ncwyorker Blättern zufolge wurde im Senate der Vereinigten Staaten auf Antrag des Senators Sherman tie folgende Resolution einstimmig angenommen: „Beschlossen, daß der Präsident ersucht werde, zu. einer Correspondenz mit Großbritannien und anderen auswärtigen Mächten einzuladen, falls dies nicht gegen die öffentlichen In- tenssen verstößt, um die Annahme einer gemeinschaftlichen Einheit für die internationale Goldwährung durch die Legislaturen der verschiedenen Mächte zu fördern, und daß diese Correspondenz dem Con- grcß zur Kenntnißnahme und als Richtschnur seines Handelns vorgelegt werde." Hessen. Darmstadt, 25. März. Das gestern erschien.ne Regierungsblatt Na. 9 enthalt unter Anderem eine Bekanntmachung Großherzoglicher Eammissian für PesUAngele- genheiten, die Abgabe gestempelter Streifbänder durch die Post betreffend. Bam 1. April d. I. an werden außer bei dem Pastamte in Mainz auch bei den Pastonstallen in Alz.y, Bensheim, Bingen, Darmstadt, Friedberg, Gießen, Lauterbach, Offenbach und Worms g,stempelte Streifbänder zu 1 fr. verkauft werden. Diese Streifbänder sind mit dem gewöhnlichen Frankawerth- stempel zu 1 fr. und an den beiden Langseiten mit einer schma- leu Einlassung in grüner Farbe bedruckt. Tie Rückseite ist mit einem Klebestaff zur Herstellung deS Verschlusses versehen. Der Absatz dieser Streifbänder findet nur in Paltien zu je 100 Stück statt und zwar mit einem auf Deckung d.r Herstellungskasten berechneten Zuschlag van 11 fr. pra 100 Stück, wanack solche zu 1 st. 5l fr. zu beziehen sind. Preußen. Berlin. Ueber die Vereinbarung der Auseinandersetzung des beweglichen varmaligen BundeSeigenthumS bat der Ausschuß für das Landheer und Festungen .einen interes- sanlen Bericht zur Erläuterung seiner drei Anträge erstattet, welche die Zustimmung des BundeSratheS gefunden haben. Es werden zunächst de varjäbrigen Verhandlungen der AuSeinander- setzmigs-Commijsion in München ufrt> der süddeutschen FestungS- Commission beleuchtet und daran der Antrag geknüpft, der pro- tacallarischen Vereinbarung über die künftige Behandlung deS gemeinschaftlichen beweglichen EigenthumS in den ehemaligen deutschen BundeSfesti ngen die Genehmigung zu ertheilen. Hinsichtlich der Beschlüsse über den baaren Erlös des veräußerten FestungsmaterialS empfiehlt der Ausschuß, daß die einzelnen Staaten van ihren etwa geltend zu machenden Ansprüchen auf Theilung van Matricular Quoten absehen, wie solches bereits van der Krane Preußen im Interesse der Wehrhaftigkeit deS Bundes rücksichtlich des an- Luremburg erwo>denen Materials der Fall gewesen (welches meistens zur weiteren Armirring van Mainz verwandt rvoiden), und auch ihrerseits sich damit einverstanden erkären, daß ihr Guthaben an der R.stsnmme van 155,752 Fl. 43 Kr. der Bundes Militär-Berwaltung überwiesen werde, um diesen Betrag van den Ausgaben der entsprechend.n Etatstitel in Abzug zu bringen. In diesem Sinne beantragt der Ausschuß, über den dem Bunde zust.hend.n An- theil am baaren Erlöse deS Festungsmaterials zu beschliessen. Endlich wird beantragt, den auf das G'assh.rragtbum Hessen entfall.nden Antdeil ungetbeilt der hessischen Militär-Verwaltung zu überweis.n mit der Anheimgabe, den auf daS Bundes- Evnling.nt entfallenden 2Herl an die Bunreefasse abznführen. Berlin, 21. März. In seiner heutigen Sitzung qe- Nkhmigte der Reichstag in zweiter Lesung unverändert das Gesetz, hktreff.nd die Ausgabe van Banfnateu. Der An,rag, d.'S Gesetz auf das S taatspapiergeld anSzudehn.n, wurde zrrrück- gezvgen. Abg. v. Cybel weist namentlich auf die Nathwen- digkeit hin, daß die definitive Regelung der Münffrage, van welcher die Bankfrage untrennbar fei, im Einverständniß mit Cüddentschland erfalgen müsse. Württemberg Stuttgart, 22. März. Van gewöhnlich gut unterrrchteter Seite wird versichert daß das gc- faamite Ministerium seine D niiifian gegeben habe. G.stern Mittag hat ein Ministerkonseil unter Vorsitz deS Königs stattgefunden. Frankreich. Paris, 21. März. Der französische G- sandte am päpstlichen Hase, Marqnis de Bannenille, ist heute Morgen hier eingetroffen. Derselbe wird wahrscheinlich eine Woche hier verweilen. Tours, 21. März. Prozeß Bonaparte. Der als Zeuge vorgeladene Fonvielle wiederholt s ine frühe>e Darstellung deS Verlaufs. Prinz P. Bonaparte erklärt dieselbe für durchaus falsch und sagt: Fonvielle drang bewaffnet in mein HauS, er sollte Angeklagter nickt Zeuge sein. Fonvi lle leugnete je gesagt zu haben, daß der Prinz von V. Noir geschlagen worden sei. Tours, 21. März. Bei dem heutigen Verhöre deS Prinzen P. Bonaparte über den Vorgang in Auteuil wiederholte derselbe genau dieselben Angaben, welche er in der Voruntersuchung gemacht batte. Der Prinz behauptet, stets einen Revolver bei sich zu tragen. Tours, 22. März. Bei dem Zeugenverhw im Proceffe des Prinzen Bonaparte sagte der Zeuge Labruyöre aus, daß die Wange des Prinzen Flecken gezeigt habe. Paul Cassagnac sagte, sie habe die Spuren einer Eontusion gezeigt. Der Prinz trage immer den Revolver bei sich. Casanova hat gesehen, daß die Wange deS Prinzen violett angelaufen war. Della Rocca, Redacteur des „Avenir Corse", sagt auS, der Prinz habe ihm gesagt, er habe eine Ohrfeige erhalten. Theodor Grave, Redakteur deS kleinen „Fiaaro", hat die Eontusion auf der Wange des Prinzen gesehen. Der Dr. Pinel hat den Prinzen untersucht und eine Geschwulst neben dem Ohr bemerkt, aber nichts auf der Wange. Der Doctor macht die Bemerkung, daß die Handschuhe V. Noir'S unbeschädigt geblieben seien. Der Dr. Morel, HauSarzt deS Prinzen behauptet, daß der Prinz eine deutlich sichtbare Verletzung gehabt habe, wenn der Dr. Pinel anders aussage, so verletze er die Gewissenhaftigkeit. (Große Bewegung im Publikum.) Villien behauptet, daß Rimbaur in einem Laden gesagt habe, wenn der Prinz ver- weig.re, sich mit Grousset zu schlagen, so werde er in seinem eigenen Hause getödtet werden.